[0001] Die Erfindung betrifft eine Umhängenadel, die als Strickwerkzeug dient. Insbesondere
betrifft die Erfindung eine Umhängenadel, die sich ohne Klemmwirkung ihrer Umhängefeder(n)
in den Nadelkanal eines Nadelbetts zurückziehen lässt.
[0002] Strickwerkzeuge mit Umhängefedern sind bekannt. Beispielsweise offenbart die
WO 2007/057041 A1 eine Umhängenadel mit einem länglichen Nadelkörper, der an einem Ende mit einem Haken
versehen ist. Dem Haken ist eine Zunge zugeordnet. An dem Schaft der Zungennadel sind
an beiden Seiten Vertiefungen ausgebildet, in denen die hinteren Enden zweier Umhängefedern
fest gehalten sind. Die Umhängefedern weisen im Anschluss an die hinteren Enden seitlich
auswärts gebogene Bereiche auf und liegen mit ihren Spitzen wiederum in seitlichen
Vertiefungen des Nadelkörpers.
[0003] Derartige Umhängefedern sind zumindest in ihrem hinteren, mit einem Antriebsfuß versehenen
Bereich in Nadelkanälen einer Strickmaschine geführt. Der Nadelkanal hat eine Weite,
die deutlich geringer ist, als die von den auswärts gebogenen Bereichen der Umhängefedern
eingenommene Breite. Wird die Nadel sehr weit in den Nadelkanal zurückgezogen, so
dass die auswärts gebogenen Bereiche in den engen Nadelkanal eintreten müssen, werden
die Umhängefedern zusammengedrückt. Dabei kann es passieren, dass die in den seitlichen
Vertiefungen liegenden Spitzen der Umhängefedern nach außen gespreizt werden. Dies
kann zu vergrößerter Reibung der Nadel in dem Nadelkanal führen.
[0004] Außerdem ist bei solchen praktisch ausgeführten Strickwerkzeugen häufig eine Vertiefung
oder Stufe zwischen dem oberen Nadelrücken und der Umhängefeder vorhanden. Dadurch
fällt die Halbmasche, die auf dem Nadelschaft in Richtung der Umhängefeder gleitet,
in eine vergleichsweise tiefe Senke bevor sie auf der Umhängefeder weiter gleiten
kann.
[0005] Fertigungstoleranzen können außerdem dazu führen, dass die Spitzen der Umhängefedern
über die Nadeldicke hinausragen, so dass Halbmaschen, wenn sie in Richtung der Umhängefeder
gleiten, an den Spitzen hängen bleiben können.
[0006] Weiter ist aus der
JP 33-10684 eine Schiebernadel mit einem Schieber bekannt, der zum Verschluss des Hakeninnenraums
und im weiteren zur Maschenübergabe dient. Die Schiebernadel weist einen verbreiterten
Brustbereich auf, in dem eine Längsvertiefung ausgebildet ist. Diese ist zu dem Haken
der Nadel hin offen. Der Schieber ist an der Nadel längs verschiebbar gelagert, der
federnde nach außen gewölbte Arme aufweist. Diese liegen mit ihren federnden Spitzen
aneinander an und greifen von oben her in die Längsvertiefung. Der Schieber dient
dem Öffnen und Schließen des Hakeninnenraums sowie zur Maschenübergabe.
[0007] Davon ausgehend ist es Aufgabe der Erfindung, eine verbesserte Umhängenadel zu schaffen.
[0008] Diese Aufgabe wird mit der Umhängenadel nach Anspruch 1 gelöst:
[0009] Die erfindungsgemäße Umhängenadel weist mindestens eine Umhängefeder auf, die mit
ihrem einen Ende fest mit dem Nadelkörper verbunden, d.h. an diesem fixiert ist. Von
diesem hinteren Ende ausgehend ist die Umhängefeder seitlich ausgebogen und steht
somit seitlich über den Nadelkörper vor. Das vordere Ende der Umhängefeder ist wieder
zu dem Nadelkörper hin gebogen und tritt in einen Längsschnitt des Nadelkörpers ein.
In diesem Längsschlitz ist das vordere Ende der Umhängefeder längs verschiebbar geführt.
Vorzugsweise weist der Nadelkörper eine einheitliche Breite auf, wobei seine Breite
zwischen seinen beiden vorzugsweise ebenen Seitenflächen zu messen ist. Insbesondere
wird es als vorteilhaft angesehen, wenn der mit dem Längsschlitz versehene Abschnitt
des Nadelschafts nicht breiter ist als der übrige Nadelschaft.
[0010] Durch diese Maßnahme kann die mit mindestens einer oder auch zwei Umhängefedern versehene
Umhängenadel in einen Nadelkanal zurückgezogen werden, ohne dass eine Klemmwirkung
oder übermäßiger Verschleiß auftritt. Die Wände des Nadelkanals können die nach außen
gebogenen Bereiche der Umhängefeder zusammendrücken. Die sich daraus ergebende Streckung
der Umhängefeder in Längsrichtung bewirkt, dass die vorderen Enden der Umhängefeder
in dem Längsschlitz etwas gleiten können. Um dieses Gleiten zu erleichtern, können
die vorderen Enden der Umhängefedern eine Verjüngung aufweisen. Diese Verjüngung bzw.
Reduzierung der Dicke der Spitzen der Umhängefedern kann bis zu 50% der Breite der
Umhängefeder betragen. In besonderen Anwendungsfällen kann die Reduzierung sogar größer
als 50% der Federbreite sein. Der Längsschlitz des Nadelkörpers führt dabei die vorderen
Enden der Umhängefedern und verhindert, dass diese an der Wand des Nadelkanals reiben.
Insbesondere wird verhindert, dass sich die vorderen Enden der Umhängefedern nach
außen spreizen und selbst beschädigt werden oder Beschädigungen an den Wänden des
Nadelkanals hervorrufen.
[0011] Durch die Führung der vorderen Enden der Umhängefedern in dem Längsschlitz weist
der Nadelkörper in diesem Bereich glatte Außenseiten auf, so dass die über diese Außenseiten
des Nadelschafts gleitenden Halbmaschen nicht an den spitzen vorderen Enden der Umhängefedern
hängen bleiben können. Außerdem kann die Umhängefeder glatt an die obere Schmalfläche
des Nadelschafts anschließen, so dass Halbmaschen ungehindert von dem Nadelschaft
auf die Umhängefedern gleiten können.
[0012] Der Längsschlitz weist einen Eingang auf, durch den die vordere(n) Spitze(n) oder
Ende(n) der wenigstens einen Umhängefeder bzw. der Umhängefedern in den Längsschlitz
eintreten. Dieser Eingang ist vorzugsweise an der von dem Haken der Umhängenadel abgewandten
Seite des Längsschlitzes angeordnet. Der Eingang wird als Öffnung begriffen, die zu
den fixierten hinteren Enden der mindestens einen Umhängefeder offen ist.
[0013] Es ist außerdem in vielen Fällen vorteilhaft, wenn der Längsschlitz sowohl an der
dem Haken zugewandten Seite als auch an der dem Haken abgewandten Seite in Längsrichtung
offen ist. Dies gilt insbesondere bei Verwendung von Nadelkörpern mit relativ kurzem
Längsschlitz. Hierbei wird der mindestens einen Umhängefeder ermöglicht, wenn sie
in den Nadelkanal eines Nadelbetts eintritt, mit ihrer Spitze aus dem hakenseitigen
Ende des Längsschlitzes wieder auszutreten. Dies gilt auch für Umhängenadeln mit zwei
Umhängefedern. Wenn die Spitzen der Umhängefedern in zusammengedrücktem Zustand teilweise
über das Schlitzende hinaus treten, können sie sich etwas nach außen neigen, ohne
unmittelbar die Wand des Nadelkanals zu berühren. Durch die Freigabe der Spitzen der
Umhängefedern wird die Kraft reduziert, die zum Zusammendrücken der beiden Federn
notwendig ist, um die Umhängefeder in den Nadelkanal einzuführen. Dadurch können sonst
auftretende erhöhte Reibkräfte zwischen der Umhängenadel und dem Nadelkanal vermieden
werden.
[0014] Dieser Effekt ist auch erzielbar, indem mindestens eine der den Längsschlitz des
Nadelkörpers begrenzenden Wände mit einer seitlichen Durchbrechung versehen ist, in
die hinein sich die Spitze der Umhängefeder wölben oder spreizen kann.
[0015] Weist die Umhängenadel zwei Umhängefedern auf, liegen diese im Längsschlitz im Ruhezustand
an ihren vorderen Enden bzw. Spitzen federnd aneinander an. Auch wenn die Umhängefedern
zusammengedrückt werden, bleibt die Berührung der beiden vorderen Enden untereinander
erhalten. Allenfalls wandert der Punkt, an dem sich die Umhängefedern gegenseitig
berühren, in Längsrichtung etwas. Weil sich die Umhängefedern in der Mittelebene der
Umhängenadeln treffen, können sie sich etwas nach außen spreizen (beispielsweise durch
Öffnungen der Seitenwände des Längsschlitzes hindurch) ohne in unmittelbare Berührung
mit der Nadelkanalwand zu geraten. Dies ist ein erheblicher Vorteil gegenüber Umhängenadeln,
deren Umhängefedern in seitlichen Taschen des Nadelkörpers lagern.
[0016] Weitere Einzelheiten vorteilhafter Ausführungsformen der Erfindung sind Gegenstand
der Zeichnung, der Beschreibung oder von Ansprüchen. In der Beschreibung sind wesentliche
Elemente der Erfindung und sonstiger Aspekte beschrieben. Die Zeichnung offenbart
weitere Einzelheiten und ist ergänzend heranzuziehen. Es zeigen:
Figur 1 eine erfindungsgemäße Umhängenadel in schematisierter Perspektivdarstellung,
Figur 2 die Umhängenadel nach Figur 1 in einer vergrößerten ausschnittsweisen Perspektivdarstellung,
Figur 3 die Umhängenadel nach Figur 2 in einer anderen perspektivischen ausschnittsweisen
Darstellung,
Figur 4 die Umhängenadel nach Figur 1 bis 3 in einer weiteren perspektivischen Darstellung,
Figur 5 eine abgewandelte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Umhängenadel in perspektivischer
ausschnittsweiser Darstellung,
Figur 6 eine weiter abgewandelte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Umhängenadel
in perspektivischer ausschnittsweiser Darstellung,
Figur 7 die Zungennadel mit einer alternativen Federbefestigung in perspektivischer
Darstellung und
Figur 8 die Zungennadel nach Figur 7 in Seitenansicht.
[0017] In Figur 1 ist eine Umhängenadel 1 veranschaulicht, die eine Halbmasche 2 trägt.
Die Halbmasche 2 wird durch einen Abschnitt einer Masche gebildet, die aus einem im
Entstehen begriffenen Gestrick ragt. Der Umhängenadel 1 können ein oder mehrere weitere
Nadeln 3 zugeordnet sein, die sich beispielsweise entlang einer parallel zu der Umhängenadel
1 orientierten Achse 4 bewegen, um bedarfsweise die Halbmasche 2 zu übernehmen.
[0018] Die Umhängenadel 1 weist einen länglichen Nadelkörper 5 auf, der sich entlang einer
Längsrichtung L erstreckt. An einem Ende ist der Nadelkörper 5 mit einem Haken 6 versehen.
Dem Haken 6 ist eine Zunge 7 zugeordnet, die wie bei sonstigen Zungennadel auch schwenkbar
gelagert ist. Figur 1 zeigt die Zunge 7 in Rücklage. Die Zunge 7 kann zu dem Haken
6 hin geschwenkt werden und an diesem anliegen, um einen Faden bzw. eine Halbmasche
einzuschließen. Der Nadelkörper 5 trägt mindestens eine, vorzugsweise aber zwei Umhängefedern
8, 9 aus dünnem Federblech, die an dem Nadelkörper 5 fixiert sind. Diese Umhängefedern
8, 9 bilden einen Umhängebereich, der dazu dient, die Halbmasche 2 auf andere Strickwerkzeuge
z.B. Nadeln 4 zu übergeben.
[0019] An den Umhängebereich schließt sich ein mehr oder minder langer Schaftbereich an.
Der Nadelkörper 5 kann im Weiteren mit mindestens einem Antriebsfuß 10 oder sonstigen
Antriebsmitteln versehen sein. Beispielsweise kann der Nadelkörper mit Kupplungsmitteln
versehen sein, um Antriebselemente wie beispielsweise eine Fußnadel oder dergleichen
anzuschließen.
[0020] Die Umhängefedern 8, 9 sind bei der bevorzugten Ausführungsform spiegelbildlich zueinander
ausgebildet. Falls erforderlich, können sie jedoch auch unterschiedliche Formen aufweisen.
Sie weisen beide jeweils einen Halteabschnitt 11, 12 in Form eines Befestigungsendes
auf, wie es aus den Figuren 2, 3 und 4 hervorgeht. Das Befestigungsende 11, 12 wird
beispielsweise durch einen plattenartigen ebenen Abschnitt gebildet, von dem sich
ein Fortsatz 13, 14 nach oben erstreckt, der zur axialen Sicherung der Umhängefedern'8,
9 dient. Die Halteabschnitte 11, 12 sind in einer seitlichen Vertiefung 15 angeordnet,
die in dem Nadelkörper 5 ausgebildet ist. Die Vertiefung 15 ist z.B. als flache Nut
ausgebildet, an deren flachen Boden der Halteabschnitt 12 anliegt. Der Halteabschnitt
11 kann auf dem Halteabschnitt 12 deckungsgleich liegen. Die Ausnehmung 15 kann einen
Ausschnitt 16 aufweisen, der bis zu der oberen schmalen Flachseite 17 des Schafts
des Nadelkörpers 5 reicht und diese Oberseite durchbricht. Die Fortsätze 13, 14 können
in den Ausschnitt 16 der Ausnehmung 15 hineinreichen und somit die Umhängefedern 8,
9 axial fixieren. Dabei ist es möglich, dass die Fortsätze 13, 14 über die schmale
Flachseite 17 geringfügig vorstehen. Die Halteabschnitte 11, 12 können mit dem Nadelkörper
vercrimpt, verschweißt, verklebt, verlötet oder anderweitig verbunden sein.
[0021] Ausgehend von den Halteabschnitten 11, 12 erstrecken sich federnde Abschnitte 18,
19 der Umhängefedern 8, 9 zu dem Haken 6 hin. Die Abschnitte 18, 19 definieren zwischen
einander einen Abstand, der die Breite des Nadelkörpers 5 übersteigt. Die Breite des
Nadelkörpers 5 wird zwischen seinen beiden zueinander parallelen großen Flachseiten
35, 36 gemessen.
[0022] Die vorderen Enden der Abschnitte 18, 19 gehen in Arme 20, 21 über, die aufeinander
zu laufen. An ihren vorderen Enden 22, 23 berühren die Arme 20, 21 einander. Die Enden
22, 23 ragen dabei in einen Längsschlitz 24, der vorzugsweise an der Oberseite des
Nadelkörpers 5 offen ist. Der Längsschlitz 24 ist in einem Abschnitt des Nadelkörpers
5 angeordnet, dessen Breite mit der Breite des Nadelkörpers in den übrigen Umhängeabschnitt
vorzugsweise übereinstimmt. Mit anderen Worten, die Wände des Längsschlitzes 24 sind
nicht nach außen gewölbt sondern gerade.
[0023] Der Längsschlitz 24 ist, wie Figur 1 und 2 zeigt, an seinem von dem Haken 6 weg liegenden
Ende offen. Er weist dort einen Eingang 25 auf, der zu den Halteabschnitten 11, 12
hin offen ist. Die Enden 22, 23 ragen durch den Eingang 25 in den Längsschlitz hinein.
[0024] Der Eingang 25 ist vorzugsweise an einer Stufe angeordnet. Die oberen Ränder 26,
27 der den Längsschlitz 24 begrenzenden Wände schließen in einem geschwungenen Bogen
oder auch als gerade Fläche an die Enden 22, 23 bzw. die Arme 20, 21 an. Dadurch entsteht
ein nahezu stufenloser Übergang von dem Bereich des Nadelkörpers 5, der den Längsschlitz
24 aufweist, zu den Enden 22, 23 bzw. den Armen 20, 21 der Umhängefedern 8, 9. Eine
Halbmasche kann ohne Beeinträchtigung über diesen Übergang von dem Nadelkörper 5 auf
die Arme 20, 21 der Umhängefeder 8, 9 gleiten. Somit ist ein gleichmäßiges, sanftes,
Gleiten der Halbmasche von einem Teil der Umhängenadel 1, dem Nadelgrundkörper 5,
auf einen anderen Teil der Umhängenadel 1, die Umhängefeder 8, 9, möglich. Die oberen
Ränder 26, 27 gehen an dem Eingang 25 in die dort vorhandene Stufe über..
[0025] Die Enden 22, 23 sind in dem Längsschlitz 24 längs verschiebbar geführt. Zusammen
weisen sie eine Breite auf, die nur geringfügig geringer ist als die innere Weite
des Längsschlitzes 24. Der Längsschlitz 24 kann, wie Figur 2 zeigt, nicht nur an dem
Eingang 25 und an seiner Oberseite sondern zusätzlich auch zu dem Haken 6 hin offen
sein. Die Arme 20, 21 können, wie dargestellt, an ihrer Oberseite im Wesentlichen
gerade ausgebildet sein. Sie können z.B. an den Abschnitten 18, 19 in Maschenstützschultern
28, 29 übergehen.
[0026] Ein alternatives Ausführungsbeispiel für die Befestigung der Umhängefedern 7, 8 der
Umhängenadel 1 ist aus Figur 3 ersichtlich. Der Nadelkörper 5 kann für jede Umhängefeder
8, 9 eine eigene separate Vertiefung 15, 15' aufweisen. Diese erste Vertiefung 15
erstreckt sich ausgehend von der großen Flachseite 35 in den Nadelkörper 5 und nimmt
die Umhängefeder 9 auf. Die zweite Vertiefung 15' erstreckt sich ausgehend von der
großen Flachseite 34 in den Nadelgrundkörper und nimmt die Umhängefeder 8 auf. Andere
Merkmale sind mit den oben beschriebenen identisch, somit wird auf die Beschreibung
oben entsprechend verwiesen.
[0027] Die insoweit beschriebene Umhängenadel 1 arbeitet wie folgt:
[0028] Wie Figur 1 zeigt, kann die Umhängenadel 1 die Halbmasche 2 aufnehmen. Diese können
ausgehend von dem Haken 6 über den Nadelschaft bis hin zu den Umhängefedern 8, 9 gleiten
und werden von diesen beispielsweise gespreizt. Sie können an den Maschenstützschultern
28, 29 Anlage finden und in gespreizter Form von einem anderen Strickwerkzeug beispielsweise
der Nadel 3 übernommen werden. Dazu ist zwischen der Umhängefeder 8 und der großen
Flachseite 35 (Figur 4) und zwischen der Umhängefeder 9 und der großen Flachseite
36 (Figur 2) ausreichender Zwischenraum vorhanden, in den die Nadel 3, wie dargestellt,
parallel zu der Längsrichtung L oder auch in einem Winkel zu dieser einstechen kann.
Bedarfsweise kann der Nadelkörper 5 zur Erleichterung dieses Vorgangs mit einem Ausschnitt
30 versehen sein, der auch nach unten gerichtete Fortsätze der Abschnitte 18, 19 aufnehmen
kann, wenn die Umhängefedern 8, 9 zusammengedrückt werden.
[0029] Die Umhängenadel 1 wird bei der Ausführung des Strickvorgangs in einem Nadelbett
in Längsrichtung L hin- und hergehend bewegt. Die Bewegung wird ihr durch den Antriebsfuß
10 erteilt. Der Nadelkanal ist von zwei Kanalwänden begrenzt, deren Abstand voneinander
wenig größer als die Breite des Nadelkörpers 5 ist. Wird die Umhängenadel 1 so weit
in den Nadelkanal hinein bewegt, dass die Umhängefedern 8, 9 in den Zwischenraum zwischen
den Kanalwänden eintreten, werden die Umhängefedern 8, 9 zusammengedrückt. Dadurch
werden die Enden 22, 23 in dem Längsschlitz 24 des Nadelkörpers 5 nach vorn geschoben.
Es wird jedoch verhindert, dass die Enden 22, 23 in Berührung mit den Kanalwänden
des Nadelkanals kommen.
[0030] Außerdem wird in jedem Arbeitszustand verhindert, dass die Enden 22, 23 mit der Halbmasche
2 in Berührung kommen. Damit wird verhindert, dass die Halbmasche 2 hängen bleibt
oder verletzt wird.
[0031] Figur 5 veranschaulicht eine etwas abgewandelte Ausführungsform der Umhängenadel
1. Die Abwandlung beschränkt sich auf die Ausbildung des Längsschlitzes 24, weshalb
die Darstellung in Figur 5 auf den entsprechenden Abschnitt der Umhängenadel 1 beschränkt
ist. Die den Längsschlitz 24 begrenzenden Wände sind mit einer sich quer zu der Längsrichtung
L erstreckenden Öffnung 31 versehen, die in den Eingang 25 übergehen kann. Von den
Wänden des Längsschlitzes 24 bleiben lediglich zwei Zinken 32, 33 übrig, die sich
parallel zueinander erstrecken und eine Gabel bilden. Die Enden 22, 23 der Umhängefedern
8, 9 bleiben zwischen diesen Zinken 32, 33 gehalten. Die äußersten Spitzen der Enden
22, 23 können jedoch unterhalb der Zinken 32, 33 durch die Öffnung 31 etwas nach außen
schwenken.
[0032] Werden die Umhängefedern 8, 9 zusammengedrückt, können die äußersten Spitzen der
einander berührenden Enden 22, 23 unter die Zinken 32, 33 schwenken. Dadurch wird
die Kraft, die zum Zusammendrücken der beiden Federn 8, 9 notwendig ist, reduziert.
Die Umhängenadel 1 kann deshalb leichter in ihren Nadelkanal eingeführt werden. Stark
erhöhte Reibungskräfte zwischen der Umhängenadel 1 und den Wänden des Nadelkanals
werden vermieden.
[0033] Weiter ist es, wie Figur 6 zeigt, möglich, die den Längsschlitz 24 begrenzenden Wände
mit ein oder mehreren Queröffnungen 34 zu versehen, die nicht mit dem Eingang 25 in
Verbindung stehen. Auch hier ermöglichen die ein oder mehreren Queröffnungen 34, die
beispielsweise gemäß Figur 6 ausgebildet sind, ein Klemmen der Spitzen, der Umhängefedern
8, 9 und es wird eine besondere Leichtgängigkeit der Umhängefeder 1 im Nadelkanal
ermöglicht.
[0034] Die Figuren 7 und 8 veranschaulichen eine alternative Ausführungsform mit geänderter
Befestigung der Umhängefedern 8, 9. Zu deren Aufnahme ist in einem entsprechenden
hinteren Schaftabschnitt ein Fassungsschlitz 37 vorgesehen, der in Längsrichtung des
Nadelkörpers 5 verläuft und nach oben hin, d.h. vom Nadelrücken weg, offen ist. Die
beiden Halteabschnitte 11, 12 erstrecken sich aneinander liegend in diesen Fassungsschlitz
37 hinein. Eine Queröffnung 38 durchsetzt den Nadelkörper 5 und schneidet dabei den
Fassungsschlitz 37 an. Die Queröffnung 38 kann prinzipiell eine beliebige Form aufweisen.
Beispielsweise ist sie etwa rechteckig oder quadratisch. Die Halteabschnitte 11, 12
sind mit Füßen 39, 40 versehen, die sich über den Boden des Fassungsschlitzes 37 hinaus
nach unten die Öffnung 36 hinein erstrecken. Eine plastische Deformation der Ränder
der Queröffnung 38 und/oder der Füße 39, 40 schafft eine dauerhafte feste Verbindung
zwischen dem Nadelkörper 5 und den Haltefedern 8, 9. An Stelle der Verformung kann
auch eine Schweißverbindung, Klebeverbindung, Lötverbindung oder dergleichen vorgesehen
werden.
[0035] Bei einer erfindungsgemäßen Umhängenadel 1 mit mindestens einer Umhängefeder 8 ist
diese Umhängefeder 8 an einem Ende in einer vorzugsweise seitlichen Tasche oder Vertiefung
des Nadelkörpers gehalten, während die Spitze der Umhängefeder in einem Längsschlitz
des Nadelkörpers liegt. Dieser Längsschlitz 24 weist einen Eingang 25 auf, der in
Längsrichtung L des Nadelkörpers 5 offen ist. Der Eingang 25 des Längsschlitzes 24
liegt an einem von dem Haken 6 weg liegenden Ende des Längsschlitzes 24.
Bezugszeichen
[0036]
- 1
- Umhängenadel
- 2
- Halbmasche
- 3
- Nadel
- 4
- Achse
- 5
- Nadelkörper
- L
- Längsrichtung
- 6
- Haken
- 7
- Zunge
- 8, 9
- Umhängefedern
- 10
- Antriebsfuß
- 11, 12
- Halteabschnitt
- 13, 14
- Fortsatz
- 15, 15'
- Vertiefung
- 16
- Ausschnitt
- 17
- Flachseite
- 18, 19
- Abschnitt
- 20, 21
- Arme
- 22, 23
- Enden
- 24
- Längsschlitz
- 25
- Eingang
- 26, 27
- Ränder
- 28, 29
- Maschenstützschulter
- 30
- Ausschnitt
- 31
- Öffnung
- 32, 33
- Zinken
- 34
- Queröffnungen
- 35, 36
- Flachseite
- 37
- Fassungsschlitz
- 38
- Queröffnung
- 39, 40
- Füße
1. Umhängenadel (1),
mit einem länglichen Nadelkörper (5),
mit mindestens einer Umhängefeder (8, 9), die an einem Ende (12, 11) mit dem Nadelkörper
(5) fest verbunden ist, seitlich über den Nadelkörper (5) vorsteht und mit ihrem anderen
Ende (23, 22) in einem Längsschlitz (24) des Nadelkörpers (5) sitzt.
2. Umhängenadel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Längsschlitz (24) einen Eingang (25) aufweist, der zu dem festen Ende (12, 11)
der Umhängefeder (8, 9) hin offen ist.
3. Umhängenadel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Nadelkörper (5) länglich ausgebildet ist und an einem Ende einen Haken (6) aufweist,
wobei der Längsschlitz (24) an einer von dem Haken (6) abgewandten Seite offen ist.
4. Umhängenadel nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Längsschlitz (24) sowohl an einer von dem Haken (6) abgewandten Seite als auch
an der dem Haken (6) zugewandten Seite offen ist
5. Umhängenadel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Schlitz (24) wenigstens eine Öffnung (31) zu einer Flachseite (35, 36) des Nadelkörpers
(5) hin aufweist.
6. Umhängenadel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an der Umhängenadel (1) zwei Umhängefedern (8, 9) vorgesehen sind.
7. Umhängenadel nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Umhängefedern (8, 9) in einem mittleren Bereich (18, 19) voneinander weg gebogen
sind.
8. Umhängenadel nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Umhängefedern (8, 9) mit ihren Spitzen (22, 23) in dem Längsschlitz (24)
spielarm geführt sind.
9. Umhängenadel nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Spitzen (22, 23) der beiden Umhängefedern (8, 9) in dem Längsschlitz (24) miteinander
in Anlage stehen.
10. Umhängenadel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Umhängefedern (8, 9) Spitzen (22, 23) aufweisen, die an ihrem vorderen Ende verjüngt
ausgebildet sind.
11. Umhängenadel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Umhängefeder (8) an ihrem fixierten Ende (12) in einer seitlich
offenen Tasche (15) des Nadelkörpers (5) geführt ist.
12. Umhängenadel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Nadelkörper (5) zwei Vertiefungen (15) aufweist, wobei in jeder Vertiefung (15)
eine Umhängefeder (8, 9) angeordnet ist.
13. Umhängenadel nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass sich die erste Vertiefungen (15) von der großen Flachseite (36) und die zweite Vertiefung
(15) von der großen Flachseite (35) aus in den Nadelkörper (5) erstreckt.
Geänderte Patentansprüche gemäss Regel 137(2) EPÜ.
1. Umhängenadel (1),
mit einem länglichen Nadelkörper (5),
mit mindestens einer Umhängefeder (8, 9), die an einem Ende (12, 11) mit dem Nadelkörper
(5) fest verbunden ist und seitlich über den Nadelkörper (5) vorsteht,
wobei an der Umhängenadel (1) zwei Umhängefedern (8, 9) vorgesehen sind, die in einem
mittleren Bereich (18, 19) voneinander weg gebogen sind,
dadurch gekennzeichnet,
die Umhängefedern (8, 9) mit ihrem anderen Ende (23, 22) in einem durch Wände begrenzten
Längsschlitz (24) des Nadelkörpers (5) sitzen und
dass die beiden Umhängefedern (8, 9) mit ihren Spitzen (22, 23) in dem Längsschlitz
(24) spielarm geführt sind.
2. Umhängenadel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Längsschlitz (24) einen Eingang (25) aufweist, der zu dem festen Ende (12, 11)
der Umhängefeder (8, 9) hin offen ist.
3. Umhängenadel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Nadelkörper (5) länglich ausgebildet ist und an einem Ende einen Haken (6) aufweist,
wobei der Längsschlitz (24) an einer von dem Haken (6) abgewandten Seite offen ist.
4. Umhängenadel nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Längsschlitz (24) sowohl an einer von dem Haken (6) abgewandten Seite als auch
an der dem Haken (6) zugewandten Seite offen ist
5. Umhängenadel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Schlitz (24) wenigstens eine Öffnung (31) zu einer Flachseite (35, 36) des Nadelkörpers
(5) hin aufweist.
6. Umhängenadel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Spitzen (22, 23) der beiden Umhängefedern (8, 9) in dem Längsschlitz (24) miteinander
in Anlage stehen.
7. Umhängenadel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Umhängefedern (8, 9) Spitzen (22, 23) aufweisen, die an ihrem vorderen Ende verjüngt
ausgebildet sind.
8. Umhängenadel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Umhängefeder (8) an ihrem fixierten Ende (12) in einer seitlich
offenen Tasche (15) des Nadelkörpers (5) geführt ist.
9. Umhängenadel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Nadelkörper (5) zwei Vertiefungen (15) aufweist, wobei in jeder Vertiefung (15)
eine Umhängefeder (8, 9) angeordnet ist.
10. Umhängenadel nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass sich die erste Vertiefungen (15) von der großen Flachseite (36) und die zweite Vertiefung
(15) von der großen Flachseite (35) aus in den Nadelkörper (5) erstreckt.