[0001] Die Erfindung betrifft einen Schrägsiebformer einer Maschine zur Herstellung einer
Faserstoffbahn, insbesondere einer Langfaserpapier- oder Nassvliesbahn, aus mindestens
einer Faserstoffsuspension, mit einem eine Siebschlaufe ausbildenden Sieb, welches
über einen Umfangsbereich einer Brustwalze läuft und anschließend in Sieblaufrichtung
zumindest streckenweise unter einem Winkel zur Horizontalen verläuft, wobei in diesem
unter dem Winkel zur Horizontalen verlaufenden Streckenabschnitt des Siebs wenigstens
ein Stoffauflauf die mindestens eine Faserstoffsuspension oberseitig auf das Sieb
aufbringt und unterseitig des Siebs wenigstens ein Entwässerungselement zur Entwässerung
der mindestens einen oberseitig auf das Sieb aufgebrachten Faserstoffsuspension angeordnet
ist.
[0002] Ein derartiger Schrägsiebformer ist beispielsweise aus der deutschen Offenlegungsschrift
DE 10 2004 047 518 A1 bekannt und wird vom Anmelder unter der Bezeichnung "Hydroformer" hergestellt und
vertrieben. Er dient primär zur Herstellung von Langfaserpapieren und Nassvliesen,
wobei bei dieser Art der Blattbildung Fasern und Fasergemische verschiedener Materialien
mit einer Länge von 1 bis 40 mm eingesetzt werden.
[0003] Bei diesem bekannten Schrägsiebformer verläuft das Sieb nach dem Ablauf von der Brustwalze
zunächst unter einem Winkel von ca. +20° zur Horizontalen. In diesem schrägen Streckenabschnitt
des Siebs bringt der Stoffauflauf die Faserstoffsuspension oberseitig auf das Sieb
auf. Unterseitig des Siebs ist ein Entwässerungselement in Ausgestaltung eines mehrzonigen
Saugkastens zur Entwässerung der oberseitig auf das Sieb aufgebrachten Faserstoffsuspension
angeordnet.
[0004] Der Stoffauflauf ist derart angeordnet, dass er im Bereich des Entwässerungselements
die vollständige Faserstoffsuspension auf das Sieb aufbringt, die Vorderwand des Stoffauflaufs
also im Abschlussbereich des Entwässerungselements endet und somit einen Auslaufspalt
bildet. Am Ende des schrägen Streckenabschnitts ist das Sieb samt aufliegender und
herzustellender Faserstoffbahn über eine Leit- bzw. Knickwalze geführt, ehe die herzustellende
Faserstoffbahn in bekannter Weise mittels einer Pickup-Walze von dem abfallenden Sieb
abgenommen und weiteren Maschinensektionen zugeführt wird. Das Sieb ist anschließend
über mehrere Leitwalzen zur Brustwalze zurückgeführt. Während dieser Zurückführung
wird das Sieb im Regelfall mittels einer bekannten Reinigungseinrichtung gereinigt.
Ferner sind zwischen dem Entwässerungselement und der Knickwalze gewöhnlich mehrere
Schlitzsauger zur weiteren Trockengehaltssteigerung in der herzustellenden Faserstoffbahn
angeordnet. Mit einer derartigen Bauart eines Schrägsiebformers lassen sich, je nach
Sorte und Qualität der herzustellenden Faserstoffbahn, Bahngeschwindigkeiten von bis
zu 600 m/min erreichen.
[0005] Von Nachteil an einem derartigen Schrägsiebformer ist jedoch, dass es bei hohen Vakua
in den Schlitzsaugern zu einem Vliesstau vor den Schlitzsaugern kommen kann, wobei
dieser Vliesstau wiederum zu einer Faltenbildung in der herzustellenden Faserstoffbahn
führen kann. Überdies verursacht die starke Umlenkung der herzustellenden Faserstoffbahn
im Bereich der Knickwalze insbesondere bei höheren Bahngeschwindigkeiten ein Abheben
der herzustellenden Faserstoffbahn, was wiederum zu einer Faltenbildung oder gar zu
einem Bahnabriss führen kann. Die Gefahr des Abhebens der herzustellenden Faserstoffbahn
ist insbesondere bei der Herstellung von Glasvliesbahnen, die keine oder lediglich
eine geringe Verbindung mit dem Sieb aufweisen, besonders gegeben.
[0006] Es ist also Aufgabe der Erfindung, einen Schrägsiebformer der eingangs genannten
Art derart weiterzubilden, dass die genannten Nachteile des Stands der Technik weitestgehend,
vorzugsweise sogar vollständig vermieden werden. Insbesondere soll die Herstellung
einer qualitativ hochwertigen Faserstoffbahn bei deutlich höheren Bahngeschwindigkeiten
ermöglicht und zugleich die Runnability des Schrägsiebformers merklich erhöht werden.
[0007] Diese Aufgabe wird bei einem Schrägsiebformer der eingangs genannten Art erfindungsgemäß
dadurch gelöst, dass dem Entwässerungselement eine in der Siebschlaufe des Siebs angeordnete
Saugformierwalze nachgeordnet ist, die sowohl einen Walzendurchmesser im Bereich von
800 bis 1.500 mm, vorzugsweise von 900 bis 1.450 mm, insbesondere von 1.000 bis 1.400
mm, als auch wenigstens eine mit einem vorzugsweise steuer-/regelbaren Unterdruck
beaufschlagbare Saugzone aufweist, wobei die wenigstens eine Saugzone der Saugformierwalze
ganz oder teilweise durch eine an der Vorderwand des Stoffauflaufs angeordnete und
gekrümmte Oberlippe abgedeckt ist.
[0008] Die erfindungsgemäße Aufgabe wird auf diese Weise vollkommen gelöst.
[0009] Die Verwendung der beschriebenen Saugformierwalze, die je nach Verwendung getrieben
oder angetrieben sein kann, bringt einerseits den Vorteil, dass der Trockengehalt
der herzustellenden Faserstoffbahn auch ohne Einsatz von den bisher üblichen Schlitzsaugern
merklich und prozesssicher, das heißt ohne Vliesstau und möglicher einhergehender
Faltenbildung gesteigert werden kann, andererseits ein Abheben der herzustellenden
Faserstoffbahn im Umlenkungsbereich samt möglicher Faltenbildung oder gar möglichem
Bahnabriss gänzlich vermieden wird. Überdies eröffnet die Verwendung der beschriebenen
Saugformierwalze die Möglichkeit, Bahngeschwindigkeiten von über 1.000 m/min zu realisieren,
und dies selbst bei der Herstellung einer qualitativ hochwertigen Faserstoffbahn.
[0010] Damit eine ausreichende Entwässerungskapazität und Führungssicherheit für die herzustellende
Faserstoffbahn an der Saugformierwalze gegeben ist, weist sie bevorzugt einen Saugwalzenmantel
mit einer offenen Fläche im Bereich von 40 bis 80 %, vorzugsweise von 50 bis 75 %,
auf. Der Saugwalzenmantel der Saugformierwalze kann hierbei einen Wabenzylinder, eine
Bespannung mit einem groben Siebgewebe oder eine umwickelnde Drahtspirale umfassen,
wobei diese Mantelarten lediglich exemplarischen Charakter aufweisen und dem Fachmann
bestens bekannt sind.
[0011] Hinsichtlich einer schonenden, jedoch effektiven Entwässerung der herzustellenden
Faserstoffbahn ist es von Vorteil, wenn der vorzugsweise steuer-/regelbare Unterdruck
in der Saugzone der Saugformierwalze einen Wert im Bereich von 0,1 bis 0,8 bar, vorzugsweise
von 0,2 bis 0,5 bar, annimmt. Die Erzeugung des vorzugsweise steuer-/regelbaren Unterdrucks
kann hierbei in bekannter Weise mittels wenigstens einer Unterdruckerzeugungseinheit,
beispielsweise einer elektromotorisch angetriebenen Unterdruckpumpe, erfolgen.
[0012] Weiterhin weist die Saugformierwalze bevorzugt wenigstens zwei mit jeweils einem
vorzugsweise steuer-/regelbaren Unterdruck beaufschlagbare Saugzonen auf, wobei wenigstens
eine Saugzone der Saugformierwalze ganz oder teilweise durch die an der Vorderwand
des Stoffauflaufs angeordnete und gekrümmte Oberlippe abgedeckt ist. Hierbei können
die vorzugsweise steuer-/regelbaren Unterdrücke in den Saugzonen der Saugformierwalze
in günstiger Weise unterschiedliche Werte im Bereich von 0,1 bis 0,8 bar, vorzugsweise
von 0,2 bis 0,5 bar, annehmen und/oder die Saugzonen der Saugformierwalze können in
Sieblaufrichtung größer werdende Unterdrücke aufweisen. Durch diese Ausgestaltungsmöglichkeiten
kann die Entwässerung der herzustellenden Faserstoffbahn gezielt eingestellt und den
Herstellungs- und Stoffeigenschaften angepasst werden. So ist beispielsweise der wenigstens
eine vorzugsweise steuer-/regelbare Unterdruck an der Saugformierwalze bevorzugt derart
einstellbar, dass mit der Saugformierwalze mindestens 5 und maximal 30 % der dem Stoffauflauf
zugeführten Menge an Faserstoffsuspension entwässert wird.
[0013] Im Hinblick auf eine ausreichende Entwässerungslänge bei maximal gegebenem Bauraum
ist es vorteilhaft, wenn das mindestens eine Entwässerungselement ein Saugkasten ist,
der in Sieblaufrichtung mehrere Saugzonen mit vorzugsweise steuer-/regelbaren Unterdrücken
aufweist. In bekannter Weise ermöglicht ein Saugkasten eine vergleichsweise große
Entwässerungslänge bei gegebenenfalls niedriger Bauhöhe. Dabei können die vorzugsweise
steuer-/regelbaren Unterdrücke in den Saugzonen des Saugkastens unterschiedliche Werte
im Bereich von 0,1 bis 0,7 bar, vorzugsweise von 0,2 bis 0,6 bar, annehmen, um eine
wirkungsvolle Entwässerung zu erreichen. Auch können die vorzugsweise steuer-/regelbaren
Unterdrücke in den Saugzonen des Saugkastens derart einstellbar sein, dass mit dem
Saugkasten mindestens 70 und maximal 95 % der dem Stoffauflauf zugeführten Menge an
Faserstoffsuspension entwässert wird. Weiterhin kann der Saugkasten einen Leisten
und/oder Platten umfassenden Saugkastenbelag aufweisen, um unterschiedlicher Aspekte,
wie beispielsweise Funktionssicherheit, Markierungsfreiheit in der herzustellenden
Faserstoffbahn und ähnlichem, ausreichend berücksichtigen zu können. Zudem ist ein
derartiger Saugkastenbelag aufgrund seiner vielfältigen Verwendung bei der Herstellung
von Faserstoffbahnen unterschiedlichster Qualitäten technologisch ausgereift und überdies
günstig in der Anschaffung und im Betrieb.
[0014] Damit die gekrümmte Oberlippe des Stoffauflaufs auflaufseitig unabhängig oder weitestgehend
unabhängig von der vorzugsweise geraden Vorderwand des Stoffauflaufs positioniert
werden kann, ist sie bevorzugt mittels wenigstens eines Drehgelenks mit ihr verbunden.
Das Drehgelenk kann hierbei über die Breite des Stoffauflaufs in bekannter Weise sektioniert
sein und die Krümmung der Oberlippe entspricht zumindest im Wesentlichen dem Durchmesser
der Saugformierwalze. Zudem können die gekrümmte Oberlippe des Stoffauflaufs und die
vorzugsweise gerade Vorderwand des Stoffauflaufs individuell voneinander positionierbar
sein. Auch kann vorgesehen sein, dass die gekrümmte Oberlippe des Stoffauflaufs und
die vorzugsweise gerade Vorderwand des Stoffauflaufs gemeinsam mittels einer Schnellabhebung
von dem Sieb abhebbar sind.
[0015] Ferner ist der wenigstens eine Stoffauflauf bevorzugt derart angeordnet, dass er
im Bereich des wenigstens einen Entwässerungselements die Faserstoffsuspension vorzugsweise
vollständig oberseitig auf das Sieb aufbringt. Somit ist eine zumindest geringe, vorzugsweise
prozesstechnologisch ausreichende Entwässerung der oberseitig auf das Sieb aufgebrachten
Faserstoffsuspension gegeben.
[0016] Es kann auch vorgesehen sein, dass der wenigstens eine Stoffauflauf als ein Mehrschichtenstoffauflauf
ausgebildet ist, wobei die Schichtentrennung zwischen zwei benachbarten Schichten
durch ein flexibel angeordnetes Trennelement erfolgt. Dabei kann der wenigstens eine
Stoffauflauf eine sektionierte Stoffdichteregelung für zumindest eine Schicht des
Stoffauflaufs bzw. Mehrschichtenstoffauflaufs aufweisen. Diese Möglichkeiten erlauben
die Herstellung von Faserstoffbahnen mit unterschiedlichsten Qualitäten bei lediglich
geringen maschinenbaulichen Veränderungen.
[0017] Je nach Anordnung und Ausrichtung des Schrägsiebformers im möglicherweise gegebenen
Bauraum nimmt der Winkel zur Horizontalen einen Wert im Bereich von 0 bis 45°, vorzugsweise
von 5 bis 30°, insbesondere von 10 bis 20°, an. Somit kann die Hauptentwässerungsstrecke
des Schrägsiebformers im Einzelfall und bei vollumfänglicher Erfüllung der technologischen
Anforderungen auch horizontal oder annähernd horizontal ausgerichtet sein.
[0018] Es versteht sich, dass die vorstehend genannten und die nachstehend noch zu erläuternden
Merkmale der Erfindung nicht in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch
in anderen Kombinationen und in Alleinstellung verwendbar sind, ohne den Rahmen der
Erfindung zu verlassen.
[0019] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung
bevorzugter Ausführungsbeispiele unter Bezugnahme auf die Zeichnung.
[0020] Es zeigen
- Figur 1
- eine schematische Seitenansicht eines Schrägsiebformers einer Maschine zur Herstellung
einer Faserstoffbahn gemäß dem Stand der Technik;
- Figuren 2, 4 und 5
- jeweils eine schematische Seitenansicht einer erfindungsgemäßen Ausführungsform eines
Schrägsiebformers einer Maschine zur Herstellung einer Faserstoffbahn; und
- Figur 3
- eine vereinfachte Detailansicht der Saugformierwalze der in der Figuren 2, 4 und 5
dargestellten Schrägsiebformer einer Maschine zur Herstellung einer Faserstoffbahn.
[0021] Die Figur 1 zeigt eine schematische Seitenansicht eines Schrägsiebformers 1 einer
Maschine zur Herstellung einer Faserstoffbahn 2, insbesondere einer Langfaserpapier-
oder Nassvliesbahn, aus mindestens einer Faserstoffsuspension 3.
[0022] Der Schrägsiebformer 1 weist ein eine Siebschlaufe 5 ausbildendes Sieb 4 auf, welches
über einen Umfangsbereich 7 einer Brustwalze 6 läuft und anschließend in Sieblaufrichtung
S (Pfeil) zumindest streckenweise unter einem Winkel α schräg zur Horizontalen H verläuft.
Der Winkel α nimmt einen Wert von ca. +20° zur Horizontalen an. Dabei bringt in diesem
schrägen Streckenabschnitt 8 des Siebs 4 ein eine Vorderwand 10 aufweisender und lediglich
angedeuteter Stoffauflauf 9 die Faserstoffsuspension 3 oberseitig auf das Sieb 4 auf
und unterseitig ist ein Entwässerungselement 11 zur Entwässerung der oberseitig auf
das Sieb 4 aufgebrachten Faserstoffsuspension 3 angeordnet. Der Stoffauflauf 9 ist
derart angeordnet, dass er im Bereich des Entwässerungselements 11 die vollständige
Faserstoffsuspension 3 oberseitig auf das Sieb 4 aufbringt, die Vorderwand 10 des
Stoffauflaufs 9 also im Abschlussbereich des Entwässerungselements 11 endet und somit
einen Auslaufspalt A bildet. Alternativ könnte auch das Entwässerungselement 11 über
den Auftragungsbereich des Stoffauflaufs 9 hinausgehen.
[0023] Am Ende des schrägen Streckenabschnitts 8 ist das Sieb 4 samt aufliegender und herzustellender
Faserstoffbahn 2 über eine Leit- bzw. Knickwalze 12 geführt, ehe die herzustellende
Faserstoffbahn 2 in bekannter Weise mittels einer dem Fachmann bekannten Pickup-Walze
13 von dem abfallenden Sieb 4 abgenommen und weiteren, nicht dargestellten Maschinensektionen
zugeführt wird. Das Sieb 4 ist anschließend über mehrere Leitwalzen 14 zur Brustwalze
6 zurückgeführt. Dabei kann eine Leitwalze 14 auch als in Fachkreisen bekannte Siebbreitstreckwalze
ausgebildet sein.
[0024] Ferner sind zwischen dem Entwässerungselement 11 und der Knickwalze 12 mehrere, in
vorliegender Ausführungsform zwei dem Fachmann bekannte Schlitzsauger 15 zur weiteren
Trockengehaltssteigerung in der herzustellenden Faserstoffbahn 2 angeordnet. Mit einer
derartigen Bauart des Schrägsiebformers 1 lassen sich, je nach Sorte und Qualität
der herzustellenden Faserstoffbahn 2, Bahngeschwindigkeiten v (Pfeil) von bis zu 600
m/min erreichen.
[0025] Das Entwässerungselement 11 ist in der Ausführungsform gemäß der Figur 1, also gemäß
dem Stand der Technik, ein Saugkasten 16, der in Sieblaufrichtung S (Pfeil) beispielsweise
sechs Saugzonen Z
16.1 bis Z
16.6 aufweist. Die Anzahl der Saugzonen Zn des Saugkastens 16 bewegt sich im Regelfall
zwischen 4 und 8, vorzugsweise zwischen 5 und 7. Die Saugzonen Z
16.1 bis Z
16.6 des dargestellten Saugkastens 16 sind mit zumindest zwei unterschiedlichen Unterdrücken
U
17.1, U
17.2 beaufschlagbar, die von zwei getrennten Unterdruckquellen 17.1, 17.2 (Pfeile) für
die Zonen Z
16.1, Z
16.3, Z
16.5 und Z
16.2, Z
16.4, Z
16.6 erzeugt werden. Die Unterdruckquellen 17.1, 17.2 (Pfeile) können beispielsweise als
vorzugsweise steuer-/regelbare Unterdruckpumpen ausgeführt sein. Natürlich kann auch
nur eine Unterdruckquelle vorhanden sein, welche vorzugsweise im unteren Bereich des
Saugkastens in Eingriff kommt. Das im Bereich des Saugkastens 16 aus der Faserstoffsuspension
3 entnommene Siebwasser 18 (Pfeil) ist mittels eines Siebwasserablaufs ab- und dem
bekannten Siebwasserkreislauf zuführbar. Auch können statt einem einzigen Saugkasten
16 mehrere hintereinander angeordnete Saugkästen vorhanden sein.
[0026] Der Saugkasten 16 ist oberseitig mit einem Leistenbelag 19 versehen, er kann jedoch
selbstverständlich auch einen bekannten Plattenbelag aufweisen.
[0027] Die Figur 2 zeigt eine schematische Seitenansicht einer ersten erfindungsgemäßen
Ausführungsform eines Schrägsiebformers 1 einer Maschine zur Herstellung einer Faserstoffbahn
2. Da der Grundaufbau dieses Schrägsiebformers 2 in weiten Teilen dem Grundaufbau
des in der Figur 1 gezeigten und beschriebenen Schrägsiebformers 1 entspricht, wird
hiermit auf dessen Beschreibung verwiesen.
[0028] Im Unterschied zu dem in der Figur 1 gezeigten Schrägsiebformer 1 gemäß dem Stand
der Technik weist der Schrägsiebformer 1 dieser Figur keine dem Entwässerungselement
unmittelbar nachgeordneten Schlitzsauger zur weiteren Trockengehaltssteigerung von
bis zu 5 % in der zu herzustellenden Faserstoffbahn 2 auf. Stattdessen ist dem Entwässerungselement
11 eine in der Siebschlaufe 5 des Siebs 4 angeordnete Saugformierwalze 20 nachgeordnet,
die sowohl einen Walzendurchmesser D
20 im Bereich von 800 bis 1.500 mm, vorzugsweise von 900 bis 1.450 mm, insbesondere
von 1.000 bis 1.400 mm, als auch wenigstens eine mit einem vorzugsweise steuer-/regelbaren
Unterdruck beaufschlagbare Saugzone aufweist. In vorliegender Ausführungsform weist
die Saugformierwalze 20 zwei jeweils mit einem vorzugsweise regel-/steuerbaren Unterdruck
U
20.1, U
20.2 beaufschlagbare Saugzonen Z
20.1, Z
20.2 auf. Ferner ist wenigstens eine Saugzone Z
20.1, Z
20.2 der Saugformierwalze 20 ganz (Saugzone Z
20.1) oder teilweise (Saugzone Z
20.2) durch eine an der Vorderwand 10 des Stoffauflaufs 9 angeordnete und gekrümmte Oberlippe
22 abgedeckt. Zudem kann die Saugformierwalze 20 je nach Verwendung, wie dargestellt,
getrieben oder angetrieben sein.
[0029] Überdies weist die Saugformierwalze 20 einen Saugwalzenmantel 23 mit einer offenen
Fläche F
23 im Bereich von 40 bis 80 %, vorzugsweise von 50 bis 75 %, auf. Die Saugformierwalze
20 des in der Figur 2 dargestellten Schrägsiebformers 1 ersetzt somit auch die Leit-
bzw. Knickwalze 12 des in der Figur 1 dargestellten Schrägsiebformers 1.
[0030] Weiterhin ist die gekrümmte Oberlippe 22 des Stoffauflaufs 9 mittels wenigstens eines
Drehgelenks 24 mit der vorzugsweise geraden Vorderwand 10 des Stoffauflaufs 9 verbunden,
so dass die gekrümmte Oberlippe 22 des Stoffauflaufs 9 und die vorzugsweise gerade
Vorderwand 10 des Stoffauflaufs 9 individuell positionierbar sind. Die bahnbreite,
gegebenenfalls auch sektionierte Positionierung der gekrümmten Oberlippe 22 des Stoffauflaufs
9 erfolgt mittels einer Positioniereinrichtung 25, beispielsweise mittels einer dargestellten
und wenigstens eine Hubspindel 27 umfassenden Hubeinrichtung 26. Die beiden Bewegungsrichtungen
der Hubeinrichtung sind mittels eines Doppelpfeils angedeutet.
[0031] Auch sind die gekrümmte Oberlippe 22 des Stoffauflaufs 9 und die vorzugsweise gerade
Vorderwand 10 des Stoffauflaufs 9 gemeinsam mittels einer Schnellabhebung von dem
Sieb 4 abhebbar. Die Schnellabhebung erfolgt beispielsweise mittels einer dargestellten
und wenigstens einen Hubzylinder 29 umfassenden Hubeinrichtung 28. Die beiden Bewegungsrichtungen
der Hubeinrichtung sind mittels eines Doppelpfeils angedeutet.
[0032] Das Entwässerungselement 11 ist in der Ausführungsform gemäß der Figur 2 wiederum
ein Saugkasten 30, der in Sieblaufrichtung S (Pfeil) beispielsweise sieben Saugzonen
Z
30.1 bis Z
30.7 aufweist. Die vorzugsweise steuer-/regelbaren Unterdrücke U
31.1 bis U
31.3 in den Saugzonen Z
30.1 bis Z
30.7 des Saugkastens 30 nehmen unterschiedliche Werte im Bereich von 0,1 bis 0,7 bar,
vorzugsweise von 0,2 bis 0,6 bar, an. Die hierfür benötigten Unterdruckquellen 31.1
bis 31.3 (Pfeile) können beispielsweise als vorzugsweise steuer-/regelbare Unterdruckpumpen
ausgeführt sein. Das im Bereich des Saugkastens 30 aus der Faserstoffsuspension 3
entnommene Siebwasser ist mittels eines Siebwasserablaufs ab- und dem bekannten Siebwasserkreislauf
zuführbar. Die dargestellte Ausführungsform weist lediglich exemplarischen Charakter
auf. Es sind selbstverständlich auch andere Ausführungen hinsichtlich Anzahl der unterschiedlichen
Unterdrücke, gemeinsam mit Unterdruck beaufschlagten Saugzonen und dergleichen möglich.
So sind beispielsweise die vorzugsweise steuer-/regelbaren Unterdrücke U
30.1 bis U
30.3 in den Saugzonen Z
30.1 bis Z
30.7 des Saugkastens 30 derart einstellbar, dass mit dem Saugkasten 30 mindestens 70 und
maximal 95 % der dem Stoffauflauf 9 zugeführten Menge an Faserstoffsuspension 3 entwässert
wird.
[0033] Der Winkel α zur Horizontalen H nimmt gewöhnlich einen Wert im Bereich von 0 bis
45°, vorzugsweise von 5 bis 30°, insbesondere von 10 bis 20°, an und der Saugkasten
30 ist oberseitig auch mit einem Leistenbelag 32 versehen, er kann jedoch selbstverständlich
einen bekannten Plattenbelag aufweisen.
[0034] Mit einer derartigen Bauart des Schrägsiebformers 1 lassen sich, je nach Sorte und
Qualität der herzustellenden Faserstoffbahn 2, Bahngeschwindigkeiten v (Pfeil) von
bis zu 1.000 m/min erreichen.
[0035] Die Figur 3 zeigt nun eine vereinfachte Detailansicht der Saugformierwalze 20 des
in der Figur 2 dargestellten Schrägsiebformers 1 einer Maschine zur Herstellung einer
Faserstoffbahn 2.
[0036] Die Saugformierwalze 20 weist, wie bereits ausgeführt, einen Walzendurchmesser D
20 im Bereich von 800 bis 1.500 mm, vorzugsweise von 900 bis 1.450 mm, insbesondere
von 1.000 bis 1.400 mm, als auch zwei mit jeweils einem vorzugsweise regel-/steuerbaren
Unterdruck U
20.1, U
20.2 beaufschlagbare Saugzonen Z
20.1, Z
20.2 auf. Der jeweilige Unterdruck U
20.1, U
20.2 in der entsprechenden Saugzone Z
20.1, Z
20.2 der Saugformierwalze 20 nimmt einen Wert im Bereich von 0,1 bis 0,8 bar, vorzugsweise
von 0,2 bis 0,5 bar, an, wobei die Unterdrücke U
20.1, U
20.2 in Sieblaufrichtung S (Pfeil) größer werden. Letztlich sind die beiden an der Saugformierwalze
20 wirkenden Unterdrücke U
20.1, U
20.2 derart einstellbar, dass mit der Saugformierwalze 20 mindestens 5 und maximal 30
% der dem Stoffauflauf 9 (Figur 2) zugeführten Menge an Faserstoffsuspension 3 entwässert
wird. Die beiden Saugzonen Z
20.1, Z
20.2 sind von zwei Unterdruckquellen 21.1, 21.2 (Pfeile) beaufschlagt.
[0037] Die in Sieblaufrichtung S (Pfeil) erste Saugzone Z
20.1 der Saugformierwalze 20 ist ganz, die in Sieblaufrichtung S (Pfeil) zweite Saugzone
Z
20.2 teilweise durch die an der Vorderwand 10 des Stoffauflaufs 9 (Figur 2) angeordnete
und gekrümmte Oberlippe 22 abgedeckt, die mittels wenigstens eines Drehgelenks 24
mit der vorzugsweise geraden Vorderwand 10 des Stoffauflaufs 9 verbunden ist.
[0038] Überdies weist der Saugwalzenmantel 23 der Saugformierwalze 20 eine offene Fläche
F
23 im Bereich von 40 bis 80 %, vorzugsweise von 50 bis 75 %, auf und er kann einen dargestellten
Wabenzylinder 33, eine Bespannung mit einem groben Siebgewebe oder eine umwickelnde
Drahtspirale umfassen. Und zwischen dem Leistenbelag 32 des Saugkasten 30 und der
Saugformierwalze 20 ist eine Dichtleiste 36 angeordnet.
[0039] Die Figur 4 zeigt eine schematische Seitenansicht einer zweiten erfindungsgemäßen
Ausführungsform eines Schrägsiebformers 1 einer Maschine zur Herstellung einer Faserstoffbahn
2. Da der Grundaufbau dieses Schrägsiebformers 2 in weiten Teilen dem Grundaufbau
des in der Figur 2 gezeigten und beschriebenen Schrägsiebformers 1 entspricht, wird
hiermit auf dessen Beschreibung verwiesen.
[0040] Im Unterschied zu dem in der Figur 2 gezeigten Schrägsiebformer 1 nimmt der Winkel
α zur Horizontalen H bei diesem dargestellten Schrägsiebformer 1 einen Wert im Bereich
von 0° an, das heißt der Streckenabschnitt 8 nach der Brustwalze 6 verläuft horizontal.
Dadurch ändert sich entsprechend auch der Aufbau und somit das Aussehen der Stuhlung
34 des Schrägsiebformers 1.
[0041] Und die Figur 5 zeigt eine schematische Seitenansicht einer dritten erfindungsgemäßen
Ausführungsform eines Schrägsiebformers 1 einer Maschine zur Herstellung einer Faserstoffbahn
2. Da der Grundaufbau dieses Schrägsiebformers 2 in weiten Teilen dem Grundaufbau
des in der Figur 2 gezeigten und beschriebenen Schrägsiebformers 1 entspricht, wird
hiermit auf dessen Beschreibung verwiesen.
[0042] Im Unterschied zu dem in der Figur 2 gezeigten Schrägsiebformer 1 ist der Stoffauflauf
als ein Mehrschichtenstoffauflauf 9.1, speziell als ein Dreischichtenstoffauflauf
ausgebildet, wobei die Schichtentrennung zwischen zwei benachbarten Schichten durch
ein flexibel angeordnetes Trennelement 35 erfolgt. Allgemein kann das einzelne Trennelement
35 aus einem Edelstahl oder dergleichen bestehen und eine Mindeststeifigkeit sowohl
in Maschinenlaufrichtung als auch in Maschinenquerrichtung aufweisen, die bereichsweise
zumindest einen Wert ≥ 40 N/mm annimmt. Auch kann dieser Mehrschichtenstoffauflauf
9.1 wie auch der jeweils in den Figuren 2 und 4 gezeigte Stoffauflauf 9 eine sektionierte
Stoffdichteregelung für zumindest eine Schicht aufweisen. Eine derartige sektionierte
Stoffdichteregelung ist beispielsweise in der deutschen Patentschrift
DE 40 19 593 C2 dargestellt und beschrieben.
[0043] Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass durch die Erfindung ein Schrägsiebformer
der eingangs genannten Art geschaffen wird, der die genannten Nachteile des Stands
der Technik weitestgehend, vorzugsweise sogar vollständig vermeidet. Insbesondere
wird die Herstellung einer qualitativ hochwertigen Faserstoffbahn bei deutlich höheren
Bahngeschwindigkeiten ermöglicht und zugleich die Runnability des Schrägsiebformers
merklich erhöht.
Bezugszeichenliste
[0044]
- 1
- Schrägsiebformer
- 2
- Faserstoffbahn
- 3
- Faserstoffsuspension
- 4
- Sieb
- 5
- Siebschlaufe
- 6
- Brustwalze
- 7
- Umfangsbereich
- 8
- Streckenabschnitt
- 9
- Stoffauflauf
- 9.1
- Mehrschichtenstoffauflauf
- 10
- Vorderwand
- 11
- Entwässerungselement
- 12
- Leit- bzw. Knickwalze
- 13
- Pickup-Walze
- 14
- Leitwalze
- 15
- Schlitzsauger
- 16
- Saugkasten
- 17.1
- Unterdruckquelle (Pfeil)
- 17.2
- Unterdruckquelle (Pfeil)
- 18
- Siebwasser (Pfeil)
- 19
- Leistenbelag
- 20
- Saugformierwalze
- 21.1
- Unterdruckquelle (Pfeil)
- 21.2
- Unterdruckquelle (Pfeil)
- 22
- Oberlippe
- 23
- Saugwalzenmantel
- 24
- Drehgelenk
- 25
- Positioniereinrichtung
- 26
- Hubeinrichtung
- 27
- Hubspindel
- 28
- Hubeinrichtung
- 29
- Hubzylinder
- 30
- Saugkasten
- 31.1
- Unterdruckquelle (Pfeil)
- 31.2
- Unterdruckquelle (Pfeil)
- 31.2
- Unterdruckquelle (Pfeil)
- 32
- Leistenbelag
- 33
- Wabenzylinder
- 34
- Stuhlung
- 35
- Trennelement
- 36
- Dichtlippe
- A
- Auslaufspalt
- D20
- Walzendurchmesser
- F23
- Offene Fläche
- H
- Horizontale
- S
- Sieblaufrichtung (Pfeil)
- U17.1
- Unterdruck
- U17.2
- Unterdruck
- U21.1
- Unterdruck
- U21.2
- Unterdruck
- U31.1
- Unterdruck
- U31.2
- Unterdruck
- U31.3
- Unterdruck
- v
- Bahngeschwindigkeit (Pfeil)
- Z16.1 bis Z16.6
- Saugzone
- Z20.1, Z20.2
- Saugzone
- Z30.1 bis Z30.7
- Saugzone
- α
- Winkel
1. Schrägsiebformer (1) einer Maschine zur Herstellung einer Faserstoffbahn (2), insbesondere
einer Langfaserpapier- oder Nassvliesbahn, aus mindestens einer Faserstoffsuspension
(3), mit einem eine Siebschlaufe (5) ausbildenden Sieb (4), welches über einen Umfangsbereich
(7) einer Brustwalze (6) läuft und anschließend in Sieblaufrichtung (S) zumindest
streckenweise unter einem Winkel (α) zur Horizontalen (H) verläuft, wobei in diesem
unter dem Winkel (α) zur Horizontalen (H) verlaufenden Streckenabschnitt (8) des Siebs
(4) wenigstens ein Stoffauflauf (9; 9.1) die mindestens eine Faserstoffsuspension
(3) oberseitig auf das Sieb (4) aufbringt und unterseitig des Siebs (4) wenigstens
ein Entwässerungselement (11) zur Entwässerung der mindestens einen oberseitig auf
das Sieb (4) aufgebrachten Faserstoffsuspension (3) angeordnet ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass dem Entwässerungselement (11) eine in der Siebschlaufe (5) des Siebs (4) angeordnete
Saugformierwalze (20) nachgeordnet ist, die sowohl einen Walzendurchmesser (D20) im Bereich von 800 bis 1.500 mm, vorzugsweise von 900 bis 1.450 mm, insbesondere
von 1.000 bis 1.400 mm, als auch wenigstens eine mit einem vorzugsweise steuer-/regelbaren
Unterdruck (U21.1, U21.2) beaufschlagbare Saugzone (Z20.1, Z20.2) aufweist, wobei die wenigstens eine Saugzone (Z20.1, Z20.2) der Saugformierwalze (20) ganz oder teilweise durch eine an der Vorderwand (10)
des Stoffauflaufs (9; 9.1) angeordnete und gekrümmte Oberlippe (22) abgedeckt ist.
2. Schrägsiebformer (1) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Saugformierwalze (20) einen Saugwalzenmantel (23) mit einer offenen Fläche (F23) im Bereich von 40 bis 80 %, vorzugsweise von 50 bis 75 %, aufweist.
3. Schrägsiebformer (1) nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Saugwalzenmantel (23) der Saugformierwalze (20) einen Wabenzylinder (33), eine
Bespannung mit einem groben Siebgewebe oder eine umwickelnde Drahtspirale umfasst.
4. Schrägsiebformer (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der vorzugsweise steuer-/regelbare Unterdruck (U21.1, U21.2) in der Saugzone (Z20.1, Z20.2) der Saugformierwalze (20) einen Wert im Bereich von 0,1 bis 0,8 bar, vorzugsweise
von 0,2 bis 0,5 bar, annimmt.
5. Schrägsiebformer (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Saugformierwalze (20) wenigstens zwei mit jeweils einem vorzugsweise steuer-/regelbaren
Unterdruck (U21.1, U21.2) beaufschlagbare Saugzonen (Z20.1, Z20.2) aufweist, wobei wenigstens eine Saugzone (Z20.1, Z20.2) der Saugformierwalze (20) ganz oder teilweise durch die an der Vorderwand (10) des
Stoffauflaufs (9; 9.1) angeordnete und gekrümmte Oberlippe (22) abgedeckt ist.
6. Schrägsiebformer (1) nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass die vorzugsweise steuer-/regelbaren Unterdrücke (U21.1, U21.2) in den Saugzonen (Z20.1, Z20.2) der Saugformierwalze (20) unterschiedliche Werte im Bereich von 0,1 bis 0,8 bar,
vorzugsweise von 0,2 bis 0,5 bar, annehmen.
7. Schrägsiebformer (1) nach Anspruch 5 oder 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Saugzonen (Z20.1, Z20.2) der Saugformierwalze (20) in Sieblaufrichtung (S) größer werdende Unterdrücke (U21.1, U21.2) aufweisen.
8. Schrägsiebformer (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der wenigstens eine vorzugsweise steuer-/regelbare Unterdruck (U21.1, U21.2) an der Saugformierwalze (20) derart einstellbar ist, dass mit der Saugformierwalze
(20) mindestens 5 und maximal 30 % der dem Stoffauflauf (9; 9.1) zugeführten Menge
an Faserstoffsuspension (3) entwässert wird.
9. Schrägsiebformer (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das mindestens eine Entwässerungselement (11) ein Saugkasten (30) ist, der in Sieblaufrichtung
(S) mehrere Saugzonen (Z30.1 bis Z30.7) mit vorzugsweise steuer-/regelbaren Unterdrücken (U31.1 bis U31.3) aufweist.
10. Schrägsiebformer (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die gekrümmte Oberlippe (22) des Stoffauflaufs (9; 9.1) mittels wenigstens eines
Drehgelenks (24) mit der vorzugsweise geraden Vorderwand (10) des Stoffauflaufs (9;
9.1) verbunden ist.
11. Schrägsiebformer (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die gekrümmte Oberlippe (22) des Stoffauflaufs (9; 9.1) und die vorzugsweise gerade
Vorderwand (10) des Stoffauflaufs (9; 9.1) individuell positionierbar sind.
12. Schrägsiebformer (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die gekrümmte Oberlippe (22) des Stoffauflaufs (9; 9.1) und die vorzugsweise gerade
Vorderwand (10) des Stoffauflaufs (9; 9.1) gemeinsam mittels einer Schnellabhebung
von dem Sieb (4) abhebbar sind.
13. Schrägsiebformer (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der wenigstens eine Stoffauflauf (9; 9.1) derart angeordnet ist, dass er im Bereich
des wenigstens einen Entwässerungselements (11) die Faserstoffsuspension (3) vorzugsweise
vollständig auf das Sieb (4) aufbringt.
14. Schrägsiebformer (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der wenigstens eine Stoffauflauf (9) als ein Mehrschichtenstoffauflauf (9.1) ausgebildet
ist, wobei die Schichtentrennung zwischen zwei benachbarten Schichten durch ein flexibel
angeordnetes Trennelement (35) erfolgt.
15. Schrägsiebformer (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Winkel (α) zur Horizontalen (H) einen Wert im Bereich von 0 bis 45°, vorzugsweise
von 5 bis 30°, insbesondere von 10 bis 20°, annimmt.