[0001] Die Erfindung betrifft einen Haltebeschlag zum Halten mindestens einer Bodenplatte,
insbesondere einer Diele, auf einem Untergrund zur Herstellung eines Bodenbelags aus
aneinander gereihten Bodenplatten. Die Erfindung betrifft ferner einen Bodenbelag
und ein Verfahren zur Herstellung eines Bodenbelags.
[0002] Zum Befestigen von Bodenplatten, z.B. Bodendielen, werden üblicherweise Schrauben
oder Nägel verwendet, die durch die jeweiligen Bodenplatten genagelt oder geschraubt
werden. Somit sieht man die Nagelköpfe oder Schraubenköpfe an der Oberseite der Bodenplatten,
was optisch nicht ansprechend ist.
[0003] Weiterhin ist es im Außenbereich problematisch, wenn die in der Regel aus Holz bestehenden
Bodenplatten unmittelbar auf den Untergrund geschraubt werden und sich unterhalb der
Dielen und/oder in den Schraubenlöchern Wasser sammelt. Das führt langfristig zur
Verrottung des Holzes.
[0004] Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine optisch ansprechende, dauerhafte
Befestigung für Bodenplatten, insbesondere Bodendielen für Terrassenbeläge und dergleichen,
bereit zu stellen.
[0005] Zur Lösung der Aufgabe ist ein Haltebeschlag zum Halten mindestens einer Bodenplatte,
insbesondere einer Diele, auf einem Untergrund zur Herstellung eines Bodenbelags aus
aneinander gereihten Bodenplatten vorgesehen, mit einer zum Auflegen auf einen Untergrund
vorgesehenen Trägerplatte, mit mindestens einer Befestigungseinrichtung zur Befestigung
auf dem Untergrund, und mit mindestens einer Kralle zum Eingreifen in eine Ausnehmung
an einer Schmalseite einer jeweiligen Bodenplatte, wobei die mindestens eine Kralle
einen von der Trägerplatte abstehenden Stützabschnitt und einen von dem Stützabschnitt
abstehenden, zu einer Oberseite der Trägerplatte zumindest abschnittsweise im Wesentlichen
parallel verlaufenden Eingriffabschnitt zum Eingreifen in die Ausnehmung der Bodenplatte
aufweist. Zur Lösung der Aufgabe sind ferner ein Bodenbelag und ein Verfahren zur
Herstellung eines Bodenbelags vorgesehen.
[0006] Ein Grundgedanke der Erfindung ist, dass Schmalseiten der Bodenplatten zu deren Befestigung
genutzt werden. Die runde oder vorzugsweise langlochartige Ausnehmung an der Bodenplatte
kann von der Seite her in den Haltebeschlag eingeführt werden oder der Haltebeschlag
von der Seite her in die Bodenplatte, was die Montage vereinfacht. Die Ausnehmung,
beispielsweise eine Ausfräsung oder Bohrung, ist im mechanisch unbeanspruchten Seitenbereich,
das heißt an der Schmalseite der Bodenplatte, angeordnet, wo sie in der Regel nicht
sichtbar ist. Dadurch ist die Befestigung der Bodenplatten optisch vorteilhaft und
zudem dauerhaft belastbar.
[0007] Der Haltebeschlag ist vorzugsweise aus Metall. Beispielsweise ist er als ein Stanzbiegeteil
ausgeführt. Zur Korrosionsfestigkeit kann vorgesehen sein, dass der Haltebeschlag
verzinkt ist oder aus einem Edelstahlmaterial besteht. Ferner ist es prinzipiell auch
möglich, den Haltebeschlag zumindest teilweise aus Kunststoff zu fertigen.
[0008] Die Trägeplatte hat zweckmäßigerweise Stützen oder Stützbereiche zum Abstützen auf
dem Untergrund, so dass die Trägeplatte nur im Bereich der Stützen oder Stützbereiche
mit dem Untergrund in Kontakt ist, während eine Plattenfläche der Trägerplatte, beispielsweise
eine Plattenfläche in einem Mittenbereich der Trägerplatte, vom Untergrund beabstandet
ist. Dies verhindert die Bildung von Wassernestern im Bereich des Haltebeschlages.
Dadurch wird der Untergrund, der vorzugsweise aus quer zu den Bodenplatten verlaufenden
Trägerleisten, Kanthölzern, Trägerbalken oder dergleichen, besteht, nicht durch stehendes
Wasser belastet.
[0009] Die Befestigungseinrichtung ist zweckmäßigerweise an der Plattenfläche angeordnet,
die aufgrund der Stützen oder Stützbereiche im montierten Zustand des Haltebeschlages
von dem Untergrund beabstandet ist.
[0010] Die Stützen können beispielsweise durch Stützfüße gebildet sein. Besonders bevorzugt
ist, wenn die Stützen durch Randabschnitte der Trägerplatte gebildet sind, die an
einer von der mindestens einen Kralle entgegengesetzten Seite der Trägerplatte von
dieser abstehen. Beispielsweise sind die Randabschnitte umgekantete und/oder umgefalzte
Abschnitte der Trägerplatte.
[0011] Die Trägerplatte stellt zweckmäßigerweise einen Auflagebereich zum Auflegen der Bodenplatte(n)
bereit, welche die mindestens eine Kralle oder die Krallenanordnung hält. Ansonsten
wäre es auch denkbar, dass die Bodenplatte neben dem Haltebeschlag direkt auf dem
Untergrund zu liegen kommt.
[0012] Die Befestigungseinrichtung umfasst zweckmäßigerweise eine Durchtrittsöffnung für
einen Befestigungsbolzen, z.B. eine Schraube, einen Nagel oder dergleichen. Es versteht
sich, dass z.B. an der Trägerplatte ein nagelartiger Vorsprung vorgesehen sein kann,
der in einer Funktion als Befestigungseinrichtung in den Untergrund eindringt und
den Haltebeschlag am Untergrund hält.
[0013] Im Bereich der Durchtrittsöffnung ist zweckmäßigerweise eine Stütze oder ein Stützbereich
zum Abstützen auf dem Untergrund vorgesehen. Somit ist ein Abstand zwischen der Plattenfläche,
an der die Befestigungseinrichtung angeordnet ist, und dem Untergrund gewährleistet.
Eine die Durchtrittsöffnung durchdringende Schraube oder ein Nagel zieht die Plattenfläche
nicht in Richtung des Untergrundes, weil die Plattenfläche durch die Stütze oder den
Stützbereich gestützt ist. Beispielsweise bildet ein Wandabschnitt im Bereich der
Durchtrittsöffnung die Stütze. Vorteilhaft ist, wenn der Wandabschnitt trichterförmig
oder senklochartig ist, um einen Schrauben- oder Nagelkopf aufzunehmen, der die Durchtrittsöffnung
durchdringt.
[0014] An einem freien Ende der mindestens einen Kralle ist zweckmäßigerweise eine Einführschräge
zum Einführen in die Ausnehmung der Bodenplatte angeordnet. Eine Einführschräge kann
an einer von der Trägerplatte abgewandten Außenseite des freien Endes und/oder - besonders
bevorzugt - an einer der Trägeplatte zugewandten Innenseite der mindestens einen Kralle
vorgesehen sein. Auch an Querseiten des freien Endes kann mindestens eine Einführschräge
vorgesehen sein. Beispielsweise wird eine Einführschräge durch einen Öffnungsbereich
der Kralle erweiternden vorderen Abschnitt des Eingriffabschnittes gebildet. Mit Hilfe
einer oder mehrerer Einführschrägen an der Kralle wird das Einführen in die Ausnehmung
an der Schmalseite der Bodenplatte vereinfacht.
[0015] Der Bildung von Wassernestern oder Feuchtigkeit wirkt auch vorteilhaft entgegen,
wenn eine der Trägerplatte zugewandte Innenseite der mindestens einen Kralle eine
verhältnismäßig kleine, z.B. linienförmige oder punktförmige, Kontaktfläche zum Kontakt
mit einer Innenwand der Ausnehmung der Bodenplatte aufweist. Es versteht sich, dass
auch beispielsweise mehrere punktförmige Kontaktflächen diese Funktion erfüllen.
[0016] Die mindestens eine Kralle ist zweckmäßigerweise im Sinne eines Andrückens der Bodenplatte
in Richtung der Trägerplatte federnd. Durch diese Elastizität ist gewährleistet, dass
die Bodenplatte einerseits am Untergrund gehalten wird, andererseits aber Spiel vorhanden
ist, beispielsweise bei Ausdehnung eines Holzmaterials oder dergleichen.
[0017] Die mindestens eine Kralle bildet vorteilhaft einen Bestandteil einer Klammer, die
einen dem Eingriffabschnitt gegenüberliegenden Klammerschenkel aufweist. Die Klammer
ist sozusagen U-förmig, wobei sich die beiden Klammerschenkel, von denen einer der
Eingriffabschnitt der Kralle ist, nicht unbedingt gegenüberliegen müssen. Beispielsweise
kann der Klammerschenkel durch die Trägerplatte bereitgestellt werden. Der Klammerschenkel
kann z.B. seitlich neben dem Eingriffabschnitt angeordnet sein. Vorteilhaft wird der
Klammerschenkel durch einen Stützbereich der Trägerplatte zum Abstützen derselben
auf dem Untergrund gebildet. Dies ist beispielsweise dann gegeben, wenn die Klammer
an einem Randbereich des Haltebeschlags angeordnet ist. Es ist aber auch möglich,
dass der Klammerschenkel durch andere Bereiche der Trägerplatte gebildet ist, beispielsweise
einen Auflagebereich zum Auflegen der durch die mindestens eine Klammer gehaltenen
Bodenplatte.
[0018] Es versteht sich, dass der erfindungsgemäße Haltebeschlag eine oder mehrere Krallen
aufweisen kann. Mehrere Krallen bilden einen Krallenanordnung. Dabei sind verschiedene
der nachfolgenden erläuterten Konfigurationen - einzeln oder auch in Kombination miteinander
- möglich.
[0019] Mehrere Krallen können beispielsweise zur Längs- oder Querverkettung von Bodenplatten
vorgesehen sein, die im Bereich des Haltebeschlags mit ihren Längsschmalseiten oder
Querschmalseiten aneinander stoßen.
[0020] Beispielsweise kann ein erfindungsgemäßer Haltebeschlag zwei an einander entgegengesetzten
Seiten offene Krallen zum Eingriff in Ausnehmungen an mit ihren Längsschmalseiten
nebeneinanderliegenden Bodenplatten aufweisen.
[0021] Die Krallen sind vorteilhaft in einer quer zu einer Einsteckrichtung der Krallen
in die jeweilige Bodenplatten-Ausnehmung verlaufenden Reihenrichtung nebeneinander
angeordnet.
[0022] Die Stützabschnitte der mindestens zwei Krallen fluchten bei einer Ausführungsform
der Erfindung zweckmäßigerweise bezüglich dieser Reihenrichtung im Wesentlichen miteinander.
Beispielsweise sind die Stützabschnitte in dieser Reihenrichtung hintereinander angeordnet.
Mit Reihenrichtung ist diejenige Richtung gemeint, die zu einer Längsrichtung der
nebeneinanderliegenden Bodenplatte parallel verläuft. Durch die vorgenannte Maßnahme
liegen die beiden Bodenplatten eng beieinander. Der Abstand zwischen den Bodenplatten
entspricht dann etwa einer Querbreite der Stützabschnitte, sofern die jeweiligen Krallen
ausreichend tief in die Ausnehmungen der Bodenplatten eingreifen können.
[0023] Bei einem solchen Haltebeschlag kann es auch möglich sein, dass dieser nicht nur
zwei Bodenplatten in Querrichtung verkettet, sondern zudem mindestens eine Bodenplatte
in Längsrichtung, wobei beispielsweise drei Bodenplatten von dem Haltebeschlag gehalten
werden.
[0024] Der Haltebeschlag kann zu der vorgenannten Längsverkettung beispielsweise zwei in
einem Längsabstand zueinander angeordnete, zur gleichen Seite offene Krallen aufweisen.
Die Krallen können z.B. in Ausnehmungen an zwei in Längsrichtung hintereinander angeordneten
Bodenplatten vorgesehen sein. Es ist aber auch möglich, dass die Krallen in Ausnehmungen
zweier im Bereich des Haltebeschlags aneinander gereihten Bodenplatten eingreifen.
Durch die Krallen kann ein Abstand zwischen diesen Bodenplatten definiert sein. Eine
später noch beschriebene, bevorzugte Variante der Erfindung sieht jedoch vor, dass
zur Einstellung dieses Abstandes mindestens ein Distanzelement, beispielsweise ein
Dorn oder dergleichen, vorgesehen ist.
[0025] Zwei oder mehr Krallen können auch dafür vorgesehen sein, in dieselbe Ausnehmung
an der Schmalseite einer Bodenplatte einzugreifen. Dies Ausnehmung ist dann als Langloch
ausgestaltet. Die Krallen haben einen Außen-Längsabstand, der im Wesentlichen einer
Längsbreite der Ausnehmung entspricht. Dadurch wird eine Längsfixierung der Bodenplatte
erzielt. Die Außenseiten der zueinander beabstandeten Platten liegen an den jeweiligen
Längsenden der Ausnehmung an.
[0026] Der Haltebeschlag hat zweckmäßigerweise einen oder mehrere Distanzanschläge, mit
dem oder mit denen eine Distanz zwischen Bodenplatten einstellbar ist. Die Bodenplatten
liegen im Bereich des Haltebeschlags nebeneinander, wenn sie mit dem Haltebeschlag
montiert sind. Der Distanzanschlag kann eine Distanz in Längsrichtung oder Querrichtung
der Bodenplatten festlegen. Mindestens eine der Bodenplatten wird dabei von dem Haltebeschlag
gehalten. Es kann vorgesehen sein, dass der mindestens eine Distanzanschlag einen
Abstand zwischen durch den Haltebeschlag verketteten Bodenplatten oder zwischen nicht
durch den Haltebeschlag verketteten Bodenplatten einstellt.
[0027] Die Trägerplatte hat zweckmäßigerweise einen Befestigungsbereich, an dem die mindestens
eine Befestigungseinrichtung und die mindestens eine Kralle angeordnet sind. Ferner
ist bei der Trägerplatte ein Tragabschnitt mit einem Auflagebereich zum Auflegen der
durch die mindestens eine Kralle gehaltenen Bodenplatte vorgesehen. Mit dem Befestigungsbereich
kann die Trägerplatte an einem quer zu der Bodenplatte verlaufenden Träger befestigt
sein. Der Tragabschnitt steht beispielsweise im montierten Zustand seitlich über den
Träger vor.
[0028] Insbesondere bei dieser Konfiguration ist es vorteilhaft, wenn die Trägerplatte mindestens
eine sie statisch verstärkede Trägerverstärkungseinrichtung aufweist. Diese kann beispielsweise
durch einen umgekanteten oder umgefalzten Abschnitt gebildet werden. Vorzugsweise
ist dies im Bereich des Tragabschnittes der Fall, so dass dieser auch dann, wenn er
über den Träger seitlich vorsteht, eine Traglast, das heißt die Bodenplatte und eine
gegebenenfalls auf der Bodenplatte auflastende Last, tragen kann.
[0029] Der Haltebeschlag kann auch als ein Winkelbeschlag ausgestaltet sein. Von der Trägerplatte
steht dann ein Halteschenkel (es können auch mehrere Halteschenkel vorgesehen sein),
winkelig ab, so dass der Haltebeschlag an zueinander winkeligen Untergrundflächen
des Untergrundes befestigbar ist. Dies ist beispielsweise am Ende eines Untergrund-Längsträgers
oder -balkens vorteilhaft, wo der Winkel-Haltebeschlag angebracht werden kann. Der
Haltebeschlag bildet dann eine Art Haltewinkel, der an den winkeligen Untergrundflächen,
beispielsweise rechtwinkeligen Untergrundflächen, befestigbar ist.
[0030] In einer jeweiligen Durchtrittsöffnung für einen Befestigungsbolzen ist zweckmäßigerweise
ein elastischer Führungseinsatz zur Führung des Befestigungsbolzens angeordnet. Der
Führungseinsatz enthält ein zur Durchtrittsöffnung konzentrisches Zentrierloch zum
Zentrieren des Befestigungsbolzens.
[0031] Ein Haltebeschlag kann auf mindestens zwei zueinander entgegengesetzten Seiten offene
Krallen aufweisen, deren Stützabschnitte sich gegenseitig verstärkend aneinander anliegen.
Die Stützabschnitte sind bei dieser Ausgestaltung vorzugsweise als Stützwände ausgestaltet.
Zur Verbindung eignen sich beispielsweise Verschweißungen, insbesondere Punktverschweißungen,
Verklebungen oder dergleichen.
[0032] Ein solcher Haltebeschlag kann beispielsweise aus zwei Grundelementen mit jeweils
mindestens einer Kralle gebildet sein, wobei die Grundelemente quasi Rücken an Rücken
bzw. Stützabschnitt/Stützwand an Stützwand aneinander angeordnet sind. Die Stützwände
verstärken sich gegenseitig, so dass ein besonders stabiler Haltebeschlag geschaffen
ist. Zudem definiert die Stärke der aufeinanderliegenden Stützabschnitte/Stützwände
einen möglichen Spalt zwischen Bodenplatten, die von diesem Beschlag gehalten werden.
[0033] Bei einem als Eckbeschlag dienenden Haltebeschlag ist es vorteilhaft, wenn er eine
Trägerplatte aufweist, die einen winkelig abstehenden Halteschenkel überkragt. Der
überkragende Bereich der Trägerplatte dient als Stützbasis für eine aufliegende Bodenplatte,
die beispielsweise vor eine Stirnseite eines Trägers vorsteht und diesen sozusagen
wie eine Art Vordach überkragt.
[0034] Ein erfindungsgemäßer Beschlag bildet mit Vorteil einen Bestandteil eines Beschlagsystems,
bei dem ein Grundelement, beispielsweise das vorgenannte Grundelement, mehrfach verwendet
ist, wobei die daraus entstehenden Haltebeschläge geometrisch anders ausgestaltet
sind und für unterschiedliche Funktionen adaptiert sind. Das Gleichteilprinzip ist
kostengünstig realisierbar.
[0035] Nachfolgend werden Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der Zeichnung erläutert.
Es zeigen:
- Figur 1
- einen teilweisen montierten Bodenbelag sowie ein Elektro-Handwerkzeug zur Herstellung
einer Ausnehmung an einer geschnitten dargestellten Bodenplatte des Bodenbelags,
- Figur 2
- eine weitere Schrägansicht eines teilmontierten Bodenbelags mit geschnitten dargestellten
Bodenplatten,
- Figur 3a
- eine Schrägansicht von Trägern, die in
- Figur 3b
- mit einer ersten Bodenplatte anhand erfindungsgemäßer Haltebeschläge und in den
- Fig. 3c-3e
- mit weiteren Bodenplatten belegt sind,
- Figur 4
- ein erstes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Haltebeschlags in Gestalt einer
Doppelkralle zur Querverkettung von Bodenbelagsplatten,
- Figur 5
- einen End-Haltebeschlag zum Halten einer End-oder Abschlussbodenplatte als ein zweites
Ausführungsbeispiel,
- Figur 6
- ein drittes Ausführungsbeispiel eines erfindungs-gemäßen Haltebeschlags zur Quer-
und Längsverkettung von Bodenbelagsplatten mit einem Distanzanschlag, der in einem
Längs-Stoßbereich zweier Bodenplatten zur Einstellung einer Distanz zwischen denselben
versehen ist,
- Figur 7
- ein viertes Ausführungsbeispiel eines erfindungs-gemäßen Haltebeschlages in Gestalt
eines Winkel-Haltebeschlags,
- Figur 8
- ein fünftes Ausführungsbeispiel eines erfindungs-gemäßen Haltebeschlages und
- Fig. 9a,9b
- Ansichten etwa entsprechend den Fig. 3d, 3f unter Verwendung des Haltebeschlages gemäß
Figur 8.
- Figur 10
- eine perspektivische Schrägansicht von oben eines Ausführungsbeispieles eines Beschlages
mit Führungseinsätzen,
- Figur 12
- den Beschlag gemäß Figur 10, jedoch ohne Führungseinsatz mit einer fehlzentrierten
Schraube,
- Figur 13
- eine Querschnittsansicht etwa entlang einer Schnittlinie X-X in Figur 10,
- Figur 14
- eine Draufsicht eines Führungseinsatzes, der als Einsteck-Einsatzstück ausgestaltet
ist zur Nachrüstung beispielsweise des Beschlags gemäß Figur 12,
- Figur 15
- eine Querschnittsansicht entlang einer Linie Y-Y in Figur 14,
- Figur 16
- die Anordnung gemäß Figur 10, jedoch schräg von hinten und mit einer Bodenplatte
- Figur 17
- ein Ausführungsbeispiel eines Haltebeschlags mit Führungseinsätzen bei seiner Montage
auf einem Träger,
- Figur 18
- den Haltebeschlag gemäß Figur 17 im montierten Zustand sowie Abdeckeinrichtungen zur
Abdeckung eines Spaltes zwischen Bodenklappen,
- Figur 19
- eine Ansicht ähnlich Figuren 17, 18, jedoch bei weiterem Montagefortschritt, wobei
ein Eck-Haltebeschlag teilmontiert ist, der in
- Figur 20
- fertig montiert ist,
- Figur 21
- ein weiteres Ausführungsbeispiel eines Haltebeschlags zum Halten in Längsrichtung
aneinander gereihter Bodenplatten.
[0036] Bei den anhand der Figuren 1 bis 9b erläuterten Ausführungsbeispielen sind gleiche
oder gleichartige Komponenten mit denselben Bezugszeichen versehen.
[0037] Mit Haltebeschlägen 10a, 10b, 10c, 10d und 10e und einer Hand-Werkzeugmaschine 11
ist ein Bodenbelag 12 herstellbar, der Bodenplatten 13a - 13e, vorzugsweise in der
Art von Dielen, aufweist. Der Bodenbelag 12 bildet eine Art Deck, so dass man die
Haltebeschläge 10a-10d auch als Deckbeschläge bezeichnen könnte. Die Bodenplatten
13a - 13e sind mittels der Haltebeschläge 10a - 10e auf Trägerbalken oder Trägern
14a - 14c befestigbar. Die Träger 14 bilden einen Untergrund 35 zum Auflegen der Bodenplatten
13a - 13e.
[0038] Die Bodenplatten 13a - 13d sind auf der Oberseite der Träger 14a - 14c befestigt,
während die Bodenplatte 13e in der Art eines Winkelbretts an Stirnseiten 16 der Träger
14a - 14c durch an die Stirnseiten 16 der Träger 14 angeschraubte Haltebeschläge 10b
sowie Haltebolzen 15 gehalten werden.
[0039] Mit der Hand-Werkzeugmaschine 11 sind Langloch-Ausnehmungen 17 in Schmalseiten 18
der eine Flachgestalt aufweisenden Bodenplatte 13a - 13e fräsbar. Die Schmalseiten
18 sind Längsschmalseiten 19 der Bodenplatten 13a - 13e, die mit ihren Längsschmalseiten
19 aneinander gereiht sind. Die Haltebeschläge 10a, 10c haben dabei eine Querverkettungsfunktion
zur Querverkettung der Bodenplatten 13a - 13d. Hinsichtlich der mit ihren Querschmalseiten
20 aneinanderstoßenden Bodenplatten 13b und 13c hat der Haltebeschlag 10c zudem eine
Längsverkettungsfunktion. Somit halten die Haltebeschläge 10a - 10e die Bodenplatten
13a - 13d in Querrichtung 21 und in Längsrichtung 22 der Bodenplatten 13a - 13e sowie
des Bodenbelags 12.
[0040] Zum Fräsen der Lang-Ausnehmungen 17 hat die Hand-Werkzeugmaschine 11 ein Fräswerkzeug
23, das durch einen nicht gezeigten Antriebsmotor angetrieben wird und vor eine Frontanschlagfläche
24 der Hand-Werkzeugmaschine 11 vorsteht.
[0041] Das Fräswerkzeug 23 pendelt beim Betrieb der Hand-Werkzeugmaschine 11 innerhalb einer
Frontausnehmung 25 an der Frontanschlagfläche 24 linear hin und her, so dass die Ausnehmung
17 als Langloch gefräst wird.
[0042] Die Hand-Werkzeugmaschine 11 hat weitere Anschläge zur exakten Positionierung der
Ausnehmungen 17 an den Bodenplatten 13a - 13e, beispielsweise einen Winkelanschlag
26, der in Richtung eines Pfeils 27 schwenkbar ist und in seiner unteren Stellung
beispielsweise zum Auflegen auf eine Unterseite 28 oder eine Oberseite 29 der Bodenplatten
13a - 13e vorgesehen ist. Durch Auflegen des Winkelanschlags 26 auf die Unterseite
28 ist es möglich, einen Abstand 30 zwischen der Unterseite 28 und der jeweiligen
Ausnehmung 17 exakt festzulegen. Dies ist später für eine einfache Montage der Haltebeschläge
10a - 10e vorteilhaft, während der Abstand zwischen der Ausnehmung 17 und der Oberseite
29 im Grunde variabel sein kann und von der Dicke der Bodenplatten 13a - 13e oder
Dielen abhängig ist.
[0043] Der Abstand 30 kann auch dadurch eingestellt werden, dass eine jeweilige Bodenplatte
13a - 13e und eine Bodenfläche 33 auf einem planen Untergrund aufliegen, während das
Fräswerkzeug 23 die Ausnehmung 17 fräst.
[0044] Zur Einstellung eines Seitenabstandes 31 zwischen einer jeweiligen Ausnehmung 17
und einer Querschmalseite 20 einer Bodenplatte 13a - 13d sind Queranschläge 32 vorgesehen,
die bezüglich der Frontanschlagfläche 24 schwenkbar sind. Die Queranschläge 32 werden
beispielsweise durch Klinken gebildet, die vor die Frontanschlagfläche 24 vorschwenkbar
sind. In der Zeichnung ist die ausgeschwenkte Stellung gezeigt, wobei zur Einstellung
eines jeweiligen Seitenabstands 31 selbstverständlich nur ein Queranschlag 32 ausgeschwenkt
ist.
[0045] Die Bodenfläche 33, die Queranschläge 32 sowie der Winkelanschlag 26 und die Frontanschlagfläche
24 ermöglichen ein einfaches, jedoch exaktes Fräsen der Ausnehmungen 17 in die Bodenplatten
13a - 13e. Auch die weitere Montage der Bodenplatten 13a - 13e an den Trägern 14a
- 14c geht aufgrund der einfach montierbaren, robusten Haltebeschläge 10a - 10e schnell
und einfach vonstatten, wobei der fertige Bodenbelag 12 ästhetisch anzusehen ist.
Keiner der Haltebeschläge 10a - 10e liegt nämlich beim fertigen Bodenbelag 12 von
der jeweiligen Ansichtsseite her gesehen frei. Zudem sind mit Ausnahme der Köpfe der
Haltebolzen 15 keine Schraublöcher oder dergleichen sichtbar, was optisch ansprechend
ist.
[0046] Die Haltebeschläge 10a - 10e haben Krallen 40a - 40d, die Haltebeschläge 10a und
10c zusätzliche Krallen 41a- 41c, die an Trägerplatten 42a- 42d angeordnet sind. Die
Krallen 40a - 40d, 41a, 41c stehen vor Oberseiten 43 von Trägerplatten 42a -42d vor,
wobei ein Stützabschnitt 44 winkelig von den Trägerplatten 41 absteht, vorzugsweise
im Wesentlichen rechtwinkelig, und ein Eingriffabschnitt 45 der Krallen 40a - 40d,
41a - 41c im Wesentlichen parallel zur Oberseite 43 der Trägerplatten 42a- 42d verläuft.
[0047] Zur Herstellung eines Abstandes 46 zwischen dem Untergrund 35 und einer Plattenfläche
47 der Trägerplatten 42a - 42d sind Stützbereiche 48 an den Trägerplatten 42a - 42d
vorgesehen. Die Stützbereiche 48 werden durch Randabschnitte 49 der Trägerplatten
42 gebildet, die sich im montierten Zustand der Haltebeschläge 10a - 10e auf dem Untergrund
35 abstützen. Die innere, zwischen den Randabschnitten 49 angeordnete Plattenfläche
47 ist aufgrund des Abstandes 46 vom Untergrund 35 entfernt, beispielsweise etwa 5
mm, so dass sich unterhalb der Plattenfläche 47 keine Wasseransammlungen oder Wassernester
bilden können. Das verlängert die Lebensdauer des Bodenbelags 12 und insbesondere
der Träger 14.
[0048] Die Krallen 40a, 40b, 40c, 41a und 41c sind aus den Plattenflächen 47 ausgestanzt
und werden anschließend zu der Krallenform gebogen. Die Haltebeschläge 10a - 10c sind
z.B. Stanz-Biegeteile aus Metall, vorzugsweise Edelstahl.
[0049] Neben den durch das Ausstanzen der Krallen 40a - 40d und 41a - 41d gebildeten Ausnehmungen
an der Plattenfläche 47 sind Durchtrittsöffnungen 50 an den Haltebeschlägen 10a -
10e vorgesehen, die zumindest Teile von Befestigungseinrichtungen 51 bilden. Die Durchtrittsöffnungen
50 sind für Befestigungsschrauben 52 vorgesehen, die die Durchtrittsöffnungen 50 durchdringen
und in den Untergrund 35, das heißt die Träger 14a - 14c eingeschraubt sind. An Stelle
der Befestigungsschrauben 52 wären aber auch Nägel oder dergleichen andere Befestigungsbolzen,
sowie auch Klammern und dergleichen möglich, wenn die Durchtrittsöffnungen entsprechend
andersartig ausgestaltet sind.
[0050] Die Durchtrittsöffnungen 50 sind bei den Haltebeschlägen 10a, 10b und 10c jeweils
an den Trägerplatten 42 vorgesehen, während bei den Haltebeschlägen 10d, 10e, die
man auch als Winkelkrallen bezeichnen könnte, die Durchtrittsöffnungen 50 an Halteschenkeln
53d, 53e vorhanden sind, die zur Trägerplatte 42d, winkelig ist, vorliegend rechtwinkelig.
Die Krallen 40d stehen an einem Randbereich von der Trägerplatte 42d ab.
[0051] Zwischen den beiden Durchtrittsöffnungen 50 am Halteschenkel 53d ist eine weitere
eine Durchtrittsöffnung 54 vorgesehen, durch die der eine weitere Befestigungseinrichtung
37 bildende Haltebolzen 15, der die Bodenplatte 13e durchdringt, den Halteschenkel
53d durchdringen kann.
[0052] Bei den Haltebeschlägen 10a - 10e sind jeweils zwei Durchtrittsöffnungen 50 vorgesehen,
beim Haltebeschlag 10c weitere zwei Durchtrittsöffnungen 50. Dies ermöglicht eine
flexible Befestigung der Haltebeschläge 10a - 10e mit ein bis vier (z.B. beim Haltebeschlag
10a), vorzugsweise zwei, Befestigungsschrauben 52. Es versteht sich, dass bei alternativ
ausgestalteten Haltebeschlägen auch mehr oder weniger Durchtrittsöffnungen vorgesehen
sein können.
[0053] Auch bei den Halteschenkeln 53d, 53e ist als zweckmäßige Maßnahme vorgesehen, dass
Randabschnitte 55 von einer Fläche 56 der Halteschenkel 53d, 53e in der Art von Stützabschnitten
zur Winkelinnenseite abstehen, so dass die Fläche 56 nicht auf dem Untergrund 35 aufliegt,
sondern einen Abstand zu diesem hat. Die Durchtrittsöffnungen 50, 54 sind an der Fläche
56 vorgesehen. Die beiden Krallen 40d stehen an einem Kantenbereich 63 zwischen dem
Halteschenkel 53d, 53e und der Trägerplatte 42d ab.
[0054] Auch im Bereich der Durchtrittsöffnungen 50 sind weitere Stützen 57 vorgesehen, die
zum Abstützen der Trägerplatten 42a - 42d vom Untergrund 35 dienen. Die Stützen 57
werden durch trichterartige Wandabschnitte 58 gebildet, die zur Aufnahme von senkkopfartigen
Köpfen der Befestigungsschrauben 52 dienen. Die Wandabschnitte 58 erstrecken sich
von der Oberseite 43 nach unten entsprechend dem Abstand 46, so dass die Plattenfläche
47 auch im Bereich der Durchtrittsöffnung 50 abgestützt ist. Somit kommt die Unterseite
der Plattenfläche 47 nicht mit dem Untergrund 35 in Kontakt, auch wenn die Befestigungsschrauben
52 verhältnismäßig fest in den Untergrund 35 eingeschraubt werden.
[0055] Die Stützbereiche 48 stützen sich mit unterschiedlich breiten bzw. schmalen Abschnitten
auf dem Untergrund 35 ab. So stützen sich beispielsweise Randabschnitte 49a, die durch
seitliche Abkantungen gebildet sind, mit ihren Stirnseiten 59 auf dem Untergrund 35
ab. Die Breite der Stirnseiten 59 entspricht etwa der Dicke bzw. Stärke des Blechmaterials,
aus dem die Trägerplatten 42a - 42d geformt sind. Im Vergleich zu den relativ schmalen
Stirnseiten 59 sind Stützabschnitte 60 von Randabschnitten 49b verhältnismäßig breit.
So liegen hier nämlich Auflageabschnitte 61 der Randabschnitte 49b flächig auf dem
Untergrund 35 auf. Die Randabschnitte 49b sind sozusagen S-förmig abgekantet, wobei
die Auflageabschnitte 61 zu der Plattenfläche 47 parallel verlaufen. Die Stirnseiten
59 und die Unterseite der Auflageabschnitte 61 liegen auf einer Ebene.
[0056] Bei den Haltebeschlägen 10d, 10e ist eine weitere Variante eines Stützbereichs 48
realisiert, nämlich in Gestalt eines Randabschnittes 49d, der durch eine bogenförmige
Abkantung 62 gebildet ist. Somit liegt der Stützbereich 48 mehr oder minder punktförmig
oder im Bereich einer kurzen Linie auf dem Untergrund 35 auf.
[0057] Ein Einführen der Krallen 40a - 40d, 41a - 41c in die Ausnehmungen 17 wird durch
Einführschrägen 66 an ihren freien Enden 65 erleichtert. Die Einführschrägen 66 sind
an den Innenseiten 67 der Eingriffabschnitte 45 vorgesehen. Die Eingriffabschnitte
45 der Krallen 40a - 40d, 41a, 41c haben zueinander winkelige Einführschenkel 68 und
Andrückschenkel 69. Der Einführschenkel 68 ist im Sinne eines Öffnens von der jeweiligen
Trägerplatte 42a - 42d weg geneigt, was das Einführen erleichtert. Der Andrückschenkel
69 ist gegensinnig zum Einführschenkel 68 geneigt, das heißt zur Oberseite 43 der
Trägerplatten 42 - 42d hin geneigt, so dass zwischen dem Einführschenkel 68 und dem
Andrückschenkel 69 eine linienförmige, verhältnismäßig schmale Kontaktfläche 70 gebildet
ist.
[0058] Die schmale Kontaktfläche 70 verhindert eine Ausbildung von Wassernestern im Bereich
der Ausnehmung 17.
[0059] Mit der Kontaktfläche 70 drücken die Eingriffabschnitte 45 federnd auf die jeweilige
Innenwandung der Ausnehmung 17. Die federnde Eigenschaft der Krallen 40a - 40d, 41a,
41c sorgt für ein sicheres, jedoch elastisches Halten, so dass die beispielsweise
aus Vollholz bestehenden Bodenplatten 13a, 13e "arbeiten" können.
[0060] Die Krallen 40a - 40d, 41a, 41c sind als Klammern 75a, 75d ausgestaltet. Die Klammern
75a, 75d sind U-förmig, wobei zwei Seiten der U-förmigen Klammern 75a, 75d durch die
Stützabschnitte 44 und die Eingriffabschnitte 45 bereitgestellt werden, während der
gegenüberliegende Klammerschenkel 76a der Klammern 75a durch einen Auflagebereich
77 der Trägerplatten 42a - 42d und ein Klammerschenkel 76d durch einen Stützbereich
78 (bei den Haltebeschlägen 10d, 10e) gebildet werden. Die Klammerschenkel 76a sind
den Eingriffabschnitten 45 nicht unmittelbar gegenüberliegend, sondern seitlich versetzt.
[0061] Die Haltebeschläge 10d, 10e liegen mit ihren Stützbereichen 78, die in der Art der
Auflageabschnitte 61 durch eine S-förmige Abkantung gebildet sind, auf dem Untergrund
35 im montierten Zustand auf.
[0062] Die Krallen 40a - 40d, 41a, 41c werden in einer Einsteckrichtung 80 in die Ausnehmungen
17 eingesteckt. Während die Haltebeschläge 10b, 10d, 10e zum Halten einer jeweils
endseitigen Bodenplatte 13a, 13d und 13e vorgesehen sind, eignen sich die Haltebeschläge
10a und 10c zur Befestigung jeweils mit ihren Längsschmalseiten 19 zueinander benachbarten
Bodenplatten 13a, 13b und 13c, 13d. Dazu haben die beiden Haltebeschläge 10a, 10b
zu einander entgegengesetzten Seiten offene Krallen 40a, 41a sowie 40c und 41c. Die
Krallen 40a, 41a; 40c, 41c sind bezüglich einer quer zur Einsteckrichtung 40 verlaufenden
Reihenrichtung 81 hintereinander angeordnet. Die Kralle 41a ist zwischen den Krallen
40a, die Kralle 41c zwischen den Krallen 40c bezüglich der Reihenrichtung 81 angeordnet.
Die Stützabschnitte 44 der Krallen 40a, 41a; 40c, 41c fluchten im Wesentlichen miteinander,
so dass die Stärke oder Dicke der Stützabschnitte 44 letztlich den Abstand zwischen
den Längsschmalseiten 19 der Bodenplatten 13a - 13d definiert. Die Bodenplatten 13a
- 13d liegen somit eng nebeneinander.
[0063] Der Haltebeschlag 10a kann auch als eine sogenannte Doppelkralle bezeichnet werden,
weil er zwei mit ihren Längsschmalseiten 19 einander gegenüberliegende Bodenplatten
13 hält. Dabei greifen die beiden Krallen 40a in die Ausnehmung 17 der einen Bodenplatte
13, die Halte-Kralle 41a in die Ausnehmung 17 der anderen Bodenplatte 13a ein. Ein
Längsabstand 82 zwischen den Krallen 40a, genauer einander entgegengesetzten Außenseite
der Krallen 40a entspricht etwa der Länge der Ausnehmung 17, so dass die jeweilige
Bodenplatte 13 in Längsrichtung 22 von dem Haltebeschlag 10a gehalten wird. Demgegenüber
ist die Kralle 41a verhältnismäßig schmal, was einen Längenausgleich ermöglicht.
[0064] Eine Längsfixierung bezüglich der Längsrichtung 22 und insbesondere eine Einstellung
eines gleichmäßigen Abstandes zwischen Bodenplatten 13 bezüglich ihrer Querschmalseiten
20 wird durch den Haltebeschlag 10c ermöglicht. Die Bodenplatten 13c und 13b liegen
beispielsweise mit der durch den Distanzanschlag 85 einstellbaren Distanz 86 in ihrem
Stoßbereich 87 nebeneinander. Der Distanzanschlag 85 wird durch einen aufgekanteten
Vorsprung 88 gebildet, der nach oben vor die Oberseite 43 der Trägerplatte 42c vorsteht.
Der Vorsprung 88 ist bezüglich der Reihenrichtung 81 zwischen den Krallen 40a angeordnet.
Der Distanzanschlag 85 ist beispielsweise der Kralle 41c gegenüberliegend angeordnet.
Somit greifen die beiden Krallen 40c jeweils in Ausnehmungen 17 der mit ihren Querschmalseiten
20 aneinander gereihten Bodenplatten 13b und 13c ein, während die dazwischen angeordnete
Kralle 41c in die Ausnehmung 17 der Bodenplatte 13a eingreift.
[0065] Die Haltebeschläge 10a - 10e haben jeweils Befestigungsbereiche 90, an denen die
Befestigungseinrichtungen 51 angeordnet sind. Im Bereich der Befestigungsbereiche
90 liegen die Haltebeschläge 10a - 10e auf dem Untergrund 35, insbesondere den Trägern
14a - 14c, auf. Die Bodenplatten 13a - 13d liegen zwar auf den Befestigungsbereichen
90 auf, zudem aber auch auf Tragabschnitten 91 neben den Befestigungsbereichen 90.
Die Tragabschnitte 91 können seitlich vor die Träger 14a - 14c auskragen bzw. vor
diese vorstehen, und stützen dort die Bodenplatten 13a - 13d. Besonders breit ist
der Tragabschnitt 91 des Haltebeschlages 10c, der, wie in Figuren 3b, 3c ersichtlich,
weit über den Träger 14b auskragt und dort die Bodenplatten 13a und insbesondere die
mit ihren Querschmalseiten 20 aneinanderstoßenden Bodenplatten 13b, 13c stützt.
[0066] Die Tragabschnitte 91 werden durch die umgekanteten und dadurch sie verstärkenden
Randabschnitte 49a - 49c statisch verstärkt, die insofern Tragverstärkungseinrichtungen
92 bilden. Dadurch wird die Belastbarkeit der Haltebeschläge 10a - 10e verstärkt.
[0067] Die Befestigung des Bodenbelags 12 verläuft folgendermaßen:
Zunächst werden die Haltebeschläge 10b, die für Endbereiche eines jeweiligen Bodenbelages
vorgesehen sind und auch als Spannkralle bezeichnet werden können, an den Trägern
14a - 14c befestigt. In die Bodenplatte 13a werden den Krallen 40b der Haltebeschläge
10b zugeordnet Ausnehmungen 17 eingefräst, so dass die Bodenplatte 13a in die Krallen
40b eingeschoben werden kann.
[0068] Dann werden Krallen 41a in Ausnehmungen 17 im Bereich der Träger 14a - 14c sowie
eine Kralle 41c eines Haltebeschlags 10c im Bereich des Trägers 14b eingesteckt. Die
Haltebeschläge 10a, 10c werden sodann mit Befestigungsschrauben 52 an die Träger 14a
- 14c angeschraubt. Die beiden Krallen 40a der Haltebeschläge 10a geben der Bodenplatte
13a bezüglich der Längsrichtung 22 Halt.
[0069] Anschließend werden die beiden kürzeren Bodenplatten 13b und 13c in die Krallen 41a
und 40c eingesteckt.
[0070] Dann werden weitere Haltebeschläge 10a und 10c im Bereich der Träger 14a, 14c sowie
14b in korrespondierende Ausnehmungen 17 an den Bodenplatten 13b, 13c eingesteckt
und die Haltebeschläge 10a, 10c an den Trägern 14a - 14c mit den Befestigungsschrauben
52 verschraubt. Zwar sorgen die Krallen 40a mit ihrem Längsabstand 82 für eine Längsfixierung
der Bodenplatten 13b und 13c in Längsrichtung 22. Ein zusätzlicher Halt in Längsrichtung
22 wird zudem durch den Haltebeschlag 10c bereitgestellt, indem eine Längsdistanz
zwischen dem Distanzanschlag 85 und der dem Distanzanschlag 85 zugeordneten Schmalseite
der Kralle 40c etwa einem entsprechenden Abstand zwischen der Ausnehmung 17 und der
Querschmalseite 20 bei der jeweiligen Bodenplatte 13b, 13c entspricht. Die Längsdistanz
36 ist auf einfache Weise mittels der Queranschläge 32 der Hand-Werkzeugmaschine 11
herstellbar.
[0071] In die Krallen 41a, 41c der Haltebeschläge 10a, 10c wird die Bodenplatte 13d eingesteckt
und mit den Winkelkrallen bildenden Haltebeschlägen 10d (Figur 3d) oder den Haltebeschlägen
10e (Figur 9a) gesichert, deren Krallen 40d in die zugeordneten Ausnehmungen 17 an
der außenseitigen Längsschmalseite 19 der Bodenplatte 13d eingreifen. Die Trägerplatte
42d und der Halteschenkel 53d sind über Eck an den Trägern 14a, 14c befestigt, wobei
die Befestigungsschrauben 52, die die Halteschenkel 53d durchdringen, in die vorderen
Stirnseiten 16 der Träger 14a - 14c eingeschraubt sind.
[0072] Zum Abschluss wird die als Querbrett dienende Bodenplatte 13e an den Stirnseiten
der Träger 14a - 14c mit die Durchtrittsöffnungen 54 der Halteschenkel 53d durchdringenden
Haltebolzen 15 sowie mit Spannkrallen bzw. Haltebeschlägen 10b befestigt, die von
unten her in Ausnehmungen 17 an der Bodenplatte 13e eingreifen. Das Eckbrett bzw.
die Bodenplatte 13e wird in die in der Art von Aufhängehaken montierten Haltebeschläge
10b sozusagen eingehängt und dann mit den Haltebolzen 15 fixiert.
[0073] Der Haltebeschlag 10e gleicht im Wesentlichen dem Haltebeschlag 10d, ermöglicht aber
die Befestigung der Abschlussplatte oder Bodenplatte 13e auf noch ästhetischere Weise.
Für den Betrachter sind keinerlei Schraubenköpfe oder Löcher erkennbar, wie z.B. die
Schraubenköpfe der Haltebolzen 15.
[0074] Am Halteschenkel 53e ist eine Halteeinrichtung 95 vorgesehen. Die Halteeinrichtung
95 ist zweckmäßigerweise als eine Aufhängeeinrichtung ausgestaltet. Die Halteeinrichtung
95 ist vorzugsweise zwischen den Befestigungseinrichtungen 50 angeordnet.
[0075] Die Halteeinrichtung 95 umfasst eine Schlüssellochbohrung 96, deren oberer Bereich
als eine Einstecköffnung 97 einen größeren Innenquerschnitt aufweist, als ein neben
der Einstecköffnung 97 angeordneter Halteabschnitt 98. Ein Bolzenkopf 99 eines Haltebolzens
100 kann durch die Einstecköffnung 97 durchgesteckt und dann in Richtung des Halteabschnitts
98, im montierten Zustand des Haltebeschlags 10e nach unten, verschoben werden. Ein
Innenquerschnitt des Halteabschnitts 98 ist kleiner als ein Außendurchmesser des Bolzenkopfs
99, so dass dieser von der Halteeinrichtung 95 gehalten wird.
[0076] Die Montage der stirnseitigen, ein Stellbrett bildenden Bodenplatte 13e verläuft
wie aus den Figuren 9a, 9b ersichtlich folgendermaßen:
Zunächst werden die Haltebeschläge 10b von den Stirnseiten 16 der Träger 14a-14c anschraubt
(Figur 9a). Die Haltebeschläge 10e werden ebenfalls an den Stirnseite 16 befestigt,
wobei ihre Krallen 40d in Ausnehmungen 17 der Bodenplatte 13d eingreifen.
[0077] Schließlich werden die Haltebolzen 100 in die Unterseite 28 der Bodenplatte 13e mit
ihren Schraubenabschnitten 101 eingeschraubt dergestalt, dass die Bolzenköpfe 99 vor
die Unterseite 28 der Bodenplatte 13e in einem Abstand vorstehen, der zumindest der
Tiefe der Schlüssellochbohrungen 96 bzw. der Stärke des Bleches der Halteschenkel
53e entspricht.
[0078] Dann werden die Bolzenköpfe 99 in die Einstecköffnung 97 eingesteckt und die Bodenplatte
13e in Richtung der Krallen 40b der Haltebeschläge 10b (nach unten) verschoben, wobei
zugleich die Bolzenköpfe 99 in Richtung der Halteabschnitte 98 verschoben werden.
Die Bodenplatte 13e ist somit vorteilhaft an jeweils zwei vertikal voneinander beabstandeten
Stellen, das heißt durch die Halteeinrichtungen 95 und die Haltebeschläge 10d an den
Stirnseiten 16, befestigt. Außenseitig sind keinerlei Befestigungen sichtbar.
[0079] Zum Auffinden derjenigen Stellen, wo die Haltebolzen 100 in die Unterseite 28 der
Bodenplatte 13e eingeschraubt werden soll, d.h. den "Schraub-Orten", können beispielsweise
die Haltebolzen 100 oder vorzugsweise kürzere Schrauben oder Markiereinrichtungen
zunächst in die Halteabschnitte 98 eingehängt werden. Dann wird die in die Haltebeschläge
10b eingehängte Bodenplatte 13e in Richtung der Haltebeschläge 10e bzw. der vorab
in die Halteabschnitte 98 eingehängten Haltebolzen 100 oder sonstigen Markiereinrichtungen
geschwenkt. Die Spitzen der Schraubenabschnitte 101 prägen sich dann in die Unterseite
28 am jeweiligen späteren Schraub-Ort ein.
[0080] Alternativ und als optionale, vorteilhafte Maßnahme können auch Markiervorsprünge
102 vorgesehen sein, die am Randbereich des Halteabschnitts 98 vor die Stirnseite
der Halteschenkel 53e vorstehen und bei der vorgenannten Schwenkoperation Markierungen
in die Unterseite 28 der Bodenplatte 13e einprägen.
[0081] Ferner könnte als Markiervorsprung beispielsweise auch der untere Randbereich der
Schlüssellochbohrung 98 zur Frontseite hin, das heißt von der Auflagefläche zum Auflegen
auf den Untergrund 35 abgewandt, umgefalzt oder umgebördelt sein.
[0082] Weiter kann zum Auffinden der Schraub-Orte für die Haltebolzen 100 vorteilhaft eine
Lehre verwendet werden.
[0083] Zudem ist es zweckmäßig, wenn um den Halteabschnitt 98 herum oder an der vorgenannten
Lehre eine Farbmarkierung angeordnet ist, die auf die Unterseite der Bodenplatte 13e
abfärbt, wenn diese gegen den Halteschenkel 53e geschwenkt wird.
[0084] Die Figuren 10 bis 21 zeigen eine weitere Ausführungsform eines erfindungsgemäßen
Beschlagsystems, bei dem ein vorteilhaftes Gleichteilprinzip verwendet ist. Ein gleiches
Grundelement ist bei mehreren Haltebeschlagstypen verwendet. Zudem ist eine Zentrierung
von Befestigungsbolzen zur Befestigung der Haltebeschläge am Untergrund 35 mittels
Führungseinsätzen optimal gelöst:
Die Haltebeschläge 110a - 110e haben Krallen 140 - 141, die an Trägerplatten 142a-
142d angeordnet sind. Die Krallen 140, 141 stehen vor Oberseiten 43 von Trägerplatten
142a -142d vor, wobei ein Stützabschnitt 44 winkelig von den Trägerplatten 142a -142d
absteht, vorzugsweise im Wesentlichen rechtwinkelig, und ein Eingriffabschnitt 45
der Krallen 140 - 141 im Wesentlichen parallel zur Oberseite 43 der Trägerplatten
142a- 142d verläuft.
[0085] Der Haltebeschlag 110b bildet ein Grundelement 201 eines Beschlagsystems 200, welches
noch die weiteren Haltebeschläge 110a, 110c und 110d enthält. Nur der Haltebeschlag
110d ist ein vollständig individueller Beschlag, der das Grundelement 201 nicht enthält.
Die beiden anderen Haltebeschläge 110a und 110c enthalten jeweils mindestens ein Grundelement
201, so dass ein kostensparendes Gleichteilprinzip realisiert ist. Die Werkzeugkosten
für das Beschlagsystem 200 sind gering. Gleichzeitig ist eine hohe Stabilität erzielt:
[0086] Der Haltebeschlag 110a ist aus zwei Grundelementen 201 gebildet, deren Krallen 140
nach einander entgegengesetzten Seite offen sind. Die Grundelemente 201 sind quasi
Rücken an Rücken angeordnet. Die Stützabschnitte 44 ihrer beiden Krallen 140 sind
miteinander verbunden, beispielsweise durch eine Schweißung, vorzugsweise eine Punktschweißung.
Dies hat den Vorteil, dass sich die beiden Stützabschnitte, die zudem zweckmäßigerweise
als Stützwände ausgestaltet sind, gegenseitig abstützen. Zugleich definiert eine Stärke
zweier aufeinanderliegender Stützabschnitte 44 bzw. Stützwände eine Breite eines Spaltes
202 zwischen Bodenplatten 13, beispielsweise den Bodenplatten 13a, 13b (Fig. 8-10).
[0087] Beim Haltebeschlag 110c ist ein Grundelement 201 mit seiner Kralle 140 an ein Doppelkrallenelement
203 mit zwei zueinander beabstandeten Krallen 141 angesetzt und fest mit diesem verbunden.
Der Stützabschnitt 44 ist als eine Stützwand ausgestaltet. Der Stützabschnitt 44 stützt
sich an einem Stützwandverbindungsabschnitt 204 ab, der sich zwischen den Krallen
141 erstreckt und deren jeweilige Stützabschnitte bildet oder mit diesen vorzugsweise
einstückig verbunden ist. Der Stützabschnitt 44 der Kralle 140 liegt an dem Stützwandverbindungsabschnitt
204 an und ist mit diesem vorzugsweise fest verbunden, beispielsweise verschweißt,
insbesondere punktverschweißt, verklebt oder dergleichen. Der Stützabschnitt 44 und
der Stützwandverbindungsabschnitt 204 stützen sich wechselseitig ab, was für eine
hohe Stabilität der Kombination aus Grundelement 201 und Doppelkrallenelement 203
sorgt.
[0088] Weiterhin ist die Breite eines Spaltes 202 zwischen beispielsweise den Bodenplatten
13a, 13b - ähnlich wie beim Haltebeschlag 110a - durch die Stärke des Stützwandverbindungsabschnittes
204 und den Stützabschnitt 44 definiert und kann auch dann nicht kleiner werden, wenn
die beiden Bodenplatten aufgrund beispielsweise von Verbindungen (die im Außenbereich
durchaus häufig zu erwarten sind) im Sinne einer Verkleinerung des Spaltes 202 auf
die Kombination Stützwandabschnitt 44 und Stützwandverbindungsabschnitt 204 einwirken.
[0089] An den Haltebeschlägen 110a - 110e sind Durchtrittsöffnungen 50 und Durchtrittsöffnungen
150 mit einem kleineren Durchmesser als die Durchtrittsöffnungen 50 vorgesehen, die
zumindest Teile von Befestigungseinrichtungen 51 bilden. Die Durchtrittsöffnungen
150 können bei höheren Anforderungen an die Befestigungsqualität optional genutzt
werden. Die Durchtrittsöffnungen 50, 150 sind für Befestigungsschrauben 52, 152 vorgesehen,
die die Durchtrittsöffnungen 50, 150 durchdringen und in den Untergrund 35, das heißt
die Träger 14a - 14c eingeschraubt sind. An Stelle der Befestigungsschrauben 52, 152
wären aber auch Nägel oder dergleichen andere Befestigungsbolzen, sowie auch Klammern
und dergleichen möglich, wenn die Durchtrittsöffnungen entsprechend geeignet ausgestaltet
sind.
[0090] An den Eingriffabschnitten 45 der Krallen 140 sind oberhalb der Durchtrittsöffnungen
50 Ausnehmungen 145 zur Durchführung der Befestigungsschrauben 52 vorhanden.
[0091] Die Durchtrittsöffnungen 50, 150 sind bei den Haltebeschlägen 110a, 110b und 110c
jeweils an den Trägerplatten 42 vorgesehen, während beim Haltebeschlag 110d, den man
auch als Winkelkralle oder Winkelträger bezeichnen könnte, die Durchtrittsöffnungen
50, 150 an einem Halteschenkel 153d vorhanden sind, der zur Trägerplatte 142d, winkelig
ist, vorliegend rechtwinkelig. Die Kralle 140 steht an einem Randbereich von der Trägerplatte
142d ab.
[0092] Oberhalb der beiden Durchtrittsöffnungen 50 am Halteschenkel 53d ist eine eine Durchtrittsöffnung
154 vorgesehen, durch die der eine weitere Befestigungseinrichtung 37 bildende Haltebolzen
15, der die Bodenplatte 13e durchdringt, den Halteschenkel 53d durchdringen kann.
Die Durchtrittsöffnung 154 ist als großflächiges Fenster ausgestaltet, damit der Haltebolzen
15 bequem - ohne hohe Anforderungen an die Positioniergenauigkeit - durch die die
Durchtrittsöffnung 154 verdeckende Bodenplatte 13d geschraubt werden kann.
[0093] Bei den Haltebeschlägen 110a, 110b sind einer bzw. zwei Durchtrittsöffnungen 50 sowie
zwei bzw. vier Durchtrittsöffnungen 150 vorgesehen, beim Haltebeschlag 110c drei Durchtrittsöffnungen
50 und zwei Durchtrittsöffnungen 150. Dies ermöglicht eine flexible Befestigung der
Haltebeschläge 110a Befestigungsschrauben 52, 152 abhängig z.B. von der benötigten
Belastbarkeit des Bodenbelags 12, der Festigkeit oder Belastbarkeit der Träger 13a-13c
etc.. Es versteht sich, dass bei alternativ ausgestalteten Haltebeschlägen auch mehr
oder weniger Durchtrittsöffnungen vorgesehen sein können.
[0094] Zumindest in einem Teil, vorzugsweise in allen Durchtrittsöffnungen 50 und/oder 150
sind zweckmäßigerweise Führungseinsätze 300a aus elastischem Material, beispielsweise
geeignetem Kunststoff (ABS etc.) zur Führung des Befestigungsbolzens 52, 152 angeordnet.
[0095] Ein solcher Führungseinsatz 300a hat ein zur Durchtrittsöffnung 50, 150 konzentrisches
Zentrierloch 301 zum Zentrieren des Befestigungsbolzens 52, 152. Ein Benutzer steckt
die Spitze des Befestigungsbolzens 52, 152 durch das Zentrierloch 301 hindurch, wodurch
der Befestigungsbolzen 52, 152 konzentrisch zur Durchtrittsöffnung 50, 150 zentriert
ist. Dadurch wird gewährleistet, dass der Befestigungsbolzen 52, 152 mittig in die
jeweilige Durchtrittsöffnung 50, 150 einschraubbar ist. Ansonsten kann wie bei einem
konventionellen Beschlag eine Situation entstehen, die exemplarisch in Figur 2 angedeutet
ist. Dort nimmt der Befestigungsbolzen 52 beispielsweise eine Schräglage ein und ist
außerdem außerzentrisch in der Durchtrittsöffnung 50, so dass der Befestigungsbolzen
52 nicht vollständig in die Durchtrittsöffnung 50 eingeschraubt werden kann, oder
wenn dies gelingt, den Haltebeschlag 110b gemäß Figur 2 schräg seitlich verzieht.
Eine exakte Positionierung ist nicht möglich. Zudem steht im montierten Zustand der
Kopf des Befestigungsbolzens 52 bei der in Figur 2 dargestellten Situation relativ
weit vor die Durchtrittsöffnung 50a vor, so dass beispielsweise die Bodenplatte 13
nicht oder nur mit hohem Kraftaufwand in die Kralle 140 eingesteckt werden kann. Hier
schafft also der Führungseinsatz 300a Abhilfe.
[0096] Der Führungseinsatz 300a weist eine Querschnittswand 302 auf, die einen Innenquerschnitt
der Durchtrittsöffnung 50, 150 im Wesentlichen verdeckt. Zentrisch in der Querschnittswand
302 ist das Zentrierloch 301 angeordnet. Die Querschnittswand 302 ist als eine Art
Haut oder Membran ausgestaltet, jedenfalls sehr dünn, beispielsweise bis maximal 0,5
mm.
[0097] Die Aufgabe des Führungseinsatzes 300a ist es, den Befestigungsbolzen 52, 152 beim
Ansetzen und anfänglichen Einschrauben zu führen. Hat der Befestigungsbolzen 52, 152
im Untergrund 35 bereits gegriffen, ist der Führungseinsatz 300a funktionslos. Er
hat dann seine Aufgabe, eine zentrische, zudem vorzugsweise auch noch senkrechte Führung
des Befestigungsbolzen 52, 152 zu realisieren, bereits erfüllt. Wenn der Befestigungsbolzen
52, 152 vollständig in den Untergrund 35 eingeschraubt ist, hat der Führungseinsatz
300a, insbesondere die Querschnittswand 302 zudem noch eine vorteilhafte Dichtfunktion,
d.h. zwischen einem Innenumfang der Durchtrittsöffnung 50, 150 und dem Befestigungsbolzen
52, 152 ist die dann mechanisch verformte, dennoch aber aufgrund ihrer Elastizität
abdichtende Querschnittswand 302 angeordnet.
[0098] Die Querschnittswand 302 ist in der Nähe eines Ausgangs der Durchtrittsöffnung 50,
nahe dem Untergrund 35 angeordnet. Somit ist das Zentrierloch 301 quasi vor Ort, unmittelbar
über dem Untergrund 35, was eine optimale Zentrierung ermöglicht.
[0099] Der Führungseinsatz 300a bildet einen integralen Bestandteil der Haltebeschläge 110a
- 110d. Die Querschnittswände 302 sind beispielsweise in die Durchtrittsöffnungen
50, 150 eingespritzt bzw. an die Haltebeschläge 100a - 110d angespritzt.
[0100] Alternativ kann vorgesehen sein, einen Beschlag mit einem Führungseinsatz quasi nachzurüsten,
beispielsweise mit einem Führungseinsatz 300b. Der Führungseinsatz 300b ist als ein
in die Durchtrittsöffnung 50, 150 einsteckbares Einsatzstück 303 ausgestaltet, das
beispielsweise nachträglich in die Durchtrittsöffnungen 50, 150 des in Figur 2 dargestellten
Grundelements einsteckbar ist.
[0101] Der Führungseinsatz 300b umfasst eine Umfangswand 301, die am Innenumfang der Durchtrittsöffnungen
50, 150 anliegt und sich in deren Längsrichtung erstreckt. Oben steht ein ringförmiger
Kragenabschnitt 305 vor die Umfangswand 304 nach radial außen ab (es könnte auch nur
ein teilringartiger Kragen vorgesehen sein) und liegt auf der Plattenfläche 47, mithin
also der Oberseite beispielsweise der Trägerplatte 142b auf. Der Kragenabschnitt 305
in Verbindung mit der definierten Länge der Umfangswand 304, an deren anderem Ende
sich die Querschnittswand 202 erstreckt, definiert einen Abstand der Querschnittswand
302 von der oberen Plattenfläche 47 und somit auch eine Tiefe, in der die Querschnittswand
302 innerhalb der Durchtrittsöffnung 52, 152 angeordnet ist. Dadurch ist vorteilhaft
realisiert, dass die Querschnittswand 302 und somit auch das Zentrierloch 301 sozusagen
am Boden der Durchtrittsöffnung 50, 150 nahe beim Untergrund 35 angeordnet ist.
[0102] Eine in der Zeichnung nicht dargestellte Lösung sieht zweckmäßigerweise vor, dass
sich ein Führungseinsatz ohne einen Kragen in der Art des Kragenabschnitts 305 sozusagen
innen in einer jeweiligen Durchtrittsöffnung 50 oder 150 verspannt oder verkeilt und
optional beim Einstecken des Befestigungsbolzens 52, 152 nach unten in Richtung Ausgangsende
der Durchtrittsöffnung 50, 150 rutscht und dort seine Zentrierfunktion für den Befestigungsbolzen
52, 152 optimal erfüllt. Ein Kragen in der Art eines Kragenabschnittes 305 ist dann
nicht vorhanden.
[0103] Ein Einführen der Krallen 140, 141 in die Ausnehmungen 17 wird durch Einführschrägen
66 an ihren freien Enden 65 erleichtert. Die Einführschrägen 66 sind an den Innenseiten
67 der Eingriffabschnitte 45 vorgesehen. Die Eingriffabschnitte 45 der Krallen 140,
141 haben Einführschenkel 68, die im Sinne eines Öffnens von der jeweiligen Trägerplatte
142a - 142d weg geneigt sind, was das Einführen erleichtert. Andrückbereiche 169 der
Krallen 140, 141, die sich zwischen den Einführschenkeln 68 und den Stützabschnitten
44 erstrecken, sind in einer zweckmäßigen Ausgestaltung der Erfindung gegensinnig
zu den Einführschenkeln 68 geneigt, das heißt zur Oberseite 43 der Trägerplatten 142d
hin geneigt, so dass zwischen dem Einführschenkel 68 und dem Andrückbereichen 69 eine
linienförmige, verhältnismäßig schmale Kontaktfläche 70 gebildet ist. Die schmale
Kontaktfläche 70 verhindert eine Ausbildung von Wassernestern im Bereich der Ausnehmung
17. Fehlt bei einer Klammer 140 oder 141 diese gegensinnige Neigung zwischen den Einführschenkeln
68 und Andrückbereichen 69, bildet die Innenseite der Andrückbereiche 69 die entsprechend
großzügige Kontaktfläche 70.
[0104] Mit der Kontaktfläche 70 drücken die Eingriffabschnitte 45 zweckmäßigerweise federnd
auf die jeweilige Innenwandung der Ausnehmung 17. Die federnde Eigenschaft der Krallen
140, 141 sorgt für ein sicheres, jedoch elastisches Halten, so dass die beispielsweise
aus Vollholz bestehenden Bodenplatten 13a, 13e "arbeiten" können.
[0105] Die Krallen 140, 141 sind als Klammern 175 ausgestaltet. Die Klammern 175 sind U-förmig,
wobei zwei Seiten der U-förmigen Klammern 175 durch die Stützabschnitte 44 und die
Eingriffabschnitte 45 bereitgestellt werden, während der gegenüberliegende Klammerschenkel
176 der Klammern 175 durch Auflagebereiche 177 der Trägerplatten 142a - 142d gebildet
werden. Die Klammerschenkel 176 sind den Eingriffabschnitten 45 vorgelagert. Die Krallen
140, 141 werden in einer Einsteckrichtung 80 in die Ausnehmungen 17 oder die Ausnehmungen
17 der Bodenplatten 13a - 13e in die Krallen 140, 141 eingesteckt.
[0106] Die Auflagebereiche 177 des Grundelements 201 sowie des Doppelkrallenelements 203
für die Bodenplatten 13a-13d sind durch Stützerhebungen 205, 206 gebildet, die nach
oben vor die Basisflächen 179 der Trägerplatten 142a (Haltebeschlag 110a) bzw. 142c
(Haltebeschlag 110c bzw. Doppelkrallenelement 203) vorstehen. Diese Maßnahme wirkt
der Bildung von Wassernestern unterhalb der Bodenplatten 13a - 13d entgegen.
[0107] Die Stützerhebungen 205, 206 wirken zudem als Tragverstärkungseinrichtungen 92.
[0108] Optional kann vorgesehen sein, dass die Trägerplatten 142a - 142d eine Vorspannung
aufweisen dahingehend, dass sie beispielsweise einen leicht gekrümmten Verlauf im
Sinne vom Untergrund 35 weg aufweisen.
[0109] Ebenfalls der Bildung von Wassernestern wirkt entgegen, dass beim Haltebeschlag 110d
die Trägerplatte 142d eine Stützvertiefung 207 aufweist, mit der sie sich auf dem
Untergrund abstützt. Weiterhin kann sich auch zwischen den Stirnseiten 16 der Träger
14a - 14c und der als Querbrett dienenden Bodenplatte 13e keine unerwünschte, langfristig
zur Verrottung führende Wasseransammlung gebildet werden, weil am Halteschenkel 143d
dort ebenfalls Stützerhebungen 208, 209 vorgesehen sind, die für einen randseitigen
Grundbereich des Halteschenkels 153d vorstehen. Die beiden Stützerhebungen 208 sind
unterhalb der Trägerplatte 142d angeordnet, die Stützerhebung 209 zwischen den weiter
unten angeordneten Durchtrittsöffnungen 50.
[0110] Die Stützerhebungen 205, 206, 208, 209 sowie auch die Stützvertiefung 207 sind beispielsweise
durch Prägen gebildet.
[0111] An dieser Stelle sei bemerkt, dass die Haltebeschläge 110a - 110d vorzugsweise Stanzbiegeteile
aus Metall, insbesondere Edelstahl sind, wobei ein geeigneter Kunststoff eine mögliche
Alternative darstellt.
[0112] Die Stützerhebungen 205, 206, 208 und 209 sowie die Stützvertiefung 207 wirken zudem
im Sinne einer mechanischen Stabilisierung der Haltebeschläge 110a - 110d, so dass
man sie auch als Tragverstärkungseinrichtungen bezeichnen kann.
[0113] Zur Abdeckung eines Spaltes zwischen zwei Bodenplatten, beispielsweise den Bodenplatten
13a, 13b, der durch die Verwendung beispielsweise des Haltebeschlags 110a entsteht,
sind Abdeckeinrichtungen 400 zweckmäßig. Diese wirken einem Eindringen von Wasser
in den Spalt zwischen den Bodenplatten 13a, 13b entgegen und sind oberhalb beispielsweise
des Haltebeschlags 110a anordenbar. Die Abdeckeinrichtungen sind zweckmäßigerweise
als Klemmstücke ausgeschaltet mit zwei zueinander V-förmig verlaufenden Schenkeln
101, zwischen denen eine Rinne 402 ausgebildet ist. Die Rinne 402 führt Oberflächenwasser
ab, so dass dieses nicht in den Bereich des darunter liegenden Haltebeschlags 110a
eindringt.
[0114] Während die Haltebeschläge 110b, 110d zum Halten einer jeweils endseitigen Bodenplatte
13a, 13d und 13e vorgesehen sind, eignen sich die Haltebeschläge 110a und 110c zur
Befestigung jeweils mit ihren Längsschmalseiten 19 zueinander benachbarter Bodenplatten
13a, 13b und 13c, 13d. Dazu haben die beiden Haltebeschläge 110a, 110c zu einander
entgegengesetzten Seiten offene Krallen 140, 140 sowie 140 und 141. Die Krallen 140,
141 sind bezüglich einer quer zur Einsteckrichtung 40 verlaufenden Reihenrichtung
81 hintereinander angeordnet.
[0115] Der Haltebeschlag 110a kann auch als eine sogenannte Doppelkralle bezeichnet werden,
weil er zwei mit ihren Längsschmalseiten 19 einander gegenüberliegende Bodenplatten
13 hält.
[0116] Die Kralle 140 des Haltebeschlags 110d - ebenfalls eine Art Doppelkralle - ist zwischen
den Krallen 141 bezüglich der Reihenrichtung 81 angeordnet. Eine Längsfixierung bezüglich
der Längsrichtung 22 und insbesondere eine Einstellung eines gleichmäßigen Abstandes
zwischen Bodenplatten 13 bezüglich ihrer Querschmalseiten 20 wird durch den Haltebeschlag
110c ermöglicht. Die Bodenplatten 13c und 13b liegen beispielsweise mit der durch
den Distanzanschlag 85 einstellbaren Distanz 86 in ihrem Stoßbereich 87 nebeneinander.
Der Distanzanschlag 85 wird durch einen aufgekanteten Vorsprung 88 gebildet, der nach
oben vor die Oberseite 43 der Trägerplatte 142c vorsteht. Der Vorsprung 88 ist bezüglich
der Reihenrichtung 81 zwischen den Krallen 140 angeordnet. Der Distanzanschlag 85
ist beispielsweise der Kralle 141 gegenüberliegend angeordnet. Somit greifen die beiden
Krallen 141 jeweils in Ausnehmungen 17 der mit ihren Querschmalseiten 20 aneinander
gereihten Bodenplatten 13b und 13c ein, während die dazwischen angeordnete Kralle
140 in die Ausnehmung 17 der schematisch dargestellten Bodenplatte 13a eingreift.
[0117] Die Haltebeschläge 110a - 110e haben jeweils Befestigungsbereiche 90, an denen die
Befestigungseinrichtungen 51 angeordnet sind.
[0118] Im Bereich der Befestigungsbereiche 90 liegen die Haltebeschläge 110a - 110e auf
dem Untergrund 35, insbesondere den Trägern 14a - 14c, auf.
[0119] In die Krallen 140 der Haltebeschläge 110a, 110c wird die Bodenplatte 13d eingesteckt
und mit den Winkelkrallen bildenden Haltebeschlägen 110d gesichert. Die Trägerplatte
142d und der Halteschenkel 53d sind über Eck an den Trägern 14a, 14c befestigt, wobei
die Befestigungsschrauben 52, die die Halteschenkel 153d durchdringen, in die vorderen
Stirnseiten 16 der Träger 14a - 14c eingeschraubt sind. Die Trägerplatten 142d überkragen
die Halteschenkel 153d und somit die Träger 14a-14c. Die Trägerplatten 142d bilden
eine großzügige Stütze für die auf sie aufgelegte Bodenplatte 13d, die ihrerseits
vor die Träger 14a-14c vorsteht, vorzugsweise so weit, dass sie die als Querbrett
dienende Bodenplatte 13e überdeckt und somit vor Umwelteinflüssen schützt. An dem
den Halteschenkel 153d überkragenden Bereich einer Trägerplatte 142d ist eine Durchtrittsöffnung
50 für eine Befestigungsschraube 52 angeordnet, die von unten her in die Bodenplatte
13d eingeschraubt wird.
1. Haltebeschlag zum Halten mindestens einer Bodenplatte (13a-13e), insbesondere einer
Diele, auf einem Untergrund (35) zur Herstellung eines Bodenbelags (12) aus aneinander
gereihten Bodenplatten (13a-13e), mit einer zum Auflegen auf einen Untergrund (35)
vorgesehenen Trägerplatte (42a-42d; 142a-142d), mit mindestens einer Befestigungseinrichtung
(51) zur Befestigung auf dem Untergrund (35), und mit mindestens einer Kralle (40a-40d;
41a; 41c; 140, 141) zum Eingreifen in eine Ausnehmung (17) an einer Schmalseite (18)
einer jeweiligen Bodenplatte (13a-13e), wobei die mindestens eine Kralle (40a-40d;
41a; 41c; 140, 141) einen von der Trägerplatte (42a-42d; 142a-142d) abstehenden Stützabschnitt
(44) und einen von dem Stützabschnitt (44) abstehenden, zu einer Oberseite (43) der
Trägerplatte (42a-42d; 142a-142d) zumindest abschnittsweise im wesentlichen parallel
verlaufenden Eingriffabschnitt (45) zum Eingreifen in die Ausnehmung (17) der Bodenplatte
(13a-13e) aufweist.
2. Haltebeschlag nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Trägerplatte (42a-42d; 142a-142d) Stützen (57) oder Stützbereiche (48) zum Abstützen
auf dem Untergrund (35) und zur Herstellung eines Abstands (46) einer Plattenfläche
(47) der Trägerplatte (42a-42d; 142a-142d) zu dem Untergrund (35) aufweist, wobei
die Plattenfläche (47) von den Stützbereichen (48) zweckmäßigerweise ganz oder im
wesentlichen ringförmig (402) umgeben ist und/oder wobei die Stützbereiche (48) vorteilhaft
durch Randabschnitte (48) der Trägerplatte (42a-42d; 142a-142d) gebildet sind, die
von der Trägerplatte (42a-42d; 142a-142d) an einer von der mindestens einen Kralle
(40a-40d; 41a; 41c; 140, 141) entgegengesetzten Seite abstehen und/oder zweckmäßigerweise
die Plattenfläche (47) als eine Erhebung aus einer Basisfläche (149) ausgestaltet
ist, wobei die Erhebung vorteilhaft einen Auflagebereich zum Auflegen der durch die
mindestens eine Kralle (40a-40d; 41a; 41c; 140, 141) gehaltenen Bodenplatte (13a-13e)
bildet.
3. Haltebeschlag nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Trägerplatte (42a-42d; 142a-142d) einen insbesondere durch die Plattenfläche
(47) der Trägerplatte (42a-42d; 142a-142d) gebildeten Auflagebereich (77; 177) zum
Auflegen der durch die mindestens eine Kralle (40a-40d; 41a; 41c; 140, 141) gehaltenen
Bodenplatte (13a-13e) aufweist.
4. Haltebeschlag nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Befestigungseinrichtung (51) eine Durchtrittsöffnung (50, 150)
für einen Befestigungsbolzen (52, 152) umfasst, wobei zweckmäßigerweise im Bereich
der Durchtrittsöffnung (50, 150) eine Stütze (57) zum Abstützen auf dem Untergrund
(35) und zur Herstellung eines Abstands (46) einer Plattenfläche (47) der Trägerplatte
(42a-42d; 142a-142d) zu dem Untergrund (35) angeordnet ist und/oder zweckmäßigerweise
an oder in der Durchtrittsöffnung (50, 150) ein elastischer Führungseinsatz (300a;
300b) zur Führung des Befestigungsbolzens (52, 152) angeordnet ist, wobei der Führungseinsatz
(300a; 300b) ein zur Durchtrittsöffnung (50, 150) konzentrisches Zentrierloch (301)
zum Zentrieren des Befestigungsbolzens (52, 152) aufweist.
5. Haltebeschlag nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an einem freien Ende (65) der mindestens einen Kralle (40a-40d; 41a; 41c; 140, 141)
eine Einführschräge (66) zum Einführen in die Ausnehmung (17) der Bodenplatte (13a-13e)
angeordnet ist, wobei die Einführschräge (66) vorteilhaft an einer der Trägerplatte
(42a-42d; 142a-142d) zugewandten Innenseite (67) der mindestens einen Kralle (40a-40d;
41a; 41c; 140, 141) vorgesehen ist.
6. Haltebeschlag nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine der Trägerplatte (42a-42d; 142a-142d) zugewandte Innenseite (67) der mindestens
einen Kralle (40a-40d; 41a; 41c; 140, 141) eine im wesentlichen linien- oder punktförmige
Kontaktfläche (70) zum Kontakt mit einer Innenwand der Ausnehmung (17) der Bodenplatte
(13a-13e) aufweist und/oder dass die mindestens eine Kralle (40a-40d; 41a; 41c; 140,
141) im Sinne eines Andrückens der Bodenplatte (13a-13e) in Richtung der Trägerplatte
(42a-42d; 142a-142d) federnd ist.
7. Haltebeschlag nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Kralle (40a-40d; 41a; 41c; 140, 141) einen Bestandteil einer
Klammer (75a; 75d; 175) bildet, die einen dem Eingriffabschnitt (45) gegenüberliegenden
Klammerschenkel (76a; 76d; 176) aufweist, wobei der Klammerschenkel (76a; 76d; 176)
zweckmäßigerweise durch einen Stützbereich (78) der Trägerplatte (42a-42d; 142a-142d)
zum Abstützen auf dem Untergrund (35) oder den Auflagebereich (77; 177) der Trägerplatte
(42a-42d; 142a-142d) zum Auflegen der durch die mindestens eine Kralle (40a-40d; 41a;
41c; 140, 141) gehaltenen Bodenplatte (13a-13e) gebildet ist.
8. Haltebeschlag nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass er mindestens zwei Krallen (40a-40d; 41a; 41c; 140, 141) zu einer Längsverkettung
und/oder Querverkettung von Bodenplatten (13a-13e) aufweist und/oder dass er mindestens
zwei an einander entgegengesetzten Seiten offene Krallen (40a-40d; 41a; 41c; 140,
141) zum Eingriff in Ausnehmungen (17) an mit ihren Längsschmalseiten (19) nebeneinander
liegenden Bodenplatten (13a-13e) aufweist.
9. Haltebeschlag nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Krallen (40a-40d; 41a; 41c; 140, 141) in einer quer zu einer Einsteckrichtung
(80) der Krallen (40a-40d; 41a; 41c; 140, 141) in die jeweilige Bodenplatten-Ausnehmung
(17) verlaufenden Reihenrichtung (81) nebeneinander angeordnet sind, und dass die
Stützabschnitte (44) der mindestens zwei Krallen (40a-40d; 41a; 41c; 140, 141) bezüglich
der Reihenrichtung (81) im wesentlichen miteinander fluchten.
10. Haltebeschlag nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass er mindestens zwei zu einander entgegengesetzten Seiten offene Krallen (140, 141)
aufweist, deren insbesondere als Stützwände ausgestaltete Stützabschnitte (44) sich
gegenseitig verstärkend aneinander anliegen und vorzugsweise miteinander verbunden,
insbesondere verschweißt, sind.
11. Haltebeschlag nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass er mindestens zwei in einem Längsabstand (82) zueinander angeordnete, zur gleichen
Seite offene Krallen (40a; 40c) aufweist, wobei die mindestens zwei Krallen (40a-40d;
41a; 41c; 140, 141) zweckmäßigerweise zum Eingriff in eine als Langloch ausgestaltete
Ausnehmung (17) an der Schmalseite (18) der Bodenplatte (13a-13e) einen Längsabstand
(82) zueinander aufweisen, der im wesentlichen einer Längsbreite der Ausnehmung (17)
entspricht.
12. Haltebeschlag nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass er mindestens einen von der mindestens einen Kralle (40a-40d; 41a; 41c; 140, 141)
separaten Distanzanschlag (85) zur Einstellung einer Distanz (86) zwischen Bodenplatten
(13a-13e) aufweist, die im montierten Zustand im Bereich des Haltebeschlags (10a-10e;
110a-110d) nebeneinander liegen, wobei der Haltebeschlag zweckmäßigerweise Krallen
(40a-40d; 41a; 41c; 140, 141) zum Halten von in einer Längsrichtung (22) angereihten
Bodenplatten (13a-13e) aufweist und der mindestens eine Distanzanschlag (85) zur Herstellung
einer Distanz (86) in einem Stoßbereich (87) zwischen den angereihten Bodenplatten
(13a-13e) zwischen den Krallen (40a-40d; 41a; 41c; 140, 141) angeordnet ist.
13. Haltebeschlag nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Trägerplatte (42a-42d; 142a-142d) einen Befestigungsbereich (90), an dem die
mindestens eine Befestigungseinrichtung (51) und die mindestens eine Kralle (40a-40d;
41a; 41c; 140, 141) angeordnet sind, einen Tragabschnitt (91) mit einem Auflagebereich
(77; 177) zum Auflegen der durch die mindestens eine Kralle (40a-40d; 41a; 41c; 140,
141) gehaltenen Bodenplatte (13a-13e) aufweist, wobei der an einem quer zu der Bodenplatte
(13a-13e) verlaufenden Träger (14a-14c) befestigbar ist und der Tragabschnitt (91)
im montierten Zustand seitlich über den Träger (14a-14c) vorsteht.
14. Haltebeschlag nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Trägerplatte (42a-42d; 142a-142d) mindestens eine sie statisch verstärkende Tragverstärkungseinrichtung
(92) aufweist.
15. Haltebeschlag nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass von der Trägerplatte (42a-42d; 142a-142d) ein Halteschenkel zur Befestigung an zueinander
winkeligen Untergrundflächen des Untergrunds (35) winkelig absteht, wobei die Trägerplatte
(142d) zweckmäßigerweise den Halteschenkel zur Bildung einer Tragbasis für eine über
den Untergrund (35) vorstehende Bodenplatte (13a-13e) überkragt.
16. Haltebeschlag nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass er einen Bestandteil eines Beschlagsystems (200) bildet und ein Grundelement (201)
aufweist, das bei einem geometrisch anderen Haltebeschlag des Beschlagsystems (200)
ebenfalls vorhanden ist.
17. Haltebeschlag nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass er mindestens eine Durchtrittsöffnung (54; 154) und/oder eine Halteeinrichtung (95)
für eine Befestigungseinrichtung (37) zum Befestigen einer Bodenplatte (13a-13e) aufweist.
18. Bodenbelag (12) mit mindestens einem Haltebeschlag (10a-10e; 110a-110d) nach einem
der vorhergehenden Ansprüche und mit mindestens einer Bodenplatte (13a-13e), die an
einer Schmalseite (18) eine Ausnehmung (17) aufweist, in die die mindestens eine Kralle
(40a-40d; 41a; 41c; 140, 141) des Haltebeschlags (10a-10e; 110a-110d) eingreift.
19. Bodenbelag (12) nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass er eine Abdeckeinrichtung (400) zum Abdecken eines Spaltes zwischen zwei Bodenplatten
(13a-13e) oberhalb eines Haltebeschlags (10a-10e; 110a-110d) aufweist, wobei die Abdeckeinrichtung
(400) zweckmäßigerweise eine oberseitige Rinne (402) zum Ablauf von Wasser aufweist.
20. Verfahren zur Herstellung eines Bodenbelags (12) aus aneinander gereihten, Bodenplatten
(13a-13e), insbesondere Dielen, mit den Schritten:
- Bohren oder Fräsen einer Ausnehmung (17) an einer Schmalseite (18) einer Bodenplatte
(13a-13e),
- Einführen einer Haltekralle (40a-40d; 41a; 41c; 140, 141) eines Haltebeschlags (10a-10e;
110a-110d) in die Ausnehmung (17), und
- Befestigen des Haltebeschlags (10a-10e; 110a-110d) auf einem Untergrund (35).