[0001] Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung und ein Verfahren zum
Ein- und Ausschalten eines Klappenmotors.
[0002] Aus dem Stand der Technik ist es bekannt, Lüftungsklappen einer Lüftungseinheit motorisch
zu betätigen. Als Lüftungseinheiten kommen beispielsweise Dunstabzugshauben oder Klimaanlagen
in Gebäuden in Betracht. Verfügen diese über Wandöffnungen nach außen, um Frischluft
ansaugen oder Raumluft nach außen blasen zu können, stellen die Wandöffnungen bei
Temperaturdifferenzen zwischen der Raumluft im Inneren des Gebäudes und der Außenluft
immer eine Quelle unnötiger Energieverluste dar, wenn die Wandöffnung beispielsweise
bei einer abgeschalteten oder im Umluftbetrieb geschalteten Lüftungseinheit nicht
gebraucht wird. In dieser Situation kann je nach Temperaturverhältnissen Wärme oder
Kälte aus dem Gebäude entweichen, die zuvor mit hohem Energieaufwand erzeugt wurden.
Durch das zeitweise Schließen der Wandöffnung mit einer Klappe können die Energieverluste
zumindest vermindert werden.
[0003] Es sind manuell oder motorisch betätigbare Lüftungsklappen bekannt, die jedoch immer
separat geöffnet und geschlossen werden müssen, wenn die Lüftungseinheit ein- oder
ausgeschaltet wird. Dies ist sehr umständlich. Des Weiteren sind motorisch verstellbare
Lüftungsklappen bekannt, die an die Steuerung einer Lüftungseinheit anschließbar sind.
Mit dem Ein- und Ausschalten der Lüftungseinheit wird von der Steuerung gleichzeitig
ein Stellbefehl an den Antrieb der Lüftungsklappe generiert, diese zu öffnen oder
zu schließen. Dazu ist es jedoch erforderlich, die Steuerung der Lüftungseinheit auf
den Anschluss einer verstellbaren Lüftungsklappe auszulegen. Hierdurch entsteht ein
hoher Bauaufwand, insbesondere, wenn später im Markt nicht alle Lüftungseinheiten
mit der verstellbaren Lüftungsklappe kombiniert werden. Eine Nachrüstung der verstellbaren
Lüftungsklappe bei bereits vorhandenen Lüftungseinheiten, insbesondere von anderen
Herstellern, ist nicht möglich, da deren Steuerungen im Regelfall nicht mit der Steuerung
für die verstellbare Lüftungsklappe kommunizieren können.
[0004] Aus der Schrift
DE 20 2006 006 327.7 ist eine Lösung bekannt, bei der die Lüftungsklappe anhand eines Sensors schaltbar
ist, der im Luftführungskanal Luftströmungen misst. Diese Lösung ist zwar bei vorhandenen
Lüftungseinheiten beliebig nachrüstbar, die Sensorik hat sich jedoch als sehr empfindlich
erwiesen, da sie auch die Lüftungsklappe öffnet, wenn durch die Wandöffnung nur eine
geringe Zugluft hindurchströmt.
[0005] Demgemäß ist es die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Vorrichtung und ein
Verfahren zum Ein- und Ausschalten eines Klappenmotors zu schaffen, die eine sicherere
Schaltcharakteristik aufweisen und über eine Technik verfügen, durch die die verstellbare
Lüftungsklappe mit beliebigen Lüftungseinheiten kombinierbar ist, ohne dass die Lüftungseinheiten
über eine entsprechende technische Auslegung dafür verfügen müssen.
[0006] Die Aufgabe wird für eine gattungsgemäße Vorrichtung gelöst, indem die Vorrichtung
einen Stromfluss-Sensor und einen Prozessor aufweist, der mit dem Stromfluss-Sensor
verbunden ist, und der Klappenmotor in Abhängigkeit vom Stromfluss-Signal des Stromfluss-Sensors
ein- und/oder ausschaltbar ist.
[0007] Durch die erfindungsgemäße Lösung wird zur Schaltung des Antriebs für die Lüftungsklappe
nicht mehr auf einen Luftzug abgestellt, sondern den Stromfluss für die Lüftungseinheit.
Wird die Lüftungseinheit eingeschaltet, beginnt der Strom für den Antrieb des Lüfters
der Lüftungseinheit zu fließen. Dieser vom Stromfluss-Sensor erkannte Stromfluss kann
für ein Stromfluss-Signal zum Öffnen der Lüftungsklappe an den Prozessor verwendet
werden, da mit laufender Lüftung auch die Wandöffnung gebraucht werden könnte. Stoppt
der Stromfluss, weil die Lüftungseinheit ausgeschaltet worden ist, wird die Wandöffnung
nicht mehr benötigt, und dieses Stromfluss-Signal kann vom Prozessor als Signal zum
Schließen der Lüftungsklappe verarbeitet werden. Der Stromfluss-Sensor erkennt also
zuverlässig Änderungen im Stromfluss und übermittelt diese zu Auswertungs- und Verarbeitungszwecken
an den Prozessor.
[0008] Der Prozessor verfügt im Normalfall über einen Rechenchip, mit dem programmierte
Rechenoperationen ausgeführt werden können, sowie über einen Speicher, in dem zumindest
eine Steuerungssoftware abgelegt ist. Der Prozessor verfügt jeweils über zumindest
eine Verbindung mit dem Stromfluss-Sensor, eine Stromversorgung und eine Verbindung
mit dem Klappenmotor, um diesen ein- und/oder auszuschalten. Erhält der Prozessor
vom Stromfluss-Sensor ein Sensorsignal, das von der Software des Prozessors als Schaltfall
erkannt wird, so gibt der Prozessor an den Klappenmotor ein Stellsignal ab, durch
das dieser ein- oder ausgeschaltet wird.
[0009] Da die erfindungsgemäße Vorrichtung für eine einwandfreie Funktion nicht an die Steuerung
der Lüftungseinheit angeschlossen werden muss, ist die Vorrichtung mit jeder beliebigen
Lüftungseinheit kombinierbar. Es ist nur erforderlich, den Stromfluss-Sensor so dicht
an einer Stromversorgungsleitung für die Lüftungseinheit zu positionieren, dass von
diesem eine stromflussbedingte Veränderung des Magnetfeldes erkannt werden kann. Da
mit dem Einschalten einer Lüftungseinheit zwangsläufig der Strom zum Antrieb des Lüfters
zu fließen beginnt, schaltet eine Bedienperson über die erfindungsgemäße Vorrichtung
zwangsläufig mittelbar auch den Klappenmotor zum Öffnen der Lüftungsklappe ein. Wird
die Lüftungseinheit von der Bedienperson ausgeschaltet, endet der Stromfluss, und
das Ausschalten der Lüftungseinheit führt so zwangsläufig ebenfalls mittelbar dazu,
dass der Klappenmotor zum Schließen der Lüftungsklappe eingeschaltet wird.
[0010] Nach einer Ausgestaltung der Erfindung ist der Klappenmotor vom Prozessor in zwei
Bewegungsrichtungen bewegbar. Durch die Auswahl einer Bewegungsrichtung kann die Lüftungsklappe
gezielt in diese Richtung bewegt werden. Die zwei Bewegungsrichtungen können durch
zwei Motoren, die in entgegen gesetzte Richtungen antreiben, oder einen einzelnen
Motor, der in unterschiedliche Drehrichtungen antreibbar ist, ermöglicht werden.
[0011] Nach einer Ausgestaltung der Erfindung ist der Prozessor mit einem Endlagen-Sensor
verbunden. Beispielsweise ist mit dem Endlagen-Sensor der Stromfluss zum Klappenmotor
überwachbar und der Klappenmotor vom Prozessor in Abhängigkeit vom Stromfluss-Signal
des Sensors abschaltbar. Der Sensor kann anhand des Stromflusses feststellen, ob sich
der Motor noch dreht oder in einer Endlage der Lüftungsklappe still steht. Zeigt der
Sensor anhand des Sensorwertes eine Endlage der Lüftungsklappe an, bedeutet dies für
den Prozessor, den Klappenmotor abzuschalten, um einen unnötigen Stromverbrauch und/oder
eine Überlastung des Klappenmotors zu vermeiden. Anstelle eines Sensors zur Stromflussmessung
können auch andere geeignete Endlagen-Sensoren, beispielsweise auch optische Sensoren
oder Kontaktschalter, verwendet werden.
[0012] Nach einer Ausgestaltung der Erfindung ist der Prozessor mit einem Programmiertaster
verbunden, mit dem der Prozessor in ein Lernprogramm schaltbar ist. Der Programmier-Taster
ermöglicht es, den Prozessor individuell an eine bestimmte Lüftungseinheit anzupassen.
Üblicherweise verfügt der Prozessor über eine Werkseinstellung, in der bestimmte Stromfluss-Sensorwerte
als ausreichend, aber auch notwendig angesehen werden, um eine Schaltung des Klappenmotors
auszulösen. So kann beispielsweise werksseitig vorgesehen sein, bei Stromflüssen bis
80 Watt von der Benutzung nur des Lichts oder anderer elektrischer Funktionen mit
relativ niedrigem Stromverbrauch auszugehen und dem gemäß die Lüftungsklappe noch
nicht zu öffnen, während bei Stromflüssen darüber vom Einschalten des Lüfters der
Lüftungseinheit auszugehen ist und demgemäß die Lüftungsklappe geöffnet werden sollte.
Es können auch konkrete Werte für einzelne Funktionen, wie beispielsweise für Licht
bis 50 W, für Uhren bis 10 W, für die niedrigste Gebläsestufe ab 100 W, vorgesehen
und werksseitig in einer Grundeinstellung abgespeichert sein.
[0013] Ist der elektrische Verbrauch des Gebläses in seiner niedrigsten Stufe und der übrige
Stromverbrauch für andere Funktionen identisch oder zumindest annähernd identisch,
ist es sinnvoll, bei jedem Einschalten eines Verbrauchers der Lüftungseinheit die
Lüftungsklappe zu öffnen. Diese steht zwar dann auch offen, wenn beispielsweise nur
die Beleuchtung angeschaltet wurde, wodurch Energieverluste eintreten, die Lüftungsklappe
ist dann aber zumindest immer geschlossen, wenn kein Verbraucher der Lüftungseinheit
eingeschaltet ist.
[0014] Verfügt beispielsweise eine konkrete Lüftungseinheit über eine besonders hohe oder
besonders niedrige Leistungsaufnahme und daraus folgend einen besonders hohen oder
niedrigen Stromfluss, oder ist beispielsweise der Stromfluss-Sensor etwas entfernter
oder dichter als vorgesehen zur Stromleitung zur Lüftungseinheit angeordnet und das
Sensorsignal deshalb schwächer oder stärker als von der Werkseinstellung erwartet,
ist über das Lernprogramm eine Anpassung möglich. Durch die Betätigung des Programmiertasters
wird der Prozessor in ein Lernprogramm geschaltet, in dem die schaltrelevanten Werkseinstellungen
für den Sensorwert des Stromfluss-Sensors in der Software abgeändert werden können.
Die Eingabe kann im Lernprogramm auf unterschiedliche Weise erfolgen, beispielsweise
durch manuelle Eingabe von Zahlen, durch Drücken von "+"-oder "-"-Tasten, oder dergleichen.
[0015] Es ist möglich, für verschiedene Leistungsstufen der Lüftungseinheit verschiedene
Klappenstellungen vorzusehen, oder, bei niedrigeren Stromflüssen die Lüftungsklappe
geschlossen zu halten, was sinnvoll sein kann, wenn mit der Lüftungseinheit noch andere
elektrisch betriebene Funktionen abgedeckt werden, wie beispielsweise eine Beleuchtungsfunktion,
Temperaturüberwachungen, Uhrzeitanzeigen, und dergleichen.
[0016] Nach einer Ergänzung der vorstehend beschriebenen Ausgestaltung der Erfindung ist
vom Prozessor im Lernprogramm zumindest ein Stromfluss-Signal des Stromfluss-Sensors
ein lesbar und einer Schaltfunktion des Prozessors zuordnenbar. Durch dese Funktion
ist es möglich, die vorprogrammierten Werte der Software durch die tatsächlichen Werte
des Stromfluss-Sensors zu ersetzen. Da die Ist-Werte des Stromfluss-Sensors in der
Software an die Stelle der vorprogrammierten Werte treten, wird die Fehleranfälligkeit
der Vorrichtung deutlich verringert.
[0017] Nach einer Ausgestaltung der Erfindung weist die Vorrichtung einen Steckdosenadapter
auf, in den der Stecker zur Stromversorgung der Lüftungseinheit einsteckbar ist. Durch
diese Ausgestaltung der Erfindung wird der funktionssichere Anschluss der erfindungsgemäßen
Vorrichtung erheblich erleichtert. Da die Lüftungseinheit selbst einen Stromanschluss
benötigt und dieser sehr häufig über einen Stecker herstellbar ist, genügt es zum
Anschluss der Vorrichtung an eine Lüftungseinheit, den Stecker der Lüftungseinheit
aus der Steckdose zu ziehen, den Steckdosenadapter in die Steckdose einzustecken und
sodann den Stecker der Lüftungseinheit in den Steckdosenadapter einzustecken. Der
Steckdosenadapter überträgt den Stromfluss aus der Steckdose in den Stecker und wieder
zurück. Da der gesamte Stromfluss der Lüftungseinheit durch den Steckdosenadapter
fließt, ist es besonders einfach, im Steckdosenadapter beispielsweise den Stromfluss-Sensor
an einer geeigneten Stelle zu positionieren. Die erforderlichen Verbindungen zwischen
dem Stromfluss-Sensor, dem Prozessor und dem Klappenmotor können bereits weitgehend
vormontiert sein, oder es sind Steckanschlüsse vorbereitet, so dass beim Einbau der
erfindungsgemäßen Vorrichtung kaum noch Montagefehler gemacht werden können.
[0018] Nach einer Ergänzung der vorstehend beschriebenen Ausgestaltung der Erfindung ist
in den Steckdosenadapter zumindest ein Netzteil zur Stromversorgung des Klappenmotors,
des Prozessors und/oder des Stromfluss-Sensors eingebaut. Durch die Integration eines
oder mehrerer Funktionsbauteile der erfindungsgemäßen Vorrichtung wie beispielsweise
eines oder mehrerer Netzteile in den Steckdosenadapter verfügt die Vorrichtung insgesamt
über nur wenige Bauteile, die leicht miteinander verbunden werden können. Der Klappenmotor
kann beispielsweise eine Spannungsversorgung mit 12 V, der Prozessor mit 5 V und der
Stromspannungs-Sensor ebenfalls mit 5 V benötigen. Diese können in den Steckdosenadapter
integriert werden. Der Prozessor kann ebenfalls in den Steckdosenadapter integriert
sein, oder er ist ein Bestandteil des Klappenmotors mit der Lüftungsklappe, die ebenfalls
als ein Bauteil ausgebildet sein können.
[0019] Nach einer Ausgestaltung der Erfindung ist der Klappenmotor in Abhängigkeit von einer
bestimmten Höhe des Stromfluss-Signals des Stromfluss-Sensors ein- und/oder ausschaltbar.
Nach dieser Ausgestaltung der Erfindung wird vom Prozessor beispielsweise nur ein
Öffnungs-Signal an den Klappenmotor übermittelt, wenn der Stromfluss so hoch ist,
dass zu vermuten ist, dass mit dem Strom der Antriebsmotor des Lüfters der Lüftungseinheit
betrieben wird. Stromverbrauch, der für eine Beleuchtung, eine Digitaluhr, einen Thermometer
oder dergleichen anfällt, soll nicht eine Öffnungsbewegung der Lüftungsklappe auslösen.
Genauso kann für den Prozessor vorgesehen sein, nicht schon die Senkung des Stromflusses,
wie sie beispielsweise beim Herunterschalten des Gebläses von einer höheren in eine
niedrigere Stufe auftritt, als Schließ-Signal an den Klappenmotor zu übermitteln,
sondern erst die Senkung unter einen bestimmten Schwellwert.
[0020] Die Aufgabe wird für ein gattungsgemäße Verfahren gelöst, indem mittels eines Stromfluss-Sensors
ein Stromfluss in der Lüftungseinheit gemessen, vom Stromfluss-Sensor daraus ein Stromfluss-Signal
erzeugt und an einen Prozessor übermittelt wird, und der Prozessor in Abhängigkeit
vom übermittelten Stromfluss-Signal den Klappenmotor ein- und/oder ausschaltet. Für
das erfindungsgemäße Verfahren gelten die vorstehenden Ausführungen zu den Merkmalen
der erfindungsgemäßen Vorrichtung entsprechend.
[0021] Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die Erfindung gemäß ihrer Definition
in Anspruch 1 mit einzelnen, mehreren oder auch allen vorstehend beschriebenen vorteilhaften
Ausgestaltungen kombinierbar ist, soweit keine funktionalen Abhängigkeiten bestehen.
[0022] Weitere Abwandlungen und vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich
aus der nachfolgenden gegenständlichen Beschreibung und der Zeichnung. Die Erfindung
wird nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispiels näher beschrieben.
[0023] In der beigefügten Zeichnung ist eine erfindungsgemäße Vorrichtung 2 mit einem Stecker
4 eines Steckdosenadapters 6 zu erkennen. Im Ausführungsbeispiel enthält der Steckdosenadapter
6 ein Netzteil 8 mit zwei Transformatoren, die eine Spannung von 12 V für den Klappenmotor
10 und eine Spannung von 5 V für den Prozessor 12 und den Stromfluss-Sensor 14 bereit
stellen. Über eine Versorgungsleitung 16 wird das Netzteil 8 mit einem Widerstand
18 verbunden, von dem aus die Versorgungsspannung aus dem Netzteil 8 an zwei Schalter
20, 22 weitergeleitet wird.
[0024] Der Widerstand 18 ist mit dem Prozessor 12 verbunden, um diesem Signale über den
Stromfluss durch die Versorgungsleitung 16 zu übermitteln. Der Prozessor 12 ist auch
mit dem Stromfluss-Sensor 14 verbunden, um von diesem Stromfluss-Signale über den
Stromfluss in die angeschlossene Lüftungseinheit zu bekommen. Übermittelt der Stromfluss-Sensor
14 eines oder mehrere Stromfluss-Signale an den Prozessor 12, die von der auf dem
Prozessor 12 gespeicherten Software als ein Betrieb eines Gebläsemotors der Lüftungseinheit
bewertet werden, die ein Öffnen der Lüftungsklappe erfordert, gibt die Software des
Prozessors 12 ein Schaltsignal an den Schalter 20, durch das der Schalter 20 den Klappenmotor
10 mit dem Widerstand 18 und der Versorgungsleitung 16 verbindet und der Klappenmotor
10 mit Strom versorgt wird, um die Lüftungsklappe in eine Offen-Stellung zu bewegen.
[0025] Über den Widerstand 18 wird der Prozessor 12 mit einer Information versorgt, ob der
Klappenmotor 10 in Betrieb ist. Steigt der vom Widerstand 18 gemessene Stromfluss
dann nochmals an, kann dies vom Prozessor 12 und der auf ihm befindlichen Software
als Indiz dafür gewertet werden, dass die Lüftungsklappe ihre Maximalstellung erreicht
hat und eine weitere Öffnungsbewegung nicht möglich ist. Der Prozessor 12 kann dann
abermals ein Signal an den Schalter 20 senden, um nun den Stromfluss durch den Schalter
20 zu unterbrechen und den Klappenmotor 10 abzuschalten.
[0026] Erhält der Prozessor 12 vom Stromfluss-Sensor 14 eine Information, wonach der betrieb
des Gebläses der Lüftungseinheit beendet ist, kann der Prozessor 12 ein Signal an
den Schalter 22 senden, durch das der Schalter 22 den Klappenmotor 10 mit dem Widerstand
18 und der Versorgungsleitung 16 verbindet und der Klappenmotor 10 mit Strom versorgt
wird, um die Lüftungsklappe in eine Schließ-Stellung zu bewegen. Auch hier kann der
Prozessor 12 den Stromfluss über den Schalter 22 jederzeit oder auch bei einem Signal
des Widerstands 18 unterbrechen, wenn die Lüftungsklappe ihre Endstellung erreicht.
Der Widerstand 18 erfüllt in der beispielhaften Schaltung die Funktion eines Endlagenschalters,
der den Klappenmotor 10 abschaltet, wenn dieser eine Endstellung erreicht hat.
[0027] In der beigefügten Zeichnung ist noch ein Programmiertaster 24 gezeigt, der mit dem
Prozessor 12 und dem Stromfluss-Sensor 14 verbunden ist. Bei Betätigung des Programmiertasters
24 erhält der Prozessor 12 ein Signal, durch das dieser in ein Lernprogramm schaltbar
ist. Durch die Verbindung des Programmiertasters 24 mit dem Stromfluss-Sensor 14 kann
auch dieser ein entsprechendes Signal erhalten. Je nach Programmierung des Lernprogramms
kann der Prozessor 12 nun auf bestimmte Sensorwerte des Stromfluss-Sensors 14 warten,
die in das Auswerteprogramm anstelle der voreingestellten Werte übernommen werden.
Als Abfolge des Lernprogramms kann beispielsweise vorgesehen sein, die Lüftungseinheit
in die erste Lüfterstufe zu schalten, auf den zugehörigen Sensorwert des Stromfluss-Sensors
14 zu warten und diesen abzuspeichern, sodann den Programmiertaster 24 als Quittungssignal
zu drücken, um sodann die Lüftungseinheit wieder auszuschalten, auf den zugehörigen
Sensorwert des Stromfluss-Sensors 14 zu warten und diesen abzuspeichern, wieder auf
ein Quittungssignal des Programmiertasters 24 zu warten, sodann das Licht an einer
Dunstabzugshaube einschalten zu lassen, um auf den zugehörigen Sensorwert des Stromfluss-Sensors
14 zu warten und diesen abzuspeichern, wieder auf ein Quittungssignal des Programmiertasters
24 zu warten und dann das Lernprogramm zu beenden.
[0028] Die Erfindung ist nicht auf das vorstehend beschriebene Ausführungsbeispiel beschränkt,
sondern kann auf eine sinnvoll erscheinende Weise von einem Fachmann auf einen konkreten
Anwendungsfall hin abgewandelt und angepasst werden.
1. Vorrichtung (2) zum automatischen Ein- und Ausschalten eines Klappenmotors (8) für
eine Lüftungseinheit, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (2) einen Stromfluss-Sensor (14) und einen Prozessor (12) aufweist,
der mit dem Stromfluss-Sensor (14) verbunden ist, und der Klappenmotor (10) in Abhängigkeit
vom Stromfluss-Signal des Stromfluss-Sensors (14) ein- und/oder ausschaltbar ist.
2. Vorrichtung (2) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Klappenmotor (10) vom Prozessor (12) in zwei Bewegungsrichtungen bewegbar ist.
3. Vorrichtung (2) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Prozessor (12) mit einem Endlagen-Sensor verbunden ist.
4. Vorrichtung (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Prozessor (12) mit einem Programmiertaster (24) verbunden ist, mit dem der Prozessor
(12) in ein Lernprogramm schaltbar ist.
5. Vorrichtung (2) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass vom Prozessor im Lernprogramm zumindest ein Stromfluss-Signal des Stromfluss-Sensors
(14) eingelesen und einer Schaltfunktion des Prozessors (12) zuordnenbar ist.
6. Vorrichtung (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (2) einen Steckdosenadapter (6) aufweist, in den der Stecker zur
Stromversorgung der Lüftungseinheit einsteckbar ist.
7. Vorrichtung (2) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass in den Steckdosenadapter (6) zumindest ein Netzteil (8) zur Stromversorgung des Klappenmotors
(10), des Prozessors (12) und/oder des Stromfluss-Sensors (14) eingebaut ist.
8. Vorrichtung (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Klappenmotor (10) in Abhängigkeit von einer bestimmten Höhe des Stromfluss-Signals
des Stromfluss-Sensors (14) ein- und/oder ausschaltbar ist
9. Verfahren zum automatischen Ein- und Ausschalten eines Klappenmotors (10) für eine
Lüftungseinheit, dadurch gekennzeichnet, dass mittels eines Stromfluss-Sensors (14) ein Stromfluss in der Lüftungseinheit gemessen,
vom Stromfluss-Sensor (14) daraus ein Stromfluss-Signal erzeugt und an einen Prozessor
(12) übermittelt wird, und der Prozessor (12) in Abhängigkeit vom übermittelten Stromfluss-Signal
den Klappenmotor (10) ein- und/oder ausschaltet.
10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Prozessor (12) durch die Betätigung eines Programmiertasters (24) in ein Lernprogramm
geschaltet wird.
11. Verfahren nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Stromfluss-Sensor (14) durch Einstecken eines Steckdosenadapters (6) in eine
Steckdose und das Einstecken des Steckers der Lüftungseinheit in den Steckdosenadapter
(6) anschließbar ist.