[0001] Die Erfindung betrifft eine Maschine, in die Geldbeträge, insbesondere Münzen eingezahlt
und auch wieder gleichzeitig ausgezahlt werden können. Des Weiteren betrifft die Erfindung
eine Verpackungseinrichtung für auszuzahlende Geldbeträge in Münzen.
[0002] Im Stand der Technik sind seit langem Geldautomaten bekannt. Diese dienen aber in
erster Linie der Auszahlung von Geldbeträgen, insbesondere in Form von Papiergeld.
[0003] Die
DE-OS 1 499 529 beispielsweise beschreibt einen Geld-Automaten, der einem herkömmlichen Kassenautomaten
entspricht. Ein Informationsträger wird in den Geldautomaten eingeführt und die darauf
befindlichen Informationen werden mit gespeicherten Informationen des Bankinstituts
abgeglichen, worauf gegebenenfalls ein Geldbetrag ausgezahlt wird.
[0004] Ferner gibt es Systeme innerhalb von Banken, die den Bargeldverkehr innerhalb der
Bank bzw. deren Geschäftsstelle minimiert. Die
EP 1 097 437 B1 beschreibt beispielsweise ein derartiges System, wobei der Bankmitarbeiter nach Überprüfung
der kundenspezifischen Daten und Wünsche den Kunden zur Geldausgabevorrichtung (Geldautomat)
schickt, wo sich der Kunde seinen gewünschten Geldbetrag auszahlen lassen kann. Die
Geldausgabe erfolgt in Papierform.
[0005] Andererseits sind auch Geldautomaten bekannt, die Bargeld aufnehmen können. Allerdings,
insbesondere bei Münzgeld, hat das Geldinstitut ein erhebliches Problem in der Bewältigung
der eingezahlten Münzbeträge, da die Münzen ein erhebliches Gewicht produzieren und
insofern die eingezahlten Münzen permanent über Geldtransporte abgeholt und an anderen
Orten deponiert werden müssen.
[0006] Es gibt derzeit keine Möglichkeiten, sich Münzgeld, in einer beliebigen gewünschten
Stückelung an einem Geldautomaten zu besorgen. Dies wäre insbesondere für Einzelhändler
wünschenswert, denn diese sind auf die Bevorratung von Wechselgeld angewiesen und
können sich derartiges gegenwärtig nur - wenn überhaupt - an einem Kassenschalter
innerhalb eines Geldinstituts beschaffen.
[0007] Ausgehend von diesem Stand der Technik ist es die Aufgabe der vorliegenden Erfindung,
ein System und einen Geldautomaten zur Verfügung zu stellen, welches die Ausgabe von
Münz-Geldbeträgen beliebiger Stückelung erlaubt.
[0008] Gelöst wird diese Aufgabe durch die Merkmale der unanhängigen Ansprüche.
[0009] Die Erfindung erlaubt es, Münzeinzahlungen und/oder Münzauszahlungen im Selbstbedienungsbetrieb
zu ermöglichen. Es handelt sich mithin um einen Selbstbedienungs-Münzeinzahler und
Selbstbedienungs-Münzauszahler Das vorgesehene Einsatzumfeld ist überwiegend in Sparkassen
und Banken zu sehen. Darüber hinaus kann die Funktion natürlich auch im Handel oder
an Plätzen stattfinden, die gemeinsam von Banken und Geldversorgern betrieben werden.
Das erfindungsgemäße System unterstützt die Münzein- und/oder -auszahlung komplett
im Selbstbedienungsumfeld der Banken und Sparkassen.
[0010] Die Erfindung betrifft mithin einerseits ein System zur Einzahlung und/oder Auszahlung
von Geldbeträgen, insbesondere von Münzen, wobei das System ein Geldautomat ist, aufweisend
folgende Komponenten,
- a. eine Münzeinzahleinrichtung, umfassend
i. Identifizierung des Kunden durch kundenspezifische Autorisierungsmittel. Die Autorisierung
erfolgt üblicherweise durch einen Kartenleser für Magnet- und Hybridapplikationen,
eine kundenspezifische PIN, andere Autorisierungsmittel wie z.B. Fingerprints oder
biometrische Erkennungsmittel sind ebenfalls bevorzugt im Sinne der Erfindung.
ii. automatisches Öffnen einer Münzeinwurf- und ausgabeöffnung zum Einwurf der Münzen.
Die Münzeinwurf- und ausgabeöffnung öffnet sich, sobald der Kunde sich identifiziert
hat. Der Kunde gibt die einzuzahlenden Münzen in die Einwurföffnung.
iii. Beförderung der Münzen auf einem Förderband zu einer Vereinzelungs-, Sortier-
und Deponiereinrichtung. Die Münzen werden auf einer Fördereinrichtung zu einer Einrichtung
transportiert, in der sie vereinzelt werden, sowie sortiert werden (bspw. nach Werten,
Sorten, Gewicht, Währung etc.), und letztlich auch entsprechend der Sortierparameter
deponiert werden. In einer besonderen Ausführungsform ist es vorgesehen, dass nur
soviel Münzen in die Vereinzelungs- und Sortiereinrichtung gelassen werden, wie dort
jeweils verarbeiten werden können. Dies verhindert ein "Verstopfen" des Systems und
gewährleistet die Funktionsfähigkeit.
iv. Überprüfung und Auswertung der Münzen mittels einer Prüfeinrichtung. Die Münzen
werden hinsichtlich Ihrer Echtheit und/oder Gültigkeit als zugelassenes Zahlungsmittel
überprüft.
v. Elektronisch gestützte Gutschrift des eingezahlten Gesamtbetrages zugunsten des
Kunden. Nach Abschluss der vorgenannten Prüfkriterien wird dem Kunden der entsprechende
Gegenwert der eingezahlten Münzen gutgeschrieben, bspw. auf ein zu benennendes Konto.
Eine Auszahlung des Betrages (in evtl. anderer Stückelung) ist ebenfalls möglich,
bspw. durch denselben Geldautomaten, in der der Kunde soeben die Münzen geworfen hat.
- b. eine Münzauszahleinrichtung, umfassend
i. Identifizierung des Kunden durch kundenspezifische Autorisierungsmittel. Die Autorisierung
erfolgt üblicherweise durch einen Kartenleser für Magnet- und Hybridapplikationen,
eine kundenspezifische PIN, andere Autorisierungsmittel wie z.B. Fingerprints oder
biometrische Erkennungsmittel sind ebenfalls bevorzugt im Sinne der Erfindung.
ii. Auswahl eines individuellen Münz-Geldbetrages. Hierzu gibt der Kunde seine Wünsche
an dem dazu bestimmten Tastenfeld ein.
iii. automatisches Öffnen einer Münzeinwurf- und ausgabeöffnung zur Entnahme der Münzen.
Der Kunde entnimmt die Münzen, ggf. bereits verpackt durch eine im Geldautomaten angeordnete
Verpackungseinrichtung.
iv. elektronisch gestützte Belastung des ausgezahlten Gesamtbetrages zu Lasten des
Kunden. Der den entnommenen Münzen entsprechende gegenwert wird dem Kunden belastet.
[0011] Das erfindungsgemäße System wird demnach realisiert in einem Geldautomaten, umfassend
zumindest eine Münzeinzahleinrichtung, eine Vereinzelungs-, Sortier- und Deponiereinrichtung
und eine Münzauszahleinrichtung.
[0012] Der erfindungsgemäße Geldautomat weist ein Gehäuse auf, an welchem in einer besonderen
Ausführungsform ein TFT-Touchbildschirm oder aber ein Bildschirm mit Tastatur sowie
Kartenleser zur Autorisierung des Kunden angeordnet ist. Des Weiteren weist das System,
innerhalb oder außerhalb des Gehäuses, einen Drucker zur Ausgabe von Quittungsbelegen
und sonstigen Informationen auf. Die Steuerung des Systems erfolgt über einen PC,
der innerhalb des Gehäuses beherbergt ist. Dieses Prinzip gilt gleichsam auch für
einen reinen Geldauszahlautomaten. Dieser wiederum umfasst ebenfall zumindest einen
TFT-Touchbildschirm oder aber ein Bildschirm mit Tastatur sowie Kartenleser zur Autorisierung
des Kunden, des Weiteren, innerhalb oder außerhalb des Gehäuses, einen Drucker zur
Ausgabe von Quittungsbelegen und sonstigen Informationen; die Steuerung des Systems
erfolgt auch hier über einen PC, der innerhalb des Gehäuses beherbergt ist, und eine
entsprechende Software, die den Auszahlvorgang steuert und synchronisiert.
[0013] Es ist daher auch Gegenstand der Erfindung ein computergestütztes Datenverarbeitungsprogramm
zur Verfügung zu stellen, welches innerhalb eines Geldautomaten (sei es ein Geldeinzahl-
und/oder Geldauszahlautomat) einerseits den Ablauf der Identifizierung und Autorisierung
eines Kunden, das Öffnen einer Münzeinwurf- und -ausgabeöffnung zum Einwurf der Münzen,
die Beförderung der Münzen auf einem Förderband zu einer Vereinzelungs-, Sortier-
und Deponiereinrichtung, die Überprüfung und Auswertung der Münzen mittels einer Prüfeinrichtung,
sowie die Gutschrift des eingezahlten Gesamtbetrages zugunsten des Kunden, und andererseits
- gegebenenfalls auch lediglich als Bestandteil eines Geldauszahlautomaten - die Auswahl
eines individuellen Münz-Geldbetrages, das automatisches Öffnen einer Münzeinwurf-
und -ausgabeöffnung zur Entnahme der Münzen und die Belastung des ausgezahlten Gesamtbetrages
zu Lasten des Kunden steuert und synchronisiert. Auch die Verpackung der Münzen und
die entsprechende Ansteuerung und Synchronisierung einer entsprechenden, ebenfalls
Gegenstand der Erfindung seienden Verpackungseinrichtung kann mittels des Datenverarbeitungsprogramm
gesteuert werden.
[0014] Das erfindungsgemäße System ist somit in der Lage zweierlei Funktionen auszuüben,
nämlich zum Einen die Einzahlung von Münzen und zum andere die Auszahlung von Münzen,
jeweils beides im Selbstbedienungsbetrieb. Bevorzugt ist daher ein System zur Einzahlung
und/oder Auszahlung von Geldbeträgen in Münzen, wobei über einen Geldautomat nach
Identifizierung eines Kunden eine individuelle Geldmenge in Münzen vom Geldautomat
vereinnahmt, gezählt, überprüft und sortiert wird und innerhalb des Geldautomaten
in der Weise deponiert wird, dass aus dem Depotbestand aller vereinnahmten Münzen
einem Kunden nach Identifizierung desselben eine individuelle Geldmenge in Münzen
durch denselben Geldautomat ausgezahlt wird.
Die Münzeinzahlung erfolgt auf folgende Weise:
[0015] Nach Einführen der Kundenkarte (alternativ einer EC-Karte bzw. Eingabe der Kontonummer
über den Touchscreen-Monitor) öffnet sich der Shutter (oder Münzeinwurfschacht) des
Systems und der Kunde wird im Dialog aufgefordert, seine Münzen zu deponieren. Das
System ist fähig, eine Münzeinzahlung von 10,000 Münzen zu verarbeiten, wobei die
Einzahlung von einer Software überwacht wird und zusätzlich Fremdkörper, wie z. B.
Papiergeld, Knöpfe etc., erkannt und aussortiert werden. Die Münzen werden über eine
Führung auf ein Münzbeförderungssystem, beispielweise ein Förderband oder Rinne, geleitet,
welche die Münzen zu einer Vereinzelungs- und Sortiereinrichtung transportiert, wobei
nur soviel Münzen in die Vereinzelungs- und Sortiereinrichtung gelassen werden, wie
diese jeweils verarbeiten kann. Die Vereinzelungs- und Sortiereinrichtung trennt zusammenhängende
Münzen und sortiert die Münzen aufgrund von Gewicht und Größe. Nach Vereinzelung und
Sortierung fallen die erkannten Münzen in Behältnisse, wobei nicht erkannte Münzen
aussortiert und über den Münzausgabeschacht an den Kunden zurückgegeben werden.
[0016] Die Münzen werden anschließend mittels einer Prüf- und Zähleinrichtung, beispielweise
einem Legierungssensor, geprüft und kumuliert, wodurch der Wert der vereinnahmten
Münzen bestimmt wird. Nicht erkannte oder falsche Münzen fallen in Schächte, von wo
sie in den sogenannten Münzhopper fallen und über ein Münzbeförderungssystem in den
Münzausgabeschacht geführt werden, wo der Kunde die Münzen entnehmen kann. Erkannte
Münzen werden vereinnahmt und innerhalb des Gehäuses in einer Münzdeponieeinrichtung
deponiert. Hier können bis zu 10,000 Münzen gelagert werden. Die Münzdeponiereinrichtung
ist mit einem Überlauf verbunden, in den Münzen gelangen, wenn die Münzdeponiereinrichtung
ihre maximale Lagersumme erreicht hat. Die Münzprüfeinrichtung und die Vereinzelungs-
und Sortiereinrichtung können durch Softwareeinstellungen und/oder Austausch der Vereinzelungs-
und Sortiereinrichtung auch derart angepasst werden, dass die Erkennung, Verwahrung
und Ausgabe ausländischer Münzen möglich ist.
[0017] Der Kunde bekommt nach dem Zählvorgang über den integrierten Drucker einen Beleg
mit genauer Stückelung und dem Gesamtbetrag der angenommenen Münzen ausgedruckt bzw.
ausgehändigt, wobei der Kunde im Anschluss an den Zählvorgang eine Auswahl treffen
kann zwischen automatisierter Gutschreibung des eingezahlten Betrages auf sein Bankkonto
oder aber eine Auszahlung in Papiergeld, ggf. mit restl. Münzen bei Beträgen, die
sich in Papiergeld nicht darstellen lassen. Bei letzterer Wahl gibt das System dem
Kunden einen Quittungsbeleg heraus, mit dem der Kunde an der Kasse sich den eingezahlten
Betrag auszahlen lassen kann. Sofern der Kunde kein Bankkunde des das erfindungsgemäße
System betreibenden Instituts ist, kann er sich über den Quittungsbeleg das Geld auch
auf ein anderes Konto gutschreiben lassen. Insofern ist die Nutzung des Systems auch
für Nichtkunden des Betreibers möglich.
Die Münzauszahlung erfolgt auf folgende Weise:
[0018] Die Münzauszahlung erfolgt nach Identifizierung des Kunden durch Einführen der Kunden-
oder EC-Karte in Verbindung mit einer sog. PIN (persönliche Identifikations Nummer)
über denselben Automaten, d.h. innerhalb desselben Systems. Geführt über ein entsprechendes
Menü wird die gewünschte Auszahlung mit Münzen in den einzelnen Münzsorten am Bildschirm
vorgeschlagen, wobei der Nutzer dann die jeweilige Individualmenge, in beliebiger
Stückelung, selbst über das Dialogfeld festlegen kann. Danach wird er gebeten seine
PIN als Quittung für die Auszahlung über die PIN Tastatur einzugeben. Diese PIN wird
entsprechend den Vorgaben geprüft und im positiven Falle das Münzgeld ausgezahlt.
[0019] Auch Varianten der Verbuchung der Auszahlung können realisiert werden, z.B. über
eine Verbuchung direkt mit einer Cashfunktion (in einigen Ländern als "ec-cash" bezeichnet)
bzw. "Lastschrift", wobei dem Kunden in dem Falle von "ec-cash" eine vordefinierte
Maximalsumme von beispielsweise 2.000 Euro zur Verfügung steht. Die gewünschte Summe
wird von dem System verarbeitet und die Münzen aus der Münzdeponiereinrichtung über
den Münzhopper und über ein Münzbeförderungssystem in den Münzausgabeschacht befördert.
[0020] Ferner ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass lediglich ein Geldauszahlautomat die
Auszahlung von Geldbeträgen in Münzen ermöglicht, wobei über einen derartigen Geldautomaten
nach Identifizierung eines Kunden eine individuelle Geldmenge in Münzen vom Geldautomat
aus dem Depotbestand der vereinnahmten Münzen einem Kunden nach Identifizierung desselben
durch denselben Geldautomat ausgezahlt wird, ggf. bereits verpackt, insbesondere in
Tüten mittels einer Verpackungseinrichtung, die Bestandteil des Geldauszahlautomaten
ist. Auch hierbei erfolgt die Münzauszahlung erst nach Identifizierung des Kunden
durch Einführen der Kunden- oder EC-Karte in Verbindung mit einer sog. PIN (persönliche
Identifikations Nummer) über den Automaten. Geführt über ein entsprechendes Menü wird
die gewünschte Auszahlung mit Münzen in den einzelnen Münzsorten am Bildschirm vorgeschlagen,
wobei der Nutzer dann die jeweilige Individual menge, in beliebiger Stückelung, selbst
über das Dialogfeld festlegen kann. Danach wird er gebeten seine PIN als Quittung
für die Auszahlung über die PIN Tastatur einzugeben. Diese PIN wird entsprechend den
Vorgaben geprüft und im positiven Falle das Münzgeld ausgezahlt.
[0021] Gegenstand der Erfindung ist auch eine Verpackungseinrichtung für Münzen als Bestandteil
eines Geldautomaten zur Einzahlung und/oder Auszahlung von Münz-Geldbeträgen. Des
weiteren kann die Verpackungseinrichtung auch Bestandteil eines isolierten Geldauszahlautomaten
sein, insbesondere eines Geldautomaten zur Auszahlung von Münzen.
[0022] Eine besonders bevorzugte Ausführungsform sieht hier eine Verpackungseinrichtung
für Münzen vor, insbesondere als Bestandteil eines Geldautomaten zur Einzahlung und/oder
Auszahlung von Münz-Geldbeträgen, wobei
- a. auf einer Rolle eine Plastiktütenfolie (31) zur Separierung einzelner Tüten mit
jeweils einer zu einer einen Luftstrom erzeugenden Einrichtung gerichteten Öffnung
bevorratet ist, wobei
- b. die Plastiktüten im Takt eines Münzauszahlvorganges derart abgewickelt werden,
dass jeweils eine Tüte vor der einen Luftstrom erzeugenden Einrichtung zum Stehen
kommt, wobei mittels des Luftstroms die Tüte geöffnet wird, und
- c. die Anzahl der gewünschten Münzen, die zuvor gegebenenfalls vereinzelt und sortiert
sind, mittels einer Münzeinfüllvorrichtung und ggf. mit Hilfe eines Münzliftes in
die Tüte verbracht werden, und
- d. dass nach der Befüllung der Tüte mit Münzen dieselbe durch eine Verweißeinrichtung
verschlossen wird, wobei diese gleichzeitig oder anschließend von der Plastiktütenrolle
getrennt wird, und
- e. wobei die mit Münzen gefüllte Tüte anschließend zur Münzausgabe befördert wird.
[0023] Die auszuzahlenden Münzen können daher mittels einer Verpackungseinrichtung, die
innerhalb des Geldautomaten angeordnet ist, gleich für den Kunden vor Ausgabe an diesen
verpackt werden. In einer bevorzugten Ausführungsform werden dabei auf einer Rolle
eine große Anzahl von miteinander verbundenen Plastiktüten, beispielweise Beutel aus
Polyethylen, bereitgestellt und vorgehalten, d.h. es handelt sich um eine Plastiktütenfolie
zur Separierung einzelner Tüten.
[0024] Dabei kann es sich um ein Endlosmaterial handeln, also einem Folienmaterial, welches
nachfolgend in der gewünschten Länge abgeschnitten und verschweißt wird, oder aber
um vorkonfektionierte Tüten, und auch um eine Vielzahl von Tüten aus Folienmaterial,
die bereits über vorperforierte Abreis- und Verweißkanten verfügen. Andere Ausführungsformen
sind denkbar, soweit sie dem gleichen Zweck dienen.
[0025] Zumindest ist die Bahn aus Tüten auf einer Seite offen, so dass - nachdem die Bahn
vor eine Münzeinfüllvorrichtung mit Luftstromerzeugungsvorrichtung (einer "Verpackungsstation")
gezogen wird - eine Tüte exakt vor dieser Münzeinfüllvorrichtung mit Luftstromerzeugungsvorrichtung
zum stehen kommt.. In diesem Augenblick wird mittels eines Luftstroms die Tüte geöffnet
und die Anzahl der gewünschten Münzen werden mittels eines Münzliftes dort hineinbefördert.
Nach Abschluss der Befüllung wird ein Schweißbacken vor die obere Kante zwischen diesem
und dem nächsten Beutel gebracht. Beim Verschweißen wird automatisch die Tütenkette
unterbrochen und die gefüllte Tüte wird mittels eines Trennmessers abgetrennt und
fällt nach vorn über eine Rutsche in die Ausgabe für den Kunden. Anstelle eines Trennmesser
kann auch der Schweißbacken selbst zu einer Trennung durch Schweißen führen. Es handelt
sich also um einen getakteten Vorgang, der mit dem Takt eines jeden Auszahlvorgangs
synchronisiert ist.
[0026] Üblicherweise werden Münzen heutzutage in Rollen ausgegeben und dem Kunden ausgehändigt.
Die Erfindung sieht mithin eine alternative Ausgabe dazu vor, nämlich in der Ausgabe
von unterschiedlichen Münzmengen in Beuteln. Die Münzen können nach Wert und/oder
Sorten vorsortiert werden und entsprechend verpackt ausgegeben werden. Besonders vorteilhaft
ist aber - im Gegensatz zu den bekannten Münzpapierrollen - die Möglichkeit der individuellen
Bestückung der Plastiksäcke nach Wunsch des Kunden mit unterschiedlichen Mengen an
Münzen.
[0027] Die verpackten Münzen werden dem Kunden über ein Ausgabefach in der Front des Systems
zugeführt. Der Kunde nimmt somit seine ausgezahlten Münzen an sich, bekommt seine
EC- oder Kundenkarte samt Beleg zurück und damit ist die komplette Münzabholung abgeschlossen.
Die genaue Stückelung des entnommenen Betrages und der Gesamtbetrag werden auf dem
Beleg aufgeführt.
[0028] Nach Abschluss der Transaktion wird eine Selbstreinigung des Systems bzw. des Geldautomaten
durchgeführt, bei der sichergestellt wird, dass keine Münzen in den Bestandteilen
des Systems verweilen und die nächste Transaktion behindern. Die Selbstreinigung erfolgt
nach Abschluss der Verarbeitung der eingezahlten Münzen. Hierbei wird eine Auffangschale
des Münzvereinzelers hin und her gefahren, so dass verbleibender Schmutz oder Restbestände
nach unten in eine dafür vorgesehene Schale fällt.
[0029] Nach der Selbstreinigung ist die Maschine bereit für die nächste Transaktion. Falls
jedoch die Münzdeponiereinrichtung und der Münzüberlauf voll sind, schaltet sich die
Maschine aus und lässt keine weiteren Transaktionen zu.
[0030] Weitere vorteilhafte Maßnahmen sind in den übrigen Unteransprüchen beschrieben; die
Erfindung wird nunmehr anhand von Figuren beispielhaft näher beschrieben; es zeigt:
- Fig. 1
- Seitenansicht von links, teilweiser Längsschnitt des erfindungsgemäßen Geldautomaten;
- Fig. 2
- Vorderansicht des erfindungsgemäßen Geldautomaten mit Münzeinzahl- und Münzauszahleinrichtung;
- Fig. 3
- Draufsicht auf den erfindungsgemäßen Geldautomaten mit Münzzähl- und Sortierwerk;
- Fig.4
- Detaildarstellung der Eingabeeinheit mit Tastenfeld und Bildschirm;
- Fig. 5
- Seitenansicht von links des erfindungsgemäßen Geldautomaten, Längsschnitt;
- Fig. 6
- Detaildarstellung der Vereinzelungs- und Sortiereinrichtung;
- Fig. 7
- Seitenansicht der Verpackungsanlage
- Fig. 8
- Vorderansicht der Verpackungsanlage
[0031] Fig. 1 zeigt schematisch einen Längsschnitt des erfindungsgemäßen Geldeinzahl- und
-auszahlautomaten 10. Die Bedienung des Automaten erfolgt über das 10er Tastenfeld
14 und den Bildschirm 14a, wobei der Kunde sich mittels einer Kundekarte, die in den
Kartenleser für Magnet- und Hybridapplikationen 13 eingeführt wird, identifizieren
muss. Zur Vereinfachung der Bedienung befindet sich an der Vorderseite des Automaten
eine Taschenablage 26 für den Kunden, die der Ablage von Gegenständen des Kunden bspw.
einer Tasche dient.
[0032] Die über den Münzeinwurfschacht (nicht dargestellt) zugeführten Münzen gelangen in
das Münzzähl- und Sortierwerk 16 mit Echtheitserkennung und Prüfung der Münzen. Der
vom Kunden gewünschte Münzbetrag wird mittels des Münzhoppers 18 zur Ausgabe vorbereitet,
wobei die Münzen sortiert und zu dem Münzausgabeschacht 23 befördert werden. Falls
die Münzeinzahlungen größer sind als die Münzauszahlungen, werden die Münzen im Münzüberlauf
25 gelagert.
[0033] In Fig. 2 ist schematisch die Front des Geldautomaten 10 gezeigt. Nach Identifizierung
mittels eines Kartenlesers für Magnet- und Hybridapplikationen 13, erfolgt die Eingabe
der PIN über das Tastenfeld für die PIN Eingabe 14, wobei die Eingabe des PINs über
den Bildschirm 14a von dem Kunden verifiziert werden kann. Die Münzen werden dem System
vom Kunden über das Münzeinwurffach 22 zugeführt. Der Kunde erhält eine Quittung über
den eingezahlten oder ausgezahlten Betrag über den Thermodrucker für Belegausgabe
15, wobei Stückelung und Gesamtbetrag auf der Quittung vermerkt sind. Falls der Kunde
die Auszahlung des gewünschten Betrages in Form von Papiergeld wünscht, erhält der
Kunde von dem Thermodrucker 15 einen Beleg, der dem Kunden die Auszahlung des Betrages
an der Kasse des Bankinstituts ggf. ermöglicht.
[0034] In Fig. 3 ist schematisch eine Draufsicht des Geldautomatens gezeigt. Die PIN Eingabe
erfolgt über das Tastenfeld für die PIN Eingabe 14 und der Kunde verifiziert die Eingabe
über den Bildschirm 14a. Zusätzlich findet die Identifizierung des Kunden mittels
des Kartenlesers für Magnet- und Hybridapplikationen 13 statt. Nachdem der Kunde die
Münzen über den Münzeinwurfschacht 22 dem System zugeführt hat, werden die Münzen
über ein Münzbeförderungssystem 19 zu der Vereinzelungs- und Sortiereinrichtung transportiert
und nach der Prüfung in entsprechenden Einrichtungen für die Lagerung von Münzen 24
befördert. Hier können bis zu 10,000 Münzen je Sorte gelagert werden. Um die Bedienung
des Automaten für den Kunden komfortabler zu gestalten, befindet sich an der Vorderseite
des Automaten eine Taschenablage 26.
[0035] Fig. 4 zeigt eine vergrößerte schematische Darstellung des Bildschirms 14a und des
Tastenfeldes für die PIN Eingabe 14. Die Bedieneinheit ist zur besseren Bedienung
in einem Winkel zu Gehäuse 10 angeordnet (siehe Schnittzeichnung A-A in Fig. 4).
[0036] In Fig. 5 ist eine detaillierte Seitenansicht des Geldautomaten 10 gezeigt. Der Kunde
tätigt die Einzahlung der Münzen über den Münzeingabeschacht 22 und die Münzen werden
über das Münzeförderungssystem 19 zu dem Münzzähl- und Sortierwerk 16 befördert. Hier
findet eine Echtheitsprüfung der eingezahlten Münzen statt, wobei Falsifikate und
nicht erkannte Münzen dem Kunden wieder zugeführt werden, indem diese durch den Münzhopper
18 über ein Münzbeförderungssystem und über einen Münztransportlift 21, der die Münzen
in ergonomisch handhabbare Höhe transportiert, dem Münzlift-Übergabe System 27 zugeführt
werden, wo die einfache Übergabe an den Kunden erfolgt. Nicht nur Falsifikate oder
nicht erkannte Münzen werden über dieses System dem Kunden zugeführt. Fordert der
Kunde eine Auszahlung von Münzen, werden die Münzen in der gewünschten Stückelung
aus der Münzdeponiereinrichtung (24, in Fig. 5 nicht dargestellt), über den Münzhopper
18, dem Münztransportlift 21 und dem Münzlift-Übergabe System 27 dem Kunden zugeführt.
[0037] Fig. 6 zeigt eine detaillierte Ansicht des Münzzähl- und Sortierwerks 16, welches
die vereinnahmten Münzen nach Größe und Gewicht sortiert, auf ihre Echtheit prüft
und zählt. Die Prüfung der Münzen erfolgt beispielweise mittels eines Legierungssensors.
[0038] Fig. 7 zeigt eine detaillierte Darstellung der Verpackungsanlage 29, welche die auszuzahlenden
Münzen in Plastikbeutel verpackt. Die Verpackungsanlage 29 verarbeitet (vorkonfektionierte)
Plastikbeutel 31, die auf einer Rolle 30 aufgewickelt und bevorratet sind. Dabei wird
die Plastikbeutelfolie 31 über Andruckrollen 34, die in einer Andruckrollenbefestigungsvorrichtung
35 eingespannt sind, vorgespannt, positioniert und zu einer Münzeinfüllvorrichtung
mit Luftstromerzeugungsvorrichtung 32 befördert. Die Folie 31 ist dabei unterhalb
der Münzeinfüllvorrichtung zwischen Folien-Schweißbacken 33 geführt, die dem Verschließen
(Verschweißen) und der Abtrennung des Beutels vom Folienband 31 dienen.
[0039] Die Luftstromerzeugungsvorrichtung selbst ist in Figur 7 nicht dargestellt und ist
im Inneren der Münzeinfüllvorrichtung 32 beherbergt. Es kann sich dabei um einen Luftschlauch
mit angeschlossenem Gebläse handeln, der auf die offene Seite der Tüten 31 gerichtet
ist. Durch einen Luftstrom oder einen entsprechenden Impuls wird die Tüte geöffnet
und kann nunmehr mit Münzen befüllt werden. Ein (in Fig. 7 nicht dargestellter) Münzlift
befördert die auszuzahlenden Münzen mittels der Münzeinfüllvorrichtung 32 in die Plastikbeutel.
Die Luftstromerzeugungsvorrichtung kann gleichsam auch der Separierung der Münzen
dienen. Im Anschluss an die Befüllung eines Beutels mit Münzen werden die Schweißbacken
33 zueinander geführt und der befüllte Plastikbeutel wird verschweißt und von der
noch nicht befüllten Plastikbeutelfolienbahn 31 getrennt. Es ist auch vorgesehen,
die Trennung des Beutels durch ein (nicht dargestelltes) Trennmesser zu unterstützen
bzw. selbstständig durchzuführen.
[0040] Fig. 8 zeigt die Vorderansicht der Verpackungsanlage 29 dar. Die Plastikbeutelfolie
31 wird über die Andruckrollen 34 zu der Münzeinfüllvorrichtung mit Luftstromerzeugungsvorrichtung
32 befördert. Die Andruckrollen 34 sind mittels den Andruckrollenbefestigungsvorrichtung
35 eingespannt. Nach der Befüllung der Plastikbeutel über die Münzeinfüllvorrichtung
mit Luftstromerzeugungsvorrichtung 32, wird die Öffnung der gefüllten Plastikbeutel
mittels der Folien-Schweißbacken 33 verschweißt und von der Plastikbeutelfolie 31
getrennt. Es ist auch vorgesehen, die Trennung des Beutels durch ein (nicht dargestelltes)
Trennmesser zu unterstützen bzw. selbstständig durchzuführen. Der mit Münzen befüllte
Plastikbeutel wird zu der Münzausgabe befördert, wo er in ergonomischer Höhe von dem
Kunden entgegen genommen wird.
Bezugszeichenliste
[0041]
- 10
- Geldeinzahl- und -auszahlautomat
- 13
- Kartenleser für Magnet- und Hybridapplikationen
- 14
- 10er Tastenfeld für PIN Eingabe
- 14a
- Bildschirm
- 15
- Thermodrucker für Belegausgabe
- 16
- Münzzähl- und Sortierwerk mit Echtheitserkennung der Münzen und Abweisung von Falsifikaten
bzw. nicht erkannten Münzen
- 18
- Münzhopper für die Ausgabe der Münzen
- 19
- Münztransportband innerhalb des Systems zur Zusammenführung der Münzen
- 21
- Münztransportlift zur Beförderung der Münzen in ergonomisch handhabbare Höhe für die
Ausgabe der Münzen
- 22
- Münzeinwurfschacht
- 23
- Münzausgabeschacht und Erweiterungen für Verpackung der Münzen
- 24
- Münzdeponiereinrichtung (verschiedene Einrichtungen für die Lagerung von großen Mengen
von Münzen von 2500 bis zu 10000 Münzen je Sorte)
- 25
- Münzüberlauf für die Münzeinzahlung, soweit die Einzahlungen größer sind als die Auszahlungen
- 26
- Taschenablage
- 27
- Münzlift-Übergabe System
- 28
- Leeraum
- 29
- Verpackungsanlage
- 30
- Plastikbeutelrolle
- 31
- Plastikbeutelfolie
- 32
- Münzeinfüllvorrichtung mit Luftstromerzeugungsvorrichtung
- 33
- Folien-Schweißbacke mit Trennmesser und Folien-Schweißeinrichtung
- 34
- Andruckrollen
- 35
- Andruckrollenbefestigungsvorrichtung
1. System zur Einzahlung und/oder Auszahlung von Geldbeträgen, insbesondere Münzen, wobei
das System ein Geldautomat ist, aufweisend folgende Komponenten,
a. eine Münzeinzahleinrichtung, umfassend
i. Identifizierung des Kunden durch kundenspezifische Autorisierungsmittel,
ii. automatisches Öffnen einer Münzeinwurf- und ausgabeöffnung zum Einwurf (22) der
Münzen,
iii. Beförderung der Münzen auf einem Förderband zu einer Vereinzelungs-, Sortier-
und Deponiereinrichtung,
iv. Überprüfung und Auswertung der Münzen mittels einer Prüfeinrichtung,
v. Elektronisch gestützte Gutschrift des eingezahlten Gesamtbetrages zugunsten des
Kunden,
b. eine Münzauszahleinrichtung, umfassend
i. Identifizierung des Kunden durch kundenspezifische Autorisierungsmittel,
ii. Auswahl eines individuellen Münz-Geldbetrages,
iii. automatisches Öffnen einer Münzeinwurf- und - ausgabeöffnung zur Entnahme (23)
der Münzen,
iv. elektronisch gestützte Belastung des ausgezahlten Gesamtbetrages zu Lasten des
Kunden,
2. System nach Anspruch 1, wobei nur soviel Münzen in die Vereinzelungs- und Sortiereinrichtung
gelassen werden, wie dieser jeweils verarbeiten kann.
3. System zur Einzahlung und/oder Auszahlung von Geldbeträgen in Münzen, insbesondere
nach Anspruch 1 oder 2, wobei über einen Geldautomat (10) nach Identifizierung eines
Kunden eine individuelle Geldmenge in Münzen vom Geldautomat (10) vereinnahmt, gezählt,
überprüft und sortiert wird und innerhalb des Geldautomaten (10) in der Weise deponiert
wird, dass aus dem Depotbestand der vereinnahmten Münzen einem Kunden nach Identifizierung
desselben eine individuelle Geldmenge in Münzen durch denselben Geldautomat ausgezahlt
wird.
4. System nach Anspruch 3, wobei die Identifizierung des Kunden über einen Kartenleser
(13) für Magnet- und Hybridapplikationen geschieht.
5. System nach Anspruch 4, wobei die Autorisierung des Kunden durch Eingabe einer PIN
des Kundens über einen TFT Touchbildschirm oder einen Bildschirm und Tastenfeld (14,
14a) erfolgt.
6. System nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, wobei mittels einer
Prüf- und Zähleinrichtung, vorzugsweise einem Legierungssensor, zur Wertermittlung
die zugeführten Münzen geprüft, kumuliert und bewertet werden.
7. System nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, wobei mittels eines
Münzlift-Obergabe-Systems (27), umfassend wenigstens einen Münztransportlift (21),
die Münzen dem Kunden zugeführt werden.
8. System nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, wobei die auszuzahlenden
Münzen mittels einer Verpackungseinrichtung vor Ausgabe an den Kunden innerhalb des
Geldautomaten verpackt werden.
9. System nach Anspruch 8, wobei die Münzen nach Wert und/oder Sorten vorsortiert werden
und entsprechend verpackt ausgegeben werden.
10. System nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, wobei eine Selbstreinigung
nach Abschluss einer jeden Transaktion durchgeführt wird.
11. Geldautomat, insbesondere als Bestandteil eines Systems zur Einzahlung und/oder Auszahlung
von Münz-Geldbeträgen nach den Ansprüchen 1 bis 11, umfassend zumindest eine Münzeinzahleinrichtung,
eine Vereinzelungs-, Sortier- und Deponiereinrichtung und eine Münzauszahleinrichtung.
12. Verpackungseinrichtung für Münzen, als Bestandteil eines Geldautomaten zur Einzahlung
und/oder Auszahlung von Münz-Geldbeträgen, insbesondere nach den Ansprüchen 1 bis
10 oder 11.
13. Verpackungseinrichtung für Münzen, insbesondere nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet, dass
a. auf einer Rolle (30) eine Plastiktütenfolie (31) zur Separierung einzelner Tüten
mit jeweils einer zu einer einen Luftstrom erzeugenden Einrichtung gerichteten Öffnung
bevorratet ist, wobei
b. die Plastiktüten (31) im Takt eines Münzauszahlvorganges derart abgewickelt werden,
dass jeweils eine Tüte vor der einen Luftstrom erzeugenden Einrichtung zum Stehen
kommt, wobei mittels des Luftstroms die Tüte geöffnet wird, und
c. die Anzahl der gewünschten Münzen mittels einer Münzeinfüllvorrichtung (32) in
die Tüte verbracht werden, und
d. dass nach der Befüllung der Tüte mit Münzen dieselbe durch eine Verweißeinrichtung
(33) verschlossen wird, und gleichzeitig oder anschließend von der Plastiktütenrolle
getrennt wird, und
e. wobei die mit Münzen gefüllte Tüte anschließend zur Münzausgabe befördert wird.
14. Verpackungseinrichtung nach Anspruch 13, wobei die Münzen zuvor gegebenenfalls vereinzelt
und sortiert werden.
15. Verpackungseinrichtung wenigstens einem der Ansprüche 12 bis 14, wobei die Münzen
mittels eines Münzliftes in die Tüte verbracht werden.
16. Computergestütztes Datenverarbeitungsprogramm, gespeichert auf einem Datenträger,
zur Steuerung und Synchronisierung des Ablaufs der Identifizierung und Autorisierung
eines Kunden, des Öffnens einer Münzeinwurf- und ausgabeöffnung zum Einwurf der Münzen,
der Beförderung der Münzen auf einem Förderband zu einer Vereinzelungs-, Sortier-
und Deponiereinrichtung, der Überprüfung und Auswertung der Münzen mittels einer Prüfeinrichtung,
sowie der Gutschrift des eingezahlten Gesamtbetrages zugunsten des Kunden, und weiters
der Auswahl eines individuellen Münz-Geldbetrages, des automatischen Öffnens einer
Münzeinwurf- und ausgabeöffnung zur Entnahme der Münzen und der Belastung des ausgezahlten
Gesamtbetrages zu Lasten des Kunden innerhalb eines Geldautomaten nach einem oder
mehreren der vorhergehenden Ansprüche.