TECHNISCHES GEBIET DER ERFINDUNG
[0001] Die Erfindung betrifft einen Zangenkopf, der bestimmt ist für ein Presswerkzeug,
welches zum Verpressen eines Presslings, beispielsweise einer elektrischen Leitungsverbindung,
einer Rohrverbindung, eines Fittings, eines Kabelschuhs oder Ähnliches, Einsatz findet.
STAND DER TECHNIK
[0002] Aus dem Hause der Anmelderin sind Presswerkzeuge mit unterschiedlichen Kinematiken
und Betätigungsmechaniken bekannt:
[0003] Für eine erste Ausführungsform der Anmelderin, vgl.
DE 37 08 727 C2,
DE 197 53 436 C2 und
DE 198 02 287 C1, bewegen sich relativ zueinander verschwenkte Handhebel und mit diesen gekoppelte
Pressbacken in einer gemeinsamen Bewegungsebene. Die Pressbacken sind verschwenkbar
zueinander abgestützt mit einer Schwenkachse, die quer zu der vorgenannten Bewegungsebene
orientiert ist. Für geöffnete Presszange bilden die Pressbacken einen Öffnungswinkel,
so dass ein Pressling in den mit den Pressbacken gebildeten Zangenkopf eingelegt werden
kann. Jeder Pressbacke sind mehrere Aufnahmehälften für den Pressling zugeordnet,
welche in radialer Richtung von der Schwenkachse hintereinander liegend angeordnet
sind. Den jeweiligen Pressbacken zugeordnete Aufnahmehälften bilden paarweise gemeinsam
eine Aufnahme, die die Kontur des Presslings in dem verpressten Zustand vorgeben soll.
Mit der schwenkenden Schließbewegung der Schwenkbacken nähern sich die Aufnahmehälften
an und erreichen gleichzeitig ihre Schließstellung. Während gemäß
DE 37 08 727 C2 die Aufnahmehälften unmittelbar in die Pressbacken eingeformt sind, offenbaren die
Druckschriften
DE 197 53 436 C2 und
DE 198 02 287 C1 Pressgesenkhälften, die jeweils mehrere Aufnahmehälften beinhalten, separat von den
Schwenkbacken ausgebildet sind und auswechselbar an den Pressbacken befestigt sind.
[0004] Auch für weitere Ausführungsformen der Anmelderin, vgl.
DE 40 23 337 C1,
DE 44 27 553 C2,
DE 198 32 884 C1,
DE 100 56 900 C1,
DE 101 32 413 C2,
DE 101 40 270 B4, bewegen sich Handhebel der Presszange und Pressbacken in einer gemeinsamen Bewegungsebene.
Allerdings wird für derartige Ausführungsformen eine relative Verschwenkung der Handhebel
umgewandelt über einen Übertragungsmechanismus in eine translatorische Bewegung der
Pressbacken, hier mit einer gegenüber dem Zangenkopf ruhenden Pressbacke und einer
in Längsrichtung der Presszange auf die ruhende Pressbacke translatorisch zu bewegten
Pressbacke. Auch für diese Ausführungsformen sind den Pressbacken jeweils mehrere
Aufnahmehälften zugeordnet, so dass mit der Presszange ohne Umbaumaßnahmen Presslinge
mit unterschiedlichen Querschnitten oder Konturen verpresst werden können. Hier sind
die Aufnahmehälften quer zu der Pressachse, also der Bewegungsachse für die translatorische
Bewegung einer Pressbacke, nebeneinander liegend angeordnet. Für die genannten Druckschriften
ist der Zangenkopf mit einem O-förmigen Rahmen gebildet, dessen oberer Querschenkel
mit der feststehenden Pressbacke gebildet ist. Im Inneren des O ist die translatorisch
bewegbare Pressbacke entlang der Seitenschenkel des O verschieblich geführt.
[0005] Eine alternative Ausgestaltung, bei welcher ebenfalls eine Pressbacke mit mehreren
Aufnahmehälften translatorisch relativ zu einer ruhenden Pressbacke angeordnet ist,
ist beispielsweise aus den Druckschriften
DE 197 13 580 C2,
DE 198 07 737 C2,
DE 298 03 336 U1,
DE 102 42 345 B3 und
DE 197 53 436 C2 bekannt. Die in diesen Druckschriften beschriebenen Zangenköpfe besitzen einen C-förmigen
Rahmen, bei dem der obere Querschenkel des C fest mit der feststehenden Pressbacke
oder der feststehenden Gesenkhälfte verbunden ist.
[0007] Weiterhin offenbaren die Druckschriften
DE 40 26 332 C2 und
DE 40 39 435 C1 der Anmelderin eine Presszange mit einer Aufnahme, die stirnseitig in dem Zangenkopf
gebildet ist, wobei in diesem Fall der Pressling in Längsrichtung der Presszange,
ungefähr in Richtung der Winkelhalbierenden der Handhebel, stirnseitig in die Presszange
einzuführen ist.
[0008] Schließlich sind Presswerkzeuge bekannt, bei denen ein Zangenkopf nicht manuell durch
Betätigung von Handhebeln betätigt wird, sondern aus einer externen Kraftquelle, beispielsweise
einem Elektromotor oder einem hydraulischen Antrieb.
[0009] Aus
DE 201 00 031 U1 ist eine Presszange des erstgenannten Typs mit um eine Schwenkachse zueinander verschwenkten
Pressbacken bekannt. Die Pressbacken tragen auswechselbare Pressprofileinsätze, die
jeweils mehrere Aufnahmehälften unterschiedlicher Konturen und Querschnitte aufweisen.
Die Pressbacken besitzen Führungsnasen, auf welche die Pressprofileinsätze aufgeschoben
werden können. Ist die Betriebsstellung der Pressprofileinsätze erreicht, wird diese
Betriebsstellung über eine durch eine Feder vorgespannte Rastkugel gesichert, die
in eine Rastmulde der Pressprofileinsätze eingreift. Ein Werkzeugsatz ist mit einer
Presszange und einer Vielzahl von Pressprofileinsätzen mit unterschiedlichen Aufnahmehälften
gebildet. Während als Stand der Technik in der genannten Druckschrift beschrieben
wird, dass die Vielzahl der Pressprofileinsätze in einem Koffer von dem Handwerker
mitgeführt werden müssen, schlägt
DE 201 00 031 U1 vor, nicht benötigte Pressprofileinsätze in die Innenseite der Handhebel der Presszange
einzuschieben und dort zwischenzulagern, bis ein Austausch der Pressprofileinsätze
für einen anderen Pressling erforderlich ist.
[0010] EP 1 231 027 A2 offenbart einen Pressenkopf für das Verbinden von Rohrleitungen, bei welchem die
im Zuge der Pressbewegung beaufschlagten Druckstücke selber die mit dem Werkstück
interagierenden Arbeitsflächen aufweisen. Allerdings schlägt die Druckschrift auch
vor, an den Druckstücken Schwalbenschwanz-Verbindungen vorzusehen, in die formschlüssig
Pressstücke einsetzbar sind, die in ihrer einzigen Betriebsstellung über einen federbelasteten
Rastkörper arretiert werden. Hierbei ist es möglich, wahlweise Arbeitsfläche einzusetzen,
mittels welchen ein axiales Verpressen eines Fittings erfolgt, sowie solche, mit welchen
ein radiales Verpressen erfolgt. Darüber hinaus ist es aus der Druckschrift bekannt,
Arbeitsflächen derart auszugestalten, dass diese in zwei um 180° gedrehten Ausrichtungen
in die Schwalbenschwanz-Führungen einsetzbar sind.
[0011] Die Druckschrift
DE 196 28 752 B4 erwähnt in der Beschreibungseinleitung zunächst Stand der Technik gemäß
DE 28 41 588 C3 und
DE 19 58 830 sowie
DE 86 04 624 U1, für den ein Paar drehbar gelagerter Pressmatrizen in Form von Profilrädern nicht
demontierbar mit einer Zange verbunden sind, wobei die Profilräder über den Umfang
verteilt Aussparungen mit unterschiedlichen Pressgeometrien besitzen. Die maximale
Anzahl der Aussparungen mit verschiedenen Größen wird durch den zulässigen Durchmesser
der Profilscheibe begrenzt. Eine Verriegelung der Profilräder erfolgt in der einzigen
Arbeitsstellung durch einen federbelasteten, außen am Umfang der Pressmatrize anliegenden
und parallel zur Matrizendrehachse verschiebbaren Riegel, wobei der Riegel an der
der jeweils in Arbeitsstellung befindlichen Pressmulde diametral gegenüberliegenden
Seite der Pressmatrize anliegt. In Weiterbildung dieses Stands der Technik schlägt
DE 196 28 752 B4 vor, dass an den Klemmbacken jeweils zwei unabhängig zueinander verdrehbare Pressmatrizen
angeordnet sind. Hierdurch soll die Anzahl der mit dem Presswerkzeug herbeiführbaren
Pressgeometrien erhöht werden.
[0012] DE 41 17 305 C2 offenbart eine Zange, bei welcher ein Unterstempel sowie ein Oberstempel drehbar
gegenüber den Pressbacken um eine parallel zur Pressachse orientierte Achse gelagert
sind.
AUFGABE DER ERFINDUNG
[0013] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen für Presslinge unterschiedlicher
Typen einsetzbaren Zangenkopf vorzuschlagen, mit welchem eine Sollkontur des verpressten
Presslings herbeiführbar oder approximierbar ist.
LÖSUNG
[0014] Die Aufgabe der Erfindung wird erfindungsgemäß mit den Merkmalen des unabhängigen
Patentanspruchs 1 gelöst. Weitere Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich entsprechend
den Merkmalen der abhängigen Patentansprüche 2 bis 18.
BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
[0015] Die vorliegende Erfindung beruht auf zwei Beobachtungen:
- Einerseits ist für den erläuterten Stand der Technik die Zahl der einer Pressgesenkhälfte
zugeordneten Aufnahmehälften begrenzt durch die Längserstreckung der Pressgesenkhälften,
welche üblicherweise der Erstreckung der Pressbacke entspricht.
- Andererseits ändern sich die Kraftübertragungsverhältnisse je nach Wahl der Aufnahme,
in der der Pressling angeordnet ist. Für den Fall, dass die Pressbacken verschwenkbar
um eine Schwenkachse angeordnet sind, ändert sich je nach gewählter Aufnahmehälfte
der Hebelarm der von der Pressbacke erzeugten Presskraft. Dies hat zur Folge, dass
für eine Wahl einer Aufnahmehälfte, deren Abstand von der Schwenkachse ein Mehrfaches
von dem Abstand einer anderen Aufnahmehälfte von der Schwenkachse beträgt, von der
Hand des Benutzers oder einem etwaigen Antrieb eine mehrfache Kraft zur Erzeugung
derselben gewünschten Presswirkung erzeugt werden muss. Andererseits können die vergrößerten
genannten Hebelarme zu unerwünschten Verformungen der Pressgesenkhälften und/oder
der Pressbacken führen, die die Präzision des Pressvorgangs beeinträchtigen. Für den
Fall des Einsatzes einer translatorisch bewegten Pressbacke gibt es einen optimalen
Ort für die Anordnung einer Aufnahmehälfte und des Presslings in der Aufnahmehälfte.
Dieser korreliert üblicherweise mit einem "Kraftmittelpunkt" für die Aufbringung der
Presskraft auf die Pressbacke. Im Idealfall liegen die in der Aufnahmehälfte erzeugten
Presskräfte und die auf die Pressbacke wirkenden Betätigungskräfte auf einer gemeinsamen
Achse, so dass die Pressbacke keinem Moment ausgesetzt ist. Eine Nutzung einer Aufnahmehälfte,
welche abseits eines "Kraftmittelpunkts" angeordnet ist, führt zu einem auf Pressbacke
und/oder Pressgesenkhälfte wirkenden Moment, welches eine unerwünschte Schrägstellung
der Pressgesenkhälfte und/oder Pressbacke und zusätzliche Beanspruchungen zur Folge
haben kann. Für eine derartige Schrägstellung kommen weiterhin die beiden Enden einer
Begrenzungskontur einer Aufnahmehälfte nicht gleichzeitig zur Anlage an die Enden
der anderen Aufnahmehälfte, so dass u. U. die Gesamtkontur der Aufnahme nicht geschlossen
ist, sondern einseitig eine Lücke verbleiben kann. In diese Lücke kann während des
Pressvorgangs Material des Presslings eintreten, was zu einem unerwünschten Pressresultat
führen kann. Andererseits ist für ein präzises Verpressen erforderlich, dass eine
exakte Ausrichtung der Konturen der beiden Aufnahmehälften gegeben ist, was durch
das zuvor erläuterte Moment und hierdurch verbundene Verformungen beeinträchtigt werden
kann.
[0016] Vor diesem Hintergrund schlägt die Erfindung vor, dass die beiden Pressgesenkhälften
relativ zu den Pressbacken nicht lediglich eine einzige Betriebsstellung besitzen.
Vielmehr ist neben einer ersten Betriebsstellung der Pressgesenkhälften relativ zu
den Pressbacken zumindest eine von der ersten Betriebsstellung abweichende zweite
Betriebsstellung möglich. In den unterschiedlichen genannten Betriebsstellungen sind
unterschiedliche Aufnahmen betreibbar. Für eine derartige erfindungsgemäße Ausgestaltung
ist es beispielsweise ermöglicht, dass die Zahl der Aufnahmehälften, die an einer
Pressgesenkhälfte vorgesehen werden können, nicht durch die Längserstreckung der Abstützfläche
der Pressgesenkhälfte an der Pressbacke begrenzt ist. Für die erfindungsgemäße Ausgestaltung
kann sich die Pressgesenkhälfte über eine Abstützfläche an der Pressbacke hinaus erstrecken,
so dass die Pressgesenkhälfte über die Pressbacken hinaus "auskragen" kann. Aufnahmehälften,
die in einem in der ersten Betriebsstellung auskragenden Teilbereich der Pressgesenkhälfte
angeordnet sind, können mangels hinreichender Abstützung in der ersten Betriebsstellung
nicht verwendet werden. Durch Überführung der Pressgesenkhälften relativ zu den Pressbacken
in die zweite Betriebsstellung können diese Aufnahmehälften aber in den Bereich der
Abstützfläche an den Pressbacken gebracht werden, so dass diese Aufnahme bei guter
Abstützung betreibbar ist.
[0017] Eine Überführung von der ersten Betriebsstellung in die zweite Betriebsstellung (und
umgekehrt) erfolgt durch eine translatorische Verschiebung. Hierbei erfolgt eine Bewegung
der Pressgesenkhälfte in einer Ebene, welche quer zu einer Pressachse während des
Pressvorgangs orientiert ist. Erfindungsgemäß sind die Pressgesenkhälften quer zur
Pressachse jeweils entlang einer Führungsachse verschieblich geführt, so dass auch
außerhalb der Betriebsstellungen und ohne Sicherung durch die Fixiereinrichtung der
Verschiebe-Freiheitsgrad vorgegeben ist, was die Handhabung und den Wechsel der Betriebsstellungen
vereinfacht.
[0018] Erfindungsgemäß wird unter einer "Aufnahme für den Pressling" beispielsweise ein
"Profil" oder "Nest" verstanden. Die Aufnahme wird mit jeweils einer Aufnahmehälfte
einer erste Pressgesenkhälfte sowie einer Aufnahmehälfte einer zweiten Pressgesenkhälfte
gebildet, wobei diese Aufnahmehälften vom Fachmann auch als "Profiloberteil" oder
"Profilunterteil" bezeichnet werden. Für den Fall, dass unsymmetrischer Aufnahmehälften
können die Aufnahmehälften auch als "Amboss" und "Stempel" ausgebildet sein.
[0019] Für den Fall, dass die erste und zweite Betriebsstellung derart gewählt werden können,
dass sich die erste und zweite Aufnahme ungefähr an derselben Position auf einer quer
zu der Pressachse orientierten Führungsachsen befinden, kann erreicht werden, dass
sich die Kraftverhältnisse an dem Zangenkopf nicht maßgeblich oder überhaupt nicht
ändern, wenn anstelle der ersten Aufnahme die zweite Aufnahme (oder umgekehrt) genutzt
wird. Beispielsweise kann diese Position auf einer durch den "Kraftmittelpunkt" verlaufenden
Achse liegen.
[0020] Es ist darauf hinzuweisen, dass die zuvor genannten Vorteile, nämlich einerseits
eine Nutzung von Pressgesenkhälften mit einer vergrößerten Zahl von Aufnahmehälften
und einer Verschiebung einer zu nutzenden Aufnahmehälfte in den Abstützbereich der
Pressbacke und andererseits die Beschränkung der Veränderung der Kraftverhältnisse
in dem Zangenkopf durch Nutzung unterschiedlicher Aufnahmen an ungefähr derselben
Position je nach den Anforderungen und der Auslegung alternativ oder kumulativ genutzt
werden können.
[0021] Für einen weiteren erfindungsgemäßen Zangenkopf werden die Pressbacken jeweils symmetrisch
zu einer Symmetrieachse mit Pressbackenkräften beaufschlagt. Die Symmetrieachse kennzeichnet
somit eine Achse, bezüglich welcher die Pressbackenkräfte zu keinem Moment führen,
auf der also der zuvor erläuterte "Kraftmittelpunkt" liegt. Erfindungsgemäß liegt
die Position, in der sich die erste Aufnahme für die erste Betriebsstellung und die
zweite Aufnahme für die zweite Betriebsstellung befindet, ungefähr auf der Symmetrieachse.
Auf diese Weise kann ein Verpressen erfolgen, ohne dass ein Moment zu einem unerwünschten
"Verkippen" der Pressbacken oder der Pressgesenkhälften führt. Beispielsweise finden
für
DE 40 23 337 C1,
DE 44 27 553 C2,
DE 198 32 884 C1,
DE 100 56 900 C1,
DE 101 32 413 C2 und
DE 101 40 270 B4 zwei Zuglaschen Einsatz, die jeweils in einem Endbereich an einem Handhebel und in
dem gegenüberliegenden Endbereich unmittelbar oder mittelbar an der feststehenden
Pressbacke angelenkt sind. Eine Winkelhalbierende oder Symmetrieachse der Zuglaschen
stellt also eine Achse dar, im Bereich welcher die Nutzung einer Aufnahmehälfte zu
einer symmetrischen Beanspruchung der Pressbacke oder Pressgesenkhälfte führt. Andererseits
ist für diese Ausführungsformen auch ein Druckbolzen, der auf die bewegliche Pressbacke
wirkt, ungefähr im Bereich der Symmetrieachse oder Winkelhalbierenden der Zuglaschen
angeordnet. Hier wird eine Aufnahmehälfte insbesondere dann zum Verpressen genutzt,
wenn diese Aufnahmehälfte im Bereich der Symmetrieachse liegt, so dass letztlich sowohl
der Druckbolzen als auch die Aufnahmehälfte der beweglichen Pressbacke als auch die
Aufnahmehälfte der feststehenden Pressbacke ungefähr auf der Winkelhalbierenden der
Zuglaschen oder der Symmetrieachse der auf die Pressbacken aufgebrachten Betätigungskräfte
liegt. Insbesondere bedeutet die erfindungsgemäße Ausgestaltung eine zentrische Anordnung
der jeweils eingesetzten Aufnahme.
[0022] Im Sinne der vorliegenden Erfindung wird unter "ungefähr an derselben Position" auch
eine gewisse Abweichung von der zuvor erläuterten "Idealposition" verstanden. Diese
Abweichung kann zunächst begrenzt sein durch die in dem Zangenkopf vorhandenen Spiele.
Für den Fall, dass eine unsymmetrische Kontur einer Aufnahmehälfte zum Einsatz kommt,
kann der geometrische Mittelpunkt dieser Kontur gegenüber der "Idealposition" derart
verlagert sein, so dass sich der "Kraftmittelpunkt" der sich tatsächlich durch die
Aufnahmehälfte erzeugten Kräfte ungefähr im Bereich der "Idealposition" befindet.
Schließlich kann der Ort der genutzten Aufnahmehälfte um ein Ausmaß von der beschriebenen
"Idealposition" abweichen, der durch die tolerierbaren erzeugten Momente infolge dieser
Abweichung vorgegeben ist, was beispielsweise von der Exaktheit der Führung der Pressbacken,
der Steifigkeit der Bauelemente des Zangenkopfes und/oder den Anforderungen an die
Präzision der zu erzielenden Presskontur abhängen kann.
[0023] Entsprechend einer Weiterbildung der Erfindung verbleibt in der ersten und zweiten
Betriebsstellung ein Verschiebe-Freiheitsgrad der Pressgesenkhälfte zu der Pressbacke,
der quer zu der Pressachse orientiert ist. Dieser Verschiebe-Freiheitsgrad kann "im
Großen" bestehen, so dass die Pressgesenkhälften mehr oder weniger leicht relativ
zu den Pressbacken verschiebbar sind. Andererseits kann der Verschiebe-Freiheitsgrad
lediglich "im Kleinen" bestehen, so dass dieser lediglich kleine Anpassungen bewerkstelligen
kann, über die beispielsweise eine Selbstzentrierung der beiden Aufnahmehälften zueinander
ermöglicht wird. Hierbei kann der Verschiebe-Freiheitsgrad "im Kleinen" durch ein
Spiel in die genannte Richtung bereitgestellt werden. Ebenfalls möglich ist die Abstützung
in Richtung des Verschiebe-Freiheitsgrads über ein Federelement, so dass die Verschiebung
entsprechend dem Verschiebe-Freiheitsgrad mit einer Beaufschlagung des Federelementes
in Richtung des Verschiebe-Freiheitsgrads verbunden sein kann.
[0024] Ebenfalls möglich ist, dass in dem erfindungsgemäßen Zangenkopf die erste und zweite
Betriebsstellung (und ggf. auch weitere mögliche Betriebsstellungen) über eine Fixiereinrichtung
gesichert sind. Damit kann der Handwerker bei Nutzung des Zangenkopfes für einen ausgewählten
Pressling gezielt die erste und zweite Betriebsstellung auswählen und sichern, in
der dann gezielt die erste Aufnahme oder zweite Aufnahme genutzt wird.
[0025] Eine derartige Fixiereinrichtung kann für eine Ausgestaltungsform in einer Befestigungseinrichtung
bestehen, beispielsweise ein mit dem Zangenkopf verschraubter Sicherungsbolzen.
[0026] Ebenfalls möglich ist der Einsatz einer Fixier- oder Justierschraube, die in Richtung
des Bewegungsfreiheitsgrads der Pressgesenkhälfte relativ zu der Pressbacke orientiert
ist, wobei mit einer Veränderung des Schraubwinkels der Fixier- oder Justierschraube
die Position der Aufnahme veränderbar ist.
[0027] Weiterhin kann der Zangenkopf mit einer Fixiereinrichtung in Form einer Rasteinrichtung
ausgebildet sein. Unter einer Rasteinrichtung wird hier insbesondere eine Einrichtung
verstanden, welche eine stabile Gleichgewichtslage in einer Betriebsstellung gewährleistet,
aus welcher die relative Lage zwischen Pressgesenkhälfte und Pressbacke nur durch
Aufbringung von Kräften oberhalb eines Kraftschwellwerts veränderbar ist. In erster
Ausgestaltung kann die Rasteinrichtung mit einem elastisch abgestützten Rastelement
ausgebildet sein, welches in den Betriebsstellungen in den Betriebsstellungen zugeordnete
Rastnuten oder Rastvertiefungen eingreift. Beispielsweise kann eine Rastkugel gemäß
DE 201 00 031 U1 Einsatz finden, welche dann aber nicht in einer einzigen Rastmulde zur Vorgabe einer
einzigen Betriebsstellung eingreift, sondern für die unterschiedlichen Betriebsstellungen
in unterschiedliche Rastmulden eingreift. Über eine Vorgabe der Geometrie des Rastelements
einerseits und der Rastvertiefung andererseits sowie über die Steifigkeit des Federelements
kann das Einrastverhalten und der Schwellwert der Kraft, über die die Pressgesenkhälfte
aus einer über die Rasteinrichtung gesicherten Betriebsstellung herausgebracht werden
kann, vorgegeben werden. Eine weitere beispielhafte Ausführungsform für eine eine
Fixiereinrichtung bildende Rasteinrichtung kann eine magnetische Sicherung in den
Betriebsstellungen sein.
[0028] Ebenfalls möglich ist, dass die Fixiereinrichtung eine Sperreinrichtung ist. Eine
über die Sperreinrichtung gesicherte Betriebsstellung kann hier nicht durch eine Aufbringung
einer Kraft auf die Pressgesenkhälfte verlassen werden, sondern die Sperreinrichtung
ist durch zusätzliche Maßnahmen zu entsperren. Beispielsweise kann es sich bei der
Sperreinrichtung um eine Art Sperrklinke handeln, die formschlüssig in eine Sperrvertiefung
eingreift und für ein Verlassen einer derart gesicherten Betriebsstellung manuell
durch Einwirken auf die Sperrklinke aus der Sperrvertiefung herausbewegt werden muss,
bevor eine Relativbewegung zwischen Pressgesenkhälfte und Pressbacke überhaupt möglich
ist. Ohne derartige zusätzliche Manipulation der Sperreinrichtung kann die durch die
Sperreinrichtung gesicherte Betriebsstellung nur durch Zerstörung der Sperreinrichtung
verlassen werden.
[0029] Für eine besonders einfache Ausgestaltung der Erfindung ist eine Führung damit gebildet,
dass zumindest eine Pressgesenkhälfte einen Fortsatz besitzt, der in einer Nut einer
Pressbacke verschieblich in Richtung der Führungsachse geführt ist. Bei der Dimensionierung
einer derartigen Führung kann ausgenutzt werden, dass entsprechend den der Erfindung
zugrunde liegenden Beobachtungen die Führung in Richtung der Pressachse verhältnismäßig
große Kräfte bereitstellen muss, während in Richtung der Führungsachse keine Kräfte
aufzunehmen sind oder nur Kräfte durch die Fixiereinrichtung aufzunehmen sind. Die
durch die Fixiereinrichtung aufgenommenen Kräfte sind aber üblicherweise um eine Größenordnung
kleiner als die in Richtung der Pressachse wirkenden Kräfte, da quer zur Pressachse
orientierte Kräfte, die in den Aufnahmehälften entstehen, üblicherweise teilweise
ausgeglichen werden durch entgegengesetzte Kräfte in anderen Teilbereichen der Kontur
der Aufnahmehälfte. Durch Führung eines Fortsatzes in einer Nut kann diesen Gegebenheiten
auf einfache Weise Rechnung getragen werden. Auch eine etwaige Rast- oder Sperreinrichtung
ist u. U. gut in eine Führung mit einer Nut oder einem Fortsatz integrierbar.
[0030] Selbstverständlich ist es ebenfalls möglich, dass die Führung mit einem Fortsatz
der Pressbacke und einer korrespondierenden Nut einer Pressgesenkhälfte gebildet ist.
[0031] Hierbei kann für einen weiteren Vorschlag der Fortsatz einen T-förmigen Querschnitt
besitzen, der Aufnahme findet in einer Nut, die einen ebenfalls T-förmigen Querschnitt
aufweist. Durch die T-förmige Gestaltung kann eine Entnahme der Pressgesenkhälfte
aus der Pressbacke in Richtung der Pressachse vermieden werden. Hierbei kann eine
Übertragung zwischen Pressgesenkhälfte und Pressbacke über eine Kontaktfläche zwischen
Fortsatz und Nut erfolgen. Besonders vorteilhaft ist allerdings, wenn die T-förmige
Gestaltung lediglich der Sicherung von Pressgesenkhälfte gegenüber Pressbacke außerhalb
des eigentlichen Pressvorgangs dient, während für den Pressvorgang eine anderweitige
verhältnismäßig große Kontaktfläche zwischen Pressgesenkhälfte und Pressbacke zur
Wirkung kommt.
[0032] Möglich ist auch der Einsatz unterschiedlicher Sätze von Pressgesenkhälften mit Aufnahme
unterschiedlicher Konturen und/oder Querschnitte. Hierbei kann der Zangenkopf mit
weiteren Bestandteilen der Presszange wie Handhebeln und den unterschiedlichen Sätzen
von Pressgesenkhälften ein Werkzeugset bilden, welches gemäß der eingangs genannten
Druckschrift
DE 201 00 031 U1 in einem Werkzeugkoffer angeordnet werden kann. Alternativ ist es entsprechend der
vorgenannten Druckschrift auch möglich, dass die unterschiedlichen Sätze von Pressgesenkhälften
Aufnahme finden mit dem Fortsatz (bzw. einer Nut) der Pressgesenkhälfte in einer Nut
(bzw. einem Fortsatz) der Handhebel auf der innen liegenden Seite der Handhebel.
[0033] Die erfindungsgemäßen Gestaltungsmerkmale können Einsatz finden in einem Zangenkopf
beliebiger Gestaltung, beispielsweise entsprechend einer beliebigen Ausführungsform
des eingangs genannten Stands der Technik. Beispielsweise kann die Erfindung auch
genutzt werden in Verbindung mit dem erläuterten O-förmigen Rahmen, wobei der O-förmige
Rahmen mit zwei beabstandeten O-förmigen Rahmenplatten gebildet sein kann und die
Pressgesenkhälften seitlich zwischen die beiden Rahmenplatten eingeschoben werden
können. Für einen besonderen Vorschlag der Erfindung weist der Zangenkopf allerdings
ein seitlich offenes Zangenmaul auf, so dass die Pressgesenkhälften seitlich in das
Zangenmaul einbringbar sind. Ein Entfernen der Pressgesenkhälften kann durch Umkehrung
der Relativbewegung zwischen Pressgesenkhälften und Pressbacken erfolgen oder die
Pressgesenkhälften werden auf der anderen, geschlossenen Seite wieder aus dem Zangenmaul
ausgeschoben.
[0034] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist der Zangenkopf in erster Näherung C-förmig
ausgebildet, wobei sich das C in einer Ebene erstreckt, die der durch die Bewegung
der Handhebel des Presswerkzeugs vorgegebenen Ebene entspricht. In diesem Fall sind
die Pressgesenkhälften quer zu einer Längsachse des Zangenkopfes oder der Presszange,
welche ungefähr der Winkelhalbierenden zwischen den Handhebeln entsprechen kann, und
in Richtung der Bewegungsebene oder parallel zu dieser in den Zangenkopf einbringbar
und gegenüber diesem in diese Richtung verschieblich.
[0035] Kommt es während des Verpressens, beispielsweise infolge einer ungenauen Fertigung
des Rohlings für den Pressling und/oder einer nicht exakten Ausrichtung der Aufnahmehälften
zueinander, zu Teilpresskräften, die quer zur Pressachse orientiert sind oder zumindest
eine derartige Komponente aufweisen, führen diese Teilpresskräfte zu einer zusätzlichen
Beanspruchung der Bauelemente des Zangenkopfes, welche zwischen die beiden Pressbacken
zwischengeschaltet sind. Für das Beispiel eines C-förmigen Zangenkopfes kann dies
bedeuten, dass die Teilpresskräfte entlang des gesamten "C" geführt werden mit entsprechenden
Beanspruchungen und Verformungen, die unerwünscht sind. Derartige zusätzliche Beanspruchungen
und/oder Verformungen können (zumindest teilweise) beseitigt werden, wenn die Pressgesenkhälften
und/oder Pressbacken zwar in Richtung der Pressachse zueinander bewegbar sind, aber
quer zu dieser Pressachse gegeneinander durch zusätzliche Maßnahmen abgestützt sind.
Damit kann eine Abstützung der zuvor erläuterten Teilpresskräfte nicht über den gesamten
Zangenkopf erfolgen, sondern unmittelbar im Bereich der Pressgesenkhälften oder Pressbacken
durch unmittelbare Abstützung aneinander.
[0036] Eine einfache Ausgestaltung dieses Gedankens besteht darin, dass die Pressgesenkhälften
in Richtung der Pressachse orientierte fluchtende Bohrungen besitzen, in denen ein
Führungsbolzen der anderen Pressgesenkhälfte oder der anderen Pressbacke angeordnet
ist. Eine derartige Verbindung zwischen einer Bohrung und einem Führungsbolzen stellt
eine besonders einfache Gewährleistung einer verschieblichen Führung in Richtung der
Pressachse, aber einer Abstützung quer zur Pressachse bereit.
[0037] Ein weiterer Vorteil einer Führung der zuvor erläuterten Art ist, dass die Pressgesenkhälften
bei einem Wechsel von einer ersten Betriebsstellung zu einer zweiten Betriebsstellung
über die Führung miteinander gekoppelt sind, so dass diese gemeinsam bewegt werden
können und eine Nachjustierung der relativen Lage der Pressgesenkhälften zueinander
nicht erforderlich ist.
[0038] Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den Patentansprüchen,
der Beschreibung und den Zeichnungen. Die in der Beschreibungseinleitung genannten
Vorteile von Merkmalen und von Kombinationen mehrerer Merkmale sind lediglich beispielhaft
und können alternativ oder kumulativ zur Wirkung kommen, ohne dass die Vorteile zwingend
von erfindungsgemäßen Ausführungsformen erzielt werden müssen. Weitere Merkmale sind
den Zeichnungen - insbesondere den dargestellten Geometrien und den relativen Abmessungen
mehrerer Bauteile zueinander sowie deren relativer Anordnung und Wirkverbindung -
zu entnehmen. Die Kombination von Merkmalen unterschiedlicher Ausführungsformen der
Erfindung oder von Merkmalen unterschiedlicher Patentansprüche ist ebenfalls abweichend
von den gewählten Rückbeziehungen der Patentansprüche möglich und wird hiermit angeregt.
Dies betrifft auch solche Merkmale, die in separaten Zeichnungen dargestellt sind
oder bei deren Beschreibung genannt werden. Diese Merkmale können auch mit Merkmalen
unterschiedlicher Patentansprüche kombiniert werden. Ebenso können in den Patentansprüchen
aufgeführte Merkmale für weitere Ausführungsformen der Erfindung entfallen.
KURZBESCHREIBUNG DER FIGUREN
[0039] Im Folgenden wird die Erfindung anhand in den Figuren dargestellter bevorzugter Ausführungsbeispiele
weiter erläutert und beschrieben.
- Fig. 1
- zeigt eine Presszange mit einem erfindungsgemäßen Zangenkopf in teilmontiertem Zustand
in einer Draufsicht in einer Öffnungsstellung.
- Fig. 2
- zeigt die Presszange gemäß Fig. 1 in einer Seitenansicht in einer Öffnungsstellung.
- Fig. 3
- zeigt die Presszange gemäß Fig. 1 und 2 in einem weiter demontierten Zustand in einer
räumlichen Darstellung in einer Öffnungsstellung.
- Fig. 4
- zeigt die Presszange gemäß Fig. 1 bis 3 in einer Draufsicht und einer Schließstellung.
- Fig. 5
- zeigt einen erfindungsgemäßen Zangenkopf in teilmontiertem Zustand in vergrößerter
räumlicher Darstellung.
- Fig. 6
- zeigt eine weitere Presszange mit einem weiteren erfindungsgemäßen Zangenkopf in einer
Draufsicht und in einer Öffnungsstellung.
- Fig. 7
- zeigt die Presszange gemäß Fig. 6 in einer Öffnungsstellung und in Draufsicht, wobei
eine Deckplatte der Presszange demontiert ist.
- Fig. 8
- zeigt die Presszange gemäß Fig. 6 und 7 in einer Draufsicht und Schließstellung in
teildemontiertem Zustand.
- Fig. 9
- zeigt eine weitere Presszange mit einem weiteren erfindungsgemäßen Zangenkopf in einer
Draufsicht und in Öffnungsstellung.
- Fig. 10
- zeigt die Presszange gemäß Fig. 9 in einem teildemontierten Zustand in einer Draufsicht
und Öffnungsstellung.
- Fig. 11
- zeigt eine beispielhafte Ausführung einer Rasteinrichtung zur Vorgabe von Betriebsstellungen
für eine Pressgesenkhälfte relativ zu einer Pressbacke.
FIGURENBESCHREIBUNG
[0040] Fig. 1 bis 4 zeigen eine Presszange 1 mit einem Zangenkopf 2 und einem Betätigungsteil 3. Das
Betätigungsteil ist mit zwei Handhebeln 4, 5 gebildet, welche in starr mit den Handhebeln
4, 5 verbundenen Anlenkbereichen 6, 7 verschwenkbar um eine vertikal zur Zeichenebene
gemäß Fig. 1 orientierte Schwenkachse 8-8 zueinander gelagert sind, wozu ein Bohrungen
der Endbereiche 6, 7 durchsetzender Gelenkbolzen 9 Einsatz findet. Im Übergangsbereich
von den Handhebeln 4, 5 zu den Anlenkbereichen 6, 7 ist jeweils ein Endbereich einer
Zuglasche 10, 11 angelenkt. Der gegenüberliegende Endbereich der Zuglaschen 10, 11
ist jeweils an einem Rahmen 12 des Zangenkopfes 2 angelenkt. Der Rahmen 12 verfügt
über einen Grundkörper 13 mit einem in erster Näherung C-förmigen Querschnitt. Der
C-förmige Querschnitt erstreckt sich in einer Ebene vertikal zur Zeichenebene gemäß
Fig. 1, nämlich einer Ebene parallel zur Zeichenebene gemäß
Fig. 2. Im Endbereich des unten liegenden Querschenkels des C sind mit dem Grundkörper 13
über Schrauben 14 zwei Tragplatten 15, 16 verschraubt, die sich parallel zueinander
erstrecken und einen Zwischenraum bilden zwischen Führungsflächen bildenden innen
liegenden Seitenflächen 17, 18 der Tragplatten 15, 16. In der in Fig. 2 dargestellten
Seitenansicht bildet der Rahmen 12 mit dem Grundkörper 13 und den Tragplatten 15,
16 in großer Näherung die Form eines Fragezeichens, wobei die Tragplatten 15, 16 im
unten liegenden Endbereich des Fragezeichens an den Zuglaschen 10, 11 angelenkt sind.
Zwischen den Seitenflächen 17, 18 ist ein Schieber 19 geführt für eine translatorische
Bewegung in Richtung einer Längsachse 20-20 der Presszange 1.
[0041] Die Anlenkbereiche 6, 7 sind gegenüber den Handhebeln 4, 5 abgewinkelt oder aufeinander
zu gekröpft. In dem den Handhebeln 4, 5 zugewandten Endbereich besitzt der Schieber
19 eine Ausbuchtung 21, im Bereich welcher der Schieber 19 von oben auf dem Gelenkbolzen
9 anliegt. In dem der Ausbuchtung 21 gegenüberliegenden Endbereich trägt der Schieber
19 eine translatorisch bewegte Pressbacke 22 oder bildet diese unmittelbar aus. Die
feststehende Pressbacke 23 wird von dem oberen Querschenkel des C des Rahmens 12 ausgebildet.
Der Schieber 19 kann mindestens eine Führungsnut 24 aufweisen, in der ein Pin 25 angeordnet
ist, der starr mit dem Rahmen 12 verbunden ist und über den die maximale Verschiebung
des Schiebers 19 in Richtung der Längsachse 20-20 vorgegeben werden kann und/oder
eine Führung des Schiebers quer zur Längsachse 20-20 erfolgen kann.
[0042] Mit einer Schließung der Handhebel aus der Stellung gemäß Fig. 1 und 3 bewegt sich
infolge der Anlenkung der Handhebel 4, 5 über die Zuglaschen 10, 11 an den Rahmen
12 der Gelenkbolzen 9 relativ zu dem Rahmen 12 entlang der Längsachse 20-20 nach oben,
wobei der Gelenkbolzen 9 Betätigungskräfte auf die Ausbuchtung 21 des Schiebers 19
aufbringt, die die Schließbewegung des Schiebers und damit eine Bewegung der Pressbacken
22, 23 aufeinander zu verursachen. Zur exakten Führung der Bewegung des Gelenkbolzens
9 kann gemäß Fig. 1 eine Führungsplatte 26 Einsatz finden.
[0043] Weiterhin kann die Presszange 1 - wie in den Figuren dargestellt - über ein Zwangsgesperre
27 in an sich bekannter Ausgestaltungsweise verfügen, über welches
- mehrere einmal erreichte Pressstufen mittels eines Sperrmechanismus gesichert werden
können und
- welches mit dem Erreichen der Schließstellung automatisch eine Öffnung ermöglicht,
wobei eine derartige Öffnung erst mit vollständigem Durchlaufen des Presshubes möglich
ist.
[0044] In dem C-förmigen Rahmen 12 ist eine in Fig. 1 nach vorne und zu beiden Seiten offene
Ausnehmung 28 gebildet, in welcher sich Pressgesenkhälften 29, 30 quer zur Längsachse
20-20 und in Fig. 1 in horizontaler Richtung erstrecken. Die Pressgesenkhälften 29,
30 besitzen einander zugewandte Pressflächen 31, 32, in welche Aufnahmehälften 33,
hier fünf Aufnahmehälften 33A, 33B, 33C, 33D, 33E, eingeformt sind. Befindet sich
die Presszange 1 in der Schließstellung und liegen die Pressflächen 31, 32 aneinander
an, so ergänzen sich Aufnahmehälften 33 der Pressgesenkhälften 29, 30 paarweise zu
Aufnahmen 50A, 50B, 50C, 50D und 50 E mit unterschiedlichen Sollkonturen für den darin
angeordneten Pressling, beispielsweise mit einem sechseckigen Querschnitt.
[0045] In
Fig. 4 befinden sich die Aufnahmehälften 33A der beiden Pressgesenkhälften 29, 30 und die
durch diese gebildete Aufnahme 50A in einer bevorzugten ersten Betriebsstellung, da
diese im Bereich des "Kraftmittelpunktes" angeordnet sind oder durch diese ungefähr
die Längsachse verläuft. Eine Nutzung einer anderen Aufnahmehälfte 33B (oder 33C -
33E) und einer durch diese gebildeten Aufnahme 50B (oder 50C - 50E) in dieser dargestellten
ersten Betriebsstellung würde zu der eingangs erläuterten unerwünschten unsymmetrischen
Belastung führen. Für die Nutzung einer anderen Aufnahmehälfte 33B (oder 33C - 33E)
und einer durch diese gebildeten Aufnahme 50B (oder 50C - 50E) sind daher die Pressgesenkhälften
29, 30 quer zur Längsachse 20-20 zu verschieben, bis sich in einer zweiten Betriebsstellung
die Aufnahmehälften 33B (oder 33C - 33E) und die Aufnahme 50B (oder 50C - 50E) im
Bereich der Längsachse 20-20 befinden.
[0046] Eine der Pressgesenkhälften 29 (oder 30) besitzt zwei parallel zur Längsachse 20-20
orientierte Bohrungen, in welchen passgenau zwei Führungsbolzen 34 geführt sind, die
von der anderen Pressgesenkhälfte 30 (oder 29) getragen sind. Ebenfalls möglich ist,
dass jede Pressgesenkhälfte 29, 30 eine Bohrung und einen Führungsbolzen 34 besitzt.
Die mit den Führungsbolzen 34 gebildete Führung der Pressgesenkhälften 29, 30 ist
derart, dass eine translatorische Relativverschiebung der Pressgesenkhälften 29, 30
entlang der Längsachse 20-20 möglich ist, aber eine Relativverschiebung derselben
quer zu der Längsachse 20-20 nicht möglich ist. Auf den den Pressflächen 31, 32 abgewandten
Seiten besitzen die Pressgesenkhälften 29, 30 jeweils einen sich über die gesamte
Länge der Pressgesenkhälften 29, 30 erstreckenden Fortsatz 51, 52, die in korrespondierenden
Führungsnuten 53, 54 der Pressbacken 22, 23 geführt sind, so dass die Pressgesenkhälften
29, 30 in Richtung der Pressachse 37 starr abgestützt sind, aber quer zur Richtung
der Pressachse 37 und horizontal in der Zeichenebene gemäß Fig. 1 verschieblich sind.
Für das in den Fig. 1 bis 5 dargestellte Ausführungsbeispiel besitzen die Fortsätze
51, 52 einen T-förmigen Querschnitt und finden Aufnahme in einer korrespondieren T-förmigen
Führungsnut 53, 54. Abweichend zu der beschriebenen Ausführungsform kann jede beliebige
andere Form einer Längsführung für die Führung zwischen Pressgesenkhälfte 29, 30 und
Pressbacke 22, 23 eingesetzt werden. Ebenfalls möglich ist, dass die Fortsätze 51,
52 nicht über die gesamte Länge verlaufen, sondern dass nur zwei oder mehr diskrete
Fortsätze vorgesehen sind, welche Aufnahme finden in den Führungsnuten 53, 54. Weiterhin
ist möglich, dass die Führungsbolzen 34 fest mit einer Pressgesenkhälfte 29, 30 verbunden
sind, aber beidseitig aus dieser herausragen, wobei das der anderen Pressgesenkhälfte
29, 30 zugewandte Bolzenende zur Führung der Pressgesenkhälften 29, 30 in einer geeigneten
Bohrung dient, während das auf der der Pressfläche 31, 32 angewandten Seite angeordnete
Bolzenende des Führungsbolzens 34 Aufnahme finden kann in einer geeigneten Führungsnut
53, 54. Fortsatz 51, 52 und Führungsnut 53, 54 können eine beliebige Querschnittsform
besitzen. Eine Abstützung der Presskräfte während des Verpressens des Presslings erfolgt
insbesondere vorrangig über die Anlage der Pressgesenkhälfte 29, 30 mit einer Anlagefläche,
die auf der der Pressfläche 31, 32 abgewandten Seite der Pressgesenkhälfte 29, 30
angeordnet ist und sich neben den Fortsätzen erstreckt. Diese Anlagefläche(n) kommt/kommen
zur Anlage an geeignete Gegenflächen der Pressbacken 22, 23. Die Führungsnuten 53,
54 geben Führungsachsen 35-35 und 36-36 vor, entlang welcher die Pressgesenkhälften
29, 30 translatorisch relativ zu den Pressbacken 22, 23 verschiebbar sind. Der Presshub
37, der mit der Verschwenkung der Handhebel 4, 5 aufeinander zu einhergeht, ist quer
zu den Führungsachsen 35-35, 36-36 orientiert. Der Presshub 37, die Führungsachsen
35-35, 36-36 und die Längserstreckung der nutartigen Aufnahmehälften 33 bilden ein
Orthogonalsystem. Die Erstreckung des C des Grundkörpers 13 ist in Richtung der Längserstreckung
der nutartigen Aufnahmehälften 33 orientiert.
[0047] Für das Ausführungsbeispiel gemäß
Fig. 5 finden vorzugsweise die Aufnahmehälften 33, welche in den Fig. 1, 3, 4 und 5 am weitesten
rechts angeordnet sind, Einsatz, da diese im Bereich der Längsachse oder Symmetrieachse
20-20 angeordnet sind. Soll eine benachbarte Aufnahmehälfte 33 für einen anderen Pressling
Einsatz finden, muss die mit den Pressgesenkhälften 29, 30 gebildete Einheit in Fig.
1, 3, 4 und 5 nach rechts verschoben werden. Das erforderliche Maß der Verschiebung
entspricht ungefähr dem Abstand der Mitten der benachbarten Aufnahmehälften 33. Es
versteht sich, dass die vorgenannte Einheit auch um 180° um die Hochachse gedreht
in den Zangenkopf 2 eingeschoben werden kann, was aber nicht zwingend erforderlich
ist, um sämtliche Aufnahmehälften 33 der Einheit zu nutzen. Möglich ist, dass ein
Endanschlag vorgesehen ist, welcher vermeidet, dass die Einheit mit den Pressgesenkhälften
29, 30 vollständig auf einer Seite aus dem Zangenkopf 2 austreten kann.
[0048] Für im Folgenden beschriebene andere beispielhafte Ausführungsformen der Erfindung
sind gleiche Bezugszeichen gewählt für Bauelemente, welche grundsätzlich hinsichtlich
Ihrer Funktion und/oder Geometrie den mit dem Bezugszeichen gekennzeichneten Bauelementen
für das Ausführungsbeispiel gemäß Figuren 1 bis 5 entsprechen. Dieses Bezugszeichen
ist zur Kennzeichnung der unterschiedlichen Ausführungsformen mit dem Buchstaben a
(Ausführungsbeispiel Fig. 6 bis 8) und b (Ausführungsbeispiel Fig. 9 bis 10) ergänzt.
[0049] Fig. 6 bis 8 zeigen eine Presszange 1a, bei der der Zangenkopf 2a mit einem in erster Näherung
O-förmigen Rahmen 12a gebildet mit zwei O-förmigen Rahmendeckplatten 38, 39.
[0050] Die obere Rahmendeckplatte 38 ist in dem teildemontierten Zustand gemäß Fig. 7 entfernt.
Hier ist zu erkennen, dass der Handhebel 5a starr mit dem Rahmen 12a verbunden ist,
während der Handhebel 4a mit einem gekröpften Anlenkbereich 6a unter Zwischenschaltung
einer Druckstange 40 verschwenkbar gegenüber dem Rahmen 12a abgestützt ist. Hierzu
ist die Druckstange 40 in einem Endbereich über einen Gelenkbolzen 41 verschwenkbar
gegenüber dem Rahmen 12a gelagert, während der andere Endbereich der Druckstange 40
über einen Gelenkbolzen 42 verschwenkbar an dem Anlenkbereich 6a angelenkt ist. In
einem über den Gelenkbolzen 42 hinausragenden Endbereich des Anlenkbereichs 6a ist
der Anlenkbereich 6a mit einem Gelenkbolzen 43 verschwenkbar gegenüber dem Schieber
19a gelagert, der entsprechend dem in Fig. 1 bis 5 dargestellten Ausführungsbeispiel
in Richtung der Längsachse 20-20 gegenüber dem Rahmen 12a geführt ist und starr mit
der zugeordneten Pressbacke 22a gekoppelt ist. Ebenfalls entsprechend dem in Fig.
1 bis 5 dargestellten Ausführungsbeispiel ist die andere Pressbacke 23a fest an dem
Rahmen 12a gehalten. Eine Verschwenkung des Handhebels 4a führt zu einer Art Kniehebelbewegung,
welche mit zunehmender Verschwenkung zur Folge hat, dass sich der Winkel der Druckstange
zu der Längsachse 20-20 verringert, während der Gelenkbolzen 43 zunehmend nach oben
verlagert wird, was mit einer Schließbewegung der Pressbacken 22a, 23a einhergeht.
In den Pressbacken 22a, 23a sind ähnlich dem in Fig. 1 bis Fig. 5 dargestellten Ausführungsbeispiel
Pressgesenkhälften 29, 30 verschieblich entlang Führungsachsen 35a-35a, 36a-36a gehalten.
Für die Presszange 1a gemäß Fig. 6 bis 8 sind die Aufnahmehälften 33A von vorne durch
eine Ausnehmung 44 der O-förmigen Rahmendeckplatte 38 zugänglich, so dass von vorne
der Pressling in den Zangenkopf eingeführt werden kann. Seitlich der Ausnehmung 44
ist allerdings der Zangenkopf 2a, abweichend zu dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig.
2 bis 5, geschlossen. In Richtung der Führungsachsen 35a-35a sowie 36a-36a ist von
dem Zangenkopf 2a eine zwischen den Rahmendeckplatten 38, 39 durchgehende Ausnehmung
gebildet, so dass die mit den Pressgesenkhälften 29a, 30a gebildete Einheit von links
nach rechts vollständig durch den Zangenkopf 2a hindurchgeführt werden kann und Aufnahmehälften
33A bis 33E unterschiedlicher Konturen und Querschnitte genutzt werden können. Andererseits
ist für die Presszange 1a die Erstreckung nach hinten gemäß der Ansicht in Fig. 6
kleiner als die Erstreckung nach hinten für die Presszange 1 gemäß Fig. 1, da der
C-förmiger Rahmen 12, welcher bügelartig "hintenrum" nach oben geführt ist, entfallen
ist.
[0051] In den
Fig. 9 und 10 ist ein drittes Ausführungsbeispiel für eine Presszange 1 b dargestellt mit im Wesentlichen
den Fig. 6 bis 8 entsprechender Ausgestaltung des Kraftübertragungsmechanismus. In
diesem Fall sind allerdings die Rahmendeckplatten 38b, 39b nicht O-förmig ausgebildet,
sondern ungefähr C-förmig, wobei allerdings - abweichend zu dem Ausführungsbeispiel
gemäß Fig. 1 bis 5 - das C in der Bewegungsebene 55 liegt, in welcher die Bewegung
der Handhebel 4b, 5b erfolgt. In diesem Fall werden die Pressgesenkhälften 29b, 30b
gegenüber den Pressbacken 22b, 23b im Bereich der beiden Querschenkel des C verschieblich
geführt.
[0052] Fig. 11 zeigt in einer Prinzipskizze eine Aufnahme einer Pressgesenkhälfte 30 in einer Führungsnut
54. In einer quer zur Führungsachse 36-36 angeordneten Bohrung ist ein Rastelement
45 angeordnet und über eine Federelement 46 in Richtung der Pressgesenkhälfte 30 beaufschlagt.
Die Pressgesenkhälfte 30 besitzt im Fall von zwei zu bildenden Aufnahmen 50 zwei Rastvertiefungen
47, 48, deren Abstand mit dem Abstand von benachbarten Aufnahmehälften 33A und 33B
der Pressgesenkhälfte 30 übereinstimmt. Die Rastvertiefungen 47, 48 sind derart positioniert,
dass für das Einrasten des Rastelements 45 in der Rastvertiefung 47 die Aufnahmehälfte
33 ungefähr im Bereich der Längsachse 20-20 angeordnet ist. Es versteht sich, dass
das Rastelement nicht zwingend mittig angeordnet sein muss, sondern vielmehr an beliebiger
Stelle der Führungsnut 36-36 angeordnet sein kann.
[0053] In den Fig. 1, 4, 6, 7, 8, 9, 10 bildet die Zeichenebene jeweils eine Bewegungsebene
55, in welcher Handhebel 4, 5, verschwenkt werden.
[0054] Für den Fall, dass eine weitere Erhöhung der Zahl der an einem Zangenkopf 2 einsetzbaren
Aufnahmehälften 33 gewünscht ist, ist es durchaus möglich, dass in den Pressbacken
22, 23 nicht nur jeweils eine Führungsnut 53, 54 für eine Pressgesenkhälfte 29, 30
vorgesehen ist. Vielmehr können mehrere, parallel zueinander angeordnete Führungsnuten
53, 54 in den Pressbacken 22, 23 vorgesehen sein. In diesem Fall kann es möglich sein,
dass eine Verschiebung der Pressgesenkhälften 29, 30 in den jeweiligen Führungsnuten
53, 54 unabhängig voneinander möglich ist. Ebenfalls möglich ist allerdings auch,
dass einer Pressbacke 22, 23 zugeordnete Pressgesenkhälften 29, 30 miteinander gekoppelt
sind. Ebenfalls möglich ist, dass einer Pressbacke 22, 23 jeweils nur eine Führungsnut
53, 54 zugeordnet ist. In dieser Führungsnut 53, 54 kann dann aber ein Pressgesenkkörper
gehalten sein, welcher mehrere Reihen von Pressgesenkhälften entsprechend den dargestellten
Pressgesenkhälften 29, 30 besitzt. Es versteht sich, dass vorgenannte Ausführungsformen
nicht auf den Einsatz von Führungsnuten 53, 54 für die Verbindung zwischen den Pressgesenkhälften
29, 30 und den Pressbacken 22, 23 beschränkt ist.
BEZUGSZEICHENLISTE
[0055]
- 1
- Presszange
- 2
- Zangenkopf
- 3
- Betätigungsteil
- 4
- Handhebel
- 5
- Handhebel
- 6
- Anlenkbereich
- 7
- Anlenkbereich
- 8
- Schwenkachse
- 9
- Gelenkbolzen
- 10
- Zuglasche
- 11
- Zuglasche
- 12
- Rahmen
- 13
- Grundkörper
- 14
- Schraube
- 15
- Tragplatte
- 16
- Tragplatte
- 17
- Seitenfläche
- 18
- Seitenfläche
- 19
- Schieber
- 20
- Längsachse
- 21
- Ausbuchtung
- 22
- bewegte Pressbacke
- 23
- feste Pressbacke
- 24
- Führungsnut
- 25
- Pin
- 26
- Führungsplatte
- 27
- Zwangsgesperre
- 28
- Ausnehmung
- 29
- Pressgesenkhälfte
- 30
- Pressgesenkhälfte
- 31
- Pressfläche
- 32
- Pressfläche
- 33
- Aufnahmehälfte
- 34
- Führungsbolzen
- 35
- Führungsachse
- 36
- Führungsachse
- 37
- Pressachse
- 38
- Rahmendeckplatte
- 39
- Rahmendeckplatte
- 40
- Druckstange
- 41
- Gelenkbolzen
- 42
- Gelenkbolzen
- 43
- Gelenkbolzen
- 44
- Ausnehmung
- 45
- Rastelement
- 46
- Federelement
- 47
- Rastvertiefungen
- 48
- Rastvertiefungen
- 49
- Rasteinrichtung
- 50
- Aufnahme
- 51
- Fortsatz
- 52
- Fortsatz
- 53
- Führungsnut
- 54
- Führungsnut
- 55
- Bewegungsebene
1. Zangenkopf (2) für ein Presswerkzeug zum Verpressen eines Presslings, beispielsweise
einer elektrischen Leitungsverbindung oder einer Rohrverbindung, eines Fittings, eines
Kabelschuhs o. ä., mit
a) zwei Pressgesenkhälften (29, 30), welche jeweils mit zwei oder mehr Aufnahmehälften
(33) zwei oder mehr Aufnahmen (50) für den Pressling bilden und zwischen denen der
in einer der Aufnahmen (50) angeordnete Pressling verpresst wird,
b) zwei Pressbacken (22, 23), die die Pressgesenkhälften (29, 20) zumindest in Pressrichtung
abstützen und die während des Verpressens des Presslings relativ zueinander aufeinander
zu bewegt werden, wobei
ca) in einer ersten Betriebsstellung der Pressgesenkhälften (29, 30) relativ zu den
Pressbacken (22, 23) eine erste Aufnahme (50A) betreibbar ist und
cb) in einer von der ersten Betriebsstellung abweichenden zweiten Betriebsstellung
der Pressgesenkhälften (29, 30) relativ zu den Pressbacken (22, 23) eine zweite Aufnahme
(50B, 50C,50D, 50E) betreibbar ist.
dadurch gekennzeichnet, dass
d) die Pressgesenkhälften (29, 30) quer zur Pressachse (37) jeweils entlang einer
Führungsachse (35, 36) verschieblich geführt sind.
2. Zangenkopf (2) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sich die erste Aufnahme (50A) und die zweite Aufnahme (50B, 50C,50D, 50E) für die
erste und zweite Betriebsstellung ungefähr an derselben Position auf einer quer zur
Pressachse (37) orientierten Führungsachse (35-35; 36-36) befinden.
3. Zangenkopf (2) nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
a) die Pressbacken (22, 23) jeweils symmetrisch zu einer Symmetrieachse (Längsachse
20-20) mit Pressbackenkräften beaufschlagt werden und
b) die Position, in der sich die erste Aufnahme (50A) für die erste Betriebsstellung
und die zweite Aufnahme (50B, 50C,50D, 50E) für die zweite Betriebsstellung befindet,
ungefähr auf der Symmetrieachse (Längsachse 20-20) liegt.
4. Zangenkopf (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass in der ersten und zweiten Betriebsstellung ein Verschiebe-Freiheitsgrad quer zu der
Pressachse (37) verbleibt.
5. Zangenkopf (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die erste und zweite Betriebsstellung über eine Fixiereinrichtung gesichert sind.
6. Zangenkopf (2) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Fixiereinrichtung eine Befestigungseinrichtung ist.
7. Zangenkopf (2) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Fixiereinrichtung eine Rasteinrichtung (49) ist.
8. Zangenkopf (2) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Fixiereinrichtung eine Sperreinrichtung ist.
9. Zangenkopf (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsachsen (35, 36) parallel zu der Bewegungsebene (55) von Handhebeln (4,
5) des Presswerkzeugs orientiert sind.
10. Zangenkopf (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine Pressgesenkhälfte (29, 30) einen Fortsatz (51, 52) besitzt, der in
einer Nut (53, 54) einer Pressbacke (22; 23) verschieblich in Richtung der Führungsachse
(35, 36) geführt ist.
11. Zangenkopf (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine Pressbacke (22; 23) einen Fortsatz besitzt, der in einer Nut einer
Pressgesenkhälfte (29; 30) verschieblich in Richtung einer Führungsachse (35; 36)
geführt ist.
12. Zangenkopf (2) nach Anspruch 10 oder 11,
dadurch gekennzeichnet, dass
a) der Fortsatz (51, 52) einen ungefähr T-förmigen Querschnitt besitzt und
b) die Nut (53, 54) einen mit dem T-förmigen Querschnitt korrespondierenden T-förmigen
Nutenquerschnitt besitzt.
13. Zangenkopf (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass unterschiedliche Sätze von Pressgesenkhälften (29, 30) mit Aufnahmen (50) mit unterschiedlichen
Konturen und/oder Querschnitte vorgesehen sind.
14. Zangenkopf (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
a) der Zangenkopf (2) ein seitlich offenes Zangenmaul aufweist und
b) die Pressgesenkhälften (29, 30) seitlich in das Zangenmaul einbringbar sind.
15. Zangenkopf (2) nach Anspruch 14,
dadurch gekennzeichnet, dass
a) der Zangenkopf (2) in erster Näherung C-förmig ausgebildet ist mit einer Erstreckungsrichtung
des C in einer Bewegungsebene (55) von Handhebeln (4, 5) des Presswerkzeugs und
b) die Pressgesenkhälften (29, 30) quer zu Längsachse (20-20) des Zangenkopfes (2)
und in Richtung der Bewegungsebene (55) oder parallel zu dieser in den Zangenkopf
(2) einbringbar sind.
16. Zangenkopf (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Pressgesenkhälften (29, 30) quer zur Pressachse (37) gegeneinander abgestützt
sind.
17. Zangenkopf (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Pressgesenkhälften (29, 30) in Richtung der Pressachse (37) orientierte fluchtende
Bohrungen besitzen, in denen ein Führungsbolzen (34) angeordnet ist.
18. Zangenkopf (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Pressbacken (22, 23) translatorisch zueinander bewegt werden.