[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Steuerung des Transports
mehrerer Gegenstände sowie eine Anordnung zum Transport mehrerer Gegenstände. Die
Gegenstände sind insbesondere verschiedene Postsendungen. Die Gegenstände durchlaufen
mindestens zweimal eine Sortieranlage. Beim ersten Durchlauf wird die jeweilige Spezifikation
des Zustellpunkts, die auf dem Gegenstand angebracht ist, gelesen. Bei mindestens
einem weiteren Durchlauf wird dieses Leseergebnis ermittelt.
[0002] In
DE 4000603 C2 wird vorgeschlagen, das Leseergebnis beim zweiten Durchlauf wie folgt zu ermitteln:
Bei jedem Durchlauf werden charakteristische Merkmale des Gegenstands gemessen. Hieraus
wird ein Muster des Gegenstands ermittelt. Beim weiteren Durchlauf wird der Gegenstand
anhand dieser Muster identifiziert. Dadurch wird dasjenige Leseergebnis, das beim
ersten Durchlauf dieses Gegenstandes gelesen wurde, ermittelt.
[0003] In
EP 1222037 Bl wird das aus
DE 4000603 C2 bekannte Verfahren weiterentwickelt. Ein Verfahren wird vorgeschlagen, wie der Suchraum
eingeschränkt wird, in dem das Muster des Gegenstands gesucht wird, um den Gegenstand
zu identifizieren.
[0004] Ein Verfahren mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 1 und eine Vorrichtung
mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 10 sind aus
US 2005/0123170 A1 bekannt. Die Gegenstände sind Sendungen, die jeweils eine Zustelladresse tragen.
Beim ersten Durchlauf einer Sendung wird ein Abbild der Oberfläche der Sendung erzeugt,
und eine Kennung der Sendung wird generiert. Diese Kennung wird in Abhängigkeit von
dem erzeugten Abbild der Sendung erzeugt. Die Sendung wird bei einem weiteren Durchlauf
dadurch wiedererkannt, dass erneut ein Abbild der Sendung erzeugt wird und die Kennung
der Sendung wieder aufgefunden wird, wofür das weitere Abbild ausgewertet wird.
[0005] Die Erfindung zieht die Möglichkeit in Betracht, dass nach dem zweiten Durchlauf
festgestellt wird, dass ein Gegenstand fehlgeleitet wurde und sich nicht auf einem
Transportweg befindet, der zum Zustellpunkt führt.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren mit den Merkmalen des Oberbegriffs
des Anspruchs 1 und eine Vorrichtung mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs
10 bereitzustellen, durch das die Steuerung des Transports überwacht und die Ursache
von Fehlern bei der Transportsteuerung gefunden werden.
[0007] Die Aufgabe wird durch Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 1 und eine Vorrichtung
mit den Merkmalen des Anspruchs 10 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den
Unteransprüchen angegeben.
[0008] Auf jedem Gegenstand ist eine Spezifikation eines Zustellpunkts, an den der Gegenstand
zu transportieren ist, aufgebracht.
[0009] Die Steuerung des Transports der Gegenstände umfasst folgende Schritte:
- Jeder Gegenstand durchläuft mindestens zweimal eine Sortieranlage.
- Bei beiden Durchläufen wird jeweils ein Abbild des Gegenstands erzeugt, das ein Abbild
der Zustellpunkt-Spezifikation umfasst.
- Beim ersten Durchlauf des Gegenstands wird die Zustellpunkt-Spezifikation gelesen.
Dieses Leseergebnis wird zwischengespeichert.
- Außerdem wird beim ersten Durchlauf des Gegenstands eine rechnerauswertbare Kennung
des Gegenstands generiert und zwischengespeichert. Diese Kennung unterscheidet den
Gegenstand von den anderen zu transportierenden Gegenständen.
- Abhängig vom Leseergebnis wird der Gegenstand über einen ersten Transportabschnitt
transportiert.
- Beim weiteren Durchlauf des Gegenstands durch eine Sortieranlage wird ein zwischengespeichertes
Leseergebnis ermittelt. Das ermittelte Leseergebnis wurde beim ersten Durchlauf eines
Gegenstands ermittelt und zwischengespeichert. Bei korrekter Transportsteuerung stammt
das Leseergebnis, das beim weiteren Durchlauf eines Gegenstands ermittelt wird, tatsächlich
vom ersten Durchlauf dieses Gegenstands. Das Verfahren berücksichtigt aber die Möglichkeit,
dass fälschlicherweise ein Leseergebnis ermittelt wurde, das von einem anderen Gegenstand
stammt.
- Nach dem weiteren Durchlauf wird der Gegenstand über einen weiteren Transportabschnitt
transportiert, und zwar abhängig vom Leseergebnis, das beim weiteren Durchlauf ermittelt
wurde.
[0010] Das Verfahren zur Überwachung dieser Transportsteuerung umfasst folgende Schritte:
- Bei beiden Durchläufen wird jeweils ein Datensatz für den Gegenstand generiert. Dieser
Datensatz umfasst das beim jeweiligen Durchlauf erzeugte Abbild des Gegenstands.
- Der beim ersten Durchlauf jedes Gegenstands generierte Datensatz für den Gegenstand
umfasst zusätzlich die generierte Kennung des Gegenstands und das Leseergebnis für
den Gegenstand.
- Der beim weiteren Durchlauf jedes Gegenstands generierte Datensatz für den Gegenstand
umfasst zusätzlich die für den Gegenstand ermittelte Kennung.
- Mindestens einmal wird für mindestens einen Gegenstand geprüft, ob jeder Transportabschnitt,
auf dem der Gegenstand
[0011] bereits transportiert wurde, auf einem Weg zu dem spezifizierten Zustellpunkt liegt
oder ob der Gegenstand fehlgeleitet wurde.
- Für den mindestens einen fehlgeleiteten Gegenstand wird eine überprüfende Abfolge
von Schritten durchgeführt.
[0012] Diese Abfolge umfasst die folgenden Schritte:
- Der tatsächlich spezifizierte Zustellpunkt des fehlgeleiteten Gegenstands wird ermittelt.
- Datensätze werden ermittelt, die bei einem ersten Durchlauf eines Gegenstands generiert
wurden und deren Leseergebnisse zum Zustellpunkt des fehlgeleiteten Gegenstands passen.
- Unter den ermittelten Datensätzen mit passendem Leseergebnis wird nach einem Datensatz
gesucht, der ein Abbild des fehlgeleiteten Gegenstands umfasst.
- Wird ein Datensatz mit einem Abbild des fehlgeleiteten Gegenstands gefunden, so wird
nach allen Datensätzen gesucht, die bei einem weiteren Durchlauf generiert wurden
und deren Gegenstands-Kennung mit der Gegenstands-Kennung des gefundenen Datensatzes
übereinstimmt.
- Falls das jeweilige Abbild mindestens eines Datensatzes aus einem weiteren Durchlauf,
der die Gegenstands-Kennung des fehlgeleiteten Gegenstands enthält, nicht von dem
fehlgeleiteten Gegenstand stammt, so wird eine Meldung generiert, dass in einem weiteren
Durchlauf eines anderen Gegenstand der Fehler aufgetreten ist, dass als Gegenstands-Kennung
des anderen Gegenstands die Gegenstands-Kennung des fehlgeleiteten Gegenstands ermittelt
wurde.
- Wird unter den ermittelten Datensätzen mit passendem Leseergebnis kein Datensatz mit
einem Abbild des fehlgeleiteten Gegenstands gefunden, so wird eine Meldung generiert,
dass die Zustellpunkt-Spezifikation des fehlgeleiteten Gegenstands falsch gelesen
wurde.
[0013] Die Erfindung überwacht die Steuerung des Transports der Gegenstände. Sie liefert
ein Verfahren, um die Ursache dafür zu finden, dass ein Gegenstand fehlgeleitet und
daher auf einem falschen Transportabschnitt, der nicht zum Zustellpunkt führt, transportiert
wurde.
[0014] Drei Gruppen von Ursachen kommen in Betracht:
- Lesefehler: Die Sortieranlage erkennt beim ersten Durchlauf eines Gegenstands die
Zustellinformation fehlerhaft. Das Leseergebnis passt also nicht zu dem Zustellpunkt,
der tatsächlich auf dem Gegenstand spezifiziert ist.
- Identifizierungs-Fehler: Bei einem weiteren Durchlauf wurde die zwischengespeicherte
Zustellinformation nicht korrekt ermittelt.
- Transportfehler: Eine Sortieranlage hat während eines weiteren Durchlaufs beim Transport
oder beim Ausschleusen einen mechanischen Fehler gemacht. Oder der Gegenstand wurde
auf einem anderen Weg als von der Sortieranlage vorgegeben transportiert.
[0015] Die Erfindung liefert also ein Verfahren zur Qualitätsmessung für die Steuerung des
Transports von Gegenständen durch mindestens eine Sortieranlage.
[0016] Die Erfindung spart die Notwendigkeit ein, einen Gegenstand während seines Transports
zu überwachen und zu protokollieren, auf welchen Transportabschnitten er transportiert
wird. Dies würde eine zusätzliche Messeinrichtung erfordern.
[0017] Im Folgenden wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels beschrieben. Hierbei
veranschaulichen
- Figur 1
- den Transport von Sendungen und die Steuerung dieses Transports;
- Figur 2
- das im Ausführungsbeispiel durchgeführte Verfahren anhand eines Flussdiagramms.
[0018] Im Ausführungsbeispiel sind die zu transportierenden Gegenstände Postsendungen, z.
B. Briefe und/oder Pakete. Die Erfindung lässt sich genauso gut auch für andere zu
transportierende Gegenstände anwenden, z. B. Gepäck von Reisenden oder Container für
den See- oder Landtransport.
[0019] Eine Postsendung, insbesondere ein Brief, durchläuft im Ausführungsbeispiel auf ihrem
Weg vom Einlieferungsort zum vorgegebenen Zustellpunkt mindestens zweimal eine Sortieranlage.
Eine Spezifikation des Zustellpunkts, z. B. die Angabe einer Zustelladresse, ist auf
der Sendung vermerkt. Die Sendung wird an einem Einlieferungsort eingeliefert und
ist zu diesem Zustellpunkt zu transportieren.
[0020] Im Beispiel von Figur 1 sind vier Sendungen Se-1.1, Se-1.2, Se-1.3 und Se-2.1 gezeigt.
Diese vier Sendungen sind an die Zustellpunkte ZP-1.1, ZP-1.2, ZP-1.3 und ZP-2.1 zu
transportieren. Die Zustellpunkte ZP-1.1, ZP-1.2 und ZP-1.3 gehören zum Zustellbereich
ZB-1, der Zustellpunkt ZP-2.1 zum Zustellbereich ZB-2. Dicke Pfeile stehen in Figur
1 für Materialflüsse, dünne Pfeile für Datenflüsse.
[0021] Beim ersten Durchlauf versucht die Sortieranlage, den spezifizierten Zustellpunkt
auf der Sendung zu erkennen. Gelingt dies nicht, so wird wenigstens der Zustellbereich,
in dem der Zustellpunkt liegt, erkannt. Der Zustellpunkt ist insbesondere eine bestimmte
Zustelladresse, der Zustellbereich eine bestimmte Postleitzahl oder ein "postal code".
Gelingt es der Sortieranlage nicht, automatisch per "optical character recognition"
(OCR) einen Zustellbereich zu finden, so schließt sich ein manuelles Videocodieren
an. Durch das manuelle Videocodieren wird in der Regel nur ein Zustellbereich gefunden.
[0022] Im Beispiel von Figur 1 durchlaufen die vier Sendungen nach ihrer Einlieferung zunächst
die Sortieranlage Anl-0. Diese Sortieranlage Anl-0 umfasst eine Leseeinrichtung LE,
welche die Zielpunkte auf den vier Sendungen liest. Die Sortieranlage Anl-0 erzeugt
Datensätze und schreibt diese in einen zentralen Datenspeicher DS.
[0023] Anschließend wird die Sendung über einen ersten Transportabschnitt, der vom Ergebnis
des Leseergebnisses abhängt, transportiert.
[0024] Im Beispiel von Figur 1 werden die beiden Sendungen Se-1.1 und Se-1.2 zunächst über
den Transportabschnitt TA-1 transportiert, der zum Zustellbereich ZB-1 führt. Die
Sendungen Se-1.3 und Se-2.1 werden zunächst über den Transportabschnitt TA-2 transportiert,
der zum Zustellbereich ZB-2 führt. Die Sendung Se-1.3 wird also über einen falschen
Transportabschnitt transportiert, also über einen Transportabschnitt, der zum Zustellbereich
ZB-2 anstelle zum richtigen Zustellbereich ZB-1 führt.
[0025] Danach durchläuft die Sendung mindestens einmal erneut eine Sortieranlage. Diese
Sortieranlage kann dieselbe oder auch eine andere Sortieranlage wie beim ersten Durchlauf
sein, je nachdem wo sich der Einlieferungsort und der Zustellpunkt befinden.
[0026] Im Beispiel von Figur 1 durchlaufen die beiden Sendungen Se-1.1 und Se-1.2 die Sortieranlage
Anl-1, die beiden Sendungen Se-1.3 und Se-2.1 die Sortieranlage Anl-2. Die Sortieranlage
Anl-1 und Anl-2 haben Lesezugriff auf den zentralen Datenspeicher DS. Nach dem Durchlauf
durch Anl-1 werden die beiden Sendungen Se-1.1 und Se-1.2 über den weiteren Transportabschnitt
TA-3 zum Zustellbereich ZB-1 transportiert. Die beiden Sendungen Se-1.3 und Se-2.1
werden nach dem Durchlauf durch Anl-1 über den weiteren Transportabschnitt TA-4 zum
Zustellbereich ZB-2 transportiert.
[0027] Damit die Sortieranlage bei einem weiteren Durchlauf nicht erneut den Zustellpunkt
einer Sendung zu erkennen braucht, wird die Zustellinformation (Zustellpunkt oder
Zustellbereich), die beim ersten Durchlauf erkannt wurde, codiert und in codierter
Form ("Verteilcode") zwischengespeichert. Bei jedem weiteren Durchlauf wird die codierte
und zwischengespeicherte Zustellinformation automatisch wieder ermittelt. Die Sendung
wird abhängig von der Zustellinformation, die beim weiteren Durchlauf ermittelt wurde,
über einen weiteren Transportabschnitt transportiert.
[0028] Heutzutage wird die erkannte Zustellinformation oft dadurch codiert und zwischengespeichert,
dass die Sortieranlage beim ersten Durchlauf ein Strichmuster ("bar code") auf die
Sendung aufdruckt oder auf eine andere Weise auf der Oberfläche der Sendung anbringt.
Bei jedem weiteren Durchlauf liest die jeweilige Sortieranlage dieses Strichmuster
und bestimmt den weiteren Transportabschnitt.abhängig vom gelesenen Strichmuster.
Nach dem weiteren Durchlauf wird die Sendung über diesen weiteren Transportabschnitt
transportiert.
[0029] Mit dem Schlagwort "Fingerprint" wird ein Verfahren bezeichnet, welches das Aufdrucken
eines Strichmusters auf eine Sendung vermeidet oder auch ergänzt. Beim ersten Durchlauf
scannt die Sortieranlage die Oberfläche der Sendung, wertet das so gewonnene Abbild
aus und generiert einen Merkmalsvektor. Dieser Merkmalsvektor beschreibt Eigenschaften
der Oberfläche, z. B. eine Verteilung von Farbwerten und Grauwerten. Eine eindeutige
Kennung der Sendung wird automatisch generiert.
[0030] Im Ausführungsbeispiel wird "Fingerprint" angewendet. Das Verfahren lässt sich in
entsprechender Weise auch in Verbindung mit aufgedruckten Strichmustern verwenden.
[0031] Für jede Sendung wird beim ersten Durchlauf jeweils ein erster Datensatz automatisch
generiert und im zentralen Datenspeicher DS abgespeichert. Dieser erste Datensatz
umfasst
- die generierte Kennung (ID) der Sendung,
- die Codierung der erkannten Zustellinformation,
- eine Codierung des Merkmalsvektors (nur bei "Fingerprint") und
- den Zeitpunkt, an dem der Datensatz generiert wurde.
[0032] Bei jedem weiteren Durchlauf wird wiederum die Oberfläche der Sendung gescannt, und
jeweils ein weiterer Merkmalsvektor wird generiert.
[0033] Während des weiteren Durchlaufs sollen die früher erkannten Zustellinformationen
der Sendung ermittelt werden, ohne erneut eine Erkennung per OCR durchführen zu müssen.
[0034] Bei Anwendung von Fingerprint wird der weitere Merkmalsvektor mit Merkmalsvektoren
von früher erzeugten Datensätzen verglichen. Im Ausführungsbeispiel wurde jeder dieser
früheren Datensätze generiert, als oder nachdem eine Sendung zum ersten Mal eine Sortieranlage
durchlief. Im Folgenden werden Datensätze, die beim ersten Durchlauf einer Sendung
generiert wurden, als erste Datensätze bezeichnet. Jeder dieser ersten Datensätze
enthält wie gerade dargelegt die Kennung der Sendung, die codierten Zustellinformationen
und den codierten Merkmalsvektor sowie den Zeitpunkt der Generierung.
[0035] Um den Suchraum einzuschränken, werden zum Vergleich nur ausgewählte erste Datensätze
herangezogen. Diese ersten Datensätze sind im zentralen Datenspeicher DS abgespeichert,
auf den alle Sortieranlagen Lesezugriff haben. Unter den ausgewählten Datensätzen
wird nach demjenigen Merkmalsvektor gesucht, der dem weiteren Merkmalsvektor am ähnlichsten
ist. Automatisch wird die Schlussfolgerung gezogen, dass der dergestalt gefundene
Datensatz dieses ähnlichsten Merkmalsvektors von derselben Sendung stammt wie der
Datensatz von der aktuell zu untersuchenden Sendung. Die codierten Zustellinformationen
dieses Datensatzes werden als der gesuchte Zustellpunkt verwendet und legen den weiteren
Transportabschnitt fest, über den die Sendung nach diesem weiteren Durchlauf transportiert
wird.
[0036] Während des Transports einer Sendung und frühestens nach dem zweiten Durchlauf wird
mindestens einmal überprüft, ob die Sendung bislang auf korrekten Transportabschnitten
transportiert wurde. "Korrekt" heißt: auf Transportabschnitten, die auf einem Transportweg
vom Einlieferungsort zum Zustellpunkt der Sendung liegen. Insbesondere überprüft ein
Zusteller, der eine Menge von Sendungen zu ihren jeweiligen Zustellpunkten zu transportieren
hat, ob er bei seinem Zustellgang oder seiner Zustellfahrt jeden dieser Zustellpunkte
erreicht oder ob eine Sendung an einen Zustellpunkt außerhalb des Zustellgangs zu
transportieren ist und daher fälschlicherweise dem Zusteller zur Zustellung gegeben
wurde. Dies überprüft der Zusteller z. B. dann, wenn er die Sendungen für seinen nächsten
Zustellgang / Zustellfahrt zusammenstellt, oder auch erst beim Austragen oder Ausfahren.
Hierfür liest der Zusteller den jeweiligen Zustellpunkt auf jeder Sendung der Menge.
Falls der Zustellpunkt einer Sendung nicht auf seinem Zustellgang /seiner Zustellfahrt
liegt, so ist beim bisherigen Transport der Sendung ein Fehler aufgetreten. Die fehlgeleitete
und daher falsch transportierte Sendung liegt vor und wird für das Verfahren verwendet.
[0037] Das Ausführungsbeispiel der Erfindung liefert ein Verfahren, um die Ursache dafür
zu finden, dass eine Sendung fehlgeleitet und daher auf einem falschen Transportabschnitt,
der nicht zum Zustellpunkt führt, transportiert wurde.
[0038] Drei Gruppen von Ursachen kommen in Betracht:
- Lesefehler: Die Sortieranlage erkennt beim ersten Durchlauf einer Sendung die Zustellinformation
fehlerhaft. Das Leseergebnis passt also nicht zu dem Zustellpunkt, der tatsächlich
auf der Sendung spezifiziert ist.
- Identifizierungs-Fehler: Bei einem weiteren Durchlauf wurde die zwischengespeicherte
Zustellinformation nicht korrekt ermittelt. Im Falle von aufgedruckten Strichmustern
wurde das Strichmuster falsch aufgedruckt oder falsch gelesen. Im Falle von Fingerprint
wurde als ähnlichster Merkmalsvektor ein falscher Merkmalsvektor identifiziert, also
der Merkmalsvektor von einer anderen Sendung.
- Transportfehler: Eine Sortieranlage hat während eines weiteren Durchlaufs beim Transport
oder beim Ausschleusen einen mechanischen Fehler gemacht. Oder die Sendung wurde auf
einem anderen Weg als von der Sortieranlage vorgegeben transportiert.
[0039] Die Erfindung liefert also ein Verfahren zur Qualitätsmessung für die Steuerung des
Transports von Sendungen durch mindestens eine Sortieranlage.
[0040] Erfindungsgemäß wird auch bei jedem weiteren Durchlauf der Sendung durch eine Sortieranlage
jeweils ein Datensatz angelegt. Zur Unterscheidung wird derjenige Datensatz, der beim
ersten Durchlauf einer Sendung angelegt wird, erster Datensatz genannt. Es gibt also
erste Datensätze und weitere Datensätze.
[0041] Dieser weitere Datensatz für die Sendung, der bei dem weiteren Durchlauf generiert
wird, umfasst zunächst
- eine Codierung des weiteren Merkmalsvektors und
- den Zeitpunkt, an dem der weitere Datensatz generiert wurde.
[0042] Nachdem beim weiteren Durchlauf das Strichmuster gelesen bzw. der ähnlichste Merkmalsvektor
unter den Merkmalsvektoren der ersten Datensätze ermittelt wurde, liegt eine beim
ersten Durchlauf zwischengespeicherte und codierte Zustellinformation für die Sendung
vor. Der weitere Datensatz wird um folgende Daten des ersten Datensatzes ergänzt:
- um die Codierung der ermittelten Zustellinformation und
- um die ermittelte Kennung der Sendung.
[0043] Der weitere Datensatz kann eine Kopie der ermittelten Zustellinformation und der
Kennung enthalten oder auch einen Verweis auf den ersten Datensatz, von dem diese
Informationen stammen.
[0044] Wie oben dargelegt, enthält jeder Datensatz einen Zeitstempel, nämlich eine Information
über den Zeitpunkt, zu dem der Datensatz generiert wurde. In einer Ausführungsform
wird dieser Zeitstempel verwendet, um festzustellen, ob ein Datensatz ein erster Datensatz
ist oder nicht. Fall zu einem Datensatz x ein weiterer, älterer Datensatz mit derselben
Sendungs-Kennung gefunden wird, so ist der Datensatz x kein erster, sondern ein weiterer
Datensatz.
[0045] In einer anderen Ausführungsform enthält jeder Datensatz zusätzlich eine Kennung,
ob dieser Datensatz ein erster oder ein weiterer Datensatz ist. Diese Kennzeichnung
ist z. B. ein einziges Bit. "1"'bedeutet: erster Datensatz. "0" bedeutet: weiterer
Datensatz.
[0046] Bei jedem Durchlauf der Sendung wird diejenige Oberfläche der Sendung gescannt, auf
der eine Spezifikation des Zustellpunkts angebracht ist. Dadurch wird jeweils ein
rechnerverfügbares Abbild der Sendungsoberfläche erzeugt. Bei jedem Durchlauf wird
erneut ein solches Abbild erzeugt. Jeder Datensatz, der bei einem Durchlauf der Sendung
generiert wird, wird um dasjenige Abbild der Sendungsoberfläche ergänzt, das bei diesem
Durchlauf erzeugt wurde. Jeder Datensatz umfasst also zusätzlich ein Abbild der Oberfläche.
[0047] Figur 2 veranschaulicht das im Ausführungsbeispiel durchgeführte Verfahren anhand
eines Flussdiagramms.
[0048] Die fehlgeleitete Sendung - oder ein Abbild der Oberfläche der Sendung mit der Spezifikation
des Zustellpunkts - liegt vor (Ergebnis E0 von Figur 2). Im Beispiel von Figur 1 ist
Se-1.3 eine fehlgeleitete Sendung. Beim Eintreffen im Zustellbereich ZB-2 wird festgestellt,
dass Se-1.3 in Wirklichkeit in den Zustellbereich 1 zu transportieren ist.
[0049] Um die Ursache zu finden, wird der tatsächliche Zustellpunkt der fehlgeleiteten Sendung
identifiziert (Schritt S1) und liegt danach vor (Ergebnis E1). Dieser Zustellpunkt
wird codiert (Schritt S2). Beispielsweise liest ein Mensch den Zustellpunkt und gibt
diesen in einen Rechner ein. Der Rechner erzeugt die Codierung des Zustellpunkts.
Möglich ist auch, dass die Oberfläche der fehlgeleiteten Sendung erneut abgescannt
wird, der Zustellpunkt automatisch erkannt wird und ein Mensch das Leseergebnis überprüft
und bei Bedarf korrigiert. Die Codierung des Zustellpunkts der fehlgeleiteten Sendung
liegt in rechnerverfügbarer Form vor (Ergebnis E2).
[0050] Automatisch werden alle Datensätze vorausgewählt, die folgende Eigenschaften haben
(Schritt S3):
- Die codierten Zustellpunkte der Datensätze sind gleich dem codierten Zustellpunkt
der fehlgeleiteten Sendung.
- Die Datensätze sind erste Datensätze, wurden also bei einem ersten Durchlauf einer
Sendung generiert.
[0051] Vorzugsweise wird zunächst eine Menge von ersten Datensätzen nach einem Kriterium
vorausgewählt. Beispielsweise werden alle ersten Datensätze vorausgewählt, die von
bestimmten Sortieranlagen in einem bestimmten Zeitraum generiert wurden. Diese Sortieranlagen
sind z. B. diejenigen, die Sendungen vom Einlieferungsort der fehlgeleiteten Sendung
zunächst bearbeiten. Diese ersten Datensätze wurden bei einem ersten Durchlauf generiert.
Bei diesem ersten Durchlauf hat die Sortieranlage den Zustellpunkt der Sendung erkannt
und in codierter Form abgespeichert. Möglich ist, dass die Sortieranlage den Zustellpunkt
unvollständig oder gar falsch erkannt hat.
[0052] Der vorgegebene Zeitraum beginnt beispielsweise fünf Tage vor dem Zeitpunkt, an dem
das Verfahren durchgeführt wurde, und endet zwei Tage vor diesem Zeitpunkt. Der Beginn
und das Ende dieses vorgegebenen Zeitraums hängen ab von üblichen Transport-Laufzeiten
von Sendungen sowie vom Zeitpunkt, an dem entdeckt wurde, dass die Sendung fehlgeleitet
wurde.
[0053] Unter den vorausgewählten ersten Datensätzen wird jeder Datensatz ermittelt, dessen
codierter Zustellpunkt gleich dem codierten Zustellpunkt der fehlgeleiteten Sendung
ist. Der Schritt S3 liefert als Ergebnis eine Menge von Datensätzen (Ergebnis E3).
[0054] Die Oberfläche der fehlgeleiteten Sendung wird mit denjenigen Sendungsoberflächen-Abbildern
verglichen, die zu den ausgewählten ersten Datensätzen gehören (Schritt S4). Geprüft
wird, ob eines dieser Abbilder von der fehlgeleiteten Sendung stammt. Ermittelt werden
alle ersten Datensätze, die von der fehlgeleiteten Sendung stammen.
[0055] Vorzugsweise werden hierfür die Abbilder gruppiert. Zur Gruppierung wird ein Merkmal,
das jedes Sendungsoberflächen-Abbild aufweist und das sich automatisch ermitteln lässt,
verwendet. Der Merkmalsraum (Wertebereich des Merkmals) wird in Klassen unterteilt.
Alle Sendungsoberflächen-Abbilder, deren Merkmalswerte in dieselbe Klasse fallen,
werden derselben Gruppe zugeordnet. Das Merkmal ist beispielsweise eine Abmessung
der Sendung oder eine Verteilung von Grautönen.
[0056] Die fehlgeleitete Sendung wird mit Klassen von Abbildern verglichen. Beispielsweise
wird zunächst eine Klasse von Abbildern ausgewählt, die der fehlgeleiteten Sendung
ähnlich sind. Die Suche wird unter den Abbildern dieser Klasse fortgesetzt.
[0057] Das Verfahren wird auf zwei unterschiedliche Weiten fortgesetzt, je nachdem, ob unter
den Abbildern der ausgewählten ersten Datensätze mindestens ein Abbild gefunden wurde,
das von der fehlgeleiteten Sendung stammt, oder nicht (Verzweigung A1). Als erstes
wird der Fall beschrieben, dass das Abbild der fehlgeleiteten Sendung gefunden wurde
(Fortsetzung "ja" von A1). Möglich ist, dass mehrere ausgewählte Datensätze jeweils
ein Abbild der fehlgeleiteten Sendung enthalten.
[0058] Im ersten Fall wird ein Lesefehler ausgeschlossen (Resultat R1). Derjenige erste
Datensatz, der das Abbild der fehlgeleiteten Sendung umfasst, enthält nämlich die
Codierung des richtigen Zustellpunkts der fehlgeleiteten Sendung. Die codierte Zustellpunkt-Spezifikation
der fehlgeleiteten Sendung stimmt überein mit diesem codierten Zustellpunkt des gefundenen
ersten Datensatzes.
[0059] Wie oben erwähnt, umfasst jeder Datensatz eine automatisch generierte Kennung einer
Sendung. Diese Kennung wird beim ersten Durchlauf einer Sendung generiert. Jeder Datensatz,
der bei einem weiteren Durchlauf der Sendung generiert wurde, wird im Ausführungsbeispiel
um diese Kennung ergänzt, nachdem die Sendung identifiziert wurde. Jede Kennung stammt
also vom ersten Durchlauf.
[0060] Für jeden ersten Datensatz mit dem Abbild der fehlgeleiteten Sendung wird die Schleife
Schl-1 durchgeführt. Jeder erste Datensatz, der das Abbild der fehlgeleiteten Sendung
enthält, umfasst außerdem die Kennung der fehlgeleiteten Sendung. Automatisch wird
unter den vorausgewählten Datensätzen nach allen weiteren Datensätzen gesucht, die
dieselbe Sendungs-Kennung wie der erste Datensatz der fehlgeleiteten Sendung umfassen
(Schritt S8). Diese Datensätze wurden bei weiteren Durchläufen der fehlgeleiteten
Sendung generiert - es sei denn, ein Identifizierungsfehler ist aufgetreten. Möglich
ist nämlich auch, dass mindestens einer dieser Datensätze in Wirklichkeit beim Durchlauf
einer anderen Sendung generiert wurde und fälschlicherweise der fehlgeleiteten Sendung
zugeordnet wurde. Schritt S8 liefert also alle weiteren Datensätze mit der Kennung
der fehlgeleiteten Sendung (Ergebnis E8).
[0061] Überprüft wird, ob im weiteren Durchlauf ein Identifizierungsfehler aufgetreten ist
oder nicht. Um dies zu überprüfen, werden alle weiteren Datensätze, die die Kennung
der fehlgeleiteten Sendung enthalten, mit der fehlgeleiteten Sendung verglichen (Schritt
S9). Hierbei werden die Abbilder dieser weiteren Datensätze mit der Oberfläche der
fehlgeleiteten Sendung verglichen.
[0062] Geprüft wird, ob die Abbilder aller dieser in Schritt S8 gefundenen weiteren Datensätze
tatsächlich von der fehlgeleiteten Sendung stammen (Verzweigung A3). Ist dies der
Fall, so steht fest, dass kein Identifizierungsfehler aufgetreten ist (Fortsetzung
"ja" von A3). Somit bleibt nur das Resultat, dass ein Transportfehler vorliegt (Resultat
R5), dass also die Sortieranlagen korrekt gearbeitet haben. Eine Meldung "Kein Identifizierungsfehler
aufgetreten" wird erzeugt.
[0063] Falls hingegen ein weiterer Datensatz zwar die Kennung der fehlgeleiteten Sendung
enthält, jedoch das Abbild des Datensatzes nicht von der fehlgeleiteten Sendung stammt,
so liegt ein Identifizierungsfehler vor (Resultat R4). Im Falle eines Fingerprint-Verfahrens
wurde der Merkmalsvektor, der beim ersten Durchlauf der fehlgeleiteten Sendung erzeugt
wurde, bei einem weiteren Durchlauf fälschlicherweise mit einem Merkmalsvektor eines
Abbilds einer anderen Sendung identifiziert. Im Falle eines Strichcodes wurde ein
falscher Strichcode aufgedruckt, oder der korrekt aufgedruckte Strichcode wurde falsch
gelesen. In beiden Fällen wurde beim weiteren Durchlauf einer anderen Sendung diese
andere Sendung fälschlicherweise mit der fehlgeleiteten Sendung identifiziert.
[0064] Möglich ist auch, dass sich unter den vorausgewählten weiteren Datensätzen kein einziger
Datensatz befindet, der die Kennung der fehlgeleiteten Sendung umfasst. Dies ist insbesondere
dann der Fall, wenn die fehlgeleitete Sendung beim ersten weiteren Durchlauf nicht
identifiziert werden konnte, wenn also beim ersten weiteren Durchlauf kein Datensatz
gefunden wurde, der von der fehlgeleiteten Sendung stammt.
[0065] In diesem Fall wurde bei einem weiteren Durchlauf der fehlgeleiteten Sendung erneut
die Zustellpunkt-Information gelesen. Unter den ersten Datensätzen, die denselben
codierten Zustellpunkt wie die fehlgeleitete Sendung aufweisen, wird nach einem ersten
Datensatz gesucht, der von der fehlgeleiteten Sendung stammt und der bei diesem weiteren
Durchlauf der fehlgeleiteten Sendung generiert wurde.
[0066] Im Folgenden wird der Fall beschrieben, dass unter denjenigen ersten Datensätzen,
deren codierter Zustellpunkt mit dem codierten Zustellpunkt der fehlgeleiteten Sendung
übereinstimmt, keiner gefunden wird, dessen Abbild von der fehlgeleiteten Sendung
stammt (Fortsetzung "nein" von A1). In diesem Fall steht fest, dass der Zustellpunkt
der fehlgeleiteten Sendung nicht vollständig und korrekt gelesen wurde (Resultat R6).
[0067] Berücksichtigt wird, dass nicht von jeder Sendung der genaue Zustellpunkt gelesen
wird. Falls die Sortieranlage beim ersten Durchlauf nicht automatisch den genauen
Zustellpunkt erkennt, so versucht sie, wenigstens den Zustellbereich zu erkennen,
z. B. eine Postleitzahl. Zunächst wird beim ersten Durchlauf versucht, den Zustellbereich
automatisch zu erkennen. Gelingt dies ebenfalls nicht, so wird ein Abbild der Sendung
einem Videocodierplatz zugeleitet. Dort erkennt ein Mensch den Zustellbereich und
gibt sein Ergebnis über ein Eingabegerät ein. Der erste Datensatz, der für diese Sendung
generiert wird, enthält daher lediglich eine Codierung des Zustellbereichs und nicht
eine des Zustellpunkts.
[0068] In diesem Beispiel werden zwei Lesetiefen unterschieden, nämlich Zustellpunkt und
Zustellbereich. Möglich ist auch, dass mehr als zwei verschiedene Lesetiefen unterschiedene
werden, nämlich z. B. Zustellpunkt, Zustellbereich und Zustellregion. Beispielsweise
bildet eine Stadt eine Zustellregion, die Postleitzahlen einer Stadt verschiedene
Zustellbezirke der Zustellregion und die Zustelladressen einer Postleitzahl verschiedene
Zustellpunkte. Oder der Zustellbereich besteht aus allen Zustellpunkten, die von einem
bestimmten Briefträger bedient werden.
[0069] Daher wird dann, wenn unter den vorausgewählten ersten Datensätzen kein Datensatz,
der den codierten Zustellpunkt der fehlgeleiteten Sendung aufweist, von der fehlgeleiteten
Sendung selber stammt, eine gröbere Suche durchgeführt (Schritt S6).
[0070] Der Zustellbereich der fehlgeleiteten Sendung wird ermittelt, eingegeben und codiert
(Schritt S5, liefert Ergebnis E5). Alle diejenigen ersten Datensätze werden ausgewählt,
deren codierter Zustellbereich gleich dem codierten Zustellbereich der fehlgeleiteten
Sendung ist (Schritt S6). Dies sind die Datensätze aller Sendungen an denselben Zustellpunkt
oder an einen anderen Zustellpunkts des Zustellbereichs der fehlgeleiteten Sendung.
Ermittelt werden alle ersten Datensätze von Sendungen an denselben Zustellbereich
(Ergebnis E6).
[0071] Unter den ersten Datensätzen desselben Zustellbereichs wird nach einem Datensatz
gesucht, der ein Abbild der fehlgeleiteten Sendung enthält (Schritt S7). Geprüft wird,
ob in Schritt S7 ein solcher Datensatz gefunden wurde (Verzweigung A2). Falls ein
solcher gefunden wird (Fortsetzung "ja" von A2), so steht fest, dass das automatische
Erkennen beim ersten Durchlauf den Zustellpunkt der fehlgeleiteten Sendung zwar nur
unvollständig erkannt hat (nur den Zustellbereich und nicht den genauen Zustellpunkt),
dieses gröbere Leseergebnis aber richtig war (Resultat R3).
[0072] Falls auch bei der gröberen Suche kein passender Datensatz gefunden wird, so wird
nach ersten Datensätzen an dieselbe Zustellregion gesucht - vorausgesetzt dass drei
verschiedene Lesetiefen unterschieden werden. Wird bei keiner Suche ein Datensatz
gefunden, der von der fehlgeleiteten Sendung stammt, so steht, fest, dass beim automatischen
Lesen der fehlgeleiteten Sendung ein Fehler aufgetreten ist, d. h. dass ein Lesefehler
aufgetreten ist (Resultat R2).
[0073] Falls bei der gröberen Suche ein passender Datensatz gefunden wird, so wird das Verfahren
auf die gleiche Weise fortgesetzt, als wenn der passende Datensatz unter denjenigen
ersten Datensätzen, die den selben Zustellpunkt wie die fehlgeleitete Sendung aufweist,
gefunden worden wäre. Wiederum wird also nach allen weiteren Datensätzen gesucht,
die dieselbe Sendungs-Kennung wie der erste Datensatz der fehlgeleiteten Sendung aufweisen.
[0074] Geprüft wird, ob alle diese weiteren Datensätze von der fehlgeleiteten Sendung stammen
(Verzweigung A3). Stammt bei einem Abarbeiten der Schleife Schl-1 ein Datensatz nicht
von der fehlgeleiteten Sendung (Fortsetzung "nein" von A3), so liegt ein Identifizierungsfehler
vor (Resultat R4). Stammen bei jedem Abarbeiten der Schleife Schl-1 alle weiteren
Datensätze von der fehlgeleiteten Sendung, so liegt ein Transportfehler vor (Resultat
R5).
[0075] Eine Meldung, ob ein Lesefehler, ein Identifizierungsfehler oder ein Transportfehler
vorliegt, wird erzeugt und ausgegeben. Vorzugsweise umfasst diese Meldung einen Verweis
auf alle gefundenen Datensätze, die von der ersten Sendung stammen. Möglich ist, die
Meldung um ein Abbild der Sendungsoberfläche der fehlgeleiteten Sendung zu ergänzen.
Liste der verwendeten Bezugszeichen
[0076]
| Bezugszeichen |
Bedeutung |
| A1 |
Entscheidung: Befindet sich unter den ersten Datensätzen desselben Zustellpunkts ein
Datensatz, der ein Abbild der fehlgeleiteten Sendung enthält? |
| A2 |
Entscheidung: Befindet sich unter den ersten Datensätzen desselben Zustellbereichs
ein Datensatz, der ein Abbild der fehlgeleiteten Sendung enthält? |
| A3 |
Entscheidung: Stammen die Abbilder aller in Schritt S8 gefundenen weiteren Datensätze
tatsächlich von der fehlgeleiteten Sendung? |
| Anl-0, Anl-1, Anl-2 |
Sortieranlagen |
| DS |
Zentraler Datenspeicher |
| E0 |
fehlgeleitete Sendung |
| E1 |
tatsächlicher Zustellpunkt der fehlgeleiteten Sendung |
| E2 |
Codierung des tatsächlichen Zustellpunkt der fehlgeleiteten Sendung |
| E3 |
vorausgewählte erste Datensätze, deren codierte Zustellpunkte gleich dem codierten
Zustellpunkt der fehlgeleiteten Sendung sind |
| E5 |
Codierter Zustellbereich der fehlgeleiteten Sendung |
| E6 |
Alle ersten Datensätze, deren codierter Zustellbereich gleich dem codierten Zustellbereich
der fehlgeleiteten Sendung ist |
| E8 |
alle weiteren Datensätze mit der Kennung der fehlgeleiteten Sendung |
| R1 |
Resultat: Lesefehler ausgeschlossen |
| R2 |
Resultat: Lesefehler |
| R3 |
Resultat: Zustellpunkt der fehlgeleiteten Sendung zwar nur unvollständig erkannt,
Leseergebnis ist aber korrekt |
| R4 |
Resultat: Identifizierungsfehler |
| R5 |
Resultat: Transportfehler |
| R6 |
Resultat: Zustellpunkt der fehlgeleiteten Sendung nicht vollständig und korrekt gelesen |
| S1 |
tatsächlichen Zustellpunkt der fehlgeleiteten Sendung identifizieren |
| S2 |
Identifizierten tatsächlichen Zustellpunkt der fehlgeleiteten Sendung codieren |
| S3 |
alle ersten Datensätze vorauswählen, deren codierte Zustellpunkte gleich dem codierten
Zustellpunkt der fehlgeleiteten Sendung sind |
| S4 |
Unter den Datensätzen desselben Zustellpunkts nach einem Datensatz suchen, der ein
Abbild der fehlgeleiteten Sendung enthält. Dabei die fehlgeleitete Sendung mit denjenigen
Sendungsoberflächen-Abbildern vergleichen, die zu den ausgewählten ersten Datensätzen
gehören |
| S5 |
Zustellbereich der fehlgeleiteten Sendung ermitteln, eingeben und codieren |
| S6 |
Alle diejenigen ersten Datensätze auswählen, deren codierter Zustellbereich gleich
dem codierten Zustellbereich der fehlgeleiteten Sendung ist |
| S7 |
Unter den ersten Datensätzen desselben Zustellbereichs nach einem Datensatz suchen,
der ein Abbild der fehlgeleiteten Sendung enthält |
| S8 |
unter den vorausgewählten Datensätzen nach allen weiteren Datensätzen suchen, die
dieselbe Sendungs-Kennung wie der erste Datensatz der fehlgeleiteten Sendung umfassen |
| Schl1 |
Für alle ersten Datensätze mit einem Abbild der fehlgeleiteten Sendung: |
| Se-1.1, Se-1.2, Se-1.3, Se-2.1 |
Sendungen an die Zustellpunkte ZP-1.1, ZP-1.2, ZP-1.3, ZP-2.1 |
| TA-1, TA-2, TA-3, TA-4 |
Transportabschnitte |
| ZB-1, ZB-2 |
Zustellbereiche |
| ZP-1.1, ZP-1.2, ZP-1.3, ZP-2.1 |
Zustellpunkte |
1. Verfahren zur Steuerung des Transports mehrerer Gegenstände (Se-1.1, Se-1.2, ...),
wobei
auf jedem Gegenstand eine Spezifikation eines Zustellpunkts, an den der Gegenstand
zu transportieren ist, aufgebracht ist,
jeder Gegenstand mindestens zweimal eine Sortieranlage (Anl-0, Anl-1, Anl-2) durchläuft,
beim ersten Durchlauf des Gegenstands
- ein rechnerverfügbares Abbild des Gegenstands erzeugt wird, das ein Abbild der Zustellpunkt-Spezifikation
umfasst,
- die Zustellpunkt-Spezifikation (ZP-1.1, ZP-1.2, ...) gelesen und das Leseergebnis
zwischengespeichert wird und
- eine Kennung des Gegenstands generiert und zwischengespeichert wird,
der Gegenstand abhängig vom Leseergebnis über einen ersten Transportabschnitt (TA-1,
TA-2) transportiert wird,
beim weiteren Durchlauf des Gegenstands
- ein weiteres rechnerverfügbares Abbild des Gegenstands erzeugt wird und
- eine bei einem ersten Durchlauf eines Gegenstands generierte und zwischengespeicherte
Gegenstands-Kennung und das Leseergebnis dieses Gegenstands ermittelt wird,
- wobei die Ermittlung den Schritt umfasst, dass das weitere Gegenstands-Abbild ausgewertet
wird,
und der Gegenstand abhängig vom ermittelten Leseergebnis über einen weiteren Transportabschnitt
(TA-3, TA-4) transportiert wird,
dadurch gekennzeichnet, dass
bei beiden Durchläufen jedes Gegenstands jeweils ein Datensatz für den Gegenstand
generiert wird, der das beim jeweiligen Durchlauf erzeugte Gegenstands-Abbild umfasst,
der beim ersten Durchlauf jedes Gegenstands generierte Datensatz für den Gegenstand
zusätzlich die generierte Kennung des Gegenstands und das Leseergebnis für den Gegenstand
umfasst,
der beim weiteren Durchlauf jedes Gegenstands generierte Datensatz für den Gegenstand
zusätzlich die für den Gegenstand ermittelte Kennung umfasst,
mindestens einmal für mindestens einen Gegenstand geprüft wird, ob jeder Transportabschnitt,
auf dem der Gegenstand bereits transportiert wurde, auf einem Weg zu dem spezifizierten
Zustellpunkt liegt oder ob der Gegenstand fehlgeleitet wurde und
für den mindestens einen fehlgeleiteten Gegenstand (Se-1.3) die folgenden Schritte
durchgeführt werden:
- Der tatsächlich spezifizierte Zustellpunkt (ZP-1.3) des fehlgeleiteten Gegenstands
(Se-1.3) wird ermittelt.
- Datensätze werden ermittelt, die bei einem ersten Durchlauf eines Gegenstands generiert
wurden und deren Leseergebnisse zum tatsächlichen Zustellpunkt (ZP-1.3) des fehlgeleiteten
Gegenstands (Se-1.3) passen.
- Unter den ermittelten Datensätzen mit passendem Leseergebnis wird nach einem Datensatz
gesucht, der ein Abbild des fehlgeleiteten Gegenstands (Se-1.3) umfasst.
- Wird ein Datensatz mit einem Abbild des fehlgeleiteten Gegenstands (Se-1.3) gefunden,
so wird nach allen Datensätzen gesucht, die bei einem weiteren Durchlauf generiert
wurden und deren Gegenstands-Kennung mit der Gegenstands-Kennung des gefundenen Datensatzes
übereinstimmt.
- Falls das jeweilige Abbild mindestens eines Datensatzes aus einem weiteren Durchlauf,
der die Gegenstands-Kennung des fehlgeleiteten Gegenstands (Se-1.3) enthält, nicht
von dem fehlgeleiteten Gegenstand (Se-1.3) stammt, so wird eine Meldung generiert,
dass in einem weiteren Durchlauf eines anderen Gegenstand der Fehler aufgetreten ist,
dass als Gegenstands-Kennung des anderen Gegenstands die Gegenstands-Kennung des fehlgeleiteten
Gegenstands (Se-1.3) ermittelt wurde.
- Wird unter den ermittelten Datensätzen mit passendem Leseergebnis kein Datensatz
mit einem Abbild des fehlgeleiteten Gegenstands (Se-1.3) gefunden, so wird eine Meldung
generiert, dass die Zustellpunkt-Spezifikation (ZP-1.3) des fehlgeleiteten Gegenstands
(Se-1.3) falsch gelesen wurde.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
bei jedem Durchlauf jedes Gegenstands ein Merkmalsvektor generiert wird,
der das bei diesem Durchlauf erzeugte Abbild des Gegenstands kennzeichnet,
das Zwischenspeichern der Kennung und des Leseergebnisses beim ersten Durchlauf eines
Gegenstands den Schritt umfasst,
dass der Merkmalsvektor und eine rechnerverfügbare Verknüpfung des Merkmalsvektors
mit dem Leseergebnis und der Kennung zwischengespeichert werden, und
das Ermitteln der Kennung und des Leseergebnisses in einem weiteren Durchlauf die
Schritte umfasst, dass
- der beim weiteren Durchlauf generierte Merkmalsvektor mit Merkmalsvektoren, die
in einem ersten Durchlauf generiert wurden, hinsichtlich eines vorgegebenen Ähnlichkeitsmaßes
verglichen wird und
- diejenige Gegenstands-Kennung und dasjenige Leseergebnis ermittelt werden, die mit
dem ähnlichsten Merkmalsvektor verknüpft sind.
3. Verfahren nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
der bei einem ersten Durchlauf eines Gegenstands generierte Datensatz für diesen Gegenstand
neben dem Abbild, dem Leseergebnis und der Kennung
zusätzlich den Merkmalsvektor, der beim Durchlaufen dieses Gegenstands generiert wurde,
umfasst und
beim weiteren Durchlauf derjenige Datensatz aus einem ersten Durchlauf ermittelt wird,
der den ähnlichen Merkmalsvektor umfasst.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Zwischenspeichern der Kennung und des Leseergebnisses beim ersten Durchlauf eines
Gegenstands die Schritte umfasst, dass
- eine Codierung der Kennung auf dem Gegenstand angebracht wird und
- der beim ersten Durchlauf generierte Datensatz für den Gegenstand eine Codierung
des Leseergebnisses umfasst, und
das Ermitteln der Kennung und des Leseergebnisses bei einem weiteren Durchlauf eines
Gegenstands die Schritte umfasst, dass
- die auf dem Gegenstand angebrachte Kennungs-Codierung gelesen wird und
- derjenige Datensatz aus einem ersten Durchlauf ermittelt wird, der diese Kennung
umfasst.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, dass
als Datensätze, deren Leseergebnisse zum Zustellpunkt des fehlgeleiteten Gegenstands
passen,
in einem ersten Schritt diejenigen Datensätze ermittelt werden, deren Leseergebnis
gleich der Zustellpunkt-Spezifikation (ZP-1.3) des fehlgeleiteten Gegenstands (Se-1.3)
ist,
und unter den dergestalt ermittelten Datensätzen nach einem Datensatz gesucht wird,
der ein Abbild des fehlgeleiteten Gegenstands (Se-1.3) umfasst,
und dann, wenn im ersten Schritt kein Datensatz mit dem Abbild des fehlgeleiteten
Gegenstands (Se-1.3) gefunden wird,
in einem zweiten Schritt diejenigen Datensätze ermittelt werden, die bei einem ersten
Durchlauf generiert wurden und deren Leseergebnisse einen Zustellbereich (ZB-1) kennzeichnen,
zu dem der spezifizierte Zustellpunkt (ZP-1.3) des fehlgeleiteten Gegenstands (Se-1.3)
gehört,
und unter den im zweiten Schritt ermittelten Datensätzen nach einem Datensatz mit
dem Abbild des fehlgeleiteten Gegenstands gesucht wird.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, dass
bei der Suche nach einem Datensatz, der ein Abbild des fehlgeleiteten Gegenstands
(Se-1.3) umfasst,
der Gegenstand mindestens einmal mit einem Abbild, das zu einem ermittelten Datensatz
gehört, verglichen wird.
7. Verfahren nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, dass
ein Merkmal vorgegeben wird, dessen Wert für jedes Abbild eines Gegenstands berechenbar
ist,
für jedes bei einem ersten Durchlauf eines Gegenstandes erzeugte Abbild der Wert des
Merkmals berechnet wird, die bei einem ersten Durchlauf eines Gegenstandes erzeugten
Abbilder anhand der Werte des Merkmals gruppiert werden und
bei der Suche nach einem Datensatz, der ein Abbild des fehlgeleiteten Gegenstands
(Se-1.3) umfasst, mindestens einmal die Schritte ausgeführt werden, dass eine Gruppe
ausgewählt wird und
alle Abbilder einer Gruppe mit dem Gegenstand verglichen werden.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, dass
dann, wenn beim weiteren Durchlauf eines Gegenstands keine Kennung und kein Leseergebnis
ermittelt werden,
beim weiteren Durchlauf erneut die Zustellpunkt-Spezifikation gelesen und eine weitere
Kennung für den Gegenstand erzeugt wird,
der beim weiteren Durchlauf erzeugte Datensatz für diesen Gegenstand zusätzlich das
weitere Leseergebnis umfasst, der Gegenstand abhängig vom Leseergebnis des weiteren
Durchlaufs über einen weiteren Transportabschnitt transportiert wird,
und bei der Ermittlung von Datensätzen, deren Leseergebnisse zum tatsächlichen Zustellpunkt
des fehlgeleiteten Gegenstands (Se-1.3) passen,
zusätzlich Datensätze ermittelt werden, die passende Leseergebnisse umfassen, welche
beim weiteren Durchlauf erzielt wurden.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, dass
mindestens einer der Gegenstände mindestens dreimal eine Sortieranlage durchläuft
und
bei jedem weiteren Durchlauf jedes Gegenstands
- jeweils ein weiteres rechnerverfügbares Abbild des Gegenstands erzeugt wird,
- eine Gegenstands-Kennung und ein Leseergebnis aus einem ersten Durchlauf ermittelt
werden und
- jeweils ein Datensatz generiert wird, der dieses weitere Abbild und die ermittelte
Kennung umfasst.
10. Vorrichtung zur Steuerung des Transports mehrerer Gegenständen, wobei
auf jedem Gegenstand eine Spezifikation eines Zustellpunkts, an den der Gegenstand
zu transportieren ist, aufgebracht ist
und wobei der Transport die Schritte umfasst, dass jeder Gegenstand mindestens zweimal
eine Sortieranlage durchläuft,
beim ersten Durchlauf des Gegenstands
- ein rechnerverfügbares Abbild des Gegenstands erzeugt wird, das ein Abbild der Zustellpunkt-Spezifikation
umfasst,
- die Zustellpunkt-Spezifikation gelesen und das Leseergebnis zwischengespeichert
wird und
- eine Kennung des Gegenstands generiert und zwischengespeichert wird,
der Gegenstand abhängig vom Leseergebnis über einen ersten Transportabschnitt (TA-1,
TA-2) transportiert wird,
beim weiteren Durchlaufen des Gegenstands
- ein weiteres rechnerverfügbares Abbild des Gegenstands erzeugt wird und
- eine bei einem ersten Durchlauf eines Gegenstands generierte und zwischengespeicherte
Gegenstands-Kennung und das Leseergebnis dieses Gegenstands ermittelt wird,
- wobei die Ermittlung den Schritt umfasst, dass das weitere Gegenstands-Abbild ausgewertet
wird,
und der Gegenstand abhängig vom ermittelten Leseergebnis über einen weiteren Transportabschnitt
(TA-3, TA-4) transportiert wird,
wobei die Vorrichtung eine Protokollier-Einrichtung umfasst und
die Protokollier-Einrichtung
- zum Zwischenspeichern eines Leseergebnisses, das die Leseeinrichtung beim Lesen
der Zustellpunkt-Spezifikation eines Gegenstands erzeugt hat, und
- zum Generieren und Zwischenspeichern einer Kennung dieses Gegenstands
ausgestaltet ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Protokollier-Einrichtung so ausgestaltet ist, dass sie bei jedem Durchlauf eines
Gegenstandes jeweils einen Datensatz für den Gegenstand dergestalt zu generieren vermag,
- dass jeder Datensatz das beim jeweiligen Durchlauf erzeugte Gegenstands-Abbild umfasst,
- der beim ersten Durchlauf des Gegenstands generierte Datensatz für den Gegenstand
zusätzlich die generierte Kennung des Gegenstands und das Leseergebnis für den Gegenstand
umfasst und
- der beim weiteren Durchlauf des Gegenstands generierte Datensatz für den Gegenstand
zusätzlich die für den Gegenstand ermittelte Kennung umfasst,
die Vorrichtung eine Fehlerermittlungs-Einrichtung umfasst, die zum Durchführen folgender
Schritte für einen fehlgeleiteten Gegenstand (Se-1.3) ausgestaltet ist:
- Ermitteln des tatsächlich spezifizierten Zustellpunkts (ZP-1.3) des fehlgeleiteten
Gegenstands (Se-1.3),
- Ermitteln von Datensätze, die bei einem ersten Durchlauf eines Gegenstands generiert
wurden und deren Leseergebnisse zum tatsächlichen Zustellpunkt des fehlgeleiteten
Gegenstands (Se-1.3) passen.
- Unter den ermittelten Datensätzen mit passendem Leseergebnis Suche nach einem Datensatz,
der ein Abbild des fehlgeleiteten Gegenstands (Se-1.3) umfasst.
- In dem Fall, dass ein Datensatz mit einem Abbild des fehlgeleiteten Gegenstands
(Se-1.3) gefunden wird, Suche nach allen Datensätzen, die bei einem weiteren Durchlauf
generiert wurden und deren Gegenstands-Kennung mit der Gegenstands-Kennung des gefundenen
Datensatzes übereinstimmt.
- Falls das jeweilige Abbild mindestens eines Datensatzes aus einem weiteren Durchlauf,
der die Gegenstands-Kennung des fehlgeleiteten Gegenstands (Se-1.3) enthält, nicht
von dem fehlgeleiteten Gegenstand (Se-1.3) stammt, Generierung einer Meldung, dass
in einem weiteren Durchlauf eines anderen Gegenstand der Fehler aufgetreten ist, dass
als Gegenstands-Kennung des anderen Gegenstands die Gegenstands-Kennung des fehlgeleiteten
Gegenstands (Se-1.3) ermittelt wurde.
- In dem Fall, dass unter den ermittelten Datensätzen mit passendem Leseergebnis kein
Datensatz mit einem Abbild des fehlgeleiteten Gegenstands (Se-1.3) gefunden, Generierung
einer Meldung, dass die Zustellpunkt-Spezifikation (ZP-1.3) des fehlgeleiteten Gegenstands
(Se-1.3) falsch gelesen wurde.
11. Anordnung zum Transport mehrerer Gegenstände, wobei auf jedem Gegenstand eine Spezifikation
eines Zustellpunkts (ZP-1.1, ZP-1.2, ..., an den der Gegenstand zu transportieren
ist, aufgebracht ist und die Anordnung
- eine Vorrichtung nach Anspruch 10,
- eine Abbild-Erzeugungs-Einrichtung zum Erzeugen eines rechnerverfügbaren Abbildes
eines Gegenstands,
- eine Leseeinrichtung (LE) zum Lesen der Zustellpunkt-Spezifikation eines Gegenstands
und
- eine Identifizierungs-Einrichtung zum Ermitteln eines zwischengespeicherten Leseergebnisses
und einer Gegenstands-Kennung
umfasst.
1. Method for controlling the transportation of a plurality of articles (Se-1.1, Se-1.2,
...), wherein
each article bears a specification for a delivery point to which the article needs
to be transported,
each article passes through a sorting installation (Anl-0, Anl-1, Anl-2) at least
twice,
the first passage of the article involves
- a computer-accessible depiction of the article being produced which comprises a
depiction of the delivery point specification,
- the delivery point specification (ZP-1.1, ZP-1.2, ...) being read and the reading
result being buffer-stored, and
- an identifier for the article being generated and buffer-stored,
the article is transported by means of a first transportation section (TA-1, TA-2)
on the basis of the reading result,
the further passage of the article involves
- a further computer-accessible depiction of the article being produced, and
- an article identifier generated and buffer-stored during a first passage of an article,
and the reading result for this article, being ascertained,
- wherein the ascertainment comprises the step of the further article depiction being
evaluated,
and the article is transported by means of a further transportation section (TA-3,
TA-4) on the basis of the ascertained reading result,
characterized in that
both passes of each article involve a respective data record for the article being
generated which comprises the article depiction produced during the respective passage,
the data record generated for the article during the first passage of each article
additionally comprises the generated identifier of the article and the reading result
for the article,
the data record generated for the article during the further passage of each article
additionally comprises the identifier ascertained for the article,
a check is performed at least once for at least one article to determine whether each
transportation section on which the article has been transported is situated on a
path to the specified delivery point or whether the article has been misdirected,
and
the following steps are performed for the at least one misdirected article (Se-1.3):
- The actually specified delivery point (ZP-1.3) for the misdirected article (Se-1.3)
is ascertained.
- Data records are ascertained which were generated during the first passage of an
article and whose reading results match the actual delivery point (ZP-1.3) for the
misdirected article (Se-1.3).
- The ascertained data records with a matching reading result are searched for a data
record which comprises a depiction of the misdirected article (Se-1.3).
- If a data record with a depiction of the misdirected article (Se-1.3) is found then
a search is performed for all data records which were generated during a further passage
and whose article identifier matches the article identifier of the data record found.
- If the respective depiction of at least one data record from a further passage which
contains the article identifier of the misdirected article (Se-1.3) does not come
from the misdirected article (Se-1.3) then a message is generated to indicate that
the error has occurred in a further passage of another article, that the article identifier
ascertained for the other article was the article identifier of the misdirected article
(Se-1.3).
- If a data record with a depiction of the misdirected article (Se-1.3) is not found
among the ascertained data records with a matching reading result then a message is
generated to indicate that the delivery point specification (ZP-1.3) for the misdirected
article (Se-1.3) has been read incorrectly.
2. Method according to Claim 1,
characterized in that
each passage of each article involves a feature vector being generated
which identifies the depiction of the article produced during this passage,
the buffer-storage of the identifier and of the reading result during the first passage
of an article comprises the step
of the feature vector and a computer-accessible link between the feature vector and
the reading result and the identifier being buffer-stored, and
the ascertainment of the identifier and of the reading result in a further passage
comprises the steps of
- the feature vector generated during the further passage being compared with feature
vectors which were generated in a first passage to determine a prescribed degree of
similarity, and
- that article identifier and that reading result which are linked to the most similar
feature vector being ascertained.
3. Method according to Claim 2,
characterized in that
the data record generated during a first passage of an article for this article additionally
comprises, besides the depiction, the reading result and the identifier, the feature
vector which was generated during the passage of this article, and the further passage
involves that data record from a first passage which comprises the similar feature
vector being ascertained.
4. Method according to one of Claims 1 to 3,
characterized in that
the buffer-storage of the identifier and of the reading result during the first passage
of an article comprises the steps of:
- a coding for the identifier being put on the article, and
- the data record generated for the article during the first passage comprising a
coding for the reading result, and the ascertainment of the identifier and of the
reading result during a further passage of an article comprises the steps of
- the identifier coding which has been put on the article being read, and
- that data record from a first passage which comprises this identifier being ascertained.
5. Method according to one of Claims 1 to 4, characterized in that
in a first step, those data records whose reading result is the same as the delivery
point specification (ZP-1.3) for the misdirected article (Se-1.3) are ascertained
as data records whose reading results match the delivery point for the misdirected
article,
and the data records ascertained in this manner are searched for a data record which
comprises a depiction of the misdirected article (Se-1.3),
and if no data record with the depiction of the misdirected article (Se-1.3) is found
in the first step then a second step is used to ascertain those data records which
were generated during a first passage and whose reading results identify a delivery
area (ZB-1) to which the specified delivery point (ZP-1.3) of the misdirected article
(Se-1.3) belongs,
and the data records ascertained in the second step are searched for a data record
with the depiction of the misdirected article.
6. Method according to one of Claims 1 to 5, characterized in that
the search for a data record which comprises a depiction of the misdirected article
(Se-1.3) involves the article being compared at least once with a depiction which
belongs to an ascertained data record.
7. Method according to Claim 6,
characterized in that
a feature whose value can be calculated for each depiction of an article is prescribed,
the value of the feature is calculated for each depiction produced during a first
passage of an article,
the depictions produced during a first passage of an article are grouped using the
values for the feature, and the search for a data record which comprises a depiction
of the misdirected article (Se-1.3) involves the performance, at least once, of the
steps of selecting a group and
all depictions in a group being compared with the article.
8. Method according to one of Claims 1 to 7, characterized in that
if the further passage of an article involves no identifier and no reading result
being ascertained then the further passage involves the delivery point specification
being read again and a further identifier being produced for the article,
the data record produced for this article during the further passage additionally
comprises the further reading result, the article is transported by means of a further
transportation section on the basis of the reading result from the further passage,
and the ascertainment of data records whose reading results match the actual delivery
point for the misdirected article (Se-1.3) involves the additional ascertainment of
data records which comprise matching reading results which were attained during the
further passage.
9. Method according to one of Claims 1 to 8,
characterized in that
at least one of the articles passes through a sorting installation at least three
times, and
each further passage of each article involves
- a respective further computer-accessible depiction of the article being produced,
- an article identifier and a reading result from a first passage being ascertained,
and
- a respective data record being generated which comprises this further depiction
and the ascertained identifier.
10. Apparatus for controlling the transportation of a plurality of articles, wherein
each article bears a specification for a delivery point to which the article needs
to be transported,
and wherein the transportation comprises the steps of each article passageing through
a sorting installation at least twice,
the first passage of the article involves
- a computer-accessible depiction of the article being produced which comprises a
depiction of the delivery point specification,
- the delivery point specification being read and the reading result being buffer-stored,
and
- an identifier for the article being generated and buffer-stored,
the article is transported by means of a first transportation section (TA-1, TA-2)
on the basis of the reading result,
the further passage of the article involves
- a further computer-accessible depiction of the article being produced, and
- an article identifier generated and buffer-stored during a first passage of an article,
and the reading result for this article, being ascertained,
- wherein the ascertainment comprises the step of the further article depiction being
evaluated,
and the article is transported by means of a further transportation section (TA-3,
TA-4) on the basis of the ascertained reading result,
wherein the apparatus comprises a logging device, and
the logging device is designed
- to buffer-store a reading result which has been produced by the reading device during
the reading of the delivery point specification of an article, and
- to generate and buffer-store an identifier for this article,
characterized in that
the logging device is designed to be able to generate, during each passage of an article,
a respective data record for the article such
- that each data record comprises the article depiction produced during the respective
passage,
- the data record generated for the article during the first passage of the article
additionally comprises the generated identifier of the article and the reading result
for the article, and
- the data record generated for the article during the further passage of the article
additionally comprises the identifier ascertained for the article,
the apparatus comprises an error ascertainment device which is designed to perform
the following steps for a misdirected article (Se-1.3):
- The actually specified delivery point (ZP-1.3) for the misdirected article (Se-1.3)
is ascertained.
- Data records are ascertained which were generated during the first passage of an
article and whose reading results match the actual delivery point for the misdirected
article (Se-1.3).
- The ascertained data records with a matching reading result are searched for a data
record which comprises a depiction of the misdirected article (Se-1.3).
- If a data record with a depiction of the misdirected article (Se-1.3) is found then
a search is performed for all data records which were generated during a further passage
and whose article identifier matches the article identifier of the data record found.
- If the respective depiction of at least one data record from a further passage which
contains the article identifier of the misdirected article (Se-1.3) does not come
from the misdirected article (Se-1.3) then a message is generated to indicate that
the error has occurred in a further passage of another article, that the article identifier
ascertained for the other article was the article identifier of the misdirected article
(Se-1.3) .
- If a data record with a depiction of the misdirected article (Se-1.3) is not found
among the ascertained data records with a matching reading result then a message is
generated to indicate that the delivery point specification (ZP-1.3) for the misdirected
article (Se-1.3) has been read incorrectly.
11. Arrangement for transporting a plurality of articles, wherein each article bears a
specification for a delivery point (ZP-1.1, ZP-1.2, ....) to which the article needs
to be transported, and
the arrangement comprises
- an apparatus according to Claim 10,
- a depiction production device for producing a computer-accessible depiction of an
article,
- a reading device (LE) for reading the delivery point specification of an article,
and
- an identification device for ascertaining a buffer-stored reading result and an
article identifier.
1. Procédé de commande de transport de plusieurs objets ( Se-1.1, Se-1.2, ... ) dans
lequel :
on appose sur chaque objet une spécification d'une destination où l'objet doit être
transporté,
chaque objet passe au moins deux fois dans une installation ( An1-0, An1-1, An1-2)
de tri,
lors du premier passage de l'objet :
- on produit une reproduction disponible sur ordinateur de l'objet, laquelle comprend
une reproduction de la spécification de destination,
- on lit la spécification (ZP-1.1, ZP-1.2, ... ) de destination et l'on mémorise intermédiairement
le résultat de la lecture, et
- on produit une caractérisation de l'objet et on la mémorise intermédiairement,
on transporte l'objet en fonction du résultat de la lecture sur un premier tronçon
(TA-1, TA-2) de transport,
lors de l'autre passage de l'objet,
- on produit une autre reproduction disponible sur ordinateur de l'objet, et
- on détermine une caractérisation de l'objet, produite lors d'un premier passage
de l'objet et mémorisée intermédiairement, et le résultat de lecture de cet objet,
- dans lequel la détermination comprend le stade d'exploitation de l'autre reproduction
de l'objet,
et on transporte l'objet en fonction du résultat de lecture déterminé sur un autre
tronçon ( TA-3, TA-4 ) de transport,
caractérisé en ce que
lors des deux passages, chaque objet produit respectivement un jeu de données pour
l'objet, qui comprend la reproduction de l'objet produite lors du passage respectif,
qui comprend le jeu de données produit lors du premier passage de chaque objet, pour
l'objet supplémentairement la caractérisation produite de l'objet et le résultat de
lecture pour l'objet,
qui comprend le jeu de données produit lors de l'autre passage de chaque objet pour
l'objet supplémentairement la caractérisation déterminée pour l'objet,
on contrôle au moins une fois pour au moins un objet si chaque tronçon de transport
sur lequel l'objet a déjà été transporté se trouve sur un chemin menant à la destination
spécifiée ou si l'objet a été dérouté, et
pour le au moins un objet ( Se-1.3 ) dérouté, on effectue les stades suivants :
- on détermine la destination zip-1.3 spécifiée réellement de l'objet ( Se-1.3 ) dérouté,
- on détermine des jeux de données, qui ont été produits lors d'un premier passage
d'un objet et dont les résultats de lecture sont adaptés à la destination ( ZP-1.3
) réelle de l'objet ( Se-1.3 ) dérouté,
- parmi les jeux de données déterminés ayant un résultat de lecture convenable adapté,
on recherche un jeu de données qui comprend une reproduction de l'objet ( Se-1.3 )
dérouté,
- si on trouve un jeu de données ayant une reproduction de l'objet ( Se-1.3 ) dérouté,
on recherche tous les jeux de données qui ont été produits lors d'un autre passage
et dont la caractérisation d'objet coïncide avec la caractérisation d'objet du jeu
de données trouvé,
- si la reproduction respective d'au moins un jeu de données provenant d'un autre
passage, qui contient la caractérisation de l'objet (Se-1.3) dérouté, ne provient
pas de l'objet (Se-1.3) dérouté, on produit un avertissement suivant lequel l'erreur
s'est produite dans un autre passage d'un autre objet, suivant lequel on a déterminé
comme caractérisation d'objet de l'autre objet la caractérisation d'objet de l'objet
( Se-1.3 ) dérouté,
- si, parmi les jeux de données déterminés ayant un résultat de lecture convenable,
on ne trouve pas de jeu de données ayant une reproduction de l'objet ( Se-1.3 ) dérouté,
on produit un message suivant lequel la spécification ( ZP-1.3 ) de destination de
l'objet ( Se-1.3 ) dérouté a été lue d'une façon erronée.
2. Procédé suivant la revendication 1,
caractérisé en ce que
on produit à chaque passage de chaque objet un vecteur de caractéristique,
qui caractérise la reproduction de l'objet produite lors de ce passage,
la mémorisation intermédiaire de la caractérisation et du résultat de lecture, lors
du premier passage d'un objet,
comprend le stade,
suivant lequel on mémorise intermédiairement le vecteur de caractéristique et une
combinaison disponible sur ordinateur du vecteur de caractéristique au résultat de
lecture et à la caractérisation, et
la détermination de la caractérisation et du résultat de lecture comprennent dans
un autre passage les stades, dans desquels :
- on compare, suivant une mesure de similitude prescrite, le vecteur de caractéristique
produit à l'autre passage à des vecteurs de caractéristique qui ont été produits dans
un premier passage, et
- on détermine la caractérisation de l'objet et le résultat de lecture, qui sont combinés
au vecteur de caractéristique le plus similaire.
3. Procédé suivant la revendication 2,
caractérisé en ce que
le jeu de données produit lors d'un premier passage d'un objet comprend pour cet objet,
outre la reproduction, le résultat de lecture et la caractérisation, supplémentairement
le vecteur de caractéristique qui a été produit au passage de cet objet, et
lors de l'autre passage, on détermine le jeu de données à partir d'un premier passage,
qui comprend le vecteur de caractéristique similaire.
4. Procédé suivant l'une des revendications 1 à 3,
caractérisé en ce que
la mémorisation intermédiaire de la caractérisation et du résultat de lecture lors
du premier passage d'un objet comprend les stades suivant desquels :
- on appose un codage de la caractérisation sur l'objet, et
- le jeu de données produit au premier passage comprend,
pour l'objet, un codage du résultat de lecture, et la détermination de la caractérisation
et du résultat de lecture à l'autre passage d'un objet comprend les stades suivant
desquels :
- on lit le codage de caractérisation apposé sur l'objet, et
- on détermine le jeu de données à partir d'un premier passage qui comprend cette
caractérisation.
5. Procédé suivant l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que
on détermine, comme jeu de données dont les résultats de lecture conviennent à la
destination de l'objet dérouté, dans un premier stade, les jeux de données, dont le
résultat de lecture est le même que la spécification ( ZP-1.3 ) de destination de
l'objet ( Se-1.3 ) dérouté,
et parmi les jeux de données ainsi déterminés, on recherche un jeu de données qui
comprend une reproduction de l'objet ( Se-1.3 ) dérouté,
et, si dans le premier stade, on n'a pas trouvé de jeu de données ayant la reproduction
de l'objet (Se-1.3 ) dérouté,
on détermine dans un deuxième stade les jeux de données qui ont été produits dans
un premier passage et dont les résultats de lecture caractérisent une zone (2B-1 )
de destination, à laquelle la destination (ZP-1.3) spécifiée de l'objet (Se-1.3) dérouté
appartient, et, parmi les jeux de données déterminés dans le deuxième stade, on recherche
un jeu de données ayant la reproduction de l'objet dérouté.
6. Procédé suivant l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que,
lorsque l'on recherche un jeu de données qui comprend une reproduction de l'objet
( Se-1.3 ) dérouté,
on compare l'objet au moins une fois à une reproduction qui appartient à un jeu de
données déterminé.
7. Procédé suivant la revendication 6,
caractérisé en ce que,
on prescrit une caractéristique dont la valeur peut être calculée pour chaque reproduction
d'un objet,
pour chaque reproduction produite à un premier passage d'un objet, on calcule la valeur
de la caractéristique, on regroupe, au moyen des valeurs de la caractéristique, les
reproductions produites lors d'un premier passage d'un objet, et
lorsque l'on recherche un jeu de données qui comprend une reproduction de l'objet
(Se-1.3) dérouté, on effectue au moins une fois les stades suivant lesquels :
on sélectionne un groupe, et
on compare toutes les reproductions d'un groupe à l'objet.
8. Procédé suivant l'une des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que
si, lors de l'autre passage d'un objet, on ne détermine pas de caractérisation et
pas de résultat de lecture, on lit à l'autre passage à nouveau la spécification de
destination et on produit une autre caractérisation de l'objet,
le jeu de données produit à l'autre passage comprend pour cet objet supplémentairement
l'autre résultat de lecture, on transporte l'objet en fonction du résultat de lecture
de l'autre passage sur un autre tronçon de transport, et, lors de la détermination
de jeu de données dont les résultats de lecture s'adaptent à la destination réelle
de l'objet (Se-1.3) dérouté,
on détermine supplémentairement des jeux de données, qui comprennent des résultats
de lecture convenables, qui ont été atteints lors de l'autre passage.
9. Procédé suivant l'une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que
au moins l'un des objets passe au moins trois fois dans une installation de tri, et
à chaque autre passage de chaque objet,
on produit respectivement une autre reproduction disponible sur ordinateur de l'objet,
on détermine une caractérisation de l'objet et un résultat de lecture à partir d'un
premier passage, et
on produit respectivement un jeu de données qui comprend cet autre reproduction et
la caractérisation déterminée.
10. Installation pour commander le transport de plusieurs objets, dans laquelle
sur chaque objet est apposée une spécification d'une destination où l'objet doit être
transporté, et
dans lequel le transport comprend les stades suivant desquels :
chaque objet passe au moins deux fois dans une installation de tri,
au premier passage de l'objet,
- on produit une reproduction disponible sur ordinateur de l'objet, laquelle comprend
une reproduction de la spécification de destination,
- on lit la spécification (ZP-1.1, ZP-1.2, ... ) de destination et l'on mémorise intermédiairement
le résultat de la lecture, et
- on produit une caractérisation de l'objet et on la mémorise intermédiairement,
on transporte l'objet en fonction du résultat de la lecture sur un premier tronçon
(TA-1, TA-2) de transport,
lors de l'autre passage de l'objet,
- on produit une autre reproduction disponible sur ordinateur de l'objet, et
- on détermine une caractérisation de l'objet produite lors d'un premier passage de
l'objet et mémorisée intermédiairement et le résultat de lecture de cet objet,
- dans lequel la détermination comprend le stade d'exploitation de l'autre reproduction
de l'objet,
et l'objet est transporté en fonction du résultat de lecture déterminé sur un autre
tronçon (TA-3, TA-4) déterminé,
dans lequel l'installation comprend un dispositif de rédaction, et
le dispositif de rédaction est conformé
- pour la mémorisation intermédiaire d'un résultat de lecture que le dispositif de
lecture a produit à la lecture de la spécification de destination d'un objet, et
- pour la production et la mémorisation intermédiaire d'une caractérisation de cet
objet,
caractérisée en ce que
le dispositif de rédaction est tel qu'il permet de produire à chaque passage d'un
objet respectivement un jeu de données pour l'objet, de manière à ce que
- chaque jeu de données comprenne la reproduction de l'objet produite lors du passage
respectif,
- le jeu de données produit au premier passage de l'objet comprend pour l'objet supplémentairement
la caractérisation produite de l'objet et le résultat de lecture pour l'objet, et
- le jeu de données produit lors de l'autre passage de l'objet comprend pour l'objet
supplémentairement la caractérisation déterminée pour l'objet,
l'installation comprend un dispositif de détermination d'erreur, qui est constitué
pour effectuer les stades suivants pour un objet (Se-1.3) dérouté :
- déterminer la destination (ZP-1.3) spécifiée réellement de l'objet ( Se-1.3 ) dérouté,
- déterminer des jeux de données, qui ont été produits à un premier passage d'un objet
et dont les résultats de lecture conviennent à la destination réelle de l'objet (
Se-1.3 ) dérouté,
- parmi les jeux de données déterminés ayant un résultat de lecture convenable, recherche
d'un jeu de données qui comprend une reproduction de l'objet ( Se-1.3 ) dérouté,
- dans le cas où un jeu de données ayant une reproduction de l'objet ( Se-1.3 ) dérouté
est trouvé, recherche de tous les jeux de données qui ont été produits lors d'un autre
passage et dont la caractérisation d'objet coïncide avec la caractérisation d'objet
du jeu de données trouvés,
- dans le cas où la reproduction respective d'au moins un jeu de données provenant
d'un autre passage, qui contient la caractérisation d'objet de l'objet ( Se-1.3 )
dérouté, ne provient pas de l'objet ( Se-1.3 ) dérouté, production d'un avertissement
suivant lequel l'erreur s'est produite dans autre passage d'un autre objet, suivant
lequel il a été déterminé, comme caractérisation d'objet de l'autre objet, la caractérisation
d'objet de l'objet ( Se-1.3 ) dérouté,
- dans le cas où parmi les jeux de données déterminés ayant un résultat de lecture
convenable, on n'a pas trouvé de jeux de données ayant une reproduction de l'objet
( Se-1.3 ) dérouté, production d'un avertissement suivant lequel la spécification
( ZP-1.3 ) de destination de l'objet ( Se-1.3 ) dérouté a été lue d'une manière erronée.
11. Agencement de transport de plusieurs objets dans lequel, sur chaque objet, est apposée
une spécification d'une destination ( ZP-1.1, ZP-1.2, ..., ) où l'objet doit être
transporté et l'agencement comprend :
- une installation suivant la revendication 10,
- un dispositif de production d'une reproduction, pour la production d'une reproduction
disponible sur ordinateur d'un objet,
- un dispositif ( LE ) de lecture, pour la lecture de la spécification de destination
d'un objet, et
- un dispositif d'identification, pour la détermination d'un résultat de lecture mémorisée
intermédiairement et d'une caractérisation d'objet.