(19)
(11) EP 2 098 132 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
09.09.2009  Patentblatt  2009/37

(21) Anmeldenummer: 09002929.9

(22) Anmeldetag:  02.03.2009
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
A45B 25/10(2006.01)
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO SE SI SK TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
AL BA RS

(30) Priorität: 03.03.2008 DE 202008003016 U

(71) Anmelder: doppler E. Doppler & Co. GmbH
5280 Braunau-Ranshofen (AT)

(72) Erfinder:
  • Rothbucher, Bernhard, Dr.
    5020 Salzburg (AT)
  • Forthuber, Herbert
    84359 Simbach (DE)

(74) Vertreter: Wolf, Michael 
An der Mainbrücke 16
63456 Hanau
63456 Hanau (DE)

   


(54) Großschirm


(57) Die Erfindung betrifft einen Großschirm, umfassend einen Mast (1), an dessen Endbereich (2) mehrere Schirmdachsprossen (3) mittels Gelenken (4) angelenkt sind und an dem die Schirmdachbespannung (5) zentrisch gefasst gehalten ist. Nach der Erfindung ist vorgesehen, dass am Ende (2.1) des Mastes (1) über der gefassten Schirmdachbespannung (5) ein mindestens umfangselastisch ausgebildeter, die Gelenke (4) überragender Aufschlagdämpfer (6) angeordnet ist.




Beschreibung


[0001] Die Erfindung betrifft einen Großschirm gemäß Oberbegriff des Patentanspruches 1.

[0002] Abgesehen davon, dass Großschirme der genannten Art allgemein bekannt und in Benutzung sind, ist nach der DE 203 14 899 U1 ein Großschirm von insofern besonderer Art bekannt, als an diesem ein so genannter, mit Belüftungsöffnungen versehener Bespannungshalter vorgesehen ist, der zudem in Bezug auf das Mastende mit einem vertikal beweglichen Deckel bestückt ist, um damit für einen Druckausgleich zwischen Ober- und Unterseite der Schirmdachbespannung zu sorgen. Der Bespannungshalter und auch der Deckel überragen dabei radial die Gelenke der am Mast in geeigneter Weise angelenkten Schirmdachsprossen.

[0003] Der Erfindung liegt demgegenüber die Aufgabe zugrunde, Großschirme der eingangs genannten Art dahingehend zu verbessern, dass nach Entnahme solcher in Schließstellung befindlicher Schirme aus ihrer Masthalterung eine Beschädigung des Mastendes weitestgehend verhindert wird.

[0004] Diese Aufgabe ist mit einem Großschirm der eingangs genannten Art nach der Erfindung durch die im Kennzeichen des Patentanspruches 1 angeführten Merkmale gelöst.

[0005] Mit anderen Worten wird gemäß dieser Lösung das Mastende mit einem Aufschlagdämpfer versehen, der, in Draufsicht gesehen, die Sprossengelenke radial überragt, so dass beim eventuellen Aufschlagen auf dem Boden das Mastende und damit die unmittelbar in seinem Bereich befindlichen Spossengelenke keine Beschädigung erfahren und diese auch nicht die textile Schirmbespannung durchschlagen können. Solche Großschirme haben nämlich nicht nur ein beträchliches Gewicht, sondern diese sind wegen ihrer Mastlänge auch bis zu einem gewissen Grade unhandlich, damit nach ihrer Entnahme aus dem Masthalter kopflastig und schlagen bei unachtsamer und rauher Handhabung sehr oft mit ihrem Mastende auf dem Boden auf, was dann im Laufe der Zeit zu Beschädigungen der in der Regel an einem besonderen Haltering angebrachten Gelenke und der Bespannung führen kann. Beim Großschirm nach dem vorgenannten DE 203 14 399 U1 sind übrigens derartige Aufschlagbelastungen besonders kritisch, da der teleskopartig im Mastende geführte Deckel ein gegen seitliche Stoßbelastungen besonders anfälliges Element darstellt, für das nach etwaiger schräg gerichteter Aufschlagsdeformation die Gefahr besteht, dass es seine Funktion verliert.

[0006] In konkreter Ausführungsform kann der erfindungsgemäße Aufschlagdämpfer, ausgehend von der prinzipiellen Lösung, aus einer unelastsichen Trägerscheibe gebildet und deren Umfangsrand mit einem elastischen Ring bestückt sein.

[0007] Außerdem kann der Aufschlagdämpfer auch selbst die Lochfassung für die Schirmdachbespannung bilden, und zwar unter Berücksichtigung dessen, dass, abgesehen von anderen möglichen Gestaltungen der zentrischen Befestigung der Schirmdachbespannungen, diese in der Regel ein zentrisches Loch haben.

[0008] Unter Lochfassung ist hierbei, sofern der Lochrand der Bespannung nicht in anderer Weise fixiert wird, ein am Mastende festsitzender Auflagering und ein gegenzuspannender Haltering zu verstehen, dessen Funktion vom Aufschlagdämpfer bei der vorgenannten zweiten Ausführungsform vorteilhaft mit übernommen wird.

[0009] Der erfindungsgemäße Großschirm wird anhand der zeichnerischen Darstellung von Ausführungsbeispielen nachfolgend näher erläutert.

[0010] Es zeigt schematisch
Figur 1
im Schnitt eine Ausführungsform des Großschirmes be- schränkt auf die Darstellung des hier interessieren- den Endbereich des Mastes;
Figur 2
eine andere Ausführungsform und
Figur 3
eine besondere Ausführungsform.


[0011] Der Großschirm besteht in bekannter Weise aus einem Mast 1, an dessen Endbereich 2 mehrere Schirmdachsprossen 3 mittels Gelenken 4 angelenkt sind und an dem die Schirmdachbespannung 5 zentrisch gefasst gehalten ist. Die Gelenke können dabei, wie üblich, an einem am Mast 1 fixierten Ring R ausgebildet sein.

[0012] Für einen solchen Großschirm ist nun unter Verweis auf die Figur 1 maßgebend, dass am Ende 2.1 des Mastes 1 über der gefassten Schirmdachbespannung 5 ein mindestens umfangselastisch ausgebildeter und, das ist insbesondere wesentlich, die Gelenke 4 überragender Aufschlagdämpfer 6 angeordnet ist.

[0013] Die Figur 1 zeigt dabei die Ausführungsform, bei der der Aufschlagdämpfer 6 aus einer unelastsichen Trägerscheibe 7 (beispielsweise aus Metall oder geeignetem Hartkunststoff) gebildet und deren genuteter Umfangsrand 7.1 mit einem elastischen Ring 8 bestückt ist, für den insbesondere ein Gummiring in Betracht kommt.

[0014] Die Ausführungsform nach Figur 2 weicht insofern von der gemäß Figur 1 ab, als hierbei der Aufschlagdämpfer 6 insgesamt aus elastischem Material besteht. Die sowohl in Figur 1 als auch Figur 2 dargestellten Profilschnitte der Aufschlagdämpfer sind dabei nicht verbindlich, das heisst, diese können auch anders profiliert und beispielsweise auch kugelförmig ausgeformt sein.

[0015] Eine besondere Ausführungsform ist in Figur 3 verdeutlicht, bei der der in Figur 4 in Draufsicht dargestellte Aufschlagdämpfer 6 aus einem entsprechend dimensionierten Federstahlkrönchen gebildet ist. Figur 3 zeigt dabei den Endbereich des geschlossenen Schirmes in geneigter Stellung, die auch für die anderen vorerläuterten Ausführungsformen gilt, bei der der Endbereich auf den Boden aufschlagen kann.

[0016] Bei allen Ausführungsbeispielen ist übrigens davon ausgegangen, dass die Schirmdachbespannung 5 ein zentrisches Loch 9.1 hat und der Aufschlagdämpfer 6 mit zur Lochfassung 9 für die Schirmdachbespannung 5 gehört und dieser gegen eine Auflagescheibe 9.2 verspannt wird.

Bezugszeichenliste



[0017] 
1
Mast
2
Endbereich
2.1
Ende
3
Schirmdachsprossen
4
Gelenk
5
Schirmdachbespannung
6
Aufschlagdämpfer
7
Trägerscheibe
7.1
Umfangsrand
8
elastischer Ring
9
Lochfassung
9.1
Loch
9.2
Auflagescheibe
R
Ring



Ansprüche

1. Großschirm, umfassend einen Mast (1), an dessen Endbereich (2) mehrere Schirmdachsprossen (3) mittels Gelenken (4) angelenkt sind und an dem die Schirmdachbespannung (5) zentrisch gefasst gehalten ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass am Ende (2.1) des Mastes (1) über der gefassten Schirmdachbespannung (5) ein mindestens umfangselastisch ausgebildeter, die Gelenke (4) überragender Aufschlagdämpfer (6) angeordnet ist.
 
2. Großschirm nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Aufschlagdämpfer (6) aus einer unelastsichen Trägerscheibe (7) gebildet und deren Umfangsrand (7.1) mit einem elastischen Ring (8) bestückt ist.
 
3. Großschirm nach Anspruch 1 oder 2, wobei die Schirmdachbespannung (5) mittels einer Lochfassung (9) fixiert ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Aufschlagdämpfer (6) mit als Teil der Lochfassung (9) für die Schirmdachbespannung (5) ausgebildet ist.
 




Zeichnung







Recherchenbericht










Angeführte Verweise

IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes. Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.

In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente