(19)
(11) EP 2 098 142 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
21.09.2011  Patentblatt  2011/38

(21) Anmeldenummer: 09405035.8

(22) Anmeldetag:  24.02.2009
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
A47G 33/04(2006.01)
B65D 85/52(2006.01)

(54)

Hülle

Sheath

Enveloppe


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO SE SI SK TR

(30) Priorität: 07.03.2008 CH 3352008

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
09.09.2009  Patentblatt  2009/37

(73) Patentinhaber: E:ssence GmbH
8451 Kleinandelfingen (CH)

(72) Erfinder:
  • Stocker, Hanspeter
    8451 Kleinandelfingen (CH)

(74) Vertreter: Wagner, Wolfgang Heribert 
Zimmerli, Wagner & Partner AG Apollostrasse 2 Postfach 1021
8032 Zürich
8032 Zürich (CH)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A- 1 563 771
DE-U1- 20 014 063
DE-U1- 20 305 199
FR-A- 2 720 380
US-A- 2 847 805
WO-A-01/78564
DE-U1- 20 302 486
FR-A- 2 710 827
GB-A- 2 282 587
US-A1- 2007 227 925
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung

    Technisches Gebiet



    [0001] Die Erfindung betrifft eine Hülle für einen Baum oder einen ähnlichen Gegenstand. Solche Hüllen werden vor allem zum Verpacken von kleineren Bäumen, insbesondere von Weihnachtsbäumen eingesetzt. Der Baum wird durch die Hülle gegen Beschädigungen geschützt, gleichzeitig wird sein Volumen für Transport und Aufbewahrung verringert.

    Stand der Technik



    [0002] Es ist bekannt, Weihnachtsbäume für den privaten Gebrauch, die gewöhnlich eine Höhe von zwischen 1m und 2,5m haben, gleich nach dem Fällen in eine gattungsgemässe Hülle zu stossen mit einem aus einem Netz bestehenden Schlauchabschnitt. Diese Hülle ist verhältnismässig eng, sodass die Aeste elastisch nach oben gegen den Stamm gebogen werden, wodurch sich der Umfang des Weihnachtsbaums wesentlich verringert. Zum Verpacken benötigt man dabei ein sogenanntes Netzgerät, das trichterförmig ausgebildet ist mit einem ersten Abschnitt mit weiter Oeffnung, der sich konisch verengt und einem an den ersten anschliessenden zweiten Abschnitt, der als zylindrischer Stutzen ausgebildet ist und auf den die Hülle aufgeschoben ist. Der Baum wird mit dem Fuss voran in die Oeffnung und durch das Netzgerät geschoben, wobei er die Hülle vom Stutzen abstreift, sodass er beim Verlassen des Netzgeräts von derselben umgeben ist.

    [0003] Zum Auspacken des Baumes wird die Hülle gewöhnlich längs einer Mantellinie aufgeschnitten, worauf der Baum wieder seine ursprüngliche Form annimmt. Aber selbst wenn die Hülle ohne Zerstörung abgenommen wird, ist sie für die Entsorgung des Baumes nicht brauchbar, da er nur mit Hilfe des Netzgeräts auf einfache Weise in die Hülle eingeführt werden kann. Ein solches Gerät steht aber gewöhnlich im Haushalt nicht zur Verfügung.

    [0004] Es sind auch viele Vorschläge gemacht worden für Hüllen ausschliesslich zum Entsorgen von Weihnachtsbäumen. So ist aus WO 01/78 564 A2 eine gattungsgemässe Hülle bekannt, welche an den Enden des Schlauchabschnittes umlaufende Bänder trägt, mit denen der Schlauchabschnitt dort nach Aufnahme des Weihnachtsbaumes zusammengezogen und verschnürt werden kann. Ganz ähnliche gattungsgemässe Hüllen sind aus DE 203 02 486 U1 und DE 203 05 199 U1 bekannt, wobei gemäss der erstgenannten Schrift der Schlauchabschnitt aus Kunststoffolie, z.B. Polyethylenfolie bestehen kann. Aus DE 200 14 063 U1 ist eine ähnliche Hülle bekannt, welche am Stamm, den sie ringartig umgibt, befestigt ist und an einem oberen und einem unteren Ende jeweils einen Drahtring aufweist, wobei der weite obere Drahtring in Buchten gelegt ist, welche der Umfangslinie folgend umgelegt sind, sodass die Hülle am oberen Ende durch Auseinanderlegen und -ziehen der Buchten erweitert und nach oben über den Weihnachtsbaum gezogen werden kann. Weitere ähnliche Hüllen, welche ausserdem während des Gebrauchs des Baumes eine seinen Fuss umgebende Bodenbedeckung bilden, sind in FR 2 710 827 A1, FR 2 720 380 A1 und GB 2 282 587 A beschrieben. Zylindrische oder konische Hüllen, welche zur Erleichterung des Verpackens längs einer Mantellinie geöffnet und wieder verschlossen werden können, sind EP 1 563 771 A1 zu entnehmen. Eine ähnliche solche Hülle ist in US 2007/0 227 925 A1 beschrieben.

    [0005] Die bekannten Hüllen der ersten oben beschriebenen Art haben den Nachteil, dass sie jeweils nur zur Verpackung des Baumes vor Gebrauch geeignet sind und nicht zur Entsorgung des Baumes nach dem Gebrauch desselben. Die Hüllen der zweiten Art sind dagegen jeweils nur zur Entsorgung eines gebrauchten Baumes geeignet und stellen ein weiteres Teil dar, das die Kosten und den gesamten Entsorgungsbedarf erhöht. Solche Hüllen haben daher auch keine grosse Verbreitung gefunden. Die gebrauchten Weihnachtsbäume werden in der Regel verbrannt oder zerschnitten und in den Müll geworfen. Diese Arten der Entsorgung verursachen einigen Aufwand und bringen meist keinen Nutzen.

    Darstellung der Erfindung



    [0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, eine gattungsgemässe Hülle so zu verbessern, dass sie sowohl zur Verpackung von Bäumen vor dem Gebrauch als auch zum Entsorgen derselben nach dem Gebrauch geeignet ist. Diese Aufgabe wird durch die Merkmale im kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1 gelöst.

    [0007] Die erfindungsgemässe Hülle gestattet eine einfache Entsorgung des Baumes und muss nicht eigens besorgt werden, da sie der Käufer des Baumes ohnedies mit demselben nach Hause gebracht hat. Die Wahrscheinlichkeit, dass von dieser Hülle zum Zweck der Entsorgung Gebrauch gemacht wird, ist daher wesentlich höher als bei bekannten Hüllen. Vor allem wenn die Hülle, was leicht zu bewerkstelligen ist, aus kompostierbarem Material besteht, steht einer nutzbringenden Verwendung des verpackten Baumes nichts im Weg. So kann er z.B. bei der Erzeugung von Biogas verwendet werden.

    Kurze Beschreibung der Zeichnungen



    [0008] Im folgenden wird die Erfindung anhand von Figuren, welche lediglich Ausführungsbeispiele darstellen, näher erläutert. Es zeigen
    Fig. 1
    schematisch eine Seitenansicht einer erfindungsgemässen Hülle gemäss einer ersten Ausführungsform,
    Fig. 2
    schematisch eine Frontansicht der erfindungsgemässen Hülle von Fig. 1,
    Fig. 3
    eine teilweise Seitenansicht eines Baumes, der zur Entsorgung in eine erfindungsgemässe Hülle nach Fig. 1, 2 gehüllt ist,
    Fig. 4
    schematisch eine Frontansicht einer erfindungsgemässen Hülle gemäss einer zweiten Ausführungsform,
    Fig. 5
    schematisch eine Frontansicht einer erfindungsgemässen Hülle gemäss einer dritten Ausführungsform und
    Fig. 6
    eine Seitenansicht eines Baumes, der zur Entsorgung in eine erfindungsgemässe Hülle nach Fig. 5 gehüllt ist.

    Wege zur Ausführung der Erfindung



    [0009] Die erfindungsgemässe Hülle gemäss der ersten Ausführungsform umfasst (Fig. 1, 2) einen Schlauchabschnitt 1, der aus einem biegsamen flächigen Material besteht, vorzugsweise Folie, da diese für Nadeln, Laub u.dgl. wie für Feuchtigkeit kaum durchlässig ist und sich ausserdem gut bedrucken lässt, sodass der Schlauchabschnitt 1 leicht mit einem Werbeaufdruck, einer aufgedruckten Gebrauchsanweisung o.dgl. versehen werden kann. Wo diese Vorteile nicht entscheidend sind, kann der Schlauchabschnitt auch aus einem Gewebe, Gewirk oder Netz bestehen. Das Material sollte möglichst kompostierbar sein. Es ist vorzugsweise verhältnismässig weich, sodass es gut zusammenlegbar ist und bei Transport und Lagerung wenig Platz benötigt. Besonders geeignet ist kompostierbarer Kunststoff wie z.B. Ecoflex® der BASF, der auch leicht zu Folie, Gewebe oder Netz verarbeitbar ist.

    [0010] Der Schlauchabschnitt 1 weist einen aussenliegenden zylindrischen Umfangsteil 2 auf sowie eine Falte 3, welche sich in Umfangsrichtung von einer Faltlinie 4 bis zu einer Umfaltlinie 5 erstreckt und innen am Umfangsteil 2 anliegt. An der Faltlinie 4 bildet der Schlauchabschnitt 1 einen ersten Bug, der den Umfangsteil 2 vom äusseren Abschnitt der Falte 3 trennt, während an der Umfaltlinie 5 die Falte 3 einen zweiten Bug bildet, der ihren äusseren von ihrem inneren Abschnitt trennt. Die Faltlinie 4 und die Umfaltlinie 5 folgen parallelen geraden Mantellinien des Schlauchabschnittes 1, sodass sich die Falte 3 gleichbleibend über dessen Länge erstreckt und der Querschnitt des eingefalteten Schlauchabschnitts 1 über seine Länge konstant ist.

    [0011] Längs des ersten Bugs an der Faltlinie 4 ist eine lösbare Verbindung angeordnet, welche den Umfangsteil 2 schliesst, indem sie durch die Falte 3 voneinander getrennte Teile des Schlauchabschnitts 1 miteinander verbindet und die Falte 3 überbrückt und fixiert. Die lösbare Verbindung greift dazu am Umfangsteil 2 einerseits in der Nähe der Faltlinie 4 an und andererseits dort, wo er an einer zur Faltlinie 4 parallelen Linie in den inneren Abschnitt der Falte 3 übergeht. Die lösbare Verbindung kann auf verschiedene Arten hergestellt sein. So können längs des der Faltlinie 4 folgenden Bugs in regelmässigen Abständen Verschnürungen z.B. durch zu geschlossenen Ringen verknotete kurze Schnüre 6 hergestellt sein, welche durch kongruente Oeffnungen im Umfangsteil 2 und im äusseren Abschnitt der Falte 3 in der Nähe des Bugs und im inneren Abschnitt der Falte 3 sowie weitere Oeffnungen im anschliessenden Umfangsteil 2 gezogen sind. Diese Verbindung kann durch Durchtrennen der Schnüre 6 mittels eines Messers oder einer Schere leicht gelöst werden. Daneben kann die Verbindung auch durch eine andere Art von Verschnürung, eine Naht oder in regelmässigen Abständen längs der Faltlinie 4 angebrachte Klebe- oder Schweissstellen oder eine längs derselben durchgehende Verklebung oder Schweissnaht oder auf andere Weise hergestellt sein. Wesentlich ist, dass die Verbindung leicht und ohne gröbere Verletzung des Schlauchabschnitts 1 gelöst werden kann. Längs des der Umfaltlinie 5 folgenden zweiten Bugs ist die Falte 3 in gleicher oder ähnlicher Weise mit dem Umfangsteil 2 verbunden.

    [0012] Die Hülle ist (Fig. 1) mit in Längsrichtung in regelmässigen Abständen aufeinanderfolgenden geschlossenen Bändern 7 versehen, welche sich quer zur Längsrichtung über den Umfang des gesamten Schlauchabschnittes 1 erstrecken, d.h., sowohl über den Umfangsteil 2 als auch über die Falte 3, die sie also nicht überbrücken. Sie liegen abwechselnd an der Innenseite und an der Aussenseite des Schlauchabschnitts 1, wobei der Uebergang durch kurze sich in Längsrichtung erstreckende Schlitze 8 im Schlauchabschnitt 1 erfolgt.

    [0013] Zum Verpacken eines z.B. frisch gefällten Baumes wird die Hülle im in Fig. 1, 2 dargestellten eingefalteten Zustand auf den Stutzen eines Netzgerätes aufgeschoben, derart, dass ein kurzer Abschnitt übersteht. Dann wird in an sich bekannter Weise der Baum mit dem Fuss voran durch den Trichter des Netzgeräts geschoben, wobei die Aeste elastisch nach oben gegen den Stamm gebogen werden. Der am Ende des Stutzens zum Vorschein kommende Baum nimmt mit seinen untersten Aesten den überstehenden Abschnitt der Hülle mit und zieht bei seiner weiteren Bewegung den Rest derselben vom Stutzen ab, wobei sich die Hülle fest um den Baum legt und die Aeste in der hochgebogenen Stellung festhält. Der Fuss des Baumes steht etwas über das Ende der Hülle vor, u.U. auch sein Wipfel. Der Baum wird durch die Hülle in einer Lage festgehalten, in der er einen wesentlich geringeren Durchmesser aufweist als in entspannter Lage, sodass er bei Aufbewahrung und Transport viel weniger Platz benötigt.

    [0014] Die Abmessungen des Schlauchabschnittes 1 richten sich nach denen des Baumes, wobei seine Länge etwas geringer sein kann als die des Baumes. Bei einer Hülle für einen Weihnachtsbaum kann sie etwa zwischen 80cm und 250cm liegen. Der Umfang kann dabei z.B. zwischen 100cm und 200cm betragen.

    [0015] Zum Auspacken des Baumes beim Endkäufer werden die Verbindungen gelöst und die Falte 3 geöffnet. Der wirksame Umfang des Schlauchabschnitts 1 erhöht sich dadurch um einen Faktor, der, je nach Erstreckung der Falte 3 in Umfangsrichtung, gewöhnlich zwischen 1,8 und 3, vorzugsweise zwischen 2 und 2,7 liegt. Der Baum kann nun leicht mit dem Fuss voraus aus der Hülle gezogen werden.

    [0016] Nach Gebrauch kann der Baum 9 (s. Fig. 3, wo nur ein unterer Abschnitt des Baumes und ein kürzerer Abschnitt der Hülle dargestellt sind) wegen des vergrösserten wirksamen Umfangs des Schlauchabschnitts 1 leicht wieder mit dem Fuss voran in denselben eingeschoben werden, bis der Fuss etwas übersteht. Anschliessend wird einer der aussenliegenden Abschnitte des Bandes 7 am Fussende des Baumes 9 angezogen, d.h. vom Schlauchabschnitt 1 weggezogen, bis der Rand desselben den Stamm dort knapp umgibt und dann das Band 7 z.B. durch einen einfachen Knoten fixiert. In gleicher Weise wird das Band 7 am gegenüberliegenden Ende des Schlauchabschnittes 1 angezogen, wobei dessen Rand entweder um einen überstehenden Abschnitt des Wipfels oder sonst so weit wie möglich zusammengezogen wird, sodass die Oeffnung, die er umgibt, so gut wie vollständig geschlossen ist. Dazwischenliegende weitere Bänder 7 können ebenfalls angezogen und durch Knoten fixiert werden, sodass der verpackte Baum 9 ein kompaktes Bündel bildet, das z.B. an den von den Bändern 7 gebildeten Schlaufen leicht gepackt und weggetragen werden kann.

    [0017] Statt einer innenliegenden Falte kann der Schlauchabschnitt 1 gemäss einer zweiten Ausführungsform (s. Fig. 4) auch z.B. zwei ausserhalb des Umfangsteils 2 liegende Falten 3a,b bilden, die z.B. direkt nebeneinander liegen und etwa mittels einer einzigen lösbaren Verbindung aus geschlossenen Schnüren 6 oder auf andere Weise längs parallelen Faltlinien 4a;b fixiert sind.

    [0018] Gemäss einer weiteren Ausführungsform (Fig. 5, 6) erstreckt sich die Falte 3 über die gesamte Innenseite des Umfangsteils 2, sodass auf eine Rückführung verzichtet werden kann, d.h. die Falte 3 keinen inneren Abschnitt aufweist. Der Schlauchabschnitt 1 bildet im eingefalteten Zustand einen Doppelschlauchabschnitt mit zwei Faltlinien 4a,b, an denen jeweils ein Bug verläuft, wo der Umfangsteil 2 in die Falte 3 übergeht und in deren Nähe beidseits die lösbare Verbindung am Schlauchabschnitt 1 angreift, derart, dass sie eine Ueberbrückung über die Faltlinien 4a,b herstellt, die den Umfangsteil 2 schliesst. Sie kann etwa durch ein Klebeband 10 hergestellt sein. Ausserdem kann eine kreuzweise Verschnürung im Bereich der Verbindung vorgesehen sein, welche aus einem Band 7 oder dgl. besteht, das abwechselnd durch längs der ersten Faltlinie 4a und der zweiten Faltlinie 4b angebrachte Oesen geführt ist. Es kann von vornherein vorgesehen sein, nur muss es dann eine Längenreserve aufweisen, die ein Ausstülpen der Falte 3 zur Erleichterung des Herausnehmens und des Wiedereinpackens des Baumes 9 gestattet und ist vorzugsweise an der Aussenseite des Umfangsteils 2 lösbar fixiert, z.B. mit ihr verklebt. Dies kann auch so ausgeführt sein, dass das Band die lösbare Verbindung herstellt oder verstärkt. Nach dem Wiederverpacken wird die Verschnürung angezogen (Fig. 6) und mit einem Knoten fixiert. Dadurch wird der Durchmesser des Bündels wesentlich verringert, was wiederum seine Handhabung erleichtert.

    [0019] Es sind viele Abweichungen von den beschriebenen Beispielen möglich, ohne dass der Bereich der Erfindung verlassen würde. So können die Bänder auch fehlen oder nur an den Enden des Schlauchabschnitts angebracht sein. Sie können auch durch einseitig am Schlauchabschnitt befestigte Bänder ersetzt sein, welche nach Verpackung des gebrauchten Baumes um den Schlauchabschnitt gezogen und durch einen Knoten geschlossen werden. Auch bei der lösbaren Verbindung, welche die Falte oder eine der Falten fixiert, kann es, vor allem bei kleinen Abmessungen, genügen, wenn sie auf Punkte nahe den Enden des Schlauchabschnittes beschränkt ist. Der Schlauchabschnitt kann variablen Umfang aufweisen, z.B. sich konisch verengen und auch die Erstreckung der Falte oder Falten über den Umfang kann in Längsrichtung variieren.

    [0020] Die erfindungsgemässe Hülle kann natürlich zum Verpacken jedes dazu geeigneten Gegenstandes verwendet werden. Ausser Bäumen kommen insbesondere Büsche und andere Pflanzen dafür in Frage.

    Bezugszeichenliste



    [0021] 
    1
    Schlauchabschnitt
    2
    Umfangsteil
    3, 3a,b
    Falte
    4, 4a,b
    Faltlinie
    5
    Umfaltlinie
    6
    Schnur
    7
    Band
    8
    Schlitz
    9
    Baum
    10
    Klebeband



    Ansprüche

    1. Hülle für einen Baum (9), insbesondere einen Weihnachtsbaum, oder einen ähnlichen Gegenstand, welche einen Schlauchabschnitt (1) aus einem flächigen Material umfasst, dadurch gekennzeichnet, dass der Schlauchabschnitt (1) zur Verminderung seines Umfangs derart eingefaltet ist, dass er einen aussenliegenden Umfangsteil (2) und mindestens eine Falte (3; 3a, 3b) bildet und mindestens eine lösbare Verbindung zwischen längs des Umfangs des Schlauchabschnittes (1) voneinander beabstandeten Stellen vorgesehen ist, welche den Umfangsteil (2) schliesst, indem sie die mindestens eine Falte (3; 3a, 3b) überbrückt.
     
    2. Hülle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Falte (3; 3a, 3b) über die Länge des Schlauchabschnitts (1) durchgehend ausgebildet ist.
     
    3. Hülle nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Schlauchabschnitt (1) über seine Länge gleichbleibenden Querschnitt aufweist.
     
    4. Hülle nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die lösbare Verbindung sich durchgehend oder unterbrochen über die ganze Länge des Umfangsteils (2) erstreckt.
     
    5. Hülle nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Falte (3) innerhalb des Umfangsteils (2) liegt, derart, dass sie von einer Faltlinie (4), an welcher die mindestens eine lösbare Verbindung angeordnet ist, bis zu einer in Umfangsrichtung von derselben beabstandeten Umfaltlinie (5) innen am Umfangsteil (2) anliegt.
     
    6. Hülle nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Falte (3) an der Umfaltlinie (5) durch eine weitere lösbare Verbindung mit dem Umfangsteil (2) verbunden ist.
     
    7. Hülle nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass eine einzige Falte (3) von einer ersten Faltlinie (4a) bis zu einer zweiten Faltlinie (4b) an der Innenseite des Umfangsteils (2) liegt und die lösbare Verbindung einerseits nahe der ersten Faltlinie (4a) und andererseits nahe der zweiten Faltlinie (4b) am Schlauchabschnitt (1) angreift, derart, dass der eingefaltete Schlauchabschnitt (1) einen an den Faltlinien (4a, 4b) gefalteten und dort durch die lösbare Verbindung geschlossenen Doppelschlauchabschnitt bildet.
     
    8. Hülle nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Verhältnis des Umfangs des Schlauchabschnitts (1) und des Umfangs des Umfangsteils (2) zwischen 1,8:1 und 3:1 und vorzugsweise zwischen 2:1 und 2,7:1 beträgt.
     
    9. Hülle nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die lösbare Verbindung jeweils durch Verschnürung, Verklebung oder Verschweissung hergestellt ist.
     
    10. Hülle nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens in den Endbereichen des Schlauchabschnitts (1) ein an demselben geführtes oder befestigtes und über mindestens einen Teil seines Umfangs laufendes Band (7) angebracht ist, welches mindestens an einer Stelle an der Aussenseite des Schlauchabschnitts (1) liegt, sodass es zur Verringerung des Durchmessers des ungefalteten Schlauchabschnitts (1) angezogen werden kann.
     
    11. Hülle nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das flächige Material eine Folie, ein Netz oder Gewebe ist.
     
    12. Hülle nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass sie aus einem kompostierbaren Material besteht.
     


    Claims

    1. Sheath for a tree (9), specifically a christmas tree, or a similar item, comprising a tubular section (1) made of a laminar material, characterised in that the tubular section (1) is folded, in order to reduce its circumference, in a way that it forms an outer circumferential part (2) and at least one fold (3; 3a, 3b), and at least one detachable connection is provided between positions spaced apart from one another along the circumference of the tubular section (1), the detachable connection closing the circumferential part (2) by bridging the at least one fold (3; 3a, 3b).
     
    2. Sheath according to claim 1, characterised in that the at least one fold (3; 3a, 3b) is formed continuously over the length of the tubular section (1).
     
    3. Sheath according to claim 2, characterised in that the tubular section (1) has a constant cross section over its length.
     
    4. Sheath according to any one of claims 1 to 3,
    characterised in that the detachable connection extends continuously or intermittently over the whole length of the circumferential part (2).
     
    5. Sheath according to any one of claims 1 to 4,
    characterised in that the at least one fold (3) is situated inside the circumferential part (2), in a way that it rests against the circumferential part (2) on the inside, from a folding line (4), where the at least one detachable connection is situated, to a fold-over line (5) spaced apart from the latter in the circumferential direction.
     
    6. Sheath according to claim 5, characterised in that the fold (3) is connected with the circumferential part (2) at the fold-over line (5) by means of another detachable connection.
     
    7. Sheath according to any one of claims 1 to 4,
    characterised in that a single fold (3) is situated on the inside of the circumferential part (2), from a first folding line (4a) to a second folding line (4b), and the detachable connection is attached on the tubular section (1) near the first folding line (4a) on the one hand and near the second folding line (4b) on the other hand, in a way that the folded tubular section (1) forms a double tubular section that is folded along the folding lines (4a, 4b) and closed there by means of the detachable connection.
     
    8. Sheath according to any one of claims 1 to 7,
    characterised in that the proportion of the circumference of the tubular section (1) and the circumference of the circumferential part (2) is between 1.8 : 1 and 3 : 1, and preferably between 2 : 1 and 2.7 : 1.
     
    9. Sheath according to any one of claims 1 to 8,
    characterised in that the detachable connection is in each case achieved by tying, glueing or welding.
     
    10. Sheath according to any one of claims 1 to 9,
    characterised in that a strap (7) is attached at least in the end regions of the tubular section (1), the strap being guided or fixed on the tubular section, running at least along a part of the circumference thereof and lying on the outside of the tubular section (1) on at least one position, in a way that it can be pulled tight in order to reduce the diameter of the unfolded tubular section (1).
     
    11. Sheath according to any one of claims 1 to 10,
    characterised in that the laminar material is a foil, a net or a fabric.
     
    12. Sheath according to any one of claims 1 to 11,
    characterised in that it is made of a compostable material.
     


    Revendications

    1. Enveloppe pour un arbre (9), en particulier un arbre de Noël, ou un objet analogue, laquelle comprend une section formant manchon (1) réalisée à partir d'un matériau planaire, caractérisée en ce que la section formant manchon (1), dans le but de réduire sa taille, est pliée de sorte qu'elle forme une portion périphérique externe (2) et au moins un repli (3 ; 3a, 3b) et au moins un raccord amovible est prévu entre des emplacements espacés l'un de l'autre le long de la circonférence de la section formant manchon (1), laquelle boucle la portion périphérique (2) en comblant le au moins un repli (3 ; 3a, 3b).
     
    2. Enveloppe selon la revendication 1, caractérisée en ce que le au moins un repli (3 ; 3a, 3b) est formé de manière continue sur la longueur de la section formant manchon (1).
     
    3. Enveloppe selon la revendication 2, caractérisée en ce que la section formant manchon (1) présente sur sa longueur une section transversale constante.
     
    4. Enveloppe selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisée en ce que le raccord amovible s'étend de manière continue ou discontinue sur toute la longueur de la portion périphérique (2).
     
    5. Enveloppe selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisée en ce que le au moins un repli (3) se trouve au sein de la portion périphérique (2) de sorte qu'il soit, sur la portion périphérique (2), entre une ligne de pli (4) sur laquelle est disposé le au moins un raccord amovible et une ligne de repli (5) espacée de celle-ci dans le sens de la circonférence.
     
    6. Enveloppe selon la revendication 5, caractérisée en ce que le repli (3) est raccordé à la portion périphérique (2) sur la ligne de repli (5) par un autre raccord amovible.
     
    7. Enveloppe selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisée en ce qu'un pli unique (3) courant d'une première ligne de pli (4a) à une deuxième ligne de pli (4b) se trouve sur la face interne de la portion périphérique (2) et ie raccord amovible d'une part à proximité de la première ligne de pli (4a) et, de l'autre, à proximité de la deuxième ligne de pli (4b) s'engage avec la section formant manchon (1) de sorte que la section formant manchon (1) pliée forme une double section formant manchon pliée sur les lignes de pli (4a, 4b) et bouclée à cet endroit par le raccord amovible.
     
    8. Enveloppe selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisée en ce que le rapport de la circonférence de la section formant manchon (1) et de la circonférence de la portion périphérique (2) se situe entre 1,8 : 1 et 3 : 1, de préférence entre 2 : 1 et 2,7 : 1.
     
    9. Enveloppe selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisée en ce que le raccord amovible est fabriqué par ficelage, adhésion ou soudage, respectivement.
     
    10. Enveloppe selon l'une des revendications 1 à 9, caractérisée en ce qu'au moins dans les zones d'extrémité de la section formant manchon (1) une attache (7) amenée ou fixée sur celle-ci et courant sur au moins une partie de sa circonférence est posée, laquelle se trouve au moins à un endroit sur la face externe de la section formant manchon (1), de sorte qu'elle puisse être enfilée pour réduire le diamètre de la section formant manchon (1) non pliée.
     
    11. Enveloppe selon l'une des revendications 1 à 10, caractérisée en ce que le matériau planaire est un film, un filet ou du tissu.
     
    12. Enveloppe selon l'une des revendications 1 à 11, caractérisée en ce qu'elle se compose d'un matériau compostable.
     




    Zeichnung











    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



    Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes. Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.

    In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente