[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Befüllen
eines flexiblen Gebindes, insbesondere eines Sacks, mit schüttfähigen Materialien
und insbesondere mit Schüttgütern, wobei das flexible Gebinde mittels eines Füllorgans
befüllt wird. Die Erfindung dient zum Abfüllen von pulverförmigen Produkten oder Granulaten
und insbesondere zum Abfüllen von leichten und sehr feinen Pulverprodukten, wie z.B.
Aerosilen, sowie von zur Farbherstellung benutzten Russpartikeln oder TiO
2-Partikeln oder TiO
2 enthaltenden Stoffen oder dergleichen, bei denen das Schüttgut beim Abfüllen einen
beträchtlichen Anteil an Luft enthält. Die Erfindung eignet sich aber auch zum Abfüllen
anderer schütt- bzw. fließfähiger Materialien oder auch zum Abfüllen von giftigen
oder umweltgefährdenden Produkten.
[0002] Im Stand der Technik sind verschiedene Systeme zum Abfüllen von Schüttgütern bekannt
geworden. Bei konventionellen Systemen zum Abfüllen von schüttfähigen Gütern in Ventilsäcke
enthalten die Schüttgüter einen gewissen Luftanteil während der Abfüllung. Der im
Sack enthaltene Luftanteil wird über entsprechende Öffnungen in der Sackwandung langsam
nach außen abgegeben.
[0003] Trotzdem besteht während des Füllvorgangs ein Überdruck im Sack, der beispielsweise
ca. 150 bis 250 Millibar beträgt. Dieser Überdruck liegt auch noch im Moment des Abschaltens
des Förderorgans vor. Wenn nun im Moment des Abschaltens des Förderorgans der Sack
von dem Füllorgan abgezogen wird, so entlädt sich der im Innern des Sacks vorherrschende
Druck schlagartig über das noch offene Ventil, sodass eine gewisse und insbesondere
bei leichten Materialien erhebliche Menge Produkt aus dem Sack mit ins Freie befördert
wird. Das führt zu einem Gewichtsverlust des Sacks und auch zu einer Verschmutzung
der Anlage und der Säcke. Bei der Abfüllung von beispielsweise Rußpartikeln oder TiO
2-Partikeln führen dabei schon geringe entweichende Produktmengen zu einer ganz erheblichen
Verschmutzung der Umgebung.
[0004] Um den Produktaustritt zu verringern und die Sauberkeit der Anlagen und der Säcke
zu erhöhen, wird im Stand der Technik deshalb vor Abnahme des Sacks abgewartet, bis
sich der Druck im Inneren des Sacks über die Wandung abgebaut hat, oder aber der Überdruck
muss über einen Bypass abgeführt werden. Der Druckabbau über die Wandung erfordert
insbesondere bei leichten Schüttgütern eine erhebliche Zeitspanne, sodass durchaus
mit einer drastischen Reduzierung der Abfüllleistung gerechnet werden muss. Wird der
Druck über einen Bypass abgeführt, wird der Druckabbau beschleunigt, verhindert aber
nicht, das Produkt durch den Bypass mit abgeführt wird, was dann zu einem Gewichtsverlust
der Säcke führt. Hieraus resultieren auch erhebliche Gewichtsschwankungen. Außerdem
muss das entweichende Produkt in der Regel verworfen werden. Insgesamt bedeutet dieser
Zustand eine Erhöhung der Betriebskosten.
[0005] Im Stand der Technik ist mit der
US 3,533,454 eine Vorrichtung bekannt geworden, mit der Materialien in Säcke gefüllt werden. Während
des Füllvorgangs werden die seitlichen Flächen des Sacks zunächst eingedrückt. Beim
Füllvorgang werden die Seitenwände dann expandiert, damit die mit Poren versehenen
Seitenwände des Sacks sich nicht schon während des Füllvorgangs durch das Füllmaterial
zusetzen. Durch die offenen Poren soll während des Füllvorgangs eine fortwährende
Entlüftung erfolgen. Durch die ständige Entlüftung kann die Füllrate beim Abfüllen
erhöht werden. Diese bekannte Technik führt nur zu einer relativ geringen Verkürzung
des gesamten Füllprozesses, denn dieser wird erheblich durch den Maximaldruck im Sack
am Ende des Füllvorgangs und die daraus resultierende Wartezeit nach dem Ende des
Füllvorgangs bestimmt. Da der Maximaldruck unverändert ist, bleiben die Zeitdauer
für den Druckabbau und somit die Wartezeit unverändert.
[0006] Im Stand der Technik ist weiterhin mit der
DE 195 41 975 A1 ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Formen und Entlüften von offenen Säcken nach
dem Füllvorgang bekannt geworden, bei dem die oberen Ränder der Überstände der Sackwandung
mit Klemmbacken gleitfähig eingespannt werden und bei dem nach erfolgter Füllung die
Klemmbacken in Richtung des im Sack vorhandenen Füllgutspiegels gewalzt werden, um
die enthaltene Luft über eine durch die obere Öffnung des Sacks eingeführte und mit
Vakuum beaufschlagbare Lanze aus dem Sack abzuführen. Dadurch kann die Wartezeit wirksam
verkürzt werden. Ein Nachteil bei der bekannten Vorrichtung ist aber, dass durch die
in den Sack eingeführte Lanze nicht nur Luft, sondern auch Füllgut abgeführt wird.
[0007] Aus der
DE 37 03 714 A1 ist eine Einsackmaschine zum Verfüllen pulverförmiger Güter mit einem Füllstutzen
bekannt geworden, bei dem an dem Füllstutzen eine mit einem Filter versehene und an
eine Unterdruckquelle angeschlossene Luftauslassöffnung vorgesehen ist, die zur Absaugung
der im Sack enthaltenen Luft dient. Mit einer solchen Vorrichtung können pulverförmige
Schüttgüter in Ventilsäcke abgefüllt werden. Nachteilig an der bekannten Vorrichtung
ist aber, dass bei Einsatz eines grobporigen Filtermaterials dennoch ein erheblicher
Anteil an Füllgut über die Auslassöffnung abgeführt wird, während bei Einsatz eines
feinporigen Filtermaterials sich die Poren schnell durch das Füllgut zusetzen, sodass
die Wirkung erheblich reduziert wird.
[0008] Bei derartigen aus dem Stand der Technik bekannten Vorrichtungen muss überall dort,
wo mit der Luft Produkt, entweichen kann der Sack deshalb um den zu erwartenden Gewichtsverlust
überfüllt werden, um die Gewichtsabweichungen des abgefüllten Sacks zu reduzieren
bzw. zu kompensieren. Da aber dieser Gewichtsverlust schwankt, ist eine größere Streuung
der Gewichte unumgänglich, wodurch zum Einhalten eines Mindestgewichts im Regelfall
mehr Material in die Säcke abgefüllt werden muss, als eigentlich nötig wäre. Alternativ
kann die Beruhigungszeit nach dem Ende des Füllvorgangs verlängert werden, damit sich
der Überdruck abbauen kann.
[0009] In allen geschilderten Fällen entsteht ein verfahrensmäßiger Nachteil, der sich als
spürbare Kostensteigerung durch eine deutliche Leistungsminderung und/oder durch Materialverlust
und gegebenenfalls verschmutzte Säcke darstellt.
[0010] Weiterhin ist in der unveröffentlichten internationalen Patentanmeldung
PCT/EP2007/010252 eine Vorrichtung und ein Verfahren zum Füllen von Säcken mit schüttfähigen Gütern
beschrieben, wobei ein zu befüllendes Gebinde über ein Füllorgan mittels eines Füllprozesses
befüllt wird. Der Füllprozess weist einen Füllabschnitt, einen Beruhigungsabschnitt
und einen Abnahmeabschnitt auf. Während des Füllabschnitts wird ein schüttfähiges
Gut in das Gebinde eingefüllt, in dem Beruhigungsabschnitt ist eine Beruhigungsphase
zum Druckabbau vorgesehen und in dem Abnahmeabschnitt wird das Gebinde von dem Füllorgan
abgenommen. Dabei wird der Füllprozess dadurch verkürzt, dass das dem Gebinde zur
Verfügung stehende Volumen während eines wesentlichen Teiles des Füllprozesses reduziert
wird, um den im Gebinde herrschenden Druck hoch zu halten, während am Ende des Füllprozesses
das zur Verfügung stehende Volumen des Gebindes vergrößert wird, um den im Gebinde
herrschenden Druck schnell zu reduzieren. Bei diesem Verfahren wird der Druck während
des Einfüllens der schüttfähigen Güter in den Sack hochgehalten. Wenn das angestrebte
Gesamtgewicht erreicht ist, wird der Füllabschnitt beendet und danach in dem Beruhigungsabschnitt
wird das zur Verfügung stehende Volumen vergrößert, um den Füllprozess insgesamt zu
beschleunigen.
[0011] Gegenüber dem vorveröffentlichten Stand der Technik ist es die Aufgabe der vorliegenden
Erfindung, ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Verfügung zu stellen, mit dem bzw.
mit der eine zügige Befüllung flexibler Gebinde möglich ist, wobei bei der Abnahme
nur ein geringer oder sogar praktisch kein Gewichtsverlust auftritt.
[0012] Diese Aufgabe wird durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist Gegenstand des Anspruchs 11. Bevorzugte Weiterbildungen
der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche. Weitere Vorteile und Merkmale ergeben
sich aus dem Ausführungsbeispiel.
[0013] Das erfindungsgemäße Verfahren ist zum Befüllen von flexiblen Gebinden mit schüttfähigen
Gütern vorgesehen und dient vorzugsweise zum Befüllen von Säcken mit insbesondere
leichten schüttfähigen Gütern. Das zu befüllende Gebinde wird mit einem Füllorgan
oder mit mehreren Füllorganen mittels eines Füllprozesses befüllt. Der Füllprozess
umfasst wenigstens einen Füllabschnitt, einen Beruhigungsabschnitt und einen Abnahmeabschnitt.
Während des Füllabschnitts wird wenigstens ein schüttfähiges Gut in das Gebinde eingefüllt
und in dem Beruhigungsabschnitt ist wenigstens eine Beruhigungsphase zum Entlüften
vorgesehen. In dem Abnahmeabschnitt wird das Gebinde von dem Füllorgan abgenommen.
Wenigstens in der Beruhigungsphase wird mit wenigstens einer Presseinrichtung ein
Pressdruck auf das Gebinde ausgeübt, um das Gebinde zu entlüften und das dem Gebinde
zur Verfügung stehende Volumen zu reduzieren. Der Pressdruck wird so lange ausgeübt,
bis eine vorbestimmte Verringerung des dem Gebinde zur Verfügung stehenden Volumens
erreicht wird, woraufhin der Pressdruck der Presseinrichtung auf das Gebinde reduziert
und das Gebinde von dem Füllorgan abgenommen wird.
[0014] Vorzugsweise wird am Ende des Füllprozesses vor der Abnahme das Volumen des Gebindes
und insbesondere das dem Gebinde zur Verfügung stehende Volumen vergrößert, um den
im Gebinde herrschenden Druck zu reduzieren.
[0015] Unter dem Begriff "Füllprozess" wird im Sinne dieser Anmeldung der Prozess vom Aufstecken
oder Anordnen des Gebindes bis zur Abnahme bzw. Entfernung des gefüllten Gebindes
verstanden. Der Füllprozess umfasst dabei insbesondere das Anordnen oder Aufstecken
des Gebindes, den eigentlichen Füllvorgang des Gebindes und das Abnehmen des gefüllten
Gebindes.
[0016] Unter dem Begriff "Füllvorgang" wird der Vorgang des Befüllens verstanden, also der
Füllabschnitt, bei dem wenigstens eine Phase mit Grobstromfüllung und wenigstens eine
Phase mit Feinstromfüllung vorgesehen sein können. Unter dem Begriff "während des
Füllprozesses" wird im Sinne dieser Anmeldung verstanden, dass der entsprechende Vorgang
in zeitlicher Hinsicht nach dem Start des Füllprozesses, also nach dem Anordnen oder
Aufstecken und vor der Abnahme des Gebindes erfolgt.
[0017] Ein bedeutender Vorteil der Erfindung ist die Reduktion des Volumens in der Beruhigungsphase,
bis eine vorbestimmte Verringerung des dem Gebinde zur Verfügung stehenden Volumens
erzielt wird. Dadurch wird sichergestellt, dass der Innendruck genügend abgebaut wird,
sodass eine Abnahme ohne Materialaustritt möglich ist. Die vorbestimmte Verringerung
wird vorzugsweise aufgrund von Erfahrungswerten für einzelne abzufüllende Produkte
festgelegt. Die Beruhigungsphase schließt sich an den Füllvorgang an. Während der
Beruhigungsphase wird in der Regel kein Füllmaterial mehr in das Gebinde abgefüllt.
[0018] Durch die Vergrößerung des dem Gebinde zur Verfügung stehenden Volumens vor der Abnahme
wird der im Gebinde herrschende Druck direkt proportional zur Volumenvergrößerung
verringert, sodass mit der Volumenvergrößerung direkt eine Druckreduzierung erzielt
wird, da das flexible Gebinde aufgrund des erhöhten Innendrucks das vergrößerte Volumen
unmittelbar einnehmen wird. Folglich kann der Abnahmedruck schnell erreicht werden,
so dass bei der Abnahme der Gebinde kein hoher Materialverlust entsteht, da der Druck
im Inneren des Gebindes durch die Volumenvergrößerung verringert wird.
[0019] Ein weiterer Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens ist eine bessere Sackentlüftung
während der Beruhigungsphase.
[0020] Vorzugsweise wird ein schüttfähiges Gut während des Füllabschnitts unter Zugabe von
Luft in das Gebinde eingefüllt. Gegebenenfalls kann nach dem Füllprozess eine Verschweißung
des Sacks erfolgen.
[0021] Der Füllprozess kann auch weiterhin noch dadurch verkürzt werden, dass das zur Verfügung
stehende Volumen des Gebindes während eines wesentlichen Teiles des Füllprozesses
reduziert wird, um den im Gebinde herrschenden Druck während des Füllens hoch zu halten.
In der Beruhigungsphase wird dann ein nochmals erhöhter Druck ausgeübt, bis schließlich
am Ende des Füllprozesses der Pressdruck reduziert und somit das zur Verfügung stehende
Volumen des Gebindes vergrößert wird, um den im Gebinde herrschenden Druck schnell
zu reduzieren.
[0022] Grundsätzlich beginnt ein Sack zu entlüften, wenn darin Überdruck herrscht, also
wenn eine Druckdifferenz zur Umgebung vorliegt. Dieser Zeitpunkt tritt typischerweise
ab etwa 50 % des abzufüllenden Gewichts ein. Dadurch, dass bei dieser Weiterbildung
des Verfahrens schon frühzeitig nur ein reduziertes Volumen für das Gebinde zur Verfügung
steht, steigt das Druckniveau im Sack während des Füllvorgangs steiler an als bei
einem konventionellen Verfahren, so dass zu einem erheblich früheren Zeitpunkt ein
Überdruck im Sack erreicht wird, der eine selbsttätige Sackentlüftung bewirkt. Da
die Entlüftungsrate des Gebindes von der Druckdifferenz zwischen Sackinneren und der
Umgebung abhängt, liegt durch das während des Füllabschnitts herrschende Überdruckniveau
eine optimale Entlüftung vor. Die Entlüftung des Gebindes wird erheblich beschleunigt.
[0023] Trägt man den im Sack vorherrschenden Druck über der Zeit auf, so ist die Fläche
unter der Kurve ein Maß für die Entlüftungsarbeit. Diese Fläche, die sich auf den
Zeitraum des eigentlichen Füllens bezieht, ist bei dem erfindungsgemäßen Verfahren
größer, so dass erfindungsgemäß eine schnellere Abfüllung erzielbar ist.
[0024] Erfahrungen in einem konkreten Fall haben gezeigt, dass dort ein Überdruck schon
etwa nach der Hälfte der sonst dazu benötigten Zeit erreicht wird, so dass während
des Füllvorgangs schon über einen deutlich längeren Zeitraum eine effektive Entlüftung
stattfindet.
[0025] Das Volumen wird gegen Ende des Füllprozesses, insbesondere im Beruhigungsabschnitt
nach dem beendeten Füllvorgang verringert, während das Gebinde noch an dem Füllstutzen
oder dem Füllorgan angeordnet ist. Dazu wird der eventuell zuvor schon vorhandene
Entlüftungsdruck auf das Gebinde nochmals erhöht und der Pressdruck eingestellt, um
das zur Verfügung stehende Volumen und damit das Gebindevolumen durch Entlüften des
Gebindes zu reduzieren.
[0026] Insbesondere wird direkt nach dem Abschalten des Förderorgans ein hoher und insbesondere
zeitlicher konstanter Pressdruck auf das Gebinde aufgebracht, der zu einer verstärkten
Entlüftung des Gebindes und somit einem sich reduzierenden Volumen des Gebindes führt.
[0027] Durch die Maßnahmen kann das Füllverfahren verkürzt und die benötigte Wartezeit ganz
erheblich verringert werden. In einem konkreten Fall wurde die Dauer der Beruhigungsphase
von etwa 20 Sekunden auf 5 Sekunden reduziert, während die Zeitdauer des Füllabschnitts
bei etwa 30 Sekunden konstant blieb, sodass die Zeitdauer für den Füllprozess um 20
bis 30 % reduziert werden konnte.
[0028] Vorzugsweise ist wenigstens eine Detektionseinrichtung vorgesehen, welche bei Erreichen
des vorbestimmten Maßes für das dem Gebinde zur Verfügung stehenden Volumens den Pressdruck
auf das Gebinde reduziert. Die Detektionseinrichtung kann in Form einer mechanischen
Kurvensteuerung vorgesehen sein oder in einer bevorzugten Weiterbildung als eine elektrische
Detektionseinrichtung ausgeführt sein, die ein Abnahmesignal ausgibt.
[0029] Beispielsweise kann die Detektionseinrichtung in einem einfachen Fall als Endschalter
ausgeführt sein. Wenn das Volumen des Gebindes vorbestimmt reduziert wird oder ein
vorbestimmtes Maß erreicht, wird der Endschalter betätigt, woraufhin der Endschalter
oder eine Steuereinrichtung das Abnahmesignal ausgibt. Im Anschluss wird der Abnahmeabschnitt
eingeleitet und das Gebinde schließlich abgenommen.
[0030] Möglich ist es auch, dass eine Vielzahl von Endschaltern oder Positionsschaltern
vorgesehen ist, von denen einer zur Indikation des vorbestimmten Maßes auswählbar
ist. Möglich ist auch ein verstellbarer Endschalter oder Positionsschalter, um das
vorbestimmte Maß beispielsweise materialabhängig oder auch gebindeabhängig einstellen
zu können.
[0031] Insbesondere erfasst die Detektionseinrichtung einen Wert, der etwa proportional
zu dem Volumen ist, welches dem Gebinde zur Verfügung steht. Die Detektionseinrichtung
oder eine zugeordnete Steuereinrichtung gibt vorzugsweise ein Abnahmesignal aus, wenn
der Wert das vorbestimmte Maß erreicht hat. Daraufhin wird der Pressdruck auf das
Gebinde reduziert und das Gebinde wird abgenommen.
[0032] In vorteilhaften Weiterbildungen wird das dem Gebinde zur Verfügung stehende Volumen
in der Beruhigungsphase auf ein vorbestimmtes Maß reduziert. Dieser Wert kann fix
gewählt sein und für alle mit einem Produkt zu füllenden Gebinde vorgegeben sein.
[0033] Möglich ist es auch, dass das dem Gebinde zur Verfügung stehende Volumen in der Beruhigungsphase
um ein vorbestimmtes Maß reduziert wird. Beispielsweise kann die Breite unabhängig
von der Ausgangsbreite, die vom Füllprodukt und den Sackabmessungen abhängt, um z.B.
4 cm oder 6 cm reduziert werden. Das bietet Vorteile, insbesondere wenn die Produkteigenschaften
schwanken.
[0034] Möglich ist es auch, das zur Verfügung stehende Volumen um einen vorgegebenen oder
einstellbaren prozentualen Anteil zu verringern.
[0035] Insbesondere wird während wenigstens eines Teiles des Füllabschnitts auf das Gebinde
von außen ein Entlüftungsdruck ausgeübt, um das dem Gebinde zur Verfügung stehende
Volumen schon während des Füllens zu reduzieren und um die Entlüftung zu fördern.
[0036] Während des Füllabschnitts wird vorzugsweise ein vorgegebener Druck im Gebinde schnell
aufgebaut und anschließend etwa gehalten. Das Volumen kann am Ende des Beruhigungsabschnitts
insbesondere nach der Beruhigungsphase in einem Schritt stark vergrößert werden.
[0037] Das zur Verfügung stehende Volumen ergibt sich während des Füllabschnitts im Wesentlichen
aus einem Gleichgewicht des Gebindeinnendrucks und dem Entlüftungsdruck, der von außen
aufgebracht wird.
[0038] Vorteilhafterweise wird während des Füllabschnitts ein vorgegebener Druck im Gebinde
schnell aufgebaut und anschließend etwa gehalten. Der aufgebaute Druck kann der maximal
aufbaubare Druck sein oder ein Druck, der unter Einhaltung von Sicherheitstoleranzen
gewählt wird. Insbesondere liegt der aufgebaute Entlüftungsdruck unterhalb des von
dem Förderorgan erzeugbaren Fülldrucks.
[0039] In allen Ausgestaltungen und Weiterbildungen werden die Pressbacken vorzugsweise
druckgesteuert, können aber über eine Wegerfassung oder eine Positionserfassung verfügen.
[0040] Durch den gegenüber dem Entlüftungsdruck erhöhten Pressdruck in dem Beruhigungsabschnitt
wird die Entlüftung verstärkt, sodass der Beruhigungsabschnitt verkürzt werden kann.
[0041] In einer Weiterbildung der Erfindung wird während des Füllprozesses, insbesondere
während des Befüllens bzw. während des Füllvorgangs in periodischen Abständen oder
kontinuierlich ein Kennwert für das Gewicht des Gebindes bzw. des im Gebinde enthaltenden
Füllguts erfasst. Dabei kann das Gewicht über ein Netto- und besonders bevorzugt ein
Bruttoverfahren ermittelt werden. Möglich ist auch, dass ein Sackstuhl, auf dem das
Gebinde angeordnet ist, Teil des wiegenden Systems ist. Da die Gewichte der beteiligten
Komponenten bekannt sind, kann aus dem gemessenen Gesamtgewicht auf das aktuelle Gewicht
des im Gebinde enthaltenen Füllguts zurück geschlossen werden. Vorzugsweise wird bei
Erreichen des Sollgewichts eines Gebindes die Zufuhr des Schüttguts gestoppt. Möglich
ist auch eine gewichtsabhängige Steuerung des Füllvorgangs oder des Füllprozesses,
wobei die Füllrate beim Erreichen eines vorbestimmten Gewichts oder Gewichtsanteils
von der Grobstromfüllrate auf die Feinstromfüllrate reduziert wird. Es kann die Füllrate
bei Erreichen eines vorbestimmten Gewichtes oder Gewichtsanteils auch kontinuierlich
bis zu einer minimalen Füllrate abgesenkt werden, um eine optimale Befüllung zu erzielen.
[0042] Die Verringerung des Pressdrucks am Ende der Beruhigungsphase kann insbesondere schlagartig
bzw. näherungsweise schlagartig erfolgen. Dadurch wird das zur Verfügung stehende
Volumen in dem Beruhigungsabschnitt in einem kurzen Zeitabschnitt stark vergrößert.
Möglich ist auch eine kontinuierliche Volumenvergrößerung nach Erreichen des vorbestimmten
reduzierten Volumens.
[0043] In allen anderen Ausgestaltungen kann das dem Gebinde zur Verfügung stehende Volumen
zunächst vorzugsweise durch seitliche Begrenzungseinrichtungen, Presseinrichtungen,
Pressbacken der dergleichen begrenzt werden, wobei die Pressbacken oder dergleichen
zur Vergrößerung des zur Verfügung stehenden Volumens des Gebindes dann am Ende des
Füllprozesses und insbesondere am Ende des Beruhigungsabschnitts nach außen gefahren
werden. In bevorzugten Ausgestaltungen wirken die Begrenzungseinrichtungen oder Pressbacken
oder dergleichen auf die Längsseiten des Gebindes ein. Insbesondere sind die Pressbacken
wenigstens in der Beruhigungsphase druckgesteuert.
[0044] Möglich ist es auch, dass das zur Verfügung stehende Volumen in der Beruhigungsphase
durch eine weggesteuerte Verfahrung der Pressbacken vorbestimmt reduziert wird.
[0045] In bevorzugten Weiterbildungen der Erfindung wird das dem Gebinde zur Verfügung stehende
Volumen bis zu 50 % oder mehr, insbesondere um bis zu 30 % vergrößert. Vorzugsweise
beträgt die Volumenvergrößerung zwischen etwa 3 % und 20 % und besonders bevorzugt
zwischen etwa 5 % und 15 %. Je nach abzufüllendem Stoff kann der prozentuale Anteil
bei besonders feinen und leichten Stoffen auch noch größer sein.
[0046] Vorzugsweise wird nach dem Stoppen des Förderorgans der Pressdruck an das Gebinde
angelegt, da der Druckabbau in dem vorhergehenden Zeitabschnitt bei höheren Überdrücken
schneller vonstatten geht.
[0047] Herrscht gegen Ende der Beruhigungsphase in dem Sack ein Überdruck von z.B. 100 Millibar
so beträgt der Innendruck etwa 1,1 bar. Durch eine Volumenvergrößerung um 10 % kann
der im Sack enthaltene Überdruck etwa vollständig abgebaut werden. Erfindungsgemäß
kann die Wartezeit und der Beruhigungsabschnitt erheblich verkürzt werden.
[0048] In allen Ausgestaltungen der Erfindung kann ein Kennwert für den Sackinnendruck bzw.
den Fülldruck im Gebinde vorzugsweise mittels eines Drucksensors erfasst werden. Dabei
wird insbesondere ein Kennwert für den im Gebinde herrschenden Luftdruck ermittelt.
[0049] Beispielsweise kann an einem als Füllrohr oder Füllstutzen ausgeführten Füllorgan
eine Sonde mit einem Messkanal vorgesehen sein, der bis in das Innere des zu füllenden
Gebindes hineinreicht, sodass ein an den Messkanal angeschlossener Sensor einen Kennwert
für den im Gebinde vorherrschen Druck erfasst.
[0050] In anderen Ausgestaltungen kann auch über ein an das Füllorgan oder an das Gebinde
angeschlossener Sensor ein Kennwert für den im Gebinde herrschenden Druck abgeleitet
werden.
[0051] Vorteilhafterweise wird der Füllprozess insgesamt oder wenigstens der Füllvorgang
in Abhängigkeit von dem ermittelten Kennwert gesteuert. Dadurch wird die Einhaltung
von Grenzwerten beim Füllvorgang ermöglicht. Vorzugsweise wird der Füllprozess derart
gesteuert, dass ein vorgegebener Maximaldruck nicht überschritten wird, um z.B. einen
Sackbruch zu vermeiden. Andererseits wird das Förderorgan vorzugsweise derart gesteuert,
dass der im Gebinde bzw. im Sack vorhandene Druck möglichst nahe am Maximaldruck liegt,
um den Füllprozess insgesamt zu beschleunigen.
[0052] In bevorzugten Weiterbildungen der Erfindung wird wenigstens in einem Zeitabschnitt
das dem Gebinde zur Verfügung stehende Volumen in Abhängigkeit von dem ermittelten
Kennwert für den im Gebinde vorherrschenden Fülldruck bzw. Sackinnendruck variiert.
[0053] Falls ein Drucksensor zur Ermittlung eines Kennwerts für den im Gebinde vorherrschenden
Sackinnendruck vorgesehen ist, kann der Abnahmezeitpunkt des Gebindes von dem Füllorgan
oder dem Füllstutzen vorzugsweise in Abhängigkeit von dem Sackinnendruck gewählt werden,
um sicher zu stellen, dass nahezu kein Material bei der Abnahme austritt. Dazu können
die Pressbacken geöffnet und der im Gebinde vorherrschende Sackinnendruck erfasst
werden. Wenn ein geeigneter Abnahmedruck vorliegt, kann der Sack abgenommen werden.
Ansonsten kann der Pressdruck wieder aufgebaut werden, bis sich ein geeigneter Abnahmedruck
ergibt.
[0054] In allen Ausgestaltungen werden insbesondere Ventilsäcke gefüllt, die nach dem Füllvorgang
verschlossen werden oder auch selbstschließend ausgeführt sein können.
[0055] In allen Ausgestaltungen wird vorzugsweise eine Membranpumpe zur Förderung der schüttfähigen
Güter eingesetzt. Obwohl die Membranpumpe grundsätzlich eine Maschine zur Förderung
von Flüssigkeiten bzw. Gasen ist, hat sich dieses System auch zur Förderung von schüttfähigen
Gütern und insbesondere von leichten schüttfähigen Gütern bewährt.
[0056] Das Funktionsprinzip der Membranpumpe ähnelt dem der Kolbenpumpe, wobei bei der Membranpumpe
eine vollständige Trennung von dem zu füllenden Schüttgut und dem Antrieb vorliegt.
Die Trennung wird durch eine Membran erreicht, durch die die bewegten mechanischen
Komponenten des Motors vor Einwirkungen des zu fördernden Schüttguts abgeschirmt werden.
[0057] Der eigentliche mechanische Antrieb der Membranpumpe kann konventionell über einen
Elektromotor mittels einer an der Membran befestigen Pleuelstange oder mittels geeignet
gesteuerter Druckluft erfolgen.
[0058] Membranpumpen haben gegenüber Förderturbinen den Vorteil, dass sie eine geringere
Abhängigkeit der Füllleistung von dem im Sack herrschenden Überdruck aufweisen, so
dass die während des Füllvorgangs vorherrschenden erhöhten Drücke die Fördermenge
nur wenig beeinflussen.
[0059] Vorzugsweise werden Doppelmembranpumpen eingesetzt, die auch über Druckluft gesteuert
werden können. Dazu ist ein Doppelgehäuse vorgesehen, welches über eine Verbindungsstange
zwei verbundene Membranen enthält. Die Membranen werden auf ihrer Außenseite von dem
befördernden Schüttgut und auf ihrer Innenseite von Druckluft beaufschlagt. Über die
Verbindungsstange wird ein Ventil betätigt, welches bei Erreichen einer Endlage die
Druckluft auf die jeweils andere Membran umsteuert. Eine solche über Druckluft angesteuerte
Membranpumpe überträgt den Luftdruck direkt auf das zu befördernde Schüttgut. Durch
eine Drosselung des Drucks lässt sich die beförderte Menge Schüttgut gut justieren.
[0060] In allen Ausgestaltungen wird insbesondere leichtes und gegebenenfalls auch elastisches
Schüttgut mit einer Dichte kleiner als 300 kg je m
3 bzw. mit einer Dichte kleiner 300 g je dm
3 abgefüllt. Vorzugsweise wird Schüttgut mit einer Dichte kleiner als 250 kg je m
3 und insbesondere mit einer Dichte zwischen 30 und 150 kg je m
3 abgefüllt.
[0061] Die erfindungsgemäße Vorrichtung zum Befüllen von flexiblen Gebinden ist insbesondere
zum Befüllen von Säcken mit schüttfähigen Gütern vorgesehen und umfasst eine Steuereinrichtung
und wenigstens ein Füllorgan, mit dem ein zu befüllendes Gebinde mittels eines Füllprozesses
insbesondere unter Zugabe von Luft befüllt wird. Der Füllprozess umfasst wenigstens
einen Füllabschnitt, einen Beruhigungsabschnitt zum Druckabbau und einen Abnahmeabschnitt.
In dem Abnahmeabschnitt ist das Gebinde von dem Füllorgan abnehmbar. Dabei ist eine
Presseinrichtung vorgesehen, mit welcher von außen auf das Gebinde Druck ausübbar
ist. Die Steuereinrichtung und die Presseinrichtung sind geeignet und strukturiert,
mittels der Presseinrichtung wenigstens in der Beruhigungsphase einen Pressdruck von
außen auf das Gebinde auszuüben, um das Gebinde zu entlüften und das dem Gebinde zur
Verfügung stehende Volumen zu reduzieren, bis eine Detektionseinrichtung eine vorbestimmte
Verringerung des dem Gebinde zur Verfügung stehenden Volumens detektiert, woraufhin
ein Abnahmesignal ausgegeben wird und der Pressdruck der Presseinrichtung auf das
Gebinde reduziert wird und das Gebinde von dem Füllorgan abgenommen wird.
[0062] Insbesondere kann der Füllprozess auch dadurch verkürzt werden, dass mittels der
Press- oder Begrenzungseinrichtung das dem Gebinde zur Verfügung stehende Volumen
während eines wesentlichen Teiles des Füllprozesses verringert und am Ende des Beruhigungsabschnitts
stark vergrößert wird, um während des Füllabschnitts den im Gebinde herrschenden Druck
hoch zu halten und um den Beruhigungsabschnitt nach dem Füllabschnitt zu verkürzen.
[0063] Vorzugsweise weist die Presseinrichtung zwei Pressbacken auf, welche auf seitliche
Bereiche eines Gebindes einwirken können.
[0064] Insbesondere ist die Detektionseinrichtung geeignet, einen Wert für das dem Gebinde
zur Verfügung stehende Volumen zu ermitteln, wobei der erfasste Wert vorzugsweise
etwa proportional zu dem Volumen ist, welches dem Gebinde zur Verfügung steht. Die
Detektionseinrichtung umfasst insbesondere wenigstens einen Abstandssensor oder einen
Positionssensor oder einen Wegsensor. Möglich ist z.B. ein Abstandssensor auf Ultraschallbasis
oder ein Laserabstandssensor oder ein sonstiger Sensor, der geeignet ist, einen Weg
oder Abstand zu erfassen. Möglich ist bei motorischen Systemen z.B. ein Inkrementaldrehgeber.
[0065] In bevorzugten Weiterbildungen ist wenigstens ein Drucksensor vorgesehen, mit dem
ein Kennwert für einen im Gebinde herrschenden Druck bestimmbar ist. Vorzugsweise
ist eine Vergleichseinrichtung vorgesehen, welche den herrschenden Druck mit einem
vorgegeben Druck vergleicht und welche ein Abnahmesignal auslöst, wenn der herrschende
Druck kleiner als der vorgegebene Druck ist.
[0066] In allen Fällen ist vorzugsweise wenigstens eine Membranpumpe zum Transport des Schüttguts
vorgesehen.
[0067] Mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung, die insbesondere zur Durchführung eines der
zuvor beschriebenen Verfahren geeignet ist, können insbesondere Ventilsäcke effektiv
abgefüllt werden, wobei durch die vorbestimmte Volumenreduzierung nach dem Füllabschnitt
eine effektive Entlüftung der Säcke ermöglicht wird.
[0068] Ein Füllorgan im Sinne der vorliegenden Erfindung ist z. B. ein Füllrohr, auf das
ein Ventilsack aufgesteckt wird. Das Füllorgan ist in der Regel hohl ausgebildet und
durch das Innere wird das abzufüllende Füllgut geleitet, um in das Gebinde zu gelangen.
Der Transport des Füllguts durch das Füllorgan erfolgt in der Regel durch ein Förderorgan.
Ein Förderorgan im Sinne der vorliegenden Erfindung ist ein Organ oder eine Einrichtung
zum Transport des abzufüllenden Füllguts. Beispielsweise kann das Förderorgan als
Doppelmembranpmpe ausgebildet sein. Auch der Einsatz von Förderturbinen oder anderen
im Stand der Technik bekannten Förderorganen ist möglich. Das Förderorgan kann Bestandteil
des Füllorgans sein, kann aber auch separat und insbesondere davor angeordnet sein.
[0069] Weitere Vorteile und Anwendungsmöglichkeiten der Erfindung ergeben sich aus den Ausführungsbeispielen,
die im Folgenden mit Bezug auf die beiliegenden Figuren beschrieben werden.
Darin zeigen:
[0070]
- Fig. 1
- eine schematische Darstellung einer erfindungsgemäßen Vorrichtung;
- Fig. 2
- eine weitere erfindungsgemäße Vorrichtung in einer perspektivischen Ansicht;
- Fig. 3
- eine perspektivische Ansicht deines Sackstuhls für eine Vorrichtung nach Figur 1 oder
2;
- Fig. 4
- eine Vorderansicht des Sackstuhls nach Figur 3 mit einem angehängten leeren Sack;
- Fig. 5
- eine Vorderansicht des Sackstuhls nach Figur 3 mit einem gefüllten Sack nach dem Abschalten
des Förderstroms;
- Fig. 6
- eine Vorderansicht des Sackstuhls nach Figur 3 mit einem gefüllten Sack nach dem Pressvorgang;
- Fig. 7
- eine schematische Schnittdarstellung durch ein Füllrohr einer erfindungsgemäßen Vorrichtung;
und
- Fig. 8
- eine stark schematisierte Darstellung des Füllstatus, Füllgewichts, Sackinnendrucks
und des dem Sack zur Verfügung stehenden Volumens über der Zeit während eines Füllprozesses.
[0071] Mit Bezug auf die Figuren 1 bis 8 wird nun ein Ausführungsbeispiel der Erfindung
erläutert. Die in Figur 1 dargestellte erfindungsgemäße Vorrichtung 1 ist hier im
Ausführungsbeispiel als Packmaschine 1 mit einem einzelnen Füllorgan in Form eines
Füllrohres 3 ausgeführt.
[0072] Die Packmaschine 1 dient zum Befüllen von Säcken 4 mit schüttfähigen Füllgütern 18
und ist hier im Ausführungsbeispiel vollautomatisch ausgeführt. Es ist auch möglich,
die Packmaschine rotierend auszubilden und mit mehreren über dem Umfang verteilt angeordneten
Füllorganen zu versehen. Ebenso ist eine manuelle Handaufsteckung möglich.
[0073] Die Packmaschine 1 umfasst ein Gestell 8 und ein als Füllrohr 3 ausgebildetes Füllorgan,
auf welches die Ventilsäcke 4 mit Öffnungen 25 aufgeschoben werden. Eine Bedieneinheit
22 dient zur Bedienung und zur Anzeige des Status der Packmaschine 1. Mit einer Absaugung
21 wird z.B. beim Sackwechsel herausrieselndes Produkt abgesaugt.
[0074] In einem Leersackmagazin 50 werden Ventilsäcke 4 bevorratet. Zum Befüllen wird ein
Ventilsack 4 gegriffen und angehoben. In Fig. 1 ist der Sackboden 4a eines leeren
Ventilsacks 4 erkennbar. Der Ventilsack 4 wird mit der Aufsteckvorrichtung 51 (oder
von Hand) auf das Füllrohr 3 aufgeschoben. Dazu wird die Verfahreinheit 52 in Richtung
des Füllrohres 3 verfahren.
[0075] Nach dem Befüllen und der Abnahme des Ventilsacks 4 wird das Ventil verschlossen.
Es kann auch z.B. verschweißt werden. Die Säcke 4 werden auf die Austrageeinrichtung
26 geworfen. In der anschließenden Austragelinie kann das tatsächlich erreichte Gewicht
der Ventilsäcke 4 nochmals überprüft werden, bevor die Ventilsäcke 4 abtransportiert
werden.
[0076] Wie in Figur 1 dargestellt, ist dem Füllrohr 3 eine Pressvorrichtung 5 zugeordnet,
die jeweils zwei Pressbacken 5a und 5b umfasst. Beim Aufstecken sind die Pressbacken
5a und 5b auseinander gefahren, sodass der Ventilsack 4 problemlos auf das Füllrohr
3 aufgeschoben werden kann. Anschließend werden die Pressbacken 5a und 5b von der
Seite an den Ventilsack herangefahren, sodass das für den Ventilsack zur Verfügung
stehende Volumen 60 (vgl. Figur 4) praktisch schon von Beginn des Füllprozesses an
reduziert wird und kleiner ist als das mögliche Sackvolumen des Ventilsacks 4.
[0077] Ein stark schematisierter und nur prinzipiell aufgetragener Verlauf des Sackgewichts
30 und des im Sack vorherrschenden Drucks 31 ist unter anderem in Fig. 8 über der
Zeit T dargestellt.
[0078] Zum Zeitpunkt t0 beginnt der Füllabschnitt 40. Der leere Sack 4 ist angehängt und
die Pressbacken 5a und 5b werden mit dem Druckluftzylinder 6 maximal zusammen gefahren,
so dass das für den Sack zur Verfügung stehende Volumen 60 ausgehend von seinem Startvolumen
61 seinen minimalen Wert 62 zum Zeitpunkt t1 einnimmt. Gleichzeitig startet der Füllvorgang
und es wird Füllgut 18 eingefüllt. Der Sack 4 dehnt sich aufgrund des eingefüllten
Füllguts 18 aus und nimmt das zur Verfügung stehende Volumen ein, dass jedoch zunächst
durch die Pressbacken 5a und 5b auf das minimale Volumen 62 begrenzt wird. Anschließend
baut sich im Ventilsack 4 ein Überdruck auf, der typischerweise bis zu 100 oder 250
Millibar beträgt und auch noch größer sein kann und vom Füllmaterial und den weiteren
Bedingungen abhängt. Zum Zeitpunkt t2 wird ein etwa stationärer Zustand erreicht.
Insbesondere entspricht der dortige Sackinnendruck 31 bzw. Überdruck im Sack etwa
dem von außen aufgebrachten Entlüftungsdruck 32 der Pressbacken 5a und 5b in diesem
Füllabschnitt 40.
[0079] Bis zum Erreichen eines vorbestimmten Gewichts zum Zeitpunkt t3 wird mit dem Grobstrom
S1 gefüllt. Daran schließt sich der Feinstrom S2 an. Zum Zeitpunkt t4 wird das vorgesehene
Gewicht 30a erreicht, die Produktzufuhr gestoppt und der Füllabschnitt 40 beendet.
[0080] Es schließt sich der Beruhigungsabschnitt 41 an. Zum Zeitpunkt t4 wird vorzugsweise
direkt der durch die Pressbacken 5a und 5b von außen aufgebrachte Druck auf den Pressdruck
34 erhöht. Der Pressdruck 34 der Pressbacken wird hier vorzugsweise durch den Druckluftzylinder
6 aufgebracht. Dadurch bedingt steigt der Druck im Sack vom Druck 32 auf den Druck
34 an und bleibt dort etwa konstant. Gleichzeitig entlüftet der Ventilsack 4 und das
Sackvolumen 2 und das dem Sack zur Verfügung stehende Volumen 60 nimmt entlang der
Kurve 64 ab. Der hohe Innendruck bewirkt eine schnelle und effektive Entlüftung des
Sacks 4.
[0081] Das dem Sack zur Verfügung stehende Volumen verringert sich, bis zum Zeitpunkt t5
das zur Verfügung stehende vorbestimmte Volumen 65 erreicht wird, welches als absoluter
Wert vorbestimmt sein kann, oder sich als Volumendifferenz 67 zu dem Volumen zum Zeitpunkt
t4 ergibt.
[0082] Das Erreichen des zur Verfügung stehenden vorbestimmten Volumens 68 wird über die
Detektionseinrichtung 70 erfasst, die ein Signal ausgibt, welches von der Steuereinrichtung
14 verarbeitet wird. Die Steuereinrichtung 14 gibt ein Abnahmesignal aus und der Abnahmeabschnitt
42 wird eingeleitet. Der Pressdruck 34 der Pressbacken 5a, 5b wird reduziert. Der
gegenüber dem Umgebungsdruck immer noch erhöhte Sackinnendruck sorgt dafür, dass die
Pressbacken 5a und 5b aufgefahren werden. Dadurch wird das dem Ventilsack 4 zwischen
den Pressbacken 5a und 5b zur Verfügung stehende Volumen 60 schnell auf das Endvolumen
66 vergrößert.
[0083] Alternativ dazu können die Pressbacken 5a und 5b auch aktiv durch den Zylinder 6
geöffnet werden, sodass das zur Verfügung stehende Volumen 60 schlagartig oder doch
nahezu schlagartig auf das Endvolumen 66 vergrößert wird.
[0084] Der Ventilsack 4 nimmt durch den im Inneren des Ventilsacks 4 herrschenden Überdruck
nun ein vergrößertes Volumen ein, wodurch der im Inneren des Ventilsacks 4 vorherrschende
Druck entsprechend verringert wird. Das führt hier dazu, dass direkt nach Öffnung
der Pressbacken 5a und 5b der Sackinnendruck 31 gleich dem Abnahmedruck 36 ist, sodass
praktisch direkt nach dem Zeitpunkt t5 der Sack abgenommen werden kann. Der Beruhigungsabschnitt
41 wird erheblich verkürzt.
[0085] Durch den Füllprozess bedingt wird die nötige Wartezeit, bis der Ventilsack 4 von
dem Füllrohr 3 abgenommen werden kann, erheblich reduziert, sodass die Füllgeschwindigkeit
gegenüber herkömmlichen Füllverfahren steigt. Gleichzeitig wird ein Materialausstoß
bei der Abnahme von dem Füllrohr 3 vermieden, da der Innendruck reduziert wird, sodass
die Ventilsäcke 4, die Packmaschine 1 und die Umgebung nicht so stark oder insbesondere
gar nicht verschmutzt werden. Es ist möglich den Füllprozess so zu steuern, dass in
der Regel gar kein Produkt oder nur ein äußerst geringer Produktanteil aus dem Ventilsack
4 austritt.
[0086] Mit der erfindungsgemäßen Packmaschine 1 werden vorzugsweise leichte Materialien
und insbesondere Aerosile, Ruß und sonstige leichte Produkte abgefüllt. Es ist aber
auch möglich, andere Produkte wie z.B. Zement oder dergleichen mit der erfindungsgemäßen
Packmaschine 1 abzufüllen.
[0087] Nach den bisherigen Erfahrungen bei dem Abfüllen mit leichten Füllmaterialien, wie
z.B. pyrogener Kieselsäure, ergibt sich eine deutliche Leistungssteigerung bei gleichzeitig
höherer Gewichtsgenauigkeit. Während die Wartezeit nach dem Ende des Füllvorgangs,
während der Überdruck im Sack abgebaut wird, bei konventionellen Maschinen bei einem
Füllmaterial zwischen etwa 15 und 20 Sekunden betrug, kann bei der erfindungsgemäßen
Anlage der Sack nahezu oder gar direkt abgenommen werden, nachdem der Pressdruck das
Volumen vorbestimmt reduziert hat und das dem Sack zur Verfügung stehende Volumen
vergrößert wurde. Die Zeitersparnis beträgt bei diesem Beispiel etwa 12 bis 17 Sekunden
pro Sack. Bei einer durchschnittlichen Dauer des Füllvorgangs von etwa 30 Sekunden
bedeutet dies eine Verkürzung des Füllprozesses von etwa 50 Sekunden auf ca. 35 Sekunden
und somit eine ganz erhebliche Erhöhung der Anlagenkapazität um ca. 20 oder 30 - 40%.
Bei schwereren Materialien oder bei Materialien, die mit einem geringeren Luftanteil
abgefüllt werden, kann eine geringere Leistungssteigerung auftreten.
[0088] In Figur 2 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Packmaschine
1 in perspektivischer Ansicht dargestellt, die hier als Standmaschine und ebenfalls
als nicht rotierende Anlage ausgebildet ist. Der Sackstuhl 20 ist Teil des gewogenen
Systems im sogenannten Bruttowägeverfahren, bei dem der Sackstuhl 20 und die Presseinrichtung
5 und der zu befüllende Ventilsack 4 mit gewogen werden, um aus dem ermittelten Gewicht
auf das im Ventilsack 4 enthaltene Füllgut 18 (vgl. Fig. 7) zurückzuschließen, da
ja die Gewichte des Sackstuhls 20 und der anderen beteiligten Komponenten bekannt
sind.
[0089] Die Presseinrichtung 5 umfasst wiederum eine rechte Pressbacke 5a und eine linke
Pressbacke 5b, die in der Ausgangsposition z.B. etwa parallel zueinander und voneinander
beabstandet angeordnet sind und die hier jeweils an den unteren Enden an Schwenkachsen
7 schwenkbar gelagert sind. Die beiden Pressbacken 5a und 5b sind an den oberen Enden
über ein oberes Gestänge 5d miteinander verbunden, an welchem ein Antrieb 6 angeordnet
ist, der hier als Motor oder Druckluftzylinder ausgeführt ist. Durch Betätigung des
Motors 6 wird der obere Abstand zwischen den Pressbacken 5a und 5b verringert, sodass
das zwischen den Pressbacken 5a und 5b vorliegende Volumen 60 beeinflusst wird, wie
insbesondere auch in der Darstellung nach Figur 4 erkennbar ist. Mit der in Fig. 6
sichtbaren Detektionseinrichtung 70, die z.B. als Wegsensor ausgeführt ist, kann eine
weggesteuerte Steuerung der Pressbacken 5a und 5b erfolgen. Alternativ zu dem Motor
6 kann ein anderer Aktuator zur Betätigung der Pressbacken vorgesehen sein, der z.B.
einen Druckluftzylinder oder Hydraulikantrieb umfasst.
[0090] Anstelle der drehbaren Lagerungen an den unteren Enden der Pressbacken 5a und 5b,
die jeweils mit Pressplatten 5c versehen sind, kann auch das untere Gestänge 5e über
einen Druckluftzylinder oder einen Motor 6 oder einen sonstigen Aktuator längenverstellbar
ausgeführt sein.
[0091] Durch längenverstellbare Gestänge 5d und 5e kann eine parallele Verschiebung der
Pressbacken 5a und 5b erreicht werden.
[0092] Erfindungsgemäß werden die Pressbacken 5a und 5b des Sackstuhls 20 zu Beginn des
Füllprozesses bzw. des Füllvorgangs derart an den Ventilsack 4 herangefahren, dass
sie das zur Verfügung stehende Sackvolumen 60 während der Füllung zunächst erheblich
um z.B. 30 % oder mehr reduzieren. D.h., dass für eine Gewichtsgröße von z.B. 10 kg
nur noch ein reduziertes Volumen zur Verfügung steht. Wenn nun der Ventilsack 4 sein
angestrebtes Gewicht erreicht hat und der Füllvorgang somit beendet ist, steht der
Ventilsack 4 zunächst unter dem üblichen Überdruck von z.B. 100 oder 250 Millibar
oder dergleichen.
[0093] In diesem Moment werden die beiden seitlichen Pressbacken mit erhöhtem Pressdruck
zusammengefahren. Dadurch steigt die Entlüftungsrate und das Sackvolumen sinkt. Der
erhöhte Pressdruck wird erst reduziert, wenn das dem Sack zur Verfügung stehende Volumen
vorbestimmt reduziert wurde. Beispielsweise können die seitlichen Pressbacken 5a und
5 bis auf einen vorbestimmten Abstand aufeinander zu bewegt werden. Möglich ist es
auch, das die Breite des Sacks um ein vorbestimmtes Maß von z.B. 2, 4, 6 oder 8 cm
reduziert wird. Das vorbestimmte Maß kann vom abzufüllenden Produkt und den Sackabmessungen
abhängen. Erst bei Erreichen der vorbestimmten Volumenreduktion wird der Pressdruck
34 reduziert oder abgeschaltet, sodass das dem Ventilsack 4 zur Verfügung stehende
Volumen quasi schlagartig vergrößert und somit der Überdruck im Sackinneren kompensiert
wird.
[0094] Nach dem Auseinanderfahren der Pressbacken 5a und 5b kann der Ventilsack 4 deshalb
in der Regel abgenommen werden, ohne dass ein schädlicher Produktverlust bei der Abnahme
auftritt. Dieses System erlaubt folglich eine hohe Abfüllleistung, da nur eine geringe
Verweildauer nach dem Füllvorgang erforderlich ist, wobei bei der Abnahme kein Füllgut
18 oder nur geringe Mengen abgeführt werden.
[0095] Es ist auch möglich, dass die Pressbacken 5a und 5b nach beendetem Füllvorgang zunächst
geöffnet und anschließend wieder leicht an den Sack 4 angedrückt werden, um die Abnahme
des Sacks mit der Sackabnahmeeinrichtung 24 (vgl. Fig. 3) zu unterstützen. Bei dem
in Fig. 3 dargestellten Ausführungsbeispiel ist der Sackstuhl 20 inklusive der Pressvorrichtung
5 und der Sackabnahmeeinrichtung 24 Teil des gewogenen Systems, welches beim Abfüllen
gewogen wird, um das abgefüllte Produktgewicht zu ermitteln und den Füllvorgang entsprechend
zu steuern. Der Sackstuhl 20 ist über die Gegenlenker 23 am Gestell 8 aufgehängt und
wird über die an der Messdosenbefestigung 26 befestigte Messdose (nicht dargestellt)
gewogen.
[0096] In bevorzugten Ausgestaltungen umfasst die Packmaschine eine Doppel-Membranpumpe
16 zur Förderung des Füllguts 18. Eine DoppelMembranpumpe 16 eignet sich insbesondere
zur Abfüllung von leichten Füllmaterialien bzw. Füllgut 18. Dabei liegt die Abfüllleistung
bei Füllmaterialien mit einem Schüttgewicht kleiner 100 g pro dm
3 bei etwa 60 Sack pro Stunde und Füllstutzen, kann aber auch größer oder kleiner sein.
[0097] An dieser Stelle sei darauf hingewiesen, dass erfindungsgemäß nicht nur Einzel- oder
Reihenpackmaschinen vorgesehen sein können, sondern es können auch rotierende Packmaschinen
mit mehr als einem Füllrohr oder Reihenpackmaschinen mit mehreren in Reihe liegenden
Füllrohren eingesetzt werden.
[0098] Bei dem Füllprozess wird die Steuerung des Füllvorgangs durch eine Waagensteuerung
vorgenommen, die die Füllgeschwindigkeit in Abhängigkeit von dem Sackgewicht 30 bzw.
von dem schon im Ventilsack 4 vorhandenen Füllgewicht steuert.
[0099] In Fig. 4 ist ein Sackstuhl 20 in einer Vorderansicht mit einem angehängten leeren
Sack 4 dargestellt. Das zur Verfügung stehende Volumen 60 ist auf ein minimales Volumen
62 reduziert, da die Pressbacken 5a und 5b eingefahren wurden. Der Abstand 54 an dem
Zylinder 6 ist ein Maß für das zur Verfügung stehende Sackvolumen. Der Abstand 54
ist in dem in Fig. 4 dargestellten Zustand entsprechend klein, da das zur Verfügung
stehende Volumen auf das minimale Volumen 62 reduziert wurde. Das Sackvolumen 2 ist
hier noch nahezu Null, da noch kein Füllgut 18 in den Sack 4 eingefüllt wurde. Mit
beginnender Füllung erreicht das tatsächliche Sackvolumen 2 schnell das zur Verfügung
stehende Volumen 62, woraufhin der Sackinnendruck 31 bis auf den Entlüftungsdruck
32 der Pressbacken 5a und 5b steigt. Mit fortschreitender Füllung werden die Pressbacken
5a und 5b auseinander gedrückt und das zur Verfügung stehende Volumen 60 und das Sackvolumen
2 nimmt zu, bis das vorgesehene End- bzw. Sackgewicht 30a erreicht wird.
[0100] In Fig. 5 ist der gefüllte Zustand dargestellt, wobei das zur Verfügung stehende
Volumen 60 etwa sein Zwischenmaximum erreicht. Je nach Füllgut 18 und Füllbedingungen
weist das Volumen des Sacks hier sein Maximum auf oder schon etwas zuvor währender
der Füllung mit dem Feinstrom S2.
[0101] Anschließend werden die Pressbacken 5a und 5b mit erhöhtem Pressdruck 34 auf die
Seitenflächen des Sacks 4 gedrückt und der Sack 4 wird durch den hohen Pressdruck
34 bedingt schnell entlüftet. Das tatsächliche Sackvolumen nimmt ab, bis das zur Verfügung
stehende Volumen 60 vorbestimmt reduziert wurde und entweder um eine vorbestimmte
Volumendifferenz 67 oder um einen Anteil verringert wurde oder aber ein vorbestimmtes
minimales zur Verfügung stehendes Volumen 68 erreicht. Dieser Zustand ist in Fig.
6 dargestellt. Der Abstand 56 ist deutlich kleiner als der Abstand 55 im prall gefüllten
Zustand, der in Fig. 5 abgebildet ist.
[0102] Die Abstände 54 bis 56 sind hier etwa proportional zu dem zur Verfügung stehenden
Volumen 60. Der jeweils aktuelle Abstand wird hier durch die Detektionseinrichtung
70 erfasst, die als Weg-, Abstands- oder Längenmesseinrichtung arbeitet und ein Maß
für den Abstand der beiden Pressbacken 5a und 5b detektiert. Daraufhin wird der Pressvorgang
beendet und die Abnahme des Sacks 4 eingeleitet. Das Beenden des Pressvorgangs wird
hier initiiert, wenn der Abstand 56 erreicht wird, der ein bestimmtes zur Verfügung
stehendes minimales Volumen 68 repräsentiert. In anderen Ausgestaltungen kann ein
Laser- oder Ultraschallabstandssensor oder ein sonstiger Weg- oder Längensensor vorgesehen
sein.
[0103] In Figur 7 ist ein schematischer Querschnitt durch ein Füllrohr 3 dargestellt. Bei
diesem Füllrohr 3 ist zusätzlich noch wenigstens ein Drucksensor 10 vorgesehen, mit
dem ein Kennwert für den im Ventilsack 4 herrschenden Druck erfassbar ist.
[0104] In Figur 7 ist das Füllrohr 3 geschnitten dargestellt, auf das ein Ventilsack 4 mit
seiner Öffnung 25 aufgeschoben ist. Der Ventilsack 4 wird mit einer an einer Außenseite
3a des Füllrohrs 3 angebrachten Blähmanschette 27 gehalten und zur Umgebung abgedichtet.
Die Blähmanschette 27 legt sich im aufgeblähten Zustand an eine Innenwandung 28b eines
der Befestigung des Ventilsacks 4 an dem Füllrohr 3 dienenden Abschnitts 28 des Ventilsacks
4 an.
[0105] Mittels der Presseinrichtung nach den Figuren 3 - 6 wird das für den Ventilsack 4
zur Verfügung stehende Volumen 60 schon vor Beginn des Füllabschnitts reduziert.
[0106] Weiterhin wird während des Füllprozesses ein für den Druck im Ventilsack 4 charakteristischer
Wert über den Drucksensor 10 aufgenommen. Dabei kann der Drucksensor 10 in einem Bereich
3c des Füllrohrs 3 angeordnet sein, der unmittelbar an einen von dem Abschnitt 28
des Ventilsacks 4 belegten Bereich 3d angrenzt. Der Drucksensor 10 durchragt eine
Wand des Füllrohrs 3, sodass er den Druck im Inneren des Füllrohrs 3 aufnimmt, der
im Wesentlichen dem im Ventilsack herrschenden Druck entspricht.
[0107] Alternativ dazu kann auch ein Drucksensor 10 vorgesehen sein, der über eine Druckaufnahmeöffnung
9 bzw. einen Messkanal oder eine Messleitung 13 den im Inneren des Sacks herrschenden
Druck aufnimmt. Die Druckaufnahmeöffnung 9 kann z.B. in einem vorderen Bereich des
Füllrohrs 3 in der Nähe der Austrittsöffnung für das Füllmaterial 18 vorgesehen sein.
Die Messleitung 13 kann einen ersten als Kanal ausgeführten Abschnitt 13a in dem Füllrohr
und einen zweiten Abschnitt 13b aufweisen, der als flexible oder starre Leitung ausgeführt
ist und mit dem Drucksensor 10 verbunden ist. Da sich Druckstörungen mit Schallgeschwindigkeit
ausbreiten, kann die Messleitung 13 eine erhebliche Länge aufweisen.
[0108] Die mit dem Drucksensor 10 gemessenen Druckwerte werden in der zugeordneten digitalen
Auswertungseinheit 11 zwischengespeichert und einer zentralen Steuerungseinheit 14
übergeben. Anhand der mittels des Wägesystems 12 und mittels des Drucksensors 10 gemessenen
Daten wird der Füllprozess gesteuert. Die von der Wägeeinrichtung 12 gemessenen Messwerte
werden an eine elektronische Verarbeitungseinheit 15 gesendet, die mit der zentralen
Steuerungseinheit 14 verbunden ist, die das Förderorgan 16 steuert.
[0109] Für spezielle Stoffe oder in speziellen Situationen kann über eine Luftzufuhr 17
Luft zugeführt werden, um z.B. Anbackungen zu lösen.
[0110] Der Füllprozess arbeitet wie folgt: Nach dem Aufstecken eines Ventilsacks 4 per Hand
oder mit einem Aufsteckautomaten auf ein Füllrohr 3 wird der Ventilsack 4 mittels
der Blähmanschette 27 festgelegt und es werden die Pressbacken 5a und 5b an den Sack
herangeführt, um dessen zur Verfügung stehendes Volumen zu begrenzen. Im Anschluss
daran wird der Füllvorgang gestartet, der durch die elektronische Steuerungseinheit
14 gesteuert wird und bei dem das Füllmaterial 18 und gleichzeitig ein Luftanteil
19 in den Sack 4 eingebracht werden.
[0111] Das dem Förderorgan 16 aus einem Silo oder dergleichen zugeführte Füllmaterial 18
wird durch das Füllrohr 3 in den Ventilsack 4 eingebracht. Die Menge des eingefüllten
Materials bzw. Füllguts 18 wird kontinuierlich von der nur schematisch dargestellten
Wägeeinrichtung 12 erfasst und die Messwerte werden an die Verarbeitungseinheit 15
und die Steuerungseinheit 14 weitergeleitet.
[0112] Gleichzeitig kann der im Ventilsack 4 herrschende Druck erfasst werden. Wenn der
Druck im Ventilsack eine vorbestimmte Grenze übersteigt, wird der Füllvorgang verlangsamt,
um ein Platzen des Ventilsacks 4 zu vermeiden. Umgekehrt kann die Füllgeschwindigkeit
erhöht werden, wenn der im Ventilsack herrschende Druck geringer als ein vorbestimmter
Druck ist.
[0113] Die Stellung der Pressbacken kann in Abhängigkeit von dem aktuellen Sackgewicht 30
und dem ermittelten Druck im Ventilsack 4 gesteuert werden. Möglich ist z.B. das die
Pressbacken 5a und 5b erst das dem Sack zur Verfügung stehende Volumen reduzieren,
wenn ein vorbestimmter Anteil von z.B. 30 oder 50 % der vorgesehenen Füllmenge in
den Sack eingefüllt wurde. Möglich ist es auch, die Pressbacken 5a und 5b nach Ende
des Füllvorgangs kontinuierlich aufeinander zuzufahren, um das dem Sack zur Verfügung
stehende Volumen 60 kontinuierlich zu verkleinern, bevor das Sackvolumen vor der Abnahme
schließlich vergrößert wird.
[0114] Vorzugsweise werden die Pressbacken 5a und 5b nach beendetem Pressvorgang auseinandergefahren,
sodass der Druck im Sackinneren schnell oder sogar nahezu schlagartig sinkt. Wenn
nun der im Sackinneren ermittelte Überdruck unter einen vorbestimmten oder wählbaren
Wert fällt, wird der Sack abgenommen. Da bei der Abnahme kein oder nur ein geringer
Überdruck vorliegt, wird nur sehr wenig oder gar kein Füllmaterial 18 bei der Abnahme
aus dem Sack heraus geblasen, so dass die Säcke 4 und die Packmaschine 1 erheblich
sauberer bleiben. Mit dem Drucksensor 10 wird es möglich, den Sackinnendruck 31 vor
der Abnahme zu überprüfen, um den Austritt von Füllmaterial 18 bei der Abnahme sicher
zu verhindern.
Bezugszeichenliste:
[0115]
- 1
- Packmaschine
- 2
- Volumen
- 3
- Füllrohr
- 3a
- Außenseite
- 3c, 3d
- Bereiche
- 4
- Ventilsack
- 4a
- Sackboden
- 5
- Pressvorrichtung
- 5a, 5b
- Pressbacke
- 5c
- Pressplatte
- 5d, 5e
- Gestänge
- 6
- Druckluftzylinder
- 7
- Schwenkachse
- 8
- Gestell
- 9
- Druckaufnahmeöffnung
- 10
- Drucksensor
- 11
- Auswertungseinheit
- 12
- Wägesystem
- 13
- Messleitung
- 13a, 13b
- Abschnitt
- 14
- Steuerungseinheit
- 15
- Verarbeitungseinheit
- 16
- Doppelmembranpumpe, Förderorgan
- 17
- Luftzufuhr
- 18
- Füllgut
- 19
- Luftanteil
- 20
- Sackstuhl
- 21
- Absaugung
- 22
- Bedieneinheit
- 23
- Gegenlenker
- 24
- Sackabnahmeeinrichtung
- 25
- Öffnung
- 26
- Messdosenbefestigung
- 27
- Blähmanschette
- 28
- Abschnitt
- 28b
- Innenwandung
- 30
- Sackgewicht
- 30a
- Sackgewicht
- 31
- Sackinnendruck
- 32
- Entlüftungsdruck
- 34
- Pressdruck
- 36
- Abnahmedruck
- 37
- Beruhigungsphase
- 40
- Füllabschnitt
- 41
- Beruhigungsabschnitt
- 42
- Abnahmeabschnitt
- 50
- Leersackmagazin
- 51
- Aufsteckvorrichtung
- 52
- Verfahreinheit
- 53
- Verfahrschiene
- 54 - 56
- Abstand
- 60
- Volumen
- 61
- Startvolumen
- 62
- Minimales Volumen
- 63
- Zwischenmaximum
- 64
- Kurve
- 65
- Vorbestimmtes Volumen
- 66
- Endvolumen
- 67
- Volumendifferenz
- 68
- Minimales Volumen
- 70
- Detektionseinrichtung
- 71 t0 - t5
- Austrageeinrichtung Zeitpunkt
- S1
- Grobstrom
- S2
- Feinstrom
1. Verfahren zum Befüllen von flexiblen Gebinden (4), insbesondere zum Füllen von Säcken
(4), mit schüttfähigen Gütern (18), bei welchem mit einem Füllorgan (3) ein zu befüllendes
Gebinde (4) mittels eines Füllprozesses befüllt wird, wobei der Füllprozess wenigstens
einen Füllabschnitt (40), einen Beruhigungsabschnitt (41) und einen Abnahmeabschnitt
(42) umfasst, wobei während des Füllabschnitts (40) wenigstens ein schüttfähiges Gut
(18) in das Gebinde (4) eingefüllt wird und in dem Beruhigungsabschnitt (41) wenigstens
eine Beruhigungsphase (37) zum Entlüften vorgesehen ist, und wobei in dem Abnahmeabschnitt
(42) das Gebinde von dem Füllorgan (3) abgenommen wird,
dadurch gekennzeichnet, dem Gebinde (4) zur Verfügung stehende Volumen (60) zu reduzieren, bis eine vorbestimmte
Verringerung des dem Gebinde zur Verfügung stehenden Volumens erreicht wird, woraufhin
der Pressdruck (34) der Presseinrichtung (5) auf das Gebinde (4) reduziert und das
Gebinde (4) von dem Füllorgan (3) abgenommen wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, wobei wenigstens eine Detektionseinrichtung (70) einen
Wert für das dem Gebinde zur Verfügung stehenden Volumens (60) erfasst und ein Abnahmesignal
ausgibt, wenn eine vorbestimmte Verringerung erzielt ist, woraufhin der Pressdruck
auf das Gebinde (4) reduziert und das Gebinde (4) abgenommen wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, wobei die Detektionseinrichtung (70) einen Wert
erfasst, der etwa proportional zu dem Volumen (60) ist, welches dem Gebinde (4) zur
Verfügung steht.
4. Verfahren nach Anspruch 1, 2 oder 3, wobei die vorbestimmte Verringerung erreicht
wird, wenn in der Beruhigungsphase (37) das dem Gebinde (4) zur Verfügung stehende
Volumen (2) auf oder um ein vorbestimmtes Maß reduziert wird, wobei insbesondere während
wenigstens eines Teiles des Füllabschnitts (40) auf das Gebinde (4) von außen ein
Entlüftungsdruck (32) ausgeübt wird, um das dem Gebinde (4) zur Verfügung stehende
Volumen (60) zu reduzieren.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei während des Füllabschnitts
(40) ein vorgegebener Entlüftungsdruck (32) im Gebinde (4) schnell aufgebaut und anschließend
etwa gehalten wird.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Volumen (60) in dem Beruhigungsabschnitt
(41) in einem Schritt stark vergrößert wird.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei ein Kennwert für das Gewicht
des Gebindes (4) während des Füllabschnitts (40) erfasst wird und bei Erreichen des
Sollgewichts (30a) des Gebindes (4) die Zufuhr des Schüttguts (18) gestoppt wird.
8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Druck von außen auf das
Gebinde (4) durch Pressbacken (5a, 5b) einer Presseinrichtung (5) bewirkt wird, welche
insbesondere auf die Längsseiten des Gebindes (4) einwirken und/oder wobei die Pressbacken
(5a, 5b) wenigstens in der Beruhigungsphase (37) druckgesteuert sind und/oder wobei
das zur Verfügung stehende Volumen in der Beruhigungsphase (37) durch eine weggesteuerte
Verfahrung der Pressbacken (5a, 5b) vorbestimmt reduziert wird.
9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei mit einem Drucksensor (10)
ein Kennwert für den Sackinnendruck (31) im Gebinde (4) erfasst und der Füllprozess
wenigstens teilweise in Abhängigkeit von dem Sackinnendruck (31) gesteuert wird und/oder
wobei der Abnahmezeitpunkt (t5) in Abhängigkeit von dem Sackinnendruck (31) gewählt
wird, wobei insbesondere nach der Reduktion des Pressdrucks (34) der Sackinnendruck
(31) im Gebinde (4) überprüft wird und bei Unterschreiten eines vorgegebenen Abnahmedrucks
(36) der Abnahmezeitpunkt (t5) gewählt wird.
10. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Pressbacken (5a, 5b)
beim Abnehmen des Gebindes (4) einen leichten Druck auf das Gebinde (4) ausüben, um
die Abnahme zu unterstützen.
11. Vorrichtung zum Befüllen von flexiblen Gebinden (4), insbesondere zum Füllen von Säcken
(4), mit schüttfähigen Gütern (18), mit einer Steuereinrichtung (14) und wenigstens
einem Füllorgan (3) zum Befüllen eines zu befüllendes Gebinde (4) mittels eines Füllprozesses,
wobei der Füllprozess wenigstens einen Füllabschnitt (40) zum Füllen des Gebindes
(4), einen Beruhigungsabschnitt (41) mit wenigstens einer Beruhigungsphase (37) zum
Entlüften und einen Abnahmeabschnitt (42) umfasst, und wobei in dem Abnahmeabschnitt
(42) das Gebinde (4) von dem Füllorgan (3) abnehmbar ist, wobei eine Presseinrichtung
(5) vorgesehen ist, mit welcher von außen auf das Gebinde (4) Druck ausübbar ist,
dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinrichtung (14) und die Presseinrichtung (5) geeignet und strukturiert
sind, mittels der Presseinrichtung (5) wenigstens in der Beruhigungsphase (37) einen
Pressdruck (34) von außen auf das Gebinde (4) auszuüben, um das Gebinde (4) zu entlüften
und das dem Gebinde (4) zur Verfügung stehende Volumen (60) zu reduzieren, bis eine
Detektionseinrichtung (70) eine vorbestimmte Verringerung des dem Gebinde zur Verfügung
stehenden Volumens detektiert, woraufhin ein Abnahmesignal ausgegeben wird, der Pressdruck
(34) der Presseinrichtung (5) auf das Gebinde (4) reduziert und das Gebinde (4) von
dem Füllorgan (3) abgenommen wird.
12. Vorrichtung nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei die Presseinrichtung (5) zwei
Pressbacken (5a, 5b) aufweist, welche auf seitliche Bereiche eines am Füllorgan (3)
angeordneten Gebindes (4) einwirken können.
13. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 11 oder 12, wobei die Detektionseinrichtung
(70) geeignet ist, einen Wert für das dem Gebinde (4) zur Verfügung stehende Volumen
(60) zu ermitteln, wobei der erfasste Wert vorzugsweise etwa proportional zu dem Volumen
(60) ist, welches dem Gebinde zur Verfügung steht und/oder wobei die Detektionseinrichtung
(70) wenigstens einen Abstands- oder Wegsensor umfasst.
14. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 11 bis 13, wobei wenigstens ein
Drucksensor (10) vorgesehen ist, mit dem ein Kennwert für einen im Gebinde (4) herrschenden
Druck bestimmbar ist und wobei vorzugsweise eine Vergleichseinrichtung (14) vorgesehen
ist, welche den herrschenden Druck (31) mit einem vorgegeben Abnahmedruck (36) vergleicht
und welche ein Abnahmesignal auslöst, wenn der herrschende Druck (31) kleiner als
der vorgegebene Abnahmedruck (36) ist.
15. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 11 bis 14, wobei wenigstens eine
Membranpumpe (16) zum Transport des Schüttguts (18) vorgesehen ist.