[0001] Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Etikettieren von
Behältnissen. Aus dem Stand der Technik ist es seit langem bekannt, zum Etikettieren
von Behältnissen vollautomatische Vorrichtungen einzusetzen. Diese Vorrichtungen bringen
dabei
Etiketten auf Glas- oder auch Kunststoffbehältnisse auf. Dabei ist es sowohl bekannt,
Etikettenstreifen mit einer Klebeschicht zu bestreichen, um diese anschließend auf
dem Behältnis anzubringen als auch selbstklebende Etiketten zu verwenden. Dabei ist
es weiterhin bekannt, dass derartige Etiketten zunächst an dem Behältnis angeordnet
werden und anschließend an das Behältnis angedrückt werden. Zu diesem Zweck werden
Andrückkörper wie beispielsweise Schwämme verwendet, welche das Etikett von außen
an die Umfangswandung des Behältnisses andrücken.
[0002] Die
DE 103 57 329 A1 beschreibt eine Etikettiermaschine mit Bürstenkörpern, d.h. bei dieser Vorrichtung
werden anstelle von Schwämmen Bürsten verwendet, welche die Etiketten an die Behältnisse
andrücken. Diese Bürstenkörper haben diverse Vorteile gegenüber Schwämmen, da sie
auch Ungleichmäßigkeiten von Behältnissen bzw. an Oberflächen leichter ausgleichen
können.
[0003] Allerdings ergeben sich aufgrund beispielsweise leicht unterschiedlicher Behältnisdurchmesser
Schwierigkeiten beim Anbringen der Etiketten auf die Behältnisse. Weiterhin kommt
es bei den aus dem Stand der Technik bekannten Vorrichtungen des Öfteren zu Verwerfungen
des Etiketts, welche anschließend zu störenden optischen Effekten führen.
[0004] Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zum
Etikettieren von Behältnissen zu schaffen, welche ein genaueres Anbringen der Etiketten
an die Behältnisse erlaubt. Weiterhin soll auch eine Vorrichtung geschaffen werden,
welche sich besser an leicht bezüglich einander abweichende Behältnisdurchmesser anpasst.
[0005] Dies wird erfindungsgemäß durch Vorrichtungen und Verfahren nach den unabhängigen
Ansprüchen erreicht. Vorteilhafte Ausführungsformen und Weiterbildungen sind Gegenstand
der Unteransprüche.
[0006] Eine erfindungsgemäße Vorrichtung zum Aufbringen von Etiketten auf Behältnisse weist
eine Transporteinrichtung auf, welche die zu etikettierenden Behältnisse entlang eines
vorgegebenen Transportpfades transportiert. Weiterhin ist eine erste Andrückeinheit
vorgesehen, welche die Etiketten an eine Außenwandung der Behältnisse andrückt, wobei
die erste Andrückeinheit eine Bürsteneinrichtung mit einer Vielzahl von Borsten aufweist,
welche sich in Richtung der Behältnisse erstrecken. Erfindungsgemäß ist die erste
Andrückeinheit in wenigstens einen Teilbereich der ersten Andrückeinheit in der Längsrichtung
des Behältnisses kürzer als das anzubringende Etikett.
[0007] Unter einer Erstreckung der Borsten in Richtung der Behältnisse wird verstanden,
dass sie sich zumindest auch in Richtung der Behältnisse erstrecken, jedoch auch bezüglich
der exakten radialen Richtung bezüglich der Behältnisse bzw. des Transportpfads schräg
stehen können. Bevorzugt sind die Richtungen, unter denen sich die Vielzahl von Borsten
erstrecken statistisch um die radiale Richtung der Behältnisse bzw. des Transportpfads
verteilt. Unter der Andrückeinheit wird derjenige Körper verstanden, der beim Andrücken
der Etiketten an die Behältnisse die Etiketten berührt.
[0008] Die Transporteinrichtung transportiert die zu etikettierenden Behältnisse an der
vorteilhaft stationär angeordneten ersten Andrückeinheit vorbei. Dabei ist die erste
Andrückeinheit insbesondere im laufenden Prozess vorzugsweise stationär angeordnet.
[0009] Durch die erfindungsgemäße Andrückeinheit bzw. Bürsteneinrichtung wird das Etikett
zunächst nicht entlang einer gesamten Länge auf Behältnis angebracht sondern in einem
hierzu verkürzten Bereich. Auf diese Weise ist es leichter möglich, während des weiteren
Anbringprozesses eventuelle leichte Schrägstellungen auszugleichen, ohne dass hierdurch
Verwerfungen des Etiketts auf dem Behältnis entstehen. Es wäre auch möglich, die Andrückeinheit
(in ihrer Gesamtheit) als herkömmlichen Körper, beispielsweise als Schwamm auszuführen,
der in einem Teilbereich in der Längsrichtung der Behältnisse kürzer ist als das Etikett.
[0010] Bevorzugt ist daher der Teilbereich betrachtet in der Transportrichtung der Behältnisse
in Anfangsbereich der Andrückeinheit angeordnet. Dies bedeutet, dass bevorzugt das
Etikett zunächst nur in einem Teilbereich an dem Behältnis angebracht wird. Vorzugsweise
weist die Andrückeinheit in dem genannten Teilbereich die Bürsteneinrichtung auf.
[0011] Das bedeutet, dass jedenfalls in dem Anfangsbereich, in dem das Etikett auf dem Behältnis
angeordnet ist, eine Bürsteneinrichtung vorgesehen ist. Vorzugsweise weist die erste
Andrückeinheit in dem gesamten Kontaktbereich mit dem Behältnis eine Bürsteneinheit
auf. Dies bedeutet, dass der gesamte Andrückvorgang mit Hilfe einer Bürsteneinheit
vorgenommen wird. Es wird jedoch auch möglich, dass sich die erste Andrückeinheit
teilweise aus einer Bürsteneinheit und teilweise aus dem Stand der Technik bekannten
Vorrichtungen wie Schwämmen und dergleichen zusammensetzt.
[0012] Vorzugsweise erweitert sich die Andrückeinheit bzw. die Bürsteneinrichtung in der
Transportrichtung der Behältnisse. Dies bedeutet, dass die Etiketten zunächst nur
in einem Teilbereich ihrer Erstreckung an einem Behältnis angedrückt werden und im
Weiteren entlang eines größeren Bereiches und vorzugsweise vollständig.
[0013] Vorzugsweise erweitert sich die Bürsteneinrichtung in der Transportrichtung der Behältnisse
linear. Damit erfolgt hier die erste Erweiterung gradlinig und insbesondere ohne Kanten.
Auch auf diese Weise kann der Bildung von Verwerfungen des Etiketts entgegengewirkt
werden.
[0014] Vorzugsweise weist die Vorrichtung Dreheinrichtungen auf, welche die Behältnisse
um ihre Längsachse drehen. Auf diese Weise können die Behältnisse vollumfänglich mit
einem Etikett beklebt werden bzw. kann das Etikett vollständig durch die Andrückeinheit
an das Behältnis angedrückt werden.
[0015] Vorzugsweise weist daher die Bürsteneinrichtung in wenigstens einem Teilbereich der
ersten Andrückeinheit in der Längsrichtung der Behältnisse wenigstens die gleiche
Länge auf wie das anzubringende Etikett.
[0016] In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform erstreckt sich die Andrückeinheit
bzw. die Bürsteneinrichtung in dem oben genannten Teilbereich in einem mittleren Bereich
des Etiketts. Dies bedeutet, dass zumindest ein mittlerer Bereich des Etiketts angebracht
wird und die oberen und unteren Bereiche zunächst noch nicht an das Behältnis angedrückt
werden. Unter einem mittleren Bereich werden dabei zwei mittlere Viertel, bevorzugt
ein mittleres Drittel, und besonders bevorzugt ein mittleres Fünftel des Etiketts
verstanden.
[0017] Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform ist neben der ersten Andrückeinheit
in der Transportrichtung der Behältnisse eine zweite Andrückeinheit vorgesehen, wobei
die zweite Andrückeinheit bezüglich der ersten Andrückeinheit auf der anderen Seite
des Transportpfades der Behältnisse angeordnet ist. Durch diese zweite Andrückeinheit
wird besonders bevorzugt noch derjenige Bereich des Etiketts an dem Behältnis angedrückt,
der durch die erste Andrückeinheit noch nicht angedrückt wurde, wobei dies insbesondere
der Anfangsbereich des Etiketts ist. Besonders bevorzugt sind in wenigstens einem
Teilbereich des Transportpfads beide Andrückeinheiten vorgesehen, welche von zwei
Seiten bezüglich des Behältnisses zeitgleich das Etikett an das Behältnis andrücken.
In diesem Teilbereich liegen sich die beiden Andrückeinheiten bezüglich des Transportpfades
der Behältnisse direkt gegenüber. Auf diese Weise ist es besonders vorteilhaft möglich,
auch den Anfangsbereich des Etiketts vollständig an dem Behältnis zu fixieren. Es
wäre jedoch auch möglich, dass die erste Andrückeinheit und die zweite Andrückeinheit
teilweise oder auch vollständig entlang des Transportpfades gegeneinander versetzt
sind.
[0018] In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform ist die erste Andrückeinheit gegenüber
dem Transportpfad der Behältnisse verschiebbar. Auf diese Weise können leichter Toleranzen
der Behältnisse zueinander ausgeglichen werden. Insbesondere ist die erste Andrückeinheit
in einer transversal zu dem Transportpfad verlaufenden Richtung verschiebbar. Vorzugsweise
ist auch die zweite Andrückeinheit gegenüber dem Transportpfad transversal verschiebbar.
[0019] In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform ist der Transportpfad der Behältnisse
wenigstens abschnittsweise kreissegmentförmig ausgebildet und die erste Andrückeinheit
ist in einer radialen Richtung bezüglich dieses Transportpfades verstellbar angeordnet.
Damit ist es möglich, die erste Andrückeinheit in der radialen Richtung des Transportpfades
zuzustellen und damit geringe Toleranzen der Behältnisse zueinander auszugleichen.
[0020] In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform ist die Bürsteneinrichtung bzw. die
Andrückeinheit lösbar an einem Träger angeordnet. Auf diese Weise ist ein schnelles
Wechseln der Bürsteneinrichtung möglich. Vorzugsweise ist der Träger gekrümmt und
starr ausgebildet. Bevorzugt ist die Krümmung des Trägers an die Krümmung des Transportpfades
angepasst.
[0021] Bei einem vorteilhaft kreissegmentförmigen Transportpfad weist damit auch der Träger
vorzugsweise eine kreisförmige Krümmung auf.
[0022] In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform weist die Vorrichtung eine Trenneinrichtung
auf, welche ein selbstklebendes Etikett von einem Trägermaterial trennt. Die Trenneinrichtung
ist dabei vorzugsweise in der Transportrichtung der Behältnisse vor der Andrückeinheit
angeordnet. Diese Ausführungsform ist insbesondere auf Etikettiervorrichtungen für
so genannte selbstklebende Etiketten gerichtet, für welche sich die erfindungsgemäße
Ausführungsform mit Bürstenkörpern besonders eignet. Insbesondere selbstklebende Etiketten
können mit derartigen Bürsteneinrichtungen besonders bequem an das Behältnis angebracht
werden.
[0023] Die vorliegende Erfindung ist weiterhin auf eine Vorrichtung zum Aufbringen von Etiketten
auf Behältnisse gerichtet, mit einer Transporteinrichtung, welche die zu etikettierenden
Behältnisse entlang eines vorgegebenen Transportpfades transportiert und mit einer
ersten im Arbeitsbetrieb stationär angeordneten Andrückeinheit, welche die Etiketten
an eine Außenwandung der Behältnisse andrückt. Erfindungsgemäß ist hier die erste
Andrückeinheit in einer transversal zu dem Transportpfad verlaufenden Richtung verstellbar.
[0024] Durch diese erfindungsgemäße Ausführungsform ist es möglich, Toleranzen hinsichtlich
des Durchmessers der einzelnen Behältnisse auszugleichen. Diese Ausführungsform eignet
sich dabei sowohl für die Anbringung von selbstklebenden Etiketten als auch für Etikettiervorrichtungen,
bei denen Etiketten mit einer Klebeschicht beaufschlagt werden.
[0025] Dabei ist es auch möglich, dass die Andrückeinheit in einer schräg zu dem Transportpfad
verlaufenden Richtung verstellbar ist, wesentlich ist jedoch, dass die Verstellrichtung
auch eine transversal zu dem Transportpfad verlaufende Komponente aufweist. Vorzugsweise
ist die Vorrichtung in der oben beschriebenen Weise ausgeführt.
[0026] Vorzugsweise verläuft der Transportpfad wenigstens abschnittsweise kreissegmentförmig
und die Andrückeinheit ist bezüglich dieses kreissegmentförmig verlaufenden Bereiches
transversal verstellbar. Damit wird hier die Andrückeinheit insbesondere in einer
radialen Richtung bezüglich des Transportpfades verstellt.
[0027] In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform weist die Vorrichtung eine Anzeigeeinrichtung
auf, welche eine Stellung einer Andrückeinheit gegenüber dem Transportpfad anzeigt.
Auf diese Weise ist es für den Benutzer sehr leicht möglich, die genaue Position der
Andrückeinheit gegenüber dem Transportpfad zu ermitteln und gegebenenfalls nachzustellen.
[0028] Vorzugsweise weist die Vorrichtung auch eine Einstelleinrichtung auf, über welche
die Stellung der Andrückeinheit gegenüber dem Transportpfad einstellbar ist. Als derartige
Einstelleinrichtungen können beispielsweise Mikrometerschrauben oder dergleichen eingesetzt
werden.
[0029] In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform ist zwischen der Einstelleinrichtung
und der Andrückeinheit eine Gelenkverbindung angeordnet. Über diese Gelenkverbindung
ist es möglich, die Andrückeinheit exakt nachzujustieren, da die Verbindung zwischen
der Einstelleinrichtung, bei der es sich vorzugsweise um einen stangenartigen Körper
handelt und der Andrückeinheit nicht exakt fixiert ist.
[0030] Vorzugsweise ist dabei die Einstelleinrichtung in Richtung des Transportpfades wenigstens
geringfügig gegenüber der Andrückeinheit schwenkbar.
[0031] Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform sind genau zwei Einstelleinrichtungen
zum einstellen der Andrückeinheit gegenüber dem Transportpfad vorgesehen. Auf diese
Weise kann die Andrückeinheit exakt in jede gewünschte Stellung gegenüber dem Transportpfad
verschoben werden.
[0032] Die vorliegende Erfindung ist weiterhin auf ein Verfahren zum Anbringen von Etiketten
an einem Behältnis gerichtet. Dabei wird in einem ersten Verfahrensschritt ein Etikettenstreifen
zugeführt, wobei dieser Etikettenstreifen eine Vielzahl von auf einem Trägermaterial
angeordneten Etiketten aufweist. In einem weiteren Verfahrensschritt wird das Etikett
von dem Trägermaterial getrennt und in einem weiteren Verfahrensschritt wird das Etikett
an das Behältnis zugeführt und an das Behältnis mit Hilfe einer ersten Andrückeinheit
angedrückt.
[0033] Erfindungsgemäß wird das Etikett wenigstens zeitweise in einer Längsrichtung des
Behältnisses einen Moment nur entlang eines Teilbereiches des Etiketts an das Behältnis
angedrückt.
[0034] Dies bedeutet, dass in diesem zeitlichen Abschnitt bestimmte Teilbereiche des Etikettes
nicht an das Behältnis angedrückt werden. Vorzugsweise wird zum Andrücken der Etiketten
eine Bürsteneinrichtung mit einer Vielzahl von Borsten verwendet, welche sich in Richtung
der Behältnisse erstrecken.
[0035] Vorzugsweise wird das Etikett in einem Anfangsbereich nur entlang eines Teilbereiches
an das Behältnis angedrückt. Besonders bevorzugt handelt es sich hierbei um einen
mittleren Teilbereich des Etiketts. Durch diese Vorgehensweise kann, wie oben erwähnt,
die Bildung von Verwerfungen verhindert oder zumindest eingeschränkt werden. Vorzugsweise
werden die Etiketten entlang eines vorgebbaren Transportpfades transportiert.
[0036] Weitere Vorteile und Ausführungsformen ergeben sich aus den beigefügten Zeichnungen:
[0037] Darin zeigen:
Fig.1 eine schematische Ansicht einer erfindungsgemäßen Vorrichtung;
Fig.2 eine Draufsicht auf eine Andrückeinheit in einer ersten Ausführungsform;
Fig.3 eine Draufsicht auf eine Andrückeinheit in einer weiteren Ausführungsform;
Fig. 4 eine Detailansicht einer erfindungsgemäßen Vorrichtung;
Fig. 5 eine Ansicht des Details aus Fig. 4 entlang der Linie A - A aus Fig. 4; und
Fig. 6a - 6d Ansichten einer erfindungsgemäßen Einstelleinrichtung.
[0038] Fig.1 zeigt eine erfindungsgemäße Vorrichtung 1 zum Etikettieren von Behältnissen.
Diese Vorrichtung weist eine (nur schematisch gezeigt) Transporteinrichtung 2 in Form
eines Transportrades auf, an dem eine Vielzahl von Behältnissen 10 entlang des Pfeils
P1 d.h. entgegen dem Uhrzeigersinn transportiert wird. Damit werden hier die Behältnisse
entlang einer kreisförmigen Bahn bzw. eines kreisförmigen Transportpfades geführt,
der durch das Bezugszeichen T gekennzeichnet ist. Über eine insgesamt mit dem Bezugszeichen
4 gekennzeichnete Trenneinrichtung werden den Behältnissen 10 Etiketten zugeführt.
Dabei wird ein Etikettenstreifen 3 entlang des Pfeils P3 dieser Trenneinrichtung 4
zugeführt und in dem vorderen Bereich der Trenneinrichtung werden durch scharfes Biegen
dieses Etikettenstreifens 3 Etiketten 5 von einem Trägermaterial 7 des Etikettenstreifes
3 abgelöst. Das Trägermaterial 7 wird anschließend abgeführt. Weiterhin werden die
abgetrennten Etiketten 5 in einem Teilbereich an dem Behältnis 10 angeordnet.
[0039] Das Bezugszeichen 6 bezieht sich in seiner Gesamtheit auf eine Andrückeinheit, welche
die Etiketten 5 an die Behältnisse 10 andrückt. Zu diesem Zweck werden die Behältnisse
10, wie durch den Pfeil P2 gezeigt, ebenfalls entgegen dem Uhrzeigersinn gedreht und
gleichzeitig entlang ihres Transportpfades T an der stationär angeordneten Andrückeinheit
6 vorbeigeführt. Während dieses Vorbeiführens kontaktiert die Andrückeinheit 6 die
Etiketten 5 und drückt diese damit an der Außenwandung der Behältnisse 10 an. Die
Andrückeinheit 6 weist hier einen Bürstenkörper 8 auf, der eine Vielzahl von Borsten
9 aufweist, die sich in Richtung der Behältnisse bzw. in Richtung des Transportpfades
T erstrecken. Diese Andrückeinheit 6 bzw. der Bürstenkörper 8 ist dabei an einem Träger
12 angeordnet. Der Träger 12 wiederum ist mit Hilfe von Einstelleinrichtungen 20 in
der Richtung R d.h. transversal zu dem Transportpfad T verschiebbar.
[0040] Das Bezugszeichen 14 bezieht sich auf eine zweite Andrückeinheit, welche hier radial
innerhalb des Transportpfades T angeordnet ist und ihrerseits die Etiketten 5 an das
Behältnis 10 andrückt. Dabei kann mit Hilfe der zweiten Andrückeinheit 14 insbesondere
auch der Anfangsbereich der Etiketten 5 an die Behältnisse 10 angedrückt werden, der
zunächst in dem Teilbereich 6a noch nicht an die Behältnisse 10 angedrückt wurde.
Das Bezugszeichen 18 bezieht sich auf ein Zuführrad für die Behältnisse an die Transporteinrichtung
2 und das Bezugszeichen 19 auf ein Abführrad.
[0041] Fig.2 zeigt eine Andrückeinheit 6 bzw. einen Bürstenkörper 8 in einer ersten Ausführungsform.
Dabei weist die Bürsteneinheit 8 eine Vielzahl von Borsten 9 auf, die jeweils in Borstengruppen
11 angeordnet sind. In einem ersten Teilbereich 6a des Bürstenkörpers 8 erstreckt
sich dabei der Bürstenkörper 8 in der Längsrichtung L der Behältnisse nur in einem
Teilbereich eines hier gestrichelt angedeuteten Etiketts 5 und damit wird hier das
Etikett nur in diesem mittleren Bereich M an das (nicht gezeigte) Behältnis angedrückt.
In einem Übergangsbereich erweitert sich der Bürstenkörper in der Längsrichtung der
Behältnisse um schließlich in einem zweiten Teilbereich 6b wenigstens die volle Länge
des Etiketts 5 abzudecken.
[0042] Fig.3 zeigt eine weitere Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Bürsteneinrichtung
8. Bei dieser Ausführungsform sind die einzelnen Borstengruppen 11 jeweils reihenweise
gegeneinander versetzt weil auf diese Weise eine engere Struktur der Borstengruppen
11 erreicht werden kann. Auch in diesem Falle erweitert sich jedoch vorzugsweise der
Bürstenkörper in der Transportrichtung der Behältnisse, welche durch den Pfeil P4
angedeutet ist linear.
[0043] Fig. 4 zeigt eine Detailansicht einer erfindungsgemäßen Vorrichtung. Man erkennt
auch hier die Trenneinrichtung 4 sowie den Andrückkörper 6. Dieser Andrückkörper 6
weist ein gekrümmtes Profil auf, wobei die Krümmung an den Transportpfad T der Behältnisse
10 angepaßt ist. Der Träger 12 des Andrückkörpers 6 ist über zwei Einstelleinrichtungen
20 an einer gekrümmten Trägerstange 42 angeordnet. Das Bezugszeichen 2 zeigt auch
hier die Transporteinrichtung 2 zum Transportieren der Behältnisse 10. An dieser Transporteinrichtung
2 ist dabei eine Vielzahl von Drehtellern 32 angeordnet, mit deren Hilfe die Behältnisse
um ihre Längsachse gedreht werden können.
[0044] Fig. 5 zeigt eine Ansicht des Details aus Fig. 4 entlang der Linie A - A in Fig.
4. Man erkennt hier, dass sich der Andrückkörper 6 bzw. die Bürsteneinrichtung 8 von
einem Anfangsbereich 6a hin zu einem Endbereich 6b erweitert. Das Bezugszeichen 48
bezieht sich auf vertikale Stangen, an denen die Trägerstange 42 verschiebbar in der
Längsrichtung L der Behältnisse 10 angeordnet ist. Auf diese Weise kann die Höhe der
Andrückeinheit 6 bzw. der Bürsteneinrichtung 8 gegenüber den Behältnissen 10 verschoben
werden Es wäre auch möglich, mehrere Andrückeinheiten 6 in der Längsrichtung L übereinander
anzuordnen, beispielsweise, um mehrere Etiketten übereinander anzuordnen. Das Bezugszeichen
44 zeigt eine weitere gekrümmte Stange, die zur Stabilisierung der einzelnen vertikalen
Stangen 48 dient, und welche über Verbindungsstücke 46 an der gekrümmten Stange 44
angeordnet ist.
[0045] Die Fig. 6a - 6d zeigen verschiedene Ansichten der Verstelleinrichtung 20. In Fig.
6a bezieht sich das Bezugszeichen 23 auf eine Halteeinrichtung, an der ein Winkelstück
27 zum Befestigen des (nicht gezeigten) Andrückkörpers angeordnet ist. Diese Halteeinrichtung
23 wird an einem Bolzen 28 befestigt, wobei der Bolzen 28 in der Richtung R verstellbar
ist. Das Bezugszeichen 24 bezieht sich auf einen Hebel zum Arretieren der Position
des Bolzens 28.
[0046] Das Bezugszeichen 42 zeigt wieder die Trägerstange, an der ein in seiner Gesamtheit
mit 40 bezeichneter Haltekörper der Einstelleinrichtung 20 angeordnet ist. Dabei ist
ein Klemmstück 54 vorgesehen, um den Haltekörper 40 zu arretieren. Mit Hilfe eines
drehbaren Griffs 26 kann die Position des Bolzens 28 in der Richtung R eingestellt
werden. Das Bezugszeichen 56 zeigt eine Anzeigeeinrichtung, über die die Position
des Bolzens 28 und damit auch der Andrückeinheit 6 abgelesen werden kann.
[0047] Man erkennt in Fig. 6b eine Spindel 58, die teilweise im Inneren des Haltekörpers
40 verläuft und der drehbar in dem Haltekörper 40 angeordnet ist. An dieser Spindel
58 ist der Bolzen 28 angeordnet. Fig. 6c zeigt eine weitere Ansicht der Einstelleinrichtung
20. Man erkennt hier ebenfalls den drehbaren Griff 26 sowie die Trägerstange 42. Fig.
6d zeigt eine Ansicht der Einstelleinrichtung 20 aus Fig. 6a entlang der Linie B -
B aus Fig. 6a.
[0048] Sämtliche in den Anmeldungsunterlagen offenbarten Merkmale werden als erfindungswesentlich
beansprucht, sofern sie einzeln oder in Kombination gegenüber dem Stand der Technik
neu sind.
1. Vorrichtung (1) zum Aufbringen von Etiketten (5) auf Behältnisse (10), mit einer Transporteinrichtung
(2), welche die zu etikettierenden Behältnisse (10) entlang eines vorgegebenen Transportpfades
(T) transportiert und mit einer ersten Andrückeinheit (6), welche die Etiketten (5)
an eine Aussenwandung der Behältnisse (10) andrückt, wobei die erste Andrückeinheit
(6) wenigstens eine Bürsteneinrichtung (8) mit einer Vielzahl von Borsten (9) aufweist,
welche sich in Richtung der Behältnisse (10) erstrecken, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Andrückeinheit (6) in wenigstens einem Teilbereich (6a) der ersten Andrückeinheit
(6) in der Längsrichtung (L) der Behältnisse (10) kürzer ist als das anzubringende
Etikett (5).
2. Vorrichtung (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Teilbereich (6a) betrachtet in der Transportrichtung (T) der Behältnisse ein
Anfangsbereich (6a) der Andrückeinheit (6) ist.
3. Vorrichtung (1) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Andrückeinheit (6) in dem Teilbereich (6a) die Bürsteneinrichtung (8) aufweist.
4. Vorrichtung (1) nach wenigstens einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Bürsteneinrichtung (8) in der Transportrichtung (T) der Behältnisse (10)
erweitert.
5. Vorrichtung (1) nach wenigstens einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Bürsteneinrichtung (8) in wenigstens einem Teilbereich (6b) der ersten Andrückeinheit
(6) in der Längsrichtung (L) der Behältnisse (10) wenigstens die gleiche Länge aufweist
wie das anzubringende Etikett (5) .
6. Vorrichtung (1) nach wenigstens einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Bürsteneinrichtung (8) in dem Teilbereich (6a) in einem mittleren Bereich
des Etiketts (5) erstreckt.
7. Vorrichtung (1) nach wenigstens einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Andrückeinheit (6) gegenüber dem Transportpfad (T) der Behältnisse (10)
verschiebbar ist.
8. Vorrichtung (1) nach wenigstens einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Transportpfad (T) der Behältnisse (10) wenigstens abschnittsweise kreissegmentförmig
ausgebildet ist und die erste Andrückeinheit (6) in einer radialen Richtung bezüglich
dieses Transportpfades (T) verstellbar angeordnet ist.
9. Vorrichtung (1) nach wenigstens einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (1) eine Trenneinrichtung (4) aufweist, welche ein selbstklebendes
Etikett (5) von einem Trägermaterial trennt.
10. Vorrichtung (1) zum Aufbringen von Etiketten (5) auf Behältnisse (10), mit einer Transporteinrichtung
(2), welche die zu etikettierenden Behältnisse (10) entlang eines vorgegebenen Transportpfades
(T) transportiert und mit einer ersten im Arbeitsbetrieb stationär angeordneten Andrückeinheit
(6), welche die Etiketten (5) an eine Aussenwandung der Behältnisse (T) andrückt,
dadurch gekennzeichnet, dass die erste Andrückeinheit (6) in einer transversal zu dem Transportpfad (T) verlaufenden
Richtung verstellbar ist.
11. Vorrichtung (1) nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Transportpfad (T) wenigstens abschnittsweise kreissegmentförmig verläuft und
die Andrückeinheit (6) bezüglich dieses kreissegmentförmig verlaufenden Bereiches
transversal verstellbar ist.
12. Vorrichtung (1) nach wenigstens einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung eine Einstelleinrichtung (20) aufweist, über welche die Stellung
der Andrückeinheit (6) gegenüber dem Transportpfad (T) einstellbar ist.
13. Verfahren zum Anbringen von Etiketten (5) an einem Behältnis (10) mit den Schritten:
- Zuführen eines Etikettenstreifens, wobei dieser Etikettenstreifen eine Vielzahl
von auf einem Trägermaterial angeordneten Etiketten (5) aufweist;
- Trennen des Etikettes (5) von dem Trägermaterial;
- Zuführen des Etiketts (5) an das Behältnisse (10) und Andrücken des Etiketts (10)
an das Behältnis (10) mit einer ersten Andrückeinheit (6), dadurch gekennzeichnet, dass das Etikett (10) wenigstens zeitweise in einer Längsrichtung (L) des Behältnisses
nur entlang eines Teilbereichs des Etiketts (5) an das Behältnis (10) angedrückt wird.
14. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass zum Andrücken des Etiketts eine Bürsteneinrichtung (8) mit einer Vielzahl von Borsten
(9), welche sich in Richtung der Behältnisse (10) erstrecken, verwendet wird.
15. Verfahren nach wenigstens einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Etikett in einem Anfangsbereich nur entlang eines Teilbereichs an das Behältnis
(10) angedrückt wird.