[0001] Die Erfindung betrifft eine Schallabsorbereinheit, die an einer Wand oder Decke eines
Raums, insbesondere Papiermaschinenhalle, anbringbar ist. Sie betrifft ferner ein
Verfahren zur Reduzierung der Schalldruckpegel in einem Raum, insbesondere Papiermaschinenhalle,
unter Verwendung von solchen Schallabsorbereinheiten.
[0002] In einer Papiermaschinenhalle und insbesondere im Bereich des Stoffauflaufs, der
Siebpartie, der Pressenpartie sowie Teilen der Trockenpartie der Papiermaschine werden
infolge der dort angewandten Technologien üblicherweise hohe Schalldruckpegel emittiert.
Bisher war man bestrebt, diese hohen Schalldruckpegel durch eine konstruktive Optimierung
einzelner Maschinenkomponenten und Baugruppen schrittweise zu reduzieren. Gegenwärtig
liegen die Schalldruckpegel in den betreffenden Bereichen wie insbesondere in den
Bereichen des Stoffauflaufs, der Siebpartie, der Pressenpartie, sowie Teilen der Trockenpartie
jedoch oftmals noch über den örtlich vorgeschriebenen Grenzwerten bezüglich der Tragepflicht
eines Gehörschutzes.
[0003] Um den Lärm auf der Bedienerebene insbesondere in Schall reflektierenden Hallen zu
reduzieren, können Schall absorbierende Elemente an der Hallendecke und an den Hallenwänden
montiert werden. Durch die Erhöhung des mittleren Schallabsorptionsgrades bzw. die
Reduzierung der reflektierten Schallwellen in der Halle wird dann eine Reduktion der
Schallemissionen auf der Bedienerebene erreicht.
[0004] Die Installation von Schall absorbierenden Elementen an der Decke und an den Wänden
in den Bereichen des Stoffauflaufs, der Siebpartie, der Pressenpartie sowie Teilen
der Trockenpartie in einer Papiermaschinenhalle, d.h. in der Umgebung von feuchten
bzw. nassen Lärmbereichen, ist jedoch aufgrund der Empfindlichkeit vieler akustischer
oder Schallabsorptionsmaterialien gegenüber Feuchtigkeit, Wasser und Dampf nur beschränkt
möglich. So ist deren Schallabsorptionsgrad in feuchter Umgebung in den meisten Fällen
deutlich geringer als in trockener Umgebung.
[0005] Aus der
DE 20 2006 000 201 U1 ist ein als Schichtkörper ausgebildetes, an Decken oder Wänden befestigbares Raumelement
bekannt, das eine außen liegende Tragschale in Form einer Bauplatte sowie eine als
Funktionsschicht dienende Einlage aus Schadstoff reduzierendem Material umfasst. Dabei
ist zwischen der Tragschale und der Funktionsschicht eine Luft durchlässige Schicht
vorgesehen, die mit einem Schall absorbierenden Dämmstoff versehen ist.
[0006] In der
DE 43 30 407 C1 und der
DE 44 42 053 C1 ist jeweils eine durch Kleben und/oder Dübeln an den Wänden oder der Decke einer
Schwimmhalle angebrachte Isolierverkleidung in Form von Dämmplatten aus Polystyrol-Hartschaum
beschrieben, auf die raumseitig eine als Dampfsperre dienende Aluminiumfolie aufkaschiert
ist.
[0007] Aus der
EP 1 820 915 A1 ist eine akustische Wand- oder Deckenpaneele bekannt, die eine durch eine Holzspan-
oder Holzfaserplatte gebildete Tragstruktur aufweist, die mit einer porösen Deckschicht
kaschiert ist, bei der es sich um eine mit einer Mikroperforation versehene Kunststofffolie
handeln kann.
[0008] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine verbesserte Schallabsorbereinheit
sowie ein verbessertes Verfahren der eingangs genannten Art zu schaffen, mit denen
eine effektivere Reduktion der in dem Raum bzw. der Papiermaschinenhalle auftretenden
Schalldruckpegel gewährleistet ist. Dabei soll insbesondere eine Reduktion der Schalldruckpegel
in der Umgebung von Papiermaschinen, insbesondere auf Bedienerebene in der Umgebung
des Stoffauflaufs, der Siebpartie, der Pressenpartie sowie Teilen der Trockenpartie
durch die Installation entsprechender, insbesondere gegen Feuchtigkeit, Wasser und
Dampf unempfindlicher Schallabsorbereinheiten möglich sein. Zudem sollen die Schallabsorbereinheiten
möglichst kostengünstig, einfach zu montieren, leichtgewichtig und gut manipulierbar,
einfach zu reinigen, hygienisch beständig und z.B. für Kondenswasser Wasser ableitend
sein.
[0009] Bezüglich der Schallabsorbereinheit wird diese Aufgabe erfindungsgemäß dadurch gelöst,
dass diese wenigstens eine von der betreffenden Wand bzw. Decke abgehängte Luftschall
absorbierende selbsttragende Platte umfasst, die zumindest teilweise von einem Luftschall
durchlässigen, insbesondere folienartigen Überzug umgeben ist. Dabei ist die Luftschall
absorbierende selbsttragende Platte bevorzugt mit einer Luftschall durchlässigen,
Wasser- und/oder dampfdichten, insbesondere reißfesten Folie überzogen.
[0010] Solche Schallabsorbereinheiten können beispielsweise an der Decke und den Wänden
in der Nähe von Lärm emittierenden Bereichen beispielsweise einer Papiermaschine,
insbesondere in der Nähe des Stoffauflaufs, der Siebpartie, der Pressenpartie sowie
Teilen der Trockenpartie der Papiermaschine installiert werden. Durch die flächenhaften
Elemente werden die Luftschallemissionen aus den Lärm emittierenden Bereichen absorbiert,
bzw. die Luftschallreflexionen an den Raumbegrenzungen an deren Ausbreitung in den
Raum bzw. die Papiermaschinenhalle gehindert. Dabei wird eine wesentliche Eigenschaft
dieser flächenhaften Elemente oder Schallabsorbereinheiten durch den akustischen Parameter
Schallabsorption bzw. Schallabsorptionsgrad oder "Schallschluckgrad" beschrieben.
[0011] Während die bisher üblichen akustisch wirksamen Elemente in feuchten und nassen Maschinenbereichen
lediglich als akustisch vor allem reflektierende Elemente aus Metall, Kunststoff usw.
aufgebaut wurden, da Nässe, Feuchte und Dampf eine Einschränkung des Absorptionsgrades
der herkömmlichen Schallabsorptionsmaterialien wie z.B. Fasern, Schaumstoffen, Stoffgeweben
usw. bewirkten, kann die erfindungsgemäße Schallabsorbereinheit, deren Luftschall
absorbierende selbsttragende Platte selbst durchaus wasserempfindlich sein kann, in
Verbindung mit einer wasser- und/oder dampfdichten Folie als Überzug praktisch ohne
Beeinträchtigung der Schallabsorption insbesondere auch in solchen feuchten und nassen
Bereichen eingesetzt werden. Zur Erhöhung der mechanischen Beanspruchbarkeit sollte
die Folie zweckmäßigerweise reißfest sein.
[0012] Zweckmäßigerweise ist am äußeren Rand der Luftschall absorbierenden selbsttragenden
Platte zumindest bereichsweise ein Rahmen angebracht und der Überzug bzw. die Folie
vorzugsweise über diesen Rahmen gezogen. Dieser Rahmen kann beispielsweise mit abgerundeten
Kanten versehen sein. Ein solcher Rahmen dient nicht nur der Verbesserung der Optik,
er bringt auch eine Reduzierung der Gefahr von Rissen in dem Überzug bzw. der Folie
um die Luftschall absorbierende selbsttragende Platte mit sich.
[0013] Zwischen der Luftschall absorbierenden selbsttragenden Platte und dem insbesondere
folienartigen Überzug kann weiteres, insbesondere weicheres Luftschall absorbierendes
Material eingebracht sein.
[0014] Dabei kann das weitere Luftschall absorbierende Material beispielsweise in Form eines
Schaumstoffs, eines Faserwerkstoffs, eines Gewebes und/oder dergleichen vorgesehen
sein.
[0015] Der Schaumstoff kann beispielsweise wenigstens einen PUR-Schaum umfassen.
[0016] Der Faserwerkstoff umfasst bevorzugt Steinwolle, Glaswolle, Holzwolle, Flachswolle,
Hanfwolle und/oder dergleichen.
[0017] In bestimmten Fällen kann es auch von Vorteil sein, wenn das weitere Luftschall absorbierende
Material wenigstens einen Webstoff umfasst.
[0018] Die Luftschall absorbierende selbsttragende Platte kann insbesondere aus einem Faserwerkstoff
und bevorzugt zumindest teilweise aus Holzwolle, Steinwolle oder Glaswolle bestehen.
[0019] Die akustischen Eigenschaften des Luftschall absorbierenden, selbsttragenden Plattenwerkstoffs
können insbesondere so gewählt sein, dass der Plattenwerkstoff einen möglichst hohen
Schallabsorptionsgrad über den jeweiligen relevanten Frequenzbereich oder über bestimmte
Frequenzbereiche aufweist. Es sind insbesondere auch Kombinationen verschiedener Luftschall
absorbierender, auch weicherer Materialien mit dem selbsttragenden Plattenwerkstoff
möglich. So können zwischen dem Luftschall durchlässigen Überzug bzw. Folie und dem
Plattenwerkstoff zur Veränderung bzw. Erhöhung und Optimierung des Schallabsorptionsgrades
weitere akustisch absorbierende Werkstoffe, beispielsweise Schäume, Faserwerkstoffe
usw. eingelegt sein. Die beispielsweise weicheren weiteren Luftschall absorbierenden
Materialien können entweder an der der Lärmquelle zugewandten Seite oder an der von
der Lärmquelle abgewandten Seite oder an beiden Seiten der Luftschall absorbierenden
selbsttragenden Platte vorgesehen sein. Wie bereits erwähnt, können hier beispielsweise
Fasern wie z.B. Steinwolle, Glaswolle, Holzwolle, Flachswolle, Hanfwolle usw., Schäume
wie z.B. PUR-Schäume oder Gewebearten, wie z.B. Webstoffe, verwendet werden.
[0020] Ist die Luftschall absorbierende selbsttragende Platte steif genug, so kann die Schallabsorbereinheit
ohne aufwendige Rahmen- oder Stützkonstruktionen insbesondere auch senkrecht an der
betreffenden Wand und auch waagrecht von der Decke abgehängt werden. Als Plattenwerkstoff
eignet sich Faserwerkstoff und hierbei insbesondere Holzwolle, Steinwolle oder Glaswolle,
wobei z.B. eine Heraklith-Platte denkbar ist. Die weiteren, insbesondere weicheren
Luftschall absorbierenden Materialien können zur akustischen Wirkung der flächenhaften
Elemente bzw. Schallabsorbereinheiten beitragen, sind jedoch nicht zwingend erforderlich.
[0021] Von Vorteil ist insbesondere auch, wenn die zumindest teilweise von einem Luftschall
durchlässigen, insbesondere folienartigen Überzug umgebene Luftschall absorbierende
selbsttragende Platte bezüglich der betreffenden Wand schräg gestellt bzw. schräg
von der betreffenden Decke abgehängt ist.
[0022] Damit kann beispielsweise an sehr feuchten, Dampf emittierenden Bereichen, in denen
an dem Überzug bzw. der Folie Wasser anfällt bzw. Dampf kondensiert oder der Überzug
beschlägt, das auf dem Überzug anfallende Wasser abfließen und beispielsweise in eine
oder mehrere das Wasser führende bzw. ableitende Rinnen abtropfen.
[0023] Gemäß einer bevorzugten praktischen Ausführungsform der erfindungsgemäßen Schallabsorbereinheit
ist die Frequenzcharakteristik des Schallabsorptionsgrades der Schallabsorbereinheit
über den Werkstoff der Luftschall absorbierenden selbsttragenden Platte, den oder
die Werkstoffe des weiteren Luftschall absorbierenden Materials, den Abhängeabstand
von der betreffenden Wand bzw. Decke und/oder die Schrägstellung bezüglich der betreffenden
Wand bzw. Decke an die Frequenzcharakteristik der Schalldruckemissionen des benachbarten
Schall emittierenden Bereichs, beispielsweise an die Frequenzcharakteristik der Schalldruckemissionen
des Stoffauflaufs, der Siebpartie, der Pressenpartie oder wenigstens eines Teils der
Trockenpartie einer Papiermaschine angepasst. Im Frequenzbereich der maximalen Schalldruckemissionen
der betreffenden Schall emittierenden Bereiche, beispielsweise einer Papiermaschine,
sollte also der Schallabsorptionsgrad der flächenhaften Schallabsorbereinheiten möglichst
hoch sein.
[0024] Gemäß einer bevorzugten praktischen Ausführungsform der erfindungsgemäßen Schallabsorbereinheit
steht die Luftschall absorbierende selbsttragende Platte in direktem Kontakt mit dem
insbesondere folienartigen Überzug.
[0025] Dabei kann die Luftschall absorbierende selbsttragende Platte ohne feste Verbindung
mit dem insbesondere folienartigen Überzug in diesen eingelegt oder auch vorzugsweise
durch Klebung fest mit dem insbesondere folienartigen Überzug verbunden sein.
[0026] Die Schallabsorbereinheit kann also insbesondere auch so aufgebaut sein, dass der
Luftschall absorbierende selbsttragende Plattenwerkstoff in direktem Kontakt mit dem
Überzug bzw. der Folie steht. Dieser Kontakt entsteht bei unebenen bzw. rauen Oberflächen
des Plattenwerkstoffs, z.B. bei Faserwerkstoffen oder Schäumen als Plattenmaterial,
an mehreren Punkten, d.h. an Berührungspunkten der Folie mit dem Plattenwerkstoff.
Bei ebenen bzw. glatten Oberflächen des Plattenwerkstoffs ergibt sich demgegenüber
ein vollflächiger Kontakt.
[0027] Ergibt sich die Verbindung zwischen dem Plattenwerkstoff und der Folie durch bloßes
Einlegen des Plattenwerkstoffs in die Folie, so entsteht die Kontaktbildung durch
die Erdanziehungskraft, sofern die jeweilige Schallabsorbereinheit nicht vertikal
ausgerichtet ist. Eine dauerhafte Verbindung des Plattenwerkstoffs mit der Folie kann
insbesondere durch Klebung, beispielsweise mittels eines Klebstoffs oder durch Erhitzung,
hergestellt werden.
[0028] Die Vorteile eines solchen Aufbaus bestehen unter anderem in Folgendem:
- Sehr hoher Schallabsorptionsgrad im tieffrequenten Bereich durch Ausbildung einer
gedämpften, tieffrequenten Plattenresonanz des selbsttragenden Plattenwerkstoffs,
generiert durch den Platte-Folie-Verbund.
- Weitere Erhöhung des mittel- und hochfrequenten Schallabsorptionsgrades durch die
akustisch offenen, vergleichsweise großen Seitenflächen des selbsttragenden Plattenwerkstoffs.
- Geringeres Gesamtgewicht der erfindungsgemäßen Elemente.
[0029] Eine zweckmäßige praktische Ausführungsform der erfindungsgemäßen Schallabsorbereinheit
zeichnet sich dadurch aus, dass der insbesondere folienartige Überzug die Luftschall
absorbierende selbsttragende Platte flächig berührt.
[0030] Dabei kann die Luftschall absorbierende selbsttragende Platte über den insbesondere
folienartigen Überzug aufgehängt sein, so dass die Luftschall absorbierende selbsttragende
Platte in dem gespannten insbesondere folienartigen Überzug liegt.
[0031] Die Kombination des insbesondere faserartigen Plattenwerkstoffs mit der Folie führt
zu einer akustischen Synergie der beiden Materialien über einen sehr weiten Frequenzbereich.
[0032] So transmittiert Luftschall in Abhängigkeit von der Foliendicke, die beispielsweise
in einem Bereich von etwa 2 µm bis etwa 5 mm liegen kann, frequenzabhängig durch die
Folie und wird ab einer Frequenz von etwa 200 Hz gut vom innen liegenden Fasermaterial
der Luftschall absorbierenden selbsttragenden Platte absorbiert. Zusätzlich bildet
die Folie in Kombination mit der Faserplatte einen Plattenschwinger, der dem umgebenden
Schallfeld Energie im tiefen Frequenzbereich unter 200 Hz Energie entzieht.
[0033] Dabei zeigen Fasermaterialien üblicherweise abhängig von ihrer Dicke gute Absorptionsgrade
im mittel- und hochfrequenten Bereich. Dieser Effekt beruht einerseits auf den viskosen
Reibungskräften der in den Poren zwischen den Fasern oszillierenden Luftmoleküle.
Andererseits erfahren die bewegten Luftmoleküle Impulsverluste in den Umlenkungen
und Verengungen oder Erweiterungen zwischen den Fasern.
[0034] Zudem wird im Wechselfeld der Schallwelle die Luft auch abwechselnd komprimiert und
dilatiert. Durch den guten Wärmekontakt zwischen den Fasern und der Luft und der damit
vor allem bei tiefen und mittleren Frequenzen anstatt der üblichen adiabatischen Kompression
gegebenen isothermen Kompression der Luft entstehen thermische Verluste, die dem umgebenden
Schallfeld Energie entziehen.
[0035] Zusätzlich zu diesen Mechanismen, durch die Energie aus einem Schallfeld entzogen
und das Schallfeld entsprechend gedämpft wird, entstehen durch die erfindungsgemäße
Folien-Faserplatten-Kombination deutliche Verstärkungen der so genannten Skelettschwingungen
des Fasermaterials. Die Folie überträgt also die tieffrequenten Anteile des Geräuschspektrums
an die sie berührende Faserplatte, die dadurch ihrerseits zu Biegeschwingungen angeregt
wird. Ohne Folie wäre diese Anregung der Faserplatte sehr viel kleiner. Die Folie
wirkt also als Membranverstärker. Die Biegeschwingungen der Faserplatte führen zu
Reibungsverlusten der aneinander reibenden Fasern, was einen Energieabbau im Schallfeld
mit sich bringt, vor allem im tieffrequenten Bereich unterhalb von 200 Hz.
[0036] Von besonderem Vorteil ist in diesem Zusammenhang, wenn die Folie die Faserplatte
flächig berührt, was beispielsweise dadurch erreicht wird, dass die Konstruktion an
der Folie aufgehängt wird, die Faserplatte also in der gespannten Folie liegt.
[0037] Insbesondere für eine solche Folien-Platten-Kombination ist die Luftschall absorbierende
selbsttragende Platte also vorzugsweise durch eine Faserstoffplatte gebildet.
[0038] Der Überzug kann durch eine aus Kunststoff bestehende Folie, zweckmäßigerweise jedoch
auch durch eine aus Metall oder einem ähnlichen Material bestehende Folie gebildet
sind.
[0039] Sind die Anforderungen bezüglich der Wasserfestigkeit bzw. der hygienischen Beständigkeit
geringer oder nicht gegeben, bestehen dafür jedoch beispielsweise auch ästhetische
Ansprüche, so kann der Luftschall durchlässige Überzug zumindest teilweise auch aus
luftdurchlässigem Material wie insbesondere Stoff oder Gewebe bestehen. Es kann in
diesem Fall also beispielsweise auch ein optisch ansprechenderes luftdurchlässiges
Material für den Luftschall durchlässigen Überzug gewählt werden. Dies ist beispielsweise
in den Warten von Papierherstellungsanlagen sinnvoll, in denen die Luftfeuchtigkeit
im für offenporige Absorptionsmaterialien normalen Bereich liegt.
[0040] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Schallabsorbereinheit
umfasst diese wenigstens zwei Luftschall absorbierende selbsttragende Platten, die
sandwichartig übereinander angeordnet und voneinander beabstandet sind.
[0041] Dabei können die Luftschall absorbierenden selbsttragenden Platten zumindest teilweise
von einem gemeinsamen Luftschall durchlässigen, insbesondere folienartigen Überzug
umgeben sein.
[0042] Zwischen den Luftschall absorbierenden selbsttragenden Platten kann weiteres, insbesondere
weicheres Luftschall absorbierendes Material eingebracht sein oder auch nicht.
[0043] Bevorzugt beträgt der Abstand zwischen den beiden übereinander angeordneten Luftschall
absorbierenden selbsttragenden Platten maximal etwa 300 mm, wobei er vorzugsweise
kleiner als 200 mm ist. Bevorzugt bleibt jedoch stets ein Abstand zwischen den Platten
bestehen.
[0044] Am äußeren Rand der Luftschall absorbierenden selbsttragenden Platten kann zumindest
bereichsweise ein diesen gemeinsamer Rahmen angebracht sein. Dabei ist der Überzug
oder die Folie zweckmäßigerweise über den gemeinsamen Rahmen gezogen.
[0045] Gemäß einer alternativen zweckmäßigen Ausführungsform sind im Bereich der Ecken der
Luftschall absorbierenden selbsttragenden Platten Eckstücke vorgesehen, die den Abstand
zwischen den Luftschall absorbierenden selbsttragenden Platten, gegebenenfalls den
Abstand zwischen dazwischen angeordneten weiteren Luftschall absorbierenden Materialien
und/oder die jeweiligen Abstände zwischen den Platten und den Überzug definieren.
[0046] Dabei kann zumindest ein insbesondere wieder den Abstand zwischen den Luftschall
absorbierenden selbsttragenden Platten, gegebenenfalls den Abstand, zwischen dazwischen
angeordneten weiteren Luftschall absorbierenden Materialien und/oder die jeweiligen
Abstände zwischen den Platten und dem Überzug definierendes Zwischenstück vorgesehen
sein, das zwischen zwei Eckstücken angeordnet ist.
[0047] Der Rahmen muss also nicht durchgehend ausgeführt sein. Es können vielmehr an den
Ecken der selbsttragenden Platten Eckstücke angebracht sein, die die Abstände zwischen
den selbsttragenden Platten bzw. den verwendeten dazwischen liegenden insbesondere
weichen Absorptionsmaterialien bzw. zur Folie bewerkstelligen. Insbesondere zur Stabilisierung
bei größeren Längenabständen können Zwischenstücke eingebaut werden.
[0048] Die Vorteile dieser Eck- bzw. Zwischenstücke im Vergleich mit den durchgehenden Rahmenteilen
im Seitenbereich bestehen primär in dem höheren Schallabsorptionsgrad infolge der
offenen, insbesondere bei großen Plattenabständen vergleichsweise großen Seitenflächen
und in dem geringeren Gewicht der Schallabsorbereinheiten.
[0049] Das erfindungsgemäße Verfahren zur Reduzierung der Schalldruckpegel in einem Raum,
insbesondere in einer Papiermaschinenhalle, zeichnet sich dadurch aus, dass unter
Verwendung von wenigstens von einer Wand und/oder der Decke des Raums abgehängten
erfindungsgemäßen Schallabsorbereinheiten die Frequenzcharakteristik des Schallabsorptionsgrads
der Schallabsorbereinheiten jeweils über den Werkstoff der Luftschall absorbierenden
selbsttragenden Platte, gegebenenfalls den oder die Werkstoffe der weiteren Luftschall
absorbierenden Materialien, den Abhängeabständen von der betreffenden Wand bzw. Decke
und/oder die Schrägstellungen bezüglich der betreffenden Wand bzw. Decke an die Frequenzcharakteristik
der Schalldruckemissionen des benachbarten Schall emittierenden Bereichs, insbesondere
an die Frequenzcharakteristik der Schalldruckemissionen des Stoffauflaufs, der Siebpartie,
der Pressenpartie oder eines Teils einer Trockenpartie einer Papiermaschine, angepasst
wird.
[0050] Die Erfindung wird im Folgenden anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme
auf die Zeichnung näher erläutert; in dieser zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Darstellung einer beispielhaften Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Schallab- sorbereinheit.
- Fig. 2
- eine schematische Darstellung einer weiteren Ausfüh- rungsform der Schallabsorbereinheit,
bei der zwischen der Luftschall absorbierenden selbsttragenden Platte und der Folie
weiteres Luftschall absorbierendes Ma- terial eingebracht ist.
- Fig. 3
- eine schematische Darstellung einer schräg von einer Decke abgehängten Schallabsorbereinheit
mit zuge- ordneter Rinne für abtropfendes Wasser.
- Fig. 4
- eine schematische Darstellung einer beispielhaften Anordnung von zwei an einer Decke
abgehängten Schallabsorbereinheiten, von denen eine einen relativ kleineren und die
andere einen relativ größeren Ab- stand von der Decke aufweist.
- Fig. 5
- eine schematische Darstellung einer beispielhaften Anordnung von Schallabsorbereinheiten,
bei der zwei Schallabsorbereinheiten einmal in einem relativ kleine- ren Abstand und
einmal in einem relativ größeren Ab- stand von einer Wand abgehängt sind.
- Fig. 6
- eine schematischen Darstellung einer beispielhaften Anordnung von Schallabsorbereinheiten,
bei der eine Schallabsorbereinheit schräg von einer Decke und zwei Schallabsorbereinheiten
jeweils schräg von einer an- grenzenden Wand abgehängt sind,
- Fig. 7
- eine schematische Darstellung einer weiteren Ausfüh- rungsform der Schallabsorbereinheit,
bei der die Luft- schall absorbierende selbsttragende Platte in direktem Kontakt mit
der Folie steht.
- Fig. 8
- eine Draufsicht der in der Fig. 7 gezeigten Schallab- sorbereinheit.
- Fig. 9
- eine schematische Darstellung einer weiteren Ausfüh- rungsform der Schallabsorbereinheit
mit zwei sand- wichartig übereinander angeordneten Luftschall ab- sorbierenden Platten
und
- Fig. 10
- eine Draufsicht der in der Fig. 9 gezeigten Schallab- sorbereinheit.
[0051] Fig. 1 zeigt in schematischer Darstellung eine beispielhafte Ausführungsform einer
Schallabsorbereinheit 10, die über eine Abhängung 12 beispielsweise an einer Decke
14 oder einer Wand 16 (vgl. auch die Fig. 4 bis 6) angebracht sein kann. Im vorliegenden
Fall ist diese Schallabsorbereinheit 10 an einer Decke abgehängt und waagerecht bzw.
parallel zu dieser Decke positioniert. Dabei kann die Schallabsorbereinheit 10 insbesondere
an einer Wand bzw. Decke einer Papiermaschinenhalle angebracht sein.
[0052] Die Schallabsorbereinheit 10 umfasst eine von der betreffenden Wand 16 bzw. Decke
14 abgehängte Luftschall absorbierende selbsttragende Platte 18, die zumindest teilweise,
hier vollständig, von einem Luftschall durchlässigen Überzug (hier beispielsweise
einer Folie 20) umgeben ist.
[0053] Dabei kann die Luftschall absorbierende selbsttragende Platte 18 insbesondere mit
einer Luftschall durchlässigen, wasser- und/oder dampfdichten, insbesondere reißfesten
Folie 20 überzogen sein.
[0054] Der äußere Rand der Luftschall absorbierenden selbsttragenden Platte 18 ist zumindest
bereichsweise von einem Rahmen 22 umgeben, der an der Platte 18 befestigt ist. Wie
anhand der Fig. 1 zu erkennen ist, ist die die Luftschall absorbierende selbsttragende
Platte 18 umschließende Folie 20 auch über diesen Rahmen 22 gezogen.
[0055] Wie der Fig. 1 zudem entnommen werden kann, verbleibt zwischen der Luftschall absorbierenden
selbsttragenden Platte 18 und der Folie 20 sowohl auf der oberen als auch auf der
unteren Breitseite jeweils ein Zwischenraum.
[0056] Die Luftschall absorbierende selbsttragende Platte 18 kann insbesondere aus einem
Faserwerkstoff bestehen. Bevorzugt besteht sie zumindest teilweise aus Holzwolle,
Steinwolle oder Glaswolle.
[0057] Die den Überzug bildende Folie 20 kann insbesondere aus Kunststoff oder auch aus
Metall oder einem ähnlichen Material besteht.
[0058] Sind die Anforderungen bezüglich der Wasserfestigkeit bzw. hygienischen Beständigkeit
nicht gegeben, so ist grundsätzlich auch ein Überzug 20 aus einem luftdurchlässigen
Material wie insbesondere Stoff oder Gewebe denkbar, bei dem dann unter anderem insbesondere
auch ästhetische Gesichtspunkte berücksichtigt werden können.
[0059] Fig. 2 zeigt in schematischer Darstellung eine weitere Ausführungsform der Schallabsorbereinheit
10. Im vorliegenden Fall ist zumindest auf einer Seite zwischen der Luftschall absorbierenden
selbsttragenden Platte 18 und der Folie 20 weiteres Luftschall absorbierendes Material
24 eingebracht.
[0060] Das weitere Luftschall absorbierende Material 24 kann beispielsweise in Form eines
Schaumstoffs, eines Faserwerkstoffs, eines Gewebes und/oder dergleichen vorgesehen
sein.
[0061] Enthält das weitere Luftschall absorbierende Material 24 Schaumstoff, so kann es
sich dabei beispielsweise um einen PUR-Schaum handeln. Enthält es Faserwerkstoff,
so kann es sich dabei beispielsweise um Steinwolle, Glaswolle, Holzwolle, Flachswolle,
Hanfwolle und/oder dergleichen handeln. Alternativ oder zusätzlich kann das weitere
Luftschall absorbierende Material 24 insbesondere auch wenigstens einen Webstoff oder
dergleichen umfassen.
[0062] Im Übrigen kann die Schallabsorbereinheit 10 beispielsweise zumindest im Wesentlichen
wieder den gleichen Aufbau wie die der Fig. 1 aufweisen.
[0063] Fig. 3 zeigt in schematischer Darstellung eine schräg von einer Decke abgehängte
Schallabsorbereinheit 10 mit zugeordneter Rinne 26 für abtropfendes Wasser.
[0064] Fig. 4 zeigt in schematischer Darstellung eine beispielhafte Anordnung von Schallabsorbereinheiten,
bei der die in der Fig. 4 linke Schallabsorbereinheit 10 einen größeren Abstand von
der Decke 14 aufweist als die in der Fig. 4 rechte Schallabsorbereinheit 10. Aufgrund
des größeren Abstandes von der Decke 14 ist die linke Schallabsorbereinheit 10 in
einem tieffrequenteren Bereich wirksam, während die in einem kleineren Abstand von
der Decke 14 abgehängte rechte Schallabsorbereinheit 10 in einem hochfrequenteren
Frequenzbereich wirksam ist.
[0065] Fig. 5 zeigt in schematischer Darstellung eine beispielhafte Anordnung von Schallabsorbereinheiten,
bei der zwei Schallabsorbereinheiten 10 einmal in einem relativ kleineren Abstand
und einmal in einem relativ größeren Abstand von einer Wand 16 abgehängt sind. Dabei
wirkt die im linken Teil der Fig. 5 dargestellte Anordnung, bei der die Schallabsorbereinheiten
10 einen relativ kleineren Abstand zur Wand 16 aufweisen, in einem hochfrequenteren
Bereich, während die im rechten Teil der Fig. 5 dargestellte Anordnung, bei der die
Schallabsorbereinheiten 10 einen relativ größeren Abstand zur Wand 16 aufweisen, in
einem relativ tieffrequenteren Frequenzbereich wirkt.
[0066] Fig. 6 zeigt in schematischer Darstellung eine beispielhafte Anordnung von Schallabsorbereinheiten,
bei der eine Schallabsorbereinheit 10' schräg von einer Decke 14 und zwei Schallabsorbereinheiten
10" jeweils schräg von einer angrenzenden Wand 16 abgehängt sind. Da diese Schallabsorbereinheiten
10', 10" bezüglich der Decke 14 bzw. der Wand 16 schräg gestellt sind, wirken sie
in einem im Vergleich zu einer zur Decke 14 bzw. zur Wand 16 parallelen Schallabsorbereinheit
in einem breitfrequenteren Frequenzbereich.
[0067] Fig. 7 zeigt in schematischer Darstellung eine weitere Ausführungsform einer Schallabsorbereinheit
10. Im vorliegenden Fall ist die Luftschall absorbierende selbsttragende Platte 18
in direktem Kontakt mit der Folie 20.
[0068] Dabei kann die Luftschall absorbierende selbsttragende Platte 18 ohne feste Verbindung
mit der Folie 20 in diese eingelegt oder auch beispielsweise durch Klebung fest mit
der Folie verbunden sein.
[0069] Die Folie 20 kann die Luftschall absorbierende selbsttragende Platte 18 insbesondere
flächig berühren. Dabei kann die Luftschall absorbierende selbsttragende Platte 18
insbesondere über die Folie 20 aufgehängt sein, so dass die Luftschall absorbierende
selbsttragende Platte 18 in der gespannten Folie 20 liegt.
[0070] Im vorliegenden Fall ist die von der Folie 20 umgebene Luftschall absorbierende selbsttragende
Platte 18 beispielsweise wieder über eine Abhängung 12 an einer Decke abgehängt.
[0071] Fig. 8 zeigt eine Draufsicht der in der Fig. 7 wiedergegebenen Schallabsorbereinheit
10.
[0072] Fig. 9 zeigt in schematischer Darstellung eine weitere Ausführungsform der Schallabsorbereinheit
10. Dabei sind im vorliegenden Fall zwei Luftschall absorbierende selbsttragende Platten
18 sandwichartig übereinander angeordnet und voneinander beabstandet.
[0073] Wie anhand der Fig. 9 zu erkennen ist, ist die die beiden Platten 18 umfassende Anordnung
von der Folie 20 umgeben.
[0074] Zwischen den beiden Luftschall absorbierenden selbsttragenden Platten 18 kann weiteres,
insbesondere weicheres Luftschall absorbierendes Material 24 eingebracht sein.
[0075] Der Abstand d zwischen den beiden übereinander angeordneten Luftschall absorbierenden
selbsttragenden Platten 18 beträgt vorzugsweise maximal etwa 300 mm, wobei er bevorzugt
kleiner als 200 mm ist.
[0076] Am äußeren Rand der Luftschall absorbierenden selbsttragenden Platten 18 kann zumindest
bereichsweise ein diesen gemeinsamer Rahmen 28 angebracht sein. Dabei ist die Folie
20 zweckmäßigerweise über diesen gemeinsamen Rahmen 28 gezogen.
[0077] Es muss jedoch nicht in jedem Fall ein durchgehender Rahmen vorgesehen sein. Wie
beispielsweise anhand der Draufsicht gemäß Fig. 10 zu erkennen ist, ist insbesondere
auch eine solche Ausführung denkbar, bei der im Bereich der Ecken der Luftschall absorbierenden
selbsttragenden Platten 18 Eckstücke 30 vorgesehen sind. Über diese Eckstücke 30 können
insbesondere der Abstand zwischen den Schall absorbierenden selbsttragenden Platten
18, gegebenenfalls der Abstand zwischen dazwischen angeordneten weiteren Luftschall
absorbierenden Materialien 24 und/oder die jeweiligen Abstände zwischen den Platten
18 und der Folie 20 definiert sein.
[0078] Insbesondere an den Längsseiten können zwischen den Eckstücken 30 insbesondere auch
Zwischenstücke 32 angeordnet sein. Auch diese Zwischenstücke 32 können insbesondere
wieder dazu vorgesehen sein, den Abstand zwischen den Schall absorbierenden selbsttragenden
Platten 18, gegebenenfalls den Abstand zwischen dazwischen angeordneten weiteren Luftschall
absorbierenden Materialien 24 und/oder die jeweiligen Abstände zwischen den Platten
18 und der Folie 20 zu definieren.
[0079] Über den Werkstoff der Luftschall absorbierenden selbsttragenden Platte 18, den oder
die Werkstoffe des weiteren Luftschall absorbierenden Materials 24 bzw. Materialien
(24), den Abhängeabstand von der betreffenden Wand 16 bzw. Decke 14 und/oder die Schrägstellung
bezüglich der betreffenden Wand 16 bzw. Decke 14 kann die Frequenzcharakteristik des
Schallabsorptionsgrades einer jeweiligen Schallabsorbereinheit 10 an die Frequenzcharakteristik
der Schalldruckemissionen des benachbarten Schall emittierenden Bereichs, vorzugsweise
an die Frequenzcharakteristik der Schalldruckemissionen des Stoffauflaufs, der Siebpartie,
der Pressenpartie oder eines Teils der Trockenpartie einer Papiermaschine, angepasst
werden.
[0080] Beispielsweise zur Reduzierung der Schalldruckpegel in einer Papiermaschinenhalle
kann also unter Verwendung von an wenigstens einer Wand 16 und/oder der Decke 14 der
Papiermaschinenhalle abgehängten erfindungsgemäßen Schallabsorbereinheiten die Frequenzcharakteristik
des Schallabsorptionsgrades der Schallabsorbereinheiten 10 jeweils über den Werkstoff
der Luftschall absorbierenden selbsttragenden Platte 18, den oder die Werkstoffe des
weiteren Luftschall absorbierenden Materials 24 bwz. Materialien (24), den Abhängeabstand
von der betreffenden Wand 16 bzw. Decke 14 und/oder die Schrägstellung bezüglich der
betreffenden Wand 16 bzw. Decke 14 an die Frequenzcharakteristik der Schalldruckemissionen
des Stoffauflaufs, der Siebpartie, der Pressenpartie oder eines Teils der Trockenpartie
der betreffenden Papiermaschine angepasst werden.
Bezugszeichenliste
[0081]
- 10
- Schallabsorbereinheit
- 10'
- Schallabsorbereinheit
- 10"
- Schallabsorbereinheit
- 12
- Abhängung
- 14
- Decke
- 16
- Wand
- 18
- Luftschall absorbierende selbsttragende Platte
- 20
- Überzug, Folie
- 22
- Rahmen
- 24
- weiteres Luftschall absorbierendes Material
- 26
- Rinne
- 28
- Rahmen
- 30
- Eckstück
- 32
- Zwischenstück
- d
- Abstand
1. Schallabsorbereinheit (10), die an einer Wand (16) oder Decke (14) eines Raumes, insbesondere
Papiermaschinenhalle, anbringbar ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass sie wenigstens eine von der betreffenden Wand (16) bzw. Decke (14) abgehängte Luftschall
absorbierende selbsttragende Platte (18)
umfasst, die zumindest teilweise von einem Luftschall durchlässigen, insbesondere
folienartigen Überzug (20) umgeben ist.
2. Schallabsorbereinheit nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Luftschall absorbierende selbsttragende Platte (18) mit einer Luftschall durchlässigen,
wasser- und/oder dampfdichten, insbesondere reißfesten Folie (20) überzogen ist.
3. Schallabsorbereinheit nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass am äußeren Rand der Luftschall absorbierenden selbsttragenden Platte (18) zumindest
bereichsweise ein Rahmen (22) angebracht ist und der Überzug bzw. die Folie (20) vorzugsweise
über diesen Rahmen (22) gezogen ist.
4. Schallabsorbereinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass zwischen der Luftschall absorbierenden selbsttragenden Platte (18) und dem insbesondere
folienartigen Überzug (20) weiteres, insbesondere weicheres Luftschall absorbierendes
Material (24) eingebracht ist.
5. Schallabsorbereinheit nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass das weitere Luftschall absorbierende Material (24) in Form eines Schaumstoffes, eines
Faserwerkstoffes, eines Gewebes und/oder dergleichen vorgesehen ist.
6. Schallabsorbereinheit nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Schaumstoff wenigstens einen PUR-Schaum umfasst.
7. Schallabsorbereinheit nach Anspruch 5 oder 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Faserwerkstoff Steinwolle, Glaswolle, Holzwolle, Flachswolle, Hanfwolle und/oder
dergleichen umfasst.
8. Schallabsorbereinheit nach einem der Ansprüche 5 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass das weitere Luftschall absorbierende Material (24) wenigstens einen Werkstoff umfasst.
9. Schallabsorbereinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Luftschall absorbierende selbsttragende Platte (18) aus einem Faserwerkstoff
und bevorzugt zumindest teilweise aus Holzwolle, Steinwolle oder Glaswolle besteht.
10. Schallabsorbereinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die zumindest teilweise von einem Luftschall durchlässigen, insbesondere folienartigen
Überzug (20) umgebene Luftschall absorbierende selbsttragende Platte (18) bezüglich
der betreffenden Wand (16) schräg gestellt bzw. schräg von der betreffenden Decke
(14) abgehängt ist.
11. Schallabsorbereinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Frequenzcharakteristik ihres Schallabsorptionsgrades über den Werkstoff der Luftschall
absorbierenden selbsttragenden Platte (18), den oder die Werkstoffe des weiteren Luftschall
absorbierenden Materials (24), den Abhängeabstand von der betreffenden Wand (16) bzw.
Decke (14) und/oder die Schrägstellung bezüglich der betreffenden Wand (16) bzw. Decke
(14) an die Frequenzcharakteristik der Schalldruckemissionen des benachbarten schallemittierenden
Bereichs, insbesondere an die Frequenzcharakteristik der Schalldruckemissionen des
Stoffauflaufs, der Siebpartie, der Pressenpartie oder eines Teils der Trockenpartie
einer Papiermaschine, angepasst ist.
12. Schallabsorbereinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Luftschall absorbierende selbsttragende Platte (18) in direktem Kontakt mit dem
insbesondere folienartigen Überzug (20) steht.
13. Schallabsorbereinheit nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Luftschall absorbierende selbsttragende Platte (18) ohne feste Verbindung mit
dem insbesondere folienartigen Überzug (20) in diesen eingelegt ist.
14. Schallabsorbereinheit nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Luftschall absorbierende selbsttragende Platte (18) vorzugsweise durch Klebung
fest mit dem insbesondere folienartigen Überzug (20) verbunden ist.
15. Schallabsorbereinheit nach einem der Ansprüche 12 bis 14,
dadurch gekennzeichnet,
dass der insbesondere folienartige Überzug (20) die Luftschall absorbierende selbsttragende
Platte (18) flächig berührt.
16. Schallabsorbereinheit nach Ansprüche bis 15,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Luftschall absorbierende selbsttragende Platte (18) über den insbesondere folienartigen
Überzug (20) aufgehängt ist, sodass die Luftschall absorbierende selbsttragende Platte
(18) in dem gespannten insbesondere folienartigen Überzug (20) liegt.
17. Schallabsorbereinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Überzug (20) durch eine aus Kunststoff bestehende Folie gebildet ist.
18. Schallabsorbereinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 16,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Überzug (20) durch eine aus Metall oder einem ähnlichen Material bestehende Folie
gebildet ist.
19. Schallabsorbereinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Luftschall durchlässige Überzug (20) zumindest teilweise aus luftdurchlässigem
Material wie insbesondere Stoff oder Gewebe besteht.
20. Schallabsorbereinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass es wenigstens zwei Luftschall absorbierende selbsttragende Platten (18) umfasst,
die sandwichartig übereinander angeordnet und voneinander beabstandet sind.
21. Schallabsorbereinheit nach Anspruch 20,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Luftschall absorbierenden selbsttragenden Platten (18) zumindest teilweise von
einem gemeinsamen Luftschall durchlässigen, insbesondere folienartigen Überzug (20)
umgeben sind.
22. Schallabsorbereinheit nach Anspruch 20 oder 21,
dadurch gekennzeichnet,
dass zwischen den Luftschall absorbierenden selbsttragenden Platten (18) weiteres, insbesondere
weicheres Luftschall absorbierendes Material (24) eingebracht ist.
23. Schallabsorbereinheit nach einem der Ansprüche 20 bis 22,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Abstand (d) zwischen den beiden übereinander angeordneten Luftschall absorbierenden
selbsttragenden Platten (18) maximal etwa 300 mm beträgt und vorzugsweise kleiner
als 200 mm ist.
24. Schallabsorbereinheit nach einem der Ansprüche 20 bis 23,
dadurch gekennzeichnet,
dass am äußeren Rand der Luftschall absorbierenden selbsttragenden Platten (18) zumindest
bereichsweise ein diesen gemeinsamer Rahmen (28) angebracht ist.
25. Schallabsorbereinheit nach Anspruch 24,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Überzug bzw. die Folie (20) über den gemeinsamen Rahmen (28) gezogen ist.
26. Schallabsorbereinheit nach einem der Ansprüche 20 bis 23,
dadurch gekennzeichnet,
dass im Bereich der Ecken der Luftschall absorbierenden selbsttragenden Platten (18) Eckstücke
vorgesehen sind, die den Abstand zwischen den Luftschall absorbierenden selbsttragenden
Platten (18), ggf. den Abstand zwischen dazwischen angeordneten weiteren Luftschall
absorbierenden Materialen (24) und/oder die jeweiligen Abstände zwischen den Platten
(18) und dem Überzug (20) definieren.
27. Schallabsorbereinheit nach Anspruch 26,
dadurch gekennzeichnet,
dass zumindest ein insbesondere wieder den Abstand zwischen den Luftschall absorbierenden
selbsttragenden Platten (18), ggf. den Abstand zwischen dazwischen angeordneten weiteren
Luftschall absorbierenden Materialen (24) und/oder die jeweiligen Abstände zwischen
den Platten (18) und dem Überzug (20) definiertes Zwischenstück (32) vorgesehen ist,
das zwischen zwei Eckstücken (30) angeordnet ist.
28. Verfahren zur Reduzierung der Schalldruckpegel in einem Raum, insbesondere in einer
Papiermaschinenhalle, unter Verwendung von an wenigstens einer Wand (16) und/ oder
der Decke (14) des Raumes abgehängten Schallabsorbereinheiten (10) nach einem der
vorhergehenden Ansprüche, bei dem die Frequenzcharakteristik des Schallabsorptionsgrades
der Schallabsorbereinheiten (10) jeweils über den Werkstoff der Luftschall absorbierenden
selbsttragenden Platte (18), ggf. den oder die Werkstoffe des weiteren Luftschall
absorbierenden Materials (24), den Abhängeabstand von der betreffenden Wand (16) bzw.
Decke (14) und/oder die Schrägstellung bezüglich der betreffenden Wand (16) bzw. Decke
(14) an die Frequenzcharakteristik der Schalldruckemissionen des benachbarten schallemittierenden
Bereichs, insbesondere an die Frequenzcharakteristik der Schalldruckemissionen des
Stoffauflaufs, der Siebpartie, der Pressenpartie oder eines Teils der Trockenpartie
einer Papiermaschine, angepasst wird.