[0001] Die Erfindung betrifft ein schwimmfähiges Pumpenaggregat mit den im Oberbegriff des
Anspruchs 1 angegebenen Merkmalen.
[0002] Zum Stand der Technik zählen schwimmfähige Pumpen, die an der Flüssigkeitsoberfläche
von Behältern und Gewässern schwimmend aus diesen Behältern oder Gewässern Flüssigkeit
bzw. Wasser absaugen. Der Einsatz solcher Pumpen erweist sich dann als problematisch,
wenn die Behälter oder Gewässer geschlossen ausgebildet sind und die abzusaugenden
Flüssigkeiten mit Feststoffpartikeln versetzt sind. Dies ist darin begründet, dass
diese Pumpen mit dem durch die Pumpenarbeit sinkenden Flüssigkeits- bzw. Wasserspiegel
in einen bodennahen Bereich der Behälter oder Gewässer sinken, in dem der Feststoffpartikelanteil
in der Regel erheblich erhöht ist. Hierdurch wird die Gefahr vergrößert, dass Feststoffe
über die Einlassöffnungen in die Pumpen eindringen und sie verstopfen, was ggf. mit
Reparaturen, zumindest aber mit aufwendigen Reinigungsarbeiten verbunden ist.
[0003] Vor diesem Hintergrund ist es die Aufgabe der Erfindung, ein schwimmfähiges Pumpenaggregat
zu schaffen, welches zum Einsatz in mit Feststoffpartikeln versetzten Flüssigkeiten
geeignet ist, wobei die Gefahr einer Verstopfung des Pumpenaggregats zumindest erheblich
verringert ist.
[0004] Diese Aufgabe löst die Erfindung mit einem Pumpenaggregat mit den in Anspruch 1 angegebenen
Merkmalen, wobei sich vorteilhafte Weiterbildungen dieses Pumpenaggregats aus den
Unteransprüchen, der nachfolgenden Beschreibung sowie der Zeichnung ergeben.
[0005] Das erfindungsgemäße Pumpenaggregat ist schwimmfähig und weist einen elektrischen
Antriebsmotor, eine davon angetriebene Kreiselpumpe und ein den Antriebsmotor und
die Kreiselpumpe aufnehmendes Aggregatgehäuse auf. Darüber hinaus weist das Pumpenaggregat
mindestens eine im Schwimmzustand unter der Flüssigkeitsoberfläche angeordnete Einlassöffnung
und mindestens eine Auslassöffnung auf. Gemäß der Erfindung ist das Aggregatgehäuse
so ausgebildet und angeordnet, dass es bei Erreichen einer Aufstandsfläche seine Ausrichtung
gegenüber der Schwimmlage verändert, wobei innerhalb des Aggregatgehäuses lagegesteuerte
Schaltmittel vorgesehen sind.
[0006] Hierbei liegt der Erfindung die Idee zugrunde, das Aggregatgehäuse des Pumpenaggregats
so auszubilden und anzuordnen, dass es, wenn es wegen eines durch die Pumparbeit sinkenden
Flüssigkeitsspiegels eine Aufstandsfläche, beispielsweise einen Boden eines Behälters
oder den Grund eines Gewässers erreicht, dort keinen festen Stand findet, d.h. dort
in keinem stabilen Gleichgewicht stehen kann, und daher seine Ausrichtung mit weiter
sinkendem Flüssigkeitsspiegel ändert, wobei die Schaltmittel mit der Ausrichtungsänderung
des Aggregatgehäuses auch ihre Lage ändern und das Pumpenaggregat vorzugsweise ausschalten
oder in einen Zustand zu schalten, in dem solche Feststoffpartikel aufgehalten werden
oder ggf. auch mitgefördert werden können. Die Ausrichtungsänderungen des Aggregatgehäuses
und der darin befindlichen Schaltmittel erfolgen typischerweise, indem sich das Aggregatgehäuse
gegenüber seiner Schwimmlage neigt. Die zumindest eine Einlassöffnung des Pumpenaggregats
ist an dem Aggregatgehäuse zweckmäßigerweise so angeordnet, dass sie dann, wenn das
Aggregatgehäuse die Aufstandsfläche erreicht, in der Flüssigkeit oberhalb eines in
einem Behälter oder Gewässer zu erwartenden Bodensatzes aus Feststoffpartikeln angeordnet
ist. Auf diese Weise kann mit dem erfindungsgemäßen Pumpenaggregat in vorteilhafter
Weise verhindert werden, dass die Kreiselpumpe in übermößigerweise Feststoffpartikel
ansaugt, die das Pumpenaggregat ggf. verstopfen könnten. Ein weiterer Vorteil des
erfindungsgemäßen Pumpenaggregats ist darin zu sehen, dass diese Ausgestaltung ein
Trockenlaufen der Kreiselpumpe verhindert. Insofern weist das erfindungsgemäße Pumpenaggregat
eine sehr hohe Betriebszuverlässigkeit auf.
[0007] Damit das Aggregatgehäuse seine Ausrichtung bei Erreichen einer Aufstandsfläche gegenüber
seiner Schwimmlage ändern kann, ist das Aggregatgehäuse bevorzugt derart ausgebildet,
dass es um eine im Kontaktbereich zwischen dem Aggregatgehäuse und der Aufstandsfläche
angeordnete Achse quer zur Auftriebrichtung der Flüssigkeit kippen kann. Nach dem
Kippen kann das Aggregatgehäuse auf der Aufstandsfläche in einer stabilen Kippstellung
zur flächigen Auflage kommen. Hierzu weist das Aggregatgehäuse vorteilhaft an einem
im Schwimmzustand unteren Abschnitt eine Kippfläche auf. Unter der Kippfläche im Sinne
der Erfindung ist die Fläche zu verstehen, mit der das Aggregatgehäuse nach dem Kippen
auf der Aufstandsfläche aufliegt, wobei der Begriff Kippfläche nicht auf eine an dem
Aggregatgehäuse körperlich ausgebildete Fläche beschränkt ist, sondern auch solche
gedachte Flächen umfasst, die von zumindest zwei an der Außenseite des Aggregatgehäuses
beabstandeten Punkten, auf denen das Aggregatgehäuse in einer Kippstellung auf der
Aufstandsfläche aufliegt, gebildet ist.
[0008] Bevorzugt ist vorgesehen, dass sich das Aggregatgehäuse in einem im Schwimmzustand
unteren Abschnitt nach unten hin verjüngt. D.h., das Aggregatgehäuse läuft in diesem
unteren Abschnitt nach unten hin spitz zu. So kann ein unterer Abschnitt des Aggregatgehäuses
z.B. kegel- oder keilförmig ausgebildet sein, wobei die Spitze des so gebildeten Kegels
oder Keils zweckmäßigerweise der Teil des Aggregatgehäuses ist, der eine Aufstandsfläche
in einem Behälter oder Gewässer bei sinkendem Flüssigkeitsspiegel zuerst erreicht.
Eine solche Spitze muss ausreichend stumpf sein, um ein Eindringen in die Aufstandsfläche
zu verhindern, sie muss ausreichend spitz sein, um ein Kippen zu gewährleisten. Die
Spitze bildet dann eine Kippachse oder Teil einer Kippachse, um die das Aggregatgehäuse
gekippt werden kann. Die Außenseite des sich verjüngenden unteren Abschnitts des Aggregatgehäuses
kann hierbei die Kippfläche bilden, auf der das Aggregatgehäuse nach dem Kippen auf
der Aufstandsfläche aufliegt. Der untere Abschnitt des Aggregatgehäuses verjüngt sich
zweckmäßigerweise derart, dass das Aggregatgehäuse ggf. nicht in einem am Behälter
bzw. Gewässerboden befindlichen morastigen Untergrund in der Schwimmlage stecken bleiben
kann und auf diese Weise nicht seine Ausrichtung ändern kann.
[0009] Um ein solches Steckenbleiben des in Schwimmlage unteren Abschnitts des Aggregatgehäuses
zu verhindern, ist das untere Ende dieses Abschnitts des Aggregatgehäuses vorteilhaft
abgeflacht oder abgerundet ausgebildet. In diesem Zusammenhang sieht eine bevorzugte
Weiterbildung des erfindungsgemäßen Pumpenaggregats vor, die Unterseite des Aggregatgehäuses
konvex gewölbt auszubilden. Das Aggregatgehäuse kann sich z.B. an dem in Schwimmlage
unteren Abschnitt kalottenförmig verjüngen und um den Scheitelpunkt seiner Wölbung
gekippt werden. Hier kann die Außenseite des gewölbten Bereichs einen Teil der Kippfläche
bilden, die auf eine Aufstandsfläche zur Auflage kommt.
[0010] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung des Pumpenaggregats kann an der Unterseite
des Aggregatgehäuses ein vorzugsweise nach unten gerichteter Vorsprung ausgebildet
sein. Dieser Vorsprung ist zweckmäßigerweise derart angeordnet und ausgebildet, dass
er bei einem in einem Behälter oder Gewässer absinkenden Pumpenaggregat zuerst eine
dort ausgebildete Aufstandsfläche erreicht, wobei das Aggregatgehäuse dann um das
freie Ende dieses Vorsprungs beim weiteren Absinken kippt. In diesem Fall wird die
Kippfläche des Aggregatgehäuses typischerweise von einer imaginären Fläche gebildet,
auf der das freie Ende des Vorsprungs und zumindest ein weiterer, von dem Vorsprung
beabstandeter Punkt der Außenseite des Aggregatgehäuses liegen. Besonders vorteilhaft
ist der Vorsprung an der Unterseite des Aggregatgehäuses derart angeordnet, dass er
in der Schwimmlage des Pumpenaggregats in Richtung der Flüssigkeitsoberfläche beabstandet
von dem Schwerpunkt des Pumpenaggregats ist, sodass das Gewicht des Pumpenaggregates
dann, wenn der Vorsprung die Aufstandsfläche erreicht hat, ein Kippmoment auf das
Pumpenaggregat ausübt. Hierdurch wird erreicht, dass das Aggregatgehäuse immer zu
der gleichen Seite kippt. Dementsprechend weist das Aggregatgehäuse bei dieser Ausgestaltung
eine eindeutig definierte Kippfläche auf.
[0011] Als lagegesteuertes Schaltmittel ist bevorzugt ein Neigungsschalter vorgesehen, der
derart ausgebildet und angeordnet ist, dass er die Kreiselpumpe bei einer von der
Ausrichtung im Schwimmzustand abweichenden Ausrichtung des Aggregatgehäuses ausschaltet.
Der Neigungsschalter kann ein in dem Schalter beweglich gelagertes Bauteil aufweisen,
wobei das Bauteil derart ausgebildet und angeordnet ist, dass es in der Schwimmlage
des Pumpenaggregats den Neigungsschalter in eine die Kreiselpumpe einschaltende Stellung
stellt und bei einer Ausrichtungsänderung des Aggregatgehäuses seine Lage verändert
und hierdurch den Neigungsschalter in eine die Kreiselpumpe ausschaltende Stellung
schaltet. Damit das in dem Neigungsschalter beweglich angeordnete Bauteil eine gute
Beweglichkeit aufweist, ist es vorteilhafterweise rollend und vorzugsweise als Kugel
ausgebildet.
[0012] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung weist das Aggregatgehäuse in einem
im Schwimmzustand oberhalb der Flüssigkeitsoberfläche angeordneten Bereich zumindest
eine senkrecht zur Flüssigkeitsoberfläche ausgerichtete Auslassöffnung auf. Diese
Auslassöffnung kann an einem Anschluss ausgebildet sein, der zur Befestigung einer
Schlauchleitung vorgesehen ist, mit der die Flüssigkeit aus einem Behälter oder Gewässer
abgeleitet werden kann. Darüber hinaus kann das erfindungsgemäße Pumpenaggregat mit
einer derart angeordneten Auslassöffnung beispielsweise auch einen Springbrunnen bilden.
Hierzu kann das Pumpenaggregat schwimmend in einen Bassin oder einen Teich eingesetzt
werden und bei eingeschalteter Kreiselpumpe einen aus der Auslassöffnung austretenden
Wasserstrahl, der sich senkrecht zur Wasseroberfläche erstreckt, erzeugen.
[0013] In Abhängigkeit von dem in einem Behälter zur Verfügung stehenden Raumangebot kann
es auch vorteilhaft sein, wenn die Auslassöffnung an anderer Stelle des Aggregatgehäuses
ggf. mit einer anderen Ausrichtung ausgebildet ist. So kann das erfindungsgemäße Pumpenaggregat
vorteilhaft zumindest eine Auslassöffnung aufweisen, die im Schwimmzustand im Wesentlichen
parallel oder auch schräg zur Flüssigkeitsoberfläche ausgerichtet ist.
[0014] Besonders vorteilhaft weist das Aggregatgehäuse zumindest zwei Auslassöffnungen auf,
wobei wahlweise eine der beiden Auslassöffnungen mit der Druckseite der Kreiselpumpe
leitungsverbindbar ist. Dementsprechend sind Mittel vorgesehen, mit denen ein Strömungspfad
von dem Ausgang der Pumpe zu einer Auslassöffnung verschließbar ist, während der Strömungspfad
zu der anderen Auslassöffnung geöffnet wird. In diesem Zusammenhang können beispielsweise
3/2 - Wegeventil eingesetzt werden.
[0015] Um das erfindungsgemäße Pumpenaggregat ggf. auch dazu benützen zu können, einen Behälter
nahezu vollständig zu entleeren, ist bevorzugt ein die Kippfläche bildender Teil des
Aggregatgehäuses abnehmbar ausgebildet und überdeckt eine an dem Pumpenaggregat ausgebildete
Standfläche. Bei dieser Ausgestaltung muss lediglich der die Kippfläche bildende Teil
des Aggregatgehäuses, der beispielsweise über Rastverbindung mit dem übrigen Aggregatgehäuse
verbunden ist, gelöst werden, wonach das Pumpenaggregat mit der dann freigelegten
Standfläche auf einer in einem Behälter oder Gewässer ausgebildeten Aufstandsfläche
stehen kann, ohne seine Ausrichtung und damit seine Schaltstellung zu verändern.
[0016] Damit das erfindungsgemäße Pumpenaggregat im Schwimmzustand nicht seine Position
an der Flüssigkeitsoberfläche ändert, kann vorteilhaft an dem im Schwimmzustand unteren
Abschnitt des Aggregatgehäuses ein Befestigungsmittel ausgebildet sein. Bei dem Befestigungsmittel
kann es sich z.B. um eine Lasche oder Öse handeln, an der beispielsweise ein Bodenanker
befestigt werden kann.
[0017] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung weist das Pumpenaggregat Handhabungsgriffe
auf. Diese Handhabungsgriffe können an der Außenseite des Aggregatgehäuses angeordnet
sein oder von dem Aggregatgehäuse selbst, z.B. in Form von an dem Aggregatgehäuse
ausgebildeten Hinterschneidungen gebildet sein.
[0018] Nachfolgend ist die Erfindung anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels
näher erläutert. In der Zeichnung zeigen:
- Fig. 1
- ein schwimmfähiges Pumpenaggregat in einer Seitenansicht,
- Fig. 2
- das Pumpenaggregat nach Fig. 1 in einer zweiten Seitenansicht,
- Fig. 3
- das Pumpenaggregat nach Fig. 1 in einer perspektivischen Ansicht,
- Fig. 4
- das Pumpenaggregat nach Fig. 1 in einer gegenüber Fig. 3 um 180° gedrehten perspektivischen
Ansicht,
- Fig. 5
- das Pumpenaggregat nach Fig. 1 im Längsschnitt,
- Fig. 6
- das Pumpenaggregat nach Fig. 1 mit einem abgenommenen unteren Abschnitt des Aggregatgehäuses,
- Fig. 7
- das Pumpenaggregat nach Fig. 6 auf einer Aufstandsfläche stehend,
- Fig. 8
- das Pumpenaggregat nach Fig. 1 in einer ersten gekippten Stellung und
- Fig. 9
- das Pumpenaggregat nach Fig. 1 in einer zweiten gekippten Stellung.
[0019] Das in der Zeichnung dargestellte Pumpenaggregat weist ein Aggregatgehäuse 2 auf.
Das Pumpenaggregat ist schwimmfähig ausgebildet, wobei im Schwimmzustand ein Aggregatgehäuseteil
4a größtenteils oberhalb einer Flüssigkeitsoberfläche 6 angeordnet ist, während ein
Aggregatgehäuseteil 4b vollständig in die Flüssigkeit eingetaucht ist. Zur Herstellung
der Schwimmfähigkeit sind in dem Aggregatgehäuseteil 4a mit Luft gefüllte Auftriebskammern
7a, 7b ausgebildet (Fig. 5). Die Gewichtsverteilung in dem Pumpenaggregat ist derart,
dass eine Längsachse A des Aggregatgehäuses 2 in Schwimmlage des Pumpenaggregats im
Wesentlichen senkrecht zur Flüssigkeitsoberfläche 6 ausgerichtet ist.
[0020] Die Aggregatgehäuseteile 4a und 4b sind im Wesentlichen rotationssymmetrisch zur
Längsachse A ausgebildet. Das Aggregatgehäuse 4a weist einen größeren Außendurchmesser
als das Aggregatgehäuseteil 4b auf, wobei an dem Aggregatgehäuseteil 4a an seinem
über den Außendurchmesser des Aggregatgehäuseteils 4b auskragenden Bereich eine Hinterschneidung
9 ausgebildet ist (Fig. 4). In dieser Hinterschneidung sind, über den Umfang verteilt,
Griffe 11 zur Handhabung des Pumpenaggregats angeordnet.
[0021] An dem Aggregatgehäuseteil 4b sind in zwei, in Richtung der Längsachse A voneinander
beabstandeten Reihen Einlassöffnungen 8 über den gesamten Umfang des Aggregatgehäuseteils
4b verteilt angeordnet. An dem Aggregatgehäuseteil 4a sind zwei Auslassstutzen 10
und 12 ausgebildet, die die Auslassöffnungen des Pumpenaggregats bilden. Der Auslassstutzen
10 erstreckt sich an dem Aggregatgehäuseteil 4a konzentrisch zur Längsachse A nach
außen, während sich der Auslassstutzen 12 radial zu dieser Längsachse A in einem Bereich
des Aggregatsgehäuseteils 4a nach außen erstreckt, der im Schwimmzustand des Pumpenaggregats
unterhalb der Flüssigkeitsoberfläche 6 liegt. Die Auslassstutzen 10 und 12 sind jeweils
mit Außengewinden versehen, sodass Schlauchleitungen gegebenenfalls über Standardkupplungen
an diesen Auslassstutzen angeschlossen werden können. Die Auslassöffnung des Auslassstutzens
10 ist von einer auf den Auslassstutzen 10 aufgeschraubten Verschlusskappe 14 verschlossen.
Mit dieser Verschlusskappe 14 kann wahlweise auch die Auslassöffnung des Auslassstutzens
12 verschlossen werden.
[0022] In dem Aggregatgehäuseteil 4b ist eine von einem elektrischen Antriebsmotor 16 angetriebene
Kreiselpumpe mit einem Laufrad 20 angeordnet. Zur Stromversorgung des Antriebsmotors
16 ist an der Außenseite des Aggregatgehäuseteils 4b ein elektrischer Anschluss 21
angeordnet, an den ein Stromversorgungs- und Steuerkabel anschließbar ist.
[0023] Von der Kreiselpumpe kann Flüssigkeit aus einem Behälter oder Gewässer durch die
Einlassöffnungen 8 und von dort über einen mit einem Richtungspfeil B gekennzeichneten
Strömungspfad zu dem Pumpeneingang angesaugt werden.
[0024] Ein Teil des Strömungspfads ausgangsseitig der Kreiselpumpe wird von einem hauptsächlich
in dem Aggregatgehäuseteil 4a angeordneten Drehschieberventil 20 gebildet. Das Drehschieberventil
20 weist einen durchströmbaren hohlzylindrischen Drehschieber 22 auf, der an seiner
Umfangsseite eine erste Ausnehmung 24 und eine zweite Ausnehmung 26 aufweist. Die
Lage der Ausnehmung 24 korrespondiert mit dem Strömungskanal durch den Auslassstutzen
12, während die Lage der Ausnehmung 26 mit der Lage eines zu dem Auslassstutzen 10
führenden Strömungskanal korrespondiert. Der Drehschieber ist in dem Aggregatgehäuseteil
4a drehbeweglich gelagert. Die Ausnehmungen 24 und 26 sind in Umfangsrichtung um einen
Winkel von 90° zueinander versetzt angeordnet. Über ein außenseitig des Aggregatgehäuseteils
4a angeordnetes Bedienteil 28, das mit dem Drehschieber 20 fest verbunden ist, kann
der Drehschieber 20 in eine erste Stellung verdreht werden, in der die Ausnehmung
24 einen Strömungspfad in den Auslassstutzen 12 freigibt, gleichzeitig aber der Strömungspfad
zu dem Auslassstutzen 10 verschlossen wird. Der in dieser Stellung des Drehschiebers
entstehende Strömungspfad von dem Ausgang der Kreiselpumpe zu der an dem Auslassstutzen
12 ausgebildeten Auslassöffnung ist in Fig. 3 durch den Richtungspfeil C gekennzeichnet.
In einer um 90° verdrehten Stellung des Drehschiebers 20 wird der Strömungspfad zu
dem Auslassstutzen 12 verschlossen und der Strömungspfad zu dem Auslassstutzen 10
freigegeben.
[0025] In Schwimmlage des Pumpenaggregats oberhalb des elektrischen Antriebsmotors 16 ist
ein Neigungsschalter angeordnet, der eine schalenförmige Lauffläche 30, eine Kugel
32 und einen Mikroschalter 34 aufweist. Der Mikroschalter 34 ist in Schwimmlage des
Pumpenaggregats unterhalb einer an der Lauffläche 30 ausgebildeten Ausnehmung angeordnet.
In der Schwimmlage liegt die metallische Kugel 32, die als Voll- oder Hohlkugel ausgebildet
sein kann, oberhalb der Ausnehmung der Lauffläche 30 und drückt auf den Mikroschalter
34, der hierdurch in eine Schaltstellung gestellt wird, in der die Kreiselpumpe eingeschaltet
ist. Verändert sich die Ausrichtung des Aggregatgehäuses 2 quer zu seiner Längsachse
A, rollt die Kugel 32 auf der Lauffläche 30 von der Ausnehmung weg nach außen und
drückt demgemäß nicht mehr auf den Mikroschalter 34, der hierdurch in eine die Kreiselpumpe
ausschaltende Stellung schaltet.
[0026] Das Aggregatgehäuseteil 4b verjüngt sich in Schwimmlage nach unten zunächst konisch
und geht dann in einen unteren Abschnitt 36 über, der kalottenförmig konvex nach außen
gewölbt ist. An der Außenseite dieses Abschnitts 36 des Aggregatgehäuseteils 4b erstreckt
sich konzentrisch zur Längsachse A des Aggregatgehäuses 2 ein Vorsprung 38 nach außen.
An diesem Vorsprung 38 ist eine Ausnehmung 40 ausgebildet, die so eine Lasche bildet.
Diese Lasche bildet ein Befestigungsmittel mit dem das schwimmende Pumpenaggregat
mittels eines Seils oder einer Kette an dem Boden eines Behälters oder Gewässers befestigt
werden kann, so dass es im Schwimmzustand nicht mehr seine Lage ändern kann. Darüber
hinaus weist das Aggregatgehäuseteil 4a an seinem Außenumfang verteilt ebenfalls eine
Vielzahl von Befestigungslaschen 42 auf, mittels derer das Pumpenaggregat ebenfalls
über Seile oder Drähte festgelegt werden kann.
Die Funktionsweise des Pumpenaggregats ist wie folgt:
[0027] Das Pumpenaggregat schwimmt in einem Behälter oder Gewässer in einer Schwimmlage,
in der die Längsachse A des Aggregatgehäuses 2 senkrecht zur Flüssigkeitsoberfläche
6 ausgerichtet ist. In dieser Schwimmlage ist die Kugel 32 des Neigungsschalters direkt
oberhalb der an der Lauffläche 30 ausgebildeten Ausnehmung angeordnet und drückt den
unterhalb der Ausnehmung angeordneten Mikroschalter 34 in eine die Kreiselpumpe einschaltende
Schaltstellung. Demzufolge fördert die Kreiselpumpe Flüssigkeit aus dem Behälter bzw.
Gewässer. Hierdurch sinkt die Flüssigkeitsoberfläche 6 des Behälters bzw. Gewässers
und damit das Pumpenaggregat bis der an dem unteren Abschnitt 36 des Aggregatgehäuseteils
4b angeordnete Vorsprung 38 eine am Grund des Behälters bzw. Gewässers ausgebildete
Aufstandsfläche 44 kontaktiert. Das Pumpenaggregat findet auf der Aufstandsfläche
44 keinen festen Stand und kippt über eine Kante des Vorsprungs 38 quer zu der Längsachse
A des Aggregatgehäuses 2 zur Seite (Fig. 8 und 9) Hierbei bilden die Kante des Vorsprungs
38 und ein Bereich des unteren Abschnitts 36 des Aggregatgehäuseteils 4b eine Kippfläche,
auf der das Pumpenaggregat auf der Aufstandsfläche 44 aufliegt. Bei einem bestimmten
Kippwinkel α bewegt sich die Kugel 32 des Neigungsschalters auf der Lauffläche 30
von der daran ausgebildeten Ausnehmung weg nach außen und kontaktiert so nicht mehr
den Mikroschalter 34, der daraufhin die Kreiselpumpe ausschaltet. In welcher Höhe
der Flüssigkeitsoberfläche 6 über der Aufstandsfläche 44 die Kreiselpumpe von dem
Neigungsschalter ausgeschaltet wird ist maßgeblich von der Ausgestaltung des Neigungsschalters
bestimmt. So kann der Neigungsschalter derart ausgebildet sein, dass die Kugel 32
ihre den Mikroschalter 34 kontaktierende Stellung erst bei einem größeren Neigungswinkel
α verlässt und so die Kreiselpumpe bei einer geringeren Flüssigkeitshöhe über der
Aufstandsfläche 44 ausschaltet (Fig. 9).
[0028] Um mit dem erfindungsgemäßen Pumpenaggregat Behälter oder Gewässer nahezu vollständig
zu entleeren, ist der untere Abschnitt 36 des Aggregatgehäuseteils 4b nach Lösen einer
Rastverbindung über einen Druckknopf 46 abnehmbar ausgebildet, wobei er nach dem Abnehmen
eine an dem Aggregatgehäuseteil 4b ausgebildete im Wesentlichen ebene Standfläche
48 freigibt, die normal zur Längsachse A des Aggregatgehäuses ausgerichtet ist (Fig.
6). Mit dieser ebenen Standfläche 48 kann das Pumpenaggregat auf einer Aufstandsfläche
44 stehen, ohne umzukippen (Fig. 7) und damit ohne abzuschalten.
Bezugzeichenliste
[0029]
- 2
- Aggregatgehäuse
- 4a, 4b
- Aggregatgehäuseteil
- 6
- Flüssigkeitsoberfläche
- 7a, 7b
- Auftriebskammer
- 8
- Einlassöffnung
- 9
- Hinterschneidung
- 10
- Auslassstutzen
- 11
- Griff
- 12
- Auslassstutzen
- 14
- Verschlusskappe
- 16
- Antriebsmotor
- 18
- Laufrad
- 20
- Drehschieberventil
- 21
- Anschluss
- 22
- Drehschieber
- 24
- Ausnehmung
- 26
- Ausnehmung
- 28
- Bedienteil
- 30
- Lauffläche
- 32
- Kugel
- 34
- Mikroschalter
- 36
- Abschnitt
- 38
- Vorsprung
- 40
- Ausnehmung
- 42
- Befestigungslaschen
- 44
- Aufstandsfläche
- 46
- Druckknopf
- 48
- Standfläche
- A
- Längsachse
- B
- Richtungspfeil
- C
- Richtungspfeil
- α
- Kippwinkel
1. Schwimmfähiges Pumpenaggregat mit einem elektrischen Antriebsmotor (16), mit einer
davon angetriebenen Kreiselpumpe und mit einem diese aufnehmenden Aggregatgehäuse
(2), mit mindestens einer im Schwimmzustand unter der Flüssigkeitsoberfläche (6) angeordneten
Einlassöffnung (8) und mit mindestens einer Auslassöffnung (10, 12), dadurch gekennzeichnet, dass das Aggregatgehäuse (2) so ausgebildet und angeordnet ist, dass es bei Erreichen
einer Aufstandsfläche (44) seine Ausrichtung gegenüber der Schwimmlage verändert und
dass innerhalb des Aggregatgehäuses (2) lagegesteuerte Schaltmittel vorgesehen sind.
2. Pumpenaggregat nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass das Aggregatgehäuse (2) an einem im Schwimmzustand unteren Abschnitt eine Kippfläche
aufweist.
3. Pumpenaggregat nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich das Aggregatgehäuse (2) in einem im Schwimmzustand unteren Abschnitt nach unten
hin verjüngt.
4. Pumpenaggregat nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Unterseite des Aggregatgehäuses (2) konvex gewölbt ausgebildet ist.
5. Pumpenaggregat nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass an der Unterseite des Aggregatgehäuses (2) ein Vorsprung (38) ausgebildet ist.
6. Pumpenaggregat nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass als Schaltmittel ein Neigungsschalter vorgesehen ist, welcher derart ausgebildet
und angeordnet ist, dass er die Kreiselpumpe bei einer von der Ausrichtung im Schwimmzustand
abweichenden Ausrichtung des Aggregatgehäuses (2) ausschaltet.
7. Pumpenaggregat nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Aggregatgehäuse (2) in einem im Schwimmzustand oberhalb der Flüssigkeitsoberfläche
(6) angeordneten Bereich zumindest eine senkrecht zur Flüssigkeitsoberfläche (6) ausgerichtete
Auslassöffnung (10) aufweist.
8. Pumpenaggregat nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Aggregatgehäuse (2) zumindest eine im Schwimmzustand im Wesentlichen parallel
zur Flüssigkeitsoberfläche (6) ausgerichtete Auslassöffnung (12) aufweist.
9. Pumpenaggregat nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Aggregatgehäuse (2) zumindest zwei Auslassöffnungen (10, 12) aufweist, wobei
wahlweise eine der beiden Auslassöffnungen (10, 12) mit der Druckseite der Kreiselpumpe
strömungsverbindbar ist.
10. Pumpenaggregat nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein die Kippfläche bildender Teil (36) des Aggregatgehäuses (2) abnehmbar ausgebildet
ist und eine an dem Pumpenaggregat ausgebildete Standfläche (48) überdeckt.
11. Pumpenaggregat nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass an dem im Schwimmzustand unteren Abschnitt (36) des Aggregatgehäuses (2) ein Befestigungsmittel
ausgebildet ist.
12. Pumpenaggregat nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Pumpenaggregat Handhabungsgriffe (11) aufweist.