Hintergrund der Erfindung
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Heizblock, insbesondere für einen Durchlauferhitzer.
Der Heizblock umfasst eine Heizeinrichtung, die innerhalb des Heizblocks angeordnet
ist, und die Heizeinrichtung ist an eine Steuereinrichtung anschließbar. Ferner betrifft
die vorliegende Erfindung eine Steuereinrichtung für einen Heizblock, insbesondere
eines Durchlauferhitzers, wobei der Heizblock eine Heizeinrichtung innerhalb des Heizblocks
aufweist. Weiter wird ein Durchlauferhitzer beansprucht, der eine Steuereinrichtung
und einen Heizblock aufweist.
Stand der Technik
[0002] Durchlauferhitzer können fest installierbare Heißwassergeräte, die bei Bedarf heißes
Wasser Erzeugen. Üblicherweise weisen die Durchlauferhitzer einen Heizblock auf, der
wendelförmig ausgebildet ist. Das Material aus dem vorzugsweise der Heizblock geformt
ist, kann druckfester Kunststoff sein. Innerhalb des Heizblocks ist eine Heizeinrichtung
angeordnet, welche üblicherweise ein Blankheizdraht ist. Die Heizwendeln der Heizeinrichtung
werden an die Heizkanäle des Heizblocks angepasst, so dass diese vom zu erwärmenden
Wasser durchströmt werden können. Die Heizeinrichtung kann als Blankheizdrahtsystem
realisiert werden, wobei die Heizwicklungen der Heizeinrichtung an deren Enden aus
dem Heizblock heraus geführt werden müssen, um diese elektrisch zu kontaktieren.
[0003] Die Verbindung der Heizwicklungen kann beispielsweise mit Hilfe von metallischen
Anschlussbolzen realisiert werden, welche die elektrische Kontaktierung durch die
Plastikwand des Heizblocks ermöglichen. Die Anschlussbolzen werden wiederum mit Hilfe
von Kupferleitungen kontaktiert, die an eine Steuereinrichtung des Durchlauferhitzers
geführt sind. Die Steuereinrichtung steuert die Heizeinrichtung, so dass die umspülten
Heizwicklungen das Wasser erhitzen bzw. erwärmen können. Eine weitere Möglichkeit
zur Kontaktierung der Anschlussbolzen ist die Verwendung von Kupferstanzbleche, die
aber relativ teuer in der Produktion sind und schwer bei der Montage handhabbar sind.
[0004] Auch die Kontaktierung mit Hilfe von Kupferleitungen kann zu Problemen führen. Beispielsweise
können bei der Montage die Kabel falsch angeschlossen werden, welches zu Fehlfunktionen
oder Ausfall des Durchlauferhitzers führen kann. Ebenfalls können beispielsweise lockere
elektrische Kontakte entstehen, die zu Kurzschlüssen oder anderen Störungen in der
Elektrik führen können.
Der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen verbesserten Heizblock für einen
Durchlauferhitzer bereitzustellen, welcher sicher im Betrieb ist und einfach montierbar
ist. Weiter ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung eine Steuereinrichtung für einen
Heizblock eines Durchlauferhitzers bereitzustellen, die einfach montierbar ist und
ebenfalls einen sicheren Betrieb erlaubt. Schließlich ist Ziel der vorliegenden Erfindung
die Bereitstellung eines verbesserten Durchlauferhitzers.
Erfindungsgemäße Lösung
[0006] Die Lösung der gestellten Aufgabe gelingt durch einen Heizblock mit den Merkmalen
des Anspruchs 1, durch eine Steuereinrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 8 sowie
durch einen Durchlauferhitzer mit den Merkmalen des Anspruchs 13. Vorteilhafte Aus-
und Weiterbildungen, welche einzeln oder in Kombination miteinander eingesetzt werden
können, sind Gegenstand der jeweils abhängigen Ansprüche.
[0007] Der erfindungsgemäße Heizblock, insbesondere für einen Durchlauferhitzer, weist eine
Heizeinrichtung auf. Die Heizeinrichtung ist innerhalb des Heizblocks angeordnet und
ist an eine Steuereinrichtung anschließbar. Der Heizblock umfasst erfindungsgemäß
eine Verbindungseinrichtung durch eine Wand des Heizblocks, welche die Heizeinrichtung
unmittelbar mit der Steuereinrichtung elektrisch verbindet.
[0008] Mit Hilfe der Verbindungseinrichtung kann erfindungsgemäß die Heizeinrichtung des
Heizblocks elektrisch direkt bzw. unmittelbar kontaktiert werden, welches somit keine
Montagefehler mehr erlaubt. Durch eine somit vorgegebene Einbauweise wird die Steuereinrichtung
an den Heizblock mechanisch fixiert und benötigt auch keine zusätzlichen Befestigungsmittel.
Das heißt, dass die Verbindungseinrichtung neben der direkten elektrischen Kontaktierung
zusätzlich die mechanische Fixierung der Steuereinrichtung an den Heizblock sichert.
Folglich erleichtert sich die Handhabung des Heizblocks bei der Montage. Die erfindungsgemäße
Lösung erlaubt den Verzicht auf weiter Anschlussleitungen und/oder Befestigungsmittel,
da diese bereits in der Verbindungseinrichtung integriert sind.
[0009] Die Steuereinrichtung kann beispielsweise eine Platine (PCB) aufweisen, welche ausgebildet
ist, um mit der Verbindungseinrichtung des Heizblocks zusammenzuwirken. Durch den
erfindungsgemäßen Aufbau der Verbindungseinrichtung kann eine Standardisierung einer
Schnittstelle zwischen Heizblock und Steuereinrichtung erreicht werden, welches ein
zusätzlicher Kostenvorteil erlaubt.
[0010] Gemäß eines weiteren Aspekts der vorliegenden Erfindung wird eine Steuereinrichtung
für einen Heizblock insbesondere eines Durchlauferhitzers bereitgestellt. Der Heizblock
weist eine Heizeinrichtung innerhalb des Heizblocks auf und ist,
dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinrichtung eine integrierte Anschlussschnittstelle aufweist, welche eingerichtet
ist, um die Heizeinrichtung des Heizblocks direkt elektrisch zu kontaktieren.
[0011] Durch die erfindungsgemäße integrierte Anschlussschnittstelle der Steuereinrichtung
kann gleichzeitig eine mechanische sowie eine elektrische Verbindung gesichert werden.
Bereits bei der Montage der Steuereinrichtung auf dem Heizblock wird eine elektrische
Kontaktierung hergestellt, ohne dass eine zusätzliche Verkabelung notwendig ist. Die
Steuereinrichtung kann beispielsweise eine Platine aufweisen, welche die Anschlussschnittstelle
aufweist. Bei der Montage der Heizeinrichtung auf den Heizblock wird die elektrische
und/oder mechanische Verbindung mit Hilfe der Anschlussschnittstelle hergestellt.
Um eine elektrische Kontaktierung der Heizwicklungen der Heizeinrichtung innerhalb
des Heizblocks zu gewährleisten, müssen elektrische Kontakte aus dem Inneren des Heizblocks
durch eine Wand hinausgeführt werden. Dies stellt sicher, dass die Heizwicklungen,
insbesondere eines Blankheizdrahtes, mit elektrischer Energie versorgt werden.
[0012] Ferner gemäß einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung wird ein Durchlauferhitzer
bereitgestellt. Der Durchlauferhitzer weist eine Steuereinrichtung und einen Heizblock
auf. Die Steuereinrichtung ist direkt auf dem Heizblock mit Hilfe eine Verbindungseinrichtung
befestigt. Die Verbindungseinrichtung gewährleistet die mechanische und/oder elektrische
Verbindung zwischen der Heizeinrichtung, welche im Inneren des Heizblocks angeordnet
ist, und der Steuereinrichtung, die erfindungsgemäß auf dem Heizblock angeordnet ist.
Vorteilhafterweise ist die Steuereinrichtung direkt auf dem Heizblock befestigt und
gleichzeitig elektrisch kontaktiert. Somit kann auf einer zusätzlichen Verkabelung
oder elektrischen Verbindung zwischen Heizblock bzw. Heizeinrichtung und Steuereinrichtung
verzichtet werden.
Bevorzugte Ausgestaltung der Erfindung
[0013] Gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist die Verbindungseinrichtung
mittels Anschlussbolzen ausgebildet. Die Anschlussbolzen sind durch die Wand des Heizblocks
durchgeführt, um die Steuereinrichtung elektrisch zu kontaktieren. Die Anschlussbolzen
kontaktieren einerseits die Endstücke der Heizeinrichtung bzw. der Heizwicklungen
innerhalb des Heizblocks und können somit einfach außerhalb des Heizblocks wiederum
andererseits kontaktiert werden. Durch die Verwendung metallischer Anschlussbolzen
kann somit eine kostengünstige und auch sichere Verbindungseinrichtung geschaffen
werden. Die Steuereinrichtung wird fest mit dem Heizblock verbunden und durch die
feste Anordnung der Anschlussbolzen können vorteilhafterweise keine Montagefehler
auftreten.
[0014] Es ist bevorzugt, dass Steuersignale der Steuereinrichtung mittels der Verbindungseinrichtung
an die Heizeinrichtung übertragbar sind. Dadurch kann auf zusätzliche Leitungen oder
Übertragungsmittel verzichtet werden. Die Steuersignale, welche wiederum die Heizwirkung
des Heizblocks steuern werden direkt von der Steuereinrichtung an die Heizeinrichtung
mit Hilfe der Verbindungseinrichtung weitergegeben.
[0015] Es ist bevorzugt, dass die Steuereinrichtung mittels Anschlussbolzen an den Heizblock
mechanisch befestigbar ist, wobei die Anschlussbolzen elektrische Kontakte der Steuereinrichtung
bereitstellen. Somit wird gesichert, dass bei der mechanischen Montage bereits die
elektrischen Anschlüsse angeschlossen sind.
[0016] Vorteilhafterweise stellt die Verbindungseinrichtung eine mechanische Fixierung bzw.
Montage der Steuereinrichtung auf den Heizblock bereit. Somit sind keine zusätzlichen
Befestigungsmittel notwendig. Die Steuereinrichtung wird bereits bei der elektrischen
Montage bereits mechanisch fixiert, so dass ein zusätzliches Kostenersparnis gewährleistet
werden kann.
[0017] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist die Heizeinrichtung
ein Blankheizdrahtsystem. Blankheizdrahtsysteme weisen einen hohen Wirkungsgrad und
auch den wesentlichen Vorteil einer wesentlich kürzeren Reaktions- und damit Aufheizzeit.
Ferner können die Blankheizdrähte mit Hilfe der Verbindungseinrichtung insbesondere
der Anschlussbolzen kostengünstig durch die Wand des Heizblocks kontaktiert werden.
[0018] Gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung sind die Anschlussbolzen zur
elektrischen Kontaktierung der Heizeinrichtung ausgebildet. Somit können die Anschlussbolzen
zwei Aufgaben erfüllen, nämlich sowohl die elektrische Kontaktierung der Heizeinrichtung
als auch die mechanische Befestigung der Steuereinrichtung an den Heizblock. Folglich
können keine Montagefehler entstehen. Die Steuereinrichtung weist vorherbestimmte
Anschlussstellen auf, welche mit den Anschlussbolzen im zusammengebauten Zustand übereinstimmen.
Somit kann wiederum auf zusätzliche und aufwändige Verbindungsleitungen zwischen Heizeinrichtung
und Steuereinrichtung verzichtet werden. Die Anschlussbolzen dienen nun zur Weiterleitung
des Stroms von der Steuereinrichtung an die Heizwicklungen der Heizeinrichtung.
[0019] Vorteilhafterweise weist der Heizblock Wasserkanäle auf, in welchen die Heizeinrichtung
wendelförmig angeordnet ist, um durchströmendes Heizwasser zu erwärmen. Somit kann
erreicht werden, dass möglichst viel Wasser die Heizeinrichtung umspült und somit
kann der Wirkungsgrad des Heizblocks erhöht werden.
[0020] Gemäß einer weiteren Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist die Anschlussschnittstelle
in einer Platine der Steuereinrichtung geformt, um die Anschlussbolzen der Heizeinrichtung
direkt zu kontaktieren. Somit kann gesichert werden, dass die Steuereinrichtung fehlerfrei
montiert werden kann. Das heißt, dass durch die Befestigung der Steuereinrichtung
an die Anschlussbolzen, bereits die elektrische Kontaktierung bereitgestellt worden
ist. Folglich entfällt eine weitere elektrische Verkabelung zwischen Heizeinrichtung
und Steuereinrichtung.
[0021] Es ist bevorzugt, dass die Steuereinrichtung Leistungselektronikbauelemente umfasst.
Die Elektronik-Bauelemente können dann direkt über die Anschlussbolzen oder der Verbindungseinrichtung
in Kontakt mit der Heizeinrichtung stehen, um folglich das Erwärmen des Wassers im
Heizblock zu steuern.
[0022] Vorteilhafterweise weist die Platine der Steuereinrichtung Bohrungen auf, welche
derart angeordnet sind, dass die Bohrungen die Anschlussbolzen der Heizeinrichtung
im eingebauten Zustand empfangen. Durch diese bevorzugte Ausgestaltung ist gesichert,
dass die Montage immer fehlerfrei erfolgen kann. Falls beispielsweise die Steuereinrichtung
um 180 Grad verdreht montiert werden sollte, würden die Anschlussbolzen und die Bohnrungen
nicht übereinander passen. Infolgedessen wird durch die mechanische Montage bereits
die korrekte elektrische Kontaktierung der Steuereinrichtung auf der Platine gesichert.
[0023] Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform wird ein Durchlauferhitzer mit
eine Steuereinrichtung und einem Heizblock bereitgestellt. Die Steuereinrichtung,
welche eine Platine umfasst, wird direkt auf die Verbindungseinrichtung des Heizblocks
vormontiert und mit Hilfe einer Verschraubung an die Anschlussbolzen der Heizeinrichtung
befestigt. Durch die erfindungsgemäße Ausgestaltung der Platine der Steuereinrichtung
kann die mechanische Montage bereits zum elektrischen Kontakt zwischen Steuereinrichtung
und Heizeinrichtung führen. Durch die vormontierte Steuereinrichtung bevor der Durchlauferhitzer
in einem Gehäuse untergebracht wurde, kann die elektrische Funktionalität getestet
werden, da die Steuereinrichtung bereits zum Testen angeschlossen worden ist.
Kurzbeschreibung der Zeichnungen
[0024] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen werden nachfolgend an Hand eines in der Zeichnung
dargestellten Ausführungsbeispieles, auf welches die Erfindung jedoch nicht beschränkt
ist, näher beschrieben.
[0025] Es zeigen schematisch:
- Fig. 1
- einen Heizblock mit angebrachter bzw. montierter Steuereinrichtung gemäß der vorliegenden
Erfindung in der Draufsicht; und
- Fig. 2
- eine Seitenansicht des in Fig. 1 dargestellten Heizblocks mit der Steuereinrichtung.
Ausführliche Beschreibung anhand eines Ausführungsbeispiels
[0026] Bei der nachfolgenden Beschreibung der vorliegenden Erfindung bezeichnen gleiche
Bezugszeichen gleiche oder vergleichbare Komponenten.
[0027] Die in der vorstehenden Beschreibung, den Ansprüchen und den Zeichnungen offenbarten
Merkmale können sowohl einzeln als auch in beliebiger Kombination für die Verwirklichung
der Erfindung in ihren verschiedenen Ausgestaltungen von Bedeutung sein.
[0028] Fig. 1 zeigt einen Heizblock für einen Durchlauferhitzer gemäß einer Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung in der Draufsicht. Der Heizblock 10 kann aus einem plastischen
Material gefertigt werde, welches jedoch formstabil und hitzebeständig ist. Der Heizblock
10 kann bevorzugterweise in einen Durchlauferhitzer (nicht abgebildet) zusammen mit
der Steuereinrichtung 20 eingebaut werden. Die Steuereinrichtung 20 wird mittels einer
Verbindungseinrichtung 30 an den Heizblock 10 befestigt, so dass gleichzeitig eine
mechanische und eine elektrische Verbindung bereitgestellt werden kann. Der Heizblock
1 0 kann eine Gehäuseschale beispielsweise aus Kunststoff PPE aufweisen in der mäanderförmig
Wasserkanäle 60 ausgebildet sind. Die Wasserkanäle 60 bilden einen Wasserströmungskanal
in dem das zu erwärmende Wasser zirkulieren kann. Innerhalb der Gehäuseschale bzw.
in den Wasserkanälen 60 sind Heizwicklungen 50 angeordnet, welche von dem zu erwärmenden
Wasser umspült werden können. Die Heizwicklungen 50 können beispielsweise Blankheizdrähte
sein, da diese eine schnelle Erwärmung des zirkulierenden Wassers bereitstellen können.
Die jeweilig benachbarten Wasserkanäle 60 sind voneinander getrennt, sodass das Wasser
mäanderförmig zirkulieren kann.
[0029] Die Verbindungseinrichtung 30 ist gemäß dieser Ausführungsform mittels Anschlussbolzen
31 implementiert. Die Anschlussbolzen 31 durchlaufen die Kunststoffwand 11 des Heizblocks
10 und kontaktieren mechanisch und elektrisch die Heizeinrichtung bzw. die Heizwicklungen
50, welche innerhalb des Heizblocks 10 ebenfalls mäanderförmig in den Wasserkanälen
60 angeordnet sind. Die Heizwicklungen 50 verlaufen beispielsweise nur in den Wasserkanälen
60, welche nach Fig. 1 mit Anschlussbolzen 31 versehen sind. Somit ergibt sich gemäß
dieser Ausführungsform einen kalten Bereich 70 des Heizblocks 10, in welchem das kalte
zu erwärmende Wasser ebenfalls mäanderförmig verlaufen kann. Dieser Bereich 70 befindet
sich bevorzugt am Kaltwasseranschluss (nicht abgebildet) des Heizblocks 10 bzw. des
Durchlauferhitzers.
[0030] Mit Hilfe der Verbindungseinrichtung 30 bzw. der Anschlussbolzen 31 gemäß dieser
Ausführungsform wird eine Steuereinrichtung 20 an den Heizblock 10 mechanisch und/oder
elektrisch befestigt. Die Steuereinrichtung umfasst eine Platine 21, auf welcher unterschiedliche
elektronische Bauelemente 40 angeordnet sind. Die Bauelemente 40 auf der Platine 21
werden mittels eines geeigneten Platinenlayouts auf der Platine elektrisch miteinander
verbunden, um die gewünschte elektronische Funktionalität des Durchlauferhitzers bereitzustellen.
Die Platine 21 weist eine Vielzahl von elektrischen Leiterbahnen (nicht abgebildet),
welche dem oben beschriebenen Platinenlayout entsprechen. Zu den wichtigsten elektronischen
Bauelementen der Platine 21 gehört die Leistungselektronik 40, welche mit Hilfe der
Leiterbahnen mit der Verbindungseinrichtung 30 in Kontakt steht. Gemäß dieser Ausführungsform
besteht die Verbindungseinrichtung 30 aus metallischen Anschlussbolzen 31, welche
innerhalb des Heizblocks 10 die Heizeinrichtung bzw. die Heizwicklungen 50 kontaktieren
und außerhalb der Leiterbahnen der Platine 21 der Steuereinrichtung 20. Somit wird
eine elektrisch/mechanische Verbindung zwischen der Heizeinrichtung bzw. den Heizwicklungen
50 und Steuereinrichtung 20 erreicht, ohne dass zusätzliche Verbindungskabel benötigt
werden. Die Platine 21 bzw. die Steuereinrichtung 20 kann nur in einer Weise auf den
Heizblock 10 befestigt werden, so dass keine Montagefehler entstehen können. Der Monteur
bringt die Platine 21 auf die Anschlussbolzen 31 an und befestigt diese mechanisch,
was wiederum automatisch zu einer elektrischen Kontaktierung der Leiterbahnen der
Platine 21 führt. Die mit Hilfe der Anschlussbolzen 31 kontaktierten Leiterbahne können
die elektrischen Signale der Leistungselektronik 40 übertragen, so dass die Heizwicklungen
50 entsprechend mit elektrischer Energie versorgt werden können. Es soll beachtet
werden, dass die Leiterbahne der Platine 21 entsprechend dimensioniert werden müssen,
um elektrische Fehlfunktionen der Steuereinrichtung 30 zu vermeiden.
[0031] Vorteilhafterweise ist die Leistungselektronik 40 der Steuereinrichtung 20 über den
kalten Bereich 70 des Heizblocks 10 angeordnet um beispielsweise eine verbesserte
Kühlung der aktiven elektronischen Leistungsbauelementen 40 zu ermöglichen. Ferner
kann durch den Verzicht weiterer elektrischer Verbindungskabel zwischen Steuereinrichtung
20 und Heizblock 10 bzw. Heizeinrichtung 50 ein besonders platzsparender Durchlauferhitzer
hergestellt werden und Fehlmontage wie beispielsweise beim Anschließen elektrischer
Verbindungskabel kann ausgeschlossen werden.
[0032] Fig. 2 zeigt einen Heizblock und eine Steuereinrichtung 20 in der Seiteneinsicht
gemäß einer möglichen Ausführungsform der vorliegenden Erfindung. Diese Seitenansicht
entspricht der Draufsicht in der Fig. 1, welche oben näher erläutert ist. In dieser
Ausführungsform wurde die Steuereinrichtung 20 mit Hilfe der Platine 21 mit den Anschlussbolzen
31 mit Hilfe von sechs Schrauben 32 verschraubt, um die mechanisch/elektrisch Verbindung
zu gewährleisten.
[0033] Bevorzugt wurden Stützmittel 80 in der Kunststoffwand des Heizblocks 10 ausgebildet,
welche zusätzlich die Steuereinrichtung 20 mechanisch stützen können. Das heißt, dass
die Platine 21 auch in dem Bereich, wo keine Anschlussbolzen kontaktiert sind, sich
nicht gegen die Wand 11 des Heizblocks 10 verbiegen kann. Es sind auch andere Ausgestaltungen
der Stützmittel 80 denkbar, welche beispielsweise an der Unterseite der Steuereinrichtung
20 angebracht sind bzw. ausgebildet sein können. Folglich kann die Steuereinrichtung
20 bzw. die Platine 21 nicht während der Montage oder beim Testen oder desgleichen
gegen die Kunststoffwand 11 des Heizblocks 10 verbogen bzw. gedrückt werden, und folglich
werden Beschädigungen der Platine vermieden.
[0034] Die Platine 21 der Steuereinrichtung 20 weist eine Anschlussschnittstelle 22 auf,
welche gemäß einer Ausführungsform in Form von Bohrungen in der Platine 21 ausgebildet
ist. Die Bohrungen sind so angeordnet, dass die Leiterbahne der Platine die Anschlussbolzen
31 elektrisch kontaktieren können. Die Bohrungen der Anschlussschnittstelle 22 sind
so angeordnet, dass es nur eine Möglichkeit der Montage auf die Anschlussbolzen 31
des Heizblocks 10 gegeben ist. Somit kann eine elektrische Fehlinstallation vermieden
werden, und bereits bei der mechanischen Befestigung kann die Platine 21 korrekt elektrisch
an die Heizeinrichtung 50 angebunden werden. Gemäß dieser Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung sind die Bohrungen in der Platine 21 im Wesentlichen auf einer Linie angeordnet,
jedoch sind andere Anordnungen für den Fachmann vorstellbar.
[0035] Ferner betrifft die vorliegende Erfindung einen Durchlauferhitzer, der einen Heizblock
10 und eine Steuereinrichtung 21 aufweist. Die Steuereinrichtung 20 kann mit Hilfe
der Verbindungseinrichtung 30 bzw. der Anschlussbolzen 31 vormontiert auf den Heizblock
10 befestigt werden. Durch die Vormontage kann die elektrische Funktionalität des
Durchlauferhitzers bereits in einer frühen Montagephase getestet werden, um somit
nachträgliche Umbaukosten zu vermeiden. Durch die besondere Ausformung der Anschlussschnittstelle
22 der Platine 21 der Steuereinrichtung 20 gibt es praktisch nur eine Möglichkeit
der Anbringung auf den Heizblock 10.
[0036] Durch die elektrisch direkte Verbindung der Verbindungseinrichtung 30 des Heizblocks
10 mit der Steuereinrichtung 20 kann ohne weiter Verbindungskabel die elektrische
Funktionalität des Durchlauferhitzers bzw. der Heizeinrichtung 50 gesichert werden,
ohne dass Montagefehler bei einer elektrischen Kabelverbindung überhaupt entstehen
können.
[0037] Die vorliegende Erfindung ist nicht auf Anwendungen im Bereich der Durchlauferhitzer
eingeschränkt. Vielmehr können der erfindungsgemäße Heizblock und die erfindungsgemäße
Steuereinrichtung bei anderen Warmwassergeräten verwendet werden, wie beispielsweise:
Warmwasserspeichern, Boilern oder andere Warmwasseranlagen, welche dem Fachmann bekannt
sind.
Bezugszeichenliste
[0038]
- 10
- Heizblock
- 11
- Wand
- 20
- Steuereinrichtung
- 21
- Platine
- 22
- Anschlussschnittstelle
- 30
- Verbindungseinrichtung
- 31
- Anschlussbolzen
- 32
- Verschraubung bzw. Schrauben
- 40
- Elektronik bzw. Leistungselektronik
- 50
- Heizwicklungen bzw. Heizeinrichtung
- 60
- Wasserkanäle
- 70
- Kalter Bereich
- 80
- Stützmittel
1. Heizblock (10), insbesondere für einen Durchlauferhitzer, umfassend eine Heizeinrichtung
(50), die innerhalb des Heizblocks (10) angeordnet ist, wobei die Heizeinrichtung
(50) an eine Steuereinrichtung (20) anschließbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass eine Verbindungseinrichtung (30) durch eine Wand (11) des Heizblocks (10) vorgesehen
ist, welche die Heizeinrichtung (50) unmittelbar mit der Steuereinrichtung (20) elektrisch
verbindet.
2. Heizblock (10), nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungseinrichtung (30) mehrere Anschlussbolzen (31) umfasst, welche durch
die Wand (11) des Heizblocks (10) hindurchgeführt die Steuereinrichtung (20) elektrisch
kontaktieren.
3. Heizblock (10), nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Anschlussbolzen (31) zur elektrischen Kontaktierung der Heizeinrichtung (50)
ausgebildet sind.
4. Heizblock (10), nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Steuersignale der Steuereinrichtung (20) mittels der Verbindungseinrichtung (30)
an die Heizeinrichtung (50) übertragbar sind.
5. Heizblock (10), nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungseinrichtung (30) eine mechanische Fixierung bzw. Montage der Steuereinrichtung
(20) auf den Heizblock (10) bereitstellt.
6. Heizblock (10), nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Heizeinrichtung (50) ein Blankheizdrahtsystem ist.
7. Heizblock (10), nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Heizblock (10) Wasserkanäle (60) aufweist, in welchen die Heizeinrichtung (50)
wendelförmig und/oder mäanderförmig angeordnet ist, um durchströmendes Heizwasser
zu erwärmen.
8. Steuereinrichtung (20), insbesondere eines Durchlauferhitzers, für einen Heizblock
(10), insbesondere nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei der Heizblock (10) eine
Heizeinrichtung (50) innerhalb des Heizblocks (10) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinrichtung (20) eine integrierte Anschlussschnittstelle (22) aufweist,
welche eingerichtet ist, um die Heizeinrichtung (50) des Heizblocks (10) direkt elektrisch
zu kontaktieren.
9. Steuereinrichtung (20) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinrichtung (20) mittels Anschlussbolzen (31) an den Heizblock (10) mechanisch
befestigbar ist, wobei die Anschlussbolzen (31) elektrische Kontakte der Steuereinrichtung
(20) bereitstellen.
10. Steuereinrichtung (20) nach einem der Ansprüche 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Anschlussschnittstelle (22) in einer Platine (21) der Steuereinrichtung (20)
geformt ist, um die Anschlussbolzen (31) der Heizeinrichtung (50) direkt zu kontaktieren.
11. Steuereinrichtung (20) nach einem der vorherigen Ansprüche 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinrichtung (20) Leistungselektronikbauelemente (40) umfasst.
12. Steuereinrichtung (20) nach einem der vorherigen Ansprüche 8 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Platine (21) der Steuereinrichtung (20) Bohrungen (22) aufweist, welche derart
angeordnet sind, dass die Bohrungen (22) die Anschlussbolzen (31) der Heizeinrichtung
(50) im eingebauten Zustand empfangen.
13. Durchlauferhitzer, umfassend einen Heizblock (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 7
und eine Steuereinrichtung (20) nach einem der Ansprüche 8 bis 12.
14. Durchlauferhitzer nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinrichtung (20) vormontiert angeordnet ist.
15. Durchlauferhitzer nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinrichtung (20) mit der Verbindungseinrichtung (30) verschraubt ist, und
dass die Verschraubung 32 eine elektrische Kontaktierung der Steuereinrichtung (20)
bereitstellt.