[0001] Elektrisches Schaltrastwerk mit einem eine Antriebswelle und eine daran gekoppelte
Abtriebseinheit umfassenden Hauptrastwerk, wobei die Abtriebseinheit mit beweglichen
Kontaktträgern mechanisch gekoppelt ist, um bei Betätigen der Antriebswelle das Schließen
bzw. Öffnen eines elektrischen Kontaktes aufgrund der Bewegung der Kontaktträger zu
bewirken, gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Solche elektrische Schaltrastwerke sind seit langem bekannt und in einschlägigen
Normen beschrieben, so z.B. in der EN 60947-1:2004 (IEV 441-14-10, IEV 441-14-12).
Sie kommen insbesondere bei Lastschaltern, Lasttrennschaltern oder DC-Schaltern zum
Einsatz.
[0003] Die Antriebswelle des Hauptrastwerks ist dabei in der Regel direkt mit einer Handhabe
verbunden, die dem Benutzer die Betätigung der Antriebswelle ermöglicht, die in weiterer
Folge direkt mit der Abtriebseinheit gekoppelt ist, die wiederum direkt mit einem
oder mehreren beweglichen Kontaktträgern gekoppelt ist. Durch Drehen der Handhabe
können somit ein oder mehrere Kontakte geöffnet oder geschlossen werden.
[0004] Die Bewegung der Abtriebseinheit erfolgt dabei gegen zwei Federn, die als Totpunktfedern
ausgebildet sind, so dass die Federn der Drehbewegung der Abtriebseinheit zuerst entgegenwirken
und sie damit erschweren und nach Überschreiten des Totpunktes die Drehbewegung der
Abtriebseinheit unterstützen und sie damit erleichtern. Da die Antriebswelle direkt
mit der Abtriebseinheit gekoppelt ist, dh. ohne mechanischem Verzögerungsglied, wirken
die Federn auch unmittelbar auf die Abtriebseinheit. Die Auslösung des Rastwerks erfolgt
nach dem Überschreiten des Totpunktes der Federn sehr schnell, kann aber vom Benutzer
aufgrund der unmittelbaren Wirkung der Federn auf die Abtriebseinheit auch blockiert
werden bzw. bei entsprechender Feinfühligkeit auch nach belieben verzögert werden.
[0005] Als nachteilig hat sich somit herausgestellt, dass beim Einschalten solcher elektrischer
Schaltrastwerke, dh. beim Schließen der Kontakte, der Benutzer die Handhabe nach Überschreiten
des Totpunktes der Federn durch feinfühliges der Federkraft Entgegenwirken zwischen
geschlossenen Kontakten und geöffneten Kontakten rasch wechseln kann und somit die
Ausbildung eines Lichtbogens provozieren kann. Gleichzeitig besteht bei bekannten
solchen elektrischen Schaltrastwerken beim Schließvorgang die Gefahr des sogenannten
Kontaktprellens (kurzzeitiges, ungewolltes wiederholtes Öffnen und Schließen eines
Kontaktes). Dadurch entstehen in Abhängigkeit von der zu schaltenden Last Spannungsspitzen,
die Störabstrahlungen im HF-Bereich verursachen und über die Einkopplung in Leitungen
andere Geräte im Umfeld empfindlich stören können. Weitaus gravierender sind aber
die Auswirkungen der durch das Kontaktprellen entstehenden Abschaltfunken. Diese führen
zum kontinuierlichen Verdampfen und damit zum Verschleiß oder sogar zur Zerstörung
der Kontaktmaterialien.
[0006] Um die beschriebenen Nachteile zu vermeiden sind sogenannte handunabhängige Schaltrastwerke
bekannt, bei welchen nach dem Auslösen, dh. nach Überschreiten des Totpunktes das
Schließen oder Öffnen der Kontakte von Hand nicht mehr verzögert bzw. gar blockiert
werden kann.
[0007] Beim Ausschalten, dh. beim Öffnen der Kontakte, haben diese vorbekannten elektrischen
Schaltrastwerke jedoch den Nachteil, dass sie im Falle von aufgrund eines Kurzschlusses
verschweißten Kontakten dennoch eine fast völlige Drehung der Handhabe ermöglichen.
Die Totpunktfeder drückt die Handhabe trotz verschweißter und damit stromführender
Kontakte bis ca. 5° vor deren Aus-Stellung. Mit anderen Worten erkennt eine die Handhabe
bedienende Person aufgrund der Stellung der Handhabe oft nicht, ob die Kontakte auch
wirklich getrennt sind. In der Praxis sind solche handunabhängigen elektrischen Schaltrastwerke
meistens mit einem mechanischen Sicherheitsmechanismus gekoppelt, der ein Öffnen der
stromführenden Bauteile nur dann erlaubt, wenn sich die Handhabe in Aus-Stellung befindet,
da davon ausgegangen wird, dass die Kontakte in diesem Fall verlässlich getrennt sind.
Die Praxis hat jedoch gezeigt, dass in dem beschriebenen Beispiel mit verschweißten
Kontakten aufgrund eines Kurzschlusses, eine Öffnung trotz mechanischer Sicherheitsmaßnahmen
möglich war, da die Handhabe erst kurz vor der Aus-Stellung blockiert wurde.
[0008] Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein elektrisches Schaltrastwerk
vorzusehen, welches die beschriebenen Nachteile verhindert und eine hohe Schließkraft
zum Schließen der Kontakte aufbringt sowie eine erhöhte Betriebssicherheit bei verschweißten
Kontakten bzw. im Hinblick auf das Auftreten von Kontaktprellen bietet.
[0009] Es ist eine weitere Aufgabe der Erfindung, bestehende elektrische Schaltrastwerke
so zu adaptieren, dass sie die oben genannten Aufgaben lösen können, ohne bestehende
Bauteile ersetzen oder umbauen zu müssen.
[0010] Erfindungsgemäß wird dies bei einem elektrischen Schaltrastwerk mit einem eine Antriebswelle
und eine daran gekoppelte Abtriebseinheit umfassenden Hauptrastwerk, wobei die Abtriebseinheit
mit beweglichen Kontaktträgern mechanisch gekoppelt ist, um bei Betätigen der Antriebswelle
das Schließen bzw. Öffnen eines elektrischen Kontaktes aufgrund der Bewegung der Kontaktträger
zu bewirken, dadurch erreicht, dass ein Zusatzrastwerk mit einer Betätigungseinheit
und einer daran mechanisch gekoppelten Schaltwelleneinheit vorgesehen ist, die mit
der Antriebswelle des Hauptrastwerks über eine mechanische Übersetzereinheit gekoppelt
ist, welche zumindest eine Schleppaufnahme aufweist, die mit Schleppelementen der
Betätigungseinheit und der Schaltwelleneinheit zusammenarbeitet, um die Bewegung der
Betätigungseinheit auf die Schaltwelleneinheit zu übertragen, wobei die mechanische
Übersetzereinheit mittels mindestens einem als Übertotpunktfeder ausgeführten Federelement
gegen eine Bewegung derselben vorgespannt ist, um die Übersetzereinheit in deren Anfangs-
oder Endposition zu drängen und eine von der Bewegung der Betätigungseinheit handunabhängige
Bewegung der Schaltwelleneinheit zu ermöglichen.
[0011] Dadurch ist es möglich, die Betätigungseinheit indirekt mit der Schaltwelleneinheit
zu koppeln, so dass auch eine zeitverzögerte Rotation der Schaltwelleneinheit als
Antwort auf eine Rotation der Betätigungseinheit möglich ist. Gleichzeitig überlagern
sich die Charakteristika des Hauptrastwerks und jene des Zusatzrastwerks.
[0012] Der Einsatz einer mechanischen Übersetzereinheit ist zuverlässig, kostengünstig und
auch hinsichtlich der normierten Sicherheitsanforderungen unkritisch.
[0013] Die gewünschte indirekte Koppelung von Betätigungseinheit und Schaltwelleneinheit
kann aufgrund der sowohl Schleppelemente der Betätigungseinheit als auch Schleppelemente
der Schaltwelleneinheit aufnehmenden Schleppaufnahme erfolgen.
[0014] Um eine sichere Fixierung der Übersetzereinheit in ihrer Anfangs- bzw. Endposition
zu ermöglichen bzw. um die sogenannten handunabhängige Bewegung der Schaltwelleneinheit
von der Betätigungseinheit zu ermöglichen, ist in einer weiteren Ausgestaltung der
Erfindung vorgesehen, dass die Übersetzereinheit mittels mindestens einem Federelement
gegen eine Bewegung derselben vorgespannt ist und das mindestens eine Federelement
als Übertotpunktfeder ausgeführt ist und die Übersetzereinheit in deren Anfangs- oder
Endposition drängt.
[0015] Die Auslegung der beiden Schaltrastwerke erfolgt dabei bevorzugterweise so, dass
durch deren Koppelung bei Schließen des bzw. der elektrischen Kontakte die Schaltmomente
der beiden Schaltrastwerke addiert werden andererseits beim Öffnen des bzw. der elektrischen
Kontakte ein geringes Ausschaltmoment anliegt.
[0016] Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsvariante der Erfindung ist es vorgesehen,
dass die Schleppaufnahme von ihrer Form her zumindest einem Abschnitt der Bewegungsbahn
der Schleppelemente entspricht und die Länge der Schleppaufnahme in Bewegungsrichtung
der Schleppelemente gesehen und die Dimension der Schleppelemente so aufeinander abgestimmt
sind, dass bei Bewegung der Betätigungseinheit sowohl eine handunabhängige Bewegung
derselben in Bezug auf die Übersetzereinheit bzw. der Übersetzereinheit in Bezug auf
die Schaltwelleneinheit möglich ist als auch eine direkt gekoppelte Bewegung, bei
welcher die Betätigungseinheit die Übersetzereinheit bzw. die Übersetzereinheit die
Schaltwelleneinheit aufgrund der Bewegung der Betätigungseinheit schleppt.
[0017] Dadurch ist über einen vorgegebenen Drehwinkel eine Rotation der Betätigungseinheit
möglich, ohne die Übersetzereinheit und/oder die Schaltwelleneinheit ebenfalls zu
rotieren bzw. kann die Übersetzereinheit und in weiterer Folge auch die Schaltwelleneinheit
eine Rotation durchführen, obwohl die Betätigungseinheit vom Benutzer nicht rotiert
bzw. blockiert wird.
[0018] Gemäß einer weiteren Ausführungsvariante der Erfindung ist es vorgesehen, dass die
Schleppaufnahmen kreisbogenförmig ausgebildet sind und die Schleppelemente einen Sektor
eines Zylindermantels bilden und in die Schleppaufnahmen hineinragen. Aufgrund dieser
Ausgestaltung der Schleppaufnahmen bzw. der Schleppelemente ist ein besonders einfacher
Aufbau eines erfindungsgemäßen Schalterrastwerks möglich, da die Rotationsbewegung
der Betätigungseinheit unmittelbar für die Schleppvorgänge genutzt werden kann.
[0019] Durch die Anordnung der Übersetzereinheit zwischen der Betätigungseinheit und der
Schaltwelleneinheit, sowie die rotierbare Anordnung von Übersetzereinheit, Betätigungseinheit
und Schaltwelleneinheit um eine gemeinsame Achse ergibt sich eine besonders platzsparende
Ausführungsvariante der Erfindung.
[0020] Gemäß einer weiteren, fertigungstechnisch besonders vorteilhaften Ausgestaltung der
Erfindung ist es vorgesehen, dass die mindestens eine Schleppaufnahme als Durchgangsöffnung
in der Übersetzereinheit ausgebildet ist und das mindestens eine Schleppelement der
Betätigungseinheit und der Schaltwelleneinheit jeweils von einander gegenüberliegenden
Seiten der Übersetzereinheit in die Schleppaufnahme ragt.
[0021] Um eine sichere Betätigung des elektrischen Schaltrastwerks, insbesondere ein geringes
Ausschaltmoment zu ermöglichen, ist es in einer bevorzugten Ausführungsvariante der
Erfindung vorgesehen, dass die Abtriebseinheit des Hauptrastwerks mittels mindestens
einem Hauptfederelement gegen eine Bewegung derselben vorgespannt ist.
[0022] Hierbei ist das mindestens eine Hauptfederelement vorzugsweise als Übertotpunktfeder
ausgeführt, welche die Abtriebseinheit in deren Anfangs- oder Endposition drängt.
Nach Überwindung eines Totpunktes zufolge einer Drehung der Abtriebseinheit wird diese
selbsttätig in ihre Anfangs- oder Endposition befördert.
[0023] Obwohl die Antriebswelle auch indirekt bzw. über diverse Übersetzereinheiten mit
der Abtriebseinheit gekoppelt sein könnte, so ist in einer bevorzugten, weil bauteilökonomischen
Ausführungsvariante der Erfindung eine direkte Kopplung der Antriebswelle mit der
Abtriebseinheit vorgesehen.
[0024] In einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist es vorgesehen, dass
in Aus-Stellung der Betätigungseinheit die Schleppaufnahme eine Bewegung des mindestens
einen Schleppelementes der Betätigungseinheit in lediglich eine Richtung ermöglicht.
Auf diese Weise ist klar definiert, in welche Richtung eine Ausschaltbewegung der
Betätigungseinheit zu erfolgen hat.
[0025] Um ein verzögertes Mitschleppen des ebenfalls in die Schleppaufnahme hineinragenden
Schleppelementes der Schaltwelleneinheit zu ermöglichen, sodass die von den Schleppelementen
der Betätigungseinheit in Drehung versetzte Übersetzereinheit mittels des mindestens
einen Federelementes vorgespannt werden kann, ist es in einer bevorzugten Ausgestaltung
der Erfindung vorgesehen, dass in Aus-Stellung der Betätigungseinheit die Schleppaufnahme
einen in der Bewegungsbahn des Schleppelementes der Betätigungseinheit liegenden ersten
Freilaufabschnitt aufweist, der eine in Bezug auf die Übersetzereinheit unabhängige
erste Bewegung der Betätigungseinheit ermöglicht.
[0026] Eine ausreichend große Vorspannung der Übersetzereinheit, welche nach einem Überwinden
des Totpunktes des mindestens einen Federelementes ein selbsttätiges Befördern der
Übersetzereinheit und somit der Schaltwelleneinheit in deren Ein-Stellung bewirkt,
wird ermöglicht, indem der erste Freilaufabschnitt zwischen 35° und 45° beträgt.
[0027] Das Vorspannen und nach Überwindung des Totpunktes des mindestens einen Federelementes
erfolgende selbsttätige und schnelle Befördern der Übersetzereinheit und somit der
Schaltwelleneinheit in deren Ein-Stellung hat zur Folge, dass während einer Einschaltbewegung
der Betätigungseinheit die Entstehung eines die Kontaktelemente des Kontaktträgers
schädigenden elektrischen Lichtbogens verhindert wird.
[0028] Indem gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung in Aus-Stellung der Betätigungseinheit
das Schleppelement der Schaltwelleneinheit an einer, relativ zu einer in die Ein-Stellung
führenden ersten Bewegungsrichtung des Schleppelementes betrachtet, hinteren Begrenzungswand
der Schleppaufnahme angeordnet ist, wird eine Bewegung der Schaltwelleneinheit erzwungen,
sobald das mindestens eine Schleppelement der Betätigungseinheit die Übersetzereinheit
in Drehung versetzt.
[0029] Indem gemäß einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung in Ein-Stellung
der Betätigungseinheit das Schleppelement der Betätigungseinheit an einer, relativ
zu einer in die Aus-Stellung führenden zweiten Bewegungsrichtung des Schleppelementes
betrachtet, vorderen Begrenzungswand der Schleppaufnahme angeordnet ist, wird im Falle
einer in die Aus-Stellung führenden Drehung der Betätigungseinheit ein sofortiges,
d.h. unverzögertes Mitschleppen der Übersetzereinheit bewirkt.
[0030] Um auch während der Ausschaltbewegung der Betätigungseinheit ein Vorspannen des an
der Übersetztereinheit angelenkten mindestens einen Federelementes zu ermöglichen,
welches in weiterer Folge ein vollendetes Befördern der Übersetzereinheit und somit
der Schaltwelleneinheit in deren Aus-Stellung unter geringem Kraftaufwand ermöglicht,
ist es in einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung vorgesehen, dass
in Ein-Stellung der Betätigungseinheit zwischen dem Schleppelement der Schaltwelleneinheit
und einer, relativ zu einer in die Aus-Stellung führenden zweiten Bewegungsrichtung
des Schleppelementes betrachtet, hinteren Begrenzungswand der Schleppaufnahme ein
zweiter Freilaufabschnitt angeordnet ist. Der zweite Freilaufabschnitt beträgt vorzugsweise
zwischen 35° und 45°.
[0031] Hierbei ist es in einer besonders bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung vorgesehen,
dass in Ein-Stellung der Betätigungseinheit das Schleppelement der Schaltwelleneinheit
an der, relativ zu einer in die Aus-Stellung führenden zweiten Bewegungsrichtung des
Schleppelementes betrachtet, vorderen Begrenzungswand der Schleppaufnahme angeordnet
ist.
[0032] Das Vorspannen und nach Überwindung des Totpunktes des mindestens einen Federelementes
erfolgende selbsttätige und schnelle Befördern der Übersetzereinheit und somit der
Schaltwelleneinheit in deren Aus-Stellung hat wiederum zur Folge, dass auch während
einer Ausschaltbewegung der Betätigungseinheit die Entstehung eines die Kontaktelemente
des Kontaktträgers schädigenden elektrischen - Lichtbogens verhindert wird.
[0033] Die Erfindung wird nun anhand eines Ausführungsbeispiels näher erläutert. Dabei zeigt:
- Fig.1
- eine Schrägansicht eines Hauptrastwerks samt daran gekoppelter Schaltmodule
- Fig.2
- ein mit einem Zusatzrastwerk versehenes erfindungsgemäßes elektrisches Schaltrastwerk
in Schrägansicht
- Fig.3
- eine Seitenansicht des erfindungsgemäßen elektrischen Schaltrastwerks gemäß Blickrichtung
34 in Fig.2
- Fig.4
- eine Vorderansicht des erfindungsgemäßen elektrischen Schaltrastwerks gemäß Blickrichtung
35 in Fig.2
- Fig.5
- eine Draufsicht auf das erfindungsgemäße elektrische Schaltrastwerks gemäß Fig.3
- Fig.6
- eine Schnittdarstellung durch das erfindungsgemäße elektrische Schaltrastwerk entlang
Linie C-C in Fig.5
- Fig.7
- eine Schnittdarstellung durch das erfindungsgemäße elektrische Schaltrastwerk entlang
Linie D-D in Fig.5 (Vertikalschnitt durch das Hauptrastwerk)
- Fig.8
- eine Schnittdarstellung durch das erfindungsgemäße elektrische Schaltrastwerk entlang
Linie E-E in Fig.5 (Vertikalschnitt durch eines der Schaltmodule)
- Fig.9
- eine partielle Schnittdarstellung von in eine Schleppaufnahme einer Übersetzereinheit
eingreifenden, in Aus-Stellung befindlichen Schleppelementen einer Schaltwelleneinheit
gemäß einem horizontal durch das in Fig.3 ersichtliche Zusatzrastwerk geführten Schnitt
- Fig.10
- eine partielle Schnittdarstellung von in eine Schleppaufnahme einer Übersetzereinheit
eingreifenden, in Aus-Stellung befindlichen Schleppelementen einer Betätigungseinheit
gemäß einem horizontal durch das in Fig.3 ersichtliche Zusatzrastwerk geführten Schnitt
- Fig.11
- eine partielle Schnittdarstellung von in die Schleppaufnahme der Übersetzereinheit
eingreifenden, in Ein-Stellung befindlichen Schleppelementen der Schaltwelleneinheit
gemäß einem horizontal durch das in Fig.3 ersichtliche Zusatzrastwerk geführten Schnitt
- Fig.12
- eine partielle Schnittdarstellung von in eine Schleppaufnahme der Übersetzereinheit
eingreifenden, in Ein-Stellung befindlichen Schleppelementen der Betätigungseinheit
gemäß einem horizontal durch das in Fig.3 ersichtliche Zusatzrastwerk geführten Schnitt
- Fig.13
- einen Drehmomentverlauf des erfindungsgemäßen elektrischen Schaltrastwerks während
einer Einschaltbewegung
- Fig.14
- einen Drehmomentverlauf des erfindungsgemäßen elektrischen Schaltrastwerks während
einer Ausschaltbewegung
[0034] Fig.1 zeigt ein elektrisches Schaltrastwerk 1 mit einem Hauptrastwerk 2, in dessen
im Wesentlichen quaderförmigen Gehäuse 16 eine Antriebswelle 3 drehbar gelagert ist.
Beiderseits des Hauptrastwerks 2 ist eine beliebige Anzahl an Schaltmodulen 6 angeordnet.
Im vorliegenden Ausführungsbeispiel sind links und rechts des Hauptrastwerks 2 jeweils
drei Schaltmodule 6 mit ebenfalls im Wesentlichen quaderförmigen Gehäusen 17 vorgesehen,
welche über Kupplungseinrichtungen 21 jeweils mit den benachbarten Schaltmodulen 6
gekuppelt sind.
[0035] Wie ein in Fig.8 dargestellter Vertikalschnitt durch ein derartiges Schaltmodul 6
zeigt, ist in jedem Gehäuse 17 des Schaltmoduls 6 ein um eine Rotationsachse 28 drehbar
gelagerter und vorzugsweise im Wesentlichen zylindrisch ausgeführter Kontaktträger
5 angeordnet. Im z.B. aus Kunststoff gefertigten Kontaktträger 5 sind zwei aus einem
leitenden Werkstoff gefertigte erste Kontaktabschnitte 24 angeordnet. Die beiden ersten
Kontaktabschnitte 24 sind jeweils in einem Umfangsbereich des Kontaktträgers 5 angeordnet
und mittels eines den Kontaktträger 5 durchsetzenden Verbindungsabschnitt 26 miteinander
elektrisch leitend verbunden.
[0036] Jedes der Schaltmodule 6 ist mit zwei Einführöffnungen 18 versehen, in welche nicht
dargestellte elektrische Leiter einführbar und an innerhalb des Schaltmodul-Gehäuses
17 angeordneten Kontaktklemmen 22 mittels Schraubelementen 23 befestigbar sind. Die
starr im Schaltmodul-Gehäuse 17 befestigten Kontaktklemmen 22 weisen jeweils einen
zum Kontaktträger 5 weisenden zweiten Kontaktabschnitt 25 auf und sind von den ersten
Kontaktabschnitten 24 des Kontaktträgers 5 kontaktierbar.
[0037] In der Darstellung des Modulelementes 6 gemäß Fig.8 werden die zweiten Kontaktabschnitte
25 der Kontaktklemmen 22 aktuell von den ersten Kontaktabschnitten 24 des Kontaktträgers
5 kontaktiert, sodass ein leitender Kontakt zwischen den beiden an den Kontaktklemmen
22 befestigten elektrischen Leitern hergestellt wird (Ein-Stellung des Kontaktträgers
5).
[0038] Wie ebenfalls in Fig.8 ersichtlich, sind die jeweils um ca. 90° gegenüber dem Verbindungsabschnitt
26 umgebogenen ersten Kontaktabschnitte 24 des Kontaktträgers 5 jeweils mittels einer
Justierfeder 27 versehen, welche eine Federkraft in Richtung des korrespondierenden
zweiten Kontaktabschnitts 25 der Kontaktklemmen 22 ausüben. Eine Vorsehung derartiger
Justierfedern 27 bewirkt, dass - in der Ein-Stellung des Kontaktträgers 5 - auch im
Falle eines betriebbedingten Verschleißes bzw. Materialabtrages an den einander zuweisenden
Stirnseiten der Kontaktabschnitte 24, 25 dennoch ein zuverlässiger elektrischer Kontakt
zwischen den ersten und den zweiten Kontaktabschnitten 24, 25 gewährleistet ist.
[0039] Eine Drehung des in Fig.8 dargestellten Kontaktträgers 5 in Richtung des Uhrzeigersinns
würde den elektrischen Kontakt zwischen den ersten Kontaktabschnitten 24 und den zweiten
Kontaktabschnitten 25 lösen und den Kontaktträger 5 aus seiner Ein-Stellung in eine
nicht dargestellte Aus-Stellung befördern, in welcher die in den Kontaktklemmen 22
gehaltenen elektrischen Leiter nicht mehr elektrisch leitend miteinander verbunden
sind.
[0040] Eine Drehung des Kontaktträgers 5 in seine Ein- oder in seine Aus-Stellung wird durch
eine rotatorische Betätigung der im Hauptrastwerk 2 angeordneten Antriebswelle 3 bewirkt.
Die in einer unten näher beschriebenen erfindungsgemäßen Weise erfolgende Betätigung
der Antriebswelle 3 hat zur Folge, dass eine an die Antriebswelle 3 gekoppelte Abtriebseinheit
4 in eine Kupplungseinrichtung 21 des zum Hauptrastwerk 2 benachbarten Schaltmoduls
6 eingreift und eine Rotation des Kontaktträgers 5 bewirkt. Die Kupplungseinrichtung
21 ist im vorliegenden Ausführungsbeispiel einstückig mit dem Kontaktträger 5 ausgebildet
bzw. als ein das Schaltmodul-Gehäuse 17 durchsetzender Fortsatz des Kontaktträgers
5 ausgebildet (siehe Fig.1).
[0041] Die in Fig.7, welche eine Schnittdarstellung entlang der Schnittlinien D-D durch
ein in Fig.5 in Draufsicht dargestelltes elektrisches Schaltrastwerk 1 zeigt, ersichtliche
Abtriebseinheit 4 weist einen im wesentlichen scheibenförmigen Kupplungsabschnitt
29 auf, welcher das Gehäuse 16 des Hauptrastwerks 2 durchsetzt und um eine mit der
Rotationsachse 28 des Kontaktträgers 5 fluchtende Achse - der Einfachkeit halber im
Folgenden ebenfalls Rotationsachse 28 genannt - drehbar gelagert ist.
[0042] Da das Hauptrastwerk 2 bzw. die darin angeordnete Abtriebseinheit 4 im vorliegenden
Ausführungsbeispiel zwei beiderseits des Hauptrastwerks 2 angeordnete Reihen an Schaltmodulen
6 betätigt, weist die Abtriebseinheit 4 zwei einander gegenüberliegende Kupplungsabschnitte
29 auf, welche jeweils das Gehäuse 16 des Hauptrastwerks 2 durchsetzen und eine Kupplung
mit der Kupplungseinrichtung 21 des jeweils benachbarten Schaltmoduls 6 ermöglichen.
[0043] Zur Kupplung des Kupplungsabschnitts 29 der Abtriebseinheit 4 mit der Kupplungseinrichtung
21 des Schaltmoduls 6 weist der Kupplungsabschnitt 29 der Abtriebseinheit 4 an einer
von der Antriebswelle 3 abweisenden bzw. dem benachbarten Schaltmodul 6 zuweisenden
Seite ein (nicht dargestelltes) Vaterprofil auf, welches in ein (in Fig.1 ersichtliches,
allerdings in dieser Darstellung vom Hauptrastwerk 2 abgewandtes) Mutterprofil 21a
der Kupplungseinrichtung 21 des Schaltmoduls 6 eingreift.
[0044] Der Kupplungsabschnitt 29 der Abtriebseinheit 4 weist des weiteren an einer der Antriebswelle
3 zuweisenden Seite eine in Fig.7 nur abschnittsweise ersichtliche Verzahnung 30 auf,
in welche eine an der Antriebswelle 3 vorgesehene Konterverzahnung in der Art eines
Ritzels eingreift. Auf diese Weise wird eine Rotationsbewegung der Antriebswelle 3
um die Hauptachse 14 in eine Rotationsbewegung der Abtriebseinheit 4 bzw. der beiden
Kupplungsabschnitte 29 um die orthogonal zur Hauptachse 14 verlaufende Rotationsachse
28 übersetzt.
[0045] Wie Fig.7 weiters zeigt, ist die Abtriebseinheit 4 des Hauptrastwerks 2 mittels zweier
als Übertotpunktfedern zur Auslösung des Hauptrastwerks 2 ausgeführten Hauptfederelemente
15 gegen eine Bewegung der Abtriebseinheit 4 vorgespannt. Zur Anlenkung der Hauptfederelemente
15 ist die Abtriebseinheit 4 mit zwei im Umfangsbereich der Kupplungsabschnitte 29
angeordneten ersten Halterungselementen 31 versehen, während an einer Innenseite des
Gehäuses 16 des Hauptrastwerks 2 zwei korrespondierende weitere Halterungselemente
32 angeordnet sind. Die Längsachsen der Hauptfederelemente 15 verlaufen hierbei im
Wesentlichen tangential zum Umfang der Kupplungsabschnitte 29 der Abtriebseinheit
4.
[0046] Fig.6 zeigt eine Schnittdarstellung entlang der Schnittlinien C-C durch das in Fig.5
in Draufsicht dargestellte elektrische Schaltrastwerk 1. Hierbei ist ersichtlich,
wie die zueinander benachbarten Schaltmodule 6 bzw. die darin gelagerten Kontaktträger
5 mittels ihrer Kupplungseinrichtungen 21 ebenfalls miteinander gekuppelt sind, sodass
eine Rotation der im Hauptrastwerk 2 gelagerten Abtriebseinheit 4 eine synchrone Rotation
sämtlicher Kontaktträger 5 der Schaltmodule 6 zur Folge hat. Durch eine Betätigung
bzw. Rotation der Antriebswelle 3, welche wiederum eine Betätigung bzw. Rotation der
Abtriebseinheit 4 des Hauptrastwerks 2 zur Folge hat, kann also eine beliebige Anzahl
Schaltmodulen 6 gleichzeitig ein-und ausgeschaltet werden bzw. können die in den Schaltmodulen
6 gehaltenen Kontaktträger 5 gleichzeitig in eine Ein- oder in eine Aus-Stellung befördert
werden.
[0047] Erfindungsgemäß ist zur Betätigung der Antriebswelle 3 des Hauptrastwerks 2 ein in
Fig.2 ersichtliches, auf das Hauptrastwerk 2 gemäß Fig.1 aufsetzbares Zusatzrastwerk
7 vorgesehen.
[0048] Das in den Figuren 3 und 4 in Seitenansichten gemäß der Blickrichtungen 34 und 35
in Fig.2 dargestellte, am Hauptrastwerk 2 montierte Zusatzrastwerk 7 umfasst eine
Betätigungseinheit 8 und eine daran mechanisch gekoppelte Schaltwelleneinheit 9, welche
mit der Antriebswelle 3 des Hauptrastwerks 2 direkt mechanisch gekoppelt ist, wobei
das Zusatzrastwerk 7 erfindungsgemäß eine von der Bewegung der Betätigungseinheit
8 handunabhängige Bewegung der Schaltwelleneinheit 9 ermöglicht. Bei den Bewegungen
der Betätigungseinheit 8 und der Schaltwelleneinheit 9 handelt es sich wiederum um
rotatorische Bewegungen um die Hauptachse 14.
[0049] Die Antriebswelle 3 des Hauptrastwerks 2 und die Schaltwelleneinheit 9 des Zusatzrastwerks
7 können in einer speziellen Ausführungsvariante auch einstückig ausgebildet sein.
[0050] Wie in den Schnittdarstellungen gemäß Fig.6 und Fig.7 ersichtlich, erfolgt die Koppelung
der Betätigungseinheit 8 mit der Schaltwelleneinheit 9 über eine mechanische Übersetzereinheit
10.
[0051] Eine detaillierte Darstellung der Übersetzereinheit 10 ist in den Figuren 9-12 ersichtlich.
Hierbei zeigen die Figuren 9 und 10 jeweils eine horizontal durch das Zusatzrastwerk
7 gemäß Fig.3 geführte Schnittdarstellung, wobei sich die Übersetzereinheit 10 in
einer Aus-Stellung befindet. Diese Aus-Stellung der Übersetzereinheit 10 geht mit
einer bereits beschriebenen Aus-Stellung der in den Schaltmodulen 6 gehaltenen Kontaktträger
5 bzw. mit einer Aus-Stellung der im Hauptrastwerk 2 gehaltenen, mit den Kontaktträgern
5 in Eingriff stehenden Abtriebseinheit 4 einher.
[0052] Hingegen zeigen die Figuren 11 und 12 jeweils eine horizontal durch das Zusatzrastwerk
7 gemäß Fig.3 geführte Schnittdarstellung, wobei sich die Übersetzereinheit 10 in
einer Ein-Stellung befindet. Diese Ein-Stellung der Übersetzereinheit 10 geht mit
einer ebenfalls bereits beschriebenen Ein-Stellung der in den Schaltmodulen 6 gehaltenen
Kontaktträger 5 bzw. mit einer Ein-Stellung der im Hauptrastwerk 2 gehaltenen Abtriebseinheit
4 einher.
[0053] Wie in Fig.9 ersichtlich, weist die innerhalb eines Gehäuses 36 des Zusatzrastwerks
7 angeordnete Übersetzereinheit 10 einen im Wesentlichen zylindrischen Korpus auf,
welcher um die Hauptachse 14 entgegen der Vorspannung von zwei Federelementen 13 drehbar
ist.
[0054] Die Federelemente 13 sind hierbei als Übertotpunktfedern ausgeführt und drängen die
Übersetzereinheit 10 in deren Anfangs- oder Endposition bzw. in deren Ein- oder Aus-Stellung.
Zur Anlenkung der Federelemente 13 ist die Betätigungseinheit 8 mit zwei im Umfangsbereich
der Übersetzereinheit 10 angeordneten ersten Anlenkelementen 37 versehen, während
an einer Innenseite des Gehäuses 36 des Zusatzrastwerks 7 zwei korrespondierende weitere
Anlenkelemente 38 angeordnet sind. Die Längsachsen der Federelemente 13 verlaufen
hierbei im Wesentlichen tangential zum Umfang der Übersetzereinheit 10.
[0055] Innerhalb des Gehäuses 36 des Zusatzrastwerks 7 sind erste und zweite Anschlagelemente
39, 40 vorgesehen, welche von ersten und zweiten Kontaktierabschnitten 41, 42 der
Übersetzereinheit 10 kontaktierbar sind. Gemäß vorliegendem Ausführungsbeispiel sind
zwei erste Anschlagelemente 39 und zwei zweite Anschlagelemente 40 sowie zwei erste
Kontaktierabschnitte 41 und zwei zweite Kontaktierabschnitte 42 vorgesehen, wobei
die ersten und zweiten Anschlagelemente 39, 40 bzw. die beiden Kontaktierabschnitte
41, 42 jeweils um ca. 180° gegenüber der Hauptachse 14 versetzt sind.
[0056] In der in den Figuren 9 und 10 gezeigten Aus-Stellung der Übersetzereinheit 10 werden
die beiden ersten Anschlagelemente 39 von den beiden ersten Kontaktierabschnitten
41 der Übersetzereinheit 10 kontaktiert, während in der in den Figuren 11 und 12 gezeigten
Ein-Stellung der Übersetzereinheit 10 die beiden zweiten Anschlagelemente 40 von den
beiden zweiten Kontaktierabschnitten 42 der Übersetzereinheit 10 kontaktiert werden.
Während also in der Aus-Stellung der Übersetzereinheit 10 die beiden ersten Kontaktierabschnitte
41 der Übersetzereinheit 10 von den Federelementen 13 gegen die korrespondierenden
ersten Anschlagabschnitte 39 des Zusatzrastwerk-Gehäuses 36 gepresst werden und somit
die Übersetzereinheit 10 in der Aus-Stellung festgelegt wird, so werden in der Ein-Stellung
der Übersetzereinheit 10 die beiden zweiten Kontaktierabschnitte 42 der Übersetzereinheit
10 von den Federelementen 13 gegen die korrespondierenden zweiten Anschlagabschnitte
40 des Hauptrastwerk-Gehäuses 36 gepresst werden und die Übersetzereinheit 10 somit
in der Ein-Stellung festgelegt.
[0057] Die Kontaktierabschnitte 41, 42 der Übersetzereinheit 10 sind im vorliegenden Ausführungsbeispiel
an einem im Wesentlichen trigonförmigen, vom Umfang der Übersetzereinheit 10 abstehenden
Flanschelement angeordnet, wobei zwei einander gegenüberliegende, im Wesentlichen
tangential zum Umfang der Übersetzereinheit 10 verlaufende Seitenflächen des trigonförmigen
Flanschelementes als erster bzw. als zweiter Kontaktierabschnitt 41, 42 dienen. Die
zur Halterung des Federelementes 13 bestimmten ersten Anlenkelemente 37 sind jeweils
zentrisch am trigonförmigen Flanschelement, also zwischen den beiden Kontaktierabschnitten
41, 42 angelenkt.
[0058] Wie ebenfalls in den Figuren 9-12 ersichtlich, weist die Übersetzereinheit 10 zwei
einander gegenüberliegende Schleppaufnahmen 11 auf, welche als im Wesentlichen parallel
zur Hauptachse 14 verlaufende Durchgangsöffnungen in der Übersetzereinheit 10 ausgebildet
sind. Hierbei sind die Schleppaufnahmen 11 jeweils als kreisbogenförmige, konzentrisch
zur Hauptachse 14 verlaufende Schlitze ausgebildet, welche sich im vorliegenden Ausführungsbeispiel
jeweils über einen Winkelbereich von 75° erstrecken. Jede Schleppaufnahme 11 weist
einen ersten Endabschnitt 11a und einen zweiten Endabschnitt 11b auf, welche jeweils
in Form von im Wesentlichen radial zur Hauptachse 14 verlaufenden Begrenzungswänden
ausgebildet sind.
[0059] Die bereits erwähnte Betätigungseinheit 8 weist ein in den Schnittdarstellungen gemäß
den Figuren 10 und 12 ersichtliches, innerhalb des Gehäuses 36 des Zusatzrastwerks
7 angeordnetes Rotationselement 43 sowie einen in starrer Weise mit dem Rotationselement
43 verbundenen und aus dem Zusatzrastwerk-Gehäuse 36 in eine vom Hauptrastwerk abgewandte
Richtung hinausragenden Schaftabschnitt 8a auf (siehe auch Fig.6). Der in Fig.2 ersichtliche,
zylindrische Schaftabschnitt 8a der Betätigungseinheit 8 erstreckt sich entlang der
Hauptachse 14 des elektrischen Schaltrastwerks 1 und ist mit einer Profilierung versehen,
welche eine formschlüssige Verbindung mit einer nicht dargestellten Handhabe, z.B.
einem Winkelgriff, ermöglicht.
[0060] Im vorliegenden Ausführungsbeispiel ist das elektrische Schaltrastwerk 1 mit einem
Abdeckelement 33 versehen, welches einer Befestigung des elektrischen Schaltrastwerks
1 an einer nicht dargestellten Tür eines Schaltkastens ermöglicht. Nach einem Verschrauben
des an der Betätigungseinheit 8 angeordneten Abdeckelementes 33 ragt lediglich der
Schaftabschnitt 8a der Betätigungseinheit 8 bzw. die auf den Schaftabschnitt 8a aufgesetzte
Handhabe über eine dem Benutzer zuweisende Vorderseite der Schaltkasten-Tür hinaus.
[0061] Das um die Hauptachse 14 drehbare Rotationselement 43 der Betätigungseinheit 8 ist
im Wesentlichen kreuzförmig ausgebildet und weist zwei einander gegenüberliegende,
sich im Wesentlichen radial zur Hauptachse 14 erstreckende erste Querarme 43a auf,
an deren Endbereichen jeweils ein Schleppelement 12a angeordnet ist, welches in eine
zugeordnete Schleppaufnahme 11 hineinragt. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel sind
die Schleppelemente 12a der Betätigungseinheit 8 jeweils einstückig mit dem Rotationselement
43 bzw. mit dessen ersten Querarmen 43a ausgebildet und stehen unter einem Winkel
von 90° von den Querarmen 43a ab.
[0062] In einem dem Hauptrastwerk 2 zuweisenden Teil des Zusatzrastwerk-Gehäuses 36 ist
die bereits erwähnte, mit der Antriebswelle 3 des Hauptrastwerks 2 direkt gekoppelte
Schaltwelleneinheit 9 drehbar gelagert. Das Zusatzrastwerk-Gehäuse 36 ist hierbei
mit einer in Fig.6 und Fig.7 ersichtlichen Öffnung 53 versehen, durch welche die Schaltwelleneinheit
9 und/oder die vorzugsweise starr mit der Schaltwelleneinheit 9 gekoppelte Antriebswelle
3 hindurchragen.
[0063] Auch die Schaltwelleneinheit 9 ist mit zwei Schleppelementen 12b versehen, welche
in die Schleppaufnahmen 11 hineinragen, allerdings von einer den Schleppelementen
12a der Betätigungseinheit 8 gegenüberliegenden bzw. gemäß Fig.3 unteren Seite (dargestellt
in den Schnittdarstellungen gemäß Fig.9 und 11). Die Schleppelemente 12a der Betätigungseinheit
8 und die Schleppelemente 12a der Schaltwelleneinheit 9 ragen also jeweils in eine
gemeinsame Schleppaufnahme 11 hinein und weisen einander zu, ohne jedoch die Bewegungsbahn
der des jeweils gegenüberliegenden Schleppelementes 12a, 12b zu überschneiden.
[0064] Es sei angemerkt, dass es sich bei den Schnittdarstellungen gemäß den Figuren 9-12
um partielle Schnittdarstellungen handelt. Die im Gehäuse 36 des Zusatzrastwerks 7
angeordnete Übersetzereinheit 10, die Federelemente 13 sowie die Anschlagelemente
und Kontaktierabschnitte 39-42 sind hierbei jeweils in einer Draufsicht, also ungeschnitten
dargestellt, während lediglich das in die Übersetzereinheit 10 eingreifende Rotationselement
43 der Betätigungseinheit 8 und die Schaltwelleneinheit 9 bzw. die Schleppelemente
12a, 12b dieser Bauteile geschnitten, also schraffiert dargestellt sind. Zum besseren
Verständnis dieser partiellen Schnittführungen sind in Fig.3 zwei Schnittlinien A-A
und B-B eingezeichnet. Der horizontale Schnitt durch das Zusatzrastwerk 7 gemäß der
Schnittlinie A-A ergibt hierbei eine Schnittdarstellung des Rotationselementes 43
der Betätigungseinheit 8 sowie deren zugeordneter Schleppelemente 12a, so wie in den
Figuren 10 und 12 ersichtlich. Der horizontale Schnitt durch das Zusatzrastwerk 7
gemäß der Schnittlinie B-B verläuft etwas unterhalb der Schnittlinie A-A und ergibt
eine Schnittdarstellung der Schleppelemente 12b der Schaltwelleneinheit 9, so wie
in den Figuren 9 und 11 ersichtlich.
[0065] Korrespondierend zur Kreisbogenform der Schleppaufnahmen 11 bilden die Schleppelemente
12a, 12b der Betätigungseinheit 8 bzw. der Schaltwelleneinheit 9 einen Sektor eines
Zylindermantels und ragen in einer sich im Wesentlichen parallel zur Hauptachse 14
erstreckenden Richtung in die Schleppaufnahmen 11 der Übersetzereinheit 10 hinein.
Eine radial zur Hauptachse 14 gemessene Breite der Schleppaufnahmen 11 ist hierbei
größer als eine ebenfalls radial zur Hauptachse 14 gemessene Breite der Schleppelemente
12a, 12b.
[0066] Hinsichtlich der geometrischen Ausgestaltung der Schleppaufnahme 11 kann gesagt werden,
dass die Schleppaufnahme 11 von ihrer Form her zumindest einem Abschnitt der Bewegungsbahn
der Schleppelemente 12a, 12b entspricht und die Länge der Schleppaufnahme 11, in Bewegungsrichtung
der Schleppelemente 12a, 12b gesehen, und die Dimension der Schleppelemente 12a, 12b
so aufeinander abgestimmt sind, dass bei Bewegung der Betätigungseinheit 8 sowohl
eine unabhängige Bewegung derselben in Bezug auf die Übersetzereinheit 10 bzw. der
Übersetzereinheit 10 in Bezug auf die Schaltwelleneinheit 9 möglich ist als auch eine
direkt gekoppelte Bewegung, bei welcher die Betätigungseinheit 8 die Übersetzereinheit
10 bzw. die Übersetzereinheit 10 die Schaltwelleneinheit 9 aufgrund der Bewegung der
Betätigungseinheit 8 schleppt, so dass insgesamt eine handunabhängige Bewegung der
Schaltwelleneinheit 9 von der Betätigungseinheit möglich ist.
[0067] Die beiden bereits erwähnten, mit den ersten bzw. zweiten Endabschnitten 11a, 11b
korrespondierenden Begrenzungswände der Schleppaufnahme 11 seien im Folgenden - abhängig
von der aktuell erfolgenden Bewegungsrichtung des Schleppelementes 12b - wahlweise
als vordere oder als hintere Begrenzungswände bezeichnet. In diesem Zusammenhang sei
als vordere Begrenzungswand stets jene Begrenzungswand bzw. jener Endabschnitt 11a,
11b verstanden, auf welchen sich ein innerhalb der Schleppaufnahme 11 befindliches
Schleppelement 12a, 12b aktuell zubewegt, während als hintere Begrenzungswand jene
Begrenzungswand bzw. jener Endabschnitt 11a, 11b verstanden sei, von welchem sich
ein innerhalb der Schleppaufnahme 11 befindliches Schleppelement 12a, 12b aktuell
wegbewegt.
[0068] Es sei angemerkt, dass jene Endabschnitte 11a, 11b bzw. Begrenzungswände der Schleppaufnahmen
11, welche von den Schleppelementen 12a der Betätigungseinheit 8 in der unten noch
näher beschriebenen Weise kontaktiert werden, nicht notwendigerweise, so wie in den
Figuren 9-12 abgebildet und sich aufgrund der Ausführung der Schleppaufnahmen 11 als
einfache Durchgangsbohrungen ergebend, in kongruenter Anordnung zu jenen Endabschnitten
11a, 11b bzw. Begrenzungswänden der Schleppaufnahmen 11, welche von den Schleppelementen
12b der Schaltwelleneinheit 9 kontaktiert werden, angeordnet sein müssen. Hingegen
wäre es bei alternativer Ausführung der Schleppaufnahmen 11 auch möglich, dass den
Schleppelementen 12a der Betätigungseinheit 8 und den Schleppelementen 12b der Schaltwelleneinheit
9 jeweils eigene Begrenzungswände zugeordnet sind.
[0069] Das Rotationselement 43 der Betätigungseinheit 8 weist des weiteren zwei um ca. 90°
zu den ersten Querarmen 43a versetzte zweite Querarme 43b auf. Die zweiten Querarme
43b erstrecken sich ebenfalls im Wesentlichen radial zur Hauptachse 14 und weisen
im vorliegenden Ausführungsbeispiel jeweils die Form eines Evolventenzahns auf.
[0070] Jeder der zweiten Querarme 43b weist hierbei zwei beiderseits eines Scheitelpunktes
46 angeordnete evolventenförmige Gleitflächen 47, 48 auf, welche während einer Drehung
der Betätigungseinheit 8 von einem runden Endabschnitt 44a eines Kontaktierarms 44
kontaktiert werden. Der Kontaktierarm 44 ist innerhalb des Gehäuses 36 des Zusatzrastwerks
7 an einem Lagerungselement 49 angelenkt und wird mittels einer am Endabschnitt 44a
des Kontaktierarms 44 angelenkten Spannfeder 45 entgegen einen der ersten Querarme
43a des Rotationselementes 43 gedrückt, um eine Vorspannung des Rotationselementes
43 entgegen einer Betätigungsbewegung in Richtung der Ein- bzw. der Aus-Stellung der
Betätigungseinheit 8 zu ermöglichen.
[0071] In einer in Fig.10 gezeigten Anfangsposition bzw. Aus-Stellung der Betätigungseinheit
8 bzw. des Rotationselementes 4 sind deren Schleppelemente 12a jeweils im Bereich
des zweiten Endabschnitts 11b der Schleppaufnahme 11, also an der - relativ zur ersten
Bewegungsrichtung 50 des Schleppelementes 12b betrachtet - hinteren Begrenzungswand
der Schleppaufnahme 11 angeordnet. In dieser Aus-Stellung der Betätigungseinheit 8
lässt die Schleppaufnahme 11 eine Bewegung der Schleppelemente 12a der Betätigungseinheit
8 in lediglich eine Richtung, nämlich in Richtung der in die Ein-Stellung der Betätigungseinheit
8 führenden ersten Bewegungsrichtung 50, zu.
[0072] Wie in Fig.10 weiters ersichtlich, ist eine entlang der ersten Bewegungsrichtung
50 gemessene Längserstreckung des Schleppelementes 12a der Betätigungseinheit 8 geringer
als eine ebenfalls entlang der ersten Bewegungsrichtung 50 gemessene Längserstreckung
der Schleppaufnahme 11, sodass also die Schleppaufnahme 11 einen in der Bewegungsbahn
des Schleppelementes 12a der Betätigungseinheit 8 liegenden Freilaufabschnitt 11c
aufweist. Dieser Freilaufabschnitt 11c, welcher sich bevorzugterweise über einen Winkelbereich
von 35° bis 45° erstrecken kann, ermöglicht eine in Bezug auf die Übersetzereinheit
10 unabhängige Bewegung der in der Aus-Stellung befindlichen Betätigungseinheit 8.
[0073] Wird die Betätigungseinheit 8 bzw. das Rotationselement 43 aus der in Fig.10 gezeigten
Anfangsposition bzw. Aus-Stellung mittels einer in einer ersten Bewegungsrichtung
50 erfolgenden Betätigungsbewegung in Drehung versetzt, so erfolgt zunächst eine Leerdrehung
des Rotationselementes 43, während welcher die Übersetzereinheit 10 noch nicht in
Drehung versetzt bzw. noch nicht von den Schleppelementen 12a des Rotationselementes
43 mitgeschleppt wird. Erst nach dieser Leerdrehung, welche sich im Ausführungsbeispiel
gemäß Fig.10 über einen dem Freilaufabschnitt 11c entsprechenden Winkelbereich von
30° erstreckt, wird die - relativ zur in die Ein-Stellung führenden ersten Bewegungsrichtung
50 des Schleppelementes 12b betrachtet - hintere Begrenzungswand (entspricht dem ersten
Endabschnitt 11a) der Schleppaufnahme 11 vom Schleppelement 12a des Rotationselementes
43 kontaktiert und die Übersetzereinheit 10 in weiterer Folge über einen Winkelbereich
von 45° entlang der ersten Bewegungsrichtung 50 vom Schleppelement 12a mitgeschleppt,
bis die Übersetzereinheit 10 von den an den zweiten Kontaktierabschnitten 42 angelenkten
Federelementen 13 selbsttätig weiterbefördert wird und die Kontaktierabschnitte 42
schließlich an den zweiten Anschlagelementen 40 des Zusatzrastwerk-Gehäuses 36 einen
Anschlag finden, sodass sich die Übersetzereinheit 10 nun in ihrer Endposition bzw.
Ein-Stellung gemäß Fig.12 befindet. Die Betätigungseinheit 8 bzw. das Rotationselement
43 wurden somit um insgesamt 75° um die Hauptachse 14 - der ersten Bewegungsrichtung
50 folgend - verdreht, um mithilfe der Federelemente 13 ein selbsttätiges, von der
Bewegung der Betätigungseinheit 8 unabhängiges Befördern der Übersetzereinheit 10
aus ihrer Anfangsposition bzw. Aus-Stellung in ihre Endposition bzw. Ein-Stellung
zu bewirken (die Übersetzereinheit 10 hat hierbei eine Drehung um 90° vollzogen).
[0074] Während dieser Bewegung der Übersetzereinheit 10 werden die an der Übersetzereinheit
10 angelenkten Federelemente 13 zunächst sukzessive gestaucht und können nach einem
Passieren der ersten Anlenkelemente 37 an einer Längsachse 52 des Zusatzrastwerk-Gehäuses
36 (siehe Fig.10), also nach Überwindung eines Totpunktes, wieder in eine dem zweiten
Anschlagelementen 40 des Zusatzrastwerk-Gehäuses 36 zuweisende Richtung expandieren,
was zur Folge hat, dass die Federelemente 13 rasch in eine in Fig.12 gezeigte Position
umspringen und das Rastwerk somit auslösen. Während also zu Beginn der in erster Bewegungsrichtung
50 erfolgenden Betätigungsbewegung ein von den Federelementen 13 der Betätigungsbewegung
entgegengesetzter Widerstand überwunden werden muss, so wird die Übersetzereinheit
10 nach vollzogener Drehung der Betätigungseinheit 8 um einen Winkel von 75° in erster
Bewegungsrichtung 50 (was einem Passieren der ersten Anlenkelemente 37 an der Gehäuse-Längsachse
52 entspricht) federkraftunterstützt und daher selbsttätig in ihre Endposition bzw.
Ein-Stellung befördert. Auch die Betätigungseinheit 8 bzw. das Rotationselement 43
werden nach Einsetzen des "Umschnappens" noch um einen Winkel von 15° - der ersten
Bewegungsrichtung 50 folgend - verdreht, allerdings ohne dass dafür ein manueller
Kraftaufwand notwendig wäre. Das gemäß Fig.12 in seiner Ein-Stellung befindliche Rotationselement
43 bzw. das Betätigungseinheit 8 samt der nicht dargestellten Handhabe haben also
gegenüber ihrer in Fig.19 gezeigten Aus-Stellung eine Drehung um insgesamt 90° erfahren.
[0075] In der Ein-Stellung der Betätigungseinheit 8 kommen die Schleppelemente 12a der Betätigungseinheit
8 jeweils am zweiten Endabschnitt 11b der Schleppaufnahme 11 bzw. an der, relativ
zu einer in die Aus-Stellung führenden zweiten Bewegungsrichtung 51 des Schleppelementes
12b betrachtet, vorderen Begrenzungswand der Schleppaufnahme 11 zum Liegen.
[0076] Die erwähnten, mittels Spannfedern 45 gespannten Kontaktierarme 44 dienen dazu, um
der Betätigungseinheit 8 bereits während deren Leerdrehung, also noch vor einer Kontaktierung
des ersten Endabschnitts 11a der Schleppaufnahme 11 durch das Schleppelement 12a des
Rotationselementes 43, einen definierten Widerstand entgegenzusetzen und somit ein
"Flattern" der Betätigungseinheit 8 während deren Betätigung zu verhindern.
[0077] Hierbei gleitet der Endabschnitt 44a des Kontaktierarms 44 bei einsetzender Betätigungsbewegung
in erster Bewegungsrichtung 50 zunächst an der gemäß Fig.10 im Uhrzeigersinn bewegten
zweiten Gleitfläche 48 des zweiten Querarms 43b des Rotationselementes 43 entlang
(was dem Rotationselement 43 einen Widerstand entgegen der ersten Bewegungsrichtung
50 entgegensetzt), während der Endabschnitt 44a des Kontaktierarms 44 nach einem Passieren
des Scheitelpunktes 46 des zweiten Querarms 43b des Rotationselementes 43 an der ersten
Gleitfläche 47 des zweiten Querarms 43b des Rotationselementes 43 entlanggleitet (was
eine Unterstützung der Betätigungsbewegung entlang der ersten Bewegungsrichtung 50
bzw. eine Drehmomentbeaufschlagung des Rotationselementes 43 bewirkt). Sowohl in der
Anfangsposition bzw. Aus-Stellung als auch in der Endposition bzw. Ein-Stellung der
Übersetzereinheit 10 befindet sich der konvexe Endabschnitt 44a des Kontaktierarms
44 in einer zwischen dem erstem Querarm 43a und dem zweiten Querarm 43b vorgesehenen
Mulde des Rotationselementes 43.
[0078] Es sei angemerkt, dass in den Figuren 10 und 12 lediglich einer der beiden Kontaktierarme
44 mit einer Spannfeder 45 bestückt ist. In einer bevorzugten Ausführungsform der
Übersetzereinheit 10 sind jedoch beide Kontaktierarme 44 mit einer Spannfeder 45 bestückt,
sodass der in den Figuren 10 und 12 dargestellte rechte Kontaktierarm 44 in einer
spiegelverkehrt zum links davon dargestellten Kontaktierarm 44 angeordneten Position
vorzustellen ist.
[0079] Da, wie bereits erwähnt, auch die Schleppelemente 12b der Schaltwelleneinheit 9 in
die Schleppaufnahmen 11 hineinragen, geht mit dem voranstehend beschriebenen Betätigungszyklus
der Betätigungseinheit 8 bzw. der Übersetzereinheit 10 auch eine Bewegung der Schaltwelleneinheit
9 und somit eine Betätigung der mit der Schaltwelleneinheit 9 gekoppelten, im Hauptrastwerk
2 gelagerten Antriebswelle 3 einher.
[0080] Allerdings werden die Schleppelemente 12b der Schaltwelleneinheit 9 ohne Verzögerung
von der mittels der Schleppelemente 12a der Betätigungseinheit 8 in Drehung versetzten
Schleppaufnahme 11 der Übersetzereinheit 10 mitgeschleppt. Ein unverzögertes Mitschleppen
der Schleppelemente 12b der Schaltwelleneinheit 9 wird dadurch bewerkstelligt, indem
diese in Aus-Stellung der Betätigungseinheit 8 am zweiten Endabschnitt 11b der Schleppaufnahme
11 bzw. an der - relativ zur ersten Bewegungsrichtung 50 des Schleppelementes 12b
betrachtet - hinteren Begrenzungswand der Schleppaufnahme 11 angeordnet sind.
[0081] Wie anhand von Fig.9 nachzuvollziehen, werden die Schleppelemente 12b der Schaltwelleneinheit
9 also zufolge einer Kontaktierung durch die zweiten Endabschnitte 12b bzw. die hinteren
Begrenzungswände der Schleppaufnahmen 11 entlang der ersten Bewegungsrichtung 50 weiterbefördert,
bis eine Ein-Stellung gemäß Fig.11 erreicht ist. Gleich den Schleppelementen 12a der
Betätigungseinheit 8 sind in der Ein-Stellung auch die Schleppelemente 12b der Schaltwelleneinheit
9 im Bereich des zweiten Endabschnitts 11b der Schleppaufnahme 11 bzw. an den - nun
relativ zur die Betätigungseinheit 8 wieder in die Ein-Stellung führenden zweiten
Bewegungsrichtung 51 des Schleppelementes 12b betrachtet - vorderen Begrenzungswänden
der Schleppaufnahme 11 angeordnet.
[0082] Zufolge einer Betätigung der Schaltwelleneinheit 9 werden auch die im Hauptrastwerk
2 gelagerte Antriebswelle 3 und über diese in weiterer Folge die um die Rotationsachse
28 drehbare Abtriebseinheit 4 und somit die in den Schaltmodulen 6 gelagerten Kontaktträger
5 betätigt bzw. jeweils von einer Aus- in eine Ein-Stellung befördert (wie bereits
einleitend detailliert beschrieben).
[0083] Ein Befördern der Betätigungseinheit 8 bzw. der Schaltwelleneinheit 9 aus den in
den Figuren 11 und 12 gezeigten Ein-Stellungen zurück in die in den Figuren 9 und
10 gezeigten Aus-Stellungen, was in weiterer Folge auch ein Befördern der Abtriebseinheit
4 und somit der in den Schaltmodulen 6 gelagerten Kontaktträger 5 in deren Aus-Stellung
bewirkt, wird wie folgt durchgeführt:
Da sich in der Ein-Stellung sowohl die Schleppelemente 12a der Betätigungseinheit
8 als auch die Schleppelemente 12b der Schaltwelleneinheit 9 im Bereich des zweiten
Endabschnitts 11b der Schleppaufnahme 11 befinden (oder anders ausgedrückt, sich die
Schleppelemente 12a und 12b an den - relativ zur die Betätigungseinheit 8 wieder in
ihre Ein-Stellung führenden zweiten Bewegungsrichtung 51 betrachtet - vorderen Begrenzungswänden
der Schleppaufnahme 11 befinden), hat eine der zweiten Bewegungsrichtung 51 folgende
Drehung der Betätigungseinheit 8 zur Folge, dass die Übersetzereinheit 10 direkt,
d.h. ohne Verzögerung von den Schleppelementen 12a der Betätigungseinheit 8 mitgeschleppt
wird. Dieser Drehung der Übersetzereinheit 10 bzw. der Betätigungseinheit 8 wirken
wiederum die bereits beschriebenen Federelemente 13 entgegen.
[0084] Da sich aufgrund der Anordnung der Schleppelemente 12b der Schaltwelleneinheit 9
an den vorderen Begrenzungswänden bzw. im Bereich der zweiten Endabschnitte 11b der
Schleppaufnahme 11 und aufgrund der bereits oben beschriebenen Dimensionierung der
Schleppelemente 12b der Schaltwelleneinheit 9 (deren entlang der zweiten Bewegungsrichtung
51 gemessene Längserstreckung ist geringer als die Längserstreckung der Schleppaufnahme
11) ein in Fig.11 eingezeichneter zweiter Freilaufabschnitt 11d ergibt, werden die
Schleppelemente 12b der Schaltwelleneinheit 9 erst nach Verdrehung der Betätigungseinheit
8 um einen dem zweiten Freilaufabschnitt 11d entsprechenden Winkel von 40° von der
Übersetzereinheit 10 mitgeschleppt. Ein Kontaktieren der Schleppelemente 12b der Schaltwelleneinheit
9 durch die ersten Endabschnitte 11a bzw. durch die - relativ zur zweiten Bewegungsrichtung
51 betrachteten - hinteren Begrenzungswände der Schleppaufnahme 11 erfolgt also erst,
nachdem sich der zweite Freilaufabschnitt 11d zufolge einer der zweiten Bewegungsrichtung
51 folgenden Drehung der Übersetzereinheit 10 auf Null reduziert hat.
[0085] Wurden die Schleppelemente 12b der Schaltwelleneinheit 9 nach Überwindung des Freilaufabschnitts
11d von der Übersetzereinheit 10 kontaktiert, so erfolgt über einen weiteren Winkelbereich
von vorzugsweise 5° eine synchrone, der zweiten Bewegungsrichtung 51 folgende Bewegung
der Betätigungseinheit 8 und der Schaltwelleneinheit 9, bis schließlich (die Betätigungseinheit
8 ist zu diesem Zeitpunkt um 45° aus der Ein-Stellung in Richtung der Aus-Stellung
gedreht worden), wiederum ein "Umschnappen" der Federelemente 13 bzw. selbsttätiges
Befördern der Betätigungseinheit 8 und der Schaltwelleneinheit 9 in deren Aus-Stellungen
gemäß der Figuren 9 und 10 einsetzt.
[0086] Wiederum werden die an der Übersetzereinheit 10 angelenkten Federelemente 13 während
dieser Bewegung der Übersetzereinheit 10 in zweiter Bewegungsrichtung 51 zunächst
sukzessive gestaucht und können nach einem Passieren der ersten Anlenkelemente 37
an der Längsachse 52 des Zusatzrastwerk-Gehäuses 36, also nach Überwindung eines Totpunktes,
wieder in eine den ersten Anschlagelementen 39 des Zusatzrastwerk-Gehäuses 36 zuweisende
Richtung expandieren, bis die ersten Kontaktierabschnitte 41 der Übersetzereinheit
10 an den ersten Anschlagelementen 39 des Zusatzrastwerk-Gehäuses 36 zum Anschlag
kommen.
[0087] Zum besseren Verständnis des Funktionsmechanismus des erfindungsgemäßen elektrischen
Schaltrastwerks 1 sind in den Figuren 13 und 14 Drehmomentverläufe während einer Betätigung
der Betätigungseinheit 8 dargestellt. Die Betätigungseinheit 8, und somit auch die
nicht dargestellte, am Schaftabschnitt 8a der Betätigungseinheit 8 angeordnete Handhabe,
werden während einer Beförderung von der Aus-Stellung in die Ein-Stellung und umgekehrt
jeweils um einen Schaltwinkel von 90° verdreht. Die in den Figuren 13 und 14 mit "A"
bezeichnete Kurve beschreibt hierbei jeweils den widerstandsbedingten Drehmomentverlauf
zufolge der im Zusatzrastwerk 7 angeordneten Bauteile, während die mit "B" bezeichnete
Kurve jeweils den widerstandsbedingten Drehmomentverlauf zufolge der im Hauptrastwerk
2 angeordneten bzw. mit diesem assoziierten Bauteile beschreibt. Die Kurve "A+B" veranschaulicht
eine Überlagerung bzw. Addition der beiden Kurven "A" und "B" bzw. der durch diese
Kurven veranschaulichten (Widerstands-)Drehmomentverläufe.
[0088] Bei einem in Fig.13 dargestellten, von links nach rechts zu lesenden Schaltvorgang,
in welchem die Betätigungseinheit 8 von ihrer Aus-Stellung in ihre Ein-Stellung befördert
wird, ist ersichtlich, wie zunächst (zufolge der Vorsehung des bereits beschriebenen
Freilaufabschnitts 11c) über einen Winkelbereich von 30° eine Leerdrehung der Betätigungseinheit
8 erfolgt, während welcher lediglich ein von den im Zusatzrastwerk 7 angeordneten
Kontaktierarmen 44 bzw. von dessen Spannfedern 45 verursachter Widerstand überwunden
werden muss. Erst ab einem Schaltweg von 30° (die ersten Endabschnitte 11a der Schleppaufnahme
11 werden zu diesem Zeitpunkt von den Schleppelementen 12a der Betätigungseinheit
8 kontaktiert), erfolgt auch ein Vorspannen der im Zusatzrastwerk 7 angeordneten Federelemente
13 bzw. es muss auch ein von den Federelementen 13 der Drehung der Betätigungseinheit
8 entgegengesetzter Widerstand überwunden werden. Dieser von den Federelementen 13
verursachte Widerstand bzw. das zur Überwindung dieses Widerstandes aufzubringende
Drehmoment Md steigt bis zu einem Schaltwinkel von 75° linear an (siehe Drehmomentverlauf
gemäß Kurve "A").
[0089] Ab einem Schaltwinkel von 30° werden aber auch die im Hauptrastwerk 2 angeordneten,
an der Abtriebseinheit 4 angelenkten Hauptfederelemente 15 vorgespannt, da die Schleppelemente
12b der Schaltwelleneinheit 9 nun von der Übersetzereinheit 10 mitgeschleppt werden.
Auch dieser von den Hauptfederelementen 15 verursachte Widerstand bzw. das zur Überwindung
dieses Widerstandes aufzubringende Drehmoment Md steigt bis zu einem Schaltwinkel
von 75° linear an (siehe Drehmomentverlauf gemäß Kurve "B"), sodass also die Federelemente
13 und die Hauptfederelemente 15 synchron vorgespannt werden und sich die jeweils
zum Aufbau dieser Vorspannungen aufgebrachten Drehmomente Md addieren (siehe Drehmomentverlauf
gemäß Kurve "A+B").
[0090] Bei einem Schaltwinkel von 75° schnappen schließlich sowohl die im Zusatzrastwerk
7 angeordneten Federelemente 13 als auch die im Hauptrastwerk 2 angeordneten Hauptfederelemente
15 um, sodass die Betätigungseinheit 8 und die Schaltwelleneinheit 9 zufolge der zuvor
aufgebauten und nun sich nun wieder gemäß der Kurven "A", "B" bzw. "A+B" verflachenden
Vorspannung selbsttätig in ihre Ein-Stellung befördert werden. In der Ein-Stellung
hat die Betätigungseinheit 8 bzw. die Handhabe eine der ersten Bewegungsrichtung 50
folgende Drehung um 90° vollzogen.
[0091] Bei einem in Fig.14 dargestellten, von rechts nach links zu lesenden Schaltvorgang,
in welchem die Betätigungseinheit 8 von ihrer Ein-Stellung wieder in ihre Aus-Stellung
befördert wird, ist ersichtlich, wie bereits unmittelbar bei einsetzender Drehung
der Betätigungseinheit 8 in zweiter Bewegungsrichtung 51 eine linear ansteigende Vorspannung
der im Zusatzrastwerk 7 angeordneten Federelemente 13 erfolgt, da die Übersetzereinheit
10 von den Schleppelementen 12a der Betätigungseinheit 8 sofort mitgeschleppt wird
(siehe den gemäß Fig.14 rechten Teil der Kurve "A").
[0092] Bedingt durch die Vorsehung des bereits beschriebenen zweiten Freilaufabschnitts
11d der Schleppaufnahme 11, werden die Schleppelemente 12b der Schaltwelleneinheit
9 erst nach Drehung der Betätigungseinheit 8 um einen Winkel von 40° in zweiter Bewegungsrichtung
51 (was einem auf die Aus-Stellung bezogenen Schaltwinkel von 50° entspricht) von
der Übersetzereinheit 10 mitgeschleppt, sodass auch die im Hauptrastwerk 2 angeordneten
Hauptfederelemente 15 vorgespannt werden (siehe die linear ansteigende Kurve "B" in
Fig.14).
[0093] Ab vollzogener Drehung der Betätigungseinheit 8 um 40° in zweiter Bewegungsrichtung
51 bzw. ab dem auf die Aus-Stellung bezogenen Schaltwinkel von 50° addieren sich die
durch die im Zusatzrastwerk 7 angeordneten Federelemente 13 und die im Hauptrastwerk
2 angeordneten Hauptfederelemente 15 bedingten Drehmomentverläufe (siehe strichpunktierte
Kurve "A+B").
[0094] Nun erfolgt über einen Winkelbereich von 5°, also bis zu einem auf die Aus-Stellung
bezogenen Schaltwinkel von 45°, eine synchrone, der zweiten Bewegungsrichtung 51 folgende
Bewegung der Betätigungseinheit 8 und der Schaltwelleneinheit 9. Zu jenem Zeitpunkt,
an welchem die Betätigungseinheit 8 um einen Winkelbereich von 45° in zweiter Bewegungsrichtung
51 gedreht wurde (was auch einem auf die Aus-Stellung bezogenen Absolut-Schaltwinkel
von 45° entspricht) schnappen wiederum die im Zusatzrastwerk 7 angeordneten Federelemente
13 um, sodass die Betätigungseinheit 8 zufolge der zuvor aufgebauten und nun sich
nun wieder gemäß der Kurve "A" verflachenden Vorspannung selbsttätig in ihre Aus-Stellung
befördert wird.
[0095] Wie anhand von Fig.14 gut erkennbar, erfolgt jedoch auch nach Erreichen eines auf
die Aus-Stellung bezogenen Absolut-Schaltwinkels der Betätigungseinheit 8 von 45°
ein weiterer Vorspannungsaufbau der im Hauptrastwerk 2 angeordneten Hauptfederelemente
15. Dieser weitere Vorspannungsaufbau der Hauptfederelemente 15 wirkt jedoch den sich
aktuell entspannenden bzw. umschnappenden Federelementen 13 des Zusatzrastwerks 7
entgegen. Anders ausgedrückt, bewirken nun die umschnappenden Federelemente 13 des
Zusatzrastwerks 7 ein Vorspannen der Hauptfederelemente 15 des Hauptrastwerks 2.
[0096] Der bei einem auf die Aus-Stellung bezogenen Absolut-Schaltwinkel von 50° einsetzende,
über einen Winkelbereich von 45° in zweiter Bewegungsrichtung 51 erfolgende Vorspannungsaufbau
der Hauptfederelemente 15 findet erst bei einem auf die Aus-Stellung bezogenen Absolut-Schaltwinkel
von 5° ein Ende, da die im Hauptrastwerk 2 gelagerte Antriebswelle 3 erst zu diesem
Zeitpunkt von der Schaltwelleneinheit 9 in eine Stellung gebracht wird, in welcher
die Hauptfederelemente 15 umschnappen und somit auslösen. Da die Schaltwelleneinheit
9 ihrerseits von der mittels der Federelemente 13 beaufschlagten Übersetzereinheit
10 in Drehung versetzt wird, ist es also die in den komprimierten Federelementen 13
zum Zeitpunkt des Erreichens eines auf die Aus-Stellung bezogenen Absolut-Schaltwinkels
von 45° gespeicherte Federkraft, welche in weiterer Folge ein selbsttätiges Vorspannen
und ein Umschnappen der Hauptfederelemente 15 bewirkt.
[0097] Im Falle eines Kurzschlusses der elektrischen Kontakte des Kontaktträgers 5 bzw.
eines betriebsbedingten Verschweißens der in Fig.8 dargestellten ersten Kontaktabschnitte
24 des Kontaktträgers 5 mit den korrespondierenden zweiten Kontaktabschnitten 25 der
Kontaktklemmen 22 des Schaltmoduls 6 erfolgt also ein Blockieren der Betätigungseinheit
8 bereits nach einer Drehung der Betätigungseinheit 8 um ca. 50° in zweiter Betätigungsrichtung
51, sodass also ein noch offener Schaltwinkel von ca. 40° gegenüber der Aus-Stellung
verbleibt.
[0098] Dass die Betätigungseinheit 8 im Kurzschlussfalle der elektrischen Kontakte nicht
bereits nach einer Drehung um 40° (also zu jenem Zeitpunkt, ab welchem die Schaltwelleneinheit
9 von der Übersetzereinheit 10 mitgeschleppt wird) blockiert wird, ist darin begründet,
dass die im Kontaktträger 5 gelagerten (in der Ein-Stellung komprimierten) Justierfedern
27 sich bei einsetzender Drehung des Kontaktträgers 5 entspannen und daher die im
Kontaktträger 5 angeordneten ersten Kontaktabschnitte 24 von den Justierfedern 27
in Richtung der den Kontaktklemmen 22 zugeordneten zweiten Kontaktabschnitte 25 gedrückt
und mit diesen weiterhin in Kontakt gehalten werden (siehe Fig.8). Der Kontakt zwischen
den im Kontaktträger 5 angeordneten ersten Kontaktabschnitten 24 und den ortsfest
im Gehäuse 17 des Schaltmoduls 6 angeordneten zweiten Kontaktabschnitten 25 wird allerdings
nur solange aufrechterhalten, bis sich die Justierfedern 27 vollkommen entspannt haben,
was nach einer Drehung des Kontaktträgers um ca. 5-10° aus seiner in Fig.8 gezeigten
Ein-Stellung in Richtung seiner Aus-Stellung der Fall ist.
[0099] Während bei konventionellen elektrischen handunabhängigen Schaltrastwerken im Falle
eines kurzschlussbedingten Verschweißens der Kontakte eine in sicherheitstechnischer
Hinsicht kritische, fast völlige Drehung der Betätigungseinheit 8 bzw. deren Handhabe
in die Aus-Stellung möglich war, so wird eine Drehung der Betätigungseinheit 8 in
Richtung der Aus-Stellung bei einem erfindungsgemäßen elektrischen Schaltrastwerk
1 also bereits viel früher gestoppt und ein in einem der Schaltmodule 6 aufgetretener
Kurzschluss wird eindeutig offenbar bzw. ein Öffnen von stromführenden Bauteilen kann
verhindert werden.
Bezugszeichenliste
[0100]
- 1
- Elektrisches Schaltrastwerk
- 2
- Hauptrastwerk
- 3
- Antriebswelle
- 4
- Abtriebseinheit
- 5
- Kontaktträger
- 6
- Schaltmodul
- 7
- Zusatzrastwerk
- 8
- Betätigungseinheit
- 8a
- Schaftabschnitt
- 9
- Schaltwelleneinheit
- 10
- Übersetzereinheit
- 11
- Schleppaufnahme
- 11a
- erster Endabschnitt der Schleppaufnahme 11
- 11b
- zweiter Endabschnitt der Schleppaufnahme 11
- 11c
- erster Freilaufabschnitt der Schleppaufnahme 11
- 11d
- zweiter Freilaufabschnitt der Schleppaufnahme 11
- 12a
- Schleppelemente der Betätigungseinheit 8
- 12b
- Schleppelemente der Schaltwelleneinheit 9
- 13
- Federelement
- 14
- Achse
- 15
- Hauptfederelement an Abtriebseinheit 4
- 16
- Gehäuse des Hauptrastwerks 2
- 17
- Gehäuse des Schaltmoduls 6
- 18
- Einführöffnungen
- 19
- Befestigungsöffnungen
- 20
- Trägerelement
- 21
- Kupplungseinrichtung
- 22
- Kontaktklemmen
- 23
- Schraubelemente
- 24
- erste Kontaktabschnitte (an Kontaktträger 5)
- 25
- zweite Kontaktabschnitte (an Kontaktklemmen 22)
- 26
- Verbindungsabschnitt
- 27
- Justierfedern
- 28
- Rotationsachse (des Kontaktträgers 5)
- 29
- Kupplungsabschnitt der Abtriebseinheit 4
- 30
- Verzahnung
- 31
- erste Halterungselemente
- 32
- weitere Halterungselemente
- 33
- Abdeckelement
- 34
- erste Blickrichtung
- 35
- zweite Blickrichtung
- 36
- Gehäuse des Zusatzrastwerks 7
- 37
- erste Anlenkelemente (an Abtriebseinheit 4)
- 38
- zweite Anlenkelemente (an Zusatzrastwerk-Gehäuse 36)
- 39
- erste Anschlagelemente
- 40
- zweite Anschlagelemente
- 41
- erster Kontaktierabschnitt
- 42
- zweiter Kontaktierabschnitt
- 43
- Rotationselement (der Betätigungseinheit 8)
- 43a
- erste Querarme
- 43b
- zweite Querarme
- 44
- Kontaktierarm
- 45
- Spannfedern
- 46
- Scheitelpunkt
- 47
- erste Gleitfläche
- 48
- zweite Gleitfläche
- 49
- Lagerungselement
- 50
- erste Bewegungsrichtung (von Aus- in Ein-Stellung)
- 51
- zweite Bewegungsrichtung (von Ein- in Aus-Stellung)
- 52
- Längsachse des Zusatzrastwerk-Gehäuses 36
- 53
- Öffnung im Zusatzrastwerk-Gehäuse 36
- A
- Drehmomentverlauf - Zusatzrastwerk
- B
- Drehmomentverlauf - Hauptrastwerk
1. Elektrisches Schaltrastwerk (1) mit einem eine Antriebswelle (3) und eine daran gekoppelte
Abtriebseinheit (4) umfassenden Hauptrastwerk (2), wobei die Abtriebseinheit (4) mit
beweglichen Kontaktträgern (5) mechanisch gekoppelt ist, um bei Betätigen der Antriebswelle
(3) das Schließen bzw. Öffnen eines elektrischen Kontaktes aufgrund der Bewegung der
Kontaktträger (5) zu bewirken, dadurch gekennzeichnet, dass ein Zusatzrastwerk (7) mit einer Betätigungseinheit (8) und einer daran mechanisch
gekoppelten Schaltwelleneinheit (9) vorgesehen ist, die mit der Antriebswelle (3)
des Hauptrastwerks (2) über eine mechanische Übersetzereinheit (10) gekoppelt ist,
welche zumindest eine Schleppaufnahme (11) aufweist, die mit Schleppelementen (12a,12b)
der Betätigungseinheit (8) und der Schaltwelleneinheit (9) zusammenarbeitet, um die
Bewegung der Betätigungseinheit (8) auf die Schaltwelleneinheit (9) zu übertragen,
wobei die mechanische Übersetzereinheit (10) mittels mindestens einem als Übertotpunktfeder
ausgeführten Federelement (13) gegen eine Bewegung derselben vorgespannt ist, um die
Übersetzereinheit (10) in deren Anfangs- oder Endposition zu drängen und eine von
der Bewegung der Betätigungseinheit (8) handunabhängige Bewegung der Schaltwelleneinheit
(9) zu ermöglichen.
2. Elektrisches Schaltrastwerk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Koppelung des Zusatzrastwerks (7) mit dem Hauptrastwerk (2) beim Schließen des
elektrischen Kontaktes eine Addition der Schaltmomente der beiden Schaltrastwerke
bewirkt.
3. Elektrisches Schaltrastwerk (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Schleppaufnahme (11) von ihrer Form her zumindest einem Abschnitt der Bewegungsbahn
der Schleppelemente (12a, 12b) entspricht und die Länge der Schleppaufnahme (11) in
Bewegungsrichtung der Schleppelemente (12a, 12b) gesehen und die Dimension der Schleppelemente
(12a, 12b) so aufeinander abgestimmt sind, dass bei Bewegung der Betätigungseinheit
(8) sowohl eine unabhängige Bewegung derselben in Bezug auf die Übersetzereinheit
(10) bzw. der Übersetzereinheit (10) in Bezug auf die Schaltwelleneinheit (9) möglich
ist als auch eine direkt gekoppelte Bewegung, bei welcher die Betätigungseinheit (8)
die Übersetzereinheit (10) bzw. die Übersetzereinheit (10) die Schaltwelleneinheit
(9) aufgrund der Bewegung der Betätigungseinheit (8) schleppt.
4. Elektrisches Schaltrastwerk (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Schleppaufnahmen (11) kreisbogenförmig ausgebildet sind und die Schleppelemente
(12a, 12b) einen Sektor eines Zylindermantels bilden und in die Schleppaufnahmen (11)
hineinragen.
5. Elektrisches Schaltrastwerk (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Übersetzereinheit (10) zwischen der Betätigungseinheit (8) und der Schaltwelleneinheit
(9) angeordnet ist.
6. Elektrisches Schaltrastwerk (1) nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Übersetzereinheit (10), die Betätigungseinheit (8) und die Schaltwelleneinheit
(9) um eine gemeinsame Achse (14) rotierbar angeordnet sind.
7. Elektrisches Schaltrastwerk (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Schleppaufnahme (11) als Durchgangsöffnung in der Übersetzereinheit
(10) ausgebildet ist und das mindestens eine Schleppelement (12a, 12b) der Betätigungseinheit
(8) sowie der Schaltwelleneinheit (9) jeweils von einander gegenüberliegenden Seiten
der Übersetzereinheit (9) in die Schleppaufnahme (11) ragt.
8. Elektrisches Schaltrastwerk (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Abtriebseinheit (4) des Hauptrastwerks (2) mittels mindestens einem Hauptfederelement
(15) gegen eine Bewegung derselben vorgespannt ist.
9. Elektrisches Schaltrastwerk (1) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Hauptfederelement (15) als Übertotpunktfeder ausgeführt ist und
die Abtriebseinheit (4) in deren Anfangs- oder Endposition drängt.
10. Elektrisches Schaltrastwerk (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebswelle (3) mit der Abtriebseinheit (4) direkt gekoppelt ist.
11. Elektrisches Schaltrastwerk (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass in Aus-Stellung der Betätigungseinheit (8) die Schleppaufnahme (11) eine Bewegung
des mindestens einen Schleppelementes (12a) der Betätigungseinheit (8) in lediglich
eine Richtung ermöglicht.
12. Elektrisches Schaltrastwerk (1) nach Anspruch 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass in Aus-Stellung der Betätigungseinheit (8) die Schleppaufnahme (11) eine in der Bewegungsbahn
des Schleppelementes (12a) der Betätigungseinheit (8) liegenden ersten Freilaufabschnitt
(11a) aufweist, der eine in Bezug auf die Übersetzereinheit (10) unabhängige erste
Bewegung der Betätigungseinheit (8) ermöglicht.
13. Elektrisches Schaltrastwerk (1) nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Freilaufabschnitt (11a) zwischen 35° und 45° beträgt.
14. Elektrisches Schaltrastwerk (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass in Aus-Stellung der Betätigungseinheit (8) das Schleppelement (12b) der Schaltwelleneinheit
(9) an einer, relativ zu einer in die Ein-Stellung führenden ersten Bewegungsrichtung
(50) des Schleppelementes (12b) betrachtet, hinteren Begrenzungswand der Schleppaufnahme
(11) angeordnet ist.
15. Elektrisches Schaltrastwerk (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass in Ein-Stellung der Betätigungseinheit (8) das Schleppelement (12a) der Betätigungseinheit
(8) an einer, relativ zu einer in die Aus-Stellung führenden zweiten Bewegungsrichtung
(51) des Schleppelementes (12a) betrachtet, vorderen Begrenzungswand der Schleppaufnahme
(11) angeordnet ist.
16. Elektrisches Schaltrastwerk (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass in Ein-Stellung der Betätigungseinheit (8) das Schleppelement (12b) der Schaltwelleneinheit
(9) an der, relativ zu einer in die Aus-Stellung führenden zweiten Bewegungsrichtung
(51) des Schleppelementes (12b) betrachtet, vorderen Begrenzungswand der Schleppaufnahme
(11) angeordnet ist.
17. Elektrisches Schaltrastwerk (1) nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass in Ein-Stellung der Betätigungseinheit (8) zwischen dem Schleppelement (12b) der
Schaltwelleneinheit (9) und einer, relativ zu einer in die Aus-Stellung führenden
zweiten Bewegungsrichtung (51) des Schleppelementes (12b) betrachtet, hinteren Begrenzungswand
der Schleppaufnahme (11) ein zweiter Freilaufabschnitt (11d) vorgesehen ist, wobei
der zweite Freilaufabschnitt (11d) vorzugsweise zwischen 35° und 45° beträgt.