(19)
(11) EP 2 101 016 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
27.05.2015  Patentblatt  2015/22

(21) Anmeldenummer: 09450022.0

(22) Anmeldetag:  29.01.2009
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
E04G 11/06(2006.01)
E06C 7/18(2006.01)
E04G 19/00(2006.01)

(54)

Verfahren zum Abnehmen der Außenschalung von Rundbehälterschalungen

Method for removing the external formwork of round container formworks

Procédé d'enlèvement du coffrage extérieur de coffrages de récipients circulaires


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO SE SI SK TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
AL BA RS

(30) Priorität: 13.03.2008 AT 4052008

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
16.09.2009  Patentblatt  2009/38

(60) Teilanmeldung:
14001614.8 / 2765257

(73) Patentinhaber: WOLF Holding GmbH
4644 Scharnstein (AT)

(72) Erfinder:
  • Haller, Franz, Ing.
    4644 Scharnstein (AT)

(74) Vertreter: Beer & Partner Patentanwälte KG 
Lindengasse 8
1070 Wien
1070 Wien (AT)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A1- 0 974 728
EP-A2- 1 653 025
FR-A1- 2 565 286
JP-A- H11 117 649
EP-A1- 1 870 536
AT-B- 322 191
GB-A- 2 210 131
US-B1- 6 607 053
   
  • Hünnebeck GmbH: "Ronda Rundschalung, Aufbau- und Verwendungsanleitung", www.rauh.ch , 1. März 2007 (2007-03-01), Seiten 1-24, XP002716878, Gefunden im Internet: URL:http://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q= &esrc=s&frm=1&source=web&cd=1&cad=rja&ved= 0CCoQFjAA&url=http%3A%2F%2Fwww.rauh.ch%2Fp rodukte%2Fwandsysteme%2Fronda.html%3Fno_ca che%3D1%26cid%3D626%26did%3D794%26sechash% 3Df49901fc&ei=ZUSTUpn2NubhywOavYKYCA&usg=A FQjCNHqGmz_68QPPjoO5xKtZHOLy7V0qA
   
Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


Beschreibung


[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren gemäß dem unabhängigen Anspruch 1.

[0002] Schalungen für das Herstellen von Rundbehältern sind in verschiedenen Ausführungsformen bekannt. Beispielhaft kann auf die aus der AT 322 191 B oder die AT 341 186 B bekannten Rundbehälterschalungen verwiesen werden.

[0003] Die bekannten Rundbehälterschalungen besitzen, gegebenenfalls gekrümmte, tafelförmige Schalungselemente (Schaltafeln), die zum Bilden der Innenschalung bzw. der Außenschalung miteinander zu Ringen verbunden werden.

[0004] Das Verbinden der Schaltafeln, die mit ihren lotrechten Rändern aneinander anliegen, erfolgt gewöhnlich mit Hilfe von Keilen, die in Öffnungen eingeschlagen werden, die in einander überlappenden Laschen, die von benachbarten Rändern der Schaltafeln abstehen, vorgesehen sind (vgl. AT 322 191 A).

[0005] Für das Verbinden von Rundschalungen bildenden Schaltafeln sind verschiedene Vorrichtungen bekannt geworden.

[0006] Beispielsweise offenbart die GB 2 210 131 A eine Einrichtung zum Verbinden von Platten mit Rahmen, bei der zwei Arme vorgesehen sind, die mit ihren Enden mit den Rahmen der miteinander zu verbindenden Platten gekuppelt werden können. Den anderen Enden der Arme ist ein Spreizmittel zugeordnet. Zwischen den Enden der Arme sind an diesen Zapfen vorgesehen, die als Schwenkzapfen dienen. Durch Betätigen des Spreizmittels werden die Arme so verschwenkt, dass sich ihre mit den Platten gekuppelten Enden einander annähern und gleichzeitig einen Querbalken gegen den Rahmen der Platten drücken. Zusätzliche Verbindungsmittel, durch welche die Platten miteinander verbunden werden, sind in der GB 2 210 131 A nicht geoffenbart.

[0007] Demnach offenbart die GB 2 210 131 A alle Merkmale des einleitenden Teils des Anspruch 1.

[0008] Der GB 2 210 131 A ist kein Hinweis darauf zu entnehmen, die dort beschriebene Vorrichtung zum Vorspannen aneinander grenzender Platten einzusetzen, wenn zusätzliche, die Platten verbindende Mittel gelöst werden sollen.

[0009] Weitere Vorrichtungen zum Verbinden von Schaltafeln sind aus EP 1 870 536 A, Prospekt RONDA Rundschalung, EP 1 653 025 A und AT 322 191 bekannt.

[0010] Nach dem Herstellen des Rundbehälters durch Einfüllen von Beton, müssen die Schalungen (Innenschalung und Außenschalung) entfernt werden. Dies ist für die Außenschalung eine nicht ungefährliche Aufgabe, da die in der Außenschalung vorhandene Ringspannung beim Herausschlagen der Keile oft zu einem schlagartigen Öffnen der Außenschalung führt, was eine nicht unbeträchtliche Gefahr für die Person, welche die Außenschalung abnehmen soll, darstellt.

[0011] Beim Abnehmen der Außenschalung wird für gewöhnlich so vorgegangen, dass die die Außenschalung bildenden Ringe aus Schaltafeln von unten nach oben fortschreitend abgenommen werden, wobei die Ringe aus Schaltafeln, die weiter oben liegen, entlang des Behälters abgesenkt werden (dies wird für gewöhnlich mit Hebezeugen ausgeführt).

[0012] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Verfügung zu stellen, mit dem das Öffnen der Außenschalung ohne Gefahr für eine Bedienungsperson möglich ist.

[0013] Gelöst wird diese Aufgabe erfindungsgemäß mit einem Verfahren, das die Merkmale von Anspruch 1 aufweist.

[0014] Eine bevorzugte und vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung ist Gegenstand des Unteranspruches.

[0015] Da bei der Erfindung aneinandergrenzende und miteinander verbundene Schaltafeln, bei welchen mit dem Öffnen der Außenschalung begonnen wird, aufeinander zu vorgespannt werden, bevor die Verbindung zwischen den Schaltafeln gelöst wird, können die Verbindungsmittel, wie Keile, Spannschrauben oder Ähnliches, ohne Gefahr, dass sich die Spannung im Ring aus Außen-Schaltafeln schlagartig entlädt, gelöst werden. Dann wird die Spannung in der ringförmigen Außenschalung (allmählich) durch Öffnen (Lockern) der Vorrichtung zum Vorspannen aufgehoben, der Ring aus Schaltafeln kann entlang des Rundbehälters nach unten gleiten und schließlich abgenommen werden, indem die Schaltafeln voneinander gelöst und entfernt werden.

[0016] Vorzugsweise ist bei der Erfindung vorgesehen, dass zum Vorspannen der zwei aneinandergrenzenden Schaltafeln, deren Verbindung als erstes geöffnet werden soll, eine nach Art einer Schere (Zwinge oder Gabel) ausgebildete Vorspann-Vorrichtung verwendet wird. Die Schere (Zwinge oder Gabel) wird mit den freien Enden ihrer Schenkel an den Schaltafeln festgelegt, worauf die freien Enden der Schenkel aufeinander zu bewegt werden, um die Schaltafeln aufeinander zu vorzuspannen.

[0017] Zum Betätigen der Schenkel der Schere ist beispielsweise ein von Hand aus oder von einem Motor angetriebener Schraubenspindel-Spindelmutter-Antrieb vorgesehen. Andere Antriebe für die Schere, z.B. ein Druckluft- oder Hydraulikantrieb mittels Druckluft- oder Hydraulikzylinder, sind ebenfalls in Betracht gezogen.

[0018] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass die freien Enden der Schere über Steckbolzen mit den Schaltafeln über an ihnen befestigte Laschen mit Öffnungen für Steckbolzen befestigt werden.

[0019] Eine weitere Vereinfachung der Benützung ergibt sich, wenn die Vorrichtung mit der Schere mit einem Angriffspunkt für ein Hebezeug ausgestattet ist, sodass sie mit einem Kran oder Ähnlichem in die jeweils benötigte Höhe gehoben und an den voneinander zu lösenden Schaltafeln angebracht werden kann.

[0020] Eine weitere Vereinfachung und eine Erhöhung der Sicherheit ergibt sich, wenn das Betätigen der Schere durch eine Fernsteuerung (Draht, Infrarot, Funk oder dgl.) erfolgt.

[0021] Weitere Vorteile und Einzelheiten ergeben sich aus der nachstehenden Beschreibung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels einer für das Ausführen des erfindungsgemäßen Verfahrens verwendbaren Vorrichtung. Es zeigt:

Fig. 1 (kein Teil der beanspruchten Erfindung) eine nur teilweise dargestellte Außenschalung für das Herstellen eines Rundbehälters mit Leiterkorb und Leiterkorb-Überstand in Gebrauchslage,

Fig. 2 eine Ausschalvorrichtung in Schrägansicht,

Fig. 3 die Ausschalvorrichtung von Fig. 2 in Draufsicht,

Fig. 4 ein Paar Schaltafeln,

Fig. 5 (kein Teil der beanspruchten Erfindung) einen Leiterkorb,

Fig. 6 (kein Teil der beanspruchten Erfindung) einen Leiterkorb-Überstand

Fig. 7 (kein Teil der beanspruchten Erfindung) ein Aufsatzgeländer mit Abstützung für den Leiterkorb-Überstand von Fig. 6,

Fig. 8 die Vorrichtung aus Fig. 2 und 3 in Gebrauchslage und

Fig. 9 (kein Teil der beanspruchten Erfindung) eine Einzelheit von Fig. 8.



[0022] Die in den Fig. 2 und 3 gezeigte Ausschalvorrichtung 1 (Vorspann-Vorrichtung) besitzt eine Schere 3 ("Zwinge" oder "Gabel") und einen Grundkörper 5 mit einem Antrieb für die Schere 3.

[0023] Die in Fig. 2 und 3 gezeigte Ausführungsform der Schere 3 ist mit zwei Schenkeln 7, die aus je zwei kongruenten Teilen 9, 11 bestehen, ausgestattet. An den freien Enden der Schenkel 7 sind zur Aufnahme von (Steck-)Bolzen 13, in den Teilen 9, 11 der Schenkel 7 miteinander fluchtende Löcher 15 vorgesehen. Die den freien Enden gegenüberliegenden Enden der Schenkel 7 der Schere 3 sind über eine Achse 17 miteinander gelenkig verbunden. Der in Fig. 2 rechts liegende Schenkel 7 der Schere 3 ist am Grundkörper 5 der Vorrichtung 3 abgestützt befestigt, wogegen der andere Schenkel 7 verschwenkbar ist, um den Abstand der freien Enden der Schenkel 7 der Schere 3, in denen Löcher 15 für die Steckbolzen 13 vorgesehen sind, voneinander ändern zu können. Hierzu ist der schwenkbare Schenkel 7 der Schere 3 mit einem Stellantrieb 19 verbunden, der von einem Elektromotor 21 betätigt wird. Beispielsweise ist der Stellantrieb 19 eine Schraubspindel, deren Spindel-Mutter durch den Motor 21 über ein Getriebe in Drehung versetzt wird, um die Schere 3 zu öffnen oder zu schließen. Die Schraubspindel ist am außen liegenden Schenkel 7 der Schere 3 über eine Achse 23 gelenkig abgestützt. An Stelle des Schraubenspindel-Spindelmutter-Antriebes kann zum Betätigen der Schere auch ein Antrieb mit wenigstens einem Pneumatik- oder Hydraulikzylinder vorgesehen sein.

[0024] An der Vorrichtung 1 sind an einem in Fig. 8 gezeigten Gehäuse 25 abnehmbare Bedienungstasten für das Öffnen bzw. Schließen der Schere 3 vorgesehen.

[0025] Im Übrigen ist die Ausschalvorrichtung 1 so ausgelegt und ausgestattet, dass das Öffnen und Schließen der Schere 3, also das Vorspannen des Ringes aus Schaltafeln 31 einer Außenschalung, der geöffnet und abgenommen werden soll, mit Abstand von der Ausschalvorrichtung 1 mit Hilfe einer Fernbedienung, die eine Fernbedienung über Funk oder mit einer Kabelverbindung (drahtlos oder über Draht) sein kann, erfolgen kann. Beispielsweise kann die Fernbedienung in einem Aufbewahrungsbehälter für die Ausschalvorrichtung 1 untergebracht sein.

[0026] Die freien Enden der Schenkel 7 der Schere 3 werden an Schaltafeln 31 einer Außenschalung einer Rundbehälterschalung festgelegt. Hierzu sind an den Schaltafeln 31, wie in Fig. 4 gezeigt, Anschlüsse 33 für die freien Enden der Schenkel 7 der Schere 3 der Ausschalvorrichtung 1 vorgesehen. Diese Anschlüsse 33 sind im gezeigten Ausführungsbeispiel je zwei Paare im Wesentlichen dreieckförmiger Laschen 35, die mit den Schaltafeln 31 fix verbunden sind und die Aufnahmeöffnungen beispielsweise Aufnahmeöffnungen mit einer Hülse 39, für die Kupplungsbolzen (Steckbolzen) 13 der Ausschalvorrichtung 1 aufweisen.

[0027] Zusätzlich sind an den Schaltafeln 31 im Bereich der einander benachbarten Ränder 41 Ösen 43 befestigt, mit welchen ein zu entfernender Ring aus Schaltafeln 31 der Außenschalung einer Rundbehälterschalung mit einem Hebezeug 45 gekuppelt werden kann (vergleiche Fig. 8).

[0028] Um die Schaltafeln 31 beim Betonieren eines Rundbehälters zusammen mit weiteren Schaltafeln 31 miteinander zu einem Ring zu verbinden, sind im Bereich der lotrechten Ränder 41, der Schaltafeln 31, Kupplungen 51 vorgesehen. Diese Kupplungen 51 können an sich bekannte Laschen 53, 55 mit Keilen 57 (vgl. AT 322 191 B) sein. Im gezeigten Ausführungsbeispiel sind die Kupplungen 51 an einer Schaltafel 31 verschwenkbar gelagerte Schraubbolzen 61, die in entsprechende Ausnehmungen 63 am Rand 41 der anderen Schaltafeln 31 eingreifen und deren Muttern 65 mit Hilfe eines Werkzeuges angezogen werden können.

[0029] Um das in Stellung bringen der Ausschalvorrichtung 1 sicherer zu gestalten, sind Leiterkörbe 71 vorgesehen, wie sie in Fig. 1 bzw. 5, 6 und 7 gezeigt sind. Die Leiterkörbe 71 werden an den Schaltafeln 31 in dort vorgesehene Aufnahmen 73, 75 mit nach unten weisenden Zapfen 77 eingehängt. Um den Aufstieg auf eine Silodecke bzw. zum Überstiegsgerüst oder als Abstieg von der Silodecke bzw. vom Überstiegsgerüst sicher zu gestalten, ist ein Leiterkorb-Überstand 81 gemäß Fig. 6 mit Aufsatzgeländern 84 gemäß Fig. 7 ausgestattet, die wie in Fig. 1 gezeigt in Stellung gebracht werden können. Der Leiterkorb-Überstand 81 wird mit an seinem unteren Ende vorgesehenen Zapfen 83 und Aufnahmeöffnungen 85 des (obersten) Leiterkorbes 71 eingesteckt und festgelegt.

[0030] Mit der anhand der Fig. 1 bis 9 beschriebenen Vorrichtung 1 kann beim Ausschalen wie folgt gearbeitet werden:

[0031] Der Aufbau einer Außenschalung erfolgt in bekannter Weise, insbesondere wie dies beispielsweise in einer Aufbau- und Verwendungsanleitung der Rundschalung beschrieben ist. Allerdings ist bei jedem Ring aus Außen-Schaltafeln ein Paar Schaltafeln 31 gemäß Fig. 4 einzubauen. Diese werden mit den anderen Schaltafeln der Außenschalung mit den üblichen Keilverschlüssen 53, 55, 57 verbunden. Die Schaltafeln 31 werden beim Einbau miteinander durch Schraubverschlüsse 51 mit Schraubenbolzen 61 und Muttern 63 verbunden. Die Muttern 63 sind soweit festzuziehen, dass die Schaltafeln 31 satt aneinander liegen und dem Radius der Rundschalung folgend zueinander stehen. Weiters ist darauf zu achten, dass alle Schraubverschlüsse 51 gleichmäßig festgezogen werden.

[0032] Der Leiterkorb 71 wird auseinander geklappt, in die linke Schaltafel 31 an den dafür vorgesehenen Befestigungspunkten 73 eingehängt und mit Steckbolzen gegen unbeabsichtigtes Herausheben gesichert.

[0033] Für den Aufstieg auf die Behälterdecke, bzw. für die Montage eines Überstiegsgerüstes kann auf dem obersten Leiterkorb 71 ein Leiterkorb-Überstand 81 montiert werden. Dieser wird auf den Leiterkorb 71 aufgesetzt und auch mit Steckbolzen gesichert. Die beiden Aufsatzgeländer 83 werden seitlich am Leiterkorb-Überstand 81 befestigt und mit den Abstützungen so eingestellt, dass der Freiraum des Außengeländers abgedeckt wird.

Das Ausschalen erfolgt so:



[0034] Eine Transportbox der Ausschalvorrichtung 1 beinhaltet auch den Steuerschrank für die Stromversorgung und die Fernbedienung der Ausschalvorrichtung 1. Die Transportbox wird an einem Standort aufgestellt, wo eine Stromversorgung (380V 16A) hergestellt werden kann, die Ausschalstelle mit den Verbindungskabeln (2 x 25m) erreicht werden kann und wohin sich die Bedienperson während des Ausschal- und Absenkvorgangs aus den Gefahrenbereich begeben kann.

[0035] Die Ausschalvorrichtung 1 wird am dafür vorgesehenen Anschlagpunkt 2 angehängt und mit einem Lasthebemittel aus der Transportbox (nicht gezeigt) gehoben. Danach wird die Stromversorgung und des Steuerschranks (3x400V+N+PE/16A) hergestellt. Die Vorrichtung ist mit einem Phasenfolgerelais ausgestattet, d.h. auf die Drehrichtung muss nicht geachtet werden. Als nächstes wird die Verbindung zwischen Steuerschrank und Ausschalvorrichtung 1 mittels der Versorgungs- und Leitungskabel (nicht gezeigt) hergestellt. Dabei ist zu beachten, dass die Länge der Leitungskabel so gewählt wird, dass die Ausschalstelle in jedem Fall erreicht werden kann, ohne das Kabel zu straffen.

[0036] Wenn die Verbindungen hergestellt sind, wird die Ausschalvorrichtung 1 mittels eines Lasthebemittels zu den zu öffnenden Schaltafeln 31 bewegt. Vom Leiterkorb 81 aus wird die Ausschalvorrichtung 1 nun an die Schaltafeln 31 herangeführt und mit den auf der Ausschalvorrichtung 1 befindlichen Steckbolzen 13 an beiden Schaltafeln 31 befestigt, indem diese durch die Löcher 15 an den Enden der Schenkel 7 der Schere 3 einerseits und durch die Löcher in den Laschen 35 an den Schaltafeln 31 anderseits gesteckt werden. Dabei kann die Ausschalvorrichtung 1 mit den Bedientastern, die am Gehäuse 25 der Ausschalvorrichtung 1 angeordnet sind, auf den richtigen Abstand eingestellt werden. Die Bedientasten am Gehäuse 25, für das Öffnen bzw. Schließen der Schere 3, sind nicht fix angebracht. Die Bedienung erfolgt ausschließlich über eine Fernbedienung (mit Kabel oder kabellos), die der Monteur beim Anbringen der Ausschalvorrichtung am Schalungsring mit sich führt. Die Steckbolzen 13 werden gegen unbeabsichtigtes Herausziehen gesichert.

[0037] Wenn die Ausschalvorrichtung 1 mit den Schaltafeln 31 verbunden ist, werden die Schenkel 7 der Schere 3 der Ausschalvorrichtung 1 durch Betätigen der Bedientaster mit Hilfe des Stellantriebes 19 der Ausschalvorrichtung 1 soweit zusammengefahren, bis sie zum Stillstand kommt (d.h. genügend Vorspannung ist aufgebaut). Nun kann die Ausschalvorrichtung 1 vom Lasthebemittel gelöst werden.

[0038] Nun wird ein Zweistrang-Kettengehänge 45 (Fig. 8) an beiden Schaltafeln 31 (aufgeschweißte Anschlagösen 43) eingehängt und gestrafft. Jetzt können die Kupplungen 51 zwischen den Schaltafeln 31 gelöst und weggeschwenkt werden.

[0039] Wenn alle (vier) Schrauben 61 der Kupplungen 51 gelöst und weggeschwenkt sind, verlassen alle Personen den Leiterkorb 71 bzw. den abzusenkenden Schalungsring. Vor dem Öffnen der Ausschalvorrichtung 1 (Spreizen der Schere 3) ist sicherzustellen, dass sich keine Personen im Gefahrenbereich befinden. Das Öffnen der Ausschalvorrichtung 1 durch Spreizen der Schere 3 erfolgt mit Hilfe der Fernbedienung, z.B. vom Steuerschrank an der Transportbox aus.

[0040] Nun kann mit dem Absenken des Ringes aus Außen-Schaltafeln begonnen werden. Wie weit die Ausschalvorrichtung 1 geöffnet werden muss, bevor der Ring abgesenkt werden kann, ist von vielen Faktoren abhängig und muss vom Monteur selbst eingeschätzt werden. Grundsätzlich ist ein Nachjustieren der Ausschalvorrichtung 1 während des Absenkvorgangs möglich. Nach Beendigung des Ausschalvorgangs kann die Ausschalvorrichtung 1 erneut verwendet oder wieder in der Transportbox verstaut werden.


Ansprüche

1. Verfahren zum Abnehmen einer Außenschalung von Rundbehältern, die Schaltafeln (31) aufweisen, die mit ihren lotrechten Rändern (41) aneinandergrenzen und durch Verbindungsmittel (51), wie Keile oder Spannschrauben, miteinander zu wenigstens einem Ring verbunden sind, indem die Verbindung zwischen zwei aneinandergrenzenden Schaltafeln (31) gelöst wird, dadurch gekennzeichnet, dass vor dem Lösen der Verbindung von zwei aneinandergrenzenden Schaltafeln (31), deren Verbindung als erstes geöffnet werden soll, die Schaltafeln (31) mit einer Vorrichtung aufeinander zu vorgespannt werden, dass die Verbindungsmittel (51) gelöst werden, dass die Spannung in der ringförmigen Außenschalung aufgehoben wird, sodass der Ring aus Schaltafeln (31) entlang des Rundbehälters nach unten gleiten kann und dass der Ring aus Schaltafeln (31) schließlich abgenommen wird, indem die Schaltafeln (31) voneinander gelöst und entfernt werden.
 
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung zum Vorspannen der zwei aneinandergrenzenden Schaltafeln (31), deren Verbindung als erstes geöffnet werden soll, eine nach Art einer Schere ausgebildete Vorspannvorrichtung (3) ist, die mit den freien Enden ihrer Schenkel (7) an den Schaltafeln (31) festgelegt wird und dass daraufhin die freien Enden der Schenkel (7) aufeinander zu bewegt werden, um die Schaltafeln (31) aufeinander zu vorzuspannen.
 


Claims

1. A method for taking off an outer formwork from round containers that have formwork panels (31), which bound each other with their vertical edges (41) and are connected to each other to form at least one ring by connecting means (51), such as wedges or clamping screws, by removing the connection between two mutually adjacent formwork panels (31), characterised in that before removing the connection of two mutually adjacent formwork panels (31), the connection of which is to be opened first, the formwork panels (31) are prestressed towards each other with a device, the connecting means (51) are detached, the tension in the ringshaped outer formwork is lifted so that the ring of formwork panels (31) can slide downwards along the round container, and the ring of formwork panels (31) is finally taken off by detaching the formwork panels (31) from each other and removing them.
 
2. Method according to Claim 1, characterised in that the device for prestressing the two mutually adjacent formwork panels' (31), the connection of which is to be opened first, is a prestressing device (3) in the manner of a pair of shears, which is fixed on the formwork panels (31) with the free ends of its limbs (7), and thereupon the free ends of the limbs (7) are moved towards each other in order to prestress the formwork panels (31) towards each other.
 


Revendications

1. Procédé pour le retrait d'un coffrage extérieur de réservoirs circulaires comportant des panneaux de coffrage (31), dont les bords verticaux (41) sont adjacents et lesquels sont reliés entre eux par des moyens d'assemblage (51) tels que des clavettes ou des vis de serrage, de manière à former au moins un anneau, caractérisé en ce qu'avant la déconnexion de l'assemblage de deux panneaux de coffrage (31) adjacents, l'assemblage de ceux-ci doit d'abord être ouvert, les panneaux de coffrage (31) sont précontraints les uns vers les autres, en ce que les moyens d'assemblage (51) sont déconnectés, en ce que la tension dans le coffrage extérieur annulaire est relâchée, de manière à ce que l'anneau composé de panneaux de coffrage (31) puisse glisser vers le bas le long du réservoir circulaire, et en ce que l'anneau composé de panneaux de coffrage (31) est finalement retiré en détachant les panneaux de coffrage (31) les uns des autres et en les retirant.
 
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que le dispositif destiné à précontraindre les deux panneaux de coffrage (31) adjacents dont l'assemblage doit être ouvert en premier est un dispositif de précontrainte (3) conçu à la manière d'un ciseau, lequel est fixé avec les extrémités libres de ses branches (7) sur les panneaux de coffrage (31), et en ce que les extrémités libres des branches (7) sont ensuite déplacées l'une vers l'autre, pour précontraindre les panneaux de coffrage (31) l'un vers l'autre.
 




Zeichnung
































Angeführte Verweise

IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente