[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Standortermittlung eines Kraftfahrzeuges
in einer Parkanlage.
[0002] In Großanlagen mit einem sehr großen Aufkommen an Kraftfahrzeugen, wie beispielsweise
in Flughäfen oder Sportstadien, werden heutzutage Parkanlagen bereit gestellt mit
zum Teil deutlich mehr als 5.000 Stellplätzen. Beispielsweise verfügt das Parkhaus
T2 am Franz-Josef-Strauß Flughafen in München auf 11 Ebenen über 6.400 Stellplätze
und das Parkhaus in der Allianz Arena in München auf 4 Ebenen über 10.500 Stellplätze.
[0003] In solch riesigen Parkanlagen haben viele Besucher Probleme, den Stellplatz ihres
geparkten Kraftfahrzeuges wieder zu finden. Somit besteht ein Bedarf, den Standort
eines in einer Parkanlage, wie beispielsweise einer Parkgarage oder einem Parkplatz,
abgestellten Kraftfahrzeuges möglichst eindeutig zu kennzeichnen und somit auffindbar
zu machen.
[0004] Bisher wird dieses Problem gelöst, indem eine Unterteilung der Parkanlage in unterschiedliche
räumliche Abschnitte vorgenommen wird und die Abschnitte durch alphanumerische Zeichen
gekennzeichnet werden. So könnte der Stellplatz eines Kraftfahrzeuges beispielsweise
mit Ebene 4, Abschnitt H, Stellplatz 132 gekennzeichnet sein. Nachteilig hierbei ist,
dass dem Kraftfahrzeugshalter die entsprechende alphanumerische Zeichenfolge entfallen
kann und er hieraufhin den Standort seines Kraftfahrzeuges suchen muss.
[0005] Somit liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren anzugeben,
mit dem ein Kraftfahrzeughalter den Standort seines Kraftfahrzeuges in einer Parkanlage
ermitteln kann ohne sich hierzu eine zusätzlich Standortinformation merken zu müssen.
[0006] WO 00/46068 beschreibt ein solches Verfahren bei dem bei der Einfahrt in die Parkanlage optisch
das Nummernschild des Fahrzeuges erkannt wird. Der Standplatz des Fahrzeuges wird
eingebaute Sensoren ermittelt. Diese Information wird damm mit dem erkannten Nummernschild
in einem Server verknüpft.
[0007] Diese Aufgabe wird durch ein Verfahren mit den in Anspruch 1 angegebenen Merkmalen
gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
[0008] Entsprechend der vorliegenden Erfindung wird in einem Verfahren zur Standortermittlung
eines Kraftfahrzeuges in einer Parkanlage beim Einfahren in die Parkanlage das Kraftfahrzeug
mittels einer automatischen Nummernschilderkennung identifiziert. Der Standplatz des
anhand des Nummernschildes identifizierten Kraftfahrzeuges wird mittels einer videobildbasierten
Objektverfolgung ermittelt. Anschließend werden einer Identifizierungsinformation
das Nummernschild und der Standplatz des Kraftfahrzeuges zugeordnet und gespeichert.
Nach Anfrage durch Eingabe zumindest eines Teils der Identifizierungsinformation wird
eine Position des Standplatzes angezeigt. Auf diese Weise ist es dem Kraftfahrzeughalter
in einfacher Art und Weise möglich den Standort seines Kraftfahrzeuges ermitteln und
anzeigen zu lassen. Hierzu kann der Kraftfahrzeughalter beispielsweise durch Eingabe
seines Nummernschildes an einem dafür vorgesehenen Abfragegerät oder durch Weitergabe
an einen Servicemitarbeiter den Standort abfragen. Nach einer weiteren Variante wird
dem Kraftfahrzeughalter beim Bezahlen des Parktickets an der Bezahlstation der ermittelte
Standort angezeigt oder ausgedruckt. Besonders vorteilhaft ist weiterhin, dass zur
videobildbasierten Objektverfolgung ein ohnehin installiertes Videoüberwachungssystem
in der Parkanlage benutzt werden kann, um einen derartigen Komfortdienst zum Auffinden
von abgestellten Kraftfahrzeugen anbieten zu können.
[0009] Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist ein Parkticket
durch eine Parkticketinformation gekennzeichnet. Der Identifizierungsinformation wird
zusätzlich die Parkticketinformation zugeordnet und gespeichert. Dies ermöglicht in
vorteilhafter Weise, dass ein Kraftfahrzeughalter zur Identifizierung seines Kraftfahrzeuges
nur das Parkticket benötigt.
[0010] Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung wird ein Weg zwischen
der Position des Standplatzes des Kraftfahrzeuges und einer vorgebbaren Position eines
Nutzers ermittelt. Daraufhin wird eine Wegbeschreibung des ermittelten Weges angezeigt.
Die vorgebbare Position des Nutzers ist beispielsweise die Position des Abfragegerätes
oder des Parkticketautomaten. Dies hat den weiteren Vorteil, dass der Kraftfahrzeughalter
sich in der Parkanlage nicht weiter orientieren muss, sondern nur der Wegbeschreibung
zum Standort seines Kraftfahrzeuges folgen muss.
[0011] Nach einer weiteren Ausgestaltung wird die Position des Standplatzes des Kraftfahrzeuges
angezeigt, in dem über Leuchtmittel der Standplatz in einer vorgebbaren Weise illuminiert
wird. So ist beispielsweise vorgesehen, dass nach dem Bezahlen des Parktickets das
entsprechende Kraftfahrzeug durch eine hellere Beleuchtung oder eine andere Beleuchtungsfarbe
kenntlich gemacht wird. Auf diese Weise kann der Kraftfahrzeughalter sein Kraftfahrzeug
leichter finden. Weiterhin kann das Kraftfahrzeug durch einen spezifischen Beleuchtungscode,
wie beispielsweise rot-blaues Blinken, sichtbar gemacht werden. Beim Bezahlen des
Parktickets wird dieser spezifische Beleuchtungscode dem Kraftfahrzeughalter mitgeteilt.
[0012] Die vorliegende Erfindung wird nachfolgend an einem Ausführungsbeispiel anhand der
Zeichnung näher erläutert.
Es zeigt
- Figur 1
- eine Darstellung einer möglichen Anordnung zum Ein- satz des erfindungsgemäßen Verfahrens
zur Standort- ermittlung für ein Kraftfahrzeug.
[0013] Die Figur 1 zeigt eine Parkanlage 1 mit drei dort abgestellten Kraftfahrzeugen 2,
3, 4. Über zumindest eine Videokamera 5 werden Videobilder der gesamten Parkanlage
1 aufgenommen. Weiterhin zeigt die Figur 1 einen Parkticketautomaten 6, der einerseits
zum Bezahlen der Parktickets dient und andererseits zur Abfrage des Standortes eines
Kraftfahrzeuges benutzt wird.
[0014] Fährt nun ein Kraftfahrzeug in die Parkanlage 1 ein, wird zunächst eine automatische
Nummernschilderkennung mit Hilfe einer Videokamera 5 vorgenommen.
[0015] Zur automatischen Nummernschilderkennung werden üblicherweise auf das aufgenommene
Videobild eine Reihe von Algorithmusschritten angewandt. Zunächst wird in dem Videobild
die Position des Nummernschildes erkannt. Hieraufhin werden in einem Bildvorverarbeitungsschritt
Unterschiede in der räumlichen Lage und in der Größe des Nummernschildes kompensiert.
Weiterhin werden die Helligkeit und der Kontrast des Bildes optimiert. Anschließend
werden in einer Segmentierung die einzelnen Zeichen des Nummernschildes identifiziert
und unterschiedlichen Bereichen zugeordnet. Letztlich werden durch Merkmalsextraktionsverfahren
den einzelnen Zeichen Merkmale zugeordnet und durch eine Klassifikation einzelnen
alphanumerischen Zeichen zugewiesen.
[0016] Während das Kraftfahrzeug 2 auf den endgültigen Standplatz in der Parkanlage 1 manövriert
wird, werden weiterhin Videobilder von dem Kraftfahrzeug 2 aufgenommen, anhand derer
das Kraftfahrzeug 2 bis auf seinen endgültigen Standplatz verfolgt wird.
[0017] Alternativ ist es auch möglich Videobildaufnahmen von Standplätzen in der Parkanlage
aufzunehmen und einer vorgebbaren Regel gemäß eine Nummernschilderkennung von Kraftfahrzeugen
auf den aufgenommen Standplätzen vorzunehmen. In einer Datenbank werden die erkannten
Nummernschilder und die entsprechenden Standplätze in der Parkanlage einander zugeordnet.
[0018] Schließlich werden einer Identifizierungsinformation sowohl das Nummernschild als
auch der ermittelte Standplatz des Kraftfahrzeuges zugeordnet und abgespeichert.
[0019] Der Kraftfahrzeughalter hat nun verschieden Möglichkeiten den Standplatz seines Kraftfahrzeuges
in Erfahrung zu bringen. So kann er beispielsweise an einem dafür vorgesehenen Abfragegerät
die Zeichenfolge seines Nummernschildes eingeben, woraufhin ihm der Standplatz seines
Kraftfahrzeuges angezeigt wird. Dies erfolgt beispielsweise dadurch, dass auf einem
Display des Abfragegerätes der Standort in deskriptiver und/oder illustrativer Form
angezeigt wird oder die entsprechende Information durch das Abfragegerät ausgedruckt
wird. Weiterhin ist es möglich, dass sich der Kraftfahrzeughalter an eine Servicekraft
wendet und von dieser die gewünschte Information erhält.
[0020] Eine weitere Möglichkeit zur Erlangung der Information über den Standort des Kraftfahrzeuges
ist, dass der Kraftfahrzeughalter beim Bezahlen des Parktickets die gewünschte Information
angezeigt und/oder ausgedruckt bekommt. Hierbei wird das angefragte Kraftfahrzeug
über das Parkticket identifiziert. Die Zuordnung des Parktickets zu dem Kraftfahrzeug
erfolgt in diesem Fall beim Einfahren in die Parkanlage und der damit verbundenen
automatischen Nummernschilderkennung.
[0021] In einem weiteren Ausführungsbeispiel wird die Position des Kraftfahrzeugstandplatzes
über Beleuchtungsmittel kenntlich gemacht. So ist es beispielsweise möglich, dass
der Standplatz des Kraftfahrzeuges durch eine hellere Beleuchtung oder eine besondere
Beleuchtungsfarbe sichtbar gemacht wird. Weiterhin ist es möglich den Standplatz durch
ein spezifisches Beleuchtungsmuster kenntlich zu machen, wie beispielsweise ein rot-grünes
Blinken. Der Kraftfahrzeughalter kann auf die spezifische Beleuchtungsform wiederum
durch eine entsprechende Information aufmerksam gemacht werden, die entweder angezeigt
und/oder ausgedruckt wird.
1. Verfahren zur Standortermittlung eines Kraftfahrzeuges in einer Parkanlage, bei dem
- beim Einfahren in die Parkanlage das Kraftfahrzeug mittels einer automatischen Nummernschilderkennung
identifiziert wird,
- einer Identifizierungsinformation das Nummernschild und der Standplatz des Kraftfahrzeuges
zugeordnet werden und gespeichert werden,
- nach Anfrage durch Eingabe zumindest eines Teils der I-dentifizierunginformation
eine Position des Standplatzes des Kraftfahrzeuges angezeigt wird, dadurch gekennzeichnet, daß der Standplatz des anhand des Nummernschildes identifizierten Kraftfahrzeuges mittels
einer videobildbasierten Objektverfolgung ermittelt wird
2. Verfahren nach Anspruch 1, wobei
- ein Parkticket durch eine Parkticketinformation gekennzeichnet ist,
- der Identifizierungsinformation zusätzlich die Parkticketinformation zugeordnet
wird und gespeichert wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1, wobei
- ein Weg zwischen der Position des Standplatzes und einer vorgebaren Position eines
Nutzers ermittelt wird,
- eine Wegbeschreibung des ermittelten Weges angezeigt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1, wobei
die Position des Standplatzes angezeigt wird, indem über Leuchtmittel der Standplatz
in einer vorgebbaren Weise illuminiert wird.
5. Verfahren nach Anspruch 1, wobei
die Position des Standplatzes auf einem Anzeigemittel in deskriptiver und/ oder illustrativer
Form dargestellt wird.
6. Verfahren nach Anspruch 1, wobei
die Anfrage über eine Eingabe des Nummernschildes oder des Parktickets erfolgt.
1. Method for location of a motor vehicle in a parking lot, in which
- the motor vehicle is identified by means of automatic number plate recognition when
it drives into the parking lot,
- the number plate and the parking space of the motor vehicle are assigned identification
information and stored,
- on request, by entering a least one part of the identification information, a position
of the parking space of the motor vehicle is displayed,
characterised in that
- the parking space of the motor vehicle identified on the basis of the number plate
is determined by means of a video image-based object tracking
2. Method according to claim 1, with
- a parking ticket being identified by parking ticket information,
- the parking ticket information being additionally assigned to the identification
information and stored.
3. Method according to claim 1, with
- a route between the position of the parking space and a predeterminable position
of a user being established,
- a route description of the route determined being displayed.
4. Method according to claim 1, with
the position of a parking space being displayed by the lighting of the parking space
being illuminated in a predeterminable manner.
5. Method according to claim 1, with
the position of the parking space being displayed on a display means in a descriptive
and/or illustrative form.
6. Method according to claim 1, with
the request being made by entering the number plate or the parking ticket.
1. Procédé pour déterminer l'emplacement d'un véhicule automobile dans un parking, dans
lequel
- en entrant dans le parking, le véhicule automobile est identifié au moyen d'une
reconnaissance automatique de plaque d'immatriculation,
- la plaque d'immatriculation et l'emplacement du véhicule automobile sont associés
à une information d'identification et mémorisés,
- après une demande en saisissant au moins une partie de l'information d'identification,
une position de l'emplacement du véhicule automobile est affichée, caractérisé en ce que l'emplacement du véhicule automobile identifié à l'aide de la plaque d'immatriculation
est déterminé au moyen d'une poursuite d'objet basée sur une image vidéo.
2. Procédé selon la revendication 1, dans lequel
- un ticket de parking est caractérisé par une information de ticket de parking,
- l'information de ticket de parking est en outre associée à l'information d'identification
et mémorisée.
3. Procédé selon la revendication 1, dans lequel
- un chemin entre la position de l'emplacement et une position prédéfinie d'un utilisateur
est déterminé,
- une description de direction du chemin déterminé est affichée.
4. Procédé selon la revendication 1, dans lequel la position de l'emplacement est affichée
en illuminant l'emplacement d'une manière prédéfinie par l'intermédiaire de moyens
d'éclairage.
5. Procédé selon la revendication 1, dans lequel la position de l'emplacement est représentée
sur un moyen d'affichage sous une forme descriptive et/ou illustrative.
6. Procédé selon la revendication 1, dans lequel la demande a lieu en saisissant la plaque
d'immatriculation ou le ticket de parking.