[0001] Die Erfindung betrifft eine Plasmabeschleunigeranordnung zur Erzeugung eines gerichteten
Plasmastrahls.
[0002] Plasmabeschleunigeranordnungen sind insbesondere von Bedeutung in Antrieben von Raumflugkörpern.
Bekannt sind beispielsweise elektrothermische Plasmabeschleuniger, welche durch elektrische
Entladungen Gaspulse ausstoßen. Andere gepulste Plasmabeschleuniger erzeugen einen
Lichtbogen in einer von einem Magnetfeld durchsetzten Kammer. Gleichfalls gepulst
arbeiten Plasmathruster mit magnetischer Beschleunigung eines konzentrierten Plasmarings.
[0003] Eine bedeutende Gruppe unter den Plasmabeschleunigern bilden die Ausführungen mit
Beschleunigung von Ionen durch ein elektrostatisches Feld, wobei durch Ionisation
eines Arbeitsgases in einem als Plasmakammer oder Ionisationskammer bezeichneten,
nach einer Austrittsseite offenen Hohlraum Ionen erzeugt und in einem elektrostatischen
Feld beschleunigt werden.
[0004] Gebräuchlich sind insbesondere sogenannte Hall-Beschleuniger mit ringförmiger Plasmakammer
und einem Magnetfeld, welches im wesentlichen radial durch die ringförmige Plasmakammer
verläuft, sowie einen elektrostatischem Beschleuniguhgsfeld zwischen einer Anode in
der Plasmakammer und einer außerhalb der Plasmakammer angeordneten Kathode, welche
auch als Elektronenquelle dient.
[0005] Eine andere Gruppe von Plasmabeschleunigern besitzt im Unterschied zu den ringförmigen
Geometrien der Hall-Beschleuniger Kammergeometrien mit einfach zusammenhängender,
insbesondere kreisförmiger Querschnittsfläche in einer Schnittebene quer zur Strahlrichtung
des Plasmastrahls. Die parallel zur Strahlrichtung in Längsrichtung verlaufende Mittellängsachse
der Plasmakammer liegt dabei innerhalb der Querschnittsfläche. Der Plasmastrahl bildet
sich in einem Bereich um die Mittellängsachse der Kammer aus. Die Querschnittsfläche
ist typischerweise in Längsrichtung im wesentlichen gleichbleibend, weshalb Beschleuniger
mit solcher Geometrie auch als zylindrische Beschleuniger bezeichnet sind.
[0006] Unter den zylindrischen Beschleunigern weisen die Beschleuniger des Kaufmann-Typs
am Ausgang der Plasmakammer in Strahlrichtung beabstandete Gitter auf, zwischen welchen
eine elektrische Spannung liegt, welche durch die Gitter tretende Ionen beschleunigt.
[0007] Ein davon grundlegend verschiedener zylindrischer Beschleuniger ist aus der
US 6 448 721 B2 bekannt. Dort ist u. a. eine Magnetanordnung mit zwei Magnetspulen vorgesehen, welche
ein Magnetfeld in der Kammer erzeugen, welches im Anodenbereich von der Mittellängsachse
der Plasmakammer ausgehend zu einem die Plasmakammer ringförmig umgebenden Magnetpol
führt und im Bereich des Ausgangs der Plasmakammer die Charakteristik des Feldes einer
Ringspule besitzt.
[0009] Eine wiederum andere Ausführung eines zylindrischen Thrusters ist in
DE 101 30 464 A1 beschrieben und weist eine Magnetanordnung wenigstens zwei in Längsrichtung aufeinander
folgenden Polwechseln ringförmig die Plasmakammer umgebenden Magnetringanordnungen
und/oder im Bereich des Ausgangs der Plasmakammer einen die Plasmakammer umgebenden
Permanentmagnetring mit in Längsrichtung beabstandeten Magnetpolen auf. Plasma-Beschleuniger-Anordnungen
mit ähnlicher Magnetanordnung sind in der
DE 101 53 723 A1 beschrieben. Der Permanentmagnetring erzeugt eine besondere Form des Magnetfelds.
In der
DE 103 00 776 B3 ist eine Ionenbeschleuniger-Anordnung mit einer vergleichbaren Magnetanordnung beschrieben.
Die Kammerwände sind abschnittsweise durch Wölbung zur Mitte der Kammer hin dem Verlauf
des Magnetfelds angepasst.
[0010] Die ringförmigen Kammergeometrien bilden zwischen innerer und äußerer Kammerwand
einen ringförmigen Kanal, der von einem radialen Magnetfeld durchsetzt ist, durch
welchen sich Elektronen als ringförmige Driftströme bewegen. Die zylindrischen Kammergeometrien
weisen davon wesentlich verschiedene Magnetfelder und Bewegungsmuster der Elektronen
und Ionen auf, so dass typischerweise die Konstruktionsmerkmale zwischen elektrostatischen
Thrustern unterschiedlicher Kammergeometrien nicht austauschbar sind. In der
DE 100 14 033 A1 und
DE 100 14 034 A1 sind Plasma-Beschleuniger-Anordnungen mit ringförmiger Kammergeometrie und mit innerer
und äußerer Magnetanordnung mit jeweils in Längsrichtung beabstandeten Magnetpolen
bekannt, bei welcher entgegen gesetzt gerichtete Ringdriftströme entstehen. Primärelektronen
sind als gebündelter Hohlstrahl von der Seite der Anode in die Plasmakammer eingeleitet
oder von einer außen liegenden Kathode zugeführt.
[0011] Die Form des Magnetfelds ist typisch für die verschiedenen Funktionsweisen der unterschiedlichen
Bauformen. In der
US 6 448 721 B2 ist angegeben, dass mittels Zwischenelektroden ein Potentialgefälle zwischen Magnetfeldlinien
erzeugt werden kann und ein solches Potentialgefälle nahe an eine ringförmige Ionisationszone
bei der Anode gelegt werden kann. Ferner soll die Ringspule um den Ausgang eine Fokussierung
des Plasmastrahls unterstützen.
[0012] In der
US 5 189 446 A ist ein Plasmagenerator zur Oberflächen-Bearbeitung von Halbleiter-Wafem beschrieben.
Eine elektrostatische Beschleunigung von Ionen ist nicht vorgesehen.
[0013] Die
US 2 956 666 beschreibt einen elektrostatischen Beschleuniger mit einem Beschleunigungsgitter
am Ausgang einer Plasmakammer und einem in Strahlrichtung verlaufenden Magnetfeld.
In der
GB 2 295 485 A ist eine Ionenbeschleunigeranordnung mit einem Beschleunigungsgitter beschrieben,
welchem in Strahlrichtung ein Bremsgitter nachgeschaltet ist. Das von einer Mehrzahl
langgestreckter Spulen an der Außenseite der Ionisationskammer Magnetfeld verläuft
in der Ionisationskammer von einem zentralen Magnetpol bei einer Kathode in Richtung
eines die Plasmakammer umgebenden zweiten Magnetpol schräg nach außen.
[0014] Die
US 5 847 493 zeigt einen Hall-Plasmabeschleuniger mit einer Magnetanordnung, welche zusätzlich
zu den Ringspulen für die Erzeugung des im wesentlichen radialen Magnetfelds durch
die ringförmige Kammer am Außenumfang der Kammer verteilt mehrere weitere Spulen aufweist,
mittels welcher die Drehsymmetrie des Magnetfelds gezielt gestört und die mittlere
Strahlrichtung des Plasmastrahls beeinflusst werden kann.
[0015] Bei einer Ionenquelle nach der
US 6 060 836 ist eine Plasmakammer kurzer Länge von Permanentmagneten umgeben, deren Pole radial
beabstandet sind und die ein cusp-Feld in der Plasmakammer erzeugen. Ionen werden
mittels eines dem Ausgang der Plasmakammer überspannenden Elektrode aus der Plasmakammer
extrahiert.
[0016] Die
GB 2 295 485 A zeigt eine zylindrische Plasmakammer, welche eine ring-förmige Anode bei der Kammerwand
und ein den Kammerausgang überspannendes Beschleunigungsgitter enthält. Ein Magnetfeld
verläuft von einem inneren Pol bei der Achse der Kammer schräg nach außen in Richtung
der Anode.
[0017] In der
US 3 735 591 ist eine Anordnung mit einer Spulenanordnung um eine zylindrische Anode, welche die
Wand einer Plasmakammer bildet beschrieben, wobei ein im wesentlichen axiales Magnetfeld
erzeugt wird, in welchem ein innerhalb der Plasmakammer angeordneter zentraler Zylinder
einen Polschuh und ein Ring am Ausgang der Plasmakammer einen anderen Polschuh bildet.
[0018] In der
DE 12 22 589 ist ein Plasmabeschleuniger beschrieben, bei welchem in eine Ionisationskammer ein
beschleunigter Elektronenstrahl durch eine Anode hindurch eingeleitet und durch ein
axiales Magnetfeld einer Ringspule auf der Achse geführt ist. Ein axiales elektrostatisches
Feld beschleunigt erzeugte Ionen in Richtung einer Ausgangsöffnung der Plasmakammer.
Eine Anordnung mit einem von Anodenseite zugeführten Elektronenstrahls ist auch aus
der
DE 198 28 704 A1 bekannt, bei welcher auch eine Erzeugung des strahlführenden Magnetfelds durch eine
Folge von Permanentmagnetringen mit abwechselnder Polung vorgesehen ist.
[0019] Die
US 6 448 721 zeigt einen Plasmabeschleuniger mit zylindrischer Kammergeometrie, bei welchem eine
Spulenanordnung ein von einem inneren Magnetpol bei der Längsachse der Kammer schräg
nach außen zu einem ringförmigen zweiten Magnetpol führendes Magnetfeld erzeugt. Eine
weitere die Kammer umgebende Ringspule kann zur Verstärkung radialer Magnetfeldkomponenten
vorgesehen sein. Eine Beschleunigung von Ionen erfolgt elektrostatisch in einem Feld
zwischen einer Anode am Fuß der Kammer und einer seitlich außerhalb der Kammer angeordneten
Kathode.
[0020] Die
DE 101 30 464 A1 beschreibt eine Plasmabeschleuniger-Anordnung, bei welcher eine mehrstufige Magnetanordnung
mit in Längsrichtung beabstandet aufeinanderfolgenden alternierenden Polwechseln vorgesehen
ist, welche bevorzugt Permanentmagnetringe mit in Längsrichtung entgegen gesetzt angeordneten
Magnetpolen enthält.
[0021] Plasmabeschleuniger mit zylindrischer Kammergeometrie sind vorteilhaft von den Querabmessungen
der Kammer.
[0022] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen solchen Plasmabeschleuniger
weiter zu verbessern.
[0023] Die Erfindung ist im unabhängigen Ansprüch beschrieben. Die abhängigen Ansprüche
enthalten vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung.
[0024] Für die Beschreibung der Erfindung ist anstelle der zylindrischen Kammergeometrie
der Begriff einer Kammergeometrie mit einfach zusammenhängender Querschnittsfläche
der Plasmakammer gewählt, da vorteilhafte Ausführungen der Erfindung auch sich in
Strahlrichtung erweiternde Kammergeometrien einschließen. Die einfach zusammenhängende
Querschnittsfläche ist vorzugsweise eine Kreisfläche. Einfach zusammenhängende ebene
Querschnittsflächen besitzen hier eine ununterbrochene Berandungslinie, wogegen die
ringförmigen Querschnittsflächen der Hall-Konfigurationen mit zentralem Innenkörper
je eine innere und eine äußere ununterbrochene Berandungslinie aufweisen.
[0025] Den verschiedenen Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung gemeinsam ist die
Form des elektrostatischen Beschleunigungsfeldes, welches zwischen einer in Strahlrichtung
bei oder vorzugsweise nach dem Ausgang der Plasmakammer liegenden Kathode und einer
dem Ausgang der Plasmakammer entgegen gesetzt am Fuß der Plasmakammer angeordneten
Anode innerhalb der Plasmakammer im wesentlichen parallel zur in Längsrichtung verlaufenden
Mitteflängsachse der Plasmakammer verläuft. Allen Ausführungsformen gemeinsam ist
auch eine Cusp-Struktur des Magnetfelds bei einer dem Ausgang der Plasmakammer abgewandten
Pol einer vor dem Ausgang der Plasmakammer angeordneten Magnetringanordnung mit in
Längsrichtung beabstandeten Magrietpolen.
[0026] Eine vorteilhafte Feldformung am Ausgang der Plasmakammer ist mit einem neuartigen
Verlauf einer nachfolgend als Neutralfläche bezeichneten charakteristischen Fläche
eines durch eine Magnetringanordnung, insbesondere einen Permanent-Magnetring mit
in Längsrichtung beabstandet entgegen gesetzten Magnetpolen bestimmten Magnetfelds
vorgesehen. Es lässt sich zeigen, dass ein solcher Permanent-Magnetring am Ausgang
der Plasmakammer, wie er auch bereits in der
DE 101 30 464 A1 vorhanden ist, an seinem in Strahlrichtung weisenden Ende ein Magnetfeld erzeugt,
welches sowohl innerhalb der Plasmakammer, also radial innerhalb des Magnetrings,
geschlossene Magnetfeldlinien als auch auf der Außenseite der Plasmakammer, also radial
außerhalb der Plasmakammer und des Magnetrings, geschlossene Magnetfeldlinien und
zwischen diesen beiden Gruppen von Magnetfeldlinien eine fiktive Trennfläche besitzt,
welche die Ausgangsöffnung der Plasmakammer überspannt und im Sinne der Erfindung
als Neutralfläche bezeichnet ist. Diese Neutralfläche trifft entlang einer nachfolgend
als Eintrittslinie bezeichneten Linie auf den Magnetpol oder einen an diesem angeordneten
Polschuh. Die Eintrittslinie liegt bei rotationssymmetrischer Ausführung der Magnetanordnung
in einer senkrecht zur Mittellängsachse der Anordnung verlaufenden Ebene. Bei nicht
in einer Ebene liegender Eintrittslinie sei deren mittlere Position in Längsrichtung
in entsprechender Weise angenommen. Das Magnetfeld einer einzelnen Ringspule oder
das radiale Magnetfeld eines Hall-Thrusters mit ringförmiger Kammergeometrie zeigt
keine solche den Kammerausgang überspannende Neutralfläche.
[0027] Während bei der aus der
DE 101 30 464 A1 bekannten Anordnung eine solche Neutralfläche eine deutliche Aufwölbung gegen die
Längsposition der Eintrittslinie in Strahlrichtung des Plasmastrahls zeigt, ist gemäß
der vorliegenden Erfindung vorgesehen, das Magnetfeld in diesem Bereich so zu formen,
dass eine solche Neutralfläche innerhalb eines Bereichs in Längsrichtung liegt, welcher
in Strahlrichtung maximal 10 % des größten Durchmessers der Eintrittslinie gegen die
Längsposition der Eintrittslinie in Strahlrichtung versetzt endet, d. h. dass die
nach dieser Bemessung maximal zulässige Aufwölbung der Neutralfläche in Strahlrichtung
gegenüber der bekannten Anordnung wesentlich verringert ist.
[0028] Es zeigt sich überraschend, dass eine solche Magnetfeldformung zu einer deutlich
verringerten Strahldivergenz und damit zu einer höheren Effizienz der Anordnung als
Antrieb bei Raumflugkörpern führt.
[0029] Vorteilhafterweise ist die Aufwölbung der Neutralfläche in Strahlrichtung des Plasmastrahls
vollständig aufgehoben. In bevorzugter Ausführungsform ist die Neutralfläche entgegen
der Strahlrichtung gegen die Längsposition der Eintrittslinie in die Plasmakammer
eingezogen, was nachfolgend auch als konkaver Verlauf der Neutralfläche im Gegensatz
zu konvexem Verlauf bei der aus der
DE 101 30 464 A1 bekannten Anordnung bezeichnet wird. Maßgebend sei dabei jeweils der Durchtrittsbereich
des ausgestoßenen Plasmastrahls durch die Neutralfläche, insbesondere der typischerweise
auf der Mittellängsachse des Plasmastrahls liegende Scheitelpunkt einer Wölbung der
Neutralfläche.
[0030] Die Magnetfeldformung in der angegebenen Art ist dem Fachmann mit geläufigen Mitteln,
insbesondere dem Einsatz von feldformenden Polschuhen, Variationen der magnetischen
Flussdichte in Längsrichtung etc. möglich. Vorteilhafte Beispiele sind anhand der
Abbildungen noch beschrieben.
[0031] Eine andere Ausführungsform sieht vor, die Plasmakammer in dem Längsabschnitt vor
der Ausgangsöffnung der Plasmakammer sich quer zur Strahlrichtung erweiternd auszubilden.
Die Kammergeometrie kann dann nicht mehr im strengen Sinne als zylindrisch angesehen
werden. Überraschenderweise führt die Aufweitung der Plasmakammer im Bereich vor der
Ausgangsöffnung der Kammer nicht zu einer Aufweitung, sondern zu einer Verringerung
der Divergenz des Plasmastrahls. Die Aufweitung als Durchmesservergrößerung der Plasmakammer
in Längsrichtung fortschreitend kann linear oder nicht linear erfolgen. Vorteilhafterweise
liegt der Konuswinkel der Aufweitung bei nichtlinearem Verlauf der mittleren Aufweitung,
bei wenigstens 5°, vorzugsweise wenigstens 10° und höchstens 30°, vorzugsweise höchstens
20°.
[0032] Die Aufweitung erstreckt sich in Längsrichtung vorteilhafterweise nur über einen
Teil der Längserstreckung der Plasmakammer. Vorteilhafterweise erstreckt sich die
Aufweitung in Längsrichtung wenigstens über den überwiegenden Teil des Abstands der
Magnetpole der Magnetringanordnung am Ausgang der Plasmakammer, insbesondere wenigstens
über den gesamten Abstand der Magnetpole. Bei in Längsrichtung mehrstufiger Magnetringanordnung
um die Plasmakammer kann der Längsbereich der Aufweitung der Plasmakammer sich auch
entgegen der Strahlrichtung über die am Ausgang der Plasmakammer angeordnete Magnetringstufe
in die in Richtung der Anode nächste Magnetringstufe fortsetzen.
[0033] Gemäß einen weiteren vorteilhaften Ausführungen ist vorgesehen, das Magnetfeld in
der Plasmakammer in der Weise zu formen, dass in einem Längsbereich zwischen den beiden
Magnetpolen der am Ausgang der Plasmakammer angeordneten Magnetringanordnung, in welchem
die Längskomponente des Magnetfeld gegenüber der Radialkomponente überwiegt, die über
den Kammerquerschnitt gemittelte magnetische Flussdichte asymmetrisch gegen eine mittlere
Längsposition in Längsrichtung abnimmt. Das Magnetfeld weitet sich anschaulich in
Längsrichtung auf. Es zeigt sich überraschend, dass eine solche Aufweitung des Magnetfelds
zu einer geringeren Divergenz des ausgestoßenen Plasmastrahls führt. Vorzugsweise
ist der betrachtete mittlere Längsbereich von beiden Magnetpolen der Magnetringanordnung
um jeweils 20 % der Länge der Magnetringanordnung von beiden Magnetpolen beabstandet.
[0034] Möglichkeiten zu einer derartigen Gestaltung des Magnetfelds sind dem Fachmann an
sich bekannt. Einzelbeispiele sind anhand der Abbildungen noch veranschaulicht.
[0035] Gemäß einer weiteren Ausführungsform ist vorgesehen, den magnetischen Fluss außerhalb
der Plasmakammer innerhalb der Magnetringanordnung in Strahlrichtung abnehmend zu
gestalten. Die Magnetringanordnung enthält vorzugsweise einen Permanentmagnetring
mit in Längsrichtung entgegen gerichteten Magnetpolen. Möglichkeiten zu einer derartigen
Gestaltung des inneren Magnetflusses sind dem Fachmann an sich geläufig und können
insbesondere eine inhomogene Magnetisierung eines permanentmagnetischen Materials
und/oder eine in Strahlrichtung abnehmende Querschnittsfläche eines Permanentmagnetrings
als interne Eigenschaften eines Permanentmagnetrings, aber auch eine magnetische Abschirmvorrichtung
an der Außenseite der Magnetringanordnung und/oder eine magnetische Kurzschlussanordnung
an der Außenseite der Magnetanordnung jeweils mit in Längsrichtung variierender Wirkung
beinhalten.
[0036] Die Erfindung ist nachfolgend anhand bevorzugter Ausführungsbeispiele unter Bezugnahme
auf die Abbildungen noch eingehend veranschaulicht. Dabei zeigt:
- Fig. 1
- einen Querschnitt durch eine bekannte Anordnung,
- Fig. 2
- eine Ausführungsform mit reduzierter Aufwölbung der Neutralfläche des Magnetfelds,
- Fig. 3
- einen entgegen der Strahlrichtung eingewölbten Verlauf der Neutralfläche,
- Fig. 4
- eine sich erweiternde Kammergeometrie,
- Fig. 5
- einen Ringmagnet mit magnetischer Abschirmung,
- Fig. 6
- eine Magnetfeldaufweitung in der Plasmakammer,
- Fig. 7
- eine weitere Ausführungsform.
[0037] In Fig. 1 ist eine aus der
DE 101 30 464 A1 bekannte Anordnung als Schnittbild in einer die Mittellängsachse der Plasmakammer
enthaltenden Schnittebene schematisch skizziert, wobei wegen der Rotationssymmetrie
der Plasmakammer PK mit der Kammerwand KW und der Magnetanordnung um die Mittellängsachse
ML der Übersichtlichkeit halber nur eine Hälfte des Schnittbilds in der Abbildung
rechts von der Mittellängsachse gezeichnet ist.
[0038] Die Mittellängsachse ML fällt mit einer eingezeichneten z-Achse zusammen, welche
die Strahlrichtung des ausgestoßenen Plasmastrahls angibt. Der Plasmastrahl ist um
die z-Achse räumlich verteilt und nach dem bei zA liegenden Ausgang der Plasmakammer
divergent.
[0039] Außerhalb der Plasmakammer ist eine gebräuchliche Kathode KA angedeutet, welche als
Quelle für Primärelektronen zur Zündung des Plasmas und zur Neutralisierung des ausgestoßenen
Plasmastrahls dient. Zwischen der Kathode KA und einer am Fuß der Plasmakammer den
Ausgang entgegen gesetzt angeordneten Anode AN besteht ein elektrostatisches Feld,
welches innerhalb der Plasmakammer in bekannter Weise im wesentlichen parallel zur
z-Achse verläuft.
[0040] Die außerhalb der Kammerwand KW angeordnete Magnetanordnung ist dreistufig mit einem
ersten Magnetring MR1, einem zweiten Magnetring MR2 und einem dritten Magnetring MR3
aufgebaut, welche die Plasmakammer umgeben und deren Magnetpole jeweils in z-Richtung
gegeneinander versetzt sind. Die Polausrichtung der aufeinander folgenden Magnetringe
aus permanentmagnetischem Material ist abwechselnd entgegen gesetzt, so dass sich
jeweils gleiche Pole N-N, S-S unmittelbar benachbarter Magnetringe gegenüberstehen,
wodurch sich in den Bereichen zwischen erstem und zweitem Magnetring und zwischen
zweitem und drittem Magnetring jeweils cusp-Strukturen des Magnetfelds in der Kammer
ausbilden. Vorteilhafterweise können zwischen aufeinander folgende Magnetringe Polschuhe
P12 bzw. P23 eingefügt sein. Die Magnetringe können in gleichen oder verschiedenen
Stärken magnetisiert sein.
[0041] Die Magnetringe MR1, MR2, MR3 sind in Längsrichtung im wesentlichen gleich lang.
Die Länge LS1 der ersten Magnetstufe der Magnetanordnung sei von dem in Strahlrichtung
weisenden Pol N des ersten Magnetrings MR1 bei ZE bis zum Schwerpunkt des Eintritts
der Magnetfeldlinien in dem Polschuh P12, die Länge LS2 der zweiten Magnetstufe von
Polschuh P12 zum Polschuh P23 und die Länge LS3 der dritten Magnetstufe vom Polschuh
P23 bis zur Anode AN gemessen. Die Magnetstufen M1, M2, M3 seien den Längsbereichen
von LS1, LS2, LS3 entsprechend zugeordnet. Die mit N und S bezeichneten Magnetpole
können auch vertauscht sein. Die Plasmakammer ist kreiszylindrisch um die Mittellängsachse
mit einer Länge LS1+LS2+LS3, die größer ist als der Durchmesser 2RK der Kammer.
[0042] Das mit einer derartigen Magnetanordnung erzeugte Magnetfeld zeigt gegenüber Magnetfeldern
gebräuchlicher Magnetanordnungen, z. B. mit Ringspulen um die Plasmakammer und/oder
mit einem zentralen Pol in der Kammer und einem ringförmigen Pol um die Kammer und/oder
mit ringförmiger Kammergeometrie und im wesentlichen radialem Magnetfeld einige Besonderheiten,
welche nachfolgend insbesondere bezüglich der ersten Magnetstufe beim Ausgang der
Plasmakammer wesentlich sind.
[0043] Das Magnetfeld der ersten Magnetstufe verläuft innerhalb der Plasmakammer im Bereich
der cusp-Struktur bei dem Polschuh P12 mit hoher Dichte der Magnetfeldlinien überwiegend
quer zur Längsrichtung z. In einem mittleren Längsbereich LM zwischen den entgegen
gesetzten Polen der ersten Magnetstufe verläuft deren Magnetfeld überwiegend parallel
zur Längsrichtung z, insbesondere in einem mittleren Längsbereich, welcher von beiden
Enden der ersten Magnetstufe um ca. 20 % der Länge LS1 der ersten Magnetstufe beabstandet
ist. In diesem Bereich nimmt die magnetische Flußdichte typischerweise in radialer
Richtung zur Kammerwand hin zu. Die eingezeichneten Feldlinien sind nicht quantitativ
zu verstehen.
[0044] Das von dem in Strahlrichtung weisenden Magnetpol N des ersten Magnetrings MR1 ausgehende
Magnetfeld ist teilweise über mit MI bezeichnete Feldlinien durch die Plasmakammer
radial innerhalb des ersten Magnetrings und teilweise über mit ME bezeichnete Magnetfeldlinien
außerhalb der Plasmakammer radial außerhalb des ersten Magnetrings geschlossen. Die
außerhalb geschlossenen Magnetfeldlinien sind nur in ihrem Ansatz eingezeichnet. Die
Raumbereiche der Magnetfeldlinien MI und der Magnetfeldlinien ME sind durch eine fiktive
Trennfläche NF gegeneinander abgeteilt, welche nachfolgend als Neutralfläche bezeichnet
ist. Diese Neutralfläche überspannt die Ausgangsöffnung der Plasmakammer und trifft
entlang einer als Eintrittslinie EL bezeichneten Linie auf den Magnetring. Durch die
Rotationssymmetrie der Anordnung ist die Neutralfläche NF gleichfalls rotationssymmetrisch
und die Eintrittslinie bildet eine Kreislinie in der Ebene des Magnetpols bei zE.
Die Neutralfläche NF ist gegen die senkrecht zur z-Achse bei zE liegende Ebene, in
der die Eintrittslinie EL liegt, um ein mit WS bezeichnetes Maß in Strahlrichtung
aufgewölbt und schneidet die Mittellängsachse ML bei zS, WS = zS-zE. Der Radius der
Eintrittslinie EL um die z-Achse ist mit RE bezeichnet. Das Verhältnis WS/RE liegt
bei der bekannten Anordnung typischerweise zwischen 0,5 und 1. Das Magnetfeld einer
im Stand der Technik häufig eingesetzten Ringspule zeigt keine solche den Kammerausgang
überspannende Neutralfläche.
[0045] Die vorstehend anhand der Ausführung aus dem Stand der Technik vorgenommenen Erläuterungen
und Definitionen sind bei den nachfolgenden Ausführungsbeispielen der vorliegenden
Erfindung übernommen, soweit nicht anderes, abweichendes ausgeführt ist.
[0046] In Fig. 2 ist eine erste Ausführungsform der Erfindung skizziert, bei welcher die
mit WS bezeichnete Aufwölbung der Neutralfläche NF in Strahlrichtung z gegenüber der
Ebene der Eintrittslinie EL dieser Neutralfläche in die Magnetanordnung gegenüber
dem in Fig. 1 skizzierten Feld erheblich verringert ist. Es zeigt sich, dass mit einer
solchen verringerten Aufwölbung, welche weitergehend auch zu einer im wesentlichen
ebenen Neutralfläche oder gar zu einer entgegen der Strahlrichtung konkav gewölbten
Neutralfläche weiter geführt werden kann, in Verbindung mit dem Magnetfeld in der
beim Ausgang liegenden Magnetstufe eine deutlich verringerte Divergenz des ausgestoßenen
Plasmastrahls bewirkt, ohne die Vorteile der aus dem Stand der Technik nach Fig. 1
bekannten Magnetfeldanordnung aufzugeben. Das Magnetfeld in der Magnetstufe vor dem
Ausgang ist insbesondere gekennzeichnet durch zwei die Plasmakammer PK ringförmig
umgebende und zueinander in Längsrichtung z beabstandete Magnetpole N und S, welche
vorzugsweise durch einen in Längsrichtung z magnetisierten Ringmagnetkörper MR1 gebildet
sind. Das Magnetfeld innerhalb der Kammer verläuft in einem mittleren Bereich überwiegend
parallel zur Längsrichtung und verläuft im Bereich zwischen der ersten und der zweiten
Magnetstufe M1, M2 im Bereich des Polschuhs P12 im wesentlichen radial. Insbesondere
bildet das Magnetfeld zwischen der ersten Magnetstufe mit Magnetringanordnung MR1
und der zweiten Magnetstufe mit Magnetringanordnung MR2 eine Cusp-Struktur CS, wie
an sich aus dem Stand der Technik bekannt. Im Bereich des in Strahlrichtung weisenden
Magnetpols N der Magnetringanordnung MR1 sind die Feldlinien von den vorwiegend zur
Längsrichtung parallelen Verlauf von der Mittellängsachse ML weg umgelenkt nach außen
und verlaufen in der skizzierten Ausführung mit dem Polschuh auf diesen zu im wesentlichen
radial. Das Verhältnis der Größe WS in z-Richtung zum Durchmesser 2RE der Eintrittslinie
EL beträgt vorteilhafterweise maximal 0,1. Bei konkaver Einwölbung der Neutralfläche
NF entgegen der Strahlrichtung sei der Wert für WS als negativ betrachtet, so dass
unabhängig vom Betrag der konkaven Einwölbung die vorgenannte Relation WS/2RE<0,1
immer gilt. Für die Erzeugung eines Magnetfeldes mit der beschriebenen verringerten
Aufwölbung WS sind dem Fachmann an sich verschiedene Maßnahmen aus Theorie und Praxis
der Magnetfeldformung bekannt. Im skizzierten Beispiel ist als vorteilhafte Maßnahme
der Einsatz eines weichmagnetischen Polschuhs PSA an dem in Strahlrichtung weisenden
Magnetpol N der Magnetringanordnung MR1 vorgesehen.
[0047] Ein weiterer Beitrag zur Verringerung der Aufwölbung WS der Neutralfläche NF kann
durch eine Dimensionierung der Magnetstufe am Ausgang der Plasmakammer in der Weise
erfolgen, dass der Abstand der Magnetpole bzw, bei Verwendung von Polschuhen der Abstand
der entsprechenden Längspositionen an den Polschuhen als Länge LS1 der Magnetstufe
M1 abweichend vom Stand der Technik nach Fig. 1 größer als der Durchmesser der Plasmakammer,
vorzugsweise größer als das 1,5-fache des Durchmessers der Plasmakammer gewählt wird.
[0048] In Fig. 3 ist ein Ausschnitt einer Ausgestaltung des Magnetfelds im Bereich des Ausgangs
der Plasmakammer skizziert, bei welcher die beschriebene Neutralfläche NF im Bereich
der Mittellängsachse ML entgegen der Strahlrichtung auf z=zS gegen die Ebene der Eintrittslinie
der Neutralebene bei z=zE zurückgesetzt ist. Die Neutralfläche ist dabei entgegen
der Strahlrichtung gekrümmt konkav eingewölbt.
[0049] Fig. 4 zeigt eine weitere Maßnahme zur vorteilhaften Formung des Magnetfelds insbesondere
in einem mittleren Längsbereich LD zwischen Längspositionen Z1 und Z2. In Übereinstimmung
mit der Ausführungsform nach Fig. 2 ist in Fig. 4 an dem in Strahlrichtung weisenden
Pol N der Magnetringanordnung MT1 ein Polschuh PSA angeordnet.
[0050] In dem Längsbereich LD sind zwei in Längsrichtung beabstandete Feldpositionen F1
und F2 betrachtet. Gemäss einer vorteilhaften Ausführungsform der vorliegenden Erfindung
ist das Magnetfeld zwischen den in Längsrichtung beabstandeten entgegen gesetzten
Magnetpolen der Magnetringanordnung am Ausgang der Plasmakammer in dem mittleren Längsbereich
LD, für welchen vorzugsweise ein Längsbereich im Abstand von ca. 20 % der Länge der
Magnetstufe von beiden Magnetpolen betrachtet wird, sich in Längsrichtung von Z2 in
Richtung Z1 im Mittel aufweitend in dem Sinne, dass die korrespondierenden Feldlinien
im Feldbereich F1 gegenüber dem bezüglich der Mitte der Magnetstufe M1 in Längsrichtung
symmetrisch zu F1 liegenden Feldbereich F2 radial weiter nach außen rücken und somit
die magnetische Flußdichte und der gesamte magnetische Fluß zumindest in einem überwiegenden
radialen Bereich des Durchmessers der Plasmakammer um die Mittellängsachse ML in Strahlrich-tung
abnehmen. Es zeigt sich, dass eine solche Divergenz der Magnetfeldlinien in einem
solchen mittleren Längsbereich überraschenderweise zu einer verringerten Divergenz
des ausgestoßenen Plasmastrahls führt.
[0051] Für die Formung eines solchen Magnetfeldverlaufs sind dem Fachmann an sich wiederum
verschiedene Maßnahmen bekannt. In der skizzierten Ausführungsform ist vorgesehen,
eine solche Feldformung dadurch zu erreichen, dass in einem Permanentmagnetischenring
MT1 als Magnetringanordnung der Magnetstufe am Ausgang der Plasmakammer in Längsrichtung
eine Verminderung des magnetischen Flusses innerhalb des Ringkörpers des Permanentmagneten
erfolgt. Dies kann vorteilhafterweise wie skizziert dadurch geschehen, dass die radiale
Dicke des Magnetrings MT1 in Längsrichtung von dem Pol S in Richtung des Pols N abnimmt,
wobei eine räumlich homogene Magnetisierung des Permanentrings MT1 angenommen sei.
[0052] In Fig. 5 ist eine Anordnung skizziert, welche in einem mittleren Längsbereich LD
einen zu Fig: 4 vergleichbaren Feldverlauf aufweist. Zur Erzielung des Feldverlaufs
ist in diesem Beispiel an der Außenseite eines Magnetrings MR1 mit konstanter radialer
Dicke eine magnetische Abschirmung AM z. B. in Form eines weichmagnetischen Materials
angebracht, deren Abschirmwirkung, z. B. durch zunehmende radiale Dicke, in Strahlrichtung
z zunimmt. Die in Längsrichtung variierende Abschirmung zeigt einen ähnlichen Effekt
wie die abnehmende radiale Dicke des Magnetrings MT1 nach Fig. 4. Die Geometrie des
Permanentmagnetrings nach Fig. 3 und die magnetische Abschirmung nach Fig. 5 können
besonders vorteilhaft gemeinsam realisiert sein.
[0053] Fig. 6 zeigt eine Anordnung mit sich aufweitender Geometrie der Plasmakammer. Die
Kammerwand KW sei in einem der Anode zuweisenden Abschnitt wie in Fig. 1 als zylindrisch
angenommen. In der Magnetstufe am Ausgang der Plasmakammer weitet sich die Kammerwand
KW radial auf von einem anfänglichen Radius RC zu einem Radius RM am Ausgang der Plasmakammer.
Die radiale Aufweitung RM - RC liegt vorteilhafterweise im Bereich zwischen 5 % und
75 % von RM. Es zeigt sich, dass die Aufweitung der Plasmakammer über einen beim Ausgang
der Plasmakammer, insbesondere bei der am Ausgang der Plasmakammer liegenden Magnetstufe
M1, zur Verringerung der Divergenz des ausgestoßenen Plasmastrahls beiträgt. Die Aufweitung
der Plasmakammer erstreckt sich nicht notwendigerweise über die volle Länge der Magnetstufe
M1 am Ausgang der Plasmakammer, kann sich aber auch noch in Richtung der Anode in
die Magnetstufe M2 fortsetzen. Vorzugsweise ist zumindest im Längsbereich der Magnetanordnung
bei der Anode, nach Fig. 1 LS3 der Magnetstufe M3, die Plasmakammer im wesentlichen
zylindrisch ausgeführt.
[0054] Eine Magnetringanordnung MS1 in der Magnetstufe am Ausgang der Plasmakammer ist in
dem in Fig. 6 skizzierten Beispiel als eine Folge von Magnetringen mit in Längsrichtung
fortschreitendem Innendurchmesser ausgeführt. Eine solche Magnetanordnung kann vorteilhafterweise
zu dem anhand der Fig. 4 beschriebenen Effekt des sich aufweitenden Felds zwischen
den in Längsrichtung beabstandeten Endpolen der Magnetringanordnung MS1 zwischen Bereichen
F2 und F1 vorteilhaft beitragen. Bei der Anordnung nach Fig. 6 ist auch wiederum ein
Polschuh PSA an dem in Strahlrichtung weisenden endständigen Pol der Magnetringanordnung
MS1 vorgesehen.
[0055] In Fig. 7 ist eine vorteilhafte Ausführung skizziert, bei welcher in Verbindung mit
einer Aufweitung der Kammerwand eine Magnetanordnung MV1 vorgesehen ist, welche in
der am Ausgang der Plasmakammer liegenden Magnetstufe eine Abnahme des magnetischen
Flusses innerhalb der Magnetanordnung in Längsrichtung z aufweist. Dies wird im skizzierten
Beispiel dadurch erzielt, dass ähnlich der Fig. 6 mehrere Magnetringe in z-Richtung
aufeinanderfolgend angeordnet sind, welche aber unterschiedliche, in z-Richtung stufenweise
abnehmende radiale Wandstärken besitzen. Der Effekt der radialen Aufweitung des Magnetfelds
in dem zu Fig. 5 geschilderten mittleren Längsbereich ist hier weiter verstärkt und
die Neutralfläche NF zeigt die zu Fig. 2 beschriebene konkave Einwölbung entgegen
der Strahlrichtung. Anstelle des gestuften Verlaufs der Magnetringanordnung MS1 in
Fig. 6 oder MV1 in Fig. 7 kann auch ein geglätteter oder kontinuierlicher Verlauf
der inneren und/oder äußeren Wandflächen dieser Magnetringanordnungen vorgesehen sein.
1. Plasmabeschleunigeranordnung zur Erzeugung eines gerichteten Plasmastrahls mit einer
Plasmakammer, die eine einfach zusammenhängende Querschnittsfläche besitzt und eine
in Längsrichtung (z) verlaufende Mittellängsachse (ML) des Plasmastrahls einschließt,
mit einem zumindest überwiegend zur Mittellängsachse parallelen elektrostatischen
Beschleunigungsfeld und mit einer Magnetanordnung (M1, M2, M3), welche wenigstens
im Ausgangsbereich eine die Plasmakammer umgebende Magnetringanordnung (MR1) mit in
Längsrichtung beabstandeten Magnetpolen (N, S) aufweist und ein Magnetfeld (ME, MI)
im Bereich des Ausgangs der Plasmakammer erzeugt, welches eine den Ausgang der Plasmakammer
überspannende Neutralfläche (NF) aufweist, welche einen Bereich von innerhalb der
Plasmakammer geschlossenen Magnetfeldlinien (MI) und einen Bereich von außerhalb der
Plasmakammer geschlossenen Magnetfeldlinien (ME) der Magnetringanordnung (MR1) trennt
und in einer Eintrittslinie (EL) auf die Oberfläche der Magnetringanordnung trifft,
dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens an dem in Strahlrichtung weisenden Magnetpol (N) der Magnetringanordnung
ein weichmagnetischen Polschuh angeordnet ist und radial über die Magnetanordnung
in die Plasmakammer ragt, so dass der Schnittpunkt der Neutralfläche (NF) mit der
Mittellängsachse (ML) in Längsrichtung (z) innerhalb eines Bereichs liegt, der maximal
10 % des größten Durchmessers der Eintrittslinie (EL) gegen die Längsposition der
Eintrittslinie in Strahlrichtung versetzt endet.
2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Neutralfläche (NF) im Bereich des Durchtritts des Plasmastrahls in Strahlrichtung
(z) nicht gegen die Eintrittslinie (EL) in Strahlrichtung versetzt liegt.
3. Anordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Neutralfläche (NF) im Bereich des Durchtritts des Plasmastrahls gegen die Eintrittsli-nie
(EL) entgegen der Strahlrichtung versetzt liegt.
4. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Magnetringanordnung (MR1) einen permanentmagnetischen Ring enthält.
5. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Magnetringanordnung einen permanentmagnetischen Ring (MT1, MS1) am Ausgang der
Plasmakammer enthält, dessen radialen Dicke in der Längsrichtung von dem Pol S in
Richtung des Pols N abnimmt, so dass in einem in Längsrichtung zwischen den beiden
beabstandeten Polen (N, S) der Magnetringanordnung liegenden mittleren Längsbereich
(LD) mit überwiegend zur Längsrichtung paralleler Komponente der innerhalb der Plasmakammer
geschlossenen Feldlinien (MI) des Magnetfelds bei Vergleich von bezüglich der Mitte
der Magnetstufe symmetrisch liegenden Feldbereichen (F1, F2) die magnetische Flußdichte
in Längsrichtung abnimmt.
6. Anordnung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass an den in Längsrichtung entgegen gesetzten Magnetpolen (N,S) weichmagnetische Polschuhe
(PSA, P12) vorgesehen sind.
7. Anordnung nach einem der Ansprüche 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass der mittlere Längsbereich (LD) jeweils 20 % der Länge der Magnetringanordnung (MT1,
MS1) von beiden Magnetpolen (N, S) beabstandet ist.
8. Anordnung nach einem der Ansprüche 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Länge der Magnetanordnung wenigstens gleich dem Durchmesser der Plasmakammer
ist.
9. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in einem in Längsrichtung zwischen den beabstandeten Magnetpolen der im Ausgangsbereich
der Plasmakammer angeordneten Magnetringanordnung (MS1, MV1) liegenden Bereich die
Plasmakammer sich in Längsrichtung (z) aufweitend verläuft.
10. Anordnung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufweitung (RM-RC) zwischen 5 % und 75 % des größten Durchmessers (RM) der Plasmakammer
beträgt.
11. Anordnung nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Magnetanordnung (MR1) in Längsrichtung mehrstufig (MS1) mit alternierender Polausrichtung
ist und die Aufweitung der Plasmakammer sich nicht über alle Stufen erstreckt.
12. Anordnung nach Anspruch 1 und 5 oder 9 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass in einem in Längsrichtung zwischen den beabstandeten Magnetpolen (N, S) liegenden
und von beiden Magnetpolen beabstandeten mittleren Längsbereich der magnetische Fluss
innerhalb der Magnetringanordnung (MT1, MS1, MV1) in Längsrichtung (z) abnimmt.
13. Anordnung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Ringmagnetanordnung einen permanentmagnetischen Ringmagneten enthält.
14. Anordnung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Magnetring (MT1) zumindest in einem Teilabschnitt in Längsrichtung bei homogener
Magnetisierung eine abnehmende Wandstärke aufweist.
15. Anordnung nach einem der Ansprüche 12 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass an der Außenseite der Magnetringanordnung (MR1) eine magnetische Abschirmvorrichtung
(AM) mit in Längsrichtung (z) variierender Abschirmwirkung angeordnet ist.
16. Anordnung nach einem der Ansprüche 12 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass an der Außenseite der Magnetringanordnung eine magnetische Kurzschlussanordnung zwischen
in Längsrichtung beabstandeten Magnetpolen angeordnet ist.
1. Plasma accelerator arrangement for generating a directed plasma beam having a plasma
chamber which has a simply continuous cross-sectional area and includes a centre longitudinal
axis (ML), which runs in the longitudinal direction (z), of the plasma beam, having
an electrostatic acceleration field which is at least predominantly parallel to the
centre longitudinal axis, and having a magnet arrangement (M1, M2, M3), which magnet
arrangement has, at least in the output region, a magnet ring arrangement (MR1) which
surrounds the plasma chamber and has magnetic poles (N, S) which are spaced apart
in the longitudinal direction, and which magnet arrangement generates a magnetic field
(ME, MI) in the region of the output of the plasma chamber, the said magnetic field
having a neutral area (NF) which spans the output of the plasma chamber and which
separates a region of magnetic field lines (MI) which are closed within the plasma
chamber and a region of magnetic field lines (ME) of the magnet ring arrangement (MR1)
which are closed outside the plasma chamber and, in an inlet line (EL), meets the
surface of the magnet ring arrangement, characterized in that a soft-magnetic pole shoe is arranged at least on that magnetic pole (N) of the magnet
ring arrangement which faces in the beam direction and projects radially over the
magnet arrangement into the plasma chamber, so that the point at which the neutral
area (NF) intersects the centre longitudinal axis (ML) in the longitudinal direction
(z) lies within a region which ends with an offset of at most 10% of the largest diameter
of the inlet line (EL) in relation to the longitudinal position of the inlet line
in the beam direction.
2. Arrangement according to Claim 1, characterized in that the neutral area (NF) is not offset in relation to the inlet line (EL) in the beam
direction in the region of the passage of the plasma beam in the beam direction (z).
3. Arrangement according to Claim 2, characterized in that the neutral area (NF) is offset in relation to the inlet line (EL) against the beam
direction in the region of the passage of the plasma beam.
4. Arrangement according to one of Claims 1 to 3, characterized in that the magnet ring arrangement (MR1) contains a permanent-magnet ring.
5. Arrangement according to Claim 1, characterized in that the magnet ring arrangement contains a permanent-magnet ring (MT1, MS1) at the output
of the plasma chamber and the radial thickness in the longitudinal direction decreases
from the pole S in the direction of the pole N, so that the magnetic flux density
decreases in the longitudinal direction in a central longitudinal region (LD) which
is situated between the two spaced-apart poles (N, S) of the magnet ring arrangement
in the longitudinal direction and which has components, which are predominantly parallel
to the longitudinal direction, of the field lines (MI) of the magnetic field which
are closed within the plasma chamber in the event of comparison of field regions (F1,
F2) which are symmetrical with respect to the centre of the magnetic stage.
6. Arrangement according to Claim 5, characterized in that soft-magnetic pole shoes (PSA, P12) are provided on the magnet poles (N, S) which
are opposite in the longitudinal direction.
7. Arrangement according to either of Claims 5 and 6, characterized in that the central longitudinal region (LD) is spaced apart from the two magnet poles (N,
S) in each case by 20% of the length of the magnet ring arrangement (MT1, MS1).
8. Arrangement according to either of Claims 6 and 7, characterized in that the length of the magnet arrangement is at least equal to the diameter of the plasma
chamber.
9. Arrangement according to Claim 1, characterized in that the plasma chamber runs such that it widens in the longitudinal direction (z) in
a region which is situated in the longitudinal direction between the spaced-apart
magnet poles of the magnet ring arrangement (MS1, MV1) which is arranged in the output
region of the plasma chamber.
10. Arrangement according to Claim 9, characterized in that the widening (RM-RC) amounts to between 5% and 75% of the largest diameter (RM) of
the plasma chamber.
11. Arrangement according to Claim 9 or 10, characterized in that the magnet arrangement (MR1) has several stages (MS1) with an alternating pole orientation
in the longitudinal direction, and the widening of the plasma chamber does not extend
over all of the stages.
12. Arrangement according to Claims 1 and 5 or 9 or 11, characterized in that the magnetic flux within the magnet ring arrangement (MT1, MS1, MV1) decreases in
the longitudinal direction (z) in a central longitudinal region which is situated
in the longitudinal direction between the spaced-apart magnet poles (N, S) and is
spaced apart from the two magnet poles.
13. Arrangement according to Claim 12, characterized in that the ring magnet arrangement contains a permanent-magnet ring magnet.
14. Arrangement according to Claim 13, characterized in that the magnet ring (MT1) has a decreasing wall thickness at least in a partial section
in the longitudinal direction with homogeneous magnetization.
15. Arrangement according to one of Claims 12 to 14, characterized in that a magnetic shielding apparatus (AM) with a shielding action which varies in the longitudinal
direction (z) is arranged on the outside of the magnet ring arrangement (MR1).
16. Arrangement according to one of Claims 12 to 15, characterized in that a magnetic short-circuit arrangement between magnetic poles which are spaced apart
in the longitudinal direction is arranged on the outside of the magnet ring arrangement.
1. Dispositif accélérateur de plasma pour la production d'un jet de plasma orienté avec
une chambre à plasma possédant une aire de section solidarisée simplement et comprenant
un axe médian longitudinal (ML) s'étendant dans le sens longitudinal (z) du jet de
plasma, avec un champ d'accélération électrostatique au moins essentiellement parallèle
à l'axe médian longitudinal, et avec un ensemble d'aimants (M1, M2, M3) comportant
un ensemble d'anneau magnétique (MR1) entourant la chambre à plasma, au moins dans
la région de sortie, avec des pôles magnétiques (N, S) espacés dans le sens longitudinal,
et produisant un champ magnétique (ME, MI) dans la région de la sortie de la chambre
à plasma, lequel présente une surface neutre (NF) chevauchant la sortie de la chambre
à plasma, laquelle sépare une région de lignes de champ magnétique fermée (MI) à l'intérieur
de la chambre à plasma d'avec une région de lignes de champ magnétique fermée (ME)
à l'extérieur de la chambre à plasma de l'ensemble d'anneau magnétique (MR1), et rencontre
une surface supérieure de l'ensemble d'anneau magnétique en une ligne d'entrée (EL),
caractérisé en ce qu'une corne polaire magnétique douce est agencée au moins sur le pôle magnétique (N)
de l'ensemble d'anneau magnétique qui est orienté dans la direction du jet, et fait
saillie radialement par-dessus l'ensemble d'anneau magnétique dans la chambre à plasma,
de telle façon que l'intersection entre la surface neutre (NF) et l'axe médian longitudinal
(ML) se trouve dans une région finissant en décalage, dans le sens longitudinal (z),
de 10 % maximum du diamètre maximal de la ligne d'entrée (EL) dans la direction du
jet par rapport à la position longitudinale de la ligne d'entrée.
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que dans la région du passage du jet de plasma dans la direction du jet (z), la surface
neutre (NF) ne s'étend pas de façon décalée dans la direction du jet par rapport à
la ligne d'entrée (EL).
3. Dispositif selon la revendication 2, caractérisé en ce que dans la région du passage du jet de plasma, la surface neutre (NF) s'étend de façon
décalée contre la direction du jet par rapport à la ligne d'entrée (EL).
4. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que l'ensemble d'anneau magnétique (MR1) contient un aimant permanent annulaire.
5. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'ensemble d'anneau magnétique contient un aimant permanent annulaire (MT1, MS1)
à la sortie de la chambre à plasma et l'épaisseur radiale dans le sens longitudinal
diminue dans la direction du pôle S vers le pôle N, de telle façon que dans une région
médiane longitudinale (LD) s'étendant entre les deux pôles (N, S) espacés dans le
sens longitudinal de l'ensemble d'anneau magnétique, la densité de flux magnétique
diminue dans le sens longitudinal, avec une composante essentiellement parallèle au
sens longitudinal de la ligne de champ fermée (MI) à l'intérieur de la chambre à plasma
du champ magnétique, en comparant des régions de champ (F1, F2) s'étendant symétriquement
par rapport au centre du niveau magnétique.
6. Dispositif selon la revendication 5, caractérisé en ce que des cornes polaires (PSA, P12) magnétiques douces sont prévues sur les pôles magnétiques
(N, S) opposés dans le sens longitudinal.
7. Dispositif selon l'une des revendications 5 ou 6, caractérisé en ce que la région médiane longitudinale (LD) est respectivement espacée de 20 % de la longueur
de l'ensemble d'anneau magnétique (MT1, MS1) par rapport aux deux pôles magnétiques
(N, S).
8. Dispositif selon l'une des revendications 6 ou 7, caractérisé en ce que la longueur de l'ensemble d'aimants est au moins égale au diamètre de la chambre
à plasma.
9. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que la chambre à plasma s'étend en s'élargissant dans le sens longitudinal (z) dans une
région s'étendant dans le sens longitudinal entre les pôles magnétiques espacés de
l'ensemble d'anneau magnétique (MS1, MV1) agencé dans la région de sortie de la chambre
à plasma.
10. Dispositif selon la revendication 9, caractérisé en ce que l'élargissement (RM-RC) mesure entre 5 % et 75% du diamètre maximal (RM) de la chambre
à plasma.
11. Dispositif selon la revendication 9 ou 10, caractérisé en ce que dans le sens longitudinal, l'ensemble magnétique (MR1) est conçu avec plusieurs niveaux
(MS1) présentant une orientation polaire alternée, et l'élargissement de la chambre
à plasma ne s'étend pas à tous les niveaux.
12. Dispositif selon les revendications 1 et 5 ou 9 ou 11, caractérisé en ce que dans une région médiane longitudinale s'étendant entre les pôles magnétiques (N,
S) espacés dans le sens longitudinal et espacée des deux pôles magnétiques, le flux
magnétique à l'intérieur de l'ensemble d'anneau magnétique (MT1, MS1, MV1) diminue
dans le sens longitudinal (z).
13. Dispositif selon la revendication 2, caractérisé en ce que l'ensemble d'anneau magnétique contient un aimant permanent annulaire.
14. Dispositif selon la revendication 3, caractérisé en ce que l'anneau magnétique (MT1) présente une épaisseur de paroi décroissante au moins dans
une section partielle dans le sens longitudinal avec une magnétisation homogène.
15. Dispositif selon l'une des revendications 2 à 4, caractérisé en ce qu'un dispositif de blindage magnétique (AM) est agencé du côté extérieur de l'ensemble
d'anneau magnétique (MR1), avec un effet de blindage variable dans le sens longitudinal
(z).
16. Dispositif selon l'une des revendications 2 à 5, caractérisé en ce qu'un dispositif de coupure magnétique est agencé du côté extérieur de l'ensemble d'anneau
magnétique entre les pôles magnétiques espacés dans le sens longitudinal.