[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft allgemein einen Sammelcontainer zum Sammeln von
Sammelmaterial wie Abfall, Wertstoffen und dergleichen. Insbesondere betrifft die
Erfindung einen Presscontainer mit einem etwa quaderförmigen Aufnahmekorpus, der von
mehreren Containerwänden begrenzt ist, fünfseitig einschließlich der Oberseite geschlossen
ausgebildet und an einer Stirnseite mit einer Pressenöffnung versehen ist.
[0002] Je nach Einsatzzweck und Typ des zu sammelnden Sammelmaterials müssen Sammelcontainer
mehr oder weniger massiv ausgebildet sein, wobei insbesondere die Seitenwände eine
hohe Steifigkeit besitzen müssen, damit sie unter der Last der Sammelmaterialbefüllung
nicht ausbauchen. Insbesondere bei Presscontainern, bei denen das Sammelmaterial in
den Aufnahmekorpus bzw. Speicherraum hineingepresst wird, treten hohe Drücke im Sammelcontainer
auf. Derartige Presscontainer sind fünfseitig einschließlich der Oberseite geschlossen
und besitzen üblicherweise an einer ihrer Stirnseiten eine Pressenöffnung, wobei an
die genannte Stirnseite eine Presse angeschlossen ist, die über eine Befüllöffnung
in einen Pressenraum gegebenes Sammelmaterial mittels eines Presskolbens in den Sammelcontainer
hinein presst. Hohe Druckbelastungen treten hierbei nicht nur an der der Presse gegenüber
liegenden Wandung des Sammelcontainers, sondern auch an den sich üblicherweise parallel
zur Einpressrichtung erstreckenden Seitenwänden auf, die besonders bei schweren, nassen
und hoch verdichtbaren Materialien besonders groß werden können. Aufgrund der hohen
Pressdrücke werden gerade die langen Seitenwände auf Ausbauchen beansprucht.
[0003] Um derartigen Druckbelastungen durch das eingepresste Material widerstehen zu können,
wurde bereits vorgeschlagen, die Seitenwände mit gurtförmigen Versteifungsrippen einzufassen,
die insbesondere von T-förmigen oder U-förmigen Trägerprofilen gebildet sein können,
die von außen auf die Seitenwände aufgeschweißt werden. Dabei ist es bekannt, derartige
gurtförmige Versteifungsrippen horizontal oder vertikal über die gesamten Seitenwände
zu führen, wobei auch bereits vorgeschlagen wurde, horizontale und vertikale Gurte
nach Art eines spinnennetzförmigen Skeletts auf die Seitenwand zu schweißen. Derartige
gurtförmige Versteifungsrippen auf den Seitenwänden von Presscontainern zeigen beispielsweise
die
DE 10 2005 054 986 B3 oder die
DE 19609246.
[0004] Durch derartige Versteifungsgurte erhält die Außenseite des Sammelcontainers jedoch
eine kassettenförmige Struktur mit vielen Ecken und Kanten, an die sich an dem Sammelcontainer
hantierende Personen stoßen können. Überdies sammelt sich auf den Versteifungsrippen
Schmutz und Dreck, wobei die Versteifungsgurte auch die Gefahr bergen, dass beim Vorbeifahren
etwas daran hängenbleibt. Auch ist es schwierig, auf einer solchermaßen strukturierten
Außenseite Betreiberschilder, Hinweistafeln oder Werbeflächen aufzubringen.
[0005] Um derartige Probleme zu vermeiden, wurde bereits versucht, auf die Außengurte zu
verzichten. Eine Verlegung auf die Innenseite der Containerwand ist jedoch nicht ohne
weiteres möglich, da dies die Befüllung des Containers behindert, insbesondere dann,
wenn die Gurte quer zur Pressrichtung verlaufen. Jedoch auch bei parallel zur Pressrichtung
verlaufenden Versteifungsgurten auf der Innenseite kann sich der Abfall daran anlagern
und insbesondere das Entleeren des Containers behindern.
[0006] Es wurde daher bereits versucht, gänzlich auf solche Versteifungsgurte zu verzichten.
Dies wurde insbesondere durch die Verwendung von hochfesten Baustählen für die Wandungsplatten
versucht, was bei geeigneter Geometrie der Containerwände zwar in der Tat eine Erhöhung
der Steifigkeit bewirkt, jedoch die Materialkosten beträchtlich erhöht und ggf. auch
die Fertigung erschwert, da bestimmte hochfeste Stähle schwieriger zu verarbeiten
sind.
[0007] Hiervon ausgehend liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, einen verbesserten
Sammelcontainer der genannten Art zu schaffen, der eine auch für hohe Belastungen
ausreichende Steifigkeit der Containerwände besitzt, ohne dies durch ein übermäßiges
Baugewicht zu erkaufen, und das stirnseitige Einpressen des Sammelmaterials nicht
behindert.
[0008] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch einen Sammelcontainer gemäß Anspruch 1 gelöst.
Bevorzugte Ausgestaltungen der Erfindung sind dabei Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
[0009] Es wird also vorgeschlagen, die Versteifungskonturen, die das Flächenträgheitsmoment
bezüglich Biegung vergrößern, in die Containerwand zu integrieren und die Containerwand
selbst derart zu formen, dass sie selbst eine erhöhte Steifigkeit gegenüber Ausbauchen
erhält. Diese sozusagen selbst tragende, selbst aussteifende Struktur wird erfindungsgemäß
dadurch geschaffen, dass zumindest eine der Containerwände zumindest abschnittsweise
doppelschalig mit Innenschale und Außenschale, die miteinander verbunden sind, ausgebildet
ist und mit rinnenförmigen Ein-und/oder Ausbuchtungen versehen ist. Diese Kombination
von Maßnahmen erhöht die Steifigkeit beträchtlich, ohne dies mit hohem Gewicht zu
erkaufen. Gleichzeitig wird eine insgesamt noch einigermaßen glatte Innen- und Außenfläche
erzielt, die weder das Befüllen noch das Entleeren des Containers behindern und auch
die Nutzung der Außenfläche als Hinweistafel oder Werbefläche erleichtert. Die rinnenförmigen
Ein- und Ausbauchungen bilden dabei sozusagen Versteifungssicken bzw. -beulen, die
das Flächenträgheitsmoment der Containerwand bezüglich Biegebeanspruchungen um in
der Wand liegende Biegungsachsen beträchtlich erhöht. Zusätzlich wird die Steifigkeit
noch durch die zumindest bereichsweise vorgesehene Doppelschaligkeit erhöht, so dass
mit insgesamt dünnen Wandungsstärken und auch ohne hochfeste Stähle eine hohe Steifigkeit
gegenüber Ausbauchen der Containerwand erzielt wird. Die hohe Steifigkeit geht somit
einher mit niedrigem Baugewicht und einer einfachen Verarbeitung des Wandungsmaterials.
[0010] Die genannten rinnenförmigen Ein- und Ausbauchungen können dabei grundsätzlich verschieden
konturiert sein. Insbesondere werden die rinnenförmigen Ein- und Ausbuchtungen von
gegenläufigen Abkantungen der Containerwand gebildet, die zwischen den Abkantungen
ebene, streifenförmige Wandungsabschnitte besitzen kann. Im Bereich der Abkantungen
können selbstverständlich ausreichende Kantradien eingehalten werden. Im Übrigen ist
es jedoch von Vorteil, wenn die Wandungsabschnitte zwischen den Abkantungen eben ausgebildet
sind. Die Kombination von Abkantungen und ebenen Wandungsabschnitten vereint hohe
Steifigkeit und einfache Fertigung.
[0011] Alternativ zu derartigen Abkantungen könnten die Ein- und Ausbauchungen auch bogenförmig
konturiert sein, beispielsweise in Form von aneinander anschließenden, gegenläufig
gekrümmten Bogensegementen, insbesondere Kreisbogensegmenten. Bevorzugt ist jedoch
die zuvor genannte Ausbildung mit Abkantungen und ebenen, streifenförmigen Zwischenabschnitten,
was bei einfacherer Fertigung eine ausreichend hohe Steifigkeit mit sich bringt.
[0012] Die rinnenförmigen Ein- und Ausbuchtungen sind dabei vorteilhafterweise parallel
zu einer Hauptachse des Sammelcontainers ausgerichtet. Insbesondere können sämtliche
rinnenförmigen Ein- und Ausbuchtungen sich parallel zur Pressachse erstrecken, entlang
derer das Material in den Sammelcontainer verpresst wird. Hierdurch bleibt einerseits
die Zugfestigkeit der Containerwand in Pressrichtung erhalten. Zum anderen wird das
Einpressen des Materials nicht behindert. Vorteilhafterweise sind die Containerwände
in Einpressrichtung auf ihrer Innenseite hinterschneidungsfrei ausgebildet. Die zuvor
genannte Pressrichtung erstreckt sich hierbei üblicherweise senkrecht zu einer Stirnseite
des Sammelcontainers, in der eine Pressöffnung vorgesehen ist, durch die hindurch
von einer Presse her das Sammelmaterial in den Sammelcontainer gepresst wird. An der
genannten Stirnseite kann eine geeignete Presse lösbar montiert oder auch fest angeschlossen
sein. Insbesondere sind die Innenseiten der Containerwandungen im Wesentlichen über
die gesamte Containerlänge, d.h. in Pressrichtung, hinterschneidungsfrei ausgebildet
und nach Art eines Strangpressprofils geformt, so dass das eingepresste Sammelgut
ohne Behinderungen zwischen der stirnseitigen Einpressöffnung und der gegenüberliegenden
Containerstirnseite verpresst werden kann. Ist vorteilhafterweise die Einpressöffnung
in einer der Stirnseiten vorzugsweise etwa mittig vorgesehen, erstrecken sich die
Konturen des Strangpressprofils vorteilhafterweise etwa horizontal und/oder parallel
zur Längsachse des Containers.
[0013] Um eine besonders hohe Steifigkeit zu erreichen, kann auch der doppelschalige Abschnitt
der Containerwand mit rinnenförmigen Ein- und Ausbuchtungen versehen sein, wobei zumindest
eine Einbuchtung oder zumindest eine Ausbuchtung an der Außenschale und/oder an der
Innenschale vorgesehen sein kann.
[0014] Grundsätzlich kann die gesamte Containerwand doppelschalig ausgebildet sein, wodurch
sich eine erhöhte Steifigkeit über die gesamte Fläche der Containerwand ergibt. Vorteilhafterweise
jedoch ist die Doppelschaligkeit auf den Bereich maximaler Ausbeulgefahr beschränkt
bzw. nur in dem Bereich vorgesehen, in dem die Containerwand maximal auf Biegung beansprucht
wird. Insbesondere kann der doppelschalige Abschnitt auf einen Mittelbereich der Containerwand
begrenzt sein, wobei in vorteilhafter Weiterbildung der Erfindung ein horizontaler
Streifen von bis zu einem Drittel der Gesamtbreite bzw. -höhe der Containerwand doppelschalig
ausgebildet sein kann. Mit einer nur abschnittsweise Doppelschaligkeit wird die Steifigkeit
der Containerwand nur dort erhöht, wo dies tatsächlich erforderlich ist, wodurch hohe
Ausbeulfestigkeit mit niedrigem Gewicht gleichermaßen vereint wird.
[0015] Vorteilhafterweise sind in dem doppelwandigen Abschnitt der Containerwand sowohl
die Innenschale als auch die Außenschale mit zumindest einer rinnenförmigen Versteifungskontur
versehen, wobei vorteilhafterweise die Innenschale und die Außenschale zueinander
gegenläufig ausbauchen, insbesondere derart, dass die Außenschale des doppelwandigen
Abschnitts zumindest eine nach außen zur Containeraußenseite hin ausbauchende Ausbauchung
und die Innenschale eine zur Containerinnenseite hin ausbauchende Ausbauchung besitzt.
Hierdurch wird eine maximale Wandstärke im Bereich der Doppelschaligkeit erzielt,
die ein maximales Flächenträgheitsmoment und damit eine maximale Steifigkeit bewirkt.
[0016] In vorteilhafter Weiterbildung der Erfindung sind die Wandstärke des doppelwandigen
Abschnitts, d.h. der Abstand von Innenschale zu Außenschale und die Tiefe bzw. Höhe
der Ein- und Ausbauchungen aufeinander abgestimmt. Ein guter Kompromiss zwischen hoher
Steifigkeit einerseits und verhältnismäßig geringer Unebenheit der Wandungsfläche
andererseits kann dadurch erzielt werden, dass die Ein- und Ausbuchtungen eine Tiefe
bzw. Höhe besitzen, die zwischen 40 % und 160 % der Dicke bzw. Wandstärke des doppelwandigen
Abschnitts beträgt. Sind in der vorgenannten Weise die Innenschale und die Außenschale
des doppelwandigen Abschnitts zueinander gegenläufig ausbauchend strukturiert, kann
die Tiefe einer einzelnen Einbuchtung bzw. Ausbuchtung vorzugsweise etwa 50 % der
Wandstärke des genannten doppelwandigen Abschnitts betragen. Ist nur die Außenschale
mit einer Ausbauchung versehen oder sind die Ein- und Ausbauchungen auf einen nicht
doppelwandigen Bereich der Containerwand beschränkt, kann die Tiefe der Einbuchtungen
bzw. die Höhe der Ausbuchtungen vorteilhafterweise zwischen 100 % und 150 % der Dicke
bzw. Wandstärke des doppelwandigen Abschnitts betragen.
[0017] Die Anzahl der Ein- und Ausbuchtungen der Containerwand kann grundsätzlich variieren.
Um einerseits eine hohe Aussteifung zu bewirken und andererseits keine kleinteilig
strukturierte Oberfläche mit übermäßig vielen Sicken und Sätteln zu haben, können
in vorteilhafter Weiterbildung der Erfindung zwischen 3 und 15, vorzugsweise zwischen
5 und 8 Abkantungen an einer Containerwand vorgesehen sein. Die Abkantungen können
dabei grundsätzlich verschieden stark ausgebildet sein, wobei in bevorzugter Ausführung
der Erfindung die Abkantungen einen stumpfen Winkel zwischen 160° und 200°, vorzugsweise
zwischen 170° und 190° einschließen.
[0018] Um den Effekt der Doppelwandigkeit hinsichtlich der Erhöhung der Steifigkeit zu maximieren,
kann in vorteilhafter Weiterbildung der Erfindung zwischen Innenschale und Außenschale
zumindest ein Aussteifungselement vorgesehen sein, das vorteilhafterweise die Innenschale
und die Außenschale miteinander verbindet. In vorteilhafter Weiterbildung der Erfindung
kann zwischen Innen- und Außenschale mindestens eine Aussteifungsstrebe angeordnet
sein, durch die Innen- und Außenschale aufeinander abgestützt sind. Beispielsweise
kann als Abstützstrebe ein Versteifungsgurt zwischen Innenschale und Außenschale integriert
sein. Insbesondere sind die Innen- und Außenschalen des doppelschaligen Wandungsabschnitts
durch mindestens eine Abstützstrebe starr miteinander verbunden und voneinander beabstandet,
wobei vorzugsweise die Abstützstrebe einen vorzugsweise parallel zur Wandungs-Knickrichtung
verlaufenden Versteifungsgurt bildet.
[0019] Alternativ oder zusätzlich kann der zwischen Innen- und Außenschale gebildete Innenraum
mit einem Stützschaum ausgeschäumt sein. Hierdurch wird in besonders leicht bauender
Weise eine zusätzliche Erhöhung der Steifigkeit erzielt.
[0020] Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines bevorzugten Ausführungsbeispiels und
zugehöriger Zeichnungen näher erläutert. In den Zeichnungen zeigen:
- Fig. 1:
- eine schematische, perspektivische Darstellung einer Presssammelvorrichtung mit einem
Presscontainer und einer daran befestigten Presse zum Verpressen und Sammeln von Sammelmaterialien
wie Abfall oder Wertstoffen, wobei der Sammelcontainer nach einer bevorzugten Ausführung
der Erfindung an seinen Wänden mit horizontalen, rinnenförmigen Ausbuchtungen und
Einbuchtungen versehen ist,
- Fig. 2:
- eine perspektivische Innenansicht einer Seitenwand des Sammelcontainers aus Fig. 1,
die die Abkantungen und die doppelwandige Ausbildung der Containerwand zeigt, und
- Fig. 3:
- einen Querschnitt durch eine Seitenwand des Sammelcontainers aus Fig. 1, die deren
doppelwandigen Mittelabschnitt sowie deren Abkantungen zeigt.
[0021] Die in Fig. 1 gezeichnete Ausführungsform der Presssammelvorrichtung 1 umfasst einen
im Wesentlichen - grob gesprochen - quaderförmigen Sammel- bzw. Presscontainer 2,
an dessen einer Stirnseite eine Presse 3 angeordnet ist, wobei in der gezeichneten
Ausführungsform der Presscontainer 2 und die Presse 3 gemeinsam eine Rollcontainereinheit
mit Rollen 21 an gegenüber liegenden Enden bilden, die über ein Kupplungsstück 22
in Form eines Greifhakens, der in der gezeichneten Ausführung an der von der Presse
3 gebildeten Stirnseite der Presssammelvorrichtung 1 angeordnet ist, in an sich bekannter
Weise von einem an sich ebenfalls bekannten Ladefahrzeug gegriffen, angehoben und
auf die Ladefläche des Ladefahrzeugs gezogen werden kann.
[0022] Der Presscontainer 2 besitzt an seiner der Presse 3 zugewandten Stirnseite in der
dort vorgesehen, stirnseitigen Containerwand 5 eine Pressenöffnung 17, die sich im
Wesentlichen über die untere Hälfte der pressenseitigen Stirnwand 5 des Sammelcontainers
2 erstreckt. Die Pressenöffnung 6 ist dabei dem Ausschubquerschnitt der Presse 3 zugeordnet,
so dass durch die Pressöffnung 6 hindurch der Sammelcontainer 2 mit dem jeweiligen
Sammelmaterial befüllbar ist.
[0023] Die Presse 3 besitzt dabei in der gezeichneten Ausführung auf ihrer Oberseite eine
Befüllöffnung 23, die in der gezeichneten Ausführung seitlich von schräg nach oben
verlaufenden Seitenwandabschnitten 24 begrenzt wird, die vom oberen Rand der Stirnseite
der Presse 3 zu der oberen Kante des höheren Sammelcontainers 2 verlaufen, vgl. Fig.
1.
[0024] Wie Fig. 1 zeigt, besitzt der Presscontainer 2 einen im Wesentlichen quaderförmigen
Aufnahmekorpus 4, der von den gegenüber liegenden, stirnseitigen Containerwänden 5
und 6, den beiden im Wesentlichen rechteckigen Seitenwänden 7 und 8 sowie den die
Decke und den Boden bildenden Containerwänden 9 und 10 begrenzt wird, vgl. Fig. 1.
Die genannten Containerwände sind dabei im Bereich der stirnseitigen Wände 5 und 6
mit spantenartigen Verbindungsrahmen 25 zusammengefasst und miteinander verbunden.
Wie Fig. 2 zeigt, umfassen dabei die Containerwände endseitig angeordnete Verbindungsrahmenstücke
25a, mittels derer sie entsprechend zusammengebaut werden können.
[0025] Wie Fig. 1 zeigt, sind die seitlichen Containerwände 7 und 8, die am meisten für
ein Ausbauchen anfällig sind, sowie die die Decke bildende Containerwand 9 mit einer
ihre Steifigkeit erhöhenden Abkantungsstruktur versehen. Grundsätzlich könnte auch
die den Boden 10 bildende Containerwand entsprechend ausgebildet sein. Dort sind allerdings
regelmäßig Bodenträger 26 vorgesehen, die einerseits die Aufstandsfläche der Presscontainereinheit
bilden und andererseits den Containerboden versteifend abstützen. Auch die stirnseitigen
Containerwände 5 und 6 könnten grundsätzlich mit der genannten Abkantungsstruktur
versehen sein, allerdings ist dort die Ausbauchgefahr geringer, so dass dort ggf.
je nach den Umständen auf eine solche Struktur verzichtet werden kann.
[0026] Die Fig. 2 und 3 zeigen die Abkantungsstruktur einer Seitenwand 7 bzw. 8 näher. Im
Gegensatz zu herkömmlichen Containerwänden, die im Wesentlichen eben oder leicht tonnenförmig
gewölbt sind, ist die Containerwandung abwechselnd hin- und hergehend abgekantet,
so dass das Material der Containerwandung selbst rinnenförmige Ein- und Ausbuchtungen
13 und 14 bildet. Wie Fig. 2 zeigt, erstrecken sich die Abkantungen 15 im Wesentlichen
horizontal und damit parallel zur Hauptachse des Presscontainers 2, so dass auch die
rinnenförmigen Ein- und Ausbuchtungen eine Längsachse parallel zur Hauptachse des
Presscontainers 2 besitzen. Die Abkantungen 15 sind dabei vorteilhafterweise voneinander
unterschiedlich weit beabstandet, so dass die Ein- und Ausbuchtungen unterschiedliche
Breiten besitzen, die sich bei dem gezeichneten horizontalen Verlauf nach oben erstreckt,
d.h. die Rinnenbreite würde bei der Seitenwand gemäß Fig. 2 in vertikaler Richtung
gemessen werden. In der gezeichneten Ausführungsform sind dabei fünf Abkantungen an
einer seitlichen Containerwand 7 bzw. 8 vorgesehen, wodurch sich zwei Einbuchtungen
und drei Ausbuchtungen ergeben, wie dies Fig. 3 näher zeigt.
[0027] Zwischen den Abkantungen 15 sind die entsprechenden Wandabschnitte eben ausgebildet,
so dass sich zwischen den Abkantungen 15 streifenförmige, ebene Verbindungsabschnitte
ergeben, die zwei benachbarte, gegenläufige Abkantungen miteinander verbinden.
[0028] Wie Fig. 3 zeigt, sind die Wandungsabschnitte an den Abkantungen 15 nur relativ leicht
abgekantet. Die Abkantungen 15 definieren dabei stumpfe Winkel im Bereich zwischen
160° und 200°, insbesondere etwa zwischen 170° und 190°, so dass die Containerwand
insgesamt eine leicht wellige Struktur erhält, die aber immer noch einigermaßen flach
ist.
[0029] Wie die Fig. 2 und 3 zeigen, ist die Containerwand 7 bzw. 8 in einem streifenförmigen
Mittelabschnitt, also etwa im Bereich halber Höhe zwischen Unterkante und Oberkante
des Presscontainers 2, doppelschalig ausgebildet, wobei die Außenschale 12 und die
Innenschale 11 in dem doppelschaligen Abschnitt ebenfalls in der zuvor genannten Weise
ausgebildete Abkantungen 15 aufweisen, so dass die Innen- und Außenschalen 11 und
12 jeweils leicht ausbauchen. Wie Fig. 3 zeigt, bildet die Außenschale 12 eine Ausbauchung
zur Außenseite hin, während die Innenschale 11 zur Containerinnenseite hin ausbaucht.
Die Wandstärke bzw. Dicke 19 des doppelschaligen Abschnitts entspricht hierdurch im
Wesentlichen der doppelten Tiefe bzw. Höhe 18 einer einfachen Ausbuchtung 14.
[0030] Der Bereich der doppelschaligen Ausbildung ist dabei, wie die Fig. 2 und 3 zeigen,
auf einen streifenförmigen Mittelabschnitt begrenzt, der etwa - grob gesprochen -
bis zu einem Drittel der Höhe der Seitenwand bzw. der Breite der Decke ausmachen kann
und im Bereich größter Ausbauchbeanspruchung vorgesehen ist. In den oberen und unteren
Randstreifen hingegen ist die in Fig. 2 gezeigte Containerwand einschalig ausgebildet.
[0031] Die Innenschale 11 und die Außenschale 12 sind vorteilhafterweise durch zumindest
eine in den Zwischenraum zwischen die beiden Schalen integrierte Abstützstrebe 20
aufeinander abgestützt und fest miteinander verbunden, wodurch die Steifigkeit noch
weiter erhöht wird. Vorteilhafterweise können dabei mehrere solcher Abstützstreben
20 angeordnet sein, die vorteilhafterweise im Bereich der Abkantungen von Innen- und
Außenschale 11 bzw. 12 angeordnet sein können.
[0032] In der gezeichneten Ausführung gemäß Fig. 2 sind die zuvor genannten Abstützstreben
20 in Form von gurtartigen Versteifungsstreben ausgebildet, die sich längs der Abkantungen
15 von Innen- und Außenschale erstrecken.
[0033] Alternativ oder zusätzlich kann der zwischen Innen- und Außenschale gebildete Innenraum
des doppelschaligen Wandabschnitts mit einem Stützschaum ausgeschäumt sein, wodurch
ebenfalls eine weitere Steifigkeitserhöhung erzielt werden kann.
[0034] Um eine hohe Korrosionsbeständigkeit gegenüber äußeren Einflüssen und eine makellose
Außenoptik zu erreichen, wird in vorteilhafter Weiterbildung der Erfindung die Außenseite
der Containerwand schweißnahtfrei ausgebildet. Die Innenschale 11 des doppelschaligen
Abschnittes kann von innen her auf die Außenschale 12 aufgeschweißt werden, während
die genannte Außenschale 12 Teil der abgekanteten Containerwandung ist, welche die
Außenschale bildet.
[0035] Wie Fig. 3 zeigt, besitzt die Containerwand 7 bzw. 8 an sich bereits eine relativ
glatte Außenseite, da die Abkantungen relativ flach gehalten sind. Um die Außenseite
des Presscontainers 2 noch besser als Informationsträger bzw. -tafel nutzen zu können,
kann in vorteilhafter Weise der Erfindung über die Außenseite der Containerwand ein
vorzugsweise biegeschlaffer Informationsträger gespannt sein, beispielsweise in Form
eines Tuchs, einer Folie oder eines geeigneten Gewebes, das in Fig. 3 mit der Bezugsziffer
27 gekennzeichnet ist.
1. Sammelcontainer, insbesondere Presscontainer, zum Sammeln von Sammelmaterial wie Abfall,
Wertstoffen und dergleichen, mit einem vorzugsweise etwa quaderförmigen Aufnahmekorpus
(4), der von mehreren Containerwänden (5, 6, 7, 8, 9, 10) begrenzt ist, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine der Containerwände (7, 8, 9) zumindest abschnittsweise doppelschalig
mit einer Innenschale (11) und einer Außenschale (12), die miteinander verbunden sind,
ausgebildet ist, und mit rinnenförmigen Ein- und Ausbuchtungen (13, 14) versehen ist.
2. Sammelcontainer nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei die rinnenförmigen Ein- und
Ausbuchtungen (13, 14) durch gegenläufige Abkantungen (15) der Containerwand (7, 8,
9) gebildet sind.
3. Sammelcontainer nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei die Containerwand (7, 8, 9)
zwischen den Abkantungen (15) ebene, streifenförmige Wandungsabschnitte (16) besitzt.
4. Sammelcontainer nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei in einer Stirnseite
(5) des Sammelcontainers eine Pressenöffnung (17) vorgesehen ist, durch die das Sammelmaterial
entlang einer Containerhauptachse in den fünfseitig einschließlich der Containeroberseite
geschlossenen Sammelcontainer pressbar ist, wobei zumindest die beiden an die genannte
Stirnseite (5) angrenzenden Seitenwände (7, 8) mit den genannten rinnenförmigen Ein-
und Ausbuchtungen (13, 14) versehen sind, die sich parallel zu der genannten Containerhauptachse
erstrecken, wobei die Innenseiten der Containerwandungen im Wesentlichen über die
gesamte Containerlänge parallel zur Containerhauptachse hinterschneidungsfrei ausgebildet
sind.
5. Sammelcontainer nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die zumindest eine
Containerwand (7, 8, 9) auch in ihrem doppelschaligen Abschnitt an dessen Außenschale
und/oder an dessen Innenschale zumindest eine rinnenförmige Ausbuchtung und/oder zumindest
eine rinnenförmige Einbuchtung aufweist.
6. Sammelcontainer nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei die Außenschale (12) eine
Ausbuchtung (14) zur Containeraußenseite hin und die Innenschale (11) eine gegenläufige
Ausbuchtung (14) zur Containerinnenseite hin besitzt.
7. Sammelcontainer nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Ein-und Ausbuchtungen
(13, 14) eine Tiefe oder Höhe (18) besitzen, die zwischen 40 % und 160 % der Dicke
(19) des doppelschaligen Abschnitts, vorzugsweise etwa 40 % bis 60 % der Dicke des
doppelschaligen Abschnitts beträgt.
8. Sammelcontainer nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der doppelschalige
Abschnitt auf einen Mittelbereich der Containerwand (7, 8, 9), vorzugsweise auf einen
Mittelstreifen von bis zu einem Drittel der Gesamtbreite der Containerwand (7, 8,
9) begrenzt ist.
9. Sammelcontainer nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die zumindest eine
Containerwand (7, 8, 9) zwischen 3 und 15, vorzugsweise zwischen 5 und 8 Abkantungen
(15) besitzt.
10. Sammelcontainer nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Abkantungen (15)
einen stumpfen Winkel zwischen 160° und 200°, vorzugsweise zwischen 170° und 190°
einschließen.
11. Sammelcontainer nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Innen- und Außenschalen
(11, 12) des doppelschaligen Abschnitts durch zumindest eine Abstützstrebe (20), die
zwischen der Innen- und Außenschale angeordnet ist, aufeinander abgestützt sind.
12. Sammelcontainer nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei die zumindest eine Abstützstrebe
einen vorzugsweise L-, T-, Doppel-T- oder U-förmigen Versteifungsgurt bildet, der
zwischen die Innenschale (11) und die Außenschale (12) integriert ist.
13. Sammelcontainer nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der zwischen der Innen-
und Außenschale (11, 12) gebildete Innenraum mit einem Stützschaum ausgeschäumt ist.
14. Sammelcontainer nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Abkantungen (15)
an einer Containerwand (7, 8) voneinander unterschiedlich weit beabstandet sind und/oder
zwischen den Abkantungen (15) unterschiedlich breite Wandungsstreifen (16) vorgesehen
sind.
15. Sammelcontainer nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei über die Außenseite
des Aufnahmekorpus eine vorzugsweise biegeschlaffe Informationsträgerhülle gespannt
ist, die auf den Ausbuchtungen (14) aufliegt und sich kontaktfrei über die Einbuchtungen
(13) spannt.