| (19) |
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(11) |
EP 2 103 717 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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21.04.2010 Patentblatt 2010/16 |
| (22) |
Anmeldetag: 29.02.2008 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (54) |
Pyrophosphat-basiertes Bad zur Abscheidung von Zinn-Legierungsschichten
Pyrophosphate-based bath for depositing tin alloy layers
Bain à base de pyrophosphate destiné à la déposition de couches d'alliage d'étain
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MT NL NO PL
PT RO SE SI SK TR |
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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23.09.2009 Patentblatt 2009/39 |
| (73) |
Patentinhaber: ATOTECH Deutschland GmbH |
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10553 Berlin (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Hartmann, Philip
10587 Berlin (DE)
- Kohlmann, Lars
12109 Berlin (DE)
- Brunner, Heiko
10247 Berlin (DE)
- Schulz, Klaus Dieter
13585 Berlin (DE)
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| (74) |
Vertreter: Albrecht, Thomas et al |
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Kraus & Weisert
Patent- und Rechtsanwälte
Thomas-Wimmer-Ring 15 80539 München 80539 München (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
JP-A- 10 102 278 US-B1- 6 416 571
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US-A1- 2005 166 790
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- DATABASE WPI Derwent Publications Ltd., London, GB; AN 1989-128377 XP002485326 BARCHAN
G P; SMIRNOV V A; SUKHOLENTS E A: "Electrolyte for nickel based coatings - contains
nickel sulphate, boric acid and derivs. of pyrrolidone and improves coating properties"
& SU 1 432 093 A ((UYRO ) UNIV ROST) 23. Oktober 1988 (1988-10-23)
- DATABASE WPI Derwent Publications Ltd., London, GB; AN 1982-74146E XP002485327 SMIRNOV
V A; SUKHOLENTS E A; SUKHOLENTS T V: "Chromium plating electrolyte compsn. - contg.
chromium sulphate, sodium sulphate, methyl pyrrolidone and di:alkyl-methyl benzyl
ammonium chloride" & SU 876 797 A ((ROMA-R) ROST MACH CONS TECH) 30. Oktober 1981
(1981-10-30)
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
Gebiet der Erfindung
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein wässriges cyanid-freies Bad und ein Verfahren
zur cyanid-freien Abscheidung von Zinn-Legierungen, insbesondere Zinn-Kupfer-Legierungen,
das N-Methylpyrrolidon als organischen Glanzbildner enthält.
[0002] Die Erfindung ermöglicht die cyanid-freie Abscheidung von homogenen, glänzenden Zinn-Legierungsschichten,
insbesondere Zinn-Kupfer-Legierungsschichten, deren Legierungsverhältnis je nach eingesetztem
Metallsalzverhältnis innerhalb des Elektrolyten gezielt eingestellt werden kann.
Stand der Technik
[0003] Zinn-Legierungen und insbesondere Kupfer-Zinn-Legierungen sind als Alternative zu
Nickelabscheidungen in den Fokus des Interesses gekommen. Galvanisch abgeschiedene
Nickelschichten werden üblicherweise sowohl für dekorative als auch funktionale Anwendungen
eingesetzt.
[0005] Industriell etabliert sind cyanid-haltige Kupfer-Zinn-Legierungsbäder. Aufgrund strenger
werdender Regularien und der hohen Toxizität und problematischen und teuren Entsorgung
dieser cyanid-haltigen Bäder besteht ein wachsender Bedarf an cyanid-freien Kupfer-Zinn-Elektrolyten.
[0006] Zu diesem Zweck sind vereinzelt cyanid-freie pyrophosphat-haltige Elektrolyte entwickelt
worden. So beschreibt die
JP 10-102278 A ein Kupfer-Zinn-Legierungsbad auf Pyrophosphat-Basis, das als Additiv ein Reaktionsprodukt
eines Amins und eines Epihalodrin-Derivates (Molverhältnis 1:1), ein Aldehyd-Derivat
und gegebenenfalls je nach Anwendung Tenside enthält. Die
US 6416571 B1 beschreibt ebenfalls ein Pyrophosphat-basierendes Bad, welches ebenfalls als Additive
ein Reaktionsprodukt eines Amins und eines Epihalohydrin-Derivates (Molverhältnis
1:1), ein kationisches Tensid, gegebenenfalls weitere oberflächenaktive Tenside und
ein Antioxidationsmittel enthält.
[0007] Nachteilig bei den oben genannten Bädern ist, dass gerade bei Trommelgalvanisierungen
keine einheitlichen Legierungsschichten erhalten werden, so dass die Produkte keine
einheitliche Farbgebung und Glanz aufweisen.
[0008] Zur Lösung dieses Problems wird in der
WO 2004/005528 ein pyrophosphathaltiges Kupfer-Zinn-Legierungsbad vorgeschlagen, das als Additiv
ein Reaktionsprodukt eines Amin-Derivates, besonders bevorzugt Piperazin, eines Epihalohydrin-Derivates,
vor allem Epichlorhydrin, und eines Glycidylethers enthält. Zur Herstellung dieses
Reaktionsproduktes wird ein Gemisch bestehend aus Epichlorhydrin und dem Glycidylether
langsam unter genauer Temperaturkontrolle zu einer wässrigen Lösung des Piperazin
gegeben, wobei die Temperatur von 65 bis 80°C eingehalten werden muss. Nachteilig
bei diesem Additiv ist die schwierig zu kontrollierende Reaktionsführung gerade bei
hohen Temperaturen, da derartige Reaktionsprodukte bei zu hohen Reaktions- und/oder
Lagertemperaturen zur Nachreaktion und somit Bildung hochmolekularer und somit teilweise
wasserunlöslicher und unwirksamer Polymere neigen. Ein Ausweg aus diesem Dilemma kann
nur durch eine Reaktionsführung in sehr hoher Verdünnung (< 1 Gew.-%) erreicht werden.
Dabei kommt es bei derartig gering konzentrierten Additiv-Lösungen bei mehrmaligem
Nachdosieren zu einem nachteiligen Lösungsaufbau des Elektrolyten. Dadurch kann es
bei längerem Elektrolytgebrauch zu schwankenden Abscheidungen kommen.
[0009] Ferner zeigt dieser Elektrolyt Schwächen bei Anwendungen in der Gestellgalvanisierung.
So ist die Qualität der abgeschiedenen Schichten, die oftmals einen Schleier zeigen,
sehr stark von der Art der Warenbewegung während der Elektrolyse abhängig. Die auf
diese Weise erhaltenen Kupfer-Zinn-Überzüge weisen zudem oftmals Poren auf, was gerade
bei dekorativen Überzügen problematisch ist.
Zusammenfassung der Erfindung
[0010] Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, ein galvanisches Bad für Zinn-Legierungen
zu entwickeln, welches die Herstellung von optisch ansprechenden Zinn-Legierungsschichten
ermöglicht.
[0011] Dabei soll zusätzlich eine homogenere Zinn-Legierungsmetallverteilung und ein optimales
Zinn-Metall-Verhältnis eingestellt werden. Außerdem sollen eine einheitliche Schichtdicke
mit hohem Glanz und die Gleichmäßigkeit der Verteilung der Legierungskomponenten im
Überzug über einen weiten Stromdichtebereich aufrechterhalten werden.
[0012] Gegenstand der Erfindung ist ein wässriges cyanid-freies Elektrolytbad zur Abscheidung
von Zinn-Legierungsschichten auf Substratoberflächen, umfassend
(i) eine Zinn-Ionenquelle und eine Quelle für ein weiteres Legierungselement sowie
(ii) N-Methylpyrrolidon.
Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen der Erfindung
[0013] Neben den vorgenannten Komponenten (i) und (ii) kann das erfindungsgemäße Elektrolytbad
weiterhin eine Säure (iii) und/oder eine Pyrophosphat-Quelle (iv) umfassen.
[0014] Bei der Komponente (iii) des erfindungsgemäßen wässrigen cyanid-freien Elektrolytbads
handelt es sich um eine beliebige Säure, wie sie in bekannten Elektrolytbädern eingesetzt
werden kann. Vorzugsweise handelt es sich um organische Sulfonsäuren, Orthophosphorsäure,
Schwefelsäure und Borsäure.
[0015] Das erfindungsgemäße wässrige cyanid-freie Elektrolytbad enthält vorzugsweise weiterhin
Zusätze, die aus Antioxidationsmitteln und/oder weiteren organischen Glanzbildnern
ausgewählt sind.
[0016] Bevorzugte organische Glanzbildner sind hierbei Morpholin, 2-Morpholinethansulfonsäure,
Hexamethylentetramin, 3-(4-Morpholino)-1,2-propandiol, 1,4-Diazabicyclo-[2.2.2]-octan,
1-Benzyl-3-carbamoyl-pyridiniumchlorid, 1-(2'-Chloro-benzyl)-3-carbamoyl-pyridinium-chlorid,
1-(2'-Fluoro-benzyl)-3-carbamoyl-pyridinium-chlorid, 1-(2'-Methoxy-benzyl)-3-carbamoyl-pyridinium-chlorid,
1-(2'-Carboxy-benzyl)-3-carbamoyl-pyridinium-chlorid, 1-(2'-Carbamoyl-benzyl)-3-carbamoyl-pyridinium-chlorid,
1-(3'-Chloro-benzyl)-3-carbamoyl-pyridinium-chlorid, 1-(3'-Fluoro-benzyl)-3-carbamoyl-pyridinium-chlorid,
1-(3'-Methoxy-benzyl)-3-carbamoyl-pyridinium-chlorid, 1-(3'-Carboxy-benzyl)-3-carbamoyl-pyridinium-chlorid,
1-(3'-Carbamoyl-benzyl)-3-carbamoyl-pyridinium-chlorid, 1-(4'-Chloro-benzyl)-3-carbamoyl-pyridinium-chlorid,
1-(4'-Fluoro-benzyl)-3-carbamoyl-pyridinium-chlorid, 1-(4'-Methoxybenzyl)-3-carbamoyl-pyridinium-chlorid,
1-(4'-Carboxy-benzyl)-3-carbamoyl-pyridinium-chlorid, 1-(4'-Carbamoyl-benzyl)-3-carbamoyl-pyridinium-chlorid,
(1'-Methyl-naphthyl)-3-carbamoyl-pyridinium-chlorid, 1-(1'methyl-naphthyl)-3-carbamoyl-pyridinium-bromid,
1-(1'-Methyl-naphthyl)-3-carbamoyl-pyridinium-fluorid, 1,1'-(Xylenyl)-3,3'-bis-carbamoyl-bis-pyridinium-dibromid,
1,1',1"-(Mesitylenyl)-3,3',3"-tris-carbamoyl-tri-pyridinium-trichlorid, sowie die
korrespondierenden Bromide, Fluoride, Iodide und Pseudohalogenide (z.B. Triflate,
Tosylate) der oben aufgeführten Verbindungen sowie quatemisierte N,N-Bis-[dialkylamino-alkyl]-harnstoffe,
wobei benzylierte Derivate besonders geeignet sind.
[0017] Die erfindungsgemäßen Additive können mit N-Methylpyrrolidon alleine oder als Gemisch
mehrerer unterschiedlicher Glanzbildnersysteme der oben genannten Vertreter in einer
Konzentration von 0,0001 bis 20 g/l und besonders bevorzugt von 0,001 bis 1 g/l eingesetzt
werden.
[0018] Die Zinn-Ionenquelle und die Quelle für ein weiteres Legierungselement können Pyrophosphate
sein. Insoweit sind die Zinn-Ionenquelle und die Quelle für ein weiteres Legierungselement
auch Pyrophosphat-Quellen im Sinne der vorgenannten Komponente (iv) des erfindungsgemäßen
Elektrolytbads.
[0019] In einem solchen Fall beträgt die Pyrophosphatkonzentration der Quelle für ein weiteres
Legierungselement 0,5 bis 50 g/l und vorzugsweise 1 bis 5 g/l. Beispielsweise kann
das erfindungsgemäße Bad Kupferpyrophosphat in einer Menge von 0,5 bis 50 g/l, vorzugsweise
1 bis 5 g/l oder Zinkpyrophosphat in diesen Mengen enthalten.
[0020] Wenn als Zinn-Ionenquelle Zinnpyrophosphat in dem erfindungsgemäßen Elektrolytbad
eingesetzt wird, beträgt die Konzentration im Allgemeinen 0,5 bis 100 g/l, wobei Konzentrationen
von 10 bis 40 g/l besonders bevorzugt sind.
[0021] Neben den oben erwähnten Zinn- und Metallpyrophosphaten können auch anderweitige
wasserlösliche Zinn- und Metallsalze, wie z.B. Zinnsulfat, Zinnmethansulfonat, Kupfersulfat,
Kupfermethansulfonat, oder die entsprechenden Zinksalze eingesetzt werden, die durch
Zusatz geeigneter Alkalimetallpyrophosphate innerhalb des Elektrolyten in die entsprechenden
Pyrophosphate umkomplexiert werden können. Dabei sollte das Konzentrationsverhältnis
Pyrophosphat zu Zinn/Metall bei 3 bis 80, besonders bevorzugt bei 5 bis 50 liegen.
[0022] Pyrophosphat-Quellen gemäß Komponente (iv) sind besonders bevorzugt die Natrium-,
Kalium- und Ammoniumpyrophosphate in Konzentrationen von 50 bis 500 g/l, besonders
bevorzugt von 100 bis 400 g/l.
[0023] Die vorgenannten Antioxidationsmittel beinhalten hydroxylierte aromatische Verbindungen
wie z.B. Catechol, Resorcin, Brenzkatechin, Hydrochinon, Pyrogallol, α- oder β-Naphthol,
Phloroglucin und zuckerbasierte Systeme wie z.B. Ascorbinsäure, Sorbitol in Konzentrationen
von 0,1 bis 1 g/l.
[0024] Als organische Sulfonsäuren können sowohl Mono- als auch Polyalkylsulfonsäuren wie
z.B. Methansulfonsäure, Methandisulfonsäure, Ethansulfonsäure, Propansulfonsäure,
2-Propansulfonsäure, Butansulfonsäure, 2-Butansulfonsäure, Pentansulfonsäure, Hexansulfonsäure,
Decansulfonsäure, Dodecansulfonsäure sowie deren Salze und deren hydroxylierte Derivate
eingesetzt werden. Besonders bevorzugt ist die Verwendung von Methansulfonsäure in
einer Konzentration von 0,01 bis 1 g/l.
[0025] Die erfindungsgemäßen Bäder weisen einen pH-Wert von 3 bis 9, besonders bevorzugt
6 bis 8 auf.
[0026] Überraschend und unerwarteter Weise konnte gefunden werden, dass durch Zusatz von
N-Methylpyrrolidon eine signifikante Verbesserung der abgeschiedenen Schichten hinsichtlich
Glanz und Porenfreiheit erreicht werden kann, vorzugsweise in einer Konzentration
von 0,1 bis 50 g/l, besonders bevorzugt 0,1 bis 4 g/l.
[0027] Die erfindungsgemäßen Bäder können mit gebräuchlichen Verfahren hergestellt werden,
beispielsweise durch Zugabe der spezifischen Mengen der vorstehend beschriebenen Komponenten
zu Wasser. Die Menge der Basen-, Säure- und Pufferkomponenten, wie z.B. Natriumpyrophosphat,
Methansulfonsäure und/oder Borsäure, sollte vorzugsweise so gewählt werden, dass das
Bad den pH-Bereich von mindestens 6 bis 8 zu erreicht.
[0028] Die erfindungsgemäßen Bäder scheiden eine blanke, ebene und duktile Kupfer-Zinn-Legierungsschicht
bei jeder gebräuchlichen Temperatur von etwa 15 bis 50°C, vorzugsweise 20°C bis 40°C,
besonders bevorzugt 25°C bis 30°C, ab. Bei diesen Temperaturen sind die erfindungsgemäßen
Bäder stabil und über einen weiten Stromdichtebereich von 0,01 bis 2 A/dm
2, besonders bevorzugt 0,25 bis 0,75 A/dm
2, wirkungsvoll.
[0029] Die erfindungsgemäßen Bäder können auf eine kontinuierliche oder intermittierende
Weise betrieben werden, und von Zeit zu Zeit wird man die Komponenten des Bades ergänzen
müssen. Die Komponenten des Bades können einzeln oder in Kombination zugesetzt werden.
Ferner können sie über einen weiten Bereich variiert werden, abhängig vom Verbrauch
und vorliegenden Konzentration der Einzelkomponenten.
[0030] Ein Vorteil der erfindungsgemäßen Bäder im Vergleich zum Elektrolyten der
WO 2004/005528 ist die gute Reproduzierbarkeit und Langzeitstabilität der erfindungsgemäßen Formulierungen
im Vergleich zu den Umsetzungsprodukten des Piperazin mit Epichlorhydrin und Glycidylether.
[0031] Die erfindungsgemäßen wässrigen Bäder können im allgemeinen für alle Arten von Substraten
verwendet werden, auf welchen Zinn-Legierungen abgeschieden werden können. Beispiele
zweckdienlicher Substrate schließen Kupfer-Zink-Legierungen, mit chemisch Kupfer oder
chemisch Nickel beschichtete ABS-Kunststoffoberflächen, Weichstahl, Edelstahl, Federstahl,
Chromstahl, Chrom-Molybdänstahl, Kupfer und Zinn ein.
[0032] Ein weiterer Gegenstand ist daher ein Verfahren zur galvanischen Abscheidung von
Kupfer-Zinn-Legierungen auf üblichen Substraten, wobei das erfindungsgemäße Bad verwendet
wird. Dabei wird das zu beschichtende Substrat in das Elektrolytbad eingebracht.
[0033] Vorzugsweise erfolgt bei dem erfindungsgemäßen Verfahren die Abscheidung der Überzüge
bei einer Stromdichte von 0,25 bis 0,75 A/dm
2 sowie bei einer Temperatur von 15 bis 50°C, vorzugsweise 25 bis 30°C.
[0034] Das erfindungsgemäße Verfahren kann bei der Anwendung für Massenteile beispielsweise
als Trommelgalvanisierverfahren und zur Abscheidung auf größeren Werkstücken als Gestellgalvanisierverfahren
durchgeführt werden. Dabei werden Anoden verwendet, die löslich sein können, wie beispielsweise
Kupferanoden, Zinnanoden oder geeignete Kupfer-Zinn-Legierungsanoden, die gleichzeitig
als Kupfer und/oder Zinn-Ionen-Quelle dienen, damit das auf der Kathode abgeschiedenen
Kupfer und/oder Zinn durch Auflösen von Kupfer und/oder Zinn an der Anode substituiert
wird.
[0035] Andererseits können auch unlösliche Anoden (z.B. platinierte Titanmischoxid-Anoden)
eingesetzt werden, wobei die dem Elektrolyten entzogenen Kupfer-und Zinn-Ionen auf
andere Weise wieder zugesetzt werden müssen, z.B. durch Zusatz der entsprechenden
löslichen Metallsalze. Wie bei der galvanischen Abscheidung möglich, kann auch das
erfindungsgemäße Verfahren unter Stickstoff- oder Argoneinblasung, mit Warenbewegung
oder ohne Bewegung, betrieben werden, ohne dass sich hierfür irgendwelche Nachteile
für die erhaltenen Überzüge ergeben. Zur Vermeidung bzw. Reduzierung von Oxidationen
der zugesetzten Additive bzw. der Zinn(II)-Ionen kann mit der Trennung der Elektrodenräume
oder mit der Verwendung von Membrananoden gearbeitet werden, wodurch eine erhebliche
Stabilisierung des Elektrolyten erreicht werden kann.
[0036] Als Stromquelle dienen handelsübliche Gleichstromrichter oder Pulsgleichrichter.
Beispiele:
Anwendungsbeispiel 1:
[0037] Es wird ein Elektrolyt mit folgender Zusammensetzung verwendet:
| 300 g/l |
Tetrakaliumpyrophosphat |
| 10 g/l |
Kupferpyrophosphat |
| 30 g/l |
Zinnpyrophosphat |
| 50 g/l |
Borsäure |
| 32,4 ml/l |
Phosphorsäure 85%-ig |
| 40 ml/l |
N-Methylpyrrolidon |
| 0,1 g/l |
1-(Pentafluorbenzyl)-3-carbamoyl-pyridinium-chlorid |
250 ml des Elektrolyten mit einem pH-Wert von 7 werden in eine Hullzelle gefüllt.
Als Anode dient eine Titan-Mischoxid-Elektrode. Das Kathodenblech wird 10 min bei
1A beschichtet. Nach beendeter Beschichtung wird das Blech abgespült und unter Pressluft
getrocknet. Es wurde eine hoch glänzende Abscheidung erhalten.
Anwendungsbeispiel 2:
[0038] Es wird ein Elektrolyt mit folgender Zusammensetzung verwendet:
| 300 g/l |
Tetrakaliumpyrophosphat |
| 10 g/l |
Kupferpyrophosphat |
| 30 g/l |
Zinnpyrophosphat |
| 50 g/l |
Borsäure |
| 32,4 ml/l |
Phosphorsäure 85%-ig |
| 20 ml/l |
N-Methylpyrrolidon |
| 0,06 g/l |
1-Benzyl-3-acetyl-pyridinium-chlorid |
250 ml des Elektrolyten mit einem pH-Wert von 7 werden in eine Hullzelle gefüllt.
Als Anode dient eine Titan-Mischoxid-Elektrode. Das Kathodenblech wird 10 min bei
1A beschichtet. Nach beendeter Beschichtung wird das Blech abgespült und unter Pressluft
getrocknet. Es wurde eine hoch glänzende Abscheidung mit leichtem Schleier im niedrigen
Stromdichtebereich erhalten.
Anwendungsbeispiel 3:
[0039] Es wird ein Elektrolyt mit folgender Zusammensetzung verwendet:
| 300 g/l |
Tetrakaliumpyrophosphat |
| 10 g/l |
Kupferpyrophosphat |
| 30 g/l |
Zinnpyrophosphat |
| 50 g/l |
Borsäure |
| 32,4 ml/l |
Phosphorsäure 85%-ig |
| 40 ml/l |
N-Methylpyrrolidon |
| 0,03 g/l |
1-(4-Methoxy-benzyl)-3-carbamoyl-pyridinium-chlorid |
250 ml des Elektrolyten mit einem pH-Wert von 7 werden in eine Hullzelle gefüllt.
Als Anode dient eine Titan-Mischoxid-Elektrode. Das Kathodenblech wird 10 min bei
1A beschichtet. Nach beendeter Beschichtung wird das Blech abgespült und unter Pressluft
getrocknet. Es wurde eine glänzende Abscheidung erhalten.
Anwendungsbeispiel 4:
[0040] Es wird ein Elektrolyt mit folgender Zusammensetzung verwendet:
| 300 g/l |
Tetrakaliumpyrophosphat |
| 10 g/l |
Kupferpyrophosphat |
| 30 g/l |
Zinnpyrophosphat |
| 50 g/l |
Borsäure |
| 32,4 ml/l |
Phosphorsäure 85%-ig |
| 40 ml/l |
N-Methylpyrrolidon |
| 0,03 g/l |
1,1'-(Xylenyl)-3',3-bis-carbamoyl-bis-pyridinium-dichlorid |
250 ml des Elektrolyten mit einem pH-Wert von 7 werden in eine Hullzelle gefüllt.
Als Anode dient eine Titan-Mischoxid-Elektrode. Das Kathodenblech wird 10 min bei
1 A beschichtet. Nach beendeter Beschichtung wird das Blech abgespült und unter Pressluft
getrocknet. Es wurde eine hoch glänzende Abscheidung erhalten.
Anwendungsbeispiel 5:
[0041] Es wird ein Elektrolyt mit folgender Zusammensetzung verwendet:
| 300 g/l |
Tetrakaliumpyrophosphat |
| 10 g/l |
Kupferpyrophosphat |
| 30 g/l |
Zinnpyrophosphat |
| 50 gel |
Borsäure |
| 32,4 ml/l |
Phosphorsäure 85%-ig |
| 40 ml/l |
N-Methylpyrrolidon |
| 0,12 g/l |
1-(4'-Carboxy-benzyl)-3-carbamoyl-pyridinium-chlorid |
250 ml des Elektrolyten mit einem pH-Wert von 7 werden in eine Hullzelle gefüllt.
Als Anode dient eine Titan-Mischoxid-Elektrode. Das Kathodenblech wird 10 min bei
1A beschichtet. Nach beendeter Beschichtung wird das Blech abgespült und unter Pressluft
getrocknet. Es wurde eine hoch glänzende Abscheidung erhalten.
Anwendungsbeispiel 6:
[0042] Es wird ein Elektrolyt mit folgender Zusammensetzung verwendet:
| 300 g/l |
Tetrakaliumpyrophosphat |
| 10 g/l |
Kupferpyrophosphat |
| 30 g/l |
Zinnpyrophosphat |
| 50 g/l |
Borsäure |
| 32,4 ml/l |
Phosphorsäure 85%-ig |
| 40 ml/l |
N-Methylpyrrolidon |
| 3 ml/l |
1-(Benzyl)-3-carbamoyl-pyridinium-chlorid 35%-ige Lösung |
250 ml des Elektrolyten mit einem pH-Wert von 7 werden in eine Hullzelle gefüllt.
Als Anode dient eine Titan-Mischoxid-Elektrode. Das Kathodenblech wird 10 min bei
1A beschichtet. Nach beendeter Beschichtung wird das Blech abgespült und unter Pressluft
getrocknet. Es wurde eine hoch glänzende Abscheidung erhalten.
Anwendungsbeispiel 7:
[0043] Es wird ein Elektrolyt mit folgender Zusammensetzung verwendet:
| 300 g/l |
Tetrakaliumpyrophosphat |
| 10 g/l |
Kupferpyrophosphat |
| 30 g/l |
Zinnpyrophosphat |
| 50 g/l |
Borsäure |
| 32,4 ml/l |
Phosphorsäure 85%-ig |
| 40 ml/l |
N-Methylpyrrolidon |
| 3 g/l |
Morpholin |
250 ml des Elektrolyten mit einem pH-Wert von 7 werden in eine Hullzelle gefüllt.
Als Anode dient eine Titan-Mischoxid-Elektrode. Das Kathodenblech wird 10 min bei
1A beschichtet. Nach beendeter Beschichtung wird das Blech abgespült und unter Pressluft
getrocknet. Es wurde eine hoch glänzende Abscheidung erhalten.
Anwendungsbeispiel 8 :
[0044] Es wird ein Elektrolyt mit folgender Zusammensetzung verwendet:
| 300 g/l |
Tetrakaliumpyrophosphat |
| 10 g/l |
Kupferpyrophosphat |
| 30 g/l |
Zinnpyrophosphat |
| 50 g/l |
Borsäure |
| 32,4 ml/l |
Phosphorsäure 85%-ig |
| 40 ml/l |
N-Methylpyrrolidon |
| 5 g/l |
2-Morpholino-ethansulfonsäure |
250 ml des Elektrolyten mit einem pH-Wert von 7 werden in eine Hullzelle gefüllt.
Als Anode dient eine Titan-Mischoxid-Elektrode. Das Kathodenblech wird 10 min bei
1A beschichtet. Nach beendeter Beschichtung wird das Blech abgespült und unter Pressluft
getrocknet. Es wurde eine hoch glänzende Abscheidung erhalten.
Anwendungsbeispiel 9 :
[0045] Es wird ein Elektrolyt mit folgender Zusammensetzung verwendet:
| 300 g/l |
Tetrakaliumpyrophosphat |
| 10 g/l |
Kupferpyrophosphat |
| 30 g/l |
Zinnpyrophosphat |
| 50 g/l |
Borsäure |
| 32,4 ml/l |
Phosphorsäure 85%-ig |
| 40 ml/l |
N-Methylpyrrolidon |
| 3 g/l |
3-(4-Morpholino)-1,2-propandiol |
250 ml des Elektrolyten mit einem pH-Wert von 7 werden in eine Hullzelle gefüllt.
Als Anode dient eine Titan-Mischoxid-Elektrode. Das Kathodenblech wird 10 min bei
1A beschichtet. Nach beendeter Beschichtung wird das Blech abgespült und unter Pressluft
getrocknet. Es wurde eine hoch glänzende Abscheidung erhalten.
1. Wässriges cyanid-freies Elektrolytbad zur Abscheidung von Zinn-Legierungsschichten
auf Substratoberflächen, umfassend
(i) eine Zinn-lonenquelle und eine Quelle für ein weiteres Legierungselement, dadurch gekennzeichnet, dass sie weiterhin
(ii) N-Methylpyrrolidon enthält.
2. Wässriges cyanid-freies Elektrolytbad nach Anspruch 1, weiterhin umfassend eine Säure
(iii) und/oder eine Pyrophosphat-Quelle (iv).
3. Wässriges cyanid-freies Elektrolytbad nach Anspruch 2, worin die Säure Orthophosphorsäure,
Schwefelsäure oder Methansulfonsäure ist.
4. Wässriges cyanid-freies Elektrolytbad nach Anspruch 1, worin die Zinn-Ionenquelle
Zinnpyrophosphat ist.
5. Wässriges cyanid-freies Elektrolytbad nach Anspruch 4, enthaltend Zinnpyrophosphat
in einer Menge von 0,5 bis 100 g/l.
6. Wässriges cyanid-freies Elektrolytbad nach Anspruch 1, worin die Quelle für ein weiteres
Legierungselement Kupferpyrophosphat ist.
7. Wässriges cyanid-freies Elektrolytbad nach Anspruch 5 oder 6, enthaltend Zinnpyrophosphat
in einer Menge von 10 bis 40 g/l und Kupferpyrophosphat in einer Menge von 1 bis 5
g/l.
8. Wässriges cyanid-freies Elektrolytbad nach Anspruch 2, worin die Pyrophosphatquelle
aus der Gruppe, bestehend aus Natrium-, Kalium- und Ammoniumpyrophosphaten, ausgewählt
ist.
9. Wässriges cyanid-freies Elektrolytbad nach Anspruch 8, enthaltend die Pyrophosphate
in einer Konzentration von 50 bis 500 g/l.
10. Wässriges cyanid-freies Elektrolytbad nach Anspruch 2, worin das Konzentrationsverhältnis
von Pyrophosphat zu Zinn/Legierungselement 3 bis 80 beträgt.
11. Wässriges cyanid-freies Elektrolytbad nach Anspruch 1, enthaltend N-Methylpyrrolidon
in einer Konzentration von 0,1 bis 50 g/l.
12. Wässriges cyanid-freies Elektrolytbad nach Anspruch 11, enthaltend N-Methylpyrrolidon
in einer Konzentration von 0,1 bis 4 g/l.
13. Wässriges cyanid-freies Elektrolytbad nach Anspruch 1 mit einem pH-Wert von 3 bis
9.
14. Wässriges cyanid-freies Elektrolytbad nach Anspruch 1, weiterhin umfassend ein Antioxidationsmittel
und/oder einen weiteren organischen Glanzbildner.
15. Wässriges cyanid-freies Elektrolytbad nach Anspruch 14, worin der weitere organische
Glanzbildner aus der Gruppe, bestehend aus Morpholin, 2-Morpholinethansulfonsäure,
Hexamethylentetramin, 3-(4-Morpholino)-1,2-propandiol, 1,4-Diazabicyclo-[2.2.2]-octan,
1-Benzyl-3-carbamoyl-pyridiniumchlorid, 1-(2'-Chloro-benzyl)-3-carbamoyl-pyridinium-chlorid,
1-(2'-Fluoro-benzyl)-3-carbamoyl-pyridinium-chlorid, 1-(2'-Methoxy-benzyl)-3-carbamoyl-pyridinium-chlorid,
1-(2'-Carboxy-benzyl)-3-carbamoyl-pyridinium-chlorid, 1-(2'-Carbamoyl-benzyl)-3-carbamoyl-pyridinium-chlorid,
1-(3'-Chloro-benzyl)-3-carbamoyl-pyridinium-chlorid, 1-(3'-Fluoro-benzyl)-3-carbamoyl-pyridinium-chlorid,
1-(3'-Methoxy-benzyl)-3-carbamoyl-pyridinium-chlorid, 1-(3'-Carboxy-benzyl)-3-carbamoyl-pyridinium-chlorid,
1-(3'-Carbamoyl-benzyl)-3-carbamoyl-pyridinium-chlorid, 1-(4'-Chloro-benzyl)-3-carbamoyl-pyridinium-chlorid,
1-(4'-Fluoro-benzyl)-3-carbamoyl-pyridinium-chlorid, 1-(4'-Methoxy-benzyl)-3-carbamoyl-pyridinium-chlorid,
1-(4'-Carbamoyl-benzyl)-3-carbamoyl-pyridinium-chlorid, (1'-Methyl-naphthyl)-3-carbamoyl-pyridinium-chlorid,
1-(1'methyl-naphthyl)-3-carbamoyl-pyridinium-bromid, 1,1'-(Xylenyl)-3,3'-bis-carbamoyl-bis-pyridinium-dibromid,
1,1',1"-(Mesitylenyl)-3,3',3"-tris-carbamoyl-tri-pyridinium-trichlorid, den korrespondierenden
Bromiden, Fluoriden, Iodiden und Pseudohalogeniden der vorgenannten Verbindungen und
quaternisierten N,N-Bis-[dialkylamino-alkyl]-harnstoffen ausgewählt ist.
16. Verfahren zur galvanischen Abscheidung von glänzenden und ebenen Zinn-Legierungsüberzügen,
umfassend das Einbringen eines zu beschichtenden Substrats in ein wässriges cyanid-freies
Elektrolytbad nach den Ansprüchen 1 bis 15 und Abscheiden des Zinnlegierungsüberzugs
auf dem Substrat.
17. Verfahren nach Anspruch 16, worin das Bad bei einer Stromdichte von 0,01 bis 2 A/dm2 betrieben wird.
18. Verfahren nach Anspruch 17, worin das Bad bei einer Stromdichte von 0,25 bis 0,75
A/dm2 betrieben wird.
19. Verfahren nach Anspruch 16, worin das Bad bei einer Temperatur von 15 bis 50°C betrieben
wird.
20. Verfahren nach Anspruch 19, worin das Bad bei einer Temperatur von 25 bis 30°C betrieben
wird.
21. Verfahren nach den Ansprüchen 16 bis 20, worin die Überzüge auf einem leitenden Substrat
unter Anwendung eines Gestellgalvanisierungsverfahren abgeschieden werden.
22. Verfahren nach den Ansprüchen 16 bis 21, worin als Anoden Membrananoden verwendet
werden.
1. An aqueous cyanide-free electrolyte bath for plating of tin alloy layers on substrate
surfaces, comprising
(i) a tin ion source and a source for another alloy element, characterised in that it further contains
(ii) N-methyl pyrrolidone.
2. The aqueous cyanide-free electrolyte bath according to claim 1, further comprising
an acid (iii) and/or a pyrophosphate source (iv).
3. The aqueous cyanide-free electrolyte bath according to claim 2, wherein the acid is
orthoposphoric acid, sulfuric acid or methanesulfonic acid.
4. The aqueous cyanide-free electrolyte bath according to claim 1, wherein the tin ion
source is tin pyrophosphate.
5. The aqueous cyanide-free electrolyte bath according to claim 4, containing tin pyrophosphate
in an amount of 0.5 to 100 g/l.
6. The aqueous cyanide-free electrolyte bath according to claim 1, wherein the source
for another alloy element is copper pyrophosphate.
7. The aqueous cyanide-free electrolyte bath according to claim 5 or 6, containing tin
pyrophosphate in an amount of 10 to 40 g/l and copper pyrophosphate in an amount of
1 to 5 g/l.
8. The aqueous cyanide-free electrolyte bath according to claim 2, wherein the pyrophosphate
source is selected from the group consisting of sodium, potassium and ammonium pyrophosphates.
9. Aqueous cyanide-free electrolyte bath according to claim 8, containing the pyrophosphates
in a concentration of 50 to 500 g/l.
10. The aqueous cyanide-free electrolyte bath according to claim 2, wherein the concentration
ratio of pyrophosphate to tin/alloy element is 3 to 80.
11. The aqueous cyanide-free electrolyte bath according to claim 1, containing N-methyl
pyrrolidone in a concentration of 0.1 to 50 g/l.
12. The aqueous cyanide-free electrolyte bath according to claim 11, containing N-methyl
pyrrolidone in a concentration of 0:1 to 4 g/l.
13. The aqueous cyanide-free electrolyte bath according to claim 1 having a pH value of
3 to 9.
14. The aqueous cyanide-free electrolyte bath according to claim 1, further comprising
an antioxidant and/or a further organic gloss agent.
15. The aqueous cyanide-free electrolyte bath according to claim 14, wherein the further
organic gloss agent is selected from the group consisting of morpholine, 2-morpholine
ethanesulfonic acid, hexamethylenetetramine, 3-(4-morpholino)-1,2-propanediol, 1,4-diazabicyclo-[2.2.2]-octane,
1-benzyl-3-carbamoyl-pyridinium chloride, 1-(2'-chloro-benzyl)-3-carbamoylpyridinium
chloride, 1-(2'-fluoro-benzyl)-3-carbamoyl-pyridinium chloride, 1-(2'-methoxy-benzyl)-3-carbamoyl-pyridinium
chloride, 1-(2'-carboxybenzyl)-3-carbamoyl-pyridinium chloride, 1-(2'-carbamoyl-benzyl)-3-carbamoyl-pyridinium
chloride, 1-(3'-chloro-benzyl)-3-carbarnoyl-pyridinium chloride, 1-(3'-fluoro-benzyl)-3-carbamoyl-pyridinium
chloride, 1-(3'-methoxy-benzyl)-3-carbamoyl-pyridinium chloride, 1-(3'-carboxy-benzyl)-3-carbamoyl-pyridinium
chloride, 1-(3'-carbamoyl-benzyl)-3-carbamoylpyridinium chloride, 1-(4'-chloro-benzyl)-3-carbamoyl-pyridinium
chloride, 1-(4'-fluoro-benzyl)-3-carbamoyl-pyridinium chloride, 1-(4'-methoxybenzyl)-3-carbamoyl-pyridinium
chloride, 1-(4'-carbamoyl-benzyl)-3-carbamoyl-pyridinium chloride, (1'-methyl-naphthyl)-3-carbamoylpyridinium
chloride, 1-(1'methyl-naphthyl)-3-carbamoyl-pyridinium bromide, 1,1'-(xylenyl)-3,3'-bis-carbamoyl-bis-pyridinium
dibromide, 1,1',1"-(mesitylenyl)-3,3',3"-tris-carbamoyl-tri-pyridinium trichloride
as well as the corresponding bromides, fluorides, iodides and pseudo halogenides of
the aforementioned compounds and quaternised N,N-bis-[dialkylamino-alkyl] ureas.
16. A process for electroplating of glossy and even tin alloy coatings, comprising introducing
a substrate to be coated into an aqueous cyanide-free electrolyte bath according to
claims 1 to 15 and plating the tin alloy coating on the substrate.
17. The process according to claim 16, wherein the bath is operated at a current density
of 0.01 to 2 A/dm2.
18. The process according to claim 17, wherein the bath is operated at a current density
of 0.25 to 0.75 A/dm2.
19. The process according to claim 16, wherein the bath is operated at a temperature of
15 to 50°C.
20. The process according to claim 19, wherein the bath is operated at a temperature of
25 to 30°C.
21. The process according to claim 16 to 20, wherein the coatings on a conductive substrate
are plated using a frame electroplating method.
22. The process according to claims 16 to 21, wherein membrane anodes are used as the
anodes.
1. Bain d'électrolyte aqueux sans cyanure destiné à la déposition de couches d'alliage
d'étain sur des surfaces de substrat comprenant
(i) une source d'ions d'étain et une source pour un autre élément d'alliage,
caractérisé en ce qu'il contient en outre
(ii) la N-méthylpyrrolidone.
2. Bain d'électrolyte aqueux sans cyanure selon la revendication 1 comprenant en outre
un acide (iii) et/ou une source de pyrophosphate (iv).
3. Bain d'électrolyte aqueux sans cyanure selon la revendication 2, dans lequel l'acide
est l'acide orthophosphorique, l'acide sulfurique ou l'acide méthanesulfonique.
4. Bain d'électrolyte aqueux sans cyanure selon la revendication 1, dans lequel la source
d'ions d'étain est le pyrophosphate d'étain.
5. Bain d'électrolyte aqueux sans cyanure selon la revendication 4, dans lequel le pyrophosphate
d'étain est présent en une quantité de 0,5 à 100 g/l.
6. Bain d'électrolyte aqueux sans cyanure selon la revendication 1, dans lequel la source
pour un autre élément d'alliage est le pyrophosphate de cuivre.
7. Bain d'électrolyte aqueux sans cyanure selon la revendication 5 ou 6 contenant le
pyrophosphate d'étain dans une quantité de 10 à 40 g/l et le pyrophosphate de cuivre
dans une quantité de 1 à 5 g/l.
8. Bain d'électrolyte aqueux sans cyanure selon la revendication 2, dans lequel la source
de pyrophosphate est choisie parmi le groupe consistant en le pyrophosphate de sodium,
le pyrophosphate de potassium et le pyrophosphate d'ammonium.
9. Bain d'électrolyte aqueux sans cyanure selon la revendication 8 contenant les pyrophosphates
dans une concentration de 50 à 500 g/l.
10. Bain d'électrolyte aqueux sans cyanure selon la revendication 2, dans lequel le rapport
de concentration entre le pyrophosphate et l'étain/l'élément d'alliage est de 3 à
80.
11. Bain d'électrolyte aqueux sans cyanure selon la revendication 1 contenant la N-méthylpyrrolidone
dans une concentration de 0,1 à 50 g/l.
12. Bain d'électrolyte aqueux sans cyanure selon la revendication 11 contenant la N-méthylpyrrolidone
dans une concentration de 0,1 à 4 g/l.
13. Bain d'électrolyte aqueux sans cyanure selon la revendication 1 ayant un pH de 3 à
9.
14. Bain d'électrolyte aqueux sans cyanure selon la revendication 1 comprenant en outre
un antioxydant et/ou un brillanteur organique additionnel.
15. Bain d'électrolyte aqueux sans cyanure selon la revendication 14, dans lequel le brillanteur
organique additionnel est choisi parmi le groupe, consistant en la morpholine, l'acide
morpholine-2-éthansulfonique, l'hexaméthylènetetramine, le 3-(4-morpholino)-1,2-propandiole,
le 1,4-diazabicyclo-[2.2.2.]-octane, le 1-benzyl-3-carbamoyl-pyridinium chloride,
le 1-(2'-chloro-benzyl)-3-carbamoyl-pyridinium chloride, le 1-(2'-fluoro-benzyl)-3-carbamoyl-pyridinium
chloride, le 1-(2'-méthoxy-benzyl-)3-carbamoyl-pyridinium chloride, le 1-(2'-carboxy-benzyl)-3-carbamoyl-pyridinium
chloride, le 1-(2'carbamoyl-benzyl)-3-carbamoyl-pyridinium chloride, le 1-(3'-chloro-benzyl)-3-carbamoyl-pyridinium
chloride, le 1-(3'-fluoro-benzyl)-3-carbamoyl-pyridinium chloride, le 1-(3'-méthoxy-benzyl)-3-carbamoyl-pyridinium
chloride, le 1-(3'-carboxy-benzyl)-3-carbamoyl-pyridinium chloride, le 1-(3'-carbamoyl-benzyl)-3-carbamoyl-pyridinium
chloride, le 1-(4'-chloro-benzyl)-3-carbamoyl-pyridinium chloride, le 1-(4'-fluoro-benzyl)-3-carbamoyl-pyridinium
chloride, le 1-(4'-méthoxy-benzyl)-3-carbamoyl-pyridinium chloride, le 1-(4'-carbamoyl-benzyl)-3-carbamoyl-pyridinium
chloride, le (1'-méthyl-naphthyl)-3-carbamoyl-pyridinium chloride, le 1-(1'méthyl-naphthyl)-3-carbamoyl-pyridinium
bromide, le 1,1'-(xylényl)-3,3'-bis-carbamoyl-bis-pyridinium chloride, le 1,1',1"-(mésitylényl)-3,3',3"
-tris-carbamoyl-tri-pyridinium trichloride, les bromures correspondants, les fluorures
correspondants, les iodures correspondants et les pseudohalogenures correspondants
desdits composés et les N,N-bis-[dialkylamino-alkyle] urées quaternisées.
16. Procédé d'électrodéposition de couches d'alliages d'étain brillantes et planes comprenant
introduire un substrat à revêtir dans un bain d'électrolyte aqueux sans cyanure selon
les revendications 1 à 15 et déposer la couche d'alliage d'étain sur les substrats.
17. Procédé selon la revendication 16, dans lequel le bain est exploité avec une densité
de courant de 0,01 à 2 A/dm2.
18. Procédé selon la revendication 17, dans lequel le bain est exploité avec une densité
de courant de 0,25 à 0,75 A/dm2.
19. Procédé selon la revendication 16, dans lequel le bain est exploité à une température
de 15 à 50°C.
20. Procédé selon la revendication 19, dans lequel le bain est exploité à une température
de 25 à 30°C.
21. Procédé selon les revendications 16 à 20, dans lequel les revêtements sont déposés
sur un substrat conducteur en utilisant un procédé de galvanisation au panier.
22. Procédé selon les revendications 16 à 21, dans lequel des anodes à membrane sont utilisées
comme anodes.
IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information
des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes.
Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei
Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente
In der Beschreibung aufgeführte Nicht-Patentliteratur
- Manfred JordanThe Electrodeposition of Tin and ist AlloysEugen G. Leuze Publ.19950000155-163 [0004]