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(11) |
EP 2 104 594 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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06.01.2016 Patentblatt 2016/01 |
| (22) |
Anmeldetag: 30.10.2007 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2007/061655 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2008/080658 (10.07.2008 Gazette 2008/28) |
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| (54) |
HANDWERKZEUGMASCHINE
HAND HELD POWER TOOL
MACHINE-OUTIL PORTATIVE
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MT NL PL PT RO
SE SI SK TR |
| (30) |
Priorität: |
27.12.2006 DE 102006061624
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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30.09.2009 Patentblatt 2009/40 |
| (73) |
Patentinhaber: Robert Bosch GmbH |
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70442 Stuttgart (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- SAUR, Dietmar
72810 Gomaringen (DE)
- HERR, Tobias
70569 Stuttgart (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 847 837 EP-A- 1 422 028 DE-A1- 4 216 808 DE-A1- 19 801 986
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EP-A- 1 393 863 DE-A1- 3 322 965 DE-A1- 10 041 410 GB-A- 2 321 089
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
Stand der Technik
[0001] Die Erfindung geht aus von einer Handwerkzeugmaschine nach dem Oberbegriff des Anspruchs
1.
[0002] Es ist bereits eine Handwerkzeugmaschine, insbesondere ein Bohrhammer, bekannt, die
eine Schaltvorrichtung mit einer axial verschiebbaren Zwischenwelle und eine auf der
Zwischenwelle angeordnete Zahnradeinheit aufweist. Die Zahnradeinheit ist dabei zumeist
zusammen mit der Zwischenwelle axial verschiebbar. Die Schaltvorrichtung ist zum Schalten
zwischen unterschiedlichen Antriebsarten und/oder Antriebsgeschwindigkeiten eines
Werkzeugs vorgesehen. Eine Handwerkzeugmaschine gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs
1 ist aus
DE 42 16 808 A1 bekannt.
Vorteile der Erfindung
[0003] Die Erfindung geht aus von einer Handwerkzeugmaschine, insbesondere einem Bohrhammer
gemäß Anspruch 1.
[0004] Es wird vorgeschlagen, dass die Zwischenwelle und die Zahnradeinheit in axialer Richtung
relativ zueinander bewegbar sind, wodurch eine kompakte Schaltanordnung mit einem
konstruktiv einfachen Schaltmechanismus erreicht werden kann. Zur Erzeugung einer
relativen Bewegung in axialer Richtung zwischen der Zahnradeinheit und der Zwischenwelle
kann dabei die Zahnradeinheit und/oder besonders vorteilhaft die Zwischenwelle verschoben
werden, so dass ein besonders leichtes Verschieben für einen Bediener der Schaltvorrichtung
bzw. der Handwerkzeugmaschine aufgrund einer geringen Trägheit der zu verschiebenden
Masse erreicht werden kann. Vorteilhafterweise ist die Zahnradeinheit in axialer Richtung
ortsfest in Bezug auf ein Gehäuse der Handwerkzeugmaschine und/oder ein Abtriebsmittel,
wie insbesondere ein Hammerrohr, angeordnet. In diesem Zusammenhang soll unter einer
"axialen Richtung" eine Richtung verstanden werden, die sich vorzugsweise entlang
einer Haupterstreckungsrichtung, wie insbesondere einer Länge, der Zwischenwelle erstreckt.
[0005] Des Weiteren wird vorgeschlagen, dass die Zahnradeinheit zumindest zwei unabhängig
voneinander drehbare Zahnräder aufweist, wodurch vorteilhaft unterschiedliche Antriebsgeschwindigkeiten
für ein sich drehendes Abtriebsmittel zur Erzeugung einer drehenden Arbeitsbewegung
eines Werkzeugs erreicht werden können. Vorzugsweise sind die Zahnräder der Zahnradeinheit
mit unterschiedlichen Arbeitsdurchmessern bzw. mit unterschiedlichen Übersetzungsverhältnissen
versehen.
[0006] Eine konstruktiv einfache Übertragung eines Antriebsmoments auf das Zahnrad und/oder
auf die Zahnradeinheit kann vorteilhaft erreicht werden, wenn zumindest eines der
Zahnräder zumindest ein Schaltmittel aufweist, das an einer radial nach innen gerichteten
Oberfläche angeordnet ist. Besonders einfach kann dies verwirklicht werden, wenn zudem
die Zwischenwelle ein zu dem Schaltmittel des Zahnrads korrespondierendes Schaltmittel
aufweist.
[0007] In einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung wird vorgeschlagen, dass das Schaltmittel
verdrehfest und in axialer Richtung ortsfest auf der Zwischenwelle angeordnet ist.
Hierdurch kann eine besonders kompakte Schaltvorrichtung bei einer Übertragung eines
Antriebsmoments erreicht werden, insbesondere wenn das Schaltmittel direkt auf der
Zwischenwelle angeordnet ist, und damit kann auf zusätzliche koppelnde und/oder verbindende
Bauteile, die zwischen der Zwischenwelle und dem Schaltmittel angeordnet sind, verzichtet
werden. Zudem kann eine konstruktive Übertragung eines Antriebsmoments mittels eines
Verschiebens der Zwischenwelle auf die unterschiedlichen Zahnräder der Zahnradeinheit
erreicht werden.
[0008] Eine vorteilhafte Übertragung eines Antriebsmoments im'Betrieb der Handwerkzeugmaschine
auf die Zwischenwelle unter Beibehaltung einer kompakten Bauweise der Schaltvorrichtung
kann erreicht werden, wenn die Schaltvorrichtung ein Kopplungselement aufweist, über
das die Zwischenwelle an ein Antriebsmomentübertragungsmittel koppelbar ist. Das Antriebsmomentübertragungsmittel
kann von einer Antriebseinheit bzw. einer Ankerwelle der Antriebseinheit oder besonders
vorteilhaft von einer Zwischenhülse gebildet sein.
[0009] Eine besonders kompakte und kostengünstige Schaltvorrichtung kann erreicht werden,
wenn die Schaltvorrichtung eine Schlagwerksanordnung aufweist, die mittels eines Verschiebens
der Zwischenwelle in axialer Richtung an- oder ausschaltbar ist. Die Zwischenwelle
kann dabei direkt oder indirekt über ein zwischengeschaltetes Schaltelement an die
Schlagwerksanordnung koppeln. Weist die Schaltvorrichtung zudem eine variable Sperrfunktion
auf, die mittels eines Verschiebens der Zwischenwelle in axialer Richtung schaltbar
ist, kann zudem ein konstruktiv einfaches Schalten unterschiedlicher Antriebsarten
mittels Verschieben eines Bauteils, insbesondere der Zwischenwelle, innerhalb der
Schaltvorrichtung realisiert werden.
[0010] In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung wird vorgeschlagen, dass die Schaltvorrichtung
ein einzelnes Bedienelement aufweist, das zum Schalten zwischen unterschiedlichen
Antriebsarten und Antriebsgeschwindigkeiten vorgesehen ist. Hierdurch kann mittels
einer einfachen Schaltlogik der Schaltvorrichtung ein hoher Bedienkomfort für einen
Bediener einer Handwerkzeugmaschine mit der Schaltvorrichtung erreicht werden.
[0011] Ein besonders bedienerfreundliches Schalten zwischen den unterschiedlichen Antriebsarten
und/oder Antriebsgeschwindigkeiten kann vorteilhaft erreicht werden, wenn das Bedienelement
von einem Drehgriff gebildet ist.
Zeichnung
[0012] Weitere Vorteile ergeben sich aus der folgenden Zeichnungsbeschreibung. In der Zeichnung
ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Die Zeichnung, die Beschreibung
und die Ansprüche enthalten zahlreiche Merkmale in Kombination. Der Fachmann wird
die Merkmale zweckmäßigerweise auch einzeln betrachten und zu sinnvollen weiteren
Kombinationen zusammenfassen.
[0013] Es zeigen:
Fig. 1 eine erfindungsgemäße Handwerkzeugmaschine in einer schematischen Seitenansicht
(Fig. 1a) zusammen mit verschiedenen Einstellungen für ein Bedienelement (Fig. 1b
bis Fig. 1f),
Fig. 2 eine Schaltvorrichtung der Handwerkzeugmaschine aus Figur 1 in einer ersten
Schaltposition in einer schematischen Seitenansicht,
Fig. 3 die Schaltvorrichtung der Handwerkzeugmaschine in einer zweiten Schaltposition
in einer schematischen Seitenansicht,
Fig. 4 die Schaltvorrichtung der Handwerkzeugmaschine in einer dritten Schaltposition
in einer schematischen Seitenansicht,
Fig. 5 die Schaltvorrichtung der Handwerkzeugmaschine in einer vierten Schaltposition
in einer schematischen Seitenansicht und
Fig. 6 die Schaltvorrichtung der Handwerkzeugmaschine in einer fünften Schaltposition
in einer schematischen Seitenansicht.
Beschreibung des Ausführungsbeispiels
[0014] In Figur 1a ist eine erfindungsgemäße, von einem Bohrhammer gebildete Handwerkzeugmaschine
10 dargestellt. Die Handwerkzeugmaschine 10 umfasst einen Haupthandgriff 38 mit einem
Bedienelement 40 zu einem An- oder Ausschalten einer Antriebseinheit 50 der Handwerkzeugmaschine
10. Ferner umfasst die Handwerkzeugmaschine 10 eine Schaltvorrichtung 12, die zum
Schalten zwischen unterschiedlichen Antriebsarten und/oder Antriebsgeschwindigkeiten
für ein in der Werkzeugaufnahme 42 befindliches Werkzeug vorgesehen ist. Hierzu weist
die Schaltvorrichtung 12 ein einzelnes, von einem Drehgriff gebildetes Bedienelement
36 auf, das in einem einer Werkzeugaufnahme 42 zugewandten Bereich der Handwerkzeugmaschine
10 angeordnet ist und das für einen Bediener der Handwerkzeugmaschine 10 zu einem
Schalten zwischen den unterschiedlichen Antriebsarten und Antriebsgeschwindigkeiten
zur Verfügung steht.
[0015] Die Schaltvorrichtung 12 in den Figuren 2 bis 6 umfasst ein von einer Zahnhülse gebildetes
Antriebsmomentübertragungsmittel 32, das über ein Antriebslager 44 an einem Gehäuse
46 der Handwerkzeugmaschine 10 abgestützt ist. Das Antriebslager 44 umfasst hierzu
ein Federelement 48, das die Zahnhülse in eine axiale Richtung 98 am Gehäuse 46 abstützt.
Die Zahnhülse ist in einem Betrieb der Handwerkzeugmaschine 10 drehend mit der Antriebseinheit
50 bzw. einer Ankerwelle 52 der Antriebseinheit 50 verbunden und zu einem Antrieb
einer Schlagwerksanordnung 34 bzw. einer Zwischenwelle 14 der Schaltvorrichtung 12
vorgesehen. Die Zahnhülse umfasst ein Zahnrad 54, das an einem antriebsseitigen Ende
56 der Zahnhülse einstückig mit dieser ausgebildet ist. Das Zahnrad 54 überträgt im
Betrieb das Antriebsmoment der Antriebseinheit 50 auf die Zahnhülse. Die Zwischenwelle
14 ist entlang einer axialen Richtung 98 nach der Zahnhülse angeordnet, wobei sich
die axiale Richtung 98 und die axiale Richtung 18 parallel zu einer Länge der Zwischenwelle
erstrecken. Zur Übertragung eines Antriebsmoments auf die Zwischenwelle 14 koppelt
die Zwischenwelle 14 an die Zahnhülse über ein Kopplungsmittel 30. Das Kopplungsmittel
30 umfasst zwei Kopplungselemente 58, 60, die an der Zahnhülse bzw. an der Zwischenwelle
14 angeordnet sind. Das Kopplungselement 58 der Zahnhülse ist dabei zur Aufnahme des
Kopplungselements 60 der Zwischenwelle 14 vorgesehen, das bei einem axialen Verschieben
der Zwischenwelle 14 in axialer Richtung 18 in das Kopplungselement 58 der Zahnhülse
geschoben wird.
[0016] Um ein antriebsseitiges Ende 62 der Zwischenwelle 14 bzw. um die Zahnhülse ist die
Schlagwerksanordnung 34 bzw. eine Taumelhülse 96 der Schlagwerksanordnung 34 angeordnet.
Die Schlagwerksanordnung 34 ist dabei über zwei Lagermittel 64, 66 drehbar um die
Zwischenwelle 14 bzw. die Zahnhülse gelagert. Zu einer Übertragung des Antriebsmoments
auf die Taumelhülse 96 weist die Zahnhülse an einem abtriebseitigen Ende 68 ein Kopplungselement
70 auf. Das Kopplungselement 70 greift dabei in ein korrespondierendes Kopplungselement
72 der Schlagwerksanordnung 34 (Figuren 2 bis 6).
[0017] An einem abtriebseitigen Ende 74 der Zwischenwelle 14 weist diese ein Schaltmittel
28 auf, das von einer Mitnahmeverzahnung gebildet ist. Zudem ist das Schaltmittel
28 verdrehfest und in den axialen Richtungen 18, 98 ortsfest auf der Zwischenwelle
14 angeordnet. Mittels des Schaltmittels 28 wird das Antriebsmoment der Zwischenwelle
14 auf eine Zahnradeinheit 16 übertragen. Die Zahnradeinheit 16 ist in den axialen
Richtungen 18, 98 ortsfest in Bezug auf ein von einem Hammerrohr gebildetes Abtriebsmittel
76 um die Zwischenwelle 14 drehbar gelagert, so dass bei einem axialen Verschieben
der Zwischenwelle 14 diese sich relativ zur Zahnradeinheit 16 bewegt. Des Weiteren
weist die Zahnradeinheit 16 zwei Zahnräder 20, 22 auf, die unabhängig voneinander
drehbar um die Zwischenwelle 14 gelagert sind, wobei die einzelnen Zahnräder 20, 22
jeweils drehbar mit dem von dem Hammerrohr gebildeten Abtriebsmittel 76 verbunden
sind. Hierzu umfasst das Abtriebsmittel 76 zwei von jeweils einer Verzahnung gebildete
Kopplungselemente 92, 94, wobei jeweils ein Kopplungselement 92, 94 des Abtriebsmittels
76 mit einem der Zahnräder 20, 22 der Zahnradeinheit 16 kämmt. Eine Übertragung des
Antriebsmoments im Betrieb der Handwerkzeugmaschine 10 von der Zwischenwelle 14 auf
die Zahnradeinheit 16 bzw. auf eines der beiden Zahnräder 20, 22 erfolgt dabei über
das einstückig mit der Zwischenwelle 14 ausgebildete Schaltmittel 28, das in ein Schaltmittel
24, 26 des jeweiligen Zahnrads 20, 22 mit einer zum Schaltmittel 28 der Zwischenwelle
14 korrespondierenden Verzahnung greift (Figuren 2 bis 6). Zudem weisen die beiden
Zahnräder 20, 22 unterschiedliche Arbeitsdurchmesser 78, 80 auf, wobei das der Schlagwerksanordnung
34 zugewandte Zahnrad 22 einen größeren Arbeitsdurchmesser 80 als das Zahnrad 20 bei
einer gleich bleibenden Zahnradverzahnung aufweist.
[0018] Zum Schalten in unterschiedliche Schaltpositionen ist das Bedienelement 36 mittels
eines nicht näher dargestellten Kopplungsmittels mit der Zwischenwelle 14 verbunden.
Eine Drehung des Bedienelements 36 in Richtung 90 in einem Uhrzeigersinn bewirkt ein
Verschieben der Zwischenwelle 14 in axialer Richtung 18 bzw. ein Drehen gegen die
Richtung 90 ein Verschieben der Zwischenwelle 14 in die axiale Richtung 98 (Figuren
1b bis 1f). Im Folgenden wird ein Schalten des Bedienelements 36 in Richtung 90 von
einem reinen Meißelbetrieb (Figuren 1b und 2) bis zu einem reinen Bohrbetrieb mit
einer schnellen Geschwindigkeit (Figuren 1f und 6) beschrieben. Ein Schalten des Bedienelements
36 gegen die Richtung 90 durch einen Bediener erfolgt in einer umgekehrten Abfolge
der unten beschriebenen Schaltmechanismen, so dass auf eine detaillierte Beschreibung
verzichtet wird.
[0019] In Figur 2 ist ein reiner Meißelbetrieb der Handwerkzeugmaschine 10 dargestellt.
Das Bedienelement 36 befindet sich in der Meißelbetriebsposition (Figur 1b) und die
Zwischenwelle 14 befindet sich in einer abtriebseitigen Endstellung, in der das Kopplungselement
60 der Zwischenwelle 14 beabstandet zum Kopplungselement 58 der Zahnhülse angeordnet
ist und eine Übertragung eines Antriebsmoments von der Zahnhülse auf die Zwischenwelle
14 unterbrochen ist. Ein auf der Zwischenwelle 14 gelagertes Arretierelement 82, das
in Richtung 98 nach der Zahnradeinheit 16 angeordnet ist, ist dabei in einer Sperrposition
mit dem Schaltmittel 28 der Zwischenwelle 14. Das Arretierelement 82 weist dabei eine
nicht näher dargestellte Innenverzahnung auf, die in der Sperrposition in Eingriff
mit dem Schaltmittel 28 der Zwischenwelle 14 ist. Zu einer Arretierung ist das Arretierelement
82 ortsfest gegenüber dem Gehäuse 46 der Handwerkzeugmaschine 10 arretiert (Figur
2). Die Zahnhülse ist mittels einer Federkraft des Federelements 48 des Antriebslagers
44, die auf die Zahnhülse in axiale Richtung 98 wirkt, in einer der Schlagwerksanordnung
34 zugewandten Endposition. Dabei greift das Kopplungselement 70 der Zahnhülse in
das Kopplungselement 72 der Schlagwerksanordnung 34. Mittels des Kopplungselements
70 überträgt die Zahnhülse ein Antriebsmoment auf die Taumelhülse 96 der Schlagwerksanordnung
34 zur Generierung eines Schlagimpulses für das in der Werkzeugaufnahme 42 befindliche
Werkzeug.
[0020] Wird das Bedienelement 36 von einem Bediener um ca. 45° in Richtung 90 gedreht und
auf eine Betriebsposition mit einer variablen Sperrfunktion eingestellt, wird dabei
die Zwischenwelle 14 in axiale Richtung 18 verschoben (Figuren 1c und 3). Durch das
Verschieben der Zwischenwelle 14 in axiale Richtung 18 wird eine Sperrposition zwischen
den Arretierelementen 82 bzw. der Innenverzahnung des Arretierelements 82 und dem
Schaltmittel 28 der Zwischenwelle 14 aufgehoben und das Werkzeug in der Werkzeugaufnahme
42, wie beispielsweise ein Meißelwerkzeug, kann von einem Bediener gedreht bzw. positioniert
werden. Das Kopplungselement 60 der Zwischenwelle 14 ist weiterhin beabstandet zum
Kopplungselement 58 der Zahnhülse angeordnet.
[0021] Wird das Bedienelement 36 von dem Bediener um ca. weitere 45° in Richtung 90 gedreht
und auf eine Betriebsposition mit einem Schlagbohrbetrieb eingestellt, wird die Zwischenwelle
14 weiter in axiale Richtung 18 verschoben (Figuren 1d und 4). Das Kopplungselement
60 der Zwischenwelle 14 greift in das Kopplungselement 58 der Zahnhülse und im Betrieb
der Handwerkzeugmaschine 10 wird ein Antriebsmoment von der Zahnhülse auf die Zwischenwelle
14 übertragen. Das Schaltmittel 28 der Zwischenwelle 14 ist dabei in Eingriff mit
dem Schaltmittel 24 des ersten Zahnrads 20 der Zahnradeinheit 16. Von der Zwischenwelle
14 wird das Antriebsmoment auf die Zahnradeinheit 16 bzw. auf das Zahnrad 20 übertragen
und damit das von dem Hammerrohr gebildete Abtriebsmittel 76, das ein Drehmoment auf
das in der Werkzeugaufnahme 42 befindliche Werkzeug überträgt, angetrieben. Weiterhin
wird im Betrieb der Handwerkzeugmaschine 10 ein Antriebsmoment von der Zahnhülse über
die Kopplungselemente 70, 72 auf die Schlagwerksanordnung 34 übertragen. Das Werkzeug
führt im Betrieb der Handwerkzeugmaschine 10 eine drehende und schlagende Arbeitsbewegung
aus.
[0022] Wird das Bedienelement 36 von dem Bediener um ca. weitere 45° in Richtung 90 gedreht
und auf eine Betriebsposition mit einem reinen Bohrbetrieb mit einer langsamen Geschwindigkeit
eingestellt, wird die Zwischenwelle 14 weiter in axiale Richtung 18 verschoben (Figuren
1e und 5). Mittels der Verschiebung der Zwischenwelle 14 wird die Zahnhülse gegen
die Federkraft des Federelements 48 ebenfalls in axiale Richtung 18 bewegt. Dabei
bewegt sich das Kopplungselement 70 der Zahnhülse aus dem Kopplungselement 72 der
Schlagwerksanordnung 34 heraus, so dass diese beabstandet zueinander angeordnet sind
und eine Übertragung des Antriebsmoments auf die Schlagwerksanordnung 34 im Betrieb
unterbrochen ist. Parallel hierzu wird auch das Schaltmittel 28 der Zwischenwelle
14 in axiale Richtung 18 mit der Zwischenwelle 14 verschoben, wobei das Schaltmittel
28 weiterhin in Eingriff mit dem Schaltmittel 24 des Zahnrads 20 der Zahnradeinheit
16 ist, so dass mittels des Zahnrads 20 eine gegenüber dem Schlagbohrbetrieb gleiche
Antriebsgeschwindigkeit auf das Abtriebsmittel 76 übertragen wird. Das in der Werkzeugaufnahme
42 befindliche Werkzeug führt eine ausschließlich drehende Bewegung im Betrieb der
Handwerkzeugmaschine 10 aus.
[0023] Wird das Bedienelement 36 von dem Bediener um ca. weitere 45° in Richtung 90 gedreht
und auf eine Betriebsposition mit einem reinen Bohrbetrieb mit einer schnellen Geschwindigkeit
eingestellt, wird die Zwischenwelle 14 weiter in axiale Richtung 18 in eine antriebsseitige
Endposition verschoben (Figuren 1f und 6). Mittels der Verschiebung der Zwischenwelle
14 wird die Zahnhülse weiter gegen die Federkraft des Federelements 48 bewegt und
das Kopplungselement 60 der Zahnhülse ist zum Kopplungselement 58 der Schlagwerksanordnung
34 weiterhin beabstandet angeordnet. Parallel dazu verschiebt sich das Schaltmittel
28 zusammen mit der Zwischenwelle 14 ebenfalls in axiale Richtung 18 und das von der
Mitnahmeverzahnung gebildete Schaltmittel 28 wird mittels der Zwischenwelle 14 aus
dem Schaltmittel 24 des Zahnrads 20 heraus in das Schaltmittel 26 des Zahnrads 22
der Zahnradeinheit 16 geschoben. Aufgrund des größeren Arbeitsdurchmessers 80 des
Zahnrads 22 bezüglich des Zahnrads 20 ist im Betrieb der Handwerkzeugmaschine 10 eine
höhere Antriebsgeschwindigkeit auf das von dem Hammerrohr gebildete Abtriebsmittel
76 übertragbar und das in der Werkzeugaufnahme 42 befindliche Werkzeug führt weiterhin
eine drehende Bewegung aus.
1. Handwerkzeugmaschine, insbesondere ein Bohrhammer, mit einer Antriebseinheit (50)
und mit einer Schaltvorrichtung (12), die eine axial verschiebbare Zwischenwelle (14),
eine Schlagwerksanordnung (34), ein Antriebsmomentübertragungsmittel (32) und eine
auf der Zwischenwelle (14) angeordnete Zahnradeinheit (16) aufweist und die zum Schalten
zwischen unterschiedlichen Antriebsarten und/oder Antriebsgeschwindigkeiten eines
Werkzeugs vorgesehen ist und die ein von der Zahnradeinheit (16) getrennt ausgebildetes
Kopplungsmittel (30) aufweist, über das die Zwischenwelle (14) an das Antriebsmomentübertragungsmittel
(32) koppelbar ist, das in einem Betrieb drehend mit einer Ankerwelle (52) der Antriebseinheit
(50) verbunden ist und zu einem Antrieb der Schlagwerksanordnung (34) und/oder der
Zwischenwelle (14) vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Zwischenwelle (14) und die Zahnradeinheit (16) in axiale Richtung (18, 98) relativ
zueinander bewegbar sind, wobei die Zahnradeinheit (16) zumindest zwei unabhängig
voneinander drehbare Zahnräder (20, 22) aufweist.
2. Handwerkzeugmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eines der Zahnräder (20, 22) zumindest ein Schaltmittel (24, 26) aufweist,
das an einer radial nach innen gerichteten Oberfläche angeordnet ist.
3. Handwerkzeugmaschine zumindest nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Zwischenwelle (14) ein zu dem Schaltmittel (24, 26) des Zahnrads (20, 22) korrespondierendes
Schaltmittel (28) aufweist.
4. Handwerkzeugmaschine zumindest nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das korrespondierende Schaltmittel (28) verdrehfest auf der Zwischenwelle (14) angeordnet
ist.
5. Handwerkzeugmaschine zumindest nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das korrespondierende Schaltmittel (28) in axiale Richtung (18, 98) ortsfest auf
der Zwischenwelle (14) angeordnet ist.
6. Handwerkzeugmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schaltvorrichtung (12) die Schlagwerksanordnung (34) aufweist, die mittels eines
Verschiebens der Zwischenwelle (14) in axiale Richtung (18, 98) an- oder ausschaltbar
ist.
7. Handwerkzeugmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schaltvorrichtung (12) eine variable Sperrfunktion aufweist, die mittels eines
Verschiebens der Zwischenwelle (14) in axiale Richtung (18, 98) schaltbar ist.
1. Portable power tool, in particular a hammer drill, having a drive unit (50) and having
a switching device (12), which has an axially displaceable intermediate shaft (14),
a percussion mechanism arrangement (34), a drive torque transmission means (32) and
a gear wheel unit (16) arranged on the intermediate shaft (14), and which is intended
to switch between different types of drive and/or drive speeds of a tool, and which
has a coupling means (30) configured separately from the gear wheel unit (16), the
intermediate shaft (14) being couplable via said coupling means (30) to the drive
torque transmission means (32), which is connected to an armature shaft (52) of the
drive unit (50) in a rotary manner during operation and is intended to drive the percussion
mechanism arrangement (34) and/or the intermediate shaft (14), characterized in that the intermediate shaft (14) and the gear wheel unit (16) are movable in an axial
direction (18, 98) relative to one another, wherein the gear wheel unit (16) has at
least two gear wheels (20, 22) that are rotatable independently of one another.
2. Portable power tool according to Claim 1, characterized in that at least one of the gear wheels (20, 22) has at least one switching means (24, 26)
which is arranged on a surface directed radially inwards.
3. Portable power tool at least according to Claim 2, characterized in that the intermediate shaft (14) has a switching means (28) corresponding to the switching
means (24, 26) of the gear wheel (20, 22).
4. Portable power tool at least according to Claim 3, characterized in that the corresponding switching means (28) is arranged on the intermediate shaft (14)
in a rotationally fixed manner.
5. Portable power tool at least according to Claim 3, characterized in that the corresponding switching means (28) is arranged on the intermediate shaft (14)
in a fixed position in the axial direction (18, 98).
6. Portable power tool according to one of the preceding claims, characterized in that the switching device (12) has the percussion mechanism arrangement (34), which is
switchable on and off by means of a displacement of the intermediate shaft (14) in
the axial direction (18, 98).
7. Portable power tool according to one of the preceding claims, characterized in that the switching device (12) has a variable locking function which is switchable by
means of a displacement of the intermediate shaft (14) in the axial direction (18,
98).
1. Machine-outil portative, en particulier marteau perforateur, comprenant une unité
d'entraînement (50) et un dispositif de commutation (12) qui présente un arbre intermédiaire
déplaçable axialement (14), un agencement de percussion (34), un moyen de transfert
de couple d'entraînement (32) et une unité de roue dentée (16) disposée sur l'arbre
intermédiaire (14) et qui est prévue pour commuter entre différents types d'entraînement
et/ou entre différentes vitesses d'entraînement d'un outil, et qui présente un moyen
d'accouplement (30) réalisé de manière séparée de l'unité de roue dentée (16), par
le biais duquel l'arbre intermédiaire (14) peut être accouplé au moyen de transfert
de couple d'entraînement (32) qui est connecté, pendant le fonctionnement, en rotation
avec un arbre d'induit (52) de l'unité d'entraînement (50) et qui est prévu pour effectuer
un entraînement de l'agencement de percussion (34) et/ou de l'arbre intermédiaire
(14), caractérisée en ce que l'arbre intermédiaire (14) et l'unité de roue dentée (16) peuvent être déplacés l'un
par rapport à l'autre dans la direction axiale (18, 98), l'unité de roue dentée (16)
présentant deux roues dentées (20, 22) pouvant tourner indépendamment l'une de l'autre.
2. Machine-outil portative selon la revendication 1, caractérisée en ce qu'au moins l'une des roues dentées (20, 22) présente au moins un moyen de commutation
(24, 26) qui est disposé au niveau d'une surface orientée radialement vers l'intérieur.
3. Machine-outil portative selon au moins la revendication 2, caractérisée en ce que l'arbre intermédiaire (14) présente un moyen de commutation (28) correspondant au
moyen de commutation (24, 26) de la roue dentée (20, 22).
4. Machine-outil portative selon au moins la revendication 3, caractérisée en ce que le moyen de commutation correspondant (28) est disposé de manière fixée en rotation
sur l'arbre intermédiaire (14).
5. Machine-outil portative selon au moins la revendication 3, caractérisée en ce que le moyen de commutation correspondant (28) est disposé dans la direction axiale (18,
98) fixement sur l'arbre intermédiaire (14).
6. Machine-outil portative selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que le dispositif de commutation (12) présente l'agencement de percussion (34) qui peut
être connecté ou déconnecté au moyen d'un déplacement de l'arbre intermédiaire (14)
dans la direction axiale (18, 98).
7. Machine-outil portative selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que le dispositif de commutation (12) présente une fonction de blocage variable qui peut
être commutée au moyen d'un déplacement de l'arbre intermédiaire (14) dans la direction
axiale (18, 98).
IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
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