(19)
(11) EP 2 104 598 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
21.12.2011  Patentblatt  2011/51

(21) Anmeldenummer: 06827968.6

(22) Anmeldetag:  28.12.2006
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
B25G 1/10(2006.01)
(86) Internationale Anmeldenummer:
PCT/AT2006/000542
(87) Internationale Veröffentlichungsnummer:
WO 2008/080178 (10.07.2008 Gazette  2008/28)

(54)

GRIFF

GRIP

MANCHE


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC NL PL PT RO SE SI SK TR

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
30.09.2009  Patentblatt  2009/40

(73) Patentinhaber: Wassermann, Matthias
6272 Stumm (AT)

(72) Erfinder:
  • Wassermann, Matthias
    6272 Stumm (AT)

(74) Vertreter: Torggler, Paul Norbert et al
Patentanwälte Torggler & Hofinger Wilhelm-Greil-Strasse 16 Postfach 556
6020 Innsbruck
6020 Innsbruck (AT)


(56) Entgegenhaltungen: : 
WO-A-00/38893
AT-A1- 502 727
US-A- 4 877 280
US-B1- 6 254 293
WO-A-03/035331
US-A- 4 261 608
US-A- 6 082 794
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung dient der ergonomisch besseren Handhabung von verschiedenen Vorrichtungen; so beispielsweise als Griff für (Nass-) Rasierer (Figur 5), als Griff für chirurgisches oder Tafel - Besteck (Figur 6 in Ausführung als Messer, optional als Gabel, Löffel etc), Schreibutensilien und Werkzeuge etc; dies unter Berücksichtigung der Anatomie der Finger und somit entsprechender Anpassung an die natürliche Handhaltung in gerader Verlängerung der Finger bzw. Hand. Ein solches Griff ist aus US 6 254 293 bekannt.

    [0002] Um einen direkten Kontakt sowie eine gute Handhabung mit dem an den Griff anzuschließenden Utensil (Rasierklinge, Pinselhaar, Gabel, etc.) zu erlangen, vermittelt gegenständlicher Griff (im Vergleich zu langen Rundgriffen etwa im Bereich Nassrasierer) ein direktes und sicheres Hantieren; dies ergibt sich nicht zuletzt aus der Kürze des Griffes und Konzentration der Bewegungen aus den Fingerenden im Gegensatz zu einem längeren Rundgriff, wobei bei einem solchen aus dem gesamten Schulter-, Ellenbogen- und Handgelenk hantiert wird.

    [0003] Durch gegenständlichen Griff wird das Hantieren im Wesentlichen auf Bewegungen im Handgelenk reduziert - dies bei näherem Kontakt etwa zur Haut (so z.B. beim Rasieren). Viele Handhaltungen bei langstieligen Griffen gleichen denen der Haltung eines Schreibgerätes, sohin unter Änderung des Winkels zwischen Verlängerung der Finger und dem Griff bzw. Arbeitsgerät. Durch gegenständlichen neuen Griff wird eine direkte und geradlinige Kraftübertragung aus dem Handgelenk über die Finger (etwa auf die Haut) erzielt; im übrigen entsteht insbesondere aufgrund der Kürze und ergonomischen Ausbildung für die Finger (Mulden) hierdurch der Eindruck einer sichereren und ruhigeren Handhabung, zumal Finger und Griff eine "Einheit" bilden.

    [0004] Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, einen Griff der eingangs geschilderten Art so auszugestalten, dass durch die im Gegensatz zu herkömmlichen Griffen (etwa lange Rundgriffe bei Rasierern, Besteck etc.) verkürzte Gestaltung und Vertiefungen für Finger eine direktere, ruhigere und sicherere Handhabung (bei dadurch bedingter Verringerung etwa eines Abrutschens - wie bei langstieligen Rundgriffen in höherem Maße gegeben) erreicht wird.

    [0005] Gegenständlicher Griff kann mit einer Gummierung (wie etwa bei Zahnbürsten) in den entsprechenden Vertiefungen für die Finger ausgestattet werden, was ebenso zu einer sichereren Handhabung zusätzlich beiträgt. Der Griff besteht optional aus sämtlichen Materialien (Kunststoffe, Metalle, Naturfasern (Holz), Stein, Ton etc.) bei der Möglichkeit der gleichzeitigen Verwendung verschiedener Materialien zur Herstellung und Gestaltung des Griffes.

    [0006] In den Zeichnungen ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise dargestellt. Es zeigen die Fig. 1 bis 4 gegenständlichen Griff:

    Fig. 1: Ansicht von schräg oben / entspricht im Wesentlichen Fig. 3.

    Fig. 2: Seitenansicht bei erkennbarer Lage von Zeige- (1) und Mittelfinger (2) in Längsrichtung des Griffes; Lage des Daumens an der gegenüberliegenden Seite (5)

    Fig. 3: Ansicht von schräg oben mit erkennbaren in Längsrichtung zum Griff verlaufenden Mulden für Zeige- (1), Mittel- (2), Ring- (3) und Kleinfinger (4), wobei die Mulden bis zum Griffende (6) reichen.

    Fig. 4: Ansicht von unten mit Vertiefung für den Daumen (5)

    Fig. 5: Griff in Darstellung als Rasierer-Griff (Rasierklingenaufsatz (7))

    Fia. 6: Griff in Darstellung als Besteck-Messer-Griff (Messerklinge (8)).



    [0007] Die den Fingern 1 bis 5 entsprechenden Vertiefungen bzw. Mulden sind mit 1a bis 5a bezeichnet.

    [0008] Gemäß dem dargestellten Ausführungsbeispiel lässt sich gegenständlicher Griff auf eine Handhabung mit mehr oder weniger Fingern darstellen.


    Ansprüche

    1. Griff mit ergonomischen Vertiefungen für Finger (1 bis 5), auf einer Seite für Zeige- (1) und Mittelfinger (2), wobei die Vertiefungen (1a, 2a) in Längsrichtung des Griffes angeordnet sind, an der gegenüberliegenden Seite mit Vertiefung (5a) für Daumen (5), dadurch gekenzeichnet dass die zwei nebeneinander liegenden, im Wesentlichen geradlinig verlaufenden Vertiefungen (1 a, 2a) auf der Seite für Zeige-(1) und Mittelfinger (2) bis zum hinteren Griffende (6) reichen und sich über dieselbe Länge erstrecken.
     
    2. Griff nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an der Seite für Zeige- (1) und Mittelfinger (2) eine zusätzliche längs verlaufende Vertiefung (3a) für den Ringfinger (3) besteht.
     
    3. Griff nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass an der Seite für Zeige- (1) und Mittelfinger (2) eine zusätzliche längs verlaufende Vertiefung (4a) für Kleinfinger (4) besteht.
     
    4. Handbetätigtes Gerät, insbesondere für Nassrasierer oder Besteck, gekennzeichnet durch einen Griff nach einem der Ansprüche 1 bis 3.
     


    Claims

    1. Handle comprising ergonomic recesses for fingers (1 to 5), for index (1) and middle fingers (2) on one side, wherein the recesses (1a, 2a) are arranged in the longitudinal direction of the handle, comprising on the opposite side a recess (5a) for the thumb (5), characterized in that the two adjoining recesses (1a, 2a) on the side for index (1) and middle fingers (2) extend substantially linearly to the back end of the handle (6) and extend over the same length.
     
    2. Handle according to claim 1, characterized in that it comprises an additional recess (3a) for the ring finger (3) on the side for index (1) and middle fingers (2) extending longitudinally.
     
    3. Handle according to claim 2, characterized in that it comprises an additional recess (4a) for the little fingers (4) on the side for index (1) and middle fingers (2) extending longitudinally.
     
    4. Hand-operated device, in particular wet razor or flatware, characterized by a handle according to one of claims 1 to 3.
     


    Revendications

    1. Manche avec des empreintes ergonomiques pour doigts (1 à 5), dont les empreintes (1a, 2a) pour l'index (1) et le médius (2) sont arrangées à une côté du manche en direction longitudinale, et dont l'empreinte (5a) pour le pouce (5) est arrangée a la côté opposée, caractérisé par les deux empreintes pour l'index (1) et le médius (2) s'étendent essentiellement en ligne droite l'un a côté de l'autre jusqu'au bout (6) du manche et s'étalent sur la même longeur.
     
    2. Manche selon revendication 1, caractérisé par une empreinte additionnelle (3a) pour l'annulaire (3), s'étendant en direction longitudinale à la côté pour l'index (1) et pour le médius (2).
     
    3. Manche selon revendication 2, caractérisé par une empreinte additionnelle (4a) pour le petit doigt (4), s'étendant en direction longitudinale à la côté pour l'index (1) et pour le médius (2).
     
    4. Appareil manoeuvrable par main, en particulier rasoir mécanique ou couvert, caractérisé par un manche selon un des revendications 1 à 3.
     




    Zeichnung























    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



    Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes. Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.

    In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente