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(11) |
EP 2 106 309 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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12.05.2010 Patentblatt 2010/19 |
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Anmeldetag: 16.10.2007 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/DE2007/001844 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2008/074279 (26.06.2008 Gazette 2008/26) |
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VERFAHREN ZUR HERSTELLUNG EINES SCHMIEDETEILS, SCHMIEDETEIL UND SCHMIEDEGESENK
METHOD FOR THE PRODUCTION OF A FORGED PART, FORGED PART, AND FORGING DIE
PROCÉDÉ DE FABRICATION D'UNE PIÈCE FORGÉE, PIÈCE FORGÉE ET MATRICE DE FORGEAGE
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MT NL PL PT RO
SE SI SK TR |
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Priorität: |
19.12.2006 DE 102006060020
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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07.10.2009 Patentblatt 2009/41 |
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Patentinhaber: Gesenkschmiede Schneider GmbH |
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73431 Aalen (DE) |
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Erfinder: |
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- KOLBE, Peter
73434 Aalen (DE)
- KÖRNER, Thomas
58332 Schwelm (DE)
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| (74) |
Vertreter: Neidl-Stippler, Cornelia |
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Neidl-Stippler
Patentanwaltskanzlei
Rauchstrasse 2 81679 München 81679 München (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 1 500 443 DE-A1- 3 235 115
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CH-A- 232 406 DE-A1- 10 352 664
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung eines Schmiedeteils,
insbesondere Segmentwelle, mit einem zu drei Zähnen ausgebildeten, einseitigen, asymmetrischen
Fortsatz sowie auf das danach hergestellte Schmiedeteil insbesondere Segmentwelle
in einer im Wesentlichen länglichen Gestalt mit einem zu drei Zähnen ausgebildeten,
einseitigen asymmetrischen Fortsatz und das Schmiedegesenk zur Durchführung des Verfahrens.
[0002] Die
DE 32 35 115 A1(HITACHI Ltd) bezieht sich auf die Herstellung von Flanschwellen. Die Flansche werden
nur auf ihrem Umfangsbereich auf Druck belastet - es bestehen aber keine ansteigenden
Flanken, welche für Zähne typisch sind und besonderen Belastungen unterliegen. Der
Umformgrad für eine asymmetrische Segmentwelle ist ungleich höher und die Belastungen
der Zähne andersartig..
[0003] Es sind Segmentwellen mit einem einseitig ausgebildeten Fortsatz mit drei oder mehr
Zähnen bekannt. Diese Segmentwellen unterliegen einer hohen Belastung, insbesondere
an den Flanken der Zähne. Sie werden bevorzugt im Bewegungsstrang einer Lenkung von
Nutzfahrzeugen eingebaut. Bisherige Segmente sind aus vollem Material gefräst worden.
Dies erfordert jedoch eine hohe Zykluszeit, hohen Materialverbrauch, sowie hohe Werkzeugkosten.
Zudem weisen die Flanken nicht die erforderliche Festigkeit auf und müssen nachbearbeitet,
z.B. gehärtet, werden. Der Faserverlauf entspricht nicht dem idealen Kraftverlauf.
[0004] Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein einfacheres Verfahren zur Herstellung
eines Schmiedeteils, ein Schmiedeteil und ein Schmiedegesenk dafür zu schaffen, das
den Festigkeitsanforderungen einer Segmentwelle genügt.
[0005] Die Aufgabe wird durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Patentanspruches 1 ein
Schmiedeteil mit den Merkmalen des Patentanspruches 8 sowie ein Schmiedegesenk mit
den Merkmalen des Patentanspruches 10 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen ergeben
sich aus den abhängigen Ansprüchen.
[0006] Es wird Rundmaterial zu einem Rohling mit einer einseitigen Materialansammlung durch
seitliches Querfließpressen in einer ersten Form gepresst und anschließend in einem
Schmiedegesenk geschmiedet. Die Kombination des Umformens von Querfließpressen und
Schmieden führt zu einem Schmiedeteil mit minimalster Bearbeitungszugabe. Außerdem
wird ein günstiger Faserverlauf am einseitigen Fortsatz quer zur Erstreckungsrichtung
der Welle erzeugt, der zu einer hohen Festigkeit des Schmiedeteils führt. Ein gebrochener,
umgelenkter oder durch Zerspanen geteilter Faserverlauf würde die Festigkeit des Bauteils
erheblich senken.
[0007] In einer Presse wird Rundmaterial stirnseitig querfließgepresst, so dass das Material
quer zur Pressrichtung in einen einseitigen Fortsatz fließt. Anschließend wird der
querfließgepresste Rohling mit seitlichem Fortsatz aus dem Presswerkzeug entnommen
und einem Schmiedegesenk zugeführt, in dem der Rohling zu einem Schmiedeteil auf nahezu
Endform geschmiedet wird.
[0008] Um geringere Presskräfte aufbringen zu müssen, wird das Rundmaterial vor dem Querfließpressen
erwärmt. Das Rundmaterial lässt sich leichter umformen, der Faserverlauf bleibt besser
zusammenhängend. Beim Querfließpressen ist die Pressbewegung deutlich langsamer als
beim hammerschlagartigen Schmieden.
[0009] Es ist überraschenderweise herausgefunden worden, dass, wenn der Rohling in ein Schmiedegesenk
mit mindestens einem Gravurendfortsatz mit zumindest einer Dehnfuge gepresst wird,
der Faserverlauf in einem Schmiedeteil sehr gut erhalten bleibt. Eine Umlenkung, Stauchung
oder Bruch des Faserverlaufs im Bereich des einseitigen Fortsatzes am Schmiedeteil
wird vermieden. Die Festigkeit des Schmiedeteils insbesondere an den Flanken des mit
hohen Kräften beanspruchten Fortsatzes wird weiter erhöht. Aufgrund der mindestens
einen Dehnfuge am Ende des Gravurfortsatzes kann überschüssiges Material, Zunder,
Schmiermittel etc. ausweichen. Hat der Gravurfortsatz mehrere Enden, wie z.B. für
Zähne, so ist an jedem Zahnende eine Dehnfuge ausgebildet.
[0010] Bevorzugt ist das Rohmaterial gewalzter Rundstahl, insbesondere koksgewalzter Rundstahl.
Dieses Rohmaterial führt vorteilhafterweise zu einem Endprodukt mit der erforderlichen
hohen Festigkeit.
[0011] Um ausreichende Schmiedekräfte aufzubringen, wird das Schmiedeteil bevorzugt stehend,
d.h. in Achsrichtung des Rohlings, in der Gravitationsrichtung geschmiedet. Die Gewichtskraft
des Schmiedehammers wird somit ausgenutzt.
[0012] Bevorzugt wird, um eine möglichste geringe Zykluszeit, sowie Maschinenzeit pro Schmiedteil
zu haben, der Rohling in einem Hub warm geschmiedet.
[0013] Um das Schmiedeteil in ein Fertigprodukt überzuführen, wird das Schmiedeteil mit
mindestens einem Fortsatz zumindest an dem Ende des mindestens einen Fortsatzes spanend
bearbeitet. Der Materialüberschuss wird bevorzugt auf das Endmaß abgeschliffen. Der
Faserverlauf im Fortsatz wird dadurch nicht gestört bzw. gebrochen und bleibt, wie
erwünscht erhalten.
[0014] Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist das Schmiedeteil eine Segmentwelle mit
drei Zähnen als asymmetrischer Fortsatz. Die Segmentwelle ist für den Einsatz in Nutzfahrzeugen,
insbesondere in deren Lenksystemen, vorgesehen. Auf die Zahnflanken des mittleren
Zahns wirken die höchsten Kräfte und Drehmomente. Deshalb ist es erforderlich, dass
der Faserverlauf in den Flanken des Zahns besonders gut parallel zu den Flanken ausgebildet
ist. Dies wird durch Querfließpressen von Rundmaterial und anschließendes Gesenkschmieden
des Rohlings erreicht.
[0015] Es wird ein Schmiedeteil in einer im Wesentlichen länglichen Gestalt mit mindestens
einem einseitigen Fortsatz aus gewalztem Rundstahl, insbesondere koksgewalztem Rundstahl,
bevorzugt nach dem oben beschriebenen Verfahren, hergestellt, wobei ein Faserverlauf
im Schmiedeteil parallel zur Flanke des mindestens einen Fortsatzes ausgebildet ist.
Der Fortsatz mit aufgrund des Querfließpressens parallel zur Fortsatzflanke verlaufendem
Faserverlauf führt zu einer erhöhten, erwünschten Festigkeit des Schmiedeteils insgesamt
und am einseitigen, asymmetrischen Fortsatz. Ein Bruch, Stauchen oder Umlenkung des
Faserverlaufs im Bereich des Fortsatzes sind im Wesentlichen nicht vorhanden.
[0016] Der Fortsatz des Schmiedeteils weist bevorzugt mindestens einen Zahn auf, insbesondere
drei Zähne, um vorteilhafterweise ein Schmiedeteil zu erhalten, das als Segmentwelle
in Nutzfahrzeugen einsetzbar ist.
[0017] Vorteilhafterweise weist besonders der mittlere Zahn einer Segmentwelle im Wesentlichen
einen parallel zur Flanke des Zahns verlaufenden Faserfluss auf. Dies führt zu einer
sehr hohen Festigkeit des meistbelasteten Zahns, insbesondere im Flankenbereich. Es
wird somit eine hohe Lebensdauer des Schmiedeteils erzielt. Die Herstellungskosten
insbesondere die Zykluszeit sind niedriger als bei herkömmlichen zerspanenden Herstellungsverfahren.
[0018] Die Enden des mindestens einen Fortsatzes, insbesondere der Zähne, sind spanend bearbeitet,
vorzugsweise geschliffen. Dadurch werden störende Grate aufgrund der Dehnfuge des
Schmiedegesenks entfernt, wobei die günstigen Faserverläufe erhalten bleiben.
[0019] Für das oben beschriebenen Schmiedeverfahren eignet sich insbesondere ein Schmiedegesenk
das in Gravurendfortsätzen mindestens eine Dehnfuge zur Aufnahme von Materialüberschüssen,
Zunder, Schmiermittel usw. aufweist. Das erfindungsgemäße Gesenk lässt die im Querfließpressverfahren
günstig verformten Faserverläufe, insbesondere am Ende der Fortsätze, bestehen und
presst die Faserverläufe bzw. den Faserfluss weiter. Ein Brechen, Stauchen oder Umlenkung
des Faserverlaufs an einer Gravurwand wird im Wesentlichen aufgrund der Dehnfuge am
entsprechenden Gravurbereich vermieden. Überschüssiges Material kann in die Dehnfuge
oder Dehnrille im Gesenk ausweichen.
[0020] Es versteht sich, dass die vorstehend genannten und nachstehend noch zu erläuternden
Merkmale nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in anderen
Kombinationen verwendbar sind.
[0021] Die Erfindung wird im Folgenden anhand eines Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme
die Zeichnung näher erläutert. Darin zeigt:
Fig. 1 eine schematische Querschnittsansicht beim seitlichen Querfließpressen,
Fig. 2 einen radialen Querschnitt des gemäß Fig. 1 hergestellten Rohlings,
Fig. 3 eine Seitenansicht eines erfindungsgemäßen Schmiedeteils,
Fig. 4 eine Querschnittsansicht des Schmiedeteils gemäß Fig. 3 im radialen Querschnitt
und
Fig. 5 das erfindungsgemäße Schmiedeteil in perspektivischer Ansicht.
[0022] Die Fig. 1 zeigt in einer schematischen Querschnittsansicht einen ersten Verfahrensschritt
zur Herstellung eines Schmiedeteils aus einem zylindrischen Rundmaterial 1. Das Rundmaterial
1 ist koksgewalzter Rundstahl und weist einen Faserverlauf 2a, 2b parallel zu den
Wänden auf. An den Stirnseiten 3, 4 des Rundmaterials 1 sind Pressstempel 5, 6 angeordnet,
die das Rundmaterial 1 in einer ersten Form 7 querfließpressen. Das Rundmaterial 1
wird durch das seitliche Querfließpressen zu einem Rohling mit einer einseitigen Materialansammlung
in einem Fortsatz 8 gepresst. Hierfür hat die erste Form 7 eine einseitige Gravurausnehmung
9. Die im Querschnitt gesehenen Faserverläufe 2a, 2b, auch Faserfluss genannt, erstrecken
sich beim Querfließpressen in Richtung des Fortsatzes 8 ohne dabei gebrochen zu werden.
Das Rundmaterial wird vor dem Querfließpressen erwärmt, somit sind die Presskräfte
für das Querfließpressen niedrig.
[0023] Die Fig. 2 zeigt im radialen Querschnitt den durch das Querfließpressen entstandenen
Rohling 10. Die Fortsatzvorform 8 ist noch nicht klar ausgebildet. Die einseitige
Fortsatzgestalt wird erst durch anschließendes Schmieden in einem Schmiedegesenk und
anschließende spanende Bearbeitung erzielt. Die Faserverläufe 2a, 2b sind dennoch
vorteilhaft parallel zu Flanken des Fortsatzes 8 ausgebildet oder sie erstrecken sich
gerade zum Fortsatzende hin.
[0024] Die Fig. 3 zeigt das in Längsrichtung des Rohlings 10 stehend geschmiedete Schmiedeteil
11. Das Schmiedeteil 11 weist in dieser Ausführungsform ausgeprägte Zähne 12, 13 und
einen verdeckten Zahn 14 auf. Das Schmiedeteil 11 wird im Schmiedegesenk sehr nahe
an die Endmaße geschmiedet.
[0025] Die Fig. 4 zeigt im Querschnitt gesehen das Schmiedegesenk 15 mit geschmiedetem Schmiedeteil
11 im radialen Querschnitt.
[0026] An jedem Gravurbereich für Fortsatzenden ist eine Dehnfuge oder auch Dehnrille 16
in den Gravurendfortsätzen des Schmiedegesenks 15 ausgebildet. Die Dehnfugen 16 dienen
dazu, beim Schmieden überschüssiges Material, Zunder, Schmiermittel etc. aufzunehmen,
so dass Material in die Dehnfugen ausweichen kann und die Faserverläufe 2a, 2b nicht
gebrochen werden. Zusammenhängende Faserverläufe sind für ein Schmiedeteil 11 mit
hoher Festigkeit besonders vorteilhaft.
[0027] Der einseitige Fortsatz 8 am Schmiedeteil 11 ist, wie in der Fig. 2 und 4 gezeigt,
zu drei Zähnen 12, 13, 14 ausgebildet. Insbesondere der Mittelzahn 12 ist besonders
hohen Belastungen ausgesetzt, wenn das Schmiedeteil 11 als Segmentwelle in Nutzfahrzeugen
eingesetzt wird.
[0028] Der mittlere Zahn 12 weist einen im Wesentlichen parallel zur Flanke 20 laufenden
Faserverlauf 2b auf. Bei den seitlichen Zähnen 13, 14 können die Faserflüsse zur Flanke
19 leicht schräg verlaufen, da diese an den Seitenrändern des Fortsatzes 8 angrenzen.
[0029] Aufgrund der Dehnfugen 16 an Gesenkgravurendbereichen 18 entstehen an den Enden der
Zähne 12, 13, 14 Grate, die spanend, insbesondere durch Abschleifen, entfernt werden.
Somit wird durch eine geringe Nachbearbeitung eine fertige Segmentwelle gemäß Fig.
5 aus einem Schmiedeteil 11 mit einem einseitigen Fortsatz, der mit drei Zähnen 12,
13, 14 ausgebildet ist, geschaffen.
[0030] Alle Figuren zeigen lediglich schematische nicht maßstabsgerechte Darstellungen.
[0031] Obwohl die Erfindung anhand verschiedener Ausführungsformen beschrieben wurde, ist
sie keineswegs auf diese Ausführungsformen eingeschränkt. Eher sind diese Ausführungsformen
nur exemplarische Ausführungsformen. Abwandlungen der obigen exemplarischen Ausführungsformen
sind Fachleuten und anderen ohne Abweichung vom Schutzbereich der Erfindung offensichtlich.
Der Schutzumfang der Erfindung wird ausschließlich durch die Ansprüche, wie sie durch
die Beschreibung erläutert sind, definiert.
Bezugszeichenliste
[0032]
- 1
- Rundmaterial
- 2a
- Faserverlauf
- 2b
- Faserverlauf in Fortsatz
- 4
- Stirnseite
- 5
- Stempel
- 6
- Stempel
- 7
- erste Form
- 8
- Fortsatz
- 9
- Materialansammlung
- 10
- Rohling
- 11
- Schmiedeteil
- 12
- Mittelzahn
- 13
- Zahn
- 14
- Zahn
- 15
- Schmiedegesenk
- 16
- Dehnrille
- 19
- seitliche Zahnflanke
- 20
- Zahnflankenmitte
1. Verfahren zur Herstellung eines Schmiedeteils, insbesondere Segmentwellen (11), mit
einem zu drei Zähnen ausgebildeten, einseitigen, asymmetrischen Fortsatz (11, 12,
13), wobei Rundmaterial (1) zu einem Rohling (10) mit einer einseitigen Materialansammlung
durch seitliches Qüerfließpressen in einer ersten Form (7) gepresst wird und anschließend
in einem Schmiedegesenk (15) auf nahezu Endform geschmiedet wird; wodurch der Faserverlauf
in den Flanken des mittleren Zahns besonders gut parallel zu den Flanken ausgebildet
ist und zu erhöhter Festigkeit des mittleren Zahns führt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Rundmaterial (1) vor dem Querfließpressen erwärmt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Rohling (10) in ein Schmiedegesenk (15) mit mindestens einem Gravurendfortsatz
mit zumindest einer Dehnfuge (16, 17, 18) gepresst wird.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Rohmaterial gewalzter Rundstahl, insbesondere koksgewalzter Rundstahl ist.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Schmiedeteil (11) stehend, in Achsrichtung des Rohlings (10) geschmiedet wird.
6. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Schmiedeteil (11) mit einem zu drei Zähnen ausgebildeten, einseitigen, asymmetrischen
Fortsatz (8) aufgrund der Dehnfuge (16, 17, 18) im Schmiedegesenk (15) zumindest am
Ende der Zähne spanend bearbeitet wird.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Schmiedeteil (11) eine Segmentwelle mit drei Zähnen (12, 13, 14) ist.
8. Schmiedeteil, insbesondere Segmentwelle (11) in einer im Wesentlichen länglichen Gestalt
mit einem zu drei Zähnen (11, 12, 13) ausgebildeten, einseitigen asymmetrischen Fortsatz,
hergestellt nach einem Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei der Faserverlauf
(2a, 2b) in den Flanken des mittleren Zahns besonders gut parallel zu den Flanken
ausgebildet ist.
9. Schmiedeteil (11) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Enden der drei Zähne des einseitigen, asymmetrischen Fortsatzes (8), spanend
bearbeitet sind.
10. Schmiedegesenk (15) zur Herstellung einer Segmentwelle mit einem zu drei Zähnen (11,
12, 13) ausgebildeten, einseitigen, asymmetrischen Fortsatz und zur Durchführung des
Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei das Schmiedegesenk (15) in den
Gravurendfortsätzen mindestens eine Dehnfuge (16) zur Aufnahme von Materialüberschüssen,
Zunder usw. aufweist.
1. Method for the production of a forged part, especially sector shafts (11) having an
extension (11, 12, 13) that is designed as a unilateral, asymmetric part with three
teeth, whereas
- in a first form (7) round material (1) is pressed to a blank (10) by transverse
impact extrusion accumulating material at one side and, subsequently, forged in a
forging die (15) until the final form of the forged part has nearly been reached,
so that the fibers in the flanks of the middle tooth are aligned parallel to the flanks
and, thus, increase the strength of the middle tooth.
2. Method according to claim 1, characterized in that the round material (1) is heated prior to the transverse impact extrusion.
3. Method according to claim 1 or 2, characterized in that the blank (10) is pressed into a forging die (15) with at least one die cavity extension
with at least one expansion joint (16, 17, 18).
4. Method according to one of the previous claims 1 to 3, characterized in that the feedstock is made of rolled round steel, in particular of coke-rolled round steel.
5. Method according to one of the previous claims 1 to 4, characterized in that the forged part (11) is forged in standing position axially to the blank (10).
6. Method according to claim 3, characterized in that the forged part (11) is, due to the expansion joint (16, 17, 18) in the forging die
(15), shape-cut with an extension (8) that is designed as a unilateral, asymmetric
part with three teeth at least at the end of the teeth.
7. Method according to one of the previous claims 1 to 6, characterized in that the forged part (11) is a sector shaft with three teeth (12, 13, 14).
8. Forged part, in particular sector shaft (11) essentially of longish design with an
extension that is designed as a unilateral, asymmetric part with three teeth (11,
12, 13), produced according to a method according to one of the claims 1 to 7, whereby
the fibers (2a, 2b) within the flanks of the middle tooth are aligned parallel to
the flanks.
9. Forged part (11) according to claim 8, characterized in that the ends of the three teeth of the unilateral, asymmetric extension (8) are shape-cut.
10. Forging die (15) for the production of a sector shaft with an extension (11, 12, 13)
that is designed as a unilateral, asymmetric part with three teeth and for the implementation
of this method according to one of the claims 1 to 7, whereby the forging die (15)
has at least one expansion joint (16) within the gravure expansions to accept excessive
material or forged part scales etc.
1. Procédé de fabrication d'une pièce forgée, en particulier un arbre segmenté (11) pourvu
d'un prolongement unilatéral asymétrique formé en trois dents (11, 12, 13) un matériau
rond (1) étant dans un premier moule (7) comprimé par extrusion transversale latérale
en une ébauche (10) dotée d'une accumulation de matière unilatérale et ensuite forgé
dans une matrice de forgeage (15) proche de la forme définitive, par laquelle l'allure
de fibre sur les flancs de la dent moyenne est formé de manière particulièrement bien
parallèle aux flancs et conduit à une résistance plus élevée de la dent moyenne.
2. Procédé selon revendication 1, caractérisé en ce que le matériau rond (1) est réchauffé avant la compression par extrusion transversale.
3. Procédé selon revendication 1 ou 2 caractérisé en ce que l'ébauche (10) est comprimée dans une matrice de forgeage (15) avec au moins un appendice
de gravure avec au moins un joint de dilatation (16, 17, 18).
4. Procédé selon l'une des revendications précédentes 1 à 3, caractérisé en ce que le matériau brut de l'acier rond laminé est particulièrement un acier rond laminé
au coke.
5. Procédé selon l'une des revendications précédentes 1 à 4 caractérisé en ce que la pièce forgée (11) est forgée debout dans l'axe de l'ébauche (10).
6. Procédé selon revendication 3 caractérisé en ce que la pièce forgée (11) est enlevée par usinage avec un prolongement unilatéral asymétrique
formé en trois dents (8) en raison des joints de dilatation (16, 17, 18) dans la matrice
de forgeage (15) au moins à l'extrémité des dents.
7. Procédé selon l'une des revendications 1 à 6 caractérisé en ce que la pièce forgée (11) est un arbre segmenté avec trois dents (12, 13, 14).
8. Pièce forgée, plus particulièrement arbre segmenté (11) fabriqué essentiellement dans
une forme oblongue avec un prolongement unilatéral asymétrique formé en trois dents
(11, 12, 13) selon un procédé conforme aux revendications 1 à 7 l'allure de fibre
(2A, 2B) dans les flancs de la dent moyenne étant formée de manière particulièrement
bien parallèle aux flancs.
9. Pièce forgée selon revendication 8, caractérise en ce que les fins de trois dents du prolongement unilatéral asymétrique sont usinés.
10. Matrice de forgeage (15) en vue de la fabrication d'un arbre segmenté avec un prolongement
unilatéral asymétrique formé en trois dents (11, 12, 13) et en vue de l'application
du procédé selon l'une des revendications 1 à 7, la matrice de forgeage (15) présentant
dans les appendices de gravure au moins un joint de dilatation (16) pour la fixation
de l'excédent de matériau, calamine, etc.

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