| (19) |
 |
|
(11) |
EP 2 106 474 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
|
18.08.2010 Patentblatt 2010/33 |
| (22) |
Anmeldetag: 23.11.2007 |
|
| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
|
| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
|
PCT/EP2007/062771 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
|
WO 2008/077708 (03.07.2008 Gazette 2008/27) |
|
| (54) |
VERFAHREN ZUM ENTFERNEN VON FLUSEN AUS EINEM WÄRMETAUSCHER EINES HAUSGERÄTS, SOWIE
ENTSPRECHENDES HAUSGERÄT
METHOD FOR REMOVING LINT FROM A HEAT EXCHANGER OF A DOMESTIC APPLIANCE AND CORRESPONDING
DOMESTIC APPLIANCE
PROCÉDÉ D'EXTRACTION DE PELUCHES D'UN ÉCHANGEUR THERMIQUE D'UN APPAREIL MÉNAGER ET
APPAREIL MÉNAGER CORRESPONDANT
|
| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
|
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MT NL PL PT RO
SE SI SK TR |
| (30) |
Priorität: |
22.12.2006 DE 102006061211
|
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
|
07.10.2009 Patentblatt 2009/41 |
| (73) |
Patentinhaber: BSH Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH |
|
81739 München (DE) |
|
| (72) |
Erfinder: |
|
- GRUNERT, Klaus
13465 Berlin (DE)
|
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-A1- 3 738 031 DE-A1- 19 547 613 DE-C1- 4 333 901
|
DE-A1- 10 002 743 DE-A1- 19 600 489
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Entfernen von während eines Trocknungsprozesses
eines Hausgeräts zur Pflege von Wäschestücken, insbesondere eines Wäschetrockners,
erzeugten Flusen aus einem Wärmetauscher, bei dem zum Reinigen eine Spülflüssigkeit
durch den Wärmetauscher geleitet wird.
[0002] Auch betrifft die Erfindung ein Hausgerät zur Pflege von Wäschestücken , umfassend
einem Wärmetauscher, ein Prozessluftgebläse zum Treiben eines Luftstroms durch den
Wärmetauscher, einen Sammelbehälter für eine Spülflüssigkeit zum Entfernen von während
eines Trocknungsprozesses erzeugten Flusen aus dem Wärmetauscher, wobei in einer Reinigungsphase
die Spülflüssigkeit durch den Wärmetauscher geleitet wird, sowie eine Steuereinrichtung
zum Steuern des Reinigens.
[0004] Darüber hinaus sind Wäschetrockner bekannt, welche eine Kompressor-Wärmepumpe zum
abwechselnden Aufheizen und Abkühlen eines zirkulierender Prozessluftstroms aufweisen.
Diese Geräte haben neben dem normalen Flusensieb noch zusätzliche Filtersysteme, um
eine Verflusung der zugehörigen Kältemittel-Wärmetauscher zu vermeiden. Solche Wärmetauscher
sind zur Schaffung eines guten Wärmeübergangs von dem in der Wärmepumpe zirkulierenden
Arbeits- oder Kältemittel auf den Prozessluftstrom, der den eigentlichen Trockenvorgang
bewirkt, relativ feingliedrig mit einer großen Vielzahl von Lamellen strukturiert
und deshalb mehr als Wärmetauscher in üblichen Wäschetrocknern ohne Wärmepumpen anfällig
für Verschmutzung durch Flusen Die entsprechenden Filtersysteme bestehen aus mehreren
hintereinander geschalteten Sieben, Filterschäumen oder Ähnlichem zur Entfernung der
durch das normale Flusensieb hindurchgegangenen Feinflusen aus der Prozessluft. Dadurch
sollen die fest im Hausgerät eingebauten Wärmetauscher frei von Feinflusen gehalten
werden, um damit einen guten Wärmeübergang vom Kältemittel auf den Prozessluftstrom
zu erreichen. Da die Filtersysteme jedoch im Bereich des Gerätesockels eingebaut sind,
ist die Wartung oder Reinigung nur sehr umständlich durchzuführen. Darüber hinaus
sind die Reinigungszyklen relativ kurz und die Reinigung an sich sehr aufwändig.
[0005] Daher ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren zu schaffen, bei dem
das Entfernen der Flusen in einem Wärmetauscher eines Hausgeräts zur Pflege von Wäschestücken
verbessert erfolgen kann. Insbesondere bei einem Durchleiten von Spülflüssigkeit durch
den Wärmetauscher soll das Entfernen der darin angesammelten Flusen effektiv erfolgen.
Auch soll ein entsprechend ertüchtigtes Hausgerät angegeben werden.
[0006] Diese Aufgabe wird durch ein Verfahren, welches die Merkmale nach Patentanspruch
1 aufweist, und ein Hausgerät, welches die Merkmale des Patentanspruchs 8 aufweist,
gelöst. Bevorzugte Weiterbildungen der Erfindung sind in den abhängigen Patentansprüchen
angegeben. Bevorzugten Weiterbildungen des Verfahrens entsprechen bevorzugte Weiterbildungen
des Hausgerätes, auch wenn dies nicht in jedem Falle explizit angegeben wird.
[0007] Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren zum Entfernen von während eines Trocknungsprozesses
eines Hausgeräts zur Pflege von Wäschestücken erzeugten Flusen aus einem Wärmetauscher
wird eine Spülflüssigkeit durch den Wärmetauscher geleitet. Die Spülflüssigkeit wird
während einer Reinigungsphase abhängig von der Stärke eines erzeugbaren Luftstroms
abgelenkt, und abhängig von dieser Ablenkung strömt die Spülflüssigkeit durch verschiedene
Bereiche des Wärmetauschers. Dadurch kann hocheffektiv das Entfernen von Flusen aus
den Wärmetauschern erreicht werden. Indem die Spülflüssigkeit individuell an unterschiedliche
Stellen des Wärmetauschers gelenkt werden kann, können praktisch alle Bereiche des
Wärmetauschers von Flusen befreit werden. Dadurch kann neben einem relativ einfachen
und aufwandsarmen Vorgang auch eine verbesserte Reinigung gewährleistet werden. Somit
werden durch diese effiziente Reinigung Ablagerungen an den Lamellen des Wärmetauschers
sowohl im vorderen als auch im hinteren Bereich beseitigt. Dadurch werden die Leistungsdaten
des Geräts, insbesondere der Energieverbrauch und der Zeitbedarf, optimiert. Darüber
hinaus ist es nicht mehr erforderlich, eine anderweitige Reinigung von Filtersystemen
zwingend vorzunehmen.
[0008] Bei dem erfindungsgemäßen Hausgerät zur Pflege von Wäschestücken , umfassend einem
Wärmetauscher, ein Prozessluftgebläse zum Treiben eines Luftstroms durch den Wärmetauscher,
einen Sammelbehälter für eine Spülflüssigkeit zum Entfernen von während eines Trocknungsprozesses
erzeugten Flusen aus dem Wärmetauscher, wobei in einer Reinigungsphase die Spülflüssigkeit
durch den Wärmetauscher geleitet wird, sowie eine Steuereinrichtung zum Steuern des
Reinigens ist die Steuereinrichtung derart eingerichtet, dass während der Reinigungsphase
das Prozessluftgebläse zum Treiben des Luftstroms betreibbar ist, wobei die Spülflüssigkeit
abhängig von der Stärke des Luftstroms abgelenkt wird und abhängig von der Ablenkung
durch verschiedene Bereiche des Wärmetauscher strömt
[0009] Bevorzugt wird der Luftstrom durch ein Prozessluftgebläse des Hausgeräts erzeugt
und durch den Wärmetauscher geleitet. Die ohnehin im Hausgerät vorgesehene Einheit
des Prozessluftgebläses wird somit multifunktional verwendet. Abhängig vom Betriebszustand
des Prozessluftgebläses wird somit ein Luftstrom erzeugt oder nicht.
[0010] Bevorzugt wird die Spülflüssigkeit durch einen vorderen Bereich des Wärmetauschers
geleitet, wenn die Erzeugung des Luftstroms deaktiviert ist. Unter einem vorderen
Bereich wird derjenige Teil des Wärmetauschers verstanden, welcher bei aktiviertem
Luftstrom in Strömungsrichtung als Lufteinströmbereich vorgesehen ist und deshalb
von dem zirkulierenden Prozessluftstrom zuerst erreicht wird. Wenn also das Prozessluftgebläse
abgeschaltet ist, wird der vordere Bereich des Wärmetauschers gereinigt, indem die
Spülflüssigkeit durch diesen vorderen Bereich strömt.
[0011] Die Spülflüssigkeit strömt in bevorzugter Weise durch einen in Strömungsrichtung
des Luftstroms hinteren Bereich des Wärmetauschers, wenn die Erzeugung des Luftstroms
aktiviert ist. Bevorzugt wird somit bei eingeschaltetem Prozessluftgebläse die einströmende
Spülflüssigkeit so abgelenkt, dass sie durch den hinteren Bereich des Wärmetauschers
strömt und somit die dort angesammelten Flusen ausspült.
[0012] Bei laufendem Prozessluftgebläse wird die Flüssigkeit somit durch den statischen
und dynamischen Druck der Prozessluft weiter zwischen die Lamellen des Wärmetauschers
gedrückt, wodurch eine Reinigung der hinteren Lamellenbereiche erreicht werden kann.
Bevorzugt wird zum Reinigen des Wärmetauschers als Spülflüssigkeit ein während eines
Trocknungsprozesses in dem Hausgerät erzeugtes Kondensat gesammelt. Somit wird auch
hier Material sparend eine Flüssigkeit verwendet, welche während des Trocknungsprozesses
anfällt. Eine separate zusätzliche Flüssigkeit zum Reinigen ist daher nicht erforderlich.
Durch diese Ausführung wird ein eigentlich als Abfall abfallendes Produkt, das Kondensat,
sinnvoll zur Reinigung der Wärmetauscher genutzt.
[0013] Bevorzugt ist der Wärmetauscher einer Wärmepumpe des Hausgeräts zugeordnet. Die Wärmepumpe
kann als Kompressor-Wärmepumpe ausgebildet sein. Darin sind in bekannter Weise zwischen
zwei Wärmetauschern ein Kompressor für das Arbeits- oder Kältemittel (chlorierter
und/oder fluorierter Kohlenwasserstoff oder Kohlendioxid) und eine Drossel angeordnet.
In einem ersten Wärmetauscher, welcher derjenige ist, welcher von dem mit Feuchte
beladenen Prozessluftstrom zuerst angeströmt wird und deshalb besonders gefährdet
für eine Verschmutzung durch Flusen ist, wird das Kältemittel bei geringem Druck verdampft,
wobei es Wärme aufnimmt und den Prozessluftstrom somit kühlt. Das verdampfte Kältemittel
wird in einem Kompressor auf einen relativ hohen Druck komprimiert und dem zweiten
Wärmetauscher zugeführt, wo es den Prozessluftstrom durch Abgabe von Wärme heizt und
dabei verflüssigt wird. In einer auf den zweiten Wärmetauscher folgenden Drossel wird
das verflüssigte Kältemittel auf den erwähnten geringen Druck entspannt, und gelangt
so wieder zum ersten Wärmetauscher.
[0014] Bevorzugt wird das Reinigen der Wärmetauscher und somit das Entfernen der Flusen
aus den Wärmetauschern gegen Ende eines Trocknungsprozesses von in dem Hausgerät eingebrachten
Wäschestücken durchgeführt und insbesondere zu einem Zeitpunkt, zu dem die Flusen
noch feucht sind, durchgeführt.
[0015] Die Spülflüssigkeit wird vorzugsweise von oben in den Wärmetauscher eingeleitet und
umspült dann die Lamellen des Wärmetauschers. Durch die dadurch erzielbare hohe Strömungsgeschwindigkeit
und die Möglichkeit einer Einleitung einer relativ großen Flüssigkeitsmenge können
die anhaftenden Flusen effektiv weggespült werden.
[0016] Bevorzugt umfasst das Hausgerät eine Leitung mit einem von der Steuereinrichtung
steuerbaren Ventil, welche Leitung den Sammelbehälter mit dem Wärmetauscher verbindet.
[0017] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend anhand schematischer Zeichnungen
näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine perspektivische Darstellung von für die nachfolgende Erläuterung wesentlichen
Komponenten eines Hausgeräts; und
- Fig. 2
- eine Schnittdarstellung entlang der Schnittlinie AA gem. Fig. 1.
[0018] In den Figuren sind gleiche oder funktionsgleiche Elemente mit den gleichen Bezugszeichen
versehen.
[0019] Ein Wäschetrockner 1 umfasst eine Kompressor-Wärmepumpe 2 (vgl. obige Beschreibung;
hier der Übersicht halber nur teilweise dargestellt), welche einen Wärmetauscher 2
umfasst. Der Wärmetauscher 2 umfasst eine Mehrzahl von Lamellen 21 und ist mit einer
Prozessluftführung gekoppelt. Dadurch kann erreicht werden, dass im Betrieb des Wäschetrockners
1, insbesondere während einer Trocknungsphase, Prozessluft als Luftstrom 4 in der
gezeigten Pfeildarstellung durch den Wärmetauscher 2 geleitet wird. Der in der Prozessluftführung
erzeugte Luftstrom 4 wird durch ein nur schematisch dargestelltes Prozessluftgebläse
6 erzeugt, welches bedarfsabhängig aktiviert und deaktiviert werden kann.
[0020] Darüber hinaus umfasst der Wäschetrockner 1 einen Sammelbehälter 3, welcher in vertikaler
Richtung auf einem höheren Niveau angeordnet ist als der Wärmetauscher 2. In dem Sammelbehälter
3 befindet sich Kondensat, welches beim Trocknungsprozess erzeugt und in den Sammelbehälter
3 gepumpt wird.
[0021] Zwischen dem Sammelbehälter 3 und dem Wärmetauscher 2 ist eine Leitung 5 angeordnet,
durch welche die in dem Sammelbehälter 3 enthaltene Flüssigkeit zum Wärmetauscher
2 geleitet werden kann. Mittels eines Ventils 7 kann die Leitung 5 frei gegeben oder
verschlossen werden.
[0022] Eine Steuereinrichtung 8 ist so eingerichtet, insbesondere programmiert, dass sie
das Verfahren zum Entfernen von während eines Trocknungsprozesses (welchen sie vorzugsweise
ebenfalls steuert) erzeugten Flusen aus dem Wärmetauscher 2 steuern kann. Dazu steuert
sie, wie durch entsprechende Pfeile angedeutet, das Prozessluftgebläse 6 und das Ventil
7. Die entsprechenden Verfahrensschritte sind nachfolgend erläutert.
[0023] Um Flusen, welche sich im Wärmetauscher 2, und insbesondere an den Lamellen 21 während
eines Trocknungsprozesses ansammeln, zu entfernen, wird während einer Reinigungsphase
das in dem Sammelbehälter 3 gesammelte Kondensat durch den Wärmetauscher 2 geleitet.
Das Kondensat dient dabei als Spülflüssigkeit, um die Flusen aus dem Wärmetauscher
2 ausspülen zu können.
[0024] In Fig. 2 ist eine schematische Schnittdarstellung entlang der Schnittlinie AA gemäß
Fig. 1 gezeigt. Wie dort zu erkennen ist, strömt der durch das Prozessluftgebläse
erzeugte Luftstrom 4 an einem in Strömungsrichtung vorderen Bereich 22 des Wärmetauschers
2 ein und tritt an einem in Strömungsrichtung hinteren Ende bzw. hinteren Bereich
23 wieder aus. Die Anordnung der Leitung 5 auf dem Wärmetauscher 2 ist so ausgebildet,
dass die Spülflüssigkeit von oben im vorderen Bereich 22 in den Wärmetauscher 2 eingeleitet
wird. Wird das Prozessluftgebläse abgeschaltet und somit auch kein Luftstrom 4 erzeugt,
so strömt die Spülflüssigkeit von oben nach unten durch den Wärmetauscher 2 im Wesentlichen
in diesen vorderen Bereich 22, welcher beispielhaft in etwa bis zur Mitte (in x-Richtung
betrachtet) reicht.
[0025] Wird das Prozessluftgebläse aktiviert oder bleibt weiterhin aktiviert und der Luftstrom
4 strömt durch den Wärmetauscher 2 in der gezeigten Strömungsrichtung, so wird der
am vorderen Bereich 22 eingeleitete Spülflüssigkeitsstrom in x-Richtung abgelenkt,
wodurch auch der hintere Bereich 23 des Wärmetauschers 2 von dieser Spülflüssigkeit
durchströmt wird und dort anlagernde Flusen ausgespült werden.
[0026] Abhängig davon, ob ein Luftstrom 4 erzeugt wird oder nicht bzw. mit welcher Stärke
der Luftstrom erzeugt wird, kann somit auch der Strömungsverlauf der Spülflüssigkeit
beeinflusst werden. Insbesondere kann durch den Luftstrom 4 die Spülflüssigkeit in
unterschiedliche Bereiche des Wärmetauschers 2 abgelenkt werden, wodurch auch unterschiedliche
Bereiche von der Spülflüssigkeit durchströmt werden können.
[0027] Um große Flüssigkeitsmengen für die Reinigung bereitstellen zu können, wird das Kondensat
im Sammelbehälter 3 gesammelt. Gegen Ende des Trocknungsprozesses und zu einem Zeitpunkt,
zu dem die an die Wärmetauscherflächen anhaftenden Flusen noch feucht sind, wird eine
Entleerungsöffnung des Sammelbehälters 3 freigegeben und das als Spülflüssigkeit verwendete
Kondensat über eine möglichst mit großem Querschnitt ausgebildete Leitung 5 zum Wärmetauscher
2 geführt und von oben über die Lamellen 21 des Wärmetauschers 2 gespült. Dazu ist
insbesondere eine relativ große Öffnung 24 ausgebildet, damit eine Verstopfung der
Öffnung, beispielsweise durch Flusen, verhindert werden kann.
[0028] Durch die hohe Strömungsgeschwindigkeit und die große Flüssigkeitsmenge werden an
den Lamellen 21 anhaftende Flusen weggespült. Die Flusen können mit dem Kondensat
anschließend in das Abwassersystem abgepumpt werden. Es kann auch vorgesehen sein,
dass ein zumindest zweimaliges Durchspülen des Wärmetauschers 2 durchgeführt wird,
und die Spülflüssigkeit nach einem erstmaligen Durchlauf wieder in den Sammelbehälter
3 gepumpt wird und dann nochmals durch den Wärmetauscher 2 strömt.
1. Verfahren zum Entfernen von während eines Trocknungsprozesses eines Hausgeräts (1)
zur Pflege von Wäschestücken erzeugten flusen aus einem Wärmetauscher (2), bei dem
zum Reinigen eine Spülflüssigkeit durch den Wärmetauscher (2) geleitet wird, dadurch gekennzeichnet, dass ein Luftstrom (4) mit unterschiedlicher Stärke erzeugt wird, durch welchen die Spülflüssigkeit
während einer Reinigungsphase abhängig von der Stärke des Luftstroms (4) abgelenkt
wird und abhängig von der Ablenkung durch verschiedene Bereiche (22, 23) des Wärmetauschers
(2) strömt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Luftstrom (4) durch ein Prozessluftgebläse (6) des Hausgeräts (1) erzeugt wird
und durch den Wärmetauscher (2) strömt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Spülflüssigkeit durch einen in Strömungsrichtung des Luftstroms (4) vorderen
Bereich (22) des Wärmetauschers (2) strömt, wenn die Erzeugung des Luftstroms (4)
deaktiviert ist.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Spülflüssigkeit durch einen in Strömungsrichtung des Luftstroms (4) hinteren
Bereich (23) des Wärmetauschers (2) strömt, wenn die Erzeugung des Luftstroms (4)
aktiviert ist.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zum Reinigen des Wärmetauschers (2) als Spülflüssigkeit ein während eines Trocknungsprozesses
in dem Hausgerät (1) erzeugtes Kondensat gesammelt wird.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Reinigen gegen Ende eines Trocknungsprozesses in dem Hausgerät (1) und zu einem
Zeitpunkt, zu dem die Flusen noch feucht sind, durchgeführt wird.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Spülflüssigkeit von oben in den Wärmetauscher (2) eingeleitet wird und die Lamellen
(21) des Wärmetauschers (2) umspült.
8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Reinigungsphase nach einem Trocknungsprozess mehrfach wiederholt wird.
9. Hausgerät (1) zur Pflege von Wäschestücken umfassend einem Wärmetauscher (2), ein
Prozessluftgebläse (6) zum Treiben eines Luftstroms (4) durch den Wärmetauscher (2),
einen Sammelbehälter (3) für eine Spülflüssigkeit zum Entfernen von während eines
Trocknungsprozesses erzeugten Flusen aus dem Wärmetauscher (2), wobei in einer Reinigungsphase
die Spülflüssigkeit durch den Wärmetauscher (2) geleitet wird, sowie eine Steuereinrichtung
(8) zum Steuern des Reinigens, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinrichtung (8) derart eingerichtet ist dass während der Reinigungsphase
das Prozessluftgebläse (6) zum Treiben des Luftstroms (4) mit unterschiedlicher Stärke
betreibbar ist, wobei die Spülflüssigkeit während einer Reinigurigsphase abhängig
von der Stärke des Luftstroms (4) abgelenkt wird und abhängig von der Ablenkung durch
verschiedene Bereiche (22, 23) des Wärmetauschers (2) strömt.
10. Hausgerät (1) nach Anspruch 9, umfassend eine Leitung (5) mit einem von der Steuereinrichtung
(8) steuerbaren Ventil (7), welche Leitung (5) den Sammelbehälter (3) mit dem Wärmetauscher
(2) verbindet.
11. Hausgerät (1) nach einem der Ansprüche 9 und 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Wärmetauscher (2) einer Wärmepumpe (2) des Hausgeräts (1) zugeordnet ist.
12. Hausgerät (1) nach einem der Ansprüche 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinrichtung (8) eingerichtet ist zum mehrfachen Wiederholen der Reinigungsphase
nach einem Trocknungsprozess.
1. Method for removing lint, which is produced during a drying process of a domestic
appliance (1) for the care of the items of laundry, from a heat exchanger (2), in
which, for cleaning, a rinsing liquid is conducted through the heat exchanger (2),
characterised in that an air flow (4) with different strength is generated, by which the rinsing liquid
is deflected during a cleaning phase in dependence on the strength of the air flow
(4) and flows through different regions (22, 23) of the heat exchanger (2) in dependence
on the deflection.
2. Method according to claim 1, characterised in that the air flow (4) is generated by a process air fan (6) of the domestic appliance
(1) and flows through the heat exchanger (2).
3. Method according to claim 1 or 2, characterised in that the rinsing liquid flows through a region (22), which is forward in flow direction
of the air flow (4), of the heat exchanger (2) when generation of the air flow (4)
is deactivated.
4. Method according to any one of the preceding claims, characterised in that the rinsing liquid flows through a region (23), which is rearward in flow direction
of the air flow (4), of the heat exchanger (2) when generation of the air flow (4)
is activated.
5. Method according to any one of the preceding claims, characterised in that for cleaning of the heat exchanger (2) a condensate produced during a drying process
in the domestic appliance (1) is collected as rinsing liquid.
6. Method according to any one of the preceding claims, characterised in that the cleaning is performed towards the end of a drying process in the domestic appliance
(1) and at an instant at which the lint is still moist.
7. Method according to any one of the preceding claims, characterised in that the rinsing liquid is conducted from above into the heat exchanger (2) and washes
around the fins (21) of the heat exchanger (2).
8. Method according to any one of the preceding claims, characterised in that the cleaning phase is repeated several times after a drying process.
9. Domestic appliance (1) for the care of items of laundry, comprising a heat exchanger
(2), a process air fan (6) for driving an air flow (4) through the heat exchanger
(2), a collecting container (3) for a rinsing liquid for removal of lint, which is
produced during a drying process, from the heat exchanger (2), wherein the rinsing
liquid is conducted through the heat exchanger (2) in a cleaning phase, and a control
device (8) for controlling the cleaning, characterised in that the control device (8) is so arranged that during the cleaning phase the process
air fan (6) is operable for driving the air flow (4) with different strengths, wherein
the rinsing liquid during a cleaning phase is deflected in dependence on the strength
of the air flow (4) and flows through different regions (22, 23) of the heat exchanger
(2) in dependence on the deflection.
10. Domestic appliance (1) according to claim 9, comprising a duct (5) with a valve (7)
which is controllable by the control device (8) and which connects the collecting
container (3) with the heat exchanger (2).
11. Domestic appliance according to one of claims 9 and 10, characterised in that the heat exchanger (2) is associated with a heat pump (2) of the domestic appliance
(1).
12. Domestic appliance (1) according to any one of claims 9 to 11, characterised in that the control device (8) is equipped for repetition of the cleaning phase a plurality
of times after a drying process.
1. Procédé d'extraction de peluches d'un échangeur de chaleur (2) produites durant un
processus de séchage d'un appareil ménager (1) pour l'entretien du linge, dans lequel
un liquide de rinçage est mené au travers de l'échangeur de chaleur (2) pour le nettoyage,
caractérisé en ce qu'un écoulement d'air (4) de force variable est créé, via lequel le liquide de rinçage
est dévié en fonction de la force de l'écoulement d'air (4) durant une phase de nettoyage
et s'écoule en fonction de la déviation à travers diverses zones (22, 23) de l'échangeur
de chaleur (2).
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'écoulement d'air (4) est créé par une soufflerie d'air de processus (6) de l'appareil
ménager (1) et s'écoule à travers l'échangeur de chaleur (2).
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le liquide de rinçage s'écoule à travers une zone avant (22) de l'échangeur de chaleur
(2) dans le sens d'écoulement de l'écoulement d'air (4), lorsque la production de
l'écoulement d'air (4) est désactivée.
4. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le liquide de rinçage s'écoule à travers une zone arrière (23) de l'échangeur de
chaleur (2) dans le sens d'écoulement de l'écoulement d'air (4), lorsque la production
de l'écoulement d'air (4) est activée.
5. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'un condensat produit dans l'appareil ménager (1) durant un processus de séchage est
collecté sous la forme de liquide de rinçage pour le nettoyage de l'échangeur de chaleur
(2).
6. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le nettoyage se fait vers la fin d'un processus de séchage dans l'appareil ménager
(1) et à un instant où les peluches sont encore humides.
7. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le liquide de rinçage est introduit dans l'échangeur de chaleur (2) par le dessus
et s'écoule autour des lamelles (21) de l'échangeur de chaleur (2).
8. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la phase de nettoyage est répétée à plusieurs reprises après un processus de séchage.
9. Appareil ménager (1) pour l'entretien du linge, comprenant un échangeur de chaleur
(2), une soufflerie d'air de processus (6) pour mouvoir un écoulement d'air (4) au
travers de l'échangeur de chaleur (2), un réservoir collecteur (3) pour un liquide
de rinçage pour extraire des peluches produites durant un processus de séchage de
l'échangeur de chaleur (2), dans lequel le liquide de rinçage est mené au travers
de l'échangeur de chaleur (2) durant une phase de nettoyage, ainsi qu'un dispositif
de commande (8) pour la commande du nettoyage, caractérisé en ce que le dispositif de commande (8) est configuré de telle sorte que, durant la phase de
nettoyage, la soufflerie d'air de processus (6) peut être exploitée pour mouvoir l'écoulement
d'air (4) selon des forces différentes, dans lequel le liquide de rinçage est dévié
en fonction de la force de l'écoulement d'air (4) durant une phase de nettoyage et
s'écoule au travers de diverses zones (22, 23) de l'échangeur de chaleur (2) en fonction
de la déviation.
10. Appareil ménager (1) selon la revendication 9, comprenant une conduite (5) avec une
soupape (7) qui peut être commandée par le dispositif de commande (8), laquelle conduite
(5) relie le réservoir collecteur (3) à l'échangeur de chaleur (2).
11. Appareil ménager (1) selon l'une des revendications 9 et 10, caractérisé en ce que l'échangeur de chaleur (2) est affecté à une pompe à chaleur (2) de l'appareil ménager
(1).
12. Appareil ménager (1) selon l'une des revendications 9 à 11, caractérisé en ce que le dispositif de commande (8) est configuré pour la répétition à plusieurs reprises
de la phase de nettoyage après un processus de séchage.

IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information
des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes.
Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei
Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente