Erfindungsgebiet
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen Schuh, der sowohl als reiner Laufschuh oder
wahlweise auch als so genannter Inline Skater oder Rollschuh benutzt werden kann.
Hierfür ist in der Schuhsohle eines derartigen Schuhs ein leistenartiger Einschub
vorgesehen, der in eine in der Schuhsohle vorgesehene offene Längsnut einschiebbar
und arretierbar ist und der mindestens einen Rollmechanismus aufweist.
Stand der Technik
[0002] Aus der Patentschrift
KR 20050041317 A (LEE HONG KIL (KR)) 04.05.2005 ist ein Schuh mit einer Inline Skater Funktion bekannt,
der generell als Wanderschuh verwendet, und falls erforderlich, auch als Inline Skater
umgerüstet werden kann. Hierzu besitzt dessen Schuhsohle eine zu ihrer Aufstandsseite
hin offene Nut, in die ein leistenartiger Einschub mit starr an diesem befestigten
Laufrollen geführt eingeschoben werden kann. Zum Arretieren dieses Einschubs ist eine
über den ganzen Schuhrücken verlaufende Lasche vorgesehen, die an diesem verschraubt
werden kann.
[0003] Ein derartigen Lauf- und Rollschuh ist jedoch mit mehreren Nachteilen behaftet. Wird
er zum Beispiel als Wanderschuh benutzt, dann kann sich leicht Schmutz in die offene
Längsnut der Schuhsohle setzen, sodass bei einem Wunsch sich skaterartig fortzubewegen,
diese Längsnut erst fein säuberlich gereinigt werden muss, damit der Einschub mit
den Rollen in dieser Nut überhaupt gleiten kann. Ferner ist der starre Rolleneinschub
im Gepäck beim Wandern mitzutragen.
[0004] Weiterhin beschreibt die Patentschrift
KR 20020021506 A (LEE HONG KIL (KR)) 21.03.2002 einen so genannten Roller Blade Schuh, bei dem der
Rollmechanismus in einer Ausnehmung in der Schuhsohle untergebracht ist, die zur Aufstandsseite
hin offen ausgebildet ist. Bei dem hier verwendeten Rollmechanismus ist es möglich,
dass die einzelnen Rollen in die Ausnehmung geklappt beziehungsweise versenkt werden
können, sodass damit der Schuh zu einem Laufschuh umgerüstet werden kann, wobei sich
ein derartiger Kombischuh mit Sicherheit aufgrund seiner Steifheit und der vorliegenden
Verschmutzungsgefahr nicht besonders zum Wandern eignet.
Aufgabe der Erfindung
[0005] Aufgabe der Erfindung ist es, einen Schuh bereitzustellen, der sowohl für das Laufen
als auch das Skaten geeignet ist und mindestens einen der genannten Nachteile des
Standes der Technik vermeidet.
Lösung der Aufgabe
[0006] Die Erfindung wird durch Anspruch 1 definiert und charakterisiert, während die abhängigen
Ansprüche weitere Merkmale der Erfindung beschreiben.
Vorteile der Erfindung
[0007] Zweck der Erfindung ist es, einen Schuh zum wahlweisen Laufen oder Skaten mit einem
in dessen Schuhsohle einschiebbaren Einschub zu schaffen, der mindestens einen Rollmechanismus
aufweist und arretierbar ausgebildet ist, wobei gewährleistet ist, dass dieser Schuh
zumindest einen der genannten Nachteile des Standes der Technik nicht aufweist und
sich in einfacher Weise vom Laufschuh zum Skaterschuh oder umgekehrt umrüsten lässt.
[0008] Hierfür ist der Einschub des erfindungsgemässen Schuhs zusätzlich zu seinem Rollmechanismus
mit einer vorzugsweise der Schuhsohle angepassten Lauffläche ausgebildet, und zwar
auf der dem Rollmechanismus abgewandten Seite des Einschubs, wobei zum Laufen die
Lauffläche und zum Skaten der Rollmechanismus des Einschubs jeweils auf der Aufstandsseite
des Schuhs platzierbar ist. Die Lauffläche, die sich über den gesamten Einschub erstreckt
und integrativer Bestandteil des Einschubs ist, ist in sich flexibel, so dass die
beim Laufen übliche Abrollbewegung des Fusses ohne weiteres mit ausgeführt werden
kann. Zudem dient diese dazu, zu verhindern, dass Schmutz während des Laufens in den
Einschub und damit in den Rollmechanismus gelangt. Die Lauffläche schliesst sich nahtlos
an die übrige Lauffläche des Schuhs an, sobald der Einschub vollständig in die Schuhsohle
eingeführt worden ist. Das Skatinggefühl ist identisch mit dem eines Skaterschuhs,
da die Rollen dieselbe Funktion und Grösse aufweisen, wie sie bei marktüblichen "Inliners"
bekannt sind.
[0009] Sobald ein Benutzer des erfindungsgemässen Schuhs ein Funktionswechsel wünscht, dass
heisst, wenn dieser zum Beispiel bei einer Wanderung, bei der er den Schuh als Laufschuh
benutzt hat und von einem Waldweg zu einer glatten Asphaltstrasse kommt und auf dieser
skaten möchte, dann kann der Benutzer auf einfache Weise den erfindungsgemässen Schuh
dadurch umrüsten, dass er zuerst die Arretierung des Einschubs löst, diesen dann aus
der Schuhsohle herauszieht und ausserhalb des Schuhs um 180° um seine Längsachse dreht
und danach den Einschub in verdrehter Lage wieder in die Längsnut der Schuhsohle hinein
schiebt und sodann wieder arretiert.
[0010] Für den Fall, dass der Rollmechanismus des Einschubs Rollen aufweist, die entweder
rechtwinklig zur Aufstandsfläche des Schuhs versenkbar oder umklappbar, vorzugsweise
um 90 Grad, ausgebildet sein können, so muss der besagte Benutzer diese Rollen erst
entsprechend aufrichten, damit er auf der Asphaltstrasse mit seinem Kombinationsschuh
fahren beziehungsweise rollen kann. Vorzugsweise ist ein Federmechanismus vorgesehen,
der die Rollen in den Rollenfächern zumindest in der Stellung zum Skaten hält. Eine
besondere Ausbildung sieht vorteilhafterweise vor, dass die Rollen nur gegen eine
Federkraft entriegelt werden können. So wird auch vermieden, dass der Benutzer die
Rollen in der Stellung benutzt, in der sie nicht verriegelt sind. Somit wird auch
jegliche Verletzungsgefahr vermieden.
[0011] Zweckmässig ist es hierbei, um den Komfort beim Skaten zu erhöhen, wenn jede Rolle
in einem kastenförmigen Rollenfach gelagert ist. Vorzugsweise ist die jeweilige Rolle
gefedert und damit gedämpft gelagert, was zu einem erhöhten Fahrkomfort führt.
[0012] Auf der anderen Seite kann der Komfort beim Laufen, dass heisst mit versenkten oder
eingeklappten Rollen dadurch erhöht werden, wenn für eine Anpassung an die Laufbewegung
eines Benutzers die Rollenfächer untereinander durch Schwenkachsen miteinander verbunden
und somit flexibel sind. Vorzugsweise ist die Schwenkachse derart ausgebildet, dass
ausschliesslich für die Laufbewegung die Rollenfächer untereinander verschwenkbar
sind, wohingegen zur Ausführung der Skatebewegung diese blockiert sind. Dies wird
vorteilhafterweise dadurch erreicht, dass die Schwenkachsen in ihrer Bewegung auf
max. 90 Grad begrenzt sind.
[0013] Um den Einschub in der Schuhsohle zu fixieren, ist es von Vorteil, wenn hierzu ein
Arretierungsbolzen verwendet wird, der mit der Schuhsohle und dem Einschub zusammenwirkt.
Dabei kann dieser Arretierungsbolzen so ausgelegt sein, dass er von aussen seitlich
über ein Bedienelement bedienbar ist, und zwar derart, indem dieser durch eine zum
Beispiel 90 Grad Drehung eingerastet und durch eine entsprechende Gegendrehung wieder
gelöst wird, was bedeutet, dass der Arretierungsbolzen mindestens zwei um 90 Grad
versetzte Stelllungen wie Auf/Zu besitzen sollte. Eine bevorzugte Ausführungsform
sieht vor, dass an dem dem Bedienelement des Arretierungsbolzens gegenüberliegenden
Ende eine Arretierschiene vorgesehen ist. Diese dient ebenfalls dazu, den Einschub
innerhalb der Längsnut zu fixieren. Die Arretierschiene weist gegenüber dem Arretierbolzen
den Vorteil auf, dass die auftretenden Kräfte besser aufgenommen werden können, ohne
das Material der Arretierung zu stark zu beanspruchen.
[0014] Der Einschub selbst ist zweckmässigerweise in einer Längsnut der Schuhsohle durch
eine Art Schwalbenschwanzführung geführt beziehungsweise gehalten, wobei die Fixierung
des Einschubs in der Schuhsohle noch dadurch verbessert werden kann, wenn dieser mit
seiner eingeschobenen Stirnseite innerhalb der Schuhsohle einen Formschluss mit dieser
eingeht. An seiner freien Stirnseite dagegen, sollte der Einschub eine für das Skaten
geeignete Bremseinrichtung aufweisen, die dann gleichzeitig als Handhabe zum Umrüsten
dienen kann. Für den Laufvorgang ist die Bremseinrichtung selbsttätig ausser Funktion
gesetzt, da sie entweder innerhalb der Laufsohle platziert wird oder zumindest von
dem Boden weg sich erstreckt. Die Bremseinrichtung sieht vor, dass ein Bremsklotz,
der Bestandteil der Bremseinrichtung ist, je nach Verschleiss mit wenigen Handgriffen
ausgewechselt beziehungsweise ersetzt werden kann.
[0015] Alternativ ist auch vorgesehen, den Einschub losgelöst von dem Schuh zu verwenden.
Insbesondere ist der Einschub für jegliche Standflächen geeignet. Auch schwere Gegenstände,
wie zum Beispiel Möbel, können mit solchen Einschüben versehen werden. Sind die Rollen
eingeklappt, kann der Gegenstand auf dem Einschub kufenartig verschoben werden. Vorzugsweise
bleibt das Schwenken um die Schwenkachsen, wie zuvor beschrieben, erhalten.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0016] Diese und andere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung
einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung, die ein nicht einschränkendes Beispiel
darstellt und in der auf die folgenden Zeichnungen Bezug genommen wird. Es zeigen:
[0017]
- Fig. 1
- eine perspektivische Darstellung eines erfindungsgemässen Laufschuhs in Unteransicht
in der Funktion eines Laufschuhs, in dessen Schuhsohle sich ein mit einer Lauffläche
versehener Einschub befindet;
- Fig. 2
- eine verkleinerte perspektivische Darstellung des Schuhs gemäss Fig. 1, jedoch mit
ausgezogenem Einschub.
- Fig. 3
- eine perspektivische Darstellung des Schuhs nach Fig. 2, jedoch mit ausgezogenem Einschub,
diesen um 180 Grad gedreht und mit teilweise ausgeklappten Rollen;
- Fig. 4
- eine perspektivische Darstellung des Schuhs gemäss Fig. 1, jedoch mit um 180° gedrehtem
Einschub, in der Funktion eines Skaterschuhs.
Detaillierte Beschreibung einer bevorzugten Ausführungsform
[0018] Gemäss der Erfindung kann der erfindungsgemässe Schuh 1 sowohl als Laufschuh 1.1
(Fig. 1 + 2) oder als Skaterschuh (Fig. 3 + 4) verwendet werden. Dies ist möglich,
da der Schuh 1 in seiner Schuhsohle 2, welche eine Aufstandsfläche 2.1 besitzt, in
einer offenen Längsnut 2.2 einen leistenartigen Einschub 3 aufnehmen kann, der wechselseitig
benutzbar ist.
[0019] Auf der einen breiten Längsseite des Einschubs 3 befindet sich eine der Schuhsohle
2 angepasste Lauffläche 4, welche auch quasi als Schutzabdeckung dient. Auf der entsprechenden
anderen Seite des Einschubs 3 ist dagegen ein Rollmechanismus 5 mit zum Beispiel drei
Rollen 6, 7, 8 vorgesehen.
[0020] Die Rollen 6, 7, 8 sind jeweils in kastenförmige Rollenfächer 9, 10, 11 gelagert,
wobei die Rollenfächer 9, 10, 11 jeweils über mit zylindrischen Druckfedern 12 bestückte
Federbleche 13 abgefedert sind. Diese Federbleche 13 dienen dazu, die Lage der jeweiligen
Rollen 6, 7, 8, entweder eingeklappt oder ausgefahren, zu fixieren. Diese Federbleche
13 sind einfach mit der Hand zu bedienen, so dass durch Zusammendrücken mit den Fingern
die Arretierung aufgehoben und die jeweilige Rolle 6, 7, 8 in Funktion gebracht werden
kann. Untereinander sind die Rollenfächer 9, 10, 11 durch Schwenkachsen 14 miteinander
verbunden, wodurch die Schuhsohle 2 insgesamt flexibel wird, dass heisst sie ist nicht
starr wie es beispielsweise im Stand der Technik vorzufinden ist. Allerdings sind
die Schwenkachsen 14 nur in der in Fig. 2 dargestellten Ausführungsform aktiv. Diese
sind derart ausgebildet, dass diese nur in dieser Stellung in und gegen die Richtung
des jeweiligen Schwenkpfeils 14.1 verschwenkbar sind. Das bedeutet, der erfindungsgemässe
Schuh 1 kann sich vorteilhaft den Laufbewegungen eines Benutzers anpassen. Eine Schwenkbewegung
weg von der Ebene der Lauffläche 2.1 in Richtung des Schuheinstiegs ist nicht möglich.
[0021] Zur Arretierung des Einschubs 3 im eingeschobenen Zustand dient ein mit der Schuhsohle
2 und dem Einschub 3 zusammenwirkender Arretierungsbolzen 15, der als Keilschieber
ausgebildet ist und zwei um 90 Grad versetzte Stellungen Auf/Zu besitzt und im seitlichen
mittleren Bereich der Schuhsohle 2 angeordnet ist.
[0022] Der Einschub 3 selbst ist innerhalb der Längsnut 2.2 in der Schuhsohle 2 durch eine
Art Führungselement 16, vorzugsweise in der Ausbildung einer Schwalbenschwanzführung,
geführt beziehungsweise gehalten, was den Vorteil hat, dass der Einschub 3 bei einer
Benutzung als Laufschuh 1.1 oder als Skaterschuh 1.2 in beiden Stellungen gleich gut
in die Schuhsohle 2 eingeschoben beziehungsweise platziert werden kann. Vorzugsweise
sind die Führungselemente 16 segmentiert und nur in definierten Bereichen innerhalb
der Längsnut 2.2 angeordnet. Dadurch wird gewährleistet, dass die Sohle 2 in den gewünschten
Bereichen flexibel bleibt.
[0023] Um den Einschub 3 in seinem eingebauten Zustand noch mehr Stabilität zu verleihen,
ist die Kontaktfläche zwischen der eingeschobenen Stirnseite des Einschubs 3 und der
zu dieser angrenzenden Innenseite der Schuhsohle 2 derart ausgebildet, dass ein Formschluss
17 vorliegen kann.
[0024] Dagegen ist auf der gegenüberliegenden freien Stirnseite des Einschubs 3 eine für
das Skaten geeignete Bremsvorrichtung 18 mit einem auswechselbaren Bremsklotz als
Verschleissteil vorgesehen, die gleichzeitig als Handhabe beziehungsweise Griff zum
Herausziehen und Hineinschieben des Einschubs 3 dienen kann.
Funktionsweise
[0025] Eine Umrüstung des beschriebenen Schuhs 1 vom Laufschuh 1.1 zum Skaterschuh 1.2 geschieht
wie folgt:
[0026] Gemäss Fig. 1 liegt der erfindungsgemässe Schuh 1 zum Beispiel als Laufschuh 1.1
vor, dass heisst, die Lauffläche 4 des Einschubs 3 ist plan mit der Aufstandsfläche
2.1 der Schuhsohle 2. Die einzelnen Schwenkachsen 14 sind derart aktiv, dass sich
die Rollenfächer 9, 10, 11 um die Schwenkachsen 14 in Richtung der Schwenkpfeile 14.1
und deren Gegenrichtung frei bewegen können. Eine Abrollbewegung des Fusses wird von
dem Schuh in der Funktion als Laufschuh ebenfalls ausgeführt.
[0027] Um nun aus dem Laufschuh 1.1 einen Skaterschuh 1.2 zu machen, wird zuerst der Arretierungsbolzen
15 zum Beispiel um 90 Grad nach links zum Entriegeln gedreht und der Einschub 3 an
der Bremsvorrichtung 18 aus der Schuhsohle 2 vollkommen herausgezogen, wie aus Fig.
2 ersichtlich.
[0028] Sodann wird der Einschub 3 um 180° verdreht, um die Situation, wie sie in Fig. 4
gezeigt gezeigt ist, zu erreichen. Anschliessend werden die Federbleche 13 der jeweiligen
Rollenfächer 9, 10,11 betätigt und die Rollen 6, 7, 8 aus der bisher liegenden Position
in eine ausgeklappte Position überführt. Die einzelnen Rollen 6, 7, 8 verrasten in
den Rollenfächern 9, 10, 11 derart, dass diese nun zum Skaten geeignet sind. Anschliessend
wird der Einschub 3 wieder in die Schuhsohle 2 hineingeschoben, soweit bis der Formschluss
17 erreicht ist. Die Führungselemente 16 halten den Einschub 3 innerhalb der Sohle
2.
[0029] Schliesslich wird wieder der Arretierungsbolzen 15 nach rechts gedreht, sodass der
Einschub 3 fest in der Schuhsohle 2 sitzt. Das Skaten kann mit dem umgerüsteten Skaterschuh
1.2 beginnen.
[0030] Will ein Benutzer dagegen von der Variante Skaterschuh 1.2 auf die Variante Laufschuh
1.1 wieder umrüsten, dann kann dies in entsprechender umgekehrter Reichenfolge erfolgen.
[0031] Natürlich können an dem vorstehend beschriebenen Geh- und Rollschuh Änderungen und/oder
Ergänzungen vorgenommen werden, sofern diese das Gebiet und den Umfang der Erfindung
nicht überschreiten.
[0032] Zum Beispiel können die Rollen 6, 7, 8 auch durch andere funktionsmässig äquivalente
Elemente wie paarweise angeordnete Rollen ersetzt werden.
Bezugszeichenliste
[0033]
- 1
- Schuh
- 1.1
- Laufschuh
- 1.2
- Skaterschuh
- 2
- Schuhsohle
- 2.1
- Aufstandsfläche
- 2.2
- Längsnut
- 2.3
- Schuhkörper
- 3
- Einschub
- 4
- Lauffläche
- 5
- Rollmechanismus
- 6
- Rolle
- 7
- Rolle
- 8
- Rolle
- 9
- Rollenfächer
- 10
- Rollenfächer
- 11
- Rollenfächer
- 12
- Zylindrische Druckfeder
- 13
- Federbleche
- 14
- Schwenkachse
- 14.1
- Schwenkpfeil
- 15
- Arretierungsbolzen
- 16
- Führungselement
- 17
- Formschluss
- 18
- Bremsvorrichtung
1. Schuh (1), bestehend im wesentlichen aus einem Schuhkörper und einer an dem Schuhkörper
(2.3) angeordneten Schuhsohle (2) mit einer Aufstandsfläche (2.1) zum wahlweisen Laufen
(1.1) oder Skaten (1.2) mit einem in dessen Schuhsohle (2) einschiebbaren und arretierbaren
Einschub (3), der mindestens einen Rollmechanismus (5) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass der Rollmechanismus (5) aus mindestens zwei Rollenfächer (9, 10, 11) besteht, in
denen Rollen (6, 7, 8) schwenkbar gelagert sind, wobei die dem Rollenmechanismus (5)
abgewandte Seite des Einschubs (3) mit einer der Schuhsohle (2) angepassten Lauffläche
(4) ausgebildet ist, wobei zum Laufen (1.1) die Lauffläche (4) und zum Skaten (1.2)
der Rollmechanismus (5) des Einschubs (3) auf der Aufstandsseite (2.1) des Schuhs
(1) platzierbar ist.
2. Verfahren zum Umrüsten insbesondere eines Schuhs (1) nach Anspruch 1 vom Laufschuh
(1.1) zum Skaterschuh (1.2) oder umgekehrt,
gekennzeichnet durch folgende Schritte:
- Arretierung des Einschubs (3) in Lauf- (1.1) oder Skaterlage (1.2) lösen;
- Einschub (3) aus der Schuhsohle (2) herausziehen;
- Einschub (3) ausserhalb des Schuhs (1) um 180° drehen;
- Einschub (3) in verdrehter Lage in die Schuhsohle (2) hinein schieben und
- Einschub (3) arretieren.
3. Schuh nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,dass die Rollenfächer (9, 10, 11) kastenförmig ausgebildet und untereinander durch Schwenkachsen
(14) für ein Anpassen des Schuhs (1) an eine Laufbewegung miteinander verbunden sind.
4. Schuh nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,dass die Schwenkbewegung der einzelnen Rollenfächer (9, 10, 11) beschränkt ist.
5. Schuh nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Schwenkachsen (14) derart ausgelegt sind, dass die Schwenkbewegung ausschliesslich
zum Schuhkörper (2.3) möglich ist.
6. Schuh nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,dass der Rollmechanismus (5) des Einschubs (3) mehrere Rollen (6, 7, 8) aufweist, die
versenkbar ausgebildet sind.
7. Schuh nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet,dass die Rollen (6, 7, 8) um 90° umklappber ausgebildet sind.
8. Schuh nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet,dass die Rollen (6, 7, 8) in der jeweiligen Stellung arretierbar sind.
9. Schuh nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet,dass zur Arretierung des Einschubs (3) ein mit der Schuhsohle (2) und dem Einschub (3)
zusammenwirkender Arretierungsbolzen (15) dient.
10. Schuh nach einem Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet,dass der Arretierungsbolzen (15) mindestens zwei um 90° versetzte Stellungen wie Auf/Zu
besitzt.
11. Schuh nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Einschub (3) in einer offenen Längsnut (2.2) in der Schuhsohle (2) durch Führungselemente
(16) geführt und gehalten ist.
12. Schuh nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Einschub (3) mit seiner eingeschobenen Stirnseite innerhalb der Schuhsohle (2)
einen Formschluss (17) mit dieser eingeht und an seiner freien Stirnseite eine für
das Skaten geeignete Bremseinrichtung (18) aufweist, die gleichzeitig als Handhabe
zum Umrüsten dient.
13. Einschub zum wahlweisen Rollen oder Schieben von mit dem Einschub gekoppelten Gegenständen
mit mindestens einem Rollenmechanismus , dadurch gekennzeichnet,dass der Rollenmechanismus (5) aus mindestens zwei Rollenfächern (9, 10, 11) besteht,
in denen Rollen (6, 7, 8) schwenkbar gelagert sind.
14. Einschub nach Anspruch 13 , dadurch gekennzeichnet,dass auf der einen Seite des Einschubs die Rollen (6, 7, 8) aus dem Rollenmechanismus
(5) ausklappbar sind und auf der anderen gegenüberliegenden Seite Gleitkufen vorgesehen
sind.