[0001] Die Erfindung betrifft eine Bearbeitungsmaschine, insbesondere Holzbearbeitungsmaschine
beziehungsweise Format-Kreissäge, mit einem Bearbeitungswerkzeug, einer durch das
Bearbeitungswerkzeug definierten Schnittlinie, einem Werktisch, der zumindest teilweise
an oder auf einem Maschinengestell angeordnet beziehungsweise von diesem gebildet
ist, einer Anschlagschiene, insbesondere einer Gehrungsanschlagschiene, die entlang
der Schnittlinie und winkelig zu dieser bewegbar und verstellbar ist.
[0002] Der Anschlag bei den in Rede stehenden Anschlägen für Bearbeitungsmaschinen besteht
regelmäßig aus einer Anschlagschiene und einem darauf verschiebbar angeordnetem Anschlagelement.
Der Begriff Anschlag, Längenanschlag oder Anschlagschiene wird in dieser Anmeldung
in dem vorgenannten Sinne auch oftmals auch synonym, gleichbedeutend verwendet.
[0003] Derartige Bearbeitungsmaschinen sind aus dem Stand der Technik bekannt. Eine dieser
Lösungen betrifft eine Gehrungsschneidlehre für das präzise Schneiden oder Sägen von
Gehrungen an Rahmenteilen oder verschiedensten Profilstäben, die sich dadurch auszeichnen
soll, daß sie aus einer an sich bekannten Schmiege und einer Übertragungs- und Führungseinheit
besteht. Dabei soll verhindert werden, daß ein umständliches Abmessen und Übertragen
des mit der Schmiege abgenommenen Winkels mittels eines Meßgerätes auf die Stellung
der Feinsäge übertragen wird. Es handelt sich dabei demnach um eine separate Gehrungsschneidlehre,
in der eine Feinsäge händisch geführt werden muß, um den eingestellten Winkel realisieren
zu können. Für eine Bearbeitungsmaschine ist eine solche Lösung nicht einsetzbar.
[0004] Es ist weiterhin eine Tischsäge bekannt, die eine Anschlagschiene aufweist, die parallel
an einem speziellen Befestigungsrahmen zur Sägelinie geführt ist. Der eigentliche
Anschlag ist an diesem Rahmen angeordnet und die Winkeleinstellung muß an einer Einstellvorrichtung
erfolgen, die an dem separaten Rahmen vorgesehen ist.
[0005] Es ist weiterhin bekannt, eine Anschlagschiene auf dem Bearbeitungstisch einer Holzbearbeitungsmaschine
anzuordnen. Dabei wird ein Gehrungsanschlag für ein Werkstück vorgeschlagen, das auf
einem relativ zu einem Bearbeitungswerkzeug längs beweglichen Werktisch für die Bearbeitung
angeordnet wird, wobei die Schiene auf dem Werktisch um eine Achse verschwenkbar gelagert
ist. An der Anschlagschiene, deren Winkel zur Schneidlinie einstellbar ist, kann das
Werkstück zur Holzbearbeitung angelegt werden. Dabei handelt es sich um eine recht
komplizierte Anordnung, die theoretisch zwar auch für mechanisch verstellbare Bearbeitungsmaschinen
geeignet ist, die jedoch eine willentliche Bewegung des vorderen Endes der Anschlagschiene
zum Sägeblatt hin erlaubt, so daß eine Kollision des vorderen Endes der Anschlagschiene
mit dem Sägeblatt nicht auszuschließen ist. Diesen Nachteil besitzen auch andere aus
dem Stand der Technik bekannte Bearbeitungsmaschinen mit einem entsprechenden Anschlag.
[0006] Des weiteren ist aus dem Stand der Technik eine Lösung bekannt, bei der die Anschlagschiene
ebenfalls auf einem Werktisch winkelverstellbar angeordnet ist, die sich dadurch auszeichnet,
daß die Anschlagschiene zwei Drehachsen aufweist, wovon die erste Drehachse in ihrer
relativen Lage auf der Anschlagschiene unveränderlich, jedoch beweglich in einer Drehachsenführung
geführt ist, die parallel zur Schnittlinie vorgesehen ist. Bei dieser Lösung entsteht
der Nachteil, daß zwar der Längsanschlag gut geführt und drehbar ist und eine Kollision
der Anschlagschiene mit dem Bearbeitungswerkzeug vermieden wird, aber bei geringen
Verschwenkwinkeln, zum Beispiel zwischen 45 und 90° (bei 90° ist die Anschlagschiene
rechtwinkelig zur Schnittlinie orientiert) unter Umständen eine ungenügende Führung
gerade von schmalen Werkstücken resultiert, da das vordere, der Sägelinie zugewandte
Ende des Längsanschlages zu weit von der Sägelinie entfernt positioniert wird. Zwar
wird durch diese Lösung sicher vermieden, daß die Anschlagschiene mit dem Bearbeitungswerkzeug
in Kollision gerät. Dies wird allerdings mit einer für gerade die oben erwähnten Schnittwinkel
zwischen 45 und 90° resultierenden, ungenügenden Führung des Werkstückes verbunden.
[0007] Es ist daher Aufgabe der Erfindung, auch für verhältnismäßig schmale Werkstücke eine
optimale Führung durch eine winkelverstellbare Anschlagschiene zur Verfügung zu stellen,
die gewährleistet, dass die Anschlagschiene die Schnittlinie des Bearbeitungswerzeuges
nicht schneidet.
[0008] Ausgehend von dem zuvor beschriebenen Stand der Technik wird die Aufgabe der Erfindung
durch eine Bearbeitungsmaschine, insbesondere Holzbearbeitungsmaschine beziehungsweise
Format-Kreissäge gelöst, mit einem Bearbeitungswerkzeug, einer durch das Bearbeitungswerkzeug
definierten Schnittlinie, einem Werktisch, der zumindest teilweise an oder auf einem
Maschinengestell angeordnet beziehungsweise von diesem gebildet ist, eine Anschlagschiene,
insbesondere einer Gehrungsanschlagschiene, die entlang der Schnittlinie und winkelig
zu dieser bewegbar und verstellbar ist, die sich dadurch auszeichnet, dass in beziehungsweise
an der Anschlagschiene eine Begrenzungseinrichtung vorgesehen ist, die den Abstand
der dem Bearbeitungswerkzeug zugewandten Seite der Anschlagschiene zur Schnittlinie
gering hält und begrenzt, so dass die Anschlagschiene die Schnittlinie nicht überschneidet.
Die Ausgestaltung der Bearbeitungsmaschine mit einer so gestalteten Anschlagschiene,
die eine Begrenzungseinrichtung aufweist, ist dabei jetzt so gewählt, dass der Abstand
der Anschlagschiene im Wesentlichen fast immer gleich gestaltet werden kann, egal
welche Winkelstellung die Anschlagschiene bezüglich der gedachten Schnittlinie einnimmt.
[0009] Allerdings ist durch die Begrenzungseinrichtung sicher gewährleistet, dass die dem
Bearbeitungswerkzeug zugewandte Seite der Anschlagschiene die gedachte Schnittlinie
des Bearbeitungswerkzeuges nicht schneidet. Die Ausgestaltung der Erfindung ist dabei
so geschickt gewählt, dass diese Begrenzungseinrichtung für einen ungeübten Betrachter
nahezu nicht sichtbar ist, da sie sich in beziehungsweise an der Anschlagschiene so
befindet, dass nicht ohne weiteres erkennbar ist, wie diese wirkt. Die Begrenzungseinrichtung
ist dabei so gestaltet, dass bestimmte Korrekturen, beispielsweise bei einem Werkzeugwechsel
dort noch vorgenommen werden können, um dadurch veränderte Abstände zur Schnittlinie
sicher einhalten zu können.
[0010] Des Weiteren ist selbstverständlich nach der erfindungsgemäßen Lösung die Anschlagschiene
oder die Bearbeitungsmaschine mit entsprechenden Mitteln ausgestattet, die Anzeigen,
wenn gegebenenfalls doch eine Kollision mit der Schnittlinie zu befürchten ist. Allgemein
ist die Lösung so zu verstehen, dass man bei einer Verstellung des Winkels, beispielsweise
von 90° auf 45° die Anschlagschiene bis zum Ende eines Begrenzungsabschnittes noch
vorschieben kann, egal ob nun händisch oder maschinell, um den sich dadurch vergrößernden
Abstand des Anschlags zur Schnittlinie zu verringern. Dies kann selbstverständlich
über die Steuerung beziehungsweise über entsprechende Anzeigeeinrichtungen, die sowohl
auf der Anschlagschiene als auch an der Bearbeitungsmaschine vorgesehen sein können,
angezeigt werden. In der einfachsten Ausgestaltung arbeitet die Lösung nach der Erfindung
allerdings rein mechanisch und kommt ohne elektronische Hilfsmittel aus.
[0011] Die Bearbeitungsmaschine nach der Erfindung zeichnet sich entsprechend einer vorteilhaften
Weiterbildung dadurch aus, dass wenigstens eine parallel zur Schnittlinie angeordnete
Führung für die Anschlagschiene vorgesehen ist. Durch diese Ausgestaltung gelingt
es, sowohl eine Winkelverstellbarkeit als auch gleichzeitig eine parallel zur Schnittlinie
erfolgende Bewegung der Anschlagschiene zu begünstigen. Hierzu kann beispielsweise
sowohl in der Anschlagschiene als auch in der Führung, die vorteilhafterweise parallel
zur Schnittlinie und auf dem Werktisch vorgesehen ist, eine jeweils korrespondierende
an der Führungsnut bewegbare und in der Anschlagschiene bewegbare Achse vorgesehen
sein, die es ermöglicht, die Verschwenk- und die Verschiebebewegung gleichzeitig oder
nacheinander durchzuführen. Selbstverständlich ist dabei auch eine Lösung umfasst,
die eine Fixierbarkeit der Anschlagschiene in der einmal gewählten Winkelstellung
ermöglicht. Die Erfindung ist hier nicht auf eine einzige Ausgestaltung eingeschränkt
sondern umfasst mehrere Lösungsmöglichkeiten die diese Ausgestaltung ermöglichen.
[0012] Eine Variante der Erfindung schlägt demnach vor, dass die Begrenzungseinrichtung
von einem Gleitstück gebildet ist, dass in der parallel zur Schnittlinie angeordneten
Führung und in einer vorzugsweise auf der dem Maschinentisch zugewandten Seite vorgesehenen
Führungsbahn der Führungsschiene angeordnet ist. Damit ist das Gleitstück sowohl in
der parallel zur Schnittlinie angeordneten Führung als auch in der Führungsschiene
selbst bewegbar angeordnet. Damit ist es möglich, sowohl eine Winkeleinstellung beziehungsweise
-verstellung vorzunehmen, als auch gleichzeitig eine parallel zur Schnittlinie vorgenommene
Bewegung. Die Führungsbahn in der Führungsschiene ist dabei entweder nur in einer
solchen Länge ausgebildet, dass das Führungsstück gewährleistet, dass die Schnittlinie
nicht überschritten wird beziehungsweise zumindest so ausgebildet, dass durch ein
geringfügiges Verstellen der Anschlagschiene der Abstand zur Schnittlinie bei extremer
Winkelstellung zwar gering gehalten wird, allerdings auch gleichzeitig verhindert
wird, dass die Führungsschiene die Schnittlinie schneidet. Bei einer Rückstellung
muss dann in der einfachsten Ausgestaltung der Erfindung die Anschlagschiene ebenfalls
bezüglich der Schnittlinie verstellt werden, um ein Überschneiden zu vermeiden. Dies
wird allerdings in der jeweiligen Winkelstellung durch die Ausgestaltung des Gleitstückes
in Kombination mit der Führungsbahn in der Führungsschiene gewährleistet.
[0013] Eine vorteilhafte Weiterbildung der Bearbeitungsmaschine, wie zuvor beschrieben,
schlägt vor, dass die Führungsbahn von einem Abschlusselement, wie zum Beispiel einem
Bolzen oder dergleichen begrenzt ist. Das Abschlusselement ist dabei so angeordnet,
dass es die Bewegbarkeit der Anschlagschiene in Richtung zur Schnittlinie begrenzt.
[0014] Von besonderem Vorteil ist es, wenn eine Bearbeitungsmaschine wie vorher beschrieben
sich dadurch auszeichnet, dass die Schwenkachse zur Winkelverstellung der Anschlagschiene
durch das Gleitstück gebildet ist beziehungsweise an oder auf dem Gleitstück vorgesehen
ist. Jetzt ist es gewährleistet, dass sowohl die Winkelverstellung als auch die parallele
Beweglichkeit der Anschlagschiene bezüglich der Schnittlinie durch diese Einstellung
erhalten wurde. Der jeweilige Längenanschlag beziehungsweise das jeweilige gewünschte
Maß des Werkstückes kann dabei entsprechend einer auf der Anschlagschiene angezeigten
Korrektureinstellung beziehungsweise eines Korrekturmaßes eingestellt werden. Selbstverständlich
ist es auch möglich, dies durch eine Steuerung im Zusammenhang mit einem auf der Anschlagschiene
oder an der Maschine vorgesehenen Display durchzuführen.
[0015] Die bisherige Ausgestaltung der Bearbeitungsmaschine ging davon aus, dass der Werktisch
einteilig ausgebildet ist und insbesondere feststehend. Eine vorteilhafte Weiterbildung
der Bearbeitungsmaschine nach der Erfindung sieht vor, dass der Werktisch zumindest
zweiteilig ausgebildet ist und ein Teil des Werktisches parallel zur Schnittlinie
verfahrbar beziehungsweise verschiebbar ist. Hier bietet es sich selbstverständlich
an, dann die Führungsnut mit dem Gleitstück auf dem feststehenden Teil des Werktisches
anzuordnen beziehungsweise vorzusehen und gegebenenfalls auf dem bewegbar ausgebildeten
Teil des Werktisches dann eine entsprechende Fixiereinrichtung vorzusehen, um die
eingestellte Winkellage beispielsweise zu fixieren. Nun läßt sich der bewegbare Teil
des Werktisches gemeinsam mit der Anschlagschiene parallel zur Schnittlinie verschieben.
Eine Weiterbildung der Erfindung schlägt demnach auch vor, dass die Anschlagschiene
auf dem bewegbaren Teil des Werktisches lösbar-fest befestigt ist.
[0016] Eine vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung schlägt vor, dass der bewegbare Teil
des Werktisches bezüglich der Schnittlinie winkelverstellbar ist und/oder der bewegbare
Teil des Werktisches als Parallelogrammtisch ausgebildet ist. Dabei ist es nun in
einfacher Weise möglich, die Anschlagschiene auf dem bewegbaren Teil des Werktisches
zu fixieren, wobei die Fixierungspunkte so ausgebildet sind, dass beim Lösen dieser
Fixierungspunkte sich die Anschlagschiene in Richtung auf die Schnittlinie zubewegen
läßt, als auch von dieser weg. Zusätzlich zu den Fixierungspunkten auf dem Werktisch
ist natürlich immer noch die Führungsnut auf dem feststehenden Teil des Werktisches
mit dem Gleitstück vorhanden, die dann eine ausgezeichnete Begrenzungsmöglichkeit
für die Anschlagschiene zur Verfügung stellt, so dass ein Schneiden der Schnittlinie
sicher vermieden werden kann.
[0017] Eine bevorzugte Variante der Erfindung ist demnach dadurch gekennzeichnet, dass die
Bearbeitungsmaschine ein Gestellt aufweist, welches einen Teil des Bearbeitungstisches
trägt. Das Bearbeitungswerkzeug ist dabei so angeordnet, dass es über den Bearbeitungstisch
hinausragt. Selbstverständlich ist auch eine Längenverschiebbarkeit beziehungsweise
eine Winkelverstellbarkeit des Werkzeuges selbst möglich. Parallel zu der von dem
Werkstück gebildeten Schnittlinie für das Werkstück ist eine Führung vorgesehen, die
das Gleitstück aufnimmt. Das Gleitstück ist zusätzlich in der Anschlagschiene geführt,
welche auf ihrer, dem Werktisch zugewandten Seite eine Führungsbahn aufweist. Diese
Führungsbahn ist vorteilhafterweise durch die eingangs beschriebene Begrenzungseinrichtung
begrenzt, derart, dass sicher vermieden wird, dass die Schnittlinie von dem dem Bearbeitungswerkzeug
zugewandten Ende des Anschlages geschnitten wird. Auf dem vorteilhafterweise als Parallelogrammtisch
ausgebildeten bewegbaren Teil des Werktisches ist die Führungsschiene in wenigstens
einer Achse fixiert, vorteilhafterweise sind zwei Achsen vorgesehen, die an dem Parallelogrammtisch
fixierbar sind. In diesem Fall wird die Schwenkachse sowohl für den Parallelogrammtisch
als auch für den Anschlag durch den Parallelogrammtisch beziehungsweise einer auf
einem Schlitten vorgesehenen Achse, die den Parallelogrammtisch trägt, zur Verfügung
gestellt. An dem Parallelogrammtisch befindet sich günstigerweise noch eine Winkelverstelleinrichtung
sowie entsprechende Anzeigevorrichtungen, wie sie später noch beschrieben werden.
[0018] Die Aufgabe der Erfindung wird auch gelöst durch eine Bearbeitungsmaschine, zum Beispiel
Holzverarbeitungsmaschine beziehungsweise Format-Kreissäge mit einer Anschlagschiene,
insbesondere Gehrungsanschlag, mit einem Bearbeitungswerkzeug und einer durch dieses
Bearbeitungswerkzeug definierten Schnittlinie, wobei die Anschlagschiene auf einem
Werktisch angeordnet beziehungsweise anordenbar ist und die Anschlagschiene zwei Drehachsen
aufweist, die in jeweils einer Drehachsenführung auf dem Werktisch beweglich geführt
sind, die sich dadurch auszeichnet, daß die Anschlagschiene bezüglich beider Drehachsen
längsverschiebbar vorgesehen ist. Jetzt kann man bei einer Winkelverstellung des Schnittwinkels
α bezüglich der Schnittlinie die Anschlagschiene verändern und so positionieren, daß
er relativ nah, jedoch ohne Kollisionsgefahr an der Schnittlinie positioniert ist.
Dadurch gelingt es, die Werkstücke, insbesondere sehr schmale Werkstücke ausreichend
sicher und genau zu führen. Die Ausschußproduktion, die speziell bei schmalen Werkstücken
durch die ungenügende Führung im Stand der Technik vorkommen konnte, ist damit komplett
beseitigt. Die Bearbeitungsmaschine mit der Anschlagschiene, die bezüglich beider
Drehachsen längsverschiebbar vorgesehen ist, ist sowohl an neu zu produzierenden Bearbeitungsmaschinen
einsetzbar, als auch als Nachrüstelement für nicht mit einer entsprechenden Anschlagschiene
ausgestatteten Bearbeitungsmaschinen.
[0019] Die Vorteile, wie sie bei einer Lösung mit einer bezüglich der Sägeschnittlinie festen
Drehachse und einer beweglich vorgesehenen Drehachse erhalten werden, werden bei der
erfindungsgemäßen Lösung ebenfalls erreicht. Die Erfindung bietet zudem noch den Vorteil,
daß sie in einer später noch zu beschreibende Ausgestaltung ein Anlegemaß anzeigt,
beziehungsweise ermittelt, das sowohl die Winkelverstellung der Anschlagschiene auf
dem Werktisch bezüglich der Sägelinie, als auch den Abstand zumindest eines der Drehpunkte
oder aber insbesondere den Abstand beziehungsweise den Anlagepunkt des Werkstückes
an der Anschlagschiene berücksichtigt.
[0020] Dieses durch ein Korrekturmaß ermittelte Anlegemaß berücksichtigt demnach sowohl
den Abstand des Anlagepunktes für das Werkstück, den Winkel α, bei dem die Anschlagschiene
bezüglich der Sägelinie eingestellt ist, sowie den relativen Längenversatz in der
Anschlagschiene selbst. Damit wird die Genauigkeit der Bearbeitung und insbesondere
eine noch mögliche Ausschußproduktion weiter reduziert.
[0021] Da nun aber der Längsanschlag relativ zu beiden Drehbolzen veränderlich ist, muß
auch das Maßsystem, welches auf dem Längsanschlag angeordnet ist, diese Längsverschiebbarkeit
berücksichtigen. Des weiteren nimmt natürlich der Verschwenkwinkel α Einfluß auf das
Längenmaß am Längsanschlag. Kontruktiv wird die Verschieblichkeit auch dadurch gelöst,
daß beide Drehbolzen einen Führungsschlitten aufweisen, und auf der Unterseite des
Längsanschlags eine entsprechende Führungsbahn für die jeweiligen Führungsschlitten
vorgesehen ist. Es wird dabei festgestellt, daß dies nur eine von mehreren möglichen
Varianten der Ausgestaltung der Längsverschieblichkeit der Anschlagschiene ist. Dadurch
ist es nun möglich, den Längsanschlag um eine zur Werktischebene rechtwinklige Schwenkachse
zu verschwenken und in dieser Ebene zum Beispiel die Richtung zur Sägelinie zu verstellen.
[0022] Erforderlich ist es auch, zumindest einen Führungsschlitten oder einen Drehbolzen
mit einem Meßsystem auszustatten, welches die relative Lage des Schlittens beziehungsweise
des Bolzens ermittelt und/oder einer Steuerung oder aber der Steuerung der Bearbeitungsmaschine
mitteilt. Dies kann zum Beispiel ein kontinuierliches Meßsystem sein, oder aber entsprechende
Rastpunkte des Führungsschlittens in der Führung werden abgefragt, wodurch auch die
Position und damit die Stellung des Schlittens beziehungsweise des Drehbolzens relativ
zum Längsanschlag bekannt ist. Wird nun der Längsanschlag um einen Winkel α verschwenkt
und gleichzeitig der Längsanschlag in Längsrichtung verschoben, so ist ein Korrekturmaß
zu ermitteln. Dieses Korrekturmaß besteht, wie später noch beschrieben wird, aus zwei
Summanden, nämlich dem winkelabhängigen Korrekturmaß und dem Längsverschiebekorrekturmaß.
Das Längsverschiebekorrekturmaß ergibt sich aus dem relativen Versatz des Längsanschlages
gegenüber dem mit dem Meßsystem ausgestatteten Führungsschlitten beziehungsweise Drehbolzen.
Nach Einstellung der Winkellage und der Position des Längsanschlages ermittelt die
Steuerung das Korrekturmaß, um dann an der Anzeige das richtige Bearbeitungsmaß vorzuschlagen,
an welchem der Bearbeiter dann das Werkstück zu positionieren hat. Diese Ausgestaltungen
werden selbstverständlich später noch genauer beschrieben. Sie dienen jetzt lediglich
dazu, die Vorteile der erfindungsgemäßen Lösung gegenüber der aus dem Stand der Technik
bekannten Lösung mit einem fest vorgesehenen Drehpunkt und einer zweiten beweglichen
Drehachse zu verdeutlichen.
[0023] In einer bevorzugten Variante der Erfindung ist vorgesehen, dass in der Führungsbahn
ein Längenanschlagstop für den Führungsschlitten vorgesehen ist.
[0024] Die freie Beweglichkeit des Führungsschlittens wird in dieser alternativen erfindungsgemäßen
Ausgestaltung derart beschränkt, dass in jedem Fall sichergestellt ist, dass der Längenanschlag
nicht die Schnittlinie berührt. Der Einsatz des Längenanschlagstops wird insbesondere
mit Hilfe der Fig. 2 erläutert werden. Der Längenanschlagstop ist letztendlich eine
mechanische Begrenzung der Verstellbarkeit und ist so eingerichtet, dass auch bei
einem Verschwenkwinkel von 90° (Anschlagschiene ist rechtwinkelig zur Schnittlinie)
eine Kollision des vorderen Endes der Anschlagschiene mit der Schnittlinie ausgeschlossen
ist.
[0025] In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung wird vorgeschlagen, dass der Längenanschlagstop
einen Kontaktschalter besitzt, der geschlossen ist, wenn die Anschlagschiene gegen
die Schnittlinie derart bewegt wird, dass der Führungsschlitten am Längenanschlagstop
anliegt.
[0026] Mit Hilfe dieses einfachen Kontaktschalters wird ein erheblicher Aufwand für die
Realisierung eines Meßsystems eingespart. In einer bevorzugten Variante der Erfindung
ist nämlich vorgesehen, dass das Längenverschiebkorrekturmaß durch die Lage des Längenanschlagstops
als Maschinenkonstante in der Steuerung hinterlegt ist. Es muss dann nur sichergestellt
werden, dass die Anschlagschiene auch auf der vorderen Position angeordnet ist, welches
dadurch erreicht wird, dass der Führungsschlitten am Längenanschlagstop anliegt und
diese Stellung von dem Kontaktschalter überwacht wird. Ist dieser Kontakt geschlossen,
was gegebenenfalls auch zusätzlich durch eine entsprechende Anzeige optisch oder akustisch
mitgeteilt wird, ist nur noch der winkelabhängige Anteil des Korrekturmaßes zu bestimmen.
[0027] In einer Weiterbildung der Erfindung wird vorgeschlagen, daß die Drehachsen durch
je einen Drehbolzen angegeben sind. Dabei ist es von Vorteil, wenn die Anschlagschiene
auf beiden Drehbolzen drehbar gelagert ist. Damit wird die Universalität der Einstellbarkeit
der Anschlagschiene weiter erhöht und insbesondere erreicht, daß man den Abstand mit
der vordersten Anschlagkante bezüglich der Schnittlinie äußerst exakt und sehr nah
an dieser Schnittlinie positionieren kann.
[0028] Von Vorteil ist es, wenn die Drehbolzen in einer Führungsbahn geführt sind und/oder
für jeden Drehbolzen eine eigene Führungsbahn vorgesehen ist. Die Führungsbahn befindet
sich dabei bevorzugterweise in der Anschlagschiene und zwar auf der Unterseite der
Anschlagschiene beziehungsweise auf der Seite, die in der eingebauten Stellung beziehungsweise
Betriebsstellung dem Werktisch zugewandt ist.
[0029] Eine vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung zeichnet sich dadurch aus, daß jeder
Drehbolzen einen Führungsschlitten aufweist, mittels dessen er auf beziehungsweise
an dem Werktisch bewegbar gelagert ist beziehungsweise geführt wird.
[0030] Die Anordnung eines Führungsschlittens erleichtert die Führung des Drehbolzens in
seiner Führungsbahn, die Funktionsweise im Zusammenwirken mit dem Längenanschlagstop
setzt aber nicht zwingend den Einsatz des Führungsschlittens voraus, in der einfachsten
Variante ist der nach unten vorstehende Drehbolzen ebenfalls ein Führungsschlitten.
[0031] Die Erfindung zeichnet sich dadurch aus, daß sie bei einer Ausführungsart der Bearbeitungsmaschine
mit einem feststehenden Bearbeitungswerkzeug und/oder einen bezüglich des Bearbeitungswerkzeugs
parallel zur Schnittlinie bewegbaren Werktisch ausgestaltet ist. Die Erfindung läßt
sich allerdings auch an Bearbeitungsmaschinen mit einem Bearbeitungswerkzeug realisieren,
welches entlang der Schnittlinie bewegbar ist. Dabei ist zu beachten, daß das Bearbeitungswerkzeug
aus der Auflageebene des Werktisches hervorsteht beziehungsweise auftaucht.
[0032] Wie bereits erwähnt, zeichnet sich die Erfindung dadurch aus, daß auf der Unterseite
der Anschlagschiene eine Führungsbahn beziehungsweise zwei Führungsbahnen für die
Drehbolzen und/oder die Führungsschlitten vorgesehen ist. Dabei ist es möglich, daß
für jeden Drehbolzen eine eigene Führungsbahn vorgesehen ist, selbstverständlich ist
auch eine Variante der Erfindung möglich, wonach beide Drehbolzen beziehungsweise
Führungsschlitten in einer Führungsbahn gemeinsam geführt sind.
[0033] Erfindungsgemäß ist es auch vorgesehen, daß für die erste Drehachse beziehungsweise
den ersten Drehbolzen eine weitere Drehbolzen- und Führungsschlittenführung vorgesehen
ist, die bevorzugt durch eine im Werktisch ausgebildete beziehungsweise dort angeordnete
Nut (beispielsweise in einer Schiene) angegeben ist. Damit sind jetzt beide Drehachsen
beziehungsweise Drehbolzen in einer entsprechenden Führung geführt und demnach entsprechend
einstellbar.
[0034] Die Anschlagschiene ist nach einer Variante der Erfindung an der zweiten Drehachse
beziehungsweise dem Drehbolzen längsverschiebbar beziehungsweise bewegbar angeordnet.
Selbstverständlich schlägt die Erfindung auch vor, daß die Anschlagschiene an der
ersten Drehachse beziehungsweise dem ersten Drehbolzen bewegbar vorgesehen ist. Durch
diese Ausgestaltung wird eine hohe Bewegbarkeit und hohe Universalität bezüglich der
Einstellbarkeit der Anschlagschiene hergestellt.
[0035] In einer erfindungsgemäßen Variante ist es möglich, dass die weitere Drehbolzen-
und Führungsschlittenführung mittelbar durch die Führung des die Anschlagschiene tragenden
Quertisches oder Besäumtisches gebildet ist. Somit ist ein Drehbolzen bezüglich seiner
Lage auf dem beweglichen Quer- oder Besäumtisch fest (die Anschlagschiene bleibt gegenüber
diesem Drehbolzen natürlich beweglich), die gesamte Anordnung ist aber parallel zur
Schnittlinie beweglich, die erste Drehachsen- beziehungsweise Drehbolzen- oder Führungsschlittenführung
wird durch eine Nut realisiert, die verhältnismäßig nah an der Schnittlinie ist und
nicht Element des Quertisches oder Besäumtisches ist.
[0036] Eine vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung schlägt vor, daß der Abstand der ersten
und zweiten Drehbolzen- und/oder Führungsschlittenführung voneinander veränderlich
ist. Damit sind beiden Drehbolzen- und/oder Führungsschlittenführungen relativ zueinander
verschiebbar. Dabei schlägt die Erfindung in einer ersten Variante vor, daß die erste
Drehbolzen und/oder Führungsschlittenführung auf den Werktisch nicht verschiebbar
und die weitere Drehbolzen- beziehungsweise Führungsschlittenführung verschiebbar
ist. In einer weiteren Ausgestaltung ist es selbstverständlich auch vorgesehen, daß
beide Drehbolzenund/oder Führungsschlittenführungen relativ zueinander verschiebbar
angeordnet sind. Selbstverständlich ist von der Erfindung auch eine Lösung umfaßt,
bei der die der Schnittlinie am nächsten liegende Drehbolzen- und/oder Führungsschlittenführung
bewegbar und die weiter entfernte Drehbolzen- und/oder Führungsschlittenführung feststehend
in ihrer Lage vorgesehen ist.
[0037] Bevorzugt ist es allerdings, wenn beide Drehbolzen- und/oder Führungsschlittenführungen
bezüglich der Schnittlinie veränderbar vorgesehen sind. Dabei ist allerdings zu beachten,
daß sie selbstverständlich für die Bearbeitung selbst festlegbar sind.
[0038] Ein weiterer Aspekt der erfindungsgemäßen Bearbeitungsmaschine ist dadurch angegeben,
daß die Drehbolzen- und/oder Führungsschlittenführung bezüglich der weiteren Drehbolzen-
und/oder Führungsschlittenführung parallel beziehungsweise im wesentlichen parallel
zueinander beziehungsweise an dem Werktisch angeordnet sind. Selbstverständlich ist
auch an eine Nachrüstlösung in dieser Ausgestaltung gedacht. Dabei sind dann die beiden
Drehbolzen- und/oder Führungsschlittenführungen parallel zueinander an dem Werkstück
anordenbar.
[0039] Die Bearbeitungsmaschine zeichnet sich weiterhin dadurch aus, daß der Abstand der
weiteren Drehbolzen- und/oder Führungsschlittenführung bezüglich der Schnittlinie
des Bearbeitungswerkzeuges veränderbar, insbesondere parallel zur Schnittlinie verschiebbar
ist. Diese Ausgestaltung wurde weiter vorn bereits beschrieben. Sie erhöht, wie bereits
erwähnt, die Universalität der Einstellbarkeit der Anschlagsschiene gegenüber der
Schnittlinie.
[0040] Die Erfindung schlägt auch vor, daß zumindest ein Führungsschlitten, welcher die
Drehachse beziehungsweise den Drehbolzen trägt, mit einen kontinuierlich ausgebildeten
oder mit Rastpunkten versehenen Meßsystem zur Bestimmung der Lage des Führungsschlittens
gegenüber der Anschlagschiene ausgestattet ist. Dies ermöglicht die Feststellung der
relativen Lage des Anschlages, insbesondere ermöglicht es ein entsprechendes Korrekturmaß,
nach der vorher bereits kurz beschriebenen Ermittlungsmethode beziehungsweise nach
dem Ermittlungsverfahren zu ermitteln.
[0041] Das Korrekturmaß ergibt sich aus einem Maßstabsmaß, einem winkelabhängigen Korrekturmaß
und einem Längenverschiebekorrekturmaß.
[0042] Es wird darauf hingewiesen, dass das Längenverschiebekorrekturmaß entweder in einer
ersten erfindungsgemäßen Variante durch die Lage des Längenanschlagstops als Maschinenkonstante
in der Steuerung hinterlegt ist. Durch eine solche erfindungsgemäße Variante wird
eine einfache aber gleichwohl effektive Lösung der erfindungsgemäßen Aufgabe erreicht.
[0043] In der zweiten, noch weiter verbesserten erfindungsgemäßen Variante wird das Längenverschiebekorrekturmaß
von einem Meßsystem ermittelt, welches die relative Lage zumindest eines Führungsschlittens
in der Anschlagschiene bestimmt.
[0044] Von besonderem Vorteil ist es, wenn die Bearbeitungsmaschine eine Steuerung aufweist,
die das Korrekturmaß ermittelt und/oder anzeigt. Dabei kann es sich selbstverständlich
um eine separate Steuerung, die lediglich der Steuerung des Anschlags dient, handeln.
Von der Erfindung ist allerdings auch eine Bearbeitungsmaschine umfaßt, die eine Steuerung
für eine gesamte Bearbeitungsmaschine aufweist und dann die Steuerung der Anschlagseinstellung
beziehungsweise die Ermittlung des Korrekturmaßes mit übernimmt.
[0045] Die Bearbeitungsmaschine nach der Erfindung zeichnet sich demnach weiterhin dadurch
aus, daß das Korrekturmaß aus zumindest einem winkelabhängigen Korrekturmaß und einem
Längenverschiebekorrekturmaß gebildet ist. Das Längenverschiebekorrekturmaß berücksichtigt
dabei den relativen Längenversatz in der Anschlagschiene selbst, während das winkelabhängige
Korrekturmaß die Veränderung beziehungsweise die Stellung des Anschlags im Schwenkwinkel
α zur Sägelinie berücksichtigt. Die Steuerung beziehungsweise die Bearbeitungsmaschine
mit einer Steuerung soll dabei dem Bearbeiter beziehungsweise der Bedienungsperson
mitteilen, wo das Werkstück am Anschlag auf dem entsprechenden Maßstab anzulegen ist,
um sein gewünschtes Ziel zu erreichen. Das Ziel ist dabei den Abstand eines Punktes,
zum Beispiel einer Kante des Werkstücks von der Sägelinie für ein gewünschtes Endmaß
zu ermitteln. Dieses Endmaß wird nach der Erfindung als Anlegemaß bezeichnet und ergibt
sich aus dem Maßstabsmaß und dem Korrekturmaß. Dieses wird unter Berücksichtigung
der beiden Korrekturmaße, nämlich dem winkelabhängigen Korrekturmaß und dem Längenverschiebekorrekturmaß
berücksichtigt. Die Steuerung berechnet demnach mittels üblicher Berechnungsmethoden
aus den vorhandenen Koordinaten genau den Punkt am Maßstab, wo das Werkstück anzulegen
ist.
[0046] Demnach ergibt sich nach der Erfindung auch, daß das Längeverschiebekorrekturmaß
sich aus dem relativen Versatz des mit dem Meßsystem ausgestatteten Führungsschlitten
zur Anschlagschiene ergibt.
[0047] Die Bearbeitungsmaschine nach der Erfindung zeichnet sich in einer Weiterbildung
weiterhin dadurch aus, daß die Steuerung das Korrekturmaß aus dem winkelabhängigen
Korrekturmaß unter Einbeziehung des Schnittwinkels α und dem Längenverschiebekorrekturmaß
unter Berücksichtigung der Drehbolzen- und/oder Führungsschlittenführung sowie der
Position der weiteren Drehbolzen- beziehungsweise Führungsschlittenführung ermittelt
und/oder vorgibt beziehungsweise anzeigt.
[0048] Die Anzeige ist dabei nach der Erfindung wieder in unterschiedlichen Varianten möglich.
So ist es zum Beispiel nach der Erfindung vorgesehen, daß an beziehungsweise auf der
Anschlagschiene zumindest einseitig eine Maßeinteilung, wie zum Beispiel ein Lineal
vorgesehen ist, zur Bestimmung, an welches Anlegemaß das Werkstück anzulegen ist.
[0049] An diesem Maßstab kann dann eine entsprechende Anzeige vorgesehen sein, die dem Bediener
anzeigt, bei welchem Maß das zu bearbeitende Werkstück anzulegen ist, um ein gewünschtes
Endmaß für das Werkstück zu erhalten. Diese Anzeige kann beispielsweise in einem kleinen
Fenster auf der Anschlagschiene als Digitalanzeige vorgesehen sein, die dann der Bedienperson
anzeigt, wo das Werkstück anzulegen ist. In einer einfachen Variante wird der Anzeige
nur das Korrekturmaß mitgeteilt, welches dann der Bediener an der Anschlagschiene
einzustellen hat.
[0050] Wie bereits erwähnt, ist es von Vorteil, daß als Steuerung für die Ermittlung und
Anzeige des Korrekturmaßes die Steuerung der Bearbeitungsmaschine vorgesehen ist.
Selbstverständlich ist nach der Erfindung, für den Fall, daß die Steuerung ausreichend
dimensioniert ist und daß entsprechende Stellantriebe vorgesehen sind, eine Lösung
umfaßt, bei der die Anschlagschiene automatisch positioniert wird.
[0051] Die Erfindung zeichnet sich weiterhin dadurch aus, daß die Lage beziehungsweise die
Position der Drehachse und/oder der Führungsschlitten durch Übertragungsmittel der
Steuerung mitgeteilt werden. Die Lage beziehungsweise Position wird hierbei durch
Sensoren ermittelt. Dabei sind als Übertragungsmittel kabellose und/oder kabelgebundene
Lösungen möglich, die an den Drehachsen und/oder Führungsschlitten vorgesehen sind.
Nach der Erfindung ist es demzufolge möglich, die ermittelten Daten beziehungsweise
Positionen kabelgebunden oder kabellos an die Steuerung zu übertragen. Hier ist die
Erfindung nicht auf eine einzige Lösung eingeschränkt, sondern umfaßt alle Möglichkeiten
einer Datenübertragung wie sie heutzutage üblich ist. Auch die Übermittlung der Korrekturmaßes
oder des einzustellenden Anschlagmaßes von der Steuerung zur Anzeige, die sich bevorzugt
auf der Anschlagschiene befindet, erfolgt durch Funk, also kabellos, wodurch die Demontage
aber auch Montage des erfindungsgemäßen Anschlages erheblich erleichtert wird, da
keine Kabel zu berücksichtigen sind. Auch können die Kabel bei werkstattgemäßem Gebrauch
beschädigt werden, weswegen eine Funk-übertragung zu bevorzugen ist.
[0052] Um zu vermeiden, daß der Anschlag in Kollision mit der Schnittlinie gerät, ist es
möglich, mechanische und/oder elektronische Blockiereinrichtungen vorzusehen, die
zum Beispiel die Anschlagschiene in ihrer Beweglichkeit dann begrenzen. So ist es
beispielsweise möglich, in der Führung der Anschlagschiene eine solche Blockiereinrichtung
vorzusehen. Auch ist eine Lösung mit einer Lichtschranke von der Erfindung umfaßt.
Dies tritt insbesondere dann ein, wenn die erfindungsgemäße Variante verwendet wird,
bei welcher kein Längenanschlagstop die freie Beweglichkeit des Führungsschlittens/Drehbolzens
in der Führungsbahn beschränkt. Die Blockiereinrichtung unterbricht einfach die Stromzufuhr
zu dem Antrieb des Bearbeitungswerkzeuges.
[0053] Durch die Erfindung wird auch eine Bearbeitungsmaschine zur Verfügung gestellt, die
sich dadurch auszeichnet, daß sich die Anlegeposition zur Anlegung des zu bearbeitenden
Werkstückes aus dem Abstand des beziehungsweise der Drehachsen zur Schnittlinie, aus
dem Schnittwinkel α und dem relativen Längenversatz im Anschlag selbst ergibt.
[0054] Die Anlegeposition ist auch sehr günstig zu ermitteln, wenn wie in einer Weiterbildung
vorgesehen, ein Reiter auf beziehungsweise an dem Anschlag vorgesehen ist, der sich
auf das Anlegemaß einstellen und dann fixieren läßt.
[0055] Die Erfindung stellt auch einen Anschlag, insbesondere Gehrungsanschlag und insbesondere
für eine Bearbeitungsmaschine, wie vorher beschrieben, zur Verfügung, der sich dadurch
auszeichnet, daß der Anschlag als Komplettierungselement für den Werktisch neben der
Drehachsen- beziehungsweise Führungsschlittenführung eine weiter Drehachsen- beziehungsweise
Führungsschlittenführung aufweist, und die beiden Drehachsenbeziehungsweise Führungsschlittenführungen
auf dem Werktisch auflegbar beziehungsweise dort befestigbar sind, wobei in der ersten
Führung die erste Drehachse und in der zweiten Führung die zweite Drehachse bewegbar
angeordnet sind. Dabei ist es gemäß einer Ausgestaltung von Vorteil, wenn die Drehachsenbeziehungsweise
Führungsschlittenführungen als Profilschienen ausgebildet sind. Damit läßt sich jeder
Bearabeitungsmaschine, die noch nicht über ein entsprechendes Anschlagsystem verfügt,
mit einem solchen komplettieren.
[0056] Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen weiter beschrieben.
Es zeigen:
- Fig. 1
- eine bevorzugte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Bearbeitungsmaschine,
- Fig. 2
- eine Detaildarstellung aus der Fig. 1,
- Fig. 3a, 3b:
- eine Ausführungsform der erfindungsgemäßen Bearbeitungsmaschine mit einer Anschlagschiene
und
- Fig. 4
- eine weitere Ausführungsform der erfindungsgemäßen Bearbeitungsmaschine.
[0057] Die Fig. 1 zeigt eine bevorzugte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Bearbeitungsmaschine.
Dabei ist die in Fig. 1 dargestellte Ausführungsform schematisch zu verstehen. Die
dargestellte Variante betrifft eine Ausführungsform mit einem zweigeteilten Werktisch.
Dieser ist mit dem Bezugszeichen 1 für das feststehende Teil des Werktisches bezeichnet
und für den beweglichen Teil schematisch mit dem Bezugszeichen P angedeutet. Der bewegbare
Teil des Werktisches ist als Parallelogrammtisch ausgebildet und in einer Führung
F am Gestell beziehungsweise an dem feststehenden Teil des Werktisches 1 geführt.
Parallel zur Schnittlinie erstreckt sich eine Führung 2, in der ein Gleitstück 31
geführt ist. Das Gleitstück 31 ist dabei gleichzeitig in der Anschlagschiene 5 geführt
und zwar in einer dort vorgesehenen Führungsbahn 7 beziehungsweise Teil der Führungsbahn
7', die begrenzt ist, derart, dass die Führungsschiene 5 beziehungsweise deren dem
Bearbeitungswerkzeug W zugewandten Seite die Schnittlinie S nicht schneidet. Dies
ist mit dem Doppelpfeil und dem Bezugszeichen C angegeben. Die Führungsschiene 5 ist,
wie mit dem Doppelpfeil und den Bezugszeichen a - b angegeben, in Richtung auf die
Schnittlinie S bewegbar beziehungsweise von dieser wegbewegbar. Dies ist erforderlich,
um bei einer Winkelverstellung jeweils so ein Maß für C einzuhalten, das gewährleistet,
die Schnittlinie S vom Anschlag 5 nicht geschnitten wird. Die Anschlagschiene ist
in der dargestellten Ausgestaltung auf einem Parallelogrammtisch P angeordnet und
zwar fixierbar fest. Die Schwenkachse für die Anschlagschiene wird dabei durch die
Achse A des Parallelogrammtisches mit angegeben, das heißt, die Anschlagschiene 5
verschwenkt immer mit dem Parallelogrammtisch gemeinsam. Durch die geschickte Ausgestaltung
der Anordnung einer Führung 2 mit dem Gleitstück 31 und dem Führungsschlitten 32,
der schematisch als gestrichelter Kreis angedeutet ist, ist es gegeben, dass eine
Führung trotzdem in der Führung 2 parallel zur Schnittlinie S gegeben ist und gleichzeitig
die Begrenzungseinrichtung B, welche durch das Gleitstück 31 im Zusammenwirken mit
der Führungsbahn 7' beziehungsweise einem Teil der gesamten Führungsbahn 7, die hier
auf ein bestimmtes Maß begrenzt ist, angegeben ist.
[0058] Mit dem Bezugszeichen 6 ist der Abstand zur Führungsbahn 2 bezüglich der Schnittlinie
S bezeichnet. Des Weiteren ist mit den Bezugszeichen i - j und dem Doppelpfeil angedeutet,
dass auch das Werkzeug W bezüglich der Schnittlinie S bewegbar ausgebildet ist. Im
linken Teil der Figur ist einmal ein Parallelogrammtisch P mit seinen Einzelelementen
P1 bis P4 abgebildet, der rechtwinkelig zur Schnittlinie orientiert ist. Dieser Teil
ist mit gestrichelten Linien dargestellt. Des Weiteren wird der Parallelogrammtisch
P in seiner verschwenkten Stellung gezeigt. Wenn jetzt der Parallelogrammtisch P aus
seiner in circa 45° bezogen auf die Schnittlinie sich orientierten Stellung zurückbewegt
wird in die 90°- Stellung ist ersichtlich, dass das Gleitstück 31 innerhalb der Führungsbahn
7' bewegbar ist, um zu verhindern, dass die Schnittlinie geschnitten wird. Dies kann
durch ein entsprechendes Maß an der Anschlagschiene und/oder an der Bearbeitungsmaschine
angezeigt werden beziehungsweise durch eine entsprechende Kontrolleinrichtung, wie
vorher beschrieben. Der Parallelogrammtisch P ist üblicherweise an einem nicht näher
bezeichneten und dargestellten Schlitten geführt, auf dem sich in der dargestellten
Variante auch die Drehachsen A befinden.
[0059] Die Fig. 2 zeigt einen Teil der Anschlagschiene II, welcher in Ansicht die Seite
zeigt, die normalerweise auf dem Werktisch 1 beziehungsweise P aufliegt. Bereits vorgestellte
Bezugszeichen werden in gleicher Weise wieder verwendet. In der Darstellung ist klar,
dass mit dem Bezugszeichen 3 gleichzeitig eine Drehachse definiert wird, die in der
hier nicht zu sehenden Führung 2, welche auch als Führungsschlittenführung bezeichnet
wird, sich bewegen kann. Bei einer Winkelverstellung, kann sich die Anschlagschiene
um die hier schematisch gezeigte Achse 3 drehen. Eine Variante, die die Erfindung
ebenfalls umfasst, ist hier nicht dargestellt, derart, dass diese Achse 3 fixierbar
ausgebildet ist. Des Weiteren ist auch hier eine Variante nicht dargestellt, in welcher
die Achse 3 als Drehbolzen ausgebildet ist. Dies wird in den nachfolgenden Ausgestaltungen
noch näher beschrieben. Das Gleitstück 31 ist, wie aus dem Doppelpfeil a - b ersichtlich,
ersichtlich, innerhalb der Führung 7' bewegbar in der Führung 7' beziehungsweise dem
Teil der Führung 7. Mit dem Bezugszeichen 7' ist ein Abschlusselement, hier ein Bolzen
52, gezeigt, der den Teil der Führungsbahn 7' begrenzt, derart, dass die Bewegbarkeit
der Anschlagschiene in Richtung zur Schnittlinie S begrenzt ist. Der Bolzen 52 ist
in einer nicht dargestellten Variante auch noch verstellbar, um eine bestimmte Maßkorrektur,
beispielsweise beim Wechsel eines Bearbeitungswerkzeuges durchführen zu können.
[0060] Die Figuren 3a und 3b zeigen eine Ausgestaltung beziehungsweise Variante der Bearbeitungsmaschine
mit einer Anschlagschiene 5, der bezüglich beider Drehachsen I, II längsverschiebbar
vorgesehen ist. An dem Werktisch 1 sind zwei Drehbolzen- und/oder Führungsschlittenführungen
2, 8 vorgesehen, die an dem Werktisch 1 festlegbar, für die Einstellung des Schnittwinkels
α jedoch veränderbar beziehungsweise bewegbar an dem Werktisch 1 angeordnet sind.
In der dargestellten Variante ist dabei lediglich die Drehbolzen- und/oder Führungsschlittenführung
8 bezüglich der Drehbolzen- und/oder Führungsschlittenführung 2 beweglich angeordnet.
Dies wird mit dem Doppelpfeil e-f lediglich schematisch angedeutet.
[0061] Auf dem Werktisch 1 ist die Anschlagschiene 5 angeordnet. Dieser ist an zwei Drehachsen
I, II, die als Drehbolzen 3 beziehungsweise Drehbolzen 4 oder als Führungsschlitten
31 beziehungsweise 41 ausgestattet sind, angeordnet. Die Drehbolzen 3, 4 beziehungsweise
der Führungsschlitten 31, 41 sind in einer Führungsbahn 7 in der Anschlagschiene geführt.
Gegenüber dem Stand der Technik ist diese Führungsbahn 7 nicht bezüglich der Bewegbarkeit
zur Schnittlinie S begrenzt. Selbstverständlich ist es auch möglich, zwei Führungsbahnen
7, 7' in der Anschlagschiene 5 vorzusehen (siehe Fig. 2). Dies ist ebenfalls lediglich
schematisch angedeutet. In der durchgezogenen Stellung findet sich die Anschlagschiene
5 im rechten Winkel zur Schnittlinie. In der gestrichelten Darstellung ist die Anschlagschiene
5 im Winkel α zur Schnittlinie S angeordnet. Wie aus der Darstellung ersichtlich kann
die Anschlagschiene 5 jetzt auch bei kleinem Winkel α (α = ca. 30° bis 50°, oder auch
geringer) in seiner Stellung bezüglich der Schnittlinie S derart verändert werden,
dass der Abstand zur Schnittlinie S gering gehalten werden kann, um ein sicheres Führen
des nicht dargestellten Werkstückes zu ermöglichen. Damit werden genauere Schnitte
erreicht und insbesondere auch Ausschussarbeiten vermieden. Des Weiteren wird die
Arbeitssicherheit erhöht.
[0062] Mit dem Bezugszeichen 6 deutet ein Doppelpfeil an, in welchem Abstand die Drehbolzen-
und/oder Führungsschlittenführung 2 zur Schnittlini S angeordnet ist. In einer Variante
der Erfindung ist auch die Drehbolzen- und/oder Führungsschlittenführung 2 gegenüber
der Schnittlinie S veränderbar. An den beiden Drehachsen I, II ist mit Doppelpfeilen
a - b und g -h angedeutet, dass die Anschlagschiene 5 bezüglich dieser Drehachsen
längsbewegbar, insbesondere einstellbar ist.
[0063] An dieser Stelle sei bemerkt, daß der Begriff Drehachse I, II, nicht nur als geometrischer
Drehpunkt oder Drehachse zu verstehen ist, sondern auch als konstruktives Element
realisiert ist. Geometrisch gesehen wird natürlich die Anschlagschiene 5 nur um eine
Drehachse geschwenkt, allerdings erfährt jeder der Drehbolzen 3, 4 ebenfalls eine
relative Drehung, weswegen auch hier eine Drehachse zu definieren ist.
[0064] An der Anschlagschiene 5 befindet sich ein nicht dargestellten Maßsystem, welches
mit einem ebenfalls nicht dargestellten Meßsystem an zumindestens einem der Führungsschlitten
31, 41 zusammenwirkt. Dazu kann es gegebenenfalls vorgesehen sein, dass bestimmte
Sensoren, die Stellung des Führungsschlittens 31 beziehungsweise 41 an die Steuerung
weiterleiten.
[0065] Des Weiteren ist es nach der Erfindung selbstverständlich auch vorgesehen, dass die
Winkelposition der Anschlagschiene 5 bezüglich der Schnittlinie S ermittelt und der
Steuerung mitgeteilt wird. Daraus läßt sich dann ein entsprechendes Korrekturmaß ermitteln,
bei dem diese Werte berücksichtigt sind. Die Steuerung ermittelt nun anhand üblicher
Rechenmethoden den entsprechenden Wert und teilt der Bedienperson das Anlagemaß mit,
wo diese das Werkstück für ein bestimmtes gewünschtes Endmaß anlegen muss. Dies kann
dann an der an der Anschlagschiene 5 vorgesehenen Maßeinteilung erfolgen. Dabei können
entsprechende Werte über eine Anzeige angezeigt werden oder aber auch Leuchtpunkte
aufleuchten, die mittels unterschiedlicher Farben anzeigen, ob das Werkstück korrekt
anliegt oder nicht.
[0066] Die Fig. 3b zeigt ein Detail im Schnitt entlang der Schnittlinie A - A. Die dort
verwendeten Bezugszeichen wurden bereits vorgestellt, so dass auf eine erneute Vorstellung
verzichtet wird.
[0067] Die Erfindung umfasst zwei Bearbeitungsmaschinen, wovon eine mit einem feststehenden
Bearbeitungswerkzeug ausgestattet ist. In diesem Fall wird dann der Werktisch 1 entlang
der Linie des Doppelpfeils i - j bewegt. Das heißt, das Werkstück wird inclusive des
Werktisches 1 an dem über die Tischlinie hinausragenden Bearbeitungswerkzeug vorbeigeführt.
[0068] In einer anderen Variante ist es selbstverständlich auch vorgesehen, dass das Bearbeitungswerkzeug
bezüglich des Werktisches 1 bewegbar ist. Auch hier wird das Bearbeitungswerkzeug
entlang der Linie des Doppelpfeils i - j zum Schneiden beispielsweise in Richtung
i geführt und anschließend wieder in Richtung j zurückgeführt.
[0069] Die Drehbolzen 3 und 4 beziehungsweise die Drehachsen I, II sind rechtwinkelig bezüglich
der Auflageebene des Werktisches 1 angeordnet. Damit wird eine ausgezeichnete Führung
der Anschlagschiene 5 auf dem Werktisch 1 gewährleistet. Selbstverständlich ist es
auch, dass bestimmte Fixierungsmittel an den Drehachsen I, II beziehungsweise an den
Führungsschlitten 31, 41 vorgesehen sind, um die Anschlagschiene 5 in der gewünschten
Position festzulegen.
[0070] In Fig. 4 ist eine weitere erfindungsgemäße Ausgestaltung schematisch in drei verschiedenen
Stellungen B
1, B
2 und B
3 gezeigt. Im Wesentlichen entspricht die hier gezeigte Anordnung der in Fig. 3a, weswegen
hier nicht nochmal alle Elemente wiederholt werden. Im Gegensatz zu dem in Fig. 1a
gezeigten Ausführungsbeispiel ist in der in Fig. 4 gezeigten Variante die Führungsbahn
7 in zwei Teilbereiche 7, 7' unterteilt. Es bilden sich Führungsbahntaschen aus. Die
hier gezeigte Anordnung führt dazu, daß keine separate Meßvorrichtung für die Relativposition
des Führungsschlittens 31 zur Anschlagschiene 5 notwendig ist. In einer der beiden
Teilführungsbahnen 7, 7', hier bevorzugt der rechte Teil, der näher zur Schnittlinie
S orientiert ist, befindet sich auf dem der Schnittlinie S abgewandten Ende ein Längenanschlagstop
51. Dieser bewirkt, daß der Führungsschlitten 31 bei einer Bewegung der Anschlagschiene
5 nach rechts nur bis zu diesem Längenanschlagstop 51 gelangen kann.
[0071] Wie bereits ausgeführt, ist die Anwesenheit des Führungsschlittens 31, wie ausführlich
dargestellt, nicht zwingend notwendig, gleich es ist möglich bei einem Führungsschlitten
31, der nur die Länge des Durchmessers des Drehbolzens 3 hat.
[0072] In der Stellung B
1 ist α = 90°, die Anschlagschiene 5 ist ganz nach rechts verschoben, der Führungsschlitten
31 liegt am linken Ende der Teilführungsbahn 7 am Längenanschlagstop 51 an und schließt
einen Kontaktschalter 52. Durch den Schalter 52 wird der Steuerung letztendlich mitgeteilt,
wie die relative Lage der Anschlagschiene 5 relativ zum Führungsschlitten 31 ist.
Die Lage des Längenanschlagstops 51 ist zum Beispiel als Maschinenkonstante hinterlegbar.
[0073] In einer erfindungsgemäßen Verbesserung ist gerade diese Lage des Längenanschlagstopes
51 mit dem Kontaktschalter 52 in Längsrichtung der Anschlagschiene 5 veränderlich
und realisiert so ein allereinfachstes Meßsystem. Jeweils sind die einzelnen Rastpunkte
dann wieder mit Mikroschaltern abfragbar, diese Informationen werden dann auch wieder
von der Steuerung weiter verarbeitet.
[0074] Üblicherweise wird die Anschlagschiene 5 in der in B
1 gestellten Stellung festgelegt. Das bedeutet, die Anschlagschiene 5 ist sowohl bezüglich
des Drehbolzens 4 wie auch bezüglich des Drehbolzens 3 arretiert. Öffnet man nun die
Arretierung des sich näher an der Schnittlinie S befindlichen Drehbolzens 3 und verschwenkt
die Anschlagleiste 5 um den Winkel α, so gelangt man zu der Stellung B
2. Zu beachten ist, daß die relative Lage des hinteren Drehbolzens 4 beziehungsweise
des Führungsschlittens 41 auf der Anschlagleiste 5 unverändert ist. Aufgrund der Verschwenkbewegung
um den Winkel α wandert das vordere Ende 72 der Anschlagleiste 5 von der Schnittlinie
S weg, das aus dem Stand der Technik bekannte Problem entsteht.
[0075] Nun aber wird, wie in Stellung B
3 gezeigt, die Arretierung an dem hinteren Drehbolzen 4 geöffnet, so daß es möglich
ist, daß die Anschlagschiene 5 in Richtung des Doppelpfeiles a - b bezüglich beider
Drehbolzen 3, 4 beweglich ist. Die Anschlagschiene wird dann in Richtung des Pfeiles
b (in Richtung der Schnittlinie S) solange bewegt, bis der Führungsschlitten 31 wieder
am Längenanschlagstop 51 anliegt und den Kontaktschalter 52 schließt.
[0076] Durch Überwachung des Kontaktschalters 52 wird der Maschinensteuerung mitgeteilt,
daß sich die Anschlagschiene 5 in der richtigen Position befindet, um entsprechende
Maßangaben (Korrekturmaß) zu übermitteln beziehungsweise die Bearbeitung grundsätzlich
zu ermöglichen.
[0077] Mit dem erfindungsgemäßen Vorschlag wird eine hohe Betriebssicherheit erreicht, da
nur bei geschlossenen Kontaktschalter 52 eine Bearbeitung erfolgen soll, weil dann
auch eine exakte Maßeinstellung möglich ist. Gleichzeitig wird dadurch ein sehr einfaches
Ermitteln des Korrekturmaßes durch die Steuerung möglich, das, wie bereits ausgeführt,
bevorzugt drahtlos zu einer Anzeige übertragen wird.
[0078] Die jetzt mit der Anmeldung und später eingereichten Ansprüche sind Versuche zur
Formulierung ohne Präjudiz für die Erzielung weitergehenden Schutzes.
[0079] Sollte sich hier bei näherer Prüfung, insbesondere auch des einschlägigen Standes
der Technik, ergeben, daß das eine oder andere Merkmal für das Ziel der Erfindung
zwar günstig, nicht aber entscheidend wichtig ist, so wird selbstverständlich schon
jetzt eine Formulierung angestrebt, die ein solches Merkmal, insbesondere im Hauptanspruch,
nicht mehr aufweist.
[0080] Die in den abhängigen Ansprüchen angeführten Rückbeziehungen weisen auf die weitere
Ausbildung des Gegenstandes des Hauptanspruches durch die Merkmale des jeweiligen
Unteranspruches hin. Jedoch sind diese nicht als ein Verzicht auf die Erzielung eines
selbständigen, gegenständlichen Schutzes für die Merkmale der rückbezogenen Unteransprüche
zu verstehen.
[0081] Merkmale, die bislang nur in der Beschreibung offenbart wurden, können im Laufe des
Verfahrens als von erfindungswesentlicher Bedeutung, zum Beispiel zur Abgrenzung vom
Stand der Technik beansprucht werden.
[0082] Merkmale, die nur in der Beschreibung offenbart wurden, oder auch Einzelmerkmale
aus Ansprüchen, die eine Mehrzahl von Merkmalen umfassen, können jederzeit zur Abgrenzung
vom Stande der Technik in den ersten Anspruch übernommen werden, und zwar auch dann,
wenn solche Merkmale im Zusammenhang mit anderen Merkmalen erwähnt wurden beziehungsweise
im Zusammenhang mit anderen Merkmalen besonders günstige Ergebnisse erreichen.
1. Bearbeitungsmaschine, insbesondere Holzbearbeitungsmaschine bzw. Format-Kreissäge,
mit einem Bearbeitungswerkzeug, einer durch das Bearbeitungswerkzeug definierten Schnittlinie,
einem Werktisch, der zumindest teilweise an oder auf einem Maschinengestell angeordnet
bzw. von diesem gebildet ist, einer Anschlagschiene, insbesondere einer Gehrungsanschlagsschiene,
die entlang der Schnittlinie und winkelig zu dieser bewegbar und verstellbar ist,
dadurch gekennzeichnet, dass in bzw. an der Anschlagschiene (5) eine Begrenzungseinrichtung (B) vorgesehen ist,
die den Abstand der dem Bearbeitungswerkzeug zugewandten Seite der Anschlagschiene
(5) zur Schnittlinie (S) gering hält und begrenzt, so dass die Anschlagschiene (5)
die Schnittlinie (S) nicht überschneidet.
2. Bearbeitungsmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine parallel zur Schnittlinie (S) angeordnete Führung (2) für die Anschlagschiene
(5) vorgesehen ist.
3. Bearbeitungsmaschine nach einem oder beiden der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Begrenzungseinrichtung (B) von einem Gleitstück (31) gebildet ist, das in der
parallel zur Schnittlinie (S) angeordneten Führung (2) und in einer vorzugsweise auf
der dem Maschinentisch (1) zugewandten Seite vorgesehenen Führungsbahn (7) der Führungsschiene
(5) angeordnet ist und/oder die Führungsbahn (7) von einem Abschlußelement, wie z.B.
einem Bolzen (52) oder dergleichen, begrenzt ist, das so angeordnet ist, dass es die
Bewegbarkeit der Anschlagschiene (5) in Richtung zur Schnittlinie (S) begrenzt und/oder
die Schwenkachse (32) zur Winkelverstellung der Anschlagschiene (5) durch das Gleitstück
(31) gebildet beziehungsweise an oder auf dem Gleitstück vorgesehen ist.
4. Bearbeitungsmaschine nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Werktisch (1) zumindest zweiteilig ausgebildet ist und ein Teil des Werktisches
parallel zur Schnittlinie (S) verfahrbar beziehungsweise verschiebbar ist und/oder
die Anschlagschiene (5) auf dem bewegbaren Teil des Werktisches (1) lösbar fest befestigt
ist und/oder der bewegbare Teil des Werktisches bezüglich der Schnittlinie (S) winkelverstellbar
ist und/oder der bewegbare Teil des Werktisches als Parallelogrammtisch (8) ausgebildet
ist und/oder die Schwenkachse (A) für die Winkelverstellung der Anschlagschiene (5)
auf den Werktisch (1) angeordnet bzw. an diesem vorgesehen ist.
5. Bearbeitungsmaschine nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Anschlagschiene (5) an wenigstens einer auf dem Werktisch (1) angeordneten Achse
(I,II) fixierbar ist und/oder zwei Achsen (I, II) vorgesehen sind, die als Drehachsen
ausgebildet sind und die Anschlagschiene (5) bezüglich beider Drehachsen (I, II) längsverschiebbar
vorgesehen ist und/oder die Drehachsen (I, II) durch je einen Drehbolzen (3, 4) angegeben
sind und/oder die Anschlagschiene (5) auf beiden Drehbolzen (3, 4) drehbar gelagert
ist und/oder die Drehbolzen (3, 4) in einer Führungsbahn (7) geführt sind und/oder
für jeden Drehbolzen eine eigene Führungsbahn (7, 7') vorgesehen ist und/oder jeder
Drehbolzen (3, 4) einen Führungsschlitten (31, 41) aufweist, mittels dessen er auf
bzw. an dem Werktisch (1) bewegbar gelagert ist.
6. Bearbeitungsmaschine nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch ein feststehendes Bearbeitungswerkzeug und/oder einen bezüglich des Bearbeitungswerkzeugs
parallel zur Schnittlinie (S) bewegbaren Werktisch (1) und/oder das Bearbeitungswerkzeug
entlang der Schnittlinie (S) bewegbar ist und/oder das Bearbeitungswerkzeug aus der
Auflageebene des Werktisches (1) hervorsteht bzw. auftaucht und/oder das Bearbeitungswerkzeug
bezüglich der Werktischebene winkelverstellbar ausgebildet ist.
7. Bearbeitungsmaschine nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass auf der Unterseite der Anschlagschiene (5) eine Führungsbahn (7) für die Drehbolzen
(3, 4) und/oder die Führungsschlitten (31, 41) vorgesehen ist und/oder in der Führungsbahn
(7) ein Längenanschlagstop (51) für den Führungsschlitten (31, 41) vorgesehen ist
und/oder an dem Längenanschlagstop (51) ein Kontaktschalter (52) vorgesehen ist, der
geschlossen ist, wenn die Anschlagschiene (5) gegen die Schnittlinie (S) derart bewegt
wird, dass der Führungsschlitten (31, 41) beziehungsweise der Drehbolzen (3, 4) am
Längenanschlagstop (51) anliegt.
8. Bearbeitungsmaschine nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Steuerung die Stellung des Kontaktschalters (52) auswertet und/oder eine Anzeige
die Stellung des Kontaktschalters (52) anzeigt und/oder die Steuerung den Antrieb
des Bearbeitungswerkzeuges blickiert, wenn die Anschlagschiene die Schnittstelle (S)
schneidet und/oder als Steuerung die Steuerung der Bearbeitungsmaschine vorgesehen
ist und/oder die Lage bzw. Position der Drehachsen (I, II) und/older der Führungsschlitten
(31, 41) durch Übertragungsmittel der Steuerung mitgeteilt werden.
9. Bearbeitungsmaschine nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass für die Drehachse (II) bzw. den Drehbolzen (4) eine Drehbolzen-und/oder Führungsschlittenführung
(8) vorgesehen ist, die an dem Werktisch (1) festlegbar, für die Einstellung des Schnittwinkels
(α) jedoch veränderbar bzw. bewegbar an dem Werktisch (1) angeordnet ist und/oder
die Lage der Drehachse (II) bzw. des Drehbolzens (4) am Bearbeitungstisch bzw. einem
beweglich angeordneten Quer- oder Besäumtisch festgelegt ist und/oder für die Drehachse
(I) bzw. den Drehbolzen (3) eine weitere Drehbolzen- und/oder Führungsschlittenführung
(2) vorgesehen ist, die bevorzugt durch eine im Werktisch ausgebildete Nut angegeben
ist.
10. Bearbeitungsmaschine nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Anschlagschiene (5) an der zweiten Drehachse (II) bzw. dem Drehbolzen (4) längsverschiebbar
bzw. bewegbar angeordnet ist und/oder die Anschlagschiene (5) an der ersten Drehachse
(I) bzw. dem Drehbolzen (3) bewegbar vorgesehen ist und/oder die Drehbolzen- und/oder
Führungsschlittenführung (8) bezüglich der weiteren Drehbolzen- und/oder Führungsschlittenführung
(2) verschiebbar vorgesehen ist und/oder die Drehbolzen- und/oder Führungschlittenführung
(8) bezüglich der weiteren Drehbolzen- und/oder Führungsschlittenführung (2) parallel
bzw. im wesentlichen parallel zueinander bzw. an dem Werktisch (1) angeordnet sind.
11. Bearbeitungsmaschine nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand (6) der weiteren Drehbolzen- und/oder Führungsschlittenführung (2) bezüglich
der Schnittlinie (S) des Bearbeitungswerkzeugs veränderbar, insbesondere parallel
zur Schnittlinie verschiebbar ist und/oder zumindest ein Führungsschlitten (31, 41)
mit einem kontinuierlich ausgebildeten oder mit Rastpunkten versehenen Messsystem
zur Bestimmung der Lage des Führungsschlittens gegenüber der Anschlagschiene ausgestattet
ist und/oder eine Steuerung vorgesehen ist, die ein Korrekturmaß ermittelt und/oder
anzeigt.
12. Bearbeitungsmaschine nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Korrekturmaß aus zumindest einem winkelabhängigen Korrekturmaß und einem Längenverschiebekorrekturmaß
gebildet ist und/oder das Längenverschiebekorrekturmaß sich aus dem relativen Versatz
des mit dem Messsystem ausgestatteten Führungsschlittens (31, 41) zur Anschlagschiene
(5) ergibt und/oder das Längenverschiebekorrekturmaß durch die Lage des Längenanschlagstops
(51) als Maschinenkonstante in der Steuerung hinterlegt ist und/oder die Steuerung
das Korrekturmaß aus dem winkelabhängigen Korrekturmaß, unter Einbeziehung des Schnittwinkels
(α), und dem Längenverschiebekorrekturmaß ermittelt und/oder vorgibt bzw. anzeigt
und/oder die Steuerung das Korrekturmaß aus dem winkelabhängigen Korrekturmaß unter
Einbeziehung des Schnittwinkels (α) und dem Längenverschiebekorrekturmaß unter Berücksichtigung
der Position der Drehbolzen-und/oder Führungsschlittenführung (8) sowie der Position
der weiteren Drehbolzen- bzw. Führungsschlittenführung (2) ermittelt und/oder vorgibt
bzw. anzeigt.
13. Bearbeitungsmaschine nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an bzw. auf der Anschlagschiene (5) zumindest einseitig eine Maßeinteilung, wie z.B.
ein Lineal, vorgesehen ist, zur Bestimmung, an welchem Anlegemaß das Werkstück anzulegen
ist und/oder eine Anzeige vorgesehen ist, die dem Bediener anzeigt, bei welchem Anlegemaß,
insbesondere unter Berücksichtigung des winkelabhängigen Korrekturmaßes und des Längenverschiebekorrekturmaßes,
das zu bearbeitende Werkstück auszulegen ist, um ein gewünschtes Bearbeitungsmaß zu
erhalten und/oder die Anzeige als Digitalanzeige vorgesehen ist, die bevorzugt an
bzw. auf der Anlagschiene vorgesehen ist.
14. Bearbeitungsmaschine nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Übertragungsmittel an den Drehachsen (I,II) und/oder Führungsschlitten (31, 42)
vorgesehen sind, die die ermittelten Daten kabelgebunden oder kabellos an die Steuerung
übertragen und/oder sich das Anlegemaß zur Anlegung des zu bearbeitenden Werkstückes
bzw. der Drehachsen (I, II) aus dem Abstand zur Schnittlinie (S) aus dem Schnittwinkel
(α) und dem relativen Längenversatz in der Anschlagschiene (5) ergibt.
15. Anschlag mit einer Begrenzungseinrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden
Ansprüche 1 bis 14.