[0001] Die Erfindung betrifft einen Greifer für eine Axminster-Webmaschine.
[0002] Zur Herstellung von Teppichen und anderen Flortextilien ist das Axminster-Weben bekannt.
Die prinzipielle Funktion solcher Webmaschinen ist der Literaturstelle "Carpet Manufacture"
(Teppichherstellung Geoffrey H. Crawshaw, WRONZ Developments, Private Bag 4749, Christchurch
New Zealand) zu entnehmen. Die Webmaschine arbeitet mit drei Kettfadengruppen, denen
entsprechende Webschäfte zugeordnet sind. Mittels auf einer Barre sitzender Greifer
werden vorgeschnittene Florfäden zwischen die Kettfäden gereicht und dort mittels
Schussfäden verankert.
[0003] Axminster Webmaschinen stellen hohe Anforderungen an die Präzision des Betriebs der
Greifer. Die auf einer Barre sitzenden gleichzeitig arbeitenden Greifer müssen die
Fäden präzise ergreifen und zwischen die Kettfäden reichen können. Die Greifer müssen
dabei relativ schmal ausgebildet werden, damit sie zwischen die Kettfäden passen.
Die Greifer werden dabei üblicherweise jeweils von zwei sehr schmalen Klemmbacken
gebildet, die durch einen Niet zusammengehalten werden. Der Niet bildet ein Gelenk,
das ein Öffnen und Schließen der von den Klemmbacken gebildeten Zange gestattet.
[0004] Ein solcher Greifer ist beispielsweise aus der
GB 1 353 153 bekannt. Zur Ausbildung des Niets ist einer der Klemmbacken an einer abgeflachten
Stelle mit einem kurzen Rohrfortsatz versehen, der als Hohlniet dient und in eine
entsprechende Ausnehmung des anderen Klemmbackens eingebördelt wird.
[0005] Die Anordnung ist in mehrerlei Hinsicht kritisch, denn der gebördelte Bereich des
rohrförmigen Fortsatzes ist zugleich Niet und Lagerung.
[0006] Die
DE 10 2004 061 166 A1 verbessert die Lagerung in dem der eine mit einer Vertiefung versehene Klemmbacken
an der Vertiefung eine ringförmige Rippe erhält, die in eine Ringnut des anderen Klemmbacken
greift. Damit werden die Lagerverhältnisse der beiden Klemmbacken aneinander erheblich
verbessert. Andererseits stellt diese Lösung hohe Anforderungen an die Fertigungstechnik.
Bei der Verbindung der beiden Klemmbacken durch Umformen der einen Kante der zylindrischen
Lagerfläche des Rohrfortsatzes muss das gewünschte Spiel zwischen den beiden Klemmbacken
definiert eingestellt werden. Die Klemmbacken dürfen nicht zu schwergängig aber auch
nicht zu leichtgängig sein.
[0007] Es ist Aufgabe der Erfindung, einen verbesserten Greifer für eine Axminster-Webmaschine
anzugeben.
[0008] Diese Aufgabe wird mit dem Greifer nach Anspruch 1 gelöst:
Der erfindungsgemäße Greifer weist zwei Klemmbacken auf, die durch ein Gelenk miteinander
verbunden sind. Den ersten Klemmbacken sind zur Ausbildung des Gelenks zwei Axiallagerflächen
zugeordnet, die durch einen Abstandshalter auf Abstand zueinander gehalten sind. Der
Abstandshalter kann als separates Bauelement oder als Bestandteil einer der Klemmbacken
ausgebildet sein. Vorzugsweise ist zumindest eine der Axiallagerflächen unmittelbar
an dem Klemmbacken ausgebildet, während die andere der beiden Axiallagerflächen an
einem gesonderten Element ausgebildet ist.
[0009] Durch den Abstandshalter wird das Axialspiel des zweiten Klemmbackens definiert festgelegt.
Insbesondere wird dieses Axialspiel nicht von der Verbindungstechnik beeinflusst,
mittels derer das Halteelement mit dem ersten Klemmbacken verbunden ist. Beispielsweise
können dazu formschlüssige Verbindungen wie z.B. Bördelverbindungen, Nietverbindungen,
Schraubverbindungen etc. und/oder Stoffschlüssige Verbindungen wie z.B. Laserschweißverbindungen,
Klebeverbindungen und ähnliches dienen.
[0010] Der Abstandshalter kann ein ring- oder rohrförmiger Fortsatz des ersten Klemmbackens
sein. Dieser weist an seiner Stirnfläche dann eine Auflagefläche auf, an der das Halteelement
seine Anlage findet. Das Halteelement kann sich durch eine Öffnung erstrecken, die
von der Auflagefläche umschlossen wird und in dieser Öffnung gesichert sein. Dazu
können die oben genannten Verbindungstechniken einzeln oder in Verbindung miteinander
dienen.
[0011] Das Halteelement wird von einem vorzugsweise scheibenförmigen Kopf gebildet, der
eine Ringfläche aufweist, die auf der Auflagefläche aufliegt und diese in Radialrichtung
überragt. Der überragende Teil bildet dann die Axiallagerfläche für den zweiten Klemmbacken.
Der Kopf des Halteelements liegt dabei vorzugsweise in einer Ausnehmung des zweiten
Klemmbackens, so dass der Greifer im Wesentlichen ebene Seitenflächen ohne Erhebungen
aufweist. Der Greifer ist dadurch im Wesentlichen glatt. Das Halteelement schließt
mit zumindest einem, vorzugsweise beiden Klemmbacken, insbesondere mit deren Flachseiten,
bündig ab. Der Greifer kann dadurch leicht zwischen die Kettfäden greifen, ohne an
den Kettfäden hängen zu bleiben und diese zu beschädigen.
[0012] Der Abstandshalter weist vorzugsweise einen zylindrischen Außenumfang auf, der als
Lagerfläche (Radiallagerfläche) für den zweiten Klemmbacken dienen kann. Damit lässt
sich eine durchaus ausreichende Lagerung und Präzision erzielen. Es kann jedoch vorteilhaft
sein, die Radiallagerung zu unterstützen, indem an einem der Klemmbacken eine Nut
oder sonstige Vertiefung angebracht wird, die sich um die Scharnierachse krümmt. Die
Nut kann bogenförmig oder ringförmig ausgebildet sein. An dem anderen Klemmbacken
können entsprechend ein oder mehrere Vorsprünge vorgesehen sein, die in diese Nut
greifen und in dieser gleiten. Der Vorsprung kann als gebogene Rippe oder als geschlossene
ringförmige Rippe ausgebildet sein. Die Flanken der bogen- oder ringförmigen Nut und
die Flanken der bogen- oder ringförmigen Rippe können eine Radiallagerung bilden.
[0013] Die nachfolgende Beschreibung zeigt verschiedene Ausführungsformen der Erfindung,
worauf sich weitere vorteilhafte Details und Einzelheiten erschließen. Die Beschreibung
beschränkt sich auf wesentliche Aspekte der Erfindung und sonstiger Gegebenheiten.
Die Zeichnung ist ergänzend heranzuziehen. Unteransprüche sind auf vorteilhafte Details
gerichtet. Es zeigen:
Fig. 1 eine Axminster-Webmaschine in stark schematisierter Darstellung.
Fig. 2 die Axminster-Webmaschine nach Fig. 1 in einer ausschnittsweisen Darstellung
zur Veranschaulichung der Funktion ihrer Greifereinrichtung.
Fig. 3 einen Greifer, der Axminster-Webmaschine nach Fig. 1 und 2 in gesonderter Darstellung
in Seitenansicht.
Fig. 4 den Greifer nach Fig. 3 mit voneinander getrennten Klemmbacken zur Veranschaulichung
seines Gelenks in Seitenansicht der Klemmbacken.
Fig. 5 den Greifer in einer Schnittdarstellung seines Gelenks in ausschnittsweiser
Darstellung.
Fig. 6 bis 8 weitere Ausführungsformen des Greifers in Schnittdarstellung.
[0014] In Fig. 1 ist eine Axminster-Webmaschine 1 stark vereinfacht veranschaulicht. Sie
dient zur Herstellung einer Florware. Sie weist mehrere nicht veranschaulichte Kettbäume
auf, von denen mehrere Kettfäden 2, 3, 4 herangeführt werden. Mit den Kettfäden 2,
3, 4 werden Fächer gebildet, in die ein oder meist zwei Schussfäden 5 eingetragen
werden, wie es Fig. 2 zeigt. Zur Fachbildung dienen Webschäfte 6, 7, 8, die die Kettfäden
2, 3, 4 mittels Litzen führen.
[0015] Zum Einsetzen vorgeschnittener Florfäden 9 in das Gewebe dient eine Greifereinrichtung
10 mit mehreren Greifern 11. Die Greifereinrichtung 10 mit den Greifern 11 ist zwischen
einer Position A, in der sie Florfäden 9 in das Gewebe einsetzt und einer Position
B beweglich, in der sie Florfäden von einem Fadenträger 12 abholt. Der Fadenträger
12 kann mehrere Fäden 13, 14 unterschiedlicher Farbe bereithalten und so gesteuert
sein, dass jeweils der gewünschte Faden zum Beispiel mit einer Muster abhängig ausgewählten
Farbe abgeholt wird. Ein Messerträger 15 weist ein oder mehrere Messer auf, um von
dem Florfaden, dessen Ende die Greifereinrichtung hält, ein Stück einer gewünschten
Länge abzuschneiden.
[0016] Die Greifer 11 sind auf einer Barre 16 gehalten, die eine große Zahl weiterer gleich
ausgebildeter Greifer trägt. Diese sind in Fig. 1 senkrecht zur Zeichenebene deckungsgleich
übereinander angeordnet. Neben der Barre 16 ist eine Steuerwelle 17 zum Öffnen und
Schließen der Greifer 11 vorgesehen. Die Barre 16 und die Steuerwelle 17 sind gemeinsam
so schwenkbar, dass die Greifer 11 zwischen den Positionen A und B hin und herbewegt
werden.
[0017] Zu der Axminster-Webmaschine 1 gehört außerdem noch eine Anschlagbarre mit entsprechenden
Lamellen 18, wie sie beispielsweise aus Fig. 2 ersichtlich sind.
[0018] Der Greifer 11 weist gemäß Fig. 3 zwei Klemmbacken 19, 21 auf. Der mit der Barre
16 zu verbindende Klemmbacken 19 wird häufig als Grundteil bezeichnet. Der an dem
Klemmbacken 19 schwenkbar gelagerte Klemmbacken 21 wird häufig als Hebel bezeichnet.
Die Klemmbacken 19, 21 sind flache Blechteile mit einer Dicke zwischen einem oder
wenigen Millimetern. Sie weisen senkrecht zur Zeichenebene in Fig. 3 eine übereinstimmende
Dicke auf, die zwischen den Seitenflächen 43 und 47 festgelegt ist (Figur 5). Ihre
Flanken liegen im Wesentlichen in gleichen Ebenen, d.h. die Klemmbacken 19, 20 sind
ohne seitlichen Versatz zueinander angeordnet. Der Klemmbacken 19 ist an einem Ende
22 mit einem Befestigungsprofil 23 in Form eines T-Ausschnitts versehen. An seinem
anderen Ende 24 läuft er bei gleichbleibender Dicke keilförmig aus. Zum Ergreifen
des Fadens kann an dem Ende 24 eine Greiferfläche 25 angebracht sein.
[0019] Der Klemmbacken 21 weist für die Steuerwelle 17 an einem Ende 27 ein Kupplungsprofil
26 auf. Das andere Ende 28 des Klemmbackens 21 ist wiederum keilförmig ausgebildet
und mit einer Greiferfläche 29 versehen. Die Enden 24, 28 der Klemmbacken 19, 21 bilden
einen spitz zulaufenden Schnabel 31. Zur gelenkigen Lagerung der Klemmbacken 19, 21
aneinander dient ein Gelenk 32. Das Gelenk 32 legt eine quer zu den Klemmbacken 19,
21 und somit in Fig. 3 senkrecht zur Zeichenebene stehende Gelenk- bzw. Schwenkachse
33 fest.
[0020] Fig. 4 veranschaulicht die beiden Klemmbacken 19, 21 voneinander getrennt. Zu dem
Gelenk 32 gehören kreisringförmige abgeflachte Abschnitte 34, 35 an den Klemmbacken
19, 21. Diese Abschnitte weisen ringförmige Planflächen 36, 37 auf, die als Axiallagerflächen
dienen. Die ringförmige Planfläche 36 wird innen von einem Rohrfortsatz 38 begrenzt,
der an seiner Stirnseite eine ringförmige ebene Auflagefläche 39 aufweist. Dem Rohrfortsatz
38 des Klemmbackens 19 ist eine Öffnung 40 zugeordnet, deren Durchmesser mit dem Durchmesser
des Rohrfortsatzes 38 bis auf ein geringes Spiel übereinstimmt. Der Rohrfortsatz 38
kann somit als Radiallager dienen. Zur Unterstützung der Radiallagerwirkung können
der Klemmbacken 19 oder 21 mit einer zum Beispiel ringförmigen, zu dem Rohrfortsatz
38 bzw. der Öffnung 40 konzentrischen Ringnut 41 und der entsprechende andere der
Klemmbacken 19, 21 mit einer dazu passenden Form, wie beispielsweise einer ringförmigen
Rippe 42 versehen sein.
[0021] Der weitere Aufbau des Gelenks 32 ergibt sich aus Fig. 5. Wie ersichtlich, ist die
Höhe des Rohrfortsatzes 38, die zwischen der Seitenfläche 47 und der Auflagefläche
39 gemessen wird, geringer als der Abstand zwischen den Seitenflächen 43 und 47 des
Klemmbackens 19. Die Auflagefläche 39 liegt deshalb gegen die Seitenfläche 43 des
Klemmbackens 19 zurückversetzt. Ausgehend von der Seitenfläche 47 überragt die Auflagefläche
39 des Rohrfortsatzes 38 die Planfläche 36 des Abschnitts 34. Die
[0022] Der Klemmbacken 21 weist an seinem Abschnitt 35 eine außenliegende, beispielsweise
kreisringförmige Tasche 44 auf, deren Boden 65 geringfügig unterhalb der Auflagefläche
39 oder auf gleicher Höhe mit derselben liegt. Mit anderen Worten, die Dicke des Abschnitts
35 ist im Bereich der Tasche 44 ungefähr gleich groß wie die Höhe des Rohrfortsatzes
38 oder ganz geringfügig geringer als diese.
[0023] Die Öffnung 40 wird im vorliegenden Ausführungsbeispiel von dem rohrförmigen Schaft
45 eines Hohlniets 46 durchsetzt, dessen vorzugsweise scheibenförmiger flacher Kopf
48 an der der Auflagefläche 39 zugewandten Seite eine ebene Ringfläche aufweist. Diese
liegt auf der Auflagefläche 39 und dient soweit selbst als Auflagefläche. Sie steht
außerdem radial über die Auflagefläche 39 über und bildet insoweit eine Axiallagerfläche
49 für den Klemmbacken 21. Die vorzugsweise ebene Außenfläche 50 des Kopfes 48 schließt
eben mit der Seitenfläche 43 ab.
[0024] Der Schaft 45 des Hohlniets 46 ist an seinem der Außenfläche 50 gegenüberliegenden
Rand in eine entsprechende Ausnehmung des Klemmbackens 19 gebördelt. Eine solche Ausnehmung
kann beispielsweise durch eine Kegelfläche 51 gebildet werden, mit der sich die Öffnung
40 nach außen hin erweitert. Anstelle der Kegelfläche 51 können auch andere Flächenformen,
wie beispielsweise Stufen oder dergleichen vorgesehen werden.
[0025] Wie ersichtlich bildet der Rohrfortsatz 38 einen Abstandshalter, der den Kopf 48
des Hohlniets 46 und somit dessen Axiallagerfläche 49 in definiertem Abstand zu der
Axiallagerfläche 36 hält. Der Abstand wird dabei parallel zu der Gelenkachse 33 gemessen.
Dieser Abstand ist geringfügig größer als die Dicke des Abschnitts 35 in gleicher
Messrichtung und an gleicher Stelle. Der ringförmige Zwischenraum zwischen der Axiallagerfläche
36 und der zu ihr parallel orientierten Axiallagerfläche 49 bildet eine Lagertasche
für den Klemmbacken 21.
[0026] Der Abstandshalter in Gestalt des Rohrfortsatzes 38 ist hier einstückiger Bestandteil
des Klemmbackens 19. Er ermöglicht in Verbindung mit dem Hohlniet46 eine effiziente
einfache und prozesssichere Herstellung von Greifern 11 in hoher Qualität. Die Klemmbacken
19, 21 können gegeneinander leicht verschwenkt werden. Die Anordnung der Axiallagerflächen
36, 49 sichern dabei das gewünschte geringe Spiel. Die Radiallagerung wird von dem
Rohrfortsatz 38 sowie gegebenenfalls ergänzend oder alternativ von der Ringnut 41
und der Rippe 42 übernommen.
[0027] Die Erfindung kann auf vielfältige andere Weise verwirklicht werden. Ein Beispiel
zeigt Fig. 6, wobei für gleiche bereits eingeführte Teile ohne erneute Erläuterung
die gleichen Bezugszeichen genutzt werden. Auf die vorige Beschreibung wird verwiesen.
[0028] Als Halteelement ist hier anstelle des Hohlniets 46 eine spezielle Schraube 52 vorgesehen,
deren Gewinde tragender Schaft 53 in die mit Gewinde versehene Öffnung 40 eingeschraubt
ist. Zur Verdrehsicherung kann die Schraube 52 zusätzlich mit dem Klemmbacken 19 verklebt
oder an einer Stelle 54 durch plastische Verformung, einen Schweißpunkt oder dergleichen
drehfest gesichert sein.
[0029] Eine weitere Abwandlung veranschaulicht Fig. 7. Dort trägt der Rohrfortsatz 38, der
wiederum als Abstandshalter wirkt, einen Bördelrand 55, der eine Lochscheibe 56 trägt.
Diese übernimmt die Funktion des Kopfs 48. Die Lochscheibe 56 kann alternativ auch
mit dem Bördelrand 55 verschweißt werden, beispielsweise durch Laserschweißen. Ansonsten
gilt die vorige Beschreibung unter Zugrundelegung gleicher Bezugszeichen entsprechend.
Es wird noch darauf hingewiesen, dass auf die Öffnung 40 verzichtet werden kann.
[0030] Eine weitere Abwandlung zeigt Fig. 8. Hier ist der Rohrfortsatz 38 als Hohlniet ausgebildet.
Als Abstandshalter dient ein entsprechender Ring 57, der auf dem Rohrfortsatz 38 sitzt.
Zur Ausbildung der zweiten Axiallagerfläche ist wiederum eine Lochscheibe 56 vorgesehen,
die durch den nach außen gebördelten Bördelrand 55 des Rohrfortsatzes 38 gehalten
ist. Alternativ können der Ring 57 und die Lochscheibe 56 als ein Teil einstückig
miteinander ausgebildet werden.
[0031] Auch hier kann auf die Öffnung 40 verzichtet werden und die plastische Verformung
des äußeren Rands des Rohrfortsatzes 38 zur Lagerung der Lochscheibe 56 durch andere
Maßnahmen zur Befestigung derselben ersetzt werden, wie beispielsweise Kleben, Schweißen
usw.
[0032] Bei dem erfindungsgemäßen Greifer 11 ist ein Hohlniet 46 vorgesehen, der zusammen
mit einem Klemmbacken 19 eine Führungstasche für den anderen Klemmbacken 21 bildet.
Die Führungstasche ist zwischen zwei Axiallagerflächen 36, 49 festgelegt. Ein Abstandshalter
legt dabei den Abstand zwischen den beiden Axiallagerflächen 36, 49 fest. Er weist
dazu eine Anlagefläche 39 auf. Dieser liegt vorzugsweise eine konische Fläche 51 gegenüber.
Nach dem Zusammenfügen der beiden Klemmbacken 19, 21 und dem Einsetzen des Hohlniets
46 wird dessen Schaft vorzugsweise so umgeformt, dass dieser an der konischen Fläche
51 anliegt.
[0033] Bei dieser Anordnung ergibt sich das zur leichtgängigen Bewegung des Greifers 11
erforderliche Spiel aus dem Unterschied zwischen dem Abstand der Auflagefläche 39
des Abstandshalters 38 und der Axialfläche 36 des ersten Klemmbackens und der Höhe
des Abschnitts 35 des zweiten Klemmbackens, der in der Führungstasche gelagert ist.
Es besteht somit keine Gefahr, dass eine zu starke Umformung des Hohlniets zur Greiferschwergängigkeit
führen würde.
Bezugszeichen:
[0034]
- 1
- Axminster-Webmaschine
- 2, 3, 4
- Kettfäden
- 5
- Schussfäden
- 6, 7, 8
- Webschäfte
- 9
- Florfaden
- 10
- Greifereinrichtung
- 11
- Greifer
- 12
- Fadenträger
- 13, 14
- Fäden
- 15
- Messerträger
- 16
- Barre
- 17
- Steuerwelle
- 18
- Lamellen
- 19, 21
- Klemmbacken
- 22
- Ende
- 23
- Befestigungsprofil
- 24
- Ende
- 25
- Greiferfläche
- 26
- Kupplungsprofil
- 27, 28
- Ende
- 29
- Greiferfläche
- 31
- Schnabel
- 32
- Gelenk
- 33
- Gelenkachse
- 34, 35
- abgeflachte kreisringförmige Abschnitte
- 36, 37
- Planflächen/ Axiallagerflächen
- 38
- Rohrfortsatz, der als Abstandshalter dient
- 39
- Auflagefläche
- 40
- Öffnung
- 41
- Ringnut
- 42
- Rippe
- 43, 47
- Seitenfläche
- 44
- Tasche
- 45
- Schaft
- 46
- Hohlniet
- 48
- Kopf
- 49
- Axiallagerfläche
- 50
- Außenfläche
- 51
- Kegelfläche
- 52
- Schraube
- 53
- Schaft
- 54
- Stelle
- 55
- Bördelrand
- 56
- Lochscheibe
- 57
- Ring, der als Abstandshalter dient
- 65
- Boden
1. Greifer (11) für eine Axminster-Webmaschine
mit einem ersten und einem zweiten Klemmbacken (19, 21), die jeweils eine Greiffläche
(25, 29) zum Festklemmen eines Florfadens (9) aufweisen,
mit einem Gelenk (32), das die beiden Klemmbacken (19, 21) miteinander schwenkbar
verbindet und dabei eine Schwenkachse (33) festlegt,
wobei der erste Klemmbacken (19) zur Ausbildung des Gelenks (32) mindestens eine Axiallagerfläche
(36) aufweist,
mit einem Abstandshalter (38, 57), der eine Auflagefläche (39) aufweist,
mit einem Halteelement (46, 52, 56), das auf der Auflagefläche (39) aufliegt oder
mit dem Abstandshalter (57) verbunden ist und eine Axiallagerfläche (49) aufweist,
die von dem Abstandshalter (38, 57) in einem festgelegten Abstand zu der Axiallagerfläche
(36) des ersten Klemmbackens (19) gehalten ist,
wobei der zweite Klemmbacken (21) zwischen den Axiallagerflächen (36, 49) gehalten
ist.
2. Greifer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstandshalter (38) einstückiger Bestandteil des ersten Klemmbackens (19) ist.
3. Greifereinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstandshalter (38) ein Rohrfortsatz des ersten Klemmbackens (19) ist.
4. Greifer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Halteelement (46, 52, 56) einen Kopf (48, 56) aufweist oder durch einen solchen
gebildet ist, an dem die Axiallagerfläche (49) ausgebildet ist und der in eine Ausnehmung
(44) des zweiten Klemmbackens (21) greift.
5. Greifer nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Kopf (48, 56) plattenförmig oder scheibenförmig ausgebildet ist.
6. Greifer nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Halteelement (46) mit seinem Kopf (48) auf der Auflagefläche (39) aufliegt.
7. Greifer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Abstandshalter (38, 57) eine Radiallagerfläche zur Lagerung des zweiten Klemmbackens
(21) ausgebildet ist.
8. Greifereinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Halteelement (46) als Niet ausgebildet ist.
9. Greifer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Halteelement (46) mit beiden Klemmbacken (19, 21) bündig abschließt.
10. Greifer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Halteelement als Schraube (52) ausgebildet ist.
11. Greifer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Halteelement (46, 52, 56), mit dem Klemmbacken (19) formschlüssig verbunden ist.
12. Greifer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Halteelement (46, 52, 56), mit dem Klemmbacken (19) stoffschlüssig verbunden
ist.
13. Greifer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an einem der Klemmbacken (19, 21) zumindest ein Vorsprung (42) ausgebildet ist, der
in eine passende Ausnehmung (41) des anderen der Klemmbacken (21, 19) greift.
14. Greifer nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausnehmung (41) eine bogenförmige oder ringförmige Nut ist.
15. Greifer nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Vorsprung (42) eine bogenförmige oder ringförmige Rippe ist.
16. Greifer nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Nut (41) konzentrisch zu dem Gelenk (32)angeordnet ist.
Geänderte Patentansprüche gemäss Regel 137(2) EPÜ.
1. Greifer (11) für eine Axminster-Webmaschine
mit einem ersten und einem zweiten Klemmbacken (19, 21), die jeweils eine Greiffläche
(25, 29) zum Festklemmen eines Florfadens (9) aufweisen,
mit einem Gelenk (32), das die beiden Klemmbacken (19, 21) miteinander schwenkbar
verbindet und dabei eine Schwenkachse (33) festlegt,
wobei der erste Klemmbacken (19) zur Ausbildung des Gelenks (32) mindestens eine Axiallagerfläche
(36) aufweist,
mit einem Abstandshalter (38, 57), der eine Auflagefläche (39) aufweist,
mit einem Halteelement (46, 52, 56), das auf der Auflagefläche (39) aufliegt oder
mit dem Abstandshalter (57) verbunden ist und das einen plattenförmig oder scheibenförmig
ausgebildeten Kopf (48, 56) aufweist oder durch einen solchen gebildet ist, an dem
eine Axiallagerfläche (49) ausgebildet ist, die von dem Abstandshalter (38, 57) in
einem festgelegten Abstand zu der Axiallagerfläche (36) des ersten Klemmbackens (19)
gehalten ist,
wobei sich das Halteelement durch eine Öffnung (40) erstrecket, die von der Auflagefläche
(39) umschlossen wird und in dieser Öffnung (40) gesichert ist,
und wobei der zweite Klemmbacken (21) zwischen den Axiallagerflächen (36, 49) gehalten
ist.
2. Greifer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstandshalter (38) einstückiger Bestandteil des ersten Klemmbackens (19) ist.
3. Greifer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstandshalter (38) ein Rohrfortsatz des ersten Klemmbackens (19) ist.
4. Greifer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Kopf (48, 56) in eine Ausnehmung (44) des zweiten Klemmbackens (21) greift.
5. Greifer nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Halteelement (46) mit seinem Kopf (48) auf der Auflagefläche (39) aufliegt.
6. Greifer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Abstandshalter (38, 57) eine Radiallagerfläche zur Lagerung des zweiten Klemmbackens
(21) ausgebildet ist.
7. Greifereinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Halteelement (46) als Niet ausgebildet ist.
8. Greifer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Halteelement (46) mit beiden Klemmbacken (19, 21) bündig abschließt.
9. Greifer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Halteelement als Schraube (52) ausgebildet ist.
10. Greifer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Halteelement (46, 52, 56), mit dem Klemmbacken (19) formschlüssig verbunden ist.
11. Greifer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Halteelement (46, 52, 56), mit dem Klemmbacken (19) stoffschlüssig verbunden
ist.
12. Greifer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an einem der Klemmbacken (19, 21) zumindest ein Vorsprung (42) ausgebildet ist, der
in eine passende Ausnehmung (41) des anderen der Klemmbacken (21, 19) greift.
13. Greifer nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausnehmung (41) eine bogenförmige oder ringförmige Nut ist.
14. Greifer nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Vorsprung (42) eine bogenförmige oder ringförmige Rippe ist.
15. Greifer nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Nut (41) konzentrisch zu dem Gelenk (32) angeordnet ist.