[0001] Die vorliegenden Erfindung bezieht sich auf eine hydraulische Maschine gemäß dem
Oberbegriff des Anspruchs 1
[0002] Maschinen dieser bekannter Art sind verhältnismäßig kompliziert, besitzen eine noch
verbesserbare Leistung, und können nur entweder als Pumpe oder als Turbine betrieben
werden.
[0003] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist die Verbesserung einer hydraulischen Maschine
bekannter Art.
[0004] Diese Aufgabe wird durch eine hydraulische Maschine mit den Merkmalen des kennzeichnenden
Teils des Anspruchs 1 gelöst.
[0005] Die erfindungsgemäße Maschine besteht aus folgenden Bestandteilen:
- a) zwei identischen Rotoren R1 und R2, nn denen jeweils identische Rohrschaltungen (C1, C2) e (C3, C4) befestigt sind;
- b) einer Kurbelwelle ama, die den identischen Rotoren R1 und R2 mittels Kurbelstangen b1,2 und Kurbeln ma1,2 eine gleiche und entgegengesetzte oszillatorische Bewegung alternativ auferlegt;
wobei diese derart vorgegeben ist, dass im Rotor R1 im Interwall θ (0°, 90°) der Kurbelwelle ama eine rechtsdrehende Kraft der Rohrschaltung C1 und im Interwall θ(180°, 270°) eine an der Rohrschaltung C2 angewandte linksdrehende Kraft entwickelt wird; während im Rotor R2 die Kraft der Rohrschaltungen C3 und C4 jeweils in θ (180°, 270°) und in θ (0°, 90°) entwickelt wird. Der von der Maschine
entwickelte Kraftbetrag ist zur Masse mc proportional, die in jeder Rohrleitung der Rotoren R1,2 enthalten ist. Die Masse kann erhöht werden, indem jeder Rohrschaltung Ci,j eine ganze Zahl N0 von Wendeln mit Schwerpunktradius rB und einem Querschnitt Sc gleich jenen der Rohrschaltung Ci,j hinzugefügt wird. Auf diese Weise ist die Masse einer jeden Rohrschaltung Cj,j gleich mc (1+4N0). Die von der Maschine entwickelte Leistung ist überdies proportional zuθ̇3, und zwar zum Kubus der Winkelgeschwindigkeit der Kurbelwelle ama. Auf diese Art und Weise kann der Leistungswert der Maschine von einem Mindestwert
auf einen sehr hohen Wert verändert werden.
- c) Für die Betriebsweise als Pumpe PO wird der Eingang EPO geöffnet und der Eingang ETU geschlossen; für die Betriebsweise als Turbine wird der Eingang ETU geöffnet und der Eingang EPO geschlossen (siehe Figur 1).
- d) Die von den beiden Rotoren entwickelte Leistung wird der Kurbelwelle ama mittels der Kurbelstangen b1 und b2 übertragen.
- e) Die Kurbelwelle ama (Figur 2) ist in der Betriebsweise der Maschine als Pumpe mit einem Motor verbunden,
der die aufgenommene Energie liefert; in der Betriebsweise als Turbine ist die Kurbelwelle
ama mit dem Verbraucher der entwickelten Energie verbunden.
DIE VORTEILE DER MASCHINE
[0006]
- 1) Einfachheit der Konstruktion,
- 2) hohe Leistung, die den verhältnismäßig geringen Verlusten der sie bildenden Rohrleitungen
zurückzuführen ist,
- 3) die Betriebweise als Pumpe oder als Turbine, erhalten durch die Änderung der Richtung
der Flüssigkeitsgeschwindigkeit,
- 4) Möglichkeit in der Betriebsweise auch mit pastösen Flüssigkeiten, mit körnigen
Feststoffen und mit einer Feststoffmischung herabgesetzter Messungen,
- 5) relativ geringe Herstellungskosten,
- 6) Möglichkeit einer Betriebsweise auch mit erheblichen Leistungsänderungen, die an
die Änderung der Drehwinkelgeschwindigkeit der Kurbelwelle ama ohne erheblichen Leistungsänderungen verbunden ist,
- 7) der einwandfreie Massenausgleich der beiden Rotoren R1,2 und der Kurbelwelle ama, der auf die Betriebsweise der Maschine zurückzuführen ist, bewirkt der Vorteil eines
Stützrahmens TS, der nur durch das Gewicht der beiden Rotoren und der Kurbelwelle
belastet wird, da der Stützrahmen TS frei von funktionellen Belastungen der Maschine
ist.
[0007] Weitere Merkmale gehen aus den Ansprüchen und aus der folgenden Beschreibung einer
bevorzugten, in den beigefügten Zeichnungen dargestellten Ausführungsform hervor.
Es zeigen
- Figur 1
- schematisch die Rohrschaltungen einer erfindungsgemäßen hydraulischen Maschine, und
- Figur 2
- schematisch die Kurbelstangen und die Kurbeln in Verbindung mit den Rohrschaltungen.
BESCHREIBUNG UND BETRIEBSWEISE DER MASCHINE
[0008] Die Maschine besitzt die folgenden Bestandteile:
- 1) zwei identische Rotoren R1 und R2 (Figur 1 und 2), die an einem Stützrahmen ZS angeordnet sind; am Rotor R1 sind die Rohrschaltungen C1 und C2 und am Rotor R2 sind die Rohrschaltungen C3 und C4 angeordnet;
- 2) ein Ventil V1, das nur im Interwall θ (0°, 90°) offen ist, das die Reihe von Rohrschaltungen (C1 + C3) abwickelt und ein Ventil V2, das nur im Interwall θ(180°, 270°) geöffnet ist, das die Reihe von Rohrschaltungen
(C2 + C4) abwickelt;
- 3) eine Kurbelwelle ama, die in Figur 1 und 2 mit einer zu jener der Rotoren R1,2 parallelen Achse dargestellt ist; an dieser sind zwei Kurbeln ma1 und ma1 mit den Einzelheiten aus Figur 1 und 2 befestigt; die an der Kurbelwelle ama befestigten Kurbeln ma1 und ma2 sind jeweils mit dem Kopf der Kurbelstange b1 und b2 verbunden, deren Fuß jeweils mit dem Rotor R1 und R2 an einer entfernten Stelle r0 der Drehachse verbunden ist.
[0009] Die Kurbelwelle a
ma erzeugt die oszillatorische Bewegung der beiden Rotoren, deren Drehwinkel ϕ der Beziehung:
- (1) ϕ = ϕ0 sinθ , wo ϕ der Drehwinkel des Rotors R1,2 ist.
Durch Ableitung von (1) erhält man die
Winkelgeschwindigkeit des Rotors R1,2:

aus dem sich die Drehgeschwindigkeit der aktiven Rohrschaltungen Ci ergibt

wo: rB der Schwerpunktradius der
Rohrschaltung ist; θ̇=2πn0 ist die
Winkelgeschwindigkeit der Kurbelwelle ama;
und n0 ist die Drehzahl pro Sekunde
derselben.
Unter Ableitung von (3) gegenüber der Zeit und durch Multiplizieren mit der in der
Rohrschaltung Cij enthaltenen Masse mc erhält man die Gleichung der auf mcj angewandten Kraft,

[0010] Aus dem Obigen ergibt sich, dass der Betrag der von der als Pumpe betriebenen Maschine
aufgenommene Leistung zur Beziehung

proportional ist.
[0011] Die Leistung der Maschine wird mit dem Kubus der Drehgeschwindigkeit der Kurbelwelle
a
ma und mit der Erhöhung der Masse der Rohrschaltung C
i erhöht; wird jeder aktiven Rohrleitung eine ganze Zahl N
0 von Windungen mit dem Radius r
B und dem Querschnitt S
c hinzugefügt, so ist die Gesamtmasse von C
i,j:

Die von der Maschine in der Betriebsweise als Pumpe aufgenommene Leistung erhöht sich
daher mit der 3.
[0012] Ein gleicher Wert, jedoch entgegengesetzt, gilt für die Betriebsweise als Turbine.
6)
[0013] Die Kurbel ma
1,2 der Kurbelwelle a
m erzeugt die oszillatorische Bewegung des Rotors R
1,2, mit dem sie über die Kuppelstange b
1,2 verbunden ist.
1. Hydraulische Maschine bestehend aus zwei identischen Rotoren,
dadurch gekennzeichnet, dass sie aus folgenden Bestandteilen besteht:
a) zwei identischen Rotore R1 und R2, in denen jeweils identische Rohrschaltungen (C1, C2 ) e (C3, C4 );
b) einer Kurbelwelle ama, die den identischen Rotoren R1 und R2 mittels Kurbelstangen b1,2 und Kurbeln ma1,2 eine gleiche und entgegengesetzte oszillatorische Bewegung auferlegt; wobei diese
derart vorgegeben ist, dass im Rotore R1 im Interwall θ (0°, 90°) der Kurbelwelle ama eine rechtsdrehende Kraft der Rohrschaltung C1 und im Interwall θ(180°, 270°) eine an der Rohrschaltung C2 angewandte linksdrehende Kraft entwickelt wird; während im Rotor R2 die Kraft der Rohrschaltungen C3 und C4 jeweils in θ (180°, 270°) und in θ (0°, 90°) entwickelt wird, wobei der von der Maschine
entwickelte Kraftbetrag zur Masse mc proportional ist, die in jeder Rohrleitung der Rotoren R1,2 enthalten ist, wobei die Masse erhöht werden kann, indem jeder Rohrschaltung Ci,j eine ganze Zahl N0 von Wendeln mit Schwerpunktradius rB und einem Querschnitt Sc gleich jenen der Rohrschaltung Ci,j hinzugefügt wird, womit die Masse einer jeden Rohrschaltung Cj,j gleich mc (1+4N0) ist und die von der Maschine entwickelte Leistung überdies proportional zuθ̇3 ist, und zwar zum Kubus der Winkelgeschwindigkeit der Kurbelwelle ama,
c) wobei für die Betriebsweise als Pumpe PO wird der Eingang EPO geöffnet wird und der Eingang ETU geschlossen; für die Betriebsweise als Turbine der Eingang ETU geöffnet und der Eingang EPO geschlossen wird (siehe Figur 1),
d) wobei die von den beiden Rotoren entwickelte Leistung wird der Kurbelwelle ama mittels der Kurbelstangen b1 und b2 übertragen wird.
e) wobei die Kurbelwelle ama (Figur 2) in der Betriebsweise der Maschine als Pumpe mit einem Motor verbunden ist,
der die aufgenommene Energie liefert und in der Betriebsweise als Turbine die Kurbelwelle
ama mit dem Verbraucher der entwickelten Energie verbunden ist.
2. Verwendung einer Maschine nach Anspruch 1,
gekennzeichnet durch eine jede der Reihen von Rohrschaltungen Sc1 = (C1 + C3) und Sc2 = (C2 + C4) unter Öffnung und der Schließung jeweils für das Interwall θ (0°, 90°), und für
das Interwall θ (180, 270°).
3. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Verbindungssystem C0i aus einem Rohr mit der Länge von 2rB mit Innendurchmesser dc und aus einer Krümmung in der Mitte der Länge mit einem Winkel von 90° und mit Scheitel
besteht, der auf derselben Drehachse des Rotors angeordnet ist, wobei die Kupplung
mit Rotorkräften beseitigt wird, die Rohrschaltungen eines jeden Paars (C1, C3) und (C2, C4) verbindet und das Paar von Fliehkräften einer jeden Verbindung beseitigt, wobei
die Verbindungsrohre derer 4 sind, von denen 2 am Rotor R1 und 2 am Rotor R2 befestigt sind.
4. Verwendung der Maschine als Pumpe oder als Turbine, in dem die Richtung der Flüssigkeitsgeschwindigkeit
der aktiven Rohrleitungen geändert wird.
5. Verwendung der Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Zunahme der in jeder Rohrschaltung entwickelten Leistung über eine Reihe von
Windungen erzeugt wird, deren Masse gleich mc(l + 4N0) ist, wo 4N0 gleich der ganzen Zahl der hinzugefügten Windungsreihen ist.
6. Maschine mit den folgenden Merkmalen:
a) sehr hohe Leistung, da die Flüssigkeit die Rohrschaltung mit konstantem Querschnitt
und ohne Kolben und hydraulischen Läufern befließt;
b) große Änderungsmöglichkeit der Drehzahlen der Kurbelwelle, mit dessen Kubus die
Leistung der Maschine geändert wird, wobei so die Möglichkeit der Anwendungen erhöht
wird.
7. Maschine nach Anspruch 1, für das Pumpen und die Förderung von pastösen Flüssigkeiten,
von körnigen Feststoffen oder von Feststoffen herabgesetzter Abmessungen.
8. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die zwei Rotoren auf einer einzigen Drehachse angeordnet sind, zu der die Kurbelwelle
parallel ist, womit die Abmessungen der Maschine herabgesetzt werden.
9. Maschine nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch den Massenausgleich eines jeden Bestandteils der Maschine, der dadurch entwickelt wird, dass die Übertragung eines jeden Teils in seiner Wirkungsweise auf
den Stützrahmen vermieden wird.