[0001] Die Erfindung betrifft einen für ein Musikinstrument vorgesehenen Schlägel mit wenigstens
einer Leuchtdiode sowie ein Verfahren zu dessen Herstellung nach dem Oberbegriff des
Patentanspruchs 1 bzw. 11.
[0002] Für Schlaginstrumente, wie Trommeln, Pauken und Schlagzeuge, werden Schlägel, Stöcke,
Stäbe, wie Trommelstöcke, Schlagzeugschlägel verwendet.
[0003] Aus [1],
US 4,106,079 sind Leuchtschlägel bekannt, die aus einem transparenten Werkstoff gefertigt sind
und eine innere Kammer aufweisen, die der Aufnahme eines chemolumineszenten Materials
dient. Ein Nachteil dieser Lösung ist die Notwendigkeit, den Schlägelkörper aus einem
transparenten Werkstoff aus Kunststoff herzustellen. Insbesondere professionelle Musiker
bevorzugen hingegen aus Holz gefertigte Schlägel, die deutlich bessere Klangeigenschaften
und weitere Vorteile aufweisen. Die in [1] offenbarte Lösung ist für professionelle
Zwecke daher eher ungeeignet.
[0004] In [2],
US 4,226,163 ist ein zweiteiliger Schlägel mit einem aufgesetzten Schlägelkopf beschrieben, welcher
eine Leuchtdiode enthält. Dadurch kann der Schaft des Schlägels aus beliebigem Werkstoff,
z. B. Holz, hergestellt und später mit dem separaten Schlägelkopf versehen werden.
Allerdings ist die Verbindung des Schlägelkopf und des Schafts hinsichtlich mechanischer
Belastungen mit Problemen verbunden. Ferner unterscheidet sich dieser zweiteilige
Schlägel hinsichtlich des musikalischen Verhaltens und des Handlings von konventionellen
Schlägeln.
[0005] Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zu Grunde, einen für Musikinstrumente
vorgesehenen Schlägel mit einer Leuchtdiode zu schaffen, der nicht mit den oben beschriebenen
Nachteilen behaftet ist.
[0006] Insbesondere ist ein Schlägel zu schaffen, der sich hinsichtlich der Handhabung und
der Klangqualität trotz der Integration der Leuchtdiode nicht von einem Schlägel unterscheidet,
wie er von professionellen Musikern verwendet wird.
[0007] Ferner soll der neue Schlägel von hoher Qualität sein und die vorteilhaften Eigenschaften
auch nach längerem Gebrauch beibehalten.
[0008] Weiterhin ist ein Verfahren zur Herstellung des neuen Schlägels anzugeben.
[0009] Diese Aufgabe wird mit einem Schlägel und einem Herstellungsverfahren gelöst, welche
die in Anspruch 1 bzw. 11 angegebenen Merkmale aufweisen. Vorteilhafte Ausgestaltungen
der Erfindung sind in weiteren Ansprüchen angegeben.
[0010] Der für Musikinstrumente, wie Trommeln und Schlagzeuge, vorgesehene Schlägel weist
einen Schlägelschaft und einen Schlägelkopf mit einer vorzugsweise axial nach vorn
ausgerichteten Austrittsöffnung auf, aus der das Licht wenigstens einer im Schlägel
vorgesehenen Leuchtdiode austreten kann.
[0011] Erfindungsgemäss besteht der Schlägel aus zwei zueinander komplementären, parallel
zur Längsachse des Schlägels ausgerichteten und miteinander verklebten Schalen, von
denen wenigstens die erste Schale eine Ausnehmung aufweist, innerhalb der eine Schaltungsanordnung
angeordnet ist, welche der Steuerung der Leuchtdiode dient, die im Schlägelkopf angeordnet
ist oder die im Schlägelschaft angeordnet und mit wenigstens einem zur Austrittsöffnung
des Schlägelkopfs geführten Lichtwellenleiter verbunden ist.
[0012] Diese Lösung erlaubt es, die Schalen vorteilhaft aus einem geeigneten Holz zu fertigen.
Durch die Verwendung von zwei gegebenenfalls identischen Holzschalen, die entlang
der Längsachse des Schlägels ausgerichtet und vorzugsweise in einer Verbindungsebene
miteinander verklebt sind, resultiert eine hohe Stabilität des Schlägels, die derjenigen
konventioneller Vollholz-Schlägel entspricht. Die Ausnehmung in einer oder beiden
Holzschalen ist vergleichsweise klein, so dass an den Holzschalen relativ grosse,
vorzugsweise ebene Verbindungsflächen verbleiben, die derart stabil miteinander verklebt
sind bzw. werden können, dass die beiden Holzschalen praktisch eine Einheit bilden.
[0013] Zur Herstellung des Schlägels wird zumindest die erste, vorzugsweise noch ungeformte
Holzschale mit einer Ausnehmung versehen, von der die Schaltungsanordnung und die
Leuchtdiode zumindest teilweise aufgenommen werden können. Die Ausnehmung erstreckt
sich im Schlägel zumindest annähernd axial vorzugsweise vom Schlägelkopf bis zum Ende
des Schlägelschafts. Aufgrund der Verwendung von zwei Holzschalen können die Ausnehmungen
präzise und genau an die Schaltungsanordnung angepasst in die Holzschalen eingearbeitet
werden. Eine unnötige Schwächung des Querschnitts des Schlägels wird dadurch vermieden.
Da die Elemente der Schaltungsanordnung im Bereich der Längsachse des Schlägels liegen,
werden auch in der zweiten Holzschale vorzugsweise eine oder mehrere Ausnehmungen
vorgesehen, welche der teilweisen Aufnahme der grösseren Bauelemente der Schaltungsanordnung
dienen. Anschliessend werden die beiden Holzschalen miteinander verklebt und unter
hohem Druck von bis zu 50 Tonnen verpresst.
[0014] Vorzugsweise werden unbearbeitete Holzschalen verwendet, die erst nach dem Einarbeiten
der Ausnehmungen und dem Einsetzen der Schaltungsanordnung sowie dem vorzugsweise
vorgesehenen Ausgiessen und Kleben in die gewünschte Form gebracht, vorzugsweise mit
einer entsprechenden Vorrichtung gedrechselt werden. Dies erlaubt es, die ersten und
zweiten Holzschalen im Nutzen aus einem Holzbrett zu fertigen. In das Holzbrett können
daher die Ausnehmungen von mehreren Holzschalen eingearbeitet werden. Das Verkleben
der Holzschalen kann im Nutzen oder nach deren Vereinzelung erfolgen. Sofern identische
Holzschalen verwendet werden, reduziert sich der Herstellungsaufwand entsprechend.
[0015] Vorzugsweise werden die in den beiden Holzschalen vorgesehenen Teile der Ausnehmung,
nach dem Einlegen der Schaltungsanordnung in eine der Holzschalen, mit einem PUR-Klebstoff
gefüllt, bevor die Holzschalen verklebt werden. Durch diese Massnahme wird die Schaltungsanordnung
optimal geschützt. Ferner werden Hohlkörper, die die für den Klang relevanten Eigenschaften
beeinträchtigen, verschlossen. Weiterhin erhält der Schlägel ein Gewicht und eine
hohe mechanische Festigkeit, wie dies bei einem Vollholz-Schlägel gegeben ist.
[0016] In einem weiteren Arbeitsschritt wird die der Abstrahlung von Licht dienende Oberfläche
der Leuchtdiode vom anliegenden Klebstoff befreit, wonach die Austrittsöffnung des
Schlägelkopfs mit einem transparenten Füllmaterial, vorzugsweise Epoxyd-Harz ausgegossen
wird.
[0017] In einer vorzugsweisen Ausgestaltung umfasst die Schaltungsanordnung eine feste oder
flexible Leiterplatte, welche sich über den gesamten Schlägelschaft bis zum Schlägelkopf
erstreckt. Die Schaltungsanordnung kann daher auf einer Leiterplatte vollständig vorfabriziert
und anschliessend in einem Schritt in die erste Holzschale eingelegt werden. Aufgrund
der optimalen Anpassung der bestückten Leiterplatte an die Ausnehmung erfolgt die
Montage mit minimalem Aufwand und hoher Präzision. Die Leiterplatte ist in einer ersten
Ausgestaltung im Bereich des Schlägelkopfs mit der Leuchtdiode versehen, die über
Verbindungsleitungen, die ebenfalls auf der Leiterplatte vorgesehen sind, mit einer
Stromversorgungseinheit und gegebenenfalls elektronischen Bauteilen verbunden, die
im Griffbereich des Schlägelschafts angeordnet sind. Besonders vorteilhaft ist die
Verwendung eines aufladbaren Akkumulators. Am Ende der Leiterplatte sind vorzugsweise
ein Steckverbinder und ein Schaltelement, vorzugsweise eine Bedienungstaste angeordnet.
[0018] Der Schlägelkopf weist vorzugsweise eine nach vorn ausgerichtete konische Austrittsöffnung
mit einem Öffnungswinkel von 40°-60° auf, die gegebenenfalls mit einer reflektierenden
Schicht versehen ist, um die Abstrahlungseigenschaften zu verbessern.
[0019] Die Schaltungsanordnung weist vorzugsweise eine mit einem Prozessor und einem Steuerprogramm
versehene Steuereinheit auf, die über den vorzugsweise am Ende des Schlägelschafts
angeordneten Steckverbinder und eine elektrische Leitung oder über eine Funkschnittstelle
beispielsweise mit einem Leitrechner verbindbar ist. Vom Schlägel können daher Daten
mit dem Leitrechner ausgetauscht werden. Beispielsweise können Betriebsdaten, insbesondere
der Status des Schlägels oder mittels Sensoren erfasste Signale, wie der Schlagrhythmus,
zum Leitrechner übertragen werden. Vom Leitrechner sind hingegen Betriebsprogramme
oder aktuelle Instruktionen zur Steuereinheit übertragbar. Beispielsweise können die
vom Schlägel abgegebenen Farben mit den Farbenwechseln der Raumbeleuchtung synchronisiert
werden. Sofern der Musikant ein Solo spielt, kann die Leuchtdiode mit maximaler Leistung
und gegebenenfalls einer erwünschten Farbsequenz betrieben werden.
[0020] Vorzugsweise ist die Steuereinheit zur Ansteuerung der Leuchtdiode in zumindest einer
Betriebsart geeignet. Durch die Steuereinheit kann ein Takt vorgegeben werden, der
vom Schlägel optisch angezeigt wird. Der Takt ist beispielsweise mittels der wenigstens
einen Taste auswählbar oder vom Leitrechner über Funk vorgebbar.
[0021] In einer weiteren Betriebsart sind von einem Beschleunigungssensor erfasste Signale
zum Leitrechner übertragbar, der diese Signale beispielsweise zur Steuerung akustischer
oder optischer Baugruppen verwenden kann.
[0022] Die wichtigsten Betriebsarten erlauben es dem Schlägel jedoch, Licht oder einzelne
Farben kontinuierlich, intermittierend entsprechend einem gewählten Programmablauf
abzugeben.
[0023] Die Stromversorgungseinheit besteht vorzugsweise aus einem Lithium-Ionen-Akkumulator,
der anhand eines Ladegeräts galvanisch oder induktiv geladen wird. Vorzugsweise wird
das Ladegerät an den am Ende des Schlägelschafts vorgesehenen Steckverbinder angeschlossen.
Vorzugsweise wird ein Mini- oder Micro-USB-Stecker verwendet, über den der Datentransfer
und die Stromversorgung beispielsweise durch den Leitrechner abgewickelt werden kann.
Der Leitrechner kann ein konventioneller Personalcomputer, beispielsweise ein Notebook
sein.
[0024] Sofern ein vollständig autonomer Betrieb erforderlich ist, wird vorzugsweise wenigstens
ein mikroelektromechanischer Generator (MEMS) verwendet, der beispielsweise aus Spulen
und wenigstens einem Magnet besteht, der vorzugsweise senkrecht zur Schlägelachse
ausgelenkt wird. Mit jedem Schlag werden vom Magneten Schwingungen erfasst und in
elektrische Energie umgewandelt. Sofern zwei Generatoren vorgesehen sind, wird vorzugsweise
vorgesehen, dass die Bewegungssichtungen der Magneten senkrecht zueinander stehen.
Dadurch wird sichergestellt, dass jeweils zumindest ein Generator elektrische Energie
liefert. Besonders vorteilhaft bei der Verwendung mikroelektromechanischer Generatoren
ist, dass diese unerwünschte Vibrationen des Schlägels absorbieren können und die
Hand des Musikanten dadurch entlasten.
[0025] In weiteren Ausgestaltungen kann der erfindungsgemässe Schlägel im Bereich des Schlägelkopfs
auch mit Verstärkungselementen und/oder optischen Bauteilen, beispielsweise Linsen
versehen sein.
[0026] Nachfolgend wird die Erfindung anhand von Zeichnungen näher erläutert. Dabei zeigt:
- Fig. 1
- einen Schnitt durch einen erfindungsgemässen Schlägel 1, der mit einer in einer Ausnehmung
13 angeordneten Schaltungsanordnung 14 versehen ist, die im Bereich des Schlägelschafts
12 mit Schaltungsbauteilen 141, ... und einer Stromversorgungseinheit 141 und im Schlägelkopf
11 mit einer Leuchtdiode 142 versehen ist;
- Fig. 2
- den Schlägelkopf 11 und einen Teil des Schlägelschafts 12 des Schlägels 1 von Figur
1;
- Fig. 3
- einen Teil des Schlägelschafts 12 eines erfindungsgemässen Schlägels 1, der mit einem
mikroelektromechanischen Generator versehen ist und autonom betrieben werden kann;
- Fig. 4 a-d
- verschiedene Ausgestaltungen der Frontseite eines erfindungsgemässen Schlägels 1;
- Fig. 5
- die in Figur 1 gezeigte Schaltungsanordnung 14, die auf einer flexiblen Leiterplatte
140 aufgebaut ist, welche sich fast über die ganze Länge des Schlägels 1 erstreckt;
- Fig. 6 a-b
- verschiedene Ansichten einer ersten Holzschale 121, die mit einer Ausnehmung 13 versehen
ist, in die die Schaltungsanordnung 14 von Figur 5 einsetzbar ist;
- Fig. 7 a-b
- verschiedene Ansichten einer zweiten Holzschale 122, die zur ersten Holzschale 121
komplementär und mit Ausnehmungen versehen ist, in die die grösseren Bauteile der
Schaltungsanordnung 14 hineinragen können;
- Fig. 8
- ein erster aus einem Holzbrett gefertigter Nutzen 1210 mit mehreren noch nicht voneinander
getrennten ersten Holzschalen 121;
- Fig. 9
- ein zweiter aus einem Holzbrett gefertigter Nutzen 1220 mit mehreren noch nicht voneinander
getrennten zweiten Holzschalen 122;
- Fig. 10 a-b
- weitere Schaltungsanordnungen 14A1, 14A2, die auf einer flexiblen Leiterplatte 140 aufgebaut und im Bereich der Stromversorgungseinheit
141 mit einer Leuchtdiode 142 versehen sind, welche mit wenigstens einem Lichtwellenleiter
1420 gekoppelt ist;
- Fig. 11
- der erste Nutzen 1210 von Figur 8 mit mehreren noch nicht voneinander getrennten ersten
Holzschalen 121, von denen eine mit einer Schaltungsanordnung 14A1 gemäss Figur 10a versehen ist;
- Fig. 12
- der Schlägelkopf 11 des Schlägels 1 von Figur 1;
- Fig. 13
- der Schlägelkopf 11 eines erfindungsgemässen Schlägels 1, in den ein Lichtwellenleiter
1420 einmündet;
- Fig. 14
- das mit einem Verschlussteil 19 abgeschlossene Ende des Schafts 12 eines erfindungsgemässen
Schlägels; und
- Fig. 15
- erfindungsgemässe Schlägel 1, die über eine elektrische Leitung 3 oder Funkschnittstellen
143 Daten mit einem Leitrechner 2 austauschen können.
[0027] Figur 1 zeigt einen Schnitt durch einen erfindungsgemässen Schlägel 1, der mit einer
in einer Ausnehmung 13 angeordneten Schaltungsanordnung 14 versehen ist. Die Ausnehmung
13 verläuft über den gesamten Schlägel 1 und weist ein erstes grösseres Ausnehmungsteil
131 am Ende des Schlägelschafts 12, ein kanalförmiges, bis zum Schlägelkopfs 11 verlaufendes
zweites Ausnehmungsteil 132 und ein im Schlägelkopf 11 vorgesehenes drittes Ausnehmungsteil
133 auf. Die Schaltungsanordnung 14 ist vorzugsweise auf einer elastischen Leiterplatte
140 aufgebaut, deren Abmessungen und Bestückung an die genannten Ausnehmungsteile
131, 132, 133 angepasst sind. Die Leiterplatte 140 ist im ersten Ausnehmungsteil 131
mit einer Bedienungstaste 144, Schaltungsbauteilen 141, ... gegebenenfalls einem Netzwerkmodul
143 und Sensoren 149, und einer Stromversorgungseinheit 141, im zweiten Ausnehmungsteil
132 mit Verbindungsleitungen 145 und im dritten Ausnehmungsteil 133 mit einer Leuchtdiode
142 versehen. Die auf der Leiterplatte 140 optional vorgesehenen Schaltungsbauteile
können unterschiedliche Funktionen erfüllen. In einfacheren Ausgestaltungen kann nur
ein Spannungswandler vorgesehen sein, der die von der Stromversorgungseinheit 141
abgegebene Spannung wandelt. In vorzugsweisen Ausgestaltungen ist jedoch eine programmierbare
Prozessoreinheit vorgesehen, mittels der ein intelligenter Betrieb des Schlägels 1,
vorzugsweise mit mehreren Betriebsarten möglich ist. Ferner sind Sensoren, insbesondere
ein Beschleunigungssensor 149, mikroelektromechanische Generatoren 148 und drahtgebundene
oder drahtlose Netzwerkbauteile 143, insbesondere Bluetooth-Module oder ZigBEE-Module,
in die Schaltungsanordnung 14 integrierbar.
[0028] Die Steuereinheit 146 kann mit einem Mikroprozessor, PIC, FPGA oder einem ebenfalls
vollständig proprietären ASIC realisiert werden. Ein PIC ist ein Ein-Chip-Mikrocontroller;
ein FPGA ist ein programmierbarer Integrierter Schaltkreis (IC) der Digitaltechnik.
Die englische Abkürzung steht für Field Programmable Gate Array und kann als "Vor
Ort modifizierbarer Logikbaustein" übersetzt werden. Das Betriebsverhalten wird beispielsweise
mit Assembler oder in einer der Programmiersprachen Java, C++ implementiert. Ferner
können mit dieser Technologie in einfacher Weise unbegrenzte vorteilhafte Betriebsarten
und Funktionen realisiert werden, die mittels der Bedienungstaste 144 oder auch über
Funk von einem Leitrechner 2 (siehe Figur 14) eingestellt werden können. Beispielsweise
ist es möglich, eine oder mehrere Leuchtdioden 142, insbesondere mehrfarbige Leuchtdioden
142, wahlweise anzusteuern, um eine Lichtabgabe in erwünschter Intensität, Farbe und
Dauer einzustellen. Die Bedienungstaste 144 kann ein einfacher Schalterkontakt, ein
Schiebeschalter oder ein Drehschalter sein.
[0029] Figur 2 zeigt den Schlägelkopf 11 und einen Teil des Schafts 12 des Schlägels 1 von
Figur 1. Es ist gezeigt, dass die konisch in den Schlägelkopf 11 eingearbeitete Austrittsöffnung
111 mit einer transparenten Füllmasse 153 gefüllt ist, die die Leuchtdiode 142 umschliesst
und derart geformt ist, dass der Schlägelkopf 11 eine konventionelle Form, beispielsweise
die Form einer Kugel oder eines Ellipsoids aufweist.
[0030] Figur 3 zeigt einen Teil des Schlägelschafts 12 eines erfindungsgemässen Schlägels
1, der mit einem mikroelektromechanischen Generator 148 versehen ist und daher autonom
betrieben werden kann. Alternativ kann die Schaltungsanordnung 14 auch mit Spulen
versehen sein, in die ein Ladungsstrom induziert werden kann. Die Kommunikation mit
einem Leitrechner 2 wird beispielsweise durch ein Bluetooth-oder ZigBEE-Modul 143
ermöglicht. Eine Öffnung, die Zugang zur Schaltungsanordnung 14 ermöglicht, ist daher
nur optional vorgesehen.
[0031] Die Figuren 4a-d zeigen Schnittdarstellungen der Frontseiten weiterer vorzugsweiser
Ausgestaltungen erfindungsgemässer Schlägel 1. Figur 4a zeigt einen Schlägelkopf 11,
in dem ein optisches Element, beispielsweise eine Linse 155 vorgesehen ist, welche
die von der wenigstens einen Leuchtdiode 143 abgegebene Strahlung bündelt. Figur 4b
zeigt die Frontseite eines Schlägels 1, bei der der erste Teil 131 der Ausnehmung
13 unmittelbar an den Schlägelkopf 11 anschliesst. Auf diese Weise können die elektrischen
und elektronischen Bauteile 141, ... nahe beieinander angeordnet werden. Allerdings
resultiert ein höheres Gewicht im Bereich des Schlägelkopfs 11, was eher unerwünscht
ist. Figur 4c zeigt den Schlägel 1 von Figur 4b nachdem die Ausnehmung 13 mit einem
PUR-Klebstoff 151 und die Austrittsöffnung 111 des Schlägelkopfs 11 mit einem transparenten
Giessharz 153 gefüllt wurden. Figur 4d zeigt den Schlägel 1 von Figur 4b, dessen Schaltungsanordnung
14 im Bereich des ersten Teils 131 der Ausnehmung 13 mit einer zusätzlichen Leuchtdiode
1422 versehen wurde, deren Licht durch seitlich im Schlägelschaft 12 vorgesehene Austrittsöffnungen
129 austreten kann. Vom Schlägel 1 kann daher nicht nur Licht frontal sondern auch
zeitlich abgegeben werden. Die Lichtabgabe von den beiden Leuchtdioden 142, 1422 ist
dabei vorzugsweise individuell steuerbar. Die Austrittsöffnungen 129 werden vorzugsweise
mit demselben transparenten Giessharz 153 ausgefüllt, wie die Austrittsöffnung 111
des Schlägelkopfs 11.
[0032] Erfindungsgemässe Schlägel 1, wie sie oben mit Bezug auf die Figuren 1 bis 4 beispielsweise
beschrieben wurden, bestehen aus zwei zueinander komplementären, parallel zur Längsachse
des Schlägels 1 ausgerichteten und miteinander verklebten Holzschalen 121, 122, von
denen wenigstens die erste Holzschale 121 eine Ausnehmung 13; 131', 133' aufweist,
innerhalb der die Schaltungsanordnung 14 mit der Leuchtdiode 142 angeordnet ist. Die
Leuchtdiode 142 ist in den in den Figuren 1 bis 4 gezeigten Ausgestaltungen im Schlägelkopf
11 angeordnet. Die Leuchtdiode 142 kann aber auch im ersten Teil 131 der Ausnehmung
13 vorgesehen und, beispielsweise mittels des transparenten Giessharzes 153 mit einem
Lichtwellenleiter 1420 (siehe die Figuren 10 und 11) gekoppelt sein, der zur Austrittsöffnung
111 im Schlägelkopf 11 geführt wird.
[0033] Figur 5 zeigt die Schaltungsanordnung 14 von Figur 1, die auf einer flexiblen Leiterplatte
140 aufgebaut ist, welche sich fast über die ganze Länge des Schlägels 1 erstreckt.
Auf der Leiterplatte 140 sind die Stromversorgungseinheit 141, ein Bluetooth-Modul
143, ein Prozessor 146, ein microelektromechanischer Generator 148 und ein Beschleunigungssensor
149. Am frontseitigen Ende der Leiterplatte 140 ist die Leuchtdiode 142 an Verbindungsleitungen
145 angeschlossen. Am rückseitigen Ende der Leiterplatte 140 sind eine Bedienungstaste
144 und ein Mini-USB-Anschluss 147 vorgesehen. Die gezeigte Schaltungsanordnung 14
kann daher in ihrer Gesamtheit mit effizienten Fertigungsprozessen hergestellt und
anschliessend in eine der Holzschalen 121 eingelegt werden.
[0034] Die Figuren 6 und 7 Seiten erste und zweite nur teilweise bearbeitete Holzschalen
121 und 122. Figur 6a zeigt, von oben gesehen, eine erste Holzschale 121 mit den aneinander
anschliessenden Teilen 131, 132, 133 der Ausnehmung 13, die bereits in die erste Holzschale
121 eingearbeitet, beispielsweise mittels einer CNC-gesteuerten Maschine eingefräst
wurde. Vorgesehen sind ferner Hilfsbohrungen 81 und 82. Die beidseitig axial vorgesehenen
Hilfsbohrungen 82 erlauben es, die bestückten und miteinander verbundenen Holzschalen
121, 122 in die Drechselvorrichtung einzuspannen. Nachdem den Holzschalen 121, 122
eine gewünschte Form verliehen wurde, werden die Enden mit den Hilfsbohrungen 82 abgetrennt.
Damit die dazu erforderlichen Schnitte S1 und S2 präzise ausgeführt werden können
wird die Hilfsbohrung 81 als Referenzpunkt verwendet.
[0035] Figur 6b zeigt einen Längsschnitt durch die erste Holzschale 121.
[0036] Figur 7a zeigt eine zur ersten Holzschale 121 komplementäre zweite Holzschale 122
von oben. In die zweite, teilweise bearbeitete Holzschale 122 sind Ausnehmungen 131',
133' eingearbeitet, die zur teilweisen Aufnahme von Elementen der Schaltungsanordnung
14, insbesondere der Leuchtdiode 142, der Stromversorgungseinheit 141, und des Steckverbinders
147 vorgesehen sind.
[0037] Die Form der Ausnehmung 13 und der Schaltungsanordnung 14 sind aneinander angepasst.
Grundsätzlich ist es auch möglich, identische erste und zweite Holzschalen zu verwenden.
Dies ist insbesondere dann möglich, wenn grössere Ausnehmungen vorgesehen werden,
die in der Folge mit etwas mehr Füllmaterial 15 aufgefüllt werden. Bei unterschiedlicher
Ausgestaltung der Ausnehmungen 13 in den beiden Holzschalen 121, 122 gelingt es hingegen,
dieselben optimal an die Schaltungsanordnung 14 anzupassen. Es sind daher symmetrische
und asymmetrische Holzschalen vorteilhaft einsetzbar.
[0038] Figur 7b zeigt einen Längsschnitt durch die zweite Holzschale 122.
[0039] Figur 8 zeigt einen ersten aus einem Holzbrett gefertigten Nutzen 1210 mit mehreren
noch nicht voneinander getrennten ersten Holzschalen 121 gemäss Figur 6, in die bereits
zwei Schaltungsanordnungen 14 eingelegt wurden.
[0040] Figur 9 zeigt einen zweiten aus einem Holzbrett gefertigten Nutzen 1220 mit mehreren
noch nicht voneinander getrennten zweiten Holzschalen 122.
[0041] Durch die Fertigung im Nutzen können die Holzschalen 121, 122 mit minimalem Fertigungsaufwand
vorbearbeitet und anschliessend voneinander getrennt werden. Gleichzeitig kann das
zur Verfügung stehende Holz optimal genutzt werden. Das oben beschriebene Einlegen
und Vergiessen der Schaltungsanordnungen 14 kann vor oder nach dem Auftrennen der
einzelnen ersten Holzschalen 121 geschehen.
[0042] Das Eingiessen der Schaltungsanordnung 14 mit den darauf vorgesehenen Bauteilen 141,
142, ... dient verschiedenen Funktionen. Die Schaltungsanordnung 14 wird durch die
Füllmasse 15 stabil gehalten, so dass keine Vibrationen auftreten können, welche beispielsweise
Kontaktstellen auftrennen könnten. Störende Vibrationen werden ferner durch die elastische
Füllmasse 15 absorbiert oder zumindest stark gedämpft. Ferner füllt die Füllmasse
15 die eingearbeiteten Ausnehmungen 13, 131, ... vorzugsweise vollständig aus, so
dass keine Hohlräume und Resonanzkörper verbleiben. Gleichzeitig verleiht die Füllmasse
15 dem Schlägel 1 eine hohe mechanische Festigkeit, die sich von der Festigkeit eines
Vollholz-Schlägels kaum unterscheidet.
[0043] Vorzugsweise werden die einzelnen Teile 131, 132, 133 der Ausnehmung 13 mit unterschiedlichen
Füllmaterialien 15, vorzugsweise mit 2-Komponenten-Klebstoffen gefüllt. Für die Befestigung
der elektrischen Bauteile im ersten Teil 131 der Ausnehmung 13 wird vorzugsweise ein
PUR-Klebstoff 151 mit einer thixotropen Viskosität verwendet. Der zweite Teil 132
der Ausnehmung 13 wird vorzugsweise mit einem PUR-Klebstoff 152 mit einer Viskosität
vorzugsweise im Bereich von 11'000 mPa·s (Brookfield 5/20) bei 20 °C verwendet. Mittels
dieses leicht aufquellenden Klebstoffes 152 werden die dünnen Leiter 145, die gegebenenfalls
auf der Leiterplatte 140 angeordnet sind, oder der Lichtwellenleiter 1420 im kanalförmigen
zweiten Teil 132 der Ausnehmung 13 stabil gehalten. Wie bereits erwähnt, wird die
Austrittsöffnung 111 im Schlägelkopf 11 mit einem transparenten Giessharz 153 gefüllt.
[0044] Die Figuren 10 a-b zeigen weitere Schaltungsanordnungen 14
A1, 14
A2, die auf einer flexiblen Leiterplatte 140 aufgebaut und im Bereich der Stromversorgungseinheit
141 mit einer Leuchtdiode 142 versehen sind, welche mit wenigstens einem Lichtwellenleiter
1420 gekoppelt ist. In Figur 10a ist der Lichtwellenleiter 1420 auf der Leiterplatte
140 befestigt. In Figur 10b ist lediglich die Leuchtdiode 142 auf der Leiterplatte
140 angeordnet, während der grösste Teil des Lichtwellenleiters 1422 frei liegt und
daher mit grösserer Sorgfalt behandelt und präzise ausgerichtet werden muss.
[0045] Figur 11 zeigt den ersten Nutzen 1210 von Figur 8 mit mehreren noch nicht voneinander
getrennten ersten Holzschalen 121, von denen eine mit einer Schaltungsanordnung 14
A1 gemäss Figur 10a versehen ist. Vorzugsweise werden der Lichtwellenleiter 1420 und
die Leuchtdiode 142 bereits vor dem Einlegen in die erste Holzschale 121 miteinander
gekoppelt.
[0046] Figur 12 zeigt den Schlägelkopf 11 des Schlägels 1 von Figur 1, der eine konische
Austrittsöffnung 111 mit einem Öffnungswinkel von 40° bis 60° aufweist. Dadurch kann
das Licht in einem grösseren Winkel abgestrahlt werden. Ferner dient die Austrittsöffnung
111 gleichzeitig als Reflektor und kann dazu entsprechend, beispielsweise mit einem
Metallfilm oder eine Metalllackierung beschichtet werden.
[0047] Figur 13 zeigt den Schlägelkopf 11 eines erfindungsgemässen Schlägels 1, in den der
Lichtwellenleiter 1420 der Schaltungsanordnung 14
A2 von Figur 10b einmündet.
[0048] Figur 14 zeigt das mit einem Verschlussteil 19 abgeschlossene Ende des Schafts 12
eines erfindungsgemässen Schlägels 1. In vorzugsweisen Ausgestaltungen ist vorgesehen,
dass die Schaltungsanordnung 14 oder Teile davon, beispielsweise die Stromversorgungseinheit
141, gegebenenfalls eine Hochleistungs-Batterie, entnommen und ersetzt werden können.
Aufgrund der hohen Qualität kann der erfindungsgemässen Schlägel 1 jedoch auch fest
abgeschlossen werden, so dass kein Austausch von Bauteilen möglich ist.
[0049] Figur 15 zeigt erfindungsgemässe Schlägel 1, die über eine elektrische Leitung 3
oder Funkschnittstellen 143 beispielsweise mit einem Leitrechner 2 verbindbar sind,
um Daten auszutauschen oder die Stromversorgungseinheit 141 neu zu laden.
[0050] Die drahtlose Kommunikation erfolgt vorzugsweise mittels Netzwerkkomponenten, anhand
derer ein Ad-hoc-Netzwerk 5 aufbaubar ist. Ein Ad-hoc-Netzwerk ist ein Funknetz, das
zwei oder mehr Endgeräte (einer oder mehrere Schlägel 1, gegebenenfalls wenigstens
ein Leitrechner 2) zu einem vermaschten Netz verbindet. Erfindungsgemässe Schlägel
1 bilden nach Inbetriebnahme daher, vorzugsweise zusammen mit einem Leitrechner 2,
ein solches Ad-hoc-Netzwerk 5, wie es in Figur 15 symbolisch gezeigt ist.
[0051] Ein Ad-hoc-Netzwerk kann auch ausschliesslich durch Schlägel 1 einer Tambouren-Gruppe
gebildet werden. Vorzugsweise, insbesondere bei öffentlichen Anlässen ist jedoch ein
Leitrechner 2 vorgesehen. Nach dem Aufbau des Ad-hoc-Netzwerks kann beispielsweise
eine Prozedur zur Synchronisation der Trommler durchgeführt werden. Vorzugsweise erfolgt
die Synchronisation anhand einer Leuchtdiode 1422, welche Licht mitreduzierter Intensität
durch eine seitliche Öffnung 129 des Schlägels 1 abgibt, das vom Trommler überwacht
wird. Dadurch wird es möglich, dass Trommler in der Dunkelheit synchronisiert werden
können, ohne dass akustische Signale abgegeben werden oder die Zuschauer bzw. Zuhörer
die optischen Signale, die aus den Öffnungen 129 austreten, wahrnehmen können. Zu
diesem Zweck ist es auch möglich, mehrere farbige oder mehrfarbige Leuchtdioden einzusetzen
und diese mit vereinbarten Synchronisationsfrequenzen anzusteuern. Dabei ist vorgesehen,
dass ein Element des Ad-hoc-Netzwerks, beispielsweise der Leitrechner 2 oder einer
der Schlägel 1 als Master dient, der Befehlssequenzen auslösen kann. Solche Ad-hoc-Netzwerke
können beispielsweise mit der Bluetooth-Technologie oder der ZigBEE-Technologie realisiert
werden.
[0052] Ferner ist der in Figur 15 gezeigte Schlägel 1 mittels eines Verbindungskabels 3
mit dem Leitrechner 2 oder einem Ladegerät verbindbar. Das Verbindungskabel 3 ist
an einen am Schlägel 1 vorgesehenen Steckverbinder 147, beispielsweise einen Mini-USB-Anschluss
angeschlossen, der auf der Leiterplatte 140 befestigt ist. Auf der anderen Seite der
Leiterplatte 140 ist die Bedienungstaste 144 vorgesehen. Ferner kann, wie dies in
Figur 14 gezeigt ist, eine Abdeckung 19 vorgesehen sein, welche die genannten Elemente
schützt.
[0053] Die oben beschriebene Erfindung kann vom Fachmann in verschiedener Weise an individuelle
Erfordernisse des Anwenders angepasst werden. Die Schaltungsanordnung kann mit weiteren
Bauteilen ergänzt werden, die vorteilhafte neue Funktionen aufweisen. Die genannten
elektrischen und elektronischen Bauteile können je nach Wunsch des Anwenders wahlweise
eingesetzt werden. Beispielsweise wird nur die Stromversorgungseinheit 141 und ein
Generator 148 vorgesehen. Es können auch unterschiedliche Leuchtdioden eingesetzt
werden. Beispielsweise können LED-Chips mit oder ohne Verkapselung eingesetzt werden.
Ferner können neue Klebstoffe und Giessharze eingesetzt werden, die vorteilhaftere
Eigenschaften aufweisen. Weiterhin können optische Hilfsmittel beliebiger Art oder
auch mechanische Elemente eingesetzt werden, welche erlauben, den Schlägel 1 beispielsweise
im Bereich der Ausnehmungen 13, 131, ... zu verstärken.
[0054] Als besonders vorteilhaft hat sich auch die Verwendung von elastischen Elementen
159 erwiesen, welche Bauteile, beispielsweise die Bedienungstaste 144 oder den Steckverbinder
147 (siehe Figur 14), auch dann in Position halten, wenn Dehnungen des Schlägelmaterials
auftreten.
[0055] Die vorliegende Lösung wird vorzugsweise mit Holzschalen realisiert. Es ist jedoch
denkbar, dass Kunststoffmaterialien gefunden werden, welche vergleichbare Eigenschaften
aufweisen. Es ist daher auch denkbar, dass Holzschalen aus Kunststoffgefertigt werden.
[0056] Die Holzschalen werden vorzugsweise aus Hickory-, Maple-, Birch-, Hagebuche-, Ramin-
oder Tonkin-Hölzern oder weiteren Harthölzern gefertigt. Wie in den Figuren gezeigt,
erstrecken sich beide Schalen vorzugsweise über die gesamte Länge des Schlägels 1.
Die gekrümmte, abgestufte, vorzugsweise jedoch ebene geometrische Schnittfläche, über
beiden Schalen kann jedoch auch gegenüber der Schlägelachse x seitlich verschoben,
gegebenenfalls geneigt werden, so dass der Schlägelkopf 11 unter Umständen einer der
Schalen 111, 112 vollständig zugehört.
1. Schlägel (1) für Musikinstrumente, wie Trommeln und Schlagzeuge, mit einem Schlägelschaft
(12) und einem Schlägelkopf (11) mit einer Austrittsöffnung (111), aus der das Licht
wenigstens einer im Schlägel (1) vorgesehenen Leuchtdiode (142) austreten kann, dadurch gekennzeichnet, dass der Schlägel (1) aus zwei zueinander komplementären, parallel zur Längsachse des
Schlägels (1) ausgerichteten und miteinander verklebten Schalen (121, 122) besteht,
von denen wenigstens die erste Holzschale (121) eine Ausnehmung (13; 131', 133') aufweist,
innerhalb der eine Schaltungsanordnung (14) angeordnet ist, welche der Steuerung der
Leuchtdiode (142) dient, die im Schlägelkopf (11) angeordnet ist oder die im Schlägelschaft
(12) angeordnet und mit wenigstens einem zur Austrittsöffnung (111) des Schlägelkopfs
(11) geführten Lichtwellenleiter (1420) verbunden ist.
2. Schlägel (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schalen (121, 122) aus Holz oder aus einem Kunststoff gefertigt sind, der vorzugsweise
ähnliche Festigkeitseigenschaften aufweist, wie Holz.
3. Schlägel (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die in den beiden identischen oder asymmetrisch ausgestalteten Schalen (121, 122)
vorgesehenen Ausnehmungen (13; 131', 133') mit einer Füllmasse (15), wie Harz oder
Klebstoff, gefüllt sind, die wenigstens in dem nach aussen geöffneten Bereich des
Schlägelkopfs (11) transparent ist und/oder dass die Schaltungsanordnung (14) oder
Teile (142, 144, 147) davon in den beiden identischen oder asymmetrisch ausgestalteten
Schalen (121, 122) durch elastische Montageelemente (159) gehalten sind.
4. Schlägel (1) nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausnehmung (13), in der die Schaltungsanordnung (14) und die Leuchtdiode (142)
zumindest teilweise aufgenommen sind, den Schlägel (1) axial vom Schlägelkopf (11)
bis zum Ende des Schlägelschafts (12) durchläuft.
5. Schlägel (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Schaltungsanordnung (14) eine feste oder flexible Leiterplatte (140) umfasst,
welche sich über den gesamten Schlägelschaft (12) bis zum Schlägelkopf (11) erstreckt
und im Bereich des Schlägelkopfs (11) mit der Leuchtdiode (142) versehen ist, die
über Verbindungsleitungen (145) mit einer Stromversorgungseinheit (141) und gegebenenfalls
elektronischen Bauteilen (141, ...) verbunden ist, die im Griffbereich des Schlägelschafts
(12) angeordnet sind und mit einem Steckverbinder (147) und/oder einem Schaltelement
(144), die am Ende des Schlägelschafts (12) angeordnet sind.
6. Schlägel (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Leiterplatte (140) und zumindest die in der ersten Holzschale (121) vorgesehene
Ausnehmung (13) annähernd denselben Querschnitt aufweisen, wobei der im Griffbereich
vorgesehene erste Teil (131) der Ausnehmung (13), in den der mit der Stromversorgungseinheit
(141) und gegebenenfalls elektronischen Bauteilen (143, ..., 149) versehene Teil der
Schaltungsanordnung (14) eingebettet wird um ein Vielfaches grösser ist, als der zum
Schlägelkopf (11) führende kanalförmige zweite Teil (132) der Ausnehmung (13), in
dem die elektrischen Leitungen (145) oder der Lichtwellenleiter (1420) geführt sind.
7. Schlägel (1) nach einem der Ansprüche 1 - 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Schlägelkopf (11) eine nach vorn ausgerichtete konische Austrittsöffnung (111)
mit einem Öffnungswinkel von 40°-60° aufweist, die gegebenenfalls mit einer reflektierenden
Schicht versehen ist und die mit der vorzugsweise nach dem Zusammenfügen der beiden
Schalen (121, 122) gesondert zugeführten, transparenten Füllmasse (15) gefüllt ist,
welche die Leuchtdiode (142) oder den Lichtwellenleiter (1420) zumindest frontseitig
umschliesst.
8. Schlägel (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Schaltungsanordnung (14) eine mit einem Prozessor und einem Steuerprogramm versehene
Steuereinheit (146) aufweist, die über den Steckverbinder (147) und eine elektrische
Leitung (3) oder über eine Funkschnittstelle (143), vorzugsweise ein Bluetooth- oder
ZigBEE-Modul, mit einem Leitrechner (2) oder weiteren Schlägeln (1) verbindbar ist.
9. Schlägel (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, dass die Schaltungsanordnung (14) eine mit einem Prozessor und einem Steuerprogramm versehene
Steuereinheit (146) aufweist, die zur Ansteuerung der Leuchtdiode (142) in zumindest
einer Betriebsart geeignet ist, bei der
a) von der Leuchtdiode (42) Signale abgebbar sind, die einen Takt vorgeben; und/oder
b) von einem mit der Steuereinheit (146) verbundenen Beschleunigungssensor (149) erfasste
Schläge an den Leitrechner (2) übertragbar sind; und/oder
c) Licht oder einzelne Farben vom Leitrechner (2) gesteuert, kontinuierlich, intermittierend,
und/oder einem Programmablauf zu oder abgeschaltet werden.
10. Schlägel (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Stromversorgungseinheit (141) galvanisch oder induktiv mit einem Ladegerät, gegebenenfalls
über die Leitung (3) mit dem Leitrechner (2) verbindbar ist und/oder dass innerhalb
der Ausnehmung (13) ein Generator (148) vorgesehen ist, der mechanische Energie, vorzugsweise
in einem höheren Frequenzbereich liegende Vibrationen, erfasst und in elektrische
Energie wandelt.
11. Verfahren zur Herstellung eines Schlägels (1) für Musikinstrumente wie Trommeln und
Schlagzeuge, nach Anspruch 1, der einen Schlägelschaft (12) und einen Schlägelkopf
(11) mit einer Austrittsöffnung (111) aufweist, aus der das Licht wenigstens einer
im Schlägel (1) vorgesehenen Leuchtdiode (142) austreten kann dadurch gekennzeichnet, dass zwei zueinander komplementäre, parallel zur Längsachse des Schlägels (1) ausgerichtete
Schalen (121, 122) vorgesehen werden, von denen wenigstens die erste Holzschale (121)
mit einer Ausnehmung (13) versehen wird, in die eine Schaltungsanordnung (14) eingesetzt
wird, die der Steuerung der Leuchtdiode (142) dient, die im Schlägelkopf (11) angeordnet
wird oder die im Schlägelschaft (12) angeordnet und mit wenigstens einem zur Austrittsöffnung
(111) des Schlägelkopfs (11) geführten Lichtwellenleiter (1420) verbunden wird und
dass die in den beiden Schalen (121, 122) miteinander verklebt und unter hohem Druck
verpresst und anschliessend in die gewünschte Form gebracht werden.
12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die in den beiden Schalen (121, 122) vorgesehenen Teile (131, 132, 133) der Ausnehmung
(13) mit der Füllmasse (15), vorzugsweise einem PUR-Klebstoff gefüllt und die Schalen
(121, 122) unter Druck verklebt und gedrechselt werden, wonach die der Abstrahlung
von Licht dienende Oberfläche der Leuchtdiode (142) von der Füllmasse (15) befreit
und die die Austrittsöffnung (111) des Schlägelkopfs (11) mit einem transparenten
Epoxyd-Harz ausgegossen wird.
13. Verfahren nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass die miteinander verklebten Schalen (121, 122) mittels einer Drechselvorrichtung Vorrichtung
in die erwünschte Form gebracht werden.
14. Verfahren nach Anspruch 11, 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Schaltungsanordnung (14) eine mit einem Prozessor und einem Steuerprogramm versehene
Steuereinheit (146) aufweist, die über eine Funkschnittstelle (143), vorzugsweise
ein Bluetooth-oder ZigBEE-Modul, mit einem Leitrechner (2) oder weiteren Schlägeln
(1) zu einem vermaschten, drahtlosen Netzwerk verbindbar ist, nach dessen Aufbau Synchronisationssignale
von einem als Master agierenden Endgerät (1, 2) des Netzwerks (5) zu den weiteren
Endgeräten bzw. Schlägeln (1) übertragen werden und dort mittels der im Schlägelkopf
(11) ersten und/oder der im Schlägelschaft (12) angeordneten zweiten Leuchtdiode (142,
1422) optisch angezeigt werden.