TECHNISCHES GEBIET DER ERFINDUNG
[0001] Die Erfindung betrifft eine Presszange mit einem Positionierer gemäß dem Oberbegriff
des Patentanspruchs 1.
STAND DER TECHNIK
[0002] Gattungsgemäße Presszangen dienen einem Verpressen eines Werkstücks in einem in einem
Zangenkopf angeordneten Werkzeug. Beispielsweise handelt es sich um eine sogenannten
"Crimpzange", die insbesondere zum Verpressen eines Verbinders oder Kontaktes mit
einem bereichsweise abisolierten Leiterende verwendet wird. Die Presszange kann auch
als Arbeitszange ausgebildet sein, mit der eine plastische Verformung des Werkstückes
erzeugt wird oder ein Teil des Werkstücks abgetrennt wird oder ausgestanzt wird. Weiterhin
ist eine gattungsgemäße Presszange ausgestattet mit einem Positionierer, der auch
als "Locator" bezeichnet wird. Ein derartiger Positionierer dient der funktionsgerechten
Anordnung des Werkstücks relativ zu der Presszange, insbesondere zu dem mindestens
einen Werkzeug. Hierbei kann der Positionierer dafür Sorge tragen, dass mit Beginn
des Pressvorgangs das Werkstück richtig gegenüber dem Werkzeug positioniert ist, beispielsweise
der Verbinder in der richtigen Lage gegenüber dem abisolierten Leiterende und/oder
gegenüber dem Werkzeug ist. Alternativ oder zusätzlich kann der Positionierer während
des eigentlichen Pressvorgangs die relative Lage des Werkstücks zu dem Werkzeug aufrechterhalten
oder beeinflussen, beispielsweise während auftretender plastischer Verformungen des
Werkstücks. Insbesondere von Vorteil ist ein Positionierer bei Gebrauch der Presszange
in Verbindung mit verhältnismäßig kleinen Werkstücken, bei denen eine Positionierung
von Hand durch eine Öffnung des Zangenkopfes hindurch relativ zu den beweglichen Werkzeugteilen
nur schwer oder nicht mehr möglich ist.
[0003] Insbesondere bei der Herstellung von Crimpverbindungen muss der Verbinder einerseits
und das abisolierte Leiterende andererseits jeweils in eine vorgegebene Relativlage
zu den Werkzeugen gebracht werden, die hier als Crimpgesenk ausgebildet sind.
[0004] Hinsichtlich des mechanischen Grundaufbaus der Presszange und der Anordnung des Bewegungsfreiheitsgrads
und der Ausgestaltung des Positionierers sind aus dem Stand der Technik vielfältige
Ausgestaltungsformen bekannt, welche anhand der Erfindung weiterentwickelt werden
können:
Eine aus DE 27 18 165 A1 bekannte Presszange besitzt einen C-förmigen Zangenkopf, der somit seitlich offen
gestaltet ist. In einer anderen Ausführungsform der DE 27 18 165 A1 bewegen sich die Werkzeugteile "scherenartig" zueinander. In beiden Fällen wird im
Zangenkopf eine Zangenkopfebene festgelegt, die als Mittelebene der Haupterstreckungsrichtungen
des Zangenkopfes anzusehen ist. Die bekannten Presszangen besitzen einen Positionierer,
der um eine Schwenkachse zwischen einer Aufsteckstellung und einer Arbeitsstellung
verschwenkbar ist. Der Positionierer weist mindestens eine Aufnahme für ein Werkstück
auf. Die Schwenkachse ist hierbei vertikal zur Zangenkopfebene orientiert. Auf diese
Weise ist es möglich, den Positionierer in die Aufsteckstellung zu verschwenken, das
Werkstück in die Aufnahmestelle einzusetzen und den Positionierer mit dem aufgesteckten
Werkstück durch die geöffnete Seite des Zangenkopfes in die Bearbeitungsstellung zu
verschwenken, in der das Werkstück die vorgesehene Relativposition zu dem Werkzeug
einnimmt. Hieran anschließend kann die Bearbeitung des Werkstücks in Form des eigentlichen
Pressvorgangs erfolgen, indem der Antrieb der Presszange, hier zwei zueinander verschwenkbare
Handhebel, betätigt wird.
[0005] Eine weitere Presszange, die in Fig. 1 dargestellt ist, wird von der Anmelderin unter
der Typenbezeichnung CS20KS vertrieben. Diese Presszange besitzt ebenfalls einen C-förmigen,
nach einer Seite offenen Zangenkopf. An diesem Zangenkopf ist ein Positionierer linear
auf einer am Zangenkopf befestigten Achse geführt, die entsprechend dem unteren horizontalen
Schenkel des C orientiert ist und in einer Ebene parallel zur Zangenkopfebene angeordnet
ist. Der Positionierer kann über einen am Zangenkopf gelagerten verschwenkbaren Hebel
angetrieben werden, dessen Schwenkbewegung über eine Verbindung zwischen einem in
einem Langloch geführten Pin in eine lineare Bewegung entlang der Achse zur linearen
Bewegung des Positionierers umgewandelt wird.
[0006] Weiterhin ist eine Presszange der Anmelderin mit der Typenbezeichnung CS25KS bekannt,
die in Fig. 2 dargestellt ist und einen C-förmigen Zangenkopf besitzt. Bei dieser
Presszange ist ein Positionierer verschwenkbar um eine Schwenkachse gegenüber dem
Zangenkopf gelagert, die vertikal zur Zangenkopfebene orientiert ist. Der Positionierer
ist über die Verdrehung eines Rändels in der Zangenkopfebene verschwenkbar zwischen
einer Aufsteckstellung und einer Arbeitsstellung. Wie in Fig. 2 dargestellt, erfolgt
die Verschwenkung des Positionierers in einer Zweihandbedienung, wobei eine Hand die
Presszange im Bereich der Handhebel hält und die zweite Hand eine Verschwenkung des
Positionierers herbeiführt.
[0007] DE 198 32 884 C1 offenbart eine Presszange mit einem Zangenkopf in Plattenbauweise, welcher nicht
C-förmig mit einseitiger Öffnung, sondern O-förmig ausgebildet ist ohne Öffnung in
Umfangsrichtung. Nach Maßgabe der Betätigung von Handhebeln ist ein bewegliches Werkzeugteil
in Richtung einer Längsachse relativ zu einem zangenkopffesten Werkzeugteil verschieblich.
Die Druckschrift schlägt einen Positionierer vor, welcher verschwenkbar ist um eine
Schwenkachse, welche parallel zur Zangenkopfebene orientiert ist sowie quer zur Bewegungsrichtung
der Werkzeugteile der Presszange. In einer Arbeitsstellung ist der Positionierer im
Wesentlichen parallel zur Zangenkopfebene orientiert. Aus dieser Arbeitsstellung kann
der Positionierer um die Schwenkachse herausgeschwenkt werden in eine Aufsteckstellung.
Für eine Verschwenkung des Positionierers ist ebenfalls eine Zweihandbedienung der
Presszange erforderlich.
AUFGABE DER ERFINDUNG
[0008] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Presszange zum Verpressen eines Werkstücks
vorzuschlagen, deren Bedienung vereinfacht ist.
LÖSUNG
[0009] Die Aufgabe der Erfindung wird erfindungsgemäß mit den Merkmalen des unabhängigen
Patentanspruchs 1 gelöst. Weitere Ausgestaltungen der erfindungsgemäßen Lösung ergeben
sich entsprechend einer Presszange mit den Merkmalen der abhängigen Patentansprüche
2 bis 11.
BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
[0010] Erfindungsgemäß findet ein Positionierer Einsatz, der relativ zu einem Zangenkopf
verschwenkbar ist um eine Schwenkachse, die parallel zu einer Zangenkopfebene orientiert
ist sowie quer zur Bewegungsrichtung von Werkzeugteilen der Presszange orientiert
ist. Damit kann der Positionierer "aus der Zangenkopfebene herausgeschwenkt werden".
Ohne dass dies zwingend der Fall sein muss, wird durch einen derartigen Freiheitsgrad
des Positionierers der Einsatz des Positionierers auch für nicht C-förmige Zangenköpfe
ermöglicht, da der Positionierer nicht durch die Öffnung des C im Zuge der Relativbewegung
zum Zangenkopf bewegt werden muss, wie dies insbesondere für den Stand der Technik
gemäß
DE 27 18 165 A1 und die Presszangen der Anmelderin CS20KS und CS25KS der Fall ist.
[0011] Erfindungsgemäß steht der Positionierer mit einem Betätigungsorgan in Wirkverbindung,
mit dessen Betätigung unmittelbar oder mittelbar eine Verschwenkung des Positionierers
relativ zu dem Zangenkopf herbeiführbar ist. Das Betätigungsorgan ist hierbei derart
ausgebildet und angeordnet, dass dieses von einer die Handhebel umschließenden Hand
des Benutzers der Presszange betätigbar ist. Somit wird erfindungsgemäß eine Verschwenkung
des Positionierers für eine Einhandbedienung der Presszange ermöglicht. Dies hat den
Vorteil, dass beispielsweise mit der anderen Hand des Benutzers das Werkstück gehalten
werden kann und in das Werkzeug der Presszange eingeführt werden kann.
[0012] Während für die ebenfalls in Einhandbedienung bedienbare Presszange der Anmelderin
mit der Typenbezeichnung CS20KS eine Betätigung mit dem Daumen erfolgt mit einem Betätigungsweg
des Daumens, der mit Schließung der Handhebel größer wird, ist infolge der anderweitigen
erfindungsgemäßen Orientierung der Schwenkachse der Weg für die Betätigung des Betätigungsorgans
unter Umständen im Wesentlichen unabhängig oder weniger abhängig von einer Stellung
der Handhebel. Andererseits kann eine alternative oder verbesserte Betätigung beispielsweise
über einen Zeigefinger auf erfindungsgemäße Weise ermöglicht sein. Schließlich kann
erfindungsgemäß die aufwändige Betätigungsmechanik für die Presszange des Typs CS20KS
mit einem verschwenkbaren Hebel und einer getrieblichen Verbindung zur Umwandlung
der Schwenkbewegung in eine lineare Bewegung vermieden werden.
[0013] Für einen weiteren Vorschlag der Erfindung ist das Betätigungsorgan mit einem Arm
oder Ausleger des Positionierers gebildet, der eine einfache Anbindung ermöglicht
und einfach aufgebaut sein kann. Durch die Gestaltung der Länge sowie des Verlaufs
des Arms oder Auslegers kann einer besonders guten Haptik oder guten Betätigungsmöglichkeiten
des Betätigungsorgans Rechnung getragen werden.
[0014] Beispielsweise kann ein derartiger Arm mit einem Blech gebildet sein, welches insbesondere
gebogen, gekröpft oder verdrillt sein kann zur Herbeiführung einer gewünschten Geometrie
und geeigneter Betätigungsflächen.
[0015] Für einen weiteren Vorschlag ist bei der erfindungsgemäßen Presszange der Arm oder
das Blech multifunktional, da dieser nicht lediglich der Aufbringung einer Kraft bzw.
eines Moments zur Verschwenkung des Positionierers dient, sondern gleichzeitig zumindest
einen Abstützort für ein Federelement bildet. Dieses Federelement kann dazu dienen,
den Positionierer in Richtung einer Stellung, vorzugsweise die Arbeitsstellung, zu
beaufschlagen.
[0016] Für einen weiteren Vorschlag der Erfindung führen die Handhebel mit dem Presshub
der Presszange eine Bewegung in einer Ebene aus, welche vorzugsweise der Zangenkopfebene
entspricht oder parallel zu dieser orientiert ist. In der Arbeitsstellung des Positionierers
bildet der Arm einen spitzen Winkel gegenüber der vorgenannten Ebene. Zu einem Überführen
des Positionierers von der Arbeitsstellung in eine andere Stellung, insbesondere die
Aufsteckstellung, wird der Arm in Richtung der Ebene verschwenkt. Eine derartige Verschwenkbewegung
kann beispielsweise durch den Zeigefinger oder Mittelfinger der die Presszange haltenden
Hand erfolgen.
[0017] Vorzugsweise ist bei der erfindungsgemäßen Presszange der Positionierer in der Arbeitsstellung
über eine Rasteinrichtung oder eine Sperreinrichtung gesichert oder sicherbar.
[0018] In diesem Zusammenhang wird unter einer
Rasteinrichtung eine Einrichtung verstanden, welche für kleine wirkende Kräfte auf Positionierer
und Arm oder Ausleger den Positionierer im Umgebungsbereich der Arbeitsstellung oder
in dieser selbst hält, während für vergrößerte wirkende Kräfte der Positionierer aus
der Arbeitsstellung wegbewegt werden kann. Beispiele für eine derartige Rasteinrichtung
sind eine federbelastete Rastkugel, die in der Arbeitsstellung eingreift in eine entsprechende
Rastnut, wobei über die Durchmessergestaltung der Rastkugel, die Geometrie der Nut
und die Steifigkeit der die Rastkugel abstützenden Feder die Kräfte vorgegeben werden
können, die erforderlich sind, um den Positionierer aus der Arbeitsstellung zu bewegen.
Entsprechend kann ein Raststift eingesetzt werden. Ebenfalls möglich ist der Einsatz
eines Magneten als eine Rasteinrichtung, wobei über die Stärke der Magnetkraft die
Rastkraft in der Arbeitsstellung vorgegeben werden kann und eine automatische Schließbewegung
von einem Umgebungsbereich der Arbeitsstellung herbeigeführt werden kann.
[0019] Hingegen wird unter einer
Sperreinrichtung eine Einrichtung verstanden, welche nicht lediglich durch Aufbringung von Kräften
in Richtung des Verschwenk-Freiheitsgrads des Positionierers gelöst werden kann. Vielmehr
erfolgt vorzugsweise in der Sperreinrichtung eine formschlüssige Sicherung der Arbeitsstellung
mit oder ohne Spiel, wozu beispielsweise ein Sperrbolzen oder eine Sperrklinke Einsatz
finden kann. Die Sperreinrichtung kann von derselben Hand oder der zweiten Hand des
Benutzers gelöst werden oder durch zusätzliche Betätigungsorgane gelöst werden oder
durch Bewegung des Betätigungsorgans in Richtung eines anderen Freiheitsgrads als
der Verschwenk-Freiheitsgrad des Positionierers. (Entsprechend ist es im Rahmen der
Erfindung ebenfalls möglich, dass der Positionierer in einer von der Arbeitsstellung
abweichenden Stellung, beispielsweise der Aufsteckstellung, über eine Rasteinrichtung
oder eine Sperreinrichtung gesichert ist oder sicherbar ist.)
[0020] Während ebenfalls möglich ist, dass eine Vorgabe eines maximalen Schwenkwinkels des
Positionierers relativ zum Zangenkopf vorgegeben ist durch die Lagerung des Positionierers
gegenüber dem Zangenkopf oder anderweitige Anschläge, kann der Arm oder Ausleger neben
der Funktion der Übertragung von Betätigungskräften und ggf. der Abstützung eines
Federelements auch dazu dienen, die maximale Verschwenkung des Positionierers zu begrenzen.
Besonders einfach kann dies erreicht werden, wenn der Arm oder Ausleger derart angeordnet
und gestaltet ist, dass dieser für die Erreichung des maximalen Schwenkwinkels des
Positionierers zur Anlage an ein weiteres Bauelement der Presszange kommt.
[0021] In weiterer Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Presszange ist das Betätigungsorgan,
insbesondere der Arm oder Ausleger, derart ausgebildet und angeordnet, dass dieses
von einer die Handhebel umschließenden rechten Hand des Benutzers der Presszange betätigbar
ist, aber auch von einer die Handhebel umschließenden linken Hand des Benutzers der
Presszange betätigbar sein kann. Auf diese Weise kann gewährleistet werden, dass die
Presszange mit dem erfindungsgemäßen Betätigungsorgan von einem Rechts- und Linkshänder
und/oder in unterschiedlichen Einbaubedingungen genutzt werden kann.
[0022] Weiterhin schlägt die Erfindung vor, die Presszange mit einer Art modularem Positionierer
auszubilden, für den der Positionierer und/oder der Arm oder Ausleger als Ausstattungsvariante
mit den weiteren Bestandteilen der Presszange verbindbar ist/sind. Damit kann eine
erste Gruppe von Presszangen hergestellt, vertrieben und benutzt werden, die ohne
Positionierer und/oder Arm oder Ausleger ausgestattet sind, während für eine zweite
Gruppe von Presszangen das zusätzliche Modul mit dem Positionierer und/oder dem Arm
oder Ausleger ausgestattet ist, so dass für die zweite Gruppe der Bedienkomfort erhöht
sein kann. Auch möglich ist, dass eine existierende Presszange wahlweise mit einem
Positionierer und/oder einem Betätigungsorgan oder Arm nachgerüstet wird oder je nach
Einsatzfall ausgestattet wird.
[0023] Durch die erfindungsgemäße Anordnung der Schwenkachse kann der Positionierer mit
der Betätigungsmechanik beispielsweise sowohl für einen C-förmigen offenen Zangenkopf
als auch für einen ringförmig geschlossenen Zangenkopf eingesetzt werden. Auch ist
die Art des Antriebs der Presszange sowie die Bewegung der Werkzeugteile relativ zueinander
irrelevant für den Positionierer. Es wird gleichsam ein Universal-Positionierer geschaffen,
der an Zangen der verschiedensten Art ansetzbar ist und der auch geeignet ist, an
unterschiedlichen Zangen ausgetauscht zu werden. Durch die Orientierung der Schwenkachse
ist auch die Anzahl und die Anordnung der Nester an dem Werkzeug im Zangenkopf unabhängig
von dem Positionierer. Insbesondere ist es möglich, die Anzahl der Nester bei gegebener
Forderung zu erhöhen. Die Anzahl der Nester muss lediglich mit der Anzahl der Aufnahmestellen
am Positionierer übereinstimmen bzw. in der Arbeitsstellung fluchten. Ein weiterer
Vorteil des neuen Positionierers liegt darin, dass er in der Aufsteckstellung eine
vergleichsweise verbesserte Zugänglichkeit und gute Handhabbarkeit bietet. Er gestattet
das leichte und sichere Aufstecken auch sehr kleiner Werkstücke in die betreffende
Aufnahmestelle, die als Vertiefung oder als Vorsprung am Positionierer ausgebildet
sein kann. Ein weiterer Vorteil des neuen Positionierers besteht darin, dass dieser
die Umrüstung der Presszange auf andere Werkzeuge oder Werkzeuggrößen nicht behindert.
Der Positionierer lässt sich ebenfalls einfacher auswechseln, wie es bei einem Werkzeugwechsel
erforderlich ist. Die Erfindung kann Einsatz finden für Presszangen unterschiedlicher
Bauart, bei denen beispielsweise der bewegbare Werkzeugteil im Zangenkopf linear oder
auf einer Kreisbahn geführt ist.
[0024] Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den Patentansprüchen,
der Beschreibung und den Zeichnungen. Die in der Beschreibungseinleitung genannten
Vorteile von Merkmalen und von Kombinationen mehrerer Merkmale sind lediglich beispielhaft
und können alternativ oder kumulativ zur Wirkung kommen, ohne dass die Vorteile zwingend
von erfindungsgemäßen Ausführungsformen erzielt werden müssen. Weitere Merkmale sind
den Zeichnungen - insbesondere den dargestellten Geometrien und den relativen Abmessungen
mehrerer Bauteile zueinander sowie deren relativer Anordnung und Wirkverbindung -
zu entnehmen. Die Kombination von Merkmalen unterschiedlicher Ausführungsformen der
Erfindung oder von Merkmalen unterschiedlicher Patentansprüche ist ebenfalls abweichend
von den gewählten Rückbeziehungen der Patentansprüche möglich und wird hiermit angeregt.
Dies betrifft auch solche Merkmale, die in separaten Zeichnungen dargestellt sind
oder bei deren Beschreibung genannt werden. Diese Merkmale können auch mit Merkmalen
unterschiedlicher Patentansprüche kombiniert werden. Ebenso können in den Patentansprüchen
aufgeführte Merkmale für weitere Ausführungsformen der Erfindung entfallen.
KURZBESCHREIBUNG DER FIGUREN
[0025] Im Folgenden wird die Erfindung anhand in den Figuren dargestellter bevorzugter Ausführungsbeispiele
weiter erläutert und beschrieben.
- Fig. 1
- zeigt einen Zangenkopf einer bekannten Presszange der Anmelderin mit der Typenbezeichnung
CS20KS.
- Fig. 2
- zeigt einen Zangenkopf einer weiteren bekannten Presszange der Anmelderin mit der
Typenbezeichnung CS25KS.
- Fig. 3
- zeigt eine Ansicht einer weiteren, aus DE 198 32 884 C1 bekannten Presszange mit ringförmig geschlossenem Zangenkopf.
- Fig. 4
- zeigt einen Schnitt gemäß der Schnittlinie IV-IV in Fig. 3 durch den Zangenkopf mit
geschnitten dargestelltem Positionierer.
- Fig. 5
- zeigt eine Schnittdarstellung der Schwenkplatte des Positionierers gemäß der Schnittlinie
V-V in Fig. 3.
- Fig. 6
- zeigt eine Schnittdarstellung der Befestigungsplatte des Positionierers.
- Fig. 7
- zeigt eine ähnliche Darstellung wie Fig. 4 mit der in die Aufsteckstellung aufge-
klappten Schwenkplatte.
- Fig. 8
- zeigt eine ähnliche Darstellung wie Fig. 4 und 7 mit der in die Arbeitsstellung ge-
klappten Schwenkplatte.
- Fig. 9
- zeigt eine erfindungsgemäße Presszange in räumlicher Darstellung mit einem klappbaren,
mit einem Arm ausgestatteten Positionierer in der Arbeitsstellung.
- Fig. 10
- zeigt eine gegenüber Fig. 9 vergrößerte Ansicht.
- Fig. 11
- zeigt die erfindungsgemäße Presszange gemäß Figuren 9 und 10 in räumlicher Darstellung
in einer Aufsteckstellung.
- Fig. 12
- zeigt eine gegenüber Fig. 11 vergrößerte Ansicht.
- Fig. 13
- zeigt eine räumliche Einzelteilansicht eines Armes oder Auslegers für eine erfindungsgemäße
Presszange.
FIGURENBESCHREIBUNG
[0026] Fig. 3 zeigt eine Ansicht einer Presszange 1 mit einem ringförmig geschlossenen Zangenkopf
2 in Plattenbauweise, der zwei in der Form identische Deckplatten 3 und 4 aufweist.
Die Deckplatten 3 und 4 sind in aller Regel symmetrisch zu einer Zangenkopfebene 5
(
Fig.
4) angeordnet. Die Zangenkopfebene 5 wird durch die beiden Haupterstreckungsrichtungen
des Zangenkopfes 2 festgelegt. In Fig. 3 bildet die Zangenkopfebene 5 zugleich die
Zeichenebene.
[0027] Im Zangenkopf 2 sind zwei Werkzeugteile 6, 7 angeordnet, die zusammen ein Werkzeug
bilden. Das Werkzeugteil 6 ist ortsfest im Zangenkopf 2 gelagert, während das Werkzeugteil
7 dazu relativ beweglich angeordnet ist. Das Werkzeugteil 7 wird hier mit Hilfe der
rahmenförmig geschlossenen Deckplatten 3, 4 linear geführt. Man kann sich die Werkzeugteile
6 und 7 als zueinander gehörige Pressgesenkteile vorstellen, mit denen es möglich
ist, ein Werkstück 8 in einem Pressvorgang bleibend zu verformen, beispielsweise eine
Crimpverbindung herzustellen. Dazu muss allerdings das Werkstück 8 zuvor in eine genau
festgelegte Relativlage zu den Werkzeugteilen 6 und 7 gebracht werden. Hierzu dient
ein Positionierer 9, der mit einem Schwenklager 10 mit Schwenkachse 11 verschwenkbar
an dem Zangenkopf 2 gelagert ist. Das Schwenklager 10 ist so ausgebildet und angeordnet,
dass sich seine Schwenkachse 11 in einer Ebene 12 befindet, die parallel zu der Zangenkopfebene
5 (Fig. 4) angeordnet ist. In der Regel liegt die Ebene 12 mit einigem Abstand parallel
zur Zangenkopfebene 5. Sie kann aber auch mit der Zangenkopfebene 5 zusammenfallen.
[0028] Im Einzelnen weist der Positionierer 9 eine Befestigungsplatte 13 auf, die mittels
einer Schraube 14 an einem Teil im Zangenkopf 2 verbunden ist, der einerseits mit
dem beweglichen Werkzeugteil und andererseits mit einem Antrieb 15 in Verbindung steht.
Als Antrieb 15 können zwei Handhebel 16 und 17 dienen, die in bekannter Weise am Zangenkopf
2 relativ zueinander verschwenkbar gelagert sind und das bewegliche Werkzeugteil 7
linear in Haupterstreckungsrichtung der Presszange 1 antreiben.
[0029] Der Positionierer 9 weist neben der Befestigungsplatte 13 eine Schwenkplatte 18 auf.
Die Schwenkplatte 18 ist mit der Befestigungsplatte 13 über das Schwenklager 10 verschwenkbar
verbunden, so dass die Schwenkplatte 18 um die Schwenkachse 11 verschwenkt werden
kann (vgl.
Fig.
7 und
8).
[0030] Die Schwenkplatte 18 (
Fig. 5) weist auf ihrer der Zangenkopfebene 5 abgekehrten Seite einen vorspringenden Bolzen
19 auf, der dem erleichterten Ergreifen der Schwenkplatte 18 für die Durchführung
eines Verschwenkvorgangs um die Schwenkachse 11 dient. Auf ihrer anderen, also dem
Zangenkopf 2 zugekehrten Seite, besitzt die Schwenkplatte 18 mindestens eine Aufnahmestelle
20. Fig. 3 lässt drei Aufnahmestellen 20 nebeneinander an dem Positionierer 9 bzw.
der Schwenkplatte 18 erkennen. Die Aufnahmestellen 20 sind drei Nestern an den Werkzeugteilen
6 und 7 zugeordnet und beispielsweise für unterschiedliche Durchmesser von Werkstücken
8 bestimmt. Jede Aufnahmestelle 20 ist hier als Vertiefung in der Rückseite 21 der
Schwenkplatte 18 ausgebildet. Es ist aber auch möglich, die Aufnahmestelle 20 an dem
Positionierer 9 bzw. der Schwenkplatte 18 als Vorsprung, insbesondere als vorspringender
Stift, auszubilden, um ein z. B. hülsen- oder rohrförmiges Werkstück 8 hier aufzustecken.
[0031] Fig. 5 zeigt in einer Schnittdarstellung die Schwenkplatte 18 des Positionierers
9. Die Schwenkplatte 18 kann insbesondere als Kunststoffformteil oder als Metallformteil
ausgebildet sein. Sie besitzt im unteren Bereich zur Realisierung der an der Schwenkplatte
18 befindlichen Teile des Schwenklagers 10 vorzugsweise mehrere Vorsprünge 22 mit
randoffenen Ausnehmungen 23, mit deren Hilfe sie auf einen Bolzen 24 lösbar aufgesteckt
werden kann, der an der Befestigungsplatte 13 (
Fig. 6) vorgesehen und gelagert ist. Der Bolzen 24 und die randoffene Ausnehmung 23 werden
in der montierten Stellung mit gemeinsam fluchtender Schwenkachse 11 vorgesehen. Im
unteren Teil der Rückseite 21 der Schwenkplatte 18 ist ein Magnet 25 gelagert, der
in der Arbeitsstellung (Fig. 4 und Fig. 8) diese Arbeitsstellung nachgiebig sichert.
Die Nachgiebigkeit, also die Fähigkeit der Arretierung der Arbeitsstellung für die
Schwenkplatte 18, ist dann sinnvoll, wenn in der Bearbeitung eine Längung des Werkstücks
8 auftritt, der Rechnung getragen werden muss. Es kann sich somit die Schwenkplatte
18 geringfügig aufschwenken und diese Längung des Werkstücks 8 während des Pressvorgangs
zulassen, ohne dass das Werkstück 8 in unzulässiger Weise verdrückt oder sonstwie
nachteilig beeinflusst wird. Es versteht sich, dass der Magnet 25, der zwischen der
Schwenkplatte 18 und der Befestigungsplatte 13 wirkt, auch an der Befestigungsplatte
13 angeordnet sein könnte. Da auch die Befestigungsplatte 13 als Kunststoffformteil
oder Metallformteil ausgebildet sein kann, besitzt diese zweckmäßig eine Bohrung 26,
in die in der montierten Stellung ein Stahlstift 27 (
Fig. 4) eingreift, der mit dem Magnet 25 zusammenwirkt. Der Stahlstift hat zugleich die
Aufgabe, die Befestigungsplatte 13 zusammen mit der Schraube 14 verdrehsicher am Zangenkopf
zu lagern. Statt der Verwendung eines Magneten 25 oder zusätzlich zu einem solchen
Magnet 25 kann die Schwenkplatte 18 auf ihrer Rückseite 21 ein oder mehrere zylindrische
Vorsprünge 28 aufweisen, die in nicht näher dargestellte Bohrungen in der Befestigungsplatte
18 in der Arbeitsstellung eingreifen bzw. einrasten. Diese Maßnahme kann dazu dienen,
ein bei der Realisierung des Schwenklagers 10 auftretendes und/oder sich durch häufige
Benutzung des Positionierers 9 vergrößerndes Spiel im Schwenklager 10 in der Arbeitsstellung
zu beseitigen und auf diese Art und Weise die Arbeitsstellung des Positionierers bzw.
der Schwenkplatte 18 mit dem eingesetzten Werkstück 8 zu stabilisieren.
[0032] Im Vergleich der Fig. 7 und 8 ist erkennbar, dass die Schwenkplatte 18 aus der Aufnahmestellung
(Fig. 7) in die Arbeitsstellung (Fig. 8) um einen Schwenkwinkel 29 um die Schwenkachse
11 des Schwenklagers 10 verschwenkbar ist. Der Schwenkwinkel 29 sollte mindestens
75° betragen. Besser ist es, wenn der Schwenkwinkel 29 mehr als 90° beträgt, beispielsweise
etwa 120°, wie in Fig. 5 dargestellt. Der Schwenkwinkel 29 wird durch einen Anschlag
30 begrenzt, der von der Deckplatte 3 gebildet wird und an den eine Kante oder Ecke
der Schwenkplatte 18 in der Aufsteckstellung (Fig. 7) anschlägt. Der Anschlag 30 bildet
gleichzeitig ein Widerlager für die Schwenkplatte 18, so dass die Schwenkplatte 18
in der Aufsteckstellung (Fig. 7) fixiert ist und das Werkstück 8 in die ausgewählte
Aufnahmestelle 20 lagegenau eingeschoben werden kann. Das Aufstecken oder Einstecken
des Werkstücks 8 in die Aufnahmestelle 20 erfolgt von Hand, wobei das Werkstück 8
in der Regel zwischen Daumen und Zeigefinger gehalten und geführt wird. Als Werkstück
8 ist in Fig. 7 ein Verbinder dargestellt, wie er bei einer Crimpverbindung mit einem
teilweise abisolierten elektrischen Leiter benötigt wird, wobei gleichzeitig zwei
Crimpverbindungen hergestellt werden müssen, nämlich einmal mit der Isolierung des
elektrischen Leiters und zum Anderen mit der Metallseele des elektrischen Leiters.
[0033] Fig. 8 zeigt die Relativstellung der Teile vor Einleitung eines solchen Bearbeitungsschritts
bzw. Crimpvorgangs. Es ist erkennbar, dass die Schwenkplatte 18 des Positionierers
um den Schwenkwinkel 29 aus der Aufsteckstellung gemäß Fig. 7 in die Arbeitsstellung
gemäß Fig. 8 verschwenkt worden ist. Das Werkstück 8 in Form des Verbinders ist damit
positionsgenau relativ zu dem beweglichen Werkzeugteil 7 positioniert. Die Achse des
Werkstücks 8 und die Achse des beweglichen Werkzeugteils 7 fluchten miteinander. Aus
den Fig. 7 und 8 ist erkennbar, dass das Werkstück 8 von der einen Seite her in den
Zangenkopf 2 in Richtung auf die Zangenkopfebene 5 senkrecht in die Arbeitsstellung
positioniert wird. Von der anderen Seite des Zangenkopfes 2, also relativ zu der Zangenkopfebene
5, wird nun ein elektrischer Leiter 31 mit seiner abisolierten Metallseele 32 eingeschoben,
bis die Stirnfläche seiner Isolierung 33 an einem Positionieranschlag 34 anschlägt.
Der Positionieranschlag 34 kann als im Zangenkopf 2 gegen Federkraft verschiebbare
dünne Platte ausgebildet sein, wie dies an sich bekannt ist. Der Positionieranschlag
34 dient nur dazu, die richtige vorgesehene Lage des elektrischen Leiters 31 herzustellen.
Der Positionieranschlag 34 hat keine Bedeutung für die Positionierung des Werkstücks
8 im Zangenkopf während der Arbeitsstellung. Natürlich ist der Positionieranschlag
34 auch auf die relative Lage des Werkstücks 8 in der Arbeitsstellung im Zangenkopf
abgestimmt. Man erkennt aber aus Fig. 8, dass die Achsen des Werkstücks 8 bzw. der
Aufnahmestelle 20 und die Achse des elektrischen Leiters 31 mit Abstand versetzt zueinander
vorgesehen sind. Dies ist während der Offenstellung der Presszange 1 der Fall. Bei
Durchführung des Arbeitsschritts, also beispielsweise eines Crimpvorgangs, wird das
bewegliche Werkzeugteil 7, an dem auch der Positionierer 9 mit seiner Schwenkplatte
18 sitzt, gradlinig nach oben, also in Richtung auf das feststehend im Zangenkopf
2 angeordnete Werkzeugteil 6, bewegt, so dass die beiden aus der zeichnerischen Darstellung
ersichtlichen Krampen des als Verbinder ausgebildeten Werkstücks 8 einmal um die Metallseele
32 und zum Anderen um die Isolierung 33 herumgreifen. Durch den gemeinsamen Arbeitsschritt
des Crimpens werden beide Verbindungen hergestellt. Nach Beendigung des Arbeits- bzw.
Crimpvorgangs ist der Leiter 31 mit dem Werkstück 8 verbunden und verbleibt beim Öffnen
der Presszange in seiner Relativlage zu dem beweglichen Werkzeugteil 7, so dass die
Gesamtheit aus Leiter 31 und Werkstück 8 entgegen der Einführbewegung des elektrischen
Leiters 31 relativ zur Zangenkopfebene 5 herausgenommen werden kann. Nach dem Aufschwenken
der Schwenkplatte 18 des Positionierers 9 in die Aufschwenkstellung gemäß Fig. 7 kann
ein neues Werkstück 8 eingesetzt und der Arbeitsvorgang dann wiederholt werden. Die
beschriebene Ausführungsform gemäß Fig. 3 bis 8 ist (neben weiteren Ausführungsformen,
die mit den erfindungsgemäßen Merkmalen kombiniert werden können) in
DE 198 32 884 C1 beschrieben.
[0034] In den
Fig. 9 bis
12 ist eine beispielhafte Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Presszange dargestellt,
wobei zu der Ausführungsform gemäß den Fig. 3 bis 7 korrespondierende Bauelemente
mit gleichen Bezugszeichen unter Hinzufügung des Buchstabens a gekennzeichnet sind.
[0035] Hier ist der Positionierer 9a mit einem Ausleger oder Arm 35 ausgestattet, welcher
als Einzelteil in
Fig. 13 dargestellt ist. Für das dargestellte Ausführungsbeispiel ist der Arm 35 als geformtes
Blechteil mit konstanter Wandstärke ausgebildet. Der Arm 35 ist mit einem Verbindungsbereich
36 und einer von dem Verbindungsbereich auskragenden Lasche 37 gebildet. Die Lasche
37 ist eben ausgebildet mit einer U-förmigen Außenkontur. Die Lasche 37 ist gegenüber
der Zangenkopfebene 5 unter einem spitzen Winkel 41 orientiert, wobei der Winkel 41
vorzugsweise 60° bis 85°, insbesondere 70° bis 80°, beispielsweise ungefähr 75°, beträgt.
Der Verbindungsbereich 36 ist mit einem Streifen ungefähr konstanter Breite gebildet,
der U-förmig abgewinkelt ist mit einem Grundschenkel 38 und zwei parallelen Seitenschenkeln
39, 40. Der Grundschenkel 38 besitzt eine ungefähr halbkreisförmige Aussparung 42
sowie zwei randgeschlossene oder, wie in Fig. 12 dargestellt, randoffene Ausnehmungen
43, 44. Die Seitenschenkel 39, 40 sind nach unten verlängert mit stabförmigen Fortsätzen
45, 46, die in ihren den Seitenschenkeln 39, 40 abgewandten Endbereichen 47, 48 um
90° aufeinander zu fluchtend zueinander abgewinkelt sind, wobei die im Einbauzustand
fluchtend zu der Schwenkachse 11a-11a orientiert sind.
[0036] Der Arm 35 wird von außen an den Positionierer 9a angesetzt, wobei der Bolzen 19
in die Aussparung 42 eintritt und die Rückseite des Grundschenkels 38 zur Anlage an
die Außenseite des Positionierers 9a kommt, während die Seitenschenkel 39, 40 des
Arms 35 den Positionierer 9a seitlich umgreifen. Wie beispielsweise in
Fig. 10 zu erkennen ist, erfolgt eine feste Verbindung zwischen Arm 35 und Positionierer
9a dadurch, dass zwei Schrauben 49, 50 durch die Ausnehmungen 43, 44 in Gewindebohrungen
des Positionierers 9a eingeschraubt werden. Die Endbereiche 47, 48 dienen jeweils
der Lagerung einer eines Federelements 51, hier einer Spiral- oder Schenkelfeder.
Das Federelement 51 besitzt zwei Schenkel, welche unter Erzeugung einer Torsionskraft
des Federelements 51 zueinander verschwenkt werden. Ein Schenkel 52 erstreckt sich
parallel zu dem Fortsatz 46 nach oben und erstreckt sich zwecks Sicherung gegenüber
dem Arm 35 in einem abgewinkelten Endbereich in eine Bohrung 53 in dem Seitenschenkel
40. Der andere Schenkel des Federelements 51 stützt sich in nicht dargestellter Weise
an der Presszange 1a, beispielsweise an der Deckplatte 3a, der Befestigungsplatte
13a oder dem Zangenkopf 2a, ab. Das Federelement 51 ist derart vorgespannt, dass dieses
den Positionierer 9a mit Arm 35 in Richtung der in Fig. 10 dargestellten Arbeitsstellung
beaufschlagt und in dieser sichern kann, was zusätzlich zu einer Sicherung durch den
Magneten 25 erfolgen kann.
[0037] Wie in Fig. 10 zu erkennen ist, erstreckt sich die Lasche 37 unter einem Winkel von
60° bis 85°, insbesondere 70° bis 80°, beispielsweise ungefähr 75°, zu der Zangenkopfebene
5a, wobei die Lasche 37 geringfügig in Richtung der Handhebel 16a, 17a geneigt ist.
Ist eine Hand des Benutzers auf die Handhebel 16a, 17a aufgelegt bzw. umfasst diese
die Handhebel 16a, 17a, so kann der Benutzer mit einem Finger, vorzugsweise dem Zeigefinger
oder Mittelfinger von außen gemäß Fig. 10 eine Betätigungskraft auf die Lasche 37
aufbringen, so dass die Lasche 37 in Einhandbedienung als Betätigungsorgan 54 genutzt
werden kann. Mit einer derartigen Betätigung kann benutzergesteuert eine Kraft sowie
ein Moment auf den Positionierer 9a ausgeübt werden, die auf eine Verschwenkung des
Positionierers 9a aus der Arbeitsstellung gemäß Fig. 9 in die Aufsteckstellung gemäß
Fig. 11 gerichtet ist, was in Einhandbedienung möglich ist. Mit Verringerung oder
Entfall der Betätigungskraft schließt das Federelement 51 wieder den Positionierer
9a bzw. verschwenkt diesen zurück in die Arbeitsstellung. Eine Begrenzung der Schwenkbewegung,
also vorzugsweise eine Vorgabe der Lage der Aufsteckstellung, kann, abweichend zu
der Ausführungsform gemäß Fig. 3 bis 7, dadurch erfolgen, dass die Lasche 37 mit ihrer
Unterseite zur Anlage an ein weiteres Bauelement der Presszange 1a kommt. Für das
dargestellte Ausführungsbeispiel ist dieses Bauelement als Teil des Antriebs 15 oder
als Schwenkbolzen des Antriebs 15 ausgebildet. Die Endbereiche 47, 48 bilden somit
Abstützorte 55, 56 für das Federelement 51.
BEZUGSZEICHENLISTE
[0038]
- 1
- Presszange
- 2
- Zangenkopf
- 3
- Deckplatte
- 4
- Deckplatte
- 5
- Zangenkopfebene
- 6
- Werkzeugteil
- 7
- Werkzeugteil
- 8
- Werkstück
- 9
- Positionierer
- 10
- Schwenklager
- 11
- Schwenkachse
- 12
- Ebene
- 13
- Befestigungsplatte
- 14
- Schraube
- 15
- Antrieb
- 16
- Handhebel
- 17
- Handhebel
- 18
- Schwenkplatte
- 19
- Bolzen
- 20
- Aufnahmestelle
- 21
- Rückseite
- 22
- Vorsprung
- 23
- Ausnehmung
- 24
- Bolzen
- 25
- Magnet
- 26
- Bohrung
- 27
- Stahlstift
- 28
- Vorsprung
- 29
- Schwenkwinkel
- 30
- Anschlag
- 31
- Leiter
- 32
- Metallseele
- 33
- Isolierung
- 34
- Positionieranschlag
- 35
- Arm
- 36
- Verbindungsbereich
- 37
- Lasche
- 38
- Grundschenkel
- 39
- Seitenschenkel
- 40
- Seitenschenkel
- 41
- Winkel
- 42
- Aussparung
- 43
- Ausnehmung
- 44
- Ausnehmung
- 45
- Fortsatz
- 46
- Fortsatz
- 47
- Endbereich
- 48
- Endbereich
- 49
- Schraube
- 50
- Schraube
- 51
- Federelement
- 52
- Schenkel
- 53
- Bohrung
- 54
- Betätigungsorgan
- 55
- Abstützort
- 56
- Abstützort
1. Presszange (1) zum Verpressen eines Werkstücks (8) mit
a) zwei relativ zueinander zur Herbeiführung einer Pressbewegung bewegbaren und manuell
betätigbaren Handhebeln (16, 17) und
b) einem Positionierer (9), der relativ zu einem Zangenkopf (2) verschwenkbar ist
um eine Schwenkachse (11), welche
aa) parallel zu einer Zangenkopfebene (5) und
ab) quer zur Bewegungsrichtung von Werkzeugteilen (6, 7) der Presszange (1) orientiert
ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
c) der Positionierer (9) mit einem Betätigungsorgan (54) in Wirkverbindung steht,
mit dessen Betätigung unmittelbar oder mittelbar eine Verschwenkung des Positionierers
(9) relativ zu dem Zangenkopf (2) herbeiführbar ist,
d) wobei das Betätigungsorgan (54) derart ausgebildet und angeordnet ist, dass dieses
von einer die Handhebel (16, 17) umschließenden Hand des Benutzers der Presszange
(1) betätigbar ist.
2. Presszange (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Betätigungsorgan (54) mit einem Arm (35) oder Ausleger des Positionierers (9)
gebildet ist.
3. Presszange (1) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Arm (35) mit einem Blech gebildet ist.
4. Presszange (1) nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Arm (35) oder das Blech zumindest einen Abstützort (55, 56) für ein Federelement
(51) bildet.
5. Presszange (1) nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Blech einen Fortsatz (45, 46 mit Endbereichen 47, 48) besitzt, welcher eine Lagerachse
für ein Federelement (51) bildet.
6. Presszange (1) nach einem der Ansprüche 2 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, dass
a) die Handhebel (16, 17) mit dem Presshub der Presszange (1) eine Bewegung in einer
Ebene ausführen,
b) in einer Arbeitsstellung des Positionierers (9) der Arm (35) unter einem spitzen
Winkel gegenüber der Ebene orientiert ist und
c) mit dem Überführen des Positionierers (9) von der Arbeitsstellung in eine Aufsteckstellung
der Arm (35) in Richtung der Ebene verschwenkt wird.
7. Presszange (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Positionierer (9) durch ein Federelement (51) in Richtung der Arbeitsstellung
beaufschlagt ist.
8. Presszange (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Positionierer (9) in der Arbeitsstellung über eine Rasteinrichtung oder eine
Sperreinrichtung gesichert ist oder sicherbar ist.
9. Presszange (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche 2 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die maximale Verschwenkung des Positionierers (9) begrenzt ist dadurch, dass der Arm (35) oder Ausleger zur Anlage an ein weiteres Bauelement der Presszange
(1) kommt.
10. Presszange (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Betätigungsorgan (54) derart ausgebildet und angeordnet ist, dass dieses von
einer die Handhebel (16, 17) umschließenden rechten Hand des Benutzers der Presszange
(1) betätigbar ist, aber auch von einer die Handhebel (16, 17) umschließenden linken
Hand des Benutzers der Presszange (1) betätigbar ist.
11. Presszange (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Positionierer (9) und/oder der Arm (35) oder Ausleger als Ausstattungsvariante
mit den weiteren Bestandteilen der Presszange (1) verbindbar sind.