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EP 2 107 651 A1 |
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EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG |
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Veröffentlichungstag: |
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07.10.2009 Patentblatt 2009/41 |
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Anmeldetag: 28.03.2008 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MT NL NO PL
PT RO SE SI SK TR |
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Benannte Erstreckungsstaaten: |
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AL BA MK RS |
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Anmelder: Nexans |
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75008 Paris (FR) |
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Erfinder: |
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- Huscher, Rainer
95679 Waldershof (DE)
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Vertreter: Döring, Roger |
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Patentanwalt
Weidenkamp 2 30855 Langenhagen 30855 Langenhagen (DE) |
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Anordnung mit mehreren elektrischen Leitern |
(57) Es wird eine Anordnung mit mehreren elektrischen Leitern (1 bis 5) angegeben, die
durch Stanzen aus einem metallischen Blech erzeugt und bis zu ihrer Weiterverarbeitung
mit etwa parallelem Verlauf durch Stege (6) als Einheit miteinander verbunden sind.
Bei entsprechend kleinem, elektrisch wirksamem Querschnitt der Leiter (2,4) der Einheit
ist zumindest jeweils ein Ende derselben durch mechanische Verformung zu einem zum
Aufstecken eines handelsüblichen Steckverbinders geeigneten kontaktstift (7,8) verdickt.
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[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Anordnung mit mehreren elektrischen Leitern,
die durch Stanzen aus einem metallischen Blech erzeugt und bis zu ihrer Weiterverarbeitung
mit etwa parallelem Verlauf durch Stege als Einheit miteinander verbunden sind (
DE 198 44 869 A1).
[0002] Derartige Anordnungen werden beispielsweise als Verbindungselemente für vieladrige
elektrische Leitungen oder für eine Vielzahl von Leitern aufweisende Flachband-Leitungen
jeweils untereinander oder mit dem jeweils anderen Leitungstyp verwendet. Die Leiter
und ihre Enden können in der auch als "Stanzgitter" bezeichneten Einheit in eine erforderliche
Form gebracht und in vorgegebener Art und Weise bearbeitet werden. Danach wird die
Einheit der Leiter unter Freilassung der Enden derselben in einen beispielsweise durch
Spritzgießen hergestellten Isolierkörper eingebettet. Anschließend werden die Stege
beispielsweise durch Stanzen durchtrennt, so daß die Leiter vereinzelt und gegeneinander
isoliert in dem Isolierkörper angeordnet sind. Die Enden der Leiter können dann als
Steckelemente zum Aufstecken von Steckverbindern benutzt werden oder es können weiterführende
Leiter angelötet, angeschweißt oder angecrimpt werden. Eine Steckverbindung mit handelsüblichen
Steckverbindern ist nur dann möglich, wenn die Leiter einen Mindestquerschnitt haben.
Dieser Mindestquerschnitt wird in bekannter Technik eingehalten, auch wenn die Leiter
dadurch in vielen Fällen für die Übertragung von Strom oder Signalen überdimensioniert
sind. Wegen des dadurch möglichen Einsatzes von handelsüblichen Steckverbindern, wird
dieser erhöhte Materialaufwand jedoch in Kauf genommen.
[0003] Diese Tatsache gilt auch für die bekannte Anordnung nach der eingangs erwähnten
DE 198 44 869 A1, bei welcher zur Verbindung von Flachleitern einer Flachband-Leitung mit Rundleitern
einer runden Leitung jeweils an einem Ende der einzelnen Leiter mit zusätzlichem Materialaufwand
Schneidkontakte ausgeformt sind, zwischen welche die Rundleiter der runden Leitung
eingeschoben werden können.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die eingangs geschilderte Anordnung bezüglich
Herstellung und Materialaufwand zu vereinfachen.
[0005] Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß bei entsprechend kleinem,
elektrisch wirksamem Querschnitt der Leiter der Einheit zumindest jeweils ein Ende
derselben durch mechanische Verformung zu einem zum Aufstecken eines handelsüblichen
Steckverbinders geeigneten Kontaktstift verdickt ist.
[0006] In dieser Anordnung ist mindestens ein Leiter mit kleinem, elektrisch wirksamem Querschnitt
vorhanden, welcher der Stromstärke von entsprechend niedrigen, zu übertragenden Strömen
und Signalen angepaßt ist. Dieser Leiter kann dabei einen Querschnitt aufweisen, der
für die elektrische Übertragung ausreichend, zum Aufstecken handelsüblicher Steckverbinder
aber nicht geeignet ist. Ein solcher verminderter Querschnitt des Leiters ist aber
sinnvoll, weil beim Ausstanzen desselben leitendes Material eingespart werden kann.
Dieser Vorteil wirkt sich bei zwei oder mehr Leitern der Einheit mit vermindertem
Querschnitt verstärkt aus. Durch das auf einfache Weise durchführbare mechanische
Verdicken des Leiterendes bzw. der Leiterenden zu einem Kontaktstift kann auch der
jeweilige Leiter mit einem handelsüblichen Steckverbinder kontaktiert werden. Zum
Aufdicken des Leiterendes braucht dasselbe nur in eine Aufnahme eingebracht zu werden,
in welcher es beispielsweise durch Stauchen, beispielsweise mittels eines Stempels,
auf einfache Weise seinen dickeren Querschnitt erhält. In bevorzugter Ausführungsform
haben alle Leiter der Einheit einen verminderten Querschnitt und einen Kontaktstift
an mindestens einem Ende.
[0007] Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes sind in den Zeichnungen dargestellt.
[0008] Es zeigen:
Fig. 1 in schematischer Darstellung die Anordnung nach der Erfindung vor der Bearbeitung
der Leiterenden.
Fig. 2 die Anordnung nach Fig. 1 nach der Bearbeitung der Leiterenden.
Fig. 3 einen Leiter der Anordnung in gegenüber Fig. 2 abgewandelter Ausführungsform.
[0009] In Fig. 1 ist schematisch eine Einheit von fünf elektrischen Leitern 1 bis 5 dargestellt,
die durch Stanzen aus einem metallischen Blech erzeugt ist. Das Blech besteht beispielsweise
aus Kupfer oder Bronze und hat vorzugsweise eine Dicke von 0,3 mm bis 0,5 mm. Die
Leiter 1 bis 5 sind durch Stege 6 miteinander verbunden. Sie haben im dargestellten
Ausführungsbeispiel unterschiedliche Breiten und damit unterschiedliche, elektrisch
wirksame Querschnitte. Die Leiter 1 bis 5 können mit Vorteil und in bevorzugter Ausführungsform
auch alle einen gleichen Querschnitt haben. Es können auch mehr oder weniger als fünf
Leiter in einer Einheit zusammengefaßt sein.
[0010] Die Leiter 1, 3 und 5 können beispielsweise einen solchen Querschnitt haben, daß
ihre Enden zum Aufstecken von handelsüblichen Steckverbindern geeignet sind. Die Leiter
2 und 4 hingegen haben im dargestellten Ausführungsbeispiel einen derart verminderten
Querschnitt, daß handelsübliche Steckverbinder nicht aufgesteckt werden können. Ihre
Breite liegt vorzugsweise zwischen 0,6 mm und 2,5 mm. Diese Abmessungen gelten in
bevorzugter Ausführungsform für alle Leiter der Einheit.
[0011] Zumindest eines der Enden der Leiter 2 und 4 ist gemäß Fig. 2 jeweils zu einem Kontaktstift
7 bzw. 8 verdickt, auf den ein handelsüblicher Steckverbinder aufgesteckt werden kann.
Die Kontaktstifte 7 und 8 haben vorzugsweise eine zwischen 0,64 mm und 1,7 mm liegende
Breite und eine zwischen 0,64 mm und 1,0 mm liegende Dicke. Sie sind gegebenenfalls
an allen Leitern der Einheit vorhanden.
[0012] Zur Erzeugung der Kontaktstifte 7 und 8 werden die Enden der Leiter 2 und 4 beispielsweise
in einer entsprechenden Aufnahme gestaucht, beispielsweise mittels eines auf dieselben
einwirkenden Stempels. Die dabei vorgenommene Verkürzung der beiden Leiter 2 und 4
kann bei der Herstellung der Einheit gemäß Fig. 1 bereits für die Leiter 1, 3 und
5 berücksichtigt werden, die dann entsprechend verkürzt ausgestanzt werden. Die Kürzung
kann aber auch nachträglich vorgenommen werden. Eine entsprechende Einheit geht aus
Fig. 2 hervor.
[0013] Die Kontaktstifte 7 und 8 können gemäß Fig. 2 in Achsrichtung der Leiter 2 und 4
verlaufen. Sie können gemäß Fig. 3 aber auch um einen Winkel von 90° zum zugehörigen
Leiter gebogen sein, so wie es für den Leiter 2 dargestellt ist.
[0014] Nach der beschriebenen Bearbeitung der Leiter 2 und 4 bzw. aller Leiter 1 bis 5 wird
die Einheit unter Freilassung der Enden der Leiter bzw. der Kontaktstifte 7 und 8
in ein Spritzgießwerkzeug eingelegt und in einen Isolierkörper eingebettet. Anschließend
können die Stege 6 beispielsweise durch Stanzen durchtrennt werden. Die Einheit aus
Leitern 1 bis 5 ist dann gebrauchsfertig.
1. Anordnung mit mehreren elektrischen Leitern, die durch Stanzen aus einem metallischen
Blech erzeugt und bis zu ihrer Weiterverarbeitung mit etwa parallelem Verlauf durch
Stege als Einheit miteinander verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, daß bei entsprechend kleinem, elektrisch wirksamem Querschnitt der Leiter der Einheit
zumindest jeweils ein Ende derselben durch mechanische Verformung zu einem zum Aufstecken
eines handelsüblichen Steckverbinders geeigneten Kontaktstift (7,8) verdickt ist.
2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Kontaktstift (7,8) in Achsrichtung des jeweiligen Leiters verläuft.
3. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Kontaktstift (7,8) unter einem Winkel von vorzugsweise 90° zur Achsrichtung des
jeweiligen Leiters verläuft.
4. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß ein Leiter, an dessen Ende ein Kontaktstift (7,8) angeformt ist, eine Dicke von 0,3
mm bis 0,5 mm hat.
5. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Kontaktstift (7,8) eine Breite von 0,64 mm bis 1,7 mm und eine Dicke von 0,64
mm bis 1,0 mm hat.
6. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß alle Leiter der Einheit einen kleinen, elektrisch wirksamen Querschnitt haben und
zumindest an einem Ende jeweils zu einem Kontaktstift verdickt sind.

IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
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