[0001] Die Erfindung betrifft einen Falzapparat einer Druckmaschine nach dem Oberbegriff
des Anspruchs 1.
[0002] Falzapparate von Druckmaschinen dienen der Ausbildung von Falzen an bedruckten Bedruckstoffen,
wobei bei aus dem Stand der Technik bekannten Falzapparaten ein bahnförmiger Bedruckstoff
üblicherweise zuerst durch eine mindestens einen Falztrichter aufweisende erste Längsfalzeinheit
geführt wird, um so am bahnförmigen sowie vorzugsweise noch nicht durchtrennten Bedruckstoff
einen Längsfalz auszubilden. Ausgehend von der ersten Längsfalzeinheit wird der bahnförmige
Bedruckstoff in Richtung auf eine Schneideinheit geführt, die zumindest einen Schneidmesserzylinder
und einen mit dem Schneidmesserzylinder zusammenwirkenden Nutenzylinder umfasst. Im
Bereich der Schneideinheit werden vom bahnförmigen Bedruckstoff Exemplare durch Querschneiden
abgetrennt. Der Schneideinheit ist üblicherweise eine Querfalzeinheit nachgeordnet,
die zumindest einen Falzmesserzylinder sowie einen Falzklappenzylinder umfasst. An
der Scheideinheit abtrennte Exemplare werden mit Hilfe des Falzmesserzylinders in
Richtung auf den Falzklappenzylinder bewegt. Die vom bahnförmigen Bedruckstoff abgetrennten
Exemplare, welche vom Falzmesserzylinder in Richtung auf den Falzklappenzylinder bewegt
werden, werden unter Ausbildung eines ersten Querfalzes vom Falzmesserzylinder an
den Falzklappenzylinder übergeben. Weitere, zweite Querfalze sind zwischen dem Falzklappenzylinder
und einem Greiferzylinder ausbildbar, der mit dem Falzklappenzylinder zusammenwirkt.
Die so mit einem Längsfalz sowie mit mindestens einem Querfalz versehenen Exemplare
gelangen ausgehend von der Querfalzeinheit in den Bereich einer zweiten Längsfalzeinheit,
die üblicherweise mehrere Falztische umfasst. Im Bereich der Falztische werden an
den bereits vorgefalzten Exemplaren zweite Längsfalze ausgebildet, die parallel zu
dem in der ersten Längsfalzeinheit ausgebildeten Längsfalz verlaufen.
[0003] An Stelle der ersten Längsfalzeinheit kann auch ein sogenannter Magazinaufbau vorhanden
sein, wobei im Magazinaufbau keine Längsfalzung sondern eine Längstrennung des Bedruckstoffs
erfolgt. Weiterhin sind auch Falzapparate bekannt, die über keine Querfalzeinheit
und/oder keine zweite Längsfalzeinheit stromabwärts der Schneideinheit verfügen.
[0004] Zwischen der ersten Längsfalzeinheit bzw. dem Magazinaufbau und der Schneideinheit
kann eine Querperforationseinheit und/oder eine Längsperforationseinheit angeordnet
sein, um den im Bereich der ersten Längsfalzeinheit vorgefalzten oder den im Bereich
des Magazinaufbaus in Längsrichtung durchtrennten Bedruckstoff zu perforieren. Die
Perforationen unterstützen die Ausbildung von Querfalzen in der Querfalzeinheit und/oder
die Ausbildung von Längsfalzen in der zweiten Längsfalzeinheit.
[0005] Für den ordnungsgemäßen Betrieb eines Falzapparates ist es erforderlich, den ordnungsgemäßen
Transport von Exemplaren durch den Falzapparat zu überwachen, um dann, wenn kein ordnungsgemäßer
Transport der Exemplare durch den Falzapparat festgestellt wird, einen Stopper auszulösen
und so Beschädigungen des Falzapparats zu vermeiden. Bei aus der Praxis bekannten
Falzapparaten erfolgt die sogenannte Stopperüberwachung dadurch, dass Fehlexemplare
im Falzapparat gezählt werden. Insbesondere bei hohen Produktgeschwindigkeiten ist
diese Stopperüberwachung jedoch nicht ausreichend, um zuverlässig einen Falzapparat
vor Beschädigungen zu schützen. Es besteht daher ein Bedarf an einem Falzapparat einer
Druckmaschine mit einer für hohe Produktionsgeschwindigkeiten geeigneten Stopperüberwachung.
[0007] Hiervon ausgehend liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, einen neuartigen
Falzapparat einer Druckmaschine zu schaffen.
[0008] Diese Aufgabe wird durch einen Falzapparat gemäß Anspruch 1 gelöst.
[0009] Beim erfindungsgemäßen Falzapparat erfolgt die Stopperüberwachung dadurch, dass mit
Hilfe mindestens eines Sensors die Lage von Exemplaren im Falzapparat erfasst wird
und in Abhängigkeit von frei konfigurierbaren Grenzwerten für die Lage der Exemplare
ein Stopper und/oder eine Warnmeldung ausgelöst bzw. generiert wird. Hierdurch kann
eine Stopperschnellerkennung bereitgestellt werden, die auch bei hohen Produktionsgeschwindigkeiten
eine zuverlässige Stopperüberwachung ermöglicht, um so selbst bei hohen Produktionsgeschwindigkeiten
eine Beschädigung des Falzapparats sicher ausschließen zu können.
[0010] Bevorzugte Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen und
der nachfolgenden Beschreibung. Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird, ohne hierauf
beschränkt zu sein, an Hand der Zeichnung näher erläutert. Dabei zeigt:
- Fig. 1:
- eine schematisierte Darstellung eines erfindungsgemäßen Falzapparats einer Druckmaschine;
- Fig. 2:
- ein Detail des Falzapparats der Fig. 1.
[0011] Fig. 1 zeigt eine mögliche Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Falzapparats 10
einer Druckmaschine, wobei der in Fig. 1 dargestellte Falzapparat 10 eine einen Falztrichter
11 umfassende erste Längsfalzeinheit 12 aufweist, die dem Ausbilden eines ersten Längsfalzes
am bahnförmigen, noch nicht durchtrennten Bedruckstoff dient. Der ersten Längsfalzeinheit
12 ist eine Schneideinheit 13 nachgeordnet, die dem Abtrennen von Exemplaren vom bahnförmigen
Bedruckstoff durch Querschneiden dient. Die Schneideinheit 13 umfasst einen Schneidmesserzylinder
14 sowie einen mit dem Schneidmesserzylinder 14 zusammenwirkenden Nutenzylinder 15.
Im Bereich der Schneideinheit 13 vom bahnförmigen Bedruckstoff abgetrennte Exemplare
werden an einem Sammelzylinder 16 des Falzapparats 10 gesammelt und ausgehend vom
Sammelzylinder 16 einer zweiten Längsfalzeinheit 17 zugeführt, im Bereich derer an
den abgetrennten Exemplaren zweite Längsfalze ausbildbar sind, die parallel zu den
in der ersten Längsfalzeinheit 12 ausgebildeten ersten Längsfalzen verlaufen. Im Ausführungsbeispiel
der Fig. 1 ist zwischen der ersten Längsfalzeinheit 11 und der Schneideinheit 13 eine
Längsperforationseinheit 18 angeordnet, die der Ausbildung von Längsperforationen
am Bedruckstoff dient, wobei die Längsperforationen die Ausbildung der zweiten Längsfalze
im Bereich der zweiten Längsfalzeinheit 17 unterstützen.
[0012] Zum Transport des Bedruckstoffs bzw. der Exemplare durch die Falzeinheit 10 dienen
Zugwalzen 19. Mit Hilfe einer Beschleunigungseinheit 20 sind vom Bedruckstoff abgetrennte
Exemplare auf die Umfangsgeschwindigkeit des Sammelzylinders 16 beschleunigbar.
[0013] Das in Fig. 1 dargestellte Ausführungsbeispiel eines Falzapparats 10 dient lediglich
der Ausbildung von Längsfalzen am Bedruckstoff. Die Erfindung soll jedoch nicht auf
diese konkrete Ausführungsform eines Falzapparats beschränkt sein, vielmehr kann die
Erfindung auch an Falzapparaten Verwendung finden, die zusätzlich über mindestens
eine Querfalzeinheit sowie gegebenenfalls eine Querperforationseinheit verfügen.
[0014] Beim Falzapparat 10 der Fig. 1 ist stromabwärts der Schneideinheit 13 und stromaufwärts
des Sammelzylinders 16 entlang der Transportstrecke von im Bereich der Schneideinheit
13 vom Bedruckstoff abgetrennten Exemplaren 21 ein Sensor 22 positioniert. Der Sensor
22 erfasst die Exemplare 21 messtechnisch und übermittelt ein Messsignal 23 an eine
Steuerungseinheit 24 (siehe Fig. 2). Der Steuerungseinheit 24 wird als weitere Eingangsgröße
ein Signal 25 eines Impulsgebers zugeführt, welches Informationen über den Maschinenwinkel
der Druckmaschine und damit des Falzapparats 10 enthält.
[0015] Die Steuerungseinheit 24 bestimmt auf Grundlage des vom Sensor 22 bereitgestellten
Messsignals 23 sowie auf Basis des Signals 25 des Impulsgebers die Lage der Exemplare
21 im Falzapparat relativ zum Maschinenwinkel. Dies erfolgt vorzugsweise derart, dass
der Sensor 22 eine Vorderkante der Exemplare 21 durch eine entsprechende Signalflanke
im Messsignal 23 erfasst, wobei die Steuerungseinheit 24 überprüft, in welchem Winkelbereich
des Maschinenwinkels diese Signalflanke und damit die Vorderkante der Exemplare 21
liegt.
[0016] Abhängig von der so ermittelten Lage der Exemplare 21 relativ zum Maschinenwinkel
und von frei konfigurierbaren Grenzwerten für die Lage der Exemplare, die der Steuerungseinheit
24 als Signal 26 zuführbar sind, generiert die Steuerungseinheit 24 ein Ausgangssignal
27, um einen Stopper und/oder eine Warnmeldung auszulösen.
[0017] Dann, wenn die auf die obige Art und Weise ermittelte Lage der Exemplare 21 im Falzapparat
10 innerhalb eines von einem ersten oberen Grenzwert und einem ersten unteren Grenzwert
definierten ersten Wertebereichs für den Maschinenwinkel liegt, schließt die Steuerungseinheit
24 auf eine ordnungsgemäße Lage der Exemplare 21 im Falzapparat und löst dann weder
einen Stopper noch eine Warnmeldung aus.
[0018] Dann hingegen, wenn die auf die obige Art und Weise ermittelte Lage der Exemplare
21 innerhalb eines von dem ersten oberen Grenzwert oder einen zweiten oberen Grenzwert
definierten zweiten Wertebereichs für den Maschinenwinkel oder innerhalb eines von
dem ersten unteren Grenzwert und einem zweiten unteren Grenzwert definierten dritten
Wertebereichs für den Maschinenwinkel liegt, generiert die Steuerungseinheit 24 ein
Ausgangssignal 27, mit welchem zwar eine Warnmeldung jedoch kein Stopper ausgelöst
wird. Hierbei ist der zweite obere Grenzwert größer als der erste untere Grenzwert
und der zweite untere Grenzwert ist kleiner als der erste untere Grenzwert.
[0019] Dann, wenn die auf die obige Art und Weise ermittelte Lage der Exemplare weder innerhalb
des ersten Wertebereichs noch innerhalb des zweiten und dritten Wertebereichs liegt,
schließt die Steuerungseinheit 24 auf eine nicht ordnungsgemäße Lage der Exemplare
21 im Falzapparat und generiert ein Ausgangssignal 27, welches zumindest einen Stopper
bzw. eine Stoppmeldung und vorzugsweise auch eine Warnmeldung auslöst.
[0020] In einem konkreten Ausführungsbeispiel soll davon ausgegangen werden, dass dann eine
ordnungsgemäße Lage der Exemplare 21 im Falzapparat 10 gegeben ist, wenn der Sensor
22 die Vorderkanten derselben bei einem Maschinenwinkel von 40° detektiert. In diesem
Fall kann der erste untere Grenzwert 35° und der erste obere Grenzwert 45° betragen,
wobei dann, wenn die Steuerungseinheit 24 feststellt, dass die Vorderkanten der Exemplare
21 in dem durch diese Grenzwerte definierten ersten Wertebereich zwischen 35° und
45° liegen, dieselbe weder einen Stopper noch eine Warnmeldung auslöst. Der zweite
obere Grenzwert kann in diesem Fall 50° und der zweite untere Grenzwert kann in diesem
Fall 30° betragen, wobei dann, wenn die Steuerungseinheit 24 feststellt, dass die
Lage der Vorderkanten der Exemplare innerhalb des zweiten Wertebereichs zwischen 45°
und 50° oder innerhalb des dritten Wertebereichs zwischen 30° und 35° liegt, dieselbe
eine Warnmeldung, jedoch keinen Stopper auslöst.
[0021] Dann hingegen, wenn die Steuerungseinheit 24 feststellt, dass die Lage der Vorderkanten
der Exemplare in keinem dieser Wertebereiche liegt, löst die Steuerungseinheit 24
einen Stopper bzw. eine Stoppmeldung und gegebenenfalls eine Warnmeldung aus.
[0022] Beim erfindungsgemäßen Falzapparat ist demnach die Lage der Exemplare 21, nämlich
die Lage von Vorderkanten derselben, mit Hilfe mindestens eines Sensors 22 erfassbar,
wobei der Sensor 22 einen entsprechenden Messwert 23 an die Steuerungseinheit 24 übermittelt,
welche die Lage der Exemplare 21 im Falzapparat relativ zum Maschinenwinkel bestimmt
und ermittelt, in welchem frei konfigurierbaren Wertebereich die so ermittelte Lage
der Exemplare liegt. Abhängig hiervon kann ein Stopper bzw. eine Stoppmeldung und/oder
eine Warnmeldung ausgelöst bzw. generiert werden.
[0023] Im Ausführungsbeispiel der Fig. 1 ist entlang des Transportwegs der Exemplare 21
stromabwärts der Schneideinheit 13 ausschließlich ein Sensor 22 positioniert. Im Unterschied
hierzu ist es auch möglich, stromabwärts der Schneideinheit 13 entlang des Transportwegs
der Exemplare 21 mehrere Sensoren 22 zu positionieren, um so in unterschiedlichen
Bereichen der Transportstrecke des Falzapparats die Lage der Exemplare im Falzapparat
zu überwachen.
[0024] Im Sinne der hier vorliegenden Erfindung ist es möglich, dass die Steuerungseinheit
24 die auf die obige Art und Weise ermittelte Lage der Exemplare im Falzapparat auf
eine Anzeigeeinrichtung visualisiert und hierzu ein weiteres Ausgangssignal 27 bereitstellt.
So ist es z. B. möglich, auf einem Monitor schematisiert den Falzapparat mit seinen
einzelnen Aggregaten darzustellen, und zwar zusammen mit der Position des oder jedes
Sensors, der entlang der Transportstrecke der Exemplare durch den Falzapparat positioniert
ist. Dann, wenn von dem jeweiligen Sensor eine ordnungsgemäße Lage der Exemplare im
Falzapparat erkannt wird, können entsprechende Exemplare auf dem Monitor in einer
ersten Farbe, z. B. in grün, visualisiert werden.
[0025] Dann hingegen, wenn aufgrund der oben beschriebenen Lageermittlung der Steuerungseinheit
24 eine Warnmeldung generiert wird, können die Exemplare in einer zweiten Farbe, z.
B. in gelb, visualisiert werden. Wird hingegen ein Stopper ausgelöst, so können die
Exemplare auf dem Monitor in einer dritten Farbe, z. B. in rot, dargestellt werden,
und zwar jeweils benachbart zum jeweiligen Sensor, der die für die jeweilige Lageermittlung
notwendigen Messsignale bereitstellt. An jedem Messpunkt kann die Abweichung vom Sollwert
angezeigt werden. Etwaige Abweichungen können wichtige Erkenntnisse über Unregelmäßigkeiten
in der Maschine geben.
[0026] Ebenso ist es beim erfindungsgemäßen Falzapparat möglich, dass die Steuerungseinheit
24 die auf die obige Art und Weise ermittelte Lage der Exemplare 21 in einer Speichereinheit
speichert, um die so gespeicherten Messwerte für spätere Diagnosezwecke verwenden
zu können.
[0027] Ein Sollwert für die Lage der Exemplare 21 nach dem zweiten, von der zweiten Längsfalzeinheit
17 ausgeführten Längsfalz kann, um die Bewegungen des zweiten Längsfalzes zu kompensieren,
auch von der Position des zweiten Längsfalzes abhängig sein. Wird der zweite Längsfalz
z. B. relativ zum Falzwerk nach vorne verstellt, so können auch die Sollwerte für
die Positionen der Exemplare 21 nach dem zweiten Längsfalz um den gleichen Betrag
nach vorne verschoben werden. Die Grenzwerte für die Lage der Exemplare, mit welchen
die messtechnisch ermittelte Lage der Exemplare verglichen wird, können demnach hiervon
abhängig veränderbar sein.
Bezugszeichenliste
[0028]
- 10
- Falzapparat
- 11
- Falztrichter
- 12
- erste Längsfalzeinheit
- 13
- Schneideinheit
- 14
- Schneidmessezylinder
- 15
- Nutenzylinder
- 16
- Sammelzylinder
- 17
- zweite Längsfalzeinheit
- 18
- Längsperforationseinheit
- 19
- Zugwalzen
- 20
- Beschleunigungseinheit
- 21
- Exemplar
- 22
- Sensor
- 23
- Messsignal
- 24
- Steuerungseinheit
- 25
- Signal
- 26
- Signal
- 27
- Ausgangssignal
1. Falzapparat (10) einer Druckmaschine, insbesondere einer Rollenrotationsdruckmaschine,
mit einer ersten Längsfalzeinheit (12) oder einem Magazinaufbau,
mit einer in Transportrichtung eines Bedruckstoffs gesehen stromabwärts der ersten
Längsfalzeinheit (12) oder des Magazinaufbaus angeordneten Schneideinheit (13), um
vom Bedruckstoff durch Querschneiden Exemplare abzutrennen, und
gegebenenfalls mit einer in Transportrichtung des Bedruckstoffs gesehen stromabwärts
der Schneideinheit (13) angeordneten Querfalzeinheit und/oder zweiten Längsfalzeinheit
(17),
wobei in Transportrichtung des Bedruckstoffs gesehen stromabwärts der Schneideinheit
(13) entlang der Transportstrecke der Exemplare durch den Falzapparat (10) mindestens
ein Sensor (22) positioniert ist, der die Exemplare messtechnisch erfasst und ein
Messsignal an eine Steuerungseinheit (24) übermittelt, dadurch gekennzeichnet, dass
die Steuerungseinheit (24) auf Grundlage des von dem oder jedem Sensor (22) bereitgestellten
Messsignals und eines Signals (25) eines Impulsgebers, welches Informationen über
einen Maschinenwinkel der Druckmaschine und damit des Falzapparats (10) enthält, die
Lage der Exemplare im Falzapparat relativ zu dem Maschinenwinkel bestimmt,
die Steuerungseinheit (24) abhängig von der so ermittelten Lage der Exemplare und
von frei konfigurierbaren Grenzwerten für die Lage der Exemplare einen Stopper und/oder
eine Warnmeldung auslöst bzw. generiert, nämlich derart, dass
dann, wenn die ermittelte Lage der Exemplare im Falzapparat (10) innerhalb eines von
einem ersten oberen Grenzwert und einem ersten unteren Grenzwert definierten ersten
Wertebereichs für den Maschinenwinkel liegt, die Steuerungseinheit (24) weder einen
Stopper noch eine Warnmeldung auslöst bzw. generiert sondern vielmehr auf eine ordnungsgemäße
Lage der Exemplare im Falzapparat schließt,
dann, wenn die Lage der Exemplare innerhalb eines von dem ersten oberen Grenzwert
und einem zweiten oberen Grenzwert definierten zweiten Wertebereichs für den Maschinenwinkel
oder innerhalb eines von dem ersten unteren Grenzwert und einem zweiten unteren Grenzwert
definierten dritten Wertebereichs für den Maschinenwinkel liegt, die Steuerungseinheit
(24) eine Warnmeldung jedoch keinen Stopper auslöst bzw. generiert,
dann, wenn die Lage der Exemplare weder innerhalb des ersten Wertebereichs noch innerhalb
des zweiten oder dritten Wertebereichs liegt, die Steuerungseinheit (24) zumindest
einen Stopper auslöst bzw. generiert.
2. Falzapparat nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerungseinheit (24) die ermittelte Lage der Exemplare im Falzapparat auf einer
Anzeigeinrichtung visualisiert.
3. Falzapparat nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerungseinheit (24) die ermittelte Lage der Exemplare im Falzapparat in einer
Speichereinrichtung speichert.
1. A folding apparatus (10) of a printing press, in particular of a web-fed rotary printing
press,
comprising a first longitudinal folding unit (12) or a cartridge assembly, comprising
a cutting unit (13) arranged downstream from the first longitudinal folding unit (12)
or from the cartridge assembly, viewed in the transport direction of a printing material,
for severing copies from the printing material by means of cross cutting, and
if applicable comprising a cross folding unit/and or second longitudinal folding unit
(17) arranged downstream from the cutting unit (13), viewed in the transport direction
of the printing material,
wherein at least one sensor (22), which detects the copies by measurement and transmits
a measuring signal to a control unit (24), is positioned downstream from the cutting
unit (13) along the transport path of the copies through the folding apparatus (10),
viewed in the transport direction of the printing material,
characterized in that
based on the measuring signal provided by the or each sensor (22) and on a signal
(25) from an impulse generator, which contains information about a machine angle of
the printing press and thus of the folding apparatus (10), the control unit (24) determines
the position of the copies in the folding apparatus relative to the machine angle,
as a function of the position of the copies determined in this way and of freely configurable
threshold values for the position of the copies, the control unit (24) generates or
triggers, respectively, a stopper and/or an alert, namely in such a way that that
when the determined position of the copies in the folding apparatus (10) lies within
a first value range, which is defined by a first upper threshold value and a first
lower threshold value for the machine angle, the control unit (24) neither triggers
or generates, respectively, a stopper nor an alarm, but does in fact draw a conclusion
to a proper position of the copies in the folding apparatus,
if the position of the copies lies within a second value range, which is defined by
the first upper threshold value for the machine angle or a second upper threshold
value, or within a third value range, which is defined by the first lower threshold
value and a second lower threshold value for the machine angle, the control unit (24)
triggers or generates, respectively, an alarm, but not a stopper,
if the position of the copies lies neither within the first value range nor within
the second or third value range, the control unit (24) triggers or generates, respectively,
at least a stopper.
2. The folding apparatus according to claim 1, characterized in that the control unit (24) visualizes the determined position of the copies in the folding
apparatus on a display device.
3. The folding apparatus according to claim 1 or 2, characterized in that the control unit (24) stores the determined position of the copies in the folding
apparatus in a storage device.
1. Appareil de pliage (10) d'une presse, en particulier d'une presse rotative, comportant
une première unité de pliage longitudinal (12) ou une structure de magasin,
une unité de coupe (13) disposée en aval de la première unité de pliage longitudinal
(12) ou de la structure de magasin, vu dans le sens transport d'un support d'impression,
pour séparer des exemplaires du support d'impression par coupe transversale, et
éventuellement une unité de pliage transversal disposée en aval de l'unité de coupe
(13) et/ou une seconde unité de pliage longitudinal (17), vu dans le sens de transport
du support d'impression,
sachant que, vue dans le sens de transport du support d'impression, en aval de l'unité
de coupe (13), le long du parcours de transport des exemplaires à travers l'appareil
de pliage (10), est positionné au moins un capteur (22) qui détecte les exemplaires
par technique de mesure et transmet un signal de mesure à une unité de commande (24),
caractérisé en ce que
l'unité de commande (24), sur la base du signal de mesure mis à disposition par le
ou par chaque capteur (22) et d'un signal (25) d'un émetteur d'impulsions verts en
contenant des informations sur un angle mécanique de la presse et donc de l'appareil
de pliage (10), détermine la position des exemplaires dans l'appareil de pliage par
rapport à l'angle mécanique,
l'unité de commande (24), en fonction de la position ainsi déterminée des exemplaires
et de valeurs librement configurables pour la position des exemplaires, déclenche
ou génère un arrêt et/ou un message d'avertissement, à savoir de manière à ce que,
si la position déterminée des exemplaires dans l'appareil de pliage (10) se situe
dans le cadre d'une plage de valeur définie par une première valeur limite supérieure
et une première limite inférieure pour l'angle mécanique, l'unité de commande (24)
ne déclenche ou ne génère ni en d'arrêt, ni de message d'avertissement, mais conclut
au contraire à une position correcte des exemplaires dans l'appareil de pliage (10),
si la position des exemplaires se situe dans une deuxième plage de valeur définie
par la première valeur limite supérieure et une seconde valeur limite inférieure pour
l'angle mécanique ou une troisième plage de valeur définie par la première valeur
limite inférieure et une seconde valeur limite inférieure pour l'angle mécanique,
l'unité de commande (24) déclenche ou génère un message d'avertissement mais pas d'arrêt,
si la position des exemplaires ne se situe ni dans la première plage de valeur, dans
la deuxième ou troisième plage de valeur, l'unité de commande (24) déclenche ou génère
au moins un arrêt.
2. Appareil de pliage selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'unité de commande (24) visualise la position déterminée des exemplaires dans l'appareil
de pliage sur un dispositif d'affichage.
3. Appareil de pliage selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que l'unité de commande (24) enregistre la position déterminée des exemplaires dans l'appareil
de pliage dans un dispositif de sauvegarde.