[0001] Die Erfindung betrifft ein Fahrzeugrückhaltesystem gemäß den Merkmalen im Oberbegriff
des Anspruchs 1.
[0002] Ein solches Fahrzeugrückhaltesystem zählt durch die
DE 10 2004 039 792 B4 zum Stand der Technik. Es weist in den Boden eingerammte Pfosten mit einem sigmaförmigen
Querschnitt auf. In Höhe der oberen Enden der Pfosten erstreckt sich ein Schutzplankenstrang
aus aneinander gesetzten, einen trapezförmigen Längskanal sowie Flachschenkel umfassende
Schutzplanken. Zwischen den Schutzplankenstrang und die Pfosten sind im Querschnitt
trapezförmige Verstärkungsprofile mit divergierenden Schenkeln eingegliedert. Die
Stege der Versteifungsprofile liegen an den dem Schutzplankenstrang zugewandten Schenkeln
der Pfosten. Die Enden der divergierenden Schenkel fassen in Kehlen der Schutzplanken,
welche von den Flachschenkeln und endseitig der Flachschenkel abgebogenen Flanschen
gebildet sind. Die Festlegung der Schutzplanken und Verstärkungsprofile an den Pfosten
erfolgt mit Hilfe von Sollbruchschrauben, welche die Böden der Längskänale der Schutzplanken,
die Stege der Verstärkungsprofile sowie Bohrungen in den dem Schutzplankenstrang zugewandten
Schenkeln der Pfosten durchsetzen. Zwischen die Böden der Längskanäle und die Stege
der Verstärkungsprofile sind Distanzstücke eingegliedert, welche der Kopfhöhe von
Schrauben entsprechen, mit denen die Verstärkungsprofile vor der Montage der Schutzplanken
an den Pfosten festgelegt werden.
[0003] Das vorstehend beschriebene Fahrzeugrückhaltesystem soll insbesondere entlang von
mit Hindernissen, wie insbesondere Bäumen, besäumten Straßen eingesetzt werden, damit
ein aufprallendes Kraftfahrzeug sicher umgelenkt wird bzw. keine Sackbildung entsteht.
[0004] Zum Stand der Technik zählt ferner das Fahrzeugrückhaltesystem der
DE 201 06 675 U1. Auch hierbei erfolgt eine Versteifung eines Schutzplankenstrangs dadurch, dass zwischen
den Schutzplankenstrang und am Boden festgelegte Pfosten Verstärkungsprofile eingegliedert
werden. Diese Verstärkungsprofile haben einen C-förmigen Querschnitt, wobei die einander
zugewandten Flansche der Verstärkungsprofile an den Innenseiten der Flachschenkel
der Schutzplanken anliegen und mit diesen verschraubt sind.
[0005] Obwohl sich die bekannten Fahrzeugrückhaltesysteme in der Praxis in der überwiegenden
Mehrzahl der Fälle bewährt haben, haftet ihnen dennoch die Eigenschaft an, dass bei
Fahrzeugcrashs von Personenkraftwagen, die mit zu hoher Geschwindigkeit, also viel
Energie, ablaufen, eine zu große Ausbeulung entsteht, was vor Bäumen zu einer Sackbildung
führt.
[0006] Neben der Aufhaltestufe ist der Wirkungsbereich W eine charakteristische Größe zur
Beurteilung eines Fahrzeugrückhaltesystems. Als Wirkungsbereich W gilt der Abstand
zwischen der dem Verkehr zugewandten Seite des Fahrzeugrückhaltesystems und der maximalen
dynamischen seitlichen Position jedes wesentlichen Teils des Fahrzeugrückhaltesystems.
[0007] Der Erfindung liegt - ausgehend vom Stand der Technik - die Aufgabe zu Grunde, das
Aufhaltevermögen eines Fahrzeugrückhaltesystems gattungsgemäßer Art unter Vermeidung
einer Sackbildung weiter zu verbessern.
[0008] Die Lösung dieser Aufgabe besteht nach der Erfindung in den Merkmalen des Anspruchs
1.
[0009] In diesem Zusammenhang ist es zunächst von Bedeutung, dass endseitig der Schenkel
der Verstärkungsprofile voneinander weg gerichtete, an den Innenseiten der Flachschenkel
der Schutzplanken anliegende Flansche vorgesehen sind. Damit stützen sich die Flachschenkel
großflächig an den einen vergleichsweise großen vertikalen Abstand voneinander aufweisenden
Flanschen der Verstärkungsprofile ab. Die Schutzplanken überlappen sich im Bereich
eines Pfostens und sind hier unter Fixierung der Verstärkungsprofile über die Böden
ihrer Längskanäle mindestens mittelbar mit den Pfosten sowie über ihre Flachschenkel
mit den Flanschen der Verstärkungsprofile verschraubt. Auf diese Weise ist dafür Sorge
getragen, dass sich die Verstärkungsprofile bei einem Fahrzeugcrash nicht unzulässig
aufspreizen können und damit die Funktionstüchtigkeit des Fahrzeugrückhaltesystems
beeinträchtigen.
[0010] Die Überlappungsbereiche der Verstärkungsprofile sind demgegenüber in den Bereichen
zwischen zwei aufeinander folgenden Pfosten vorgesehen und damit in Längsrichtung
des Fahrzeugrückhaltesystems zu den Überlappungsbereichen der Schutzplanken versetzt
angeordnet. Die Verstärkungsprofile sind hier über ihre Böden sowie über ihre Schenkel
miteinander verschraubt. Auf diese Weise ist auch in den Überlappungsbereichen der
Verstärkungsprofile eine ausreichende Längs-, Quer- und Verwindungssteifigkeit gegeben.
[0011] Die Erfindung erlaubt es nunmehr, in besonderen Gefahrenstellen, wie zum Beispiel
im Bereich von Bäumen, eine gezielte Versteifung eines Fahrzeugrückhaltesystems herbeizuführen.
Eine unzulässige Sackbildung des Schutzplankenstrangs wird unterbunden. Die Insassen
eines Fahrzeugs werden besser geschützt. Aber auch zu große Beschädigungen an einem
an einem Crash beteiligten Fahrzeug werden vermieden.
[0012] Aufgrund der bedarfsgerechten Gestaltung der Situation vor Ort in Kombination der
Verstärkungsprofile und einer entsprechenden Anzahl bzw. Vielzahl von Pfosten wird
eine harmonische und kontrollierte Umlenkung eines anprallenden Fahrzeugs erreicht.
Das erfindungsgemäße Fahrzeugrückhaltesystem erreicht die Aufhaltestufe H2 und einen
Wirkungsbereich W5 bei einem ASI-Wert (Acceleration Security Index) von unter 1.
[0013] Um ein geradliniges Aneinandersetzen aufeinanderfolgender Verstärkungsprofile zu
gewährleisten, ist nach Anspruch 2 vorgesehen, dass im Überlappungsbereich zweier
Verstärkungsprofile ein Endabschnitt eines Verstärkungsprofils um die Wanddicke der
Verstärkungsprofile verkröpft ist. Auf diese Weise kann mithin das nicht verkröpfte
Ende eines Verstärkungsprofils in das verkröpfte Ende eingebettet werden. Damit liegen
die den Flachschenkeln der Schutzplanken zugewandten Seiten der Flansche der Verstärkungsprofile
in einer Ebene.
[0014] Eine zusätzliche Versteifung des erfindungsgemäßen Fahrzeugrückhaltesystems in Längs-
und Querrichtung wird mit den Merkmalen des Anspruchs 3 erreicht. Aufgrund des Sachverhalts,
dass nunmehr in den Böden der Verstärkungsprofile mehrere in Längsrichtung zueinander
versetzte Bohrungen vorgesehen sind, kann in Gefahrenbereichen, wie zum Beispiel in
der Nähe von Bäumen, die jeweils zweckmäßige Anzahl an Pfosten gesetzt, damit in möglichst
geringem Abstand zueinander angeordnet und mit den Verstärkungsprofilen verbunden,
insbesondere verschraubt, werden.
[0015] Die Verstärkungsprofile können mit einer Lochreihe versehen sein, bei dem werks-
bzw. herstellerseitig alle 30 cm bis 40 cm eine Bohrung vorgesehen ist. Grundsätzlich
können die Bohrungen aber auch vor Ort auf der Baustelle erzeugt werden, um die Verstärkungsprofile
an den Pfosten festzulegen. Die Pfosten können dann entsprechend den örtlichen Gegebenheiten
in den Boden gerammt werden, um beispielsweise Wurzeln oder Steine im Erdreich zu
umgehen.
[0016] Zur Berücksichtigung der Kopfdicke der der Verbindung von zwei Verstärkungsprofilen
dienenden Schraubbolzen ist nach Anspruch 4 vorgesehen, dass zwischen die Böden der
Längskanäle der Schutzplanken und die Pfosten Distanzstücke eingegliedert sind. Die
Distanzstücke können aus Stahl oder Kunststoff gebildet sein.
[0017] Das Aufhaltevermögen des Fahrzeugrückhaltesystems wird mit den Merkmalen des Anspruchs
5 weiter verbessert. Dadurch, dass die Schutzplanken mit den Verstärkungsprofilen
in diversen Querebenen jeweils über drei Punkte verbunden sind, wird mit dieser Bauart
ein Federverhalten erreicht, bei welchem sich die Konstruktion im Moment eines Kraftfahrzeugaufpralls
verformt, dann wieder elastisch entspannt und letztlich das Fahrzeug zurückstellt.
[0018] Die erfindungsgemäße Ausbildung hat zur Foge, dass gemäß Anspruch 6 die Schutzplanken
dünner als die Verstärkungsprofile ausgeführt sein können.
[0019] Auch das größere Spiel der Schraubbolzen in den Bohrungen (Anspruch 7) kann bei einem
Aufprall zum Abbau der Energie beitragen.
[0020] Der Montageerleichterung des erfindungsgemäßen Fahrzeugrückhaltesystems dienen die
Merkmale des Anspruchs 8. Danach weisen die Pfosten einen sigmaförmigen Querschnitt
auf. In den Schenkeln der Pfosten oder in den den Schutzplanken zugewandten Abschnitten
der Abstandshalter sind Bohrungen zur Aufnahme eines Montagewerkzeugs vorgesehen.
Dieses Montagewerkzeug kann aus einem einfachen Rundstab bestehen, der bei der Montage
der Verstärkungsprofile durch diese Bohrungen gesteckt wird. Fahrbahnseitig steht
das Montagewerkzeug über die Pfosten oder die Abstandshalter vor, so dass die Verstärkungsprofile
zunächst auf diese Rundstäbe gefädelt werden können, ohne dass die Monteure während
der weiteren Montage die Verstärkungsprofile manuell in einer bestimmten Höhe halten
müssen. Die aufeinander folgenden Verstärkungsprofile können dann miteinander verschraubt
werden. Anschließend werden die Schutzplanken mit den Pfosten oder den Abstandshaltern
und den Flanschen der Verstärkungsprofile verschraubt.
[0021] Der Erfindung ist nachfolgend anhand von in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispielen
näher erläutert. Es zeigen:
- Figur 1
- in der Perspektive einen Längenabschnitt eines Fahrzeugrückhaltesystems von einer
Fahrbahn aus gesehen;
- Figur 2
- ebenfalls in der Perspektive einen Teil des Fahrzeugrückhaltesystems der Figur 1 von
der Rückseite her betrachtet;
- Figur 3
- in vergrößerter Darstellung einen vertikalen Querschnitt durch das Fahrzeugrückhaltesystem
der Figur 1 entlang der Linie III-III in Richtung der Pfeile IIIa gesehen;
- Figur 4
- in vergrößerter Darstellung einen vertikalen Querschnitt durch das Fahrzeugrückhaltesystem
der Figur 2 entlang der Linie IV-IV in Richtung der Pfeile IVa gesehen;
- Figur 5
- in perspektivischer Explosionsdarstellung das Fahrzeugrückhaltesystem der Figuren
1 und 2 während einer Montagesituation;
- Figur 6
- in perspektivischer Explosionsdarstellung eine weitere Montagesituation des Fahrzeugrückhaltesystems
der Figuren 1 und 2;
- Figur 7
- in perspektivischer Darstellung eine dritte Montagesituation des Fahrzeugrückhaltesystems
der Figuren 1 und 2;
- Figur 8
- eine Teilansicht der Montagesituation der Figur 7 in Richtung des Pfeils VIII gesehen;
- Figur 9
- in perspektivischer Darstellung eine weitere Ausführungsform eines Fahrzeugrückhaltesystems
von der Rückseite her gesehen und
- Figur 10
- in vergrößerter Darstellung einen vertikalen Querschnitt durch das Fahrzeugrückhaltesystem
der Figur 1 gemäß einer weiteren Ausführungsform im Bereich der Ebene X -X.
[0022] Mit 1 ist in den Figuren 1 und 2 ein Fahrzeugrückhaltesystem bezeichnet, welches
insbesondere dort zum Einsatz kommt, wo entlang von Fahrbahnen 2 Hindernisse, z.B.
in Form von Bäumen B, in unmittelbarer Nähe vorhanden sind. Ein solcher Baum B ist
in der Figur 9 angedeutet.
[0023] Das Fahrzeugrückhaltesystem 1 umfasst zunächst in einem Abstand von z.B. 2 m am Boden
3 festgelegte, insbesondere in den Boden 3 gerammte, Pfosten 4 mit einem sigmaförmigen
Querschnitt. Wie in diesem Zusammenhang insbesondere die Figur 8 erkennen lässt, erstrecken
sich die Schenkel 5 der Pfosten 4 weitgehend parallel zur Fahrbahn 2.
[0024] Der Abstand der Pfosten 4 kann im Bereich von Bäumen B oder auch in anderen Problembereichen
gegebenenfalls kleiner als 2 m sein.
[0025] In Höhe der oberen Enden 6 der Pfosten 4 (Figuren 1 bis 4) erstreckt sich fahrbahnseitig
ein Schutzplankenstrang 7 aus mit ihren Endabschnitten aneinander gesetzten Schutzplanken
8. Die Schutzplanken 8 haben beim Ausführungsbeispiel eine Länge von 4 m. Ihre Überlappungsbereiche
9 befinden sich im Bereich eines Pfostens 4. Wie insbesondere die Figuren 3 bis 7
deutlich zu erkennen geben, weisen die Schutzplanken 8 einen trapezförmigen Längskanal
10 auf, der von einem Boden 11 und zwei in Richtung zur Fahrbahn 2 divergierenden
Schenkeln 12 begrenzt wird. Mit den Schenkeln 12 sind nach oben und unten gerichtete
Flachschenkel 13 verbunden, die endseitig von kurzen Flanschen 14 begrenzt werden,
die von der Fahrbahn 2 weg gerichtet sind.
[0026] Aus den Figuren 5 bis 7 ist ferner ersichtlich, dass in den Böden 11 der Längskanäle
10 sowie in den Flachschenkeln 13 Bohrungen 15 zum Durchstecken von aus der Figur
3 erkennbaren Schraubbolzen 16 vorgesehen sind. Außerdem erstrecken sich zwischen
den Bohrungen 15 Langlöcher 18 in den Böden 11.
[0027] Die Figuren 1 bis 4 zeigen, dass zwischen den Schutzplankenstrang 7 und die Pfosten
4 im Querschnitt trapezförmige Verstärkungsprofile 19 mit in Richtung auf die Schutzplanken
8 divergierenden Schenkeln 20 eingegliedert sind. Endseitig der Schenkel 20 sind voneinander
weg gerichtete Flansche 21 vorgesehen. Die Flansche 21 liegen an den Innenseiten 33
der Flachschenkel 13. Außerdem lässt die Figur 5 erkennen, dass an einem Ende jedes
Verstärkungsprofils 19, d.h. also im Überlappungsbereich 22 zweier Verstärkungsprofile
19, ein verkröpfter Abschnitt 23 vorgesehen ist. Die Größe der Verkröpfung ist gleich
der Wanddicke der Verstärkungsprofile 19 bemessen.
[0028] Die Überlappungsbereiche 22 der Verstärkungsprofile 19 liegen, wie insbesondere die
Figuren 2, 5 und 6 erkennen lassen, jeweils im Bereich zwischen zwei aufeinander folgenden
Pfosten 4. Dazu sind in den Böden 24 der Verstärkungsprofile 19 mehrere Bohrungen
25 und in den Schenkeln 20 je eine Bohrung 26 zum Durchstecken von aus den Figuren
2 bis 6 erkennbaren Schraubbolzen 27 vorgesehen.
[0029] Bei der Montage des Fahrzeugrückhaltesystems 1 werden nach dem Festlegen der Pfosten
4 am Boden 3 zunächst in Bohrungen 28 der Schenkel 5 der Pfosten 4 Montagewerkzeuge
29 in Form von Rundstäben eingesteckt (Figuren 7 und 8). Die Montagewerkzeuge 29 stehen
fahrbahnseitig der Pfosten 4 vor. Auf diese vorstehenden Abschnitte der Montagewerkzeuge
29 können nunmehr die Verstärkungsprofile 19 gefädelt werden, wozu, wie die Figuren
5 und 7 zu erkennen geben, Bohrungen 30 in den Böden 24 vorgesehen sind. Im Anschluss
daran können die Verstärkungsprofile 19 in den Überlappungsbereichen 22 mittels aus
der Figur 4 erkennbarer Schraubbolzen 27 und Muttern 31 miteinander verbunden werden.
[0030] Im Anschluss daran werden die Schutzplanken 8 über Sollbruchschrauben 16 an den Pfosten
4 festgelegt, wobei die Sollbruchschrauben16 Langlöcher 18 in den Böden 11 der Schutzplanken
8, Distanzstücke 32 zwischen den Böden 11 und den Böden 24 der Verstärkungsprofile
19 sowie Bohrungen in den Schenkeln 5 der Pfosten 4 durchsetzen.
[0031] Außerdem werden in den Überlappungsbereichen 9 der Schutzplanken 8 die Flansche 21
der Verstärkungsprofile 19 über Schraubbolzen 34 mit flach gewölbten Köpfen 17 mit
den Flachschenkeln 13 verbunden.
[0032] Um die Montage der Schutzplanken 8 zu erleichtern, können die Montagewerkzeuge 29
in Form von Rundstäben ebenfalls verwendet werden.
[0033] Die Figur 9 zeigt ein Fahrzeugrückhaltesystem 1 aus einem Schutzplankenstrang 7,
Verstärkungsprofilen 19 und Pfosten 4, das vorzugsweise im Bereich eines Baums B angeordnet
wird. Es ist zu sehen, dass die Pfosten 4 in der Nähe des Baums B einen geringeren
Abstand voneinander aufweisen als in vom Baum B entfernteren Abschnitten des Schutzplankenstrangs
7. Dazu sind in den Böden 24 der Verstärkungsprofile 19 mehrere in einem geringen
Abstand voneinander angeordnete Bohrungen 35 vorgesehen, über die und Schraubbolzen
die Verstärkungsprofile 19 an den Pfosten 4 befestigt werden.
[0034] In der Figur 10 ist eine Ausführungsform veranschaulicht, bei welcher die Schutzplanken
8 und die Verstärkungsprofile 19 einerseits über die Flanschschenkel 13 sowie die
Flansche 21 miteinander und andererseits über die von Distanzstücken 32 im Abstand
gehaltenen Böden 11, 24 mittels Schraubbolzen 16 und Muttern 27 sowohl mieinander
als auch mit an den Pfosten 4 festgelegten Abstandshaltern 36 verbunden sind.
[0035] Die Dicke D der Verstärkungsprofile 19 ist größer als die Dicke D
1 der Schutzplanken 8 bemessen.
[0036] Vorzugsweise durchsetzen die Schraubbolzen 16 Bohrungen 15, 25, 30 in den Flanschschenkeln
13, in den Flanschen 21 und in den Böden 11, 24 mit Spiel.
Bezugszeichen:
[0037]
- 1 -
- Fahrzeugrückhaltesystem
- 2 -
- Fahrbahn
- 3 -
- Boden
- 4 -
- Pfosten
- 5 -
- Schenkel v. 4
- 6 -
- obere Enden v. 4
- 7 -
- Schutzplankenstrang
- 8 -
- Schutzplanken
- 9 -
- Überlappungsbereiche v. 8
- 10 -
- Längskanal in 8
- 11 -
- Boden v. 10
- 12 -
- Schenkel v. 10
- 13 -
- Flachschenkel v. 8
- 14 -
- Flansche v. 8
- 15 -
- Bohrungen
- 16 -
- Schraubbolzen
- 17 -
- Köpfe v. 34
- 18 -
- Langlöcher in 11
- 19 -
- Verstärkungsprofile
- 20 -
- Schenkel v. 19
- 21 -
- Flansche v. 20
- 22 -
- Überlappungsbereiche v. 19
- 23 -
- verkröpfter Abschnitt v. 19
- 24 -
- Böden v.19
- 25 -
- Bohrungen in 24
- 26 -
- Bohrungen in 20
- 27 -
- Schraubbolzen
- 28 -
- Bohrungen in 5
- 29 -
- Montagewerkzeug
- 30 -
- Bohrungen in 24
- 31 -
- Muttern
- 32 -
- Distanzstücke
- 33 -
- Innenseiten v. 13
- 34 -
- Schraubbolzen
- 35 -
- Bohrungen
- 36 -
- Abstandshalter
- B -
- Baum
- D -
- Dicke v. 19
- D1 -
- Dicke v. 8
1. Fahrzeugrückhaltesystem (1), das am Boden (3) festgelegte Pfosten (4), einen sich
in Höhe der oberen Enden (6) der Pfosten (4) erstreckenden Schutzplankenstrang (7)
aus aneinander gesetzten, einen trapezförmigen Längskanal (10) sowie Flachschenkel
(13) umfassenden Schutzplanken (8) und zwischen den Schutzplankenstrang (7) und die
Pfosten (4) eingegliederte, im Querschnitt trapezförmige Verstärkungsprofile (19)
mit divergierenden Schenkeln (20) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass endseitig der Schenkel (20) der Verstärkungsprofile (19) voneinander weg gerichtete,
an den Innenseiten (33) der Flachschenkel (13) der Schutzplanken (8) anliegende Flansche
(21) vorgesehen sind, wobei sich die Schutzplanken (8) im Bereich eines Pfostens (4)
überlappen und hier unter Lagefixierung der Verstärkungsprofile (19) über die Böden
(11) ihrer Längskanäle (10) mit den Pfosten (4) sowie über ihre Flachschenkel (13)
mit den Flanschen (21) der Verstärkungsprofile (19) verschraubt sind, während sich
die Verstärkungsprofile (19) im Bereich zwischen zwei aufeinander folgenden Pfosten
(4) überlappen und hier über ihre Böden (24) sowie ihre Schenkel (20) miteinander
verschraubt sind.
2. Fahrzeugrückhaltesystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass im Überlappungsbereich (22) zweier Verstärkungsprofile (19) ein Endabschnitt (23)
eines Verstärkungsprofils (19) um die Wanddicke der Verstärkungsprofile (19) verkröpft
ist.
3. Fahrzeugrückhaltesystem nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass in den Böden (11) der Verstärkungsprofile (19) mehrere in Längsrichtung zueinander
versetzte Bohrungen (35) vorgesehen sind.
4. Fahrzeugrückhaltesystem nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen die Böden (11) der Längskanäle (10) der Schutzplanken (8) und die Pfosten
(4) Distanzstücke (32) eingegliedert sind.
5. Fahrzeugrückhaltesystem nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Schutzplanken (8) und die Verstärkungsprofile (19) einerseits über die Flanschschenkel
(13) sowie die Flansche (21) miteinander und andererseits über die von Distanzstücken
(32) im Abstand gehaltenen Böden (11, 24) mittels Schraubbolzen (16) und Muttern (27)
sowohl miteinander als auch mit an den Pfosten (4) festgelegten Abstandshaltern (36)
verbunden sind.
6. Fahrzeugrückhaltesystem nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Dicke (D) der Verstärkungsprofile (19) größer als die Dicke (D1) der Schutzplanken bemessen ist.
7. Fahrzeugrückhaltesystem nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Schraubbolzen (16) Bohrungen (15, 25, 30) in den Flanschschenkeln (13), in den
Flanschen (21) und in den Böden (11, 24) mit Spiel durchsetzen.
8. Fahrzeugrückhaltesystem nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Pfosten (4) einen sigmaförmigen Querschnitt aufweisen und in den Schenkeln (5)
der Pfosten (4) oder in den Abstandshaltern (36) Bohrungen (28) zur Aufnahme eines
Montagewerkzeugs (29) vorgesehen sind.