[0001] Die Erfindung betrifft eine Sanitärarmatur mit einem einen Wasserauslauf aufweisenden
Armaturengehäuse, mit einer darin eingesetzten und an die Zulaufrohre für das kalte
und das heiße Wasser angeschlossenen Mischkartusche und mit einem an den Stellhebel
der Mischkartusche angeschlossenen Griffhebel zur Einstellung von Menge und Temperatur
des über die Kartusche geführten und aus der an dem Wasserauslauf angeordneten Austrittsöffnung
austretenden Wassers.
[0002] Eine Sanitärarmatur mit den vorgenannten Merkmalen ist beispielsweise aus der
DE 199 30 623 A1 bekannt. Die in dieser Druckschrift beschriebene Sanitärarmatur ist mittels einer
Spannvorrichtung auf einem Waschtisch befestigt. Die Sanitärarmatur weist einen massiven
Armaturenkörper auf, der bei heute gebräuchlichen Sanitärarmaturen allgemein als Gusskörper
aus Metall ausgebildet ist. In einer in dem Gusskörper ausgebildeten
Aufnahmekammer ist eine Mischkartusche angeordnet, in deren Boden die in den Armaturenkörper
hineingeführten Zulaufrohre für das kalte und das heiße Wasser münden. Das in der
Mischkartusche erzeugte Mischwasser wird in einen in dem Wasserauslauf des Armaturenkörpers
ausgebildeten Hohlraum geleitet, von wo es über eine Austrittsöffnung als Freistrahl
abgegeben wird. Die Mischkartusche ist hinsichtlich der Mengenregelung und der Temperatureinstellung
über einen von ihr abragenden Stellhebel steuerbar, der mit einem auf einer an dem
Armaturenkörper angebrachten Lagerschale geführt beweglichen Griffhebel verbunden
ist.
[0003] Mit der bekannten Sanitärarmatur ist der Nachteil verbunden, dass der als massives
Gussteil hergestellte Armaturenkörper einen hohen Material- und Fertigungsaufwand
erfordert und daher nur entsprechend kostenaufwendig herzustellen ist. Da zudem auch
die dafür vorzuhaltenden Gusswerkzeuge teuer sind, sind Änderungen im Design des Armaturenkörpers
mit entsprechenden hohen Umstellungskosten verbunden, so dass die Flexibilität in
der Reaktion auf entsprechende Änderungen am Markt eingeschränkt ist. Es kommt hinzu,
dass auch die Montage der in dem Armaturen-Gusskörper angeordneten Mischkartusche
mit den daran vorzunehmenden Anschlüssen für die Zulaufrohre aufwendig ist.
[0004] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Sanitärarmatur mit den eingangs
genannten, gattungsgemäßen Merkmalen so auszugestalten, dass der Aufwand für die Herstellung
des Armaturenkörpers reduziert und die Montage der weiteren Funktionsteile der Sanitärarmatur
vereinfacht ist.
[0005] Die Lösung dieser Aufgabe ergibt sich einschließlich vorteilhafter Ausgestaltungen
und Weiterbildungen der Erfindung aus dem Inhalt der Patentansprüche, welche dieser
Beschreibung nachgestellt sind.
[0006] Die Erfindung sieht in ihrem Grundgedanken vor, dass das Armaturengehäuse mit dem
einstückig daran angeformten Wasserauslauf aus einem Leichtmetall besteht und dass
in das Armaturengehäuse eine Vormontageeinheit bestehend aus einem Kartuschengehäuse
mit der darin festgelegten und an die Zulaufrohre angeschlossen, einen radialen Wasserabgang
aufweisenden Mischkartusche einsetzbar und in dem Armaturengehäuse verdrehgesichert
festlegbar ist, wobei in dem Wasserauslauf des Armaturengehäuses ein den Wasserweg
zwischen der Mischkartusche und der Austrittsöffnung für das Wasser ausbildendes und
eine in der Wandung des Kartuschengehäuses ausgebildete Durchtrittsöffnung durchgreifendes
und dichtend an die Mischkartusche angeschlossenes Einsatzteil angeordnet ist.
[0007] Mit der Erfindung ist der Vorteil verbunden, dass das Armaturengehäuse lediglich
noch die Funktion einer Aufnahme der weiteren Funktionsteile der Sanitärarmatur wie
Vormontageeinheit und Einsatzteil aufweist und selbst beispielsweise nicht mehr wasserführend
ist. Daher kann das Armaturengehäuse aus leichten, optisch jedoch ansprechenden Werkstoffen
wie einem Leichtmetall gefertigt werden. Da damit die Herstellkosten für das Armaturengehäuse
deutlich reduziert werden können, ist es auch leichter möglich, das Design des Armaturengehäuses
zu ändern. Soweit gemäß der Erfindung vorgesehen ist, die Mischkartusche einschließlich
der erforderlichen Anschlüsse für die Zulaufrohre in einem gesonderten Kartuschengehäuse
unterzubringen, ergibt sich daraus die Möglichkeit, eine Vormontageeinheit auszubilden,
die unabhängig von der im Stand der Technik erforderlichen Gesamtmontage der Sanitärarmatur
vormontiert und beispielsweise schon vorab auf Dichtigkeit und Funktion geprüft werden
kann. Diese Vormontageeinheit ist anschließend nur noch in das Armaturengehäuse einzusetzen
und darin verdrehgesichert festzulegen. Auch die Montage des den Wasserweg ausbildenden
Einsatzteils in den Wasserauslauf des Armaturengehäuses ist entsprechend einfach
durchzuführen, wobei Änderungen im Design des Armaturengehäuses auch in einfacher
Weise ohne größeren Mehraufwand durch eine Anpassung des Einsatzteils Rechnung getragen
werden kann. Hierbei ist eine Mischkartusche mit einem radialen Wasserabgang grundsätzlich
aus der
DE 3838765 A1 bekannt.
[0008] Nach einem Ausführungsbeispiel der Erfindung ist vorgesehen, dass das Einsatzteil
in dem Wasserauslauf des Armaturengehäuses auswechselbar angeordnet ist.
[0009] Soweit handelsübliche Sanitärarmaturen üblicherweise einen an dem Wasserauslauf des
Gusskörpers angebrachten Strahleinsatz aufweisen, ist nach einem Ausführungsbeispiel
der Erfindung vorgesehen, dass der in die Wasseraustrittsöffnung des Armaturengehäuses
eingesetzte Strahleinsatz nunmehr an dem Einsatzteil angebracht und gemeinsam mit
dem Einsatzteil in dem Armaturengehäuse zu montieren ist.
[0010] Zur Verbindung des Einsatzteils mit der Mischkartusche ist nach einem Ausführungsbeispiel
der Erfindung vorgesehen, dass das Einsatzteil an seinem in das Kartuschengehäuse
eingeführten Ende mit einem Durchflusskonstanthalter verbunden und der Durchflusskonstanthalter
bei fertig montierter Sanitärarmatur in den Wasserabgang der Mischkartusche eingesetzt
ist.
[0011] Im Hinblick auf eine gute Montage des Einsatzteils in dem Armaturengehäuse ist nach
einem Ausführungsbeispiel der Erfindung vorgesehen, dass an dem Wasserauslauf eine
Öffnung zum Einsetzen des Einsatzteils in den Wasserauslauf ausgebildet und die Öffnung
durch eine lösbar mit dem Wasserauslauf zu verbindende Abdeckkappe verschließbar ist.
[0012] Vorzugsweise ist das Armaturengehäuse ein Zinkdruckguss-Bauteil.
[0013] Soweit es aufgrund der Zuordnung des an der Mischkartusche ausgebildeten Wasserabgangs
zu dem den Wasserweg ausbildenden Einsatzteil erforderlich ist, dass die Mischkartusche
beziehungsweise das Kartuschengehäuse verdrehgesichert in dem Armaturengehäuse angeordnet
ist, kann nach einem Ausführungsbeispiel der Erfindung vorgesehen sein, dass das Kartuschengehäuse
im Armaturengehäuse formschlüssig festlegbar ist. In einer ersten Ausführungsform
der Erfindung kann dabei vorgesehen sein, dass das Kartuschengehäuse in dem Armaturengehäuse
mittels eines Bajonettverschlusses verdrehgesichert festlegbar ist. Alternativ kann
vorgesehen sein, dass das Kartuschengehäuse an seiner Außenseite eine Nut aufweist,
die bei der Montage der Vormontageeinheit auf eine an dem Armaturengehäuse radial
einwärts vorspringende Rippe aufschiebbar ist.
[0014] Zur Festlegung der Mischkartusche in dem Kartuschengehäuse kann vorgesehen sein,
dass die Mischkartusche in dem Kartuschengehäuse mittels eines in das obere, den Zulaufrohren
gegenüberliegende Ende des Kartuschengehäuses eingesetzten Halteringes gesichert ist.
[0015] Da das Kartuschengehäuse lediglich eine Aufnahme- und Halterungsfunktion für die
Funktionsteile der Sanitärarmatur aufweist, kann vorgesehen, dass das Kartuschengehäuse
aus Kunststoff besteht.
[0016] Soweit an der Sanitärarmatur ein Griffhebel zur Betätigung des Stellhebels der Mischkartusche
anzubringen ist, ist nach einem Ausführungsbeispiel der Erfindung vorgesehen, dass
der Griffhebel mit einem Lagergehäuse auf das Armaturengehäuse aufsetzbar und mittels
einer Stiftverbindung mit dem Stellhebel der Mischkartusche verbindbar ist. Zur Verwirklichung
dieser Verbindung kann vorgesehen sein, dass der Griffansatz des Griffhebels auf seiner
dem Wasserauslauf zugeordneten Unterseite eine mit einer Abdeckkappe lösbar verschließbare
Ausnehmung zur verdeckten Aufnahme des Befestigungsstiftes der Stiftverbindung aufweist.
[0017] In einer an sich aus dem Stand der Technik bekannten Weise ist vorgesehen, dass zwischen
dem Lagergehäuse des Griffhebels und dem Armaturengehäuse eine konvex gewölbte Lagerschale
für den Griffhebel angeordnet und an dem Armaturengehäuse festgelegt ist, vorbei die
Lagerschale an dem Armaturengehäuse kraftschlüssig festgelegt sein kann.
[0018] Soweit in dem Armaturengehäuse das Kartuschengehäuse festgelegt und gesichert ist,
kann dieses Kartuschengehäuse zur Befestigung der Lagerschale herangezogen sein, und
hierzu kann vorgesehen sein, dass die Lagerschale einen auf dem in das Kartuschengehäuse
eingesetzten Haltering aufgesetzten Dichtungsring mit Vorspannung übergreift und dadurch
an dem Kartuschengehäuse, somit auch gegenüber dem Armaturengehäuse festgelegt ist.
[0019] Soweit derartige Sanitärarmaturen üblicherweise auch eine Zugstange zur Betätigung
einer an einem Waschtisch oder dergleichen befindlichen Ablaufgarnitur aufweist, kann
nach einem Ausführungsbeispiel der Erfindung vorgesehen sein, dass das Armaturengehäuse
an seiner dem Wasserauslauf abgewandten Rückseite einen Ausschnitt zum Hindurchführen
einer im Inneren des Armaturengehäuses verlaufend angeordneten Zugstange aufweist,
die über eine eine Durchführungsöffnung für die Zugstange aufweisende Sichtblende
verschließbar ist. Hierbei kann vorgesehen sein, dass die Sichtblende mittels einer
Schraubverbindung an dem Kartuschengehäuse gehaltert ist, wobei die Sichtblende zusätzlich
über eine Klipsverbindung an dem Armaturengehäuse festgelegt sein kann.
[0020] In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wiedergegeben, welches
nachstehend beschrieben ist. Es zeigen:
- Fig. 1, 1a
- eine Sanitärarmatur in einer perspektivischen Darstellung mit auseinander gezogen
dargestellten Einzelteilen,
- Fig. 2a
- das den Wasserweg ausbildende Einsatzteil als Einzelteil in einer Einzeldarstellung,
- Fig. 2b
- das Einsatzteil gemäß Figur 2a in einer anderen Ausführungsform,
- Fig. 3
- die Vormontageeinheit zur Aufnahme der Mischkartusche als Einzelteil in einer perspektivischen
Darstellung mit auseinander gezogen dargestellten Bestandteilen.
[0021] Das in Figur 1 dargestellte Armaturengehäuse 10 hat einen einstückig daran angeformten
Wasserauslauf 11; das Armaturengehäuse 10 einschließlich Wasserauslauf 11 kann beispielsweise
als Zinkdruckgussteil, also einem entsprechenden Leichtmetall, hergestellt sein. In
dem Armaturengehäuse 10 ist eine Vormontageeinheit 12 eingesetzt und in montiertem
Zustand verdrehfest darin festgelegt, wobei diese Vormontageeinheit 12 ein Kartuschengehäuse
13 mit darin angeordneten Bauteilen umfasst, wie zu Figur 3 näher beschrieben. Zulaufrohre
14 für das kalte und das heiße Wasser sind in das Kartuschengehäuse 13 eingeführt,
wobei am oberen Ende des Kartuschengehäuses 13 der Stellhebel 15 der in dem Kartuschengehäuse
13 angeordneten Mischkartusche herausragt. Diese Mischkartusche ist durch einen in
dem oberen Ende des Kartuschengehäuses 13 eingesetzten Haltering 16 festgelegt.
[0022] Soweit mit dem Stellhebel 15 ein Griffhebel 20 zur Betätigung der Mischkartusche
zu verbinden ist, ist auf den Haltering 16 zunächst ein Dichtungsring 17 aufgespannt,
auf den eine Lagerschale 18 für den Griffhebel 20 aufgesetzt und insoweit kraftschlüssig
mit dem Kartuschengehäuse 13 verbunden ist. Daher ist die Lagerschale 18 bei in das
Armaturengehäuse 10 eingesetzter und darin arretierter Vormontageeinheit 12 auch gegenüber
dem Armaturengehäuse 10 festgelegt. Auf den Stellhebel 15 ist zur Fixierung eine Griffmutter
19 aufgeschraubt.
[0023] Der Griffhebel 20 ist mit einem Lagergehäuse 34 auf die Lagerschale 18 aufgesetzt
und mittels eines eingesetzten Befestigungsstiftes 22 mit dem Stellhebel 15 fest verbunden.
Soweit eine verdeckte Aufnahme des Befestigungsstiftes 22 vorgesehen ist, weist der
Griffansatz 21 des Griffhebels 20 entsprechend Figur 1a an seiner dem Armaturengehäuse
10 zugewandten Unterseite eine Ausnehmung auf, über die der Befestigungsstift 22 einsetzbar
ist. Diese Ausnehmung ist nach Montage des Griffhebels 20 an dem Stellhebel 15 mittels
einer lösbar mit dem Griffansatz 21 zu verbindenden Abdeckkappe 23 verschlossen.
[0024] Zur Ausbildung eines Wasserweges zwischen der in dem Kartuschengehäuse 13 befindlichen
Mischkartusche und einer an dem Wasserauslauf 11 vorzusehenden Austrittsöffnung für
das Wasser ist in den Wasserauslauf 11 des Armaturengehäuses 10 ein vorzugsweise aus
Kunststoff bestehendes Einsatzteil 24 einsetzbar ist, welches in der Darstellung der
Figuren 2a bzw. 2b zwar zweiteilig ausgebildet, jedoch vor seiner Montage zu einem
einheitlichen Bauteil verschweißt wird. Das Einsatzteil ist an seinem der Vormontageeinheit
12 zugewandten Ende über eine Dichtung 25 in eine in dem Kartuschengehäuse 13 ausgebildete
Öffnung 26 so weit einsetzbar, dass das Ende des Einsatzteils bis in den an der Mischkartusche
ausgebildeten Wasserabgang (Figur 3) zu eingreift. Dabei ist das Einsatzteil 24 an
seinem in das Kartuschengehäuse 13 einsetzbaren Ende mit einem Durchflusskonstanthalter
38 verbunden, wobei der Durchflusskonstanthalter bei fertig montierter Sanitärarmatur
in den Wasserabgang der Mischkartusche eingesetzt ist. An seinem gegenüberliegenden
Ende ist an dem Einsatzteil 24 ein Strahleinsatz 27 angebracht, der gemeinsam mit
dem Einsatzteil 24 in dem Wasserauslauf 11 einsetzbar ist. Hierzu weist der Wasserauslauf
11 eine Öffnung auf, über die das Einsatzteil 24 einsetzbar ist, wobei diese Öffnung
anschließend durch eine lösbar mit dem Wasserauslauf 11 zu verbindende Abdeckkappe
28 verschließbar ist.
[0025] Wie sich dazu aus einem Vergleich der Figuren 2a und 2b ergibt, besteht der Vorteil
dieser Anordnung darin, dass das Einsatzteil 24, gegebenenfalls einschließlich des
dafür vorgesehenen Strahleinsatzes 27, eine unterschiedliche Ausbildung haben kann
und daher auch wahlweise in den Wasserauslauf 11 des Armaturengehäuses 10 einsetzbar
ist. Damit ist das Armaturengehäuse 10 mit unterschiedlichen Wasseraustrittsöffnungen
zu betreiben, ohne dass eine Änderung des Armaturengehäuses 10 selbst erforderlich
wäre.
[0026] Die Sanitärarmatur wird vervollständigt durch einen in das Armaturengehäuse 10 eingesetzten,
nicht weiter dargestellten Stehbolzen, wobei an dem unteren Ende des Armaturengehäuses
10 eine Zentrierdichtung 30, eine Formplatte 31 sowie eine Halteplatte 32 angeordnet
sind, und eine auf den Stehbolzen aufschraubbare Befestigungsmutter 33 vorgesehen
ist. Diese Bauteile dienen der Befestigung der Sanitärarmatur auf einem Waschtisch
oder dergleichen in einer an sich bekannten Weise, so dass hierauf im Zusammenhang
mit der Beschreibung der erfindungsgemäßen Ausbildung der Sanitärarmatur nicht weiter
einzugehen ist.
[0027] Wie sich aus Figur 3 ergibt, ist im Inneren des Kartuschengehäuses 13 die Mischkartusche
35 angeordnet. Soweit die Zulaufrohre 14 von unten her über entsprechende Öffnungen
im Boden des Kartuschengehäuses 13 in das Kartuschengehäuse 13 hineingeführt sind,
ist zwischen der Mischkartusche 35 und dem Boden des Kartuschengehäuses 13 ein Einsatzstück
36 vorgesehen, in welches die Zulaufrohre 14 hineingeführt sind. Die Zulaufrohre 14
sind in dem Einsatzstück 36 wie auch das Einsatzstück 36 gegenüber dem Kartuschengehäuse
13 durch Dichtungsringe 37 abgedichtet. In gleicher Weise befindet sich auch ein Dichtungsring
37 am gegenüberliegenden, oberen Bereich der Mischkartusche 35, der an dieser Stelle
die Mischkartusche 35 gegenüber dem Kartuschengehäuse 13 abdichtet. Wie schon erwähnt,
wird das Kartuschengehäuse 13 bei eingesetzter Mischkartusche 35 durch das Einbringen
eines Halteringes 16 festgelegt.
[0028] Zur Ausbildung des Wasserabganges der Mischkartusche 35 weist das Einsatzstück 36
einerseits und die Mischkartusche 35 andererseits jeweils eine Teilöffnung 51 beziehungsweise
52 auf, wobei in die dadurch gebildete Gesamtöffnung 51, 52 der Durchflusskonstanthalter
38 zum Anschluss des Einsatzteils 24 eingesetzt wird.
[0029] Weiterhin weist das Kartuschengehäuse 13 auf seiner Außenseite eine Nut 50 auf, mit
der das Kartuschengehäuse 13 bei der Montage der Vormontageeinheit 12 in dem Gehäuse
10 über eine in dem Armaturengehäuse 10 ausgebildete, in das Innere vorstehende und
nicht dargestellte Rippe schiebbar ist, so dass hierdurch die verdrehfeste Lage des
Kartuschengehäuses 13 gegenüber dem Armaturengehäuse 10 verwirklicht ist.
[0030] Soweit übliche Sanitärarmaturen auch eine Zugstangenbetätigung für beispielsweise
eine Ablaufgarnitur eines Waschtisches als Träger der Sanitärarmatur aufweisen, ist
auch bei der in dem Ausführungsbeispiel dargestellten Sanitärarmatur im Inneren des
Armaturengehäuses 10 eine entsprechend verlaufende Zugstange 40 angeordnet, die an
ihrem oberen Ende einen Zugknopf 43 trägt. Wie im einzelnen nicht dargestellt, weist
das Armaturengehäuse 10 an seiner dem Wasserauslauf 11 abgewandten Rückseite einen
Ausschnitt zum Hindurchführen der Zugstange 40 auf, der über eine eine Durchführungsöffnung
44 für die Zugstange 40 aufweisende Sichtblende 41 verschließbar ist. Die Sichtblende
41 ist mittels einer Schraube 42 mit dem Kartuschengehäuse 13 zu verschrauben, wobei
die Sichtblende 41 bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel einer Einziehung zur
formschlüssigen Aufnahme des Zugknopfes 43 aufweist.
[0031] Die in der vorstehenden Beschreibung, den Patentansprüchen, der Zusammenfassung und
der Zeichnung offenbarten Merkmale des Gegenstandes dieser Unterlagen können einzeln
als auch in beliebigen Kombinationen untereinander für die Verwirklichung der Erfindung
in ihren verschiedenen Ausführungsformen wesentlich sein.
1. Sanitärarmatur mit einem einen Wasserauslauf aufweisenden Armaturengehäuse (10), mit
einer darin eingesetzten und an die Zulaufrohre (14) für das kalte und das heiße Wasser
angeschlossenen Mischkartusche und mit einem an den Stellhebel (15) der Mischkartusche
angeschlossenen Griffhebel (20) zur Einstellung von Menge und Temperatur des über
die Kartusche geführten und aus der an dem Wasserauslauf (11) angeordneten Austrittsöffnung
austretenden Wassers, dadurch gekennzeichnet, dass das Armaturengehäuse (10) mit dem einstückig daran angeformten Wasserauslauf (11)
aus einem Leichtmetall besteht und dass in das Armaturengehäuse (10) eine Vormontageeinheit
(12) bestehend aus einem Kartuschengehäuse (13) mit der darin festgelegten und an
die Zulaufrohre (14) angeschlossen, einen radialen Wasserabgang (51, 52) aufweisenden
Mischkartusche (35) einsetzbar und in dem Armaturengehäuse (10) verdrehgesichert festlegbar
ist, wobei in dem Wasserauslauf (11) des Armaturengehäuses (10) ein den Wasserweg
zwischen der Mischkartusche (35) und der Austrittsöffnung für das Wasser ausbildendes
und eine in der Wandung des Kartuschengehäuses (13) ausgebildete Durchtrittsöffnung
(26) durchgreifendes und dichtend an die Mischkartusche (35) angeschlossenes Einsatzteil
(24) angeordnet ist.
2. Sanitärarmatur nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Einsatzteil (24) in dem Wasserauslauf (18) des Armaturengehäuses (10) auswechselbar
angeordnet ist.
3. Sanitärarmatur nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Einsatzteil (24) ein in die Wasseraustrittsöffnung des Armaturengehäuses (10)
eingesetzter Strahleinsatz (27) angebracht ist.
4. Sanitärarmatur nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Einsatzteil (24) an seinem in das Kartuschengehäuse (13) eingeführten Ende mit
einem Durchflusskonstanthalter (38) verbunden und der Durchflusskonstanthalter (38)
bei fertig montierter Sanitärarmatur in den Wasserabgang (51, 52) der Mischkartusche
(35) eingesetzt ist.
5. Sanitärarmatur nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Wasserauslauf (11) eine Öffnung zum Einsetzen des Einsatzteils (24) in den
Wasserauslauf (11) ausgebildet und die Öffnung durch eine lösbar mit dem Wasserauslauf
(11) zu verbindende Abdeckkappe (28) verschließbar ist.
6. Sanitärarmatur nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Armaturengehäuse (10) ein Zinkdruckguss-Bauteil ist.
7. Sanitärarmatur nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Kartuschengehäuse (13) in dem Armaturengehäuse (10) formschlüssig festlegbar
ist.
8. Sanitärarmatur nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Kartuschengehäuse (13) in dem Armaturengehäuse (10) mittels eines Bajonettverschlusses
verdrehgesichert festlegbar ist.
9. Sanitärarmatur nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Kartuschengehäuse (13) an seiner Außenseite eine Nut (50) aufweist, die bei der
Montage der Vormontageeinheit (12) auf eine in dem Armaturengehäuse (10) radial einwärts
vorspringende Rippe aufschiebbar ist.
10. Sanitärarmatur nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Mischkartusche (35) in dem Kartuschengehäuse (13) mittels eines in das obere,
den Zulaufrohren (14) gegenüberliegende Ende des Kartuschengehäuses (13) eingesetzten
Halteringes (16) gesichert ist.
11. Sanitärarmatur nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Kartuschengehäuse (13) aus Kunststoff besteht.
12. Sanitärarmatur nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Griffhebel (20) mit einem Lagergehäuse (34) auf das Armaturengehäuse (10) aufsetzbar
und mittels einer Stiftverbindung mit dem Stellhebel (15) der Mischkartusche (35)
verbindbar ist.
13. Sanitärarmatur nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Griffansatz (21) des Griffhebels (20) auf seiner dem Wasserauslauf (11) zugeordneten
Unterseite eine mit einer Abdeckkappe (23) lösbar verschließbare Ausnehmung zur verdeckten
Aufnahme des Befestigungsstiftes (22) der Stiftverbindung aufweist.
14. Sanitärarmatur nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Lagergehäuse (34) des Griffhebels (20) und dem Armaturengehäuse (10)
eine konvex gewölbte Lagerschale (18) für den Griffhebel (20) angeordnet und an dem
Armaturengehäuse (10) festgelegt ist.
15. Sanitärarmatur nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Lagerschale (18) an dem Armaturengehäuse (10) kraftschlüssig festgelegt ist.
16. Sanitärarmatur nach Anspruch 14 oder 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Lagerschale (18) einen auf dem in das Kartuschengehäuse (13) eingesetzten Haltering
(16) aufgesetzten Dichtungsring (17) mit Vorspannung übergreift und dadurch an dem Kartuschengehäuse (13) festgelegt ist.
17. Sanitärarmatur nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dass das Armaturengehäuse (10) an
seiner dem Wasserauslauf (11) abgewandten Rückseite einen Ausschnitt zum Hindurchführen
einer im Inneren des Armaturengehäuses (10) verlaufend angeordneten Zugstange (40)
aufweist, die über eine eine Durchführungsöffnung (44) für die Zugstange (40) aufweisende
Sichtblende (41) verschließbar ist.
18. Sanitärarmatur nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Sichtblende (41) mittels einer Schraubverbindung (42) an dem Kartuschengehäuse
(13) gehaltert ist.
19. Sanitärarmatur nach Anspruch 17 oder 18, dadurch gekennzeichnet, dass die Sichtblende (41) über eine Klipsverbindung an dem Armaturengehäuse (10) festgelegt
ist.