[0001] Die Erfindung betrifft eine Ablaufarmatur insbesondere für Bade- oder Duschwannen,
mit einem einen Ablaufkanal definierenden Ablaufgehäuse, das ein mittels eines Stellelements
betätigbares Ablaufventil aufweist und mit Befestigungsmitteln zur flüssigkeitsdichten
Befestigung an einer Wannenboden- oder Beckenbodenöffnung versehen ist, und mit einer
oberhalb des Ablaufventils angeordneten Abdeckung.
[0002] Badewannen sind üblicherweise mit einer außerhalb der Badewanne installierten Einlaufarmatur
(Zulaufarmatur) ausgestattet, deren Ausströmöffnung oberhalb der Badewanne angeordnet
ist.
[0003] Bekannt sind auch Badewannen-Ablaufarmaturen, die eine Ablauffunktion, eine Überlauffunktion
und eine Zulauffunktion in einer einzigen Armatur vereinen, wobei an der unterhalb
des oberen Wannenrandes angeordneten Überlauföffnung ein Gehäuse (Zulaufteil) mit
einem Einströmkanal festgelegt ist, das eine Drehrosette zur Betätigung des Ablaufventils
trägt. Eine solche multifunktionale Badewannenarmatur ist beispielsweise in der
DE 87 07 328 U1 dargestellt.
[0004] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Ablaufarmatur für Bade-
oder Duschwannen zu schaffen, durch die eine außerhalb der Wanne zu installierende
Einlaufarmatur entfallen kann, so dass sich neue Freiheiten hinsichtlich der Gestaltung
solcher Wannen ergeben. Ferner soll eine geräuscharme Wasserzufuhr beim Befüllen von
Badewannen erreicht werden.
[0005] Gelöst wird diese Aufgabe durch eine Ablaufarmatur mit den Merkmalen des Anspruchs
1.
[0006] Die erfindungsgemäße Ablaufarmatur umfasst einen Bodeneinlauf. Hierzu weist das Ablaufgehäuse
der Ablaufarmatur einen Wasserzulaufkanal auf, an dem ein Einlaufkanal angeschlossen
ist, der oberhalb des Ablaufventils und unterhalb einer in der Wanne anzuordnenden,
das Ablaufventil verdeckenden Abdeckung (Abdeckhaube) mündet.
[0007] Die erfindungsgemäße Ablaufarmatur ermöglicht durch ihre einen Bodeneinlauf bildenden
Zulauf- und Einlaufelemente eine besonders geräuscharme Befüllung einer Bade- oder
Duschwanne. Da auf einen sichtbaren Wasserzulauf verzichtet wird, ergeben sich neue
Freiheitsgrade für das Design von Badewannen. Darüber hinaus lassen sich durch den
Wegfall einer herkömmlichen, außerhalb der Badewanne anzubringenden Einlaufarmatur
Kostenvorteile erzielen.
[0008] Eine bevorzugte Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Ablaufarmatur sieht vor, dass
der Einlaufkanal mit einem wasserdruckbetätigten Verschlusselement versehen ist. Durch
das Verschlusselement ist der Einlaufkanal gegen Eindringen von Schmutzstoffen aus
der Badewanne abgesichert.
[0009] Das Verschlusselement ist vorzugsweise in Form eines gummielastischen Dichtringes
ausgeführt. Ein solcher Dichtring bietet einerseits in Verbindung mit einem entsprechenden
Dichtsitz eine zuverlässige Dichtfunktion gegen das Eindringen von Schmutzstoffen
in den Einlaufkanal, und stellt andererseits ein sehr einfaches Verschlusselement
dar, das sich bei Überschreiten eines bestimmten Wasserdruckes im Einlaufkanal radial
weitet und somit ein Ausströmen von Wasser aus dem Einlaufkanal in die Badewanne zulässt.
[0010] Eine weitere bevorzugte Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Ablaufarmatur besteht
darin, dass die oberhalb des Ablaufventils angeordnete Abdeckung (Abdeckhaube) an
ihrer Unterseite mindestens einen Vorsprung aufweist, der eine Aufweitung des Dichtringes
begrenzt. Hierdurch wird sichergestellt, dass der Dichtring bei Wasserzulauf über
den Einlaufkanal nicht aus seinem Sitz springt, was seine Dichtfunktion aufheben würde.
[0011] Um bei flacher Bauhöhe der Abdeckung (Abdeckhaube) eine möglichst hohe Einlaufleistung
bzw. einen möglichst großen Einlaufquerschnitt realisieren zu können, sieht eine weitere
bevorzugte Ausgestaltung der Erfindung vor, dass der Einlaufkanal mit einem ringförmigen
Einlaufstück versehen ist, welches einen sich im Wesentlichen radial erstreckenden
Ringspalt aufweist, der zum Innenumfang des Einlaufstücks hin geschlossen ist. Das
ringförmige Einlaufstück kann relativ flach ausgebildet werden. Der Umfang bzw. die
Kreislänge des Ringspaltes ergibt trotz einer flachen Ausführung des Einlaufstückes
dennoch einen relativ großen freien Strömungsquerschnitt.
[0012] Hinsichtlich der Verwendung eines Dichtrings als wasserdruckbetätigtes Verschlusselement
ist es dabei ferner günstig, wenn das Einlaufstück eine Vielzahl von mit dem Ringspalt
kommunizierenden Ausströmöffnungen aufweist. Die Ausströmöffnungen sind dabei vorzugsweise
so angeordnet, dass sie an der Unterseite des ringförmigen Einlaufstückes münden.
Letzteres ist für eine zuverlässige Funktion des Dichtrings günstig und stellt zudem
sicher, dass bei hoher oder höchster Wasserzulaufleistung und demontierter Abdeckung
kein Wasser nach oben bzw. aus der Badewanne spritzt.
[0013] Nach einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist die Abdeckung drehfest
und lösbar an dem Einlaufstück gehalten. Dies ermöglicht ein schnelles und einfaches
Entfernen der Abdeckung zu Reinigungszwecken. Die drehfeste, jedoch lösbare Festlegung
der Abdeckung an dem Einlaufstück ist nach einer bevorzugten Ausgestaltung der erfindungsgemäßen
Ablaufgarnitur dadurch realisiert, dass an der Unterseite der Abdeckung Vorsprünge
vorgesehen sind, mittels denen die Abdeckung form- und kraftschlüssig mit dem Einlaufstück
verbindbar ist. Besonders bevorzugt ist dabei eine Ausgestaltung, bei der am Innenumfang
des Einlaufstückes Rippen zur Festlegung der Abdeckung ausgebildet sind. Die Rippen
dienen dabei als Anlageflächen und/oder Klemmelemente für die an der Unterseite der
Abdeckung angeordneten Vorsprünge.
[0014] Weitere bevorzugte und vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen
angegeben.
[0015] Nachfolgend wird die Erfindung anhand einer ein Ausführungsbeispiel darstellenden
Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- einen Abschnitt einer mit einer erfindungsgemäßen Ablaufarmatur versehenen Badewanne
in perspektivischer Innenansicht;
- Fig. 2
- eine perspektivische Außenansicht einer mit einer erfindungsgemäßen Ablaufarmatur
versehenen Badewanne;
- Fig. 3
- das Ablaufgehäuse der erfindungsgemäßen Ablaufarmatur in perspektivischer Darstellung;
- Fig. 4
- das Ablaufgehäuse der Fig. 3 in Explosions-darstellung;
- Fig. 5
- ein Einlaufstück und Befestigungselemente der Ablaufarmatur der Fig. 4 in Explosionsdarstellung
(in Oberansicht);
- Fig. 6
- das Einlaufstück und die Abdeckhaube der Ablaufarmatur der Fig. 4 in Explosionsdarstellung
(in Unteransicht);
- Fig. 7
- eine Schnittdarstellung des Einlaufstückes mit einem Befestigungsflansch und der Abdeckhaube
der Fig. 4, wobei ein dem Einlaufstück zugeordneter Dichtring aus seinem Dichtsitz
herausgedrückt ist und einen Ringspalt freigibt;
- Fig. 8
- eine vergrößerte Darstellung des Details D der Fig. 7;
- Fig. 9
- eine Schnittdarstellung des Einlaufstückes mit dem Befestigungsflansch und der Abdeckhaube
der Fig. 4, wobei der Dichtring in seinem Sitz am Ringspalt anliegt und letzteren
verschließt; und
- Fig. 10
- eine vergrößerte Darstellung des Details B der Fig. 9.
[0016] Die in der Zeichnung dargestellte Ablaufarmatur umfasst ein Ablaufgehäuse 1, das
einen rohrstutzenförmigen Abschnitt 1.1 und einen daran einteilig angeformten flachen
Ablaufkanal 1.2 aufweist. Der Ablaufkanal 1.2 hat einen bogenförmig aufsteigenden
Abschnitt 1.3, der in einem ein Außengewinde aufweisenden Ablaufstutzen 1.4 endet.
Der Abschnitt 1.3 des Ablaufgehäuses bildet zusammen mit dem flachen Ablaufkanal 1.2
einen Geruchsverschluss. An dem Ablaufstutzen 1.4 ist mittels einer Überwurfmutter
2 ein Abgangsbogen 3 angeschlossen. Die beiden Endabschnitte des Abgangsbogens 3 sind
um ca. 45° zueinander abgewinkelt.
[0017] An dem rohrstutzenförmigen Abschnitt 1.1 des Ablaufgehäuses (Ablaufkörpers) 1 sind
seitlich zwei Anschlussstutzen 1.5, 1.6 angeformt. Der größere (1.6) dieser beiden
Anschlussstutzen dient dem Anschluss eines Überlaufrohres 4, das an einem unterhalb
des oberen Wannenrandes angeordneten Überlaufgehäuse 5 lösbar angeschlossen ist. Das
Überlaufgehäuse 5 ist an einer in der Wannenwand 6 ausgebildeten Überlauföffnung festgelegt.
Die Überlauföffnung in der Wannenwand 6 ist an der Wanneninnenseite durch eine Drehrosette
7 abgedeckt, die als Betätigungselement für ein im Ablaufgehäuse 1 integriertes Ablaufventil
dient. Die Drehrosette 7 ist über ein Getriebe mit einem Bowdenzug (nicht gezeigt)
gekoppelt, dessen unteres Ende mit einem Hebelmechanismus verbunden ist, mittels dem
ein Ventilkegel 8 des Ablaufventils angehoben bzw. abgesenkt werden kann. Der Anschlussstutzen
1.6 für das Überlaufrohr 4 ist mit einem Außengewinde versehen, auf dem eine Überwurfmutter
9 aufgeschraubt ist.
[0018] Der rohrstutzenförmigen Abschnitt 1.1 des Ablaufgehäuses 1 weist an seinem oberen
Ende einen umlaufenden Flansch 1.7 auf, über den das Ablaufgehäuse an der Unterseite
der Badewanne 10 festgelegt wird. Innerhalb des Flansches 1.7 ist ein nach oben vorstehender
Kragen 1.8 ausgebildet, der im montierten Zustand der Ablaufarmatur in die Ablauföffnung
des Wannenbodens ragt. Innerhalb des Kragens 1.8 weist das Ablaufgehäuse 1 einen ringförmigen
Absatz 1.9 auf, der eine Ablauföffnung 11 mit einem kreisringförmigen Ventilsitz definiert
und zur Ablauföffnung 11 hin mit Gefälle geneigt ist. Die Ablauföffnung 11 ist durch
den Ventilkegel (Ventilkörper) 8 verschließbar, der hierzu durch Betätigung der Drehrosette
7 über den Bowdenzug und den Hebelmechanismus auf den Ventilsitz abgesenkt werden
kann.
[0019] Der rohrstutzenförmigen Abschnitt 1.1 des Ablaufgehäuses 1 ist des Weiteren mit Gewindebohrungen
versehen. Die Gewindebohrungen sind vorzugsweise durch metallische Gewindehülsen realisiert,
die in das aus Kunststoff hergestellte Ablaufgehäuse 1 integriert bzw. eingegossen
sind. Die Gewindebohrungen bzw. Gewindehülsen sind zwischen dem Flansch 1.7 und dem
Kragen 1.8 des Ablaufgehäuses 1 angeordnet, wobei der Kragen 1.8 im Bereich der Gewindebohrungen
bzw. Gewindehülsen zur Ablauföffnung hin gerichtete Einbuchtungen 1.81 aufweist.
[0020] Zur Befestigung des Ablaufgehäuses 1 an der Unterseite der Wanne 10 dient ferner
ein ringförmiger Befestigungsflansch 12, der hierzu an der Innenseite des Randes der
Bodenöffnung der Wanne angelegt wird. Der Befestigungsflansch 12 weist mit den Gewindebohrungen
des Ablaufgehäuses fluchtende Bohrungen oder Löcher 12.1 auf. Die Befestigungslöcher
12.1 sind in einwärts vorspringenden Ausbuchtungen 12.2 des Befestigungsflansches
12 ausgebildet. Der Befestigungsflansch 12 hat ferner einen nach unten gerichteten
Kragen 12.3, der so bemessen ist, dass er in den Kragen 1.8 des Ablaufgehäuses 1 formschlüssig
eingreifen kann.
[0021] In die Löcher 12.1 des Befestigungsflansches 12 werden Befestigungsschrauben 13 eingeführt,
die von der Innenseite der Wanne 10 aus in die Gewindebohrungen des Ablaufgehäuses
1 eingeschraubt und festgezogen werden. Dabei wird eine ringförmige Profildichtung
14 aus Gummi oder dergleichen, die zwischen dem Flansch 1.7 des Ablaufgehäuses und
dem Befestigungsflansch 12 angeordnet ist, dichtend an den Rand der Wannenboden-Ablauföffnung
gepresst.
[0022] Mit 15 ist eine Abdeckung (Abdeckhaube) bezeichnet, die den Ventilkegel 8 verdeckt,
jedoch im montierten Zustand am Wannenboden einen mehrere Millimeter hohen Ablaufspalt
16 belässt (Fig. 3).
[0023] Erfindungsgemäß weist das Ablaufgehäuse 1 einen Wasserzulaufkanal (Überströmkanal)
1.10 auf. Der Wasserzulaufkanal 1.10 schließt sich an den kleineren (1.5) der beiden
Anschlussstutzen des Ablaufgehäuses (Ablaufkörpers) 1 an. Der Anschlussstutzen 1.5
ist ebenfalls mit einem Außengewinde versehen. In dem dargestellten Ausführungsbeispiel
ist an dem Anschlussstutzen 1.5 ein bogenförmiges Anschlussrohrstück 17 mittels einer
Überwurfmutter 18 angeschlossen. Das Anschlussrohrstück 17 dient dem Anschluss einer
(nicht gezeigten) Wasserzulaufleitung.
[0024] Der Wasserzulaufkanal (Überströmkanal) 1.10 ist in die Wandung des rohrstutzenförmigen
Abschnitts 1.1 des Ablaufgehäuses 1 integriert. Er durchdringt den ringförmigen Absatz
1.9 mit radialem Abstand zur kreisringförmigen Ablauföffnung 11 bzw. zum Ventilkegel
8 und schließt bündig mit der Oberkante des Kragens 1.8 ab. Die Oberkante des Wasserzulaufkanal
1.10 ist dabei schräg ausgebildet. Sie verläuft im Wesentlichen parallel zur Oberfläche
des konisch ausgebildeten Absatzes 1.9.
[0025] An dem Wasserzulaufkanal 1.10 ist ein Einlaufkanal 19 angeschlossen, der im montierten
Zustand oberhalb des Ablaufventils und unterhalb der Abdeckung 15 mündet.
[0026] An dem Einlaufkanal 19 ist ein ringförmiges Einlaufstück 19.1 angeformt, das einen
sich im Wesentlichen radial erstreckenden Ringspalt 19.2 aufweist. Der Ringspalt 19.2
ist zum Innenumfang des Einlaufstücks 19 hin geschlossen und kommuniziert mit einer
Vielzahl von Ausströmöffnungen 19.3. Die Ausströmöffnungen 19.3 sind nahe am Außenumfang
des ringförmigen Einlaufstückes 19.1 angeordnet und münden an dessen Unterseite. Sie
sind vorzugsweise gleichmäßig zueinander beabstandet auf einem gemeinsamen Teilkreis
angeordnet.
[0027] Wie in den Figuren 8 und 10 gezeigt ist, ist die Höhe bzw. Breite des Ringspaltes
19.2 am Außenumfang des Einlaufstückes 19.1 erweitert. Die Erweiterung bildet einen
unteren sowie einen oberen ringförmigen Absatz 19.4, 19.5. Die Ausströmöffnungen 19.3
zweigen vom unteren Absatz 19.4 ab.
[0028] In der Erweiterung des Ringspaltes 19.2 ist ein gummielastischer Dichtring (O-Ring)
20 aufgenommen. Die umlaufenden Kanten der beiden Absätze 19.4, 19.5 des Ringspaltes
bilden dabei einen Dichtsitz für den Dichtring 20. Der Dichtring 20 weist ein im Wesentlichen
kreisscheibenförmiges Querschnittsprofil auf und ist so dimensioniert, dass er in
seiner in den Figuren 9 und 10 dargestellten Ruheposition mit leichter Vorspannung
an den beiden umlaufenden Kanten der Absätze 19.4, 19.5 anliegt und so den Ringspalt
19.2 abdichtet (verschließt).
[0029] Im montierten Zustand ist der Einlaufkanal 19 in den Wasserzulaufkanal 1.10 eingeschoben
oder eingesteckt. In den Figuren 5 und 6 ist zu erkennen, dass das in den Wasserzulaufkanal
1.10 einsteckbare Ende des Einlaufkanals 19 gegenüber dessen Längsachse abgeschrägt
ist.
[0030] Der Einlaufkanal 19 ist an seiner Außenseite mit einer ebenfalls schräg zur Längsachse
verlaufenden Ringnut 19.6 versehen, in die ein Dichtring 21 eingesetzt ist. Alternativ
hierzu kann auch der Wasserzulaufkanal 10.1 an seiner Innenseite mit einer Ringnut
und einem entsprechenden Dichtring versehen sein.
[0031] Das an dem Einlaufkanal 19 einteilig angeformte ringförmige Einlaufstück 19.1 weist
nach unten vorstehende Abstandshalter 19.7 auf.
[0032] Die Abstandshalter 19.7 sind ring- bzw. hülsenförmig ausgebildet und so angeordnet,
dass zumindest zwei von ihnen jeweils einen Kopf einer der Befestigungsschrauben 13
formschlüssig aufnehmen und umgreifen. Die Köpfe der so in den Abstandshaltern 19.7
aufgenommenen Befestigungsschrauben 13 weisen Ringnute 13.1 mit darin eingesetzten
Klemmringen (Gummiringen) 22 auf. Der formschlüssig in der Ringnut 13.1 gehaltene
Klemmring 22 bewirkt eine reibschlüssige Verbindung der Befestigungsschraube 13 mit
dem Abstandshalter 19.7 des Einlaufstücks 19. Zudem ergibt sich durch den am Einlaufkanal
19 gehaltenen Dichtring 21 eine reibschlüssige Verbindung von Einlaufstück 19.1 und
Ablaufgehäuse 1.
[0033] Um ein Lösen des Einlaufkanals 19 vom Wasserzulaufkanal 1.10 infolge des Wasserdruckes
zu verhindern, ist eine (13") der Befestigungsschrauben mit einer Gewindebohrung 13.2
zum Einschrauben einer das Einlaufstück 19.1 fixierenden Halteschraube 23 versehen.
Die Gewindebohrung 13.2 mündet dabei an der Kopfoberseite der Befestigungsschraube
13' (Fig. 5).
[0034] Zum Einschrauben der Halteschraube 23 weist das Einlaufstück 19.1 eine Bohrung (Durchbrechung)
auf, die in den Hohlraum eines der ringförmigen Abstandshalter 19.7 mündet. Der Kopf
der Halteschraube 23 ist in einer Vertiefung 19.8 in der Oberseite des Einlaufstückes
19.1 aufgenommen, so dass der Schraubenkopf nicht über die Oberseite des Einlaufstückes
19.1 vorsteht.
[0035] Die Abdeckung (Abdeckhaube) 15 weist an ihrer Unterseite Vorsprünge 15.1 auf, mittels
denen sie form- und kraftschlüssig mit dem Einlaufstück 19.1 verbindbar ist. Hierzu
sind am Innenumfang des Einlaufstückes Rippen (Streben) 19.9 zur drehfesten Festlegung
der Abdeckung 15 ausgebildet. Die Rippen (Streben) 19.9 sind brückenförmig am Innenumfang
des Einlaufstückes 19.1 angebunden oder angeformt. Sie erstrecken sich im Wesentlichen
geradlinig und begrenzen mit dem ringförmigen Einlaufstück 19.1 jeweils einen kreisscheibenabschnittförmigen
Spalt.
[0036] Die zwischen den Rippen 19.9 des Einlaufstückes reibschlüssig einsteckbaren Vorsprünge
15.1 der Abdeckung 15 sind kreisbogenförmig ausgebildet und auf einem gemeinsamen
Teilkreis gleichmäßig zueinander beabstandet angeordnet. Die Abdeckung 15 weist an
ihrer Unterseite zudem einen Vorsprung 15.2 auf, der eine Aufweitung des Dichtringes
20 begrenzt (siehe Fig. 8).
[0037] Nachfolgend wird kurz die Funktionsweise der Ablaufarmatur erläutert. Die erfindungsgemäße
Ablaufarmatur ermöglicht es, eine Badewanne 10 mit Wasser zu befüllen und die mit
Wasser befüllte Badewanne zu entleeren. Durch den Überlaufanschluss 1.6 wird bei ununterbrochenem
Wasserzulauf verhindert, dass Wasser über den oberen Rand der Badewanne 10 in das
Badezimmer überläuft.
[0038] Die Befüllung der Badewanne 10 erfolgt über den im Ablaufgehäuse 1 integrierten Wasserzulaufkanal
1.10 und den darin eingesteckten Einlaufkanal 19, der mit dem ringförmigen Einlaufstück
19.1 versehen ist, dessen Ausströmöffnungen 19.3 oberhalb des Ablaufventils und unterhalb
der Abdeckung 15 münden. Der Ringspalt 19.2 des Einlaufstückes 19.1 ist durch den
gummielastischen Dichtring 20 gegen das Eindringen von Schmutzstoffen aus der Badewanne
10 abgesichert.
[0039] Sobald der Druck des über den Anschlussstutzen 1.5 zulaufenden Wassers einen bestimmten
Wert übersteigt, wird der Dichtring (O-Ring) 20 radial geweitet und das Wasser strömt
über die Ausströmöffnungen 19.3 in die Wanne 10. Wird der Wasserzulauf gestoppt oder
fällt der Druck des zulaufenden Wassers unter einem bestimmten Wert, so stellt sich
der gummielastische Dichtring 20 zurück und dichtet den Ringspalt 19.2 des Einlaufstückes
19.1 ab.
1. Ablaufarmatur insbesondere für Badewannen, mit einem einen Ablaufkanal definierenden
Ablaufgehäuse (1), das ein mittels eines Stellelements betätigbares Ablaufventil aufweist
und mit Befestigungsmitteln zur flüssigkeitsdichten Befestigung an einer Wannenboden-
oder Beckenbodenöffnung versehen ist, und mit einer oberhalb des Ablaufventils angeordneten
Abdeckung (15), dadurch gekennzeichnet, dass das Ablaufgehäuse (1) einen Wasserzulaufkanal (1.10) aufweist, an dem ein Einlaufkanal
(19) angeschlossen ist, der oberhalb des Ablaufventils und unterhalb der Abdeckung
(15) mündet.
2. Ablaufarmatur nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass der Einlaufkanal (19) mit einem wasserdruckbetätigten Verschlusselement versehen
ist.
3. Ablaufarmatur nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, dass das Verschlusselement ein gummielastischer Dichtring (20) ist, der vorzugsweise ein
im Wesentlichen kreisscheibenförmiges Querschnittsprofil aufweist.
4. Ablaufarmatur nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckung (15) an ihrer Unterseite mindestens einen Vorsprung (15.2) aufweist,
der eine Aufweitung des Dichtringes (20) begrenzt.
5. Ablaufarmatur nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, dass der Einlaufkanal (19) mit einem ringförmigen Einlaufstück (19.1) versehen ist, welches
einen sich im Wesentlichen radial erstreckenden Ringspalt (19.2) aufweist, der zum
Innenumfang des Einlaufstücks (19.1) hin geschlossen ist.
6. Ablaufarmatur nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, dass das Einlaufstück (19.1) eine Vielzahl von mit dem Ringspalt (19.2) kommunizierenden
Ausströmöffnungen (19.3) aufweist, die vorzugsweise an der Unterseite des ringförmigen
Einlaufstückes (19.1) münden.
7. Ablaufarmatur nach Anspruch 5 oder 6,
dadurch gekennzeichnet, dass die Breite des Ringspaltes (19.2) am Außenumfang des Einlaufstückes (19.1) erweitert
ist, so dass der Ringspalt (19.2) einen unteren und einen oberen ringförmigen Absatz
(19.4, 19.5) aufweist, wobei die Ausströmöffnungen (19.3) vorzugsweise vom unteren
Absatz (19.4) abzweigen.
8. Ablaufarmatur nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungsmittel zur flüssigkeitsdichten Befestigung des Ablaufgehäuses (1)
an einer Wannen- oder Beckenbodenöffnung im Ablaufgehäuse (1) vorgesehene Gewindebohrungen,
einen mehrere Befestigungslöcher (12.1) aufweisenden Befestigungsflansch (12) und
den Befestigungslöchern (12.1) zugeordnete, in die Gewindebohrungen einschraubbare
Befestigungsschrauben (13) umfassen.
9. Ablaufarmatur nach Anspruch 8 in Rückbeziehung auf einen der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine (13') der Befestigungsschrauben eine Gewindebohrung (13.2) zum Einschrauben
einer das Einlaufstück (19.1) fixierenden Halteschraube (23) aufweist, wobei die Gewindebohrung
(13.2) an der Kopfoberseite der Befestigungsschraube (13') mündet.
10. Ablaufarmatur nach Anspruch 9 oder einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das ringförmige Einlaufstück (19.1) an seiner Unterseite nach unten vorstehende Abstandshalter
(19.7) aufweist.
11. Ablaufarmatur nach den Ansprüchen 9 und 10,
dadurch gekennzeichnet, dass die Abstandshalter (19.7) zur form- und/oder reibschlüssigen Aufnahme des Kopfes
mindestens einer der Befestigungsschrauben (13) ring- oder hülsenförmig ausgebildet
sind.
12. Ablaufarmatur nach einem der Ansprüche 8, 9 oder 11,
dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine der Befestigungsschrauben (13) an ihrem Kopf mit einem Klemmring
(22) versehen ist, der vorzugsweise in einer am Umfang des Kopfes der Befestigungsschraube
(13) ausgebildeten Ringnut (13.1) gehalten ist.
13. Ablaufarmatur nach einem der Ansprüche 5 bis 7 oder 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckung (15) drehfest und lösbar an dem Einlaufstück (19.1) gehalten ist.
14. Ablaufarmatur nach einem der Ansprüche 5 bis 7, 9, 10, 11 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckung (15) an ihrer Unterseite Vorsprünge (15.1) aufweist, mittels denen
die Abdeckung (15) form- und kraftschlüssig mit dem Einlaufstück (19.1) verbindbar
ist.
15. Ablaufarmatur nach einem der Ansprüche 5 bis 7, 9, 10, 11, 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass am Innenumfang des Einlaufstückes (19.1) Rippen (19.9) zur Festlegung der Abdeckung
(15) ausgebildet sind.
16. Ablaufarmatur nach einem der Ansprüche 1 bis 15,
dadurch gekennzeichnet, dass der Einlaufkanal (19) in den Wasserzulaufkanal (1.10) des Ablaufgehäuses (1) lösbar
eingesteckt ist, wobei der Einlaufkanal (19) an seiner Außenseite und/oder der Wasserzulaufkanal
(1.10) an seiner Innenseite mit einem Dichtring (21) versehen ist, und wobei vorzugsweise
das in den Wasserzulaufkanal (1.10) einsteckbare Ende des Einlaufkanals (19) gegenüber
dessen Längsachse abgeschrägt ist.