[0001] Die Erfindung betrifft ein Kältegerät, insbesondere Haushaltskältegerät, umfassend
ein Außengehäuse, einen im Außengehäuse angeordneten Innenbehälter mit einem Innenraum
zur Aufnahme von Kühlgut, und Innenanbauteile, wobei der Innenbehälter eine Behälterwand
aufweist, welche mit dem Außengehäuse verschäumt ist, und wobei die Innenanbauteile
mit der Behälterwand verbunden sind, sowie ein Verfahren zur Herstellung eines Kältegeräts
mit einem Außengehäuse, mit einem Innenbehälter mit einer Behälterwand, und Innenanbauteilen.
[0002] Ein Kältegerät weist eine Vielzahl von Innenanbauteilen im Innenraum auf. So kann
das Kältegerät Kühlgutablagen, Auszüge oder ausziehbare Schubladen, Lampen oder Beleuchtungshalterungen,
Verdampfer oder Verdampferhalterungen, eine elektrische Steuerung etc. aufweisen.
Derartige Innenanbauteile werden an der Behälterwand des Innenbehälters des Kältegeräts
montiert und mit dieser verbunden.
[0003] In der Regel wird der Innenbehälter mit dem Außengehäuse verschäumt und üblicherweise
werden die Innenanbauteile an schaumseitig angebrachten Hinterlegteilen, zum Beispiel
durch Rastung, Schrauben oder Klemmung an dem Innenbehälter fixiert. Da diese Hinterlegteile
schaumseitig am Innenbehälter angeordnet sind, müssen diese vor dem Schäumprozess
montiert werden und es sind Ausstanzungen im Innenbehälter notwendig. Die Form und
die Größe der Ausstanzungen hängen von der Größe des zu befestigenden Innenanbauteils
ab. Die Spalte zwischen den Hinterlegteilen und dem Innenbehälter müssen vor dem Schäumprozess
aufwendig, zum Beispiel mittels Klebeband oder durch entsprechende Dichtungen (2K-Spritzteile
mit weicher Dichtlippe), abgedichtet werden.
[0004] Sollte trotzdem Schaum in den Innenbereich während des Schäumprozesses gelangen,
muss dieser aufwendig entfernt werden.
[0005] Es sind schaumseitige Hinterlegteile bekannt, welche in den Innenraum hinein ragen.
In diesen Fällen müssen Schäumkerne partiell ausgespart werden und der Innenbehälter
kann an diesen Stellen während der Verschäumung innenraumseitig nicht vollständig
abgestützt werden, so dass unebene Behälterwandflächen entstehen können.
[0006] Es somit Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Kältegerät, insbesondere Haushaltskältegerät,
anzugeben, welches einfach herzustellen ist, reproduzierbar ebene Flächen aufweist
und bezüglich der Innenanbauteile möglichst variabel ist.
[0007] Weiterhin ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren anzugeben, mit
welchem Kältegeräte auf einfache Weise und mit reproduzierbaren ebenen Flächen hergestellt
werden können.
[0008] Diese Aufgaben werden gelöst durch das Kältegerät, insbesondere Haushaltskältegerät,
sowie das Verfahren zur Herstellung von Kältegeräten wie in den unabhängigen Ansprüchen
angegeben.
[0009] Weitere vorteilhafte Ausführungsformen und Weiterbildungen, welche jeweils einzeln
angewandt oder in geeigneter Weise beliebig miteinander kombiniert werden können,
sind Gegenstand der jeweilig abhängigen Ansprüche oder werden in der folgenden Beschreibung
näher erläutert.
[0010] Das erfindungsgemäße Kältegerät, insbesondere Haushaltskältegerät, mit einem wärmeisolierten
Gehäuse, umfasst ein Außengehäuse, eine Wärmeisolationsschicht und einen Behälterwände
aufweisenden Innenbehälter mit einem Innenraum zur Aufnahme von Kühlgut, wobei zumindest
an einer der Behälterwände Innenanbauteile anhand eines Trägers befestigt sind, und
wobei der Träger in einer zum Innenraum hin offenen Aufnahmenische angeordnet ist.
[0011] Das Kältegerät umfasst insbesondere ein Außengehäuse, einen im Außengehäuse angeordneten
Innenbehälter mit einem Innenraum zur Aufnahme von Kühlgut, und Innenanbauteile, wobei
der Innenbehälter eine Behälterwand aufweist, welche mit dem Außengehäuse verschäumt
ist, und wobei die Innenanbauteile mit der Behälterwand verbunden sind, sieht einen
Multifunktionsträger vor, an welchem die Innenanbauteile befestigt sind und welcher
innenraumseitig am Innenbehälter montiert ist.
[0012] Der Träger kann aus Multifunktionsträger ausgebildet sein.
[0013] Mit Hilfe des Multifunktionsträgers können eine Vielzahl unterschiedlicher Innenanbauteile
an dem Innenbehälter befestigt werden. Innenanbauteile können Kühlgutablagen, Auszüge,
Lampen, Beleuchtungshalterungen, Verdampfer, Verdampferhalterungen, elektrische Steuerungen
etc. sein.
[0014] Der Multifunktionsträger wird innenraumseitig, d.h. nicht schaumseitig, sondern an
der entgegen gesetzten Seite des Innenbehälters, vom Innenraum her am Innenbehälter
montiert.
[0015] Die Montage des Multifunktionsträgers kann vor dem Schäumprozess erfolgen, so dass
durch die Behälterwand durchgreifende Teile des Multifunktionsträgers mit dem Schaum
in Kontakt gelangen und hierdurch fixiert werden.
[0016] Die zumindest eine Befestigungsaufnahme, insbesondere die zumindest eine Öffnung,
kann in einer zur Behälterwand parallelen Seitenwand der Aufnahmenische vorgesehen
sein, wobei insbesondere der Multifunktionsträger an der Aufnahmenische verrastet
ist.
[0017] Der Multifunktionsträger kann beispielsweise durch Aussparungen z.B. durch Ausstanzungen
oder Bohrlöcher in die Behälterwand des Innenbehälters gesteckt und dort gehalten
werden. Der Multifunktionsträger kann geklemmt werden, gerastet werden, eingerastet
werden oder verklebt werden.
[0018] Die exakte Positionierung des Multifunktionsträgers erfolgt an der angezogenen Kontur
des Innenbehälters. Da die Kontur durch das für die Herstellung des Innenbehälters
verwendete Ziehwerkzeug geformt wird, ist die Kontur sehr präzise vorgebbar und unabhängig
von der Wandstärke des Innenbehälters. Eventuell notwendige Öffnungen, aus welchen
der Schaum in den Innenraum gelangen könnte, können auf einfache Weise mittels Deckel
oder Kappen verschlossen werden.
[0019] Bei einer Montage des Multifunktionsträgers vor dem Schäumprozess wird der Multifunktionsträger
durch den während des Schäumprozesses entstehenden Schaumdruck gegen ein Abstützwerkzeug,
d.h. den sogenannten Schäumkern bzw. ein in den Innenraum des Innenbehälters während
der Verschäumung eingebrachtes Werkzeug zur Abstutzung der Behälterwand gegen den
Schaumdruck, gedrückt. Dadurch werden auch die Bauteile, welche dem Schaumaustritt
entgegen wirken, gegen den Schäumkern gedrückt und verhindern Ausschäumungen in den
Innenraum. Durch den Schaumdruck wird der Multifunktionsträger gegen den Schäumkern
gedrückt und es können somit reproduzierbar ebene Flächen trotz des Schaumdrucks erzielt
werden.
[0020] Der Multifunktionsträger weist entsprechende Aufnahmestrukturen auf um eine Vielzahl
von verschiedenen Innenanbauteilen aufnehmen zu können.
[0021] Die Aufnahmenische kann einstückig und/oder einstoffig mit der Behälterwand verbunden
ist. Die Aufnahmenische kann insbesondere in die Behälterwand durch Tiefziehen eingeformt
sein.
[0022] In einer besonderen Ausgestaltung umfasst die Behälterwand eine Aufnahmenische, in
welcher der Multifunktionsträger eingelassen ist. Durch die Aufnahmenische, welche
vorteilhafterweise eine Tiefe aufweist, welche der Tiefe des Multifunktionsträgers
entspricht, kann der Multifunktionsträger in eine Ebene mit der umgebenen Behälterwand
gebracht werden und mit dieser bündig bzw. fluchtend abschließend.
[0023] Durch eine Montage des Multifunktionsträgers vor dem Verschäumen wird die Aufnahmenische
gegen den Multifunktionsträger und dieser an das Abstützwerkzeug gedrückt, sodass
eine besonders ebene Fläche des Innenbehälters realisiert wird, selbst wenn hohe Schaumdrücke
vorliegen. Bei einer derartigen Verschäumung ist es nicht erforderlich, dass das Abstützwerkzeug
eine komplexe Profilierung aufweist, da der Multifunktionsträger und die die Aufnahmenische
umgebende Behälterwand bündig abschließen und auf einer Ebene liegen.
[0024] In einer speziellen Ausgestaltung weist die Behälterwand eine Befestigungsaufnahme,
insbesondere eine Öffnung auf, mit welcher der Multifunktionsträger an der Behälterwand
befestigt ist. Die Öffnung kann als Bohrloch oder als Ausstanzung gefertigt sein und
dient allein zur Aufnahme des Multifunktionsträgers, sodass die Bearbeitung des Innenbehälters
bzw. der Behälterwand unabhängig von dem daran zu befestigenden Innenanbauteil erfolgen
kann.
[0025] Die besondere Anpassung der Befestigung an das jeweilige Innenanbauteil wird durch
den Multifunktionsträger selbst bewirkt, welcher eine entsprechende Anzahl verschiedenartiger
Aufnahmen zur Befestigung der Innenanbauteile aufweist. Vorteilhafterweise ist der
Multifunktionsträger an der Behälterwand festklippbar bzw. ist an dieser festgerastet.
Durch eine Anklipp- bzw. Festklippbarkeit wird die Montage des Multifunktionsträgers
an der Behälterwand erheblich vereinfacht.
[0026] Für den Fall, dass der Multifunktionsträger durch eine Öffnung in der Behälterwand
hindurch greift, kann der Schäumprozess dazu verwendet werden, den Multifunktionsträger
an der Behälterwand mit dem Innenbehälter zu befestigen. Der Multifunktionsträger
kann an dem Innenbehälter verklemmt, verrastet oder verklebt werden.
[0027] In einer speziellen Ausgestaltung weist der Multifunktionsträger eine Dichtung zur
Abdichtung der Behälterwand auf. Eine Abdichtung der Behälterwand ist während der
Verschäumung zweckmäßig, um ein Eindringen von Schaum in den Innenraum während der
Verschäumung zu verhindern. Weiterhin ist eine Abdichtung vorteilhaft, um eine Verunreinigung
des Innenbehälters zu vermeiden.
[0028] Ein Vorteil der Befestigung des Multifunktionsträgers mittels vorgefertigter Befestigungsaufnahmen
wie zum Beispiel Öffnungen ist, dass die Befestigungsaufnahme, insbesondere die Öffnung
nicht von der Größe oder Form des zu befestigenden Innenanbauteils abhängig ist und
somit für alle Innenanbauteile gleich ist. Für die die Befestigungsaufnahmen genügen
Bohrlöcher oder Ausstanzungen, welche manuell über einfache Bohrschablonen hergestellt
werden können. Dieses führt zu geringeren Investitionskosten und auch die Position
im Innenbehälter ist flexibler wählbar.
[0029] Ein weiterer Vorteil des Multifunktionsträgers ist, dass der Multifunktionsträger
exakt im Innenbehälter positioniert werden kann, da alle zur Positionierung wichtigen
Konturen werkzeugabhängig sind. Bei Stanzungen oder Bohrungen hängt die Genauigkeit
der Positionierung allein von der Stanzanlage und der Möglichkeit, den Innenbehälter
zu fixieren, ab.
[0030] Bei einer Einbettung des Multifunktionsträgers in eine Aufnahmenische ist es vorteilhaft,
dass der Multifunktionsträger und die die Aufnahmenische umgebende Innenwand des Innenbehälters
auf einer Ebene liegen, da hierdurch der Schäumprozess vereinfacht wird und die Auslegung
der zu montierenden Innenanbauteile vereinfacht wird. Darüber hinaus ist eine spaltfreie
Auslegung der Innenanbauteile gegeben und der Montageaufwand in der Fertigung wird
verringert, da das üblicherweise erforderliche schaumdichte Abkleben entfällt.
[0031] In einer weiteren Ausgestaltung weist der Multifunktionsträger eine Mehrzahl von
Aufnahmen für die Innenanbauteile auf. So kann der Multifunktionsträger unterschiedliche
Innenanbauteile, wie zum Beispiel Kühlgutablagen, Auszüge, Lampen, Beleuchtungshalterungen,
Verdampfer, Verdampferhalterungen oder elektrische Steuerungen aufnehmen.
[0032] Der Multifunktionsträger kann quaderförmig sein. Insbesondere weist er eine Höhe
in einem Bereich von 20 bis 80 mm, eine Länge in einem Bereich von 20 bis 200 mm,
und eine Tiefe in einem Bereich von 4 bis 20 mm auf.
[0033] Der Multifunktionsträger kann ein Kunststoffformteil sein, und kann beispielsweise
durch Spritzguss hergestellt sein.
[0034] Der Innenbehälter kann aus Kunststoff, zum Beispiel durch Tiefziehen hergestellt
sein. Der Innenbehälter kann auch aus Metall, wie zum Beispiel aus Aluminium oder
einer Aluminiumlegierung, gefertigt sein.
[0035] Der Multifunktionsträger kann mindestens zwei, insbesondere mindestens drei, verschiedene
Komponenten aufnehmen. Beispielsweise kann der Multifunktionsträger eine Kühlgutablage,
eine Lampe und einen Auszug für eine Schublade aufnehmen.
[0036] Vorteilhafterweise schließt die Behälterwand bei in der Aufnahmenische festgesetzten
mit dem Multifunktionsträger flächenbündig mit dem Multifunktionsträger ab. Dieses
vereinfacht die Auslegung der Innenanbauteile in erheblicher Weise und ermöglicht
so auch ein einfacheres Reinigen des Innenbehälters, wenn die Innenanbauteile von
dem Multifunktionsträger gelöst sind.
[0037] Vorteilhafterweise sind die Innenanbauteile mit dem Multifunktionsträger lösbar verbunden.
[0038] In einer weiteren Ausgestaltung ist der Multifunktionsträger mit der Behälterwand
lösbar verbunden. Eine lösbare Verbindung des Multifunktionsträgers kann die Reinigbarkeit
der Behälterwand bzw. des Innenbehälters vereinfachen.
[0039] Der Multifunktionsträger kann auch mit dem Innenbehälter verschäumt sein. Hierfür
sind die Befestigungsaufnahmen der Behälterwand zur Aufnahme des Multifunktionsträgers
als Öffnungen ausgebildet, sodass der Multifunktionsträger durch die Behälterwand
durchgreift und von dem Schaum fixiert wird.
[0040] Eine Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens zur Herstellung eines Kältegeräts
mit einem Außengehäuse, einem Innenbehälter mit einer Behälterwand, und Innenanbauteilen,
insbesondere des zuvor beschriebenen Kältegeräts, umfasst folgende Verfahrensschritte:
Einbringen mindestens einer Aufnahmenische in der Behälterwand, Einbetten eines Trägers,
insbesondere eines Multifunktionsträgers, für Innenanbauteile in die Aufnahmenische,
Anordnung des Innenbehälters in dem Gehäuse, Ausschäumen eines Zwischenraumes zwischen
dem Außengehäuse und dem Innenbehälter, und Montieren der Innenanbauteile an dem Multifunktionsträger.
[0041] In einer Abwandlung einer Ausgestaltung des Verfahrens kann der Multifunktionsträger
in der Aufnahmenische auch erst nach dem Verschäumen des Außengehäuses mit dem Innenbehälter
erfolgen.
[0042] Ein Einbetten des Multifunktionsträgers in der Aufnahmenische vor dem Verschäumen
hat jedoch den Vorteil, dass ein durch die Verschäumung entstehender Schaumdruck von
einem eben konzipierten Abstützwerkzeug auf einfache Weise aufgenommen werden kann,
so dass keine durch den Schaumdruck unkontrolliert hervorgewölbte Flächen entstehen.
[0043] Mit Hilfe des Multifunktionsträgers wird das Verfahren zur Herstellung des Kältegeräts
in erheblicher Weise vereinfacht und die Positionierbarkeit der Innenanbauteile erheblich
verbessert.
[0044] Darüber hinaus werden Probleme mit dem Austritt von Schaum während der Verschäumung
reduziert und Probleme mit der Abstützung der Behälterwand während der Verschäumung
reduziert.
[0045] Vorteilhafterweise werden mindestens zwei, insbesondere mindestens vier Aufnahmenischen
vorgesehen und eine entsprechende Anzahl von Multifunktionsträgern eingebettet. Das
Kältegerät weist demnach über eine Mehrzahl von Multifunktionsträgern auf, an welchen
die verschiedenen Innenanbauteile montiert werden können.
[0046] In einer speziellen Ausgestaltung wird der Multifunktionsträger in die Aufnahmenische
eingerastet oder darin verklebt.
[0047] Weitere vorteilhafte Aspekte und Einzelheiten, welche jeweils einzeln angewandt oder
in geeigneter Weise beliebig miteinander kombiniert werden können, werden anhand der
folgenden Zeichnung, welche die Erfindung exemplarisch illustrieren soll, näher erläutert.
[0048] Es zeigen schematisch:
- Fig. 1
- eine Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Kältegeräts in einer Schnittansicht von
der Seite;
- Fig. 2
- einen Ausschnitt aus einer Behälterwand mit einer Aufnahmenische zur Aufnahme eines
Multifunktionsträgers einer Ausführungsform des Kältegeräts nach Fig. 1 in einer perspektivischen
Ansicht;
- Fig. 3
- ein Multifunktionsträger für eine Ausführungsform eines Kältegeräts in einer perspektivischen
Ansicht von der Behälterwand aus gesehen, auf die der Multifunktionsträger montiert
wird;
- Fig. 4
- die Montage des Multifunktionsträgers in eine Aufnahmenische in perspektivischer Ansicht,
- Fig. 5
- einen in eine Aufnahmenische einer Behälterwand eines Kältegeräts eingesetzten Multifunktionsträger
in einer perspektivischen Schnittansicht von schräg vorn; und
- Fig. 6
- einen in die Aufnahmenische eingesetzten Multifunktionsträger nach Fig. 5 in einer
perspektivischen Schrägansicht.
[0049] Fig. 1 zeigt eine Ausführungsform eines Kältegeräts 1 in einer Schnittansicht von
der Seite mit einem Außengehäuse 2 und einem darin angeordneten Innenbehälter 3, der
mit dem Außenbehälter verschäumt ist.
[0050] Das Kältegerät 1 weist einen Innenraum 4 zur Aufnahme von kühl aufzubewahrenden Kühlgut
5 auf. Der Innenraum ist über eine Tür 25 zugänglich. Der Innenraum 4 weist verschiedene
Innenanbauteile 6 auf. Die Innenanbauteile können sein: Kühlgutablagen 20 zur Aufnahme
von Kühlgut 5, eine Lampe 22 zur Beleuchtung des Innenraums 4, ein Auszug 21 zur ausziehbaren
Aufnahme von Kühlgut 5, eine elektrische Steuerung 23 zur Regelung der Temperatur
in dem Innenraum 4, eine Verdampferhalterung 24 zur Halterung eines Verdampfers 15
an dem Innenbehälter 3.
[0051] Das Kältegerät 1 weist einen Kühlkreislauf 14 auf, durch welchen der Innenraum 4
und das darin befindliche Kühlgut 5 gekühlt wird. Der Kühlkreislauf 14 entzieht dem
Innenraum 4 Wärme mit Hilfe eines Verdampfers 15 und befördert diese Wärme nach außen
und gibt diese mit Hilfe eines Verflüssigers 16 an die Umgebung ab. Der Kühlkreislauf
14 umfasst einen Kompressor 17 zur Verdichtung des in dem Kühlkreislauf 14 zirkulierenden
Kühlmittels, den Verflüssiger 16 zur Verflüssigung des Kühlmittels unter hohem Druck
unter Abgabe von Wärme an die Umgebung, eine Drossel 19 zum Aufbau eines Drucks im
Verflüssiger 16 und zur Entspannung des Kühlmittels im Verdampfer 15 zur Generierung
von Kälte zur Kühlung des Innenraums 4.
[0052] Der Kompressor 17, der Verflüssiger 16, die Drossel 19 und der Verdampfer 15 sind
fluidleitend durch Kühlmittelleitungen 18 zum Kühlkreislauf 14 miteinander verbunden.
[0053] Der Verdampfer 15 wird mittels Verdampferhalterungen 24 am Innenbehälter 3 befestigt.
Der Innenraum 4 wird durch eine Lampe 22 beleuchtet. Die Innenanbauteile 6, 20, 21,
22, 23, 24 sind an einer Behälterwand 7 des Innenbehälters 3 befestigt. Zwischen dem
Innenbehälter 3 und dem Außengehäuse 2 ist Schaum 13 zur thermischen Isolierung des
Innenraums 4 von der Umgebung vorgesehen.
[0054] Fig. 2 zeigt einen Ausschnitt aus der Behälterwand 7 nach Fig. 1 in perspektivischer
Darstellung mit dem Innenbehälter 3, dem Außenbehälter 2 und dazwischen befindlichen
Schaum 13, wobei in der Behälterwand 7 eine Aufnahmenische 9 eingebracht ist zur Aufnahme
eines Multifunktionsträgers 8 (siehe Fig. 3). Die Behälterwand 7 weist Befestigungsaufnahmen
10 zur Aufnahme des Multifunktionsträgers 8 auf. Da die Aufnahmenische 9 in der Behälterwand
7 durch den Tiefziehprozess des Innenbehälters 3 hergestellt wird, ist ihre Positionierung
exakt vorgegeben.
[0055] Fig. 3 zeigt den Multifunktionsträger 8, der in die Aufnahmenische 9 nach Fig. 2
eingesetzt wird. Der Multifunktionsträger 8 weist Klippelemente 26 zu seiner Befestigung
an den Befestigungsaufnahmen 10 auf. Der Multifunktionsträger 8 weist eine Tiefe T
von 5 mm, eine Höhe H von 30 mm und eine Breite von 80 mm auf.
[0056] Fig. 4 zeigt die Montage des Multifunktionsträgers 8 an der Behälterwand 7. Die Montagerichtung
ist durch die Pfeile angedeutet. Der Multifunktionsträger 8 wird an den Befestigungsaufnahmen
10 in der Aufnahmenische 9 der Behälterwand 7 befestigt. Der Multifunktionsträger
8 weist eine Mehrzahl von Aufnahmen 12 zur Befestigung der Innenanbauteile 6 auf.
[0057] Fig. 5 zeigt den in die Aufnahmenische 9 eingesetzten Multifunktionsträger 8 in einer
perspektivischen Schnittansicht. Die Befestigungsaufnahme 10 ist als Öffnung ausgestaltet,
in welche das Klippelement 26 des Multifunktionsträgers 8 eingreift. Damit während
es Schäumprozesses kein Schaum in den Innenraum 4 des Innenbehälters 3 dringt, ist
eine Dichtung 11 vorgesehen, welche dieses verhindert.
[0058] Fig. 6 zeigt den in die Aufnahmenische 9 eingesetzten Multifunktionsträger 8, welcher
bündig mit der Behälterwand 7 abschließt und eine Vielzahl von Aufnahmen 12 aufweist.
[0059] Durch die Verwendung des Multifunktionsträgers wird die Montage des Kältegeräts 1
in erheblicher Weise vereinfacht, Probleme bei der Verschäumung vermieden, reproduzierbar
ebene Flächen realisiert und mehr Vielseitigkeit für die Befestigung von Innenanbauteilen
6 realisiert.
[0060] Die Erfindung betrifft Kältegerät 1, insbesondere Haushaltskältegerät, mit einem
wärmeisolierten Gehäuse, das ein Außengehäuse 2, eine Wärmeisolationsschicht und einen
Behälterwände 7 aufweisenden Innenbehälter 3 mit einem Innenraum 4 zur Aufnahme von
Kühlgut 5 umfasst, wobei zumindest an einer der Behälterwände 7 Innenanbauteile 6
anhand eines Trägers 8 befestigt sind, wobei der Träger 8 in einer zum Innenraum hin
offenen Aufnahmenische 9 angeordnet ist, sowie ein Verfahren zur Herstellung eines
Kältegeräts 1. Die Erfindung zeichnet sich durch ein hohes Maß an Fertigungspräzision
bei besonders einfacher Montage des Kältegeräts 1 aus.
LISTE DER BEZUGSZIFFERN
[0061]
- 1
- Kältegerät
- 2
- Außengehäuse
- 3
- Innenbehälter
- 4
- Innenraum
- 5
- Kühlgut
- 6
- Innenanbauteile
- 7
- Behälterwand
- 8
- Multifunktionsträger
- 9
- Aufnahmenische
- 10
- Befestigungsaufnahme
- 11
- Dichtung
- 12
- Aufnahme
- 13
- Schaum
- 14
- Kühlkreislauf
- 15
- Verdampfer
- 16
- Verflüssiger
- 17
- Kompressor
- 18
- Kühlmittelleitungen
- 19
- Drossel
- 20
- Kühlgutablage
- 21
- Auszug
- 22
- Lampe
- 23
- elektrische Steuerung
- 24
- Verdampferhalterung
- 25
- Tür
- 26
- Klippelement
- T
- Tiefe des Multifunktionsträgers 8
- H
- Höhe des Multifunktionsträgers 8
- B
- Breite des Multifunktionsträgers 8
1. Kältegerät (1), insbesondere Haushaltskältegerät, mit einem wärmeisolierten Gehäuse,
das ein Außengehäuse (2), eine Wärmeisolationsschicht und einen Behälterwände (7)
aufweisenden Innenbehälter (3) mit einem Innenraum (4) zur Aufnahme von Kühlgut (5)
umfasst,
wobei zumindest an einer der Behälterwände (7) Innenanbauteile (6) anhand eines Trägers
(8) befestigt sind,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Träger (8) in einer zum Innenraum hin offenen Aufnahmenische (9) angeordnet ist.
2. Kältegerät (1) nach Anspruch 1, wobei der Träger als Multifunktionsträger (8) ausgebildet
ist.
3. Kältegerät (1) nach Anspruch 1 oder 2, wobei die Aufnahmenische (9) einstückig mit
der Behälterwand (7) verbunden ist.
4. Kältegerät (1) nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei die Aufnahmenische (9) einstoffig
mit der Behälterwand (7) verbunden ist.
5. Kältegerät (1) nach einem der vorherigen Ansprüche, die Aufnahmenische (9) in die
Behälterwand (7) durch Tiefziehen eingeformt ist.
6. Kältegerät (1) nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei die Aufnahmenische (9) zumindest
eine Befestigungsaufnahme (10), insbesondere eine Öffnung, aufweist, mit welcher der
Multifunktionsträger (8) an der Behälterwand (7) befestigt ist.
7. Kältegerät (1) nach Anspruch 6, wobei die zumindest eine Befestigungsaufnahme (10),
insbesondere die zumindest eine Öffnung, in einer zur Behälterwand parallelen Seitenwand
der Aufnahmenische (9) vorgesehen ist.
8. Kältegerät (1) nach Anspruch 3, wobei der Multifunktionsträger (8) an der Aufnahmenische
(9) verrastet ist.
9. Kältegerät (1) nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei der Multifunktionsträger
(8) eine Dichtung (11) zur Abdichtung der Behälterwand (7) ausweist.
10. Kältegerät (1) nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei der Multifunktionsträger
(8) eine Mehrzahl von Aufnahmen (12) für die Innenanbauteile (6) aufweist.
11. Kältegerät (1) nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei der Multifunktionsträger
(8) quaderförmig ist.
12. Kältegerät (1) nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei der Multifunktionsträger
(8) ein Kunststoffformteil, insbesondere durch Spitzguss hergestellt, ist.
13. Kältegerät (1) nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei die Innenanbauteile (6)
mindestens eine der folgenden Komponenten (a1) bis (a7) umfassen
(a1) Kühlgutablage,
(a2) Auszug,
(a3) Lampe,
(a4) Beleuchtungshalterung,
(a5) Verdampfer,
(a6) Verdampferhalterung,
(a7) elektrische Steuerung.
14. Kältegerät (1) nach Anspruch 9, wobei der Multifunktionsträger (8) mindestens zwei,
insbesondere mindestens 3, verschiedene Komponenten aufnehmen kann.
15. Kältegerät (1) nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei die Behälterwand (7) bei
in der Aufnahmenische festgesetztem Multifunktionsträger (8) flächenbündig mit dem
Multifunktionsträger (8) abschließt.
16. Kältegerät (1) nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei der Multifunktionsträger
(8) mit der Behälterwand (7) lösbar verbunden ist.
17. Verfahren zur Herstellung eines Kältegeräts (1), insbesondere eines Haushaltskältegeräts,
mit einem Außengehäuse (2), einem Innenbehälter (3) mit einer Behälterwand (7), und
mit Innenanbauteilen (6), insbesondere eines Kältegeräts (1) nach einem der Ansprüche
1 bis 6, umfassend die Verfahrensschritte
- Einbringen mindestens einer Aufnahmenische (9) in die Behälterwand (7),
- Einbetten eines Trägers, insbesondere eines Multifunktionsträgers (8), für Innenanbauteile
(6) in die Aufnahmenische (9),
- Anordnen des Innenbehälters (3) in dem Außengehäuse (2),
- Ausschäumen eines Zwischenraumes zwischen dem des Außengehäuse (2) und dem Innenbehälter
(3), und
- Montieren der Innenanbauteile (6) an dem Multifunktionsträger (8).
18. Verfahren nach Anspruch 17, wobei mindestens zwei, insbesondere mindestens vier Aufnahmenischeen
(9) vorgesehen werden und eine entsprechende Anzahl von Multifunktionsträger (8) eingebettet
werden.
19. Verfahren nach Anspruch 17 oder 18, wobei der Multifunktionsträger (8) in die Aufnahmenische
(9) eingerastet oder darin verklebt wird.