Technisches Gebiet
[0001] In Spülmaschinen, sei es in Haushaltsspülmaschinen, sei es bei im gewerblichen Bereich
eingesetzten Spülmaschinen, werden Düsen zum Verteilen der Reinigungsflüssigkeit eingesetzt.
Diese Düsen sind im Allgemeinen zu mehreren auf einem Sprührohr, welches ein längliches
Aussehen in axialer Richtung aufweist, angeordnet.
Stand der Technik
[0002] In Spülmaschinen, sowohl im Haushaltsbereich als auch im gewerblichen Bereich, werden
zumeist Düsen zum Aufsprühen der Reinigungsflüssigkeit auf das zu reinigende Gut,
so zum Beispiel Geschirr, Gläser, Besteck oder dergleichen, eingesetzt. Die Düsen
sind im Allgemeinen in einer größeren Anzahl auf der Oberseite oder Unterseite eines
im Allgemeinen länglich ausgebildeten Sprührohres oder Sprüharmes angeordnet. Bei
den Sprührohren oder Sprüharmen strömt die Spülflüssigkeit im Allgemeinen an einer
Seite ein und fließt zu den Düsen, die in Längsrichtung des Sprührohres hintereinander
geschaltet angeordnet sind.
[0003] Sprüharme sind häufig so ausgebildet, dass sie in der Mitte eine Lagerstelle aufweisen,
die eine Drehbewegung des Arms ermöglicht, wobei sich symmetrisch von der Lagerstelle
aus zwei oder mehrere Teilabschnitte, auch Flügel genannt, erstrecken, an denen die
einzelnen Düsenöffnungen ausgebildet sind. Bei diesen Ausführungsvarianten von Sprüharmen
erfolgt die Versorgung der Düsen mit Reinigungsflüssigkeit zentral von der Lagerstelle
des Sprüharmes oder des Sprührohres aus. Auch andere Ausgestaltungen und Arten der
Lagerung sind jedoch denkbar.
[0004] Die genannten Sprühsysteme haben die Aufgabe beziehungsweise die Funktion, die Reinigungsflüssigkeit
in vorbestimmten Spritzbildern, d.h. als Fächerstrahlen in ebenfalls vorbestimmten
Richtungen, so zum Beispiel orthogonal zur Längsachse des Sprührohres oder des Sprüharmflügels
oder des Sprüharmes, austreten zu lassen. Die erforderliche geforderte Strahlform
und Strahlrichtung wird im Allgemeinen in Versuchen während der Entwicklung der Spülmaschinen
ermittelt und dann festgelegt. Die Strahlausbildung soll unverändert beibehalten werden,
auch wenn der Druck beziehungsweise der Volumenstrom und die daraus resultierende
Strömungsgeschwindigkeit, mit der die Reinigungsflüssigkeit den Düsensystemen zugeführt
wird, variieren. Die Variation kann aus Gründen des Betriebes der Spülmaschine erforderlich
sein und eine Größe von ± 20 % des Nennwertes betragen.
[0005] Bei gewerblich eingesetzten Spülmaschinen wird ein und derselbe Maschinentyp häufig
in mehreren geometrischen Ausdehnungen gebaut. Damit ändert sich gegebenenfalls auch
die Länge der Sprührohre, die im Allgemeinen in Querrichtung der Maschine, d.h. bei
Durchlaufmaschinen senkrecht zur Vorschubrichtung des zu reinigenden Gutes angeordnet
sind. Wenn sich die Länge eines derartigen Sprühsystems ändert, wird auch eine abweichende
Anzahl von Düsen in das Sprührohr eingebracht. Darüber hinaus kann auch durch Anforderungen
des Reinigungsgutes auf Sprührohren gleicher Länge von Maschine zu Maschine eine unterschiedliche
Anzahl von Düsen erforderlich werden.
[0006] Die genannten Sprührohre mit Düsen werden gewöhnlich so hergestellt beziehungsweise
ausgeführt, dass in einen rohrförmigen Körper, über die gesamte Länge verteilt, mehrere
runde oder schlitzförmige Öffnungen eingebracht werden. Eine weitere Ausführung, die
aus dem Stand der Technik bekannt ist, liegt darin, zunächst längs des Rohres eine
durchgehende Rinne nach innen zu prägen und die Düsenöffnungen in dieser Rinne zu
platzieren. Eine weitere aus dem Stande der Technik bekannte Ausführungsvariante liegt
darin, dass an den Stellen im Sprührohr, an denen eine Düse erforderlich ist, zunächst
eine Kalotte nach innen oder außen geprägt wird und die Düsenöffnung in dieser Kalotte
platziert ist.
[0007] Die Ausführung dieser Kalotte und die Platzierung der Düsenöffnung in der Kalotte
bestimmt die Form des Strahles und seine Richtung. Aus fertigungstechnischen Gründen
ist es besonders vorteilhaft, wenn jede Düse in gleicher Art, d.h. in Bezug auf Form
und Richtung, gefertigt werden kann. Wenn ein Sprührohr der beschriebenen Art mit
gleichen Düsen betrieben wird, ist zu beobachten, dass sich die Strahlen an den Düsen
über die Längsrichtung des Rohres in unterschiedliche Richtung ausbilden, d.h. die
Strahlen nahe bei der Einspeisestelle der Reinigungsflüssigkeit sind stark in Anströmrichtung
des Rohres geneigt, während die weiter entfernt aus dem Rohr austretenden Strahlen
zunehmend weniger geneigt sind, bis zum letzten Strahl, der sich annähernd orthogonal
zum Rohr bildet.
[0008] Diese Erscheinung, die das Spritzbild beziehungsweise die Fächerstrahlen negativ
beeinflusst, kann dadurch verhindert werden, dass jede Düse in einer eigenen, optimalen
Richtung in das Sprührohr eingebracht wird, und so den Einflüssen aus der inneren
Strömung im Rohr entgegengewirkt wird.
[0009] Wenn sich nun bei vorgegebenem Grundtyp des Sprührohres und seiner Flüssigkeitsversorgung
die Anzahl der Düsen ändert, ist zu beobachten, dass die zuvor gefundene Einstellung,
was die Düsenrichtung betrifft, nicht mehr eingehalten wird. Dies bedeutet, dass für
jede Sprührohrvariante eine eigene optimale Anordnung und Einbringrichtung für die
Düsenöffnungen in aufwändiger Weise zu ermitteln und in der Fertigung zu realisieren
ist. Daraus ergibt sich jedoch ein erheblicher zusätzlicher Aufwand für Versuche und
in der Fertigung der Sprührohre, was sehr nachteilig ist. Des Weiteren ist zu beobachten,
dass sich mit variierendem Versorgungsdruck der Reinigungsflüssigkeit im Sprührohr
ebenfalls die Neigung der aus den Düsen austretenden Strahlen ändert, so dass eine
für optimal befundene Einbringrichtung der Düsenöffnung lediglich für einen Betriebspunkt
gute Ergebnisse liefert.
[0010] Anstatt die Düsen direkt in den Mantel des Sprührohrs einzustanzen und diese durch
die dünne Wand des Sprührohres beziehungsweise des Sprüharms oder dessen Flügel zu
bilden, können auch komplette Düsen mit jeweils einer eigenen relativ langen Anströmstrecke
in das Sprührohr eingesetzt werden. Dieser Ansatz bedeutet eine erheblich größere
Anzahl an Bauteilen und verteuert dadurch das System erheblich.
[0011] Eine weitere Möglichkeit, die obenstehend beschriebenen Nachteile zu vermeiden, liegt
darin, die Sprührohre, die Sprüharme beziehungsweise die Sprüharmflügel mit im Verhältnis
sehr großen Querschnitten auszuführen, so dass die Strömungsgeschwindigkeit der Reinigungsflüssigkeit
innerhalb des Strömungsquerschnittes im Inneren der Sprührohre beziehungsweise Sprüharme
oder Sprüharmflügel sehr niedrig wird. Während heutige Sprührohre in der Regel einen
kreisrunden Querschnitt mit einem Durchmesser von 43 mm aufweisen, müssten optimierte
Sprührohre demzufolge einen Durchmesser von ca. 100 mm haben. Aufgrund des dafür erforderlichen
großen erforderlichen Bauraumes und des erheblichen Materialmehraufwandes ist dieser
Lösungsansatz jedoch ebenfalls nachteilig.
Darstellung der Erfindung
[0012] Angesichts der obenstehend skizzierten Nachteile der Lösungen aus dem Stande der
Technik liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Lösung zu finden,
mit der alle Düsen eines Sprührohrs in der gleichen Art und Richtung in das Sprührohr,
den Sprüharm beziehungsweise Wascharmflügel eingebracht werden können und sich das
Strahlbild trotzdem gleichmäßig und gleichbleibend ausbildet, insbesondere unabhängig
von der Anzahl der Düsen und des im Sprührohr oder Sprüharm herrschenden Versorgungsdruckes
der Reinigungsflüssigkeit.
[0013] Diese Aufgabe wird gelöst durch ein Sprührohr mit den Merkmalen des Anspruchs 1 sowie
eine Maschine zur Reinigung von Reinigungsgut mit den Merkmalen des Anspruchs 11.
Vorteilhafte Weiterbildungen, welche einzeln oder in Kombination realisiert sein können,
sind in den abhängigen Ansprüchen dargestellt.
[0014] Es wird ein Sprührohr für die Beaufschlagung von zu reinigendem Gut mit Reinigungsflüssigkeit
vorgeschlagen, welches insbesondere für den Einsatz in Geschirrspülmaschinen eingerichtet
ist. Das Sprührohr weist eine Längsausdehnung auf und verfügt in der Längsausdehnung
über mindestens zwei Düsen zum Aufsprühen von Reinigungsflüssigkeit auf zu reinigendes
Gut. Innerhalb des Sprührohrs wird vor mindestens einer Düse die Strömung der Reinigungsflüssigkeit
derart abgelenkt, dass ein durch eine Düsenöffnung der Düse austretender Strahl im
Wesentlichen keine in Längsrichtung des Sprührohrs gerichtete Strömungskomponente
enthält und im Wesentlichen orthogonal zum Sprührohr aus der mindestens einen Düse
austritt.
[0015] Vorzugsweise wird im Sprührohr beziehungsweise Sprüharm beziehungsweise Sprüharmflügel
vor den Austrittsdüsen, durch die die Reinigungsflüssigkeit in die Reinigungskammer
beziehungsweise in die Behandlungszone eintritt, beziehungsweise im Anströmbereich
der Düsen, ein Strömungsprofil erzeugt, welches von einer Hauptströmung, die sich
mit relativ hoher Strömungsgeschwindigkeit in Längsrichtung des Sprührohres ausbildet,
entkoppelt ist. Dies kann zum Beispiel durch Ablenkkörper erreicht werden, hinter
denen sich ein relativ beruhigter Strömungsbereich einstellt. Durch diese Maßnahme
tritt die Reinigungsflüssigkeit im Wesentlichen ohne Strömungskomponente, die in Längsrichtung
des Sprührohres beziehungsweise des Sprüharms beziehungsweise des Sprüharmflügels
gerichtet ist, aus den Öffnungen der betreffenden Düsen aus. Die Ebene des Spritzstrahles
kann sich deswegen im Wesentlichen orthogonal zur Längsachse des Sprührohres beziehungsweise
Sprüharmes beziehungsweise Sprüharmflügels ausbilden. Unter "im Wesentlichen" sind
dabei beispielsweise Abweichungen von nicht mehr als 20°, vorzugsweise von nicht mehr
als 10° und besonders bevorzugt von nicht mehr als 5° zu verstehen. Um diesen beruhigten
Bereich zu schaffen, existieren mehrere technische Möglichkeiten, die nachfolgend
im Zusammenhang mit den Zeichnungen beschrieben werden.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0016] Anhand der Zeichnung wird die Erfindung nachfolgend eingehender beschrieben.
[0017] Es zeigt:
- Figur 1
- eine schematische Darstellung der sich bei den Lösungen des Standes der Technik einstellenden
negativen Effekte,
- Figur 2
- eine erste Ausführungsform der erfindungsgemäß vorgeschlagenen Lösung mit einem geprägten
Ablenkkörper,
- Figur 3
- eine weitere, zweite Ausführungsform der Erfindung mit einem eingebauten Ablenkkörper,
- Figur 4
- eine weitere, dritte Ausführungsform der erfindungsgemäß vorgeschlagenen Lösung mit
zungenförmig ausgebildeten Ablenkkörpern und
- Figur 5
- eine weitere, vierte Ausführungsform der erfindungsgemäß vorgeschlagenen Lösung mit
einem eingebauten Trennblech zur Teilung des Strömungskanals.
[0018] Die Darstellung gemäß Figur 1 zeigt eine aus dem Stand der Technik bekannte Lösung
und die sich bei dieser einstellenden, negativen Effekte.
[0019] Figur 1 zeigt, dass sich die Strömung 6 im gesamten Sprührohrquerschnitt 2 von der
Zuströmöffnung 3 bis zu einer letzten Düse stark in Längsrichtung des Sprührohres
1 ausbildet. Die relativ kleinen Volumenströme, die einzelnen Düsen 4, die als Prägungen
mit Düsenöffnung ausgebildet sind und aus diesen austreten, enthalten deshalb große
Anteile an Bewegungskomponenten in Anströmrichtung 5 des Sprührohres 1. Infolgedessen
neigen sich die Ebenen der aus den Prägungen mit Düsenöffnungen 4 austretenden Düsenstrahlen
7 ebenfalls in diese Richtung und bilden sich nicht selbstständig orthogonal zum Sprührohr
1 aus.
Ausführungsformen
[0020] Der Darstellung gemäß Figur 2 ist eine erste Ausführung der erfindungsgemäß vorgeschlagenen
Lösung zu entnehmen.
[0021] In der Darstellung gemäß Figur 2 ist ein Sprührohr 1 gezeigt, welches nach innen
geprägte Kalotten 4 aufweist, in denen Düsenöffnungen 4 zum Beispiel durch Stanzen
direkt eingebracht sind. Hierbei werden jeweils in Anströmrichtung 5 vor den Düsenöffnungen
4 nasenförmige Ablenkkörper 8 in den Mantel des Sprührohrs 1 eingeprägt. Diese Ablenkkörper
8 lenken die Längsströmung 6 von den Eintrittsöffnungen in die Düse ab in Richtung
auf die Symmetrieachse des Sprührohrs 1 und erzeugen den gewünschten Effekt einer
von der Längsströmung 6 unbeeinflussten Anströmung der in den Mantel des Sprührohrs
eingeprägten Düsenöffnung 4. Die Ablenkkörper 8 werden vorzugsweise unmittelbar bei
der Düsenöffnung 4 beziehungsweise der Prägung für die Düse 4, maximal jedoch in einer
Entfernung in das Sprührohr 1 eingebracht, die der zweifachen Höhe des Ablenkkörpers
8 entspricht. Die Höhe des Ablenkkörpers wird bevorzugt so gewählt, dass diese der
Höhe der Prägung für die Düsenöffnung entspricht, aber maximal so hoch ist, dass die
Versorgung nachfolgender Düsenöffnungen 4, die im Mantel des Sprührohrs 1 eingeprägt
sind, nicht eingeschränkt wird.
[0022] Dies bedeutet zum Beispiel für ein Sprührohr 1, welches einen Innendurchmesser von
ca. 43 mm aufweist und in dessen Mantelfläche 10 Düsenöffnungen 4 eingebracht sind,
dass die Höhe der Ablenkkörper 8 in der Größenordnung von 10 mm liegt. Sollte im Mantel
des Sprührohrs 1 eine Düse beziehungsweise eine Düsenöffnung 4 vorgesehen sein, die
keine Prägung nach innen hin aufweist, so ist die Höhe des Ablenkkörpers 8 so zu wählen,
dass diese dem kleinsten Querschnitt der Düsenöffnung entspricht. Die Ablenkkörper
8 können zum Beispiel durch Prägungen im Mantel des Sprührohrs 1 von der Außenseite
her nach innen unmittelbar in der Nachbarschaft der Düsenöffnung 4 im Mantel des Sprührohrs
1 erzeugt werden. Dies ist mit dem zusätzlichen Vorteil verbunden, dass die Herstellung
der Ablenkkörper 8 und der Düsenöffnungen 4 selbst in einem Arbeitsgang erfolgen kann,
was sehr wirtschaftlich ist. Darüber hinaus sind keine zusätzlichen Bauteile erforderlich,
die Mehrkosten erzeugen und/oder im Betrieb Störungen verursachen können.
[0023] Der Darstellung gemäß Figur 3 ist eine weitere Ausführungsvariante der erfindungsgemäß
vorgeschlagenen Lösung zu entnehmen.
[0024] Aus der Darstellung gemäß Figur 3 geht hervor, dass die Ablenkkörper 8 als Kunststoffspritzteile
ausgeführt sind. Diese als Kunststoffspritzteile ausgebildeten Ablenkkörper 8 können
zum Beispiel über federnde oder starr ausgebildete Halteelemente 9 im Sprührohrquerschnitt
2 des Sprührohrs 1 fixiert werden. Aus der Darstellung gemäß Figur 3 geht hervor,
dass der Haltekörper 9 im Bereich der Düsenöffnung 4 eine Öffnung aufweist, in die
die kalottenförmig nach innen geprägte Wand des Sprührohrs 1 hineinragt und somit
das Halteelement 9 in axiale Richtung des Sprührohrquerschnittes 2 des Sprührohrs
1 fixiert.
[0025] Der Darstellung gemäß Figur 4 ist eine weitere Ausführungsform der erfindungsgemäß
vorgeschlagenen Lösung zu entnehmen.
[0026] In der in Figur 4 dargestellten Ausführungsform erfolgt die Ablenkung der den Sprührohrquerschnitt
2 durchströmenden Längsströmung 6 mittels Zungen 11. Diese Zungen 11 sind in das Sprührohr
1 eingelassen und verengen dessen Sprührohrquerschnitt 2. Das in Figur 4 dargestellte
Blechteil 10 umfasst in Strömungsrichtung der Längsströmung 6 gesehen an seinem ausströmseitigen
Ende die Ablenkzunge 11, welche als Stirnfläche ausgebildet werden kann. Bevorzugt
ist das Blechteil 10 rotationssymmetrisch ausgebildet und hinsichtlich seines Außendurchmessers
an den Innendurchmesser des Sprührohrs 1 angepasst. Hinter den radial nach innen verlaufenden
Ablenkzungen 11 stellt sich ein relativ beruhigter Strömungsbereich ein, aus dem sich
im Bereich der Düsenöffnung 4 ein zur Längsachse des Sprührohrs 1 orthogonaler Düsenstrahl
einstellt.
[0027] Der Darstellung gemäß Figur 5 ist eine weitere, vierte Ausführungsvariante der erfindungsgemäß
vorgeschlagenen Lösung eines optimierten Düsensystems zu entnehmen.
[0028] Wie der Darstellung gemäß Figur 5 entnommen werden kann, wird bei dieser Lösung ein
von der Längsströmung 6 im Sprührohrquerschnitt 2 des Sprührohrs 1 abgekoppelter Strömungsbereich
erzeugt. Hierzu wird das Sprührohr 1 durch mindestens eine Trennwand 12, die sich
parallel zum Mantel des Sprührohrs 1 erstreckt, längs unterteilt. Dadurch ergeben
sich im Sprührohrquerschnitt 2 des Sprührohrs 1 zumindestens zwei Kanäle. Ein Abströmkanal
14 ist an seiner Stirnseite verschlossen, so dass er keine Verbindung zur Zuströmungsöffnung
3 am Anfang des Sprührohrs 1 hat. In diesem abgetrennten Bereich sind die Düsenöffnungen
4 eingebracht, die demzufolge nicht von der Längsströmung 6 direkt beaufschlagt werden.
Die Trennwand 12 ist an mehreren Stellen von Öffnungen 15 durchbrochen, die zum Beispiel
als kreisrunde Löcher oder dergleichen ausgeführt sein können. Durch diese tritt die
Reinigungsflüssigkeit aus einem Versorgungskanal 13 durch die Öffnungen 15 in der
Trennwand 12 in den Abströmkanal 14. Durch diese Maßnahme bilden sich ebenfalls an
allen Düsen gleichartige und gleichbleibende Düsenstrahlen 7 aus, auch wenn alle Düsenöffnungen
4 gleichartig ausgeführt sind.
[0029] Die in der Darstellung gemäß Figur 5 in dem Sprührohrquerschnitt 2 eingezogene Trennwand
12 kann zum Beispiel durch ein einfaches eingeschobenes Blech mit Löchern gebildet
sein. Die Vorteile dieser Lösung sind ihre fertigungstechnisch bestechende Einfachheit,
ihre Robustheit und ihr guter Effekt in Bezug auf die Verlagerung von Längsströmungskomponenten
weg von den im Mantel des Sprührohrs 1 ausgeführten Düsenöffnungen 4.
Bezugszeichenliste
[0030]
- 1
- Sprührohr
- 2
- Sprührohrquerschnitt
- 3
- Zuströmöffnung
- 4
- Prägung mit Düsenöffnung
- 5
- Anströmrichtung
- 6
- Strömungsrichtung im Rohr
- 7
- Ebene der Düsenstrahlen
- 8
- Ablenkkörper
- 9
- Halteelement
- 10
- Blechteil
- 11
- Ablenkzunge
- 12
- Trennwand
- 13
- Versorgungskanal
- 14
- Abströmkanal
- 15
- Verbindungsöffnung
1. Sprührohr (1) für die Beaufschlagung von zu reinigendem Gut mit Reinigungsflüssigkeit,
insbesondere für den Einsatz in Geschirrspülmaschinen, wobei das Sprührohr (1) eine
Längsausdehnung aufweist, wobei das Sprührohr (1) mindestens zwei Düsen zum Aufsprühen
von Reinigungsflüssigkeit auf zu reinigendes Gut in der Längsausdehnung aufweist,
dadurch gekennzeichnet, dass innerhalb des Sprührohrs (1) vor mindestens einer Düse die Strömung der Reinigungsflüssigkeit
derart abgelenkt ist, dass ein durch eine Düsenöffnung (4) der Düse austretender Strahl
im Wesentlichen keine in Längsrichtung des Sprührohrs (1) gerichtete Strömungskomponente
enthält und im Wesentlichen orthogonal zum Sprührohr (1) aus der mindestens einen
Düse austritt.
2. Sprührohr (1) nach Anspruch 1, umfassend mindestens einen um eine Höhe in das Sprührohr
(1) hineinragenden Ablenkkörper (8) zur Ablenkung der Strömung.
3. Sprührohr nach Anspruch 2, wobei der mindestens eine Ablenkkörper (8) in einem Abstand
vor der mindestens einen Düse angeordnet ist, welcher die vierfache Höhe, vorzugsweise
die zweifache Höhe, nicht übersteigt.
4. Sprührohr nach Anspruch 3, wobei die Ablenkung unmittelbar vor der mindestens einen
Düse erfolgt.
5. Sprührohr (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an allen Düsen beziehungsweise Düsenöffnungen (4) Maßnahmen zur Strömungsablenkung
vorgenommen sind und Strahlen aus Düsen gleicher Düsenausführung im Wesentlichen gleichartig
und gleichmäßig austreten.
6. Sprührohr (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein beruhigter Strömungsbereich ohne Längsrichtungskomponente dadurch erzeugt wird,
dass in Anströmrichtung gesehen unmittelbar vor mindestens einer der Düsen ein Ablenkkörper
(8) in den Strömungsquerschnitt eingebracht ist.
7. Sprührohr (1) nach Anspruch 6, wobei der Ablenkkörper (8) durch eine Prägung am Sprührohr
(1) von der Außenseite her ausgeführt ist.
8. Sprührohr (1) nach Anspruch 6, wobei der Ablenkkörper (8) als zusätzliches Bauteil
in das Sprührohr (1) eingesetzt ist.
9. Sprührohr (1) nach einem der Ansprüche 6 bis 8, wobei der Ablenkkörper (8) sich zungenförmig
von einem zusätzlichen Bauteil (9) radial nach innen in Bezug auf die Symmetrieachse
des Sprührohrs (1) erstreckt.
10. Sprührohr (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein beruhigter Strömungsbereich ohne axiale Komponente dadurch erzeugt ist, dass
das Sprührohr (1) längs durch mindestens eine eingesetzte Trennwand (12) in mindestens
einen Versorgungskanal (13) und mindestens einen Abströmkanal (14) geteilt ist, wobei
die mindestens zwei oder mehreren Düsen aus dem Abströmkanal (14) abzweigen und bei
dem der Versorgungskanal (13) durch eine oder mehrere Öffnungen (15) in der Trennwand
(12) mit dem Abströmkanal verbunden ist.
11. Maschine zur Reinigung von zu reinigendem Gut, insbesondere Geschirrspülmaschine,
umfassend mindestens ein Sprührohr (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche für
die Beaufschlagung von zu reinigendem Gut mit Reinigungsflüssigkeit.