[0001] Die Erfindung betrifft eine Leimauftragungsvorrichtung der Tabak verarbeitenden Industrie
zum Auftragen von Leim auf einen Materialstreifen der Tabak verarbeitenden Industrie
mittels einer Näpfchen aufweisenden Rasterwalze, wobei die Rasterwalze vorgesehen
ist, ein Leimbild auf den Materialstreifen aufzubringen, wobei an der Rasterwalze
eine Leimverteilungskammer einer Leimkammer angeordnet ist, wobei aus der Leimverteilungskammer
Leim mittels der Rasterwalze entnommen wird. Ferner betrifft die Erfindung ein Verfahren
zum Auftragen von Leim auf einen Materialstreifen der Tabak verarbeitenden Industrie
mittels einer Näpfchen aufweisenden Rasterwalze, wobei Leim aus einer an der Rasterwalze
angeordneten Leimverteilungskammer einer Leimkammer entnommen wird und wobei die Rasterwalze
vorgesehen ist, ein Leimbild auf den Materialstreifen aufzubringen.
[0002] Zur Verbindung von Zigarettenfiltern mit Tabakstöcken sind in der Regel Belagpapierblättchen
vorgesehen, die einerseits jeweils den Filter umhüllen und andererseits mit einer
überstehenden Kante ein Kopfende des Tabakstocks mit dem Filter verbinden. Das Zusammenfügen
des Filters mit dem Tabakstock erfolgt in der Regel durch Verleimen, wobei auf einen
Belagpapierstreifen, aus dem die Belagpapierblättchen geschnitten werden, Leim aufgebracht
wird.
[0003] Aus der europäischen Patentanmeldung
EP-A-1 147 716 ist eine Einrichtung zum Auftragen von Leim auf ein Hüllmaterial bzw. einen Umhüllungsstreifen
eines stabförmigen Artikels der Tabak verarbeitenden Industrie beschrieben. Um ein
Leimbild mit leimfreien Bereichen auf dem Umhüllungsstreifen zu erzeugen, verfügt
die Einrichtung über Mittel zum Unterbrechen der Leimzufuhr auf den Umhüllungsstreifen.
[0004] Eine weitere Leimauftragsvorrichtung ist aus
EP-A-0 616 854 bekannt, wobei mittels der Leimauftragsvorrichtung flüssiger Leim, insbesondere in
Form eines Leimbildes, auf eine Bahn aus Papier, Kunststoff, Karton oder dergleichen,
aufgebracht wird. Hierbei ist eine Leim aus einer Vorratskammer in eine Gravur aufnehmende
und den Leim in einer Auftragszone in Zusammenwirkung mit einer Gegenwalze aus der
Gravur auf die Bahn auftragende Übertragungswalze vorgesehen. Die beschriebene Leimauftragsvorrichtung
ist bevorzugterweise ein Bestandteil einer Filteransetzmaschine für Zigaretten. Dabei
wird flüssiger Leim, vorzugsweise wässriger Polyvinylacetatleim, fortlaufend auf einen
Belagpapierstreifen aufgetragen, der anschließend in Belagpapierblättchen zum Verbinden
von Tabakstöcken und Filterstopfen zerschnitten wird.
[0005] In
EP-A-0 549 934 ist ein Auftragswerk für viskose Auftragsstoffe offenbart, das eine Rasterwalze eines
Flexo-Druckwerks aufweist, wodurch Auftragsstoffe in Näpfchen aufgenommen werden und
an eine Hochdruckwalze abgegeben werden. Als Auftragsstoffe werden hierbei Lösungsmittel
enthaltende und lösungsmittelfreie UV-Druckfarben, Lacke oder Klebstoffe verwendet.
[0006] Des Weiteren ist im Stand der Technik gemäß
DE-U-87 05 742 vorgesehen, dass Masse aus einem Vorrat zu einer Entspannungskammer strömt, wobei
die Masse an der Altmasse noch anhaftende Bläschen, insbesondere Mikroschaum, zu der
Entspannungskammer abfördert. Da in der Entspannungskammer Luftblasen vorgesehen sind,
gerät zwangsläufig der darin befindliche Leim in Kontakt mit Sauerstoff.
[0007] In
US-A-3 991 708 ist weiterhin eine Vorrichtung zum Aufbringen von Kleber auf einen Streifen offenbart,
wobei die Vorrichtung eine Walze des Intaglio-Typs verwendet. Hierdurch werden Tropfen
des Klebers auf den Streifen appliziert.
[0008] Außerdem offenbart
EP-A-0 763 386 eine Gummiervorrichtung, wobei eine Gummierwalze vorgesehen ist. Hierbei ist an der
Gummierwalze eine Abschöpfvorrichtung angeordnet.
[0009] Ferner offenbart
EP-A-0 542 190 ein Verfahren zum Aufbringen von Bindemittelsystemen, insbesondere Druckfarbe auf
Bahnmaterial, nach der Hochdrucktechnik sowie eine Auftragsvorrichtung mit einem Gegendruckzylinder
und einer oder mehreren Auftragswalzen, die jeweils über ein Bindemittelauftragswerk
mit einer Rasterwalze mit einem Bindemittelsystem, vorzugsweise Druckfarbe, versorgt
werden.
[0010] Darüber hinaus ist unter der Bezeichnung TPA3000 von der Firma C.B. Kaymich & Co.
Limited, Sheffield, Großbritannien, eine Beleimungsvorrichtung zur Beleimung von Belagpapierstreifen
bekannt, die beispielsweise in Filteransetzmaschinen mit der Bezeichnung MAX der Patentanmelderin
eingesetzt werden. Hierbei wird mittels eines sich drehenden Rades Leim aus einem
Leimvorrat entnommen und in eine Leimkammer eingebracht. Aus der Leimkammer wird mittels
der Näpfchen aufweisenden Rasterwalze Leim entnommen und auf einen mit einer vorbestimmten
Transportgeschwindigkeit geförderten Belagpapierstreifen aufgetragen.
[0011] Bei hohen Produktionsgeschwindigkeiten an einer Filteransetzmaschine, z.B. bis 20.000
Zigaretten pro Minute, kann es vorkommen, dass die Beleimung auf dem Belagpapierstreifen
unzureichend aufgetragen wird oder sich Lücken oder Unterbrechungen aufgrund von prozessbedingten
Störungen im Beleimsystem bilden.
[0012] Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde,
den Auftrag von Leim auf einem Umhüllungsstreifen der Tabak verarbeitenden Industrie
derart zu verbessern, dass auch bei höheren Produktionsgeschwindigkeiten einer Maschine
ein einwandfreies Leimbild auf den Umhüllungsstreifen erzeugt wird.
[0013] Gelöst wird diese Aufgabe durch eine Leimauftragungsvorrichtung nach Anspruch 1 und
ein Verfahren nach Anspruch 5, weil dabei ungebrauchter, d.h.frischer, Leim zugefördert
werden kann.
[0014] Die erfindungsgemäße Leimauftragungsvorrichtung wird vorzugsweise an einer Maschine
der Tabak verarbeitenden Industrie, insbesondere Filteransetzmaschine eingesetzt,
um beispielsweise einen Belagpapierstreifen mit Leim zu versehen. Hierbei wird ein
vorbestimmtes Leimbild bzw. Leimmuster auf den Belagpapierstreifen aufgebracht. Unter
der Rotation der Rasterwalze wird aus einer an der Rasterwalze angeordneten Leimverteilungskammer
Leim durch Aufnahme in die leeren Näpfchen der Rasterwalze entnommen, wobei die Rasterwalze
oberhalb eines Leimvorrats angeordnet ist, so dass die Rasterwalze und der Leimvorrat
beispielsweise in einem Leimtopf oder dergleichen nicht in berührendem Kontakt miteinander
sind. Erfindungsgemäß ist ferner vorgesehen, dass eine, vorzugsweise steuerbare oder
regelbare, Förderpumpe an die externe Förderleitung angeschlossen ist und/oder an
der externen Förderleitung eine, vorzugsweise steuerbare oder regelbare, Drossel angeordnet
ist, so dass Leim aus einem externen Leimvorrat über die externe Förderleitung in
die Versorgungsleitung gefördert wird.
[0015] Die Erfindung beruht auf dem Gedanken, direkt und von extern den Leim der Leimverteilungskammer
zuzufördern, so dass der Leim nicht in Kontakt mit Sauerstoff, z. B. in einem Leimbad
oder in einem offenen Leimvorrat, gerät. Darüber hinaus ergibt sich auch eine einfache
Ausgestaltung der Leimauftragungsvorrichtung, da hierbei die Entnahme von Leim aus
einem Leimvorrat in einem Leimtopf nicht mehr erforderlich ist, da die Leimverteilungskammer,
aus der der Leim mittels der Rasterwalze entnommen wird, nunmehr kontinuierlich in
der jeweils benötigten Menge an Leim zugeführt wird. Außerdem wird auch der Bereich
bzw. die Umgebung der Rasterwalze leimfrei gehalten. Überdies hat diese Ausgestaltung
der Leimauftragungsvorrichtung den Vorteil, dass der Leimverteilungskammer ungebrauchter,
d.h. frischer, Leim zugefördert werden kann.
[0016] Die erfindungsgemäße Leimauftragungsvorrichtung wird vorzugsweise an einer Maschine
der Tabak verarbeitenden Industrie, insbesondere Filteransetzmaschine eingesetzt,
um beispielsweise einen Belagpapierstreifen mit Leim zu versehen. Hierbei wird ein
vorbestimmtes Leimbild bzw. Leimmuster auf den Belagpapierstreifen aufgebracht. Unter
der Rotation der Rasterwalze wird aus einer an der Rasterwalze angeordneten Leimverteilungskammer
Leim durch Aufnahme in die leeren Näpfchen der Rasterwalze entnommen, wobei die Rasterwalze
oberhalb eines Leimvorrats angeordnet ist, so dass die Rasterwalze und der Leimvorrat
beispielsweise in einem Leimtopf oder dergleichen nicht in berührendem Kontakt miteinander
sind. Bevorzugt ist die Leimverteilungskammer mit einer der Rasterwalze zugewandten
Kammergrundfläche und einer zur Kammergrundfläche quer, insbesondere senkrecht, angeordneten
oder ausgebildeten Kammerhöhenquerschnittsfläche ausgebildet, wobei das Verhältnis
von Kammergrundfläche zur Kammerhöhenquerschnittsfläche größer als 1, vorzugsweise
größer/gleich 1,25 oder 1,5 oder 1,75 oder 2 und größer beträgt. Bei der bekannten
Leimauftragungsvorrichtung TPA3000 von Kaymich beträgt das Verhältnis Kammergrundfläche
zur senkrecht ausgebildeten Kammerhöhenquerschnittsfläche kleiner/gleich 1, da das
Volumen der Leimverteilungskammer einen halbschalenförmigen Querschnitt aufweist.
[0017] Durch die Vergrößerung des Volumens der Leimverteilungskammer mit einem im Wesentlichen
langgestreckten bzw. trapezförmigen Querschnitt im Längsschnitt wird erreicht, dass
während des Leimauftrags die Verweildauer der Näpfchen und somit die Aufnahmezeit
von Leim in die Näpfchen vergrößert wird. Darüber hinaus wird durch das größere Volumen
der Leimverteilungskammer gleichzeitig erreicht, dass Luftbläschen, die im Leim vorhanden
sind, mit dem eingebrachten Leim aufsteigen und an der Oberseite in der Leimverteilungskammer
wieder abgeführt werden. Damit wird auch eine verbesserte Leimaufnahme in den Näpfchen
erreicht. Als Kammergrundfläche wird die Kammergrundfläche verstanden, die der Rasterwalze
zugewandt ist und den Kontaktbereich mit der Rasterwalze bildet. Ferner ist die Kammerhöhenquerschnittsfläche
die Fläche, die bei einem Querschnitt entlang der Breite der Leimverteilungskammer
gebildet ist. Insbesondere sind die Kammerhöhenquerschnittsfläche und die Kammergrundfläche
senkrecht zueinander ausgebildet.
[0018] Überdies ist in einer Weiterbildung der Leimauftragungsvorrichtung vorgesehen, dass
bezogen auf die Drehrichtung der Rasterwalze Leim im Bereich der Einlaufzone in die
Verteilerkammer über wenigstens eine Öffnung eingebracht wird oder ist und/oder Leim
im Bereich der Auslaufzone aus der Leimverteilungskammer über wenigstens eine Austrittsöffnung
abgefördert wird oder ist. Hierdurch wird beispielsweise erreicht, dass der Zufluss
von Leim in die Leimverteilungskammer von unten nach oben bei nach oben auslaufender
Rasterwalze bzw. Leimwalze oder von oben nach unten bei nach unten auslaufender Rasterwalze
erfolgt. Die Leimverteilungskammer kann bezogen auf die Kontaktfläche bzw. den Kontaktbereichen
von der Rasterwalze und dem zu beleimenden Materialstreifen sowie der Förderrichtung
des Materialstreifens an der Vorderseite oder der Rückseite oder an der Unterseite
der Rasterwalze angeordnet sein.
[0019] Ferner wird gemäß einem weiteren Vorschlag eine Leimauftragungsvorrichtung der eingangs
genannten Art dadurch weitergebildet, dass die Leimverteilungskammer an wenigstens
einer, vorzugsweise an beiden, lateralen Stirnseite abgedichtet ist, wobei insbesondere
zwischen den Stirnseiten die Rasterwalze angeordnet ist. Dadurch wird erreicht, dass
aus der Leimverteilungskammer der Leim nicht direkt in einen Leimsumpf in einem Leimtopf
austritt, sondern in den Randbereichen ein überschüssiger Teil des Leims gehalten
wird, um den Leim in den Randbereichen auf einem vorbestimmten Vordruck zu halten,
wodurch eine gute Beleimung bzw. Aufnahme von Leim in den Randbereichen der Rasterwalze
erreicht wird. Somit wird vermehrt Leim in den Randbereichen bzw. im Kontaktbereich
zwischen den Filterstopfen und den damit zu verbindenden Tabakstöcken auf die Belagpapierblättchen
aufgebracht, wodurch die Verbindung zwischen Tabakstock und Filterstopfen verbessert
wird.
[0020] Darüber hinaus ist es im Rahmen einer Ausgestaltung denkbar, dass an den lateralen
Stirnseiten der überschüssige Leim aus der Leimverteilungskammer abgeführt wird, wobei
in der Abförderleitung eine Drossel vorgesehen sein kann, um die abgeförderte Menge
zu regeln, wobei weiterhin der abgeförderte Leim kontinuierlich mit frischem Leim
vermischt wieder einer externen Leimversorgung der Leimverteilungskammer zugeführt
wird.
[0021] Außerdem ist es in einer Ausgestaltung der Leimauftragungsvorrichtung günstig, wenn
eine Flüssigkeit aufnehmende Kammer vorgesehen ist, wobei die Kammer der Rasterwalze
bei oder während eines Produktionsstopps oder einer Unterbrechung des Leimauftrags
auf den Materialstreifen zugestellt wird oder ist, so dass die Rasterwalze mittels
der Flüssigkeit, insbesondere Wasser, aus der Kammer in Kontakt gebracht wird oder
ist.
[0022] Bei einer längeren Produktionsunterbrechung an der Maschine, bei der beispielsweise
die Beleimung eines Belagpapierstreifens unterbrochen ist, wird erfindungsgemäß eine
wasserführende bzw. - enthaltende Kammer an der Rasterwalze positioniert, so dass
nach Einbringen von Wasser als Flüssigkeit in die Kammer die Flüssigkeit mit der Oberfläche
der Rasterwalze in Kontakt gebracht wird, um ein Antrocknen des Leims in den Näpfchen
der Rasterwalze zu verhindern. Hierbei wird vorzugsweise ein vorbestimmtes Wasser-
bzw. Flüssigkeitsniveau in der zusätzlichen Kammer an der Rasterwalze ausgebildet
bzw. gehalten. Während des Produktionsstopps bzw. der Unterbrechung des Leimauftrags
auf den Materialstreifen bzw. bei Unterbrechung der Förderung des Materialstreifens
sind hierbei die Näpfchen der Rasterwalze in Kontakt mit der Flüssigkeit in der zweiten
zusätzlichen Kammer.
[0023] Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung ist überdies vorgesehen, dass gleichzeitig
an den beiden lateralen Außenseiten der Leimverteilungskammer vorgesehene Austrittsöffnungen
Leim der Leimverteilungskammer zugefördert wird. In der Mitte der Leimverteilungskammer
wird dann der überschüssige Leim aus der Leimverteilungskammer abgeführt.
[0024] Insbesondere ist in einer Weiterbildung der Leimauftragungsvorrichtung bzw. des Verfahrens
vorgesehen, eine kontinuierliche Versorgung der Leimauftragungsvorrichtung mit Leim
unter Bereitstellung von Leim mit einem ausreichenden Druck und einer ausreichenden
Menge zu gewährleisten, wobei in der Zuleitung oder der Ableitung der Leimverteilungskammer
ein Sensor integriert ist, der entweder Druck oder den Volumenstrom ermittelt und
damit die entsprechenden Leimdrosseln in der Zuleitung und/oder in der Ableitung so
regelt, dass kontinuierlich eine ausreichende Versorgung der Rasterwalze bzw. Leimwalze
mit Leim sichergestellt wird.
[0025] In einer weiteren Ausführung wird die Leimauftragungsvorrichtung dadurch weitergebildet,
dass ein Mittel zum haftreibungsfreien Andrücken der Leimverteilungskammer gegen die
Rasterwalze oder ein Andruckmittel für die Leimverteilungskammer mit einem Krafteinleitungspunkt
an der Leimverteilungskammer vorgesehen sind. Dadurch wird erreicht, dass die Leimverteilungskammer
über einen Einlenkpunkt auf andere Weise gegen die Rasterwalze gedrückt wird bzw.
mit einem vorbestimmten Andruck gepresst wird. In einer alternativen Ausgestaltung
ist die Leimauftragungsvorrichtung mit einem Andrückmittel mit einem einzigen Krafteinleitungspunkt
bzw. Kraftübertragungspunkt auf die bzw. an der Leimverteilungskammer ausgebildet,
so dass bei Beaufschlagung bzw. Aktivierung des Andrückmittels die Leimverteilungskammer
über diesen einzigen Einleitungspunkt, der vorzugsweise in der Mitte der Leimverteilungskammer
angeordnet ist, gegen die Rasterwalze gedrückt wird.
[0026] Darüber hinaus zeichnet sich eine Weiterbildung der Leimauftragungsvorrichtung dadurch
aus, dass das Mittel zum Andrücken der Leimverteilungskammer gegen die Rasterwalze
mittels eines, vorzugsweise ausschließlichen, d.h. einzigen, Druckluftzylinders ausgebildet
ist. Im Rahmen der Erfindung ist es auch denkbar, dass anstelle des Druckluftzylinders
entsprechende Federn oder Hebel vorgesehen sind, wodurch auch eine haftreibungsfreie
Anpressung der Leimverteilungskammer gegen die Rasterwalze erfolgt.
[0027] Weitere Merkmale der Erfindung werden aus der Beschreibung erfindungsgemäßer Ausführungsformen
zusammen mit den Ansprüchen und den beigefügten Zeichnungen ersichtlich.
[0028] Die Erfindung wird nachstehend ohne Beschränkung des allgemeinen Erfindungsgedankens
anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die Zeichnungen beschrieben,
wobei bezüglich aller im Text nicht näher erläuterten erfindungsgemäßen Einzelheiten
ausdrücklich auf die Zeichnungen verwiesen wird. Es zeigen:
- Fig. 1a, 1b
- jeweils eine schematische Darstellung einer Leimauftragungsvorrichtung im Längsschnitt;
- Fig. 2
- eine schematische Draufsicht einer Leimverteilungskammer;
- Fig. 3
- eine schematische Darstellung eines Teils einer Leimauftragungsvorrichtung im Längsschnitt
in einer weiteren Ausgestaltung;
- Fig. 4a, 4b
- jeweils eine schematische Ansicht einer an einer Leimauftragungsvorrichtung verwendeten
Rakel;
- Fig. 5a, 5b
- jeweils schematisch perspektivische Ansichten eines Leimkammerkörpers einer Leimkammer;
- Fig. 6
- schematisch eine Detailansicht einer eine Rasterwalze berührenden Rakel;
- Fig. 7
- schematisch eine perspektivische Ansicht einer an einer Rasterwalze angeordneten Leimkammer
und
- Fig. 8
- schematisch eine perspektivische Seitenansicht einer Leimkammer einer Leimauftragungsvorrichtung
der Tabak verarbeitenden Industrie.
[0029] In den folgenden Figuren sind jeweils gleiche oder gleichartige Elemente bzw. entsprechende
Teile mit denselben Bezugsziffern versehen, so dass von einer entsprechenden erneuten
Vorstellung abgesehen wird.
[0030] Fig. 1a und Fig. 1b zeigen jeweils im Längsschnitt eine Leimauftragungsvorrichtung,
wobei in dieser schematischen Darstellung mehrere Elemente oder Teile eingezeichnet
sind.
[0031] Die Leimauftragungsvorrichtung verfügt über eine in einem Leimbehälter 4 angeordnete
und rotierend angetriebene Rasterwalze 5, die in Richtung des eingezeichneten Pfeils
6 rotierend angetrieben wird. Die Näpfchen der Rasterwalze 5 treten in eine Leimverteilungskammer
7 einer Leimkammer 3 ein und nehmen den in der Leimverteilungskammer 7 eingebrachten
Leim auf und treten im Bereich eines oberseitigen Schabers oder einer Rakel 8 aus.
Anschließend werden die mit Leim gefüllten Näpfchen zu einer Leimauftragungszone 9
unter Rotation der Rasterwalze 5 gefördert, durch die eine kontinuierlich zu beleimende
Papierbahn 10 gefördert wird.
[0032] An der Unterseite der Papierbahn 10 wird durch die Aufnahme von Leim ein entsprechendes
Leimbild aufgebracht. Zur sichereren Führung der Papierbahn 10 im Bereich der Leimauftragszone
9 sind oberseitig Führungsstangen 11 bzw. Führungsrollen vorgesehen.
[0033] Bei dem in Fig. 1 a gezeigten Ausführungsbeispiel wird die Papierbahn 10 geradlinig,
d.h. ohne Krümmung im Bereich der Rasterwalze 5 zwischen den Führungsstangen 11 gefördert,
während gemäß dem in Fig. 1 b gezeigten Ausführungsbeispiel die Papierbahn mit einer
(größeren) Umschlingung an der Rasterwalze 5 vorbei gefördert wird, da die Führungsstangen
11 tiefer als beim Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1a bzw. näher am Leimbehälter 4
angeordnet sind.
[0034] Darüber hinaus ist es im Rahmen der Erfindung denkbar, dass die Rasterwalze 5 im
Bereich der Leimauftragungszone 9 mit einer Gegenwalze zusammenwirkt, um ein entsprechendes
Leimbild auf die Unterseite der Papierbahn 10 aufzubringen. Nach der Entnahme von
Leim aus den Näpfchen der Rasterwalze 5 werden die Näpfchen wieder zu der Leimverteilungskammer
7 gedreht.
[0035] Der Leimverteilungskammer 7 wird Leim über eine externe Förderleitung 12 und eine
interne Versorgungsleitung 13 der Leimverteilungskammer 7 zugefördert. Hierzu ist
die Förderleitung 12 eingangsseitig mit einer Förderpumpe 14 verbunden, so dass Leim
aus einem externen Leimvorrat über die externe Förderleitung 12 in die Versorgungsleitung
13 gefördert wird.
[0036] Um eine kontrollierte Leimzuführung in die Leimverteilungskammer 7 zu erreichen,
ist in einer Weiterbildung ein Sensor 15 an bzw. in der Förderleitung 12 angeordnet,
so dass die erfassten Messdaten an eine Regelvorrichtung 16 übermittelt werden, um
entsprechend eine in der Förderleitung 12 angeordnete Drossel 17 entsprechend zu regeln.
Hierdurch wird eine kontrollierte und kontinuierliche Befüllung der Leimverteilungskammer
7 erreicht.
[0037] Darüber hinaus ist an die Leimverteilungskammer 7 auch eine Abförderleitung 18 angeschlossen,
an der in einer Ausgestaltung ein Sensor 19 angeordnet ist, um den Rückfluss des Leims
zu erfassen. Entsprechend der in der Rücklaufleitung 18 gemessenen Leimmenge wird
die Drossel 17, die mit der Regelvorrichtung 16 verbunden ist, entsprechend eingestellt.
[0038] Während eines Produktionsstopps, in dem keine Beleimung erfolgt, wird an die Rasterwalze
5 ein mit einer Flüssigkeit, insbesondere Wasser, befüllter Behälter 21 zugestellt,
so dass die Näpfchen der Rasterwalze 5 durch das im Behälter 21 vorhandene Wasserbad
und anschließend zur Leimverteilungskammer 7 gefördert werden. Durch diese Maßnahme
wird verhindert, dass der Leim während des Produktionsstopps bzw. der Unterbrechung
eintrocknet.
[0039] Ferner ist in Fig. 1a sowie in Fig. 1 b die Leimverteilungskammer 7 als im Querschnitt
länglich, d.h. mit einem trapezförmigen oder trapezähnlichen Querschnitt ausgebildet.
Hierbei verfügt die Leimverteilungskammer 7 zwischen den Punkten A und B, die die
Endpunkte der Leimverteilungskammer 7 bilden, über eine der Rasterwalze 5 zugewandte
Kammergrundfläche. Zwischen den Punkten C und D wird die dazu senkrecht ausgebildete
Kammerhöhenquerschnittsfläche gebildet. Im Rahmen der Erfindung beträgt das Verhältnis
von zwischen den Punkten A und B gebildeter Kammergrundfläche und der zwischen den
Punkten C und D gebildeten Kammerhöhenquerschnittsfläche ein Verhältnis von größer
als 1, vorzugsweise größer/gleich als 1,25, 1,5, 1,75, 2 und größer, wodurch das Volumen
der Leimverteilungskammer 7 im Vergleich zu einer im Querschnitt halbrund ausgebildeten
Leimverteilungskammer (gemäß dem Stand der Technik) vergrößert ist.
[0040] Wie aus Fig. 1 a und Fig. 1 b hervorgeht, ist in einer Ausgestaltung die Leimkammer
3 über eine mittig angeordnete Andrückeinrichtung 22 gegen die Oberfläche der Rasterwalze
5 gepresst. Die mittig angeordnete Andrückeinrichtung 22 kann in einer Ausgestaltung
eine Feder oder ein Druckluftzylinder oder dergleichen sein.
[0041] Die Leimkammer 3 ist in einer Ausgestaltung vollständig abgedichtet, so dass kein
Leim aus der Leimkammer 3 an die Dichtflächen, an den Schabern auf der Mantelfläche
der Rasterwalze 5 und den radialen Dichtungen auf der Stirnseite der Rasterwalze 5
austritt.
[0042] Sollte die Leimkammer 3 in einer weiteren Ausbildung nicht vollständig abgedichtet
sein, so wird der an den undichten Stellen austretende Leim im Leimbehälter 4 gesammelt.
Dabei wird vorteilhafterweise der in einem Leimsumpf gesammelte Leim im Leimbehälter
4 mittels eines Saugrohrs 26 entleert. Hierbei ist das Saugrohr 26 oberhalb der Oberfläche
des Leimbehältergrunds in einem vorbestimmten Abstand angeordnet, wobei mittels eines
Füllstandssensors der Pegel des Leims im Leimbehälter 4 erfasst wird, so dass bei
einem vorbestimmten Leimpegel der gesammelte Leim durch Ansaugen von einer Saugpumpe
über das Saugrohr entfernt wird. U.U. wird der abgesaugte Leim mit Frischleim vermischt
und als Leim der Leimverteilungskammer zugeführt.
[0043] Überdies ist die Leimkammer 3 neben der ausgangsseitigen Rakel 8 mit einer eingangsseitigen
Rakel ausgebildet. Dabei ist es im Rahmen der Erfindung möglich, dass die Rakel als
Positivrakel oder auch Negativrakel ausgebildet sind. Außerdem können auch mehrere
Rakeln in Bezug auf die Drehung der Rasterwalze 5 hintereinander angeordnet sein.
[0044] Fig. 2 zeigt eine schematische Draufsicht auf eine Leimverteilungskammer 7, die im
Querschnitt länglich ausgebildet ist (vgl. Fig. 1 a, Fig. 1 b). Im Einlaufbereich
der Rasterwalze 5 verfügt die Leimverteilungskammer 7 über an den Außenseiten seitlich
angeordnete untere Eintrittsöffnungen 23, über die Leim in die Leimverteilungskammer
7 eingebracht wird. Im oberen Bereich, d.h. im Auslaufbereich der Rasterwalze 5 an
der Leimverteilungskammer 7, ist mittig eine Austrittsöffnung 24 angeordnet, an die
die Rücklaufleitung 18 angeschlossen ist. Hierbei wird über die Rücklaufleitung 18
überschüssiger Leim aus der Leimverteilungskammer 7 mittig abgefördert.
[0045] Fig. 3 zeigt schematisch einen Teil einer Leimauftragungsvorrichtung im Längsschnitt
in einer weiteren Ausgestaltung, wobei insbesondere die Rasterwalze 5 dargestellt
ist und eine Ausführungsform mit drei Rakeln 27, 28, 29.
[0046] Gemäß Fig. 1 a bzw. Fig. 1 b kann eine Rakel 8 ausgangsseitig so angeordnet sein,
dass die Rakel 8 zu der Tangente der Mantelfläche der Rasterwalze 5 in Förderrichtung
der Rasterwalze gemäß Pfeil 6 in einem spitzen Winkel angeordnet ist. Die Rakel 8
ist eine ausgangsseitige Rakel der Leimkammer 3. Es kann auch eine entsprechende eingangsseitige
Rakel vorgesehen sein, die in Fig. 1 a bzw. Fig. 1 b eingangsseitig der Leimkammer
3 angeordnet sein kann und entsprechend der Fig. 1a oder Fig. 1b gemäß der Wandung
der Leimkammer 3 an der Eingangsseite gegen die Förderrichtung der Rasterwalze 5 gerichtet
sein.
[0047] Eine Alternative hierzu wäre eine Anordnung gemäß Fig. 3, bei der eine eingangsseitige
Rakel 27 und eine ausgangsseitige Rakel 28 vorgesehen sind, deren Enden zu der Rasterwalze
5 aufeinander zu zeigen. Die eingangsseitige Rakel 27 ist somit in Förderrichtung
gemäß Pfeil 6 angeordnet und die Ausgangsrakel 28 entgegen der Förderrichtung der
Rasterwalze 5 gemäß Pfeil 6. Die so an die Mantelfläche der Rasterwalze 5 angelehnten
Kanten der Rakel 27 und 28 dichten entsprechend gut ab und sind zusätzlich noch relativ
unabhängig vom Innendruck des Mediums in der Leimkammer 3 und können mit relativ geringen
Kräften gegen die Rasterwalze 5 gedrückt werden.
[0048] Zusätzlich hierzu kann dann noch in einer bevorzugten Ausführungsform eine weitere
Rakel 29 vorgesehen sein, die zwischen den Rakeln 27 und 28 angeordnet ist und in
Förderrichtung gemäß Pfeil 6 in einem spitzen Winkel zur Tangente der Rasterwalze
5 angeordnet ist. Durch die Rakel 29 bzw. den Schaber 29 wird besonders gut Leim in
die Raster bzw. Näpfchen der Rasterwalze 5 gedrückt. Die Rakel 28 schabt besonders
gut den in der leimfreien Zone befindlichen Leim ab.
[0049] In den Figuren 4a und 4b sind jeweils verschiedene Ansichten einer Rakel 30, die
für Leimkammern für Leimauftragungsvorrichtungen der Tabak verarbeitenden Industrie
eingesetzt bzw. verwendet werden, gezeigt. Fig. 4a zeigt eine Draufsicht auf die Rückseite
der Rakel 30 und 4b zeigt eine Seitenansicht der Rakel 30.
[0050] Die Rakel 30 verfügt über einen Rakelkörper 31, der oberseitig auf der Rückseite
eine Rückenoberkante 32 aufweist. Darüber hinaus verfügt die Rakel 30 über eine Rakelfase
33, die bei der in Fig. 4a gezeigten Rakel 30 geradlinig verläuft. Zwischen der Rückenoberkante
32 und der Rakelfase 33 ist die Rakel 30 abgeschrägt und verfügt über eine Rakelkantenfläche
34 auf ihrer Rückseite.
[0051] Die Rakelkantenfläche 34 ist mit einem Neigungswinkel zur Vertikalen ausgebildet,
wobei typischerweise der Neigungswinkel der Rakelkantenfläche 34 zwischen 10° bis
80° variieren kann.
[0052] Dadurch, dass der Rakel 30 eine abgeschrägte Rakelkantenfläche 34 an der Rückseite
aufweist, ist die Vorderfläche 35 größer als die parallele Rückenfläche 36 der Rakel
30.
[0053] In Fig. 4a ist ersichtlich, dass die Rakel 30 eine als Positionsmarkierung ausgebildete
Ausnehmung 37 im linken Bereich der Rakel 30 an der Unterseite aufweist. Im Allgemeinen
ist die Rakel 30 aus Kunststoff, insbesondere Polyetheretherketon (PEEK), ausgebildet.
In einer weiteren Ausgestaltung ist die Rakel 30 aus Metall oder einer Metalllegierung,
wie z.B. Bronze oder Chrom-Nickel, hergestellt.
[0054] In Fig. 5a, 5b sind eine Rückansicht (Fig. 5a) und eine Vorderansicht (Fig. 5b) eines
Leimkammerkörpers 40 dargestellt, der für die Ausbildung einer Leimkammer an einer
Rasterwalze zur Ausbildung eines Leimauftragungssystems der Tabak verarbeitenden Industrie
verwendet wird.
[0055] Der Leimkammerkörper 40 ist im Querschnitt U-förmig ausgebildet und über zwei äußere
Flankenkörper 41, 42, die an der Vorderseite, die einer Rasterwalze einer Leimauftragungsvorrichtung
zugestellt werden, zulaufende Enden umfassen. Die Flankenkörper 41, 42 weisen auf
der Innenseite schräg nach außen verlaufend geneigte Rakelanlegeflächen 43, 44 auf,
auf die Rakel 30, wie in Fig. 4a dargestellt, mit ihrer Rückseite bzw. ihrer Rückenfläche
36, aufgelegt werden. Durch die Neigung der Rakelanlegeflächen, 43, 44 werden entsprechende
Rakelwinkel im Berührungsbereich des Rakels mit der Oberfläche einer Rasterwalze gebildet
(vgl. Fig. 6).
[0056] Wie aus Fig. 5b ersichtlich ist, verfügt die Rakelanlegefläche 43 über einen Vorsprung
45 an der linken Seite, der form- und funktionskomplementär zu der in Fig. 4a gezeigten
Ausnehmung 37 der Rakel 30 ausgebildet ist. Dadurch, dass bei Anlegen der Rakel 30
der Vorsprung 45 in die Ausnehmung 37 eingreift, wird eine exakte Positionierung der
Rakel 30 auf eine eindeutige Weise auf der Rakelanlegefläche 43 erreicht, so dass
stets die Rückenfläche 36 (vgl. Fig. 4a, 4b) auf die Rakelanlegefläche 43 angelegt
wird. Ein Verdrehen der Rakel 30 oder ein Vertauschen der rechten und linken Seite
sowie der Vorder- und Rückseite ist somit nicht möglich, so dass bei Austausch einer
Rakel die einzulegende Rakel stets in ihrer richtigen Position und Ausrichtung eingebracht
werden.
[0057] Auf seiner Rückseite 46 verfügt der Rakelkammerkörper 40 über eine Kugelgelenkführung
47, in der ein Kugelgelenk, das an einem Druckzylinder oder einem anderen Andrückmittel
befestigt ist, einführbar ist und gehalten wird. Bei Positionierung des Leimkammerkörpers
40 an einer Rasterwalze wird hierbei der Druckzylinder oder das Andruckmittel aktiviert,
so dass über die auf der Rückseite 46 des Leimkammerkörpers 40 Kraft in der Mitte
M (bezogen auf die Breite und die Höhe des Leimkammerkörpers) ausgeübt wird.
[0058] In Fig. 6 ist in einer vergrößerten schematischen Querschnittsansicht der Berührungsbereich
einer Rakel 30 und der Rasterwalze 5 dargestellt. Die Rasterwalze 5 wird gemäß dem
in Fig. 6 eingezeichneten Pfeil gegen den Uhrzeigersinn gedreht.
[0059] Die Rakel 30 liegt mit ihrer Rückseite auf der Rakelanlegefläche 44 des Flankenkörpers
42 verrutschsicher auf und ist mit entsprechenden Befestigungsmittel eingeklemmt bzw.
befestigt. Der Flankenkörper 42 endet an seinem äußeren Ende im Bereich der Rückenoberkante
32 am Ende der Rückseite 36 der Rakel 30, so dass bei Anordnung einer Leimkammer mit
der Rakel 30 an der Rasterwalze 5 das Ende der Rakel 30 nicht verbogen wird, wobei
die Rakel 30 gegen die Rasterwalze 5 mit einem vorbestimmten Druck bzw. einer vorbestimmten
Kraft angedrückt wird.
[0060] Die Rakelfase 33 der Rakel 30 ist in berührendem Kontakt mit der Oberfläche der Rasterwalze
5, so dass entlang der Rakelfase 33 ein linienförmiger Berührungsbereich von der Rakel
30 bzw. der Rakelfase 33 und der Rasterwalze 5 senkrecht zur Zeichenebene ausgebildet
ist.
[0061] Im Berührungsbereich wird von der Vorderfläche 35 der Rakel 30 und der im Berührungspunkt
von der Rakelfase 33 und der Rasterwalze 5 anliegenden Tangente 38 ein vorbestimmter
Rakelwinkel α ausgebildet, der sich infolge der Neigung der Rakelanlegefläche 44 des
Flankenkörpers 42 ergibt.
[0062] Insbesondere ist ein Rakelwinkel zwischen 30° bis 35°, insbesondere von 32,5°, vorteilhaft,
da bei einem derartigen Rakelwinkel α die Varianz der aufgenommenen Leimmenge (pro
Zeit) bei einem vorbestimmten Rakelandruck und verschiedenen Produktionsgeschwindigkeiten
einer Maschine (zwischen 5.000 bis 25.000 Zigaretten pro Minute) minimiert ist. Dies
bedeutet, dass bei einem eingestellten Rakelwinkel von 32,5° an der Filteransetzmaschine
mit einer erfindungsgemäßen Leimauftragungsvorrichtung, die eine Rakelanordnung aufweist,
sowohl bei einer Produktionsgeschwindigkeit von 5.000 Zigaretten pro Minute als auch
bei einer Produktionsgeschwindigkeit von beispielsweise 20.000 Zigaretten pro Minute
und ohne Wechsel der Rakelanordnung zuverlässig einwandfreie Leimbilder auf die Papierbahn
bzw. die Belagpapierstreifen aufgebracht werden, ohne dass aufgetragene Leimmengen
pro Zeit bei den verschiedenen Produktionsgeschwindigkeiten der Maschine sich nennenswert
unterscheiden, d.h. verschieden sind.
[0063] In Fig. 7 ist schematisch die Anordnung einer Leimkammer 3 an einer Rasterwalze 5
dargestellt. Hierbei verfügt die Leimkammer 3 über den Leimkammerkörper 40 (vgl. Fig.
5a), der an beiden Seiten von Seitenteilen 48, 49 begrenzt ist, die auch die Rasterwalze
5 seitlich begrenzen.
[0064] Die Rasterwalze 5 wird rotierend um ihre Rotationsachse 55 angetrieben. Unter Rotation
entnimmt die Rasterwalze 5 aus einem Leimvorrat in der Leimkammer 3 Leim, wobei beim
Austritt der mit Leim befüllten Näpfchen überschüssiger Leim im linearen Berührungsbereich
der Rakelfase mit der Oberfläche der Rasterwalze (vgl. Fig. 6) an der Austrittsseite
abgerakelt wird.
[0065] Die Seitenteile 48, 49 verfügen über Ausnehmungen 51, in die Haltestifte 52 seitlich
eingreifen, wobei die Haltestifte 52 seitlich z.B. an dem Gehäuse, in dem die Rasterwalze
5 und die Leimkammer 3 angeordnet sind, befestigt sind. Die Ausnehmungen 51 an den
Seitenteilen 48, 49 sind derart angeordnet, dass die zentrale Achse der Haltestifte
52 kollinear im Berührungsbereich bzw. in der Berührungslinie der Rakelfase der Rakel
mit der Oberfläche der Rasterwalze 5 verläuft, so dass die Leimkammer 3 um die Schwenkachse
70 verschwenkbar ist. Die Schwenkachse 70 verläuft kollinear zu dem linearen Berührungsbereich
zwischen der Rakelfase und der Oberfläche der Rasterwalze 5.
[0066] In Fig. 8 ist schematisch eine perspektivische Ansicht der Rakelkammer 3 dargestellt,
wobei aus Gründen der besseren Darstellbarkeit von der Einzeichnung des rechten Seitenteils
(vgl. Fig. 7, Bezugszeichen 48) abgesehen wurde.
[0067] An der Austrittsseite der Leimkammer 3 ist die Rakel 30 mit ihrer geradlinigen Rakelfase
33 an der Rakelanlegefläche 44 des Flankenkörpers 42 angeordnet. Auf der gegenüberliegenden
Eintrittsseite einer Rasterwalze ist an der Rakelanlegefläche 43 des Flankenkörpers
41 eine Rakel 60 angeordnet, die eine nicht-lineare Rakelfase 63 aufweist. Die nicht-lineare
Rakelfase 63 verfügt in ihrer Mitte über einen Scheitelpunkt 64. Entsprechend ist
auch die mit der Rakel 60 korrespondierende Anlegefläche 43 ebenfalls mit einem Knick
(hier nicht dargestellt) ausgebildet.
[0068] Um eine Leimverteilungskammer (vgl. Fig. 1 a bzw. Fig. 1 b, Bezugszeichen 7) auszubilden
und um die Rakel 30, 60 verrutschsicher an den Rakelanlegeflächen 43, 44 zu fixieren,
wird zur Befestigung der Rakel 30, 60 ein Klemmkörper 62 zwischen den Flankenkörpern
41, 42 montiert bzw. befestigt, der entsprechende Bohrungen für die Zuführung und
die Abführung von Leim aus der im Zusammenwirken mit der Rasterwalze ausgebildeten
Leimverteilungskammer bildet.
[0069] Die Erfindung beschränkt sich in ihrer Ausführung daher nicht auf die in den Figuren
dargestellten bevorzugten Ausführungsformen. Vielmehr ist eine Vielzahl von Varianten
denkbar, welche von der dargestellten Lösung und dem erfindungsgemässen Prinzip auch
bei grundsätzlich anders gearteten Ausführungsformen Gebrauch macht.
Bezugszeichenliste
[0070]
- 3
- Leimkammer
- 4
- Leimbehälter
- 5
- Rasterwalze
- 6
- Pfeil
- 7
- Leimverteilungskammer
- 8
- Rakel
- 9
- Leimauftragungszone
- 10
- Papierbahn
- 11
- Führungsstange
- 12
- Förderleitung
- 13
- Versorgungsleitung
- 14
- Pumpe
- 15
- Sensor
- 16
- Regelvorrichtung
- 17
- Drossel
- 18
- Rücklaufleitung
- 19
- Sensor
- 20
- Leim
- 21
- Kammer
- 22
- Andrückeinrichtung
- 23
- Eintrittsöffnung
- 24
- Austrittsöffnung
- 26
- Saugrohr
- 27, 28, 29
- Rakel
- 30
- Rakel
- 31
- Rakelkörper
- 32
- Rückoberkante
- 33
- Rakelfase
- 34
- Rakelkantenfläche
- 35
- Vorderfläche
- 36
- Rückenfläche
- 37
- Ausnehmung
- 38
- Tangente
- 40
- Leimkammerkörper
- 41
- Flankenkörper
- 42
- Flankenkörper
- 43
- Rakelanlegefläche
- 44
- Rakelanlegefläche
- 45
- Vorsprung
- 46
- Rückseite
- 47
- Kugelgelenkführung
- 48
- Seitenteil
- 49
- Seitenteil
- 51
- Ausnehmung
- 52
- Haltestifte
- 55
- Rotationsachse
- 60
- Rakel
- 62
- Klemmkörper
- 63
- Rakelfase
- 64
- Scheitelpunkt
- 70
- Schwenkachse
- α
- Rakelwinkel
- A, B, C, D
- Punkt
1. Leimauftragungsvorrichtung der Tabak verarbeitenden Industrie zum Auftragen von Leim
(20) auf einen Materialstreifen (10) der Tabak verarbeitenden Industrie mittels einer,
vorzugsweise Näpfchen aufweisenden, Rasterwalze (5), wobei an der Rasterwalze (5)
eine Leimverteilungskammer (7) angeordnet ist, aus der Leim (20) mittels der Rasterwalze
(5) entnommen wird, eine externe Förderleitung (12) an eine interne Versorgungsleitung
(13) der Leimverteilungskammer (7) angeschlossen ist, und der Leim (20) über die Förderleitung
(12) und die Versorgungsleitung (13) der Leimverteilungskammer (7) zugefördert wird,
dadurch gekennzeichnet, dass in der externen Förderleitung (12) oder in der internen Versorgungsleitung (13) ein
Sensor (15) vorgesehen ist, so dass die geförderte Menge des Leims in Abhängigkeit
der vom Sensor (15) erfassten Messdaten, insbesondere Druck- und/oder Leimmenge, geregelt
wird, wobei eine, vorzugsweise steuerbare oder regelbare, Förderpumpe (14) an die
externe Förderleitung (12) angeschlossen ist und/oder an der externen Förderleitung
(12) eine, vorzugsweise steuerbare oder regelbare, Drossel (17) angeordnet ist, so
dass Leim aus einem externen Leimvorrat über die externe Förderleitung (12) in die
Versorgungsleitung (13) gefördert wird, wobei der Leim nicht in Kontakt mit Sauerstoff
gerät.
2. Leimauftragungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Leimverteilungskammer (7) mit einer der Rasterwalze (5) zugewandten Kammergrundfläche
und einer zur Kammergrundfläche quer, insbesondere senkrecht, angeordneten oder ausgebildeten
Kammerhöhenquerschnittsfläche ausgebildet ist, wobei das Verhältnis von Kammergrundfläche
zur Kammerhöhenquerschnittsfläche größer als 1 ist, vorzugsweise größer/gleich 1,25
oder 1,5 oder 1,75 oder 2 und größer beträgt, wobei insbesondere bezogen auf die Drehrichtung
der Rasterwalze (5) Leim im Bereich der Einlaufzone in die Leimverteilungskammer (7)
über wenigstens eine Öffnung eingebracht wird oder ist und/oder Leim (20) im Bereich
der Auslaufzone aus der Leimverteilungskammer (7) über wenigstens eine Austrittsöffnung
(24) abgefördert wird oder ist.
3. Leimauftragungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Leimverteilungskammer (7) an wenigstens einer, vorzugsweise an beiden, lateralen
Stirnseiten abgedichtet ist, wobei insbesondere zwischen den Stirnseiten die Rasterwalze
(5) angeordnet ist.
4. Leimauftragungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass eine Flüssigkeit aufnehmende Kammer vorgesehen ist, wobei die Kammer (21) der Rasterwalze
(5) bei oder während eines Produktionsstopps oder einer Unterbrechung des Leimauftrags
auf den Materialstreifen (10) zugestellt wird oder ist, so dass die Rasterwalze (5)
mittels der Flüssigkeit, insbesondere Wasser, aus der Kammer (21) in Kontakt gebracht
wird oder ist, wobei insbesondere die Kammer (21) schwenkbar ausgebildet ist.
5. Verfahren zum Auftragen von Leim auf einen Materialstreifen der Tabak verarbeitenden
Industrie mittels einer, vorzugsweise Näpfchen aufweisenden, Rasterwalze (5), wobei
Leim (20) aus einer an der Rasterwalze (5) angeordneten Leimverteilungskammer (7)
entnommen wird, und wobei der Leim (20) aus einem externen Leimvorrat über eine externe
Förderleitung (12) und eine an die externe Förderleitung (12) unmittelbar angeschlossene
interne Versorgungsleitung (13) der Leimverteilungskammer (7) zugefördert wird, wobei
der Leim nicht in Kontakt mit Sauerstoff gerät, dadurch gekennzeichnet, dass in der externen Förderleitung (12) oder in der internen Versorgungsleitung (13) ein
Sensor (15) vorgesehen ist und die geförderte Menge des Leims in Abhängigkeit der
vom Sensor (15) erfassten Messdaten, insbesondere Druck- und/oder Leimmenge, geregelt
wird.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Leim (20) mittels einer an die Förderleitung angeschlossenen, insbesondere steuerbaren
oder regelbaren, Förderpumpe (14) der Leimverteilungskammer (7) zugefördert wird.
7. Verfahren nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass die in der Förderleitung geförderte Menge des Leims (20) mittels einer, insbesondere
in der Förderleitung (12) oder in der internen Versorgungsleitung (13) und/oder in
einer an der Leimverteilungskammer (7) angeschlossenen Abförderleitung, vorgebbaren
Drossel (18), geregelt oder gesteuert wird.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass Leim (20) über wenigstens eine an der lateralen Außenseite der Leimverteilungskammer
(7) vorgesehene Eintrittsöffnung der Leimverteilungskammer (7) zugefördert wird und
über eine von der lateralen Außenseite der Leimverteilungskammer (7) abgewandte, vorzugsweise
im mittleren Bereich der Leimverteilungskammer (7) ausgebildete, Austrittsöffnung
(24) aus der Leimverteilungskammer (7) abgefördert wird, wobei insbesondere gleichzeitig
an den beiden lateralen Außenseiten der Leimverteilungskammer (7) vorgesehene Austrittsöffnungen
(24) Leim der Leimverteilungskammer (7) zugefördert wird.
1. Glue application device of the tobacco processing industry for applying glue (20)
to a material strip (10) of the tobacco processing industry by means of an anilox
roller (5), preferably comprising cells, wherein a glue distribution chamber (7) is
arranged on the anilox roller (5) and from which the glue (20) is extracted by the
anilox roller (5), an external feed line (12) is connected to an internal supply line
(13) of the glue distribution chamber (7), and the glue (20) is supplied to the glue
distribution chamber (7) via the feed line (12) and the supply line (13), characterized in that a sensor (15) is provided in the external feed line (12) or in the internal supply
line (13), so that the quantity of the glue supplied is regulated as a function of
the measurement data recorded by the sensor (15), in particular pressure and/or glue
quantity, wherein a feed pump (14), preferably controllable or adjustable, is connected
to the external feed line (12) and/or a valve (17), preferably controllable or adjustable,
is arranged in the external feed line (12), so that glue may be fed from an external
glue supply into the supply line (13) via the external feed line (12), wherein the
glue does not come into contact with oxygen.
2. Glue application device according to claim 1, characterized in that the glue distribution chamber (7) is designed with a chamber base surface facing
the anilox roller (5) and a chamber-high cross-sectional surface arranged or formed
transversely, in particular perpendicular, to the chamber base surface, wherein the
ratio of the chamber base surface to the chamber-high cross-sectional surface is preferably
greater than 1 or equal to 1.25 or 1.5 or 1.75 or 2 and greater, wherein glue in the
region of the inlet zone is or is to be introduced into the glue distribution chamber
(7) via at least one opening and/or glue (20) in the region of the outlet zone is
removed from the glue distribution chamber (7) via at least one outlet opening (24),
in particular relative to the direction of rotation of the anilox roller (5).
3. Glue application device according to claim 1 to 2, characterized in that the glue distribution chamber (7) is sealed on at least one, preferably on both,
lateral end faces, wherein the anilox roller (5) is arranged, in particular, between
the end faces.
4. Glue application device according to one of claims 1 to 3, characterized in that a chamber containing the liquid is provided, wherein the chamber (21) of the anilox
roller (5), at or during a production stop or an interruption of the glue application
to the material strip (10), is designed, in particular, to be pivotable in such a
way that the anilox roller (5) is or is to be brought into contact with the fluid,
in particular water, from the chamber (21), with particularly the chamber (21) being
embodied in a pivotal fashion.
5. Method for applying glue to a material strip of the tobacco processing industry by
means of an anilox roller (5), preferably comprising cells, wherein glue (20) is extracted
from a glue distribution chamber (7) arranged on the anilox roller (5), and wherein
the glue (20) is conveyed from an external glue supply via an external feed line (12)
and an internal supply line (13) directly connected to the external feed line (12)
to the glue distribution chamber (7), wherein the glue does not come into contact
with oxygen, characterized in that a sensor (15) is provided in the external feed line (12) or in the internal supply
line (13) and the quantity of the glue supplied is determined as a function of the
measured data recorded by the sensor (15), in particular pressure and/or glue quantity.
6. Method according to claim 5, characterized in that the glue (20) is supplied via a feed pump (14) of the glue distribution chamber (7),
particularly one that can be controlled and adjusted, and is connected to the feed
line.
7. Method according to claim 5 or 6, characterized in that the quantity of the glue (20) supplied in the feed line is regulated or controlled
by means of an adjustable valve (18), in particular in the feed line (12) or in the
internal supply line (13) and/or in a discharge line connected to the glue distribution
chamber (7).
8. Method according to one of the claims 5 to 7, characterized in that the glue (20) is supplied to the glue distribution chamber (7) via at least one inlet
opening provided on the lateral outer side of the glue distribution chamber (7), and
discharged from the glue distribution chamber (7) via a discharge opening (24) facing
away from the lateral outer side of the glue distribution chamber (7), preferably
formed in the middle region of the glue distribution chamber (7), wherein, in particular
and simultaneously, glue is supplied to the glue distribution chamber (7) at the two
outlet openings (24) on the lateral outer sides of the glue distribution chamber (7).
1. Dispositif d'encollage de l'industrie de traitement du tabac pour l'application de
colle (20) sur une bande de matériau (10) de l'industrie de traitement du tabac à
l'aide d'un cylindre tramé (5) comportant de préférence des alvéoles, une chambre
de répartition de colle (7) étant disposée adjacente au cylindre tramé (5), de laquelle
la colle (20) est prélevée à l'aide du cylindre tramé (5), un conduit de transport
(12) externe étant raccordé à un conduit d'approvisionnement (13) interne de la chambre
de répartition de colle (7) et la colle (20) étant acheminée à la chambre de répartition
de colle (7) via le conduit de transport (12) et le conduit d'approvisionnement (13),
caractérisé en ce qu'un capteur (15) est prévu dans le conduit de transport (12) externe ou dans le conduit
d'approvisionnement (13) interne, si bien que la quantité transportée de la colle
est réglée en fonction des données captées par le capteur (15), notamment de la pression
et de la quantité de colle, une pompe de transport (14) étant raccordée au conduit
de transport (12) externe et/ou un limiteur de débit (17), de préférence à commande
ou réglable, étant disposé au conduit de transport (12) externe, si bien que de la
colle est transportée d'une réserve de colle externe via le conduit de transport (12)
externe dans le conduit d'approvisionnement (13), la colle n'entrant pas en contact
avec de l'oxygène.
2. Dispositif d'encollage selon la revendication 1, caractérisé en ce que la chambre de répartition de colle (7) est formée avec une surface de fond de chambre
orientée vers le cylindre tramé (5) et avec une aire de section transversale en hauteur
de la chambre, disposée ou formée notamment perpendiculairement à la surface de fond
de chambre, le rapport de la surface de fond de chambre à l'aire de section transversale
en hauteur de la chambre étant supérieur à 1, de préférence supérieur à ou égal à
1,25 ou 1,5 ou 1, 75 ou 2 ou supérieur, de la colle étant introduite dans la chambre
de répartition de colle (7), vu dans le sens de rotation du cylindre tramé (5), aux
alentours de la zone d'entrée par au moins une ouverture et/ou de la colle (20) étant
évacuée de la chambre de répartition de colle (7) aux alentours de la zone de sortie
par au moins une ouverture de sortie (24).
3. Dispositif d'encollage selon l'une des revendications 1 à 2, caractérisé en ce que la chambre de répartition de colle (7) est rendue étanche sur au moins une face latérale,
de préférence sur les deux, le cylindre tramé (5) étant disposé notamment entre les
faces latérales du cylindre tramé (5).
4. Dispositif d'encollage selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce qu'il est prévu une chambre recevant du liquide, la chambre (21) étant disposée adjacente
au cylindre tramé (5) en cas de, ou lors d'un arrêt de production ou d'une interruption
d'encollage de la bande de matériau (10), si bien que le cylindre tramé (5) est mis
en contact avec le liquide, notamment de l'eau, de la chambre (21), la chambre (21)
étant notamment conçue pivotante.
5. Procédé d'application de colle sur une bande de matériau de l'industrie de traitement
du tabac à l'aide d'un cylindre tramé (5) comportant de préférence des alvéoles, de
la colle (20) étant prélevée d'une chambre de répartition de colle (7) disposée adjacente
au cylindre tramé (5), et la colle (20) étant acheminée via un conduit de transport
(12) externe et un conduit d'approvisionnement (13) interne de la chambre de répartition
de colle (7) raccordé au conduit de transport (12) externe, la colle n'entrant pas
en contact avec de l'oxygène, caractérisé en ce qu'un capteur (15) est prévu dans le conduit de transport (12) externe ou dans le conduit
d'approvisionnement (13) interne, et en ce que la quantité transportée de la colle est réglée en fonction des données captées par
le capteur (15), notamment de la pression et de la quantité de colle.
6. Procédé selon la revendication 5, caractérisé en ce que la colle est acheminée à la chambre de répartition de colle (7) à l'aide d'une pompe
de transport (14), de préférence à commande ou réglable, raccordée au conduit de transport.
7. Procédé selon la revendication 5 ou 6, caractérisé en ce que la quantité de colle (20) transportée dans le conduit de transport est réglée ou
commandée à l'aide d'un limiteur de débit (17) disposé notamment dans le conduit de
transport (12) ou dans le conduit d'approvisionnement (13) interne et/ou dans un conduit
d'évacuation raccordé à la chambre de répartition (7).
8. Procédé selon l'une des revendications 5 à 7, caractérisé en ce que la colle (20) est acheminée à la chambre de répartition de colle (7) par au moins
une ouverture d'entrée prévue sur la face extérieure latérale de la chambre de répartition
de colle (7) et est évacuée de la chambre de répartition de colle (7) par une ouverture
de sortie (24) détournée de la face extérieure latérale, formée de préférence dans
la zone centrale de la chambre de répartition de colle (7), de la colle étant acheminée
simultanément à la chambre de répartition de colle (7) par des ouvertures de sortie
(24) prévues sur les deux faces extérieures latérales.