[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Bearbeiten, insbesondere
Abdichten, von Bodenflächen unter Wasser, insbesondere Sohlen und Böschungen von Wasserstraßen,
insbesondere Kanälen, sowie ein Verfahren zur Errichtung derselben und ein Verfahren
zum Fortbewegen derselben. Außerdem betrifft die vorliegende Erfindung ein Verfahren
zum flächigen Einbau von Mineralstoffen, Mineralstoffgemischen oder mit Bindemitteln
gebundenen Mineralstoffen auf einer Bodenfläche unter Wasser, insbesondere Sohlen
und Böschungen von Wasserstraßen, insbesondere Kanälen, unter Verwendung der Arbeitsvorrichtung,
ein Verfahren zur Schlammentfernung von Bodenflächen unter Wasser, insbesondere Sohlen
und Böschungen von Wasserstraßen, insbesondere Kanälen, unter Verwendung der Arbeitsvorrichtung,
ein Verfahren zum Naßbaggern von Wasserstraßen und Gewässern, insbesondere im Tidebereich,
unter Verwendung der Arbeitsvorrichtung, ein Verfahren zur Herstellung von Dämmen
in Wasserstraßen und Gewässern unter Verwendung der Arbeitsvorrichtung sowie ein Arbeitsgerät
zum Befahren einer Arbeitsplattform der Arbeitsvorrichtung.
[0002] Zur Bearbeitung von Sohlen und Böschungen von Wasserstraßen wird beispielsweise als
Arbeitsplattform schwimmendes Gerät, wie Pontons oder Schiffe verwendet. Zum Teil
werden die Arbeiten, soweit möglich, auch von Land ausgeführt.
[0003] Die herkömmlichen Arbeitsplattformen lassen sich jedoch nur schwer positionieren
und sind durch Wellenschlag und Gewässerströmung anfällig. Ein weiterer Nachteil besteht
darin, daß damit Sohlen und Böschungen von Wasserstraßen nur ungenau bearbeitet werden
können. Insbesondere beim Einbau von Abdichtungen, insbesondere Tondichtungen, unter
Wasser besteht das Problem, daß die Abdichtung nach dem Einbau über längere Zeit ungeschützt
offen liegt und es somit zu Auskolkungen und Beschädigungen durch Wellengang, Strömung
und Schiffsverkehr kommen kann.
[0004] Der vorliegenden Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, eine Arbeitsvorrichtung
bzw. Arbeitsplattform bereitzustellen, die fest in einer Wasserstraße positionierbar
ist, die keine Anfälligkeit gegen Wellenschlag und Gewässerströmung zeigt, die eine
exakte Bearbeitung der Sohl- und Böschungsflächen zuläßt und die eine eingebaute Abdichtung
unter Wasser vor Auskolkungen und Beschädigungen durch Wellengang, Gewässerströmung
und Schiffsverkehr schützt.
[0005] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe gelöst durch eine Arbeitsvorrichtung zum Bearbeiten,
insbesondere Abdichten, von Bodenflächen unter Wasser, insbesondere Sohlen und Böschungen
von Wasserstraßen, insbesondere Kanälen, umfassend mehrere parallel und zumindest
im wesentlichen fugenlos nebeneinander angeordnete, mehreckige Hohlrohre, deren oberen
Enden eine horizontale, zumindest im wesentlichen ebene Arbeitsplattform bilden, wobei
jedes Hohlrohr auf seiner Außenwand mindestens einen sich im wesentlichen horizontal
erstrekkenden Ansatz mit einem an dessem äußeren Ende angeordneten sich vertikal erstreckenden
Flansch und mindestens eine korrespondierende Flanscheinführöffnung mit einem sich
daran oben anschließenden vertikal verlaufenden, sich bis zum oberen Ende des Hohlrohres
erstrekkenden Längsschlitz aufweist, wobei die Flanscheinführöffnung vom oberen Ende
des Hohlrohres weiter weg angeordnet ist als der Ansatz mit dem Flansch und eine größere
horizontale Abmessung als der Längsschlitz aufweist und benachbarte Hohlrohre über
einen jeweiligen Ansatz an einem der Hohlrohre mit einem korrespondierenden Längsschlitz
in dem anderen der Hohlrohre miteinander in Eingriff stehen derart, daß die Hohlrohre
in horizontaler Richtung relativ zueinander nicht bewegbar sind und nur am Außenrand
der Arbeitsplattform mindestens ein Hohlrohr einzeln vertikal nach oben herausziehbar
ist. Die erfindungsgemäße Arbeitsvorrichtung dient zum Bearbeiten von Bodenflächen
unter Wasser und bietet gleichzeitig eine Arbeitsplattform, die auf einer Bodenfläche
unter Wasser fest positionierbar ist. Man kann daher auch von einer Arbeitsvorrichtung/-plattform
oder einer kombinierten Arbeitsvorrichtung und -plattform sprechen.
[0006] Weiterhin wird ein Verfahren zur Errichtung der Arbeitsvorrichtung auf einer Bodenfläche
unter Wasser, insbesondere Sohlen und Böschungen von Wasserstraßen, insbesondere Kanälen,
bereitgestellt,
dadurch gekennzeichnet, daß es umfaßt:
- (a) Absenken eines ersten Hohlrohres auf die Bodenfläche unter Wasser,
- (b) Absenken eines zweiten Hohlrohres neben dem ersten Hohlrohr, bis daß sich die
oder eine Flanscheinführöffnung des zweiten Hohlrohres auf der Höhe des oder eines
Flansches des ersten Hohlrohres befindet,
- (c) Aufstecken der Flanscheinführöffnung des zweiten Hohlrohres auf den Flansch des
ersten Hohlrohres, und
- (d) Absenken des zweiten Hohlrohres auf die Bodenfläche unter Wasser, und
- (e) Wiederholen der Schritte (b) - (d) in einer analogen Weise mit weiteren Hohlrohren
zur Errichtung der Arbeitsplattform.
[0007] Durch das erfindungsgemäße Verfahren entsteht aus den oberen Enden der Hohlrohre
eine horizontale, zumindest im wesentlichen ebene Arbeitsplattform, die sich oberhalb
der Wasseroberfläche erstreckt. Die Arbeitsplattform sollte ca. 1 m über dem Wasserspiegel
liegen, jedoch hängt dies vom Einzelfall der Baumaßnahme, der Wasserstraße, der Festigkeit
und Tragfähigkeit des Sohlen- und Böschungsmaterials und des Tideganges ab.
[0008] Bei den Hohlrohren handelt es sich vorzugsweise um Wabenrohre, wie zum Beispiel sechsekkige
Einzelwabenrohre und/oder daraus gebildete Doppelwabenrohre, und gegebenenfalls Paßrohre
bzw. Abschlußrohre, die zum Beispiel die Gestalt eines anderthalbfachen Sechsecks
aufweisen und zur Herstellung eines relativ geradlinigen Außenumfangs der Arbeitsplattform
in Draufsicht vorgesehen sein können. Die Wabenrohre haben günstigerweise einen Durchmesser
von 1.500 mm bis 3.000 mm, können je nach Anwendung und/oder Lastaufnahme aber auch
einen kleineren oder größeren Durchmesser haben. Die Länge der Wabenrohre bestimmt
sich nach der Tiefe der zu bearbeitenden Wasserstraße oder des Gewässers, der Festigkeit
bzw. Tragfähigkeit des Sohlen- bzw. Böschungsmaterials und des Tideganges.
[0009] Die errichtete Arbeitsvorrichtung kann sowohl nur als Arbeitsvorrichtung als auch
zusätzlich oder alternativ als Arbeitsplattform verwendet werden. Wenn sie lediglich
als Arbeitsvorrichtung verwendet wird, kann sie von schwimmendem Gerät beschickt werden.
Alternativ ist auch denkbar, daß die Arbeitsvorrichtung landseitig beschickt wird.
Wenn sie sowohl als Arbeitsvorrichtung als auch als Arbeitsplattform verwendet wird,
kann sie von der Arbeitsplattform selbst beschickt werden.
[0010] Wenn die Arbeitsvorrichtung auch als Arbeitsplattform verwendet wird, so ist diese
in der Lage, punktuell aufgebrachte Lasten flächig auf die Sohle bzw. Böschung einer
Wasserstraße abzutragen, so daß die Arbeitsplattform mit einem Arbeitsgerät, wie zum
Beispiel einem Bagger, befahren werden kann, um Arbeiten in und an der Wasserstraße
auszuführen.
[0011] Ferner liefert die vorliegende Erfindung ein Verfahren zum Fortbewegen der Arbeitsvorrichtung,
dadurch gekennzeichnet, daß die in Fortbewegungsrichtung hinterste Reihe von Hohlrohren einzeln nacheinander
nach oben herausgezogen und an dem in Fortbewegungsrichtung vorderen Ende der Arbeitsplattform
wieder abgesenkt wird, bis daß sich die oder eine Flanscheinführöffnung des abgesenkten
Hohlrohres auf der Höhe des oder eines Flansches eines benachbarten Hohlrohres befindet,
die Flanscheinführöffnung des abgesenkten Hohlrohres auf den Flansch des benachbarten
Hohlrohres gesteckt und nachfolgend das Hohlrohr auf die Bodenfläche unter Wasser
abgesenkt wird und dieser Vorgang nach Bedarf jeweils für die dann in Fortbewegungsrichtung
hinterste Reihe von Hohlrohren einmal oder mehrere Male wiederholt wird. Mit anderen
Worten erfolgt eine Umsetzung der Hohlrohre von der in Fortbewegungsrichtung hintersten
Reihe von Hohlrohren an das in Fortbewegungsrichtung vordere Ende der Arbeitsplattform.
[0012] Ferner liefert die vorliegende Erfindung verschiedene Verwendungen der erfindungsgemäßen
Arbeitsvorrichtung, nämlich Verfahren gemäß den Ansprüchen 21 bis 24 und ein Arbeitsgerät
zum Befahren einer Arbeitsplattform einer Arbeitsvorrichtung nach einem der Ansprüche
1 bis 9, umfassend einen Unter- und Oberwagen, wobei der Unterwagen ein Kettenfahrwerk
aufweist und der Oberwagen mit Pratzen versehen ist, die so gestaltet sind, daß sie
ein Drehen des Unterwagens zur Änderung der Fahrtrichtung des Arbeitsgerätes ermöglichen.
Zwar kann die Arbeitsplattform der erfindungsgemäßen Arbeitsvorrichtung mit herkömmlichem
Arbeitsgerät, zum Beispiel einem Kettenbagger, befahren werden. Dies weist jedoch
den Nachteil auf, daß das Arbeitsgerät mit dem Kettenlaufwerk bei Drehbewegungen die
oberen Enden der Hohlrohre beschädigt.
[0013] Wenn bei dem erfindungsgemäßen Arbeitsgerät die Fahrtrichtung geändert werden soll,
stützt sich das Arbeitsgerät auf den Pratzen ab, hebt sich an und dreht das Kettenfahrwerk.
Hierbei hängt das Kettenfahrwerk am Oberwagen in der Luft und kann sich frei drehen,
ohne mit der Arbeitsplattform in Berührung zu kommen. Nachdem das Kettenfahrwerk in
die neue Fahrtrichtung gebracht worden ist, werden die Pratzen wieder eingefahren
und das Kettenfahrwerk auf die Arbeitsplattform aufgesetzt.
[0014] Die Unteransprüche 2 bis 9 betreffen vorteilhafte Weiterentwicklungen der erfindungsgemäßen
Arbeitsvorrichtung. So können beispielsweise die Hohlrohre unterschiedliche Querschnittsgestalten
aufweisen. Zum Beispiel können neben Wabenrohren, das heißt sechseckigen Rohren, Paßrohre
zur Anpassung an die Gegebenheiten oder zur Erzeugung beispielsweise einer zumindest
im wesentlichen rechteckigen Arbeitsplattform verwendet werden.
[0015] Bei dem Verfahren zur Errichtung einer Arbeitsvorrichtung kann vorgesehen sein, daß
seitlich von der Arbeitsplattform mindestens zwei Schotte angebracht werden. Dies
dient zur Abschottung von Böschungsbereichen für die Bearbeitung gegen Wellengang,
Gewässerströmung und sonstigen Einwirkungen. Günstigerweise werden die Schotte in
die Hohlrohe eingehängt und in einem Böschungsboden versenkt.
[0016] Der Erfindung liegt die überraschende Erkenntnis zugrunde, daß sich durch die spezielle
Gestaltung der Hohlrohre auf einfache und zeitsparende Weise eine Arbeitsvorrichtung
mit einer Arbeitsplattform erstellen läßt, die auf der Bodenfläche eines Gewässers
fest positionierbar und auf einfache und zeitsparende Weise demontierbar, umbaubar
und fortbewegbar bzw. versetzbar ist, und die vielseitig zum Bearbeiten von Bodenflächen
unter Wasser einsetzbar ist. Das Verbindungssystem für die Hohlrohre ist vorteilhafterweise
so gestaltet, daß am Außenrand der Arbeitsplattform Hohlrohre vorhanden sind, in die
kein Ansatz mit Flansch hineinragt, so daß diese zum Schütten von Material von oben
in das Hohlrohr zum Aufbringen von Material auf eine Bodenfläche unter Wasser oder
zum Entfernen von Material von der Bodenfläche unter Wasser besonders geeignet sind.
Ferner wird günstigerweise durch den Ausbau eines Hohlrohres automatisch ein davor
liegendes Hohlrohr zur Verwendung freigegeben, in das kein Ansatz mit Flansch mehr
hineinragt.
[0017] Mittels der erfindungsgemäßen Arbeitsvorrichtung ist es möglich, Abdichtungsmaterial
kontrolliert einzubauen und mit Schutz- und Ballastschichten zu überbauen, ohne daß
die Abdichtungsschicht ungeschützt dem offenen Wasser beispielsweise einer Wasserstraße
ausgesetzt wird. Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren werden die über das Hohlrohr
eingebrachten Abdichtungs- sowie Schutz- und Ballastschichten zum einen gegen bereits
bestehende oder eingebaute Abdichtungs-, Schutz- und Ballastschichten und zum anderen
gegen die Arbeitsplattform gebaut. Die Arbeitsvorrichtung bietet dem Abdichtungsmaterial
einen optimalen Schutz gegen schädliche Einwirkungen. Während des Herausziehens des
Hohlrohres verschließen sich die verbleibenden Hohlräume, die sich aufgrund der Hohlrohrwandungen
ergeben, durch Kornumlagerung der eingebauten Materialien der einzelnen Schichten
selbstständig. Ebenso können andere Mineralstoffe, Mineralstoffgemische und mit Bindemitteln
gebundene Mineralstoffe flächig auf einer Sohle bzw. auf Böschungen unter Wasser eingebaut
werden.
[0018] Außerdem ermöglicht die erfindungsgemäße Arbeitsvorrichtung ein Verfahren zur Schlammentfernung
von Bodenflächen unter Wasser. Nach dem Stand der Technik erfolgt die Schlammentfernung
bzw. -entsorgung in Wasserstraßen in Form von Schlammbaggerungen mittels eines Baggers,
der auf einer schwimmenden Arbeitsplattform positioniert ist. Ein anderes bekanntes
Verfahren besteht in dem Absaugen von Schlamm von der Sohle einer Wasserstraße. Dabei
wird ebenfalls eine Saugeinrichtung an einem Arbeitsgerät, zumeist einen Bagger, montiert,
welches auf einem schwimmenden Gerät positioniert ist. Bei allen herkömmlichen Verfahren
kann jedoch nicht verhindert werden, daß weiterer Schlamm aus der Wasserstraße in
den bereits geräumten Bereich nachfließt. So ist es teilweise notwendig, bereits gereinigte
Bereiche mehrfach nachzuarbeiten.
[0019] Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren zur Schlammentfernung unter Verwendung der erfindungsgemäßen
Arbeitsvorrichtung kann ein Nachfließen des Schlammes weitestgehend vermieden werden.
Die Schlammentfernung erfolgt zum Beispiel durch Baggerung in jedem einzelnen Hohlrohr
der Arbeitsplattform. Ein Nachfließen in das Hohlrohr wird somit bereits verhindert.
Weiterhin bewegt sich die Arbeitsplattform gegen die Fließrichtung des Gewässers vorwärts,
wobei die Schlammentfernung bzw. -baggerung auf der rückwärtigen Seite der Wasseranströmung
erfolgt. Dadurch wird ein Nachströmen von Schlamm in bereits geräumte Bereiche durch
die Arbeitsplattform verhindert.
[0020] Die Herstellung von Dämmen in Wasserstraßen und Gewässern zum Schutz der Menschen,
von Anlagen, insbesondere Hafenanlagen, der Umwelt und Natur erlangt immer größere
Bedeutung. Diese Dammanlagen werden herkömmlicherweise von Land aus in Vorkopfbauweise,
das heißt ins Wasser hinein gebaut. Hierfür müssen an Land erhebliche Flächen für
die Bauarbeiten zu Lasten der Umwelt und Natur bereitgestellt werden.
[0021] Mit der erfindungsgemäßen Arbeitsvorrichtung können Dämme in Wasserstraßen und Gewässern
auch wasserseitig eingebracht werden. Hierzu werden die Hohlrohre zum Einbau des Dammbaumaterials
unter Wasser genutzt.
[0022] Ebenso wie bei dem Verfahren zur Schlammentfernung in Wasserstraßen wird die Vertiefung
von Wasserstraßen und Gewässern derzeit von schwimmendem Gerät ausgeführt, sofern
nicht die Möglichkeit besteht, die Arbeiten landseitig auszuführen. Durch die Einwirkungen
der Tide ist das schwimmende Gerät auf bestimmte Tidezeiten angewiesen, um die Arbeiten
ausführen zu können. So muß das schwimmende Gerät die Einsatzstelle bei Niedrigwasser
verlassen, um nicht auf Grund zu laufen. Auch bei Hochwasser muß das Gerät von der
Einsatzstelle entfernt werden bzw. kann aufgrund des hohen Wasserstandes unter der
beschränkten Reichweite des Baggerarmes die Arbeiten nicht fortführen.
[0023] Durch den Einsatz der erfindungsgemäßen Arbeitsvorrichtung können Vertiefungen in
Wasserstraßen und Gewässern tideunabhängig ausgeführt werden, da die Baggerung nicht
mehr an die Wassertiefe gebunden ist. Günstigerweise können die Baggerarbeiten auf
der Arbeitsplattform der Arbeitsvorrichtung auch mittels Seilbagger und Greifer ausgeführt
werden, so daß die Reichweite des Baggerarms kein Hinderungsgrund mehr ist. Durch
die Vertiefung, das heißt Baggerung in jedem einzelnen Hohlrohr können die zu bearbeitenden
Flächen exakt bearbeitet werden.
[0024] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den Ansprüchen und der
nachfolgenden Beschreibung, in der Ausführungsbeispiele anhand der schematischen Zeichnungen
im einzelnen erläutert sind, in denen:
- Figur 1a
- eine perspektivische Ansicht von zwei miteinander zu verbindenden Hohlrohren zeigt;
- Figur 1b
- eine Draufsicht auf eine andere Ausführungsform eines Hohlrohres von oben zeigt;
- Figuren 2a bis 2e
- verschiedene Stadien des Aneinanderbefestigens der beiden Hohlrohre von Figur 1 zeigen;
- Figur 3
- eine Draufsicht auf eine Arbeitsplattform der Arbeitsvorrichtung gemäß einer besonderen
Ausführungsform der Erfindung von oben zeigt;
- Figur 4
- eine Draufsicht auf eine Arbeitsplattform der Arbeitsvorrichtung gemäß einer weiteren
besonderen Ausführungsform der Erfindung von oben zeigt;
- Figuren 5a bis 5c
- verschiedenen Stadien des Fortbewegens einer Arbeitsplattform von einer Arbeitsvorrichtung
gemäß einer besonderen Ausführungsform der vorliegenden Erfindung in Draufsicht von
oben zeigen;
- Figur 6
- eine Draufsicht auf eine Arbeitsplattform von einer Arbeitsvorrichtung gemäß einer
weiteren besonderen Ausführungsform der Erfindung von oben zeigt;
- Figuren 6a und 6b
- verschiedene Stadien einer Arbeitsplattform einer Arbeitsvorrichtung gemäß einer weiteren
besonderen Ausführungsform der Erfindung in Draufsicht von oben zeigen;
- Figuren 7a bis 7c
- verschiedene Stadien eines Verfahrens zur Abdichtung von Bodenflächen unter Wasser
gemäß einer besonderen Ausführungsform der Erfindung zeigen;
- Figur 8
- ein Verfahren zur Schlammentfernung gemäß einer besonderen Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung zeigt; und
- Figur 9
- eine Vorderansicht von einem Arbeitsgerät gemäß einer besonderen Ausführungsform der
Erfindung zeigt.
[0025] Figur 1a zeigt zwei Hohlrohre 10 und 12 zur Bildung einer Arbeitsvorrichtung gemäß
einer besonderen Ausführungsform der vorliegenden Erfindung. Die Hohlrohre 10 und
12 weisen einen sechseckigen Querschnitt und an deren oberen Enden jeweils einen sich
auf der Außenwand des Hohlrohres normal bzw. horizontal erstreckenden Ansatz 14 (siehe
auch Figuren 2a bis 2e) mit einem an dessem äußeren Ende angeordneten, sich vertikal
erstreckenden rechteckigen Flansch 16 und auf der gegenüberliegenden Seite eine korrespondierende
Flanscheinführöffnung 18 auf, an die sich oben ein verjüngender Übergangsbereich 19
und daran ein vertikal verlaufender, sich bis zum oberen Ende des Hohlrohres erstreckender
Längsschlitz 20 anschließt. Insofern zeigt die Figur 1 das Hohlrohr 10 von der Vorderseite
und das Hohlrohr 12 von der Rückseite. Die Flanscheinführöffnung 18 weist eine größere
horizontale Abmessung b
F als diejenige b
L des Längsschlitzes 20 auf. Zudem befindet sich die Flanscheinführöffnung 18 in einer
größeren Entfernung a
F von dem oberen Ende des Hohlrohres 12 als diejenige a
A des Ansatzes 14 bzw. Flansches 16 vom oberen Ende des Hohlrohres 10.
[0026] Figur 1b zeigt ein Hohlrohr 10 mit einem Ansatz 14 und einem modifizierten Flansch
16. Besagter Flansch 16 ist als Rundkopf gestaltet.
[0027] Die Figuren 2a bis 2d zeigen nun den Vorgang des Errichtens der Arbeitsplattform
einer Arbeitsvorrichtung gemäß einer besonderen Ausführungsform der vorliegenden Erfindung
zum Teil jeweils in perspektivischer Ansicht und in Schnittansicht. Dies beginnt mit
dem Absenken des Hohlrohres 10 auf die Bodenfläche 22 unter Wasser 24 (sieh Figur
2a). Danach wird das Hohlrohr 12 neben dem Hohlrohr 10 abgesenkt, bis daß sich die
Flanscheinführöffnung 18 des Hohlrohres 12 auf der Höhe des Flansches 16 des Hohlrohres
10 befindet (siehe Figur 2b). Die Flanscheinführöffnung des Hohlrohres 12 wird dann
auf den Flansch 16 des Hohlrohres 10 aufgesteckt (siehe Figur 2c) und nachfolgend
wird das Hohlrohr 12 auf die Bodenfläche 22 unter Wasser 24 abgesenkt (siehe Figur
2d). Diese Schritte werden zur Errichtung der Arbeitsplattform mit weiteren Hohlrohren
(nicht gezeigt) wiederholt. In Figur 2e wird das Hohlrohr 10 nach oben herausgezogen,
um es zum Beispiel an einem anderen Ende der Arbeitsplattform anzusetzen oder die
Arbeitsplattform auseinanderzunehmen.
[0028] Figur 3 zeigt eine resultierende Arbeitsplattform 26 in Draufsicht von oben, wobei
zusätzlich zu den sechseckigen Hohlrohren 10 und 12, Paßrohre, das heißt ebenfalls
Hohlrohre, mit dem Querschnitt von anderthalb Sechsecken, die mit der Bezugszahl 32
versehen sind, vorgesehen sind.
[0029] Figur 4 zeigt eine entsprechende Ansicht, diesmal aber auch mit Hohlrohren mit dem
Querschnitt von doppelten Sechsecken, nämlich 34 und 38.
[0030] In den Figuren 3 und 4 weisen die Hohlrohre 10, 12 mit sechseckigem Querschnitt jeweils
zwei Ansätze 14 mit Flanschen (von denen zwei mit der Bezugszahl 16 gekennzeichnet
sind) und jeweils zwei Flanscheinführöffnungen auf. Die Ansätze und die Flanscheinführöffnungen
sind jeweils gegenüberliegend angeordnet.
[0031] Die Figuren 5a bis 5c zeigen ein Verfahren zum Fortbewegen der erfindungsgemäßen
Arbeitsvorrichtung gemäß einer besonderen Ausführungsform der Erfindung. Zum besseren
Verständnis sind die Hohlrohre reihenweise durchnumeriert, nämlich für die erste Reihe
mit 1a, 1b ..., für die zweite Reihe 2a, 2b ... und so weiter. In Figur 5a wird das
Hohlrohr 1a gerade zum Bearbeiten einer Bodenfläche 22 unter Wasser, zum Beispiel
zum Abdichten verwendet. Nach der Verwendung wird das Hohlrohr 1a nach oben herausgezogen
und an einem Hohlrohr der vierten Reihe, nämlich an dem Hohlrohr 4a in der in den
Figuren 2a bis 2d gezeigten und entsprechend beschriebenen Weise befestigt. Letztendlich
wird also das Hohlrohr 1 a umgesetzt. Dies erfolgt der Reihe nach für alle Hohlrohre
1a bis 1f der ersten Reihe. Diese werden nacheinander neben die Hohlrohre der vierten
Reihe gesetzt und daran in der bereits geschilderten Weise befestigt. Selbstverständlich
könnte die Arbeitsplattform bzw. die Arbeitsvorrichtung auch fortbewegt werden, ohne
daß eine Bearbeitung der Bodenfläche erfolgt.
[0032] Figur 5c zeigt den Zustand, in dem schon die Hohlrohre 1a bis 1d umgesetzt worden
sind.
[0033] Die Figuren 6a und 6b zeigen im Prinzip denselben Vorgang, jedoch im Bereich der
Böschung 40. Hier werden seitlich neben der Arbeitsplattform 26 zwei Schotte 42 und
44 in die Hohlrohre 2f und 4f eingehängt und in den Böschungsboden 41 versenkt. Gleichzeitig
mit dem Umsetzen des Hohlrohres 2f wird das Schott 42 umgesetzt.
[0034] Die Figuren 7a bis 7d zeigen die Verwendung einer Arbeitsvorrichtung gemäß einer
besonderen Ausführungsform der vorliegenden Erfindung beim Abdichten einer Bodenfläche
22 unter Wasser 24. Es sind vier Hohlrohre 46, 48, 50 und 52 der Arbeitsvorrichtung
sichtbar. Rechts von den Hohlrohren sind übereinander von unten nach oben eine Abdichtungsschicht
54, eine Filterschicht 56, eine Filterschicht 58 und eine Schutzschicht 60 aus Wasserbausteinen
aufgebracht. In Figur 7b wird nun eine entsprechende Schichtanordnung durch Schütten
von entsprechenden Materialien in dem Hohlrohr 52 erzeugt. In Figur 7c wird das Hohlrohr
52 nach oben herausgezogen, so daß sich recht schnell durchgehende Schichten 54 bis
60 ergeben. Das Hohlrohr 52 wird nunmehr links neben dem Hohlrohr 46 angeordnet und
damit in der im Zusammenhang mit den Figuren 2a bis 2d beschriebenen Weise daran befestigt
(siehe Figur 7d).
[0035] Schließlich zeigt Figur 8 ein Verfahren zur Schlammentfernung auf der Bodenfläche
22 unter Wasser 24, zum Beispiel in einem Kanal. In besagtem Kanal ist auf der Bodenfläche
22 eine Arbeitsvorrichtung 62 gemäß einer besonderen Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung angeordnet. Besagte Arbeitsvorrichtung weist eine Arbeitsplattform 64 auf,
die aus dem Wasser 24 vorragt. Auf der Arbeitsplattform 64 bewegt sich ein Arbeitsgerät
66, nämlich ein Bagger, mit Pratzen 68 an seinem Oberwagen 70 (siehe Figur 9). Dies
ermöglicht eine Änderung der Fahrtrichtung des Arbeitsgeräts ohne Beschädigung der
oberen Enden der die Arbeitsplattform 64 bildenden Hohlrohre, beispielsweise wie in
den Figuren 2a bis 2d gezeigt. Wie sich anhand der Figur ergibt, ist links von der
Arbeitsvorrichtung 62 bereits der Schlamm 72 entfernt worden. Dieser wird in einer
Schute 74 abtransportiert. Die Schlammentfernung erfolgt durch Baggern in den Hohlrohren
der Arbeitsplattform 64 auf der von der Wasseranströmseite 76 abgewandten Seite 78.
Die Umsetzung der Hohlrohre nach der Schlammentfernung erfolgt wiederum zur Wasseranströmseite
76 hin.
[0036] Die in der vorliegenden Beschreibung, in den Zeichnungen sowie in den Ansprüchen
offenbarten Merkmale der Erfindung können sowohl einzeln als auch in beliebigen Kombinationen
für die Verwirklichung der Erfindung in ihren verschiendenen Ausführungsformen wesentlich
sein.
1. Arbeitsvorrichtung (62) zum Bearbeiten, insbesondere Abdichten, von Bodenflächen (22)
unter Wasser (24), insbesondere Sohlen und Böschungen (40) von Wasserstraßen, insbesondere
Kanälen, umfassend mehrere parallel und zumindest im wesentlichen fugenlos nebeneinander
angeordnete, mehreckige Hohlrohre (10, 12, 32, 34, 38), deren oberen Enden eine horizontale,
zumindest im wesentlichen ebene Arbeitsplattform (26) bilden, wobei jedes Hohlrohr
auf seiner Außenwand mindestens einen sich im wesentlichen horizontal erstreckenden
Ansatz (14) mit einem an dessem äußeren Ende angeordneten, sich vertikal erstreckenden
Flansch (16) und mindestens eine korrespondierende Flanscheinführöffnung (18) mit
einem sich daran oben anschließenden vertikal verlaufenden, sich bis zum oberen Ende
des Hohlrohres (10, 12) erstreckenden Längsschlitz (20) aufweist, wobei die Flanscheinführöffnung
(18) vom oberen Ende des Hohlrohres (10, 12) weiter weg angeordnet ist als der Ansatz
(14) mit dem Flansch (16) und eine größere horizontale Abmessung als der Längsschlitz
(20) aufweist und benachbarte Hohlrohre (10, 12) über einen jeweiligen Ansatz (14)
an einem der Hohlrohre (10, 12) mit einem korrespondierenden Längsschlitz (20) in
dem anderen der Hohlrohre (10, 12) miteinander in Eingriff stehen derart, daß die
Hohlrohre (10, 12) in horizontaler Richtung relativ zueinander nicht bewegbar sind
und nur am Außenrand der Arbeitsplattform (26) mindestens ein Hohlrohr einzeln vertikal
nach oben herausziehbar ist.
2. Arbeitsvorrichtung (62) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Hohlrohre (10, 12, 32, 34, 38) aus Metall, einer Metallegierung oder Kunststoff
bestehen.
3. Arbeitsvorrichtung (62) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Hohlrohre (10, 12) identische Querschnittsgestalten aufweisen.
4. Arbeitsvorrichtung (62) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Hohlrohre (10, 12, 32, 34, 38) unterschiedliche Querschnittsgestalten aufweisen.
5. Arbeitsvorrichtung (62) nach Anspruch 1, 2 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest ein Teil der Hohlrohre (10, 12) sechseckig ist.
6. Arbeitsvorrichtung (62) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der mindestens eine Ansatz (14) und die mindestens eine Flanscheinführöffnung (18)
je Hohlrohr auf gegenüberliegenden Seiten (78) des Hohlrohres (10, 12) angeordnet
sind.
7. Arbeitsvorrichtung (62) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Ansatz (14) sich vom Flansch (16) zum zugehörigen Hohlrohr im wesentlichen verjüngend,
vorzugsweise keilförmig, gestaltet ist.
8. Arbeitsvorrichtung (62) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Ansatz (14) sich vertikal nach oben hin im wesentlichen verjüngend, vorzugsweise
keilförmig, gestaltet ist.
9. Arbeitsvorrichtung (62) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß jedes Hohlrohr mit seinen zwei Ansätzen mit Flansch (16) und zwei korrespondierenden
Flanscheinführöffnungen (18) mit Längsschlitz (20) versehen ist.
10. Verfahren zur Errichtung einer Arbeitsvorrichtung (62) nach einem der vorangehenden
Ansprüche auf einer Bodenfläche (22) unter Wasser (24), insbesondere Sohlen und Böschungen
(40) von Wasserstraßen, insbesondere Kanälen,
dadurch gekennzeichnet, daß es umfaßt:
(a) Absenken eines ersten Hohlrohres (10) auf die Bodenfläche (22) unter Wasser (24),
(b) Absenken eines zweiten Hohlrohres (12) neben dem ersten Hohlrohr, bis daß sich
die oder eine Flanscheinführöffnung (18) des zweiten Hohlrohres (12) auf der Höhe
des oder eines Flansches (16) des ersten Hohlrohres (10) befindet,
(c) Aufstecken der Flanscheinführöffnung (18) des zweiten Hohlrohres (12) auf den
Flansch (16) des ersten Hohlrohres (10), und
(d) Absenken des zweiten Hohlrohres (12) auf die Bodenfläche (22) unter Wasser (24),
und
(e) Wiederholen der Schritte (b) - (d) in einer analogen Weise mit weiteren Hohlrohren
zur Errichtung der Arbeitsplattform (26).
11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß seitlich von der Arbeitsplattform (26) mindestens zwei Schotte (42, 44) angebracht
werden.
12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Schotte (42, 44) in die Hohlrohre eingehängt und in einen Böschungsboden (41)
versenkt werden.
13. Verfahren zum Fortbewegen der Arbeitsvorrichtung (62) nach einem der Ansprüche 1 bis
9, dadurch gekennzeichnet, daß die in Fortbewegungsrichtung hinterste Reihe von Hohlrohren einzeln nacheinander
nach oben herausgezogen und an dem in Fortbewegungsrichtung vorderen Ende der Arbeitsplattform
(26) wieder abgesenkt wird, bis daß sich die oder eine Flanscheinführöffnung (18)
des abgesenkten Hohlrohres auf der Höhe des oder eines Flansches (16) eines benachbarten
Hohlrohres befindet, die Flanscheinführöffnung (18) des abgesenkten Hohlrohres auf
den Flansch (16) des benachbarten Hohlrohres gesteckt und nachfolgend das Hohlrohr
auf die Bodenfläche (22) unter Wasser (24) abgesenkt wird und dieser Vorgang nach
Bedarf jeweils für die dann in Fortbewegungsrichtung hinterste Reihe von Hohlrohren
einmal oder mehrere Male wiederholt wird.
14. Verfahren zur Abdichtung von Bodenflächen (22) unter Wasser (24), insbesondere Sohlen
und Böschungen (40) von Wasserstraßen, insbesondere Kanälen, unter Verwendung einer
Arbeitsvorrichtung (62) nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, daß es umfaßt:
(a) Errichten der Arbeitsvorrichtung (62) nach einem der Verfahren nach einem der
Ansprüche 10 bis 12,
(b) Schütten eines selbstdichtenden, schüttbaren Abdichtungsmaterials zur Erzeugung
einer Abdichtungsschicht (54) in ein am Außenrand der Arbeitsplattform (26) befindliches,
einzeln nach oben herausziehbares Hohlrohr (52),
(c) Schütten eines Schutzmaterials zur Erzeugung mindestens einer Schutzschicht (60)
auf der Abdichtungsschicht (54) in das Hohlrohr (52),
(d) Herausziehen des Hohlrohres (52) aus der Arbeitsplattform (26) nach oben,
(e) Absenken des Hohlrohres (52) in einem anderen, vorzugsweise gegenüberliegenden,
Bereich des Außenrandes der Arbeitsplattform (26), bis daß sich die oder eine Flanscheinführöffnung
(18) des Hohlrohres (52) auf der Höhe des oder eines Flansches (16) eines benachbarten
Hohlrohres (48) befindet,
(f) Aufstecken der Flanscheinführöffnung (18) des abgesenkten Hohlrohres (52) auf
den Flansch (16) des benachbarten Hohlrohres (48),
(g) Absenken des Hohlrohres (52) auf die Bodenfläche (22) unter Wasser (24), und
(h) Wiederholen der Schritte (b) - (g) für mindestens ein weiteres einzeln nach oben
herausziehbares Hohlrohr.
15. Verfahren nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß das Abdichtungsmaterial eine Vielzahl von dreidimensionalen, vorzugsweise scheiben-
oder plattenförmigen Körpern umfaßt, die jeweils aus einer homogenisierten Mischung
aus toniger Erdstoffmasse und mindestens einem bei Kontakt mit Wasser (24) quellenden
Quellmaterial bestehen.
16. Verfahren nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß das Abdichtungsmaterial aufbereitete Erdstoffinasse umfaßt, die mit mindestens einem
bei Kontakt mit Wasser (24) quellenden Quellmaterial gemischt ist.
17. Verfahren nach einem der Ansprüche 14 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß das mindestens eine Quellmaterial Bentonitpulver, Bentonitperlen oder Bentonitpellets
ist.
18. Verfahren nach einem der Ansprüche 14 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß die oder mindestens eine Schutzschicht (60) eine Filterschicht (56, 58) oder eine
Schicht aus Wasserbausteinen ist.
19. Verfahren nach einem der Ansprüche 14 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß in Schritt (b) direkt auf die Abdichtungsschicht (54) ein Trennmaterial, vorzugsweise
aus Tonschnitzeln, zur Erzeugung einer Trennschicht in das Hohlrohr geschüttet wird.
20. Verfahren nach einem der Ansprüche 14 bis 19, dadurch gekennzeichnet, daß in Schritt (b) vor dem Schütten des Abdichtungsmaterials ein Trennmaterial, vorzugsweise
aus Tonschnitzeln, zur Erzeugung einer Trennschicht, gegebenenfalls auf ein Planum,
in das Hohlrohr geschüttet wird.
21. Verfahren zum flächigen Einbau von Mineralstoffen, Mineralstoffgemischen oder mit
Bindemitteln gebundenen Mineralstoffen auf einer Bodenfläche (22) unter Wasser (24),
insbesondere Sohlen und Böschungen (40) von Wasserstraßen, insbesondere Kanälen, unter
Verwendung einer Arbeitsvorrichtung (62) nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, daß es umfaßt:
(a) Errichten der Arbeitsvorrichtung (62) nach einem Verfahren der Ansprüche 10 bis
12,
(b) Schütten mindestens eines Mineralstoffes, eines Mineralstoffgemisches oder von
mit Bindemitteln gebundenen Mineralstoffen zur Erzeugung einer entsprechenden Schicht
in ein am Außenrand der Arbeitsplattform (26) befindliches, einzeln nach oben herausziehbares
Hohlrohr,
(c) Herausziehen des Hohlrohres aus der Arbeitsplattform (26) nach oben,
(d) Absenken des Hohlrohres in einem anderen Bereich des Außenrandes der Arbeitsplattform
(26), bis daß sich die oder eine Flanscheinführöffnung (18) des Hohlrohres auf der
Höhe des oder eines Flansches (16) eines benachbarten Hohlrohres befindet,
(e) Aufstecken der Flanscheinführöffnung (18) des abgesenkten Hohlrohres auf den Flansch
(16) des benachbarten Hohlrohres,
(f) Absenken des Hohlrohres auf die Bodenfläche (22) unter Wasser (24), und
(g) Wiederholen der Schritte (b) - (e) für mindestens ein weiteres einzeln nach oben
herausziehbares Hohlrohr.
22. Verfahren zur Schlammentfernung von Bodenflächen (22) unter Wasser (24), insbesondere
Sohlen und Böschungen (40) von Wasserstraßen, insbesondere Kanälen, unter Verwendung
einer Arbeitsvorrichtung (62) nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, daß es umfaßt:
(a) Errichten der Arbeitsvorrichtung (62) nach einem Verfahren nach einem der Ansprüche
10 bis 12,
(b) Entfernen von Schlamm (72) aus einem einzeln nach oben herausziehbaren Hohlrohr,
das sich am Außenrand der Arbeitsplattform (26) gegenüber der Wasseranströmseite (76)
derselben befindet,
(c) Herausziehen des Hohlrohres aus der Arbeitsplattform (26) nach oben,
(d) Absenken des Hohlrohres am Außenrand der Arbeitsplattform (26) auf der Wasseranströmseite
(76) derselben, bis daß sich die oder eine Flanscheinführöffnung (18) des Hohlrohres
auf der Höhe des oder eines Flansches (16) eines benachbarten Hohlrohres befindet,
(e) Aufstecken der Flanscheinführöffnung (18) des abgesenkten Hohlrohres auf den Flansch
(16) des benachbarten Hohlrohres,
(f) Absenken des Hohlrohres auf die Bodenfläche (22) unter Wasser (24), und
(g) Wiederholen der Schritte (c) - (f) für mindestens ein weiteres einzeln nach oben
herausziehbares Hohlrohr.
23. Verfahren zum Naßbaggern von Wasserstraßen und Gewässern, insbesondere im Tidebereich,
unter Verwendung einer Arbeitsvorrichtung (62) nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, daß es umfaßt:
(a) Errichten der Arbeitsvorrichtung (62) nach einem Verfahren nach einem der Ansprüche
10 bis 12 im Tidebereich,
(b) Baggern von Material aus einem einzeln nach oben herausziehbaren Hohlrohr,
(c) Herausziehen des Hohlrohres aus der Arbeitsplattform (26) nach oben,
(d) Absenken des Hohlrohres in einem anderen Bereich am Außenrand der Arbeitsplattform
(26),
(e) Aufstecken der Flanscheinführöffnung (18) des abgesenkten Hohlrohres auf den Flansch
(16) des benachbarten Hohlrohres,
(f) Absenken des Hohlrohres auf die Bodenfläche (22) unter Wasser (24), und
(g) Wiederholen der Schritte (b) - (e) für mindestens ein weiteres einzeln nach oben
herausziehbares Hohlrohr.
24. Verfahren zur Herstellung von Dämmen in Wasserstraßen und Gewässern unter Verwendung
einer Arbeitsvorrichtung (62) nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, daß es umfaßt:
(a) Errichten der Arbeitsvorrichtung (62) nach einem Verfahren nach einem der Ansprüche
10 bis 12,
(b) Schütten eines Dammbaumaterials in ein am Außenrand der Arbeitsplattform (26)
befindliches, einzeln nach oben herausziehbares Hohlrohr,
(c) Herausziehen des Hohlrohres aus der Arbeitsplattform (26) nach oben,
(d) Absenken des Hohlrohres in einem gegenüberliegenden Bereich des Außenrandes der
Arbeitsplattform (26), bis daß sich die oder eine Flanscheinführöffnung (18) des Hohlrohres
auf der Höhe des oder eines Flansches (16) eines benachbarten Hohlrohres befindet,
(e) Aufstecken der Flanscheinführöffnung (18) des abgesenkten Hohlrohres auf dem Flansch
(16) des benachbarten Hohlrohres,
(f) Absenken des Hohlrohres auf die Bodenfläche (22) unter Wasser (24), und
(g) Wiederholen der Schritte (c) - (f) für mindestens ein weiteres einzeln nach oben
herausziehbares Hohlrohr.
25. Arbeitsgerät (66) zum Befahren einer Arbeitsplattform (26; 64) einer Arbeitsvorrichtung
(62) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, umfassend einen Unter- und einen Oberwagen
(70), wobei der Unterwagen ein Kettenfahrwerk aufweist und der Oberwagen (70) mit
Pratzen (68) versehen ist, die so gestaltet sind, daß sie ein Drehen des Unterwagens
zur Änderung der Fahrtrichtung des Arbeitsgerätes (66) ermöglichen.
26. Arbeitsgerät (66) nach Anspruch 25, dadurch gekennzeichnet, daß es ein Bagger ist.
Geänderte Patentansprüche gemäss Regel 137(2) EPÜ.
1. Arbeitsvorrichtung (62) zum Bearbeiten, insbesondere Abdichten, von Bodenflächen
(22) unter Wasser (24), insbesondere Sohlen und Böschungen (40) von Wasserstraßen,
insbesondere Kanälen, umfassend mehrere parallel und zumindest im wesentlichen fugenlos
nebeneinander angeordnete, mehreckige Hohlrohre (10, 12, 32, 34, 38), deren oberen
Enden eine horizontale, zumindest im wesentlichen ebene Arbeitsplattform (26) bilden,
dadurch gekennzeichnet, dass jedes Hohlrohr auf seiner Außenwand mindestens einen sich im wesentlichen horizontal
erstreckenden Ansatz (14) mit einem an dessen äußeren Ende angeordneten, sich vertikal
erstreckenden Flansch (16) und mindestens eine korrespondierende Flanscheinführöffnung
(18) mit einem sich daran oben anschließenden vertikal verlaufenden, sich bis zum
oberen Ende des Hohlrohres (10, 12) erstreckenden Längsschlitz (20) aufweist, wobei
die Flanscheinführöffnung (18) vom oberen Ende des Hohlrohres (10, 12) weiter weg
angeordnet ist als der Ansatz (14) mit dem Flansch (16) und eine größere horizontale
Abmessung als der Längsschlitz (20) aufweist und benachbarte Hohlrohre (10, 12) über
einen jeweiligen Ansatz (14) an einem der Hohlrohre (10, 12) mit einem korrespondierenden
Längsschlitz (20) in dem anderen der Hohlrohre (10, 12) miteinander in Eingriff stehen
derart, daß die Hohlrohre (10, 12) in horizontaler Richtung relativ zueinander nicht
bewegbar sind und nur am Außenrand der Arbeitsplattform (26) mindestens ein Hohlrohr
einzeln vertikal nach oben herausziehbar ist.
2. Arbeitsvorrichtung (62) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Hohlrohre (10, 12, 32, 34, 38) aus Metall, einer Metallegierung oder Kunststoff
bestehen.
3. Arbeitsvorrichtung (62) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Hohlrohre (10, 12) identische Querschnittsgestalten aufweisen.
4. Arbeitsvorrichtung (62) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Hohlrohre (10, 12, 32, 34, 38) unterschiedliche Querschnittsgestalten aufweisen.
5. Arbeitsvorrichtung (62) nach Anspruch 1, 2 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest ein Teil der Hohlrohre (10, 12) sechseckig ist.
6. Arbeitsvorrichtung (62) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der mindestens eine Ansatz (14) und die mindestens eine Flanscheinführöffnung (18)
je Hohlrohr auf gegenüberliegenden Seiten (78) des Hohlrohres (10, 12) angeordnet
sind.
7. Arbeitsvorrichtung (62) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Ansatz (14) sich vom Flansch (16) zum zugehörigen Hohlrohr im wesentlichen verjüngend,
vorzugsweise keilförmig, gestaltet ist.
8. Arbeitsvorrichtung (62) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Ansatz (14) sich vertikal nach oben hin im wesentlichen verjüngend, vorzugsweise
keilförmig, gestaltet ist.
9. Arbeitsvorrichtung (62) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß jedes Hohlrohr mit seinen zwei Ansätzen mit Flansch (16) und zwei korrespondierenden
Flanscheinführöffnungen (18) mit Längsschlitz (20) versehen ist.
10. Verfahren zur Errichtung einer Arbeitsvorrichtung (62) nach einem der vorangehenden
Ansprüche auf einer Bodenfläche (22) unter Wasser (24), insbesondere Sohlen und Böschungen
(40) von Wasserstraßen, insbesondere Kanälen,
dadurch gekennzeichnet, daß es umfaßt:
(a) Absenken eines ersten Hohlrohres (10) auf die Bodenfläche (22) unter Wasser (24),
(b) Absenken eines zweiten Hohlrohres (12) neben dem ersten Hohlrohr, bis daß sich
die oder eine Flanscheinführöfnung (18) des zweiten Hohlrohres (12) auf der Höhe des
oder eines Flansches (16) des ersten Hohlrohres (10) befindet,
(c) Aufstecken der Flanscheinführöffnung (18) des zweiten Hohlrohres (12) auf den
Flansch (16) des ersten Hohlrohres (10), und
(d) Absenken des zweiten Hohlrohres (12) auf die Bodenfläche (22) unter Wasser (24),
und
(e) Wiederholen der Schritte (b) - (d) in einer analogen Weise mit weiteren Hohlrohren
zur Errichtung der Arbeitsplattform (26).
11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß seitlich von der Arbeitsplattform (26) mindestens zwei Schotte (42, 44) angebracht
werden.
12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Schotte (42, 44) in die Hohlrohre eingehängt und in einen Böschungsboden (41)
versenkt werden.
13. Verfahren zum Fortbewegen der Arbeitsvorrichtung (62) nach einem der Ansprüche 1
bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die in Fortbewegungsrichtung hinterste Reihe von Hohlrohren einzeln nacheinander
nach oben herausgezogen und an dem in Fortbewegungsrichtung vorderen Ende der Arbeitsplattform
(26) wieder abgesenkt wird, bis daß sich die oder eine Flanscheinführöffnung (18)
des abgesenkten Hohlrohres auf der Höhe des oder eines Flansches (16) eines benachbarten
Hohlrohres befindet, die Flanscheinführöffnung (18) des abgesenkten Hohlrohres auf
den Flansch (16) des benachbarten Hohlrohres gesteckt und nachfolgend das Hohlrohr
auf die Bodenfläche (22) unter Wasser (24) abgesenkt wird und dieser Vorgang nach
Bedarf jeweils für die dann in Fortbewegungsrichtung hinterste Reihe von Hohlrohren
einmal oder mehrere Male wiederholt wird.
14. Verfahren zur Abdichtung von Bodenflächen (22) unter Wasser (24), insbesondere Sohlen
und Böschungen (40) von Wasserstraßen, insbesondere Kanälen, unter Verwendung einer
Arbeitsvorrichtung (62) nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, daß es umfaßt:
(a) Errichten der Arbeitsvorrichtung (62) nach einem der Verfahren nach einem der
Ansprüche 10 bis 12,
(b) Schütten eines selbstdichtenden, schüttbaren Abdichtungsmaterials zur Erzeugung
einer Abdichtungsschicht (54) in ein am Außenrand der Arbeitsplattform (26) befindliches,
einzeln nach oben herausziehbares Hohlrohr (52),
(c) Schütten eines Schutzmaterials zur Erzeugung mindestens einer Schutzschicht (60)
auf der Abdichtungsschicht (54) in das Hohlrohr (52),
(d) Herausziehen des Hohlrohres (52) aus der Arbeitsplattform (26) nach oben,
(e) Absenken des Hohlrohres (52) in einem anderen, vorzugsweise gegenüberliegenden,
Bereich des Außenrandes der Arbeitsplattform (26), bis daß sich die oder eine Flanscheinführöffnung
(18) des Hohlrohres (52) auf der Höhe des oder eines Flansches (16) eines benachbarten
Hohlrohres (48) befindet,
(f) Aufstecken der Flanscheinführöffnung (18) des abgesenkten Hohlrohres (52) auf
den Flansch (16) des benachbarten Hohlrohres (48),
(g) Absenken des Hohlrohres (52) auf die Bodenfläche (22) unter Wasser (24), und
(h) Wiederholen der Schritte (b) - (g) für mindestens ein weiteres einzeln nach oben
herausziehbares Hohlrohr.
15. Verfahren nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß das Abdichtungsmaterial eine Vielzahl von dreidimensionalen, vorzugsweise scheiben-
oder plattenförmigen Körpern umfaßt, die jeweils aus einer homogenisierten Mischung
aus toniger Erdstoffmasse und mindestens einem bei Kontakt mit Wasser (24) quellenden
Quellmaterial bestehen.
16. Verfahren nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß das Abdichtungsmaterial aufbereitete Erdstoffmasse umfaßt, die mit mindestens einem
bei Kontakt mit Wasser (24) quellenden Quellmaterial gemischt ist.
17. Verfahren nach einem der Ansprüche 14 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß das mindestens eine Quellmaterial Bentonitpulver, Bentonitperlen oder Bentonitpellets
ist.
18. Verfahren nach einem der Ansprüche 14 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß die oder mindestens eine Schutzschicht (60) eine Filterschicht (56, 58) oder eine
Schicht aus Wasserbausteinen ist.
19. Verfahren nach einem der Ansprüche 14 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß in Schritt (b) direkt auf die Abdichtungsschicht (54) ein Trennmaterial, vorzugsweise
aus Tonschnitzeln, zur Erzeugung einer Trennschicht in das Hohlrohr geschüttet wird.
20. Verfahren nach einem der Ansprüche 14 bis 19, dadurch gekennzeichnet, daß in Schritt (b) vor dem Schütten des Abdichtungsmaterials ein Trennmaterial, vorzugsweise
aus Tonschnitzeln, zur Erzeugung einer Trennschicht, gegebenenfalls auf ein Planum,
in das Hohlrohr geschüttet wird.
21. Verfahren zum flächigen Einbau von Mineralstoffen, Mineralstoffgemischen oder mit
Bindemitteln gebundenen Mineralstoffen auf einer Bodenfläche (22) unter Wasser (24),
insbesondere Sohlen und Böschungen (40) von Wasserstraßen, insbesondere Kanälen, unter
Verwendung einer Arbeitsvorrichtung (62) nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, daß es umfaßt:
(a) Errichten der Arbeitsvorrichtung (62) nach einem Verfahren der Ansprüche 10 bis
12,
(b) Schütten mindestens eines Mineralstoffes, eines Mineralstoffgemisches oder von
mit Bindemitteln gebundenen Mineralstoffen zur Erzeugung einer entsprechenden Schicht
in ein am Außenrand der Arbeitsplattform (26) befindliches, einzeln nach oben herausziehbares
Hohlrohr,
(c) Herausziehen des Hohlrohres aus der Arbeitsplattform (26) nach oben,
(d) Absenken des Hohlrohres in einem anderen Bereich des Außenrandes der Arbeitsplattform
(26), bis daß sich die oder eine Flanscheinführöffnung (18) des Hohlrohres auf der
Höhe des oder eines Flansches (16) eines benachbarten Hohlrohres befindet,
(e) Aufstecken der Flanscheinführöffnung (18) des abgesenkten Hohlrohres auf den Flansch
(16) des benachbarten Hohlrohres,
(f) Absenken des Hohlrohres auf die Bodenfläche (22) unter Wasser (24), und
(g) Wiederholen der Schritte (b) - (e) für mindestens ein weiteres einzeln nach oben
herausziehbares Hohlrohr.
22. Verfahren zur Schlammentfernung von Bodenflächen (22) unter Wasser (24), insbesondere
Sohlen und Böschungen (40) von Wasserstraßen, insbesondere Kanälen, unter Verwendung
einer Arbeitsvorrichtung (62) nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, daß es umfaßt:
(a) Errichten der Arbeitsvorrichtung (62) nach einem Verfahren nach einem der Ansprüche
10 bis 12,
(b) Entfernen von Schlamm (72) aus einem einzeln nach oben herausziehbaren Hohlrohr,
das sich am Außenrand der Arbeitsplattform (26) gegenüber der Wasseranströmseite (76)
derselben befindet,
(c) Herausziehen des Hohlrohres aus der Arbeitsplattform (26) nach oben,
(d) Absenken des Hohlrohres am Außenrand der Arbeitsplattform (26) auf der Wasseranströmseite
(76) derselben, bis daß sich die oder eine Flanscheinführöffnung (18) des Hohlrohres
auf der Höhe des oder eines Flansches (16) eines benachbarten Hohlrohres befindet,
(e) Aufstecken der Flanscheinführöffnung (18) des abgesenkten Hohlrohres auf den Flansch
(16) des benachbarten Hohlrohres,
(f) Absenken des Hohlrohres auf die Bodenfläche (22) unter Wasser (24), und
(g) Wiederholen der Schritte (c) - (f) für mindestens ein weiteres einzeln nach oben
herausziehbares Hohlrohr.
23. Verfahren zum Naßbaggern von Wasserstraßen und Gewässern, insbesondere im Tidebereich,
unter Verwendung einer Arbeitsvorrichtung (62) nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, daß es umfaßt:
(a) Errichten der Arbeitsvorrichtung (62) nach einem Verfahren nach einem der Ansprüche
10 bis 12 im Tidebereich,
(b) Baggern von Material aus einem einzeln nach oben herausziehbaren Hohlrohr,
(c) Herausziehen des Hohlrohres aus der Arbeitsplattform (26) nach oben,
(d) Absenken des Hohlrohres in einem anderen Bereich am Außenrand der Arbeitsplattform
(26),
(e) Aufstecken der Flanscheinführöffnung (18) des abgesenkten Hohlrohres auf den Flansch
(16) des benachbarten Hohlrohres,
(f) Absenken des Hohlrohres auf die Bodenfläche (22) unter Wasser (24), und
(g) Wiederholen der Schritte (b) - (e) für mindestens ein weiteres einzeln nach oben
herausziehbares Hohlrohr.
24. Verfahren zur Herstellung von Dämmen in Wasserstraßen und Gewässern unter Verwendung
einer Arbeitsvorrichtung (62) nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, daß es umfaßt:
(a) Errichten der Arbeitsvorrichtung (62) nach einem Verfahren nach einem der Ansprüche
10 bis 12,
(b) Schütten eines Dammbaumaterials in ein am Außenrand der Arbeitsplattform (26)
befindliches, einzeln nach oben herausziehbares Hohlrohr,
(c) Herausziehen des Hohlrohres aus der Arbeitsplattform (26) nach oben,
(d) Absenken des Hohlrohres in einem gegenüberliegenden Bereich des Außenrandes der
Arbeitsplattform (26), bis daß sich die oder eine Flanscheinführöffnung (18) des Hohlrohres
auf der Höhe des oder eines Flansches (16) eines benachbarten Hohlrohres befindet,
(e) Aufstecken der Flanscheinführöffnung (18) des abgesenkten Hohlrohres auf dem Flansch
(16) des benachbarten Hohlrohres,
(f) Absenken des Hohlrohres auf die Bodenfläche (22) unter Wasser (24), und
(g) Wiederholen der Schritte (c) - (f) für mindestens ein weiteres einzeln nach oben
herausziehbares Hohlrohr.