Technisches Gebiet
[0001] Die Erfindung betrifft ein Deckenschalungssystem.
[0002] Auf dem Gebiet des Bauwesens ist es üblich, Gebäudedecken aus Beton dadurch zu erstellen,
dass auf zahlreiche Stützen in einer oder zwei Ebenen Schalungsträger aufgelegt werden,
auf denen wiederum Schalungsplatten angeordnet werden. Nach der Ausbildung der Ränder
dieser Schalhaut sowie nach der Einbringung geeigneter Bewehrungen kann die Decke
gegossen werden.
Stand der Technik
[0003] Diesbezüglich betrifft beispielsweise die
DE 29 07 884 A1 eine Deckenschalung mit verstellbarer Breite. Hierbei werden ein oder mehrere teleskopierbare
Träger vorgesehen, auf die Schalungsplatten aufgelegt werden können. Eine ähnliche
Anordnung geht aus der
US 4,078,759 hervor.
[0004] Die beschriebenen teleskopierbaren Träger bieten jedoch nicht immer die gewünschte
Flexibilität und sind darüber hinaus wegen der teleskopierbaren Abschnitte schwierig
zu handhaben,
[0005] Aus der
DE 93 00 735 U1 geht ein Deckenschalungs-Klapptisch hervor, bei dem seitlich von einem Schalungselement
mit schalungsplattenbündigen Trägern weitere Schalungselemente mit vorstehenden Trägern
angelenkt oder einsteckbar sind.
Darstellung der Erfindung
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Deckenschalungssystem zu schaffen,
das eine hohe Flexibilität im Hinblick auf die einzuschalenden Decken und eine gute
Handhabbarkeit bietet.
[0007] Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt durch das im Anspruch 1 beschriebene Deckenschalungssystem.
[0008] Dieses weist ein Schalungselement ersten Typs auf, das eine Schalungsplatte und zumindest
zwei in einer Ebene, die weitgehend parallel zu der Schalungsplatte ist, fest angebrachte
Träger aufweist, die mit sämtlichen Rändern der Schalungsplatte zumindest bündig sind
oder sich vollständig innerhalb der Schalungsplatte befinden. Somit stehen bei dem
zuletzt beschriebenen Schalungselement keine Träger über den Rand desselben vor, so
dass sich ein derartiges Schalungselement beispielsweise dazu eignet, an ein, zwei
oder drei Rändern den Rand der zu erstellenden Schalhaut zu bilden. An dem vierten
und gegebenenfalls ein oder zwei weiteren Rändern eines derartigen Schalungselements
kann das nachfolgend beschriebene, mit einem vorstehenden Träger versehene Schalungselement
angesteckt und davon flexibel beabstandet werden. Es versteht sich in diesem Zusammenhang,
dass eine Schalhaut aus zahlreichen Schalungselementen aufgebaut werden kann, bei
denen keine Träger über die Ränder vorstehen. Es tritt jedoch häufig der Anwendungsfall
auf, dass sich eine Schalhaut nicht durch eine ganze Zahl derartiger Schalungselemente
ausbilden lässt. Hier kommen beispielsweise an den Rändern die nachfolgend beschriebenen
Schalungselemente mit vorstehenden Trägern zum Einsatz und können flexibel voneinander
und von anderen Schalungselementen beabstandet werden, um insgesamt die gewünschte
Größe einer Schalhaut auszubilden.
[0009] Ferner weist das erfindungsgemäße Deckenschalungssystem ein Schalungselement zweiten
Typs auf, das eine Schalungsplatte und zumindest zwei in zumindest einer Ebene, die
weitgehend parallel zu der Schalungsplatte ist, fest angebrachte Träger aufweist.
Mit anderen Worten beruht das erfindungsgemäße Schalungssystem nicht auf teleskopierbaren
Elementen. Vielmehr wird eine Ansteckbarkeit für das einzelne Schalungselement an
andere Schalungselemente und die Modularität eines damit ausgerüsteten Deckenschalungssystems
dadurch erreicht, dass sich zumindest ein fest an der Schalungsplatte angebrachter
Träger zumindest teilweise und an zumindest einer Seite der Schalungsplatte über deren
Rand hinaus erstreckt. Hierdurch entsteht insgesamt ein einfach zu handhabendes Schalungselement,
bei dem auf teleskopierbare und/oder verschiebbare Abschnitte verzichtet werden kann.
Die vorangehenden und nachfolgend beschriebenen Schalungselemente sind jeweils bevorzugt
eigenständige, selbständige und insbesondere von weiteren Schalungselementen oder
-tischen unabhängige Schalungselemente.
[0010] Wie erwähnt, ist die Schalungsplatte als Teil der Schalhaut fest mit den Trägern
verbunden. Durch die Träger kann zum einen die Abstützung über geeignete Stützen und
zum anderen die Kombination mit anderen Schalungselementen erfolgen. In besonderen
Fällen, z.B. bei hohen Betonlasten, können diese Stützen in Kombination mit Trägern,
z.B. Jochträgern, eingesetzt werden, die mehrere Schalungselemente untergreifen. Durch
eine Verschiebung des Schalungselements entlang des oder der über den Rand der Schalungsplatte
vorstehenden Träger(s) lässt sich die Position des Schalungselements anpassen. Insbesondere
ist hierdurch, auch im Bereich des Wohnungsbaus, wo vergleichsweise kleine Räume erstellt
werden können, eine besonders flexible Gestaltung einer Deckenschalung möglich. Diejenigen
Zwischenräume, die zwischen dem beschriebenen Schalungselement und einem oder mehreren
benachbarten Schalungselementen verbleiben, können durch jeweils daran angepasste
Schalungsplatten abgedeckt werden.
[0011] Bevorzugte Weiterbildungen des erfindungsgemäßen Schalungssystems sind in den weiteren
Ansprüchen beschrieben.
[0012] Im Hinblick auf die Kombinationsmöglichkeiten bietet es Vorteile, wenn die Träger
zumindest einer Ebene bezüglich der Schalungsplatte asymmetrisch angeordnet sind.
Hierdurch können zwei gleichgestaltete Schalungselemente einander gegenüberliegend
kombiniert werden, mit anderen Worten "aneinander angesteckt" werden, ohne dass die
vorgesehenen Träger miteinander kollidieren. Wenn die Träger symmetrisch, beispielsweise
an den Rändern vorgesehen wären, könnten zwei gleiche Schalungselemente nicht miteinander
kombiniert werden, ohne dass die Ränder zueinander versetzt angeordnet werden müssen.
Demgegenüber sind bei der beschriebenen bevorzugten Ausführungsform die Träger asymmetrisch
angeordnet, so dass zwei gleiche, einander gegenüberliegende Schalungselemente derart
aneinander angesteckt werden können, dass die Ränder fluchten und die vorhandenen
Träger zueinander versetzt sind. In besonderen Anwendungsfällen kann es jedoch vorteilhaft
sein, die Träger an der Schalungsplatte symmetrisch anzuordnen. Wenngleich die vorhandenen
Träger zweier Trägerebenen in beliebiger Weise angeordnet sein können, wird derzeit
bevorzugt, die Träger zweier Ebenen zueinander senkrecht verlaufend vorzusehen. Dies
bietet im Hinblick auf die Symmetrie und Übersichtlichkeit beim Auflegen auf Deckenstützen
Vorteile.
[0013] Soweit bei dem erfindungsgemäßen Deckenschalungssystem Schalungselemente miteinander
kombiniert werden, die einerseits vorstehende Träger und andererseits Träger aufweisen,
die mit dem Rand der Schalungsplatte zumindest abschließen oder vollständig innerhalb
derselben angeordnet sind, bietet es Vorteile, wenn die vorhandenen Träger zueinander
versetzt sind. In ähnlicher Weise, wie dies für die oben beschriebene asymmetrische
Anordnung der Träger der Fall ist, kann damit ein Schalungselement mit vorstehenden
Trägern mit einem anderen Schalungselement derart kombiniert werden, dass zumindest
eine Kante fluchtet und die vorhandenen Träger einander "nicht im Weg sind".
[0014] In diesem Zusammenhang wird derzeit ferner bevorzugt, dass in einer Situation, in
der zumindest eine Kante fluchtet, die zueinander versetzten Träger unmittelbar zueinander
benachbart angeordnet sind. Hierdurch kann in vorteilhafter Weise eine einzige Stütze,
die mit einem geeigneten Stützenkopf versehen ist, zur unmittelbaren Abstützung beider
zueinander benachbarter Träger verwendet werden.
[0015] Für die Modularität des Systems insgesamt wird derzeit ferner bevorzugt, dass bei
zumindest zwei Schalungselementen, wenn jeweils zumindest eine Abmessung parallel
zur Oberfläche der Schalungsplatte betrachtet wird, diese Abmessungen zueinander gleich,
ganzzahlige Vielfache oder ganzzahlige Teile voneinander sind. Dies bedeutet, dass
Schalungselemente derart miteinander kombiniert werden können, dass beide seitlichen
Kanten miteinander fluchten oder dass eine ganze Zahl eines kleineren Schalungselements
mit einem weiteren Schalungselement so kombiniert werden kann, dass die seitlichen
Kanten der Kombination aus mehreren kleineren Schalungselementen mit seitlichen Kanten
des einen größeren Schalungselements fluchten.
[0016] Wie vorangehend erwähnt, wird derzeit bevorzugt, jegliche Lücken zwischen den Schalungsplatten
der Schalungselemente dadurch abzudecken, dass hier zumindest eine Ausgleichs-Schalungsplatte
angeordnet wird, die dementsprechend Teil einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Deckenschalungssystems ist.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0017] Nachfolgend wird eine beispielhaft in den Zeichnungen dargestellte Ausführungsform
der Erfindung näher erläutert.
[0018] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Draufsicht eines Schalungselements ersten Typs;
- Fig. 2
- eine Draufsicht eines Schalungselements zweiten Typs;
- Fig. 3
- eine Draufsicht eines Schalungselements dritten Typs;
- Fig. 4
- eine Draufsicht eines Schalungselements vierten Typs;
- Fig. 5
- eine Draufsicht eines Schalungselements fünften Typs;
- Fig. 6
- eine Draufsicht eines Schalungselements sechsten Typs;
- Fig. 7
- eine Draufsicht einer Schalhaut bestehend aus mehreren Schalungselementen in einer
ersten Anordnung; und
- Fig. 8
- eine Draufsicht einer Schalhaut bestehend aus mehreren Schalungselementen in einer
zweiten Anordnung.
Ausführliche Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen der Erfindung
[0019] Bei dem in Fig. 1 in einer Draufsicht gezeigten Schalungselement ersten Typs 20 handelt
es sich um ein Schalungselement, bei dem die Träger 24 derart vorgesehen sind, dass
sie sich nicht über die Ränder 26 der Schalungsplatte 22 hinauserstrecken. Bei der
gezeigten Ausführungsform sind drei Träger 24 fest an der Schalungsplatte 22 angebracht
und weitgehend parallel zueinander angeordnet.
[0020] Das in Fig. 2 gezeigte Schalungselement zweiten Typs 10 weist eine Schalungsplatte
12 und ebenfalls drei weitgehend zueinander parallele Träger 14 auf, die sich jedoch
an einer Seite über den Rand 16 der Schalungsplatte 12 hinauserstrecken. Anhand eines
Vergleichs der Position der Träger 14 bei dem Schalungselement zweiten Typs mit der
Position der Träger 24 bei dem Schalungselement ersten Typs 20 ist zu erkennen, dass
die Träger 14, 24 zueinander versetzt sind. Bei der Ausführungsform von Fig. 1 sind
die Träger 24 von den längeren Rändern der Schalungsplatte 22 beabstandet, während
sich einer der Träger 14 bei der Schalungsplatte zweiten Typs 20 an dem Rand befindet.
Auch die weiteren Träger sind bezüglich derjenigen des Schalungselements ersten Typs
versetzt.
[0021] Hierdurch kann beispielsweise eine Kombination derart erfolgen, dass das Schalungselement
zweiten Typs 10 in Richtung der Träger 14, 24 an das Schalungselement ersten Typs
20 derart angesteckt wird, dass die Kanten zueinander fluchten und die Träger aneinander
vorbeitreten können, so dass eine flexible Einstellung der Position möglich ist. Das
Schalungselement zweiten Typs kann auch eine deutlich schmälere Schalungsplatte 12
und/oder Träger 14 aufweisen, die deutlich weiter über den Rand 16 der Schalungsplatte
12 vorstehen. Dies gilt für einen oder mehrere Ränder, auch für alle nachfolgend beschriebenen
Schalungselemente. Zu der Position der Träger 14 bei dem Schalungselement zweiten
Typs 10 sei noch erwähnt, dass diese insgesamt als asymmetrisch beschrieben werden
kann. Die hierdurch gegebene Möglichkeit, zwei gleiche derartige Schalungselemente
miteinander zu kombinieren, wird nachfolgend unter Bezugnahme auf die Fig. 7 und 8
genauer beschrieben. Mittels der freien Abschnitte an jeglichen Rändern, von denen
Träger beabstandet angeordnet sind, sind in dieser Weise gestaltete Schalungselemente
auf vorstehende Träger anderer Schalungselemente auflegbar.
[0022] Dies gilt in ähnlicher Weise für eine Kombination des Schalungselements zweiten Typs
10 von Fig. 2 mit demjenigen dritten Typs 30 von Fig. 3. Auch hier ist die Versetzung
der Träger 14 zu denjenigen 34 des Schalungselements dritten Typs zu erkennen. Bei
dem Schalungselement dritten Typs 30 stehen die Träger 34 an zwei gegenüberliegenden
Seiten vor, so dass hier in vorteilhafter Weise an zwei Seiten eine Ansteckbarkeit
gegeben ist.
[0023] Für sämtliche vorangehend beschriebene Schalungselemente ist angedeutet, dass sie
lediglich eine einzige Trägerebene aufweisen. Es sei jedoch erwähnt, dass eine zweite
Ebene von Trägern vorhanden sein kann, in der die Träger üblicherweise senkrecht zu
den gezeigten Trägern 14, 24, 34 verlaufen. Dies ist beispielsweise für das in Fig.
4 gezeigte Schalungselement vierten Typs 40 angedeutet. Dieses entspricht insoweit
dem Schalungselement zweiten Typs 10 von Fig. 2, als Träger 14 in einer ersten Richtung
vorstehen. Bei dem Schalungselement vierten Typs sind zusätzlich Träger 18 in einer
zweiten Ebene vorhanden, die ebenso in der Ebene der Träger 14, mit anderen Worten
in der ersten Ebene, liegen können. Bei diesem Typ eines Schalungselements stehen
die Träger 18, die in einer zweiten Richtung, die zur ersten Richtung um 90° verdreht
ist, vor. Hierdurch ergibt sich auch an dieser Seite eine Ansteckbarkeit. Bei dem
Schalungselement vierten Typs können die bei der gezeigten Ausführungsform asymmetrisch
angeordneten Träger 14 auch symmetrisch angeordnet sein, und die symmetrisch angeordneten
Träger 18 können, mit den beschriebenen Vorteilen, asymmetrisch angeordnet sein.
[0024] Das Schalungselement fünften Typs 50, das in Fig. 5 in einer Draufsicht gezeigt ist,
ergibt sich gewissermaßen als Kombination der Schalungselemente dritten und vierten
Typs. Träger 54 stehen zum einen an zwei gegenüberliegenden Seiten vor, sind jedoch,
verglichen mit dem Schalungselement dritten Typs und im Hinblick auf die Träger 58
vierten Typs, asymmetrisch angeordnet. Dies gilt in gleicher Weise für die hierzu
senkrechten Träger 58 einer zweiten Ebene, die an einer dritten Seite über den Rand
56 der Schalungsplatte 52 vorstehen.
[0025] In Fig. 6 ist schließlich ein Schalungselement sechsten Typs 60 gezeigt, bei dem
Träger 64 und 68 an sämtlichen vier Seiten vorstehen und jeweils symmetrisch angeordnet
sind, jedoch auch asymmetrisch angeordnet sein können.
[0026] Für die Schalungselemente des zweiten bis sechsten Typs sei noch erwähnt, dass diese
bei der gezeigten Ausführungsform weitgehend quadratisch sind. In vorteilhafter Weise
entspricht ihre Seitenlänge der kürzeren Seite des in Fig. 1 gezeigten Schalungselements
ersten Typs 20. Ferner ist die längere Seite des in Fig. 1 gezeigten Schalungselements
ersten Typs 20 doppelt so groß wie die Seitenlänge der Schalungselemente zweiten bis
sechsten Typs. Dies bedeutet, dass in vorteilhafter Weise zwei Schalungselemente des
zweiten bis sechsten Typs derart nebeneinander angeordnet werden können, dass die
Außenkanten dieser Anordnung mit den Außenkanten des Schalungselements ersten Typs
fluchten.
[0027] Die Möglichkeiten im Hinblick eines modularen Aufbaus einer Deckenschalung sind in
den Fig. 7 und 8 gezeigt. Fig. 7 zeigt in der Draufsicht eine vollständige Deckenschalung,
deren Abmessungen nicht ganzzahlig durch die Seitenlängen des Schalungselements ersten
Typs 20 teilbar sind. Dementsprechend wird ein Teil der Deckenschalung durch zahlreiche,
im gezeigten Beispiel zwölf, nebeneinander angeordnete Schalungselemente ersten Typs
20 ausgebildet. An den verbleibenden Rändern kommen jedoch zum einen die Schalungselemente
zweiten Typs 10 zum Einsatz. Wie im unteren linken Bereich der Fig. 7 zu erkennen
ist, können jeweils zwei Schalungselemente des zweiten Typs 10 so nebeneinander angeordnet
werden, dass die Außenkanten dieser Anordnung mit den Außenkanten des benachbarten
Schalungselements ersten Typs 20 fluchten. Ferner können, durch die asymmetrische
Anordnung der Träger 14 (vgl. Fig. 2) die Schalungselemente zweiten Typs 10 derart
einander gegenüberliegend angeordnet werden, dass die vorhandenen Träger zueinander
versetzt sind. Diejenigen Träger 14.1 und 14.2, die nicht am Rand des Schalungselements
zweiten Typs 10 angeordnet sind, sind jedoch in vorteilhafter Weise den entsprechenden
Trägern 14.3 und 14.4 des gegenüberliegenden Schalungselements zweiten Typs 10 benachbart.
Hierdurch kann im Bereich der "Überlappung" in vorteilhafter Weise eine einzige Stütze
mit einem geeigneten Stützenkopf vorgesehen werden, um beide Träger in diesem Bereich
abzustützen.
[0028] Bei dem gezeigten Beispiel findet sich eine ähnliche Anordnung einander gegenüberliegender
Schalungselemente zweiten Typs 10 im rechten oberen Bereich. Diejenigen "Streifen",
die zwischen den Schalungsplatten 12 dieser Schalungselemente zweiten Typs 10 verbleiben,
werden durch geeignete Ausgleichs-Schalungsplatten 28 abgedeckt. Zwei Schalungselemente
des zweiten Typs 20 können, wenn ein Grundriss dies erfordert, und keine ausreichende
Anzahl der Schalungselemente ersten Typs 20 vorhanden ist, auch in der Weise miteinander
kombiniert werden, dass sie ohne eine Lücke dazwischen zusammengesteckt werden und
im Hinblick auf ihre Abmessung insgesamt dann denjenigen des Schalungselements ersten
Typs entsprechen.
[0029] Die verbleibende "Ecke" im rechten unteren Bereich der Fig. 7 wird durch Schalungselemente
des vierten Typs 40, wie es in Fig. 4 dargestellt ist, ausgebildet. Hierbei ist zu
beachten, dass die Träger 14 der ersten Ebene asymmetrisch angeordnet sind, und die
Träger 18 der zweiten Ebene bei dem gezeigten Beispiel symmetrisch. In der betrachteten
Ecke der Anordnung von Fig. 7 entspricht die Ausrichtung des linken oberen Schalungselements
vierten Typs 40 derjenigen von Fig. 4. Demgegenüber ist das linke untere Schalungselement
vierten Typs 40 um 90° gegen den Uhrzeigersinn verdreht, so dass die beteiligten Träger
in vorteilhafter Weise aneinander vorbeitreten können. Dies gilt in ähnlicher Weise
für die zwei weiteren zu erkennenden Schalungselemente vierten Typs 40.3 und 40.4,
die jeweils um weitere 90° verdreht sind. Zwischen den jeweiligen Schalungselementen
40 verbleiben wiederum zunächst Lücken, die durch Ausgleichs-Schalungsplatten 28 abgedeckt
werden.
[0030] In Fig. 8 ist in einer Draufsicht eine Alternative für die in Fig. 7 dargestellte
Anordnung gezeigt. Mit Ausnahme der "rechten unteren Ecke" entspricht die Anordnung
derjenigen von Fig. 7. Auch die beiden Schalungselemente vierten Typs 40.1 und 40.2
sind in gleicher Weise angeordnet. Der verbleibende Raum am Rand ist bei der Situation
von Fig. 8 jedoch durch ein Schalungselement sechsten Typs 60 und ein Schalungselement
dritten Typs 30 gelöst. Auch hierdurch kann insgesamt eine vollständige Schalhaut
ausgebildet werden, wobei jegliche Lücken, die nach der Anordnung der einzelnen Schalungselemente
verbleiben, durch Ausgleichs-Schalungsplatten 28 abgedeckt werden. Aus den Fig. 7
und 8 ist ferner zu erkennen, dass die vorhandenen Schalungsplatten zweiten bis sechsten
Typs stufenlos und flexibel zueinander und voneinander weggeschoben werden können,
dass stufenlos jegliche Abmessungen einer Deckenschalung insgesamt realisiert werden
können.
[0031] Anhand der Figuren ist zu erkennen, dass durch die flexible Möglichkeit der Anordnung,
insbesondere der Schalungsplatten zweiten bis sechsten Typs zueinander, beliebige
Grundrisse mit dem erfindungsgemäßen Deckenschalungssystem und geeigneten Ausgleichs-Schalungsplatten
ausgebildet werden können. Somit weist das erfindungsgemäße Deckenschalungssystem
bevorzugt zwei oder mehr Schalungselemente des ersten bis sechsten Typs auf. Zudem
weisen sämtliche Schalungselemente die notwendigen Träger fest daran angebracht auf,
so dass das erfindungsgemäße Deckenschalungssystem äußerst einfach handhabbar ist.
Hierzu müssen die beschriebenen Schalungselemente lediglich auf Stützen aufgelegt
werden, die in einem geeigneten Raster angeordnet sind. In vorteilhafter Weise können
jegliche Ausgleichs-Schalungsplatten auf die vorstehenden Abschnitte von Trägern der
Schalungselemente des zweiten bis sechsten Typs aufgelegt werden. Das erfindungsgemäße
Deckenschalungssystem kann jedoch zusätzlich Träger aufweisen, die nicht fest an einem
Schalungselement angebracht sind, sondern lediglich der Abstützung von Ausgleichs-Schalungsplatten
oder Abschnitten derselben dienen.
1. Deckenschalungssystem mit:
- zumindest einem Schalungselement ersten Typs (20) mit einer Schalungsplatte (22)
und zumindest zwei in einer Ebene, die weitgehend parallel zu der Schalungsplatte
(22) ist, fest angebrachten Trägern (24), die mit sämtlichen Rändern (26) der Schalungsplatte
(22) zumindest bündig sind oder sich vollständig innerhalb der Schalungsplatte (22)
befinden, und
- zumindest einem Schalungselement zweiten Typs (10) mit einer Schalungsplatte (12)
und zumindest zwei in zumindest einer Ebene, die weitgehend parallel zu der Schalungsplatte
(12) ist, fest angebrachten Trägern (14), die sich zumindest teilweise und an zumindest
einer Seite der Schalungsplatte (12) über deren Rand (16) hinaus erstrecken,
- wobei die Träger (14, 24) zumindest zweier Schalungselemente (10, 20) bezüglich
zumindest einer miteinander fluchtenden Kante beider Schalungselemente (10, 20) versetzt
angeordnet sind,
dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Schalungselement zweiten Typs (10) an ein Schalungselement ersten Typs
(20) ansteckbar ist.
2. Deckenschalungssystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Träger (14) zumindest einer Ebene bezüglich der Schalungsplatte (12) asymmetrisch
angeordnet sind.
3. Deckenschalungssystem nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Träger (14, 18) zweier Ebenen weitgehend senkrecht zueinander verlaufen.
4. Deckenschalungssystem nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Träger (14, 24) ummittelbar benachbart angeordnet sind.
5. Deckenschalungssystem nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass bei zumindest zwei Schalungselementen (10, 20) jeweils zumindest eine Abmessung senkrecht
zur Oberfläche der Schalungsplatte (12, 22) zueinander gleich, ganzzahlige Vielfache
oder ganzzahlige Teile von einander sind.
6. Deckenschalungssystem nach einem der vorangehenden Ansprüche, ferner mit zumindest
einer Ausgleichs-Schalungsplatte (28).
7. Deckenschalungssystem nach einem der vorangehenden Ansprüche, ferner mit zumindest
einer Stütze, die für die unmittelbare Abstützung zweier zueinander benachbarter Träger
geeignet ist.
1. Ceiling formwork system having:
- at least one formwork element of a first type (20) having a formwork panel (22)
and at least two beams (24) which are fixed in a plane which is to a large extent
parallel to the formwork panel (22), and which are at least flush with all edges (26)
of the formwork panel (22) or are located completely within the formwork panel (22),
and
- at least one formwork element of a second type (10) having a formwork panel (12)
and at least two beams (14) which are fixed in at least one plane which is to a large
extent parallel to the formwork panel (12), and which at least partially and on at
least one side of the formwork panel (12) extend beyond the edge (16) thereof,
- wherein the beams (14, 24) of at least two formwork elements (10, 20) are offset
from at least one edge of the two formwork elements (10, 20), these edges being aligned
with each other,
characterised in that at least one formwork element of the second type (10) can be attached to a formwork
element of the first type (20).
2. Ceiling formwork element according to claim 1, characterised in that the beams (14) of at least one plane are arranged asymmetrically to the formwork
panel (12).
3. Ceiling formwork element according to claim 1 or 2, characterised in that the beams (14, 18) of two planes run to a large extent perpendicularly to each other.
4. Ceiling formwork system according to any of the preceding claims, characterised in that the beams (14, 24) are arranged directly adjacent.
5. Ceiling formwork system according to any of the preceding claims, characterised in that, for at least two formwork elements (10, 20), in each case at least one dimension
perpendicularly to the surface of the formwork panel (12, 22) is equal to, an integral
multiple or an integral fraction of the other.
6. Ceiling formwork system according to any of the preceding claims, further having at
least one equalising formwork panel (28).
7. Ceiling formwork system according to any of the preceding claims, further having at
least one post which is suitable for direct support of two beams adjacent to each
other.
1. Système de coffrage de plafond comprenant :
- au moins un élément de coffrage d'un premier type (20) avec une plaque de coffrage
(22) et au moins deux supports (24) montés fixement dans un plan qui est sensiblement
parallèle à la plaque de coffrage (22), qui sont au moins alignés avec tous les bords
(26) de la plaque de coffrage (22) ou se trouvent complètement dans la plaque de coffrage
(22), et
- au moins un élément de coffrage d'un second type (10) avec une plaque de coffrage
(12) et au moins deux supports (14) montés fixement dans au moins un plan qui est
sensiblement parallèle à la plaque de coffrage (12), qui s'étendent au moins en partie
et sur au moins un côté de la plaque de coffrage (12) au-delà de son bord (16),
- les supports (14, 24) de au moins deux éléments de coffrage (10, 20) étant disposés
en déport par rapport à au moins une arête d'alignement mutuel de deux éléments de
coffrage (10, 20),
caractérisé en ce qu'au moins un élément de coffrage du second type (10) peut être attaché à un élément
de coffrage du premier type (20).
2. Système de coffrage de plafond selon la revendication 1, caractérisé en ce que les supports (14) d'au moins un plan sont disposés de manière asymétrique par rapport
à la plaque de coffrage (12).
3. Système de coffrage de plafond selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que les supports (14, 18) de deux plans s'étendent sensiblement perpendiculairement l'un
par rapport à l'autre.
4. Système de coffrage de plafond selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que les supports (14, 24) sont disposés de manière directement contiguë.
5. Système de coffrage de plafond selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que pour au moins deux éléments de coffrage (10, 20), chacun comprend au moins une dimension,
qui sont perpendiculaires à la surface de la plaque de coffrage (12, 22), identiques,
ou un multiple entier ou une partie entière l'une de l'autre.
6. Système de coffrage de plafond selon l'une quelconque des revendications précédentes,
en outre avec au moins une plaque de coffrage de compensation (28).
7. Système de coffrage de plafond selon l'une quelconque des revendications précédentes,
en outre avec au moins un appui qui convient à l'appui direct de deux supports contigus.