[0001] Die Erfindung betrifft eine Überwachungseinrichtung eines Treibstangenbeschlages
eines Fensters, einer Fenstertür oder dergleichen mit einer auf einer längsverschieblichen
Treibstange angeordneten Sendeeinheit und einer zur feststehenden Anordnung vorgesehenen
Empfangseinheit zur Erfassung der Position der Sendeeinheit.
[0002] Solche Überwachungseinrichtungen erfassen, ob das Fenster geschlossen oder geöffnet
ist und liefern in Abhängigkeit von dem Zustand des Fensters elektrische Signale,
beispielsweise zu einer Alarmanlage. Häufig ist die Treibstange mit der Sendeeinheit
am Flügel des Fensters und die Empfangseinheit der Sendeeinheit gegenüberstehend am
Rahmen montiert. Wesentlich für die vorgesehene Funktion der Überwachungseinrichtung
ist daher eine genaue Ausrichtung der Empfangseinheit gegenüber der Sendeeinheit.
Eine fehlerhafte Ausrichtung der Empfangseinheit würde beispielsweise dazu führen,
dass ein geöffnetes Fenster als geschlossen oder ein geschlossenes Fenster als geöffnet
erfasst wird. Beide Fälle sind insbesondere für den Einsatz bei Alarmanlagen nicht
hinnehmbar.
[0003] Man könnte daran denken, die Empfangseinheit mit Langlöchern zu versehen. Die Empfangseinheit
wird über die Langlöcher mit dem Rahmen verschraubt. Daher kann die Empfangseinheit
manuell verschoben und an der gewünschten Stelle festgestellt werden. Dies führt jedoch
zu einem sehr großen Montageaufwand.
[0004] Aus der
DE 195 18 527 A1 ist es bekannt, die Empfangseinheit mit mehreren, in einer Reihe angeordneten Magnetfeldsensoren
zu versehen. Die Sendeeinheit hat einen Magneten zur Ansteuerung der Magnetfeldsensoren.
Diese Gestaltung ermöglicht, es die Stellung der Sendeeinheit bei geschlossenem Fenster
elektronisch zu justieren. Dies erfordert jedoch einen sehr hohen elektronischen Aufwand.
[0005] Der Erfindung liegt das Problem zugrunde, eine Überwachungseinrichtung der eingangs
genannten Art so weiter zu bilden, dass sie die Stellung des Flügels besonders zuverlässig
erfasst und möglichst einfach aufgebaut ist.
[0006] Dieses Problem wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass die Empfangseinheit ein
Grundteil und ein Empfangsteil hat, dass das Grundteil Schraublöcher zur Verschraubung
mit einem feststehenden Bauteil des Fensters hat und das Empfangsteil eine elektronische
Baugruppe zur Erfassung der Position der Sendeeinheit hat und dass die Position des
Empfangsteils gegenüber dem Grundteil verstellbar ist.
[0007] Die Empfangseinheit weist gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung eine
besonders hohe Stabilität auf, wenn das Grundteil und das Empfangsteil über eine Längsführung
miteinander verbunden sind.
[0008] Der bauliche Aufwand zur Verstellbarkeit des Empfangsteils gegenüber dem Grundteil
lässt sich gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung gering halten, wenn
eines der Bauteile des Grundteils oder des Empfangsteils eine Reihe von Rastnasen
und das jeweils andere Bauteil einen federnd gegen die Reihe von Rastnasen vorgespannten
Rasthaken hat.
[0009] Im Reparaturfalle ist die elektronische Baugruppe gemäß einer anderen vorteilhaften
Weiterbildung der Erfindung besonders einfach zugänglich, wenn der Rasthaken von außerhalb
der Empfangseinheit zugänglich ist.
[0010] Die Empfangseinheit gestaltet sich gemäß einer anderen vorteilhaften Weiterbildung
der Erfindung konstruktiv besonders einfach, wenn die Längsführung parallel zur Reihe
der Rastnasen angeordnet ist.
[0011] Die Längsführung gestaltet sich gemäß einer anderen vorteilhaften Weiterbildung der
Erfindung konstruktiv besonders einfach, wenn eines der Bauteile des Grundteils oder
des Empfangsteils einen Kulissenstein und das jeweils andere der Bauteile eine Kulissenführung
hat.
[0012] Zur Vereinfachung der Montage der Empfangseinheit bei einfacher Gestaltung der Längsführung
trägt es gemäß einer anderen vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung bei, wenn das
Grundteil eine Schraube hat, welche mit einem Kopf ein Langloch des Empfangsteils
hintergreift.
[0013] Die erfindungsgemäße Überwachungseinrichtung ist besonders einfach aufgebaut, wenn
das Empfangsteil das Grundteil übergreift und dass die elektronische Baugruppe an
der dem Grundteil zugewandten Seite des Empfangsteils angeordnet ist. Vorzugsweise
ist die elektronische Baugruppe mit dem Empfangsteil verklebt oder vergossen.
[0014] Eine fehlerhafte, beispielsweise verdrehte Montage der Empfangseinheit lässt sich
gemäß einer anderen vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung weitgehend vermeiden,
wenn die elektronische Baugruppe zur Erfassung der Position der Sendeeinheit eine
Platine und eine Antenne hat, wenn das Empfangsteil stufig mit einem hohen Absatz
und einem sich daran anschließenden niedrigen Absatz gestaltet ist und wenn die Antenne
in dem niedrigen Absatz angeordnet ist. Ein weiterer Vorteil dieser Gestaltung besteht
darin, dass unter dem hohen Absatz sehr großer Bauraum für elektronische Bauteile
der Platine vorhanden ist.
[0015] Zur weiteren Verringerung der Gefahr einer fehlerhaften Montage der erfindungsgemäßen
Überwachungseinrichtung trägt es bei, wenn die Absätze des Empfangsteils stufig gestaltet
sind und derartige Höhen aufweisen, dass die Sendeeinheit bei geschlossenem Fenster
ausschließlich über den niedrigen Absatz bewegbar ist und dass die Antenne an der
Stufung der Absätze angeordnet ist. Ein weiterer Vorteil dieser Gestaltung besteht
darin, dass bei entsprechender Ausrichtung der Empfangseinheit die Sendeeinheit gegen
die Stufen der Absätze gelangt und das Empfangsteil bei der Bewegung des Treibstangenbeschlages
in eine Verriegelungsstellung selbständig verschiebt. Damit ist gewährleistet, dass
die erfindungsgemäße Überwachungseinrichtung zuverlässig ausgerichtet ist.
[0016] Zur weiteren Verringerung der Gefahr einer fehlerhaften Montage trägt es gemäß einer
anderen vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung bei, wenn die Sendeeinheit einen
auf der Treibstange befestigten Bolzen und das Empfangsteil die Form eines Schließbleches
eines Verschlusses des Treibstangenbeschlages aufweist.
[0017] Die Sendeeinheit gestaltet sich gemäß einer anderen vorteilhaften Weiterbildung der
Erfindung konstruktiv besonders einfach, wenn die Sendeeinheit einen als RFID-Transponder
oder als Magneten ausgebildeten Sender hat. RFID-Transponder werden bei so genannten
Radio Frequency Identifcation Systemen eingesetzt und ermöglichen berührungslose Lokalisierung
von Gegenständen. Positionen von Magneten lassen sich einfach mittels so genannter
Reedkontakte erfassen.
[0018] Die Erfindung lässt zahlreiche Ausführungsformen zu. Zur weiteren Verdeutlichung
ihres Grundprinzips ist eine davon in der Zeichnung dargestellt und wird nachfolgend
beschrieben. Diese zeigt in
- Fig. 1
- eine erfindungsgemäße Überwachungseinrichtung eines Treibstangenbeschlages,
- Fig. 2
- eine Explosionsdarstellung einer Empfangseinheit der erfindungsgemäßen Überwachungseinrichtung
aus Figur 1,
- Fig. 3
- einen Längsschnitt durch die Empfangseinheit aus Figur 1,
- Fig. 4
- eine Explosionsdarstellung einer weiteren Ausführungsform der erfindungsgemäßen Empfangseinheit.
[0019] Figur 1 zeigt eine Überwachungseinrichtung 1 eines Treibstangenbeschlages 2 eines
Fensters, einer Fenstertür oder dergleichen. Die Überwachungseinrichtung 1 hat eine
Empfangseinheit 3 und eine an einer längsverschieblichen Treibstange 4 des Treibstangenbeschlages
2 befestigte Sendeeinheit 5. Die Sendeeinheit 5 weist einen auf der Treibstange 4
im Bereich einer Eckumlenkung 6 befestigten Bolzen 7 mit einem Sender 8 auf. Die Empfangseinheit
3 steht im geschlossenen Zustand des Fensters der Sendeeinheit 5 gegenüber und ermittelt,
ob sich das Fenster im geschlossenen Zustand und der Treibstangenbeschlag 2 in der
verriegelten Position befinden. Hierfür erfasst die Empfangseinheit 3 die Stellung
des Senders 8 der Sendeeinheit 5. In der Regel ist die Treibstange 4 und damit die
Sendeeinheit 5 an einem Flügel des Fensters angeordnet. Die Empfangseinheit 3 ist
an einem gegenüber der Sendeeinheit 5 feststehenden Bauteil, meist dem Rahmen des
Fensters befestigt.
[0020] Figur 2 zeigt in einer Explosionsdarstellung der Empfangseinheit 3, dass die Empfangseinheit
3 ein Grundteil 9 und ein Empfangsteil 10 hat. Das Grundteil 9 weist Schraublöcher
11 zur Verbindung mit dem gegenüber der Sendeeinheit 5 aus Figur 1 feststehenden Bauteil
auf. Das Empfangsteil 10 haltert eine elektronische Baugruppe 12 mit einer Platine
13 und einer Antenne 14. Vorzugsweise sind Platine 13 und Antenne 14 in dem Empfangsteil
10 vergossen. Das Empfangsteil 10 hat eine Längsführung 15 mit einer Kulissenführung
16 gegenüber einem Kulissenstein 17 am Grundteil 9. Weiterhin hat das Empfangsteil
10 eine Reihe von Rastnasen 18, während das Grundteil 9 einen federnden Rasthaken
19 hat. Das Empfangsteil 10 ist zudem stufig mit einem hohen Absatz 20 zur Aufnahme
der Platine 13 und einem niedrigen Absatz 21 zur Aufnahme der Antenne 14 ausgebildet.
Eine Kabelzuführung 22 des Empfangsteils 10 ist in dem Grundteil 9 angeordnet.
[0021] Figur 3 zeigt einen Längsschnitt der Empfangseinheit 3 aus Figur 2 im montierten
Zustand. Hierbei ist zu erkennen, dass der Rasthaken 19 des Grundteils 9 in die Reihe
von Rastnasen 18 des Empfangsteils vorgespannt ist. Damit wird das Empfangsteil 10
gegenüber dem Grundteil 9 nach einer Verschiebung entlang der Längsführung 15 gehalten.
Durch die Verschiebung wird die Position der Antenne 14 verstellt und damit eine Justage
der Empfangseinheit 3 gegenüber der in Figur 1 dargestellten Sendeeinheit 5 ermöglicht.
[0022] Figur 4 zeigt eine weitere Ausführungsform der Empfangseinheit 3 in einer Explosionsdarstellung.
Hierbei ist zu erkennen, dass eine Längsführung 23 des Empfangsteils 10 gegenüber
dem Grundteil 9 eine Schraube 24 hat, welche im montierten Zustand der Empfangseinheit
3 mit einem Kopf 25 ein Langloch 26 des Empfangsteils 10 hintergreift. Das Empfangsteil
10 kann an seiner der Sendeeinheit 5 aus Figur 1 zugewandten Seite die Form eines
Schließblechs haben. Unmittelbar unter der vorgesehenen Endposition des in Figur 1
dargestellten Senders 8 ist die Antenne 14 angeordnet.
1. Überwachungseinrichtung eines Treibstangenbeschlages eines Fensters, einer Fenstertür
oder dergleichen mit einer auf einer längsverschieblichen Treibstange angeordneten
Sendeeinheit und einer zur feststehenden Anordnung vorgesehenen Empfangseinheit zur
Erfassung der Position der Sendeeinheit, dadurch gekennzeichnet, dass die Empfangseinheit (3) ein Grundteil (9) und ein Empfangsteil (10) hat, dass das
Grundteil (9) Schraublöcher (11) zur Verschraubung mit einem feststehenden Bauteil
des Fensters hat und das Empfangsteil (10) eine elektronische Baugruppe (12) zur Erfassung
der Position der Sendeeinheit (5) hat und dass die Position des Empfangsteils (10)
gegenüber dem Grundteil (9) verstellbar ist.
2. Überwachungseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Grundteil (9) und das Empfangsteil (10) über eine Längsführung (15, 23) miteinander
verbunden sind.
3. Überwachungseinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass eines der Bauteile des Grundteils (9) oder des Empfangsteils (10) eine Reihe von
Rastnasen (18) und das jeweils andere Bauteil einen federnd gegen die Reihe von Rastnasen
(18) vorgespannten Rasthaken (19) hat.
4. Überwachungseinrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Rasthaken (19) von außerhalb der Empfangseinheit (3) zugänglich ist.
5. Überwachungseinrichtung nach Anspruch 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Längsführung (15, 23) parallel zur Reihe der Rastnasen (18) angeordnet ist.
6. Überwachungseinrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass eines der Bauteile des Grundteils (9) oder des Empfangsteils (10) einen Kulissenstein
(17) und das jeweils andere der Bauteile eine Kulissenführung (16) hat.
7. Überwachungseinrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Grundteil (9) eine Schraube (24) hat, welche mit einem Kopf (25) ein Langloch
(26) des Empfangsteils (10) hintergreift.
8. Überwachungseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Empfangsteil (10) das Grundteil (9) übergreift und dass die elektronische Baugruppe
(12) an der dem Grundteil (9) zugewandten Seite des Empfangsteils (10) angeordnet
ist.
9. Überwachungseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die elektronische Baugruppe (12) zur Erfassung der Position der Sendeeinheit (5)
eine Platine (13) und eine Antenne (14) hat, dass das Empfangsteil (10) stufig mit
einem hohen Absatz (20) und einem sich daran anschließenden niedrigen Absatz (21)
gestaltet ist und dass die Antenne (14) in dem niedrigen Absatz (21) angeordnet ist.
10. Überwachungseinrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Absätze (20, 21) des Empfangsteils (10) stufig gestaltet sind und derartige Höhen
aufweisen, dass die Sendeeinheit (5) bei geschlossenem Fenster ausschließlich über
den niedrigen Absatz (21) bewegbar ist und dass die Antenne (14) an der Stufung der
Absätze (20, 21) angeordnet ist.
11. Überwachungseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Sendeeinheit (5) einen auf der Treibstange (4) befestigten Bolzen (7) und das
Empfangsteil (10) die Form eines Schließbleches eines Verschlusses des Treibstangenbeschlages
(2) aufweist.
12. Überwachungseinrichtung nach einen der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Sendeeinheit (5) einen als RFID-Transponder oder als Magneten ausgebildeten Sender
(8) hat.