[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Überwachen eines Innen- oder Außenraums,
insbesondere zur Sicherung investiver und betrieblicher Vorgänge sowie von privatem
Eigentum.
[0002] Der Sicherung investiver und betrieblicher Vorgängen sowie von privatem Eigentum
vor unerlaubten Manipulationen, bevorzugt durch Dritte, kommt zunehmend eine wachsende
Bedeutung zu. Die technische, insbesondere elektronische Unterstützung der o. g. Sicherung
durch personalen Schutz hat in den letzten Jahrzehnten einen enormen Aufschwung genommen.
Soweit es sich bei den Bereichen, die gesichert bzw. geschützt werden sollen, um feste
Einrichtungen mit Abläufen handelt, die einen hohen örtlichen, zeitlichen und sachlichen
Wiederholungscharakter haben, stehen im Stand der Technik mehrere Überwachungssysteme
zur Verfügung. Die bekannten Systeme können jedoch nachteilhafterweise auf neue Situationen
nur mit erheblichem Umrüstaufwand und zeitlicher Verzögerung adaptiert werden. Ein
besonderer Nachteil des Standes der Technik ist der, dass die bekannten Systeme überwiegend
nur über eine Sensorik und Motorik mit ganz wenigen Parametern verfügen, insbesondere
Bewegung und/oder Geräusche sowie folgend akustische und visuelle Alarmgabe. Es besteht
ein erhöhtes Bedürfnis an Systemen zur Sicherung, die jederzeit mit geringem Aufwand
örtlich verschiebbar und an ihrem neuen Standort sofort wieder einsatzfähig sind und
die keiner wesentlichen Veränderungen in der Konfiguration ihrer Leitzentralen bedürfen.
Es wäre wünschenswert und vorteilhaft, wenn der Aufbau der Sensorik/Motorik es erlauben
würde, die Systeme neu detektierten Gefahrensituationen anpassen zu können und ihre
komplexen Reiz-Reaktionsmuster über eine eigene Steuerzentrale mit lernfähigem Koordinationsprogramm
zu leiten. Ein besonderes Bedürfnis besteht an der Verbesserung der bekannten Systeme
dahingehend, dass sie über einen längeren Zeitraum unabhängig von Versorgungseinrichtungen
agieren können, weitgehend im Innen- und im Außenbereich nicht von Umwelteinflüssen
gestört werden und gegen unerlaubte Angriffe, Diebstahl und versuchte Funktionsstörungen
gesichert sind. Im Wesentlichen lassen sich mindestens acht Grundanforderungen an
ein mobiles Überwachungszentrum stellen.
[0003] Aufgabe der Erfindung war es daher, ein System bzw. eine Vorrichtung bereitzustellen,
die die o. g. Grundanforderungen erfüllt und die Nachteile des Standes der Technik
nicht aufweist. Es war völlig überraschend, dass die erfindungsgemäße Aufgabe gelöst
wird durch eine Vorrichtung zum Überwachen eines Innen- oder Außenraumes, wobei die
Vorrichtung einen Stahlzylinder mit einem aufgesetzten Mast umfasst, der mindestens
einen Sensor/Sensoren und ein Einsatzmittel aufweist, wobei der Stahlzylinder eine
Versorgungseinheit mit einer Netzversorgung oder einer Batterieversorgung umfasst,
eine Steuereinheit mit einer Hardware- und einer Softwarekonfiguration, eine Vorrichtung
zur Online-Kommunikation und die genannten Sensoren ausgewählt sind aus der Gruppe
einer bildaufnehmenden Vorrichtung, eines Bewegungsmelders und einer stereometrischen
Schallaufnahmevorrichtung und die genannten Einsatzmittel insbesondere Scheinwerfer
und Vorrichtungen zur optischen und akustischen Signalgebung umfassen.
[0004] Bei der erfindungsgemäßen Lösung handelt es sich um eine Kombinationserfindung, die
eine Lehre zum technischen Handeln darstellt, bei der mehrere Elemente zur Erreichung
eines technischen Gesamterfolges zusammenwirken. Bei der erfindungsgemäßen Kombination
kommt es zur Wechselwirkung der einzelnen genannten Elemente der Vorrichtung. Die
in der erfindungsgemäßen Vorrichtung vereinigten Elemente wirken gemeinsam auf ein
einheitliches Ziel hin, d. h. sie kooperieren. Sie beeinflussen sich gegenseitig und
führen dadurch den Gesamterfolg herbei. Es kommt demgemäß in der erfindungsgemäßen
Vorrichtung zu einer funktionellen Verschmelzung der einzelnen Elemente. Der durch
die Kombinationserfindung herbeigeführte einheitliche technische Erfolg, der auf den
Wirkungen der einzelnen kombinierten Elementen beruht, ist die unverzichtbare Klammer
der erfindungsgemäßen Vorrichtung. Auch wenn einzelne Elemente der Vorrichtung im
Stand der Technik bekannt sind, ist in diesen der erfindungsgemäße Kombinationsgedanke
nicht offenbart. Der Stand der Technik gab dem Durchschnittsfachmann auch keine Anregung,
gerade die erfindungsgemäßen Elemente in der Kombinationsvorrichtung zusammenwirken
zu lassen.
[0005] In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weist der Mast eine Höhe von 2
bis 3,50 m über dem Boden auf, bevorzugt 2,10 bis 3,10 m. In dieser bevorzugten Ausführungsform
besteht die erfindungsgemäße Vorrichtung aus einem Stahlzylinder, der in kompakter
Bauweise die einzelnen Elemente der Vorrichtung umfasst, sowie dem bevorzugten aufgesetzten
Mast mit den der Situation angepassten Sensoren und Einsatzmitteln, sofern diese für
ihren optimalen Einsatz eine Höhe von 2 bis 3,50 m über dem Boden benötigen. Bevorzugterweise
ermöglicht die erfindungsgemäße Vorrichtung die teleskopartige Verlängerung des Mastes.
[0006] In einer besonders bevorzugten Ausführungsform beträgt das Gesamtgewicht der erfindungsgemäßen
Vorrichtung 100 bis 150 kg, bevorzugt 120 kg. Die einzelnen Passparameter einer der
bevorzugten Ausführungsformen sind den Abbildungen 1 und 2 entnehmbar.
[0007] Das Gerät kann in einer weiteren bevorzugten Ausführungsform über größere Distanzen
auf einem Gelände verschoben werden, so beispielsweise auf Baustellen, diebstahlgefährdeten
Solarfeldern oder Industrieanlagen. In diesem Falle wird die erfindungsgemäße Vorrichtung
mit einer Lafette kombiniert, mittels der die Vorrichtung auf einer Ladefläche horizontal
gelagert an ihren Einsatzort verbracht und dort entladen und bei Bedarf wieder geladen
werden kann. Das Gerät kann in der mit der Lafette kombinierten Ausführungsform durch
einen Erdanker gehalten oder mit Dübeln befestigt werden. Vorteilhafterweise kann
die erfindungsgemäße Vorrichtung in einer bevorzugten Ausführungsform einem Winddruck
bis zur Stärke 10 ausgesetzt werden.
[0008] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform umfasst die erfindungsgemäße Vorrichtung
keine Selbstfahrlafette, wodurch die Vorrichtung besonders kostengünstig mit einem
geringen logistischen Aufwand bereitgestellt werden kann.
[0009] Die erfindungsgemäße Vorrichtung enthält in ihrer kompakten Bauweise alle zur Aufgabenerfüllung
notwendigen Komponenten, bevorzugt solche, wie sie in Figur 2 wiedergegeben sind.
Es ist ein besonderer Vorteil der erfindungsgemäßen Vorrichtung, dass im Vergleich
zu den Systemen des Standes der Technik keine wesentlichen Änderungen in der Konfiguration
der Leitzentrale notwendig sind. Auf der übergeordneten Ebene ist auch bei der erfindungsgemäßen
Vorrichtung in der Leitzentrale ein menschlicher Supervisor notwendig, auch wenn z.
B. Warn- und Hilferufe parallel direkt zu alarmierenden menschlichen oder verarbeitenden
Systemen weitergeleitet werden können. Der menschliche Supervisor füllt die bestehenden,
nicht automatisierbaren Ermessens- und Beurteilungsspielräume aus. Das visuell-akustische
Meldeportrait einer Unregelmäßigkeit in der Leitzentrale wird in einer bevorzugten
Ausführungsform durch Anpassung bestehender Programme so konfiguriert, dass die Meldeanzeige
sich aus einem in der DV der Zentrale vorhandenen Fonds über eine feste Codierung
die Darstellungskonfiguration sucht, welche der gemeldeten Unregelmäßigkeit entspricht.
[0010] In einer besonders bevorzugten Ausführungsform kann in der erfindungsgemäßen Vorrichtung
ein zusätzliches Modul für Gasdetektion vorhanden sein, welches aktiviert wird und
so die digitale Übertragung der entsprechenden aktuellen Parameter über den Erkennungscode
grafisch in der Leitzentrale in Art und Ausbreitung des Gases zusätzlich zum Bild
und der Geräuschkulisse eines beschädigten Gastanks anzeigen kann. Alle sensorischen
und motorischen Aktoren der erfindungsgemäßen Vorrichtung können von der Leitstelle
aus telematisch beeinflusst werden und somit die Selbststeuerung ersetzen oder ergänzen.
Da die Leitzentralen des Standes der Technik für alle möglichen sensorischen/motorischen
Konfigurationen gerüstet sind, bedarf es in der Leitzentrale keiner aufwendigen Anpassung,
wenn die erfindungsgemäße Vorrichtung eingesetzt wird. Besonders bevorzugt ist es,
wenn die erfindungsgemäße Vorrichtung GPS-geortet ist.
[0011] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist die erfindungsgemäße Vorrichtung
mit Sensoren ausgestattet, die als visuelle Sensoren im Wellenbereich Infrarot bis
UV Informationen aufnehmen und weiterleiten können. Quellenbereiche außerhalb des
sichtbaren Lichtes erhalten vorteilhafterweise eine eigene Bildpräsentation. Es werden
Stills produziert, bewegte Bilder und Bewegungsdifferentiale zur Nachführung der Sensorik
auf bewegte Störfaktoren. Diese können vorteilhafterweise jeweils auf eigener Festplatte
archiviert oder online übermittelt werden. Die akustischen Sensoren sind entsprechend
ausgelegt. Bevorzugt sind weitere Wahrnehmungsbereiche wie gasförmige Medien oder
elektromagnetische Strahlung. Aufgrund des modularen Aufbaus des Gerätes sind fast
beliebige Kanäle aktivierbar, vorausgesetzt sie sind der Schnittstelle des digitalen
Umformers angepasst, der Teil der Steuereinrichtung ist und zur festen Hard- und Software
der bevorzugten Ausführungsform gehört. Unter dem Begriff der Motorik werden im Sinne
der Erfindung diejenigen Komponenten der Vorrichtung verstanden, welche als Reaktion
auf eine beobachtete Unregelmäßigkeit ausgelöst werden. Beispielsweise könnte bei
einem Tankschaden nicht nur die Aktion "Weitermeldung" erfolgen, sondern auch die
Auslösung starker optischer und akustischer Signale, die Nachführung der Sensorik
aufgrund der Bewegungsdifferenzmessung, die routinemäßige Ausleuchtung und Beobachtung
des 360-Grad-Feldes und ggf. stereometrische Messungen. Ein Beispiel einer solchen
bevorzugten Ausgestaltungsform wird im speziellen Beispielsteil näher erläutert. Wie
in Abbildung 3 gezeigt wird, stellt die Steuerungseinheit einen wesentlichen Bestandteil
der erfindungsgemäßen Kombinationsvorrichtung dar. Sie besteht von der Programmlogik
her aus einem Satz von Wenn-Dann-Anweisungen, die aus einem entsprechenden Fonds gezogen
werden, je nach digitaler Kennung der eingehenden Signale. Diese Kennung nimmt in
einer bevorzugten Ausführungsform ein Umformer vor, den alle Signale durchlaufen und
der diese nach einem einheitlichen Format digitalisiert und ihrer Art und Herkunft
nach adressiert. Der Vorteil der Steuerungseinheit liegt jedoch nicht nur in der intrabezogenen
Fehlersuche, Diagnose und dem entsprechenden Aufruf von Beseitigungs- und Melderoutinen,
sondern insbesondere auch in der Analyse von externen Misserfolgen, wenn z. B. die
Nachführung über Bewegungsdifferentiale keine gut verwertbaren Ergebnisse ermöglicht,
weil das bewegte Objekt zu weit entfernt ist oder die Sicht schlecht ist. In diesem
Falle würde die erfindungsgemäße Vorrichtung automatisch eine Infrarotdetektion zusätzlich
aktivieren. Neben der Beweglichkeit und Kompaktheit des Systems, seiner schnellen
Einsatzfähigkeit und der Tatsache, dass keine Änderungen der Konfiguration der Leitzentrale
notwendig sind, sowie der intelligenten Steuerungseinheit, ist die Versorgungsautonomie
ein weiterer besonderer Vorteil der erfindungsgemäßen Vorrichtung.
[0012] In einer besonders bevorzugten Ausführungsform wird das überwachte interne Netzgerät
mit 230V Wechselstrom über einen nassraumgeschützten Schutzkontakt gespeist. Das Netzgerät
versorgt hierbei die Kleinspannungskomponenten mit Energie sowie die Akkumulatoren
mit Ladestrom. Das Netzgerät ist dergestalt in die Stromversorgung eingebunden, dass
bei einem Netzausfall das Netzgerät mittels Diodenschaltung aus dem Versorgungskreis
entfernt wird und die Akkumulatoren unterbrechungsfrei den Betrieb für Stunden oder
Tage weiter gewährleisten können. Es erfolgt zum Vorgang des unprogrammierten Wechsels
auf die interne Stromquelle eine Meldung an die Leitzentrale mit Angabe der Restversorgungszeit
in wiederholten Abständen auf dem gewählten Funkkanal.
[0013] Vorteilhafterweise ist die erfindungsgemäße Vorrichtung umweltunabhängig, da sie
wasserdicht ist und aus korrosionsgeschützten Materialen besteht. Sie enthält für
nicht betriebsoptimale Tieftemperaturen in einer bevorzugten Ausführungsform auch
eine Bordheizung. Weiterhin sind vorteilhafterweise die außenmontierten sensorischen
und motorischen Komponenten ebenfalls so ausgelegt, dass sie wassergeschützt sind.
[0014] Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist die Sicherung gegen unerlaubte
An- und Eingriffe. Der zentrale Korpus (Stahlzylinder) der erfindungsgemäßen Vorrichtung
besteht aus einem Rahmen und einem Außenchassis, welche speziell für die Aufnahme
der Komponenten entworfen und angefertigt wurde. Der Kopf, der die Scheinwerfer, Kameras,
Antennen, Signalgeber, Mikrofone und Fotozellen aufnimmt ist abnehmbar gestaltet und
wird in einer bevorzugten Ausführungsform mittels Riegelkontakt gegen unbefugtes Abnehmen
oder Öffnen geschützt. Das Rohr, das den Kopf des Gerätes und die Bewegungsmelder
aufnimmt, ist von solcher Stabilität, dass beispielsweise selbst ein Traktieren mit
einem schweren Hammer keine nachteilhaften Änderungen herbeiführen kann. In diesem
Rohr werden die Leitungen zu den Komponenten des Kopfes geführt. Das Rohr ist mit
Streben am unteren Rahmen fixiert und bildet so eine weitere eigene Einheit. Die dritte
Einheit stellt das nach oben verschiebbare Chassis dar, welches so mit dem Rohr verschraubt
ist, dass es sich nicht selbständig öffnen kann. Der Rahmen der erfindungsgemäßen
Vorrichtung verfügt in einer weiteren bevorzugten Ausführungsform auch über eine Innenverschraubung
mit einem festen Grund, so dass diese Fixierung im gesicherten Bereich liegt. Die
Revisionsöffnungen des Chassis sind in dieser bevorzugten Ausführungsform mit Reedkontakten
und Schlössern gesichert. Etwaige Attacken auf das Gerät - sei es mechanischer Art
oder durch Beschädigung der Sensorik/Motorik - werden sofort an die Zentrale gemeldet.
[0015] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist die erfindungsgemäße Vorrichtung
dadurch gekennzeichnet, dass der Stahlzylinder und/oder der aufgesetzte Mast mindesten eine Blitzleuchte, mindestens
eine Antenne, mindestens einen Scheinwerfer, mindestens einen Dämmerungsschalter,
mindestens eine Kamera, mindestens einen Bewegungsmelder, mindestens ein Steuerungselement
mit programmierbarer Elektronik, mindestens eine Videosignalschnittstelle und mindestens
eine Kleinspannungsversorgungskomponente aufweist.
[0016] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Vorrichtung weist die Sensorik
Kameras, Bewegungsmelder, Mikrophone, Reedkontakte, Mikroschalter, Neigungsschalter,
Stromüberwachungen, Dämmerungsschalter und/oder Uhren auf.
[0017] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weist die Motorik Lautsprecher,
Notruftasten sowie Vorrichtungen zur optischen und akustischen Signalgebung auf.
[0018] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform umfasst die Steuereinheit einen Computer,
der so programmiert ist, dass er die parallelen Eingangssignale der Sensoren auswertet
und verarbeitet.
[0019] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform sind die Antennen W-LAN Antennen, Antennen
für analoge Signale und/oder GSM/UMTS-Antennen.
[0020] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform sind die Kameras 4 bis 16 Day-and-Night-Kameras.
[0021] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist der Bewegungsmelder ein dualer
IR-Passiv-Bewegungsmelder mit einem Erfassungswinkel von bevorzugt 360 Grad.
[0022] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform sind die Reedkontakte so positioniert,
dass sie ein Öffnen der Türen, ein Verschieben des Chassis, ein Lösen eines Modularkopfes
und/oder ein Öffnen der Bewegungsmelder detektieren und signalisieren.
[0023] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform sind die Neigungsschalter so eingestellt,
dass sie ein Kippen des Gerätes in jede Richtung detektieren und signalisieren.
[0024] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform senden die Scheinwerfer sichtbares
und nicht sichtbares Licht, bevorzugt im Infrarot-Bereich aus.
[0025] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, dass
die Vorrichtung die Merkmale gemäß der Ansprüche 1 bis 4 und insbesondere die Merkmale
gemäß der Ansprüche 1 bis 9 umfasst.
[0026] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, dass die Vorrichtung
die Merkmale gemäß der Ansprüche 1 bis 15, oder aber mindestens die Merkmale gemäß
der Ansprüche 6 bis 10 bzw. mindestens die Merkmale der Ansprüche 6 bis 15 umfasst.
Es war völlig überraschend, dass mit den bevorzugten Vorrichtungen die erfindungsgemäße
Aufgabe ganz besonders effizient und sicher gelöst werden kann.
[0027] Es ist selbstverständlich, dass die hier erläuterten und auf den Zeichnungen veranschaulichten
Ausführungsformen lediglich ein Beispiel der Prinzipien der vorliegenden Erfindung
darstellen und dass Modifikationen dieser Ausführungsformen dem Fachmann auf diesem
Gebiet offensichtlich werden können, ohne dabei von Sinn und Zweck der vorliegenden
Erfindung abzuweichen. Solche Modifizierungen fallen ebenfalls in den Umfang der vorliegenden
Erfindung, so dass sich die Unteransprüche ebenfalls auf diese erstrecken.
[0028] Die anmeldungsgemäße Lehre zeichnet sich durch folgende Merkmale aus:
- Abkehr vom technisch Üblichen
- neue Aufgabenstellung
- Vorliegen eines seit langem ungelösten dringenden Bedürfnisses für die Lösung des
mit der Erfindung gelösten Problems
- bisheriges vergebliches Bemühen der Fachwelt
- die Einfachheit der Lösung spricht für erfinderische Tätigkeit, insbesondere da sie
kompliziertere Lehren ersetzt
- Entwicklung der wissenschaftlichen Technik ging in eine andere Richtung
- entwicklungsstraffende Leistung
- Fehlvorstellungen der Fachwelt über die Lösung des entsprechenden Problems (Vorurteil)
- technischer Fortschritt, wie z. B.: Verbesserung, Leistungssteigerung, Verbilligung,
Ersparnis an Zeit, Material, Arbeitsstufen, Kosten oder schwer beschaffbaren Rohstoffen,
erhöhte Zuverlässigkeit, Beseitigung von Fehlern, Qualitätshebung, Wartungsfreiheit,
größere Effektivität, höhere Ausbeute, Vermehrung der technischen Möglichkeiten, Bereitstellung
eines weiteren Mittels, Eröffnung eines zweiten Weges, Eröffnung eines neuen Gebietes,
erstmalige Lösung einer Aufgabe, Reservemittel, Alternativen, Möglichkeit der Rationalisierung,
Automatisierung oder Miniaturisierung
- glücklicher Griff, da aus einer Vielzahl von Möglichkeiten eine bestimmte gewählt
wurde, deren Ergebnis nicht vorausgesagt werden konnte, daher handelt es sich um ein
patentwürdigen glücklichen Griff)
- Irrtümer in der Fachliteratur bzw. sehr widersprüchliche Darstellung zum Erfindungsgegenstand
- junges Gebiet der Technik
- Kombinationserfindung, d.h. mehrere bekannte Elemente werden zu einer Kombination
zusammengeführt, die einen überraschenden Effekt aufweist
- Lizenzvergabe
- Lob der Fachwelt und
- wirtschaftlicher Erfolg. Insbesondere die vorteilhaften Ausführungsformen der Erfindung
weisen mindestens einen oder mehrere der genannten Vorteile auf.
Im Folgenden wird die Erfindung anhand eines Beispiels näher erläutert, ohne auf dieses
Beispiel beschränkt zu sein.
Beschreibung des Multiscout Prototypen im Einzelnen
Funktionen der elektronischen Komponenten
[0029] Die Darstellung folgt dem stehenden Gerät von oben nach unten.
[0030] Der abnehm- und auswechselbare Kopf besteht aus:
1. Blitzleuchte
Sie dient der visuellen Signalisierung eines Alarms, je nach eingestellter Programmierung
2. Antennen
- GSM/ UMTS (900MHz/ 1800 MHz)
- die GSM/ UMTS Antenne überträgt Signale der Auswertung und sendet Statusmeldungen,
Alarmmeldungen, Datenübertragungen, Sprachmeldungen
- es können über die Antenne kompl. Gespräche zum Gerät aufgebaut werden (Ausführung
mit Überfalltaster)
- Antenne für analoge Signale: Video-, Audio- und Schaltkanäle - kann für sämtliche
Frequenzbänder ausgelegt werden
- die zur Zeit verbaute Variante arbeitet im 2,4 GHz- Bereich
- WLAN Antenne
- Zur Datensicherung und Änderung der Aufnahmeparameter
- Zum Vernetzen mehrerer Multiscoutgeräte, die in einem Systemverbund arbeiten und Daten
untereinander austauschen und z.B. ins Internet senden.
Die Antennensockel und Verbindungsleitungen sind so konzipiert, dass sie jederzeit
gegen andere Antennen ausgetauscht werden können.
3. Scheinwerfer
Sie leuchten den Näheren und Weiteren Bereich, der zu überwachenden Fläche wo das
Gerät steht, aus. Für ein schnelles Ansprechverhalten sind diese z.Zt. als Glühlampen
ausgelegt. Die Scheinwerfer werden auf Ansteuerung und Stromverbrauch überwacht und
Lösen bei Defekt eines Leuchtmittels oder eines Kabelfehlers sofort eine Statusmeldung
oder einen Alarm aus. Eine Selbstdiagnose kann in Abständen programmiert werden. Die
Scheinwerfer werden je nach Einstellung einzeln oder im Gesamten angesteuert. Sie
sind so angebracht, dass sie sich in jede Richtung schwenken und drehen lassen. Die
Ausleuchtung beträgt 360°.
Die Scheinwerfer können gegen jegliche andere Modelle austauschen oder umrüsten. (z.B.
Ausstattung Protect- Serv 4 mit IR Scheinwerfern)
4. Dämmerungsschalter
Das Photoelement des Dämmerungsschalters wird beim Antennensockel aus dem Gerätekopf
geführt. Der Dämmerungsschalter ist auf jede Dämmerungszustände einstellbar und dient
der Auswerteinheit zur Feststellung der Helligkeit um das Gerät herum.
5. Kamera(s)
Die Kameras dienen der visuellen Aufnahme und Auswertung von Veränderungen in den
einzelnen Kameraausschnitten. In der Version Protect- Serv 4 sind vier Kameras installiert,
es ist auch möglich den Protect- Serv mit mehr oder weniger Kameras auszurüsten, diese
Variationen sind bereits vorbereitet.
Der Protect- Serv kann ebenfalls mit jeder anderen gebräuchlichen Kamera oder auch
Wärmebildkamera ausgerüstet werden. Die Kameras sind mit Gelenkfüßen montiert und
lassen sich so in jegliche Richtung verstellen.
Die Kamerasignale sind überwacht und lösen bei Verlust eines Signals eine Status-
bzw. Alarmmeldung aus.
6. Bewegungsmelder
Der Protect- Serv hat 4 Bewegungsmelder á 90° Erfassungsbereich, so dass ein Bereich
von 360° um den Protect- Serv überwacht ist. Die Reichweite der z. Zt. installierten
Variante beträgt ca 11 m. Sie dienen der Signalauswertung und können mit Uhr - oder
Dämmerungsverknüpfung für eine Alarmauslösung herangezogen werden.
Auch die Dämmerungsschalter sind gegen Öffnen, oder Manipulation, Sabotage überwacht.
7. Steuerung
Die Steuerung des Geräts besteht aus einer programmierbaren Elektronik mit div. Ein-
und Ausgängen.
Zu den Eingängen zählen Signale wie:
- 1. Dämmerung
- 2. Uhreneingänge
- 3. Bewegungsmelder
- 4. Kamerabildauswertung
- 5. GSM Eingänge zum Einstellen der Funktionsmodi
- 6. Sabotageüberwachung sämtlicher Komponenten
- 7. Scheinwerferüberwachung
- 8. Spannungsversorgungsüberwachung
usw.
Zu den Ausgängen zählen Signale wie:
- 1. GSM/UMTS Ausgänge für Status- und Systemzustandsübertragung
- 2. Sirene
- 3. Blitzleuchte
- 4. Scheinwerfersteuerung
- 5. Sender für Videobild- oder Datenübertragung Ein/Ausschalten
- 6. Heizung usw.
8. Videosignalschnittstellen
Die Videosignale können über verschiedene Wege übertragen werden:
- 1. Coaxialanbindung mit BNC Steckern für jede Kamera
- 2. Zweidrahtübertragung mittels RJ45 Buchse für jede Kamera
- 3. Netzwerkübertragung mittels Cat.5, Cat.6 o. Cat.7 Kabel zum Sichern der Daten auf
einem FTP- Server oder zur Übertragung mittels PPPoe Protokoll an eine Internetadresse.
- 4. Funkübertragung mittels W-Lan
9. Kleinspannungsversorgung
Die Kleinspannungsversorgung der elektronischen Komponenten übernimmt ein leistungsfähiges
Schaltnetzteil, das gleichzeitig auch die Akkus lädt. Ohne Starkstromversorgung (230V)
übernehmen die Beiden Akkus die Versorgung der Komponenten. Die Akkus reichen für
ca. 60 Stunden autarker Versorgung aus. Das Schaltnetzteil wird Funktionsüberwacht
und löst eine Meldung bei Verlust der Primärenspannungsversorgung aus. Die Komponenten
im Chassis sind so angeordnet, das diese einen Wasserstand von ca. 30 cm unbeschadet
überstehen.
Notruffunktion :
[0031] Gerät kann nach Betätigung der Notruftaste automatisch mit einer Notrufzentrale verbunden
werden. Des Weiteren kann auch von der Zentrale ohne weiteres eine Sprachverbindung
zum Gerät aufgebaut werden. Die Verständigung erfolgt über eingebaute Mikrofone und
Lautsprecher ohne weitere Betätigung von Tasten.
Modulare Sensorik
[0032] Am Gerät werden verschiedene Sensoren installiert, wie :
Kameras[3]:
[0033] Aktuell kommen am Gerät vier oder auch mehr day-and-night Kameras (mit Ergänzung
im IR-Bereich) zum Einsatz.
[0034] Von der Zahl der Steckplätze her können es bis zu 16 sein.
[0035] Es können selbstverständlich auch Kameras des erweiterten Lichtwellenspektrums zum
Einsatz kommen, wie etwa Wärmebildkameras und solche des UV-Spektrums. Es kann die
volle Farbskala abgerufen werden oder z.B. nur Schwarz/Weiß .
[0036] Die Kameras sind an beweglichen Haltern montiert und können so in jede wichtige Richtung
gestellt werden, ohne das Gerät drehen zu müssen oder die Bodenbefestigungen wieder
zu lösen (vgl. modulare Motorik, Zif.(6).
Bewegun-gsmeider[4]:
[0037] Es kommen am Gerät duale IR Passivbewegungsmelder zur besseren Vermeidung von Fehlalarmen
zum Einsatz. Sie sind durch Melder auf Radarbasis ersetzbar, die Schnittstelle ist
vorhanden.
[0038] Aktuell sind auf dem Prototypen Melder mit einem Erfassungswinkel von 360 Grad montiert.
Mikrofone[18]:
[0039] Die Mikrofone am Gerät erfüllen eine Mehrfachfunktion: Sie liefern entweder reine
Audioaufnahmen, oder Bild/Ton-Sequenzen. ferner dienen sie der Kommunikation zwischen
Personen vor Ort und einer Leitzentrale.
Reedkontakte:
[0040] Es kommen am Gerät Reedkontakte zum Einsatz, die ein Öffnen der Türen, ein Verschieben
des Chassis, ein Lösen des Modularkopfes, oder ein Öffnen der Bewegungsmelder usw.
signalisieren.
Mikroschalter:
[0041] Siehe Reedkontakte.
Neigungsschalter:
[0042] Es kommen am Gerät Neigungsschalter zum Einsatz, die ein Kippen des Gerätes in jede
Richtung signalisieren.
Stromüberwachungen:
[0043] Es kommen Stromüberwachungen am Gerät zum Einsatz, die die Funktion z.B. der Scheinwerfer
überwachen und bei Ausfall eines Leuchtmittels eine Signaländerung am Bordcomputer
auslösen, der wiederum sofort eine SMS oder Sprachnachricht an ein Telefon oder Handy
sendet, in der der defekte Scheinwerfer direkt mit Nummer übermittelt wird. Es lassen
sich so Prioritäten aufstellen, ob eine sofortige Reparatur nötig ist, wenn der Scheinwerfer
z.B. in eine Richtung zeigt, die als unwichtig eingestuft ist.
[0044] Des Weiteren wird die Spannungsversorgung Primär- und Sekundärseitig überwacht und
ebenfalls sofort im Falle eines Ausfalls eine Meldung im Klartext oder per Sprache
übermittelt.
Dämmerungsschalter:
[0045] Es kommt am Gerät ein Dämmerungsschalter zum Einsatz der als Referenz zur Alarmierung,
zum zuschalten der Scheinwerfer bei Alarmauslösung, oder einfach als Referenz zur
Beleuchtung der näheren Umgebung ( als Beieuchtungsmast ) genutzt werden kann.
Uhren:
[0046] Siehe Dämmerungsschalter (ext. Uhr, zweikanalig).
[0047] Des Weiteren können Uhren im Bordcomputer programmiert werden und auch Programmabläufe
steuern, wie z.B. Funktionstest der Scheinwerfer einmal täglich oder jeden Stunde,
mittels der Stromüberwachung usw.
[0048] Es können am Gerät selbstverständlich auch andere Sensoren wie Rauchmelder, Akustische
Melder usw. montiert werden,
[0049] um eine spätere Erweiterung der Aufgabenbereiche des Gerätes zu ermöglichen, eine
Grenze ist diesem nicht gesetzt.
Modulare Motorik
Scheinwerfer[5]:
[0050] Am Gerät sind Scheinwerfer installiert, die den gesamten Umkreis von 360° um das
Geräte ohne Lücken und auch des weiteren Umfeldes ausleuchten.
[0051] Die derzeitigen Scheinwerfer sind aus Gründen des schnelleren Ansprechens als Halogenstrahler
ausgeführt.
[0052] Es können selbstverständlich auch Scheinwerfer anderer Wellenlängen als des sichtbaren
Lichts eingesetzt werden,wie z.B. des Infrarot Bereichs.
Optische Signale[13]:
[0053] Am Gerät ist eine Blitzleuchte montiert, die eine optische Signalisierung mittels
rotem Blitz erzeugt.
[0054] Es dient der Fernlokalisierung des ausgelösten Gerätes, falls sich auf einem Gelände
mehrere der Geräte befinden.
Akustische Signale[12]:
[0055] Am Gerät ist eine Sirene installiert, die eine akustische Signalisierung mittels
Heulton erzeugt.
[0056] Es dient der Abschreckung und der Aufmerksamkeitserzeugung z.B. im Falle einer Sabotage
o.ä.
Lautsprecher[17]:
[0057] Am Gerät sind Lautsprecher installiert, die im Falle eines Notrufes oder im Sabotagealarmfall
als Sprechverbindung dienen.
Notruftaster[6]:
[0058] Am Gerät ist ein gegen versehentliches Betätigen geschützter Notruftaster, der im
Not- oder bei einem Überfall ohne Mühe betätigt werden kann installiert.
[0059] Das Signal des Notruftasters löst im Bordcomputer eine Abfolge aus, in der eine Sprachverbindung
über ein GSM/UMTS Modem mit einer eingespeicherten Telefonnummer hergestellt wird.
Dies kann Polizei, Feuerwehr oder eine andere Notrufzentrale sein.
[0060] Des Weiteren ist es möglich das Gerät auch mit einem Eigenschutz auszustatten, der
durch Sabotagealarm ausgelöst wird.
[0061] Zu den Funktionen der Motorik gehört auch das Nachjustieren der Sensorik im Ereignisfalle,
etwa die Drehung von Scheinwerfern oder die Einschaltung zusätzlicher Lichtquellen.
Über Funk können auch telematische Funktionen ausgelöst werden, etwa die Schließung
von Toren oder das Hochfahren von Barrieren. Dies wird durch den modularen Aufbau
der Programmstruktur im Steuerteil des Gerätes bewirkt (vgl. zu Ziffer (1)).
Steuereinheit
[0062] Die Steuereinheit des Gerätes besteht aus einem Bordcomputer[
1], der die parallelen Dateneingangssignale der einzelnen Sensoren, Schalter und Verbundkomponenten
auswertet und verarbeitet.
[0063] Die Verarbeitung erfolgt über eine veränderbare Software, die eine unbegrenzte Verknüpfungsmöglichkeit
der einzelnen Sensoren, Schalter und Verbundkomponenten ermöglicht.
[0064] Der für den jeweiligen Einsatz erforderliche Programmablauf kann über eine Tastatur
am Gerät, oder über Kabel und ein abgesetztes Tableau, oder über Funk mit dem GSM/UMTS
Netz mittels Telefon oder auch Mobiltelefon voreingestellt und auch jederzeit geändert
werden.
[0065] An der Hardware des Bordcomputers können Signale wie 1/0, Hi/Low oder auch Analoge
Signale verschiedener Spannungsbereiche verarbeitet werden, dadurch ergibt sich auch
eine nahezu unbegrenzte Bandbreite an zu verarbeitbaren Sensoren die zur Signalisierung
benutzen werden können.
[0066] Die Software des Bordcomputers wird mittels Datenübertragung eingespielt und ermöglicht
verschiedenste voreingestellte Programmabläufe. Mittels Eingangssignalen ( z.B. durch
Mobiltelefon) an bestimmten Eingängen des Bordcomputers werden Szenarien für z.B.
für Alarmierungen, Statusmeldungen und Datenübertragungen u.A. ausgewählt. Falls die
bisherigen Szenarien für bestimmte Aufgaben oder Sensoren nicht ausreichen, kann das
Softwareprogramm jederzeit an die neue oder erweiterte Aufgabe angepasst werden.
[0067] Zur Zeit sind voreingestellte Programmabläufe z.B.:
[0068] Alarmierung bei Auslösung eines Bewegungsmelders, oder Alarmierung erst bei Auslösung
eines Bewegungsmelders und einer Vergleichsuhrzeit, die individuell eingestellt werden
kann.
Oder
[0069] Alarmierung bei Bewegung in einem Kamerabild, dies kann ebenfalls wieder mit Uhrzeit
erfolgen, oder als Meldergruppenabhängigkeit mit einem Bewegungsmelder nur zusammen
usw.
Oder
[0070] Alarmierung bei Sabotage an einer der Gerätekomponenten usw.
[0071] Der Bordcomputer ist gleichzeitig auch die Motorische Schnittstelle und steuert mit
seinen Ausgängen z.B. Scheinwerfer, Statusübermittlungen wie Alarm oder Zustand der
Spannungsversorgung (z.B. aufs Handy mittels SMS oder durch Sprachmitteilung), Datenübermittlungen
mittels Netzwerk ( RJ45 mit Cat. Kabel wie auch Wireless Lan) auf Computer oder Server
oder ins Internet an eine vorbestimmte IP Adresse, Sirene als auch Blitzleuchte für
externen Alarmierung am Gerät usw.
Online Kommunikation mit übergeordneter Stelle
[0072] Es gibt verschiedene verbaute Sender im Gerät, die eine Echtzeit und On-Line Übertragung
ermöglichen.
Videolinksender[10]:
[0073] Der Videolinksender kann über den Bordcomputer per Fernbedienungsbefehl ein- und
ausgeschaltet werden.
[0074] Er überträgt auf den zugelassenen Videolinkfrequenzen die Kamerabilder in Echtzeit.
Der Sender ist kryptiert und gegen unbefugtes zusehen geschützt. Der Videolinksender
hat am oberen Ende des Gerätes eine separate Antenne.
GSM/UMTS Transponder[11]:
[0075] Der GSM/UMTS Transponder kann via Telefon angerufen werden und mittels Tastenkodierung
die Szenarien der Software und damit die Auswertungskriterien des Bordcomputers verändern.
[0076] Des Weiteren ist der Transponder auch für die Übermittlung der Sprach- und SMS Mitteilungen
durch die Ansteuerung des Bordcomputers zuständig. D.H. wenn der Bordcomputer ein
bestimmtes Alarmierungs- oder Statussignal senden muß, wird im Transponder ein SMS
Text ausgelöst und an eine vorbestimmte Telefonnummer geschickt.
[0077] Bei Auslösung des Notruftasters[
6] am Gerät, löst der Bordcompter[
1] am GSM/UMTS Transponder[
11] eine Zahlenwählfolge aus und die Sprachverbindung wird über das GSM/UMTS Gerät hergestellt.
Bei Beendigung des Gespräches, kann der Impuls zur Auslösung erneut gegeben werden.
Das Gespräch wird auf der Festplatte des Aufzeichnungsgeräts[
2] aufgenommen.
[0078] Das GSM/UMTS Modul hat am oberen Ende des Gerätes eine separate Antenne.
Wireless Lan Router[9]:
[0079] Ein Wireless Lan Router ist ebenfalls im Gerät integriert und ermöglicht per Funk
den Zugriff auf alle Daten und die komplette Aufnahmesteuerung. Alle Einstellungen
des Aufnahmeteils lassen sich hier online und in Echtzeit verändern.
[0080] Die gesamten Datensicherungen, Netzwerkzugriffe, IP Datenversendungen usw. können
über das Routermodul erfolgen.
[0081] Im Verbund mit dem UMTS-Modem können sämtliche Daten und Einstellungen in das Internet
gesendet oder auch empfangen werden, sowie mit anderen Multiscout Geräten ein Netzwerk
aufgebaut werden und untereinander und ins Internet kommuniziert werden.
[0082] Der Wireless Lan Router hat am oberen Ende des Gerätes eine separate Antenne.
Netzwerkschnittstelle (RJ 45)[14]:
[0083] Es gibt auch die Möglichkeit den kabelgebundenen Netzwerkzugriff über die RJ45 Switchbuchse
des Wireless Lan Router zu benutzen. Auch hier ist der komplette Zugriff möglich.
Videoschnittstelle Zweidrahttechnik RJ45 Buchse[17]:
[0084] Eine Videoschnittstelle für Zweidrahttechnik ist ebenfalls installiert und überträgt
die einzelnen Kamerabilder in Echtzeit.
Videoschnittstelle in Coaxialausführung[16]:
[0085] Eine Videoschnittstelle für Coaxialkabel mit BNC Stecker ist ebenfalls installiert
und überträgt die einzelnen Kamerabilder in Echtzeit. Die Videoschnittstelle ist mit
einem Verstärker für jeden Kanal ausgestattet und kann das Eingangssignal von 1 V
SS bis auf 4V SS verstärken.
Archiv
Bildaufzeichnung[2]:
[0086] Die Bildaufzeichnung erfolgt mittels Festplatte im Aufzeichnungsgerät[2]. Das Format
der Aufzeichnung ist derzeit Mpeg4.
[0087] Die Festplatte kann mittels Wechselrahmen schnell ausgetauscht werden. Des Weiteren
besteht die Möglichkeit, am Aufzeichnungsteil einen zusätzlichen USB Wechseldaten-Speicher[
15] anzuschließen und Teile der Bildaufnahme herunter zu laden. Analog dazu kann eine
Datensicherung der Bildaufnahmen mittels Netzwerk[
14] und Cat. Kabel (RJ 45 Anschluß) oder per Wireless Lan[
9] auf einen externen Computer erfolgen und die Möglichkeit die Aufzeichnung per Internet
und somit in Echtzeit an eine beliebige IP Adresse oder auf einen Server zu schicken
(vgl. auch zu Ziffer (2)).
[0088] Alle Funktionen von Datensicherung, Einsicht in die Kamerabilder und Änderung des
Programmszenarios für eine Alarmierung, können bei Vorhandensein eines GSM Netzes
und des Internets Weltweit erfolgen.
[0089] Die Auswertung der Bewegung in den Kamerabildern z.B. zur Signalisierung eines Alarmes,
erfolgt ebenfalls in der Aufnahmeeinheit[
2]. Es können verschiedene Kriterien zur Auswertung herangezogen werden z.B. Pixelbewegung,
Komplett Bild im Vergleich zum vorherigen usw.
[0090] Bei Signalverlust einer Kamera[3] beispielsweise durch Sabotage, erfolgt ebenfalls
eine Signalisierung an den Bordcomputer[
1], der sofort eine Statusmeldung verschickt ( siehe Stromüberwachung u.A. ).
[0091] Es können auch nur Aufnahmen nur bei Bewegung erfolgen, so lässt sich Platz auf der
Festplatte sparen.
Audioaufzeichnung:
[0092] Die Audioaufzeichnung erfolgt ebenfall auf dem Aufnahmegerät[2] mittels Festplatte
mit gleichen Verwertungsfunktionen wie bei der Bildaufzeichnung.
[0093] Bei Sabotage am Gerät und bei der Auslösung eines Notrufes wird die Audioaufzeichnung
automatisch ausgelöst..
[0094] Weitere Verarbeitungsszenarien für Sensorik und Motorik sind über eine Softwareanpassung
mit geringem Aufwand möglich, da das Archivprodukt immer als Digitaldatei gespeichert
wird.
Gehäuseräumliche Anordnung
[0095] Das Tragsystem für die Erfindung besteht aus drei Teilen.
1. Das Grundgestell:
[0096] Es besteht aus einem stabilen Gerüst und dem Mast, der den austauschbaren Kopf aufnimmt.
[0097] Am unteren Teil des Gerüstes werden die Elektronischen Komponenten montiert und mittels
Kabeln die verdeckt im Mast verlaufen, mit den Sensoren verbunden.
[0098] Dieser Teil wird zur festen Verbindung mit dem Untergrund genutzt, als Befestigungspunkt.
[0099] Die Befestigungspunkte des Grundgestells werden vom öffenbaren Teil, der als Abdeckung
für die Elektronischen Komponenten dient, überdeckt.
[0100] Das Grundgestell ist in die Sabotageüberwachung eingebunden, es kann nicht gelöst
oder gekippt werden.
[0101] Bewegungssensoren werden direkt am Mast befestigt und gehören immer zur Grundausstattung
des Gerätes. Diese sind ebenfalls für ein schnelles wechseln, gegen Sensoren mit anderen
Detektionsverfahren, vorbereitet.
2. Abdeckung des Grundgestells:
[0102] Die Abdeckung besteht aus einem Chassis, das über das Gerüst und den Mast geschoben
wird.
[0103] Es bedeckt die elektronischen Komponenten und schütz diese vor unbefugtem Zugriff
und Beschädigung der Elektronik.
[0104] Es besitzt verschlossene Eingriffmöglichkeiten um den Zugang an bestimmte Elektronischekomponenten
zu ermöglichen. Die Abdeckung ist gepanzert und extrem widerstandsfähig. Alle Eingriffmöglichkeiten
sind in den Sabotageschutz eingebunden.
[0105] Das Chassis wird an verschiedenen Stellen mit dem Grundgestell fest verschraubt.
Sämtliche Türen und Übergänge sind gegen spritz und Strahlwasser aus allen Richtungen
geschützt.
3. Geräte Kopf:
[0106] Der Kopf wird fest am oberen Ende mit dem Mast verschraubt und nimmt die Kamerakomponenten,
die Scheinwerfer, die externe Signalisierung, Fotowiderstände und Antennen auf.
[0107] Er ist so konstruiert das ein schneller Austausch gegen einen Kopf mit noch mehr
Kameras, oder anderen Kameras, oder anderen Scheinwerfern usw. in kürzester Zeit möglich
ist.
[0108] Die Scheinwerfer sind so befestigt, das sie 360° rundum ausleuchten und auch in bestimmte
Richtungen geschwenkt und somit auch auf einzelne Bereiche eingestellt werden können,
ohne das Gerät drehen oder umsetzen zu müssen. Das Selbe gilt für die Kameras.
[0109] Der Kopf des Gerätes ist Sabotagegeschütz gegen öffnen bzw. Abnehmen. Alle Elektrischen
Komponenten sind mit schnell lösbaren Steckverbindungen im Kopf versehen.
[0110] Wie alle Teile ist auch der Kopf des Gerätes sowie Mast und Chassis vor Beschuss
mit Luftdruckwaffen bzw. Waffen deren Energie kleiner oder gleich 30 Joule beträgt
geschützt.
4. Anordnung der Komponenten:
[0111] Die Elektronischen Komponenten sind im Grundgerüst verankert und so angeordnet, das
im Falle einer Überschwemmung das Gerät fehlerfrei weiterarbeitet, bis zu einem Wasserstand
von 30 cm. Selbst bei einem Wasserstand von 45 cm bleiben die Aufzeichnungen intakt.
Die Kabeldurchführung für eine Externe Versorgung oder eine Datenspeicherung via Netzwerk
sind so angeordnet, das sie von einer abschließbaren Klappe überdeckt werden, so das
kein direkter Zugang zum Gerät von außen möglich ist.
1. Vorrichtung zum Überwachen eines Innen- oder Außenraumes,
dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung einen Stahlzylinder mit einem aufgesetzten Mast umfasst, der mindestens
eine Sensorik und ein Einsatzmittel aufweist, wobei der Stahlzylinder eine Versorgungseinheit
mit einer Netzversorgung oder einer Batterieversorgung umfasst, eine Steuereinheit
mit einer Hardware- und einer Softwarekonfiguration, eine Vorrichtung zur Online-Kommunikation
und die Sensoren ausgewählt sind aus der Gruppe einer bildaufnehmenden Vorrichtung,
eines Bewegungsmelders und einer stereometrischen Schallaufnahmevorrichtung und die
Einsatzmittel insbesondere Scheinwerfer und Vorrichtungen zur optischen und akustischen
Signalgebung umfassen.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass der Mast eine Höhe von 2,00 bis 3,50 m über dem Boden, bevorzugt 2,10 bis 3,10 m
aufweist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass visuelle Sensoren im Wellenbereich Infrarot bis UV Informationen aufnehmen und weiterleiten
können.
4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der Stahlzylinder und/oder der aufgesetzte Mast mindesten eine Blitzleuchte, mindestens
eine Antenne, mindestens einen Scheinwerfer, mindestens einen Dämmerungsschalter,
mindestens eine Kamera, mindestens einen Bewegungsmelder, mindestens ein Steuerungselement
mit programmierbarer Elektronik, mindestens eine Videosignalschnittstelle und mindestens
eine Kleinspannungsversorgungskomponente aufweist.
5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass sie die Merkmale gemäß Anspruch 1 bis 4 umfasst.
6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Sensorik Vorrichtungen aufweist, ausgewählt aus der Gruppe umfassend Kameras,
Bewegungsmelder, Mikrophone, Reedkontakte, Mikroschalter, Neigungsschalter, Stromüberwachungen,
Dämmerungsschalter und/oder Uhren.
7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung eine Motorik aufweist, ausgewählt aus der Gruppe Lautsprecher, Notruftasten
sowie Vorrichtungen zur optischen und akustischen Signalgebung.
8. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinheit einen Computer umfasst, der so programmiert ist, dass er die parallelen
Eingangssignale der Sensoren auswertet und verarbeitet.
9. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Antennen W-LAN Antennen, Antennen für analoge Signale und/oder GSM/UMTS-Antennen
sind.
10. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass sie die Merkmale gemäß der Ansprüche 1 bis 9 umfasst.
11. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Kameras 4 bis 16 Day-and-Night-Kameras sind.
12. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der Bewegungsmelder ein dualer IR-Passiv-Bewegungsmelder mit einem Erfassungswinkel
von bevorzugt 360 Grad ist.
13. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Reedkontakte so positioniert sind, dass sie ein Öffnen der Türen, ein Verschieben
des Chassis, ein Lösen eines Modularkopfes und/oder ein Öffnen der Bewegungsmelder
detektieren und signalisieren.
14. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Neigungsschalter so eingestellt sind, dass sie ein Kippen des Gerätes in jede
Richtung detektieren und signalisieren.
15. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Scheinwerfer sichtbares und nicht sichtbares Licht, bevorzugt im Infrarot-Bereich
aussenden.
16. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass sie die Merkmale gemäß der Ansprüche 1 bis 15 umfasst.
17. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass sie mindestens die Merkmale gemäß der Ansprüche 6 bis 10 umfasst.
18. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass sie mindestens die Merkmale der Ansprüche 6 bis 15 umfasst.