[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Induktivitätendruckstück zum Zusammenhalten
eines Magnetkerns bzw. eines Blechpaketes von Induktivitäten, insbesondere Drosseln
unter Zuhilfenahme wenigstens eines Gegenstücks, insbesondere wenigstens eines weiteren
Induktivitätendruckstücks. Weiterhin betrifft die vorliegende Erfindung ein induktives
Bauteil, insbesondere eine Drossel mit wenigstens zwei Induktivitätendruckstücken
und einen dazwischen geordneten Magnetkern. Ferner betrifft die Erfindung die Verwendung
wenigstens eines Induktivitätendruckstücks zum Zusammenhalten eines Magnetkerns eines
induktiven Bauteils.
[0002] Induktivitätendruckstücke sind im Allgemeinen bekannt. Sie finden Verwendung beim
Zusammensetzen eines induktiven Bauteils, insbesondre einer Drossel. Bekannte Druckstücke
werden beispielsweise nach DIN 41307 hergestellt. Ein induktives Bauteil weist im
Wesentlichen zumindest einen Spulenkörper und einen Magnetkern auf. Zum Herstellen
eines induktiven Bauteils wie einer Drossel wird oftmals der Magnetkern jeweils mit
einem Schenkel in einen Spulenkörper geschoben, so dass er auf der anderen Seite des
Spulenkörpers wieder herausragt. Um dann für das fertige induktive Bauteil den Magnetkern
zu schließen, so dass ein magnetischer Kreis entsteht, wird eine Art Querschenkel,
der auch als Joch bezeichnet wird, als Teil des Magnetkerns verwendet und an einer
bisher offenen Seite der Schenkel angesetzt.
[0003] Beispielsweise weist bei Verwendung eines Systems mit drei Spulenkörpern, die nebeneinander
angeordnet sind, der Magnetkern einen Hauptabschnitt auf, an dem drei Schenkel angeordnet
sind, die sich parallel zueinander und quer zu dem Hauptschnitt erstrecken. Der Hauptabschnitt
mit seinen drei Schenkeln bildet grundsätzlich ein Stück, das in seinem Aussehen einem
"E" entspricht. Andere Formen kommen vor. Ebenso sind Magnetkerne bekannt, bei denen
die Schenkel getrennt vom Hauptabschnitt angeordnet sind. Jeder dieser Schenkel wird
zum Herstellen eines induktiven Bauteils durch je einen Spulenkörper geschoben. Auf
der offenen Seite wird ein Querschenkel angesetzt, der auch als Joch bezeichnet wird,
der die drei Schenkel an ihren offenen Seiten verbindet. Der Hauptabschnitt zusammen
mit den drei Schenkeln und dem angesetzten Joch ähnelt in seinem Aussehen etwa einem
symmetrisch zweigeteilten Fensterrahmen. Diese beiden Einzelteile zum Herstellen eines
geschlossenen Magnetkerns des geschilderten Beispiels werden üblicherweise auch als
E-Kern und I-Kern bezeichnet.
[0004] Um diesem geschlossenen Magnetkern auch eine mechanische Stabilität zu verleihen,
wird eine Vielzahl von Druckstücken verwendet. Solche Druckstücke sind im Wesentlichen
flache, längliche Metallbleche mit einer meist rechteckigen Form. Ihre Länge ist größer
als die eines Schenkels. Zum Herstellen der mechanischen Stabilität wird für jeden
Schenkel und damit - gemäß obigem Beispiel - für jeden Spulenkörper ein Paar Druckstücke
benötigt. Für jeden Schenkel wird damit ein Druckstück oberhalb des Schenkels durch
den Spulenkörper geschoben und ein Druckstück unterhalb des Schenkels, so dass jedes
Druckstück jeweils von dem Joch entlang eines der drei Schenkel zum Hauptabschnitt
reicht. Im Bereich des Jochs und im Bereich des Hauptabschnitts werden die beiden
Druckstücke eines Paares miteinander verschraubt. Bei dem oben genannten Beispiel
werden somit sechs Druckstücke verwendet, von denen drei oberhalb und drei unterhalb
des Magnetkerns angeordnet sind.
[0005] Nachteilig hierbei ist, dass eine solche Verschraubung dieser Vielzahl von Druckstücken
aufwendig und damit kostenintensiv ist.
[0006] Der vorliegenden Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, möglichst eine verbesserte
Lösung für den Aufbau von Transformatoren zu schaffen.
[0007] Erfindungsgemäß wird somit ein Induktivitätendruckstück gemäß Anspruch 1 vorgeschlagen.
Ein solches Induktivitätendruckstück weist somit mehrere, insbesondere drei Fingerabschnitte
in einem Stück auf, die an einem Hauptabschnitt miteinander verbunden sind. Ein induktives
Bauteil kann hiermit in einfacher Weise aufgebaut werden, indem ein Magnetkern mit
mehreren, insbesondere drei Schenkeln mit je einem Schenkel durch einen Spulenkörper
geschoben wird. Die Schenkel werden dann zum Herstellen wenigstens eines magnetischen
Kreises - mit oder ohne Luftspalt - mit einem Joch bzw. zweien verbunden. Oberhalb
und unterhalb dieses Jochs kann jeweils ein erfindungsgemäßes Induktivitätendruckstück
auf den Magnetkern aufgelegt und mit seinen mehreren Fingerabschnitten auf einmal
durch die mehreren Spulenkörper geschoben werden. Dabei kann ein Induktivitätendruckstück
oberhalb und eines unterhalb des Magnetkerns durch die Spulenkörper geschoben werden.
Auch hier kann eine Verspannung zwischen den beiden Induktivitätendruckstücken erfolgen,
wobei eine Verspannung der beiden Induktivitätendruckstücke an vier äußeren Ecken
ausreichend sein kann. D. h. auf eine Verschraubung des mittleren Fingerabschnitts
kann verzichtet werden.
[0008] In einer Ausführungsform sind nicht alle Schenkel und damit nicht alle Fingerabschnitte
dazu vorgesehen, einen Spulenkörper zu tragen, sonder es kann bspw. ein Magnetkern
mit drei Schenkeln vorgesehen sein, von denen nur der mittlere einen Spulenkörper
tragen soll. Hierbei kann dieser mittlere Schenkel und die korrespondierenden Fingerabschnitte
breiter als die jeweils anderen ausgelegt werden.
[0009] Um bei einer Verspannung, insbesondere Verschraubung der Druckstücke nur an den vier
Eckepunkten auch eine gute Verspannung für den mittleren Schenkel des Magnetkerns
zu erreichen, kann der flache Körper leicht gebogen bzw. gekrümmt sein. Die Krümmung
sollte so schwach sein, dass der flache Körper im ungespannten Zustand im Bereich
des mittleren Fingerabschnitts auf dem Magnetkern aufliegt, wohingegen die beiden
äußeren Fingerabschnitte einen geringen Abstand zum Magnetkern aufweisen. Dieser Abstand
sollte bevorzugt am äußersten Rand des jeweiligen Fingerabschnitts der Dicke des flachen
Körpers entsprechen.
[0010] Das Induktivitätendruckstück wird entsprechend des Transformatorkerns in geometrischer
Hinsicht dimensioniert. Dabei ist das Induktivitätendruckstück im Gegensatz zum Magnetkern
des Induktiven Bauteils flach ausgebildet. Außerdem sind die Fingerabschnitte vorzugsweise
länger als die Schenkel. Hierdurch kann das Induktivitätendruckstück gut von dem Joch
zum Hauptabschnitt des Magnetkerns reichen und im Bereich des Jochs und im Bereich
des Hauptabschnitts verspannt und/oder verschraubt werden.
[0011] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist zwischen jeweils zwei Fingerabschnitten
ein Zwischenraum, der etwa eine Breite aufweist, die der Breite jeweils eines dieser
beiden Fingerabschnitte entspricht. In einem Fall nimmt die Breite der Fingerabschnitte
zum offenen Ende hin ab. Die Breite der Zwischenräume ist an einer Stelle gleich der
Breite der Fingerabschnitte. Die Breite der Zwischenräume nimmt gespiegelt im gleichen
Verhältnis zu den Fingerabschnitten zu, so dass die Fingerabschnitte eines einen Induktivitätendruckstückes
in die Zwischenräume eins anderen geschoben werden können. Es können so die Induktivitätendruckstücke
ineinander verschachtelt gefertigt werden und somit abfallarm produziert werden.
[0012] Nimmt die Breite der Fingerabschnitte zum Hauptabschnitt hin zu, dann sind die Fingerabschnitte
zu ihrem freien Ende hin schmaler ausgestaltet, wodurch ein Einführen der Induktivitätendruckstücke
in die beschriebenen Spulenkörper vereinfacht wird. Auch aus Überlegungen der mechanischen
Stabilität kann die Breite der Fingerabschnitte zu ihren freien Enden hin abnehmen.
[0013] Bevorzugt nimmt die Breite der Fingerabschnitte zum Hauptabschnitt hin so zu, wie
die Breite der Zwischenräume in gleicher Richtung abnimmt. Insbesondere eine Gleichheit
in quantitativer Weise ist günstig, weil sich hierdurch die Vorteile des leichten
Einführens verjüngter Fingerabschnitte mit der oben beschriebenen günstigen Herstellungsweise
ergänzen können. D. h., auf diese Art und Weise können auch zwei Induktivitätendruckstücke
mit sich verjüngenden Fingerabschnitten ineinander geschoben werden und in einer solchen
ineinander geschobenen Weise hergestellt werden.
[0014] Eine weitere Ausgestaltung schlägt vor, dass der flache Körper aus Metall gefertigt
ist, insbesondere dass der flache Körper ein gestanztes Blech ist. Die Verwendung
eines Blechs bietet eine hohe Stabilität und weist zudem gute Wärmeleiteigenschaften
auf. Durch die Verwendung eines gestanzten Bleches ist zudem eine kostengünstige Herstellung,
sogar eine günstige Massenherstellung der Induktivitätendruckstücke möglich. Auch
die beschriebene Herstellung zweier, im Wesentlichen ineinander geschobener Induktivitätendruckstücke
- wie oben beschrieben - ist auf einfache Weise als gestanztes Blech aus einem verhältnismäßig
kleinen Halbzeug herstellbar bzw. aus einem Halbzeug einer bestimmten Größe sind verhältnismäßig
viele Induktivitätendruckstücke herstellbar.
[0015] Die Herstellung der Induktivitätendruckstücke erfolgt bevorzugt aus nichtmagnetischen
Materialien. Materialien für das Induktivitätendruckstück können beispielsweise Aluminium
oder Stahl wie insbesondere V2A-Stahl sein, um nur einige Beispiele für den Werkstoff
zu nennen. In manchen Anwendungsfällen kommt auch die Verwendung magnetischer Materialien
in Betracht.
[0016] Bevorzugt weist ein Induktivitätendruckstück in seinem flachen Körper wenigstens
zwei, vorzugsweise vier, insbesondere sechs Bohrungen auf. Insbesondere kann die Anzahl
der Bohrungen von der konkreten Ausführungsform abhängen, wie z.B. einer EI-, UI-
oder 3UI-Form, und es können z.B. zwei Bohrungen pro Fingerstück vorgesehen sein.
Solche Bohrungen werden dazu verwendet, zwei Induktivitätendruckstücke mit dazwischen
liegendem Magnetkern aneinander zu befestigen, insbesondere gegeneinander zu verspannen.
Hierzu kann ein Befestigungs- oder Verspannmittel durch jeweils zwei sich gegenüber
liegende Bohrungen durchgeführt werden, um so in diesem Bereich eine Befestigung oder
Verspannung vorzunehmen. Dabei ist zu beachten, dass der Fachmann unter einer Bohrung
in diesem Zusammenhang eine durchgehende Öffnung, insbesondere ein rundes Loch versteht.
Der Begriff Bohrung bedeutet für den Fachmann nicht, dass die Öffnung tatsächlich
mittels Bohren vorgenommen wurde. Beispielsweise kann die Bohrung auch ausgestanzt
sein oder eingefräst, um nur zwei Beispiele zu nennen. Weiterhin kommt die Verwendung
von Langlöchern und Gewinden in Betracht. Bevorzugt wird ein Paar aus zwei Induktivitätendruckstücke
verwendet, wobei das eine Induktivitätendruckstück Bohrungen oder dergl. aufweist
und das andere an dazu korrespondierenden Positionen mit Gewindebohrungen versehen
ist, zum Verspannen der beiden Druckstücke gegeneinander.
[0017] Eine günstige Verspannung ist insbesondere mit vier Bohrungen zu erreichen, die in
den vier Eckbereichen angeordnet sind. Zur Erhöhung der Stabilität oder auch um zur
Sicherheit eine weitere Befestigung oder Verspannung vorzusehen, können insgesamt
sechs Bohrungen je Induktivitätendruckstück vorgesehen sein, die am besten in den
vier Eckbereichen und im Bereich des mittleren Fingerabschnitts angeordnet sind. Häufig
ist ein solches drittes Bohrungspaar aber nicht erforderlich. Es ist zu erwähnen,
dass auch noch mehr als sechs Bohrungen vorgesehen sein können.
[0018] Weiterhin ist es günstig, ein induktives Bauteil vorzusehen, das zumindest zwei erfindungsgemäße
Induktivitätendruckstücke aufweist. Dabei ist zwischen den Induktivitätendruckstücken
ein Magnetkern angeordnet, der zumindest teilweise durch die Induktivitätendruckstücke
zusammengehalten wird. Das induktive Bauteil ist durch die Verwendung der erfindungsgemäßen
Induktivitätendruckstücke auf einfache Weise herstellbar. Zudem kann die Verwendung
erfindungsgemäßer Induktivitätendruckstücke mitunter eine höhere mechanische Stabilität
des Magnetkerns erreichen. Grundsätzlich könnte auch ein erfindungsgemäßes Induktivitätendruckstück
zusammen mit wenigstens drei herkömmlichen Induktivitätendruckstücken verwendet werden.
Die Anzahl der herkömmlichen Induktivitätendruckstücke ist dabei abhängig von der
Ausführungsform des Magnetkerns.
[0019] Gemäß einer Ausführungsform ist als induktives Bauteil eine Netzdrossel, eine Kompensationsdrossel
und/oder ein Transformator vorgesehen, die erfindungsgemäß aufgebaut sind, insbesondere
erfindungsgemäße Induktivitätendruckstücke aufweisen. Hierdurch kann der Herstellungsprozess
und damit die Gesamtkosten für einsolches induktives Bauteil reduziert werden.
[0020] Günstig ist es, ein erfindungsgemäßes Induktivitätendruckstück zum Zusammenhalten
eines Magnetkerns eines induktiven Bauteils zu verwenden. Hierbei wird der Magnetkern
zwischen zwei Induktivitätendruckstücken angeordnet und die beiden Induktivitätendruckstücke
werden gegeneinander verspannt, insbesondere verschraubt, um den Magnetkern dazwischen
zusammenzuhalten. Vorzugsweise werden hierbei die Induktivitätendruckstücke so verwendet,
dass sie jeweils mit einem Fingerabschnitt zwischen einen Magnetkern und einen Spulenkörper
eingeschoben werden.
[0021] Nachfolgend wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme
auf die begleitenden Figuren näher erläutert.
- Figur 1
- zeigt zwei erfindungsgemäße, ineinander verschachtelte Induktivitä- tendruckstücke.
- Figur 1a
- zeigt zwei erfindungsgemäße, ineinander verschachtelte Induktivitä- tendruckstücke
gemäß einer weiteren Ausführungsform.
- Figur 1b
- zeigt vier erfindungsgemäße, ineinander verschachtelte Induktivitä- tendruckstücke
gemäß einer noch weiteren Ausführungsform.
- Figur 2
- zeigt einen Magnetkern zusammen mit zwei erfindungsgemäßen Induktivitätendruckstücken
gemäß einer weiteren Ausführungsform schematisch in einer Zusammenbaudarstellung.
- Figur 2a
- zeigt einen Magnetkern zusammen mit zwei erfindungsgemäßen Induktivitätendruckstücken
gemäß einer weiteren Ausführungsform schematisch in einer Zusammenbaudarstellung.
- Figur 2b
- zeigt einen Magnetkern zusammen mit zwei erfindungsgemäßen Induktivitätendruckstücken
gemäß einer noch weiteren Ausführungs- form schematisch in einer Zusammenbaudarstellung.
- Figur 3
- zeigt einen Transformator mit zwei erfindungsgemäßen Induktivitä- tendruckstücken
gemäß einer weiteren Ausführungsform in einer Explosionsdarstellung.
- Figur 4
- zeigt einen Magnetkern mit sechs Induktivitätendruckstücken gemäß dem Stande der Technik
schematisch in einer Zusammenbauskizze.
- Figur 4a
- zeigt einen weiteren Magnetkern mit vier Induktivitätendruckstücken gemäß dem Stande
der Technik schematisch in einer Zusammen- bauskizze.
- Figur 4b
- zeigt einen noch weiteren Magnetkern mit vier Induktivitätendruckstü- cken gemäß dem
Stande der Technik schematisch in einer Zusam- menbauskizze.
[0022] In den Figuren bezeichnen gestrichene Bezugszeichen ähnliche aber begrifflich gleiche
Elemente wie das entsprechende ungestrichene Bezugszeichen. Z.B. beschreiben die Bezugszeichen
260, 260' und 260" Luftspalteinlagen unterschiedlicher Ausführungsformen. Es können
auch identische Bezugszeichen ähnliche Elemente bezeichnen, die sich u.U. nur in Details
wie Ausführungen von Bohrungen und/oder Umrissen des betreffenden Elementes unterscheiden.
[0023] In der Figur 1 sind zwei erfindungsgemäße Induktivitätendruckstücke 1 dargestellt.
Sie weisen jeweils einen länglichen Hauptabschnitt 2 sowie zwei äußere Fingerabschnitte
4 und einen mittleren Fingerabschnitt 6 auf. Die Induktivitätendruckstücke 1 sind
in ihrem Hauptabschnitt 2 mit zwei runden Bohrungen 8 versehen. Die äußeren Fingerabschnitte
4 weisen an ihren zum Hauptabschnitt 2 abgewandten Enden jeweils eine längliche Bohrung
10 auf. Die runden Bohrungen und die länglichen Bohrungen sind zum Verbinden, insbesondere
Verspannen zweier Induktivitätendruckstücke 1 miteinander vorgesehen, wobei die länglichen
Bohrungen 10 bei Bedarf einen geringen Ausgleich zulassen.
[0024] Sämtliche Fingerabschnitte 4 und 6 verbreitern sich zu ihrem Hauptabschnitt 2 hin
bzw. verjüngen sich entsprechend in die andere Richtung. Entsprechend verjüngen sich
die Zwischenräume 12 zum jeweiligen Hauptabschnitt 2 hin. Jeder Fingerabschnitt 4
bzw. 6 entspricht im Wesentlichen dem Zwischenraum 12, in dem er gemäß der verschachtelten
Darstellung der Figur 1 angeordnet ist, wobei die Zwischenräume 12 etwas breiter sind
als die Fingerabschnitte 4 bzw. 6. Die beiden dargestellten Induktivitätendruckstücke
1 sind in der Figur 1 in einer zusammengeschachtelten Anordnung dargestellt, in der
sie auch aus einem Halbzeug hergestellt werden können. Beispielsweise können sie wie
dargestellt aus einem Halbzeug ausgestanzt werden.
[0025] Die verjüngende Ausgestaltung der Fingerabschnitte 4 und 6 begünstigt auch die in
Figur 1 dargestellte, verschachtelte Anordnung. Die verjüngende Ausbildung ist aber
insbesondere günstig zum Einführen der Fingerabschnitte 4, 6 in einen Spulenkörper.
[0026] In Figur 1a sind zwei Induktivitätendruckstücke 1' gezeigt, die für einen Magnetkern
220' gemäß Figur 2a vorgesehen sind und nur zwei äußere Fingerabschnitte 4' aufweisen.
[0027] Die Figur 1b beschreibt Induktivitätendruckstücke 1" mit je einem breiten mittleren
Fingerabschnitt 6" zur Verwendung mit einem Magnetkern 220" gemäß Figur 2b.
[0028] Figur 2 veranschaulicht, dass ein Magnetkern 220 zwischen zwei Induktivitätendruckstücken
201 anzuordnen ist. Der Magnetkern 220 weist einen E-Kern 222 und einen I-Kern 224
auf. Der E-Kern 222 besteht wiederum aus einem Hauptabschnitt 226 und drei Schenkeln
228. Der Hauptabschnitt 226 und der I-Kern 224 weisen jeweils drei Bohrungen 230 bzw.
232 auf. Diese korrespondieren mit den runden Bohrungen 208 bzw. den länglichen Bohrungen
210 in den Induktivitätendruckstücken 201 in ihren Hauptabschnitten 202 bzw. ihren
Fingerabschnitten 204 und 206. Zum Befestigen können Schrauben durch diese Bohrungen
durchgeführt werden, wie durch die gestrichelten Linien 234 angedeutet ist. Bspw.
können die dargestellten Bohrungen 208 in anderen Ausführungen auch als Langlöcher
oder Gewindebohrungen ausgeführt werden. Die beiden Induktivitätendruckstücke 201
werden dann gegeneinander fest verschraubt und nehmen dabei den Magnetkern 220 zwischen
sich auf. Die Bohrungen 232 in dem I-Kern 224 sind rund, wohingegen die korrespondierenden
länglichen Bohrungen 210 in den Fingerabschnitten 204 und 206 länglich sind.
[0029] Um insbesondere für den Anwendungsfall eines Transformators einen möglichst guten
geschlossenen Magnetkreis, also einen möglichst geringen magnetischen Widerstand zu
erhalten, sollte der I-Kern 224 möglichst nah, am besten ohne Zwischenraum an dem
E-Kern 222 und dort an den Schenkeln 228 anliegen. Um dieses enge Anliegen und gegebenenfalls
Heranschieben des I-Kerns 224 an den E-Kern 222 zu ermöglichen, lassen die länglichen
Bohrungen 210 eine solche minimale Bewegung zu. Eine Bewegung in Längsrichtung des
I-Kerns 224 ist grundsätzlich nicht vorgesehen, und braucht auch nicht gewährleistet
zu werden. Gleichwohl ist zu beachten, dass die länglichen Bohrungen 210 auch etwas
breiter sein können, als die runden Bohrungen 208. Der I-Kern 224 kann somit dicht
an dem E-Kern 222 angebracht werden, so dass der E-Kern 222 und der I-Kern 224 zueinander
und aneinander fixiert sind.
[0030] Bei anderen Induktivitäten, insbesondere Drosseln ist jedoch häufig ein Luftspalt
im Magnetkreis erwünscht. Damit dieser eine definierte Dicke aufweist, wird häufig
eine Luftspalteinlage 260 zwischen den E-Kern 222 und den I-Kern 224 geschoben. Luftspalteinlagen
können unterschiedliche Dicken aufweisen. Der resultierende Abstand zwischen E-Kern
222 und I-Kern 224 kann durch die länglichen Bohrungen 210 ausgeglichen werden.
[0031] Im Übrigen zeigt Figur 2 einen so genannten E-Kern, bzw. einen 3-Phasen-Kern. Die
bisherige Normbezeichnung war 3UI Kern. Er besteht aus einem 3U- und einem I-Teil.
Die neue Normbezeichnung ist YUI 2. Das Aussehen entspricht einem E.
[0032] Neben der dargestellten Form des Kerns bestehend aus einem "E-" und einem "I-Teil"
können die Fingerabschnitte des E-Teils vom Magnetkern abgetrennt ausgeführt werden,
so dass eine weitere Luftspalteinlage wie 260 jedoch an der gemäß der Figur 2 oberen
Position eingelegt werden kann. Die Schenkel des Magnetkern können dabei auch noch
weitere Schnitte aufweisen, um dort zwischen den Schnitten ebenfalls Luftspalteinlagen
zu positionieren.
[0033] Der Magnetkern 220' der Figur 2a weist nur zwei Schenkel 228' auf. Entsprechend sind
Induktivitätendruckstücke 201' mit nur zwei äußeren Fingerabschnitten 204' für zwei
Spulenkörper vorgesehen. Das Aussehen entspricht einem U.
[0034] Neben der dargestellten Form eines "U-" und "I-Teils" können die Fingerabschnitte
des "U-Teils" vom Magnetkern abgetrennt ausgeführt werden, so dass eine weitere Luftspalteinlage
wie 260' jedoch an der gemäß der Figur 2a oberen Position eingelegt werden kann. Die
Schenkel des Magnetkern können dabei auch noch weitere Schnitte aufweisen, um dort
zwischen den Schnitten ebenfalls Luftspalteinlagen zu positionieren.
[0035] In der Figur 2b ist ein Magnetkern 220" mit einem breiten mittleren Schenkel 228"
gezeigt. Dieser Magnetkern 220" ist für die Verwendung nur eines Spulenkörpers vorgesehen,
der auf diesem mittleren Schenkel 228" anzuordnen ist. Der mittlere Fingerabschnitt
206" ist etwa doppelt so breit wie jeweils ein äußerer Fingerabschnitt 204". Das Aussehen
entspricht einem E dessen Mittelfingerabschnitt doppelte Breite hat im Vergleich zu
den äußeren Fingerabschnitten.
[0036] Figur 3 zeigt die Bestandteile eines Induktiven Bauteils in einer schematischen Explosionszeichnung.
Der Transformator ist im Wesentlichen auf der Grundplatte 340 aufzubauen. Hierzu sind
zunächst die drei Spulenkörper 342 über die Schenkel 328 des E-Kerns 322 des Magnetkerns
320 zu schieben bzw. umgekehrt die Schenkel 328 in die Spulenkörper 342. Der hierzu
abgenommene I-Kern 324 ist dann wieder aufzusetzen, wobei zuvor eine Luftspalteinlage
eingelegt wird, was beim Herstellen eines Transformators entfallen kann, und die beiden
Induktivitätendruckstücke 301 sind eng benachbart zu dem Magnetkern 320 ebenfalls
in die Spulenkörper 342 gemäß Darstellung von oben einzuschieben. Zum Fixieren werden
die Schrauben 344 durch die Bohrungen 308 bzw. 310 der Induktivitätendruckstücke 301
und durch die Bohrungen 332 bzw. 330 geführt. Es ist zu beachten, dass gemäß Figur
3 die Hauptabschnitte 302 der Induktivitätendruckstücke 301, im Gegensatz zu der Darstellung
gemäß Figur 2, im Bereich des I-Kerns 324 zu liegen kommen. Der I-Kern 324 kann aber
auch an anderer Position angebracht sein. Ausgehend von der Figur 3 kann der I-Kern
324 oben oder unten sein.
[0037] Die unteren der Schrauben 344 können dann in der Grundplatte 340 in je einem abgewinkelten
Bereich 346 in eine Gewindebohrung 348 eingeschraubt werden. Hierdurch ist sowohl
eine Fixierung des I-Kerns 324 in Bezug auf den E-Kern 322 erreichbar, als auch eine
Befestigung des Magnetkerns 320 insgesamt zusammen mit den Spulenkörpern 342 an der
Grundplatte 340.
[0038] Die oberen der Schrauben 344 können in Gewindebohrungen 350 in eine Anschlussplatte
352 eingeschraubt werden. Zum Vorbereiten eines Anschlusses kann noch die Anschlussbox
354 auf die Anschlussplatte 352 aufgesteckt werden.
[0039] Aus magnetischer Sicht ist der Transformator dann im Grunde fertig. Natürlich müssen
noch die elektrischen Anschlüsse vorgenommen werden, was aber nicht Gegenstand der
vorliegenden Erfindung ist und daher auch nicht detailliert ausgeführt wurde.
[0040] Im Gegensatz zur Erfindung und insbesondere im Vergleich zu der Ausführungsform gemäß
Figur 2 zeigt die Figur 4 einen Magnetkern 420 mit sechs Induktivitätendruckstücken
401 gemäß dem Stande der Technik. Gemäß dem Stande der Technik werden somit sechs
einzelne Induktivitätendruckstücke 401 zum Fixieren des E-Kerns 422 und des I-Kerns
424 verwendet. Schon die hohe Zahl der einzelnen Elemente macht den Zusammenbau aufwendig
und kompliziert und zudem sogar fehleranfällig, wenn beispielsweise der Einfachheit
halber der Monteur zunächst ein Paar der Induktivitätendruckstücke 401 zusammenschraubt
und damit den E-Kern 422 und den I-Kern 424 fest zueinander fixiert. Da es äußerst
schwierig ist, gemäß dem Stande der Technik acht Einzelteile zugleich miteinander
zu verschrauben, ist eine solche vereinfachte Vorfixierung mit einem Induktivitätendruckstückpaar
nicht auszuschließen. Ein etwaiger Ausgleich, insbesondere das Heranführen des I-Kerns
424 an den E-Kern 422 an einen Schenkel 428 in einem noch nicht fixierten Bereich
könnte hierdurch erschwert werden. Außerdem ist noch aus der Gegenüberstellung der
Figuren 2 und 4 unmittelbar ersichtlich, dass die erfindungsgemäßen Induktivitätendruckstücke
201 eine wesentlich höhere Stabilität versprechen, als die Induktivitätendruckstücke
401 gemäß dem Stande der Technik der Figur 4. Insbesondere wenn zwischen dem E-Kern
422 und dem I-Kern 424 ein Luftspalt vorhanden ist und/oder die Luftspalteinlage 460
eingelegt ist, kann es beim Aufbau und/oder beim Ausrichten zu Verschiebungen in Längsrichtung
der gezeigten Luftspalteinlage 460 kommen, weil die Induktivitätendruckstücke 401
keine zusammenhängenden Fingerabschnitte aufweisen.
[0041] Die Figuren 4a und 4b zeigen Ausführungsformen des Standes der Technik, korrespondierend
zu den erfindungsgemäßen Ausführungsformen gemäß der Figur 2a bzw. 2b.
1. Induktivitätendruckstück (1), zum Zusammenhalten eines Magnetkerns (220) eines induktiven
Bauteils unter Zuhilfenahme wenigstens eines Gegenstücks, insbesondere wenigstens
eines weiteren Induktivitätendruckstücks (1),
- das Induktivitätendruckstück (1) weist einen flachen Körper auf, mit
- einem länglichen Hauptabschnitt (2) und
- wenigstens 2, insbesondere 3 Fingerabschnitten (4,6), die sich von dem Hauptabschnitt
(2) und quer dazu in eine Richtung erstrecken,
- der Hauptabschnitt (2) und die Fingerabschnitte (4,6) liegen in einer flachen oder
leicht gekrümmten Ebene und
- der Hauptabschnitt (2) und die Fingerabschnitte (4,6) sind zusammen einstückig ausgebildet.
2. Induktivitätendruckstück (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen je zwei Fingerabschnitten (4,6) ein Zwischenraum von etwa der Breite eines
dieser benachbarten Fingerabschnitte (4,6) ausgebildet ist.
3. Induktivitätendruckstück (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Breite der Fingerabschnitte (4,6) zum Hauptabschnitt (2) hin zunimmt.
4. Induktivitätendruckstück (1) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Breite der Fingerabschnitte (4,6) zum Hauptabschnitt hin so zunimmt, wie die
Breite der Zwischenräume in gleicher Richtung abnimmt.
5. Induktivitätendruckstück (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der flache Körper aus Metall und/oder vorzugsweise aus einem nichtmagnetischem Material
gefertigt ist, insbesondere ein gestanztes Blech ist.
6. Induktivitätendruckstück (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der flache Körper wenigstens zwei, vorzugsweise wenigstens vier und insbesondere
sechs Bohrungen (8,10) aufweist zum Durchführen jeweils eines Befestigungs- oder Verspannmittels,
insbesondere einer Schraube.
7. Induktives Bauelement, umfassend zwei Induktivitätendruckstücke (1) nach einem der
vorstehenden Ansprüche und einen zwischen den Induktivitätendruckstücken (1) angeordneten
und zusammengehaltenen Magnetkern (220).
8. Induktives Bauteil nach Anspruch 7, das als Netzdrossel, Kompensationsdrossel und/oder
Transformator ausgebildet ist.
9. Verwendung eines Induktivitätendruckstücks nach einem der Ansprüche 1 bis 6, zum Zusammenhalten
eines Magnetkerns eines Induktiven Bauteils, wobei
- der Magnetkern zwischen zwei Induktivitätendruckstücken angeordnet wird und
- die beiden Induktivitätendruckstücke gegeneinander verspannt, insbesondere verschraubt
werden, um den Magnetkern dazwischen zusammenzuhalten.
10. Verwendung eines Induktivitätendruckstücks nach Anspruch 9, wobei der Magnetkern wenigstens
in einen Spulenkörper eingesetzt ist und die Induktivitätendruckstücke jeweils zwischen
Magnetkern und Spülenkörper eingesetzt werden.
Geänderte Patentansprüche gemäss Regel 137(2) EPÜ.
1. Induktivitätendruckstück (1), zum Zusammenhalten eines Magnetkerns (220) eines induktiven
Bauteils unter Zuhilfenahme wenigstens eines weiteren Induktivitätendruckstücks (1),
- das Induktivitätendruckstück (1) weist einen flachen Körper auf, mit
- einem länglichen Hauptabschnitt (2) und
- wenigstens 2, insbesondere 3 Fingerabschnitten (4,6), die sich von dem Hauptabschnitt
(2) und quer dazu in eine Richtung erstrecken,
- der Hauptabschnitt (2) und die Fingerabschnitte (4,6) liegen in einer flachen oder
leicht gekrümmten Ebene und
- der Hauptabschnitt (2) und die Fingerabschnitte (4,6) sind zusammen einstückig ausgebildet,
dadurch gekennzeichnet, dass die Breite der Fingerabschnitte (4,6) zum Hauptabschnitt (2) hin zunimmt.
2. Induktivitätendruckstück (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen je zwei Fingerabschnitten (4,6) ein Zwischenraum von etwa der Breite eines
dieser benachbarten Fingerabschnitte (4,6) ausgebildet ist.
3. Induktivitätendruckstück (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Breite der Fingerabschnitte (4,6) zum Hauptabschnitt hin so zunimmt, wie die
Breite der Zwischenräume in gleicher Richtung abnimmt.
4. Induktivitätendruckstück (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der flache Körper aus Metall und/oder vorzugsweise aus einem nichtmagnetischem Material
gefertigt ist, insbesondere ein gestanztes Blech ist.
5. Induktivitätendruckstück (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der flache Körper wenigstens zwei, vorzugsweise wenigstens vier und insbesondere
sechs Bohrungen (8,10) aufweist zum Durchführen jeweils eines Befestigungs- oder Verspannmittels,
insbesondere einer Schraube.
6. Induktives Bauelement, umfassend zwei Induktivitätendruckstücke (1) nach einem der
vorstehenden Ansprüche und einen zwischen den Induktivitätendruckstücken (1) angeordneten
und zusammengehaltenen Magnetkern (220).
7. Induktives Bauteil nach Anspruch 6, das als Netzdrossel, Kompensationsdrossel und/oder
Transformator ausgebildet ist.
8. Verwendung zweier Induktivitätendruckstücke nach einem der Ansprüche 1 bis 6, zum
Zusammenhalten eines Magnetkerns eines Induktiven Bauteils, wobei
- der Magnetkern zwischen zwei Induktivitätendruckstücken angeordnet wird und
- die beiden Induktivitätendruckstücke gegeneinander verspannt, insbesondere verschraubt
werden, um den Magnetkern dazwischen zusammenzuhalten.
9. Verwendung zweier Induktivitätendruckstücke nach Anspruch 8, wobei der Magnetkern
zusammen mit den Induktivitätendruckstücken wenigstens in einen Spulenkörper eingesetzt
ist, so dass die Induktivitätendruckstücke jeweils zwischen Magnetkern und Spülenkörperangeordnet
sind.