[0001] Die Erfindung betrifft eine Anschlussvorrichtung nach dem Oberbegriff des Anspruchs
1.
[0002] Anschlussvorrichtungen der gattungsgemäßen Art sind z.B. aus der
EP 0 582 777 bekannt. Die
DE 91 13 435 U1 zeigt ferner einen Anschlusstecker für als Elektromotoren ausgebildete Verbraucher.
[0003] Es ist ferner bekannt, Steckverbindungen zu realisieren, bei welchen Steckverbinder
einer Steckverbindung, die in einer ersten niedrigeren Schutzart wie z.B. IP20 ausgelegt
ist, jeweils in diese umgebende Anschluss-Schutzgehäuseabschnitte eingesetzt werden,
die in einer höheren Schutzart wie z.B. IP 65 oder 67 ausgelegt ist.
[0004] Steckverbindungen dieser Art ermöglichen den Einsatz der in die Schutzgehäuseabschnitte
- auch Adaptergehäuse genannt - eingesetzten Steckverbinder in der niedrigeren Schutzart
auch in rauer Umgebung - beispielsweise in Produktionsanlagen oder Fahrzeugen - durch
Erreichen der im Vergleich zur Schutzklasse - in der Regel IP20 - der inneren Stecker-
und Buchsenanordnung höheren Schutzklasse wie z.B. IP65 oder IP67.
[0005] Eine erste derartige Anordnung für einen Telefonstecker ist aus der
US 4,349,236 (Bell Telephone Laboratories) bekannt.
[0006] Weiterentwickelt wurde die Idee des Erreichens höher Anforderungen aus Umgebungsklassifikationen
beispielsweise in der
US 6,475,009 B2 und der
US 6,595,791 B2. In diesen Schriften werden verschiedene Adapter-Steckergehäuse und Adapter-Buchsengehäuse
offenbart, welche jeweils zur Aufnahme von RJ45-Steckern bzw. von RJ45-Buchsen geeignet
sind.
[0007] Weiter optimierte Lösungen zeigen die
DE 20 2006 011 910 und die
EP 1 848 068 A1. In diesen Schriften werden Adaptergehäuse offenbart, die nicht nur zur Aufnahme
für Stecker- und Buchsenanordnungen zur Verbindung elektrischer Leiter sondern auch
für Stecker- und Buchsenanordnungen anderer Art, insbesondere zur Aufnahme von Stecker-
und Buchsenanordnungen zum Verbinden von Lichtwellenleitern geeignet sind.
[0008] Die Erfindung setzt ausgehend von diesem Stand der Technik bei der Idee an, eine
derartige Anordnung auch zur Schaffung einer Steckverbindung sowie eines Anschluss-Schutzgehäuses
für elektrische Verbraucher zu nutzen, die mit höherer elektrischer Leistung zu versorgen
sind.
[0009] Die Schaffung einer derartigen Steckverbindung und eines entsprechenden Anschluss-Schutzgehäuses
ist die Aufgabe der Erfindung.
[0010] Die Erfindung löst diese Aufgabe durch den Gegenstand des Anspruchs 1.
[0011] Danach liegen die beiden Anschluss-Schutzgehäuseabschnitte im Bereich einer zumindest
abschnittsweise nicht senkrecht zur Steckrichtung verlaufenden Kontaktfläche aneinander.
Vorzugsweise ist dazu wenigstens einer der Anschluss-Schutzgehäuseabschnitte keilförmig
oder im Wesentlichen keilförmig ausgebildet ist. Durch diese Ausgestaltungen lässt
sich jeweils erreichen, dass die an bzw. in den Anschluss-Schutzgehäuseabschnitten
angeordneten Steckverbinder deutlich besser zugänglich sind, als bei einer Lösung,
bei welcher sich die Anlageflächen zwischen den äußeren Anschluss-Schutzgehäuseabschnitten
senkrecht zur Steckrichtung erstrecken.
[0012] Die Erfindung schafft ferner den vorteilhaften Gegenstand des Anspruchs 15.
[0013] Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind den Unteransprüchen zu entnehmen.
[0014] Nachfolgend wird die Erfindung unter Bezug auf die Zeichnung näher beschrieben. Es
zeigt:
- Fig.1, 2
- verschiedene perspektivische Ansichten eines Anschluss- Schutzgehäuses;
- Fig. 3a-e
- weitere Ansichten des Anschluss-Schutzgehäuses aus Fig. 1;
- Fig. 4
- eine weitere perspektivische Ansicht des Anschluss-Schutzgehäuses aus Fig. 1, wobei
ein Teil des Gehäuses nicht dargestellt ist, um dessen In- neres sichtbar zu machen;
- Fig. 5
- eine perspektivische Ansicht von beiden Anschluss-Schutzgehäuseab- schnitten im nicht
verbundenen Zustand;
- Fig. 6
- eine weitere perspektivische Ansicht der beiden Abschnitte des An- schluss-Schutzgehäuses
im nicht verbundenen Zustand;
- Fig. 7 - 9
- verschiedene perspektivische Ansichten von einzelnen Anschluss- Schutzgehäuseabschnitten;
- Fig. 10
- eine Einzeldarstellung einer Steckverbindung zur Aufnahme in dem Anschluss-Schutzgehäuse
nach Art der Fig. 1 bis 9.
[0015] Fig. 1 zeigt eine Anschlussvorrichtung mit einem Anschluss-Schutzgehäuse 1 mit einem
ersten Anschluss-Schutzgehäuseabschnitt 2 und einem zweiten Anschluss-Schutzgehäuseabschnitt
3.
[0016] Das Gehäuse 1 weist hier in bevorzugter, aber nicht zwingender Ausgestaltung eine
im Wesentlichen blockartige, relativ flache Form mit Außenseiten auf, die hier rechtwinklig
oder im Wesentlichen rechtwinklig zueinander ausgerichtet sind.
[0017] Die beiden Anschluss-Schutzgehäuseabschnitte 2, 3 sind in bzw. gegen die Richtung
X (Fig. 3d; nachfolgend Steckrichtung genannt) zusammensteckbar und voneinander lösbar.
[0018] An/In jedem der beiden Anschussgehäuseabschnitte 2 bzw. 3 ist jeweils wenigstens
ein Steckverbinder 4, 5 angeordnet, die korrespondierende, zusammensteckbare Kontakte
im Bereich von Steckgesichtern 6, 7 aufweisen (Fig. 3d sowie 6 und 8). Die inneren
Steckverbinder 4, 5 weisen ferner jeweils ein die Kontakte umgebendes Gehäuse 28,
29 auf (siehe Fig. 10).
[0019] An die Steckverbinder 4, 5 sind jeweils Leiter 9 zumindest eines Kabels 8 anschließbar
(Fig. 1). Dieser Anschluss erfolgt bei dem in Fig. 1 bis 10 dargestellten Steckverbindern
jeweils von der von den Steckgesichtern 6, 7 abgewandten Seite her. Diese Ausgestaltung
ist vorteilhaft, aber nicht zwingend.
[0020] Die Steckverbinder 4, 5 sind vorzugsweise dazu ausgelegt, elektrische Verbraucher
mit einem relativ hohen Energiebedarf zu versorgen und können daher einen zum Anschluss
von Leitern mit einem relativ großen Querschnitt von einigen Quadratmillimetern oder
mehr ausgelegt sein. Die Steckverbinder 4, 5 können ferner einen Abschnitt 30, 31
aufweisen, der zum Anschluss von Daten- und/oder Signalleitungen ausgelegt sein. Die
Daten- und/oder Signalleitungen können als elektrische Leitungen aber auch Lichtleiter
ausgebildet sein.
[0021] Die Steckverbinder 4, 5 weisen daher (hier nicht zu erkennende elektrische oder lichtleitende)
Kontakte auf und das die Kontakte umgebende Gehäuse 28, 29, das in einer ersten, niedrigeren
Schutzart ausgebildet ist (z.B. IP20) als die Schutzart, in welcher das sie aufnehmende
Anschluss-Schutzgehäuse 1 ausgelegt ist.
[0022] Die Steckverbinder 4, 5 sind vorzugsweise derart ausgelegt, dass sie durch allein
durch ein Zusammenstecken und ein Auseinanderziehen in Steckrichtung und die gegen
die Steckrichtung X (Fig. 3) nach Art der Fig. 10 zusammensteckbar und wieder voneinander
lösbar sind. Die Gehäuse 28, 29 liegen hier mit sich senkrecht zur Steckrichtung erstreckenden
Flächen aneinander. Die Kontakte können als korrespondierende Stift- und Buchsenkontakte
ausgebildet sein.
[0023] Die Steckverbinder 4, 5 werden insofern auch vorzugsweise derart an den Anschluss-Schutzgehäuseabschnitten
2, 3 angeordnet, dass es möglich ist, allein durch ein axiales (parallel zur Richtung
X) Zusammenstecken bzw. ein Auseinanderziehen der beiden Anschluss-Schutzgehäuseabschnitte
2, 3 auch die in dem geschlossenen Anschluss-Schutzgehäuse 1 angeordnete und gekoppelte
Steckverbindung mit den Steckverbindern 4, 5 zusammenzustecken und zu lösen bzw. zu
schließen und zu öffnen.
[0024] Anzumerken ist noch, dass der eine der Steckverbinder 4, 5 als Steckerteil 4 und
das andere als Buchsenteil 5 ausgebildet sein kann. Im vorliegenden Fall sind - in
bevorzugter, aber nicht zwingender, Ausgestaltung mehrere Leistungskontakte und mehrere
Signalkontakte an dem Steckerteil 4 und an dem Buchsenteil 5 ausgebildet.
[0025] Als Ausführungsvariante ist auch ein hermaphrodites Steckgesicht der beiden Steckverbinder
4, 5 (hier nicht dargestellt) denkbar, sodass eine Variante für beide Gehäusehälften
verwendet werden könnte, bzw. dass 2 identische Gehäuseschalen eine komplette Funktionseinheit
ergeben. Vorteilhaft wären hieran die geringeren Kosten bei der Lagerhaltung / der
Logistik und in allen relevanten Prozessschritten bei der Herstellung, Montage und
Instandhaltung. Die hermaphrodite Ausgestaltung kann auch die beiden Steckerverbinder
als Ganzes und die beiden Anschlussgehäuse betreffen.
[0026] Die beiden Anschluss-Schutzgehäuseabschnitte 2, 3 weisen vorzugsweise jeweils eine
Keilform mit einer Grundwand 10, einer Rückwand 11 und zwei keilförmigen, zueinander
vorzugsweise parallelen Seitenwänden 12, 13 auf (Fig. 4). Der Grundwand 10 parallel
gegenüberliegend kann ein Abschnitt einer Gehäuseoberwand 14 ausgebildet sein, der
im zusammengesteckten Zustand der Fig. 1 mit der Grundwand 10 des anderen Anschluss-Schutzgehäuseabschnitts
3 fluchtet.
[0027] Vorzugsweise sind die Anschluss-Schutzgehäuseabschnitte 2, 3 gleich ausgebildet und
werden - wie in Fig. 4 dargestellt - um 180° relativ zueinander gedreht aneinander
gesetzt, so dass aus den beiden keilförmigen Anschluss-Schutzgehäuseabschnitten 2,
3 das Anschluss-Schutzgehäuse 1 mit vorzugsweise senkrecht zueinander ausgerichteten
Wänden gebildet wird.
[0028] Nach dem dargestellten, bevorzugten Ausführungsbeispiel weisen die Seitenwände 12,
13 jeweils eine dreieckige Kontur bzw. keilartige Form auf.
[0029] Es wäre auch denkbar, dass die Seitenwände nicht keilförmig sondern nur im Wesentlichen
keilförmig ausgestaltet werden. Dies bedeutet im Kontext dieser Anmeldung, dass die
Höhe der Seitenwände 11, 12 jeweils mit zunehmendem Abstand von der Grundwand 10 jedenfalls
abschnittsweise abnimmt. Die Anlageflächen 15, 16 sind dabei derart ausgestaltet,
dass die Anschluss-Schutzgehäuseabschnitte durch ein axiales Aneinanderbewegen und
Zusammenstecken der inneren Steckverbinder zu einem Anschluss-Schutzgehäuse zusammensetzbar
sind Fig. 4, 6, 8).Auch asymmetrische Geometrien sind denkbar. Vorzugsweise sollen
beide Hälften zueinander korrespondieren sowie der hermaphrodite Charakter der Gehäusegeometrien
gewahrt bleiben
[0030] Realisierbar ist demnach eine im Wesentlichen keilförmige Ausgestaltung beispielweise
auch dadurch, dass die Seitenwände jeweils von der Grundwand aus stufenartig abnehmen.
Alternativ wäre es ferner denkbar, dass die beiden Seitenwände jeweils eine Bogenform
aufweisen.
[0031] Die Anlageflächen 15, 16 sind entsprechend der in Fig. 1 bis 10 gewählten Keilform
schräg zur Steckrichtung X ausgerichtet, wobei der Winkel α zur Steckrichtung X insbesondere
zwischen 10° und 80° und besonders vorzugsweise zwischen 20° und 70° liegt.
[0032] Die Grundwand 10 kann sich auch über die gesamte Länge der Anschluss-Schutzgehäuseabschnitte
4, 5 erstrecken.
[0033] Wie besonders gut in Fig. 5 zu erkennen, ist die Auslegung der Anschluss-Schutzgehäuseabschnitte
2, 3 bzw. der Steckverbindergehäuse und der Anlageflächen zum Steckgesicht hin als
keilförmig jeweils vorzugsweise derart, dass die inneren Steckverbinder 4, 5 nicht
nur im Bereich ihres Steckgesichtes 6, 7 sondern auch an ihren vom Steckgesicht 6
bzw. 7 jeweils abgewandten Enden, wo vorzugsweise die Leiter an die Steckverbinder
4, 5 angeschlossen werden, frei von der der Grundseite 10 gegenüberliegenden Seite
aus her zugänglich ist, wenn die beiden Steckverbinderteile 4, 5 nicht zusammengesteckt
sind.
[0034] Derart bleiben der Anschluss und das Lösen von Kabeln an die Steckverbinder bzw.
von den Steckverbindern 4, 5 trotz des schützenden Übergehäuse bzw. des äußeren Anschluss-Schutzgehäuses
1 in der höheren Schutzart einfach.
[0035] Im Bereich der Anlageflächen 15, 1 6 kann in dem Randbereich, in welchen die Anschluss-Schutzgehäuseabschnitte
2, 3 jeweils direkt aneinander liegen, eine umlaufende Nut ausgebildet sein, in die
eine Dichtung 17, z.B. ein Dichtring, eingebracht wird.
[0036] Nach dem in Fig. 1 dargestellten vorteilhaften Ausgestaltung weisen eine oder mehrere
der Innenwände der Anschluss-Schutzgehäuseabschnitte Montage- oder Stützkonturen zum
Anordnen und Befestigen der inneren Steckverbinder 4, 5 auf, so beispielsweise nach
innen an die Gehäuse angespritzte Stegkonturen 18, 19, vorzugsweise mit Rastkonturen
20, auf welche Gehäuse der Steckverbinder an entsprechenden Aufnahmen 21 aufgesetzt
sind (Fig. 4 und 6).
[0037] Nach einer vorteilhaften, kostengünstig zu fertigenden Variante sind die beiden Anschluss-Schutzgehäuseabschnitte
2, 3 vorzugsweise gleich ausgestaltet, d.h., sie sind mit Hilfe von nur einem Werkzeug
herstellbar.
[0038] Die Anschluss-Schutzgehäuseabschnitte 2, 3 können korrespondierende Zentrierungskonturen
aufweisen, so korrespondierenden Nasen 22 und Aussparungen 23 (Fig. 1), an denen sie
im zusammengesteckten Zustand ineinander greifen.
[0039] Öffnungen 24 in den Anschluss-Schutzgehäuseabschnitten 2, 3, vorzugsweise an den
von den beiden Steckbereichen bzw. -gesichtern jeweils abgewandten Axialseiten bzw.
Rückwänden 11 ausgebildete Öffnungen 24, können dazu vorgesehen sein, eine Durchführung
für die Kabel 8 in die Anschluss-Schutzgehäuseabschnitte 2, 3 zu realisieren.
[0040] Es ist denkbar und vorteilhaft, die Anschluss-Schutzgehäuseabschnitte 2, 3 mit korrespondierenden
Kopplungskonturen zu versehen. Diese Kopplungskonturen können derart ausgebildet sein,
dass sie die Anschluss-Schutzgehäuseabschnitte z.B. an Rasthaken oder dgl. direkt
miteinander verriegeln.
[0041] Es ist ferner auch denkbar, die Anschluss-Schutzgehäuseabschnitte auf andere Weise
miteinander zu verriegeln, so mit Hilfe wenigstens einer oder mehrerer Federn(n).
Eine weitere mögliche Variante ist die Verwendung von Schrauben, die vorzugsweise
axial, d.h. in Steckrichtung angeordnet sind. Dadurch kann das Gehäuse auch unter
beengten Einbauverhältnissen von der Leiterseite aus geöffnet und auseinandergezogen
werden.
[0042] Im dargestellten Ausführungsbeispiel sind die beiden Anschluss-Schutzgehäuseabschnitte
mit Hilfe von zwei Blattfedern 32 miteinander verriegelt und verspannt, die sich längs
der Seitenwänden 12, 13 erstrecken und in ihren voneinander abgewandten Endbereichen
Ausnehmungen 25 aufweisen, mit denen sie an hinterschnittenen Vorsprüngen 26 im Bereich
der Seitenwände kraft- und/oder formschlüssig verrastet und gegeneinander vorgespannt
sind.
[0043] Diese Befestigung ist einfach. Es wäre aber auch denkbar, beispielweise einen oder
mehrere schwenkbare Federbügel vorzusehen, um die beiden Anschluss-Schutzgehäuseabschnitte
2, 3 aneinander zu pressen, so dass im Bereich der Anlageflächen die gewünschte Schutzart
bzw. Dichtigkeit erreicht wird.
[0044] Die beiden Anschluss-Schutzgehäuseabschnitte 2, 3 können - müssen aber nicht - vollkommen
gleich aufgebaut sein. Es ist aber auch denkbar, an einem der Anschluss-Schutzgehäuseabschnitte
eine Montagekontur z.B. zum Anbau an ein Gehäuse eines elektrischen Verbrauchers anzubringen
oder auszubilden. In dem Ausführungsbeispiel der Fig.2 ist dazu als Montagekontur
ein Montageplattenbereich 27 an der Grundwand 10 des einen Anschluss-Schutzgehäuseabschnitts
2 ausgebildet, der dazu ausgelegt und bestimmt ist, das Anschluss-Schutzgehäuse an
einer korrespondierenden Kontur z.B. eines Elektromotorgehäuses zu montieren. Im Bereich
dieser Montagekontur kann das Gehäuse beispielsweise an ein Gehäuse eines Elektromotors
angebracht werden.
[0045] Die in den Fig. dargestellte Anschlussvorrichtung kann alternativ auch direkt als
fliegende Steckverbindung genutzt werden, vorzugsweise sind dann die beiden Anschluss-Schutzgehäuseabschnitte
2, 3 gleich ausgebildet.
Bezugszeichen
[0046]
- Anschluss-Schutzgehäuse
- 1
- Anschluss-Schutzgehäuseabschnitte
- 2, 3
- Steckverbinder
- 4, 5
- Steckgesichter
- 6, 7
- Kabel
- 8
- Leiter
- 9
- Grundwand
- 10
- Rückwand
- 11
- Seitenwände
- 12, 13
- Gehäuseoberwand
- 14
- Anlageflächen
- 15, 16
- Dichtung
- 17
- Stegkonturen
- 18, 19
- Rastkonturen
- 20
- Aufnahmen
- 21
- Nasen
- 22
- Aussparungen
- 23
- Öffnungen
- 24
- Ausnehmungen
- 25
- Vorsprünge
- 26
- Montageplattenbereich
- 27
- Gehäuse
- 28, 29
- Abschnitte
- 30, 31
- Blattfedern
- 32
1. Anschlussvorrichtung für elektrische Verbraucher, die als Steckverbindung mit korrespondierenden,
zusammensteckbaren Steckverbindern (4, 5) ausgebildet ist, die jeweils miteinander
koppelbare Kontakte aufweisen, welche in einem Gehäuse (28, 29) in einer ersten Schutzart
angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Steckverbinder (4, 5) mit ihren Gehäusen (28, 29) jeweils an Anschluss-Schutzgehäuseabschnitten
(2, 3) angeordnet sind, die beim Zusammenstecken der Steckverbinder (4, 5) zu einem
die Steckverbindung und deren Gehäuse umgebenden Anschluss-Schutzgehäuse (1) in einer
im Vergleich zu der Schutzart der im Schutzgehäuse aufgenommenen Steckverbinder vorzugsweise
höheren Schutzart zusammenfügbar sind, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Anschluss-Schutzgehäuseabschnitte (2, 3) im Bereich von zumindest abschnittsweise
nicht senkrecht zur Steckrichtung verlaufenden Kontaktflächen (15, 16) aneinander
liegen.
2. Anschlussvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens einer oder beide der Anschluss-Schutzgehäuseabschnitte (2, 3) keilförmig
oder im Wesentlichen keilförmig ausgebildet ist/sind.
3. Steckverbindung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Steckverbinder (4, 5) derart ausgelegt sind, dass sie durch allein durch ein
Zusammenstecken und ein Auseinanderziehen in Steckrichtung und gegen die Steckrichtung
(X) zusammensteckbar und wieder voneinander lösbar sind.
4. Steckverbindung nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Anschluss-Schutzgehäuseabschnitte (2, 3) jeweils keilförmig sind und in
180° zueinander gedrehter Ausrichtung zu dem Anschluss-Schutzgehäuse (1) zusammengesetzt
sind.
5. Steckverbindung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die keilfömigen Anschluss-Schutzgehäuseabschnitte (2, 3) jeweils zumindest eine Grundwand
(10), eine Rückwand (11) und zwei keilförmige oder im Wesentlichen keilförmige Seitenwände
(12, 13) aufweisen.
6. Anschlussvorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Anschluss-Schutzgehäuseabschnitte (2, 3) gleich ausgebildet sind.
7. Anschlussvorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Anschluss-Schutzgehäuse (1) senkrecht zueinander ausgerichtete Außenwände aufweist.
8. Anschlussvorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Anlageflächen (15, 16) entsprechend der Keilform schräg zur Steckrichtung (X)
ausgerichtet sind, insbesondere, dass die Anlageflächen in einem Keilwinkel (α) zur
Steckrichtung (X) ausgerichtet sind, der insbesondere zwischen 10° und 80° und besonders
vorzugsweise zwischen 20° und 70° liegt.
9. Anschlussvorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Auslegung der Anschluss-Schutzgehäuseabschnitte (2, 3) jeweils derart ist, dass
die inneren Steckverbinder (4, 5) nicht nur im Bereich ihres Steckgesichtes (6, 7)
sondern auch an ihren vom Steckgesicht (6 bzw. 7) jeweils abgewandten Enden frei von
der der Grundseite gegenüberliegenden Seite aus her zugänglich sind, wenn die beiden
Steckverbinderteile (4, 5) nicht zusammengesteckt sind.
10. Anschlussvorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den Anlageflächen (15, 16) eine Dichtung (17) angeordnet ist.
11. Anschlussvorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Anschluss-Schutzgehäuseabschnitte (2, 3) eine oder mehrere Montagekonturen zum
Anordnen und Befestigen der inneren Steckverbinder (4, 5) aufweisen.
12. Anschlussvorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Anschluss-Schutzgehäuseabschnitte (2, 3) als die Montagekonturen innere Stegkonturen
(18, 19) aufweisen, auf welche die inneren Steckverbinder (4, 5) jeweils an entsprechenden
Aufnahmen (21) aufgesetzt sind.
13. Anschlussvorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Anschluss-Schutzgehäuseabschnitte (2, 3) korrespondierende Zentrierungskonturen
(22, 23) aufweisen und/oder dass die Anschluss-Schutzgehäuseabschnitte (2, 3) miteinander
verriegelt sind, insbesondere, dass die Anschluss-Schutzgehäuseabschnitte (2, 3) mittels
Federn, insbesondere Blattfedern (24) miteinander verriegelt sind.
14. Anschlussvorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Steckverbinder (4, 5) jeweils ein hermaphrodites Steckgesicht aufweisen.
15. Anschlussvorrichtung für elektrische Verbaucher, insbesondere Elektromotoren, die
als Steckverbindung mit korrespondierenden, zusammensteckbaren Steckverbindern (4,
5) ausgebildet ist, die jeweils zumindest miteinander koppelbare Leistungskontakte
aufweisen, welche in einem Gehäuse in einer ersten Schutzart angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Steckverbinder mit ihren Gehäusen (28, 29) jeweils an Anschluss-Schutzgehäuseabschnitten
(2, 3) angeordnet sind, die beim Zusammenstecken der Steckverbinder (4, 5) zu einem
die Steckverbinder (4, 5) und deren Gehäuse (28, 29) umgebenden Anschluss-Schutzgehäuse
(1) in einer im Vergleich zu der Schutzart der im Anschluss-Schutzgehäuse aufgenommenen
Steckverbinder (4, 5) höheren Schutzart zusammenfügbar sind