Stand der Technik
[0001] Die Erfindung geht aus von einer Steckverbindervorrichtung nach dem Oberbegriff des
Anspruchs 1.
[0002] Es sind bereits Steckverbindervorrichtungen mit zwei Gehäuseeinheiten bekannt, die
jeweils eine eine Primär- und eine Sekundärverriegelung umfassende Verriegelungseinheit
sowie eine Dichteinheit aufweisen. Die Dichteinheit ist dabei als zusätzliches Bauteil
ausgeführt, welches bei der Montage in die Gehäuseeinheiten montiert wird. Die Primärverriegelung
und die Sekundärverriegelung dienen dazu Kontakte in den Gehäuseeinheiten zu sichern.
Vorteile der Erfindung
[0003] Die Erfindung geht aus von einer Steckverbindervorrichtung mit wenigstens einer Gehäuseeinheit,
wenigstens einer Verriegelungseinheit sowie wenigstens einer Dichteinheit.
[0004] Es wird vorgeschlagen, dass wenigstens ein Dichtelement der Dichteinheit zumindest
teilweise an die Gehäuseeinheit angeformt ist. Unter einer "Dichteinheit" soll insbesondere
eine Einheit mit einem Kammerdichtelement bzw. Gehäusedichtelement zur Abdichtung
von einer Verbindungskammer im Bereich von zwei Stirnseiten zweier Gehäuseeinheiten
und/oder einem Kabeldichtelement zur Abdichtung an einem oder mehreren Kabeln verstanden
werden, die vorzugsweise aus einem anderen Material, insbesondere aus einem weicheren
Material, wie vorzugsweise aus einem Elastomer, als die Gehäuseeinheit gebildet ist.
[0005] Durch eine entsprechende Ausgestaltung können der Montageaufwand und die Kosten reduziert
werden.
[0006] Vorzugsweise ist das Dichtelemente in einem Spritzverfahren an die Gehäuseeinheit
angespritzt, wodurch dieses einfach und kostengünstig hergestellt werden kann. Ist
das Dichtelement in einem Mehrkomponentenspritzverfahren an die Gehäuseeinheit angespritzt,
können vorteilhaft die Gehäuseeinheit und das Dichtelement aus unterschiedlichen,
auf ihre Funktion ausgerichteten Materialien hergestellt werden.
[0007] In einer vorteilhaften Ausgestaltung wird vorgeschlagen, dass das angeformte Dichtelemente
ein Kammerdichtelement bzw. ein Gehäusedichtelement ist, wodurch konstruktiv einfach
mit geringem Montageaufwand ein Kontaktbereich zwischen zwei Gehäuseeinheiten vorteilhaft
abgedichtet werden kann.
[0008] Ferner wird vorgeschlagen, dass das Dichtelement eine Radialdichtung ist, wodurch
vorteilhaft auf einen bestimmten Axialen Anpressdruck verzichtet werden kann. Dabei
soll unter einer "Radialdichtung" insbesondere eine Dichtung verstanden werden, die
dazu vorgesehen ist, an einer radialen Fläche abzudichten.
[0009] Vorzugsweise weist das Dichtelement wenigstens eine und besonders bevorzugt mehrere
radiale Dichtlamellen auf, d.h. sich zumindest im Wesentlichen in radialer Richtung
erstreckende, scheibenförmige Elemente, wodurch eine vorteilhafte Abdichtung erreicht
werden kann. Insbesondere kann mittels mehreren Dichtlamellen eine hohe Dichtsicherheit
erreicht werden.
[0010] Das Dichtelement kann aus verschiedenen, dem Fachmann als sinnvoll erscheinenden
Materialien gebildet sein, besonders vorteilhaft ist das Dichtelement jedoch zumindest
teilweise aus einem Elastomer und besonders vorteilhaft aus Silikon gebildet, mittels
dessen wiederum eine vorteilhafte Dichtwirkung einfach erreicht werden kann.
[0011] Vorzugsweise weist die Dichteinheit wenigstens ein Kabeldichtelement auf, wobei dieses
besonders vorteilhaft zumindest teilweise einstückig mit dem Kammerdichtelement ausgebildet
ist, wodurch wiederum zusätzliche Bauteile, Montageaufwand und Kosten eingespart werden
können.
[0012] Sind das Kammerdichtelement und das Kabeldichtelement über wenigstens einen Steg
verbunden, können diese in ihrer Form besonders flexibel gestaltet werden und insbesondere
kann besonders vorteilhaft das Kammerdichtelement und das Kabeldichtelement insgesamt
nur an einem Punkt angespritzt werden. Vorzugsweise ist der die Dichtelemente verbindende
Steg in einem Kanal einer Gehäuseeinheit angeordnet.
[0013] Ferner wird eine Steckverbindervorrichtung mit wenigstens einer Gehäuseeinheit vorgeschlagen,
wobei die Gehäuseeinheit wenigstens eine mittels eines Verschlussmittels zumindest
teilweise, vorzugsweise vollständig verschlossene Fertigungsöffnung aufweist, wodurch
innere Strukturen insbesondere mittels eines Schiebekerns vorteilhaft einfach angeformt,
insbesondere angespritzt, werden können und dennoch eine dichte Gehäuseeinheit sichergestellt
werden kann. Durch die Fertigungsöffnung kann ein Kern, insbesondere ein Schiebekern,
eingeführt bzw. kann vorteilhaft um einen Schiebekern die Gehäuseeinheit herumgespritzt,
der Schiebekern kann aus der Fertigungsöffnung entfernt und anschließend kann die
Fertigungsöffnung mit einem Tauchkern verschlossen werden.
[0014] Die Fertigungsöffnung kann dabei zur Herstellung verschiedener, dem Fachmann als
sinnvoll erscheinender innerer Strukturen vorgesehen sein, besonders vorteilhaft jedoch
zur Herstellung eines Rasthakens der Verriegelungseinheit, wie insbesondere eines
Rasthakens der Sekundärverriegelung.
[0015] Ist das Verschlussmittel mittels eines Spritzvorgangs, besonders vorteilhaft mittels
eines Mehrkomponentenspritzverfahrens an die Gehäuseeinheit angeformt, können zusätzliche
Bauteile, Montageaufwand und Kosten reduziert werden.
[0016] Das Verschlussmittel kann dabei von verschiedenen, dem Fachmann als sinnvoll erscheinenden
Materialien gebildet sein, beispielsweise kann das Verschlussmittel aus dem gleichen
oder vorzugsweise aus einem differierenden Material gebildet sein wie die Gehäuseeinheit.
[0017] Vorzugsweise ist das Verschlussmittel zumindest teilweise aus einem Elastomer und
besonders bevorzugt aus Silikon gebildet, wodurch dasselbe vorteilhaft in den Herstellprozess,
insbesondere in einen gemeinsamen Spritzvorgang mit einem Dichtelement, integriert
werden kann.
[0018] In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung wird vorgeschlagen, dass das Verschlussmittel
einstückig mit einem Dichtelement ausgebildet ist, was insbesondere besonders vorteilhaft
erreichbar ist, wenn das Verschlussmittel zumindest teilweise aus Silikon gebildet
ist.
[0019] Die Verriegelungseinheit weist vorzugsweise wenigstens eine Primärverriegelung und
wenigstens eine Sekundärverriegelung auf, wodurch Kontakte bzw. Kontaktelemente in
der Gehäuseeinheit besonders sicher fixiert werden können. Dabei wird die Primärverriegelung
vorzugsweise von einem mit einem an einen Kontakt angeformten Rasthaken korrespondierenden
Rastmittel, wie insbesondere einer Ausnehmung, gebildet, in die der an den Kontakt
angeformte Rasthaken einrasten kann, während die Sekundärverriegelung vorzugsweise
wenigstens einen Rasthaken aufweist, der in eine Ausnehmung des Kontakts einrastbar
ist. Grundsätzlich ist auch eine umgekehrte Geometrie denkbar.
[0020] Ist die Sekundärverriegelung und/oder die Primärverriegelung zumindest teilweise
an die Gehäuseeinheit angeformt, können zusätzliche Bauteile, Montageaufwand und Kosten
eingespart werden.
[0021] Vorzugsweise weist die Sekundärverriegelung wenigstens einen über ein Filmscharnier
an die Gehäuseeinheit angebundenen Rasthaken auf, wodurch eine leicht zu betätigende
und trotzdem zuverlässige Verriegelung erreicht werden kann.
[0022] Ist der der Rasthaken an der Gehäuseeinheit an einer einer Kontaktseite, auf der
Kontakte von zwei korrespondierenden Gehäuseeinheiten miteinander kontaktiert werden,
zugewandten Seite mittels des Filmscharniers angeformt, können eine vorteilhafte Faserorientierung,
eine vorteilhafte Betätigung und eine vorteilhafte Gesamtlänge erreicht werden.
[0023] In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung wird vorgeschlagen, dass die Sekundärverriegelung
wenigstens einen über eine Sollbruchstelle gesicherten Rasthaken aufweist, wodurch
dieser zumindest bis zu einer ersten Inbetriebnahme in einer vorteilhaften Stellung
gesichert und zusätzlich ein spritztechnisch einfaches Anformen realisiert werden
kann.
[0024] Ferner wird vorgeschlagen, dass die Sekundärverriegelung wenigstens einen Rasthaken
mit einer Ausnehmung aufweist, durch die ein Kern, insbesondere ein Schiebekern, bei
der Herstellung abstützbar ist, wodurch eine Belastung des Kerns während der Herstellung
reduziert werden kann.
[0025] Ferner wird vorgeschlagen, dass die Steckverbindervorrichtung eine Verdrehsicherungseinheit
aufweist, die dazu vorgesehen ist, eine verdrehte Montage von zwei Gehäuseeinheiten
zu vermeiden, und zwar insbesondere auch eine verdrehte Montage um 180°, wodurch eine
Montage vorzugsweise nur in einer bestimmten Ausrichtung von zwei Gehäuseeinheiten
sichergestellt werden kann.
[0026] Weist die Steckverbindervorrichtung eine Kodiereinheit auf, die zur Herstellung einer
kodierten Verbindung zwischen zwei Gehäuseeinheiten vorgesehen ist, kann sichergestellt
werden, dass nur Gehäuseeinheiten zusammengeführt werden, die hierfür vorgesehen sind.
Unter einer "Kodierungseinheit" soll dabei insbesondere eine Einheit verstanden werden,
die vorzugsweise von einer Nebengeometrie gebildet ist, die zumindest in erster Linie
zur Kodierung vorgesehene und/oder die vorzugsweise von einer oder mehreren stegförmigen
und/oder bolzenförmigen Erhebungen und/oder vorzugsweise von einer Ausbuchtung usw.
gebildet ist.
[0027] Weist die Gehäuseeinheit auf einer in eine Steckrichtung weisenden Stirnseite eine
Anspritzstelle auf, kann bei der Herstellung eine vorteilhafte Temperaturverteilung
erreicht werden.
Zeichnung
[0028] Weitere Vorteile ergeben sich aus der folgenden Zeichnungsbeschreibung. In der Zeichnung
ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Die Beschreibung und die Ansprüche
enthalten zahlreiche Merkmale in Kombination. Der Fachmann wird die Merkmale zweckmäßigerweise
auch einzeln betrachten und zu sinnvollen weiteren Kombinationen zusammenfassen.
[0029] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine perspektivische Darstellung einer Steck- verbindervorrichtung mit einem Stiftkontakt-
steckverbinder und einem Buchsenkontaktsteck- verbinder,
- Fig. 2
- die Steckverbindervorrichtung in einer Seiten- ansicht,
- Fig. 3
- eine Schnittdarstellung der Steckverbindervor- richtung,
- Fig. 4
- einen Ausschnitt des Buchsenkontaktsteckver- binders mit einem Rasthaken einer Sekundärver-
riegelung schräg von oben,
- Fig. 5
- einen Ausschnitt des Buchsenkontaktsteckver- binders mit dem Rasthaken in einer Seitenan-
sicht,
- Fig. 6
- einen Ausschnitt einer Schnittdarstellung durch den Buchsenkontaktsteckverbinder mit
ei- nem Rasthaken schräg von oben,
- Fig. 7
- eine weitere perspektivische Darstellung der Steckverbindervorrichtung,
- Fig. 8
- eine perspektivische Einzelteildarstellung ei- ner Dichteinheit des Buchsenkontaktsteckver-
binders,
- Fig. 9
- die Dichteinheit aus Figur 8 mit einem Teil- schnitt,
- Fig. 10
- eine perspektivische Einzelteildarstellung ei- ner Dichteinheit des Stiftkontaktsteckverbin-
ders und
- Fig. 11
- die Dichteinheit aus Figur 10 mit einem Teil- schnitt.
Beschreibung des Ausführungsbeispiels
[0030] Figur 1 zeigt eine Steckverbindervorrichtung mit einer Gehäuseeinheit 10 eines Buchsenkontaktsteckverbinders
und einer Gehäuseeinheit 12 eines Stiftkontaktsteckverbinders. Jeder der beiden Steckverbinder
weist acht, in zwei Reihen angeordnete Kontaktkanäle auf, in die Kontakte, mit daran
angeschlossenen Kabeln eingeführt werden können. Grundsätzlich sind auch mehr oder
weniger Kontaktkanäle denkbar, die insbesondere auch nur in einer Reihe angeordnet
sein können. Ferner weist jeder der beiden Steckverbinder eine Dichteinheit 20, 22
und eine Verriegelungseinheit 14, 16 mit jeweils einer Primärverriegelung und einer
Sekundärverriegelung auf (Figuren 1 bis 7).
[0031] Die Dichteinheiten 20, 22 sind aus Silikon und weisen jeweils ein Kammerdichtelement
24, 28 und ein Kabeldichtelement 26, 30 auf, die an die Gehäuseeinheiten 10, 12 angeformt,
und zwar in einem Mehrkomponentenspritzverfahren an die Gehäuseeinheiten 10, 12 angespritzt
sind (Figuren 3, 6, 8 bis 11). Das bundförmige Kammerdichtelement 24 des Buchsenkontaktsteckverbinders
ist als Radialdichtung ausgebildet, welches drei radiale Dichtlamellen 32, 34, 36
aufweist, die radial nach außen ausgerichtet sind (Figuren 6, 8 und 9). Beim Zusammenführen
der Gehäuseeinheiten 10, 12 in Steckrichtungen 94, 96 wird die Gehäuseeinheit 12 in
die Gehäuseeinheit 10 eingeführt. Sind der Buchsenkontaktsteckverbinder und der Stiftkontaktsteckverbinder
zusammengeführt, dichtet das Kammerdichtelement 24 eine zwei Stirnseiten 98, 100 der
Gehäuseeinheiten 10, 12 umgebende Kammer ab, indem die Dichtlamellen 32, 34, 36 an
einem Innenumfang eines an die Gehäuseeinheit 12 des Stiftkontaktsteckverbinders einstückig
angeformten, bundförmigen Stiftschutz 106 anliegen.
[0032] Das Kammerdichtelement 28 des Stiftkontaktsteckverbinders weist zwei sich gegenüberliegende,
schalenförmige Dichtwände 108, 110 auf, die mit zwei Stegen 112, 114 verbunden sind
(Figuren 10 und 11). An den Dichtwänden 108, 110 sind jeweils zwei Verschlussmittel
82, 84, 86, 88 einstückig angeformt, die dazu vorgesehen sind, vier Fertigungsöffnungen
74, 76, 78, 80 der Gehäuseeinheit 12 des Stiftkontaktsteckverbinders dicht zu verschließen.
In dem Mehrkomponentenspritzverfahren werden die Fertigungsöffnungen 74, 76, 78, 80
mit Silikon ausgespritzt, nachdem Schiebekerne zur Formgebung von Rasthaken 54, 56
der Verriegelungseinheit 16, und zwar der Sekundärverriegelung, aus den Fertigungsöffnungen
74, 76, 78, 80 gezogen sind.
[0033] Das Kammerdichtelement 24 und das Kabeldichtelement 26 des Buchsenkontaktsteckverbinders
sowie das Kammerdichtelement 28 und das Kabeldichteelement 30 des Stiftkontaktsteckverbinders
sind jeweils einstückig ausgeführt, und zwar sind dieselben jeweils über einen Steg
38, 40 verbunden. Bei der Herstellung kann über die später die Stege bildenden Kanäle
einer Spritzform vorteilhaft Material geführt werden, so dass die Kammerdichtelemente
24, 28 und die Kabeldichtelemente 26, 30 vorteilhaft in einem Spritzvorgang mit einer
Anspritzstelle bzw. Angusstelle hergestellt werden können. Die Kabeldichtelemente
26, 30 weisen jeweils acht, in zwei Reihen angeordnete Dichtkanäle mit mehreren, hintereinander
angeordneten Dichtlamellen auf (Figuren 9 und 11).
[0034] Die Primärverriegelungen dienen zur ersten Befestigung von Kontakten innerhalb der
Gehäuseeinheiten 10, 12 und werden von an die Gehäuseeinheiten 10, 12 angeformten,
schematisiert angedeuteten Ausnehmungen 116, 118, 120, 122 gebildet, in die an den
Kontakten angeformte, nicht näher dargestellte Rasthaken beim Einführen derselben
einrasten (Figur 3).
[0035] Die Sekundärverriegelung ist dazu vorgesehen, von einem Bediener betätigt zu werden
nachdem die Kontakte in die Gehäuseeinheiten 10, 12 eingesteckt sind und dienen zur
dauerhaften Sicherung der Kontakte in den Gehäuseeinheiten 10, 12. Die Sekundärverriegelungen
weist einstückig an die Gehäuseeinheiten 10, 12 angeformte Rasthaken 50, 52, 54, 56
auf, die jeweils über Filmscharniere 42, 44, 46, 48 an die Gehäuseeinheiten 10, 12
angebunden sind. Die Rasthaken 50, 52, 54, 56 sind jeweils an einer einer Kontaktseite,
auf der die Kontakte der Gehäuseeinheiten 10, 12 miteinander kontaktiert werden, zugewandten
Seite mittels der Filmscharniere 42, 44, 46, 48 angeformt und erstrecken sich ausgehend
von den Filmscharnieren 42, 44, 46, 48 jeweils entgegen der Steckrichtungen 94, 96,
in die die beiden Gehäuseeinheiten 10, 12 bei einer Kontaktierung zusammengeführt
werden (Figuren 1 und 3). An ihren den Filmscharnieren 42, 44, 46, 48 abgewandten
Enden sind die Rasthaken 50, 52, 54, 56 über dünne Stege mit Sollbruchstellen 58,
60, 62, 64, mit der jeweiligen Gehäuseeinheit 10 bzw. 12 verbunden (Figuren 3 und
5).
[0036] Die Rasthaken 50, 52, 54, 56 erstrecken sich jeweils quer über eine Reihe, d.h. über
vier Kontaktkanäle, so dass durch Betätigung eines Rasthakens 50, 52, 54, 56 jeweils
vier Kontakte gleichzeitig verriegelt werden können. Im mittleren Bereich der Rasthaken
50, 52, 54, 56 ist jeweils eine Ausnehmung 66, 68, 70, 72 bzw. eine Materialaussparung
vorgesehen, durch die Schiebekerne zur Formgebung der Rasthaken 50, 52, 54, 56 und
deren Gegenkontur vorteilhaft an einer Innenkontur einer Gussform abgestützt werden
können (Figuren 3, 4 und 5). Ferner sind jeweils im Bereich der Ausnehmungen 66, 68,
70, 72 von Erhebungen gebildete Führungselemente 124 zur seitlichen Führung der Schiebekerne
angeformt.
[0037] Um bei der Herstellung eine möglichst gleichmäßige Temperaturverteilung zu erreichen,
weisen die Gehäuseeinheiten 10, 12 jeweils auf einer in Steckrichtung 94, 96 weisenden
Stirnseite 98, 100 eine Anspritzstelle 102, 104 auf (Figur 7). Die Gehäuseeinheiten
10, 12 sind aus einem glasfaserverstärkten Thermoplast gebildet, wobei der Glasfaseranteil
vorzugsweise zwischen 10% und 30% und besonders bevorzugt ca. 20% beträgt.
[0038] Zur Verriegelung der Gehäuseeinheiten 10, 12 miteinander weisen die Gehäuseeinheiten
10, 12 eine weitere Verriegelungseinheit 18 auf. Die Verriegelungseinheit 18 weist
einen an die Gehäuseeinheit 10 einstückig angeformten, und zwar über einen Biegebalken
146 an einen Grundkörper der Gehäuseeinheit 10 angebundenen Rasthaken 126 und eine
an die Gehäuseeinheit 12 einstückig angeformte Rasterhöhung 128 auf, hinter der der
Rasthaken 126 nach einem Zusammenführen der Gehäuseeinheiten 10, 12 einrastet. Der
Rasthaken 126 ist im Wesentlichen von einem U-förmigen Bügel gebildet, dessen Seitenstege
durch Rippen 140, 142 versteift sind (Figur 6) und weist mit seinem freien Ende in
Steckrichtung 94. An einem dem in Steckrichtung 94 weisenden Ende gegenüberliegenden
Ende des Rasthakens 126 ist ein plattenförmiger Betätiger 144 angeformt, mittels dessen
ein Bediener den Rasthaken 126 aus seiner Raststellung lösen kann.
[0039] Zum Schutz des Rasthakens 126 ist an die Gehäuseeinheit 10 eine halbschalenförmige
Schutzwandung 130 einstückig angeformt, die den Rasthaken 126 an seinem in Steckrichtung
94 weisenden freien Ende radial nach außen umgibt. Die Schutzwandung 130 bildet zudem
einen ersten Teil einer Verdrehsicherung 90, die dazu vorgesehen ist, eine verdrehte
Montage der Gehäuseeinheiten 10, 12 zu vermeiden. Ein zweiter, von Längsstegen 132,
134 gebildeter Teil der Verdrehsicherung 90 ist einstückig an die Gehäuseeinheit 12
angeformt. Die Stege 132, 134 werden beim Zusammenführen der Gehäuseeinheiten 10,
12 an Innenflächen der Schutzwandung 130 entlang geführt. Zudem sind seitlich neben
dem Rasthaken 126 Stege 148, 150 zum Schutz des Betätigers 144 angeformt (Figuren
6 und 7).
[0040] Ferner weist die Steckverbindervorrichtung eine Kodierungseinheit 92 auf, die zur
Herstellung einer kodierten Verbindung zwischen den Gehäuseeinheiten 10, 12 vorgesehen
ist. Die Kodierungseinheit 92 weist einen an der Gehäuseeinheit 12 seitlich angeformten
Längssteg 136 auf, dessen Breite und Höhe exakt auf eine an die Gehäuseeinheit 10
angeformte schlitzförmige Ausnehmung 138 abgestimmt ist (Figur 7).
Bezugszeichen
[0041]
- 10
- Gehäuseeinheit
- 12
- Gehäuseeinheit
- 14
- Verriegelungseinheit
- 16
- Verriegelungseinheit
- 18
- Verriegelungseinheit
- 20
- Dichteinheit
- 22
- Dichteinheit
- 24
- Dichtelement
- 26
- Dichtelement
- 28
- Dichtelement
- 30
- Dichtelement
- 32
- Dichtlamelle
- 34
- Dichtlamelle
- 36
- Dichtlamelle
- 38
- Steg
- 40
- Steg
- 42
- Filmscharnier
- 44
- Filmscharnier
- 46
- Filmscharnier
- 48
- Filmscharnier
- 50
- Rasthaken
- 52
- Rasthaken
- 54
- Rasthaken
- 56
- Rasthaken
- 58
- Sollbruchstelle
- 60
- Sollbruchstelle
- 62
- Sollbruchstelle
- 64
- Sollbruchstelle
- 66
- Ausnehmung
- 68
- Ausnehmung
- 70
- Ausnehmung
- 72
- Ausnehmung
- 74
- Fertigungsöffnung
- 76
- Fertigungsöffnung
- 78
- Fertigungsöffnung
- 80
- Fertigungsöffnung
- 82
- Verschlussmittel
- 84
- Verschlussmittel
- 86
- Verschlussmittel
- 88
- Verschlussmittel
- 90
- Verdrehsicherung
- 92
- Kodierungseinheit
- 94
- Steckrichtung
- 96
- Steckrichtung
- 98
- Stirnseite
- 100
- Stirnseite
- 102
- Anspritzstelle
- 104
- Anspritzstelle
- 106
- Stiftschutz
- 108
- Dichtwand
- 110
- Dichtwand
- 112
- Steg
- 114
- Steg
- 116
- Ausnehmung
- 118
- Ausnehmung
- 120
- Ausnehmung
- 122
- Ausnehmung
- 124
- Führungselement
- 126
- Rasthaken
- 128
- Rasterhöhung
- 130
- Schutzwandung
- 132
- Steg
- 134
- Steg
- 136
- Längssteg
- 138
- Ausnehmung
- 140
- Rippe
- 142
- Rippe
- 144
- Betätiger
- 146
- Biegebalken
- 148
- Steg
- 150
- Steg
1. Steckverbindervorrichtung mit wenigstens einer Gehäuseeinheit (10, 12), wenigstens
einer Verriegelungseinheit (14, 16, 18) sowie wenigstens einer Dichteinheit (20, 22),
dadurch gekennzeichnet,
dass wenigstens ein Dichtelement (24, 26, 28, 30) der Dichteinheit (20, 22) zumindest
teilweise an die Gehäuseeinheit (10, 12) angeformt ist.
2. Steckverbindervorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Dichtelement (24, 26, 28, 30) in einem Spritzverfahren an die Gehäuseeinheit
(10, 12) angespritzt ist.
3. Steckverbindervorrichtung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Dichtelement (24, 26, 28, 30) in einem Mehrkomponentenverfahren an die Gehäuseeinheit
(10, 12) angespritzt ist.
4. Steckverbindervorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das angeformte Dichtelemente (24, 28) ein Kammerdichtelement ist, das zur Abdichtung
einer Kammer vorgesehen ist.
5. Steckverbindervorrichtung nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Dichtelement (24) eine Radialdichtung ist.
6. Steckverbindervorrichtung nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Dichtelement (24) wenigstens eine radiale Dichtlamelle (32, 34, 36) aufweist.
7. Steckverbindervorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Dichtelement (24, 26, 28, 30) zumindest teilweise aus Elastomer ist.
8. Steckverbindervorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Dichteinheit (20, 22) wenigstens ein Kabeldichtelement (26, 30) aufweist.
9. Steckverbindervorrichtung zumindest nach Anspruch 4 und 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Kammerdichtelement (24, 28) und das Kabeldichtelement (26, 30) zumindest teilweise
einstückig ausgebildet sind.
10. Steckverbindervorrichtung nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Kammerdichtelement (24, 28) und das Kabeldichtelement (26, 30) über wenigstens
einen Steg (38, 40) verbunden sind.
11. Steckverbindervorrichtung mit wenigstens einer Gehäuseeinheit (12), insbesondere nach
einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Gehäuseeinheit (12) wenigstens eine mittels eines Verschlussmittels (82, 84,
86, 88) zumindest teilweise verschlossene Fertigungsöffnung (74, 76, 78, 80) aufweist.
12. Steckverbindervorrichtung nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Fertigungsöffnung (74, 76, 78, 80) zur Herstellung eines Rasthakens (54, 56)
der Verriegelungseinheit (16) vorgesehen ist.
13. Steckverbindervorrichtung nach Anspruch 11 oder 12,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Verschlussmittel (82, 84, 86, 88) mittels eines Spritzvorgangs an die Gehäuseeinheit
(10, 12) angespritzt ist.
14. Steckverbindervorrichtung nach einem der Ansprüche 11 bis 13,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Verschlussmittel (82, 84, 86, 88) von einem zur Gehäuseeinheit (10, 12) differierenden
Material gebildet ist.
15. Steckverbindervorrichtung nach Anspruch 14,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Verschlussmittel (82, 84, 86, 88) zumindest teilweise aus Elastomer ist.
16. Steckverbindervorrichtung nach einem der Ansprüche 11 bis 15,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Verschlussmittel (82, 84, 86, 88) einstückig mit einem Dichtelement (28, 30)
ausgebildet ist.
17. Steckverbindervorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Verriegelungseinheit (14, 16) wenigstens eine Primärverriegelung und wenigstens
eine Sekundärverriegelung aufweist.
18. Steckverbindervorrichtung nach Anspruch 17,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Sekundärverriegelung zumindest teilweise an die Gehäuseeinheit (10, 12) angeformt
ist.
19. Steckverbindervorrichtung nach Anspruch 18,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Sekundärverriegelung wenigstens einen über ein Filmscharnier (42, 44, 46, 48)
an die Gehäuseeinheit (10, 12) angebundenen Rasthaken (50, 52, 54, 56) aufweist.
20. Steckverbindervorrichtung nach Anspruch 19,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Rasthaken (50, 52, 54, 56) an der Gehäuseeinheit (10, 12) an einer einer Kontaktseite
zugewandten Seite mittels des Filmscharniers (42, 44, 46, 48) angeformt ist.
21. Steckverbindervorrichtung zumindest nach Anspruch 17,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Sekundärverriegelung wenigstens einen über eine Sollbruchstelle (58, 60, 62,
64) gesicherten Rasthaken (50, 52, 54, 56) aufweist.
22. Steckverbindervorrichtung zumindest nach Anspruch 17,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Sekundärverriegelung wenigstens einen Rasthaken (50, 52, 54, 56) mit einer Ausnehmung
(66, 68, 70, 72) aufweist, durch die ein Kern bei der Herstellung abstützbar ist.
23. Steckverbindervorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Primärverriegelung zumindest teilweise an die Gehäuseeinheit (10, 12) angeformt
ist.
24. Steckverbindervorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
gekennzeichnet durch
eine Verdrehsicherungseinheit (90), die dazu vorgesehen ist, eine verdrehte Montage
von zwei Gehäuseeinheiten (10, 12) zu vermeiden.
25. Steckverbindervorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
gekennzeichnet durch
eine Kodierungseinheit (92), die zur Herstellung einer kodierten Verbindung zwischen
zwei Gehäuseeinheiten (10, 12) vorgesehen ist.
26. Steckverbindervorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Gehäuseeinheit (10, 12) auf einer in eine Steckrichtung (94, 96) weisenden Stirnseite
(98, 100) eine Anspritzstelle (102, 104) aufweist.
27. Herstellverfahren zur Herstellung einer Steckverbindervorrichtung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, wobei das Dichtelement (24, 26, 28, 30) an die Gehäuseeinheit (10, 12)
angeformt wird.
28. Herstellverfahren zur Herstellung einer Steckverbindervorrichtung zumindest nach Anspruch
11, wobei eine Fertigungsöffnung (74, 76, 78, 80) in der Gehäuseeinheit (12) mit einem
Verschlussmittel (82, 84, 86, 88) zumindest teilweise verschlossen wird.
29. Herstellverfahren nach Anspruch 28,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Fertigungsöffnung (74, 76, 78, 80) mittels eines Spritzvorgangs verschlossen
wird.