| (19) |
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(11) |
EP 2 111 505 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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14.03.2012 Patentblatt 2012/11 |
| (22) |
Anmeldetag: 03.01.2008 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2008/050022 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2008/087052 (24.07.2008 Gazette 2008/30) |
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| (54) |
KRAFTSTOFFINJEKTOR MIT INTEGRIERTEM DRUCKVERSTÄRKER
FUEL INJECTOR WITH AN INTEGRATED PRESSURE BOOSTER
INJECTEUR DE CARBURANT AVEC SURPRESSEUR INTÉGRÉ
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MT NL NO PL
PT RO SE SI SK TR |
| (30) |
Priorität: |
18.01.2007 DE 102007002760
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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28.10.2009 Patentblatt 2009/44 |
| (73) |
Patentinhaber: Robert Bosch GmbH |
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70442 Stuttgart (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- FRASCH, Juergen
71088 Holzgerlingen (DE)
- HAISER, Heinz-Bernd
71638 Ludwigsburg (DE)
- BUTSCHER, Christoph
71229 Leonberg (DE)
- MAGEL, Hans-Christoph
72764 Reutlingen (DE)
- WEHR, Stephan
37308 Heiligenstadt (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 1 584 813 DE-A1-102004 053 421
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DE-A1-102004 008 349 US-A- 6 161 770
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
Stand der Technik
[0001] Die Erfindung geht aus von einem Kraftstoffinjektor nach dem Oberbegriff des Anspruchs
1.
[0002] Ein Kraftstoffinjektor mit einem integrierten Druckverstärker ist beispielsweise
aus
DE 103 35 340 A1 bekannt. Der Druckverstärker weist einen in einem Gehäuse des Kraftstoffinjektors
geführten Druckübersetzerkolben auf, der auf einen Kompressionsraum, einen Differenzdruckraum
und einen Hochdruckraum einwirkt. Mit einem ersten Steuerventil wird ein rückwärtiger
Steuerraum einer Düsennadel ansteuert und das Steuervolumen in ein Niederdruck/ Rücklaufsystem
abgeleitet. Ein zweites Steuerventil verbindet den Differenzdruckraum des Druckverstärkers
ebenfalls mit dem Niederdruck/Rücklaufsystem. Durch die Druckänderung im Differenzdruckraum
drückt der Druckübersetzerkolben in den Kompressionsraum und komprimiert dort den
Kraftstoff, der dadurch eine Druckerhöhung erfährt, die an eine Druckschulter der
Düsennadel übertragen wird, so dass der an der Druckschulter wirkende übersetzte Hochdruck
die Düsennadel vom Düsennadelsitz abhebt und der Kraftstoff mit dem über den Systemdruck
erhöhten Kraftstoffdruck in den Brennraum einer Brennkraftmaschine einspritzt.
[0003] Aus der
EP 1584 813 A2 ist ein Einspritzventil bekannt, bei dem zwei Steuerventile vorgesehen sind, deren
Leckagemenge über separate Leckageanschlüsse und jeweils eine Leckageleitung abgeführt
wird.
[0004] Aus der
DE 10 2004 053 421 A1 ist ebenfalls ein Einspritzventil bekannt, das zwei Steuerventile aufweist und einen
Leckageanschluss an der Außenseite, über den die Leckagemenge abgeleitet wird.
[0005] Aus der
DE 10 2004 008 349 A1 ist ein Brennstoffeinspritzsystem bekannt, das einen Injektor mit seitlich ausgebildetem
Leckageanschluss für die Leckagemenge aufweist.
[0006] In der deutschen Patentanmeldung
DE 100 206 038 840.2 wird bereits gezeigt, für das die Düsennadel ansteuernde erste Steuerventil und das
den Druckverstärker ansteuernde zweite Steuerventil jeweils einen
[0007] Rücklaufanschluss zum Verbinden mit dem Niederdruck/Rücklaufsystem vorzusehen.
[0008] Da die Rücklaufsysteme für das erste Steuerventil der Düsennadel und für das zweite
Steuerventil des Druckverstärkers unterschiedlichen Druckniveaus ausgesetzt sind und
darüber hinaus das Rücklaufsystem des Druckverstärkers mit starken Druckstößen beaufschlagt
wird, ist eine technisch sinnvolle Entkopplung beider Rücklaufkreise innerhalb des
Kraftstoffinjektors notwendig. Außerdem ist eine geeignete Anordnung der beiden Rücklaufanschlüsse
am Injektorgehäuse notwendig.
Offenbarung der Erfindung
[0009] Die Aufgabe der Erfindung wird mit den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruchs 1
gelöst. Der erfindungsgemäße Kraftstoffinjektor hat den Vorteil, dass eine gegenseitige
Funktionsbeeinflussung der Steuerventile verhindert wird. Dadurch wird ein stabiles
Mengenkennfeld des Kraftstoffinjektors gewährleistet, das notwendig ist, um einen
optimalen Einspritzverlauf in Abhängigkeit von der Leistungsanforderung an die Brennkraftmaschine
zu gewährleisten. Durch die Anordnung der beiden Rücklaufanschlüsse in unterschiedlichen
Gehäuseteilen des Gehäuses ist eine einfache Trennung und Ausführung der beiden Rücklaufanschlüsse
möglich.
[0010] Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind durch die Maßnahmen der Unteransprüche
möglich.
[0011] Besonders vorteilhaft ist es, den ersten Rücklaufanschluss für die Steuermenge bzw.
für das Steuervolumen des Steuerraums der Düsennadel durch mindestens eine Bohrung
zu realisieren, die durch ein erstes Gehäuseteil nach außen geführt ist, wobei das
Gehäuseteil die Düsenspannmutter ist, und den zweite Rücklaufanschluss für die Steuermenge
bzw. für das Steuervolumen der Druckverstärkungseinrichtung durch mindestens eine
weitere Bohrung zu realisieren, die durch ein zweites Gehäuseteil nach außen geführt
ist. Dabei mündet die zweite Bohrung in eine an der Außenwand des Gehäuseteils ausgebildete
ringförmige Vertiefung, wobei die Vertiefung von einem ersten Gehäuseabschnitt und
einem zweiten Gehäuseabschnitt begrenzt ist, und wobei im ersten Gehäuseabschnitt
und im zweiten Gehäuseabschnitt jeweils ein Dichtring angeordnet ist.
[0012] Das erste Steuerventil weist einen ersten Niederdruckraum auf, der über eine hydraulischen
Verbindungsleitung mit einem ersten Raum verbunden ist, der zwischen der Düsenspannmutter
und einem weiteren Gehäuseteil liegt. Das zweite Steuerventil weist einen zweiten
Niederdruckraum auf, der mit mindestens einer Ablaufbohrung hydraulisch verbunden
ist, die in einen zweiten Raum führt, in den die weitere Bohrung des zweiten Rücklaufanschluss
mündet. Dem zweiten Steuerventil ist ein Leckageraum zugeordnet, der über durch das
Gehäuse geführte hydraulische Verbindungsleitungen mit dem ersten Niederdruckraum
des ersten Steuerventils hydraulisch verbunden ist. Der Leckageraum ist mittels eines
Bypasskanals, in den eine Drossel integriert ist, mit dem zweiten Niederdruckraum
des zweiten Steuerventils hydraulisch verbunden.
[0013] Im eingebauten Zustand in die Verbrennungskraftmaschine ist jeder der beiden Rücklaufanschlüsse
mit jeweils einem in einem Zylinderkopf der Verbrennungskraftmaschine integrierten
Rücklaufkanal verbunden, wobei jeder Rücklaufkanal an jeweils ein Niederdruck/Rücklaufsystem
der Verbrennungskraftmaschine angeschlossen ist. Dazu ist zweckmäßigerweise im Zylinderkopf
eine Stufenbohrung ausgebildet, in die das Gehäuse des Kraftstoffinjektors zumindest
teilweise hineinragt, wobei innerhalb der Stufenbohrung zwei hydraulisch getrennte
Abschnitte mit jeweiligen Ringräumen vorhanden sind, und wobei in den einen Ringraum
der erste Rücklaufanschluss und in den anderen Ringraum der zweite Rücklaufabschnitt
mündet und die Ringräume mit jeweils einem Rücklaufkanal hydraulisch verbunden sind.
Ausführungsbeispiel
[0014] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und in der
nachfolgenden Beschreibung näher erläutert.
[0015] Es zeigen:
- Figur 1
- eine Schnittdarstellung durch einen erfindungsgemäßen Kraftstoffinjektor und
- Figur 2
- eine Schnittdarstellung durch den erfindungsgemäßen Kraftstoffinjektor im eingebauten
Zustand in einen Zylinderkopf einer Brennkraftmaschine.
[0016] Der in Figur 1 dargstellte Kraftstoffinjektor weist beispielweise ein Gehäuse 10
mit einem ersten Gehäuseteil 11, einem zweiten Gehäuseteil 12, einem dritten Gehäuseteil
13, einem vierten Gehäuseteil 14 und einem Anschlussteil 15 sowie mit einem Düsenkörper
16 auf. Der Düsenkörper 16, das Gehäuseteil 14 und das Gehäuseteil 13 sind mittels
einer Düsenspannmutter 17 hydraulisch dicht verspannt. Der Düsenkörper 16 enthält
ein Einspritzventilglied 20 mit einer Düsennadel 21, die im Düsenkörper 16 axial verschiebbar
geführt ist. Die Düsennadel 21 wirkt mit einem nicht näher dargestellten, am Düsenkörper
16 ausgebildeten Düsennadelsitz zusammen, der mit der Düsennadel 21 einen Dichtsitz
bildet, der wiederum einen Düsennadeldruckraum 22 im geschlossenen Zustand der Düsennadel
21 von Einspritzöffnungen 23 trennt. An der Düsennadel 21 ist eine Steuerraumhülse
24 geführt, die mittels einer Druckfeder 25 gegen eine Dichtfläche drückt und dadurch
einen Steuerraum 26 umschließt. Dem Steuerraum 26 ist die Düsennadel 21 mit einer
in Schließrichtung wirkenden Steuerfläche 27 ausgesetzt. Im Gehäuseteil 14 ist eine
Hochdruckbohrung 18 angeordnet, die in den Düsennadeldruckraum 22 führt. Das Gehäuse
10 weist beispielsweise am Gehäuseteil 12 einen Hochdruckanschluss 19 mit einer Hochdruckzuleitung
29 auf, mit dem der Kraftstoffinjektor an ein Common-Rail einer Dieseleinspritzeinrichtung
angeschlossen ist.
[0017] Im Gehäuse 10 des Kraftstoffinjektors ist weiterhin zur Druckverstärkung des Systemdrucks
des Common-Rails eine Druckverstärkungseinrichtung 30 mit einem als Stufenkolben ausgeführten
Druckübersetzerkolben 31 angeordnet. Der Druckübersetzerkolben 31 ist einem Arbeitsraum
32, einem Differenzdruckraum 33 und einem Kompressionsraum 34 ausgesetzt. Der Arbeitsraum
32 und der Kompressionsraum 34 stehen über einen Verbindungskanal 35 mit einem Rückschlagventil
36 in Verbindung. In den Arbeitsraum 32 führt die Hochdruckzuleitung 29, so dass im
Arbeitsraum permanent Systemdruck des Common-Rails anliegt. In den Arbeitsraum 32
ragt ferner eine oberer Kolbenabschnitt 37 des Druckübersetzerkolbens 31, der von
einer Rückstellfeder 38 umgeben ist, die den Druckübersetzerkolben 31 in die in Figur
1 dargestellte Ausgangsposition zurückstellt. Der Kolbenabschnitt 37 dient als Anschlag
beim Zurückstellen des Druckübersetzerkolbens 31 in die Ausgangsposition. Aus dem
Kompressionsraum 34 zweigt eine weitere Hochdruckbohrung 39 ab, die mit der Hochdruckbohrung
18 hydraulisch verbunden ist, so dass der Druck des Kompressionsraums 34 in den Düsennadeldruckraum
22 übertragen wird.
[0018] Der Kraftstoffinjektor umfasst weiterhin ein als Servo-Ventil ausgebildetes erstes
Steuerventil 40 und ein ebenfalls als Servo-Ventil ausgebildetes zweites Steuerventil
50. Das erste Steuerventil 40 ist ein 2/2 Wege-Ventil und umfasst ein erstes elektromagnetisches
Stellelement 41 mit einem Magnetanker 42, der mit einem ersten Ventilkolben 43 verbunden
ist. Der Ventilkolben 43 wirkt auf einen Dichtsitz 44, der eine mit dem Steuerraum
26 verbundene Steuerbohrung 45 von einem Niederdruckraum 46 trennt. Eine aus dem Niederdruckraum
46 des ersten Steuerventils 40 herausgeführte erste Niederdruckverbindung 461 führt
in einen das Gehäuseteil 14 umgebenden ersten Ringraum 48, in den eine durch die Düsenspannmutter
17 geführte Bohrung 49 führt. Die Bohrung 49 bildet einen ersten Rücklaufanschluss
71, der hydraulisch mit einem ersten Niederdruck/Rücklaufsystem in Verbindung steht.
[0019] Über den ersten Rücklaufanschluss 71 wird die vom ersten Steuerventil 40 geschaltete
Steuermenge des Steuerraums 26 der Düsennadel 21 in das erste Niederdruck/Rücklaufsystem
abgeführt, wobei die Steuermenge mit einem im Wesentlichen konstanten Druckniveau
von lediglich ca. 1 bar in das Niederdruck/Rücklaufsystem abfließt.
[0020] Das zweite Steuerventil 50 umfasst ein zweites elektromagnetisches Stellelement 52
mit einem zweiten Magnetanker 53, der mit einem zweiten Ventilkolben 54 verbunden
ist. Der Ventilkolben 54 weist beispielsweise einen als Schiebersitz ausgebildeten
ersten Dichtsitz 55 und einen beispielsweise als Flachsitz ausgeführten zweiten Dichtsitz
56 auf, so dass das zweite Steuerventil 50 als 3/2-Wege-Ventil arbeitet. Der erste
Dichtsitz 55 trennt eine mit dem Arbeitsraum 32 verbundene Hochdruckleitung 57 von
einem Ventilraum 58. Der Ventilraum 58 ist über eine hydraulische Verbindung 59 mit
dem Differenzdruckraum 33 verbunden und wird mittels des zweiten Dichtsitzes 56 von
einem weiteren Niederdruckraum 61 hydraulisch getrennt. Vom Niederdruckraum 61 führen
beispielsweise zwei Ablaufbohrungen 62 zu einem Verzweigungsraum 63, der über weitere
hydraulischen Verbindungen 64 mit einem weiteren Ringraum 65 in Verbindung steht.
Vom Ringraum 65 zweigen beispielsweise zwei durch das Gehäuseteil 13 geführten Bohrungen
66 ab, die einen zweiten Rücklaufanschluss 72 bilden. Der zweite Rücklaufanschluss
72 steht mit einem zweiten Niederdruck/Rücklaufsystem in Verbindung. Oberhalb der
Bohrung 66 ist ein oberer ringförmiger Gehäuseabschnitt 75 und unterhalb der Bohrung
66 ein unterer ringförmiger Gehäuseabschnitt 76 mit je einem Dichtring 77 angeordnet.
Zwischen den Gehäuseabschnitten 75, 76 bildet sich somit eine um das Gehäuse 10 verlaufende
Vertiefung 78 aus, in die die beiden Bohrungen 66 münden. Auf die Funktion der Gehäuseabschnitte
75, 76 und der Dichtringe 77 wird im Zusammenhang mit Figur 2 eingegangen. Über den
zweiten Rücklaufanschluss 72 wird die vom zweiten Steuerventil 50 geschaltete Steuermenge
der Druckverstärkungseinrichtung 30 in das zweite Niederdruck/Rücklaufsystem abgeführt.
Die Steuermenge der Druckverstärkungseinrichtung 30 ist größer als die Steuermenge
des Steuerraums 26 und weist wesentlich höhere Druckstöße auf.
[0021] Der Niederdruckraum 46 des ersten Steuerventils 40 ist über die im Gehäuseteil 14
ausgebildete erste Niederdruckverbindung 461, eine durch das Gehäuseteil 13 geführte
zweite Niederdruckverbindung 462, eine durch das Gehäuseteil 12 geführte dritte Niederdruckverbindung
463 und einer im Gehäuseteil 11 ausgebildeten vierten Niederdruckverbindung 464 mit
einem Leckageraum 51 des zweiten Steuerventils 50 hydraulisch verbunden. Der Leckageraum
51 dehnt sich dabei im zweiten Stellelement 52 bis zum zweiten Ventilkolben 53 aus.
Zwischen dem Leckageraum 51 und dem weiteren Niederdruckraum 61 ist ein Bypasskanal
67 mit einer Drossel 68 angeordnet, so dass die beiden hydraulischen Räume hydraulisch
gedrosselt verbunden sind.
[0022] Durch das Vorliegen von zwei getrennten Rücklaufanschlüssen 71, 72 für den Rücklauf
des Steuervolumens der Druckverstärkungseinrichtung 30 und des Steuervolumens des
Steuerraums 26 der Düsennadel 21 wird gewährleistet, dass das mit großen Druckstößen
belastete Steuervolumen der Druckverstärkungseinrichtung 30 nicht das erste Steuerventil
40 zur Ansteuerung der Düsenadel 21 beeinflusst.
[0023] Figur 2 zeigt den Kraftstoffinjektor im eingebauten Zustand in einem Zylinderkopf
80 einer Brennkraftmaschine. Dabei weist der Zylinderkopf 80 eine Stufenbohrung 81
mit einem ersten Abschnitt 82, einem zweiten Abschnitt 83 und einem dritten Abschnitt
84 sowie mit einer ringförmigen Auflagefläche 85 auf. Auf der ringförmigen Auflagefläche
85 liegt ein Dichtring 86 auf, auf den der Kraftstoffinjektor mit der Düsenspannmutter
17 aufliegt. Im ersten Abschnitt 82 weist die Stufenbohrung 81 einen ersten Ringraum
87 auf, in den der zweite Rücklaufanschluss 72 mündet. Der erste Ringraum 87 ist nach
oben und unten jeweils mittels der Dichtringe 77 hydraulisch abgedichtet. Im zweiten
Abschnitt 83 ist ein zweiter Ringraum 88 ausgebildet, der nach oben durch den Dichtring
77 des zweiten Gehäuseabschnitts 76 und nach unten durch den Dichtring 86 hydraulisch
abgedichtet ist. In den zweiten Ringraum 88 mündet der erste Rücklaufanschluss 71.
Aus dem zweiten Ringraum 88 führt ein erster Rücklaufkanal 91 heraus, der nicht dargestellte
ersten Rücklaufanschlüsse weiterer Kraftstoffinjektoren miteinander hydraulisch verbindet.
Der erste Rücklaufkanal 91 ist an das erste Niederdruck/Rücklaufsystem angeschlossen.
Ein zweiter Rücklaufkanal 92 führt in den ersten Ringraum 87, so dass mittels des
zweiten Rücklaufkanals 92 weitere nicht dargestellt zweite Rücklaufanschlüsse weiterer
Kraftstoffinjektoren hydraulisch gekoppelt sind. Der zweite Rücklaufkanal 92 ist mit
dem zweiten Niederdruck/Rücklaufsystem hydraulisch verbunden.
[0024] Der Kraftstoffinjektor wird mittels einer Spannpratze 95, die an einer flanschförmigen
Ringfläche 96 am Gehäuse 10 des Kraftstoffinjektors angreift, mittels einer Spannschraube
97 am Zylinderkopf 80 befestigt, derart, dass mittels der Spannpratze 95 und des Dichtrings
86 an der Auflagefläche 85 eine gasdichte Auflage des Kraftstoffinjektors zum Brennraum
der Brennkraftmaschine hin entsteht.
1. Kraftstoffinjektor zum Einspritzen von Kraftstoff in einen Brennraum einer Verbrennungskraftmaschine
mit einem Gehäuse (10), in dem ein Einspritzventilglied (20) mit einer Düsennadel
(21) zum Öffnen und Schließen mindestens einer Einspritzöffnung (23), eine Druckverstärkungseinrichtung
(30), mit welcher unter Systemdruck stehender Kraftstoff auf Einspritzdruck komprimiert
wird, sowie ein erstes Steuerventil (40) und ein zweites Steuerventil (50) angeordnet
sind, wobei das erste Steuerventil (40) einen Steuerraum (26) der Düsennadel (21)
und das zweite Steuerventil (50) einen Differenzdruckraum (33) der Druckverstärkungseinrichtung
(30) ansteuert, wobei zum Zuführen des Kraftstoffs ein Hochdruckanschluss (19) vorgesehen
ist und wobei ein erster Rücklaufanschluss (71) zum Ableiten einer Steuermenge eines
Steuerraums (26) der Düsenadel (21) und ein zweiter Rücklaufanschluss (72) zum Ableiten
einer Steuermenge der Druckübersetzungseinrichtung (30) vorgesehen ist, und die beiden
Rücklaufanschlüsse (71, 72) an unterschiedlichen Gehäuseteilen des Gehäuses (10) angeordnet
sind, dadurch gekennzeichnet, dass dem zweiten Steuerventil (50) ein Leckageraum (51) zugeordnet ist, der über durch
das Gehäuse (10) geführte hydraulische Verbindungsleitungen (461, 462, 463, 464) mit
dem ersten Niederdruckraum (46) des ersten Steuerventils (40) hydraulisch verbunden
ist.
2. Kraftstoffinjektor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Rücklaufanschluss (71) für die Steuermenge der Düsennadel (21) durch mindestens
eine Bohrung (49) realisiert ist, die durch ein nahe zur Düsennadel (21) angeordnetes
Gehäuseteil nach außen geführt ist.
3. Kraftstoffinjektor nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das nahe zur Düsennadel angeordnete Gehäuseteil ein Düsenspannmutter (17) ist.
4. Kraftstoffinjektor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Rücklaufanschluss (72) für die Steuermenge der Druckverstärkungseinrichtung
(30) durch mindestens eine weitere Bohrung (66) realisiert ist, die durch ein zweites
Gehäuseteil (13) nach außen geführt ist.
5. Kraftstoffinjektor nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die weitere Bohrung (66) in eine an der Außenwand des Gehäuseteils (13) ausgebildete
ringförmigen Vertiefung (78) mündet, dass die Vertiefung (78) von einem ersten Gehäuseabschnitt
(75) und einem zweiten Gehäuseabschnitt (76) begrenzt ist, und dass im ersten Gehäuseabschnitt
(75) und im zweiten Gehäuseabschnitt (76) jeweils ein Dichtring (77) angeordnet ist.
6. Kraftstoffinjektor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Steuerventil (40) einen ersten Niederdruckraum (46) aufweist, der über
eine hydraulischen Verbindungsleitung (461) mit einem ersten Raum (48) verbunden ist,
und dass in den ersten Raum (48) die Bohrung (49) des ersten Rücklaufanschlusses (71)
mündet.
7. Kraftstoffinjektor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Steuerventil (50) einen zweiten Niederdruckraum (61) aufweist, der mit
mindestens einer Ablaufbohrung (62) hydraulisch verbunden ist, die in einen zweiten
Raum (65) führt, in den die weitere Bohrung (66) des zweiten Rücklaufanschluss (72)
mündet.
8. Kraftstoffinjektor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Leckageraum (51) mittels eines Bypasskanals (67), in den eine Drossel (68) integriert
ist, mit dem zweiten Niederdruckraum (61) des zweiten Steuerventils (50) hydraulisch
verbunden ist.
9. Kraftstoffinjektor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass jeder der beiden Rücklaufanschlüsse (71, 72) jeweils mit einem in einen Zylinderkopf
(80) der Verbrennungskraftmaschine integrierten Rücklaufkanal (91, 92) verbunden ist,
und dass jeder Rücklaufkanal (91, 92) an jeweils ein Niederdruck/Rücklaufsystem der
Verbrennungskraftmaschine angeschlossen ist.
10. Kraftstoffinjektor nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass im Zylinderkopf (80) eine Stufenbohrung (81) ausgebildet ist, in die zumindest teilweise
das Gehäuse (10) hineinragt, dass innerhalb der Stufenbohrung (81) mindestens zwei
hydraulisch getrennte Abschnitte (82, 83) ausgebildet sind, dass in den einen Abschnitt
(83) der erste Rücklaufanschluss (71) und in den anderen Abschnitt (82) der zweite
Rücklaufanschluss (72) mündet, und dass die Abschnitte (82, 83) mit jeweils einem
der Rücklaufkanäle (91, 92) verbunden sind.
1. Fuel injector for injecting fuel into a combustion chamber of an internal combustion
engine, having a housing (10) in which are arranged an injection valve member (20)
with a nozzle needle (21) for opening and closing at least one injection opening (23),
a pressure boosting device (30) by means of which fuel at system pressure is compressed
to injection pressure, and a first control valve (40) and a second control valve (50),
wherein the first control valve (40) controls a control chamber (26) of the nozzle
needle (21) and the second control valve (50) controls a differential pressure chamber
(33) of the pressure boosting device (30), wherein a high-pressure port (19) is provided
for the supply of the fuel, and wherein a first return port (71) is provided for discharging
a control quantity of a control chamber (26) from the nozzle needle (21) and a second
return port (72) is provided for discharging a control quantity from the pressure
boosting device (30), and the two return ports (71, 72) are arranged on different
housing parts of the housing (10), characterized in that the second control valve (50) is assigned a leakage chamber (51) which is hydraulically
connected to the first low-pressure chamber (46) of the control valve (40) via hydraulic
connecting lines (461, 462, 463, 464) guided through the housing (10).
2. Fuel injector according to Claim 1, characterized in that the first return port (71) for the control quantity from the nozzle needle (21) is
realized by at least one bore (49) which is guided to the outside through a housing
part arranged close to the nozzle needle (21).
3. Fuel injector according to Claim 2, characterized in that the housing part arranged close to the nozzle needle is a nozzle clamping nut (17).
4. Fuel injector according to Claim 1, characterized in that the second return port (72) for the control quantity from the pressure boosting device
(30) is realized by at least one further bore (66) which is guided to the outside
through a second housing part (13).
5. Fuel injector according to Claim 4, characterized in that the further bore (66) opens into an annular depression (78) formed on the outer wall
of the housing part (13), in that the depression (78) is delimited by a first housing portion (75) and a second housing
portion (76), and in that in each case one sealing ring (77) is arranged in the first housing portion (75)
and in the second housing portion (76).
6. Fuel injector according to Claim 1, characterized in that the first control valve (40) has a first low-pressure chamber (46) which is connected
via a hydraulic connecting line (461) to a first chamber (48), and in that the bore (49) of the first return port (71) opens into the first chamber (48).
7. Fuel injector according to Claim 1, characterized in that the second control valve (50) has a second low-pressure chamber (61) which is hydraulically
connected to at least one outflow bore (62) which leads into a second chamber (65)
into which the further bore (66) of the second return port (72) opens.
8. Fuel injector according to Claim 1, characterized in that the leakage chamber (51) is hydraulically connected to the second low-pressure chamber
(61) of the second control valve (50) by means of a bypass duct (67) into which a
throttle (68) is integrated.
9. Fuel injector according to one of the preceding claims, characterized in that each of the two return ports (71, 72) is connected in each case to a return duct
(91, 92) integrated into a cylinder head (80) of the internal combustion engine, and
in that each return duct (91, 92) is connected to in each case one low-pressure/return system
of the internal combustion engine.
10. Fuel injector according to Claim 9, characterized in that, in the cylinder head (80), there is formed a stepped bore (81) into which the housing
(10) at least partially projects, in that at least two hydraulically separate portions (82, 83) are formed within the stepped
bore (81), in that the first return port (71) opens into one portion (83) and the second return port
(72) opens into the other portion (82), and in that the portions (82, 83) are connected to in each case one of the return ducts (91,
92).
1. Injecteur de carburant pour l'injection de carburant dans une chambre de combustion
d'un moteur à combustion interne, comprenant un boîtier (10), dans lequel sont disposés
un organe de soupape d'injection (20) avec une aiguille de buse (21) pour ouvrir et
fermer au moins une ouverture d'injection (23), un dispositif amplificateur de pression
(30), avec lequel du carburant à la pression du système est comprimé à la pression
d'injection, ainsi qu'une première soupape de commande (40) et une deuxième soupape
de commande (50), la première soupape de commande (40) commandant un espace de commande
(26) de l'aiguille de buse (21) et la deuxième soupape de commande (50) commandant
un espace de pression différentiel (33) du dispositif amplificateur de pression (30),
un raccord haute pression (19) étant prévu pour l'alimentation en carburant et un
premier raccord de retour (71) pour l'évacuation d'une quantité de commande d'un espace
de commande (26) de l'aiguille de buse (21) et un deuxième raccord de retour (72)
pour l'évacuation d'une quantité de commande du dispositif amplificateur de pression
(30) étant prévus, et les deux raccords de retour (71, 72) étant disposés sur des
parties différentes du boîtier (10), caractérisé en ce qu'un espace de fuite (51) est associé à la deuxième soupape de commande (50), lequel
est connecté hydrauliquement au premier espace basse pression (46) de la première
soupape de commande (40) par le biais de conduites de liaison hydrauliques (461, 462,
463, 464) guidées à travers le boîtier (10).
2. Injecteur de carburant selon la revendication 1, caractérisé en ce que le premier raccord de retour (71) pour la quantité de commande de l'aiguille de buse
(21) est réalisé par au moins un alésage (49), qui est guidé vers l'extérieur par
une partie de boîtier disposée à proximité de l'aiguille de buse (21).
3. Injecteur de carburant selon la revendication 2, caractérisé en ce que la partie de boîtier disposée à proximité de l'aiguille de buse est un écrou de serrage
de buse (17).
4. Injecteur de carburant selon la revendication 1, caractérisé en ce que le deuxième raccord de retour (72) pour la quantité de commande du dispositif amplificateur
de pression (30) est réalisé par au moins un alésage supplémentaire (66), qui est
guidé vers l'extérieur par une deuxième partie de boîtier (13).
5. Injecteur de carburant selon la revendication 4, caractérisé en ce que l'alésage supplémentaire (66) débouche dans un renfoncement (78) de forme annulaire
réalisé sur la paroi extérieure de la partie de boîtier (13), en ce que le renfoncement (78) est limité par une première portion de boîtier (75) et une deuxième
portion de boîtier (76), et en ce que dans la première portion de boîtier (75) et dans la deuxième portion de boîtier (76)
est à chaque fois disposée une bague d'étanchéité (77).
6. Injecteur de carburant selon la revendication 1, caractérisé en ce que la première soupape de commande (40) présente un premier espace basse pression (46),
qui est connecté par le biais d'une conduite de liaison hydraulique (461) à un premier
espace (48), et en ce que dans le premier espace (48) débouche l'alésage (49) du premier raccord de retour
(71).
7. Injecteur de carburant selon la revendication 1, caractérisé en ce que la deuxième soupape de commande (50) présente un deuxième espace basse pression (61),
qui est connecté hydrauliquement à au moins un alésage d'écoulement (62) qui conduit
dans un deuxième espace (65), dans lequel débouche l'alésage supplémentaire (66) du
deuxième raccord de retour (72).
8. Injecteur de carburant selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'espace de fuite (51) est connecté hydrauliquement au moyen d'un canal de dérivation
(67), dans lequel est intégré un étranglement (68), au deuxième espace basse pression
(61) de la deuxième soupape de commande (50).
9. Injecteur de carburant selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que chacun des deux raccords de retour (71, 72) est à chaque fois connecté à un canal
de retour (91, 92) intégré dans une culasse de cylindre (80) du moteur à combustion
interne, et en ce que chaque canal de retour (91, 92) est raccordé à chaque fois à un système de retour
basse pression du moteur à combustion interne.
10. Injecteur de carburant selon la revendication 9, caractérisé en ce qu'un alésage étagé (81) est réalisé dans la culasse de cylindre (80), dans lequel pénètre
au moins en partie le boîtier (10), en ce qu'à l'intérieur de l'alésage étagé (81) sont réalisées au moins deux portions séparées
hydrauliquement (82, 83), en ce que dans l'une des portions (83) débouche le premier raccord de retour (71) et dans l'autre
portion (82) débouche le deuxième raccord de retour (72), et en ce que les portions (82, 83) sont connectées à chaque fois à l'un des canaux de retour (91,
92).


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