[0001] Die Erfindung betrifft ein elektromotorisch betriebenes Saugreinigungsgerät mit einem
Saugmund und einem Saugkanal, wobei darüber hinaus ein Feuchtesensor in dem Saugkanal
angeordnet ist.
[0002] Saugreinigungsgeräte der in Rede stehenden Art sind bekannt, so insbesondere als
Haushalts-Staubsauger, weiter als insbesondere handgeführte Staubsauggeräte, aber
auch in Form von autonom arbeitenden, elektromotorisch verfahrbaren Bodenreinigungsgeräten
wie Saug- und/oder Kehrroboter. Ein im Saugkanal angeordneter Feuchtesensor detektiert
über den Saugmund des Saugreinigungsgerätes aufgesogene Flüssigkeit. Ein entsprechend
generiertes Signal bei Feuchtebeaufschlagung führt im bekannten Stand der Technik
zu einem Abschalten des den Saugluftstrom erbringenden Gebläsemotors. Das elektromotorisch
angetriebene Gebläse läuft jedoch nach einem Abschalten desselben nach, erzeugt entsprechend
weiter einen, wenngleich kontinuierlich abnehmenden Saugluftstrom, so dass aufgesogene
und über den Feuchtesensor detektierte Feuchtigkeit im Zuge des Gebläseauslaufens
in das Gerät weiter eingesogen wird. Dies kann zu Funktionsstörungen bis hin zu einer
Zerstörung des das Aufsauggut sammelnden Filterbeutels oder darüber hinaus des Gebläsemotors
führen.
[0003] Die
DE 8915 511 U1 offenbart ein elektromotorisch betriebenes Saugreinigungsgerät mit einem Saugmund
und einem Saugkanal, wobei auch ein Feuchtesensor in dem Saugkanal angeordnet ist.
Ein Erfassen von Flüssigkeit führt zum Ausschalten des Gebläsemotors des Sauggerätes.
Eine vergleichbare Ausgestaltung ist auch aus der
JP 4028327 A bekannt.
[0004] Ausgehend von dem genannten Stand der Technik stellt sich der Erfindung die Aufgabe,
das Erfassen von Feuchtigkeit für das Saugreinigungsgerät günstig umzusetzen.
[0005] Diese Aufgabe ist beim Gegenstand des Anspruches 1 gelöst, wobei darauf abgestellt
ist, dass der Saugkanal bei Erfas-sung einer Feuchtigkeit im Sinne einer Nebenluftöffnung
öffnet. Diese Nebenluftöffnung ist räumlich beabstandet zu dem dem zu reinigenden
Boden zugewandten Saugmund, über welchen das Sauggut und gegebenenfalls Feuchtigkeit
aufgesogen wird. So ist diese Nebenluftöffnung bevorzugt in Strömungsrichtung betrachtet
hinter dem Saugmund vorgesehen, weiter zwischen Saugmund und zu schützendem Sauggebläse
bzw. Filterbeutel. Entsprechend reißt bei Öffnung der Nebenluftöffnung infolge einer
Feuchteerfassung der Saugluftstrom am Saugmund und somit am Ort der aufzusaugenden
Feuchte ab, so dass ein Nachlaufen des Gebläses infolge eines zugleich durch Feuchtedetektierung
ausgelösten Ausschaltens des Elektromotors ein Ansaugen über die zum Feuchtebereich
beabstandete Nebenluftöffnung bewirkt. Entsprechend wird über die durch das Auslaufen
des Gebläses bedingte Strömung feuchtefreie Nebenluft angesogen. Nachgeschaltete Komponenten
wie ein Filterbeutel oder der Gebläsemotor sind zufolge dieser Ausgestaltung vor aufgesogener
Feuchtigkeit geschützt. Die Unterdruckbeaufschlagung im Feuchtebereich ist unterbrochen.
Das Öffnen der Nebenluftöffnung wird über ein bei Feuchtebeaufschlagung generiertes
Signal des Feuchtesensors gesteuert.
[0006] In einer bevorzugten Ausgestaltung des Erfindungsgegenstandes ist vorgesehen, dass
die Nebenluftöffnung räumlich zugeordnet dem Feuchtesensor vorgesehen ist. So ist
weiter beispielsweise eine die Nebenluftöffnung im normalen Gebrauchszustand des Reinigungsgerätes
verschließende Klappe seitlich und/oder oberhalb des Feuchtesensors positioniert.
In diesem Zusammenhang erweist es sich weiter von Vorteil, wenn die Nebenluftöffnung
einen Öffnungsquerschnitt aufweist, der zumindest gleich, weiter bevorzugt größer
als der Saugmundquerschnitt ist.
[0007] Im Zuge der Öffnungsbewegung zufolge einer Feuchtedetektierung verfährt in bevorzugter
Ausgestaltung die Nebenluftöffnung bzw. eine die Nebenluftöffnung im üblichen Saugbetrieb
verschließender Deckel bzw. eine verschließende Klappe ein Überprüfungs- und/oder
Reinigungsmittel in Kontakt mit dem Feuchtesensor. Dieses Überprüfungs- und/oder Reinigungsmittel
dient in bevorzugter Ausgestaltung einem Selbsttest des Gerätes vor Wiederinbetriebnahme
nach einer Feuchtedetektierung, darüber hinaus weiter bevorzugt auch bei jedem Einschalten
des Gerätes zur Überprüfung der Funktion. Hierüber wird sichergestellt, dass die Feuchtesensoren
aktiv sind und entsprechend im Saugbetrieb bei Feuchtebeaufschlagung reagieren. Zudem
wird in bevorzugter Ausgestaltung über das in Kontakt mit dem Feuchtesensor tretende
Reinigungsmittel der Feuchtesensor von etwaig auf diesem anhaftenden Schmutz, wie
feuchtebehaftete Staubpartikel oder dergleichen befreit, um so den ordnungsgemäßen
Zustand des Feuchtesensors bei Wiederinbetriebnahme des Geräts sicherzustellen. Erst
nach bestandenem Selbsttest durch Überprüfen des Feuchtesensors ist das Saugreinigungsgerät
nach einer Feuchtedetektierung bevorzugt wieder einsetzbar.
[0008] In weiter bevorzugter Ausgestaltung ist die Nebenluftöffnung durch Aufklappen eines
Teils der Saugkanalwandung erreicht. Der durch das Gerät geführte Saugkanal ist in
der Regel rohrartig, mit kreisrunder oder auch hiervon abweichender Querschnittsform.
Weiter kann der Strömungskanal im Querschnitt auch rechteckig gestaltet sein, wobei
weiter in diesem Fall das die Nebenluftöffnung freigebende und aufklappende Teil durch
einen Deckenabschnitt des Saugkanals gebildet ist. Zur Vergrößerung der Nebenluftöffnung
sind an der aufklappbaren Decke zugleich Wandungsabschnitte des Saugkanals angeformt,
so dass nach einem Aufklappen des so gestalteten Teils der freigelegte Saugkanalabschnitt
sowohl nach oben als auch seitlich zur Bildung der Nebenluftöffnung freiliegt. Es
ist so eine ausreichend große Nebenluftöffnung geschaffen, die den Abfall des Unterdrucks
im Bereich des Saugmundes sicherstellt.
[0009] Im üblichen Saugbetrieb ist das die Nebenluftöffnung dichtend verschließende Teil
der Saugkanalwandung in der Verschlussstellung gehaltert. Diese Halterung wird bei
Erfassung einer Feuchtigkeit über den Feuchtesensor aufgehoben und ist in weiter bevorzugter
Ausgestaltung erst nach einer Überprüfung mittels des Überprüfungsmittels wieder aktivierbar.
So ist in einer Weiter bevorzugten Ausgestaltung vorgesehen, dass die Verschlussstellung
der Nebenluftöffnung durch einen Magneten gesichert ist, weiter bevorzugt durch einen
Elektromagneten, der erst nach einer Überprüfung des Feuchtesensors und bestandenem
Selbsttest des Gerätes erregt wird, zur Halterung des die Nebenluftöffnung verschließenden
Wandungsteils. Bei Feuchteerfassung wird die Erregung des Haftmagneten unterbrochen,
wonach die Nebenluftöffnung freigegeben wird. Dies ist in bevorzugter Ausgestaltung
dadurch erreicht, dass die Öffnungsstellung der Nebenluftöffnung federunterstützt
ist. Die Federkraft wird nach Aufhebung der Verschlussstellung selbsttätig freigegeben.
Entsprechend sind vorgesehene Federn in der Nebenluftöffnung-Verschlussstellung gespannt.
[0010] Der Feuchtesensor ist in einer weiter bevorzugten Ausgestaltung als kapazitiver Feuchtesensor
ausgebildet, besteht weiter aus zwei distanziert zueinander angeordneten Sensorteilen.
Diese Sensorteile bilden zwei Pole um das kapazitive Feld zwischen den Sensorflächen
aufzuspannen. Die Sensorteile sind bevorzugt zugewandt dem Strömungskanal nicht isoliert.
Alternativ kann jedoch eine Isolierung vorgesehen sein, dies jedoch ohne Luftspalt
zwischen Isolierung und Sensorteil. Durch die gewählte Ausgestaltung des Feuchtesensors
ist ein Kondensator mit zwei Platten gebildet. Im trockenen Zustand ist das Dielektrikum
Luft. Sobald Feuchtigkeit durch den Saugkanal gesogen wird, wird diese bevorzugt zwangsgeführt
über den Feuchtesensor geleitet, was eine Verringerung des Dielektrikums zur Folge
hat.
[0011] Das Überprüfungsmittel besteht bevorzugt aus einem, die Sensorteile überbrückenden
Kurzschlussmittel, so weiter in Form eines Drahtes, eine Metallbrücke oder weiter
alternativ in Form eines elektrisch leitenden Metallbüschels oder eine Metallbürste.
Über dieses Mittel werden die Sensorteile im Selbsttest kurzgeschlossen. Der hierbei
erfasste Messwert muss gegen Null gehen, da praktisch kein Dielektrikum zwischen den
Polen besteht. So ist entsprechend eine eindeutige Erkennung von Feuchtigkeit ermöglicht.
Geht der erfasste Messwert bei Kurzschluss nicht gegen Null, so ist eine weitere,
eingehende Überprüfung der Sensorteile erforderlich. Das Saugreinigungsgerät ist zunächst
nicht in Betrieb nehmbar. Zudem wirken die Kurzschlussmittel insbesondere in Form
einer elektrisch leitenden Bürste oder eines Metallbüschels als Reinigungsmittel der
Sensorteile. Die Sensorflächen werden im Zuge der Öffnungsbewegung des Kanalwandungsteiles
zur Freilegung der Nebenluftöffnung gereinigt. Etwaiger Schmutz wird hierbei abgekratzt.
[0012] Nachstehend ist die Erfindung anhand der beigefügten Zeichnung, welche lediglich
zwei Ausführungsbeispiele darstellt, näher erläutert. Es zeigt:
Fig. 1 ein Saugreinigungsgerät in Form eines stielgeführten Haushalts-Staubsauggeräts
mit einem Vorsatzgerät;
Fig. 2 das Vorsatzgerät in perspektivischer Einzeldarstellung;
Fig. 3 die Draufsicht hierzu;
Fig. 4 den schematischen Schnitt gemäß der Linie IV - IV in Fig. 3, die Verschlussstellung
einer Nebenluftöffnung im üblichen Saugbetrieb betreffend;
Fig. 5 eine der Fig. 4 entsprechende Darstellung, jedoch die Öffnungsstellung der
Nebenluftöffnung nach einer Feuchtedetektierung betreffend;
Fig. 6 eine perspektivische Detaildarstellung der freigegebenen Nebenluftöffnung;
Fig. 7 eine weitere perspektivische Darstellung der Situation gemäß Fig. 6;
Fig. 8 die Herausvergrößerung des Bereiches VIII in Fig. 7;
Fig. 9 eine Schnittdarstellung durch den im üblichen Saugbetrieb geschlossenen Bereich
der Nebenluftöffnung, eine zweite Ausführungsform betreffend;
Fig. 10 eine der Fig. 9 entsprechende Darstellung, jedoch die freigegebene Nebenluftöffnung
betreffend.
[0013] Dargestellt und beschrieben ist zunächst mit Bezug zu Figur 1 ein Saugreinigungsgerät
S, bestehend aus einem Staubsauger 1, insbesondere Haushalts-Staubsauger, welcher
als handgeführtes Stielgerät ausgeführt ist, und einem Vorsatzgerät 10 in Form einer
Hartbodendüse. Die nachfolgend beschriebenen Merkmale des Vorsatzgerätes 10 sind jedoch
auch bei Vorsatzgeräten mit rotierenden Bürsten zur Teppichreinigung denkbar.
[0014] Der Staubsauger 1 weist zunächst ein Basisgerät 2 auf, mit einem nicht dargestellten
Elektromotor für ein Sauggebläse. An dem Basisgerät 2 ist eine zur Aufnahme des aufgesaugten
Staubgutes vorgesehene, luftundurchlässige Filterkassette 3 angedockt. Diese beinhaltet
einen Filterbeutel 4.
[0015] Die Stromversorgung des in dem Basisgerät 2 integrierten Elektromotors erfolgt über
ein Elektrokabel 5.
[0016] Weiter besitzt das Basisgerät 2 einen schwanenhalsförmigen Fortsatz, welcher sich
über den Bereich der Filterkassette 3 erstreckt. Im Bereich des freien Endes formt
dieser Fortsatz eine Steckaufnahme für einen Stiel 6 des Staubsaugers 1 aus. Im Bereich
des freien Endes des Stieles 6 ist ein Betätigungsgriff 7 vorgesehen. Dieser besitzt
eine daumenbetätigbare Stelleinheit 8 in Form eines Schiebeschalters, über welchen
die Leistung des in dem Basisgerät 2 aufgenommenen Elektromotors bzw. des über diesen
angetriebenen Sauggebläses einstellbar ist.
[0017] Das Vorsatzgerät 10 setzt sich im wesentlichen aus einem, auf dem zu reinigenden
Boden 9 aufsitzenden Düsenkopf 11 und einem den Düsenkopf 11 mit dem Staubsauger 1
verbindenden Düsenkörper 12 zusammen, wobei an dem Düsenkörper 12 ein Anschlussstutzen
13 ausgebildet ist zum Anschluss des Vorsatzgerätes 10 an den Staubsauger 1. Durch
den Düsenkörper 12 erstreckt sich, von dem Anschlussstutzen 13 ausgehend, ein Saugkanal
14, welcher in den Düsenkopf 11 mündet. Die dort ausgeformte, dem Boden 9 zugewandte
Saugmündung trägt das Bezugszeichen 15.
[0018] Der Saugkanal 14 ist von einem Düsengehäuse 16 umgeben, wobei weiter der Saugkanal
14 in dem dargestellten Ausführungsbeispiel einen rechteckigen, annähernd quadratischen
Querschnitt mit verrundeten Eckbereichen aufweist.
[0019] In dem Saugkanal 14 ist in Strömungsrichtung r dem Düsenkopf 11 bzw. der Saugmündung
15 nachgeordnet ein Feuchtesensor 17 angeordnet. Dieser sitzt in dem dargestellten
Ausführungsbeispiel bodenseitig des Saugkanals 14 und ist als kapazitiver Feuchtesensor
gebildet aus zwei quer zur üblichen Strömungsrichtung r distanziert zueinander angeordneten
Sensorteilen 18. Diese, Messpole ausformenden Sensorteile 18 sind linsenkopfförmig
gestaltet und sind elektrisch mit einer nicht dargestellten Auswerte-/Auslöseeinheit
verbunden.
[0020] Die Sensorteile 18 sind im Bereich einer schikanenartigen Wasserbarriere 19 angeordnet,
um über den Luftstrom mitgerissene Tropfen gezielt dem Sensorbereich zuzuführen.
[0021] Räumlich zugeordnet dem Feuchtesensor 17, in dem dargestellten Ausführungsbeispiel
weiter unmittelbar in Strömungsrichtung r vorgeordnet ist eine öffenbare Nebenluftöffnung
20 ausgeformt. Diese öffnet sich bei Bedarf zur Umgebung hin, dies weiter sowohl beidseitig
quer zur Längserstreckung des Saugkanals 14 als auch nach vertikal oben. Hierzu ist
zunächst der Saugkanal 14 im Bereich beider sich gegenüberliegender Saugkanalwandungen
21 als auch im Bereich der Saugkanaldecke 22 frei geschnitten. Es ergeben sich hieraus
seitliche Öffnungsbereiche 23 und ein in diese übergehender oberer Öffnungsbereich
24. Diese seitlichen und oberen Öffnungsbereiche 23 und 24 finden sich wieder in den
benachbarten Abschnitten des Düsengehäuses 16. Diese Bereiche sind mit den Bezugszeichen
23' bzw. 24' versehen.
[0022] Im üblichen Saugbetrieb zur Saugbearbeitung des Bodens 9 ist der Saugkanal 14 und
darüber hinaus das Düsengehäuse 16 geschlossen. Entsprechend sind die Öffnungsbereiche
23, 24 bzw. 23' bzw. 24' überdeckt, wobei insbesondere hinsichtlich des Saugkanals
14 diese Überdeckung abdichtend ausgebildet ist, um so die ordnungsgemäße Saugströmung
sicherzustellen.
[0023] Diese Abdeckung ist erreicht durch eine aufschwenkbare Klappe 25, deren Klappachse
zugeordnet dem dem Feuchtesensor 17 zugewandten Öffnungsrand der Nebenluftöffnung
20 quer zur Längserstreckung des Saugkanals 14 ausgerichtet ist. Die Klappe 25 ist
zunächst Teil des Saugkanals 14, dies durch Ausbildung des im oberen Öffnungsbereich
24 abdeckenden Deckenabschnitts 26 und der seitlich hieran angeformten, flügelartigen
Seitenwandungsabschnitten 27, die in Klappenschließstellung den seitlichen Öffnungsbereichen
23 zum dichtenden Verschluss derselben zugeordnet sind.
[0024] Die der Klappachse x abgewandten Stirnrandkanten der Seitenwandabschnitte 27, weiter
auch die hierzu korrespondierenden Randkanten der seitlichen Öffnungsbereiche 23 sind,
die Schwenkbarkeit der Klappe 25 um die Klappachse x erlaubend annähernd kreisabschnittförmig
gestaltet.
[0025] Die Klappe 25 trägt weiter einen dem oberen Öffnungsbereich 24' des Düsengehäuses
16 zuzuordnenden Gehäusedeckenabschnitt 28. An diesen sind seitlich beabstandet zu
den klappenseitigen Seitenwandabschnitten 27 Gehäusewandabschnitte 29 zum Verschluss
der seitlichen Öffnungsbereiche 23' angeformt.
[0026] Die Klappachse x ist unmittelbar oberhalb der Saugkanaldecke ausgeformt, entsprechend
mit vertikalem Abstand unterhalb der Gehäusedecke. Um eine Verschwenkbarkeit des Gehäusedeckenabschnittes
28 um die Klappachse x zu ermöglichen, endet die der Klappachse x zugeordnete Randkante
des Gehäusedeckenabschnittes 28 mit Abstand zur zugeordneten Randkante des oberen
Öffnungsbereiches 24' des Düsengehäuses 16. Es ist so ein Einschwenkbereich für den
Gehäusedeckenabschnitt 28 bereitgestellt, welcher zum Verschluss des Düsengehäuses
16 insbesondere in der Grundstellung gemäß Figur 4 überbrückt ist von einem flexiblen
Gehäuseabschnitt 30. Hierbei kann es sich um ein den Abstand überbrückendes flexibles
Band handeln.
[0027] Benachbart zur Klappachse x ist an der Klappe 25, weiter insbesondere im Bereich
des Deckenabschnittes 26 ein starrer Hebel 31 angeformt. An diesen greift eine Zugfeder
32 an, die anderenends, die Klappachse x übergreifend an einem oberseitig der Saugkanaldecke
ausgeformten Halterungsbock 33 festgelegt ist. Zufolge dieser Anordnung ist die Klappe
25 zufolge der Federbeanspruchung stets in Öffnungsrichtung zur Freilegung der Nebenluftöffnung
20 belastet.
[0028] Zugeordnet der der Klappachse x abgewandten Randkante des klappenseitigen Deckenabschnittes
26 ist an diesem ein, den in Klappenschließstellung zugeordneten Randabschnitt des
Saugkanals 14 bzw. der Saugkanaldecke 22 übergreifender Ausleger 34 angeformt. Dieser
trägt unterseitig eine Metallplatte 35 zur Zusammenwirkung mit einem auf der Saugkanaldecke
22 angeordneten Magneten 36 in Form eines Elektromagneten. Letzterer hält unter Erregung
desselben die Klappe 25 in ihrer den Saugkanal 14 abschließenden Schließstellung.
[0029] Weiter zugeordnet der Klappachse x trägt die Klappe 25 bzw. dessen Deckenabschnitt
26 in Breitenerstreckung betrachtet mittig einen sich in den Saugkanal 14 in Strömungsrichtung
r einragenden Arm 37. Endseitig ist an dem Arm 37 ein quer hierzu ausgerichtetes Überprüfungsmittel
40 in Form eines Kurzschlussmittels 38 befestigt. Dieses ist in dem in den Figuren
1 bis 8 dargestellten ersten Ausführungsbeispiel eine Metallleiste. Die Armlänge sowie
die quer hierzu betrachtete Erstreckungslänge des Kurzschlussmittels 38 sind so ausgelegt,
dass das Kurzschlussmittel 38 in der Klappenöffnungsstellung gemäß Figur 5 sich an
den Sensorteilen 18 anliegend einen Kurzschluss zwischen diesen verursacht.
[0030] Im üblichen Betriebszustand des Saugreinigungsgerätes S, das heißt bei üblichem Aufsaugen
von trockenen Stäuben und Staubpartikeln ist die Klappe 25 zufolge Anhaftung über
den Magneten 36 geschlossen; darüber hinaus auch entsprechend das Düsengehäuse 16
(vgl. Figur 4). Entsprechend ergibt sich eine Luftströmung, die durch die Saugmündung
15 und den Saugkanal 14 zum Staubsauger 1 bzw. zu dem in diesem angeordneten Filterbeutel
4 gelangt. Je nach Vorgabe, das heißt je nach vorgegebener Toleranz des Feuchtesensors
17 kann der normale Saugbetrieb auch bis zu einem vorbestimmten Feuchtewert des Strömungsmediums
vorliegen.
[0031] Feuchte, die mit dem Saugluftstrom durch den Saugkanal 14 gelangt, wird zwangsläufig
über die Wasserbarriere 19 an den Sensorteilen 18 vorbeigeführt. Durch die Ausgestaltung
des Feuchtesensors 17 als kapazitiven Sensor verkleinert sich hierbei das Dielektrikum.
Ist ein vorgegebener Wert der Feuchtebeaufschlagung überschritten, wird über die nachgeordnete
Auswerteeinheit der Magnet 36 und darüber hinaus der das Sauggebläse antreibende Elektromotor
in dem Staubsauger 1 ausgeschaltet. Die Klappe 25 schwenkt zufolge der Beaufschlagung
über die Zugfeder 32 in die Offenstellung gemäß Figur 5 und gibt entsprechend die
großzügig dimensionierte Nebenluftöffnung 20 frei. Der nach Abschalten des Gebläsemotors
noch während des Auslaufens des Elektromotors anstehende Saugluftstrom tritt nunmehr
durch die Nebenluftöffnung 20 und nicht mehr durch die Saugmündung 15 ein. Der Unterdruck
im Bereich der Saugmündung 15 ist zufolge Öffnen der Klappe 25 schlagartig unterbrochen,
so dass auch durch das Nachlaufen des Gebläsemotors keine weitere, auf dem Boden 9
beispielsweise aufliegende Feuchtigkeit aufgesaugt wird. Es ist entsprechend eine
unmittelbare Unterbrechung des die Feuchtigkeit tragenden Saugluftstroms herbeigeführt.
[0032] Zur Wiederinbetriebnahme des Saugreinigungsgerätes S, hier des Vorsatzgerätes 10,
ist zunächst ein Selbsttest durchzuführen. Dieser Selbsttest dient in erster Linie
zur Funktionsüberprüfung des Feuchtesensors 17. Das in der Klappenöffnungsstellung
gemäß Figur 5 an den Sensorteilen 18 anliegende Kurzschlussmittel 38 schließt die
Sensorteile 18 kurz. Wird zwischen den Polen kein Dielektrikum gemessen, ist dies
ein Indiz für den ordnungsgemäßen Zustand des Feuchtesensors 17. Die nachgeschaltete
Auswerteeinheit regt nach einem positiven Selbsttest den Magneten 36 wieder an, wonach
der Benutzer die Klappe 25 entgegen der Kraft der Zugfeder 32 schließen kann. Das
Saugreinigungsgerät S ist hiernach für den weiteren Gebrauch vorbereitet.
[0033] Die Figuren 9 und 10 zeigen eine alternative Ausgestaltung des Kurzschlussmittels
38. Hier ist dieses als eine quer zur Längserstreckung des Saugkanals 14 ausgerichtete
Borstenleiste 39 gebildet, mit Metallborsten in Art einer Drahtbürste. Über diese
Borstenleiste 39 ist neben dem gewünschten Kurzschluss der beiden Sensorteile 18 zueinander
im Rahmen des Selbsttestes zugleich eine Reinigung der Sensorteil-Oberflächen im Zuge
des Auf- und Zuschwenkens der Klappe 25 erreichbar. Die Sensoroberflächen werden entsprechend
abgebürstet, womit eventuell anhaftender Schmutz, insbesondere feuchte Schmutzpartikel
entfernt werden. Die Borstenleiste 39 dient entsprechend in dieser Ausführungsform
zugleich als Überprüfungsmittel 40 als auch als Reinigungsmittel 41.
[0034] In den dargestellten Ausführungsbeispielen sind jeweils zwei auf die Klappe 25 einwirkende
Zugfedern 32 vorgesehen. Alternativ kann auch nur eine zentral angeordnete Zugfeder
32 angeordnet sein. Jedenfalls ist Federkraft so ausgelegt, dass die Klappe 25 auch
gegen den im Betrieb anstehenden Unterdruck geöffnet werden kann.
[0035] Die Ansteuerung der Klappe 25 zur Öffnung der Nebenluftöffnung 20 kann weiter alternativ
auch durch einen elektrischen Aktor, mittels Hubmagnet, Haftmagnet, Memory-Draht oder
Schwächung eines Dauermagneten, mittels eines Servomotors oder ähnliches erfolgen.
Zum Detektieren von Feuchtigkeit kann auch eine mechanische Lösung Anwendung finden,
so beispielsweise in Form eines Schwammes, der bei Kontakt mit Flüssigkeit seine Stabilität
verliert oder eines Pulvers, welches sich bei Kontakt mit Flüssigkeit sofort auflöst,
um die Arretierung der Nebenluftöffnung auszulösen.
Bezugszeichenliste
[0036]
- 1
- Staubsauger
- 2
- Basisgerät
- 3
- Filterkassette
- 4
- Filterbeutel
- 5
- Elektrokabel
- 6
- Stiel
- 7
- Betätigungsgriff
- 8
- Stelleinheit
- 9
- Boden
- 10
- Vorsatzgerät
- 11
- Düsenkopf
- 12
- Düsenkörper
- 13
- Anschlussstutzen
- 14
- Saugkanal
- 15
- Saugmündung
- 16
- Düsengehäuse
- 17
- Feuchtesensor
- 18
- Sensorteile
- 19
- Wasserbarriere
- 20
- Nebenluftöffnung
- 21
- Saugkanalwandung
- 22
- Saugkanaldecke
- 23
- seitlicher Öffnungsbereich
- 23'
- seitlicher Öffnungsbereich
- 24
- oberer Öffnungsbereich
- 24'
- oberer Öffnungsbereich
- 25
- Klappe
- 26
- Deckenabschnitt
- 27
- Seitenwandabschnitte
- 28
- Gehäusedeckenabschnitt
- 29
- Gehäuseseitenwandabschnitte
- 30
- flexibler Gehäuseabschnitt
- 31
- Hebel
- 32
- Zugfeder
- 33
- Halterungsbock
- 34
- Ausleger
- 35
- Metallplatte
- 36
- Magnet
- 37
- Armen
- 38
- Kurzschlussmittel
- 39
- Borstenleiste
- 40
- Überprüfungsmittel
- 41
- Reinigungsmittel
- S
- Saugreinigungsgerät
- r
- Strömungsrichtung
- x
- Klappachse
1. Elektromotorisch betriebenes Saugreinigungsgerät (S) mit einem Saugmund (15) und einem
Saugkanal (14), wobei darüber hinaus ein Feuchtesensor (17) in dem Saugkanal (14)
angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Saugkanal (14) bei Erfassung einer Feuchtigkeit im Sinne einer Nebenluftöffnung
öffnet.
2. Saugreinigungsgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Nebenluftöffnung (20) räumlich zugeordnet dem Feuchtesensor (17) vorgesehen ist.
3. Saugreinigungsgerät nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass im Zuge der Öffnungsbewegung der Nebenluftöffnung (20) ein Überprüfungs- und/ oder
Reinigungsmittel (40, 41) in Kontakt mit dem Feuchtesensor (17) verfährt.
4. Saugreinigungsgerät nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Nebenluftöffnung (20) durch Aufklappen eines Teils der Saugkanalwandung (21)
erreicht ist.
5. Saugreinigungsgerät nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verschlussstellung der Nebenluftöffnung (20) durch einen Magneten (36) gesichert
ist.
6. Saugreinigungsgerät nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Öffnungsstellung der Nebenluftöffnung (20) federunterstützt ist.
7. Saugreinigungsgerät nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Feuchtesensor (17) als kapazitiver Feuchtesensor ausgebildet ist.
8. Saugreinigungsgerät nach einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche oder insbesondere
danach, dadurch gekennzeichnet, dass der Feuchtesensor (17) aus zwei distanziert zueinander angeordneten Sensorteilen
(18) besteht.
9. Saugreinigungsgerät nach einem der Ansprüche 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Überprüfungsmittel (40) aus einem die Sensorteile (18) überbrückenden Kurzschlussmittel
(38) besteht.
1. Electric-motor-driven vacuum cleaning appliance (S) comprising a suction mouth (15)
and a suction channel (14), a moisture sensor (17) also being arranged in the suction
channel (14), characterised in that the suction channel (14) opens as a secondary air opening in the event of moisture
being detected.
2. Vacuum cleaning appliance according to claim 1, characterised in that the secondary air opening (20) is provided such that it is spatially assigned to
the moisture sensor (17).
3. Vacuum cleaning appliance according to any of the preceding claims, characterised in that, during the opening movement of the secondary air opening (20), an inspection and/or
cleaning means (40, 41) comes into contact with the moisture sensor (17).
4. Vacuum cleaning appliance according to any of the preceding claims, characterised in that the secondary air opening (20) is created by opening part of the suction channel
wall (21).
5. Vacuum cleaning appliance according to any of the preceding claims, characterised in that the secondary air opening (20) is secured in the closed position by means of a magnet
(36).
6. Vacuum cleaning appliance according to any of the preceding claims, characterised in that the open position of the secondary air opening (20) is spring-loaded.
7. Vacuum cleaning appliance according to any of the preceding claims, characterised in that the moisture sensor (17) is a capacitive moisture sensor.
8. Vacuum cleaning appliance according to one or more of the preceding claims, or in
particular according thereto, characterised in that the moisture sensor (17) consists of two sensor parts (18) arranged at a distance
from one another.
9. Vacuum cleaning appliance according to any of claims 5 to 8, characterised in that the inspection means (40) comprises a short-circuit means (38) that bridges the sensor
parts (18).
1. Aspirateur (S) actionné par un moteur électrique, comportant une bouche d'aspiration
(15) et un canal d'aspiration (14), un capteur d'humidité (17) étant disposé, en outre,
dans le canal d'aspiration (14), caractérisé en ce que le canal d'aspiration (14) ouvre, dans le sens d'une ouverture d'air secondaire,
lorsqu'une humidité est détectée.
2. Aspirateur selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'ouverture d'air secondaire (20) est prévue dans la zone associée au capteur d'humidité
(17).
3. Aspirateur selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'au cours du mouvement d'ouverture de l'ouverture d'air secondaire (20), un moyen de
contrôle et/ou moyen de nettoyage (40, 41) opère en contact avec le capteur d'humidité
(17).
4. Aspirateur selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'accès à l'ouverture d'air secondaire (20) est atteint en rabattant une partie de
la paroi (21) du canal d'aspiration.
5. Aspirateur selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la position de fermeture de l'ouverture d'air secondaire (20) est assurée par un
aimant (36).
6. Aspirateur selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la position d'ouverture de l'ouverture d'air secondaire (20) est assistée par un
ressort.
7. Aspirateur selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le capteur d'humidité (17) est réalisé sous la forme d'un capteur d'humidité capacitif.
8. Aspirateur selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé en ce que le capteur d'humidité (17) est constitué de deux parties (18) disposées à distance
l'une de l'autre.
9. Aspirateur selon l'une des revendications 5 à 8, caractérisé en ce que le moyen de contrôle (40) est constitué par un moyen de pontage (38) shuntant les
parties (18) du capteur.