GEGENSTAND DER ERFINDUNG
[0001] Die Erfindung betrifft ein Fahrgeschäft, insbesondere für Vergnügungsparks, umfassend
eine Fahrstrecke, wenigstens einen entlang der Fahrstrecke bewegbaren Wagen, wenigstens
eine Aufnahmeeinrichtung zur Aufnahme wenigstens eines Fahrgasts, eine Führungseinrichtung
zur Führung des Wagens entlang der Fahrstrecke, wobei die Fübrungseinrichtung relativ
zu einem in der Aufnahmeeinrichtung aufgenommenen Fahrgast kopfseitig angeordnet ist,
und eine Verbindung zwischen dem Wagen und der Aufnahmeeinrichtung. Die Aufnahmeeinrichtung
ist relativ zum Wagen rotierbar angeordnet.
STAND DER TECHNIK
[0002] Fahrgeschäfte für Vergnügungsparks, Volksfeste, Jahrmärkte usw, sind in verschiedensten
Ausprägungen bekannt Besonders beliebt und attraktiv unter den Fahrgeschäften sind
Achterbahnen, die mit immer neuen Fahrfiguren und Effekten ausgestattet werden.
[0003] Herkömmliche Achterbahnen umfassen eine Fahrstrecke, die durch ein Schienensystem
definiert ist. Die Fahrzeuge werden in der Regel, beispielsweise als Züge angeordnet,
auf den Schienen entlang der Fahrstrecke bewegt. Die Fahrgäste sind sitzend in Fahrzeugen
untergebracht, die sich entlang dem Schienensystem bewegen.
[0004] Die Fahrfiguren umfassen eine Vielzahl möglicher Streckenführungen. Insbesondere
wird das Fahrvergnügen durch spezielle Kurvenführungen, Anstiege, Abfahrten, oder
Inversionen erhöht. Zu den bekanntesten Inversionen, bei denen der Kopf des in einem
Fahrzeug aufgenommenen Fahrgasts wenigstens kurzzeitig in Richtung der Erdoberfläche
weist, gehören Loopings oder Schraubenbewegungen, d. h: Drehungen in einer Ebene senkrecht
zur Bewegungsrichtung, in einer in Bewegungsrichtung liegenden Ebene bzw. um die Bewegungsrichtung
während des Durchfahrens eines Streckenabschnitts.
[0005] Neben herkömmlichen Anordnungen der Fahrzeuge auf den Schienen einer Achterbahn sind
Fahrgeschäfte bekannt, bei denen Sitzgruppen an einem entlang des Führungssystems
bewegbaren Wagen beweglich angeordnet sind. Wenn die Verbindung zwischen der Sitzgruppe
und dem Wagen beweglich ausgebildet ist, ist eine Streckenführung mit Inversionen
nicht oder nur sehr eingeschränkt realisierbar.
[0006] Die Druckschrift
WO 03/982421A zeigt ein Fahrgeschäft, bei dem die Fahrgastaufnahmen verschiedene Rotationen durchführen
können.
[0007] Die
DE 203 00 534 U1 offenbart Fahrgastaufnahmen mit um eine horizontale Achse verschwenkbaren Sitzen.
[0008] Die
ES 1 201 280 A2 offenbart ein Fahrgeschäft, bei dem eine Sitzgruppe zum besseren Ein- und Aussteigen
um eine Achse rotierbar sind.
AUFGABE DER ERFINDUNG
[0009] Ausgehend von bekannten Fahrgeschäften besteht die Aufgabe der vorliegenden Erfindung
darin, ein bekanntes Fahrgeschäft so weiterzuentwickeln, dass neue Fahrfiguren realisiert
werden können und das Fahrvergnügen für die Fahrgäste gesteigert wird.
TECHNISCHE LÖSUNG
[0010] Diese Aufgabe wird gelöst durch die Bereitstellung eines Fahrgeschäfts gemäß Anspruch
1. Spezielle Ausführungsformen ergeben sich aus den abbängigen Ansprüchen.
[0011] Ein erfindungsgemäßes Fahrgeschäft, insbesondere für Vergnügungsparks, umfasst: eine
Fahrstrecke; wenigstens einen entlang der Fahrstrecke bewegbaren Wagen; wenigstens
eine Aufnahmeeinrichtung zur Aufnahme wenigstens eines Fahrgasts; und eine Führungseinrichtung
zur Führung des Wagens entlang der Fahrstrecke, wobei die Führungseinrichtung relativ
zu einem in der Aufnahmeeinrichtung aufgenommenen Fahrgast kopfseitig angeordnet ist;
und eine Verbindung zwischen dem Wagen und der Aufnahmeeinrichtung. Die Aufnahmeeinrichtung
ist erfindungsgemäß relativ zum Wagen um eine Rotationsachse rotierbar angeordnet.
Die Rotationsachse ist quer zur Fahrstrecke angeordnet und schneidet die Führungsebene
des Wagens, wobei die Führungsebene durch Führungspunkte des Wagens (4) an der Führungseinrichtung
bestimmt wird und wobei die Schienennormale senkrecht zu dieser Ebene verläuft. Die
Aufnahmeeinrichtung weist wenigstens eine Sitzgruppe mit mehreren Sitzen auf, die
um eine Rotationsachse herum angeordnet sind, wobei die Blickrichtung der bestimmungsgemäß
in den Sitzen aufgenommenen Fahrgäste jeweils von der zentralen Achse weg gerichtet
ist. Als Bewegung der Aufnahmeeinrichtung relativ zum Wagen ist eine Rotation mit
lediglich einem Freiheitsgrad zugelassen, wobei die Verbindung zwischen dem Wagen
und der Aufnahmeeinrichtung derart ausgebildet ist, dass ein Pendeln der Aufnahmeeinrichtung
gegenüber dem Wagen um eine andere Achse als die Rotationsachse verhindert ist.
[0012] Durch die Möglichkeit der Rotation der Aufnahmeeinrichtung relativ zum Wagen werden
neue Fahrfiguren bzw. für den Fahrgast neue Erlebnisse realisiert. Diese Möglichkeiten
bestehen sowohl für eine im Wesentlichen (abgesehen von der Rotationsmöglichkeit um
die Rotationsachse) starre Verbindung zwischen dem Wagen und der Aufnahme ("Inverted
Coaster"), als auch für eine bewegliche Verbindung zwischen dem Wagen und der Aufnahme
("Suspended Coaster"). Die Führungseinrichtung kann ebenfalls starr (z.B. als Schiene)
oder relativ flexibel, (z.B. als Kabel) ausgebildet sein. Der Wagen kann gegenüber
der Führungseinrichtung bewegbar oder starr an dieser befestigt sein. Die Bewegung
des Wagens entlang der Fahrstrecke kann durch eine Bewegung des Wagens entlang der
Führungseinrichtung, und/oder durch eine Bewegung der Führungseinrichtung (z.B. eines
Kabels) entlang der Fahrstrecke bewerkstelligt werden.
[0013] Die Aufnahmeeinrichtung kann bei dieser Ausführungsform der Erfindung gegenüber dem
Wagen eine Rotation (Drehung) durchführen, während andererseits durch die Verbindung,
die ein Pendeln der Aufnahmeeinrichtung gegenüber dem Wagen um eine andere Achse als
die Rotationsachse verhindert, die Aufnahmeeinrichtung den Bewegungen des Wagens folgt.
Die Aufnahmeeinrichtung kann gegenüber dem Wagen eine relative Bewegung (nämlich die
vorher angesprochene Rotation) lediglich mit einem Freiheitsgrad durchführen. Der
Wagen ist seinerseits tangential entlang der Fahrstrecke bewegbar. Auf diese Weise
können unter der Voraussetzung einer starren Führungseinrichtung Inversionen ohne
weiteres durchfahren werden.
[0014] Es handelt sich bei dem Fahrgeschäft dieser Ausführung um einen so genannten "Inverted
Coaster", der zum einen Inversionen durchfahren kann und zum anderen zusätzlich rotierbar
ist. Durch die zusätzliche Rotation können beim Durchfahren der Fahrfiguren neue Fahreffekte
und ein neues Fahrgefühl erzeugt werden.
[0015] Zum Antrieb der Fahrzeuge können beliebige Antriebe verwendet werden, z.B. Launch-Antriebe,
Kettenaufzüge, usw. Das Fahrgeschäft kann außerdem mit wenigstens einer Fliehkraftbremse
und/oder Rotationsbegrenzung ausgestattet sein.
[0016] Prinzipiell kann die Rotation durch eine Dynamikwirkung, z. B. die Fliehkraft, durch
Kinematik, z. B. Mitnahme der Rotationsbewegung einer Kurvenfahrt, durch Ankoppeln
und Freigeben der Rotation Gegenüber dem Wagen, zwangsgesteuert von der Führungseinrichtung,
z. B. durch Kulissen, oder einem Antrieb bzw. Motor erzeugt werden. Der Antrieb kann
dabei durch einen eigenen Motor, jedoch auch durch eine Vorrichtung an der Schiene
erfolgen. Die Rotation kann in einer speziellen Ausführungsform auf verschiedene Arten
gestoppt oder freigegeben werden. Beispielsweise kann eine Bremse zwischen Wagen und
Sitzgruppe vorgesehen sein, um die Rotationsbewegung zu steuern. Eine Steuerung kann
jedoch auch über die Führungseinrichtung, z. B. durch Kulissen, ferngesteuert, z.
B. durch einen Aktor am Fahrzeug, oder vom Fahrgast interaktiv erfolgen. Der Drehsinn
kann in ähnlicher Weise festgelegt und gesteuert werden, während der Fahrt wechseln,
auswählbar sein (z.B. durch eine interaktive Betätigung durch die Fahrgäste) oder
zufällig bestimmt werden.
[0017] Besondere Vorteile ergeben sich bei einem Fahrgeschäft, bei dem die Führungseinrichtung
relativ zu einem in der Aufnahmeeinrichtung aufgenommenen Fahrgast kopfseitig angeordnet
ist, auch hinsichtlich des Ein- und Aussteigens. Gegenüber einem oberhalb der Schienen
bewegbaren Fahrzeug kann der Bahnhof bei dieser Ausführung eine einfache Plattform
sein, die keine spezielle Ausrichtung der Aufnahmeeinrichtungen zur Fahrtrichtung
bei der Einfahrt in den Bahnhof oder sehr aufwändige Bahnhofskonstruktionen erfordert.
Die Aufnahmeeinrichtung muss zum Ein-/Aussteigen lediglich in eine geeignete Höhe
gegenüber relativ zur Ein- bzw. Ausstiegsplattform gebracht werden. So können Geschwindigkeit
und die Kapazität der Anlage bei geringerem technisches Aufwand erhöht werden.
[0018] Die Verbindung zwischen dem Wagen und der Aufnahmeeinrichtung kann flexibel oder
insbesondere im Wesentlichen starr ausgebildet sein, wobei die Vebindung in jedem
Fall zur Durchführung einer Rotationsbewegung der Aufnahmeeinrichtung relativ zum
Wagen ausgebildet ist. Unter einer starren Verbindung soll jede Verbindung verstanden
werden, die wenigstens teilweise als Hebel für die Übertragung einer Drehung des Wagens
im Raum auf die Aufnahmeeinrichtung wirkt. Dies können seitliche Drehungen um eine
Achse parallel zur Fahrtrichtung (v) oder Drehungen des Wagens aufgrund von Krümmungen
in der Fahrstrecke in Fahrtrichtung (v) sein. Wenigstens teilweise wird die Drehung
übertragen, wenn die Verbindung ausreichend starr ist oder Anschläge vorhanden sind,
so dass die Verbindung als Hebel wenigstens einen Teil der Drehung des Wagens überträgt.
[0019] Bei dieser Art von Fahrgeschaft erlaubt die starre Verbindung eine Bewegung der Aufnahmeeinrichtung
relativ zum Wagen (nämlich die angesprochene Rotation) mit lediglich einen Freiheitsgrad.
Ein seitliches Pendeln bzw, ein Vorwärts- und Rückwärtspendeln sowie Translationen
der Aufnahmeeinrichtung relativ zum Wagen werden dagegen verhindert. Eine starre Verbindung
im Sinne der Erfindung soll dann vorliegen, wenn unkontrollierte Pendelbewegungen
der Aufnahmeeinrichtung verhindert werden. Kontrollierte Bewegungen der Aufnahmeeinrichtung
zusätzlich zur Rotation sollen dagegen im Rahmen der vorliegenden Anmeldung liegen.
Außerdem kann die starre Verbindung insoweit eine gewisse Flexibilität aufweisen,
wie geschert ist, dass Inversionen durchfahren werden können.
[0020] In einer Weiterbildung der Grundversion kann zusätzlich eine Translafionsbewegung
der Aufnahmeeinrichtung relativ zum Wagen im Wesentlichen in Richtung der Rotationsachse
ermöglicht werden.
[0021] Durch die starre Verbindung, bei der insbesondere keine relative Verkippung zwischen
der Aufnahme und dem Wagen stattfinden kann, wird ein sog. "Inverted Coaster" realisiert.
Bei dieser Art von Fahrgeschäft kann der zwangsgeführte Wagen durch eine geeignete
Ausbildung der Führungseinrichtung etwa seitlich, d. h. um eine Achse parallel zur
Bewegungsrichtung des Wagens, gedreht werden. Damit dreht sich jedoch auch die starr
mit dem Wagen verbundene Aufnahmeeinrichtung, so dass eine Inversion erzeugt werden
kann. Außerdem kann bei einer insbesondere gegenüber Pendelbewegungen nach vorne und
nach hinten starre Verbindung ohne weiteres ein Looping durchfahren werden.
[0022] Die Rotationsachse ist quer zur Fahrstrecke, insbesondere im Wesentlichen senkrecht
zur Fahrstrecke, ausgerichtet. Die Rotationsachse schließt insbesondere einen Winkel
größer 0° mit der Ebene ein, die durch Führungspunkte (Haltepunkte) des Wagens an
der Führungseinrichtung bestimmt wird, oder steht senkrecht auf dieser Ebene. Die
Ebene wird nachfolgend als Führungs- oder Bewegungsebene bezeichnet. Senkrecht zu
dieser Ebene, insbesondere durch den Schwerpunkt des Wagens, verläuft die sog. Schienennormale.
Die Schienennormale ist definiert als Kraftvektor, der bei waagerechter Ausrichtung
des Wagens parallel und richtungsgleich mit dem Vektor der Gewichtskraft ausgerichtet
ist Mit anderen Worten ausgedrückt ist damit die Rotationsachse (in etwa) parallel
zur Schienennormale ausgerichtet bzw. fällt mit dieser zusammen. Die Rotationsachse
kann aber auch für spezielle Anwendungen oder Ausführugsformen einen Winkel mit der
Schienennormalen bilden. Die Rotationsachse schneidet die Führungsebene des Wagens,
insbesondere ist sie im Wesentlichen senkrecht zur Bewegungsebene des Wagens ausgerichtet.
[0023] Die Rotationsachse kann die Führungsebene des Wagens in einem zentralen Punkt der
Führungsebene schneiden. Insbesondere kann die Aufnahmeeinrichtung senkrecht oder
nicht senkrecht zur Rotationsachse angeordnet sein. Dies gilt sowohl in Kombination
mit einer bzgl. des Wagens zentral oder dezentral angeordneten Rotationsachse.
[0024] Die Rotationsachse kann jedoch die Führungsebene des Wagens auch versetzt zu einem
zentralen Punkt der Fühnungsebene schneiden. In dieser besonderen Ausführungsform
kann die Rotationsachse beispielsweise Gegenüber dem zentralen Punkt oder dem Schwerpunkt
des Wagens seitlich versetzt angeordnet sein. Bei einer dezentralen Anordnung der
Rotationsachse ist es besonders gut möglich, eine sog. Driftbewegung der Aufnahmeeinrichtung
bei einer Kurvenfahrt zu erzeugen. Die bei der Driftbewegung entstehende Rotation
kann mit einem begrenzten Drehwinkel erfolgen. Auch durch unterschiedliche Fahrgastgewichte
(bei zentraler oder dezentraler Rotationsachse) kann eine Rotationsanregung erzeugt
werden. Durch unterschiedliche Fahrgastgewichte wird eine Unwucht erzeugt, die beim
Vorhandensein von Fliehkräften zu einer Anregung der Rotationsbewegung um eine Rotationsachse
R führt.
[0025] Das Fahrzeug weist vorzugsweise einen Träger auf, der als Verbindungselement zwischen
dem Wagen und der Aufhahmeeinrichtung angeordnet ist. Das Verbindungselement kann
beispielsweise eine starre Aufhängung sein.
[0026] Die Rotationsachse entspricht insbesondere einer zentralen Achse des Trägers. Eine
zentrale Achse im Sinn der Erfindung weist der Träger beispielsweise dann auf, wenn
die Aufnahmeeinrichtung rotationssymmetrisch um die Trägerachse angeordnet ist Auch
der Träger selbst kann rotationssymmetrisch ausgebildet sein. Der als Aufhängung ausgebildete
Träger kann senkrecht oder quer in beliebigen Winkeln größer 0° zur Bewegungsrichtung
des Wagens angeordnet sein. Die Fühnmgseinrichtung erlaubt dabei eine freie Bewegung
des Wagens lediglich mit einem Freiheitsgrad, nämlich entlang der Führungseinrichtung,
insbesondere tangential entlang der Führungseinrichtung. Die Aufnahmeeinrichtung ist
rotierbar gegenüber dem Wagen angeordnet. Gegenüber der Führungseinrichtung kann die
Aufnahmeeinrichtung somit Bewegungen mit zwei Freiheitsgraden, nämlich der angesprochenen
Rotation und der Translation entlang der Führmgseinrichtung, durchführen. Hinsichtlich
der Translationsbewegungen folgt die Aufnahmeeinricbtung den Bewegungen des Wagens.
[0027] Prinzipiell kann die Aufnahmeeinrichtung zur stehenden oder sitzenden Aufnahme der
Fahrgäste ausgebildet sein. Die Aufnahmeeinrichtung ist jedoch vorzugsweise derart
ausgebildet dass die Unterschenkel eines in der Aufnahmeeinrichtung sitzend aufgenommenen
Fahrgast frei beweglich hangen. Insbesondere hängen die Unterschenkel des Fahrgasts,
außer in Inversionsstreckcnabschnitten, frei nach unten. Da keine Fußauflage vorhanden
ist, hat der Fahrgast freie Sicht an seinen Füßen vorbei nach unten.
[0028] Bei der Verwendung derartiger Aufhahmeeinrichtungen spricht man von einer "Floorless-Ausführung,
da keine Fußauflage vorgesehen ist. Unter "Floorless" sollen im Rahmen dieser Anmeldungen
auch Ausführungen verstanden werden, in denen eine Fußauflage an der Aufnabmeeinrichtung
vorhanden ist, diese jedoch bedarfsweise aus dem Bereich unter den Füßen entfernt
werden kann, z.B. durch Verkippen oder Verfahren, usw.
[0029] Bei herkömmlichen Fahrgeschäften sind in der Regel Sitzreihen hintereinander angeordnet,
um eine ausreichende Kapazität und Wirtschaftlichkeit zu erzielen. Für die nicht in
der ersten Sitzreibe sitzenden Fahrgäste ist jedoch die Aussicht, insbesondere die
freie Sicht nach unten, durch die vor ihnen angeordneten Sitze reduziert. Diese Einschränkung
wirkt sich auch negativ auf das Fahrgefuhl aus, da die Illusion des freien Schwebens
des Sitzes in der Luft zerstört wird Bei der bevorzugten Anordnung um eine zentrale
Achse herum wird dagegen eine ausreichende Kapazität und Wirtschaftlichkeit erzielt,
ohne dass Fahrgäste durch die Auswahl eines bestimmten Sitzes bevorzugt oder benachteiligt
wären. Allerdings beschränkt sich diese Anmeldung nicht auf gleichmäßig um die Rotationsachse
angeordnete, evt1. sogar rotationssymmetrische Sitzanordnungen, genauso können die
Sitze unterschiedlich zur Rotationsachse orientiert angeordnet werden (sowohl in Ausrichtung
wie auch bzgl. Abstand).
[0030] Die Rotationsachse kann als Träger ausgebildet sein, der Teil des nicht rotierbaren
Wagens oder Teil der rotierbaren Aufnahmeeinrichtung sein kann.
[0031] Die Sitze sind derart angeordnet, dass die Blickrichtung der bestimmungsgemäß in
den Sitzen aufgenommenen Fahrgäste jeweils von der zentralen Achse weg gerichtet ist.
Durch diese Maßnahme wird erreicht, dass alle Fahrgäste freie Sicht und einen freien
Blick auf die Umgebung erhalten. Zudem kann durch die Rotation der Aufnahmeeinrichtung
erfindungsgemäß eine Kraft in Blickrichtung wirken. Gleichzeitig erhält der Fahrgast
durch die "Inverred"- und/oder "Floorless"-Ausführung das Gefühl, frei in der Luft
zu sitzen. Einzelne oder alle diese Maßnahmen kombiniert erzeugen somit eine gesteigerte
Spannung und ein aufregendes Fahrgefuhl.
[0032] Bei einer "Floorless"-Ausführung der Aufnahmeeinrichtung erhält der Fahrgast vorzugsweise
in seiner bestimmungsgemäßen Sitzposition einen freien Blick in Richtung der Schienen
vorbei an seinen Füßen, die ohne Plattform oder sonstiges Auflageelement für die Füße
frei beweglich nach unten hängen.
[0033] In der Regel fährt ein konventionelles Fahrzeuge, das weder "Inverted" noch "Floorless"
ausgebildet ist, zum Ein- und Ausstieg in einen Bahnhof ein und kommt dort zum Stillstand.
Die Ein- / Ausstiegsplattform befindet sich meist als fester Bauwerksbestandteil seitlich
des Fahrzeug. Bei der "Floorless"-Ausführung wird dagegen eine Plattform etwa von
der Seite unter die Füße der Fahrgäste geklappt und/oder von der Seite eingefahren
und/oder von unten angehoben. Die Plattform kann jedoch auch fixiert im Bahnhofsbereich
angeordnet werden. Die Plattform ist in diesem Fall so angeordnet, dass sie sich beim
Einfahren des Fahrzeugs in den Bahnhof unter die Füße der Fahrgäste schiebt. Die Bewegung
der Plattform ist insgesamt als eine relative Bewegung des in den Bahnhofsbereich
einfahrenden Fahrzeugs zu versehen. Beispielsweise ist die Plattform, möglicherweise
fixiert, seitlich auf beiden Seiten einer zentralen Führungseinrichtung angeordnet.
Die Plattform kann beispielsweise einen Spalt aufweisen, durch den sich die Achse
der Aufnahmeeinrichtung oder ein Teil der Führungseinrichtung bewegen kann. Vorzugsweise
wird dieser Spalt im Fahrgastbereich durch die Führungseinrichtung abgedeckt bzw.
verschlossen. Er kann jedoch auch durch das Fahrzeug selbst oder durch Teile des Fahrzeugs
verschlossen werden.
[0034] Bei einer "Inverted" und/oder "Floorless"-Ausführung des Fahrgeschäfts wird der Ausstieg
aus dem Fahrzeug vereinfacht, da prinzipiell lediglich eine Ein- bzw. Ausstiegsplattform
unter die Füße der Fahrgäste gebracht werden muss, um den Ein- bzw. Ausstieg zu ermöglichen.
Bei sämtlichen "Floorless"-Ausführungen kann ein Ausstieg durch Absenken der Sitzgruppe
relativ zum Wagen oder durch das Absenken eines Schienenstücks gegenüber der Plattform
bewerkstelligt werden. Auf diese Weise kann die Geschwindigkeit beim Wechsel der Fahrgäste
erhöht und die Kapazität des Fahrgeschäfts gesteigert werden.
[0035] Das Fahrzeug kann wenigstens eine Plattform aufweisen, die unter die Füße wenigstens
eines der in der Aufnahmeeinrichtung sitzend aufgenommenen Fahrgäste bewegbar ist.
Die Plattform kann also auch am Fahrzeug angeordnet sein. Während der Fahrt kann sie
beispielsweise unter die Sitze geklappt und beim Ein- bzw. Ausstieg nach vorne in
einen Bereich unter die Füße der Fahrgäste ausgeklappt werden. Mit Hilfe der Plattform
kann ein Übergang zu einer Ausstiegsstelle bzw. zu einem Ausstiegssteg ermöglicht
werden.
[0036] Die Fahrstrecke weist vorzugsweise wenigstens einen Inversionsabschnitt, insbesondere
einen Looping und/ oder einen Streckenabschnitt auf, in dem das Fahrzeug durch Drehung
um eine Achse parallel zur Bewegungsrichtung des Fahrzeugs in eine invertierte Position
gebracht wird.
[0037] Eine Inversion im Sinn dieser Anmeldung bedeutet grundsätzlich eine Positionierung
des Fahrzeugs und der Fahrgäste in einer Überkopf-Position, d. h. in einer Position,
in der die Köpfe der Fahrgäste nach unten in Richtung der Erdoberfläche weisen. Die
invertierte Position wird beispielsweise in einem Looping, jedoch auch bei einer Schraubenbewegung
des Wagens während des Durchfahrens eines Inversionsabschnitts erreicht. Zur Durchführung
der Schraubenbewegung ist die Führungseinrichtung im Inversionsabschnitt verwunden,
so dass sie den Wagen beim Durchfahren des Inversionsabschnitts seitlich um eine Drehachse,
die parallel zur Bewegungsrichtung entlang der Fahrstrecke angeordnet ist, in die
invertierte Position dreht. Es ist es jedoch im Rahmen der Erfindung ausreichend,
eine Verbindung zwischen dem Wagen und der Aufnahmeeinrichtung derart auszubilden,
dass eine Fahrfigur mit einem Streckenabschnitt, in dem die Führungseinrichtung relativ
stark zur Fahrtrichtung quer geneigt ist, durchfahren werden kann, wobei die seitliche
Bewegung auf die Aufnahmeeinrichtung übertragen wird. Die Verbindung kann als Hebel
für die Übertragung der seitlichen Bewegungen des Wagens wirken. Das Vorsehen eines
Inversionsabschnitts in der Fahrstrecke ist nicht zwingend erforderlich.
[0038] Die Aufnahmeeinrichtung weist insbesondere wenigstens eine Haltevorrichtung auf,
die einen im Wesentlichen U-förmigen Rückhaltebügel oder einen Rückhaltebügel in Form
eines Kreisabschnitts umfasst, der die Hüfte bzw. den Hüftbereich eines in der Aufnahmeeinrichtung
aufgenommenen Fahrgasts wenigstens teilweise umgreift. Der Oberkörper des Fahrgasts
ist dagegen nicht vollkommen fixiert. Diese Art eines Rückhaltebügels trägt zur Bewegungsfreiheit
gegenüber herkömmlichen Rückhaltesystemen bei. Auf diese Weise wird der durch die
anderen erfindungsgemäßen Maßnahmen erzeugte Fahreffekt weiter gesteigert.
[0039] Sämtliche der im Zusammenhang mit den Ausführungsbeispielen beschriebenen Merkmale
sollen im Rahmen dieser Erfindung ohne weiteres mit allen anderen beschriebenen Merkmalskombinationen
kombinierbar sein.
KURZE BESCHREIBUNG DER FIGUREN
[0040] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung werden aus der folgenden Beschreibung
spezieller Ausführungsbeispiele mit Bezug auf die Figuren deutlich. Es zeigen:
- Figur 1
- eine Seitenansicht eines Teils eines erfindungsgemäßen Fahrgeschäfts; und
- Figur 2
- eine Fahrfigur eines erfindungsgemäßen Fahrgeschäfts und einen Ausschnitt davon.
BESCHREIBUNG SPEZIELLER AUSFÜHRUNGSBEISPIELE
[0041] In der Figur 1 ist ein Teil eines erfindungsgemäßen Fahrgeschäfts 1 dargestellt.
[0042] Das Fahrgeschäft 1 weist eine Führungseinrichtung 2 auf, beispielsweise eine bei
herkömmlichen Achterbahnen üblicherweise eingesetzte Schienenstrecke, die im Wesentlichen
starr ausgebildet ist. Die Führungseinrichtung 2 definiert eine Fahrstrecke für ein
Fahrzeug 3, das entlang der Fahrstrecke zwangsgeführt bewegbar ist. Die Fahrstrecke
kann alle möglichen Figuren, beispielsweise Kurven, ansteigende und abfallende Abschnitte,
insbesondere jedoch auch Inversionen wie Loopings, schraubenförmige Windungen u. ä.
umfassen.
[0043] Das Fahrzeug 3 ist erfindungsgemäß als invertiertes Fahrzeug ("Inverted Coaster")
ausgebildet, d. h. die Führungseinrichtung 2 ist im Wesentlichen kopfseitig relativ
zu den im Fahrzeug 3 aufgenommenen Fahrgästen angeordnet. Die Unterschenkel der im
Fahrzeug 3 aufgenommenen Fahrgäste weisen in der Regel im Wesentlichen von der Führungseinrichtung
2 weg. Die Führungseinrichtung 2 ist somit beim Ein- und Ausstieg oberhalb der Fahrgäste
angeordnet, wodurch der Ein- Und Ausstieg erleichtert wird. Bei invertierter, also
Überkopf-Ausrichtung der Fahrgäste in einem Inversions-Streckenabschnitt jedoch ist
der Kopf der Fahrgäste zu der (vom äußeren Betrachter aus gesehen) unterhalb der Fahrgäste
angeordneten Führungseinrichtung 2 ausgerichtet.
[0044] Das Fahrzeug 3 weist einen Wagen 4 mit Rädergruppen 5 auf, die mit den Schienen 2
in Eingriff stehen, so dass der Wagen 4 zwangsgeführt eine Bewegung v (insbesondere
tangential) entlang der Führungseinrichtung 2 ausführen kann. Die Räder 5 der Rädergruppen
sind so angeordnet, dass sie von verschiedenen Seiten an die Schiene 2 angreifen,
d. h. die Räder können oberhalb, unterhalb und/oder seitlich einer Schiene 2 angeordnet
sein, so dass der Wagen 4 an jedem Ort der Strecke der Schienenführung 2 folgt, sowohl
in Bezug auf die Bewegungsrichtung v als auch in Bezug auf die Verkippung des Wagens
4 relativ zur Bewegungsrichtung v bzw. auf die seitliche Verkippung des Wagens 4 in
einer Ebene senkrecht zur Bewegungsrichtung v. An jedem Ort entlang der Fahrstrecke
ist der Wagen 4 lediglich in einer Richtung v entlang der Führungseinrichtung 2 frei
bewegbar. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass der Wagen 4 sämtlichen Fahrfiguren,
insbesondere auch Inversionen in Inversionsabschnitten der Fahrstrecke, folgt.
[0045] Darüber hinaus weist das Fahrzeug 3 einen mit dem Wagen 4 verbundenen zentralen Träger
6 und eine über den Träger 6 mit dem Wagen 4 verbundene Sitzgruppe 7 mit Sitzen 8
zur Aufnahme der Fahrgäste auf. Die Verbindung ist derart ausgebildet, dass die Sitzgruppe
7 relativ zum Wagen 4 rotierbar ist. Die Rotationsachse ist vorzugsweise starr, d.h.
in einem vorgegebenen Winkel relativ zum Wagen angeordnet.
[0046] Die Sitze 8 sind insbesondere um den Träger 6 derart angeordnet und ausgerichtet,
dass der Blick der in den Sitzen 7 aufgenommenen Fahrgäste im Wesentlichen vom zentralen
Träger 6 weg weist.
[0047] Die in den Sitzen 8 aufgenommenen Fahrgäste werden durch eine Haltevorrichtung 9
fixiert in ihren Sitzen 8 gehalten. Insbesondere ist die Haltevorrichtung 9 als starrer,
im Wesentlichen U-förmiger, Rückhaltebügel ausgebildet, der im geschlossenen Zustand
die Hüfte bzw. den Hüftbereich eines bestimmungsgemäß im Sitz 8 aufgenommenen Fahrgasts
umschließt. Auf diese Weise ist es dem Fahrgast möglich, auch bei geschlossener Haltevorrichtung
9 Bewegungen des Oberkörpers oberhalb der Hüfte auszuführen.
[0048] Die Sitzgruppe 7 mit den Sitzen 8 ist insbesondere derart ausgebildet, dass die Unterschenkel
und Füße der in den Sitzen 8 aufgenommenen Fahrgäste frei beweglich sind. In einer
Ein- und Ausstiegsposition des Fahrzeugs 3 hängen die Unterschenkel des Fahrgasts
frei nach unten. Dies bedeutet, dass weder ein Fußaufsatz, noch eine Plattform oder
ähnliche Vorrichtungen, die zum Aufsetzen der Füße bestimmt sind, an der Sitzgruppe
7 vorgesehen sind. Dadurch ist es dem Fahrgast unter anderem möglich, ungehindert
an seinen Füßen vorbei zu blicken und eine bessere Aussicht zu genießen.
[0049] Außerdem ermöglicht die Ausbildung der Sitzgruppe 7 für Passagiere mit frei hängenden
Unterschenkeln einen vereinfachten Ein- und Ausstieg aus den Sitzen 8, da das Fahrzeug
3 lediglich über eine Plattform gefahren werden muss, die relativ zum Fahrzeug 3 in
einer zum Ein- bzw. Ausstieg geeigneten Höhe angeordnet ist bzw. in eine entsprechende
geeignete Höhe gebracht wird. Die Sitzgruppe 7 des Fahrzeugs 3 kann für den Ein- und
Ausstieg in einem Bahnhofsbereich auch gegenüber dem Wagen 4 und/ oder gegenüber dem
zentralen Träger 6 zur Bahnhofsplattform hin abgesenkt werden, um eine geeignete Ein-
bzw. Ausstiegshöhe zu erreichen. Alternativ oder zusätzlich dazu kann die Ein- bzw.
Ausstiegsplattform zum Ein- bzw. Ausstieg auf eine geeignete Höhe angehoben werden,
und/ oder ein Abschnitt der Führungseinrichtung entsprechend abgesenkt werden. Darüber
hinaus wäre es denkbar, die Ein- bzw. Ausstiegshöhe zwischen der Sitzgruppe 7 und
der Ein- bzw. Ausstiegsplattform durch einen Anstieg der Plattform gegenüber der Führungseinrichtung
2 bzw. durch einen abfallenden Abschnitt der Führungseinrichtung 2 relativ zur Plattform
zu verringern, bis eine geeignete Ein-/Ausstiegshöhe erreicht ist.
[0050] Erfindungsgemäß ist die Sitzgruppe 7 mit den Sitzen 8 um eine zentrale Achse R rotierbar
relativ zum Wagen 4 an diesem angeordnet. Dabei kann beispielsweise die Sitzgruppe
7 rotierbar am zentralen Träger 6 angeordnet sein. Es kann jedoch auch die Sitzgruppe
7 starr mit dem zentralen Träger 6 verbunden und dieser rotierbar am Wagen 4 angeordnet
sein.
[0051] Erfindungswesentlich ist lediglich die Möglichkeit einer Rotation der Sitzgruppe
7 relativ zum Wagen 4, wobei die Rotationsachse R im vorliegenden Ausführungsbeispiel
zentral und die Sitzgruppe 7 bzgl. der Rotationsachse R rotationssymmetrisch am Wagen
4 angeordnet ist. Die Rotationsachse R kann beispielsweise axial mittig durch den
zentralen Träger 6 verlaufen. Insbesondere steht die Rotationsachse R senkrecht oder
quer auf einer Ebene, die im Wesentlichen tangential zur Führungseinrichtung 2 und
somit parallel zur Bewegungsrichtung v des Wagens 4 ausgerichtet ist. Die Ausrichtung
der Ebene entspricht der Ausrichtung des Wagens 4 an einem bestimmten Streckenpunkt.
Die Rotationsachse R kann generell schräg oder senkrecht zur Bewegungsrichtung v und/oder
in einer Ebene senkrecht bzw. schräg zur Bewegungsrichtung v angeordnet sein. Insbesondere
ist die Sitzgruppe 7 rotationssymmetrisch um die Rotationsachse R angeordnet. Die
Erfindung schließt jedoch auch alle Ausführungsformen ein, in denen die Sitzgruppe
7 nicht rotationssymmetrisch zum Träger 6 und/oder zur Rotationsachse R angeordnet
ist.
[0052] Die Figur 2 zeigt schematisch einen Streckenabschnitt des Fahrgeschäfts 1, in dem
das Fahrzeug 3, durch die Führungseinrichtung 2 zwangsgeführt, eine Inversion durchfährt.
[0053] Die in den Sitzen 8 der Sitzgruppe 7 aufgenommenen Fahrgäste sind dabei in einer
Position angeordnet, in der ihr Kopf in die Richtung der Führungsschienen 2 und/oder
in Richtung der Erdoberfläche weist. Aus dieser Darstellung wird deutlich, dass das
Fahrzeug 3 bzw. die Sitzgruppe 7 der Bewegung des Wagens 4 nur folgen kann, wenn erfindungsgemäß
eine im Wesentlichen steife Verbindung zwischen der Sitzgruppe 7 und dem Wagen 4 vorliegt.
Die steife Anordnung der Komponenten des Fahrzeugs 3 sorgt dafür, dass sich das gesamte
Fahrzeug 3 auf den Schienen 2 abstützt, und dass die Bewegungen des Fahrzeugs 3 den
durch die Schienen 2 vorgegebenen Fahrfiguren folgen. Insbesondere ist auf diese Weise
das Durchfahren von Inversionen, z.B. Loopings oder Schraubenbewegungen seitlich zur
Bewegungsrichtung v, möglich.
[0054] Auch im Ausführungsbeispiel gemäß der Figur 2 ist jedoch die Sitzgruppe 7 gegenüber
dem Wagen 4 um eine Achse R rotierbar angeordnet, so dass neben der Bewegungsrichtung
v tangential zum Verlauf der Schienen 2 eine Rotation D durchgeführt wird, um für
die Fahrgäste ein neues Fahrgefühl zu schaffen und den Fahrspaß zu erhöhen.
[0055] Die Verbindung zwischen dem Wagen 4 und der Sitzgruppe 7 ist somit nicht vollkommen
starr, sondern weist wenigstens einen Freiheitsgrad, nämlich die Rotationsmöglichkeit
D, auf. Weitere Freiheitsgrade zwischen diesen beiden Komponenten sind im Rahmen der
Erfindung nicht zwingend vorgesehen. Jedoch kann beispielsweise zusätzlich eine Höhen-
bzw. Abstandsverstellung in Richtung der Rotationsachse R zwischen dem Wagen 4 und
der Sitzgruppe 7 oder eine Winkelverstellung der Rotationsachse R gegenüber dem Wagen
vorgesehen sein, um eine zusätzliche Bewegung während der Fahrt zu ermöglichen, insbesondere
aber eine geeignete Ein- bzw. Ausstiegshöhe gegenüber einer Bahnhofsplattform einzustellen.
[0056] Zudem können weitere Bewegungsfreiheitsgrade in dem Maß vorgesehen sein, in dem sie
die geforderte Fahrdynamik, insbesondere das Durchfahren von Inversionen, gewährleisten.
So sind beispielsweise Kipp- oder Pendelbewegungen denkbar, die nicht im Rahmen der
Erfindung sind, die ausreichend gedämpft und/oder durch Anschläge begrenzt sind, so
dass die Hebelwirkung der Verbindung zwischen dem Wagen 4 und der Sitzgruppe 7 wenigstens
teilweise erhalten bleibt. Außerdem könnten Bewegungen in zusätzlichen Freiheitsgraden
aktivierbar bzw. deaktivierbar sein, so dass die Bewegungen durchaus durchgeführt
werden können, bei einer Deaktivierung des Freiheitsgrads jedoch eine bestimmte Fahrfigur
(z. B. eine Inversion) durchfahren werden kann.
1. Fahrgeschäft (1), insbesondere für Vergnügungsparks, umfassend:
eine Fahrstrecke;
wenigstens einen entlang der Fahrstrecke bewegbaren Wagen (4);
wenigstens eine Aufnahmeeinrichtung (7, 8) zur Aufnahme wenigstens eines Fahrgasts;
eine Führungseinrichtung (2) zur Führung des Wagens (4) entlang der Fahrstrecke, wobei
die Führungseinrichtung (2) relativ zu einem in der Aufnahmeeinrichtung (7, 8) aufgenommenen
Fahrgast kopfseitig angeordnet ist; und
eine Verbindung zwischen dem Wagen (4) und der Aufnahmeeinrichtung (7, 8); wobei
die Aufnahmeeinrichtung (7, 8) relativ zum Wagen (4) um eine Rotationsachse (R) rotierbar
angeordnet ist,
die Rotationsachse (R) quer zur Fahrstrecke angeordnet ist und die Führungsebene des
Wagens (4) schneidet,
wobei die Führungsebene durch Führungspunkte des Wagens (4) an der Führungseinrichtung
bestimmt wird und wobei die Schienennormale senkrecht zu dieser Ebene verläuft.
und die Aufnahmeeinrichtung (7, 8) wenigstens eine Sitzgruppe mit mehreren Sitzen
aufweist, die um eine Rotationsachse herum angeordnet sind,
wobei die Blickrichtung der bestimmungsgemäß in den Sitzen aufgenommenen Fahrgäste
jeweils von der Rotationsachse (R) weg gerichtet ist.
dadurch gekennzeichnet, dass
als Bewegung der Aufnahmeeinrichtung (7, 8) relativ zum Wagen (4) eine Rotation mit
lediglich einem Freiheitsgrad zugelassen ist,
wobei die Verbindung zwischen dem Wagen (4) und der Aufnahmeeinrichtung (7, 8) derart
ausgebildet ist. dass ein Pendeln der Aufnahmeeinrichtung (7. 8) gegenüber dem Wagen
(4) um eine andere Achse als die Rotationsachse (R) verhindert ist.
2. Fahrgeschäß. (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
die Verbindung zwischen dem Wagen (4) und der Rotationsachse für die Aufnahmeeinrichtung
(7, 8) im Wesentlichen starr ausgebildet ist, so dass Drehungen des Wagens (4) im
Raum wenigstens teilweise auf die Aufnahmeeinrichtung (7, 8) übertragen werden.
3. Fahrgeschäft (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
die Rotationsachse (R) in einem vorgegebenen Winkel relativ zum Wagen (4) angeordnet
ist.
4. Fahgeschäft: (1) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass
die Rotationsachse in einem Winkel zwischen 0 ° und 90 ° relativ zum Wagen (4) angeordnet
ist, insbesondere in einem Winkel zwischen 45 ° und 90 °.
5. Fahrgeschaft (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
die Rotationsachse (R) senkrecht zur Führungsebene des Wagens (4) ausgerichtet ist.
6. Fahrgeschäft (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeicltnet,
dass
die Rotationsachse (R) die Führungsebene des Wagens (4) in einem zentralen Punkt der
Führungsebene schneidet.
7. Fabrgeschäft (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass
die Rotationsachse (R) die Führungsebene des Wagens (4) versetzt zu einem zentralen
Punkt der Führungsebene schneidet.
8. Fahrgeschaft (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
das Fahrzeug (3) einen Träger (6) aufweist, der als Verbindungselement zwischen dem
Wagen (4) und der Aufnahmeeinrichrung (7, 8) angeordnet ist.
9. Fahrgeschaft (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
die Rotationsachse (R) einer zentralen Achse des Trägers (6) entspricht
10. Fahrgeschäft (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnete dass
die Aufnahmeeinrichtung (7, 8) derart ausgebildet ist, dass die Unterschenkel eines
in der Aufnahmeeinrichtung sitzend aufgenommenen Fahrgasts frei beweglich hängen.
1. Amusement ride (1), in particular for amusement parks, comprising:
a track;
at least one car (4) movable along the track;
at least one holding means (7, 8), for holding at least one passenger;
a guiding means (2) for guiding the car (4) along the track, wherein the guiding means
(2) is arranged at the head side of a passenger held in the holding means (7, 8);
and
a connection between the car (4) and the holding means (7, 8); wherein
in relation to the car (4), the holding means (7, 8) is arranged rotatably about a
rotation axis (R),
the rotation axis (R) is arranged in transverse direction to the track and crosses
the guiding plane of the car (4),
wherein on the guiding means the guiding plane is defined by guiding points of the
car (4) and wherein a perpendicular to the rail is extending perpendicular to said
plane,
and the holding means (7, 8) comprises at least one group of seats with several seats
which are arranged around a rotation axis,
wherein the viewing direction of each the passengers that are, according to normal
use,
being held in the seats is respectively directed away from the rotation axis (R),
characterized in that
as to movements of the holding means (7, 8) relative to the car (4), a rotation with
only one degree of freedom is permitted,
wherein the connection between the car (4) and the holding means (7, 8) is formed
such that swinging of the holding means (7, 8) relative to the car (4) about an axis
different from the rotation axis (R) is prevented.
2. Amusement ride (1) according to claim 1, characterized in that the connection between the car (4) and the rotation axis for the holding means (7,
8) is formed substantially rigid so that rotations of the car (4) in space are, at
least in part, transmitted to the holding means (7, 8).
3. Amusement ride (1) according to any preceding claim, characterized in that the rotation axis (R) is arranged under a predetermined angle relative to the car
(4).
4. Amusement ride (1) according to claim 3, characterized in that the rotation axis is arranged under an angle between 0° and 90° relative to the car
(4), and in particular under an angle between 45° and 90°.
5. Amusement ride (1) according to any preceding claim, characterized in that the rotation axis (R) is arranged perpendicular to the guiding plane of the car (4).
6. Amusement ride (1) according to any preceding claim, characterized in that the rotation axis (R) crosses the guiding plane of the car (4) in a central point
of the guiding plane.
7. Amusement ride (1) according to any of the preceding claims 1 to 5, characterized in that
the rotation axis (R) crosses the guiding plane of the car (4) in a point that is
offset from the central point of the guiding plane.
8. Amusement ride (1) according to any preceding claim, characterized in that the car (3) comprises a support (6) which is arranged as connection element between
the car (4) and the holding means (7, 8).
9. Amusement ride (1) according to any preceding claim, characterized in that the rotation axis (R) corresponds to a central axis of the support (6).
10. Amusement ride (1) according to any preceding claim, characterized in that the holding means (7, 8) is formed such that the lower legs of a passenger who is
held seated in the holding means are being suspended so as to move freely.
1. Manège (1), en particulier pour des parcs d'attractions, comprenant:
une trajectoire ;
au moins une voiture (4) mobile le long de la trajectoire ;
au moins un dispositif de logement (7, 8) pour loger au moins un occupant ;
un dispositif de guidage (2) pour le guidage de la voiture (4) le long de la trajectoire,
le dispositif de guidage (2) étant disposé côté tête par rapport à un occupant logé
dans le dispositif de logement (7, 8) ; et
un raccordement entre la voiture (4) et le dispositif de logement (7, 8) ;
le dispositif de logement (7, 8) étant disposé de façon à pouvoir tourner par rapport
à la voiture (4) autour d'un axe de rotation (R),
l'axe de rotation (R) étant disposé transversalement par rapport à la trajectoire
et coupant le plan de guidage de la voiture (4),
le plan de guidage étant défini par des points de guidage de la voiture (4) sur le
dispositif de guidage et la normale du rail étant perpendiculaire à ce plan,
et le dispositif de logement (7, 8) présentant au moins un groupe de sièges avec plusieurs
sièges qui sont disposés tout autour d'un axe de rotation,
la direction du regard de chacun des occupants logés comme il convient dans les sièges
étant détournée de l'axe de rotation (R),
caractérisé en ce que
une rotation avec seulement un degré de liberté est admise en tant que mouvement du
dispositif de logement (7, 8) par rapport à la voiture (4),
le raccordement entre la voiture (4) et le dispositif de logement (7, 8) est réalisé
de telle sorte qu'un mouvement pendulaire du dispositif de logement (7, 8) par rapport
à la voiture (4) autour d'un axe autre que l'axe de rotation (R) est empêché.
2. Manège (1) selon la revendication 1, caractérisé en ce que le raccordement entre la voiture (4) et l'axe de rotation pour le dispositif de logement
(7, 8) est réalisé essentiellement de façon rigide de telle sorte que des rotations
de la voiture (4) dans l'espace sont transmises au moins partiellement au dispositif
de logement (7, 8).
3. Manège (1) selon une des revendications précédentes, caractérisé en ce que
l'axe de rotation (R) est disposé en formant un angle prédéfini par rapport à la voiture
(4).
4. Manège (1) selon la revendication 3, caractérisé en ce que
l'axe de rotation est disposé en formant un angle compris entre 0 ° et 90 ° par rapport
à la voiture (4), en particulier un angle compris entre 45 ° et 90 °.
5. Manège (1) selon une des revendications précédentes, caractérisé en ce que
l'axe de rotation (R) est orienté perpendiculairement au plan de guidage de la voiture
(4).
6. Manège (1) selon une des revendications précédentes, caractérisé en ce que
l'axe de rotation (R) coupe le plan de guidage de la voiture (4) à un point central
du plan de guidage.
7. Manège (1) selon une des revendications précédentes 1 à 5, caractérisé en ce que
l'axe de rotation (R) coupe le plan de guidage de la voiture (4) de façon décalée
par rapport à un point central du plan de guidage.
8. Manège (1) selon une des revendications précédentes, caractérisé en ce que
le véhicule (3) présente un support (6) qui est disposé en tant qu'élément de raccordement
entre la voiture (4) et le dispositif de logement (7, 8).
9. Manège (1) selon une des revendications précédentes, caractérisé en ce que
l'axe de rotation (R) correspond à un axe central du support (6).
10. Manège (1) selon une des revendications précédentes, caractérisé en ce que
le dispositif de logement (7, 8) est réalisé de telle sorte que les parties inférieures
des jambes d'un occupant logé en position assise dans le dispositif de logement pendent
librement.