Gebiet der Erfindung
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein geteiltes Messer für eine Untermesserwelle in
einer Längsschneidemaschine, das mindestens zwei Ringsegmente umfasst, die so dimensioniert
sind, dass sie zusammen die Untermesserwelle umschließen können. Des Weiteren bezieht
sich die Erfindung auf eine Untermesserwelle für eine Längsschneidemaschine mit wenigstens
einem darauf angebrachten geteilten Messer sowie auf eine Längsschneidemaschine mit
einer Untermesserwelle und mindestens einem darauf angebrachten geteilten Messer.
Stand der Technik
[0002] Aus dem Stand der Technik sind Rollenschneidemaschinen bzw. Längsschneidemaschinen
bekannt. Sie umfassen jeweils eine Obermesserwelle mit darauf montierten Obermessem
sowie eine Untermesserwelle mit darauf montierten Untermessern. Die Untermesser und
die Obermesser liegen einander gegenüber und zerschneiden das zu zerteilende Material.
Es sind unterschiedliche Messertypen für Untermesser und Obermesser bekannt, zum Beispiel
kann es sich bei einem Untermesser um Nutmesser oder Schneidringe handeln.
[0003] Während des Betriebs einer Rollenschneidemaschine ist es oftmals notwendig, das Schnittbreitenprogramm
zu ändern. Für einen schnelleren Umbau der Rollenschneidemaschine auf das veränderte
Schnittbreitenprogramm ist es von Vorteil, teilbare bzw. geteilte Messer, insbesondere
teilbare Untermesser auf der Untermesserwelle, einzusetzen. Bei den geteilten Untermessern
handelt es sich um insgesamt ringförmige Messer, die aus zwei Ringsegmenten zusammengesetzt
sind. Des Weiteren erleichtert das Vorsehen eines geteilten Messers einen eventuellen
Austausch von Messern bei eingebauter Welle. Die geteilten Messer werden in zusammengesetztem,
das heißt ringförmigem Zustand hergestellt bzw. geschliffen. Es hat sich herausgestellt,
dass lediglich das Schleifen in dem geschlossenen ringförmigen Zustand die notwendige
Genauigkeit für den Schliff garantiert. Anschließend wird das so hergestellte geteilte
Messer in seine zwei Ringsegmente zerlegt und auf die Unterwelle montiert und dabei
wieder zusammengesetzt.
[0004] Bei der Montage bzw. Demontage von geteilten Messern gibt es das Problem, dass die
geschliffenen Stoßkanten der Ringsegmente dabei beschädigt werden können. Auch hat
es sich als schwierig herausgestellt, bei den geteilten Messern eine ausreichend hohe
Fluchtgenauigkeit bei der Montage zu erreichen.
[0005] Aus der
DE 203 18 561 U1 ist eine Schneideinrichtung mit geteilten Ringen bekannt. Die dort offenbarten geteilten
Messer können in zwei Ringsegmente zerlegt werden. Die Ringsegmente können durch das
Vorsehen von verschiedenen Formen durch Formschluss wieder aneinander gefügt werden.
Es ist möglich, verschiedene Formen für verschiedene Ringe zu verwenden, so dass diese
beim Zusammenbau sicher voneinander unterschieden werden können. Die Schneideinrichtung
mit geteilten Ringen gemäß der
DE 203 18 561 U1 hat aber den Nachteil, dass die Herstellung der Elemente für den Formschluss äußerst
schwierig ist. Es kommt deshalb oftmals zu einer Überbestimmung der Position und zu
Verspannungen. Diese können angesichts der für das Fluchten der Stoßflächen erforderlichen
Genauigkeit von ca. 0 bis 0,001 mm zu Problemen führen. Auch ist es möglich, dass
beim Demontieren oder Montieren der ringförmigen Segmente die Schnittkanten beschädigt
werden.
[0006] Aus der
EP 0 239 657 B1 ist ein Ring für die Untermesserwelle in Längsschneidemaschinen bekannt. Dabei handelt
es sich um einen in zwei Teile zerlegbaren Ring. Die zwei Hälften werden mit zwei
Keilverbindungen um 90° versetzt spielarm montiert. Dabei ist es schwierig, die geforderte
Genauigkeit bei der Herstellung der Ringsegmente zu gewährleisten. Des Weiteren wird
durch die
EP 0 239 657 B1 auch das Problem von Beschädigungen bei Montage bzw. Demontage nicht überwunden.
[0007] Die
US 3,246,555 A1 wird als nächsten Stand der Technik angesehen und offenbart ein geteiltes Messer
für eine Untermesserwelle in einer Längsschneidemaschine, umfassend mindestens zwei
Ringsegmente, die so dimensioniert sind, dass sie zusammen die Untermesserwelle umschließen
können wobei das erste Ringsegment ein Befestigungsmittel aufweist, und wobei das
zweite Ringsegment eine Öffnung zum Aufnehmen des Befestigungsmittels aufweist, so
dass die Ringsegmente an ihren bei Anordnung auf der Untermesserwelle aneinander angrenzenden
Stoßkanten mittels des Befestigungsmittels reibschlüssig miteinander verbindbar sind.
Beschreibung der Erfindung
[0008] Es ist die Aufgabe der Erfindung, die im Stand der Technik genannten Nachteile bei
geteilten Messern für eine Untermesserwelle in einer Längsschneidemaschine zu überwinden.
[0009] Die Aufgabe wird gelöst durch den Gegenstand der unabhängigen Ansprüche.
[0010] Die abhängigen Ansprüche sind auf bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung gerichtet.
[0011] Die Erfindung hat den Vorteil, dass Ringsegmente exakt miteinander verbunden werden
können, insbesondere können die Ringsegmente axial und radial exakt fluchten.
[0012] Ein weiterer Vorteil gemäß der Erfindung ist es, dass keine Beschädigungen der Ringsegmente
im Verbindungs- und Trennbereich beim Verbinden und Lösen der Ringsegmente auftreten.
[0013] Ein weiterer Vorteil der Erfindung ist, dass durch das exakt positionierte und geschliffene
Untermesser keine Beschädigungen des Obermessers mehr hervorgerufen werden können,
insbesondere dann nicht, wenn das Obermesser aus sprödem Hartmetall besteht.
[0014] Gemäß einem ersten Aspekt bezieht sich die Erfindung auf ein geteiltes Messer für
eine Untermesserwelle in einer Längsschneidemaschine, umfassend mindestens zwei Ringsegmente,
die so dimensioniert sind, dass sie zusammen die Untermesserwelle umschließen können.
Es können jedoch auch mehr als zwei Ringsegmente vorgesehen sein. Zusammengefügt sind
die mindestens zwei Ringsegmente kreisförmig. Bevorzugt weisen die Ringsegmente eine
Ausdehnung in axialer Richtung der Untermesserwelle auf, maximal im Bereich von etwa
10 bis 200 mm, bevorzugt im Bereich 20 bis 50 mm. Das erste Ringsegment weist ein
Verbindungsstück auf, und das zweite Ringsegment weist eine Öffnung zum Aufnehmen
des Verbindungsstückes auf. Das Verbindungsstück kann ein- oder mehrstückig ausgebildet
sein, es kann aus einem Material oder aus verschiedenen Werkstoffen bestehen. Im Verbindungsbereich
zwischen dem Verbindungsstück und der Öffnung besteht a) das Verbindungsstück des
ersten Ringsegmentes oder b) der die Öffnung bildende Bereich des zweiten Ringsegmentes
wenigstens teilweise aus einem elastisch deformierbaren Werkstoff. Der Verbindungsbereich
bezeichnet denjenigen Bereich, in dem es zwischen dem Verbindungsstück und der Öffnung
zu einem Kontakt beim Aufnehmen des Verbindungsstückes in die Öffnung kommt. Gemäß
einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist der gesamte Verbindungsbereich
entweder des Verbindungsstückes oder des die Öffnung bildenden Bereiches aus einem
elastisch deformierbaren bzw. federnd zulässig deformierbaren Werkstoff gefertigt,
es ist aber auch möglich, dass der gesamte Verbindungsbereich zwischen Verbindungsstück
und dem die Öffnung bildenden Bereich aus einem elastisch deformierbaren bzw. federnd
zulässig deformierbaren Werkstoff gefertigt ist. Gemäß der Erfindung sind die Ringsegmente
des geteilten Messers an ihren bei Anordnung auf der Untermesserwelle aneinander angrenzenden
Stoßkanten mittels des konusförmigen Verbindungsstückes reibschlüssig miteinander
verbindbar.
[0015] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist das Verbindungsstück und/oder
der die Öffnung bildende Bereich ganz oder teilsweise rotationssymmetrisch ausgebildet.
Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist das Verbindungsstück
und/oder der zugehörige die Öffnung bildende Bereich wenigstens teilweise konusförmig
und/oder wenigstens teilweise in Form eines Kugelsegmentes ausgebildet. Gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform ist es möglich, dass sich an einen kugelförmigen Bereich
ein konusförmiger Bereich anschließt, dies gilt sowohl für das Verbindungsstück als
auch für den die Öffnung bildenden Bereich. Es ist auch möglich, dass sich an den
konusförmigen Abschnitt zum Beispiel ein zylinderförmiger Abschnitt anschließt. Es
kann auch ein kugelförmiger Abschnitt mit einem zylinderförmigen Abschnitt kombiniert
werden. Weitere Kombinationen hinsichtlich der geometrischen Form von Verbindungsstück
und dem die Öffnung bildenden Bereich sind möglich; es kommt lediglich darauf an,
dass die geometrischen Verhältnisse im Verbindungsbereich einen reibschlüssigen Kontakt
zwischen Verbindungsstück und dem die Öffnung bildenden Bereich ermöglichen. Im Falle
eines Konus kann das Verbindungsstück kegelförmig oder kegelstumpfförmig ausgebildet
sein, es kann ganz oder teilweise konusförmig ausgebildet sein. Das konusförmige Verbindungsstück
kann kompakt oder wenigstens teilweise hohl ausgebildet sein. Entsprechendes gilt
für den die Öffnung bildenden Bereich, der angepasst ist, um das konusförmige Verbindungsstück
aufzunehmen. Im Falle eines kugelsegmentförmigen Verbindungsstückes kann das Verbindungsstück
halbkugelförmig oder sonst wie kugelsegmentförmig ausgebildet sein. Es kann ganz oder
teilweise kugelsegmentförmig ausgebildet sein, es kann kompakt oder wenigstens teilweise
hohl ausgebildet sein. Entsprechendes gilt für den die Öffnung bildenden Bereich,
der das kugelsegmentförmige Verbindungsstück aufnimmt.
[0016] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist das Verbindungsstück an der der Öffnung
zugewandten Seite wenigstens teilweise hohl ausgebildet, so dass der äußere Bereich
des Verbindungsstückes beim Bilden der reibschlüssigen Verbindung wenigstens teilweise
nach innen elastisch deformierbar ist. Mit dem äußeren Bereich des Verbindungsstückes
ist dabei die äußere Wandung des Verbindungsstückes gemeint, mithin also der Bereich,
der die reibschlüssige Verbindung mit dem die Öffnung bildenden Bereich eingeht. Dass
der äußere Bereich des Verbindungsstückes nach innen elastisch deformierbar ist, bedeutet,
dass die Deformation in Richtung auf die zentrale Achse des Verbindungsstückes erfolgt.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist der hohle Bereich wiederum konusförmig
ausgebildet, so dass der äußere Bereich des Verbindungsstückes in Form eines umlaufenden
konusförmigen Steges ausgebildet ist.
[0017] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung beinhaltet der die Öffnung
bildende Bereich einen frei in Richtung zum Verbindungsstück aufragenden Bereich,
so dass der die Öffnung bildende Bereich beim Bilden der reibschlüssigen Verbindung
nach außen deformierbar ist. Nach außen deformierbar bedeutet in diesem Fall, dass
die Deformierung weg von der Achse/Symmetrieachse des Verbindungsstückes bzw. der
Öffnung erfolgt. Die innere Oberfläche des frei aufragenden Bereiches kann die Form
einer Kugeloberfläche oder die Form eines Konus aufweisen. Dieser aufragende Bereich
ist in seiner Form an die Form des zugehörigen Verbindungsstückes angepasst.
[0018] Die Herstellung eines konusförmigen Verbindungsstückes und einer entsprechenden konusförmigen
Öffnung ist verhältnismäßig einfach, und sie kann mit hoher Präzision erfolgen. Durch
die Verwendung von einem konusförmigen Verbindungsstück und einer konusförmiger Öffnung
wird eine sehr gute Zentrierung beim reibschlüssigen Verbinden der Ringsegmente miteinander
erzielt. Beim Lösen der reibschlüssigen Verbindung trägt der Bereich aus dem elastisch
deformierbaren Werkstoff dazu bei, dass die beiden Teile voneinander wegbewegt werden,
sie fedem praktisch voneinander zurück. Dies verhindert eine Beschädigung der Stoßkanten
der Ringsegmente bei der Demontage. Vorstehend Ausgesagtes gilt gleichermaßen für
ein kugelsegmentförmiges Verbindungsstück und eine entsprechend ausgestaltete Öffnung.
[0019] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung verjüngt sich der Konus des
konusförmigen Verbindungsstückes bzw. der Konus der konusförmigen Öffnung in Richtung
vom ersten Ringsegment hin zum zweiten Ringsegment und/oder es verringert sich der
Durchmesser des kugelsegmentförmigen Verbindungsstückes bzw. der Durchmesser der kugelsegmentförmigen
Öffnung in Richtung vom ersten Ringsegment hin zum zweiten Ringsegment. Gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform ist der Neigungswinkel des vorgesehenen Konus sehr klein,
das heißt, die konische Struktur unterscheidet sich nicht stark von einer zylindrischen
Form. Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist der Neigungswinkel α des Konus kleiner
oder gleich 5°. Dabei bezeichnet der Neigungswinkel α den Winkel, um den die Mantelfläche
verglichen mit der Mantelfläche eines Zylinders geneigt ist (vergleiche auch Figur
1).
[0020] Gemäß der Erfindung ragt das Verbindungsstück über die Stoßkante des ersten Ringsegmentes
hinaus, so dass die Stoßkanten der Ringsegmente voneinander beabstandet sind, solange
der elastisch deformierbare Werkstoff beim Verbinden der Ringsegmente nicht deformiert
wird. Dies stellt sicher, dass die Stoßkanten der Ringsegmente nicht durch einen unerwünschten
Kontakt miteinander beschädigt werden. Das Verbindungsstück dient in dieser Hinsicht
als Abstandshalter zwischen den Ringsegmenten bzw. deren Stoßkanten. Erst bei einer
Verformung des elastisch deformierbaren Werkstoffes beim Verbinden der Ringsegmente
über das Verbindungsstück nähern sich die Stoßkanten der Ringsegmente einander an,
das heißt erst dann, wenn eine zusätzliche Krafteinwirkung auf den elastisch deformierbaren
Werkstoff erfolgt. Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform gilt für den Abstand d
zwischen den Ringsegmenten, solange der elastisch deformierbare Werkstoff beim Verbinden
der Ringsegmente nicht deformiert wird, die Relation 0,4 mm ≤ d ≤ 0,5 mm. Dieser Abstand
wird als ausreichend erachtet, um einerseits eine gute Vorpositionierung der Ringsegmente
zueinander zu gewährleisten als auch andererseits einen hinreichenden Abstand zwischen
den Ringsegmenten bei der Vorpositionienmg sicherzustellen, so dass die Stoßkanten
der Ringsegmente nicht beschädigt werden bei der Montage. Der Abstand d ist bevorzugt
spaltförmig, wobei der Spalt entlang der Stoßkante bevorzugt eine konstante Breite
aufweist
[0021] Gemäß der Erfindung weist das geteilte Messer ein Befestigungsmittel auf, das in
das Verbindungsstück eingreift und das so ausgebildet ist, dass das Befestigungsmittel
beim Verbinden der Ringsegmente das Verbindungsstück des ersten Ringsegmentes in die
zugehörige Öffnung des zweiten Ringsegmentes hinein schiebt oder hinein zieht, wobei
der elastisch deformierbare Werkstoff deformiert wird, sodass sich die Stoßkanten
der Ringsegmente aufeinander zu bewegen. Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform weist
das Verbindungsstück einen Hohlraum auf, um darin das Befestigungsmittel aufzunehmen.
Bevorzugt ist dieser Hohlraum in seinen Abmessungen an das Befestigungsmittel angepasst.
Bei dem Hineinschieben bzw. Hineinziehen des Verbindungsstückes in die zugehörige
Öffnung handelt es sich um zwei alternative Formen, wie die Verbindung unter Deformierung
des elastisch deformierbaren Werkstoffes zustande kommt. Insbesondere ist die Art
der Verbindung durch Schieben bzw. Ziehen davon abhängig, welches Befestigungsmittel
verwendet wird, und wo dieses Befestigungsmittel fixiert wird bzw. von wo aus (insbesondere
von welchem Ringsegment aus) es zur Befestigung angreift. In beiden Fällen kommt es
jedoch zu einer Relativbewegung zwischen erstem und zweitem Ringsegment bzw. Verbindungsstück
und Öffnung, wobei der elastisch deformierbare Bereich, der sich entweder auf dem
Verbindungsstück oder in dem die Öffnung bildenden Bereich des zweiten Ringsegmente
befindet. Durch das kontrollierte Befestigen mittels des Befestigungsmittels nähern
sich die Stoßkanten von erstem und zweitem Ringsegment kontrolliert einander an, so
dass eine Beschädigung der Stoßkanten bzw. des Messers insgesamt verhindert wird.
[0022] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist das Befestigungsmittel einstückig ausgebildet,
es kann aber auch mehrstückig ausgebildet sein. Gemäß einer besonders bevorzugten
Ausführungsform weist das Befestigungsmittel eine Schraube auf.
[0023] Erfindungsgemäß entspannt sich beim Lösen der Ringsegmente voneinander der elastisch
deformierbare bzw. deformierte Werkstoff, und die Ringsegmente werden durch die freiwerdende
Deformationsenergie auseinander gedrängt. Dieses Auseinanderdrängen setzt beim Lösen
der Ringsegmente voneinander instantan ein und unterstützt von Anfang an das Lösen
der Ringsegmente voneinander. Dadurch wird vermieden, dass sich beim Lösen der Ringsegmente
ein ungewollter Kontakt zwischen den Ringsegmenten ergibt, der zu Beschädigungen der
Ringsegmente führen könnte.
[0024] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist das Verbindungsstück in das erste Ringsegment
eingepresst oder eingeklebt. Andere Verbindungsarten zwischen Verbindungsstück und
erstem Ringsegment sind möglich.
[0025] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform weist das geteilte Messer ein Sicherungsmittel
auf zum Sichern des Befestigungsmittels gegen ein Herausfallen bei Demontage oder
Montage des geteilten Messers auf der Untermesserwelle. Dies verhindert ungewollte
Standzeiten und durch Herausfallen des Befestigungsmittels verursachte weitere Beschädigungen
von anderen Bauteilen einer Maschine, zum Beispiel einer Längsschneidemaschine.
[0026] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform weist ein Ringsegment eine Öffnung in einem
äußeren Umfangsbereich auf, um das Befestigungsmittel aufzunehmen. Gemäß einer bevorzugten
Ausführungsform wird durch eine solche Öffnung eine Schraube als Befestigungsmittel
in das Ringsegment eingefügt und festgeschraubt. Die Öffnung selbst kann jede beliebige
Form haben, sie kann insbesondere einen kreisförmigen Ausschnitt oder einen elliptischen
Ausschnitt aufweisen.
[0027] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung werden zwei Ringsegmente mit
mehreren, bevorzugt zwei, Verbindungsstücken und den dazugehörigen Öffnungen miteinander
verbunden.
[0028] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung bezieht sich diese auf eine Untermesserwelle
für eine Längsschneidemaschine mit wenigstens einem darauf angebrachten geteilten
Messer. Bei dem Untermesser kann es sich um verschiedene Messertypen wie zum Beispiel
Schneidringe oder Nutmesser handeln. Das geteilte Messer kann dabei sämtliche Eigenschaften
aufweisen, wie dies gemäß dem ersten Aspekt der Erfindung betreffend ein geteiltes
Messer beschrieben worden ist.
[0029] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung bezieht sich diese auf eine Längsschneidemaschine
mit einer Untermesserwelle und mindestens einem darauf angebrachten geteilten Messer.
Dabei kann das geteilte Messer wiederum sämtliche Merkmale des geteilten Messers aufweisen,
wie dies gemäß dem ersten Aspekt der Erfindung betreffend ein geteiltes Messer oben
beschrieben worden ist.
[0030] In allen Fällen gilt, dass die verschiedenen bevorzugten Ausführungsformen, die oben
beschrieben worden sind, miteinander kombiniert werden können.
[0031] Die Erfindung wird noch besser verstanden werden können unter Bezugnahme auf die
beiliegenden Zeichnungen:
- Fig. 1
- zeigt eine Prinzipskizze zur Erläuterung der Funktionsweise der Erfindung;
- Fig. 2
- zeigt eine Schnittansicht durch ein geteiltes Messer;
- Fig. 3
- zeigt eine Detailansicht der Schnittansicht gemäß Fig. 2;
- Fig. 4
- zeigt eine perspektivische Darstellung einer Untermesserwelle mit mehreren darauf
montierten geteilten Messern.
- Fig. 5
- zeigt eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung, wobei das Verbin- dungsstück
konusförmig und teilweise hohl ausgebildet ist;
- Fig. 6
- zeigt eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung, wobei das Verbin- dungsstück
im Verbindungsbereich kugelsegmentförmig und teilweise hohl ausgestaltet ist;
- Fig. 7
- zeigt eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung, wobei ein die Öffnung bildender
Bereich konusförmig und elastisch deformierbar ausgebildet ist; und
- Fig. 8
- zeigt eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung, wobei ein die Öffnung bildender
Bereich wenigstens teilweise eine kugelförmige Oberfläche aufweist und elastisch deformierbar
ist.
[0032] Fig. 1 zeigt eine Prinzipskizze zur Erläuterung der Funktionsweise der Erfindung.
Dargestellt ist ein Ausschnitt eines ersten Ringsegmentes 2 sowie ein Ausschnitt eines
zweiten Ringsegmentes 3. Die beiden Ringsegmente weisen jeweils eine Stoßkante 4 bzw.
5 auf. Die Stoßkanten 4 und 5 sind voneinander mit dem Abstand d beabstandet. Die
Verbindung zwischen dem ersten Ringsegment und dem zweiten Ringsegment erfolgt über
ein konusförmiges Verbindungsstück 1, das in eine konusförmige Öffnung (dargestellt
ist die Seitenwand der konusförmigen Öffnung 6) erfolgt. Gemäß der dargestellten Ausführungsform
ist das Verbindungsstück 1 mit dem ersten Ringsegment 2 fest verbunden. Das konusförmige
Verbindungsstück weist einen Neigungswinkel α gegen eine Achse C auf, wobei die Achse
C parallel zur Symmetrieachse A von Verbindungsstück und konusförmiger Öffnung ist.
Dargestellt ist ein Zustand, in dem das konusförmige Verbindungsstück in die konusförmige
Öffnung eingefügt ist, ohne dass bereits eine Deformierung des elastisch deformierbaren
Materials stattgefunden hätte. Dabei ist es möglich, dass es entweder das konusförmige
Verbindungsstück wenigstens teilweise aus einem elastisch deformierbaren Werkstoff
besteht, und/oder dass der die konusförmige Öffnung bildende Bereich des zweiten Ringsegmentes
wenigstens teilweise aus einem elastisch deformierbaren Werkstoff besteht. Auf jeden
Fall ist der elastisch deformierbare Werkstoff im Verbindungsbereich zwischen dem
konusförmigen Verbindungsstück und und der zugehörigen konusförmigen Öffnung wenigstens
teilweise vorhanden.
[0033] Im ersten Fall (konusförmiges Verbindungsstück besteht teilweise aus elastisch deformierbarem
Material) wird das konusförmige Verbindungsstück bei einem weiteren Einfügen des konusförmigen
Verbindungsstückes in die konusförmige Öffnung entlang der Bewegungsrichtung B deformiert
bzw. zusammengequetscht. Dazu ist es notwendig, dass eine zusätzliche Kraft aufgewendet
wird. Das Aufbringen dieser zusätzlichen Kraft zur Deformation erfolgt kontrolliert,
zum Beispiel durch das Befestigen eines Befestigungsmittels (nicht gezeigt) in dem
konusförmigen Verbindungsstück und der Öffnung, so dass sich langsam und kontrolliert
die Stoßflächen 4 und 5 des ersten und zweiten Ringsegmentes 2 und 3 aufeinander zu
bewegen, solange, bis der Abstand d zwischen ihnen 0 beträgt. So kann erfolgreich
verhindert werden, dass die Stoßkanten beim Zusammenfügen beschädigt werden. Außerdem
garantiert die Verwendung des Konus ein exaktes Fluchten. Wird das konusförmige Verbindungsstück
1 aus der konusförmigen Öffnung wieder herausbewegt, so wird das konusförmige Verbindungsstück
aus der konusförmigen Öffnung förmlich herausgedrängt, das Auseinanderbewegen der
ersten und zweiten Ringsegmente 2 und 3 wird aktiv unterstützt, so dass auch im Falle
der Demontage der Ringsegmente eine Beschädigung der Stoßflächen 4 und 5 durch ungewollten
Kontakt oder Verkippen vermieden werden kann.
[0034] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist der Bereich, der die konusförmige
Öffnung bildet, wenigstens teilweise mit einem elastisch deformierbaren Werkstoff
versehen. In diesem Fall wird durch das Einführen des konusförmigen Verbindungsstückes
1 in die konusförmige Öffnung der elastisch deformierbare Bereich des die Öffnung
bildenden Bereiches deformiert (in Hinblick auf Figur 1 nach außen gedrängt). Der
Effekt ist prinzipiell derselbe wie oben beschrieben, wenn das konusförmige Verbindungsstück
den elastisch deformierbaren Werkstoff aufweist. Auch in diesem Fall kann die sichere
Montage bzw. Demontage der Ringsegmente gewährleistet werden, und durch die Verwendung
des Konus werden exakte Fluchtverhältnisse geschaffen.
[0035] Figur 2 zeigt eine Schnittansicht durch ein geteiltes Messer sowie eine Detaildarstellung
daraus. Dargestellt sind das erste Ringsegment 2 und das zweite Ringsegment 3, wobei
es sich im vorliegenden Fall bei dem ersten Ringsegment um eine obere Messerhälfte
und bei dem zweiten Ringsegment um eine untere Messerhälfte handelt. Das erste Ringsegment
weist eine Öffnung 12 für ein Befestigungsmittel 8 auf, die in ein konusförmiges Verbindungsstück
1 bzw. in die konusförmige Öffnung des zweiten Ringsegmentes 3 eingefügt ist. Das
konusförmige Verbindungsstück 1 ist im vorliegenden Beispielfall nur teilweise konusförmig,
insbesondere ist es konusförmig im Verbindungsbereich zwischen dem ersten Ringsegment
und dem zweiten Ringsegment 2 bzw. 3. Angrenzend an den konischen Bereich des konischen
Verbindungsstückes 1 befindet sich ein zylindrischer Bereich 1b. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel
ist das konusförmige Verbindungsstück 1 in das erste Ringsegment 2 eingepresst, es
wäre aber auch möglich, statt des Einpressens ein Einkleben des Verbindungsstückes
vorzusehen. Der obere Bereich 1a des konusförmigen Verbindungsstückes 1 weist eine
Öffnung auf, in die ein Befestigungsmittel 8, hier in Form einer Schraube, eingefügt
ist. Die Schraube 8 ist mit Hilfe eines Sicherungsmittels 9 gegen ein ungewolltes
Herausfallen gesichert. Der Kontaktbereich zwischen erstem Ringsegment 2 und zweitem
Ringsegment 3 kann gemäß der Erfindung äußerst genau justiert werden, in dem dargestellten
Ausführungsbeispiel wird eine Genauigkeit von 0 bis 0,001 mm erzielt (angedeutet durch
die Pfeile beim Bezugszeichen 10). Im dargestellten Ausführungsbeispiel werden die
zwei Ringsegmente 2 und 3 durch zwei Verbindungsstücke miteinander verbunden, die
in Figur 2 jeweils im linken bzw. rechten Bereich des Ringes im Detail dargestellt
bzw. nur angedeutet sind. Ist das Befestigungsmittel 8 bereits befestigt, so ergibt
sich im Kontaktbereich 11 eine Schneide ohne Übergang. Vor Anbringung bzw. Festziehen
des Befestigungsmittels ergibt sich demgegenüber ein kleiner Luftspalt 7, der zwischen
0,4 mm und 0,5 mm breit ist.
[0036] Figur 3 zeigt eine Detailansicht der Schnittansicht gemäß Figur 2. In der vergrößerten
Darstellung ist der konusfönnige Bereich des konusförmigen Verbindungsstückes 1 besser
zu erkennen. Der Neigungswinkel α des Konus beträgt bis zu 5°. Wegen der weiteren
Einzelheiten wird auf die Ausführungen betreffend Figur 2 verwiesen.
[0037] Figur 4 zeigt eine perspektivische Darstellung einer Untermesserwelle 13 mit mehreren
darauf montierten Messern 20, 21 und 22. Im gezeigten Beispiel sind die Messer 20,
21 und 22 baugleich, sie könnten sich aber auch voneinander in der Bauweise und Art
unterscheiden. Dargestellt sind das erste Ringsegment 2 und das zweite Ringsegment
3, die in geschlossener Form die Untermesserwelle ringförmig umschließen, Zu erkennen
ist des Weiteren die Öffnung 12 im ersten Ringsegment 2, die er erlaubt, das Befestigungsmittel
zum Befestigen des ersten und zweiten Ringsegmentes 2 und 3 miteinander einzuführen.
[0038] Fig. 5 zeigt eine weitere bevorzugte Ausführungsform der Erfindung. In dem gezeigten
Ausführungsbeispiel ist das gezeigte Verbindungsstück 1 rotationssymmetrisch um die
Achse A herum und konusförmig ausgebildet. Es weist einen Zentralbereich und einen
Bereich auf, der sich auf der der Öffnung zugewandten Seite befindet. Letzterer ist
auf Seiten der Öffnung hohl ausgebildet. Der gebildete Hohlraum 1 d weist dabei eine
Konusform auf. Der der Öffnung zugewandte Bereich des Verbindungsstückes 1 weist dadurch
einen äußeren Bereich 1 c auf, der stegförmig umlaufend ausgebildet ist. Innere bzw.
äußere Wandflächen dieses Bereiches 1c weisen insgesamt ebenfalls Konusform auf. Das
so gestaltete Verbindungsstück 1 wird nun in die konusförmige Öffnung 6 eingeführt.
Dabei kann der äußere Bereich 1 c elastisch nach innen, das heißt in Richtung auf
die Achse A deformiert werden. Das Vorsehen des Hohlraumes 1d im Verbindungsstück
1 trägt dabei maßgeblich zu den federnden Eigenschaften des Verbindungsstückes bei.
Ansonsten wird auf die Ausführungen hinsichtlich der in Fig. 1 gezeigten Prinzipskizze
verwiesen.
[0039] Fig. 6 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung. Das rotationssymmetrische
Verbindungsstück 1 setzt sich aus einem zylinderförmigen oberen Bereich und einem
kugelsegmentförmigen unteren Bereich zusammen. Wiederum ist ein Hohlraum 1d im Verbindungsstück
an der der Öffnung zugewandten Seite vorgesehen. Dies hat zur Folge, dass der untere
äußere Bereich 1c des Verbindungsstückes stegförmig umlaufend ausgebildet ist. Die
äußere Fläche des äußeren Bereiches 1c des Verbindungsstückes 1 ist dabei in Form
einer Kugelfläche ausgebildet. Der die Öffnung bildende Bereich 6 korrespondiert mit
der Kugelflächenform des äußeren Bereichs 1c des Verbindungsstückes 1. Wird das Verbindungsstück
1 in den die Öffnung bildenden Bereich 6 eingeführt, so kann der äußere Bereich 1
c des Verbindungsstückes nach innen, das heißt in Richtung der Achse A des Verbindungsstückes
deformiert werden. Hinsichtlich der übrigen in Fig. 6 gezeigten Merkmale wird auf
die Beschreibung der Prinzipskizze in Fig. 1 verwiesen.
[0040] Fig. 7 zeigt eine weitere bevorzugte Ausführungsform der Erfindung. Im vorliegenden
Beispiel ist das rotationssymmetrische Verbindungsstück 1 konusförmig und einstückig
mit dem ersten Ringsegment ausgebildet. Das Verbindungsstück ist nicht elastisch deformierbar.
Der die Öffnung bildende Bereich 6 ist in Form eines Extrateiles 6b in das zweite
Ringsegment 3 eingepasst. Dabei weist der die Öffnung bildende Bereich 6 einen frei
aufragenden Bereich 6a auf. Dieser ist rotationssymmetrisch um die Achse A umlaufend
ausgebildet. Seine innere Oberfläche hat die Form eines Konus. Die äußere Oberfläche
ist parallel zur Achse A ausgebildet, sie könnte aber auch anders orientiert sein.
Zwischen dem frei aufragenden Bereich 6a und dem zweiten Ringsegment 3 ist umlaufend
ein Hohlraum 6c vorgesehen. Wird nun das. nicht deformierbare Verbindungsstück 1 in
den die Öffnung bildenden Bereich 6 eingeschoben, so kann der frei aufragende Bereich
6a nach außen, das heißt weg von der Achse A deformiert werden. Diese Deformation
wird insbesondere durch das Vorsehen des Hohlraumes 6c um den frei aufragenden Bereich
6a ermöglicht. Hinsichtlich der weiteren in Fig. 7 dargestellten Einzelheiten wird
auf das hinsichtlich Fig. 1 Ausgesagte verwiesen.
[0041] Fig. 8 zeigt eine weitere Ausführungsform der Erfindung. Sie umfasst ein Verbindungsstück
1, das sich aus einem kugelsegmentförmigen Abschnitt und einem sich daran anschließenden
zylinderförmigen Abschnitt zusammensetzt. Im vorliegenden Beispiel ist das Verbindungsstück
1 nicht deformierbar. Auf Seiten des zweiten Ringsegmentes 3 ist der die Öffnung bildende
Bereich 6 durch ein Extrastück 6b gebildet. Dabei weist dieser Bereich einen frei
aufragenden Bereich 6a auf, der rotationssymmetrisch um die Achse A umlaufend stegförmig
ausgebildet ist. Dabei ist ein Teil der inneren Oberfläche des aufragenden Bereiches
6a an die Kugeloberfläche des Verbindungsstückes 1 angepasst, das heißt auch in Form
einer Kugelfläche ausgebildet. Zwischen dem frei aufragenden Bereich 6a und dem zweiten
Ringsegment 3 ist wiederum - wie auch in Fig. 7 - ein Hohlraum 6c vorgesehen. Wird
nun das Verbindungsstück 1 in die zugehörige Öffnung 6 eingefügt, so kommt das Verbindungsstück
1 mit seiner kugelförmigen Oberfläche mit dem frei aufragenden Bereich 6a in Kontakt
und drückt diesen nach außen, das heißt weg von der Symmetrieachse A. Wird umgekehrt
das Verbindungsstück 1 aus der Öffnung entfernt, so federt der frei aufragende Bereich
6a in seine Ausgangsposition zurück und schiebt somit gezielt das Verbindungsstück
1 aus der Öffnung heraus. Hinsichtlich der weiteren Einzelheiten wird auf die Ausführungen
betreffend die Darstellung in Fig. 1 verwiesen.
[0042] Mit dem geteilten Messer für eine Untermesserwelle in einer Längsschneidemaschine
gemäß der Erfindung wird es ermöglicht, das erste Ringsegment und das zweite Ringsegment
exakt zueinander fluchtend auszurichten, wozu die Verwendung des konusförmigen und/oder
kugelsegmentförmigen Verbindungsstückes bzw. der zugehörigen Öffnung maßgeblich mit
beiträgt. Des Weiteren ermöglicht das erfindungsgemäße geteilte Messer durch die Verwendung
des elastisch deformierbaren Werkstoffes und dem dadurch ermöglichten Reibschluss,
dass bei Montage bzw. Demontage der mindestens zwei Ringsegmente keinerlei Beschädigungen
an den Ringsegmenten bzw. deren Stoßflächen und Schneidflächen auftreten.
Bezugszeichenliste
[0043]
- 1
- Verbindungsstück
- 1a
- eingepresster bzw. eingeklebter Bereich des Verbindungsstückes
- 1b
- zylindrischer Bereich
- 1c
- äußerer Bereich des Verbindungsstückes
- 1d
- Hohlraum im Verbindungsstück
- 2
- erstes Ringsegment
- 3
- zweites Ringsegment
- 4
- Stoßkante des ersten Ringsegmentes
- 5
- Stoßkante des zweiten Ringsegmentes
- 6
- Wandfläche der Öffnung
- 6a
- frei aufragender Bereich
- 6b
- Extrastück
- 6c
- Hohlraum, Aussparung
- 7
- Luftspalt
- 8
- Befestigungsmittel, Schraube
- 9
- Sicherungsmittel
- 10
- Kontaktbereich: Genauigkeit 0 bis 0,001 mm
- 11
- Kontaktbereich: Schneide ohne Übergang
- 12
- Öffnung für Befestigungsmittel
- 13
- Untermesserwelle
- 20, 21, 22
- Messer
- A
- Symmetrieachse von Verbindungsstück und Öffnung
- B
- relative Bewegungsrichtung von konusförmigem Verbindungsstück zu konus- förmiger Öffnung
- C
- Hilfslinie parallel zu Symmetrieachse A
- α
- Neigungswinkel
1. Geteiltes Messer (20) für eine Untermesserwelle (13) in einer Längsschneidemaschine,
umfassend
a) mindestens zwei Ringsegmente (2, 3), die so dimensioniert sind, dass sie zusammen
die Untermesserwelle (13) umschließen können,
b) wobei das erste Ringsegment (2) ein Verbindungsstück (1) aufweist, und
c) wobei das zweite Ringsegment (3) eine Öffnung zum Aufnehmen des Verbindungsstückes
(1) aufweist,
d) wobei im Verbindungsbereich zwischen dem Verbindungsstück (1) und der Öffnung
d1) das Verbindungsstück (1) des ersten Ringsegmentes (2); und/oder
d2) der die Öffnung bildende Bereich (6) des zweiten Ringsegmentes (3) wenigstens
teilweise aus einem elastisch deformierbaren Werkstoff besteht,
e) so dass die Ringsegmente (2, 3) an ihren bei Anordnung auf der Untermessenivelle
(13) aneinander angrenzenden Stoßkanten (5, 6) mittels des Verbindungsstückes (1)
reibschlüssig miteinander verbindbar sind,
f) wobei das Verbindungsstück (1) über die Stoßkante (5) des ersten Ringsegmentes
(2) hinausragt, so dass die Stoßkanten (5, 6) der Ringsegmente (2, 3) voneinander
beabstandet sind, solange der elastisch deformierbare Werkstoff beim Verbinden der
Ringsegmente (2, 3) nicht deformiert wird,
g) ein Befestigungsmittel (8), das in das Verbindungsstück (1) eingreift, und das
so ausgebildet ist, dass das Befestigungsmittel (8) beim Verbinden der zwei Ringsegmente
(2, 3) das Verbindungsstück (1) des ersten Ringsegmentes (2) in die zugehörige Öffnung
(6) des zweiten Ringsegmentes (6) hinein schiebt oder zieht, wobei der elastisch deformierbare
Werkstoff deformiert wird, so dass sich die Stoßkanten (5, 6) der Ringsegmente (2,
3) aufeinander zu bewegen,
h) wobei sich beim Lösen der Ringsegmente (2, 3) voneinander der elastisch deformierbare
Werkstoff entspannt und die Ringsegmente (2, 3) auseinander drängt.
2. Geteiltes Messer (20) nach Anspruch 1, wobei das Verbindungsstück (1) und der zugehörige
die Öffnung bildende Bereich (6) wenigstens teilweise konusförmig und/oder wenigstens
teilsweise in Form eines Kugelsegmentes ausgebildet sind.
3. Geteiltes Messer (20) nach Anspruch 2, wobei sich der Konus des konusförmigen Verbindungsstückes
(1) bzw. der konusförmigen Öffnung (6) in Richtung vom ersten Ringsegment (2) hin
zum zweiten Ringsegment (3) verjüngt und/oder wobei sich der Durchmesser des kugelsegmentförmigen
Verbindungsstückes bzw. der Durchmesser der kugelsegmentförmigen Öffnung sich in Richtung
vom ersten Ringsegment (2) hin zum zweiten Ringsegment (3) verringert.
4. Geteiltes Messer (20) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei das Verbindungsstück
(1) an der der Öffnung zugewandten Seite wenigstens teilweise hohl ausgebildet ist,
so dass der äußere Bereich des Verbindungsstückes (1) beim Bilden der reibschlüssigen
Verbindung wenigstens teilweise nach innen elastisch deformierbar ist.
5. Geteiltes Messer (20) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei der die Öffnung bildende
Bereich (6) einen frei in Richtung zum Verbindungsstück (1) aufragenden Bereich (6a)
beinhaltet, so dass der die Öffnung bildende Bereich (6) beim Bilden der reibschlüssigen
Verbindung nach außen deformierbar ist.
6. Geteiltes Messer (20) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei für den Abstand
d zwischen den Ringsegmenten (2, 3) gilt 0,4 mm ≤ d ≤ 0,5 mm, solange der elastisch
deformierbare Werkstoff beim Verbinden der Ringsegmente (2, 3) nicht deformiert wird.
7. Geteiltes Messer (20) direkt oder indirekt rückbezogen auf Anspruch 2 erste Alternative,
wobei der Neigungswinkel a des Konus kleiner oder gleich 5° ist.
8. Geteiltes Messer (20) direkt oder indirekt rückbezogen auf Anspruch 2 erste Alternative,
wobei das konusförmige Verbindungsstück (1) in das erste Ringsegment (2) eingepresst
oder eingeklebt ist.
9. Geteiltes Messer (20) nach einem der vorangehenden Ansprüche mit einem Sicherungsmittel
(9) zum Sichern des Befestigungsmittels (8) gegen ein Herausfallen bei Montage oder
Demontage des geteilten Messers (20) auf der Untermesserwelle (13).
10. Geteiltes Messer (20) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei das Befestigungsmittel
(8) eine Schraube beinhaltet.
11. Geteiltes Messer (20) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei ein Ringsegment
(2, 3) eine Öffnung (12) in einem äußeren Umfangsbereich des Ringsegmentes (2, 3)
aufweist, um das Befestigungsmittel (8) aufzunehmen.
12. Untermesserwelle (13) für eine Längsschneidemaschine mit wenigstens einem darauf angebrachten
geteilten Messer (20) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 11.
13. Längsschneidemaschine mit einer Untermesserwelle (13) und mindestens einem darauf
angebrachten geteilten Messer (20) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 11.
1. A split knife (20) for a lower knife shaft (13) in a longitudinal cutting machine,
comprising:
a) at least two annular segments (2, 3) which are dimensioned such that together they
can enclose the lower knife shaft (13),
b) wherein the first annular segment (2) comprises a connecting piece (1), and
c) wherein the second annular segment (3) comprises an opening for receiving the connecting
piece (1),
d) wherein in the connecting region between the connecting piece (1) and the opening,
d1) the connecting piece (1) of the first annular segment (2) and/or
d2) the region (6) of the second annular segment (3) which forms the opening consists
at least partially of an elastically deformable material,
e) such that the annular segments (2, 3) can be connected to each other in a frictional
fit by means of the connecting piece (1) at their abutting edges (5, 6) which are
adjacent to each other when they are arranged on the lower knife shaft (13),
f) wherein the connecting piece (1) protrudes beyond the abutting edge (5) of the
first annular segment (2), such that the abutting edges (5, 6) of the annular segments
(2, 3) are spaced from each other as long as the elastically deformable material is
not deformed when the annular segments (2, 3) are connected;
g) a fastening means (8) which engages with the connecting piece (1) and is designed
such that it pushes or pulls the connecting piece (1) of the first annular segment
(2) into the corresponding opening (6) of the second annular segment (3) when the
two annular segments (2, 3) are connected, wherein the elastically deformable material
is deformed such that the abutting edges (5, 6) of the annular segments (2, 3) are
moved towards each other,
h) wherein when the annular segments (2, 3) are detached from each other, the elastically
deformable material is relaxed and forces the annular segments (2, 3) apart.
2. The split knife (20) according to claim 1, wherein the connecting piece (1) and the
corresponding region (6) which forms the opening are at least partially designed to
be conical and/or are at least partially designed in the form of a spherical segment.
3. The split knife (20) according to claim 2, wherein the cone of the conical connecting
piece (1) and/or the conical opening (6) is tapered from the first annular segment
(2) towards the second annular segment (3) and/or wherein the diameter of the spherical
segment-shaped connecting piece and/or the diameter of the spherical segment-shaped
opening decreases from the first annular segment (2) towards the second annular segment
(3).
4. The split knife (20) according to any one of claims 1 to 3, wherein the connecting
piece (1) is designed to be at least partially hollow on the side facing the opening,
such that the outer region of the connecting piece (1) can be at least partially elastically
deformed inwards when the frictional-fit connection is formed.
5. The split knife (20) according to any one of claims 1 to 3, wherein the region (6)
which forms the opening includes a region (6a) which freely projects towards the connecting
piece (1), such that the region (6) which forms the opening can be deformed outwards
when the frictional-fit connection is formed.
6. The split knife (20) according to any one of the preceding claims, wherein the distance
d between the annular segments (2, 3) satisfies 0.4 mm ≤ d ≤ 0.5 mm as long as the
elastically deformable material is not deformed when the annular segments (2, 3) are
connected.
7. The split knife (20), directly or indirectly referring back to the first alternative
in claim 2, wherein the inclination angle α of the cone is smaller than or equal to
5°.
8. The split knife (20), directly or indirectly referring back to the first alternative
in claim 2, wherein the conical connecting piece (1) is pressed or glued into the
first annular segment (2).
9. The split knife (20) according to any one of the preceding claims, comprising a securing
means (9) for securing the fastening means (8) against falling out when the split
knife (20) is being assembled or disassembled on the lower knife shaft (13).
10. The split knife (20) according to any one of the preceding claims, wherein the fastening
means (8) includes a screw.
11. The split knife (20) according to any one of the preceding claims, wherein an annular
segment (2; 3) comprises an opening (12) in an outer circumferential region of the
annular segment (2; 3) in order to receive the fastening means (8).
12. A lower knife shaft (13) for a longitudinal cutting machine, comprising at least one
split knife (20) in accordance with any one of claims 1 to 11 arranged on it.
13. A longitudinal cutting machine comprising a lower knife shaft (13) and at least one
split knife (20) in accordance with any one of claims 1 to 11 arranged on it.
1. Couteau divisé (20) pour un arbre de couteau inférieur (13) dans une machine de coupe
longitudinale, comportant
a) au moins deux segments annulaires (2, 3) dimensionnés de telle sorte qu'il peuvent
entourer ensemble l'arbre de couteau inférieur (13),
b) dans lequel le premier segment annulaire (2) comporte une pièce de liaison (1),
et
c) dans lequel le second segment annulaire (3) comporte une ouverture pour recevoir
la pièce de liaison (1),
d) dans lequel, dans la zone de liaison entre la pièce de liaison (1) et l'ouverture,
d1) la pièce de liaison (1) du premier segment annulaire (2), et/ou
d2) la zone (6) formant l'ouverture du second segment annulaire (3)
est au moins en partie constituée d'un matériau élastiquement déformable,
e) de telle sorte que les segments annulaires (2, 3) peuvent être assemblés l'un avec
l'autre par friction au moyen de la pièce de liaison (1), au niveau de leurs rebords
(5, 6) adjacents l'un à l'autre lors de l'agencement sur l'arbre de couteau inférieur
(13),
f) dans lequel la pièce de liaison (1) fait saillie au-dessus du rebord (5) du premier
segment annulaire (2), de telle sorte que les rebords (5, 6) des segments annulaires
(2, 3) sont espacés l'un de l'autre tant que le matériau élastiquement déformable
n'est pas déformé lors de l'assemblage des segments annulaires (2, 3),
g) des moyens de fixation (8) en prise dans la pièce de liaison (1) et conçus de telle
sorte que les moyens de fixation (8) poussent ou tirent vers l'intérieur la pièce
de liaison (1) du premier segment annulaire (2) dans l'ouverture correspondante (6)
du second segment annulaire (6) lors de l'assemblage des deux segments annulaires
(2, 3), le matériau élastiquement déformable étant déformé de telle sorte que les
rebords (5, 6) des segments annulaires (2, 3) se déplacent l'un sur l'autre,
h) dans lequel le matériau élastiquement déformable se détend lorsque les segments
annulaires (2, 3) sont libérés l'un de l'autre et pousse les segments annulaires (2,
3) l'un en dehors de l'autre.
2. Couteau divisé (20) selon la revendication 1, dans lequel la pièce de liaison (1)
et la zone (6) associée formant l'ouverture ont une forme au moins partiellement conique
et/ou ont au moins partiellement la forme d'un élément sphérique.
3. Couteau divisé (20) selon la revendication 2, dans lequel le cône de la pièce de liaison
conique (1) ou de l'ouverture conique (6) se rétrécit dans une direction du premier
segment annulaire (2) au second segment annulaire (3) et/ou dans lequel le diamètre
de la pièce de liaison en forme de segment sphérique ou le diamètre de l'ouverture
en forme de segment sphérique diminue dans une direction du premier segment annulaire
(2) au second segment annulaire (3).
4. Couteau divisé (20) selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, dans lequel la
pièce de liaison (1) est formée au moins partiellement creuse sur le côté dirigé vers
l'ouverture, de telle sorte que la zone extérieure de la pièce de liaison (1) peut
être élastiquement déformée au moins en partie vers l'intérieur lors de la formation
de l'assemblage par friction.
5. Couteau divisé (20) selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, dans lequel la
zone (6) formant l'ouverture contient une zone (6a) faisant librement saillie dans
une direction de la pièce de liaison (1), de telle sorte que la zone (6) formant l'ouverture
peut être déformée vers l'extérieur lors de la formation de l'assemblage par friction.
6. Couteau divisé (20) selon l'une quelconque des revendications précédentes, dans lequel
pour la distance d entre les segments annulaires (2, 3), 0,4 mm ≤ d ≤ 0,5 mm est applicable
tant que le matériau élastiquement déformable n'est pas déformé lors de l'assemblage
des segments annulaires (2, 3).
7. Couteau divisé (20) dépendant directement ou indirectement de la revendication 2,
première alternative, dans lequel l'angle d'inclinaison α du cône est inférieur ou
égal à 5 °.
8. Couteau divisé (2) dépendant directement ou indirectement de la revendication 2, première
variante, dans lequel la pièce de liaison conique (1) est pressée ou collée dans le
premier segment annulaire (2).
9. Couteau divisé (20) selon l'une quelconque des revendications précédentes, comportant
des moyens de protection (9) pour empêcher une chute des moyens de fixation (8) lors
du montage ou du démontage du couteau divisé (20) sur l'arbre de couteau inférieur
(13).
10. Couteau divisé (20) selon l'une quelconque des revendications précédentes, dans lequel
les moyens de fixation (8) contiennent une vis.
11. Couteau divisé (20) selon l'une quelconque des revendications précédentes, dans lequel
un segment annulaire (2, 3) comporte une ouverture (12) dans une zone circonférentielle
extérieure du segment annulaire (2, 3) afin de recevoir les moyens de fixation (8).
12. Arbre de couteau inférieur (13) pour une machine de coupe longitudinale ayant au moins
un couteau divisé (20) fixé sur celui-ci selon l'une quelconque des revendications
1 à 11.
13. Machine de coupe longitudinale comportant un arbre de couteau inférieur (13) et au
moins un couteau divisé (20) fixé sur celui-ci selon l'une quelconque des revendications
1 à 11.