[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Überführen einer laufenden Materialbahn,
insbesondere einer Faserstoffbahn, auf einen neuen Wickelkern, wobei die Materialbahn
vorzugsweise über einen Umfangsbereich einer vorzugsweise verlagerbaren und mit einer
herzustellenden Wickelrolle einen Wickelspalt bildenden Tragtrommel geführt und anschließend
auf einen Wickelkern zu der herzustellenden Wickelrolle aufgewickelt wird, wobei der
neue Wickelkern vorzugsweise unmittelbar vor Erreichen eines vorbestimmten Wickelrollendurchmessers
in dem von der Materialbahn umschlungenen Umfangsbereich der Tragtrommel an dieselbige
bei Ausbildung eines neuen Wickelspalts gebracht wird und wobei die Materialbahn nach
Ausbildung des neuen Wickelspalts zwischen dem neuen Wickelkern und der Tragtrommel
mittels mindestens einer Trenneinrichtung durchtrennt und ein adhäsives Medium zwischen
die Lagen der Materialbahn mittels mindestens einer Auftragseinrichtung eingebracht
wird.
[0002] Weiterhin betrifft die Erfindung eine Wickelmaschine gemäß dem Oberbegriff des unabhängigen
Anspruchs 9, die insbesondere zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens geeignet
ist, und einen Wickelkern gemäß dem Oberbegriff des unabhängigen Anspruchs 15, der
insbesondere zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens geeignet ist.
[0003] Derartige Überführungsverfahren und Wickelmaschinen werden beispielsweise in der
Papier- oder Kartonherstellung eingesetzt, um die fertige und laufende Papier- oder
Kartonbahn ohne Unterbrechung des Herstellungsprozesses, das heißt ohne Abschalten
der Papier- oder Kartonmaschine, nacheinander auf mehrere Wickelkerne, die auch als
Leertamboure bezeichnet werden, zu Wickelrollen aufzuwickeln. Auch können sie dazu
dienen, eine bereits fertig gewickelte Wickelrolle umzuwickeln.
[0004] Dabei muss dafür gesorgt werden, dass der durch das Durchtrennen der Materialbahn
entstehende neue Anfang der Materialbahn prozesssicher, schnell und quasi-aufwandsneutral
dem neuen Wickelkern zugeführt wird, um auf diesem danach eine neue Wickelrolle zu
bilden. Ferner ist es von Wichtigkeit, sowohl hinsichtlich der Sauberkeit und der
Runnability der Wickelmaschine, dass die letzten Lagen der auf die hergestellte Wickelrolle
aufgewickelten Materialbahn endverklebt werden. Durch die Endlagenverklebung wird
das Entstehen eines störenden Fetzenflugs beim Abbremsen der hergestellten Wickelrolle
vermieden, zumindest jedoch merklich reduziert. Und zudem wird die Anzahl der losen
Außenlagen, die einen Wert von bis zu 50 losen Außenlagen annehmen kann, auf der hergestellten
Wickelrolle deutlich reduziert.
[0005] Ein vorgenanntes Verfahren zum Überführen einer laufenden Materialbahn, insbesondere
einer Faserstoffbahn, auf einen neuen Wickelkern ist beispielsweise aus der deutschen
Veröffentlichung
DE 100 85 234 T1 bekannt. Bei diesem Verfahren wird das Klebemittel oder dergleichen auf die Oberfläche
des fertigzustellenden Wickels aufgebracht. Der Bereich und die Menge der Aufbringung
stellen zwar sicher, dass die letzten Lagen der auf die hergestellte Wickelrolle aufgewickelten
Materialbahnen in idealer Weise endverklebt werden, jedoch ist die benötige Menge
an Klebemittel sehr groß. Das offenbarte Verfahren bringt folglich den Nachteil eines
extremen Verbrauchs an Klebemittel und somit sehr hohe Betriebskosten mit sich.
[0006] Weiterhin ist in einer Ausführungsform vorgesehen, dass das Klebemittel unmittelbar
vor dem Wickelspalt zwischen der Tragtrommel und der herzustellenden Wickelrolle auf
die Oberfläche der herzustellenden Wickelrolle platziert wird. Hierzu ist ein das
Klebemittel aufbringendes Teil an einer Einzugsvorrichtung, insbesondere einem so
genannten Schwanenhals befestigt. Kommt es bei dieser Ausführungsform nun zu einem
unverhofften Materialbahnriss, so kann das Klebemittel auf die Oberfläche der Tragtrommel
gelangen, wodurch diese dann in nachteilhafter Weise verunreinigt wird. Die Beseitigung
dieser Verunreinigung wird im Regelfall einen üblicherweise lange Zeit andauernden
Produktionsausfall mit sich bringen.
[0007] Ferner ist aus der deutschen Offenlegungsschrift
DE 103 09 049 A1 ein Verfahren zum Überführen einer laufenden Materialbahn gemäß dem Oberbegriff des
Anspruchs 1 bekannt. Eine Wickelmaschine gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 9 bzw.
ein Wickelkern gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 15 sind dadurch auch bekannt. Bei
diesem Verfahren wird die Materialbahn durch eine einzige Trennlinie getrennt und
während des Trennens der Materialbahn wird ein Klebstoff auf die Materialbahn aufgebracht,
mittels dessen die Materialbahn mit einem neuen Wickelkern verbunden wird. Dabei wird
der Klebstoff in einem die Trennlinie wenigstens teilweise überstreichenden Bereich
auf die Materialbahn aufgetragen. Der aufgetragene Klebstoff kann hierbei eine Endlagenverklebung
der letzten Materialbahnlagen auf der hergestellten Wickelrolle bewirken, wobei diese
Endlagenverklebung aufgrund des erfolgten Durchgangs des Klebstoff durch den von dem
neuen Wickelkern und der Tragtrommel gebildeten neuen Wickelspalt wohl keine große
und somit ausreichend prozesssichere Verklebung bewirken wird. Folglich können sich
die letzten Materialbahnlagen zumindest beim Abbremsen der hergestellten Wickelrolle
wieder lösen und dabei unter Umständen einen störenden Fetzenflug bewirken.
[0008] Weiterhin ist aus der deutschen Offenlegungsschrift
DE 103 43 448 A1 ein Verfahren zum Vorbereiten eines Wickels einer laufenden Materialbahn an einem
Wickeltambour für die Weiterverarbeitung bekannt. Bei diesem Verfahren wird mindestens
ein klebender Bereich auf der äußeren Lage mittels mindestens einer Auftragseinrichtung
erzeugt. Die Auftragseinrichtung ist in der Nähe des Wickeltambours, also im freien
Zug der Materialbahn vor dem Wickeltambour angeordnet. Dieser Wirkort der Auftragseinrichtung
erfordert einerseits erhöhte Investitions- und Betriebskosten, andererseits sind die
Klebemöglichkeiten und -varianten infolge des doch beschränkt vorhandenen Raums sehr
begrenzt. Weiterhin ist bei diesem Verfahren die Ausbildung des freien Zugs in der
Materialbahn, also die Auflösung des zwischen dem Wickeltambour und der Tragtrommel
ausgebildeten Wickelspalts von Nachteil. Diese Auslösung des Wickelspalts erbringt
die Gefahr des Entstehens von Lufteinschlüssen zwischen den einzelnen
[0009] Lagen der Materialbahn und der Nichtaufrechterhaltung der "eingewickelten" Bahnspannung
während des Überführvorgangs. Somit ist der Einsatz einer teuren und einen elastischen
Überzug aufweisenden Luftabquetschwalze unumgänglich.
[0010] Und aus der deutschen Gebrauchsmusterschrift
DE 20 2004 009 144 U1 ist eine Wickelmaschine zum Überführen einer laufenden Materialbahn bekannt. Hierbei
ist vorgesehen, dass mindestens eine Klebeanordnung in Laufrichtung der Materialbahn
unmittelbar nach dem Ablaufpunkt der Materialbahn von einer Tragtrommel angeordnet
ist. Auch bei dieser offenbarten Wickelmaschine ergeben sich wiederum die soeben genannten
Nachteile, also erhöhte Investitions- und Betriebskosten, beschränkte Klebemöglichkeiten
und -varianten und möglicher Einsatz einer teuren Luftabquetschwalze.
[0011] Es ist also Aufgabe der Erfindung, sowohl ein Verfahren als auch eine Wickelmaschine
der eingangs genannten Arten derart weiterzubilden, dass die zuvor genannten Nachteile
des Stands der Technik merklich reduziert, vorzugsweise sogar gänzlich vermieden werden.
Insbesondere soll auch der Außenlagenausschuss vermindert und ein qualitativ hochwertiger
Aufbau der Wickelrolle erreicht werden. Zudem sollen auch beste Voraussetzungen für
eine optimale Runnability und günstige Investitions- und Verfahrenskosten gegeben
sein.
[0012] Ferner soll auch ein Wickelkern der eingangs genannten Art derart weitergebildet
werden, damit er insbesondere zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens geeignet
ist.
[0013] Diese Aufgabe wird bei einem Verfahren der eingangs genannten Art erfindungsgemäß
dadurch gelöst, dass das adhäsive Medium in Laufrichtung der Materialbahn vor dem
neuen, zwischen dem neuen Wickelkern und der Tragtrommel ausgebildeten Wickelspalt
oberseitig und als wenigstens ein Streifen auf die Materialbahn mittels der mindestens
einen Auftragseinrichtung derart aufgebracht wird, so dass es den neuen Wickelspalt
in einem Bereich durchläuft, in welchem der neue Wickelkern mit wenigstens einer an
dem Umfang radial angeordneten Aussparung versehen ist, wobei die wenigstens eine
Aussparung derart vorgesehen ist, dass das auf die Materialbahn aufgebrachte adhäsive
Medium den neuen Wickelspalt unberührt durchläuft.
[0014] Die erfindungsgemäße Aufgabe wird auf diese Weise vollkommen gelöst.
[0015] Durch die Kombination der kennzeichnenden Merkmale, also das oberseitige Aufbringen
von wenigstens einem Streifen des adhäsiven Mediums auf die Materialbahn und das Vorsehen
wenigstens einer an dem Umfang radial angeordneten Aussparung an dem neuen Wickelkern,
wird die Möglichkeit geschaffen, dass das auf die Materialbahn aufgebrachte adhäsive
Medium den neuen Wickelspalt unberührt durchläuft. Somit können bereits lediglich
geringe Mengen an adhäsivem Medium quasi-verlustfrei zu einer effektiven Endverklebung
der letzten Lagen der auf die hergestellte Wickelrolle aufgewickelten Materialbahn
beitragen. Der Begriff "Streifen" definiert hierbei lediglich eine maximale Fläche
beziehungsweise eine Form des aufgebrachten adhäsiven Mediums; so kann das adhäsive
Medium beispielsweise auch als eine dem Fachmann bekannte "Raupe" aufgebracht werden.
[0016] Überdies ist die Aufbringung des adhäsiven Mediums in Laufrichtung der Materialbahn
vor dem neuen, zwischen dem neuen Wickelkern und der Tragtrommel ausgebildeten Wickelspalt
von prozesstechnologischem Vorteil. So muss einerseits der zwischen der Wickelrolle
und der Tragtrommel ausgebildete Wickelspalt nicht geöffnet werden, andererseits steht
ausreichend Raum für die Aufbringung des adhäsiven Mediums zur Verfügung.
[0017] Dabei ist es von besonderem Vorteil, wenn das adhäsive Medium vor dem von der Materialbahn
umschlungenen Umfangsbereich der Tragtrommel auf die Materialbahn aufgebracht wird.
Denn hierbei kann vollständig vermieden werden, dass adhäsives Medium auf die Oberfläche
der Tragtrommel gelangen kann, sei es aufgrund eines unverhofften Materialbahnrisses
oder aufgrund einer falschen Ansteuerung der Auftragseinrichtung.
[0018] Das adhäsive Medium erwirkt allgemein eine Adhäsion, die Haftkräfte an den Kontaktflächen
zweier unterschiedlicher oder gleicher Stoffe durch Molekularkräfte umfasst. Die Stoffe
können sich in festem oder in flüssigem Zustand befinden. Im Bereich der Klebstoffe
versteht man unter Adhäsion die Haftung von Klebschichten an den Fügeteiloberflächen.
Die Vorgänge bei der Adhäsion sind noch nicht vollständig aufgeklärt. Sie gestalten
sich besonders schwierig, weil die Abhängigkeiten zwischen den Klebstoffsystemen und
den verschiedenen Fügeteiloberflächen sehr komplex sind.
[0019] So kann im Rahmen der vorliegenden Erfindung das adhäsive Medium Wasser, ein vorzugsweise
wasserlöslicher Flüssigkleber, insbesondere Stärke, ein Zweikomponentenkleber, ein
Schmelzklebstoff (Hotmelt) oder ein beispielsweise mittels UV-Strahlung aktivierbarer
Kleber sein. Selbstverständlich kann das adhäsive Medium aber auch ein vorzugsweise
wasserlösliches Klebeband, insbesondere ein konfektionierter Klebestreifen oder eine
ausgestanzte Klebebandrondelle sein.
[0020] In einer ersten bevorzugten Ausführungsform wird das adhäsive Medium in wenigstens
zwei, vorzugsweise mehreren und vorzugsweise gleichverteilten, insbesondere zu der
Mitte der Materialbahn symmetrisch angeordneten Streifen auf die Materialbahn aufgebracht.
So kann die Prozesssicherheit hinsichtlich der Endverklebung der letzten Lagen der
auf die hergestellte Wickelrolle aufgewickelten Materialbahn wesentlich gesteigert
werden und eine möglichst bahnbreite Endverklebung ohne jegliche wickeltechnologischen
Nachteile erzeugt werden.
[0021] Damit auch eine ausreichende Adhäsion zwischen den letzten Lagen der auf die hergestellte
Wickelrolle aufgewickelten Materialbahn hergestellt wird, wird das adhäsive Medium
als wenigstens ein Streifen mit einer Streifenbreite im Bereich von 1 bis 50 mm, vorzugsweise
von 1 bis 30 mm, insbesondere von 1 bis 5 mm, auf die Materialbahn aufgebracht. Überdies
erzeugt eine für diese Streifenbreite erforderliche Aussparungsbreite noch keine "Durchdrückung"
und somit keinen Kernausschuss in den ersten Lagen der auf den neuen Wickelkern aufgewickelten
Materialbahn. Die maximale zulässige, ja unbedenkliche Aussparungsbreite hängt in
für den Fachmann bekannter Weise auch von der Materialbahnsorte, dem Wickelkerndurchmesser
und dem Wickelrollendurchmesser ab.
[0022] Das adhäsive Medium kann in unterschiedlichen Zeitbereichen und -dauern und an verschiedenen
Aufbringungsorten streifenförmig auf die Materialbahn aufgebracht werden. So wird
es vorzugsweise zumindest während und/oder in dem Bereich der Durchtrennung der Materialbahn
als wenigstens ein Streifen auf die Materialbahn aufgebracht. Wird das adhäsive Medium
beispielsweise zeitlich wesentlich vor der Durchtrennung der Materialbahn auf dieselbige
aufgebracht, so wird eben über mehrere Lagen hinweg eine Endblattverklebung der Materialbahn
auf der herzustellenden Wickelrolle erzeugt. Überdies kann durch eine genaue Festlegung
der Zeitbereiche und -dauern einerseits und des Aufbringungsorts andererseits eine
optimale Endblattverklebung und eine sichere Überführung der Materialbahn auf den
neuen Wickelkern aufgrund der temporären Verwendung des adhäsiven Mediums erreicht
werden.
[0023] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform wird in einem ersten Schritt vor dem
Aufbringen des adhäsiven Mediums die Position der wenigstens einen an dem neuen Wickelkern
angebrachten Aussparung mittels einer Einrichtung ermittelt. In einem zweiten Schritt
wird dann das adhäsive Medium als wenigstens ein Streifen in dem Bereich der wenigstens
einen ermittelten und an dem neuen Wickelkern angebrachten Aussparung auf die Materialbahn
aufgebracht. Durch dieses Vorgehen wird sichergestellt, dass die räumliche Abstimmung
zwischen dem Aufbringungsort des adhäsiven Mediums und der an dem neuen Wickelkern
angebrachten Aussparung fortwährend gegeben ist und somit etwaige betriebliche Toleranzen,
Fertigungstoleranzen, wie beispielsweise ein Axialspiel bei dem neuen Wickelkern,
und andersartige Gegebenheiten, wie etwa unterschiedliche Toleranzen in dem Tambourmagazin,
bei den Transportschienen oder bei den Transporthebeln, keinen negativen Einfluss
auf das Verfahren ausüben können.
[0024] Die Position der wenigstens einen an dem neuen Wickelkern angebrachten Aussparung
wird bevorzugt mittels mindestens eines optischen, kapazitiven oder induktiven Sensors
ermittelt, da sich diese Sensorenarten in ähnlichen Anwendungsfällen in dem Bereich
einer Wickelmaschine bereits bestens bewährt haben.
[0025] Der entsprechende Sensor ist selbstredend mit einer Auswerteinheit verbunden, die
wiederum mit der Steuerungs-/Regelungseinheit für die Wickelmaschine verbunden ist.
Die Steuerungs-/Regelungseinheit für die Wickelmaschine kann ihrerseits optional mit
einem übergeordneten System, wie beispielsweise einem Prozessleitsystem für die Maschine
zur Herstellung der Faserstoffbahn, verbunden sein.
[0026] In Abhängigkeit von dem realisierten Wickelkonzept ist es auch möglich, dass vor
der Ausbildung des neuen Wickelspalts zwischen dem neuen Wickelkern und der Tragtrommel
die herzustellende Wickelrolle von der Tragtrommel bei Auflösung des Wickelspalts
und bei Ausbildung eines freien Zugs in der Materialbahn wegbewegt wird. Somit kann
der neue Wickelkern entlang eines größeren Umfangsbereichs an die Tragtrommel bei
Ausbildung des neuen Wickelspalts gebracht wird. Nachteilhaft könnte jedoch die möglicherweise
notwendige Verwendung einer teueren Luftabquetschwalze sein.
[0027] Ferner wird die Materialbahn mittels der mindestens einen vor, in dem Bereich oder
nach der Aufbringungsposition des adhäsiven Mediums angeordneten Trenneinrichtung,
vorzugsweise einer Quertrenneinrichtung, insbesondere einer Wasserstrahl-Quertrenneinrichtung,
durchtrennt. Eine derartige Trenneinrichtung gewährleistet im Allgemeinen gute bis
sehr gute Trenneigenschaften, wie beispielsweise Trenngeschwindigkeit, Trennqualität
und dergleichen. Je nach Anzahl an Trenneinrichtungen können verschiedene Trennkonturen
realisiert werden: eine Trennlinie über die Bahnbreite hinweg, zwei sich vorzugsweise
in dem mittleren Bereich der Materialbahn kreuzende und zum gegenüberliegenden Bahnrand
verlaufende Trennlinien oder zwei in dem mittleren Bereich der Materialbahn zueinander
beabstandet angesetzte und zum gleichliegenden Bahnrand verlaufende Trennlinien.
[0028] Die erfindungsgemäße Aufgabe wird bei einer Wickelmaschine der eingangs genannten
Art erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass die mindestens eine Auftragseinrichtung für
das adhäsive Medium derart vorgesehen ist, dass sie das adhäsive Medium in Laufrichtung
der Materialbahn vor dem neuen, zwischen dem neuen Wickelkern und der Tragtrommel
ausgebildeten Wickelspalt oberseitig und als wenigstens ein Streifen auf die Materialbahn
aufbringt, so dass es den neuen Wickelspalt in einem Bereich durchläuft, in welchem
der neue Wickelkern mit wenigstens einer an dem Umfang radial angeordneten Aussparung
versehen ist, wobei die wenigstens eine Aussparung derart vorgesehen ist, dass das
auf die Materialbahn aufgebrachte adhäsive Medium den neuen Wickelspalt unberührt
durchläuft.
[0029] Diese erfindungsgemäße Wickelmaschine eignet sich in hervorragender Weise zur Durchführung
des erfindungsgemäßen Verfahrens, so dass sich letztlich die bereits genannten erfindungsgemäßen
Vorteile ergeben. Der Begriff "Streifen" definiert hierbei lediglich eine maximale
Fläche beziehungsweise eine Form des aufgebrachten adhäsiven Mediums; so kann das
adhäsive Medium beispielsweise auch als eine dem Fachmann bekannte "Raupe" aufgebracht
werden.
[0030] In einer ersten bevorzugten Ausführungsform weist der neue Wickelkern entsprechend
der aufgebrachten Streifen an adhäsivem Medium wenigstens zwei, vorzugsweise mehrere
und vorzugsweise gleichverteilte, insbesondere zu der Mitte der Materialbahn symmetrisch
angeordnete Aussparungen auf. So kann die Prozesssicherheit hinsichtlich der Endverklebung
der letzten Lagen der auf die hergestellte Wickelrolle aufgewickelten Materialbahn
wesentlich gesteigert werden und eine möglichst bahnbreite Endverklebung ohne jegliche
wickeltechnologischen Nachteile erzeugt werden.
[0031] Und in Abhängigkeit von der Streifenbreite des entsprechenden Streifens an adhäsivem
Medium kann die wenigstens eine an dem neuen Wickelkern angebrachte Aussparung eine
Aussparungsbreite im Bereich von 1 bis 50 mm, vorzugsweise von 1 bis 30 mm, insbesondere
von 1 bis 5 mm, aufweisen. Überdies erzeugt eine derartige Aussparungsbreite noch
keine "Durchdrückung" und somit keinen Kernausschuss in den ersten Lagen der auf den
neuen Wickelkern aufgewickelten Materialbahn. Die maximale zulässige, ja unbedenkliche
Aussparungsbreite hängt in für den Fachmann bekannter Weise auch von der Materialbahnsorte,
dem Wickelkerndurchmesser und dem Wickelrollendurchmesser ab.
[0032] Ferner weist die wenigstens eine an dem neuen Wickelkern angebrachte und einen Aussparungsgrund
aufweisende Aussparung in einer bevorzugten Ausführungsform eine Aussparungstiefe
im Bereich von 0,1 bis 10 mm, vorzugsweise von 0,1 bis 7 mm, insbesondere von 0,1
bis 5 mm, auf, wobei der Aussparungsgrund vorzugsweise mit einer Beschichtung, insbesondere
einer Silikon- oder Teflonbeschichtung, versehen ist. Mit einer derartigen Beschichtung
wird eine mögliche, jedoch unerwünschte Verklebung an dem neuen Wickelkern vermieden.
Generell soll die Aussparungstiefe so bemessen sein, dass der dortige Auftrag des
adhäsiven Mediums genügend "Bodenfreiheit" findet. Hinsichtlich der Kosten für den
neuen Wickelkern wird man bestrebt sein, ohne eine Beschichtung des Aussparungsgrunds
auszukommen. Jedoch reduziert ein beschichteter Aussparungsgrund die erforderliche
Aussparungstiefe erheblich. So kann die Aussparung in dem Wickelkern beispielsweise
auch vollständig mit der beschriebenen Beschichtung ausgefüllt sein, so dass letztlich
keine Aussparung mehr vorhanden ist.
[0033] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist vorzugsweise in dem Bereich des
neuen, mit der Tragtrommel einen neuen Wickelspalt bildenden Wickelkerns mindestens
eine Einrichtung zur Ermittlung der Position der wenigstens einen an dem neuen Wickelkern
angebrachten Aussparung vorgesehen. Die mindestens eine Auftragseinrichtung für das
adhäsive Medium ist dann vorzugsweise mittels mindestens einer Einrichtung derart
positionierbar, dass das adhäsive Medium als wenigstens ein Streifen in dem Bereich
der wenigstens einen ermittelten und an dem neuen Wickelkern angebrachten Aussparung
auf die Materialbahn aufgebracht wird. Durch dieses Vorgehen wird sichergestellt,
dass die räumliche Abstimmung zwischen dem Aufbringungsort des adhäsiven Mediums und
der an dem neuen Wickelkern angebrachten Aussparung fortwährend gegeben ist und somit
etwaige betriebliche Toleranzen, Fertigungstoleranzen und andersartige Gegebenheiten
keinen negativen Einfluss auf die Wickelmaschine ausüben können.
[0034] Die Einrichtung zur Ermittlung der Position der wenigstens einen an dem neuen Wickelkern
angebrachten Aussparung umfasst bevorzugt wenigstens einen optischen, kapazitiven
oder induktiven Sensor, da sich diese Sensorenarten in ähnlichen Anwendungsfällen
in dem Bereich einer Wickelmaschine bereits bestens bewährt haben. Der entsprechende
Sensor ist selbstredend mit einer Auswerteinheit verbunden, die wiederum mit der Steuerungs-/Regelungseinheit
für die Wickelmaschine verbunden ist. Die Steuerungs-/Regelungseinheit für die Wickelmaschine
kann ihrerseits optional mit einem übergeordneten System, wie beispielsweise einem
Prozessleitsystem für die Maschine zur Herstellung der Faserstoffbahn, verbunden sein.
[0035] Die erfindungsgemäße Aufgabe wird bei einem Wickelkern der eingangs genannten Art
erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass der Grundkörper mit wenigstens einer an dem Umfang
radial angeordneten Aussparung versehen ist, die eine Aussparungsbreite im Bereich
von 1 bis 50 mm, vorzugsweise von 1 bis 30 mm, insbesondere von 1 bis 5 mm, und eine
Aussparungstiefe im Bereich von 0,1 bis 10 mm, vorzugsweise von 0,1 bis 7 mm, insbesondere
von 0,1 bis 5 mm, aufweist.
[0036] Dieser erfindungsgemäße Wickelkern eignet sich in hervorragender Weise zur Durchführung
des erfindungsgemäßen Verfahrens, so dass sich letztlich die bereits genannten erfindungsgemäßen
Vorteile ergeben.
[0037] Ferner kann auch vorgesehen sein, dass der Aussparungsgrund mit einer Beschichtung,
insbesondere einer Silikon- oder Teflonbeschichtung, versehen ist. Mit einer derartigen
Beschichtung wird eine mögliche, jedoch unerwünschte Verklebung an dem neuen Wickelkern
vermieden. So kann die Aussparung in dem Wickelkern beispielsweise auch vollständig
mit der beschriebenen Beschichtung ausgefüllt sein, so dass letztlich keine Aussparung
mehr vorhanden ist.
[0038] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung
bevorzugter Ausführungsbeispiele unter Bezugnahme auf die Zeichnung.
[0039] Es zeigen
- Figur 1
- eine schematisierte Seitenansicht einer bekannten Wickelmaschine während der Hauptwickelphase;
- Figur 2
- eine schematisierte Seitenansicht einer erfindungsgemäßen Wickelmaschine während der
Endwickelphase;
- Figur 3
- einen Teil der in der Figur 2 dargestellten und erfindungsgemäßen Wickelmaschine in
Richtung des Pfeils "Y" gesehen; und
- Figur 4
- eine schematisierte Detailansicht "Z" der in der Figur 3 dargestellten Ansicht der
erfindungsgemäßen Wickelmaschine.
[0040] Die in Figur 1 in schematisierter Seitenansicht dargestellte Wickelmaschine 1 dient
zum Aufwickeln einer laufenden Materialbahn 2, wobei die Materialbahn 2 nacheinander
auf mehrere Wickelkerne 4, 5 zu Wickelrollen 3 aufgewickelt wird. Bei der Materialbahn
2 kann es sich insbesondere um eine Faserstoffbahn, wie beispielsweise eine Papier-,
Karton- oder Tissuebahn, handeln, die eine Laufrichtung R (Pfeil) aufweist.
[0041] Die Wickelmaschine 1 umfasst eine auch als Anpresstrommel oder Stützwalze bezeichnete
Tragtrommel 6, die entweder starr gelagert oder entlang einer gedachten, gestrichelt
dargestellten Geraden G mittels einer nicht dargestellten Anpresseinrichtung verlagerbar
ist (Doppelpfeil 7) und von einem Antrieb angetrieben ist. Die Tragtrommel 6 kann
in bekannter Weise eine geschlossene, gummierte, gerillte und/oder gebohrte Oberfläche
aufweisen. Die verschiedenen Lagerungs- und Bewegungsarten für die Tragtrommel 6 sind
insbesondere in der deutschen Offenlegungsschrift
DE 198 07 897 A1 offenbart; ihr Inhalt wird hiermit zum Gegenstand dieser Beschreibung gemacht.
[0042] Die Materialbahn 2 wird entweder aus einem hier nicht dargestellten Glättwerk oder
aus einer hier ebenfalls nicht dargestellten Trockenpartie einer Papier- oder Kartonmaschine
herausgeführt. Sie umschlingt dann zunächst eine Walze 8, beispielsweise eine Breitstreckwalze
oder eine Papierleitwalze, läuft sodann auf der Mantelfläche 9 der Tragtrommel 6 auf
und umschlingt diese Mantelfläche 9 um einen gewissen Winkel ("Umfangsbereich" 10)
bis zum Ablösen durch die zu bildende Wickelrolle 3. Dabei kann die Materialbahn 2,
wie gestrichelt angedeutet, in verschiedenen Geometrien auf die Mantelfläche 9 der
Tragtrommel 6 auflaufen. Das Ablösen der Materialbahn 2 von der Tragtrommel 6 und
das Überführen auf die zu bildende Wickelrolle 3 geschieht in dem so genannten Wickelspalt
("Nip") 11, der sich während der "Hauptwickelphase" zwischen der Tragtrommel 6 und
der zu bildenden Wickelrolle 3 ausbildet. Die zu bildende Wickelrolle 3 wird mittels
einer nicht dargestellten Hub- oder Anpresseinrichtung ("Sekundärantrieb") einer verfahrbaren
Transporteinrichtung ("Sekundärschlitten") in die mit dem Pfeil 12 gekennzeichnete
Bewegungsrichtung geführt. Die Hub- oder Anpresseinrichtung kann beispielsweise zumindest
ein Spindelantrieb, der eine von einer Motoreinheit angetriebene Gewindespindel umfasst,
oder zumindest ein Stellantrieb in Ausgestaltung eines Linearantriebs oder Hydraulikzylinders
sein. Die Transporteinrichtung dient zum Halten und Führen des auf den Schienen ("Führungsbahn")
13 aufliegenden Wickelkerns 4 der zu bildenden Wickelrolle 3.
[0043] Eine Vorrichtung zum Regeln der in dem Wickelspalt 11 entstehenden Linienkraft L
während der Hauptwickelphase ist beispielsweise in der bereits genannten deutschen
Offenlegungsschrift
DE 198 07 897 A1 offenbart. In der in Figur 1 dargestellten Hauptwickelphase wird ein neuer Wickelkern
("Leertambour") 5 von einer nicht dargestellten Haltevorrichtung bereits in einem
Abstand von der Tragtrommel 6 gehalten ("Bereitschaftsposition").
[0044] Die Figur 2 zeigt eine schematisierte Seitenansicht der Wickelmaschine 1 zum Aufwickeln
der laufenden Materialbahn 2 während der Endwickelphase.
[0045] Der neue und vorzugsweise vorbeschleunigte Wickelkern 5 wurde bereits in dem von
der Materialbahn 2 umschlungenen Umfangsbereich 10 der Tragtrommel 6 an dieselbige
bei Ausbildung eines neuen Wickelspalts ("Nip") 14 gebracht. Diese Bringung kann beispielsweise
durch einen so genannten, jedoch nicht dargestellten Primärarm erfolgen. Ferner kann
diese Bringung beispielsweise unmittelbar vor Erreichen eines vorbestimmten Wickelrollendurchmessers
D erfolgen.
[0046] Zum Abschluss dieser Endwickelphase wird ein adhäsives Medium 16 zwischen die Lagen
der auf der Wickelrolle 3 aufgewickelten Materialbahn 2 mittels einer Auftragseinrichtung
15 eingebracht. Die Auftragseinrichtung 15 ist zwischen der Walze 8, beispielsweise
eine Breitstreckwalze oder eine Papierleitwalze, und der Auflauflinie A, an welchen
die Materialbahn 2 auf die Mantelfläche 9 der Tragtrommel 6 aufläuft, angeordnet.
Sie kann aber auch, wie gestrichelt dargestellt, zwischen der Auflauflinie A und dem
neuen Wickelspalt 14 angeordnet sein.
[0047] Weiterhin ist die Auftragseinrichtung 15 für das adhäsive Medium 16 derart vorgesehen,
dass sie das adhäsive Medium 16 in Laufrichtung R (Pfeil) der Materialbahn 2 vor dem
neuen, zwischen dem neuen Wickelkern 5 und der Tragtrommel 2 ausgebildeten Wickelspalt
14 oberseitig und als wenigstens ein Streifen 17 auf die Materialbahn 2 aufbringt.
Das als wenigstens ein Streifen 17 aufgebrachte adhäsive Medium 16 durchläuft den
neuen Wickelspalt 14 dann in einem Bereich, in welchem der neue Wickelkern 5 mit wenigstens
einer an dem Umfang 19 radial angeordneten Aussparung 18 (vgl. Figuren 3 und 4) versehen
ist, wobei die wenigstens eine Aussparung 18 derart vorgesehen ist, dass das auf die
Materialbahn 2 aufgebrachte adhäsive Medium 16 den neuen Wickelspalt 14 unberührt
durchläuft.
[0048] Das adhäsive Medium 16 kann auch in wenigstens zwei, vorzugsweise mehreren und vorzugsweise
gleichverteilten, insbesondere zu der Mitte der Materialbahn 2 (vgl. Figur 3) symmetrisch
angeordneten Streifen 17 auf die Materialbahn 2 aufgebracht werden. In diesem Fall
ist die Anzahl der entsprechenden Aussparungen 18 in dem neuen Wickelkern 5 zumindest
gleich oder größer der Anzahl der aufgebrachten Streifen 17. Ferner kann das adhäsive
Medium 16 Wasser, ein vorzugsweise wasserlöslicher Flüssigkleber, insbesondere Stärke,
ein Zweikomponentenkleber oder ein beispielsweise mittels UV-Strahlung aktivierbarer
Kleber sein. Selbstverständlich kann das adhäsive Medium aber auch ein vorzugsweise
wasserlösliches Klebeband, insbesondere ein konfektionierter Klebestreifen oder eine
ausgestanzte Klebebandrondelle sein. In dem ersten Fall weist die Auftragseinrichtung
15 dann wenigstens eine Auftragsdüse 15.1 auf, wohingegen sie in dem zweiten Fall
wenigstens einen Klebebandspender aufweist.
[0049] In der vorliegenden Ausführungsform der Wickelmaschine 1 ist noch eine optionale
Andrückwalze 20 zur Andrückung der letzten Lagen der auf die hergestellte Wickelrolle
3 aufgewickelten Materialbahn 2 vorgesehen. Die Andrückwalze 20 weist einen elastischen
Überzug auf und sie kann gesteuert/geregelt an die Wickelrolle 3 angedrückt werden.
[0050] Während oder nach Abschluss des Auftrags des adhäsiven Mediums 16 wird dann die Materialbahn
2 mittels mindestens einer lediglich angedeuteten Trenneinrichtung 21 durchtrennt.
Die Trenneinrichtung 21 kann beispielsweise eine dem Fachmann bekannte Quertrenneinrichtung,
insbesondere eine Wasserstrahl-Quertrenneinrichtung umfassen. Weiterhin ist die Trenneinrichtung
21 vor, in dem Bereich oder nach der Auftragseinrichtung 15 für das adhäsive Medium
16 angeordnet.
[0051] Nach dem erfolgreichen Überführen der Materialbahn 2 auf den neuen Wickelkern 5 ("Anwickelphase")
wird dann in nicht dargestellter Weise die hergestellte Wickelrolle 3 mit der bereits
erwähnten Transporteinrichtung von der Tragtrommel 6 bei Auflösung des Wickelspalts
11 und bei Ausbildung eines freien Zugs in der eine Laufrichtung R (Pfeil) aufweisenden
Materialbahn 2 in der mit dem Pfeil gekennzeichneten Bewegungsrichtung 22 verlagert.
Die Verlagerung wird erst dann beendet, wenn die hergestellte Wickelrolle 3 horizontal
eine gewünschte Endposition E erreicht hat.
[0052] Der neue Wickelkern 5 mit der darauf bereits aufgewickelten Materialbahn 2 ("Anwickelphase")
wird dann von der nicht dargestellten Haltevorrichtung bei Aufrechterhaltung des neuen
Wickelspalts 14 auf die Schienen 13 aufgesetzt und in die bereits beschriebene "Hauptwickelphase"
überführt.
[0053] Die Figur 3 zeigt nun einen Teil der in der Figur 2 dargestellten und erfindungsgemäßen
Wickelmaschine 1 in Richtung des Pfeils "Y" gesehen.
[0054] Die Materialbahn 2 läuft entlang ihrer Laufrichtung R (Pfeil) über eine Walze 8,
beispielsweise eine Breitstreckwalze oder eine Papierleitwalze, ehe sie dann an der
Auflauflinie A auf die Mantelfläche 9 der Tragtrommel 6 aufläuft. Danach umschlingt
sie die Mantelfläche 9 der Tragtrommel 6 um einen gewissen Winkel ("Umfangsbereich"
10) und durchläuft dabei den zwischen der Tragtrommel 6 und dem neuen Wickelkern 5
gebildeten neuen und gestrichelt dargestellten Wickelspalt 14. Das Ablösen der Materialbahn
2 von der Tragtrommel 6 und das Überführen auf die zu bildende und nicht dargestellte
Wickelrolle geschieht in dem so genannten Wickelspalt ("Nip"), der sich während der
"Hauptwickelphase" zwischen der Tragtrommel 6 und der zu bildenden Wickelrolle ausbildet
(vg. Figur 1).
[0055] Der neue Wickelkern 5 zum Aufwickeln der laufenden Materialbahn 2 umfasst einen Grundkörper
26, der je einen an seinen beiden Stirnseiten 27, 28 angebrachten Lagerzapfen 29,
30 aufweist, und eine bahnberührte Umfangsfläche 31.
[0056] In vorliegender Ausführungsform ist eine drei Auftragsdüsen 15.1 aufweisende Auftragseinrichtung
15 vorgesehen, die das adhäsive Medium 16 als drei lediglich ausschnittsweise dargestellte
Streifen 17 auf die Materialbahn 2 aufbringt. Das als drei Streifen 17 aufgebrachte
adhäsive Medium 16 durchläuft den neuen Wickelspalt 14 dann in einem Bereich, in welchem
der neue Wickelkern 5 mit drei oder mehr an dem Umfang 19 radial angeordneten Aussparungen
18 versehen ist, wobei die jeweilige Aussparung 18 derart vorgesehen ist, dass das
als entsprechender Streifen 17 mit einer Streifenbreite B.17 auf die Materialbahn
2 aufgebrachte adhäsive Medium 16 den neuen Wickelspalt 14 unberührt durchläuft.
[0057] Die Streifen 17 an adhäsivem Medium 16 und die an dem neuen Wickelkern 5 angeordneten
Aussparungen 18 sind also zueinander fluchtend ausgerichtet. In dem vorliegenden Fall
sind sie zudem noch zu der Mitte M der Materialbahn 2 symmetrisch angeordnet.
[0058] Die dem Fachmann bekannte Trenneinrichtung, beispielsweise eine Quertrenneinrichtung,
insbesondere eine Wasserstrahl-Quertrenneinrichtung, ist in der Darstellung der Figur
3 nicht dargestellt.
[0059] In dem Bereich des neuen, mit der Tragtrommel 6 einen neuen Wickelspalt 14 bildenden
Wickelkerns 5 ist eine lediglich angedeutete Einrichtung 23 zur Ermittlung der Position
der wenigstens einen an dem neuen Wickelkern 5 angebrachten Aussparung 18 vorgesehen.
Da mehrere Aussparungen 18 normalerweise zueinander gleich bleibende Abstände aufweisen,
ist die Ermittlung der Position einer Aussparung 18, beispielsweise der randseitigsten
Aussparung, ausreichend. Selbstverständlich kann auch für jede Aussparung 18 eine
eigene Einrichtung 23 zur Ermittlung ihrer Position vorgesehen sein. Die Einrichtung
23 zur Ermittlung der Position der wenigstens einen an dem neuen Wickelkern 5 angebrachten
Aussparung 18 umfasst wenigstens einen optischen, kapazitiven oder induktiven und
lediglich angedeuteten Sensor 24. Der Sensor 24 ist selbstredend mit einer Auswerteinheit
in der Einrichtung 23 verbunden (Pfeildarstellung), die wiederum mit der Steuerungs-/Regelungseinheit
für die Wickelmaschine verbunden ist. Die Steuerungs-/Regelungseinheit für die Wickelmaschine
kann ihrerseits optional mit einem übergeordneten System, wie beispielsweise einem
Prozessleitsystem für die Maschine zur Herstellung der Faserstoffbahn, verbunden sein.
[0060] In Anlehnung an die ermittelten Positionen der Aussparung 18 ist die Auftragseinrichtung
15 für das adhäsive Medium 16 mittels einer lediglich angedeuteten Einrichtung 25
derart positionierbar (Doppelpfeile), dass das adhäsive Medium 16 als wenigstens ein
Streifen 17 in dem Bereich der wenigstens einen ermittelten und an dem neuen Wickelkern
5 angebrachten Aussparung 18 auf die Materialbahn 2 aufgebracht wird.
[0061] Die Figur 4 zeigt eine schematisierte Detailansicht "Z" der in der Figur 3 dargestellten
Ansicht der Wickelmaschine 1. Es ist deutlich erkennbar, dass der neue Wickelkern
5 mit der Tragtrommel 6 einen neuen Wickelspalt 14 bildet, durch welchen die Materialbahn
2 hindurch geführt ist.
[0062] Der lediglich ausschnittsweise dargestellte neue Wickelkern 5 zum Aufwickeln der
laufenden Materialbahn 2 umfasst einen Grundkörper 26, der je einen an seinen beiden
Stirnseiten 27, 28 angebrachten Lagerzapfen 29, 30 aufweist, und eine bahnberührte
Umfangsfläche 31 (vgl. Figur 3).
[0063] Der Grundkörper 26 ist mit wenigstens einer an dem Umfang 19 radial angeordneten
Aussparung 18 versehen, die eine Aussparungsbreite B.18 im Bereich von 1 bis 50 mm,
vorzugsweise von 1 bis 30 mm, insbesondere von 1 bis 5 mm, und eine Aussparungstiefe
T.18 im Bereich von 0,1 bis 10 mm, vorzugsweise von 0,1 bis 7 mm, insbesondere von
0,1 bis 5 mm, aufweist. Die Flächen der Aussparung 18 können an ihren Kanten fließend
ineinander übergehen, beispielsweise durch die Anbringung von Rundungen oder Radien.
Weiterhin kann der Aussparungsgrund 32 mit einer Beschichtung, insbesondere einer
Silikon- oder Teflonbeschichtung, versehen sein.
[0064] Ferner ist die Aussparung 18 derart vorgesehen, dass das auf die Materialbahn 2 als
Streifen 17 mit einer Streifenbreite B.17 und einer Streifenhöhe H.17 aufgebrachte
adhäsive Medium 16 den neuen Wickelspalt 14 unberührt durchläuft. Die Streifenbreite
B.17 liegt in einem Bereich von 1 bis 50 mm, vorzugsweise von 1 bis 30 mm, insbesondere
von 1 bis 5 mm. Und die an dem neuen Wickelkern 5 angeordneten Aussparungen 18 sind
gewöhnlich zu der Mitte M der Materialbahn 2 symmetrisch angeordnet (vgl. Figur 3).
[0065] Die in den Figuren 1 bis 4 dargestellte Wickelmaschine 1 eignet sich in besonderem
Maße zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens zum Überführen einer laufenden
Materialbahn 2, insbesondere einer Faserstoffbahn, auf einen neuen Wickelkern 5, wobei
die Materialbahn 2 vorzugsweise über einen Umfangsbereich 10 einer vorzugsweise verlagerbaren
und mit einer herzustellenden Wickelrolle 6 einen Wickelspalt 11 bildenden Tragtrommel
6 geführt und anschließend auf einen Wickelkern 4 zu der herzustellenden Wickelrolle
6 aufgewickelt wird, wobei der neue Wickelkern 5 vorzugsweise unmittelbar vor Erreichen
eines vorbestimmten Wickelrollendurchmessers D in dem von der Materialbahn 2 umschlungenen
Umfangsbereich 10 der Tragtrommel 6 an dieselbige bei Ausbildung eines neuen Wickelspalts
14 gebracht wird und wobei die Materialbahn 2 nach Ausbildung des neuen Wickelspalts
14 zwischen dem neuen Wickelkern 5 und der Tragtrommel 6 mittels mindestens einer
Trenneinrichtung 21 durchtrennt und ein adhäsives Medium 16 zwischen die Lagen der
Materialbahn 2 mittels mindestens einer Auftragseinrichtung 15 eingebracht wird.
[0066] Dabei wird das adhäsive Medium 16 in Laufrichtung R der Materialbahn 2 vor dem neuen,
zwischen dem neuen Wickelkern 5 und der Tragtrommel 6 ausgebildeten Wickelspalt 14
oberseitig und als wenigstens ein Streifen 17 auf die Materialbahn 2 mittels der mindestens
einen Auftragseinrichtung 15 derart aufgebracht, so dass es den neuen Wickelspalt
14 in einem Bereich durchläuft, in welchem der neue Wickelkern 5 mit wenigstens einer
an dem Umfang 19 radial angeordneten Aussparung 18 versehen ist, wobei die wenigstens
eine Aussparung 18 derart vorgesehen ist, dass das auf die Materialbahn 2 aufgebrachte
adhäsive Medium 16 den neuen Wickelspalt 14 unberührt durchläuft.
[0067] Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass durch die Erfindung ein Verfahren
und eine Wickelmaschine der eingangs genannten Arten derart weitergebildet werden,
dass die eingangs genannten Nachteile des Stands der Technik merklich reduziert, vorzugsweise
sogar gänzlich vermieden werden. Weiterhin wird auch der Außenlagenausschuss vermindert
und ein qualitativ guter Aufbau der Wickelrolle erreicht. Zudem sind auch beste Voraussetzungen
für eine optimale Runnability und günstige Investitions- und Verfahrenskosten gegeben.
Bezugszeichenliste
[0068]
- 1
- Wickelmaschine
- 2
- Materialbahn
- 3
- Wickelrolle
- 4
- Wickelkern
- 5
- Wickelkern
- 6
- Tragtrommel
- 7
- Doppelpfeil
- 8
- Walze
- 9
- Mantelfläche
- 10
- Umfangsbereich
- 11
- Wickelspalt ("Nip")
- 12
- Pfeil
- 13
- Schiene ("Führungsbahn")
- 14
- Neuer Wickelspalt ("Nip")
- 15
- Auftragseinrichtung
- 15.1
- Auftragsdüse
- 16
- Adhäsives Medium
- 17
- Streifen
- 18
- Aussparung
- 19
- Umfang
- 20
- Andrückwalze
- 21
- Trenneinrichtung
- 22
- Bewegungsrichtung (Pfeil)
- 23
- Einrichtung (Positionsermittlung)
- 24
- Sensor
- 25
- Einrichtung (Positionierung)
- 26
- Grundkörper
- 27
- Stirnseite
- 28
- Stirnseite
- 29
- Lagerzapfen
- 30
- Lagerzapfen
- 31
- Umfangsfläche
- 32
- Aussparungsgrund
- A
- Auflauflinie
- B.17
- Streifenbreite
- B.18
- Aussparungsbreite
- D
- Wickelrollendurchmesser
- E
- Endposition
- G
- Gerade
- H.17
- Streifenhöhe
- L
- Linienkraft
- M
- Mitte (Materialbahn)
- R
- Laufrichtung (Pfeil)
- T.18
- Aussparungstiefe
- Y
- Pfeil
- Z
- Detailansicht
1. Verfahren zum Überführen einer laufenden Materialbahn (2), insbesondere einer Faserstoffbahn,
auf einen neuen Wickelkern (5), wobei die Materialbahn (2) vorzugsweise über einen
Umfangsbereich (10) einer vorzugsweise verlagerbaren und mit einer herzustellenden
Wickelrolle (6) einen Wickelspalt (11) bildenden Tragtrommel (6) geführt und anschließend
auf einen Wickelkern (4) zu der herzustellenden Wickelrolle (3) aufgewickelt wird,
wobei der neue Wickelkern (5) vorzugsweise unmittelbar vor Erreichen eines vorbestimmten
Wickelrollendurchmessers (D) in dem von der Materialbahn (2) umschlungenen Umfangsbereich
(10) der Tragtrommel (6) an dieselbige bei Ausbildung eines neuen Wickelspalts (14)
gebracht wird und wobei die Materialbahn (2) nach Ausbildung des neuen Wickelspalts
(14) zwischen dem neuen Wickelkern (5) und der Tragtrommel (6) mittels mindestens
einer Trenneinrichtung (21) durchtrennt und ein adhäsives Medium (16) zwischen die
Lagen der Materialbahn (2) mittels mindestens einer Auftragseinrichtung (15) eingebracht
wird,
dadurch gekennzeichnet,
dass das adhäsive Medium (16) in Laufrichtung (R) der Materialbahn (2) vor dem neuen,
zwischen dem neuen Wickelkern (5) und der Tragtrommel (6) ausgebildeten Wickelspalt
(14) oberseitig und als wenigstens ein Streifen (17) auf die Materialbahn (2) mittels
der mindestens einen Auftragseinrichtung (15) derart aufgebracht wird, so dass es
den neuen Wickelspalt (14) in einem Bereich durchläuft, in welchem der neue Wickelkern
(5) mit wenigstens einer an dem Umfang (19) radial angeordneten Aussparung (18) versehen
ist, wobei die wenigstens eine Aussparung (18) derart vorgesehen ist, dass das auf
die Materialbahn (2) aufgebrachte adhäsive Medium (16) den neuen Wickelspalt (14)
unberührt durchläuft.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass das adhäsive Medium (16) in wenigstens zwei, vorzugsweise mehreren und vorzugsweise
gleichverteilten, insbesondere zu der Mitte (M) der Materialbahn (2) symmetrisch angeordneten
Streifen (17) auf die Materialbahn (2) aufgebracht wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass das adhäsive Medium (16) als wenigstens ein Streifen (17) mit einer Streifenbreite
(B.17) im Bereich von 2 bis 50 mm, vorzugsweise von 5 bis 40 mm, insbesondere von
10 bis 25 mm, auf die Materialbahn (2) aufgebracht wird.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das adhäsive Medium (16) zumindest während und/oder im Bereich der Durchtrennung
der Materialbahn (2) als wenigstens ein Streifen (17) auf die Materialbahn (2) aufgebracht
wird.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass vor dem Aufbringen des adhäsiven Mediums (16) die Position der wenigstens einen an
dem neuen Wickelkern (5) angebrachten Aussparung (18) mittels einer Einrichtung (23)
ermittelt wird und
dass das adhäsive Medium (16) als wenigstens ein Streifen (17) in dem Bereich der wenigstens
einen ermittelten und an dem neuen Wickelkern (5) angebrachten Aussparung (18) auf
die Materialbahn (2) aufgebracht wird.
6. Verfahren nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Position der wenigstens einen an dem neuen Wickelkern (5) angebrachten Aussparung
(18) mittels mindestens eines optischen, kapazitiven oder induktiven Sensors (24)
ermittelt wird.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass vor der Ausbildung des neuen Wickelspalts (14) zwischen dem neuen Wickelkern (5)
und der Tragtrommel (6) die herzustellende Wickelrolle (6) von der Tragtrommel (6)
bei Auflösung des Wickelspalts (11) und bei Ausbildung eines freien Zugs in der Materialbahn
(2) wegbewegt wird.
8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Materialbahn (2) mittels der mindestens einen vor, in dem Bereich oder nach der
Auftragsposition des adhäsiven Mediums (16) angeordneten Trenneinrichtung (21), vorzugsweise
einer Quertrenneinrichtung, insbesondere einer Wasserstrahl-Quertrenneinrichtung,
durchtrennt wird.
9. Wickelmaschine (1) zum Überführen einer laufenden Materialbahn (2), insbesondere einer
Faserstoffbahn, auf einen neuen Wickelkern (5), wobei die Materialbahn (2) vorzugsweise
über einen Umfangsbereich (10) einer vorzugsweise verlagerbaren und mit einer herzustellenden
Wickelrolle (6) einen Wickelspalt (11) bildenden Tragtrommel (6) geführt und anschließend
auf einen Wickelkern (4) zu der herzustellenden Wickelrolle (3) aufwickelbar ist,
wobei der neue Wickelkern (5) vorzugsweise unmittelbar vor Erreichen eines vorbestimmten
Wickelrollendurchmessers (D) in dem von der Materialbahn (2) umschlungenen Umfangsbereich
(10) der Tragtrommel (6) an dieselbige bei Ausbildung eines neuen Wickelspalts (14)
bringbar ist und wobei die Materialbahn (2) nach Ausbildung des neuen Wickelspalts
(14) zwischen dem neuen Wickelkern (5) und der Tragtrommel (6) mittels mindestens
einer Trenneinrichtung (21) durchtrennbar und ein adhäsives Medium (16) zwischen die
Lagen der Materialbahn (2) mittels mindestens einer Auftragseinrichtung (15) einbringbar
ist, insbesondere zur Durchführung eines Verfahrens nach zumindest einem der Ansprüche
1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass die mindestens eine Auftragseinrichtung (15) für das adhäsive Medium (16) derart
vorgesehen ist, dass sie das adhäsive Medium (16) in Laufrichtung (R) der Materialbahn
(2) vor dem neuen, zwischen dem neuen Wickelkern (5) und der Tragtrommel (6) ausgebildeten
Wickelspalt (14) oberseitig und als wenigstens ein Streifen (17) auf die Materialbahn
(2) aufbringt, so dass es den neuen Wickelspalt (14) in einem Bereich durchläuft,
in welchem der neue Wickelkern (5) mit wenigstens einer an dem Umfang (19) radial
angeordneten Aussparung (18) versehen ist, wobei die wenigstens eine Aussparung (18)
derart vorgesehen ist, dass das auf die Materialbahn (2) aufgebrachte adhäsive Medium
(16) den neuen Wickelspalt (14) unberührt durchläuft.
10. Wickelmaschine (1) nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass der neue Wickelkern (5) wenigstens zwei, vorzugsweise mehrere und vorzugsweise gleichverteilte,
insbesondere zu der Mitte (M) der Materialbahn (2) symmetrisch angeordnete Aussparungen
(18) aufweist.
11. Wickelmaschine (1) nach Anspruch 9 oder 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass die wenigstens eine an dem neuen Wickelkern (5) angebrachte Aussparung (18) eine
Aussparungsbreite (B.18) im Bereich von 2 bis 50 mm, vorzugsweise von 5 bis 40 mm,
insbesondere von 10 bis 25 mm, aufweist.
12. Wickelmaschine (1) nach einem der Ansprüche 9 bis 11,
dadurch gekennzeichnet,
dass die wenigstens eine an dem neuen Wickelkern (5) angebrachte und einen Aussparungsgrund
(32) aufweisende Aussparung (18) eine Aussparungstiefe (T.18) im Bereich von 0,1 bis
10 mm, vorzugsweise von 0,1 bis 7 mm, insbesondere von 0,1 bis 5 mm, aufweist, wobei
der Aussparungsgrund (32) vorzugsweise mit einer Beschichtung, insbesondere einer
Silikon- oder Teflonbeschichtung, versehen ist.
13. Wickelmaschine (1) nach einem der Ansprüche 9 bis 12,
dadurch gekennzeichnet,
dass vorzugsweise in dem Bereich des neuen, mit der Tragtrommel (6) einen neuen Wickelspalt
(14) bildenden Wickelkerns (5) mindestens eine Einrichtung (23) zur Ermittlung der
Position der wenigstens einen an dem neuen Wickelkern (5) angebrachten Aussparung
(18) vorgesehen ist und dass die mindestens eine Auftragseinrichtung (15) für das
adhäsive Medium (16) mittels mindestens einer Einrichtung (25) derart positionierbar
ist, dass das adhäsive Medium (16) als wenigstens ein Streifen (17) in dem Bereich
der wenigstens einen ermittelten und an dem neuen Wickelkern (5) angebrachten Aussparung
(18) auf die Materialbahn (2) aufgebracht wird.
14. Wickelmaschine (1) nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Einrichtung (23) zur Ermittlung der Position der wenigstens einen an dem neuen
Wickelkern (5) angebrachten Aussparung (18) wenigstens einen optischen, kapazitiven
oder induktiven Sensor (24) umfasst.
15. Wickelkern (5) zum Aufwickeln einer laufenden Materialbahn (2), insbesondere einer
Faserstoffbahn, mit einem Grundkörper (26), der je einen an seinen beiden Stirnseiten
(27, 28) angebrachten Lagerzapfen (29, 30) aufweist, und mit einer bahnberührten Umfangsfläche
(31), zur Durchführung eines Verfahrens nach zumindest einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Grundkörper (26) mit wenigstens einer an dem Umfang (19) radial angeordneten
Aussparung (18) versehen ist, die eine Aussparungsbreite (B.18) im Bereich von 2 bis
50 mm, vorzugsweise von 5 bis 40 mm, insbesondere von 10 bis 25 mm, und eine Aussparungstiefe
(T.18) im Bereich von 0,1 bis 10 mm, vorzugsweise von 0,1 bis 7 mm, insbesondere von
0,1 bis 5 mm, aufweist.
1. Method for transferring a moving material web (2), in particular a fibrous web, to
a new core (5), the material web (2) preferably being guided over a circumferential
region (10) of a carrier drum (6) that can preferably be displaced and forms a winding
nip (11) with a wound roll (3) to be produced, and subsequently being wound onto a
core (4) of the wound roll (3) to be produced, the new core (5) being moved against
the carrier drum (6) in the circumferential region (10) of the latter around which
the material web (2) wraps, forming a new winding nip (14), preferably immediately
before a predetermined wound roll diameter (D) is reached, and, following the formation
of the new winding nip (14) between the new core (5) and the carrier drum (6), the
material web (2) being severed by means of at least one severing device (21) and an
adhesive medium (16) being introduced between the layers of the material web (2) by
means of at least one application device (15),
characterized in that
in the running direction (R) of the material web (2), the adhesive medium (16) is
applied to the top side before the new winding nip (14) formed between the new core
(5) and the carrier drum (6) and is applied to the material web (2) by means of the
at least one application device (15) as at least one strip (17) in such a way that
it runs through the new winding nip (14) in a region in which the new core (5) is
provided with at least one recess (18) arranged radially on the circumference (19),
the at least one recess (18) being provided in such a way that the adhesive medium
(16) applied to the material web (2) runs through the new winding nip (14) untouched.
2. Method according to Claim 1,
characterized in that
the adhesive medium (16) is applied to the material web (2) in at least two strips
(17), preferably a plurality of strips (17), preferably equally distributed, in particular
arranged symmetrically with respect to the centre (M) of the material web (2).
3. Method according to Claim 1 or 2,
characterized in that
the adhesive medium (16) is applied to the material web (2) as at least one strip
(17) having a strip width (B.17) in the range from 2 to 50 mm, preferably from 5 to
40 mm, in particular from 10 to 25 mm.
4. Method according to one of the preceding claims,
characterized in that
the adhesive medium (16) is applied to the material web (2) as at least one strip
(17) at least during and/or in the area of the severing of the material web (2).
5. Method according to one of the preceding claims,
characterized
in that before the application of the adhesive medium (16), the position of the at least
one recess (18) made in the new core (5) is determined by means of a device (23),
and
in that the adhesive medium (16) is applied to the material web (2) as at least one strip
(17) in the region of the at least one recess (18) determined and made in the new
core (5).
6. Method according to Claim 5,
characterized in that
the position of the at least one recess (18) made in the new core (5) is determined
by means of at least one optical, capacitive or inductive sensor (24).
7. Method according to one of the preceding claims,
characterized in that
before the formation of the new winding nip (14) between the new core (5) and the
carrier drum (6), the wound roll (3) to be produced is moved away from the carrier
drum (6), opening the winding nip (11) and forming a free draw in the material web
(2).
8. Method according to one of the preceding claims,
characterized in that
the material web (2) is severed by means of the at least one severing device (21),
preferably a transverse severing device, in particular a water jet transverse severing
device, arranged before, in the region of or after the application position of the
adhesive medium (16).
9. Winding machine (1) for transferring a moving material web (2), in particular a fibrous
web, to a new core (5), where the material web (2) is preferably guided over a circumferential
region (10) of a carrier drum (6) that can preferably be displaced and forms a winding
nip (11) with a wound roll (3) to be produced, and can subsequently be wound onto
a core (4) of the wound roll (3) to be produced, where the new core (5) can be moved
against the carrier drum (6) in the circumferential region (10) of the latter around
which the material web (2) wraps, forming a new winding nip (14), preferably immediately
before a predetermined wound roll diameter (D) is reached, and, following the formation
of the new winding nip (14) between the new core (5) and the carrier drum (6), the
material web (2) can be severed by means of at least one severing device (21) and
an adhesive medium (16) can be introduced between the layers of the material web (2)
by means of at least one application device (15), in particular for carrying out a
method according to at least one of Claims 1 to 8,
characterized in that
the at least one application device (15) for the adhesive medium (16) is provided
in such a way that, in the running direction (R) of the material web (2), it applies
the adhesive medium (16) to the top side before the new winding nip (14) formed between
the new core (5) and the carrier drum (6) and applies the said adhesive medium (16)
to the material web (2) as at least one strip (17) in such a way that it runs through
the new winding nip (14) in a region in which the new core (5) is provided with at
least one recess (18) arranged radially on the circumference (19), the at least one
recess (18) being provided in such a way that the adhesive medium (16) applied to
the material web (2) runs through the new winding nip (14) untouched.
10. Winding machine (1) according to Claim 9,
characterized in that
the new core (5) has at least two recesses (18), preferably a plurality of recesses
(18), preferably equally distributed, in particular arranged symmetrically with respect
to the centre (M) of the material web (2).
11. Winding machine (1) according to Claim 9 or 10,
characterized in that
the at least one recess (18) made in the new core (5) has a recess width (B.18) in
the range from 2 to 50 mm, preferably from 5 to 40 mm, in particular from 10 to 25
mm.
12. Winding machine (1) according to one of Claims 9 to 11,
characterized in that
the at least one recess (18) made in the new winding core (5) and having a recess
base (32) has a recess depth (T.18) in the range from 0.1 to 10 mm, preferably from
0.1 to 7 mm, in particular from 0.1 to 5 mm, the recess base (32) preferably being
provided with a coating, in particular a silicone or Teflon coating.
13. Winding machine (1) according to one of Claims 9 to 12,
characterized in that
at least one device (23) for determining the position of the at least one recess (18)
made in the new core (5) is provided preferably in the region of the new core (5)
forming a new winding nip (14) with the carrier drum (6), and
in that the at least one application device (15) for the adhesive medium (16) can be positioned
by means of at least one device (25) in such a way that the adhesive medium (16) is
applied to the material web (2) as at least one strip (17) in the region of the at
least one recess (18) determined and made in the new core (5).
14. Winding machine (1) according to Claim 13,
characterized in that
the device (23) for determining the position of the at least one recess (18) made
in the new core (5) comprises at least one optical, capacitive or inductive sensor
(24).
15. Core (5) for winding a moving material web (2), in particular a fibrous web, having
a basic body (26) which has a bearing journal (29, 30) in each case fitted at its
two ends (27, 28), and having a circumferential surface (31) touched by the web, for
carrying out a method according to at least one of Claims 1 to 8,
characterized in that
the basic body (26) is provided with at least one recess (18) arranged radially on
the circumference (19), which has a recess width (B.18) in the range from 2 to 50
mm, preferably from 5 to 40 mm, in particular from 10 to 25 mm, and a recess depth
(T.18) in the range from 0.1 to 10 mm, preferably from 0.1 to 7 mm, in particular
from 0.1 to 5 mm.
1. Procédé de transfert d'une bande de matériau en mouvement (2), en particulier d'une
bande fibreuse, sur un nouveau mandrin d'enroulement (5), la bande de matériau (2)
étant guidée de préférence sur une région périphérique (10) d'un tambour porteur (6)
de préférence déplaçable et formant une fente d'enroulement (11) avec une bobine (3)
à constituer, et étant ensuite enroulée sur un mandrin d'enroulement (4) pour produire
la bobine (3) à constituer, le nouveau mandrin d'enroulement (5) étant de préférence
amené directement avant d'atteindre un diamètre de bobine prédéterminé (D) dans la
région périphérique (10) du tambour porteur (6) entourée par la bande de matériau
(2) contre ce tambour porteur en créant une nouvelle fente d'enroulement (14), et
la bande de matériau (2), après la création de la nouvelle fente d'enroulement (14),
étant sectionnée entre le nouveau mandrin d'enroulement (5) et le tambour porteur
(6) au moyen d'au moins un dispositif de sectionnement (21) et un milieu adhésif (16)
étant introduit entre les couches de la bande de matériau (2) au moyen d'au moins
un dispositif d'enduction (15),
caractérisé en ce que
le milieu adhésif (16) est appliqué dans la direction d'avance (R) de la bande de
matériau (2) avant la nouvelle fente d'enroulement (14) réalisée entre le nouveau
mandrin d'enroulement (5) et le tambour porteur (6), du côté supérieur, et sous forme
d'au moins un ruban (17) sur la bande de matériau (2) au moyen de l'au moins un dispositif
d'enduction (15), de telle sorte qu'il traverse la nouvelle fente d'enroulement (14)
dans une région dans laquelle le nouveau mandrin d'enroulement (5) est pourvu d'au
moins un évidement (18) disposé radialement sur la périphérie (19), l'au moins un
évidement (18) étant prévu de telle sorte que le milieu adhésif (16) appliqué sur
la bande de matériau (2) traverse sans contact la nouvelle fente d'enroulement (14).
2. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
le milieu adhésif (16) est appliqué sur la bande de matériau (2) en au moins deux,
de préférence plusieurs rubans (17) de préférence répartis uniformément, disposés
notamment symétriquement par rapport au milieu (M) de la bande de matériau (2).
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce que
le milieu adhésif (16) est appliqué sur la bande de matériau (2) sous forme d'au moins
un ruban (17) avec une largeur de ruban (B.17) de l'ordre de 2 à 50 mm, de préférence
de 5 à 40 mm, en particulier de 10 à 25 mm.
4. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le milieu adhésif (16) est appliqué sur la bande de matériau (2) au moins pendant
et/ou dans la région du sectionnement de la bande de matériau (2) sous forme d'au
moins un ruban (17).
5. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce
qu'avant l'application du milieu adhésif (16), la position de l'au moins un évidement
(18) pratiqué sur le nouveau mandrin d'enroulement (5) est détectée au moyen d'un
dispositif (23) et
en ce que le milieu adhésif (16) est appliqué sur la bande de matériau (2) sous la
forme d'au moins un ruban (17) dans la région de l'au moins un évidement (18) détecté
et réalisé sur le nouveau mandrin d'enroulement (5).
6. Procédé selon la revendication 5,
caractérisé en ce que
la position de l'au moins un évidement (18) pratiqué sur le nouveau mandrin d'enroulement
(5) est détectée au moyen d'au moins un capteur (24) optique, capacitif ou inductif.
7. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce
qu'avant la réalisation de la nouvelle fente d'enroulement (14) entre le nouveau mandrin
d'enroulement (5) et le tambour porteur (6), la bobine (3) à constituer est écartée
du tambour porteur (6) en éliminant la fente d'enroulement (11) et en réalisant une
traction libre dans la bande de matériau (2).
8. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
la bande de matériau (2) est sectionnée au moyen de l'au moins un dispositif de sectionnement
(21) disposé avant, dans la région de, ou après la position d'enduction du milieu
adhésif (16), de préférence au moyen d'un dispositif de sectionnement transversal,
en particulier d'un dispositif de sectionnement transversal à jet d'eau.
9. Machine d'enroulement (1) pour le transfert d'une bande de matériau en mouvement (2),
en particulier d'une bande fibreuse, sur un nouveau mandrin d'enroulement (5), la
bande de matériau (2) étant de préférence guidée sur une région périphérique (10)
d'un tambour porteur (6) de préférence déplaçable et formant avec une bobine (3) à
constituer une fente d'enroulement (11), et pouvant être enroulée ensuite sur un mandrin
d'enroulement (4) pour produire la bobine (3) à constituer, le nouveau mandrin d'enroulement
(5) pouvant de préférence être amené directement avant d'atteindre un diamètre de
bobine prédéterminé (D) dans la région périphérique (10) du tambour porteur (6) entourée
par la bande de matériau (2) contre ce tambour porteur en créant une nouvelle fente
d'enroulement (14), et la bande de matériau (2), après la création de la nouvelle
fente d'enroulement (14), pouvant être sectionnée entre le nouveau mandrin d'enroulement
(5) et le tambour porteur (6) au moyen d'au moins un dispositif de sectionnement (21)
et un milieu adhésif (16) pouvant être introduit entre les couches de la bande de
matériau (2) au moyen d'au moins un dispositif d'enduction (15), en particulier pour
mettre en oeuvre un procédé selon au moins l'une quelconque des revendications 1 à
8,
caractérisée en ce que
l'au moins un dispositif d'enduction (15) pour le milieu adhésif (16) est prévu de
telle sorte qu'il applique le milieu adhésif (16) dans la direction d'avance (R) de
la bande de matériau (2) avant la nouvelle fente d'enroulement (14) réalisée entre
le nouveau mandrin d'enroulement (5) et le tambour porteur (6), du côté supérieur,
et sous forme d'au moins un ruban (17) sur la bande de matériau (2), de telle sorte
qu'il traverse la nouvelle fente d'enroulement (14) dans une région dans laquelle
le nouveau mandrin d'enroulement (5) est pourvu d'au moins un évidement (18) disposé
radialement sur la périphérie (19), l'au moins un évidement (18) étant prévu de telle
sorte que le milieu adhésif (16) appliqué sur la bande de matériau (2) traverse sans
contact la nouvelle fente d'enroulement (14).
10. Machine d'enroulement (1) selon la revendication 9,
caractérisée en ce que
le nouveau mandrin d'enroulement (5) présente au moins deux, de préférence plusieurs
évidements (18) de préférence répartis uniformément, disposés notamment symétriquement
par rapport au milieu (M) de la bande de matériau (2).
11. Machine d'enroulement (1) selon la revendication 9 ou 10,
caractérisée en ce que
l'au moins un évidement (18) pratiqué sur le nouveau mandrin d'enroulement (5) présente
une largeur d'évidement (B.18) dans la plage de 2 à 50 mm, de préférence de 5 à 40
mm, en particulier de 10 à 25 mm.
12. Machine d'enroulement (1) selon l'une quelconque des revendications 9 à 11,
caractérisée en ce que
l'au moins un évidement (18) pratiqué sur le nouveau mandrin d'enroulement (5) et
présentant une base d'évidement (32) présente une profondeur d'évidement (T.18) de
l'ordre de 0,1 à 10 mm, de préférence de 0,1 à 7 mm, en particulier de 0,1 à 5 mm,
la base d'évidement (32) étant pourvue de préférence d'un revêtement, notamment d'un
revêtement de silicone ou de téflon.
13. Machine d'enroulement (1) selon l'une quelconque des revendications 9 à 12,
caractérisée en ce que
de préférence dans la région du nouveau mandrin d'enroulement (5) formant avec le
tambour porteur (6) une nouvelle fente d'enroulement (14), est prévu au moins un dispositif
(23) pour détecter la position de l'au moins un évidement (18) pratiqué sur le nouveau
mandrin d'enroulement (5), et
en ce que l'au moins un dispositif d'enduction (15) pour le milieu adhésif (16) peut être positionné
au moyen d'au moins un dispositif (25) de telle sorte que le milieu adhésif (16) soit
appliqué sur la bande de matériau (2) sous forme d'au moins un ruban (17) dans la
région de l'au moins un évidement (18) détecté et pratiqué sur le nouveau mandrin
d'enroulement (5).
14. Machine d'enroulement (1) selon la revendication 13,
caractérisée en ce que
le dispositif (23) pour détecter la position de l'au moins un évidement (18) pratiqué
sur le nouveau mandrin d'enroulement (5) comprend au moins un capteur (24) optique,
capacitif ou inductif.
15. Mandrin d'enroulement (5) pour enrouler une bande de matériau en mouvement (2), en
particulier une bande fibreuse, comprenant un corps de base (26) qui présente à chaque
fois un tourillon (29, 30) monté sur ses deux côtés frontaux (27, 28), et comprenant
une surface périphérique (31) en contact avec la bande, pour mettre en oeuvre un procédé
selon au moins l'une quelconque des revendications 1 à 8,
caractérisé en ce que
le corps de base (26) est pourvu d'au moins un évidement (18) pratiqué radialement
sur la périphérie (19), lequel évidement présente une largeur d'évidement (B.18) de
l'ordre de 2 à 50 mm, de préférence de 5 à 40 mm, en particulier de 10 à 25 mm, et
une profondeur d'évidement (T.18) de l'ordre de 0,1 à 10 mm, de préférence de 0,1
à 7 mm, en particulier de 0,1 à 5 mm.